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		<title>Biblische BÃ¼cher und Predigten - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-04-19T18:33:38Z</updated>
		<subtitle>Aus Biblische BÃ¼cher und Predigten</subtitle>
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	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Beten_Sie_gegen_die_Versuchung%3F</id>
		<title>Beten Sie gegen die Versuchung?</title>
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				<updated>2025-02-10T18:54:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Do You Pray Against Temptation?}}&amp;lt;br&amp;gt;  „Betet darum, dass ihr der kommenden Versuchung widerstehen könnt!“  Jesus kniet im Garten seines Leidens und f…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Do You Pray Against Temptation?}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Betet darum, dass ihr der kommenden Versuchung widerstehen könnt!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus kniet im Garten seines Leidens und fordert seine Männer zum Beten auf. Nicht nur gegen die ''Sünde'', sondern auch gegen die ''Versuchung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beginn der größten Versuchung seines Lebens fordert er seine Jünger gleich zweimal (Lukas 22:40,46) auf, gegen die Versuchung zu beten. Vierzig lange Tage des Fastens in der Wüste müssen ihm angesichts seiner bald zu erduldenden Prüfung wie ein Kinderspiel erscheinen. Seine Stunde ist gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihm steht die größte Prüfung der Weltgeschichte bevor: Wird der sündenlose Gottmensch für die Sünden seiner geliebten Rebellen Todesfolter erleiden? Und ungeachtet seiner eigenen größten Versuchung, die eine solche Qual verursacht, dass sein Schweiß wie Blut auf die Erde tropft (Lukas 22:40), wendet er sich seinen Männern zweimal zu, und sagt „Betet darum, dass ihr der kommenden Versuchung widerstehen könnt“ (Lukas 22:40,46).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nachdruck in seinem berühmten Gebet====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht das erste (und auch nicht das zweite) Mal, dass er seine Jünger auffordert gegen die Versuchung zu beten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie zu ihm kamen und baten „Herr, sag uns doch, wie wir beten sollen“ (Lukas 11:1), antwortete er mit dem so machtvollen und kurzen „Vaterunser“. Nur 44 Wörter in der deutschen Fassung! In einem solch knappen, fokussierten Gebet, erwähnt er nicht nur das Gesuch „Lass nicht zu, dass wir in Versuchung geraten“ (Lukas 11:4), nein, er endet sogar damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufforderung, gegen die Versuchung zu beten, ist keine flüchtige Bemerkung –als könnten wir auch nur ein Wort Gottes ignorieren. Hier, in diesem Garten und in genau diesem Moment. Als Jesus uns das Beten beibringt, fordert er uns nicht nur dazu auf, gegen die Sünde zu beten (dies wird bereits impliziert), sondern mahnt explizit dazu, ''gegen die Versuchung zu beten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen unter uns, die seine Worte beherzigen, finden mindestens drei Implikationen dieser (vielleicht überraschenden) Aufforderung Jesu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bete gegen die Versuchung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst die, dass Gott uns als Antwort auf unsere Gebete tatsächlich vor einigen Versuchungen schützt. Gott und sein Sohn halten uns an, mit dem Gebet nicht spielerisch umzugehen. Das Gebet ist von Bedeutung. Gott der Herr entscheidet sich, so über das Universum zu herrschen, dass das Gebet von Bedeutung ist. Unter seiner Führung finden manche Ereignisse statt (oder nicht), weil sein Volk gebetet hat. Andere Ereignisse finden nicht statt (oder doch), weil es nicht gebetet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nicht nur gegen unsere Sünde beten, sondern gegen die Versuchung zu sündigen, zeigen wir Reife und Bescheidenheit: Wir erkennen unsere Schwäche und die Macht der Sünde an. Und wir besinnen uns der Liebe des Vaters für die Heiligkeit und für unser Wohl. Gott selbst „verführt auch niemanden zum Bösen“ (Jakobus 1:13). Die Schuld der Sünden trifft ganz allein den Sünder. „Ein jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust fortgezogen und gelockt wird“ (Jakobus 1:14). Und doch bewahrt uns Gott, in seiner Gnade und seiner Barmherzigkeit, bereitwillig vor unseren vielen Versuchungen. Unzählige Male. Vielleicht sogar, wenn wir es versäumen, ihn darum zu bitten. Und in wie vielen großen Momenten als direkte Antwort auf unser Bitten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Tiefen der Sünde in uns ernstnehmen, und die Tiefen der Barmherzigkeit des Vaters, werden wir die Worte Jesu beherzigen und auch die Erläuterung von John Owen berücksichtigen: „Lasst niemanden behaupten er fürchte der Sünde, der nicht auch der Versuchung fürchtet! Diese sind zu eng verbunden, um getrennt zu werden. Derjenige der sich an der Wurzel erfreut, hasst die Frucht nicht wahrhaftig“.  Der Wahrheit und des guten Gewissens zuliebe unterscheiden wir zwischen Versuchung und Sünde. Der Heiligkeit und der Freude zuliebe trennen wir sie nicht voneinander. Und so beten wir nicht nur gegen unsere Sünden, sondern auch gegen unsere Versuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Plane gegen die Versuchung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zweite Konsequenz leiten wir in unserem Gebet gegen die Versuchung den Prozess zur Vermeidung dieser ein. Dadurch werden wir zum Mittel für Gott, um unsere Gebete zu beantworten. Zwar schützt uns Gott oft aufgrund unserer Gebete vor der Versuchung. Doch schon allein das Beten an sich erzeugt in uns ein tieferes Engagement zum Kampf. Wir stärken unsere Seelen gegen die Sünde. Wir lassen uns intensiver auf den Kampf ein. Wir sind entschlossen, über den Geist an der Wahrheit festzuhalten und nicht „durch den Betrug der Sünde verhärtet zu werden“ (Hebräer 3:13). Wir erinnern unsere Herzen daran, dass die Freuden der Sünde oberflächlich und flüchtig sind (Hebräer 11:25), während die Freuden Gottes viel und ewig sind (Psalmen 16:11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die Versuchung zu beten hilft uns also, ganz konkret gegen sie zu planen. Wenn wir unsere Verhaltensmuster und Neigungen zu bestimmten Sünden kennen, vermeiden wir unkluge Situationen. Wir „fliehen der jugendlichen Lüste“ (2 Timotheus 2:22) und „treiben nicht Vorsorge für das Fleisch zur Erfüllung seiner Lüste (Römer 13:14). Wir beherzigen die weisen Worte eines liebenden Vaters an seinen Sohn (Sprüche 5:1) über die „fremde Frau“ (Sprüche 5:3): Bleib nicht nur ihrem Bett fern, sondern „Halte fern von ihr deinen Weg, und nahe nicht zu der Tür ihres Hauses“ (Sprüche 5:8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Gnade nicht nur der Sünde ferngehalten zu werden, sondern auch der Versuchung (Offenbarung 3:10). „Der Geist zwar ist willig, aber das Fleisch ist schwach“ (Matthäus 26:41). Wenn wir gegen die Versuchung beten, sind wir auf gutem Wege dagegen zu planen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bereite dich trotzdem auf die Versuchung vor====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte (und letzte) Konsequenz gilt für den Fall, dass wir uns doch der Versuchung hingegeben haben: Wenn wir dagegen gebetet haben, sollten wir am wenigsten davon überrascht und im höchsten Maße für den Kampf bereit sein. Gott liebt ein Herz, das gegen die Versuchung betet und oft beantwortet er unsere Bitte. Und doch sind seine Wege höher als unsere. Er weiß in seiner Liebe, wann er der Versuchung Einlass gewähren muss. Tatsächlich sagt Jesus, dass die Versuchungen kommen werden (Lukas 17:1), ganz gleich wieviel wir dagegen beten. Gott hat kein Versprechen abgegeben, dieses Gebet immer so zu beantworten, wie wir es gerne hätten. Noch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Beten gegen die Versuchung bereiten wir uns also darauf vor, nicht überrascht zu sein, wenn sie kommt. (1 Petrus 4:12). Und wenn wir gegen die Versuchung gebetet haben, haben wir uns Klarheit darüber verschafft, dass Gott diese Prüfung in Liebe auf uns zukommen lassen hat. Und er hat mich nicht ohne Versprechungen für eben diese Momente allein gelassen. „Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird (1 Korinther 10:13). Wie bei Joseph kann dies Flüchten bedeuten (Genesis 39:11-12). Wie bei Jesus kann es das Zitieren des Wortes Gottes bedeuten (Matthäus 4:1-11), oder das Schweigen im Angesicht von Narren (Matthäus 26:63; Markus 14:61; Apostelgeschichte 8:32).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Herr weiß die Gottseligen aus der Versuchung zu retten“ (2 Petrus 2:9) und nicht bloß von den Prüfungen zu verschonen. Und der Christ, der am besten vorbereitet ist, die Versuchung zu überwinden, ist derjenige, der dagegen betet und plant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Von Gott in der Prüfung geleitet====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beten Sie gegen Ihre eigenen, immer wiederkehrenden Sünden. Und während Sie das tun, gehen Sie einen Schritt weiter und beten Sie auch gegen Ihre eigenen Versuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir gegen die Versuchung beten, können wir mit zwei Ergebnissen rechnen: Erstens wird uns Gott, auf reale und greifbare Art und Weise gerne von den Versuchungen bewahren, denen wir begegnet wären, wenn wir nicht gebetet hätten. Und zweitens wird es Gott hin und wieder für angemessen halten, uns genau der Versuchung auszusetzen, gegen die wir gebetet (und geplant!) haben – und wenn es so weit ist, werden wir, da wir gebetet haben, uns der Versuchung besser stellen und sie in der Macht seines Geistes besiegen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott wird einen Ausweg schaffen (1 Korinther 10:13). Suchen Sie ihn und nehmen Sie ihn an. Und danken Sie ihm nicht nur für die vielen Male, in denen er Sie unbemerkt von der Versuchung ferngehalten hat, Danken Sie Ihm auch für die Male, in denen Er Ihre Gebete anders erhört hat und Sie nicht nur ''vor'' der Versuchung beschützt hat, sondern auch ''durch'' die Versuchung hindurch beschützt hat.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Den_Bock_melken</id>
		<title>Den Bock melken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Den_Bock_melken"/>
				<updated>2024-04-05T11:41:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Milking the Ram}}&amp;lt;br&amp;gt;  Von den vielen Formen des Legalismus ist keiner tödlicher als die die Glauben ersetzt durch Tat oder Gnade durch Verdienst als Grun…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Milking the Ram}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den vielen Formen des Legalismus ist keiner tödlicher als die die Glauben ersetzt durch Tat oder Gnade durch Verdienst als Grund für Rechtfertigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation des sechzehnten Jahrhunderts war ein Gefecht bis zum Tode um diese Frage. Es war ein Ringen um das wahre Evangelium das in die Kirche des Mittelalters überschattet wurde. Aber der Zerfall der Lehre, dass die Gerechtigkeit nur durch Glauben entsteht, hat nicht im Mittelalter angefangen. Es hat seine Wurzeln in dem Zeitalter des Neuen Testaments mit der Erscheinung der „Galatischen Ketzerei.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Galatische Unruhestifter, die versuchten die Autorität von Apostel Paulus zu untergraben, plädierten für einen Evangelium das die Arbeit des Gesetzes erfordert, nicht nur als Beweis für Gerechtigkeit aber auch als Voraussetzung dafür. Dieses Neonomianismus, oder „Doktrin des neuen Gesetzes“, war in direkten Widerspruch mit Paulus Lehre in Römer: „Wir wissen aber: Was das Gesetzt sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf dass jeder Mund gestopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei. Denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch vor ihm gerecht sein. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde“ (3:19-20)&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannten Judaïsanten von Galatien strebten an Arbeit und Glaube zu kuppeln als notwendigen Grund für Rechtfertigung. Dabei verdarben sie das Evangelium der Freie Gnade womit wir gerechtfertigt sind durch Glauben allein. Diese Verzeichnung provozierte Paulus zu seiner meist vehementen Ablehnung von jeglichem Ketzer mit wem er je gestritten hat. Nachdem er bestätigt hatte, dass es kein anderes Evangelium gibt als das er verkündigt hat und diejenigen für verflucht erklärt hat die versuchten „ein Evangelium zu predigen, das anders ist“ (Galater 1), stimmte er die Galater zum Nachdenken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„O ihr unverständigen Galater! Wer hat euch bezaubert, denen doch Jesus Christus vor die Augen gemalt war als der Gekreuzigte? Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? … Dass aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn ‚der Gerechte wird aus Glauben leben‘“ (Galater 3:1-2; 11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang von seinem Brief äußerte Paulus sein Staunen darüber wie schnell die Galater sich vom wahren Evangelium abgewendet hatten und ein „anderes“ Evangelium umarmten, das überhaupt kein Evangelium war. Dennoch, die verführerische Stimme des Legalismus war vom Anfang an kraftvoll. Taten-Gerechtigkeitsprogrammen haben das Evangelium in jeder Zeitalter der Kirchengeschichte verdrängt. Wir denken an Pelagianismus in dem vierten Jahrhundert, Socinianismus in dem sechszehnten Jahrhundert, und Liberalismus und Finneyismus in dem neunzehnten Jahrhundert, um einige zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber keine diesen Bewegungen war so komplex und systematisch in seiner Umarmung von einem legalistischen Blick auf Gerechtigkeit als es die Römischkatolische Kirche war. Rom, durch Taten an Glauben zu fügen und Verdienst zu Gnade als Voraussetzung für Gerechtigkeit, hat die Flammen der Galatischen Ketzerei neu entzündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Rom, in Gegensatz zu purem Pelagianismus, darauf besteht das Gnade notwendig ist für Gerechtigkeit, verneint es, dass nur Gnade rechtfertigt. Obwohl es beibringt, dass Glauben vorausgesetzt ist als Initiative, das Fundament, und der Wurzel der Gerechtigkeit, leugnet es, dass wir nur durch das Glauben gerechtfertigt sind. Es zählt Taten zu Glauben als Voraussetzung für Gerechtigkeit. Indem Gott uns für gerecht erklärt, müssen wir, Rom nach, grundsätzlich gerecht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rom zählt Verdienst zu Gnade auf zwei unterschiedliche Weisen. Erstens gibt es „angemessenen Verdienst“ (''meritum de congruo''), Verdienst der ein Person bekommt durch zufriedenstellende Taten zu leisten innerhalb der Rahmen des Sakraments der Buße. Diese Taten, geleistet mit Hilfe der Gnade, machen es „angemessen“ oder „passend“ für Gott jemanden zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens gibt es Taten von Mehrleistung. Diese Taten stehen über und hinter der Pflichtleistung; somit ergeben die extra Verdienst. Rom sagt, dass wenn Heiligen mehr Verdienst bekommen als sie benötigen um in den Himmel zu kommen, wird den Überschuss deponiert im „Schatzkammer der Verdienst.“ Rom nennt dies das „spirituelle Heil von der Gemeinschaft der Heiligen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Schatzkammer kann die Kirche Verdienst abgeben an die die ein Mangel haben an einer ausreichenden Menge davon. Das wird gemacht durch „Ablässe.“ Das Katechismus der Römischkatolischen Kirche definiert ein Ablass wie folgt: „Nachlass zeitlicher Strafe vor Gott für Sünden, deren Schuld schon getilgt ist; ihn erlangt der entsprechend disponierte Gläubige unter bestimmten festgelegten Voraussetzungen durch die Hilfe der Kirche, die im Dienst an der Erlösung den Schatz der Sühneleistungen Christi und der Heiligen autoritativ verwaltet und zuwendet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Reformation kam ein großer Kontrovers um Ablässe hoch. Die Reformanten bestanden darauf, dass die einzige Person dessen Taten wahren Verdienst für Gott haben, Christus war. Nur durch Seine Taten und Sein Verdienst können wir gerechtfertigt werden. Der Wert des Verdienst Christi kann nicht erweitert oder verringert werden durch die Taten andere. Allerdings, in dem römischen System, helfen unsere Taten nicht nur bei unserer eigenen Rechtfertigung sondern, wenn die gut genug sind, auch diejenigen die sich ins Fegefeuer befinden und ein Mangel an Verdienst haben um Zutritt zum Himmel zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maarten Luther erklärte, dass die Römische Auffassung von Verdienst nicht mehr war als sinnloses Hirngespinst und träumerische Spekulation über wertlosen Sachen. Er argumentierte, dass jede Perspektive worin unsere Taten Teil unserer Rechtfertigung sind, nicht nur gotteslästerlich sondern auch lächerlich ist. Er sagte: „Um Rechtfertigung durch das Gesetzt zu suchen, ist wie wenn jemand, der bereits schwach und krank ist, nach einer größeren Krankheit sucht, in der Hoffnung, dass sie seine Gebrechen heilen wird. Stattdessen treibt es ihn in den Ruin, ähnlich wie bei jemandem mit Epilepsie, der die Pest sucht … Hier, wie das Sprichwort besagt, milcht der eine den Bock während der andere dem Sieb unter ihm hält.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luthers Spruch stellt eine doppelte Torheit fest. Der Versuch um Milch von einem Bock zu bekommen ist schon dumm genug. Aber um ein Sieb dazu zu stellen um es auf zu fangen, macht die Torheit komplett. Ebenfalls, versuchen gerechtfertigt zu werden durch irgendein Form von Legalismus ist wie versuchen Milch von einem Bock zu bekommen – aber mit viel katastrophaleren Folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Tragödie in unserer Zeit ist nicht nur dass Römisch Katholizismus und andere Religionen, wie zum Beispiel der Islam, Taten vorschreiben als notwendigen Grund für Rechtfertigung. Praktisch gesprochen befürchte ich, dass die große Mehrheit der Protestanten auch Hoffnung stellt in den eigenen Taten. Bis wir die Suche nach Gerechtigkeit durch Taten aufgeben, haben wir das Evangelium nicht verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;hr&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Bibeltexten sind zitiert aus der Lutherbibel 2017.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wie_man_auf_die_schrecklichen_Worte_Jesu_reagiert</id>
		<title>Wie man auf die schrecklichen Worte Jesu reagiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wie_man_auf_die_schrecklichen_Worte_Jesu_reagiert"/>
				<updated>2023-12-12T12:26:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|How to Respond to the Horrifying Sayings of Jesus}}&amp;lt;br&amp;gt;  ''Briefe aus Cambridge Nr. 1''  Eines der Dinge, die ich an diesem Punkt in meinem Sabbatical hier…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|How to Respond to the Horrifying Sayings of Jesus}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Briefe aus Cambridge Nr. 1''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Dinge, die ich an diesem Punkt in meinem Sabbatical hier in Cambridge, England, tue, ist, die vier Evangelien zu lesen und alle expliziten und impliziten Gebote Jesu in verschiedene Kategorien zu sammeln. Ich werde von Matthäus 28:18-20 getrieben. Jesus sagte: &amp;quot;Mir ist alle Autorität im Himmel und auf Erden gegeben. Geht daher und . . . [lehrt alle Nationen] zu beachten, ''was ich euch geboten habe.''&amp;quot; Deshalb ist es wichtig, dass wir das schaffen können. Wir sollten „alles, was er uns geboten hat“ lehren und gehorchen, weil er „alle Autorität“ im Universum hat. Niemand sonst hat das Recht, die Weisheit oder die Liebe, uns zu sagen, wie wir leben sollen. Nur Jesus hat diese Autorität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn man die Evangelien liest, findet man schreckliche Dinge. Wenn du sie nicht als schrecklich empfindest, bist du nicht wach. Ich glaube, sie sind so berechnet, dass sie uns von unserer Domestizierung Christi und seines Buches aufwecken. Dieser hat mich gepackt, weil er sich direkt auf die Frage der Autorität Jesu bezieht. Am Anfang des Gleichnisses von den zehn minas (oder zehn Pfund) in Lukas 19,14 beschreibt Jesus die Beziehung der Bürger zum Adligen wie folgt: „Seine Bürger hassten ihn und schickten ihm eine Delegation nach, die sagte: „Wir wollen nicht, dass dieser Mann über uns regiert.&amp;quot; Und am Ende des Gleichnisses sagt Jesus in Lukas 19,27: „Was meine Feinde angeht, die nicht wollten, dass ich über sie regiere, bringe sie her und schlachte sie vor mir ab.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist schrecklich. Jesus sagt, dass Menschen, die seine absolute Autorität über sie nicht wollen, vor seinen Augen abgeschlachtet werden. Was sollen unsere Herzen und Verstand mit solchen Worten im Mund und Herzen unseres Herrn tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Zunächst sehen wir, was wirklich da ist: Eine schreckliche Sprache über den Zustand und das Schicksal bestimmter Menschen. Sie sind Feinde. Sie wollen die Autorität Jesu über ihr Leben nicht. Sie werden geschlachtet werden. Jesus wird es nicht an einem privaten Ort tun lassen, sondern vor seinen Augen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Wir verbeugen uns vor dem Gericht des Herrn und rechnen damit, dass sein Weg weise und gerecht und sogar liebevoll ist für diejenigen, die vor seinem Wort zittern und Buße tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Wir erschauern vor der schrecklichen Zukunft, die so viele Menschen erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4) Wir werden dazu gebracht, darüber nachzudenken, was für eine moralische und spirituelle Empörung die Auflehnung gegen Jesus ist – andernfalls wäre es eine ungerechte Überreaktion, abgeschlachtet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5) Wir fühlen uns verletzlich, wenn wir die Überreste der Auflehnung in unseren Herzen kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6) Wir fliegen vom Zorn des Lammes (Offenbarung 6,16) zum Kreuz, wo er seinem eigenen Zorn entkommen ist („Jesus, der uns von dem kommenden Zorn erlöst“, 1. Thessalonicher 1,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7) Wir spüren die erstaunliche, demütigende, unglaubliche Wahrheit, dass unser Entkommen von der Folter, die von Christus kommt, in die Ekstase, die wir mit Christus genießen werden, allein durch Gnade und nicht durch unsere Gerechtigkeit geschieht (wie Jesus sagte: „Wenn du alles getan hast, was dir geboten wird, sag: „Wir sind unwürdige Diener; wir haben nur getan, was unsere Pflicht war“, Lukas 17,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8) Wir fühlen uns im Gewissen gestochen, dass es zu oft eine selbstgerechte Verachtung für rebellische Menschen gibt, die in unseren Herzen aufsteigt – und wir fügen diese Sünde all den anderen hinzu, die uns gute Kandidaten macht, um zusammen mit den rebellischen Menschen abgeschlachtet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9) Wir bereuen unsere eigene Auflehnung und ihre vielen subtilen Formen und finden in Gnade eine Liebe zu rebellischen Menschen, die in unseren Herzen aufsteigt, sodass, anders als der ältere Bruder im Gleichnis vom verlorenen Sohn, es wirklich unsere Freude wäre, wenn einer dieser Rebellen gegen die Autorität Jesu gerettet würde und an der Feier der Gnade teilnehmen würde – wie zum Beispiel Saddam Hussein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10) Wir sind in all unseren Unvollkommenheiten als vergebene Sünder bewegt, in das Leben der Rebellen einzutreten und sie vor ihrem Zustand zu warnen und ihnen das Werk Christi zu empfehlen und ihren Spott zu ertragen, wenn wir mit irgendwelchen Mitteln einige retten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht simpel, und es ist nicht einfach. Und ich behaupte nicht, es gut zu machen. Aber so versuche ich, auf schreckliche Dinge in der Bibel zu reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehnsüchtig geprägt zu sein von der Heiligen Schrift, nicht von der Welt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Ich_bin_Alpha_und_Omega</id>
		<title>Ich bin Alpha und Omega</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Ich_bin_Alpha_und_Omega"/>
				<updated>2022-10-11T12:42:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|I Am Alpha and Omega}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Offenbarung 21:1-8&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer war nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, vorbereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann; und ich hörte eine laute Stimme vom Thron sagen: „Siehe, die Wohnung Gottes ist bei den Menschen. Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird mit ihnen sein; Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird es Trauer noch Weinen noch Schmerz mehr geben, denn was einmal war, ist vergangen.&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Und der auf dem Thron saß, sagte: &amp;quot;Siehe, ich mache alles neu.&amp;quot; Auch sagte er: &amp;quot;Schreibe dies, denn diese Worte sind vertrauenswürdig und wahr.&amp;quot; Und er sagte zu mir: „Es ist vollbracht! Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Den Durstigen werde ich unentgeltlich aus der Quelle des Wassers des Lebens geben. Wer siegt, wird dieses Erbe haben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein. Aber die Feigen, Treulosen, Befleckten, Mörder, Unzüchtigen, Zauberer, Götzendiener und alle Lügner, ihr Los wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt, der der zweite Tod ist.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Offenbarung 21,6 identifiziert sich Gott selbst als „Alpha und Omega“. Alpha ist der erste Buchstabe des griechischen Alphabets und Omega ist der letzte Buchstabe des Alphabets. Mit anderen Worten: Gott ist „der Anfang und das Ende“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Gott spricht nicht über Alphabete. Er spricht von der Realität. Gott ist absolut der Anfang und absolut das Ende. Alles, was ist, entsteht letztlich in ihm. Und alles wird irgendwie mit ihm enden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesaja formuliert es so: „So spricht der Herr, der König von Israel und sein Erlöser, der Herr der Heerscharen: Ich bin der Erste und ich bin der Letzte; außer mir gibt es keinen Gott“ (44:6). Mit anderen Worten, da alles von Gott kommt und nichts Gott überdauern wird, hat Gott keine letzten Konkurrenten. &amp;quot;Außer mir gibt es keinen Gott!&amp;quot; Gott hat das erste Wort und das letzte Wort in der Geschichte. Alle anderen Versuche, das letzte Wort zu haben, werden scheitern. Die Töpferei hat keinen Anfang außerhalb des Töpfers, und am Ende wird alles den Zwecken des Töpfers dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Alpha'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann Sie nicht zu oft auffordern, über die erstaunliche Wahrheit nachzudenken, dass Gott das absolute Alpha ist. Suchen Sie sich einen ruhigen Moment in Ihrem Leben und lassen Sie sich von der Wahrheit ergreifen, dass Gott der ERSTE ist – der ANFANG. Vor ihm war nichts. Es gab kein „vor ihm“. Denken Sie nur daran! Millionen und Milliarden und Billionen von unendlichen Jahren existierte Gott und hatte nie einen Anfang. Er ist der Anfang. Von Ewigkeit zu Ewigkeit ist er Gott (Psalm 90:2). Es gab nie eine Zeit, in der er es nicht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir könnten uns wundern, dass Gott unendlich, ewig und unveränderlich in seiner Gerechtigkeit, Weisheit, Macht, Güte und Wahrheit ist. Aber wenn du innehältst und daran denkst, dass er sich nie dafür entschieden hat, so zu sein, noch hat sich jemand anderes dafür entschieden, ihn so zu machen, dann erschüttert es den Verstand. Die Gerechtigkeit und Weisheit und Macht und Güte und Wahrheit Gottes sind ewige Realität. Der Charakter Gottes ist nicht das, was die Realität hervorgebracht hat. Es ist Realität. Gott ist nicht aus vielen Möglichkeiten hervorgegangen. Alles ging aus ihm hervor. Er bestimmt alle Möglichkeiten. Gott ist kein Teil der Realität, das Sie mit anderen Teilen zusammenzufügen versuchen. Er ist der Erste und der Letzte und die allumfassende Realität: „In ihm leben und bewegen wir uns und haben unser Sein“ (Apostelgeschichte 17,28).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Omega'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich möchte, dass wir uns heute Morgen auf die Wahrheit konzentrieren, dass Gott Omega ist. Ich denke, das ist der Schwerpunkt unseres Textes in Offenbarung 21,6. Die Aussage „Ich bin Alpha und Omega, der Anfang und das Ende“ kommt in einer Passage, die sich mit dem Ende der Geschichte befasst. Der besondere Fokus in diesem Text liegt also auf Gott als dem Omega aller Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet es, dass Gott Omega oder das Ende ist? Lesen wir die Verse 5–8. „Und der auf dem Thron saß, sagte: ‚Siehe, ich mache alles neu.' Auch sagte er: „Schreibe dies, denn diese Worte sind vertrauenswürdig und wahr.“ Und er sagte zu mir: „Es ist vollbracht! Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Den Durstigen gebe ich Wasser ohne Preis aus der Quelle des Wassers des Lebens. Wer siegt, wird dieses Erbe haben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein. Aber die Feigen, die Treulosen, die Befleckten, die Mörder, Unzüchtigen, Zauberer, Götzendiener und alle Lügner, ihr Los wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt, der der zweite Tod ist.'“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Wie Gott das Ende für die ist, die nach ihm durstig sind'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Text macht deutlich, dass Gott in zweierlei Hinsicht das Omega oder das Ende ist. Für die Durstigen (so heißt es in Vers 6) ist er das Ende in dem Sinne, dass er für immer die Quelle ihres Lebens sein wird. Er wird ihr Gott sein und sie werden seine Kinder sein, die sich für immer und ewig an seinem Erbe erfreuen. Er war die Quelle ihres Lebens in der Schöpfung, und er wird die Quelle ihres Lebens in der Vollendung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Sieger, für die Durstigen ist Gott nicht der Anfang und das Ende, wie ein Fluss mit einer Quelle beginnt und in einem Ozean endet. Ein Ozean wird mit den Flüssen, die in ihn fließen, versorgt und aufgefüllt. Gott wird nicht von den durstigen Heiligen versorgt oder aufgefüllt, die am Ende zu ihm kommen. Nein, für die Durstigen ist Gott der Anfang und das Ende, so wie eine Wüstenkarawane in einer Oase beginnt und in einer Oase endet. Gott ist am Anfang eine Quelle des Lebens, und er ist am Ende eine Quelle des Lebens – für immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Wie Gott das Ende für diejenigen ist, die nicht nach ihm durstig sind'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt eine andere Gruppe von Menschen, die in Vers 8 erwähnt wird. Dies sind die Menschen, die nicht nach Gott dürsteten. Auch für diese ist Gott das Omega, aber nicht in gleicher Weise. Gott ist ihr Ende in dem Sinne, dass sie Gott als Richter endlich begegnen werden. Sie haben ihren Anfang in Gottes Lebensoase. Dann nehmen sie den verbotenen südlichen Weg durch die seichten Bäche des Unglaubens, weit weg vom schmalen Pfad Gottes. Aber das Ende eines jeden Weges ist Gott. Und am Ende kommen sie auf die andere Seite der Wüste. Und sie begegnen Gott. Doch statt einer Oase des ewigen Lebens finden sie einen See, der mit Feuer brennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Die Ewigkeit der Hölle'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt heute viele Christen, ganz zu schweigen von Menschen, die das Christentum ablehnen, die nicht an die Ewigkeit der Hölle glauben. Sie glauben nicht, dass der Feuersee jemandes Omega ist. Einige lehnen den Gedanken vollständig ab; andere sagen, es sei ein vorübergehender Ort der Reinigung. In jedem Fall, sagen sie, werden am Ende alle Menschen gerettet. Gott hat das letzte Wort, und dieses Wort wird immer barmherzig für jedes einzelne Geschöpf sein. Omega wird am Ende Barmherzigkeit für alle bedeuten, nicht Feuer und Schwefel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Vers 8 schreckt nicht vor der schrecklichen Realität zurück: „Aber die Feigen, Treulosen, Befleckten, Mörder, Unzüchtigen, Zauberer, Götzendiener und alle Lügner, ihr Los wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt, der der zweite Tod ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere Verse in der Offenbarung machen deutlich, dass dieses Gericht ewig ist. Offenbarung 20:10 sagt: „Der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier und der falsche Prophet waren, und sie werden Tag und Nacht gequält werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wir nicht denken, dass diese ewige Strafe nur für den Teufel und seine Diener bestimmt ist, heißt es in Offenbarung 14:9-11: „Wer das Tier und sein Bild anbetet und ein Malzeichen auf seiner Stirn oder auf seiner Hand empfängt, der soll auch den Wein des Zornes Gottes trinken, unvermischt in den Kelch seines Zorns gegossen, und er wird mit Feuer und Schwefel gequält werden in der Gegenwart der heiligen Engel und in Gegenwart des Lammes. Und der Rauch ihrer Qual steigt für immer und ewig auf; und sie haben keine Ruhe, Tag und Nacht, diese Anbeter des Tieres und seines Bildes und jeder, der das Malzeichen seines Namens annimmt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Das unendliche Omega für alle'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ist ein nie endendes Omega für jeden Menschen: entweder als Quelle des ewigen Lebens oder als Kelter des Zorns und als Feuersee. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern, dass unser Leben in Gott enden wird. Er mag jetzt weit entfernt erscheinen, aber Paulus sagte zu den Spöttern in Athen: „Er ist nicht fern von jedem von uns“ (Apostelgeschichte 17,27). Er ist nie unerreichbar für die Durstigen. Und auch wenn er für die Selbstzufriedenen so weit weg wie Mondkäse erscheinen mag, wird er am Ende für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind absolut real sein – herrlich real für die Durstigen und erschreckend real für die Selbstzufriedenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin Alpha und Omega, sagt der Herr, der Anfang und das Ende – die Quelle des ewigen Lebens für den einen und ein Feuersee für den anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben in dieser Welt ist äußerst ernst, denn was Sie hier aus Gott machen, wird bestimmen, wie Sie ihm am Ende begegnen. Ich bete, dass Gott uns die Augen gibt, um die atemberaubenden Alternativen am Rande der Ewigkeit zu sehen. Ich bete, dass wir nicht in der Lage sein werden, na ja zu sagen und zur Lauheit zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst wenn Sie wissen, dass Sie mit dem Kapitän im Floß gerettet sind, sollten der Blitz und der Donner und die 80-Fuß-Wellen und die Dunkelheit und die Sturmwinde Sie mit zitternder Ehrfurcht und zitternder Dankbarkeit erfüllen, dass Sie aus dem Wasser geholt wurden. Es ist keine Kleinigkeit, zwischen dem Alpha und dem Omega unseres Schöpfers zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die große Teilung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir zurück zum Bild der Wüste. Alles Leben beginnt mit der schöpferischen Kraft Gottes. Er ist der Alpha. Er ist die Oase am Anfang unseres Lebens. Wir alle fangen an der gleichen Stelle an. Aber früher oder später kommt es zu einer Spaltung. Und wir müssen wissen, was diese Teilung ist, denn schließlich hängt alles davon ab. Eine Person begegnet dem Omega als Quelle des Lebens, und die andere begegnet ihm als Feuersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Durstige====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbarung 21,6-7 verwendet zwei Wörter, um die Person zu beschreiben, die Gott als Quelle des Lebens begegnen wird. In Vers 6 heißt es: „Den Durstigen gebe ich kostenloses Wasser aus der Quelle des Wassers des Lebens.“ Das erste Merkmal der Person, die Gott wie eine Quelle statt eines Feuers begegnen wird, ist, dass sie durstig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbarung 22,17 ist eine schöne Einladung an die Durstigen: „Der Geist und die Braut sagen: ‚Komm.' Und wer es hört, möge sagen: ,Komm.‘ Und wer durstig ist, möge kommen, wer begehrt, nehme das Wasser des Lebens kostenfrei.&amp;quot; Wenn Gott also sagt, dass er das Wasser der Quelle des Lebens den Durstigen geben wird, meint er damit, dass er es denen geben wird, die danach verlangen – jenen, die einen Geschmack dafür haben und sich danach sehnen und sich abgewandt haben von den Seelen- Getränken der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Gott sagt, Durst sei eine Bedingung der Errettung, meint er damit nicht, dass alle, die der Hölle entgehen und ewig leben möchten, gerettet werden. Das sind alle. Jeder ist in diesem Sinne durstig. Gott meint, dass jeder, dessen Seelen-Durst wirklich Gott gilt und nicht dem Lob und der Macht und den Freuden der Welt, gerettet wird. Menschen, deren Durst sie von den seichten Strömen der Sünde zu der tiefen Oase am anderen Ende der Wüste getrieben hat – das sind diejenigen, denen Gott für immer mit dem Wasser des Lebens zu trinken geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3&amp;gt;Die Sieger&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Das andere Wort in Vers 7, das die Person beschreibt, die Gott als Quelle und nicht als Feuer begegnen wird, ist das Wort „siegen“. &amp;quot;Wer siegt, soll dieses Erbe haben, und ich werde sein Gott sein und er soll mein Sohn sein.&amp;quot; Das Wort „siegen“ wird in der Offenbarung etwa ein Dutzend Mal verwendet, um sich auf den Sieg der Heiligen zu beziehen, der sie in die Segnungen des ewigen Lebens bringt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zum Beispiel sagt Jesus in 2,10-11 zu der Gemeinde in Smyrna: „Seid treu bis in den Tod, und ich werde euch die Krone des Lebens geben . . . Wer siegt, dem wird der zweite Tod nicht schaden.&amp;quot; Denken Sie an unseren Text in 21,8, dass der zweite Tod der Feuersee ist. Dieser Text in 2,11 sagt also dasselbe: Wenn wir siegen, wird uns das nicht schaden. Und Siegen ist für uns definiert als Treue bis in den Tod: &amp;quot;Sei treu bis in den Tod und ich werde dir die Krone des Lebens geben.&amp;quot; Siegen bedeutet, den Sieg über die Mächte zu erringen, die uns dazu verleiten, Christus nicht treu zu sein. (Siehe auch 2,26 und 12,11.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Der besiegende Durst&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wenn wir die Bedingung des Durstes und die Bedingung des Siegens zusammensetzen, erhalten wir ungefähr dieses Bild: In jedem von uns findet ein Kampf statt. Der Kampf besteht zwischen dem Durst nach Gott und dem Durst nach irgendetwas anderem. Wenn unsere Seele nach Gott dürstet wie ein Reh nach den fließenden Bächen, wenn wir genug von der Schönheit und Liebe und Kraft Christi geschmeckt haben, dass wir die Dinge vergessen, die hinter uns liegen, und ihn begehren, wenn wir unseren weltlichen Durst verleugnen und unser Kreuz auf uns nehmen und nach Christus dürsten, dann wird uns Gott auf der anderen Seite der Wüste begegnen als eine alles befriedigende Quelle des Lebens für immer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Mit anderen Worten, wenn wir alle Konkurrenten für unseren Durst besiegen und uns mit Christus sättigen, werden wir das Erbe des ewigen Lebens erlangen. Der Durst nach Christus muss den Durst nach der Welt und allem, was sie bietet, besiegen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Diejenigen, die den Durst nach der Welt nicht besiegt haben&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die Menschen, die Gott auf der anderen Seite der Wüste als Feuersee statt als Quelle des Lebens begegnen werden, sind Menschen, die den Durst nach der Welt nicht besiegt haben. Für sie war Christus nicht verlockender als Rizinusöl. Manchen schmeckte er fad. Anderen schmeckte er bitter. Aber die Welt, ach die Welt, jetzt gibt es Geschmack. Und so fanden sie aufgrund des mutwilligen Krebses ihrer geistlichen Zunge keine Befriedigung in Christus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Aber worin? Schauen Sie sich Vers 8 an. Gott nennt sie feige und treulos. Zurück in 2,10-11 hatte Jesus zu der Gemeinde gesagt: „Fürchte nicht, was du leiden wirst . . . Sei treu bis in den Tod, und ich werde dir die Krone des Lebens geben.&amp;quot; Seien Sie keine Feiglinge, haben Sie Vertrauen! Stille deinen Durst nach Leben und Geborgenheit und Glück in mir. Geben Sie sich nicht dem Durst nach irdischem Leben und Sicherheit und Selbstvertrauen hin.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Aber die Menschen in 21,8 beachteten die Warnung Jesu in 2,10-11 nicht. Sie waren feige und treulos. Der Durst nach dieser Welt hat den Durst nach Christus besiegt, und so wird ihr Los in dem See sein, der mit Feuer brennt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Dann fährt Gott fort, einige von ihnen als verunreinigt zu beschreiben, das heißt Menschen, die nach verborgenen und unanständigen Dingen dürsteten. Mörder: Menschen, die nach Rache dürsteten, oder die Bequemlichkeit, jemanden aus dem Weg zu räumen. Unzüchtige: Menschen, die nach sexuellem Vergnügen dürsteten, das von Christus verboten ist.  Zauberer: Menschen, die nach magischen Kräften und den „tiefen Dingen Satans“ dürsteten (Offenbarung 2,24). Götzendiener: Menschen, die nach überschaubaren Göttern dürsteten, anstatt nach einem Gott, der sagt: „Ich bin Alpha und Omega“. Und alle Lügner: Menschen, die nicht nach der Zukunft dürsteten, die Gott ihnen durch die Integrität des Glaubens bringen würde, sondern nach der Zukunft, die sie durch alle Arten von Täuschung erschaffen könnten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Mit anderen Worten, die Menschen, die Gott wie ein schrecklicher Feuersee statt einer Quelle des Lebens begegnen werden, sind Menschen, die diesen Durst nach der Welt nicht „besiegt“ haben. Wenn sie jemals Durst nach Christus hatten, wurde dieser von der Liebe zur Welt verschlungen. Gott wird das kostbare Wasser aus der Quelle des Lebens nicht denen geben, die nie einen überwältigenden Durst nach ihm entwickelt haben. Wenn es überhaupt einen Durst nach Christus in Ihnen gibt, bitte ich Sie mit allem Ernst, ihn zu wecken. Gesegnet sind die Durstigen, denn sie allein werden satt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Einen Durst nach Gott erzeugen und steigern&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Lassen Sie mich daher schließen, indem ich versuche, bei einigen einen Durst nach Gott zu wecken und bei anderen zu steigern.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;1. Wasser ohne Preis für Durstige&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Beachten Sie in Vers 6, dass das Wasser des Lebens, das Gott gibt, kostenlos ist. &amp;quot;Den Durstigen gebe ich Wasser ohne Preis.&amp;quot; Sie müssen durstig sein, um es zu bekommen, aber Durst wurde von niemandem als Preis oder Verdienst angesehen. Niemand kann mit der Währung des Durstes kaufen und verkaufen. Durst ist keine Arbeit. Es ist einfach eine andere Art, Glauben zu beschreiben. Ein Gefühl der Leere, das auf Christus wartet, um es zu füllen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wenn eine Person eine Wüste durchquert und keuchend zu der Oase auf der anderen Seite kommt und die Worte hört: „Den Durstigen werde ich Wasser geben&amp;quot;, sagt niemand in dieser Situation zum Oasenbesitzer: „Du handelst hart .&amp;quot; Er handelt nicht. Es ist nicht hart. Für Durstige ist es kostenlos. Gott liebt es, die Durstigen zu sättigen, die wegen des Wassers des Lebens zu ihm kommen. „Wer durstig ist, möge kommen, wer begehrt, nehme das Wasser des Lebens kostenlos.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2. Ihre eventuelle Begegnung mit Gott&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Denken Sie daran, dass derjenige, der das Wasser anbietet, Alpha und Omega genannt wird, der Anfang und das Ende. Das bedeutet, wenn Sie versuchen, Ihren Seelen-Durst irgendwo anders als in Gott zu stillen, werden Sie schließlich Gott begegnen und ihm Rechenschaft ablegen müssen für die unendliche Beleidigung, die Ströme der Sünde dem Wasser des Lebens vorzuziehen. Es ist eine unendliche Sünde, den unendlich wertvollen Gott abzulehnen, als ob etwas anderes befriedigender wäre.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;3. Der Vorteil, ein Kind Gottes zu sein&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;3. Beachten Sie in Vers 7, dass das Wasser des Lebens dasselbe ist wie die Belohnung der Sohnschaft. „Wer siegt, soll dieses Erbe haben, und ich werde sein Gott sein und er soll mein Sohn sein.&amp;quot; Ein Kind Gottes zu sein, ist ein Vorteil, mit dem nichts auf der Welt vergleichbar ist. Es bedeutet, dass Sie ein Erbe von allem werden, was Gott besitzt. Alles, was Gott besitzt, wird Ihnen zur Verfügung stehen. Die ganze Schöpfung wird Ihnen dienen. Nichts Gutes wird Gott denen vorenthalten, die nach ihm dürsten und sich so als seine Kinder erweisen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Genau wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn wird Gott uns mit einer Bärenumarmung und einem Kuss in seiner ewigen Oase willkommen heißen; er wird einen Ring an unseren Finger und ein Gewand an unseren Rücken und Schuhe an unsere Füße stecken; Er wird das zarteste Stück Rindfleisch zubereiten und uns an einem nie endenden Bankett setzen. All dies nur für die Durstigen!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;4. Wenn Gott jede Träne abwischen wird&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Denken Sie über die unendlich süße Wahrheit von Vers 4 nach. „Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird es Trauer noch Weinen noch Schmerz mehr geben, denn die vorherigen Dinge sind vergangen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Derjenige, der Alpha und Omega ist, Gott der Allmächtige, hat sich verpflichtet, jeden Schmerz und jede Todesdrohung und alles, was Sie zum Weinen bringt, zu nehmen. Alle Ursachen von Depressionen, Angst und Schuldgefühlen und alle Hindernisse für Freude und Staunen und kindliche Freude werden verschwinden. Und an ihre Stelle wird er eine unendliche Freude setzen, die den glücklichsten Urlaub, den Sie je hatten, übertreffen wird. Alles nur für die Durstigen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;5. Das Licht im Neuen Jerusalem&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;5. Denken Sie abschließend über das Bild vom Neuen Jerusalem in den Versen 22–23 nach. „Und ich sah keinen Tempel in der Stadt, denn ihr Tempel ist der Herr Gott, der Allmächtige, und das Lamm. Und die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, um auf sie zu scheinen, denn die Herrlichkeit Gottes ist ihr Licht und ihre Lampe ist das Lamm.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gott ist wirklich Alpha und Omega, der Anfang und das Ende. Am Anfang sagte er: „Es werde Licht.&amp;quot; Und seit tausenden von Jahren geht die Sonne jeden Tag auf, um uns Durst nach dem Licht hinter dem Licht zu machen. Und am Ende wird Gott diesen Durst mit einer Erfahrung seiner eigenen strahlenden Schönheit jenseits aller Beschreibung stillen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wie Jesaja sagt: „Die Sonne soll nicht mehr dein Licht sein bei Tag, und der Mond soll dir nicht mehr leuchten bei Nacht, sondern der Herr wird dein ewiges Licht sein, und dein Gott wird deine Herrlichkeit sein. Deine Sonne wird nicht mehr untergehen, noch wird dein Mond sich zurückziehen; denn der Herr wird dein ewiges Licht sein und deine Tage des Weinens werden ein Ende haben“ (60,19-20).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Am Ende jeder Straße steht Gott. Du wirst ihm begegnen als Licht und Leben oder als Feuer und Qual. „Den Durstigen wird er unentgeltlich Wasser aus der Quelle des Wassers des Lebens geben.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Also sagt der Geist: „Komm!&amp;quot; Wer es hört, sage: „Komm!&amp;quot; Und wer durstig ist, möge kommen, wer begehrt, nehme das Wasser des Lebens kostenlos!&amp;quot; (Offenbarung 22:17)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Ich_bin_Alpha_und_Omega</id>
		<title>Ich bin Alpha und Omega</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Ich_bin_Alpha_und_Omega"/>
				<updated>2022-10-11T12:41:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|I Am Alpha and Omega}}&amp;lt;br&amp;gt;  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Offenbarung 21:1-8&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|I Am Alpha and Omega}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Offenbarung 21:1-8&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer war nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, vorbereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann; und ich hörte eine laute Stimme vom Thron sagen: „Siehe, die Wohnung Gottes ist bei den Menschen. Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird mit ihnen sein; Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird es Trauer noch Weinen noch Schmerz mehr geben, denn was einmal war, ist vergangen.&amp;quot;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Und der auf dem Thron saß, sagte: &amp;quot;Siehe, ich mache alles neu.&amp;quot; Auch sagte er: &amp;quot;Schreibe dies, denn diese Worte sind vertrauenswürdig und wahr.&amp;quot; Und er sagte zu mir: „Es ist vollbracht! Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Den Durstigen werde ich unentgeltlich aus der Quelle des Wassers des Lebens geben. Wer siegt, wird dieses Erbe haben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein. Aber die Feigen, Treulosen, Befleckten, Mörder, Unzüchtigen, Zauberer, Götzendiener und alle Lügner, ihr Los wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt, der der zweite Tod ist.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Offenbarung 21,6 identifiziert sich Gott selbst als „Alpha und Omega“. Alpha ist der erste Buchstabe des griechischen Alphabets und Omega ist der letzte Buchstabe des Alphabets. Mit anderen Worten: Gott ist „der Anfang und das Ende“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Gott spricht nicht über Alphabete. Er spricht von der Realität. Gott ist absolut der Anfang und absolut das Ende. Alles, was ist, entsteht letztlich in ihm. Und alles wird irgendwie mit ihm enden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesaja formuliert es so: „So spricht der Herr, der König von Israel und sein Erlöser, der Herr der Heerscharen: Ich bin der Erste und ich bin der Letzte; außer mir gibt es keinen Gott“ (44:6). Mit anderen Worten, da alles von Gott kommt und nichts Gott überdauern wird, hat Gott keine letzten Konkurrenten. &amp;quot;Außer mir gibt es keinen Gott!&amp;quot; Gott hat das erste Wort und das letzte Wort in der Geschichte. Alle anderen Versuche, das letzte Wort zu haben, werden scheitern. Die Töpferei hat keinen Anfang außerhalb des Töpfers, und am Ende wird alles den Zwecken des Töpfers dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Alpha'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann Sie nicht zu oft auffordern, über die erstaunliche Wahrheit nachzudenken, dass Gott das absolute Alpha ist. Suchen Sie sich einen ruhigen Moment in Ihrem Leben und lassen Sie sich von der Wahrheit ergreifen, dass Gott der ERSTE ist – der ANFANG. Vor ihm war nichts. Es gab kein „vor ihm“. Denken Sie nur daran! Millionen und Milliarden und Billionen von unendlichen Jahren existierte Gott und hatte nie einen Anfang. Er ist der Anfang. Von Ewigkeit zu Ewigkeit ist er Gott (Psalm 90:2). Es gab nie eine Zeit, in der er es nicht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir könnten uns wundern, dass Gott unendlich, ewig und unveränderlich in seiner Gerechtigkeit, Weisheit, Macht, Güte und Wahrheit ist. Aber wenn du innehältst und daran denkst, dass er sich nie dafür entschieden hat, so zu sein, noch hat sich jemand anderes dafür entschieden, ihn so zu machen, dann erschüttert es den Verstand. Die Gerechtigkeit und Weisheit und Macht und Güte und Wahrheit Gottes sind ewige Realität. Der Charakter Gottes ist nicht das, was die Realität hervorgebracht hat. Es ist Realität. Gott ist nicht aus vielen Möglichkeiten hervorgegangen. Alles ging aus ihm hervor. Er bestimmt alle Möglichkeiten. Gott ist kein Teil der Realität, das Sie mit anderen Teilen zusammenzufügen versuchen. Er ist der Erste und der Letzte und die allumfassende Realität: „In ihm leben und bewegen wir uns und haben unser Sein“ (Apostelgeschichte 17,28).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Omega'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich möchte, dass wir uns heute Morgen auf die Wahrheit konzentrieren, dass Gott Omega ist. Ich denke, das ist der Schwerpunkt unseres Textes in Offenbarung 21,6. Die Aussage „Ich bin Alpha und Omega, der Anfang und das Ende“ kommt in einer Passage, die sich mit dem Ende der Geschichte befasst. Der besondere Fokus in diesem Text liegt also auf Gott als dem Omega aller Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet es, dass Gott Omega oder das Ende ist? Lesen wir die Verse 5–8. „Und der auf dem Thron saß, sagte: ‚Siehe, ich mache alles neu.' Auch sagte er: „Schreibe dies, denn diese Worte sind vertrauenswürdig und wahr.“ Und er sagte zu mir: „Es ist vollbracht! Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Den Durstigen gebe ich Wasser ohne Preis aus der Quelle des Wassers des Lebens. Wer siegt, wird dieses Erbe haben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein. Aber die Feigen, die Treulosen, die Befleckten, die Mörder, Unzüchtigen, Zauberer, Götzendiener und alle Lügner, ihr Los wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt, der der zweite Tod ist.'“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Wie Gott das Ende für die ist, die nach ihm durstig sind'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Text macht deutlich, dass Gott in zweierlei Hinsicht das Omega oder das Ende ist. Für die Durstigen (so heißt es in Vers 6) ist er das Ende in dem Sinne, dass er für immer die Quelle ihres Lebens sein wird. Er wird ihr Gott sein und sie werden seine Kinder sein, die sich für immer und ewig an seinem Erbe erfreuen. Er war die Quelle ihres Lebens in der Schöpfung, und er wird die Quelle ihres Lebens in der Vollendung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Sieger, für die Durstigen ist Gott nicht der Anfang und das Ende, wie ein Fluss mit einer Quelle beginnt und in einem Ozean endet. Ein Ozean wird mit den Flüssen, die in ihn fließen, versorgt und aufgefüllt. Gott wird nicht von den durstigen Heiligen versorgt oder aufgefüllt, die am Ende zu ihm kommen. Nein, für die Durstigen ist Gott der Anfang und das Ende, so wie eine Wüstenkarawane in einer Oase beginnt und in einer Oase endet. Gott ist am Anfang eine Quelle des Lebens, und er ist am Ende eine Quelle des Lebens – für immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Wie Gott das Ende für diejenigen ist, die nicht nach ihm durstig sind'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt eine andere Gruppe von Menschen, die in Vers 8 erwähnt wird. Dies sind die Menschen, die nicht nach Gott dürsteten. Auch für diese ist Gott das Omega, aber nicht in gleicher Weise. Gott ist ihr Ende in dem Sinne, dass sie Gott als Richter endlich begegnen werden. Sie haben ihren Anfang in Gottes Lebensoase. Dann nehmen sie den verbotenen südlichen Weg durch die seichten Bäche des Unglaubens, weit weg vom schmalen Pfad Gottes. Aber das Ende eines jeden Weges ist Gott. Und am Ende kommen sie auf die andere Seite der Wüste. Und sie begegnen Gott. Doch statt einer Oase des ewigen Lebens finden sie einen See, der mit Feuer brennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Die Ewigkeit der Hölle'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt heute viele Christen, ganz zu schweigen von Menschen, die das Christentum ablehnen, die nicht an die Ewigkeit der Hölle glauben. Sie glauben nicht, dass der Feuersee jemandes Omega ist. Einige lehnen den Gedanken vollständig ab; andere sagen, es sei ein vorübergehender Ort der Reinigung. In jedem Fall, sagen sie, werden am Ende alle Menschen gerettet. Gott hat das letzte Wort, und dieses Wort wird immer barmherzig für jedes einzelne Geschöpf sein. Omega wird am Ende Barmherzigkeit für alle bedeuten, nicht Feuer und Schwefel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Vers 8 schreckt nicht vor der schrecklichen Realität zurück: „Aber die Feigen, Treulosen, Befleckten, Mörder, Unzüchtigen, Zauberer, Götzendiener und alle Lügner, ihr Los wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt, der der zweite Tod ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere Verse in der Offenbarung machen deutlich, dass dieses Gericht ewig ist. Offenbarung 20:10 sagt: „Der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier und der falsche Prophet waren, und sie werden Tag und Nacht gequält werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wir nicht denken, dass diese ewige Strafe nur für den Teufel und seine Diener bestimmt ist, heißt es in Offenbarung 14:9-11: „Wer das Tier und sein Bild anbetet und ein Malzeichen auf seiner Stirn oder auf seiner Hand empfängt, der soll auch den Wein des Zornes Gottes trinken, unvermischt in den Kelch seines Zorns gegossen, und er wird mit Feuer und Schwefel gequält werden in der Gegenwart der heiligen Engel und in Gegenwart des Lammes. Und der Rauch ihrer Qual steigt für immer und ewig auf; und sie haben keine Ruhe, Tag und Nacht, diese Anbeter des Tieres und seines Bildes und jeder, der das Malzeichen seines Namens annimmt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Das unendliche Omega für alle'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ist ein nie endendes Omega für jeden Menschen: entweder als Quelle des ewigen Lebens oder als Kelter des Zorns und als Feuersee. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern, dass unser Leben in Gott enden wird. Er mag jetzt weit entfernt erscheinen, aber Paulus sagte zu den Spöttern in Athen: „Er ist nicht fern von jedem von uns“ (Apostelgeschichte 17,27). Er ist nie unerreichbar für die Durstigen. Und auch wenn er für die Selbstzufriedenen so weit weg wie Mondkäse erscheinen mag, wird er am Ende für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind absolut real sein – herrlich real für die Durstigen und erschreckend real für die Selbstzufriedenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin Alpha und Omega, sagt der Herr, der Anfang und das Ende – die Quelle des ewigen Lebens für den einen und ein Feuersee für den anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben in dieser Welt ist äußerst ernst, denn was Sie hier aus Gott machen, wird bestimmen, wie Sie ihm am Ende begegnen. Ich bete, dass Gott uns die Augen gibt, um die atemberaubenden Alternativen am Rande der Ewigkeit zu sehen. Ich bete, dass wir nicht in der Lage sein werden, na ja zu sagen und zur Lauheit zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst wenn Sie wissen, dass Sie mit dem Kapitän im Floß gerettet sind, sollten der Blitz und der Donner und die 80-Fuß-Wellen und die Dunkelheit und die Sturmwinde Sie mit zitternder Ehrfurcht und zitternder Dankbarkeit erfüllen, dass Sie aus dem Wasser geholt wurden. Es ist keine Kleinigkeit, zwischen dem Alpha und dem Omega unseres Schöpfers zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die große Teilung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir zurück zum Bild der Wüste. Alles Leben beginnt mit der schöpferischen Kraft Gottes. Er ist der Alpha. Er ist die Oase am Anfang unseres Lebens. Wir alle fangen an der gleichen Stelle an. Aber früher oder später kommt es zu einer Spaltung. Und wir müssen wissen, was diese Teilung ist, denn schließlich hängt alles davon ab. Eine Person begegnet dem Omega als Quelle des Lebens, und die andere begegnet ihm als Feuersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Durstige====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbarung 21,6-7 verwendet zwei Wörter, um die Person zu beschreiben, die Gott als Quelle des Lebens begegnen wird. In Vers 6 heißt es: „Den Durstigen gebe ich kostenloses Wasser aus der Quelle des Wassers des Lebens.“ Das erste Merkmal der Person, die Gott wie eine Quelle statt eines Feuers begegnen wird, ist, dass sie durstig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbarung 22,17 ist eine schöne Einladung an die Durstigen: „Der Geist und die Braut sagen: ‚Komm.' Und wer es hört, möge sagen: ,Komm.‘ Und wer durstig ist, möge kommen, wer begehrt, nehme das Wasser des Lebens kostenfrei.&amp;quot; Wenn Gott also sagt, dass er das Wasser der Quelle des Lebens den Durstigen geben wird, meint er damit, dass er es denen geben wird, die danach verlangen – jenen, die einen Geschmack dafür haben und sich danach sehnen und sich abgewandt haben von den Seelen- Getränken der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Gott sagt, Durst sei eine Bedingung der Errettung, meint er damit nicht, dass alle, die der Hölle entgehen und ewig leben möchten, gerettet werden. Das sind alle. Jeder ist in diesem Sinne durstig. Gott meint, dass jeder, dessen Seelen-Durst wirklich Gott gilt und nicht dem Lob und der Macht und den Freuden der Welt, gerettet wird. Menschen, deren Durst sie von den seichten Strömen der Sünde zu der tiefen Oase am anderen Ende der Wüste getrieben hat – das sind diejenigen, denen Gott für immer mit dem Wasser des Lebens zu trinken geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Sieger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das andere Wort in Vers 7, das die Person beschreibt, die Gott als Quelle und nicht als Feuer begegnen wird, ist das Wort „siegen“. &amp;quot;Wer siegt, soll dieses Erbe haben, und ich werde sein Gott sein und er soll mein Sohn sein.&amp;quot; Das Wort „siegen“ wird in der Offenbarung etwa ein Dutzend Mal verwendet, um sich auf den Sieg der Heiligen zu beziehen, der sie in die Segnungen des ewigen Lebens bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel sagt Jesus in 2,10-11 zu der Gemeinde in Smyrna: „Seid treu bis in den Tod, und ich werde euch die Krone des Lebens geben . . . Wer siegt, dem wird der zweite Tod nicht schaden.&amp;quot; Denken Sie an unseren Text in 21,8, dass der zweite Tod der Feuersee ist. Dieser Text in 2,11 sagt also dasselbe: Wenn wir siegen, wird uns das nicht schaden. Und Siegen ist für uns definiert als Treue bis in den Tod: &amp;quot;Sei treu bis in den Tod und ich werde dir die Krone des Lebens geben.&amp;quot; Siegen bedeutet, den Sieg über die Mächte zu erringen, die uns dazu verleiten, Christus nicht treu zu sein. (Siehe auch 2,26 und 12,11.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der besiegende Durst====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Bedingung des Durstes und die Bedingung des Siegens zusammensetzen, erhalten wir ungefähr dieses Bild: In jedem von uns findet ein Kampf statt. Der Kampf besteht zwischen dem Durst nach Gott und dem Durst nach irgendetwas anderem. Wenn unsere Seele nach Gott dürstet wie ein Reh nach den fließenden Bächen, wenn wir genug von der Schönheit und Liebe und Kraft Christi geschmeckt haben, dass wir die Dinge vergessen, die hinter uns liegen, und ihn begehren, wenn wir unseren weltlichen Durst verleugnen und unser Kreuz auf uns nehmen und nach Christus dürsten, dann wird uns Gott auf der anderen Seite der Wüste begegnen als eine alles befriedigende Quelle des Lebens für immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten, wenn wir alle Konkurrenten für unseren Durst besiegen und uns mit Christus sättigen, werden wir das Erbe des ewigen Lebens erlangen. Der Durst nach Christus muss den Durst nach der Welt und allem, was sie bietet, besiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Diejenigen, die den Durst nach der Welt nicht besiegt haben'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die Gott auf der anderen Seite der Wüste als Feuersee statt als Quelle des Lebens begegnen werden, sind Menschen, die den Durst nach der Welt nicht besiegt haben. Für sie war Christus nicht verlockender als Rizinusöl. Manchen schmeckte er fad. Anderen schmeckte er bitter. Aber die Welt, ach die Welt, jetzt gibt es Geschmack. Und so fanden sie aufgrund des mutwilligen Krebses ihrer geistlichen Zunge keine Befriedigung in Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber worin? Schauen Sie sich Vers 8 an. Gott nennt sie feige und treulos. Zurück in 2,10-11 hatte Jesus zu der Gemeinde gesagt: „Fürchte nicht, was du leiden wirst . . . Sei treu bis in den Tod, und ich werde dir die Krone des Lebens geben.&amp;quot; Seien Sie keine Feiglinge, haben Sie Vertrauen! Stille deinen Durst nach Leben und Geborgenheit und Glück in mir. Geben Sie sich nicht dem Durst nach irdischem Leben und Sicherheit und Selbstvertrauen hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Menschen in 21,8 beachteten die Warnung Jesu in 2,10-11 nicht. Sie waren feige und treulos. Der Durst nach dieser Welt hat den Durst nach Christus besiegt, und so wird ihr Los in dem See sein, der mit Feuer brennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann fährt Gott fort, einige von ihnen als verunreinigt zu beschreiben, das heißt Menschen, die nach verborgenen und unanständigen Dingen dürsteten. Mörder: Menschen, die nach Rache dürsteten, oder die Bequemlichkeit, jemanden aus dem Weg zu räumen. Unzüchtige: Menschen, die nach sexuellem Vergnügen dürsteten, das von Christus verboten ist.  Zauberer: Menschen, die nach magischen Kräften und den „tiefen Dingen Satans“ dürsteten (Offenbarung 2,24). Götzendiener: Menschen, die nach überschaubaren Göttern dürsteten, anstatt nach einem Gott, der sagt: „Ich bin Alpha und Omega“. Und alle Lügner: Menschen, die nicht nach der Zukunft dürsteten, die Gott ihnen durch die Integrität des Glaubens bringen würde, sondern nach der Zukunft, die sie durch alle Arten von Täuschung erschaffen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten, die Menschen, die Gott wie ein schrecklicher Feuersee statt einer Quelle des Lebens begegnen werden, sind Menschen, die diesen Durst nach der Welt nicht „besiegt“ haben. Wenn sie jemals Durst nach Christus hatten, wurde dieser von der Liebe zur Welt verschlungen. Gott wird das kostbare Wasser aus der Quelle des Lebens nicht denen geben, die nie einen überwältigenden Durst nach ihm entwickelt haben. Wenn es überhaupt einen Durst nach Christus in Ihnen gibt, bitte ich Sie mit allem Ernst, ihn zu wecken. Gesegnet sind die Durstigen, denn sie allein werden satt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Einen Durst nach Gott erzeugen und steigern'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie mich daher schließen, indem ich versuche, bei einigen einen Durst nach Gott zu wecken und bei anderen zu steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Wasser ohne Preis für Durstige'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachten Sie in Vers 6, dass das Wasser des Lebens, das Gott gibt, kostenlos ist. &amp;quot;Den Durstigen gebe ich Wasser ohne Preis.&amp;quot; Sie müssen durstig sein, um es zu bekommen, aber Durst wurde von niemandem als Preis oder Verdienst angesehen. Niemand kann mit der Währung des Durstes kaufen und verkaufen. Durst ist keine Arbeit. Es ist einfach eine andere Art, Glauben zu beschreiben. Ein Gefühl der Leere, das auf Christus wartet, um es zu füllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine Person eine Wüste durchquert und keuchend zu der Oase auf der anderen Seite kommt und die Worte hört: „Den Durstigen werde ich Wasser geben&amp;quot;, sagt niemand in dieser Situation zum Oasenbesitzer: „Du handelst hart .&amp;quot; Er handelt nicht. Es ist nicht hart. Für Durstige ist es kostenlos. Gott liebt es, die Durstigen zu sättigen, die wegen des Wassers des Lebens zu ihm kommen. „Wer durstig ist, möge kommen, wer begehrt, nehme das Wasser des Lebens kostenlos.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Ihre eventuelle Begegnung mit Gott'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass derjenige, der das Wasser anbietet, Alpha und Omega genannt wird, der Anfang und das Ende. Das bedeutet, wenn Sie versuchen, Ihren Seelen-Durst irgendwo anders als in Gott zu stillen, werden Sie schließlich Gott begegnen und ihm Rechenschaft ablegen müssen für die unendliche Beleidigung, die Ströme der Sünde dem Wasser des Lebens vorzuziehen. Es ist eine unendliche Sünde, den unendlich wertvollen Gott abzulehnen, als ob etwas anderes befriedigender wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Der Vorteil, ein Kind Gottes zu sein'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Beachten Sie in Vers 7, dass das Wasser des Lebens dasselbe ist wie die Belohnung der Sohnschaft. „Wer siegt, soll dieses Erbe haben, und ich werde sein Gott sein und er soll mein Sohn sein.&amp;quot; Ein Kind Gottes zu sein, ist ein Vorteil, mit dem nichts auf der Welt vergleichbar ist. Es bedeutet, dass Sie ein Erbe von allem werden, was Gott besitzt. Alles, was Gott besitzt, wird Ihnen zur Verfügung stehen. Die ganze Schöpfung wird Ihnen dienen. Nichts Gutes wird Gott denen vorenthalten, die nach ihm dürsten und sich so als seine Kinder erweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn wird Gott uns mit einer Bärenumarmung und einem Kuss in seiner ewigen Oase willkommen heißen; er wird einen Ring an unseren Finger und ein Gewand an unseren Rücken und Schuhe an unsere Füße stecken; Er wird das zarteste Stück Rindfleisch zubereiten und uns an einem nie endenden Bankett setzen. All dies nur für die Durstigen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Wenn Gott jede Träne abwischen wird'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie über die unendlich süße Wahrheit von Vers 4 nach. „Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird es Trauer noch Weinen noch Schmerz mehr geben, denn die vorherigen Dinge sind vergangen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenige, der Alpha und Omega ist, Gott der Allmächtige, hat sich verpflichtet, jeden Schmerz und jede Todesdrohung und alles, was Sie zum Weinen bringt, zu nehmen. Alle Ursachen von Depressionen, Angst und Schuldgefühlen und alle Hindernisse für Freude und Staunen und kindliche Freude werden verschwinden. Und an ihre Stelle wird er eine unendliche Freude setzen, die den glücklichsten Urlaub, den Sie je hatten, übertreffen wird. Alles nur für die Durstigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Das Licht im Neuen Jerusalem'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Denken Sie abschließend über das Bild vom Neuen Jerusalem in den Versen 22–23 nach. „Und ich sah keinen Tempel in der Stadt, denn ihr Tempel ist der Herr Gott, der Allmächtige, und das Lamm. Und die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, um auf sie zu scheinen, denn die Herrlichkeit Gottes ist ihr Licht und ihre Lampe ist das Lamm.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ist wirklich Alpha und Omega, der Anfang und das Ende. Am Anfang sagte er: „Es werde Licht.&amp;quot; Und seit tausenden von Jahren geht die Sonne jeden Tag auf, um uns Durst nach dem Licht hinter dem Licht zu machen. Und am Ende wird Gott diesen Durst mit einer Erfahrung seiner eigenen strahlenden Schönheit jenseits aller Beschreibung stillen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Jesaja sagt: „Die Sonne soll nicht mehr dein Licht sein bei Tag, und der Mond soll dir nicht mehr leuchten bei Nacht, sondern der Herr wird dein ewiges Licht sein, und dein Gott wird deine Herrlichkeit sein. Deine Sonne wird nicht mehr untergehen, noch wird dein Mond sich zurückziehen; denn der Herr wird dein ewiges Licht sein und deine Tage des Weinens werden ein Ende haben“ (60,19-20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende jeder Straße steht Gott. Du wirst ihm begegnen als Licht und Leben oder als Feuer und Qual. „Den Durstigen wird er unentgeltlich Wasser aus der Quelle des Wassers des Lebens geben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also sagt der Geist: „Komm!&amp;quot; Wer es hört, sage: „Komm!&amp;quot; Und wer durstig ist, möge kommen, wer begehrt, nehme das Wasser des Lebens kostenlos!&amp;quot; (Offenbarung 22:17)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen</id>
		<title>Das Evangelium und die Armen</title>
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				<updated>2022-06-22T19:41:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Gospel and the Poor}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;h4&amp;gt;Das Evangelium und die Armen&amp;lt;ref&amp;gt;Bei diesem Essay handelt es sich um ein leicht überarbeitetes Manuskript eines Vortrags, der am 28. Mai 2008 auf dem Pastorenkolloquium der Gospel Coalition in Deerfield, Illinois gehalten wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ursprünglich wurde ich gebeten, über das Thema „Wie lässt sich unser Bekenntnis zum Vorrang des Evangeliums mit unserer Verpflichtung vereinbaren, allen Menschen, vor allem den Hausgenossen des Glaubens, Gutes zu tun, Salz und Licht für diese Welt zu sein und der Stadt Bestes zu suchen?“ Ich werde diese Frage in zwei Teile aufteilen: 1) Wenn wir dem Vorrang  des Evangeliums verpflichtet sind, ist dieses dann der Grund und die Motivation für unseren Dienst an den Armen? 2) Falls ja, wie steht dieser Dienst in Verbindung zur Verkündigung des Evangeliums?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;h4&amp;gt;'''1. Ist das Evangelium selbst die Motivation für den Dienst an den Armen?'''&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Der Vorrang des Evangeliums&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Was ist mit dem „Vorrang des Evangeliums“ gemeint? Ich werde diese Frage mithilfe des Grundsatzreferates von Don Carson beantworten, das er bei der ersten Konferenz der Gospel Coalition im Mai 2007 gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;D. A. Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ (1Kor 15:1–19),&amp;quot; eine Predigt, die am 23. Mai 2007 auf der Konferenz der Gospel Coalition in Deerfield, Illinois gehalten wurde, verfügbar auf: http://thegospelcoalition.org/resources/a/What-is-the-Gospel2&amp;lt;/ref&amp;gt;  Carson erläutert den Text aus 1. Kor 15,1-19 anhand acht zusammenfassender Begriffe:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;christologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Der Mittelpunkt des Evangeliums ist die Person und das Leben (Leben, Tod und Auferstehung) von Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;theologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium spricht davon, dass Sünde in allererster Linie einen Angriff gegen Gott darstellt. Errettung ist immer Handeln Gottes, nicht unser eigenes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;biblisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist im Grunde die Botschaft der ganzen Bibel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;apostolisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium wurde uns von Jesu Jüngern als zuverlässigen Augenzeugen weitergegeben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;historisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist weder eine Philosophie noch ein Ratschlag, wie man Gott finden kann, sondern ein Bericht darüber, wie Gott in der Geschichte gehandelt hat, um uns zu finden und zu retten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;persönlich&amp;lt;/i&amp;gt;: Jeder muss den Glauben an das Evangelium für sich persönlich annehmen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;universal&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium gilt für alle Sprachen, Stämme, Völker und für jeden einzelnen Menschen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;eschatologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium schließt die gute Botschaft einer neuen Erde mit ein, nicht nur den Segen, den wir in dieser Welt empfangen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Aus diesen exegetischen  Schlussfolgerungen, zieht Carson den etwas allgemeineren Rückschluss, dass das Evangelium üblicherweise durch Verkündigung weitergegeben wird. Die überwältigende Mehrheit der Bibelstellen im Neuen Testament spricht im Hinblick auf das Evangelium von der Verkündigung durch das Wort. Als Haushalter des Evangeliums lag die Verantwortung von Paulus jedoch nicht allein in der Verkündigung des Wortes Gottes an dieHeiden. Paulus erachtete es auch als notwendig, auf die Auswirkungen des Glaubens in allen Lebensbereichen der Korinther zu pochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Carson betont hat, dass das Evangelium maßgeblich durch die Verkündigung weitergegeben wird, schreibt er:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Jedoch muss hier noch etwas angemerkt werden. Das vorliegende Kapitel [1 Kor 15] steht am Ende eines Buches, das wiederholt aufzeigt, wie das Evangelium in richtiger Weise eine massive Veränderung von Haltungen, Moralvorstellungen, Beziehungen und kultureller Interaktion bewirkt. Wie allgemein bekannt ist, besteht Calvin darauf, dass Rechtfertigung allein durch den Glauben geschieht. Doch rechter Glaube steht nie allein für sich. Man kann ergänzend sagen, dass das Evangelium sich zwar auf die Botschaft konzentriert, was Gott in der Geschichte getanhat und auch heute noch tut und dass sich dies in eine kognitive Wahrheit kleidet, die geglaubt werden und der man gehorsam folgen soll, doch dieses Evangelium ist niemals nur eine rein kognitive Angelegenheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die übrigen Abschnitte der Korintherbriefe beweisen das immer wieder. Als Paulus die Streitigkeiten und die Spaltung der Gemeinde in Korinth anprangert (1. Kor 1,10-17), nennt er als Ursache dafür Stolz und Prahlerei. Diese stellen einen Betrug am Evangelium der souveränen Gnade Gottes dar (1,26-31). Als sich Paulus in Kapitel 5-6 mit dem Thema sexueller Sünde und Disziplin befasst, gibt er Anweisungen, wie man sich verhalten soll und begründet seinen Appell mit dem Evangelium der Gnade (6,11) und der Tatsache, dass die Korinther durch den Tod Christi freigekauft wurden (6,19-20). In Kapitel 7 werden die Fragen zu Ehelosigkeit, Scheidung und Wiederheirat „im Kontext der Prioritäten des Evangeliums und der veränderten Sichtweise im Angesicht des herannahenden eschatologischen Zeitalters und der Vorwegnahme des Endes thematisiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In 2. Kor 8-9 ruft Paulus sprachgewaltig zu finanzieller Großzügigkeit auf Grundlage des Evangeliums auf. Radikale, demütige Großzügigkeit „unterwirft sich dem Bekenntnis des Evangeliums“ (2. Kor 9,13). Das bedeutet, dass der Materialismus daran scheitert, das Evangelium vom Opfertod Christi ernstzunehmen. In ähnlicher Weise stellt Paulus die Haltung von Petrus im Hinblick auf die Heidenchristen in Frage und beharrt darauf, dass Petrus „nicht mit der Wahrheit des Evangeliums übereinstimmt“ (Gal 2,14).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;[Das] Evangelium muss darüber hinaus auch die Geschäftspraktiken und Prioritäten von Christen in der Wirtschaft sowie die Prioritäten junger Männer verändern, die sich unentschlossenem, aber dennoch unerbittlichem Narzissmus hingegeben haben. Außerdem müssen die einsamen Ängste und oft sündhaften Gelüste von Ledigen transformiert werden, die nach Vergnügen streben, aber kein Glück darin finden. Selbiges gilt auch für die verzweifelten Bemühungen derer, die sich am Rand der Gesellschaft befinden sowie für viele weitere Menschen. Das alles muss geschehen, jedoch nicht dadurch, dass versucht wird, aus dem Evangelium soziale Prinzipien abzuleiten oder noch weniger durch eine ständige Konzentration auf diejenigen, die am Rande stehen, weil man sich vergeblich darum bemüht, prophetisch zu klingen. Es muss durch die Verkündigung, durch Lehre und durch die praktische Umsetzung des herrlichen Evangeliums von unserem Erlöser in unseren Gemeinden geschehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Was bedeutet es also, sich für den Vorrang des Evangeliums einzusetzen? Zunächst einmal heißt das, dass das Evangelium verkündigt werden muss. Heutzutage verneinen viele, wie wichtig das ist. Sie behaupten stattdessen, dass das einzig wahre Zeugnis eine liebende Gemeinschaft sei, dass man Menschen nicht durch Vernunft ins Reich Gottes führen, sondern sie nur hineinlieben könne. „Predigt das Evangelium! Wenn nötig - benutzt Worte dazu.“ Doch obwohl die Gemeinschaft unter Christen tatsächlich ein wichtiges und mächtiges Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums ist, kann sie die Predigt des Wortes und die Verkündigung nicht ersetzen. Der Vorrang des Evangeliums bedeutet jedoch auch, dass es der Ursprung und die Triebfeder für das Handeln der Christen ist, sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Gemeinschaft innerhalb und außerhalb der Gemeinde. Der Dienst am Evangelium besteht nicht nur darin, es den Menschen zu verkündigen, damit sie es annehmen und ihm Glauben schenken. Es bedeutet auch, Christen zu lehren und sie anzuleiten, ihr Leben davon prägen zu lassen, damit sie es &amp;quot;ausleben&amp;quot; können. Einer der wichtigsten Bereiche, in denen sich das Evangelium auswirkt, ist unser Umgang mit den Armen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich kenne keine bessere Einführung in die Frage, wie das Evangelium uns dazu bewegt, den Armen zu dienen, als die Ausführungen von Jonathan Edwards in „Christian Charity“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan Edwards, &amp;quot;Christian Charity: or, The Duty of Charity to the Poor, Explained and Enforced,&amp;quot; in The Works of Jonathan Edwards (überarbeitet. und korrigiert von Edward Hickman; 1834; Neuauflage, Carlisle, PA: Banner of Truth, 1974), 2:163–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards kommt zu dem Schluss, dass das Spenden und die Fürsorge für die Armen ein entscheidender und kein frei wählbarer Aspekt für das „Ausleben des Evangeliums“ ist. Edwards führt zu dieser Schlussfolgerung zwei grundlegende Argumente an:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;1) Der Glaube an das Evangelium bewegt uns, uns für die Armen einzusetzen&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards zeigt uns immer wieder auf, wie ein Verstehen der so genannten „Regeln des Evangeliums“ - Muster und Logik desselben - uns zwangsläufig dazu führt, die Armen zu lieben und ihnen beizustehen. Edwards ist zwar der Ansicht, dass das Gebot, die Armen zu unterstützen, eine Konsequenz aus der Lehre der Gottebenbildlichkeit des Menschen ist&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt;, doch er glaubt auch, dass die wichtigste Motivation für die Unterstützung der Armen das Evangelium selbst ist: Die Unterstützung der Armen „ist in Anbetracht unserer Umstände, weil wir unter der Gnade des Evangeliums stehen, besonders vernünftig.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Einer der Schlüsseltexte, die Edwards nutzt, um seine These zu untermauern, ist 2. Kor 8,8-9 (im Kontext der gesamten Kapitel 8 und 9). Als Paulus um finanzielle Großzügigkeit gegenüber den Armen bittet, verweist er auf die Selbstentäußerung Jesu und stellt anschaulich dar, wie Jesus buchstäblich und geistig durch seine Menschwerdung und später am Kreuz arm für uns wurde. Für Edwards spielt die Einleitung des Paulus mit den Worten „Nicht befehlsweise spreche ich… denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus“ eine wichtige Rolle. Das Argument hier scheint zu sein, dass Du den Armen gegenüber zutiefst großzügig sein wirst, wenn du in deinem Kopf und deinem Herzen begriffen hast, was die stellvertretende Sühne Jesu bedeutet. Denk darüber noch einmal nach! Der einzige Weg, den Jesus gehen konnte, um uns aus unserer geistlichen Armut zu befreien und uns in geistlichen Reichtum zu bringen, war, selbst seinen geistlichen Reichtum zu verlassen und geistlich arm zu werden. Das sollte nun auch dein Weg im Leben sein. Verschenk deine Ressourcen und begib dich selbst in Not, damit diejenigen, die bereits in Not sind, unterstützt werden. Paulus deutet hier auch an, dass jeder Sünder, der  urch die Gnade gerettet wurde, auf die Armen dieser Welt blicken wird und dabei spürt, dass er in gewisser Weise in einen Spiegel schaut. Dadurch verschwindet jede Überheblichkeit!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ein weiterer Text, auf den Edwards mehr als einmal zurückgreift, ist Gal 6,1-10, besonders Vers 2, der uns dazu auffordert „des Anderen Last zu tragen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um was für eine Last handelt es sich dabei? Paulus hat dabei zumindest teilweise materielle und finanzielle Lasten im Blick, denn Gal 6,10 fordert uns dazu auf, „allen gegenüber das Gute (zu) wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens“. Edwards versteht unter „Gutes wirken“ (nach Ansicht moderner Exegeten zu Recht) auch die praktische Hilfe für Menschen, die Nahrung, Unterkunft und finanzielle Unterstützung benötigen. Die meisten Ausleger verstehen „Lasten tragen“ als umfassenden Begriff. Wir teilen unsere Liebe und emotionale Stärke mit den Menschen, die in ihren Sorgen versinken. Wir teilen unser Geld und unseren Besitz mit denjenigen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Doch was meint Paulus mit der Aussage, dass das Lastentragen „das Gesetz Christi erfüllt“ (Gal 6,2)? Edwards bezeichnet das als „Regeln des Evangeliums“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Richard Longenecker stimmt ihm zu und nennt es „präskriptive Prinzipien, die aus dem Zentrum des Evangeliums stammen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard N. Longenecker, Galatians (WBC 41; Dallas: Word, 1990), 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Phil Ryken betont, dass der ultimative Akt des Lastentragens die stellvertretende Sühne durch Jesus war, als er die unendliche Last unserer Schuld und Sünde trug.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Graham Ryken, Galatians (Reformed Expositor's Commentary; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 2005), 248.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein weiteres Mal sehen wir, wie Paulus argumentiert, dass jeder, der das Evangelium versteht, sein Geld und seinen Besitz mit denen teilen wird, die über wenige Besitztümer in der Welt verfügen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wenn uns das Evangelium dazu bewegt, den Armen zu helfen, so argumentiert Edwards weiter, wird unser Geben und unser Engagement für sie bedeutsam, bemerkenswert und aufopferungsvoll sein. Jene, die lediglich die Armen unterstützen, um moralischen Anforderungen gerecht zu werden, werden immer nur das Minimum tun. Wenn wir die Armen nur unterstützen „weil Gott das so will“, lautet die nächste Frage: „Wie viel müssen wir geben, damit wir nicht gegen die Vorschriften verstoßen?“ Diese Frage und die damit verbundene Einstellung zeigt, dass unser Geben dann nicht vom Evangelium geprägt ist. Im letzten Teil seines Vortrags geht Edwards auf folgenden Einwand ein: „Du sagst, ich soll den Armen helfen, doch ich habe leider nichts, was ich entbehren kann. Ich kann es nicht tun.“ Edwards antwortet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;In vielen Fällen können wir, gemäß den Regeln des Evangeliums dazu verpflichtet sein, anderen etwas zu geben, obwohl wir es eigentlich nicht können und deshalb selbst leiden. . .Wie sonst sollte die Regel des gegenseitigen Lastentragens erfüllt werden? Wenn wir niemals dazu verpflichtet sind, die Last des Anderen zu tragen, ohne dabei selbst die Last auf uns zu nehmen - wie können wir dann überhaupt die Last unseres Nächsten tragen, wenn wir überhaupt keine Lasten haben?&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:171 (Hervorhebungen im Original).&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Edwards argumentiert, dass es anders wäre, wenn es sich beim Dienst an den Armen lediglich um eine moralische Vorschrift handeln würde. Doch wenn der Grund für unser Engagement die „Regeln des Evangeliums“ sind, nämlich das stellvertretende Opfer, sind wir auch dann dazu verpflichtet, den Armen zu helfen, wenn wir „es uns eigentlich nicht leisten können“. Edwards widerspricht dem Ausgangsargument und erwidert: „Du meinst, du kannst den Armen nicht helfen, ohne selbst ein Opfer zu bringen und selbst zu leiden. Doch genau das ist der Weg wie Jesus dich von deinen Lasten befreit hat! Und so soll auch dein Dienst an Anderen sein, wenn du ihre Lasten trägst.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im stärksten Teil seines Vortrags beantwortet Edwards eine Reihe häufiger Einwände, denen er sich stellen musste, wenn er über die Pflicht des Evangeliums, für die Armen zu sorgen, predigte. In beinahe jedem Fall antwortet er mit der Logik des Evangeliums - der stellvertretenden Sühne und der freien Rechtfertigung - auf den Einwand. In jedem Fall ist eine radikale, bemerkenswerte, aufopferungsvolle Großzügigkeit gegenüber den Armen das Ergebnis des Nachdenkens über das Evangeliums und das Ausleben desselben. Auf den Einwand „Ich muss niemanden unterstützen, wenn er selbst nicht mittellos ist“, antwortet Edwards, dass die „Regel des Evangeliums“ bedeutet, dass wir unseren Nächsten so lieben sollen, wie Christus uns geliebt hat - das heißt, dass wir uns buchstäblich in die Not hineinbegeben. „Wenn unser Nächster in Schwierigkeiten steckt und er leidet, sollen wir einen solchen Geist der Liebe haben, dass wir in seiner Bedrängnis mit ihm leiden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:170.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Edwards fährt fort und argumentiert, dass, wenn wir so handeln, auch die Not lindern müssen, auch wenn die Situation unseres Nächsten noch nicht so schlimm ist. So lange zu warten, bis Menschen in großer Not sind, bevor man ihnen hilft, zeigt, dass das Evangelium dich noch nicht zu dem sozial und emotional einfühlsamen Menschen gemacht hat, der du eigentlich sein solltest.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards nimmt noch zwei weitere Einwände in den Blick: „Ich will dieser Person nicht helfen, weil sie schlecht gelaunt und undankbar ist“ und „Ich bin der Meinung, dass diese Person an ihrer Armut selbst schuld ist.“ Das ist ein immerwährendes Problem im Hinblick auf die Hilfe für die Armen. Wir helfen lieber gutherzigen und aufrichtigen Menschen, die unverschuldet in Armut geraten sind und die auf unsere Unterstützung mit Dankbarkeit und Freude reagieren. Doch ehrlicherweise gibt es fast niemanden, der wirklich so ist. Obwohl es wichtig ist, dass unsere Hilfe wirklich bei den Armen ankommt und keine Abhängigkeiten schafft (siehe vorheriger Absatz), macht Edward kurzen Prozess mit diesem Einwand, indem er weniger an ethische Vorschriften, sondern an das Evangelium selbst appelliert:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Christus hat uns geliebt, uns seine Freundlichkeit gezeigt und war bereit uns zu erlösen, obwohl wir böse, hasserfüllt und von schlechter Gesinnung waren und nichts Gutes verdient haben… Daher sollten auch wir bereit sein, freundlich zu den Personen zu sein, die von schlechter Gesinnung sind und unsere Hilfe eigentlich nicht verdienen. … Wenn sie durch lasterhaften Müßiggang und Verschwendungssucht in Not geraten sind, spricht uns das nicht von unserer Verpflichtung frei, ihnen zu helfen, es sei denn, sie bleiben in diesen Lastern verhaftet. Tun sie das nicht, gebieten uns die Regeln des Evangeliums, ihnen zu vergeben. … [Denn] Christus hat uns geliebt, sich über uns erbarmt und sich selbst hingegeben, um uns aus Not und Elend zu befreien, das wir durch unsere eigene Torheit und Schlechtigkeit über uns gebracht haben. Wir haben in törichter und verkehrter Weise den Reichtum weggeworfen, den wir erhalten haben und von dem wir bis in alle Ewigkeit hätten leben und glücklich sein können.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171–72.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edward argumentiert weise weiter, dass wir um der Kinder in Familien willen manchmal die Hilfe für die Familien aufrechterhalten müssen, auch wenn die Eltern sich nicht von ihrem unverantwortlichen Verhalten abwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:172 (Gegenargument IX.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Kurz gesagt, lehrt uns Edwards, dass das Evangelium von uns verlangt, uns für die Armen ganzheitlich zu engagieren - nicht nur finanziell, sondern auch persönlich und emotional. Unser Geben soll nicht ein rein symbolischer Akt sein, sondern muss so radikal sein, dass wir dadurch ein gewisses Maß an Leid in unserem eigenen Leben spüren. Und wir sollten den Menschen gegenüber geduldig und nicht paternalistisch freigiebig sein, wenn ihr Verhalten ihre Armut verursacht oder gar verschlimmert hat. Diese Haltung und Dimensionen des Dienstes an den Armen ergeben sich nicht einfach aus allgemeinen biblischen ethischen Prinzipien, sondern aus dem Evangelium selbst.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2) Der Dienst an den Armen ist ein entscheidendes Signal dafür, dass wir dem Evangelium Glauben schenken&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards befasst sich auch mit einer Reihe von Texten, die unsere Fürsorge und unseren Einsatz für die Armen zur Grundlage für Gottes Urteil am Tag des Herrn zu machen scheinen. Mt 25,34-46 lehrt bekanntermaßen, dass die Menschen am Tag des Jüngsten Gerichts von Gott entweder angenommen oder verurteilt werden - je nachdem wie sie die Hungrigen, die Obdachlosen, die Fremden, die Kranken und die Gefangenen behandelt haben. Wie ist das möglich? Widerspricht dieser Text nicht den Lehren des Paulus, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus und nicht durch unsere Taten gerettet werden?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards stellt fest, dass die Unterstützung der Armen im Alten Testament ein wesentliches Merkmal für Frömmigkeit ist. Der bekannte Vers aus Micha 6,8 fordert, dass ein Mensch „Gerechtigkeit üben, Barmherzigkeit lieben und demütig vor Gott“ sein soll. Edwards zieht daraus den Schluss (laut Bruce Waltke zurecht), dass diese Aussage von einem gottesfürchtigen Menschen verlangt, sich für die Armen einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce K. Waltke, A Commentary on Micah (Grand Rapids: Eerdmans, 2007), 164. Waltke unterstreicht, dass die Hilfe für die Armen manchmal als &amp;quot;Gerechtigkeit&amp;quot; und manchmal als &amp;quot;Barmherzigkeit&amp;quot; bezeichnet wird. Ich nutze beide Begriffe und erkläre die Unterschiede zwischen ihnen an einer späteren Stelle im Essay&amp;lt;/ref&amp;gt; Waltke kommentiert , dass sowohl „Gerechtigkeit üben“ als auch „Barmherzigkeit lieben“ bedeutet, freundlich zu den Unterdrückten und Ausgegrenzten zu sein und aktiv Menschen zu unterstützen, die in finanzielle oder soziale Nöte geraten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 390–94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Betonung findet sich aber nicht nur im Alten Testament. Die Fürsorge für die Armen ist &amp;quot;etwas derart Wesentliches, dass das Gegenteil davon nicht mit einer aufrichtigen Liebe zu Gott vereinbar ist&amp;quot; (1. Joh 3,17-19).&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:166 (Hervorhebungen im Original).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Daraus (und aus 2Kor 8,8, wo von der Großzügigkeit gegenüber den Armen als Beweis für ein durch Gnade verwandeltes, liebendes Herz die Rede ist) schließt Edwards, dass Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben kein verdienstvoller Grund dafür ist, dass Gott uns annimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben ist vielmehr ein unabdingbares Zeichen dafür, dass das Herz eines Menschen von Rechtfertigung und Gnade geprägt ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Eine andere Version der Lehre aus Mt 25, 34-46 steht im Jakobusbrief. Evangelische, die mit der Lehre von Jak 2 gerungen haben, sind zu folgendem Schluss gekommen: „Wir sind allein durch den Glauben gerettet. Doch dieser Glaube bleibt nicht für sich allein. Ein Glaube ohne Werke ist tot und kein wahrer rechtfertigender Glaube.“ Völlig richtig. Dazu ist anzumerken, dass in diesem Kontext alle „Werke“, die Jakobus als Kennzeichen des rettenden Glaubens aufzählt, die Fürsorge für Witwen und Waisen (1,27), die Achtung der Armen und deren Gleichbehandlung (2,2-6) und die Sorge für die materiellen Bedürfnisse wie Nahrung und Kleidung sind (2,15-16). Jakobus stellt geradeheraus klar, dass diejenigen, die behaupten, rechtfertigenden Glauben zu haben, aber dennoch ihre Herzen gegenüber den Armen verschließen, sich irren oder lügen (2,15-18). Der Apostel schließt daraus, dass „das Gericht ohne Barmherzigkeit gegen den [sein wird], der nicht Barmherzigkeit geübt hat!“ (2,13). Die „Barmherzigkeit“, von der Jakobus hier spricht, ist eine ernste Besorgnis um und Hilfe für die Armen.&amp;lt;ref&amp;gt;Douglas J. Moo, The Letter of James (Pillar New Testament Commentary; Grand Rapids: Eerdmans, 2000), 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch hier findet sich die Lehre wieder, dass niemand am Tag des Jüngsten Gerichts Barmherzigkeit vor Gott finden wird, wenn er während seines Lebens keine Barmherzigkeit gegenüber den Armen gezeigt hat. Dies bedeutet nicht, dass die Fürsorge für die Armen uns rettet, sondern das sie das unabdingbare Ergebnis eines rettenden und rechtfertigenden Glaubens ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Das ist der Grundsatz: Ein sensibles soziales Gewissen und ein Leben des Dienstes an den Bedürftigen ist die unvermeidliche Folge des wahren Glaubens. An den Taten kann Gott die wahre Liebe zu ihm von bloßen Lippenbekenntnissen unterscheiden (vgl. Jes 1,10-17). Der Text aus Matthäus 25, in dem Jesus sich mit den Armen identifiziert („Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“), ist mit Spr 14,31 und 19,17 vergleichbar. Dort steht, dass Barmherzigkeit gegenüber den Armen gleichbedeutend damit ist, Gott selbst etwas zu leihen. Die Unterdrückung der Armen hingegen ist vergleichbar mit einer Verhöhnung Gottes. Das bedeutet, dass Gott am Tag des Gerichts an der Haltung eines Menschen gegenüber den Armen dessen Herzenshaltung gegenüber Gott selbst erkennen kann. Wenn Härte, Gleichgültigkeit oder ein Überlegenheitsgefühl vorhanden ist, verrät das die Selbstgerechtigkeit im Herzen eines Menschen, der die Wahrheit noch nicht angenommen hat, dass er oder sie ein verlorener Sünder ist, der nur durch freigiebige, aber dennoch teure Gnade gerettet worden ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards Appell und Argument ist sehr eindringlich. Er beginnt seine Untersuchung mit folgender Frage: &amp;quot;Wo in der Bibel finden wir ein Gebot, das deutlicher und dringlicher formuliert ist als das Gebot, sich um die Armen zu kümmern?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards schließt seinen Überblick über die biblischen Befunde mit Sprüche 21,13: „Wer sein Ohr verstopft vor dem Hilfeschrei des Geringen, auch er wird [einst] rufen und keine Antwort erhalten.“ Edwards fügt hinzu: „Gott hat lieblosen Menschen damit gedroht, dass sie hilflos zurückbleiben werden, wenn sie selbst einmal in Not und Elend geraten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:169&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards bringt die Forderung der Bibel auf den Punkt, dass Christen, die vom Evangelium geprägt sind, durch ihr Engagement für die Armen und ihre Sorge um sie auffallen müssen. Wir sollten buchstäblich „berühmt“ dafür sein. Das ist die eigentliche Aussage von Texten wie Mt 5,13-16 und 1Petr 2,11-12.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Welchen Platz nimmt die Eschatologie ein?&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Bemerkenswert ist, dass Edwards die Eschatologie nicht für seine Argumente für den Dienst an den Armen heranzieht. Es ist oft argumentiert worden (auch von mir!), dass Gott sich sowohl um den Körper als auch um die Seele sorgt, weil das Erlösungswerk Jesu letztlich die Wiederherstellung der materiellen Welt zum Ziel hat. Daher sollten wir nicht nur die Seelen retten, sondern auch den Hungrigen und Kranken helfen. Viele halten dagegen, dass die physische Welt dem Feuer anheim fallen wird (2Petr 3,10-11; Off 21,1), so dass wir uns nur um die Rettung von Seelen kümmern und uns nicht so sehr um die Verbesserung der materiellen Bedingungen der Menschen sorgen sollten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Folgenden werden wir uns mit der Beziehung zwischen dem Dienst am Wort und dem praktischen Dienst befassen, doch für den Moment können wir festhalten, dass es möglich ist, sehr überzeugende Argumente für einen Dienst an den Armen vorzubringen, ohne dabei auf eschatologische Fragen Bezug nehmen zu müssen. Es gibt Menschen, die darüber diskutieren, ob diese Welt durch Feuer erneuert oder zerstört und dann ersetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Argument für die Erneuerung der Erde anstatt einer Ersetzung, siehe Douglas J Moo, &amp;quot;Nature in the New Creation: New Testament Eschatology and the Environment,&amp;quot; JETS 49 (2006): 449–88; and Herman Bavinck, &amp;quot;The Renewal of Creation,&amp;quot; Kap. 18 in Reformed Dogmatics (Grand Rapids: Baker, 2008), 4:715–30.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Doch wie wir aus Edwards Ausführungen und Argumenten ersehen können, beruht das Argument für die Wichtigkeit des Dienstes an den Armen nicht auf diesen kontrovers diskutierten Fragen. Wie er sagt, ist das Gebot, sich um die Armen zu kümmern so stark wie kein anderes in der Bibel. Im Neuen Testament (und sogar im Alten Testament) ist es in der Regel auf das Evangelium von Stellvertretung, Erlösung und Gnade gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;z.B.: &amp;quot;Auch ihr sollt den Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.&amp;quot; (5Mos 10,19).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Unsicherheit darüber, ob die physische Welt durch eine andere ersetzt wird oder nicht, sollte uns nicht davon abhalten, die zahlreichen positiven biblischen Aufforderungen zu beherzigen, unsere Herzen für die Armen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Untersuchung von Edwards ist rhetorisch wirkungsvoll. Eine noch vollständigere und zugänglichere exegetische Übersicht über die Beziehung zwischen dem Evangelium und den Armen stellt jedoch Craig Blombergs ''Neither Poverty Nor Riches'' dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Craig L. Blomberg, Neither Poverty Nor Riches: A Biblical Theology of Possessions (New Studies in Biblical Theology 7; Downers Grove: IVP, 2001).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Man kann Blombergs Ausführungen oder Edwards Untersuchungen nicht lesen, ohne sich darüber zu wundern wie selten die Armen in evangelikalen Predigten - besonders in konservativen und reformierten Gemeinden - thematisiert werden. Besonders wenn man bedenkt, wie vergleichsweise häufig das Thema in der Bibel selbst zur Sprache kommt. Warum ist das so? Das untersuchen wir im nächsten Abschnitt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In welchem Verhältnis steht die Verkündigung des Evangeliums zum Dienst an den Armen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wie soll die Kirche auf eine so bemerkenswert starke biblische Lehre über die Wichtigkeit der Sorge um die Armen reagieren? Es sollte eigentlich beinahe jedem klar sein, dass uns die Bibel das lehrt! Dennoch drehen sich die Diskussionen darum, wem und in welcher Form die Kirche ihre Hilfe gewähren sollte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Wem soll die Hilfe gelten?&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Manche glauben, dass sich alle Texte, die die Christen dazu auffordern, den Armen zu helfen, lediglich an einzelne Gläubige, nicht aber an die Kirche als Institution oder Körperschaft richten. Aber es ist schwierig, diese Ansicht mit der Aussagekraft der Texte, die wir gelesen haben, in Einklang zu bringen. Wenn es wirklich stimmt, dass Gerechtigkeit und Barmherzigkeit den Armen gegenüber für Christen nicht optional sind, sondern  unabdingbare Zeichen eines gerechtfertigten Glaubens darstellen, fällt es schwer, zu glauben, dass die Kirche diese Pflicht nicht in irgendeiner Weise auch gemeinschaftlich reflektieren sollte. Doch wir brauchen uns hier gar nicht auf Mutmaßungen und Schlussfolgerungen verlassen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gott hat Israel viele Gebote gegeben, die der sozialen Verantwortung dienten und die das Volk als Gemeinschaft erfüllen sollte. Die Gemeinschaft des Bundes war dazu verpflichtet, ihre armen Mitglieder zu unterstützen, bis deren Not wieder behoben war (5Mos 15,8-10). Der Zehnte war für die Armen bestimmt (5Mos 14, 28-29). Die Armen sollten nicht einfach ein „Almosen“ erhalten, sondern mit Werkzeugen, Nahrungsmitteln (5Mos 14,12-15) und Land (3Mos 25) ausgestattet werden, so dass sie produktiv sein und sich selbst versorgen konnten. Später verurteilten die Propheten Israels Gefühllosigkeit gegenüber den Armen sogar als Bundesbruch. Sie lehrten, dass Materialismus und das Ignorieren der Armen genauso verwerfliche Sünde wie Götzendienst und Ehebruch seien (Amos 2, 6-7). Die Barmherzigkeit gegenüber den Armen ist ein Beweis für die wahre Hingabe des Herzens an Gott (Jes 1,10-17; 58,6-7; Amos 4,1-6; 5,21-24). Die Anhäufung von großem Reichtum, „indem man Haus an Haus und Feld an Feld reiht, bis kein Raum mehr übrig ist“ (vgl. Jes 5,8-9) kann, auch wenn sie mit legalen Mitteln erfolgt, Sünde sein, wenn sich die Reichen den Armen gegenüber stolz und gefühllos verhalten (Jes 3,16-26; Amos 6,4-7). Das 70 Jahre andauernde Exil selbst war eine Strafe für die nicht eingehaltenen Sabbat- und Jubeljahre (2Chr 36,20-21). In diesen Jahren hätten die Wohlhabenden eigentlich Schulden erlassen sollen, doch sie weigerten sich, dies zu tun.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;So viel zu Israel. Aber was ist mit der Gemeinde? Die Gemeinde spiegelt die soziale Gerechtigkeit der Gemeinschaft des Alten Bundes wider, allerdings mit der größeren Kraft und Macht des neu angebrochenen Zeitalters. Auch Christen sind dazu aufgerufen, den Bedürftigen ihre Hand hinzustrecken, wenn sie Hilfe brauchen (1Joh 3,16-17; vgl. 5Mos 15,7-8). Innerhalb der Kirche soll der Reichtum großzügig zwischen Arm und Reich geteilt werden (2Kor 8,13-15; vgl. 3Mos 25). In Anlehnung an die Propheten lehrten die Apostel, dass wahrer Glaube unausweichlich durch barmherzige Taten zum Ausdruck kommt (Jak 2,1-23). Materialismus bleibt eine schwere Sünde (Jak 5,1-6; 1Tim 6,17-19) Es sind nicht nur die einzelnen Gläubigen in der Verantwortung. Es gibt sogar eine besondere Art von Amtsträgern - die Diakone -, die eingesetzt wurden, um den Dienst der Barmherzigkeit der Gemeinde zu koordinieren. Es sollte uns nicht überraschen, dass die ersten beiden leitenden Ämter in der Gemeinde die Diener am Wort (Apostel) und die Diener an der Tat (die ''diakonoi'' aus Apg 6) waren. In der Zeit von Phil 1,1 und 1Tim 3 beaufsichtigen die Amtsträger den Dienst am Wort (Älteste) und den Dienst an der Tat (Diakone). Der Grund dafür ist, dass Jesus seine Dienstgaben an uns ausgeteilt hat (Eph 4,7-12). Der Leib Christi erhält sowohl die Gabe der Rede als auch die Gabe der Diakonie (1Petr 4,10). All das zeigt, dass der Dienst der Barmherzigkeit ein wichtiges Werk der Kirche ist, zu dem sie genauso beauftragt wurde wie zum Dienst am Wort und dem Dienst der Zucht (vgl. Röm 15, 23-29). In 2Kor 8,13-14 und Gal 2,10 werden konkrete Beispiele gemeinschaftlicher Diakonie aufgezeigt. Die Gemeinde spendet Opfergaben und lässt den Armen Hilfe zukommen (organisiert von den Amtsträgern der Kirche). Es sind also nicht nur Einzelpersonen, sondern die Kirche als Ganzes, die sich um die Sorge für die Armen und deren wirtschaftliche Versorgung kümmern soll.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Andere Fragen bleiben bestehen. Auch wenn anerkannt wird, dass die Gemeinde (und auch jeder Einzelne) für Arme spenden soll, wird mehrheitlich darauf hingewiesen, dass sich dieser Dienst intern auf die christliche Gemeinschaft bezieht, also auf die Sorge für die Gläubigen. Einige kommen zu dem Schluss, dass einzelne Christen sich allgemein für alle Armen engagieren sollten, doch die Kirche sollte ihren Dienst einzig und allein auf die Armen innerhalb der Gemeinde konzentrieren. Auch hier gibt es viele Texte, die dieser Ansicht widersprechen. Sowohl Israel (3Mos 19,33-34) als auch die Gemeinde des Neuen Bundes (Hebr 13,2; 1Tim 5,10) sind angehalten, auch Fremden und Ausländern, die nicht der christlichen Gemeinschaft angehören, Gastfreundschaft zu erweisen. Die wichtigste Aussage des berühmten Gleichnisses Jesu vom Barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37) lautet: Der Dienst der Barmherzigkeit sollte nicht auf die Gemeinschaft des Bundes beschränkt bleiben, sondern auch auf Menschen ausgeweitet werden, die sich außerhalb davon befinden. Außerdem weist Jesus seine Jünger in Lk 6,32-36 an, auch den Undankbaren und Bösen zu dienen, weil dies das Muster der Gnade Gottes ist, die allen Menschen gilt. Er lässt es regnen und lässt die Sonne scheinen sowohl über die Gerechten als auch über die Ungerechten (Mt 5,45). Diese letzte Ermahnung sollte nicht so verstanden werden, dass wir jedem, der darum bittet, etwas geben sollen, auch wenn das bedeutet, dass diese Gabe es ihm leicht macht, zu sündigen. Aber dennoch warnen diese Texte die Gemeinde klar davor, Barmherzigkeit nur den Mitgliedern der eigenen Gemeinschaft zu gewähren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Der vielleicht hilfreichste Abschnitt ist die kurze Erklärung von Paulus in Gal 6,10 (diese wurde an die ganze Gemeinde und nicht nur an Einzelpersonen geschrieben), die ausdrücklich eine Prioritätenliste für den Dienst praktischer und materieller Bedürfnisse aufstellt. Zunächst sind wir dazu angehalten, unseren „Glaubensgenossen“ und dann auch „allen Menschen“ zu helfen, ohne einen Unterschied hinsichtlich ihrer Volkszugehörigkeit, Nationalität oder ihres Glaubens zu machen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Wie?&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Aber was ist mit dem Verhältnis zwischen dem Dienst an den Armen zu dem Dienst der Evangelisation und der Verkündigung des Evangeliums?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;1. Verkündigung ist etwas Unabdingbares&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die modernistische Kirche des frühen 20. Jahrhunderts reduzierte den Dienst am Evangelium auf eine soziale Ethik und soziales Handeln. Der bizarre Spruch „Predigt das Evangelium und wenn nötig, benutzt Worte dafür!“ passt zu der Vorstellung, dass es sich beim Evangelium im Grunde genommen um eine „Lebensweise“ handelt und dass der Dienst am Evangelium „eine bessere Welt schafft“. Doch das widerspricht nicht nur der Lehre der Bibel, dass das Evangelium durch Worte verkündigt und die Hörer darauf mit Buße und Glauben reagieren müssen. Im Wesentlichen leugnet der Spruch das Evangelium der Gnade durch die rettende Heilstat Gottes in der Geschichte und ersetzt diese durch gute Werke und hohe moralische Vorstellungen. Im Social Gospel verschwindet die Evangelisation einfach von der Bildfläche. Die Armen zu lieben wird als „Weitergeben der Guten Botschaft“ betrachtet. Die konservative Kirche reagiert darauf mit tiefem Misstrauen gegenüber der zu starken Betonung auf den Dienst an den Armen. Sie hört von vielen aus der „Emergenten Kirche“ dass Gerechtigkeit und die Arbeit für den Frieden die wichtigsten Wege sind, um Apologetik zu betreiben und Menschen zu evangelisieren. Im Hinblick auf das Desaster der modernistischen liberalen Theologie ist das Misstrauen gerechtfertigt. Aber wie ich bereits dargelegt habe, versäumt die konservativ-evangelikale Verkündigung, den Armen die Bedeutung beizumessen, die sich in der Bibel selbst findet. Warum? Es ist das Erbe des Social Gospel. Sowohl diejenigen, die das Social Gospel annehmen als auch diejenigen, die es ablehnen, verdrehen die Bedeutung, die die Bibel auf die Armen legt (auch wenn sie es auf unterschiedliche Art und Weise tun).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Licht des biblischen Befundes suchen viele heutzutage eine Art Ausgleich. Einerseits sagen manche, dass zwar beides notwendig ist, dass aber soziale Belange ein Mittel zum Zweck der Evangelisation sind. Das heißt, wir sollten Gnade und Gerechtigkeit nur üben, um Menschen zum Glauben an Jesus Christus zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe C. Peter Wagner, Church Growth and the Whole Gospel: A Biblical Mandate (San Francisco: Harper &amp;amp; Row, 1981), 101–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das passt aber wiederum nicht zum Gleichnis Jesu vom Barmherzigen Samariter, in dem er uns dazu aufruft, uns auch um die Undankbaren und Bösen zu kümmern (Lk 6, 35). Diese „Mittel-zum-Zweck“-Sichtweise macht Christen anfällig für Manipulationsvorwürfe. Anstatt Menschen aus freien Stücken wirklich zu lieben, helfen wir ihnen nur, um uns selbst zu helfen und unsere Mitgliederzahlen zu erhöhen. Das Ironische daran ist, dass sich dieser Ansatz selbst das Wasser abgräbt. Ich habe viele Evangelikale kennengelernt, die den Wert des Dienstes der Barmherzigkeit an der Anzahl der Bekehrten bzw. Kirchenbesucher/-mitglieder bemessen, der aus diesem resultiert. Der Soziologe Robert Putnam beschreibt solche gemeindebasierten Initiativen als kirchenzentriertes bindendes (oder exklusives) soziales Kapital, welches im Gegensatz zum gemeinschaftszentrierten ''brückenbildenden'' (oder inklusivem) sozialen Kapital steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert D. Putnam, Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community (New York: Simon &amp;amp; Schuster, 2000), 22–24.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das bedeutet, dass der Dienst solcher Gemeinden nicht darauf aufgelegt ist, dem Nächsten zu dienen, sondern nur die Gemeinde zu vergrößern. Doch dieser Ansatz wird von Menschen außerhalb der Gemeinde als egoistisch und als Selbstzweck wahrgenommen, so dass sie Gott nicht verherrlichen (Mt 5,13-16), weil sie an uns Gottes aufopferungsvolle und bedingungslose Gnade nicht erkennen können. Sie sehen an uns nur, dass wir etwas geben, weil wir im Gegenzug etwas erwarten (Lk 6,32-35).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Eine andere Sichtweise bieten John Stott und andere. Sie betrachten die Evangelisation und das soziale Engagement als gleichwertige Partner: &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;[S]oziales Engagement ist der Partner der Evangelisation. Als Partner gehören die beiden zueinander und sind doch voneinander unabhängig. Jeder Teil hat neben dem anderen seine eigene Berechtigung. Keines ist nur ein Mittel zum Zweck oder gar eine Erscheinungsform des anderen. Jedes hat seinen eigenen Zweck.&amp;lt;ref&amp;gt;John R. W. Stott, Christian Mission in the Modern World: What the Church Should Be Doing Now! (Downers Grove: IVP, 1975), 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Das scheint den Dienst an den Armen zu sehr vom Dienst am Wort zu trennen. Es eröffnet die Möglichkeit, den Dienst an den Armen als eigenständige Möglichkeit zu betrachten, die die Verkündigung des Wortes außer Acht lässt. Ich mache einen neuen Vorschlag: Eine asymmetrische, unauflösliche Verbindung der beiden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2. Evangelisation ist grundlegender als der Dienst an den Armen&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Evangelisation muss als „Spitze“ des Dienstes einer Gemeinde an der Welt betrachtet werden. Man muss ihr einen Vorrang im Dienst der Gemeinde einräumen. Es liegt auf der Hand, dass sowohl die Rettung einer verlorenen Seele und die Speisung eines hungrigen Magens zwar beides Taten der Liebe sind. Doch eine der beiden hat definitiv eine unendlich größere Wirkung als die andere. In 2Kor 4,16-18 spricht Paulus davon, wie wichtig es ist, den „inneren Menschen“ zu stärken, auch wenn die äußere, physische Natur altert und verfällt. Evangelisation ist der grundlegendste und radikalste Dienst, den man an einem Menschen tun kann. Das ist nicht deshalb wahr, weil das „Geistliche“ wichtiger ist als das Körperliche (wir müssen aufpassen, nicht in einen Dualismus griechischer Prägung zu verfallen!). Doch es ist wahr, weil das Ewige wichtiger ist als das Zeitliche (Mt 11,1-6; Joh 17,18; 1Joh 3, 17-18).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;3. Der Dienst an den Armen ist aber untrennbar mit der Evangelisation verbunden.&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wir alle kennen den Spruch „Wir sind allein durch den Glauben gerettet, aber dieser Glaube steht nicht für sich allein.“ Durch den Glauben sind wir gerettet. Aber Glaube ist untrennbar mit guten Taten verbunden. Wir haben bereits in Jak 2 gesehen, dass das auch für das Evangelium gilt: Die Gerechtigkeit aus dem Glauben und aus der Barmherzigkeit gegenüber den Armen. Die Priorität liegt auf dem Evangelium der Gerechtigkeit. Das ist es, was uns rettet. Aber genauso wie gute Werke untrennbar mit dem Glauben verbunden sind, ist auch die Sorge für die Armen untrennbar mit der Evangelisation und dem Dienst des Wortes verbunden. Im Handeln Jesu waren die Heilung von Kranken und die Speisung der Armen eng mit seiner Verkündigung verbunden (Joh 9,1-7; 35-41).  Die Wunder, die er getan hat, waren nicht einfach nur eine Demonstration seiner Macht, sondern Zeichen der kommenden Herrschaft Gottes (Mt 11,2-5).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Die Erneuerung durch Jesu Erlösung umfasst letztlich auch eine neue Erde. In der Zeit dazwischen gibt es keinen Teil unserer Existenz, der von seinem Segen unberührt bleibt. Die Wunder von Jesus waren Wunder des Reiches Gottes und sollten zeigen, was es mit diesem Reich auf sich hat. … Sein Segen wurde den Armen, den Mühseligen und Beladenen zuteil, die zu ihm kamen und an ihn glaubten. … Die Zeichen und Wunder, die die Gottheit Jesu bezeugten und das Zeugnis derer bestätigten, die das Evangelium an die Gemeinden weitergaben, setzten sich nicht weiter fort, denn ihr Zweck ist bereits erfüllt. Doch das, was diese Zeichen im Hinblick auf das Reich Gottes zum Ausdruck brachten, muss in der Gemeinde fortbestehen. Wir vertrauen den Worten Jesu nicht wirklich, wenn unsere Taten nicht seine Barmherzigkeit widerspiegeln. Die Verkündigung des Reiches Gottes ist daher ganzheitlich: Es vermittelt durch Wort und Tat die Verheißung Christi für Leib und Seele als auch die Forderung die Christus an Leib und Seele stellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund P. Clowney, &amp;quot;Kingdom Evangelism,&amp;quot; in The Pastor-Evangelist: Preacher, Model, and Mobilizer for Church Growth (ed. Roger S. Greenway; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 1987), 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die Apostelgeschichte stellt mehrmals eine enge Verbindung zwischen dem Teilen materieller Güter mit Bedürftigen und der Ausbreitung des Evangeliums durch die Predigt her. Das Herabkommen des Heiligen Geistes und der sprunghafte Anstieg der Zahl von Bekehrten (Apg 2,41) steht in Verbindung zu einem radikalen Teilen von Besitz mit den Bedürftigen (2,44-45). Apostelgeschichte 4 stellt eine Rekapitulation dar: Nachdem die Gemeinde den Heiligen Geist bekommen hat, teilen die Mitglieder innerhalb der Gemeinde ihren Besitz und die Auferstehung wird mit großer Macht verkündigt (4, 32-35). Nachdem sich der Dienst der Diakonie fester etabliert hat, fügt Lukas hinzu „wuchs das Wort Gottes und die Zahl der Jünger mehrte sich sehr.“ (6,7). Lukas weist erneut auf die sehr enge Verbindung zwischen Tat und Wort hin. Der praktische Dienst der Christen an den Bedürftigen wies auf die Wahrheit und die Kraft des Evangeliums hin. Taten der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit werden auch für Nichtgläubige sichtbar und können dazu führen, dass sie Gott verherrlichen (Mt 5, 13-16). Der Römische Kaiser Julian Apostata bemerkte, dass Christen erstaunlich wohlgesonnen gegenüber Fremden waren: „Die ungläubigen Galiläer [d.h. die Christen] helfen nicht nur ihren eigenen Armen, sondern auch unseren. Jeder kann sehen, dass wir unseren Leuten nicht ausreichend helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert in: Rodney Stark, The Rise of Christianity: How the Obscure, Marginal, Jesus Movement Became the Dominant Religious Force in the Western World in a Few Centuries (San Francisco: HarperCollins, 1997), 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;4) Untrennbarkeit bedeutet keine starre zeitliche Reihenfolge&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Was ist mit dem Begriff „untrennbar“ gemeint? Der Dienst an den Armen kann der Verkündigung des Evangeliums vorausgehen. So war es auch beim Dienst Jesu an einem blinden Menschen. Obwohl Jesu Tat dazu führte, dass der Blinde auch in geistlicher Hinsicht „sehend wurde“, gibt es keinen Hinweis darauf, dass Jesu Hilfe an Bedingungen geknüpft war. Er zwang ihn nicht dazu, ihm Glauben zu schenken als er ihn heilte. Er wies ihn lediglich an: „Geh und wasche dich!“ (Joh 9,7). Auch als Jesus davon sprach, denjenigen Geld und Kleidung zu geben, die darum bitten, bestand er darauf, dass wir geben sollten, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten (Lk 6, 32-35). Wir sollten nicht nur Hilfe leisten, wenn unser Gegenüber dem Evangelium offen gegenübersteht. Und wir sollten die Hilfe auch nicht zurückziehen, wenn er oder sie das nicht tut. Es sollte jedoch immer klar sein, dass die Motivation hinter unserer Hilfe unser christlicher Glaube ist und wir sollten uns darum bemühen, Wege zu finden, die weder künstlich noch ausbeuterisch sind, um den Dienst des Wortes und unsere Zusammentreffen zu Zwecken der Lehre und Jüngerschaft eng mit dem diakonischen Dienst zu verbinden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Zusammenfassung&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Jesus ruft uns als Christen dazu auf, &amp;quot;Zeugen&amp;quot; zu sein und anderen Menschen die Botschaft des Evangeliums zu bringen. Doch gleichzeitig ruft er uns auch dazu auf, uns um die Armen zu kümmern. Er ruft seine Nachfolger sowohl zur „Verkündigung des Evangeliums“ (Aufforderung zum Glauben an das Evangelium) als auch zur „Nächstenliebe“ auf (sich aufopferungsvoll um die Bedürfnisse der Menschen im persönlichen Umfeld kümmern, egal ob diese gläubig oder nicht gläubig sind!) Beides gehört unbedingt zusammen!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;In &amp;lt;i&amp;gt;theologischer&amp;lt;/i&amp;gt; Hinsicht:  Die Auferstehung Jesu zeigt uns, dass Gott nicht nur Körper und Geist geschaffen hat, sondern auch beides erlösen wird. Das Heil, das Jesus schließlich in seiner ganzen Fülle bringen wird, schließt die Befreiung von allen Auswirkungen der Sünde ein - nicht nur in geistlicher, sondern auch in körperlicher und materieller Hinsicht. Jesus kam, um das Wort Gottes zu lehren, um zu heilen und die Hungrigen zu speisen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;In &amp;lt;i&amp;gt;praktischer&amp;lt;/i&amp;gt; Hinsicht: Wir sollten uns weiterhin davor hüten, die Verkündigung des Evangeliums mit der praktischen Hilfe zu verwechseln, wie es beim Social Gospel der Fall war. Doch Taten der Liebe sind ein unverzichtbares Zeugnis für die Kraft und das Wesen von Gottes Gnade, ein unverzichtbares Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2. Ein paar Gedanken zum praktischen Dienst an den Armen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Erläuterung aller Einzelheiten zum praktischen Dienst an den Armen, würde diesen Essay sicherlich sprengen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bemerkung des Herausgebers: vgl. Timothy J. Keller, Ministries of Mercy: The Call of the Jericho Road (Band 2; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 1997).&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch es gibt zwei praktische Aspekte, die ich den Gemeinden in ihrem Dienst an den Armen ans Herz legen möchte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Ein Gleichgewicht in der Analyse: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Es ist eine Sache, den Armen helfen zu wollen. Aber es ist noch einmal eine ganz andere Sache, dabei weise vorzugehen. Es kann leicht passieren, dass man sich in das Leben einer armen Familie einmischt und sich dadurch die Dinge eher verschlechtern als verbessern. Die Hauptgründe dafür, dass dies so oft geschieht, sind die zwei unbiblischen Ideologien und Reduktionismen, die unsere Kultur heutzutage bestimmen. Konservative betrachten im Allgemeinen eine persönliche Verantwortungslosigkeit als Grund für Armut. Liberale hingegen sehen den Grund in ungerechten Sozialsystemen, denen arme Menschen nicht entkommen können.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Bibel benutzt wechselweise zwei verschiedene Begriffe für den Dienst an den Armen: „Gerechtigkeit“ und „Dienst“ (Diakonie) bzw. Barmherzigkeit. Der wahrscheinlich berühmteste Appell in der Bibel, den Armen zu helfen ist das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. Dort wird die Hilfe als „Barmherzigkeit“ bezeichnet (Lk 10,37) An anderen Stellen der Bibel, wird das Teilen von Nahrung, Unterkunft und anderen grundlegenden Ressourcen mit Personen, die weniger haben als ihre Geber, als „Gerechtigkeit üben“ bezeichnet (Jes 58,6-10; siehe auch 3Mos 19,13; Jer 22,13). Nicht zu teilen ist nicht einfach nur ein Versäumnis, barmherzig zu sein, sondern auch ein Versäumnis, gerecht zu sein.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich denke, dass der Grund für die Nutzung der beiden Begriffe „Gerechtigkeit“ und „Barmherzigkeit“ darin liegt, dass die biblische Erklärung für die Gründe von Armut sehr viel komplexer ist, als unsere derzeitigen Ideologien es uns nahelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. D. A. Carson, How Long, O Lord? Reflections on Suffering and Evil (Band 2; Grand Rapids: Baker, 2006), 51–59, Ausführungen zu den sechs &amp;quot;Arten von Armut&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weisheitsliteratur bietet eine bemerkenswert ausbalancierte und nuancierte Sicht der „Wurzelursachen“ von Armut. In den Sprüchen finden wir die bereits bekannten Aussagen: „Bei jeder Mühe ist Gewinn, aber bloßes Gerede (führt) nur zum Mangel“ (Spr 14, 23). Aber es heißt auch: „Reichlich Nahrung (bringt) der Neubruch der Armen, aber mancher wird weggerafft durch Unrecht.“ Sowohl Faktoren im persönlichen als auch im gesellschaftlichen systemischen Bereich können zu Armut führen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Bibel nennt mindestens drei Ursachen für Armut. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Ungerechtigkeit und Unterdrückung&amp;lt;/i&amp;gt;:  Dies bezieht sich auf alle ungerechten sozialen Umstände oder Verhaltensweisen, die einen Menschen in Armut halten (Ps 82,1-8; Spr 14,31; 2Mos 22,21-27). Das am häufigsten verwendete hebräische Wort für &amp;quot;die Armen&amp;quot; im Alten Testament bedeutet „die zu Unrecht Unterdrückten“. Biblische Beispiele für Unterdrückung sind soziale Systeme, die die Mächtigen begünstigen (3Mos 19,15), Wucher (2Mos 22,25-27) und ungerechtfertigt niedrige Lohnzahlungen (Eph 6,8-9 ; Jak 5,4).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Katastrophen im Umfeld&amp;lt;/i&amp;gt;: Das bezieht sich auf Naturkatastrophen oder andere Umstände, die einen Menschen in die Armut führen oder ihn darin halten. Die Heilige Schrift ist voller Beispiele wie Hungersnöte (1Mos 47), körperliche Behinderungen, Überschwemmungen und Brände.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Persönliches Versagen&amp;lt;/i&amp;gt;: Auch persönliche Schuld und Versäumnisse können eine Ursache für Armut sein, z.B. Trägheit (Spr 6,6-8) und andere Probleme hinsichtlich der Selbstdisziplin (Spr 23,21).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Diese drei Faktoren sind miteinander verbunden. Sie führen in der Regel nicht zu voneinander abgrenzbaren &amp;quot;Kategorien&amp;quot; von Armut (außer in akuten Fällen, z.B. bei einem Wirbelsturm, durch den Menschen obdachlos werden und kurzfristig auf materielle Hilfe angewiesen sind). Vielmehr sind diese drei Faktoren normalerweise miteinander verbunden. Eine Person, die z.B. in einem ethnischen/wirtschaftlichen Ghetto (Faktor 1) aufgewachsen ist, hat höchstwahrscheinlich einen schlechteren Gesundheitszustand (Faktor 2) und erlernt in ihrer Gemeinschaft viele Gewohnheiten, die in materieller/sozialer Hinsicht keine Verbesserung der Lebensumstände bringen (Faktor 3).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Faktor 3 kann jedoch auch als eine Variante von Faktor 1 betrachtet werden. Zum Beispiel können Eltern darin versagen, ihren Kindern vorzulesen, sie zu ernähren oder ihnen Verhaltensweisen  wie Ehrlichkeit, Fleiß und Geduld beizubringen. Dabei handelt es sich um den Faktor 3 bei den Erwachsenen (persönliche Verantwortungslosigkeit) und um Faktor 1 bei den Kindern (Ungerechtigkeit/Chancenungleichheit). Kinder aus innerstädtischen Ghettos können völlig unverschuldet mit einer weitaus schlechteren Schulbildung aufwachsen und in einem Umfeld groß werden, in dem sie auf immense Lernhindernisse treffen. Konservative argumentieren vielleicht, dass dies die Schuld der Eltern oder der „Kultur“ ist, während Liberale diesselbe Situation als Versagen der Regierung und/oder als Auswirkung von systemischem Rassismus betrachten. Keiner von ihnen argumentiert, dass es die Schuld der Kinder ist! Natürlich ist es möglich, dass junge Menschen, die in Armut geboren wurden, daraus ausbrechen können, doch dazu ist ein Vielfaches an Stärke, Unabhängigkeit, Kreativität und Mut nötig, um einfach nur eine höhere Schule besuchen und eine Arbeitsstelle finden zu können, als es das für ein Kind aus der Mittelschicht ist. Kurz gesagt gibt es Kinder, die mit etwa zweihundertmal besseren Chancen auf akademischen und wirtschaftlichen Erfolg aufwachsen als andere. (Man kann nicht von einem acht Jahre alten Analphabeten, der bald ein siebzehnjähriger Analphabet sein wird, erwarten, dass er sich „an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht!“) Warum gibt es diese Situation? Sie ist Teil der tiefgreifenden Ungerechtigkeit, die auf unserer Welt herrscht. Das Problem ist schlicht und einfach eine ungerechte Verteilung von Chancen und Ressourcen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele „Konservative“ den Armen hauptsächlich aus Mitleid helfen wollen. Das rührt möglicherweise aus dem Glauben, dass Armut hauptsächlich eine Frage der Verantwortungslosigkeit Einzelner ist. Dabei wird übersehen, dass die „Reichen“ ihren Besitz zum großen Teil dem Umstand verdanken, dass die Chancen und Ressourcen bei Geburt ungerecht verteilt sind. Wenn wir reich an den Gütern dieser Welt sind, ist das letztendlich ein Geschenk. Wären wir in einem anderen Umfeld geboren worden, könnten wir ohne eigenes Verschulden sehr arm sein. Nicht zu teilen, was man hat, ist nicht einfach nur unbarmherzig, sondern auch unfair und ungerecht. Auf der anderen Seite helfen viele „Liberale“ den Armen hauptsächlich deshalb, weil sie empört sind und einen Mangel an Gerechtigkeit verspüren. Hier wird übersehen, dass individuelle Verantwortung und Veränderung sehr viel damit zu tun hat, der Armut zu entkommen. Armut wird hier strikt unter dem Aspekt der strukturellen Ungleichheit betrachtet. Während die konservative Einstellung „aus reinem Mitleid“ zu Paternalismus und Bevormundung führt, führt die liberale Einstellung „aus reiner Gerechtigkeit“ zu großer Wut und zu Groll.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Beide Ansichten neigen ironischerweise dazu, selbstgerecht zu sein. Die eine Seite sieht die Schuld ausschließlich bei den Armen, die andere ausschließlich bei den Reichen. Die eine Seite legt eine zu große Betonung auf die Verantwortung des Einzelnen, die andere eine zu niedrige. Eine ausgewogene Motivation entspringt einem barmherzigen Herzen, das sein Überheblichkeitsgefühl gegenüber Menschen aus allen sozialen Schichten verloren hat. Eines muss uns ganz klar sein: Es ist das Evangelium, dass uns dazu führt, barmherzig und gerecht zu handeln. Gott spricht zu Israel: „Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein. Du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägyptens gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott!“ (3Mos 19,34). Die Israeliten waren „Fremdlinge“ und unterdrückte Sklaven in Ägypten. Sie waren nicht in der Lage, sich selbst aus der Knechtschaft zu befreien - das tat Gott durch seine Gnade und Macht. Nun sollen sie alle Menschen mit weniger Macht oder weniger Besitz wie ihre Nächsten behandeln, sie lieben und Gerechtigkeit üben. Die Basis, um „Gerechtigkeit zu üben“ ist also die Rettung durch die Gnade Gottes!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Schon am Beginn dieses Abschnitts haben wir festgestellt, dass die Balance zwischen Barmherzigkeit und Gerechtigkeit - die Wahrnehmung sowohl persönlicher als auch sozialer Aspekte als Ursache von Armut - wichtig ist, damit Gemeinden ihren Dienst an den Armen in aller Weisheit tun können. Eine konservative Ideologie wird möglicherweise viel zu ungeduldig und vielleicht sogar harsch mit armen Familien umgehen und die eher unsichtbaren soziokulturellen Faktoren ausblenden, die zu diesem Problem beitragen. Eine liberale Ideologie hingegen wird nicht genug Wert auf eine Umkehr und eine Erneuerung des Lebenswandels legen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Arbeitsteilung: Der Einzelne und die Gemeinde&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Der Dienst der Gemeinde am Evangelium umfasst sowohl die Verkündigung der guten Botschaft an Nichtchristen als auch die Prägung einzelner Gläubiger mit dem Evangelium. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kirche als Institution unter ihren Ältesten alle Aktivitäten selbst ausführen muss, zu der wir unsere Mitglieder befähigen. So sollte z.B. die Gemeinde die Filmemacher in ihren Reihen in der Jüngerschaft so anleiten, dass ihre Kunst tief vom Evangelium durchdrungen wird. Doch die Kirche selbst sollte nicht in der Filmproduktionsbranche tätig werden. Hier kann Abraham Kuypers „Souveränität der verschiedenen Sphären“ hilfreich sein (obwohl ich durchaus deren Grenzen und Schwierigkeiten wahrnehme). Kuyper besteht zurecht darauf, dass die Kirche als Kirche die Aufgabe hat, das Evangelium zu verkündigen (Evangelisation und Jüngerschaft), Gott anzubeten, die Sakramente auszuteilen und Gemeindezucht zu üben. Durch all diese Aktivitäten bringt sie Mitglieder hervor, die sich ihrerseits in Kunst, Wissenschaft, Bildung, Journalismus, Film, Wirtschaft usw. engagieren werden. Die Kirche selbst sollte sich jedoch nicht an diesen Unternehmungen beteiligen. Kuyper hätte z.B. einer örtlichen Gemeinde nicht einmal erlaubt, eine christliche Schule zu betreiben, da er der Ansicht war, dass die Bildung der Kinder der Familie und nicht der Gemeinde obliegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In diesem Sinne ergibt der Dienst der Kirche an den Armen wirklich Sinn, wenn man ihn als gemeinsames Mittel zur Erfüllung des biblischen Auftrags an den Armen betrachtet, als gemeinsames Zeugnis für die Gemeinschaft derer, die durch Jesu Liebe verändert wurden und als wichtige „Plausibilitätsstruktur“ für die Verkündigung des Evangeliums. Die Kirche sollte jedoch die verschiedenen Ebenen des Dienstes an den Armen erkennen und deren Grenzen anerkennen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Nothilfe&amp;lt;/i&amp;gt;: Direkte Hilfe als Antwort auf körperliche/materielle/gesellschaftliche Bedürfnisse. Übliche Hilfsdienste umfassen die Bereitstellung von Notunterkünften für Obdachlose, die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Kleidung für Bedürftige, medizinische Hilfe, Krisenberatung usw. Eine aktivere Form der Hilfe ist das &amp;quot;Eintreten&amp;quot; für Menschen in Not, z.B. als Unterstützung bei der Suche nach Rechtsbeistand, einer Wohnung und bei anderen Formen der Unterstützung. Nothilfeprogramme allein können zu Abhängigkeitsverhältnissen führen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Entwicklungshilfe&amp;lt;/i&amp;gt;: Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, die einer hilfsbedürftigen Person oder Gemeinschaft die Selbstversorgung ermöglichen. Wenn einem Sklaven im AT die Schuld erlassen und er freigelassen wurde, wies Gott seinen ehemaligen Herrn an, ihn mit Nahrungsmitteln, Werkzeug und Ressourcen auszustatten, damit der Sklave ein neues, wirtschaftlich unabhängiges Leben führen konnte (5Mos 15,13-14). „Entwicklungshilfe“ für Einzelne umfasst Bildungsmaßnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Ausbildungsmöglichkeiten. Für ein Stadtviertel oder eine Gemeinschaft bedeutet der Begriff jedoch, dass gesellschaftliches und finanzielles Kapital in ein Sozialsystem investiert wird, z.B. in Wohnungsbau, Wohneigentum, andere Kapitalinvestitionen, usw.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Reformen&amp;lt;/i&amp;gt;: Reformen im sozialen Bereich gehen über die Linderung dringender Bedürfnisse und Abhängigkeiten hinaus und zielen darauf ab, soziale Bedingungen und Strukturen zu verändern, die diese Abhängigkeit verschlimmern oder gar erst hervorgebracht haben. Von Hiob wird berichtet, dass er nicht nur die Nackten gekleidet, sondern auch die „Kinnladen der Übeltäter zerschmetterte und ihren Zähnen die Beute entriss“ (Hiob 29,17). Die Propheten prangerten Missstände wie ungerechte Löhne (Jer 22,13), korrupte Geschäftspraktiken (Amos 8,2.6), Rechtssysteme, die die Reichen und Einflussreichen bevorzugten (3Mos 19,15; 5Mos 24,17) und ein Wuchersystem an, das Menschen mit geringen Mitteln ausbeutete (2Mos 22,25-27; 3Mos 19,35-37; 25,37). Daniel zieht eine heidnische Regierung wegen ihres Mangels an Barmherzigkeit gegenüber den Armen zur Rechenschaft (Dan 4,27ff.). Das bedeutet, dass sich Christen auch für eine bestimmte Gemeinschaft einsetzen sollen, um z.B. einen besseren Polizeischutz, gerechtere und fairere Finanzpraktiken, eine bessere Ordnung des gesellschaftlichen Raums und bessere Gesetze zu erwirken.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Aber sollte die Kirche als Institution Reformen durchführen oder gar Entwicklungshilfe betreiben? Aus theologischen und praktischen Gründen lautet die Antwort im Allgemeinen, dass sich die Kirche als Institution auf die erste und einen Teil der zweiten Ebene konzentrieren sollte: auf die Nothilfe und einen Teil der individuellen Entwicklungshilfe. Wenn es um die zweite und die dritte Ebene - also um die Entwicklungshilfe von Gemeinschaften, um soziale Reformen und die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen geht, sollten Gläubige im Rahmen von Verbänden und Organisationen und weniger durch ihre örtliche Kirche aktiv werden. Es fällt schwer, hier dogmatische Linien zu ziehen. Gesellschaftliche Unterschiede und kulturelle Bedingungen können Auswirkungen darauf haben, inwieweit sich die Kirche an Lösungen zu Fragen der Gerechtigkeit beteiligt. Jetzt im Rückblick zollen wir den weißen angloamerikanischen Kirchen, die gegen die Übel der Sklaverei in Amerika gepredigt und sich für die Abschaffung derselben eingesetzt haben, unseren Respekt. Hier hat sich auch die afroamerikanische Kirche unter extrem schwierigen Bedingungen - Sklaverei und Quasi-Sklaverei - auf allen drei Ebenen des Dienstes an den Armen eingesetzt und tut das bis heute.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Generell bin ich jedoch der Meinung, dass die Kirche sich auf der ersten Ebene engagieren sollte und Freiwilligenorganisationen, Verbände und andere Dienste dies auf der zweiten und dritten Ebene tun sollten. Warum?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;1. Viele würden möglicherweise argumentieren, dass ein Engagement auf der  zweiten und dritten Ebene zu teuer ist und finanzielle Ressourcen vom Dienst am Wort abziehen würde. 2. Andere sagen, dass die beiden Ebenen zu politisch sind und eine zu große Verbundenheit zu bestimmten Amtsträgern und politischen Parteien bedeuten würden, die wiederum die Kirche gefährden könnten. 3. Und wieder andere sagen, dass die zweite und die dritte Ebene zu komplex sind und es nicht zu den Aufgaben und Begabungen der Gemeindeältesten passen würde, wenn sie sich darum kümmern. Denn ihre Aufgabe ist der Dienst am Wort Gottes und das Gebet (Apg 6,1-7).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;All diese Argumente haben einen gewissen Wert, müssten aber nuancierter ausgearbeitet werden, um meiner These gerecht zu werden. Leider ist hier weder ausreichend Zeit noch Platz für die Ausführungen zu diesem Prozess. Ich möchte nur anmerken, dass die meisten Gemeinden in den USA, die sich intensiv um die Armen kümmern, es für klüger befunden haben, gemeinnützige Unternehmen auszugliedern, die sich um die Entwicklungsarbeit in Gemeinschaften und um die Reform von sozialen Strukturen kümmern, anstatt dass diese Aufgaben direkt durch die örtliche Gemeinschaft unter Verantwortung der Gemeindeältesten übernommen werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;h4&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;3. Jesus, der arme Mann&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Buch der Sprüche steht, dass Gott sich mit den Armen identifiziert. „Was ihr den Armen antut, das tut ihr auch mir an.“ In Mt 25 steht dasselbe. Ich habe bereits vorher aufgezeigt, dass Gott am Tag des Jüngsten Gerichts in der Lage sein wird, das Herz eines Menschen anhand seiner Haltung gegenüber anderen Menschen zu beurteilen. Aber dieser Vers trägt noch eine tiefere Bedeutung in sich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Buch der Sprüche und in Mt 25 identifiziert Gott sich symbolisch mit den Armen. Doch in der Menschwerdung und im Tod Jesu identifiziert sich Gott wortwörtlich mit den Armen und Ausgegrenzten. Jesus wurde nach seiner Geburt in einen Futtertrog gelegt. Bei seiner Beschneidung opferte seine Familie das, was von den Armen verlangt wurde (Lk 2,24). Er sagte: „Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlegt“ (Mt 8,20). Am Ende seines Lebens ritt Jesus auf einem geliehenen Esel in Jerusalem ein. Er verbrachte seinen letzten Abend in einem angemieteten Raum und wurde, als er starb, in ein geliehenes Grab gelegt. Sie warfen das Los über seinen einzigen Besitz, seinen Mantel, denn am Kreuz wurde ihm alles genommen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;All das verleiht der Frage „Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder nackt oder im Gefängnis gesehen?“ eine neue Bedeutung. Die Antwort darauf lautet: Dort am Kreuz! Dort wo Jesus mitten zwischen den Verbrechern - den Ausgegrenzten - starb. Kein Wunder, dass Paulus sagen konnte, dass sich unser Blickwinkel auf die Armen für immer verändert, wenn wir einmal gesehen haben, wie Jesus arm für uns wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen</id>
		<title>Das Evangelium und die Armen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen"/>
				<updated>2022-06-17T20:17:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Gospel and the Poor}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;h4&amp;gt;Das Evangelium und die Armen&amp;lt;ref&amp;gt;Bei diesem Essay handelt es sich um ein leicht überarbeitetes Manuskript eines Vortrags, der am 28. Mai 2008 auf dem Pastorenkolloquium der Gospel Coalition in Deerfield, Illinois gehalten wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ursprünglich wurde ich gebeten, über das Thema „Wie lässt sich unser Bekenntnis zum Vorrang des Evangeliums mit unserer Verpflichtung vereinbaren, allen Menschen, vor allem den Hausgenossen des Glaubens, Gutes zu tun, Salz und Licht für diese Welt zu sein und der Stadt Bestes zu suchen?“ Ich werde diese Frage in zwei Teile aufteilen: 1) Wenn wir dem Vorrang  des Evangeliums verpflichtet sind, ist dieses dann der Grund und die Motivation für unseren Dienst an den Armen? 2) Falls ja, wie steht dieser Dienst in Verbindung zur Verkündigung des Evangeliums?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;h4&amp;gt;'''1. Ist das Evangelium selbst die Motivation für den Dienst an den Armen?'''&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Der Vorrang des Evangeliums&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Was ist mit dem „Vorrang des Evangeliums“ gemeint? Ich werde diese Frage mithilfe des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsatzreferates von Don Carson beantworten, das er bei der ersten Konferenz der Gospel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coalition im Mai 2007 gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;D. A. Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ (1Kor 15:1–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19),&amp;quot; eine Predigt, die am 23. Mai 2007 auf der Konferenz der Gospel Coalition in Deerfield, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Illinois gehalten wurde, verfügbar auf: http://thegospelcoalition.org/resources/a/What-is-the-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel2&amp;lt;/ref&amp;gt;  Carson erläutert den Text aus 1. Kor 15,1-19 anhand acht zusammenfassender &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;christologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Der Mittelpunkt des Evangeliums ist die Person und das Leben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Leben, Tod und Auferstehung) von Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;theologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium spricht davon, dass Sünde in allererster Linie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Angriff gegen Gott darstellt. Errettung ist immer Handeln Gottes, nicht unser eigenes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;biblisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist im Grunde die Botschaft der ganzen Bibel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;apostolisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium wurde uns von Jesu Jüngern als zuverlässigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenzeugen weitergegeben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;historisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist weder eine Philosophie noch ein Ratschlag, wie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
man Gott finden kann, sondern ein Bericht darüber, wie Gott in der Geschichte gehandelt hat, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns zu finden und zu retten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;persönlich&amp;lt;/i&amp;gt;: Jeder muss den Glauben an das Evangelium für sich persönlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annehmen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;universal&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium gilt für alle Sprachen, Stämme, Völker und für jeden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einzelnen Menschen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;eschatologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium schließt die gute Botschaft einer neuen Erde mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein, nicht nur den Segen, den wir in dieser Welt empfangen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Aus diesen exegetischen  Schlussfolgerungen, zieht Carson den etwas allgemeineren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückschluss, dass das Evangelium üblicherweise durch Verkündigung weitergegeben wird. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überwältigende Mehrheit der Bibelstellen im Neuen Testament spricht im Hinblick auf das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium von der Verkündigung durch das Wort. Als Haushalter des Evangeliums lag die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortung von Paulus jedoch nicht allein in der Verkündigung des Wortes Gottes an die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiden. Paulus erachtete es auch als notwendig, auf die Auswirkungen des Glaubens in allen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebensbereichen der Korinther zu pochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Carson betont hat, dass das Evangelium maßgeblich durch die Verkündigung weitergegeben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird, schreibt er:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Jedoch muss hier noch etwas angemerkt werden. Das vorliegende Kapitel [1 Kor 15] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht am Ende eines Buches, das wiederholt aufzeigt, wie das Evangelium in richtiger Weise eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
massive Veränderung von Haltungen, Moralvorstellungen, Beziehungen und kultureller Interaktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bewirkt. Wie allgemein bekannt ist, besteht Calvin darauf, dass Rechtfertigung allein durch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben geschieht. Doch rechter Glaube steht nie allein für sich. Man kann ergänzend sagen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Evangelium sich zwar auf die Botschaft konzentriert, was Gott in der Geschichte getan &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat und auch heute noch tut und dass sich dies in eine kognitive Wahrheit kleidet, die geglaubt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden und der man gehorsam folgen soll, doch dieses Evangelium ist niemals nur eine rein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kognitive Angelegenheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die übrigen Abschnitte der Korintherbriefe beweisen das immer wieder. Als Paulus die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streitigkeiten und die Spaltung der Gemeinde in Korinth anprangert (1. Kor 1,10-17), nennt er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Ursache dafür Stolz und Prahlerei. Diese stellen einen Betrug am Evangelium der souveränen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade Gottes dar (1,26-31). Als sich Paulus in Kapitel 5-6 mit dem Thema sexueller Sünde und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Disziplin befasst, gibt er Anweisungen, wie man sich verhalten soll und begründet seinen Appell &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit dem Evangelium der Gnade (6,11) und der Tatsache, dass die Korinther durch den Tod Christi &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
freigekauft wurden (6,19-20). In Kapitel 7 werden die Fragen zu Ehelosigkeit, Scheidung und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederheirat „im Kontext der Prioritäten des Evangeliums und der veränderten Sichtweise im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesicht des herannahenden eschatologischen Zeitalters und der Vorwegnahme des Endes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
thematisiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In 2. Kor 8-9 ruft Paulus sprachgewaltig zu finanzieller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großzügigkeit auf Grundlage des Evangeliums auf. Radikale, demütige Großzügigkeit „unterwirft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich dem Bekenntnis des Evangeliums“ (2. Kor 9,13). Das bedeutet, dass der Materialismus daran &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
scheitert, das Evangelium vom Opfertod Christi ernstzunehmen. In ähnlicher Weise stellt Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Haltung von Petrus im Hinblick auf die Heidenchristen in Frage und beharrt darauf, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrus „nicht mit der Wahrheit des Evangeliums übereinstimmt“ (Gal 2,14).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;[Das] Evangelium muss darüber hinaus auch die Geschäftspraktiken und Prioritäten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Christen in der Wirtschaft sowie die Prioritäten junger Männer verändern, die sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unentschlossenem, aber dennoch unerbittlichem Narzissmus hingegeben haben. Außerdem müssen die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einsamen Ängste und oft sündhaften Gelüste von Ledigen transformiert werden, die nach Vergnügen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
streben, aber kein Glück darin finden. Selbiges gilt auch für die verzweifelten Bemühungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derer, die sich am Rand der Gesellschaft befinden sowie für viele weitere Menschen. Das alles &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss geschehen, jedoch nicht dadurch, dass versucht wird, aus dem Evangelium soziale Prinzipien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abzuleiten oder noch weniger durch eine ständige Konzentration auf diejenigen, die am Rande &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stehen, weil man sich vergeblich darum bemüht, prophetisch zu klingen. Es muss durch die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung, durch Lehre und durch die praktische Umsetzung des herrlichen Evangeliums von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserem Erlöser in unseren Gemeinden geschehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Was bedeutet es also, sich für den Vorrang des Evangeliums einzusetzen? Zunächst einmal &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
heißt das, dass das Evangelium verkündigt werden muss. Heutzutage verneinen viele, wie wichtig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das ist. Sie behaupten stattdessen, dass das einzig wahre Zeugnis eine liebende Gemeinschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sei, dass man Menschen nicht durch Vernunft ins Reich Gottes führen, sondern sie nur &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hineinlieben könne. „Predigt das Evangelium! Wenn nötig - benutzt Worte dazu.“ Doch obwohl die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinschaft unter Christen tatsächlich ein wichtiges und mächtiges Zeugnis für die Wahrheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Evangeliums ist, kann sie die Predigt des Wortes und die Verkündigung nicht ersetzen. Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrang des Evangeliums bedeutet jedoch auch, dass es der Ursprung und die Triebfeder für das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln der Christen ist, sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Gemeinschaft innerhalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und außerhalb der Gemeinde. Der Dienst am Evangelium besteht nicht nur darin, es den Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu verkündigen, damit sie es annehmen und ihm Glauben schenken. Es bedeutet auch, Christen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lehren und sie anzuleiten, ihr Leben davon prägen zu lassen, damit sie es &amp;quot;ausleben&amp;quot; können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der wichtigsten Bereiche, in denen sich das Evangelium auswirkt, ist unser Umgang mit den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich kenne keine bessere Einführung in die Frage, wie das Evangelium uns dazu bewegt, den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen zu dienen, als die Ausführungen von Jonathan Edwards in „Christian Charity“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards, &amp;quot;Christian Charity: or, The Duty of Charity to the Poor, Explained and Enforced,&amp;quot; in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Works of Jonathan Edwards (überarbeitet. und korrigiert von Edward Hickman; 1834; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuauflage, Carlisle, PA: Banner of Truth, 1974), 2:163–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards kommt zu dem Schluss, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Spenden und die Fürsorge für die Armen ein entscheidender und kein frei wählbarer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekt für das „Ausleben des Evangeliums“ ist. Edwards führt zu dieser Schlussfolgerung zwei &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grundlegende Argumente an:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;1) Der Glaube an das Evangelium bewegt uns, uns für die Armen einzusetzen&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards zeigt uns immer wieder auf, wie ein Verstehen der so genannten „Regeln des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums“ - Muster und Logik desselben - uns zwangsläufig dazu führt, die Armen zu lieben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und ihnen beizustehen. Edwards ist zwar der Ansicht, dass das Gebot, die Armen zu unterstützen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine Konsequenz aus der Lehre der Gottebenbildlichkeit des Menschen ist&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch er glaubt auch, dass die wichtigste Motivation für die Unterstützung der Armen das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium selbst ist: Die Unterstützung der Armen „ist in Anbetracht unserer Umstände, weil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir unter der Gnade des Evangeliums stehen, besonders vernünftig.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Einer der Schlüsseltexte, die Edwards nutzt, um seine These zu untermauern, ist 2. Kor &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8,8-9 (im Kontext der gesamten Kapitel 8 und 9). Als Paulus um finanzielle Großzügigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber den Armen bittet, verweist er auf die Selbstentäußerung Jesu und stellt anschaulich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dar, wie Jesus buchstäblich und geistig durch seine Menschwerdung und später am Kreuz arm für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns wurde. Für Edwards spielt die Einleitung des Paulus mit den Worten „Nicht befehlsweise &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
spreche ich… denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus“ eine wichtige Rolle. Das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Argument hier scheint zu sein, dass Du den Armen gegenüber zutiefst großzügig sein wirst, wenn &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
du in deinem Kopf und deinem Herzen begriffen hast, was die stellvertretende Sühne Jesu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet. Denk darüber noch einmal nach! Der einzige Weg, den Jesus gehen konnte, um uns aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserer geistlichen Armut zu befreien und uns in geistlichen Reichtum zu bringen, war, selbst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seinen geistlichen Reichtum zu verlassen und geistlich arm zu werden. Das sollte nun auch dein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weg im Leben sein. Verschenk deine Ressourcen und begib dich selbst in Not, damit diejenigen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die bereits in Not sind, unterstützt werden. Paulus deutet hier auch an, dass jeder Sünder, der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch die Gnade gerettet wurde, auf die Armen dieser Welt blicken wird und dabei spürt, dass er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in gewisser Weise in einen Spiegel schaut. Dadurch verschwindet jede Überheblichkeit!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ein weiterer Text, auf den Edwards mehr als einmal zurückgreift, ist Gal 6,1-10, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
besonders Vers 2, der uns dazu auffordert „des Anderen Last zu tragen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um was für eine Last handelt es sich dabei? Paulus hat dabei zumindest teilweise materielle und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
finanzielle Lasten im Blick, denn Gal 6,10 fordert uns dazu auf, „allen gegenüber das Gute (zu) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens“. Edwards versteht unter „Gutes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirken“ (nach Ansicht moderner Exegeten zu Recht) auch die praktische Hilfe für Menschen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahrung, Unterkunft und finanzielle Unterstützung benötigen. Die meisten Ausleger verstehen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lasten tragen“ als umfassenden Begriff. Wir teilen unsere Liebe und emotionale Stärke mit den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die in ihren Sorgen versinken. Wir teilen unser Geld und unseren Besitz mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denjenigen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Doch was meint Paulus mit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussage, dass das Lastentragen „das Gesetz Christi erfüllt“ (Gal 6,2)? Edwards bezeichnet das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als „Regeln des Evangeliums“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Richard Longenecker stimmt ihm zu und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nennt es „präskriptive Prinzipien, die aus dem Zentrum des Evangeliums stammen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard N. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Longenecker, Galatians (WBC 41; Dallas: Word, 1990), 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Phil Ryken betont, dass der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ultimative Akt des Lastentragens die stellvertretende Sühne durch Jesus war, als er die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unendliche Last unserer Schuld und Sünde trug.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Graham Ryken, Galatians (Reformed &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Expositor's Commentary; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 2005), 248.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiteres Mal sehen wir, wie Paulus argumentiert, dass jeder, der das Evangelium versteht, sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld und seinen Besitz mit denen teilen wird, die über wenige Besitztümer in der Welt verfügen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wenn uns das Evangelium dazu bewegt, den Armen zu helfen, so argumentiert Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter, wird unser Geben und unser Engagement für sie bedeutsam, bemerkenswert und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufopferungsvoll sein. Jene, die lediglich die Armen unterstützen, um moralischen Anforderungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gerecht zu werden, werden immer nur das Minimum tun. Wenn wir die Armen nur unterstützen „weil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott das so will“, lautet die nächste Frage: „Wie viel müssen wir geben, damit wir nicht gegen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Vorschriften verstoßen?“ Diese Frage und die damit verbundene Einstellung zeigt, dass unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geben dann nicht vom Evangelium geprägt ist. Im letzten Teil seines Vortrags geht Edwards auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
folgenden Einwand ein: „Du sagst, ich soll den Armen helfen, doch ich habe leider nichts, was &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich entbehren kann. Ich kann es nicht tun.“ Edwards antwortet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;In vielen Fällen können wir, gemäß den Regeln des Evangeliums dazu verpflichtet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sein, anderen etwas zu geben, obwohl wir es eigentlich nicht können und deshalb selbst leiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
. .Wie sonst sollte die Regel des gegenseitigen Lastentragens erfüllt werden? Wenn wir niemals &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dazu verpflichtet sind, die Last des Anderen zu tragen, ohne dabei selbst die Last auf uns zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nehmen - wie können wir dann überhaupt die Last unseres Nächsten tragen, wenn wir überhaupt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
keine Lasten haben?&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:171 (Hervorhebungen im Original).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Edwards argumentiert, dass es anders wäre, wenn es sich beim Dienst an den Armen lediglich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um eine moralische Vorschrift handeln würde. Doch wenn der Grund für unser Engagement die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Regeln des Evangeliums“ sind, nämlich das stellvertretende Opfer, sind wir auch dann dazu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verpflichtet, den Armen zu helfen, wenn wir „es uns eigentlich nicht leisten können“. Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
widerspricht dem Ausgangsargument und erwidert: „Du meinst, du kannst den Armen nicht helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ohne selbst ein Opfer zu bringen und selbst zu leiden. Doch genau das ist der Weg wie Jesus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dich von deinen Lasten befreit hat! Und so soll auch dein Dienst an Anderen sein, wenn du ihre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasten trägst.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im stärksten Teil seines Vortrags beantwortet Edwards eine Reihe häufiger Einwände, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denen er sich stellen musste, wenn er über die Pflicht des Evangeliums, für die Armen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sorgen, predigte. In beinahe jedem Fall antwortet er mit der Logik des Evangeliums - der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellvertretenden Sühne und der freien Rechtfertigung - auf den Einwand. In jedem Fall ist eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
radikale, bemerkenswerte, aufopferungsvolle Großzügigkeit gegenüber den Armen das Ergebnis des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdenkens über das Evangeliums und das Ausleben desselben. Auf den Einwand „Ich muss &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
niemanden unterstützen, wenn er selbst nicht mittellos ist“, antwortet Edwards, dass die „Regel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Evangeliums“ bedeutet, dass wir unseren Nächsten so lieben sollen, wie Christus uns geliebt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat - das heißt, dass wir uns buchstäblich in die Not hineinbegeben. „Wenn unser Nächster in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierigkeiten steckt und er leidet, sollen wir einen solchen Geist der Liebe haben, dass wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in seiner Bedrängnis mit ihm leiden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:170.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Edwards fährt fort und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
argumentiert, dass, wenn wir so handeln, auch die Not lindern müssen, auch wenn die Situation &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unseres Nächsten noch nicht so schlimm ist. So lange zu warten, bis Menschen in großer Not &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, bevor man ihnen hilft, zeigt, dass das Evangelium dich noch nicht zu dem sozial und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
emotional einfühlsamen Menschen gemacht hat, der du eigentlich sein solltest.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards nimmt noch zwei weitere Einwände in den Blick: „Ich will dieser Person nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
helfen, weil sie schlecht gelaunt und undankbar ist“ und „Ich bin der Meinung, dass diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person an ihrer Armut selbst schuld ist.“ Das ist ein immerwährendes Problem im Hinblick auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Hilfe für die Armen. Wir helfen lieber gutherzigen und aufrichtigen Menschen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverschuldet in Armut geraten sind und die auf unsere Unterstützung mit Dankbarkeit und Freude &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
reagieren. Doch ehrlicherweise gibt es fast niemanden, der wirklich so ist. Obwohl es wichtig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, dass unsere Hilfe wirklich bei den Armen ankommt und keine Abhängigkeiten schafft (siehe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorheriger Absatz), macht Edward kurzen Prozess mit diesem Einwand, indem er weniger an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ethische Vorschriften, sondern an das Evangelium selbst appelliert:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Christus hat uns geliebt, uns seine Freundlichkeit gezeigt und war bereit uns zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erlösen, obwohl wir böse, hasserfüllt und von schlechter Gesinnung waren und nichts Gutes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verdient haben… Daher sollten auch wir bereit sein, freundlich zu den Personen zu sein, die von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schlechter Gesinnung sind und unsere Hilfe eigentlich nicht verdienen. … Wenn sie durch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lasterhaften Müßiggang und Verschwendungssucht in Not geraten sind, spricht uns das nicht von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserer Verpflichtung frei, ihnen zu helfen, es sei denn, sie bleiben in diesen Lastern &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verhaftet. Tun sie das nicht, gebieten uns die Regeln des Evangeliums, ihnen zu vergeben. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Denn] Christus hat uns geliebt, sich über uns erbarmt und sich selbst hingegeben, um uns aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Not und Elend zu befreien, das wir durch unsere eigene Torheit und Schlechtigkeit über uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gebracht haben. Wir haben in törichter und verkehrter Weise den Reichtum weggeworfen, den wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhalten haben und von dem wir bis in alle Ewigkeit hätten leben und glücklich sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
können.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171–72.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edward argumentiert weise weiter, dass wir um der Kinder in Familien willen manchmal die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe für die Familien aufrechterhalten müssen, auch wenn die Eltern sich nicht von ihrem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverantwortlichen Verhalten abwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:172 (Gegenargument IX.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Kurz gesagt, lehrt uns Edwards, dass das Evangelium von uns verlangt, uns für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ganzheitlich zu engagieren - nicht nur finanziell, sondern auch persönlich und emotional. Unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geben soll nicht ein rein symbolischer Akt sein, sondern muss so radikal sein, dass wir dadurch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein gewisses Maß an Leid in unserem eigenen Leben spüren. Und wir sollten den Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber geduldig und nicht paternalistisch freigiebig sein, wenn ihr Verhalten ihre Armut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verursacht oder gar verschlimmert hat. Diese Haltung und Dimensionen des Dienstes an den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ergeben sich nicht einfach aus allgemeinen biblischen ethischen Prinzipien, sondern aus dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium selbst.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2) Der Dienst an den Armen ist ein entscheidendes Signal dafür, dass wir dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium Glauben schenken&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards befasst sich auch mit einer Reihe von Texten, die unsere Fürsorge und unseren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einsatz für die Armen zur Grundlage für Gottes Urteil am Tag des Herrn zu machen scheinen. Mt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25,34-46 lehrt bekanntermaßen, dass die Menschen am Tag des Jüngsten Gerichts von Gott entweder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
angenommen oder verurteilt werden - je nachdem wie sie die Hungrigen, die Obdachlosen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremden, die Kranken und die Gefangenen behandelt haben. Wie ist das möglich? Widerspricht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieser Text nicht den Lehren des Paulus, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus und nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch unsere Taten gerettet werden?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards stellt fest, dass die Unterstützung der Armen im Alten Testament ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wesentliches Merkmal für Frömmigkeit ist. Der bekannte Vers aus Micha 6,8 fordert, dass ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mensch „Gerechtigkeit üben, Barmherzigkeit lieben und demütig vor Gott“ sein soll. Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zieht daraus den Schluss (laut Bruce Waltke zurecht), dass diese Aussage von einem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gottesfürchtigen Menschen verlangt, sich für die Armen einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce K. Waltke, A &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Commentary on Micah (Grand Rapids: Eerdmans, 2007), 164. Waltke unterstreicht, dass die Hilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Armen manchmal als &amp;quot;Gerechtigkeit&amp;quot; und manchmal als &amp;quot;Barmherzigkeit&amp;quot; bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nutze beide Begriffe und erkläre die Unterschiede zwischen ihnen an einer späteren Stelle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Essay&amp;lt;/ref&amp;gt; Waltke kommentiert , dass sowohl „Gerechtigkeit üben“ als auch „Barmherzigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lieben“ bedeutet, freundlich zu den Unterdrückten und Ausgegrenzten zu sein und aktiv Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu unterstützen, die in finanzielle oder soziale Nöte geraten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 390–94.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Betonung findet sich aber nicht nur im Alten Testament. Die Fürsorge für die Armen ist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;etwas derart Wesentliches, dass das Gegenteil davon nicht mit einer aufrichtigen Liebe zu Gott &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vereinbar ist&amp;quot; (1. Joh 3,17-19).&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:166 (Hervorhebungen im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Original).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Daraus (und aus 2Kor 8,8, wo von der Großzügigkeit gegenüber den Armen als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beweis für ein durch Gnade verwandeltes, liebendes Herz die Rede ist) schließt Edwards, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben kein verdienstvoller Grund dafür ist, dass Gott uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben ist vielmehr ein unabdingbares &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen dafür, dass das Herz eines Menschen von Rechtfertigung und Gnade geprägt ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Eine andere Version der Lehre aus Mt 25, 34-46 steht im Jakobusbrief. Evangelische, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit der Lehre von Jak 2 gerungen haben, sind zu folgendem Schluss gekommen: „Wir sind allein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch den Glauben gerettet. Doch dieser Glaube bleibt nicht für sich allein. Ein Glaube ohne &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werke ist tot und kein wahrer rechtfertigender Glaube.“ Völlig richtig. Dazu ist anzumerken, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass in diesem Kontext alle „Werke“, die Jakobus als Kennzeichen des rettenden Glaubens &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufzählt, die Fürsorge für Witwen und Waisen (1,27), die Achtung der Armen und deren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichbehandlung (2,2-6) und die Sorge für die materiellen Bedürfnisse wie Nahrung und Kleidung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind (2,15-16). Jakobus stellt geradeheraus klar, dass diejenigen, die behaupten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rechtfertigenden Glauben zu haben, aber dennoch ihre Herzen gegenüber den Armen verschließen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich irren oder lügen (2,15-18). Der Apostel schließt daraus, dass „das Gericht ohne &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit gegen den [sein wird], der nicht Barmherzigkeit geübt hat!“ (2,13). Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Barmherzigkeit“, von der Jakobus hier spricht, ist eine ernste Besorgnis um und Hilfe für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen.&amp;lt;ref&amp;gt;Douglas J. Moo, The Letter of James (Pillar New Testament Commentary; Grand Rapids: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eerdmans, 2000), 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch hier findet sich die Lehre wieder, dass niemand am Tag des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jüngsten Gerichts Barmherzigkeit vor Gott finden wird, wenn er während seines Lebens keine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit gegenüber den Armen gezeigt hat. Dies bedeutet nicht, dass die Fürsorge für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen uns rettet, sondern das sie das unabdingbare Ergebnis eines rettenden und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rechtfertigenden Glaubens ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Das ist der Grundsatz: Ein sensibles soziales Gewissen und ein Leben des Dienstes an den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürftigen ist die unvermeidliche Folge des wahren Glaubens. An den Taten kann Gott die wahre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe zu ihm von bloßen Lippenbekenntnissen unterscheiden (vgl. Jes 1,10-17). Der Text aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthäus 25, in dem Jesus sich mit den Armen identifiziert („Was ihr einem dieser meiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“), ist mit Spr 14,31 und 19,17 vergleichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort steht, dass Barmherzigkeit gegenüber den Armen gleichbedeutend damit ist, Gott selbst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etwas zu leihen. Die Unterdrückung der Armen hingegen ist vergleichbar mit einer Verhöhnung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes. Das bedeutet, dass Gott am Tag des Gerichts an der Haltung eines Menschen gegenüber den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen dessen Herzenshaltung gegenüber Gott selbst erkennen kann. Wenn Härte, Gleichgültigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder ein Überlegenheitsgefühl vorhanden ist, verrät das die Selbstgerechtigkeit im Herzen eines &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, der die Wahrheit noch nicht angenommen hat, dass er oder sie ein verlorener Sünder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, der nur durch freigiebige, aber dennoch teure Gnade gerettet worden ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards Appell und Argument ist sehr eindringlich. Er beginnt seine Untersuchung mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
folgender Frage: &amp;quot;Wo in der Bibel finden wir ein Gebot, das deutlicher und dringlicher &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formuliert ist als das Gebot, sich um die Armen zu kümmern?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards schließt seinen Überblick über die biblischen Befunde mit Sprüche 21,13: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer sein Ohr verstopft vor dem Hilfeschrei des Geringen, auch er wird [einst] rufen und keine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort erhalten.“ Edwards fügt hinzu: „Gott hat lieblosen Menschen damit gedroht, dass sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hilflos zurückbleiben werden, wenn sie selbst einmal in Not und Elend geraten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2:169&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards bringt die Forderung der Bibel auf den Punkt, dass Christen, die vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium geprägt sind, durch ihr Engagement für die Armen und ihre Sorge um sie auffallen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
müssen. Wir sollten buchstäblich „berühmt“ dafür sein. Das ist die eigentliche Aussage von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texten wie Mt 5,13-16 und 1Petr 2,11-12.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Welchen Platz nimmt die Eschatologie ein?&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Bemerkenswert ist, dass Edwards die Eschatologie nicht für seine Argumente für den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienst an den Armen heranzieht. Es ist oft argumentiert worden (auch von mir!), dass Gott sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sowohl um den Körper als auch um die Seele sorgt, weil das Erlösungswerk Jesu letztlich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederherstellung der materiellen Welt zum Ziel hat. Daher sollten wir nicht nur die Seelen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
retten, sondern auch den Hungrigen und Kranken helfen. Viele halten dagegen, dass die physische &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welt dem Feuer anheim fallen wird (2Petr 3,10-11; Off 21,1), so dass wir uns nur um die Rettung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Seelen kümmern und uns nicht so sehr um die Verbesserung der materiellen Bedingungen der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sorgen sollten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Folgenden werden wir uns mit der Beziehung zwischen dem Dienst am Wort und dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
praktischen Dienst befassen, doch für den Moment können wir festhalten, dass es möglich ist, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sehr überzeugende Argumente für einen Dienst an den Armen vorzubringen, ohne dabei auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eschatologische Fragen Bezug nehmen zu müssen. Es gibt Menschen, die darüber diskutieren, ob &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Welt durch Feuer erneuert oder zerstört und dann ersetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Argument für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneuerung der Erde anstatt einer Ersetzung, siehe Douglas J Moo, &amp;quot;Nature in the New Creation: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
New Testament Eschatology and the Environment,&amp;quot; JETS 49 (2006): 449–88; and Herman Bavinck, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;The Renewal of Creation,&amp;quot; Kap. 18 in Reformed Dogmatics (Grand Rapids: Baker, 2008), 4:715–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Doch wie wir aus Edwards Ausführungen und Argumenten ersehen können, beruht das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Argument für die Wichtigkeit des Dienstes an den Armen nicht auf diesen kontrovers diskutierten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen. Wie er sagt, ist das Gebot, sich um die Armen zu kümmern so stark wie kein anderes in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Bibel. Im Neuen Testament (und sogar im Alten Testament) ist es in der Regel auf das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium von Stellvertretung, Erlösung und Gnade gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;z.B.: &amp;quot;Auch ihr sollt den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.&amp;quot; (5Mos 10,19).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicherheit darüber, ob die physische Welt durch eine andere ersetzt wird oder nicht, sollte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns nicht davon abhalten, die zahlreichen positiven biblischen Aufforderungen zu beherzigen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsere Herzen für die Armen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Untersuchung von Edwards ist rhetorisch wirkungsvoll. Eine noch vollständigere und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zugänglichere exegetische Übersicht über die Beziehung zwischen dem Evangelium und den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt jedoch Craig Blombergs ''Neither Poverty Nor Riches'' dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Craig L. Blomberg, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neither Poverty Nor Riches: A Biblical Theology of Possessions (New Studies in Biblical &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theology 7; Downers Grove: IVP, 2001).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Man kann Blombergs Ausführungen oder Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen nicht lesen, ohne sich darüber zu wundern wie selten die Armen in evangelikalen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Predigten - besonders in konservativen und reformierten Gemeinden - thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wenn man bedenkt, wie vergleichsweise häufig das Thema in der Bibel selbst zur &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache kommt. Warum ist das so? Das untersuchen wir im nächsten Abschnitt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In welchem Verhältnis steht die Verkündigung des Evangeliums zum Dienst an den Armen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wie soll die Kirche auf eine so bemerkenswert starke biblische Lehre über die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigkeit der Sorge um die Armen reagieren? Es sollte eigentlich beinahe jedem klar sein, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass uns die Bibel das lehrt! Dennoch drehen sich die Diskussionen darum, wem und in welcher &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form die Kirche ihre Hilfe gewähren sollte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Wem soll die Hilfe gelten?&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Manche glauben, dass sich alle Texte, die die Christen dazu auffordern, den Armen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
helfen, lediglich an einzelne Gläubige, nicht aber an die Kirche als Institution oder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperschaft richten. Aber es ist schwierig, diese Ansicht mit der Aussagekraft der Texte, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir gelesen haben, in Einklang zu bringen. Wenn es wirklich stimmt, dass Gerechtigkeit und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit den Armen gegenüber für Christen nicht optional sind, sondern  unabdingbare &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen eines gerechtfertigten Glaubens darstellen, fällt es schwer, zu glauben, dass die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirche diese Pflicht nicht in irgendeiner Weise auch gemeinschaftlich reflektieren sollte. Doch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir brauchen uns hier gar nicht auf Mutmaßungen und Schlussfolgerungen verlassen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gott hat Israel viele Gebote gegeben, die der sozialen Verantwortung dienten und die das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volk als Gemeinschaft erfüllen sollte. Die Gemeinschaft des Bundes war dazu verpflichtet, ihre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
armen Mitglieder zu unterstützen, bis deren Not wieder behoben war (5Mos 15,8-10). Der Zehnte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
war für die Armen bestimmt (5Mos 14, 28-29). Die Armen sollten nicht einfach ein „Almosen“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhalten, sondern mit Werkzeugen, Nahrungsmitteln (5Mos 14,12-15) und Land (3Mos 25) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ausgestattet werden, so dass sie produktiv sein und sich selbst versorgen konnten. Später &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verurteilten die Propheten Israels Gefühllosigkeit gegenüber den Armen sogar als Bundesbruch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lehrten, dass Materialismus und das Ignorieren der Armen genauso verwerfliche Sünde wie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Götzendienst und Ehebruch seien (Amos 2, 6-7). Die Barmherzigkeit gegenüber den Armen ist ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beweis für die wahre Hingabe des Herzens an Gott (Jes 1,10-17; 58,6-7; Amos 4,1-6; 5,21-24). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anhäufung von großem Reichtum, „indem man Haus an Haus und Feld an Feld reiht, bis kein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raum mehr übrig ist“ (vgl. Jes 5,8-9) kann, auch wenn sie mit legalen Mitteln erfolgt, Sünde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sein, wenn sich die Reichen den Armen gegenüber stolz und gefühllos verhalten (Jes 3,16-26; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amos 6,4-7). Das 70 Jahre andauernde Exil selbst war eine Strafe für die nicht eingehaltenen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sabbat- und Jubeljahre (2Chr 36,20-21). In diesen Jahren hätten die Wohlhabenden eigentlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulden erlassen sollen, doch sie weigerten sich, dies zu tun.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;So viel zu Israel. Aber was ist mit der Gemeinde? Die Gemeinde spiegelt die soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit der Gemeinschaft des Alten Bundes wider, allerdings mit der größeren Kraft und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht des neu angebrochenen Zeitalters. Auch Christen sind dazu aufgerufen, den Bedürftigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihre Hand hinzustrecken, wenn sie Hilfe brauchen (1Joh 3,16-17; vgl. 5Mos 15,7-8). Innerhalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kirche soll der Reichtum großzügig zwischen Arm und Reich geteilt werden (2Kor 8,13-15; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vgl. 3Mos 25). In Anlehnung an die Propheten lehrten die Apostel, dass wahrer Glaube &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unausweichlich durch barmherzige Taten zum Ausdruck kommt (Jak 2,1-23). Materialismus bleibt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine schwere Sünde (Jak 5,1-6; 1Tim 6,17-19) Es sind nicht nur die einzelnen Gläubigen in der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortung. Es gibt sogar eine besondere Art von Amtsträgern - die Diakone -, die eingesetzt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurden, um den Dienst der Barmherzigkeit der Gemeinde zu koordinieren. Es sollte uns nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überraschen, dass die ersten beiden leitenden Ämter in der Gemeinde die Diener am Wort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Apostel) und die Diener an der Tat (die ''diakonoi'' aus Apg 6) waren. In der Zeit von Phil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1,1 und 1Tim 3 beaufsichtigen die Amtsträger den Dienst am Wort (Älteste) und den Dienst an der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tat (Diakone). Der Grund dafür ist, dass Jesus seine Dienstgaben an uns ausgeteilt hat (Eph &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4,7-12). Der Leib Christi erhält sowohl die Gabe der Rede als auch die Gabe der Diakonie (1Petr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4,10). All das zeigt, dass der Dienst der Barmherzigkeit ein wichtiges Werk der Kirche ist, zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem sie genauso beauftragt wurde wie zum Dienst am Wort und dem Dienst der Zucht (vgl. Röm 15, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23-29). In 2Kor 8,13-14 und Gal 2,10 werden konkrete Beispiele gemeinschaftlicher Diakonie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufgezeigt. Die Gemeinde spendet Opfergaben und lässt den Armen Hilfe zukommen (organisiert von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Amtsträgern der Kirche). Es sind also nicht nur Einzelpersonen, sondern die Kirche als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzes, die sich um die Sorge für die Armen und deren wirtschaftliche Versorgung kümmern soll.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Andere Fragen bleiben bestehen. Auch wenn anerkannt wird, dass die Gemeinde (und auch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jeder Einzelne) für Arme spenden soll, wird mehrheitlich darauf hingewiesen, dass sich dieser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienst intern auf die christliche Gemeinschaft bezieht, also auf die Sorge für die Gläubigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige kommen zu dem Schluss, dass einzelne Christen sich allgemein für alle Armen engagieren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollten, doch die Kirche sollte ihren Dienst einzig und allein auf die Armen innerhalb der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinde konzentrieren. Auch hier gibt es viele Texte, die dieser Ansicht widersprechen. Sowohl &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Israel (3Mos 19,33-34) als auch die Gemeinde des Neuen Bundes (Hebr 13,2; 1Tim 5,10) sind &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
angehalten, auch Fremden und Ausländern, die nicht der christlichen Gemeinschaft angehören, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastfreundschaft zu erweisen. Die wichtigste Aussage des berühmten Gleichnisses Jesu vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37) lautet: Der Dienst der Barmherzigkeit sollte nicht auf die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinschaft des Bundes beschränkt bleiben, sondern auch auf Menschen ausgeweitet werden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich außerhalb davon befinden. Außerdem weist Jesus seine Jünger in Lk 6,32-36 an, auch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Undankbaren und Bösen zu dienen, weil dies das Muster der Gnade Gottes ist, die allen Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt. Er lässt es regnen und lässt die Sonne scheinen sowohl über die Gerechten als auch über &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Ungerechten (Mt 5,45). Diese letzte Ermahnung sollte nicht so verstanden werden, dass wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedem, der darum bittet, etwas geben sollen, auch wenn das bedeutet, dass diese Gabe es ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
leicht macht, zu sündigen. Aber dennoch warnen diese Texte die Gemeinde klar davor, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit nur den Mitgliedern der eigenen Gemeinschaft zu gewähren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Der vielleicht hilfreichste Abschnitt ist die kurze Erklärung von Paulus in Gal 6,10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(diese wurde an die ganze Gemeinde und nicht nur an Einzelpersonen geschrieben), die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ausdrücklich eine Prioritätenliste für den Dienst praktischer und materieller Bedürfnisse &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufstellt. Zunächst sind wir dazu angehalten, unseren „Glaubensgenossen“ und dann auch „allen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen“ zu helfen, ohne einen Unterschied hinsichtlich ihrer Volkszugehörigkeit, Nationalität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder ihres Glaubens zu machen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Wie?&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Aber was ist mit dem Verhältnis zwischen dem Dienst an den Armen zu dem Dienst der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation und der Verkündigung des Evangeliums?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;1. Verkündigung ist etwas Unabdingbares&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die modernistische Kirche des frühen 20. Jahrhunderts reduzierte den Dienst am Evangelium auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine soziale Ethik und soziales Handeln. Der bizarre Spruch „Predigt das Evangelium und wenn &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nötig, benutzt Worte dafür!“ passt zu der Vorstellung, dass es sich beim Evangelium im Grunde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
genommen um eine „Lebensweise“ handelt und dass der Dienst am Evangelium „eine bessere Welt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schafft“. Doch das widerspricht nicht nur der Lehre der Bibel, dass das Evangelium durch Worte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verkündigt und die Hörer darauf mit Buße und Glauben reagieren müssen. Im Wesentlichen leugnet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Spruch das Evangelium der Gnade durch die rettende Heilstat Gottes in der Geschichte und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ersetzt diese durch gute Werke und hohe moralische Vorstellungen. Im Social Gospel verschwindet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Evangelisation einfach von der Bildfläche. Die Armen zu lieben wird als „Weitergeben der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guten Botschaft“ betrachtet. Die konservative Kirche reagiert darauf mit tiefem Misstrauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber der zu starken Betonung auf den Dienst an den Armen. Sie hört von vielen aus der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Emergenten Kirche“ dass Gerechtigkeit und die Arbeit für den Frieden die wichtigsten Wege &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, um Apologetik zu betreiben und Menschen zu evangelisieren. Im Hinblick auf das Desaster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der modernistischen liberalen Theologie ist das Misstrauen gerechtfertigt. Aber wie ich bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dargelegt habe, versäumt die konservativ-evangelikale Verkündigung, den Armen die Bedeutung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beizumessen, die sich in der Bibel selbst findet. Warum? Es ist das Erbe des Social Gospel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl diejenigen, die das Social Gospel annehmen als auch diejenigen, die es ablehnen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verdrehen die Bedeutung, die die Bibel auf die Armen legt (auch wenn sie es auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterschiedliche Art und Weise tun).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Licht des biblischen Befundes suchen viele heutzutage eine Art Ausgleich. Einerseits sagen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manche, dass zwar beides notwendig ist, dass aber soziale Belange ein Mittel zum Zweck der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation sind. Das heißt, wir sollten Gnade und Gerechtigkeit nur üben, um Menschen zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben an Jesus Christus zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe C. Peter Wagner, Church Growth and the Whole &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel: A Biblical Mandate (San Francisco: Harper &amp;amp; Row, 1981), 101–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das passt aber &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wiederum nicht zum Gleichnis Jesu vom Barmherzigen Samariter, in dem er uns dazu aufruft, uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch um die Undankbaren und Bösen zu kümmern (Lk 6, 35). Diese „Mittel-zum-Zweck“-Sichtweise &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
macht Christen anfällig für Manipulationsvorwürfe. Anstatt Menschen aus freien Stücken wirklich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu lieben, helfen wir ihnen nur, um uns selbst zu helfen und unsere Mitgliederzahlen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhöhen. Das Ironische daran ist, dass sich dieser Ansatz selbst das Wasser abgräbt. Ich habe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
viele Evangelikale kennengelernt, die den Wert des Dienstes der Barmherzigkeit an der Anzahl &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Bekehrten bzw. Kirchenbesucher/-mitglieder bemessen, der aus diesem resultiert. Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziologe Robert Putnam beschreibt solche gemeindebasierten Initiativen als kirchenzentriertes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindendes (oder exklusives) soziales Kapital, welches im Gegensatz zum gemeinschaftszentrierten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''brückenbildenden'' (oder inklusivem) sozialen Kapital steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert D. Putnam, Bowling &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alone: The Collapse and Revival of American Community (New York: Simon &amp;amp; Schuster, 2000), 22–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das bedeutet, dass der Dienst solcher Gemeinden nicht darauf aufgelegt ist, dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nächsten zu dienen, sondern nur die Gemeinde zu vergrößern. Doch dieser Ansatz wird von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen außerhalb der Gemeinde als egoistisch und als Selbstzweck wahrgenommen, so dass sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott nicht verherrlichen (Mt 5,13-16), weil sie an uns Gottes aufopferungsvolle und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedingungslose Gnade nicht erkennen können. Sie sehen an uns nur, dass wir etwas geben, weil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir im Gegenzug etwas erwarten (Lk 6,32-35).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Eine andere Sichtweise bieten John Stott und andere. Sie betrachten die Evangelisation und das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
soziale Engagement als gleichwertige Partner: &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;[S]oziales Engagement ist der Partner der Evangelisation. Als Partner gehören die beiden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zueinander und sind doch voneinander unabhängig. Jeder Teil hat neben dem anderen seine eigene &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechtigung. Keines ist nur ein Mittel zum Zweck oder gar eine Erscheinungsform des anderen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes hat seinen eigenen Zweck.&amp;lt;ref&amp;gt;John R. W. Stott, Christian Mission in the Modern World: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
What the Church Should Be Doing Now! (Downers Grove: IVP, 1975), 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Das scheint den Dienst an den Armen zu sehr vom Dienst am Wort zu trennen. Es eröffnet die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglichkeit, den Dienst an den Armen als eigenständige Möglichkeit zu betrachten, die die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung des Wortes außer Acht lässt. Ich mache einen neuen Vorschlag: Eine asymmetrische, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unauflösliche Verbindung der beiden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2. Evangelisation ist grundlegender als der Dienst an den Armen&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Evangelisation muss als „Spitze“ des Dienstes einer Gemeinde an der Welt betrachtet werden. Man &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss ihr einen Vorrang im Dienst der Gemeinde einräumen. Es liegt auf der Hand, dass sowohl die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rettung einer verlorenen Seele und die Speisung eines hungrigen Magens zwar beides Taten der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe sind. Doch eine der beiden hat definitiv eine unendlich größere Wirkung als die andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 2Kor 4,16-18 spricht Paulus davon, wie wichtig es ist, den „inneren Menschen“ zu stärken, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch wenn die äußere, physische Natur altert und verfällt. Evangelisation ist der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grundlegendste und radikalste Dienst, den man an einem Menschen tun kann. Das ist nicht deshalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahr, weil das „Geistliche“ wichtiger ist als das Körperliche (wir müssen aufpassen, nicht in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Dualismus griechischer Prägung zu verfallen!). Doch es ist wahr, weil das Ewige wichtiger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist als das Zeitliche (Mt 11,1-6; Joh 17,18; 1Joh 3, 17-18).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;3. Der Dienst an den Armen ist aber untrennbar mit der Evangelisation verbunden.&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wir alle kennen den Spruch „Wir sind allein durch den Glauben gerettet, aber dieser Glaube &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht nicht für sich allein.“ Durch den Glauben sind wir gerettet. Aber Glaube ist untrennbar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit guten Taten verbunden. Wir haben bereits in Jak 2 gesehen, dass das auch für das Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt: Die Gerechtigkeit aus dem Glauben und aus der Barmherzigkeit gegenüber den Armen. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priorität liegt auf dem Evangelium der Gerechtigkeit. Das ist es, was uns rettet. Aber genauso &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie gute Werke untrennbar mit dem Glauben verbunden sind, ist auch die Sorge für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
untrennbar mit der Evangelisation und dem Dienst des Wortes verbunden. Im Handeln Jesu waren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilung von Kranken und die Speisung der Armen eng mit seiner Verkündigung verbunden (Joh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,1-7; 35-41).  Die Wunder, die er getan hat, waren nicht einfach nur eine Demonstration seiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht, sondern Zeichen der kommenden Herrschaft Gottes (Mt 11,2-5).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Die Erneuerung durch Jesu Erlösung umfasst letztlich auch eine neue Erde. In der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeit dazwischen gibt es keinen Teil unserer Existenz, der von seinem Segen unberührt bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wunder von Jesus waren Wunder des Reiches Gottes und sollten zeigen, was es mit diesem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reich auf sich hat. … Sein Segen wurde den Armen, den Mühseligen und Beladenen zuteil, die zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihm kamen und an ihn glaubten. … Die Zeichen und Wunder, die die Gottheit Jesu bezeugten und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Zeugnis derer bestätigten, die das Evangelium an die Gemeinden weitergaben, setzten sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht weiter fort, denn ihr Zweck ist bereits erfüllt. Doch das, was diese Zeichen im Hinblick &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf das Reich Gottes zum Ausdruck brachten, muss in der Gemeinde fortbestehen. Wir vertrauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Worten Jesu nicht wirklich, wenn unsere Taten nicht seine Barmherzigkeit widerspiegeln. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung des Reiches Gottes ist daher ganzheitlich: Es vermittelt durch Wort und Tat die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verheißung Christi für Leib und Seele als auch die Forderung die Christus an Leib und Seele &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund P. Clowney, &amp;quot;Kingdom Evangelism,&amp;quot; in The Pastor-Evangelist: Preacher, Model, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
and Mobilizer for Church Growth (ed. Roger S. Greenway; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reformed, 1987), 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die Apostelgeschichte stellt mehrmals eine enge Verbindung zwischen dem Teilen materieller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güter mit Bedürftigen und der Ausbreitung des Evangeliums durch die Predigt her. Das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herabkommen des Heiligen Geistes und der sprunghafte Anstieg der Zahl von Bekehrten (Apg 2,41) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht in Verbindung zu einem radikalen Teilen von Besitz mit den Bedürftigen (2,44-45). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apostelgeschichte 4 stellt eine Rekapitulation dar: Nachdem die Gemeinde den Heiligen Geist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bekommen hat, teilen die Mitglieder innerhalb der Gemeinde ihren Besitz und die Auferstehung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird mit großer Macht verkündigt (4, 32-35). Nachdem sich der Dienst der Diakonie fester &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etabliert hat, fügt Lukas hinzu „wuchs das Wort Gottes und die Zahl der Jünger mehrte sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sehr.“ (6,7). Lukas weist erneut auf die sehr enge Verbindung zwischen Tat und Wort hin. Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
praktische Dienst der Christen an den Bedürftigen wies auf die Wahrheit und die Kraft des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums hin. Taten der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit werden auch für Nichtgläubige &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sichtbar und können dazu führen, dass sie Gott verherrlichen (Mt 5, 13-16). Der Römische Kaiser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Apostata bemerkte, dass Christen erstaunlich wohlgesonnen gegenüber Fremden waren: „Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungläubigen Galiläer [d.h. die Christen] helfen nicht nur ihren eigenen Armen, sondern auch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unseren. Jeder kann sehen, dass wir unseren Leuten nicht ausreichend helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert in: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rodney Stark, The Rise of Christianity: How the Obscure, Marginal, Jesus Movement Became the &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dominant Religious Force in the Western World in a Few Centuries (San Francisco: HarperCollins, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997), 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;4) Untrennbarkeit bedeutet keine starre zeitliche Reihenfolge&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Was ist mit dem Begriff „untrennbar“ gemeint? Der Dienst an den Armen kann der Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums vorausgehen. So war es auch beim Dienst Jesu an einem blinden Menschen. Obwohl Jesu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tat dazu führte, dass der Blinde auch in geistlicher Hinsicht „sehend wurde“, gibt es keinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis darauf, dass Jesu Hilfe an Bedingungen geknüpft war. Er zwang ihn nicht dazu, ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben zu schenken als er ihn heilte. Er wies ihn lediglich an: „Geh und wasche dich!“ (Joh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,7). Auch als Jesus davon sprach, denjenigen Geld und Kleidung zu geben, die darum bitten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bestand er darauf, dass wir geben sollten, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten (Lk 6, 32&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-35). Wir sollten nicht nur Hilfe leisten, wenn unser Gegenüber dem Evangelium offen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenübersteht. Und wir sollten die Hilfe auch nicht zurückziehen, wenn er oder sie das nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tut. Es sollte jedoch immer klar sein, dass die Motivation hinter unserer Hilfe unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
christlicher Glaube ist und wir sollten uns darum bemühen, Wege zu finden, die weder künstlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch ausbeuterisch sind, um den Dienst des Wortes und unsere Zusammentreffen zu Zwecken der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Jüngerschaft eng mit dem diakonischen Dienst zu verbinden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Zusammenfassung&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Jesus ruft uns als Christen dazu auf, &amp;quot;Zeugen&amp;quot; zu sein und anderen Menschen die Botschaft des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums zu bringen. Doch gleichzeitig ruft er uns auch dazu auf, uns um die Armen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern. Er ruft seine Nachfolger sowohl zur „Verkündigung des Evangeliums“ (Aufforderung zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben an das Evangelium) als auch zur „Nächstenliebe“ auf (sich aufopferungsvoll um die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürfnisse der Menschen im persönlichen Umfeld kümmern, egal ob diese gläubig oder nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gläubig sind!) Beides gehört unbedingt zusammen!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;In &amp;lt;i&amp;gt;theologischer&amp;lt;/i&amp;gt; Hinsicht:  Die Auferstehung Jesu zeigt uns, dass Gott nicht nur Körper &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Geist geschaffen hat, sondern auch beides erlösen wird. Das Heil, das Jesus schließlich in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner ganzen Fülle bringen wird, schließt die Befreiung von allen Auswirkungen der Sünde ein - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht nur in geistlicher, sondern auch in körperlicher und materieller Hinsicht. Jesus kam, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Wort Gottes zu lehren, um zu heilen und die Hungrigen zu speisen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;In &amp;lt;i&amp;gt;praktischer&amp;lt;/i&amp;gt; Hinsicht: Wir sollten uns weiterhin davor hüten, die Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums mit der praktischen Hilfe zu verwechseln, wie es beim Social Gospel der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Taten der Liebe sind ein unverzichtbares Zeugnis für die Kraft und das Wesen von Gottes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade, ein unverzichtbares Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2. Ein paar Gedanken zum praktischen Dienst an den Armen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Erläuterung aller Einzelheiten zum praktischen Dienst an den Armen, würde diesen Essay &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sicherlich sprengen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bemerkung des Herausgebers: vgl. Timothy J. Keller, Ministries of &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mercy: The Call of the Jericho Road (Band 2; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997).&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch es gibt zwei praktische Aspekte, die ich den Gemeinden in ihrem Dienst an den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen ans Herz legen möchte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Ein Gleichgewicht in der Analyse: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Es ist eine Sache, den Armen helfen zu wollen. Aber es ist noch einmal eine ganz andere Sache, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dabei weise vorzugehen. Es kann leicht passieren, dass man sich in das Leben einer armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie einmischt und sich dadurch die Dinge eher verschlechtern als verbessern. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptgründe dafür, dass dies so oft geschieht, sind die zwei unbiblischen Ideologien und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reduktionismen, die unsere Kultur heutzutage bestimmen. Konservative betrachten im Allgemeinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine persönliche Verantwortungslosigkeit als Grund für Armut. Liberale hingegen sehen den Grund &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ungerechten Sozialsystemen, denen arme Menschen nicht entkommen können.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Bibel benutzt wechselweise zwei verschiedene Begriffe für den Dienst an den Armen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit“ und „Dienst“ (Diakonie) bzw. Barmherzigkeit. Der wahrscheinlich berühmteste &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell in der Bibel, den Armen zu helfen ist das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. Dort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird die Hilfe als „Barmherzigkeit“ bezeichnet (Lk 10,37) An anderen Stellen der Bibel, wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Teilen von Nahrung, Unterkunft und anderen grundlegenden Ressourcen mit Personen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weniger haben als ihre Geber, als „Gerechtigkeit üben“ bezeichnet (Jes 58,6-10; siehe auch 3Mos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19,13; Jer 22,13). Nicht zu teilen ist nicht einfach nur ein Versäumnis, barmherzig zu sein, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern auch ein Versäumnis, gerecht zu sein.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich denke, dass der Grund für die Nutzung der beiden Begriffe „Gerechtigkeit“ und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Barmherzigkeit“ darin liegt, dass die biblische Erklärung für die Gründe von Armut sehr viel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
komplexer ist, als unsere derzeitigen Ideologien es uns nahelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. D. A. Carson, How &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Long, O Lord? Reflections on Suffering and Evil (Band 2; Grand Rapids: Baker, 2006), 51–59, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführungen zu den sechs &amp;quot;Arten von Armut&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weisheitsliteratur bietet eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bemerkenswert ausbalancierte und nuancierte Sicht der „Wurzelursachen“ von Armut. In den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprüchen finden wir die bereits bekannten Aussagen: „Bei jeder Mühe ist Gewinn, aber bloßes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerede (führt) nur zum Mangel“ (Spr 14, 23). Aber es heißt auch: „Reichlich Nahrung (bringt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Neubruch der Armen, aber mancher wird weggerafft durch Unrecht.“ Sowohl Faktoren im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
persönlichen als auch im gesellschaftlichen systemischen Bereich können zu Armut führen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Bibel nennt mindestens drei Ursachen für Armut. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Ungerechtigkeit und Unterdrückung&amp;lt;/i&amp;gt;:  Dies bezieht sich auf alle ungerechten sozialen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstände oder Verhaltensweisen, die einen Menschen in Armut halten (Ps 82,1-8; Spr 14,31; 2Mos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22,21-27). Das am häufigsten verwendete hebräische Wort für &amp;quot;die Armen&amp;quot; im Alten Testament &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet „die zu Unrecht Unterdrückten“. Biblische Beispiele für Unterdrückung sind soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Systeme, die die Mächtigen begünstigen (3Mos 19,15), Wucher (2Mos 22,25-27) und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungerechtfertigt niedrige Lohnzahlungen (Eph 6,8-9 ; Jak 5,4).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Katastrophen im Umfeld&amp;lt;/i&amp;gt;: Das bezieht sich auf Naturkatastrophen oder andere Umstände, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Menschen in die Armut führen oder ihn darin halten. Die Heilige Schrift ist voller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie Hungersnöte (1Mos 47), körperliche Behinderungen, Überschwemmungen und Brände.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Persönliches Versagen&amp;lt;/i&amp;gt;: Auch persönliche Schuld und Versäumnisse können eine Ursache für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut sein, z.B. Trägheit (Spr 6,6-8) und andere Probleme hinsichtlich der Selbstdisziplin (Spr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23,21).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Diese drei Faktoren sind miteinander verbunden. Sie führen in der Regel nicht zu voneinander &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abgrenzbaren &amp;quot;Kategorien&amp;quot; von Armut (außer in akuten Fällen, z.B. bei einem Wirbelsturm, durch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Menschen obdachlos werden und kurzfristig auf materielle Hilfe angewiesen sind). Vielmehr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind diese drei Faktoren normalerweise miteinander verbunden. Eine Person, die z.B. in einem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ethnischen/wirtschaftlichen Ghetto (Faktor 1) aufgewachsen ist, hat höchstwahrscheinlich einen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schlechteren Gesundheitszustand (Faktor 2) und erlernt in ihrer Gemeinschaft viele &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewohnheiten, die in materieller/sozialer Hinsicht keine Verbesserung der Lebensumstände &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bringen (Faktor 3).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Faktor 3 kann jedoch auch als eine Variante von Faktor 1 betrachtet werden. Zum Beispiel können &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern darin versagen, ihren Kindern vorzulesen, sie zu ernähren oder ihnen Verhaltensweisen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie Ehrlichkeit, Fleiß und Geduld beizubringen. Dabei handelt es sich um den Faktor 3 bei den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwachsenen (persönliche Verantwortungslosigkeit) und um Faktor 1 bei den Kindern &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ungerechtigkeit/Chancenungleichheit). Kinder aus innerstädtischen Ghettos können völlig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverschuldet mit einer weitaus schlechteren Schulbildung aufwachsen und in einem Umfeld groß &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden, in dem sie auf immense Lernhindernisse treffen. Konservative argumentieren vielleicht, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass dies die Schuld der Eltern oder der „Kultur“ ist, während Liberale diesselbe Situation als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versagen der Regierung und/oder als Auswirkung von systemischem Rassismus betrachten. Keiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von ihnen argumentiert, dass es die Schuld der Kinder ist! Natürlich ist es möglich, dass junge &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die in Armut geboren wurden, daraus ausbrechen können, doch dazu ist ein Vielfaches &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an Stärke, Unabhängigkeit, Kreativität und Mut nötig, um einfach nur eine höhere Schule &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
besuchen und eine Arbeitsstelle finden zu können, als es das für ein Kind aus der Mittelschicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist. Kurz gesagt gibt es Kinder, die mit etwa zweihundertmal besseren Chancen auf akademischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wirtschaftlichen Erfolg aufwachsen als andere. (Man kann nicht von einem acht Jahre alten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analphabeten, der bald ein siebzehnjähriger Analphabet sein wird, erwarten, dass er sich „an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht!“) Warum gibt es diese Situation? Sie ist Teil der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tiefgreifenden Ungerechtigkeit, die auf unserer Welt herrscht. Das Problem ist schlicht und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einfach eine ungerechte Verteilung von Chancen und Ressourcen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele „Konservative“ den Armen hauptsächlich aus Mitleid &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
helfen wollen. Das rührt möglicherweise aus dem Glauben, dass Armut hauptsächlich eine Frage &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Verantwortungslosigkeit Einzelner ist. Dabei wird übersehen, dass die „Reichen“ ihren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz zum großen Teil dem Umstand verdanken, dass die Chancen und Ressourcen bei Geburt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungerecht verteilt sind. Wenn wir reich an den Gütern dieser Welt sind, ist das letztendlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein Geschenk. Wären wir in einem anderen Umfeld geboren worden, könnten wir ohne eigenes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschulden sehr arm sein. Nicht zu teilen, was man hat, ist nicht einfach nur unbarmherzig, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern auch unfair und ungerecht. Auf der anderen Seite helfen viele „Liberale“ den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hauptsächlich deshalb, weil sie empört sind und einen Mangel an Gerechtigkeit verspüren. Hier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird übersehen, dass individuelle Verantwortung und Veränderung sehr viel damit zu tun hat, der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut zu entkommen. Armut wird hier strikt unter dem Aspekt der strukturellen Ungleichheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
betrachtet. Während die konservative Einstellung „aus reinem Mitleid“ zu Paternalismus und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevormundung führt, führt die liberale Einstellung „aus reiner Gerechtigkeit“ zu großer Wut und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Groll.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Beide Ansichten neigen ironischerweise dazu, selbstgerecht zu sein. Die eine Seite sieht die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schuld ausschließlich bei den Armen, die andere ausschließlich bei den Reichen. Die eine Seite &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
legt eine zu große Betonung auf die Verantwortung des Einzelnen, die andere eine zu niedrige. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausgewogene Motivation entspringt einem barmherzigen Herzen, das sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überheblichkeitsgefühl gegenüber Menschen aus allen sozialen Schichten verloren hat. Eines muss &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns ganz klar sein: Es ist das Evangelium, dass uns dazu führt, barmherzig und gerecht zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
handeln. Gott spricht zu Israel: „Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägyptens gewesen. Ich bin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der HERR, euer Gott!“ (3Mos 19,34). Die Israeliten waren „Fremdlinge“ und unterdrückte Sklaven &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Ägypten. Sie waren nicht in der Lage, sich selbst aus der Knechtschaft zu befreien - das tat &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott durch seine Gnade und Macht. Nun sollen sie alle Menschen mit weniger Macht oder weniger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz wie ihre Nächsten behandeln, sie lieben und Gerechtigkeit üben. Die Basis, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit zu üben“ ist also die Rettung durch die Gnade Gottes!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Schon am Beginn dieses Abschnitts haben wir festgestellt, dass die Balance zwischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit und Gerechtigkeit - die Wahrnehmung sowohl persönlicher als auch sozialer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekte als Ursache von Armut - wichtig ist, damit Gemeinden ihren Dienst an den Armen in aller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weisheit tun können. Eine konservative Ideologie wird möglicherweise viel zu ungeduldig und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vielleicht sogar harsch mit armen Familien umgehen und die eher unsichtbaren soziokulturellen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktoren ausblenden, die zu diesem Problem beitragen. Eine liberale Ideologie hingegen wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht genug Wert auf eine Umkehr und eine Erneuerung des Lebenswandels legen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Arbeitsteilung: Der Einzelne und die Gemeinde&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Der Dienst der Gemeinde am Evangelium umfasst sowohl die Verkündigung der guten Botschaft an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichtchristen als auch die Prägung einzelner Gläubiger mit dem Evangelium. Das bedeutet jedoch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht, dass die Kirche als Institution unter ihren Ältesten alle Aktivitäten selbst ausführen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss, zu der wir unsere Mitglieder befähigen. So sollte z.B. die Gemeinde die Filmemacher in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihren Reihen in der Jüngerschaft so anleiten, dass ihre Kunst tief vom Evangelium durchdrungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird. Doch die Kirche selbst sollte nicht in der Filmproduktionsbranche tätig werden. Hier kann &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abraham Kuypers „Souveränität der verschiedenen Sphären“ hilfreich sein (obwohl ich durchaus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
deren Grenzen und Schwierigkeiten wahrnehme). Kuyper besteht zurecht darauf, dass die Kirche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Kirche die Aufgabe hat, das Evangelium zu verkündigen (Evangelisation und Jüngerschaft), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott anzubeten, die Sakramente auszuteilen und Gemeindezucht zu üben. Durch all diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktivitäten bringt sie Mitglieder hervor, die sich ihrerseits in Kunst, Wissenschaft, Bildung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Journalismus, Film, Wirtschaft usw. engagieren werden. Die Kirche selbst sollte sich jedoch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht an diesen Unternehmungen beteiligen. Kuyper hätte z.B. einer örtlichen Gemeinde nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einmal erlaubt, eine christliche Schule zu betreiben, da er der Ansicht war, dass die Bildung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kinder der Familie und nicht der Gemeinde obliegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In diesem Sinne ergibt der Dienst der Kirche an den Armen wirklich Sinn, wenn man ihn als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemeinsames Mittel zur Erfüllung des biblischen Auftrags an den Armen betrachtet, als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemeinsames Zeugnis für die Gemeinschaft derer, die durch Jesu Liebe verändert wurden und als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wichtige „Plausibilitätsstruktur“ für die Verkündigung des Evangeliums. Die Kirche sollte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch die verschiedenen Ebenen des Dienstes an den Armen erkennen und deren Grenzen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anerkennen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Nothilfe&amp;lt;/i&amp;gt;: Direkte Hilfe als Antwort auf körperliche/materielle/gesellschaftliche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürfnisse. Übliche Hilfsdienste umfassen die Bereitstellung von Notunterkünften für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obdachlose, die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Kleidung für Bedürftige, medizinische Hilfe, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krisenberatung usw. Eine aktivere Form der Hilfe ist das &amp;quot;Eintreten&amp;quot; für Menschen in Not, z.B. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Unterstützung bei der Suche nach Rechtsbeistand, einer Wohnung und bei anderen Formen der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung. Nothilfeprogramme allein können zu Abhängigkeitsverhältnissen führen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Entwicklungshilfe&amp;lt;/i&amp;gt;: Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, die einer hilfsbedürftigen Person &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder Gemeinschaft die Selbstversorgung ermöglichen. Wenn einem Sklaven im AT die Schuld &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erlassen und er freigelassen wurde, wies Gott seinen ehemaligen Herrn an, ihn mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahrungsmitteln, Werkzeug und Ressourcen auszustatten, damit der Sklave ein neues, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirtschaftlich unabhängiges Leben führen konnte (5Mos 15,13-14). „Entwicklungshilfe“ für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne umfasst Bildungsmaßnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausbildungsmöglichkeiten. Für ein Stadtviertel oder eine Gemeinschaft bedeutet der Begriff &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch, dass gesellschaftliches und finanzielles Kapital in ein Sozialsystem investiert wird, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B. in Wohnungsbau, Wohneigentum, andere Kapitalinvestitionen, usw.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Reformen&amp;lt;/i&amp;gt;: Reformen im sozialen Bereich gehen über die Linderung dringender Bedürfnisse und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abhängigkeiten hinaus und zielen darauf ab, soziale Bedingungen und Strukturen zu verändern, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die diese Abhängigkeit verschlimmern oder gar erst hervorgebracht haben. Von Hiob wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
berichtet, dass er nicht nur die Nackten gekleidet, sondern auch die „Kinnladen der Übeltäter &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zerschmetterte und ihren Zähnen die Beute entriss“ (Hiob 29,17). Die Propheten prangerten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Missstände wie ungerechte Löhne (Jer 22,13), korrupte Geschäftspraktiken (Amos 8,2.6), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtssysteme, die die Reichen und Einflussreichen bevorzugten (3Mos 19,15; 5Mos 24,17) und ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wuchersystem an, das Menschen mit geringen Mitteln ausbeutete (2Mos 22,25-27; 3Mos 19,35-37; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25,37). Daniel zieht eine heidnische Regierung wegen ihres Mangels an Barmherzigkeit gegenüber &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen zur Rechenschaft (Dan 4,27ff.). Das bedeutet, dass sich Christen auch für eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bestimmte Gemeinschaft einsetzen sollen, um z.B. einen besseren Polizeischutz, gerechtere und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fairere Finanzpraktiken, eine bessere Ordnung des gesellschaftlichen Raums und bessere Gesetze &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu erwirken.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Aber sollte die Kirche als Institution Reformen durchführen oder gar Entwicklungshilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
betreiben? Aus theologischen und praktischen Gründen lautet die Antwort im Allgemeinen, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich die Kirche als Institution auf die erste und einen Teil der zweiten Ebene konzentrieren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollte: auf die Nothilfe und einen Teil der individuellen Entwicklungshilfe. Wenn es um die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zweite und die dritte Ebene - also um die Entwicklungshilfe von Gemeinschaften, um soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reformen und die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen geht, sollten Gläubige im Rahmen von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbänden und Organisationen und weniger durch ihre örtliche Kirche aktiv werden. Es fällt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schwer, hier dogmatische Linien zu ziehen. Gesellschaftliche Unterschiede und kulturelle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingungen können Auswirkungen darauf haben, inwieweit sich die Kirche an Lösungen zu Fragen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Gerechtigkeit beteiligt. Jetzt im Rückblick zollen wir den weißen angloamerikanischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchen, die gegen die Übel der Sklaverei in Amerika gepredigt und sich für die Abschaffung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derselben eingesetzt haben, unseren Respekt. Hier hat sich auch die afroamerikanische Kirche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter extrem schwierigen Bedingungen - Sklaverei und Quasi-Sklaverei - auf allen drei Ebenen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Dienstes an den Armen eingesetzt und tut das bis heute.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Generell bin ich jedoch der Meinung, dass die Kirche sich auf der ersten Ebene engagieren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollte und Freiwilligenorganisationen, Verbände und andere Dienste dies auf der zweiten und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dritten Ebene tun sollten. Warum?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;1. Viele würden möglicherweise argumentieren, dass ein Engagement auf der  zweiten und dritten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebene zu teuer ist und finanzielle Ressourcen vom Dienst am Wort abziehen würde. 2. Andere &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sagen, dass die beiden Ebenen zu politisch sind und eine zu große Verbundenheit zu bestimmten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsträgern und politischen Parteien bedeuten würden, die wiederum die Kirche gefährden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
könnten. 3. Und wieder andere sagen, dass die zweite und die dritte Ebene zu komplex sind und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es nicht zu den Aufgaben und Begabungen der Gemeindeältesten passen würde, wenn sie sich darum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern. Denn ihre Aufgabe ist der Dienst am Wort Gottes und das Gebet (Apg 6,1-7).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;All diese Argumente haben einen gewissen Wert, müssten aber nuancierter ausgearbeitet werden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um meiner These gerecht zu werden. Leider ist hier weder ausreichend Zeit noch Platz für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführungen zu diesem Prozess. Ich möchte nur anmerken, dass die meisten Gemeinden in den USA, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die sich intensiv um die Armen kümmern, es für klüger befunden haben, gemeinnützige Unternehmen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auszugliedern, die sich um die Entwicklungsarbeit in Gemeinschaften und um die Reform von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sozialen Strukturen kümmern, anstatt dass diese Aufgaben direkt durch die örtliche Gemeinschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter Verantwortung der Gemeindeältesten übernommen werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;h4&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;3. Jesus, der arme Mann&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Buch der Sprüche steht, dass Gott sich mit den Armen identifiziert. „Was ihr den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
antut, das tut ihr auch mir an.“ In Mt 25 steht dasselbe. Ich habe bereits vorher aufgezeigt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass Gott am Tag des Jüngsten Gerichts in der Lage sein wird, das Herz eines Menschen anhand &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner Haltung gegenüber anderen Menschen zu beurteilen. Aber dieser Vers trägt noch eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tiefere Bedeutung in sich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Buch der Sprüche und in Mt 25 identifiziert Gott sich symbolisch mit den Armen. Doch in der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschwerdung und im Tod Jesu identifiziert sich Gott wortwörtlich mit den Armen und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgegrenzten. Jesus wurde nach seiner Geburt in einen Futtertrog gelegt. Bei seiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschneidung opferte seine Familie das, was von den Armen verlangt wurde (Lk 2,24). Er sagte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht, wo er das Haupt hinlegt“ (Mt 8,20). Am Ende seines Lebens ritt Jesus auf einem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geliehenen Esel in Jerusalem ein. Er verbrachte seinen letzten Abend in einem angemieteten Raum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wurde, als er starb, in ein geliehenes Grab gelegt. Sie warfen das Los über seinen einzigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz, seinen Mantel, denn am Kreuz wurde ihm alles genommen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;All das verleiht der Frage „Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder nackt oder im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefängnis gesehen?“ eine neue Bedeutung. Die Antwort darauf lautet: Dort am Kreuz! Dort wo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus mitten zwischen den Verbrechern - den Ausgegrenzten - starb. Kein Wunder, dass Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sagen konnte, dass sich unser Blickwinkel auf die Armen für immer verändert, wenn wir einmal &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gesehen haben, wie Jesus arm für uns wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen</id>
		<title>Das Evangelium und die Armen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen"/>
				<updated>2022-06-17T20:12:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Gospel and the Poor}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;h4&amp;gt;Das Evangelium und die Armen&amp;lt;ref&amp;gt;Bei diesem Essay handelt es sich um ein leicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überarbeitetes Manuskript eines Vortrags, der am 28. Mai 2008 auf dem Pastorenkolloquium der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel Coalition in Deerfield, Illinois gehalten wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ursprünglich wurde ich gebeten, über das Thema „Wie lässt sich unser Bekenntnis zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrang des Evangeliums mit unserer Verpflichtung vereinbaren, allen Menschen, vor allem den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausgenossen des Glaubens, Gutes zu tun, Salz und Licht für diese Welt zu sein und der Stadt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestes zu suchen?“ Ich werde diese Frage in zwei Teile aufteilen: 1) Wenn wir dem Vorrang  des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums verpflichtet sind, ist dieses dann der Grund und die Motivation für unseren Dienst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an den Armen? 2) Falls ja, wie steht dieser Dienst in Verbindung zur Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;h4&amp;gt;'''1. Ist das Evangelium selbst die Motivation für den Dienst an den Armen?'''&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Der Vorrang des Evangeliums&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Was ist mit dem „Vorrang des Evangeliums“ gemeint? Ich werde diese Frage mithilfe des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsatzreferates von Don Carson beantworten, das er bei der ersten Konferenz der Gospel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coalition im Mai 2007 gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;D. A. Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ (1Kor 15:1–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19),&amp;quot; eine Predigt, die am 23. Mai 2007 auf der Konferenz der Gospel Coalition in Deerfield, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Illinois gehalten wurde, verfügbar auf: http://thegospelcoalition.org/resources/a/What-is-the-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel2&amp;lt;/ref&amp;gt;  Carson erläutert den Text aus 1. Kor 15,1-19 anhand acht zusammenfassender &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;christologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Der Mittelpunkt des Evangeliums ist die Person und das Leben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Leben, Tod und Auferstehung) von Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;theologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium spricht davon, dass Sünde in allererster Linie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Angriff gegen Gott darstellt. Errettung ist immer Handeln Gottes, nicht unser eigenes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;biblisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist im Grunde die Botschaft der ganzen Bibel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;apostolisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium wurde uns von Jesu Jüngern als zuverlässigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenzeugen weitergegeben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;historisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist weder eine Philosophie noch ein Ratschlag, wie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
man Gott finden kann, sondern ein Bericht darüber, wie Gott in der Geschichte gehandelt hat, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns zu finden und zu retten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;persönlich&amp;lt;/i&amp;gt;: Jeder muss den Glauben an das Evangelium für sich persönlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annehmen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;universal&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium gilt für alle Sprachen, Stämme, Völker und für jeden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einzelnen Menschen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;eschatologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium schließt die gute Botschaft einer neuen Erde mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein, nicht nur den Segen, den wir in dieser Welt empfangen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Aus diesen exegetischen  Schlussfolgerungen, zieht Carson den etwas allgemeineren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückschluss, dass das Evangelium üblicherweise durch Verkündigung weitergegeben wird. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überwältigende Mehrheit der Bibelstellen im Neuen Testament spricht im Hinblick auf das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium von der Verkündigung durch das Wort. Als Haushalter des Evangeliums lag die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortung von Paulus jedoch nicht allein in der Verkündigung des Wortes Gottes an die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiden. Paulus erachtete es auch als notwendig, auf die Auswirkungen des Glaubens in allen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebensbereichen der Korinther zu pochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Carson betont hat, dass das Evangelium maßgeblich durch die Verkündigung weitergegeben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird, schreibt er:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Jedoch muss hier noch etwas angemerkt werden. Das vorliegende Kapitel [1 Kor 15] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht am Ende eines Buches, das wiederholt aufzeigt, wie das Evangelium in richtiger Weise eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
massive Veränderung von Haltungen, Moralvorstellungen, Beziehungen und kultureller Interaktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bewirkt. Wie allgemein bekannt ist, besteht Calvin darauf, dass Rechtfertigung allein durch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben geschieht. Doch rechter Glaube steht nie allein für sich. Man kann ergänzend sagen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Evangelium sich zwar auf die Botschaft konzentriert, was Gott in der Geschichte getan &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat und auch heute noch tut und dass sich dies in eine kognitive Wahrheit kleidet, die geglaubt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden und der man gehorsam folgen soll, doch dieses Evangelium ist niemals nur eine rein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kognitive Angelegenheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die übrigen Abschnitte der Korintherbriefe beweisen das immer wieder. Als Paulus die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streitigkeiten und die Spaltung der Gemeinde in Korinth anprangert (1. Kor 1,10-17), nennt er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Ursache dafür Stolz und Prahlerei. Diese stellen einen Betrug am Evangelium der souveränen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade Gottes dar (1,26-31). Als sich Paulus in Kapitel 5-6 mit dem Thema sexueller Sünde und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Disziplin befasst, gibt er Anweisungen, wie man sich verhalten soll und begründet seinen Appell &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit dem Evangelium der Gnade (6,11) und der Tatsache, dass die Korinther durch den Tod Christi &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
freigekauft wurden (6,19-20). In Kapitel 7 werden die Fragen zu Ehelosigkeit, Scheidung und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederheirat „im Kontext der Prioritäten des Evangeliums und der veränderten Sichtweise im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesicht des herannahenden eschatologischen Zeitalters und der Vorwegnahme des Endes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
thematisiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In 2. Kor 8-9 ruft Paulus sprachgewaltig zu finanzieller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großzügigkeit auf Grundlage des Evangeliums auf. Radikale, demütige Großzügigkeit „unterwirft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich dem Bekenntnis des Evangeliums“ (2. Kor 9,13). Das bedeutet, dass der Materialismus daran &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
scheitert, das Evangelium vom Opfertod Christi ernstzunehmen. In ähnlicher Weise stellt Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Haltung von Petrus im Hinblick auf die Heidenchristen in Frage und beharrt darauf, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrus „nicht mit der Wahrheit des Evangeliums übereinstimmt“ (Gal 2,14).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;[Das] Evangelium muss darüber hinaus auch die Geschäftspraktiken und Prioritäten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Christen in der Wirtschaft sowie die Prioritäten junger Männer verändern, die sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unentschlossenem, aber dennoch unerbittlichem Narzissmus hingegeben haben. Außerdem müssen die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einsamen Ängste und oft sündhaften Gelüste von Ledigen transformiert werden, die nach Vergnügen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
streben, aber kein Glück darin finden. Selbiges gilt auch für die verzweifelten Bemühungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derer, die sich am Rand der Gesellschaft befinden sowie für viele weitere Menschen. Das alles &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss geschehen, jedoch nicht dadurch, dass versucht wird, aus dem Evangelium soziale Prinzipien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abzuleiten oder noch weniger durch eine ständige Konzentration auf diejenigen, die am Rande &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stehen, weil man sich vergeblich darum bemüht, prophetisch zu klingen. Es muss durch die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung, durch Lehre und durch die praktische Umsetzung des herrlichen Evangeliums von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserem Erlöser in unseren Gemeinden geschehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Was bedeutet es also, sich für den Vorrang des Evangeliums einzusetzen? Zunächst einmal &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
heißt das, dass das Evangelium verkündigt werden muss. Heutzutage verneinen viele, wie wichtig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das ist. Sie behaupten stattdessen, dass das einzig wahre Zeugnis eine liebende Gemeinschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sei, dass man Menschen nicht durch Vernunft ins Reich Gottes führen, sondern sie nur &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hineinlieben könne. „Predigt das Evangelium! Wenn nötig - benutzt Worte dazu.“ Doch obwohl die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinschaft unter Christen tatsächlich ein wichtiges und mächtiges Zeugnis für die Wahrheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Evangeliums ist, kann sie die Predigt des Wortes und die Verkündigung nicht ersetzen. Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrang des Evangeliums bedeutet jedoch auch, dass es der Ursprung und die Triebfeder für das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handeln der Christen ist, sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Gemeinschaft innerhalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und außerhalb der Gemeinde. Der Dienst am Evangelium besteht nicht nur darin, es den Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu verkündigen, damit sie es annehmen und ihm Glauben schenken. Es bedeutet auch, Christen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lehren und sie anzuleiten, ihr Leben davon prägen zu lassen, damit sie es &amp;quot;ausleben&amp;quot; können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der wichtigsten Bereiche, in denen sich das Evangelium auswirkt, ist unser Umgang mit den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich kenne keine bessere Einführung in die Frage, wie das Evangelium uns dazu bewegt, den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen zu dienen, als die Ausführungen von Jonathan Edwards in „Christian Charity“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards, &amp;quot;Christian Charity: or, The Duty of Charity to the Poor, Explained and Enforced,&amp;quot; in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Works of Jonathan Edwards (überarbeitet. und korrigiert von Edward Hickman; 1834; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuauflage, Carlisle, PA: Banner of Truth, 1974), 2:163–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards kommt zu dem Schluss, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Spenden und die Fürsorge für die Armen ein entscheidender und kein frei wählbarer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekt für das „Ausleben des Evangeliums“ ist. Edwards führt zu dieser Schlussfolgerung zwei &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grundlegende Argumente an:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;1) Der Glaube an das Evangelium bewegt uns, uns für die Armen einzusetzen&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards zeigt uns immer wieder auf, wie ein Verstehen der so genannten „Regeln des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums“ - Muster und Logik desselben - uns zwangsläufig dazu führt, die Armen zu lieben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und ihnen beizustehen. Edwards ist zwar der Ansicht, dass das Gebot, die Armen zu unterstützen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine Konsequenz aus der Lehre der Gottebenbildlichkeit des Menschen ist&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch er glaubt auch, dass die wichtigste Motivation für die Unterstützung der Armen das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium selbst ist: Die Unterstützung der Armen „ist in Anbetracht unserer Umstände, weil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir unter der Gnade des Evangeliums stehen, besonders vernünftig.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Einer der Schlüsseltexte, die Edwards nutzt, um seine These zu untermauern, ist 2. Kor &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8,8-9 (im Kontext der gesamten Kapitel 8 und 9). Als Paulus um finanzielle Großzügigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber den Armen bittet, verweist er auf die Selbstentäußerung Jesu und stellt anschaulich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dar, wie Jesus buchstäblich und geistig durch seine Menschwerdung und später am Kreuz arm für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns wurde. Für Edwards spielt die Einleitung des Paulus mit den Worten „Nicht befehlsweise &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
spreche ich… denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus“ eine wichtige Rolle. Das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Argument hier scheint zu sein, dass Du den Armen gegenüber zutiefst großzügig sein wirst, wenn &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
du in deinem Kopf und deinem Herzen begriffen hast, was die stellvertretende Sühne Jesu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet. Denk darüber noch einmal nach! Der einzige Weg, den Jesus gehen konnte, um uns aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserer geistlichen Armut zu befreien und uns in geistlichen Reichtum zu bringen, war, selbst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seinen geistlichen Reichtum zu verlassen und geistlich arm zu werden. Das sollte nun auch dein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weg im Leben sein. Verschenk deine Ressourcen und begib dich selbst in Not, damit diejenigen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die bereits in Not sind, unterstützt werden. Paulus deutet hier auch an, dass jeder Sünder, der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch die Gnade gerettet wurde, auf die Armen dieser Welt blicken wird und dabei spürt, dass er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in gewisser Weise in einen Spiegel schaut. Dadurch verschwindet jede Überheblichkeit!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ein weiterer Text, auf den Edwards mehr als einmal zurückgreift, ist Gal 6,1-10, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
besonders Vers 2, der uns dazu auffordert „des Anderen Last zu tragen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um was für eine Last handelt es sich dabei? Paulus hat dabei zumindest teilweise materielle und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
finanzielle Lasten im Blick, denn Gal 6,10 fordert uns dazu auf, „allen gegenüber das Gute (zu) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens“. Edwards versteht unter „Gutes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirken“ (nach Ansicht moderner Exegeten zu Recht) auch die praktische Hilfe für Menschen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahrung, Unterkunft und finanzielle Unterstützung benötigen. Die meisten Ausleger verstehen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lasten tragen“ als umfassenden Begriff. Wir teilen unsere Liebe und emotionale Stärke mit den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die in ihren Sorgen versinken. Wir teilen unser Geld und unseren Besitz mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denjenigen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Doch was meint Paulus mit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussage, dass das Lastentragen „das Gesetz Christi erfüllt“ (Gal 6,2)? Edwards bezeichnet das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als „Regeln des Evangeliums“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Richard Longenecker stimmt ihm zu und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nennt es „präskriptive Prinzipien, die aus dem Zentrum des Evangeliums stammen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard N. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Longenecker, Galatians (WBC 41; Dallas: Word, 1990), 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Phil Ryken betont, dass der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ultimative Akt des Lastentragens die stellvertretende Sühne durch Jesus war, als er die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unendliche Last unserer Schuld und Sünde trug.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Graham Ryken, Galatians (Reformed &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Expositor's Commentary; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 2005), 248.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiteres Mal sehen wir, wie Paulus argumentiert, dass jeder, der das Evangelium versteht, sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld und seinen Besitz mit denen teilen wird, die über wenige Besitztümer in der Welt verfügen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wenn uns das Evangelium dazu bewegt, den Armen zu helfen, so argumentiert Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter, wird unser Geben und unser Engagement für sie bedeutsam, bemerkenswert und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufopferungsvoll sein. Jene, die lediglich die Armen unterstützen, um moralischen Anforderungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gerecht zu werden, werden immer nur das Minimum tun. Wenn wir die Armen nur unterstützen „weil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott das so will“, lautet die nächste Frage: „Wie viel müssen wir geben, damit wir nicht gegen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Vorschriften verstoßen?“ Diese Frage und die damit verbundene Einstellung zeigt, dass unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geben dann nicht vom Evangelium geprägt ist. Im letzten Teil seines Vortrags geht Edwards auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
folgenden Einwand ein: „Du sagst, ich soll den Armen helfen, doch ich habe leider nichts, was &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich entbehren kann. Ich kann es nicht tun.“ Edwards antwortet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;In vielen Fällen können wir, gemäß den Regeln des Evangeliums dazu verpflichtet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sein, anderen etwas zu geben, obwohl wir es eigentlich nicht können und deshalb selbst leiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
. .Wie sonst sollte die Regel des gegenseitigen Lastentragens erfüllt werden? Wenn wir niemals &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dazu verpflichtet sind, die Last des Anderen zu tragen, ohne dabei selbst die Last auf uns zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nehmen - wie können wir dann überhaupt die Last unseres Nächsten tragen, wenn wir überhaupt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
keine Lasten haben?&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:171 (Hervorhebungen im Original).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Edwards argumentiert, dass es anders wäre, wenn es sich beim Dienst an den Armen lediglich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um eine moralische Vorschrift handeln würde. Doch wenn der Grund für unser Engagement die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Regeln des Evangeliums“ sind, nämlich das stellvertretende Opfer, sind wir auch dann dazu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verpflichtet, den Armen zu helfen, wenn wir „es uns eigentlich nicht leisten können“. Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
widerspricht dem Ausgangsargument und erwidert: „Du meinst, du kannst den Armen nicht helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ohne selbst ein Opfer zu bringen und selbst zu leiden. Doch genau das ist der Weg wie Jesus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dich von deinen Lasten befreit hat! Und so soll auch dein Dienst an Anderen sein, wenn du ihre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasten trägst.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im stärksten Teil seines Vortrags beantwortet Edwards eine Reihe häufiger Einwände, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denen er sich stellen musste, wenn er über die Pflicht des Evangeliums, für die Armen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sorgen, predigte. In beinahe jedem Fall antwortet er mit der Logik des Evangeliums - der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellvertretenden Sühne und der freien Rechtfertigung - auf den Einwand. In jedem Fall ist eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
radikale, bemerkenswerte, aufopferungsvolle Großzügigkeit gegenüber den Armen das Ergebnis des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdenkens über das Evangeliums und das Ausleben desselben. Auf den Einwand „Ich muss &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
niemanden unterstützen, wenn er selbst nicht mittellos ist“, antwortet Edwards, dass die „Regel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Evangeliums“ bedeutet, dass wir unseren Nächsten so lieben sollen, wie Christus uns geliebt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat - das heißt, dass wir uns buchstäblich in die Not hineinbegeben. „Wenn unser Nächster in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierigkeiten steckt und er leidet, sollen wir einen solchen Geist der Liebe haben, dass wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in seiner Bedrängnis mit ihm leiden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:170.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Edwards fährt fort und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
argumentiert, dass, wenn wir so handeln, auch die Not lindern müssen, auch wenn die Situation &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unseres Nächsten noch nicht so schlimm ist. So lange zu warten, bis Menschen in großer Not &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, bevor man ihnen hilft, zeigt, dass das Evangelium dich noch nicht zu dem sozial und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
emotional einfühlsamen Menschen gemacht hat, der du eigentlich sein solltest.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards nimmt noch zwei weitere Einwände in den Blick: „Ich will dieser Person nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
helfen, weil sie schlecht gelaunt und undankbar ist“ und „Ich bin der Meinung, dass diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Person an ihrer Armut selbst schuld ist.“ Das ist ein immerwährendes Problem im Hinblick auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Hilfe für die Armen. Wir helfen lieber gutherzigen und aufrichtigen Menschen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverschuldet in Armut geraten sind und die auf unsere Unterstützung mit Dankbarkeit und Freude &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
reagieren. Doch ehrlicherweise gibt es fast niemanden, der wirklich so ist. Obwohl es wichtig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, dass unsere Hilfe wirklich bei den Armen ankommt und keine Abhängigkeiten schafft (siehe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorheriger Absatz), macht Edward kurzen Prozess mit diesem Einwand, indem er weniger an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ethische Vorschriften, sondern an das Evangelium selbst appelliert:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Christus hat uns geliebt, uns seine Freundlichkeit gezeigt und war bereit uns zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erlösen, obwohl wir böse, hasserfüllt und von schlechter Gesinnung waren und nichts Gutes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verdient haben… Daher sollten auch wir bereit sein, freundlich zu den Personen zu sein, die von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schlechter Gesinnung sind und unsere Hilfe eigentlich nicht verdienen. … Wenn sie durch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lasterhaften Müßiggang und Verschwendungssucht in Not geraten sind, spricht uns das nicht von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserer Verpflichtung frei, ihnen zu helfen, es sei denn, sie bleiben in diesen Lastern &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verhaftet. Tun sie das nicht, gebieten uns die Regeln des Evangeliums, ihnen zu vergeben. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Denn] Christus hat uns geliebt, sich über uns erbarmt und sich selbst hingegeben, um uns aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Not und Elend zu befreien, das wir durch unsere eigene Torheit und Schlechtigkeit über uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gebracht haben. Wir haben in törichter und verkehrter Weise den Reichtum weggeworfen, den wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhalten haben und von dem wir bis in alle Ewigkeit hätten leben und glücklich sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
können.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171–72.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edward argumentiert weise weiter, dass wir um der Kinder in Familien willen manchmal die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe für die Familien aufrechterhalten müssen, auch wenn die Eltern sich nicht von ihrem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverantwortlichen Verhalten abwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:172 (Gegenargument IX.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Kurz gesagt, lehrt uns Edwards, dass das Evangelium von uns verlangt, uns für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ganzheitlich zu engagieren - nicht nur finanziell, sondern auch persönlich und emotional. Unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geben soll nicht ein rein symbolischer Akt sein, sondern muss so radikal sein, dass wir dadurch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein gewisses Maß an Leid in unserem eigenen Leben spüren. Und wir sollten den Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber geduldig und nicht paternalistisch freigiebig sein, wenn ihr Verhalten ihre Armut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verursacht oder gar verschlimmert hat. Diese Haltung und Dimensionen des Dienstes an den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ergeben sich nicht einfach aus allgemeinen biblischen ethischen Prinzipien, sondern aus dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium selbst.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2) Der Dienst an den Armen ist ein entscheidendes Signal dafür, dass wir dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium Glauben schenken&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards befasst sich auch mit einer Reihe von Texten, die unsere Fürsorge und unseren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einsatz für die Armen zur Grundlage für Gottes Urteil am Tag des Herrn zu machen scheinen. Mt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25,34-46 lehrt bekanntermaßen, dass die Menschen am Tag des Jüngsten Gerichts von Gott entweder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
angenommen oder verurteilt werden - je nachdem wie sie die Hungrigen, die Obdachlosen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremden, die Kranken und die Gefangenen behandelt haben. Wie ist das möglich? Widerspricht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieser Text nicht den Lehren des Paulus, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus und nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch unsere Taten gerettet werden?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards stellt fest, dass die Unterstützung der Armen im Alten Testament ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wesentliches Merkmal für Frömmigkeit ist. Der bekannte Vers aus Micha 6,8 fordert, dass ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mensch „Gerechtigkeit üben, Barmherzigkeit lieben und demütig vor Gott“ sein soll. Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zieht daraus den Schluss (laut Bruce Waltke zurecht), dass diese Aussage von einem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gottesfürchtigen Menschen verlangt, sich für die Armen einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce K. Waltke, A &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Commentary on Micah (Grand Rapids: Eerdmans, 2007), 164. Waltke unterstreicht, dass die Hilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Armen manchmal als &amp;quot;Gerechtigkeit&amp;quot; und manchmal als &amp;quot;Barmherzigkeit&amp;quot; bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nutze beide Begriffe und erkläre die Unterschiede zwischen ihnen an einer späteren Stelle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Essay&amp;lt;/ref&amp;gt; Waltke kommentiert , dass sowohl „Gerechtigkeit üben“ als auch „Barmherzigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lieben“ bedeutet, freundlich zu den Unterdrückten und Ausgegrenzten zu sein und aktiv Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu unterstützen, die in finanzielle oder soziale Nöte geraten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 390–94.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Betonung findet sich aber nicht nur im Alten Testament. Die Fürsorge für die Armen ist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;etwas derart Wesentliches, dass das Gegenteil davon nicht mit einer aufrichtigen Liebe zu Gott &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vereinbar ist&amp;quot; (1. Joh 3,17-19).&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:166 (Hervorhebungen im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Original).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Daraus (und aus 2Kor 8,8, wo von der Großzügigkeit gegenüber den Armen als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beweis für ein durch Gnade verwandeltes, liebendes Herz die Rede ist) schließt Edwards, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben kein verdienstvoller Grund dafür ist, dass Gott uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben ist vielmehr ein unabdingbares &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen dafür, dass das Herz eines Menschen von Rechtfertigung und Gnade geprägt ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Eine andere Version der Lehre aus Mt 25, 34-46 steht im Jakobusbrief. Evangelische, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit der Lehre von Jak 2 gerungen haben, sind zu folgendem Schluss gekommen: „Wir sind allein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch den Glauben gerettet. Doch dieser Glaube bleibt nicht für sich allein. Ein Glaube ohne &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werke ist tot und kein wahrer rechtfertigender Glaube.“ Völlig richtig. Dazu ist anzumerken, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass in diesem Kontext alle „Werke“, die Jakobus als Kennzeichen des rettenden Glaubens &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufzählt, die Fürsorge für Witwen und Waisen (1,27), die Achtung der Armen und deren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichbehandlung (2,2-6) und die Sorge für die materiellen Bedürfnisse wie Nahrung und Kleidung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind (2,15-16). Jakobus stellt geradeheraus klar, dass diejenigen, die behaupten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rechtfertigenden Glauben zu haben, aber dennoch ihre Herzen gegenüber den Armen verschließen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich irren oder lügen (2,15-18). Der Apostel schließt daraus, dass „das Gericht ohne &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit gegen den [sein wird], der nicht Barmherzigkeit geübt hat!“ (2,13). Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Barmherzigkeit“, von der Jakobus hier spricht, ist eine ernste Besorgnis um und Hilfe für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen.&amp;lt;ref&amp;gt;Douglas J. Moo, The Letter of James (Pillar New Testament Commentary; Grand Rapids: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eerdmans, 2000), 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch hier findet sich die Lehre wieder, dass niemand am Tag des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jüngsten Gerichts Barmherzigkeit vor Gott finden wird, wenn er während seines Lebens keine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit gegenüber den Armen gezeigt hat. Dies bedeutet nicht, dass die Fürsorge für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen uns rettet, sondern das sie das unabdingbare Ergebnis eines rettenden und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rechtfertigenden Glaubens ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Das ist der Grundsatz: Ein sensibles soziales Gewissen und ein Leben des Dienstes an den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürftigen ist die unvermeidliche Folge des wahren Glaubens. An den Taten kann Gott die wahre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe zu ihm von bloßen Lippenbekenntnissen unterscheiden (vgl. Jes 1,10-17). Der Text aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthäus 25, in dem Jesus sich mit den Armen identifiziert („Was ihr einem dieser meiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“), ist mit Spr 14,31 und 19,17 vergleichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort steht, dass Barmherzigkeit gegenüber den Armen gleichbedeutend damit ist, Gott selbst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etwas zu leihen. Die Unterdrückung der Armen hingegen ist vergleichbar mit einer Verhöhnung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes. Das bedeutet, dass Gott am Tag des Gerichts an der Haltung eines Menschen gegenüber den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen dessen Herzenshaltung gegenüber Gott selbst erkennen kann. Wenn Härte, Gleichgültigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder ein Überlegenheitsgefühl vorhanden ist, verrät das die Selbstgerechtigkeit im Herzen eines &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, der die Wahrheit noch nicht angenommen hat, dass er oder sie ein verlorener Sünder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, der nur durch freigiebige, aber dennoch teure Gnade gerettet worden ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Edwards Appell und Argument ist sehr eindringlich. Er beginnt seine Untersuchung mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
folgender Frage: &amp;quot;Wo in der Bibel finden wir ein Gebot, das deutlicher und dringlicher &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
formuliert ist als das Gebot, sich um die Armen zu kümmern?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards schließt seinen Überblick über die biblischen Befunde mit Sprüche 21,13: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wer sein Ohr verstopft vor dem Hilfeschrei des Geringen, auch er wird [einst] rufen und keine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort erhalten.“ Edwards fügt hinzu: „Gott hat lieblosen Menschen damit gedroht, dass sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hilflos zurückbleiben werden, wenn sie selbst einmal in Not und Elend geraten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2:169&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards bringt die Forderung der Bibel auf den Punkt, dass Christen, die vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium geprägt sind, durch ihr Engagement für die Armen und ihre Sorge um sie auffallen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
müssen. Wir sollten buchstäblich „berühmt“ dafür sein. Das ist die eigentliche Aussage von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texten wie Mt 5,13-16 und 1Petr 2,11-12.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Welchen Platz nimmt die Eschatologie ein?&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Bemerkenswert ist, dass Edwards die Eschatologie nicht für seine Argumente für den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienst an den Armen heranzieht. Es ist oft argumentiert worden (auch von mir!), dass Gott sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sowohl um den Körper als auch um die Seele sorgt, weil das Erlösungswerk Jesu letztlich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederherstellung der materiellen Welt zum Ziel hat. Daher sollten wir nicht nur die Seelen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
retten, sondern auch den Hungrigen und Kranken helfen. Viele halten dagegen, dass die physische &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welt dem Feuer anheim fallen wird (2Petr 3,10-11; Off 21,1), so dass wir uns nur um die Rettung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Seelen kümmern und uns nicht so sehr um die Verbesserung der materiellen Bedingungen der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sorgen sollten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Folgenden werden wir uns mit der Beziehung zwischen dem Dienst am Wort und dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
praktischen Dienst befassen, doch für den Moment können wir festhalten, dass es möglich ist, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sehr überzeugende Argumente für einen Dienst an den Armen vorzubringen, ohne dabei auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eschatologische Fragen Bezug nehmen zu müssen. Es gibt Menschen, die darüber diskutieren, ob &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Welt durch Feuer erneuert oder zerstört und dann ersetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Argument für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneuerung der Erde anstatt einer Ersetzung, siehe Douglas J Moo, &amp;quot;Nature in the New Creation: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
New Testament Eschatology and the Environment,&amp;quot; JETS 49 (2006): 449–88; and Herman Bavinck, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;The Renewal of Creation,&amp;quot; Kap. 18 in Reformed Dogmatics (Grand Rapids: Baker, 2008), 4:715–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Doch wie wir aus Edwards Ausführungen und Argumenten ersehen können, beruht das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Argument für die Wichtigkeit des Dienstes an den Armen nicht auf diesen kontrovers diskutierten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen. Wie er sagt, ist das Gebot, sich um die Armen zu kümmern so stark wie kein anderes in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Bibel. Im Neuen Testament (und sogar im Alten Testament) ist es in der Regel auf das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium von Stellvertretung, Erlösung und Gnade gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;z.B.: &amp;quot;Auch ihr sollt den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.&amp;quot; (5Mos 10,19).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicherheit darüber, ob die physische Welt durch eine andere ersetzt wird oder nicht, sollte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns nicht davon abhalten, die zahlreichen positiven biblischen Aufforderungen zu beherzigen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsere Herzen für die Armen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Untersuchung von Edwards ist rhetorisch wirkungsvoll. Eine noch vollständigere und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zugänglichere exegetische Übersicht über die Beziehung zwischen dem Evangelium und den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt jedoch Craig Blombergs ''Neither Poverty Nor Riches'' dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Craig L. Blomberg, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neither Poverty Nor Riches: A Biblical Theology of Possessions (New Studies in Biblical &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theology 7; Downers Grove: IVP, 2001).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Man kann Blombergs Ausführungen oder Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen nicht lesen, ohne sich darüber zu wundern wie selten die Armen in evangelikalen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Predigten - besonders in konservativen und reformierten Gemeinden - thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wenn man bedenkt, wie vergleichsweise häufig das Thema in der Bibel selbst zur &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache kommt. Warum ist das so? Das untersuchen wir im nächsten Abschnitt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In welchem Verhältnis steht die Verkündigung des Evangeliums zum Dienst an den Armen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wie soll die Kirche auf eine so bemerkenswert starke biblische Lehre über die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigkeit der Sorge um die Armen reagieren? Es sollte eigentlich beinahe jedem klar sein, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass uns die Bibel das lehrt! Dennoch drehen sich die Diskussionen darum, wem und in welcher &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form die Kirche ihre Hilfe gewähren sollte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Wem soll die Hilfe gelten?&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Manche glauben, dass sich alle Texte, die die Christen dazu auffordern, den Armen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
helfen, lediglich an einzelne Gläubige, nicht aber an die Kirche als Institution oder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperschaft richten. Aber es ist schwierig, diese Ansicht mit der Aussagekraft der Texte, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir gelesen haben, in Einklang zu bringen. Wenn es wirklich stimmt, dass Gerechtigkeit und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit den Armen gegenüber für Christen nicht optional sind, sondern  unabdingbare &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen eines gerechtfertigten Glaubens darstellen, fällt es schwer, zu glauben, dass die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirche diese Pflicht nicht in irgendeiner Weise auch gemeinschaftlich reflektieren sollte. Doch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir brauchen uns hier gar nicht auf Mutmaßungen und Schlussfolgerungen verlassen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gott hat Israel viele Gebote gegeben, die der sozialen Verantwortung dienten und die das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volk als Gemeinschaft erfüllen sollte. Die Gemeinschaft des Bundes war dazu verpflichtet, ihre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
armen Mitglieder zu unterstützen, bis deren Not wieder behoben war (5Mos 15,8-10). Der Zehnte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
war für die Armen bestimmt (5Mos 14, 28-29). Die Armen sollten nicht einfach ein „Almosen“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhalten, sondern mit Werkzeugen, Nahrungsmitteln (5Mos 14,12-15) und Land (3Mos 25) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ausgestattet werden, so dass sie produktiv sein und sich selbst versorgen konnten. Später &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verurteilten die Propheten Israels Gefühllosigkeit gegenüber den Armen sogar als Bundesbruch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lehrten, dass Materialismus und das Ignorieren der Armen genauso verwerfliche Sünde wie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Götzendienst und Ehebruch seien (Amos 2, 6-7). Die Barmherzigkeit gegenüber den Armen ist ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beweis für die wahre Hingabe des Herzens an Gott (Jes 1,10-17; 58,6-7; Amos 4,1-6; 5,21-24). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anhäufung von großem Reichtum, „indem man Haus an Haus und Feld an Feld reiht, bis kein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raum mehr übrig ist“ (vgl. Jes 5,8-9) kann, auch wenn sie mit legalen Mitteln erfolgt, Sünde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sein, wenn sich die Reichen den Armen gegenüber stolz und gefühllos verhalten (Jes 3,16-26; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amos 6,4-7). Das 70 Jahre andauernde Exil selbst war eine Strafe für die nicht eingehaltenen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sabbat- und Jubeljahre (2Chr 36,20-21). In diesen Jahren hätten die Wohlhabenden eigentlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulden erlassen sollen, doch sie weigerten sich, dies zu tun.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;So viel zu Israel. Aber was ist mit der Gemeinde? Die Gemeinde spiegelt die soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit der Gemeinschaft des Alten Bundes wider, allerdings mit der größeren Kraft und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht des neu angebrochenen Zeitalters. Auch Christen sind dazu aufgerufen, den Bedürftigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihre Hand hinzustrecken, wenn sie Hilfe brauchen (1Joh 3,16-17; vgl. 5Mos 15,7-8). Innerhalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kirche soll der Reichtum großzügig zwischen Arm und Reich geteilt werden (2Kor 8,13-15; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vgl. 3Mos 25). In Anlehnung an die Propheten lehrten die Apostel, dass wahrer Glaube &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unausweichlich durch barmherzige Taten zum Ausdruck kommt (Jak 2,1-23). Materialismus bleibt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine schwere Sünde (Jak 5,1-6; 1Tim 6,17-19) Es sind nicht nur die einzelnen Gläubigen in der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortung. Es gibt sogar eine besondere Art von Amtsträgern - die Diakone -, die eingesetzt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurden, um den Dienst der Barmherzigkeit der Gemeinde zu koordinieren. Es sollte uns nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überraschen, dass die ersten beiden leitenden Ämter in der Gemeinde die Diener am Wort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Apostel) und die Diener an der Tat (die ''diakonoi'' aus Apg 6) waren. In der Zeit von Phil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1,1 und 1Tim 3 beaufsichtigen die Amtsträger den Dienst am Wort (Älteste) und den Dienst an der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tat (Diakone). Der Grund dafür ist, dass Jesus seine Dienstgaben an uns ausgeteilt hat (Eph &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4,7-12). Der Leib Christi erhält sowohl die Gabe der Rede als auch die Gabe der Diakonie (1Petr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4,10). All das zeigt, dass der Dienst der Barmherzigkeit ein wichtiges Werk der Kirche ist, zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem sie genauso beauftragt wurde wie zum Dienst am Wort und dem Dienst der Zucht (vgl. Röm 15, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23-29). In 2Kor 8,13-14 und Gal 2,10 werden konkrete Beispiele gemeinschaftlicher Diakonie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufgezeigt. Die Gemeinde spendet Opfergaben und lässt den Armen Hilfe zukommen (organisiert von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Amtsträgern der Kirche). Es sind also nicht nur Einzelpersonen, sondern die Kirche als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzes, die sich um die Sorge für die Armen und deren wirtschaftliche Versorgung kümmern soll.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Andere Fragen bleiben bestehen. Auch wenn anerkannt wird, dass die Gemeinde (und auch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jeder Einzelne) für Arme spenden soll, wird mehrheitlich darauf hingewiesen, dass sich dieser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienst intern auf die christliche Gemeinschaft bezieht, also auf die Sorge für die Gläubigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige kommen zu dem Schluss, dass einzelne Christen sich allgemein für alle Armen engagieren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollten, doch die Kirche sollte ihren Dienst einzig und allein auf die Armen innerhalb der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinde konzentrieren. Auch hier gibt es viele Texte, die dieser Ansicht widersprechen. Sowohl &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Israel (3Mos 19,33-34) als auch die Gemeinde des Neuen Bundes (Hebr 13,2; 1Tim 5,10) sind &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
angehalten, auch Fremden und Ausländern, die nicht der christlichen Gemeinschaft angehören, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastfreundschaft zu erweisen. Die wichtigste Aussage des berühmten Gleichnisses Jesu vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37) lautet: Der Dienst der Barmherzigkeit sollte nicht auf die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinschaft des Bundes beschränkt bleiben, sondern auch auf Menschen ausgeweitet werden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich außerhalb davon befinden. Außerdem weist Jesus seine Jünger in Lk 6,32-36 an, auch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Undankbaren und Bösen zu dienen, weil dies das Muster der Gnade Gottes ist, die allen Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt. Er lässt es regnen und lässt die Sonne scheinen sowohl über die Gerechten als auch über &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Ungerechten (Mt 5,45). Diese letzte Ermahnung sollte nicht so verstanden werden, dass wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedem, der darum bittet, etwas geben sollen, auch wenn das bedeutet, dass diese Gabe es ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
leicht macht, zu sündigen. Aber dennoch warnen diese Texte die Gemeinde klar davor, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit nur den Mitgliedern der eigenen Gemeinschaft zu gewähren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Der vielleicht hilfreichste Abschnitt ist die kurze Erklärung von Paulus in Gal 6,10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(diese wurde an die ganze Gemeinde und nicht nur an Einzelpersonen geschrieben), die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ausdrücklich eine Prioritätenliste für den Dienst praktischer und materieller Bedürfnisse &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufstellt. Zunächst sind wir dazu angehalten, unseren „Glaubensgenossen“ und dann auch „allen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen“ zu helfen, ohne einen Unterschied hinsichtlich ihrer Volkszugehörigkeit, Nationalität &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder ihres Glaubens zu machen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Wie?&amp;lt;/i&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Aber was ist mit dem Verhältnis zwischen dem Dienst an den Armen zu dem Dienst der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation und der Verkündigung des Evangeliums?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;1. Verkündigung ist etwas Unabdingbares&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die modernistische Kirche des frühen 20. Jahrhunderts reduzierte den Dienst am Evangelium auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine soziale Ethik und soziales Handeln. Der bizarre Spruch „Predigt das Evangelium und wenn &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nötig, benutzt Worte dafür!“ passt zu der Vorstellung, dass es sich beim Evangelium im Grunde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
genommen um eine „Lebensweise“ handelt und dass der Dienst am Evangelium „eine bessere Welt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schafft“. Doch das widerspricht nicht nur der Lehre der Bibel, dass das Evangelium durch Worte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verkündigt und die Hörer darauf mit Buße und Glauben reagieren müssen. Im Wesentlichen leugnet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Spruch das Evangelium der Gnade durch die rettende Heilstat Gottes in der Geschichte und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ersetzt diese durch gute Werke und hohe moralische Vorstellungen. Im Social Gospel verschwindet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Evangelisation einfach von der Bildfläche. Die Armen zu lieben wird als „Weitergeben der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guten Botschaft“ betrachtet. Die konservative Kirche reagiert darauf mit tiefem Misstrauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber der zu starken Betonung auf den Dienst an den Armen. Sie hört von vielen aus der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Emergenten Kirche“ dass Gerechtigkeit und die Arbeit für den Frieden die wichtigsten Wege &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, um Apologetik zu betreiben und Menschen zu evangelisieren. Im Hinblick auf das Desaster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der modernistischen liberalen Theologie ist das Misstrauen gerechtfertigt. Aber wie ich bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dargelegt habe, versäumt die konservativ-evangelikale Verkündigung, den Armen die Bedeutung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beizumessen, die sich in der Bibel selbst findet. Warum? Es ist das Erbe des Social Gospel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl diejenigen, die das Social Gospel annehmen als auch diejenigen, die es ablehnen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verdrehen die Bedeutung, die die Bibel auf die Armen legt (auch wenn sie es auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterschiedliche Art und Weise tun).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Licht des biblischen Befundes suchen viele heutzutage eine Art Ausgleich. Einerseits sagen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manche, dass zwar beides notwendig ist, dass aber soziale Belange ein Mittel zum Zweck der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation sind. Das heißt, wir sollten Gnade und Gerechtigkeit nur üben, um Menschen zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben an Jesus Christus zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe C. Peter Wagner, Church Growth and the Whole &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel: A Biblical Mandate (San Francisco: Harper &amp;amp; Row, 1981), 101–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das passt aber &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wiederum nicht zum Gleichnis Jesu vom Barmherzigen Samariter, in dem er uns dazu aufruft, uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch um die Undankbaren und Bösen zu kümmern (Lk 6, 35). Diese „Mittel-zum-Zweck“-Sichtweise &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
macht Christen anfällig für Manipulationsvorwürfe. Anstatt Menschen aus freien Stücken wirklich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu lieben, helfen wir ihnen nur, um uns selbst zu helfen und unsere Mitgliederzahlen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhöhen. Das Ironische daran ist, dass sich dieser Ansatz selbst das Wasser abgräbt. Ich habe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
viele Evangelikale kennengelernt, die den Wert des Dienstes der Barmherzigkeit an der Anzahl &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Bekehrten bzw. Kirchenbesucher/-mitglieder bemessen, der aus diesem resultiert. Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soziologe Robert Putnam beschreibt solche gemeindebasierten Initiativen als kirchenzentriertes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bindendes (oder exklusives) soziales Kapital, welches im Gegensatz zum gemeinschaftszentrierten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''brückenbildenden'' (oder inklusivem) sozialen Kapital steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert D. Putnam, Bowling &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alone: The Collapse and Revival of American Community (New York: Simon &amp;amp; Schuster, 2000), 22–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das bedeutet, dass der Dienst solcher Gemeinden nicht darauf aufgelegt ist, dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nächsten zu dienen, sondern nur die Gemeinde zu vergrößern. Doch dieser Ansatz wird von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen außerhalb der Gemeinde als egoistisch und als Selbstzweck wahrgenommen, so dass sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott nicht verherrlichen (Mt 5,13-16), weil sie an uns Gottes aufopferungsvolle und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedingungslose Gnade nicht erkennen können. Sie sehen an uns nur, dass wir etwas geben, weil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir im Gegenzug etwas erwarten (Lk 6,32-35).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Eine andere Sichtweise bieten John Stott und andere. Sie betrachten die Evangelisation und das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
soziale Engagement als gleichwertige Partner: &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;[S]oziales Engagement ist der Partner der Evangelisation. Als Partner gehören die beiden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zueinander und sind doch voneinander unabhängig. Jeder Teil hat neben dem anderen seine eigene &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechtigung. Keines ist nur ein Mittel zum Zweck oder gar eine Erscheinungsform des anderen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes hat seinen eigenen Zweck.&amp;lt;ref&amp;gt;John R. W. Stott, Christian Mission in the Modern World: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
What the Church Should Be Doing Now! (Downers Grove: IVP, 1975), 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Das scheint den Dienst an den Armen zu sehr vom Dienst am Wort zu trennen. Es eröffnet die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglichkeit, den Dienst an den Armen als eigenständige Möglichkeit zu betrachten, die die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung des Wortes außer Acht lässt. Ich mache einen neuen Vorschlag: Eine asymmetrische, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unauflösliche Verbindung der beiden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2. Evangelisation ist grundlegender als der Dienst an den Armen&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Evangelisation muss als „Spitze“ des Dienstes einer Gemeinde an der Welt betrachtet werden. Man &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss ihr einen Vorrang im Dienst der Gemeinde einräumen. Es liegt auf der Hand, dass sowohl die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rettung einer verlorenen Seele und die Speisung eines hungrigen Magens zwar beides Taten der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe sind. Doch eine der beiden hat definitiv eine unendlich größere Wirkung als die andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 2Kor 4,16-18 spricht Paulus davon, wie wichtig es ist, den „inneren Menschen“ zu stärken, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch wenn die äußere, physische Natur altert und verfällt. Evangelisation ist der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grundlegendste und radikalste Dienst, den man an einem Menschen tun kann. Das ist nicht deshalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahr, weil das „Geistliche“ wichtiger ist als das Körperliche (wir müssen aufpassen, nicht in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Dualismus griechischer Prägung zu verfallen!). Doch es ist wahr, weil das Ewige wichtiger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist als das Zeitliche (Mt 11,1-6; Joh 17,18; 1Joh 3, 17-18).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;3. Der Dienst an den Armen ist aber untrennbar mit der Evangelisation verbunden.&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wir alle kennen den Spruch „Wir sind allein durch den Glauben gerettet, aber dieser Glaube &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht nicht für sich allein.“ Durch den Glauben sind wir gerettet. Aber Glaube ist untrennbar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit guten Taten verbunden. Wir haben bereits in Jak 2 gesehen, dass das auch für das Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt: Die Gerechtigkeit aus dem Glauben und aus der Barmherzigkeit gegenüber den Armen. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priorität liegt auf dem Evangelium der Gerechtigkeit. Das ist es, was uns rettet. Aber genauso &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie gute Werke untrennbar mit dem Glauben verbunden sind, ist auch die Sorge für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
untrennbar mit der Evangelisation und dem Dienst des Wortes verbunden. Im Handeln Jesu waren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilung von Kranken und die Speisung der Armen eng mit seiner Verkündigung verbunden (Joh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,1-7; 35-41).  Die Wunder, die er getan hat, waren nicht einfach nur eine Demonstration seiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht, sondern Zeichen der kommenden Herrschaft Gottes (Mt 11,2-5).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Die Erneuerung durch Jesu Erlösung umfasst letztlich auch eine neue Erde. In der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeit dazwischen gibt es keinen Teil unserer Existenz, der von seinem Segen unberührt bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wunder von Jesus waren Wunder des Reiches Gottes und sollten zeigen, was es mit diesem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reich auf sich hat. … Sein Segen wurde den Armen, den Mühseligen und Beladenen zuteil, die zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihm kamen und an ihn glaubten. … Die Zeichen und Wunder, die die Gottheit Jesu bezeugten und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Zeugnis derer bestätigten, die das Evangelium an die Gemeinden weitergaben, setzten sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht weiter fort, denn ihr Zweck ist bereits erfüllt. Doch das, was diese Zeichen im Hinblick &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf das Reich Gottes zum Ausdruck brachten, muss in der Gemeinde fortbestehen. Wir vertrauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Worten Jesu nicht wirklich, wenn unsere Taten nicht seine Barmherzigkeit widerspiegeln. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung des Reiches Gottes ist daher ganzheitlich: Es vermittelt durch Wort und Tat die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verheißung Christi für Leib und Seele als auch die Forderung die Christus an Leib und Seele &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund P. Clowney, &amp;quot;Kingdom Evangelism,&amp;quot; in The Pastor-Evangelist: Preacher, Model, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
and Mobilizer for Church Growth (ed. Roger S. Greenway; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reformed, 1987), 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die Apostelgeschichte stellt mehrmals eine enge Verbindung zwischen dem Teilen materieller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güter mit Bedürftigen und der Ausbreitung des Evangeliums durch die Predigt her. Das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herabkommen des Heiligen Geistes und der sprunghafte Anstieg der Zahl von Bekehrten (Apg 2,41) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht in Verbindung zu einem radikalen Teilen von Besitz mit den Bedürftigen (2,44-45). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apostelgeschichte 4 stellt eine Rekapitulation dar: Nachdem die Gemeinde den Heiligen Geist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bekommen hat, teilen die Mitglieder innerhalb der Gemeinde ihren Besitz und die Auferstehung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird mit großer Macht verkündigt (4, 32-35). Nachdem sich der Dienst der Diakonie fester &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etabliert hat, fügt Lukas hinzu „wuchs das Wort Gottes und die Zahl der Jünger mehrte sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sehr.“ (6,7). Lukas weist erneut auf die sehr enge Verbindung zwischen Tat und Wort hin. Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
praktische Dienst der Christen an den Bedürftigen wies auf die Wahrheit und die Kraft des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums hin. Taten der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit werden auch für Nichtgläubige &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sichtbar und können dazu führen, dass sie Gott verherrlichen (Mt 5, 13-16). Der Römische Kaiser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Apostata bemerkte, dass Christen erstaunlich wohlgesonnen gegenüber Fremden waren: „Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungläubigen Galiläer [d.h. die Christen] helfen nicht nur ihren eigenen Armen, sondern auch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unseren. Jeder kann sehen, dass wir unseren Leuten nicht ausreichend helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert in: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rodney Stark, The Rise of Christianity: How the Obscure, Marginal, Jesus Movement Became the &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dominant Religious Force in the Western World in a Few Centuries (San Francisco: HarperCollins, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997), 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;4) Untrennbarkeit bedeutet keine starre zeitliche Reihenfolge&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Was ist mit dem Begriff „untrennbar“ gemeint? Der Dienst an den Armen kann der Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums vorausgehen. So war es auch beim Dienst Jesu an einem blinden Menschen. Obwohl Jesu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tat dazu führte, dass der Blinde auch in geistlicher Hinsicht „sehend wurde“, gibt es keinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis darauf, dass Jesu Hilfe an Bedingungen geknüpft war. Er zwang ihn nicht dazu, ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben zu schenken als er ihn heilte. Er wies ihn lediglich an: „Geh und wasche dich!“ (Joh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,7). Auch als Jesus davon sprach, denjenigen Geld und Kleidung zu geben, die darum bitten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bestand er darauf, dass wir geben sollten, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten (Lk 6, 32&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-35). Wir sollten nicht nur Hilfe leisten, wenn unser Gegenüber dem Evangelium offen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenübersteht. Und wir sollten die Hilfe auch nicht zurückziehen, wenn er oder sie das nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tut. Es sollte jedoch immer klar sein, dass die Motivation hinter unserer Hilfe unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
christlicher Glaube ist und wir sollten uns darum bemühen, Wege zu finden, die weder künstlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch ausbeuterisch sind, um den Dienst des Wortes und unsere Zusammentreffen zu Zwecken der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Jüngerschaft eng mit dem diakonischen Dienst zu verbinden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Zusammenfassung&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Jesus ruft uns als Christen dazu auf, &amp;quot;Zeugen&amp;quot; zu sein und anderen Menschen die Botschaft des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums zu bringen. Doch gleichzeitig ruft er uns auch dazu auf, uns um die Armen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern. Er ruft seine Nachfolger sowohl zur „Verkündigung des Evangeliums“ (Aufforderung zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben an das Evangelium) als auch zur „Nächstenliebe“ auf (sich aufopferungsvoll um die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürfnisse der Menschen im persönlichen Umfeld kümmern, egal ob diese gläubig oder nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gläubig sind!) Beides gehört unbedingt zusammen!&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;In &amp;lt;i&amp;gt;theologischer&amp;lt;/i&amp;gt; Hinsicht:  Die Auferstehung Jesu zeigt uns, dass Gott nicht nur Körper &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Geist geschaffen hat, sondern auch beides erlösen wird. Das Heil, das Jesus schließlich in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner ganzen Fülle bringen wird, schließt die Befreiung von allen Auswirkungen der Sünde ein - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht nur in geistlicher, sondern auch in körperlicher und materieller Hinsicht. Jesus kam, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Wort Gottes zu lehren, um zu heilen und die Hungrigen zu speisen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;In &amp;lt;i&amp;gt;praktischer&amp;lt;/i&amp;gt; Hinsicht: Wir sollten uns weiterhin davor hüten, die Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums mit der praktischen Hilfe zu verwechseln, wie es beim Social Gospel der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Taten der Liebe sind ein unverzichtbares Zeugnis für die Kraft und das Wesen von Gottes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade, ein unverzichtbares Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2. Ein paar Gedanken zum praktischen Dienst an den Armen&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Erläuterung aller Einzelheiten zum praktischen Dienst an den Armen, würde diesen Essay &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sicherlich sprengen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bemerkung des Herausgebers: vgl. Timothy J. Keller, Ministries of &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mercy: The Call of the Jericho Road (Band 2; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997).&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch es gibt zwei praktische Aspekte, die ich den Gemeinden in ihrem Dienst an den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen ans Herz legen möchte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Ein Gleichgewicht in der Analyse: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Es ist eine Sache, den Armen helfen zu wollen. Aber es ist noch einmal eine ganz andere Sache, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dabei weise vorzugehen. Es kann leicht passieren, dass man sich in das Leben einer armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie einmischt und sich dadurch die Dinge eher verschlechtern als verbessern. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptgründe dafür, dass dies so oft geschieht, sind die zwei unbiblischen Ideologien und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reduktionismen, die unsere Kultur heutzutage bestimmen. Konservative betrachten im Allgemeinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine persönliche Verantwortungslosigkeit als Grund für Armut. Liberale hingegen sehen den Grund &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ungerechten Sozialsystemen, denen arme Menschen nicht entkommen können.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Bibel benutzt wechselweise zwei verschiedene Begriffe für den Dienst an den Armen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit“ und „Dienst“ (Diakonie) bzw. Barmherzigkeit. Der wahrscheinlich berühmteste &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell in der Bibel, den Armen zu helfen ist das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. Dort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird die Hilfe als „Barmherzigkeit“ bezeichnet (Lk 10,37) An anderen Stellen der Bibel, wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Teilen von Nahrung, Unterkunft und anderen grundlegenden Ressourcen mit Personen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weniger haben als ihre Geber, als „Gerechtigkeit üben“ bezeichnet (Jes 58,6-10; siehe auch 3Mos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19,13; Jer 22,13). Nicht zu teilen ist nicht einfach nur ein Versäumnis, barmherzig zu sein, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern auch ein Versäumnis, gerecht zu sein.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich denke, dass der Grund für die Nutzung der beiden Begriffe „Gerechtigkeit“ und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Barmherzigkeit“ darin liegt, dass die biblische Erklärung für die Gründe von Armut sehr viel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
komplexer ist, als unsere derzeitigen Ideologien es uns nahelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. D. A. Carson, How &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Long, O Lord? Reflections on Suffering and Evil (Band 2; Grand Rapids: Baker, 2006), 51–59, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführungen zu den sechs &amp;quot;Arten von Armut&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weisheitsliteratur bietet eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bemerkenswert ausbalancierte und nuancierte Sicht der „Wurzelursachen“ von Armut. In den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprüchen finden wir die bereits bekannten Aussagen: „Bei jeder Mühe ist Gewinn, aber bloßes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerede (führt) nur zum Mangel“ (Spr 14, 23). Aber es heißt auch: „Reichlich Nahrung (bringt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Neubruch der Armen, aber mancher wird weggerafft durch Unrecht.“ Sowohl Faktoren im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
persönlichen als auch im gesellschaftlichen systemischen Bereich können zu Armut führen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Bibel nennt mindestens drei Ursachen für Armut. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Ungerechtigkeit und Unterdrückung&amp;lt;/i&amp;gt;:  Dies bezieht sich auf alle ungerechten sozialen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstände oder Verhaltensweisen, die einen Menschen in Armut halten (Ps 82,1-8; Spr 14,31; 2Mos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22,21-27). Das am häufigsten verwendete hebräische Wort für &amp;quot;die Armen&amp;quot; im Alten Testament &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet „die zu Unrecht Unterdrückten“. Biblische Beispiele für Unterdrückung sind soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Systeme, die die Mächtigen begünstigen (3Mos 19,15), Wucher (2Mos 22,25-27) und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungerechtfertigt niedrige Lohnzahlungen (Eph 6,8-9 ; Jak 5,4).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Katastrophen im Umfeld&amp;lt;/i&amp;gt;: Das bezieht sich auf Naturkatastrophen oder andere Umstände, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Menschen in die Armut führen oder ihn darin halten. Die Heilige Schrift ist voller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie Hungersnöte (1Mos 47), körperliche Behinderungen, Überschwemmungen und Brände.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Persönliches Versagen&amp;lt;/i&amp;gt;: Auch persönliche Schuld und Versäumnisse können eine Ursache für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut sein, z.B. Trägheit (Spr 6,6-8) und andere Probleme hinsichtlich der Selbstdisziplin (Spr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23,21).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Diese drei Faktoren sind miteinander verbunden. Sie führen in der Regel nicht zu voneinander &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abgrenzbaren &amp;quot;Kategorien&amp;quot; von Armut (außer in akuten Fällen, z.B. bei einem Wirbelsturm, durch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Menschen obdachlos werden und kurzfristig auf materielle Hilfe angewiesen sind). Vielmehr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind diese drei Faktoren normalerweise miteinander verbunden. Eine Person, die z.B. in einem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ethnischen/wirtschaftlichen Ghetto (Faktor 1) aufgewachsen ist, hat höchstwahrscheinlich einen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schlechteren Gesundheitszustand (Faktor 2) und erlernt in ihrer Gemeinschaft viele &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewohnheiten, die in materieller/sozialer Hinsicht keine Verbesserung der Lebensumstände &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bringen (Faktor 3).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Faktor 3 kann jedoch auch als eine Variante von Faktor 1 betrachtet werden. Zum Beispiel können &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern darin versagen, ihren Kindern vorzulesen, sie zu ernähren oder ihnen Verhaltensweisen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie Ehrlichkeit, Fleiß und Geduld beizubringen. Dabei handelt es sich um den Faktor 3 bei den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwachsenen (persönliche Verantwortungslosigkeit) und um Faktor 1 bei den Kindern &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ungerechtigkeit/Chancenungleichheit). Kinder aus innerstädtischen Ghettos können völlig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverschuldet mit einer weitaus schlechteren Schulbildung aufwachsen und in einem Umfeld groß &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden, in dem sie auf immense Lernhindernisse treffen. Konservative argumentieren vielleicht, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass dies die Schuld der Eltern oder der „Kultur“ ist, während Liberale diesselbe Situation als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versagen der Regierung und/oder als Auswirkung von systemischem Rassismus betrachten. Keiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von ihnen argumentiert, dass es die Schuld der Kinder ist! Natürlich ist es möglich, dass junge &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die in Armut geboren wurden, daraus ausbrechen können, doch dazu ist ein Vielfaches &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an Stärke, Unabhängigkeit, Kreativität und Mut nötig, um einfach nur eine höhere Schule &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
besuchen und eine Arbeitsstelle finden zu können, als es das für ein Kind aus der Mittelschicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist. Kurz gesagt gibt es Kinder, die mit etwa zweihundertmal besseren Chancen auf akademischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wirtschaftlichen Erfolg aufwachsen als andere. (Man kann nicht von einem acht Jahre alten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analphabeten, der bald ein siebzehnjähriger Analphabet sein wird, erwarten, dass er sich „an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht!“) Warum gibt es diese Situation? Sie ist Teil der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tiefgreifenden Ungerechtigkeit, die auf unserer Welt herrscht. Das Problem ist schlicht und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einfach eine ungerechte Verteilung von Chancen und Ressourcen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele „Konservative“ den Armen hauptsächlich aus Mitleid &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
helfen wollen. Das rührt möglicherweise aus dem Glauben, dass Armut hauptsächlich eine Frage &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Verantwortungslosigkeit Einzelner ist. Dabei wird übersehen, dass die „Reichen“ ihren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz zum großen Teil dem Umstand verdanken, dass die Chancen und Ressourcen bei Geburt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungerecht verteilt sind. Wenn wir reich an den Gütern dieser Welt sind, ist das letztendlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein Geschenk. Wären wir in einem anderen Umfeld geboren worden, könnten wir ohne eigenes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschulden sehr arm sein. Nicht zu teilen, was man hat, ist nicht einfach nur unbarmherzig, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern auch unfair und ungerecht. Auf der anderen Seite helfen viele „Liberale“ den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hauptsächlich deshalb, weil sie empört sind und einen Mangel an Gerechtigkeit verspüren. Hier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird übersehen, dass individuelle Verantwortung und Veränderung sehr viel damit zu tun hat, der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut zu entkommen. Armut wird hier strikt unter dem Aspekt der strukturellen Ungleichheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
betrachtet. Während die konservative Einstellung „aus reinem Mitleid“ zu Paternalismus und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevormundung führt, führt die liberale Einstellung „aus reiner Gerechtigkeit“ zu großer Wut und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Groll.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Beide Ansichten neigen ironischerweise dazu, selbstgerecht zu sein. Die eine Seite sieht die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schuld ausschließlich bei den Armen, die andere ausschließlich bei den Reichen. Die eine Seite &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
legt eine zu große Betonung auf die Verantwortung des Einzelnen, die andere eine zu niedrige. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausgewogene Motivation entspringt einem barmherzigen Herzen, das sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überheblichkeitsgefühl gegenüber Menschen aus allen sozialen Schichten verloren hat. Eines muss &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns ganz klar sein: Es ist das Evangelium, dass uns dazu führt, barmherzig und gerecht zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
handeln. Gott spricht zu Israel: „Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägyptens gewesen. Ich bin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der HERR, euer Gott!“ (3Mos 19,34). Die Israeliten waren „Fremdlinge“ und unterdrückte Sklaven &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Ägypten. Sie waren nicht in der Lage, sich selbst aus der Knechtschaft zu befreien - das tat &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott durch seine Gnade und Macht. Nun sollen sie alle Menschen mit weniger Macht oder weniger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz wie ihre Nächsten behandeln, sie lieben und Gerechtigkeit üben. Die Basis, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit zu üben“ ist also die Rettung durch die Gnade Gottes!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Schon am Beginn dieses Abschnitts haben wir festgestellt, dass die Balance zwischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit und Gerechtigkeit - die Wahrnehmung sowohl persönlicher als auch sozialer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekte als Ursache von Armut - wichtig ist, damit Gemeinden ihren Dienst an den Armen in aller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weisheit tun können. Eine konservative Ideologie wird möglicherweise viel zu ungeduldig und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vielleicht sogar harsch mit armen Familien umgehen und die eher unsichtbaren soziokulturellen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktoren ausblenden, die zu diesem Problem beitragen. Eine liberale Ideologie hingegen wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht genug Wert auf eine Umkehr und eine Erneuerung des Lebenswandels legen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Arbeitsteilung: Der Einzelne und die Gemeinde&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Der Dienst der Gemeinde am Evangelium umfasst sowohl die Verkündigung der guten Botschaft an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichtchristen als auch die Prägung einzelner Gläubiger mit dem Evangelium. Das bedeutet jedoch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht, dass die Kirche als Institution unter ihren Ältesten alle Aktivitäten selbst ausführen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss, zu der wir unsere Mitglieder befähigen. So sollte z.B. die Gemeinde die Filmemacher in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihren Reihen in der Jüngerschaft so anleiten, dass ihre Kunst tief vom Evangelium durchdrungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird. Doch die Kirche selbst sollte nicht in der Filmproduktionsbranche tätig werden. Hier kann &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abraham Kuypers „Souveränität der verschiedenen Sphären“ hilfreich sein (obwohl ich durchaus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
deren Grenzen und Schwierigkeiten wahrnehme). Kuyper besteht zurecht darauf, dass die Kirche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Kirche die Aufgabe hat, das Evangelium zu verkündigen (Evangelisation und Jüngerschaft), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott anzubeten, die Sakramente auszuteilen und Gemeindezucht zu üben. Durch all diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktivitäten bringt sie Mitglieder hervor, die sich ihrerseits in Kunst, Wissenschaft, Bildung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Journalismus, Film, Wirtschaft usw. engagieren werden. Die Kirche selbst sollte sich jedoch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht an diesen Unternehmungen beteiligen. Kuyper hätte z.B. einer örtlichen Gemeinde nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einmal erlaubt, eine christliche Schule zu betreiben, da er der Ansicht war, dass die Bildung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kinder der Familie und nicht der Gemeinde obliegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In diesem Sinne ergibt der Dienst der Kirche an den Armen wirklich Sinn, wenn man ihn als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemeinsames Mittel zur Erfüllung des biblischen Auftrags an den Armen betrachtet, als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemeinsames Zeugnis für die Gemeinschaft derer, die durch Jesu Liebe verändert wurden und als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wichtige „Plausibilitätsstruktur“ für die Verkündigung des Evangeliums. Die Kirche sollte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch die verschiedenen Ebenen des Dienstes an den Armen erkennen und deren Grenzen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anerkennen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Nothilfe&amp;lt;/i&amp;gt;: Direkte Hilfe als Antwort auf körperliche/materielle/gesellschaftliche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürfnisse. Übliche Hilfsdienste umfassen die Bereitstellung von Notunterkünften für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obdachlose, die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Kleidung für Bedürftige, medizinische Hilfe, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krisenberatung usw. Eine aktivere Form der Hilfe ist das &amp;quot;Eintreten&amp;quot; für Menschen in Not, z.B. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Unterstützung bei der Suche nach Rechtsbeistand, einer Wohnung und bei anderen Formen der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung. Nothilfeprogramme allein können zu Abhängigkeitsverhältnissen führen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Entwicklungshilfe&amp;lt;/i&amp;gt;: Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, die einer hilfsbedürftigen Person &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder Gemeinschaft die Selbstversorgung ermöglichen. Wenn einem Sklaven im AT die Schuld &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erlassen und er freigelassen wurde, wies Gott seinen ehemaligen Herrn an, ihn mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahrungsmitteln, Werkzeug und Ressourcen auszustatten, damit der Sklave ein neues, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirtschaftlich unabhängiges Leben führen konnte (5Mos 15,13-14). „Entwicklungshilfe“ für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne umfasst Bildungsmaßnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausbildungsmöglichkeiten. Für ein Stadtviertel oder eine Gemeinschaft bedeutet der Begriff &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch, dass gesellschaftliches und finanzielles Kapital in ein Sozialsystem investiert wird, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B. in Wohnungsbau, Wohneigentum, andere Kapitalinvestitionen, usw.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Reformen&amp;lt;/i&amp;gt;: Reformen im sozialen Bereich gehen über die Linderung dringender Bedürfnisse und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abhängigkeiten hinaus und zielen darauf ab, soziale Bedingungen und Strukturen zu verändern, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die diese Abhängigkeit verschlimmern oder gar erst hervorgebracht haben. Von Hiob wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
berichtet, dass er nicht nur die Nackten gekleidet, sondern auch die „Kinnladen der Übeltäter &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zerschmetterte und ihren Zähnen die Beute entriss“ (Hiob 29,17). Die Propheten prangerten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Missstände wie ungerechte Löhne (Jer 22,13), korrupte Geschäftspraktiken (Amos 8,2.6), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtssysteme, die die Reichen und Einflussreichen bevorzugten (3Mos 19,15; 5Mos 24,17) und ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wuchersystem an, das Menschen mit geringen Mitteln ausbeutete (2Mos 22,25-27; 3Mos 19,35-37; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25,37). Daniel zieht eine heidnische Regierung wegen ihres Mangels an Barmherzigkeit gegenüber &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen zur Rechenschaft (Dan 4,27ff.). Das bedeutet, dass sich Christen auch für eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bestimmte Gemeinschaft einsetzen sollen, um z.B. einen besseren Polizeischutz, gerechtere und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fairere Finanzpraktiken, eine bessere Ordnung des gesellschaftlichen Raums und bessere Gesetze &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu erwirken.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Aber sollte die Kirche als Institution Reformen durchführen oder gar Entwicklungshilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
betreiben? Aus theologischen und praktischen Gründen lautet die Antwort im Allgemeinen, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich die Kirche als Institution auf die erste und einen Teil der zweiten Ebene konzentrieren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollte: auf die Nothilfe und einen Teil der individuellen Entwicklungshilfe. Wenn es um die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zweite und die dritte Ebene - also um die Entwicklungshilfe von Gemeinschaften, um soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reformen und die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen geht, sollten Gläubige im Rahmen von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbänden und Organisationen und weniger durch ihre örtliche Kirche aktiv werden. Es fällt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schwer, hier dogmatische Linien zu ziehen. Gesellschaftliche Unterschiede und kulturelle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingungen können Auswirkungen darauf haben, inwieweit sich die Kirche an Lösungen zu Fragen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Gerechtigkeit beteiligt. Jetzt im Rückblick zollen wir den weißen angloamerikanischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchen, die gegen die Übel der Sklaverei in Amerika gepredigt und sich für die Abschaffung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derselben eingesetzt haben, unseren Respekt. Hier hat sich auch die afroamerikanische Kirche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter extrem schwierigen Bedingungen - Sklaverei und Quasi-Sklaverei - auf allen drei Ebenen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Dienstes an den Armen eingesetzt und tut das bis heute.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Generell bin ich jedoch der Meinung, dass die Kirche sich auf der ersten Ebene engagieren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollte und Freiwilligenorganisationen, Verbände und andere Dienste dies auf der zweiten und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dritten Ebene tun sollten. Warum?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;1. Viele würden möglicherweise argumentieren, dass ein Engagement auf der  zweiten und dritten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebene zu teuer ist und finanzielle Ressourcen vom Dienst am Wort abziehen würde. 2. Andere &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sagen, dass die beiden Ebenen zu politisch sind und eine zu große Verbundenheit zu bestimmten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsträgern und politischen Parteien bedeuten würden, die wiederum die Kirche gefährden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
könnten. 3. Und wieder andere sagen, dass die zweite und die dritte Ebene zu komplex sind und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es nicht zu den Aufgaben und Begabungen der Gemeindeältesten passen würde, wenn sie sich darum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern. Denn ihre Aufgabe ist der Dienst am Wort Gottes und das Gebet (Apg 6,1-7).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;All diese Argumente haben einen gewissen Wert, müssten aber nuancierter ausgearbeitet werden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um meiner These gerecht zu werden. Leider ist hier weder ausreichend Zeit noch Platz für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführungen zu diesem Prozess. Ich möchte nur anmerken, dass die meisten Gemeinden in den USA, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die sich intensiv um die Armen kümmern, es für klüger befunden haben, gemeinnützige Unternehmen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auszugliedern, die sich um die Entwicklungsarbeit in Gemeinschaften und um die Reform von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sozialen Strukturen kümmern, anstatt dass diese Aufgaben direkt durch die örtliche Gemeinschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter Verantwortung der Gemeindeältesten übernommen werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;h4&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;3. Jesus, der arme Mann&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Buch der Sprüche steht, dass Gott sich mit den Armen identifiziert. „Was ihr den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
antut, das tut ihr auch mir an.“ In Mt 25 steht dasselbe. Ich habe bereits vorher aufgezeigt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass Gott am Tag des Jüngsten Gerichts in der Lage sein wird, das Herz eines Menschen anhand &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner Haltung gegenüber anderen Menschen zu beurteilen. Aber dieser Vers trägt noch eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tiefere Bedeutung in sich.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Im Buch der Sprüche und in Mt 25 identifiziert Gott sich symbolisch mit den Armen. Doch in der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschwerdung und im Tod Jesu identifiziert sich Gott wortwörtlich mit den Armen und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgegrenzten. Jesus wurde nach seiner Geburt in einen Futtertrog gelegt. Bei seiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschneidung opferte seine Familie das, was von den Armen verlangt wurde (Lk 2,24). Er sagte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht, wo er das Haupt hinlegt“ (Mt 8,20). Am Ende seines Lebens ritt Jesus auf einem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geliehenen Esel in Jerusalem ein. Er verbrachte seinen letzten Abend in einem angemieteten Raum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wurde, als er starb, in ein geliehenes Grab gelegt. Sie warfen das Los über seinen einzigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz, seinen Mantel, denn am Kreuz wurde ihm alles genommen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;All das verleiht der Frage „Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder nackt oder im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefängnis gesehen?“ eine neue Bedeutung. Die Antwort darauf lautet: Dort am Kreuz! Dort wo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus mitten zwischen den Verbrechern - den Ausgegrenzten - starb. Kein Wunder, dass Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sagen konnte, dass sich unser Blickwinkel auf die Armen für immer verändert, wenn wir einmal &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gesehen haben, wie Jesus arm für uns wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen</id>
		<title>Das Evangelium und die Armen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen"/>
				<updated>2022-06-15T19:13:11Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Gospel and the Poor}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Evangelium und die Armen&amp;lt;ref&amp;gt;Bei diesem Essay handelt es sich um ein leicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überarbeitetes Manuskript eines Vortrags, der am 28. Mai 2008 auf dem Pastorenkolloquium der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel Coalition in Deerfield, Illinois gehalten wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde ich gebeten, über das Thema „Wie lässt sich unser Bekenntnis zum Vorrang des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums mit unserer Verpflichtung vereinbaren, allen Menschen, vor allem den Hausgenossen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Glaubens, Gutes zu tun, Salz und Licht für diese Welt zu sein und der Stadt Bestes zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
suchen?“ Ich werde diese Frage in zwei Teile aufteilen: 1) Wenn wir dem Vorrang  des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums verpflichtet sind, ist dieses dann der Grund und die Motivation für unseren Dienst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an den Armen? 2) Falls ja, wie steht dieser Dienst in Verbindung zur Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''1. Ist das Evangelium selbst die Motivation für den Dienst an den Armen?'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Vorrang des Evangeliums'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit dem „Vorrang des Evangeliums“ gemeint? Ich werde diese Frage mithilfe des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsatzreferates von Don Carson beantworten, das er bei der ersten Konferenz der Gospel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coalition im Mai 2007 gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;D. A. Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ (1Kor 15:1–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19),&amp;quot; eine Predigt, die am 23. Mai 2007 auf der Konferenz der Gospel Coalition in Deerfield, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Illinois gehalten wurde, verfügbar auf: http://thegospelcoalition.org/resources/a/What-is-the-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel2&amp;lt;/ref&amp;gt;  Carson erläutert den Text aus 1. Kor 15,1-19 anhand acht zusammenfassender &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;christologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Der Mittelpunkt des Evangeliums ist die Person und das Leben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Leben, Tod und Auferstehung) von Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;theologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium spricht davon, dass Sünde in allererster Linie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Angriff gegen Gott darstellt. Errettung ist immer Handeln Gottes, nicht unser eigenes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;biblisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist im Grunde die Botschaft der ganzen Bibel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;apostolisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium wurde uns von Jesu Jüngern als zuverlässigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenzeugen weitergegeben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;historisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist weder eine Philosophie noch ein Ratschlag, wie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
man Gott finden kann, sondern ein Bericht darüber, wie Gott in der Geschichte gehandelt hat, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns zu finden und zu retten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;persönlich&amp;lt;/i&amp;gt;: Jeder muss den Glauben an das Evangelium für sich persönlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annehmen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;universal&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium gilt für alle Sprachen, Stämme, Völker und für jeden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einzelnen Menschen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;eschatologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium schließt die gute Botschaft einer neuen Erde mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein, nicht nur den Segen, den wir in dieser Welt empfangen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen exegetischen  Schlussfolgerungen, zieht Carson den etwas allgemeineren Rückschluss, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Evangelium üblicherweise durch Verkündigung weitergegeben wird. Die überwältigende &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrheit der Bibelstellen im Neuen Testament spricht im Hinblick auf das Evangelium von der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung durch das Wort. Als Haushalter des Evangeliums lag die Verantwortung von Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch nicht allein in der Verkündigung des Wortes Gottes an die Heiden. Paulus erachtete es &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch als notwendig, auf die Auswirkungen des Glaubens in allen Lebensbereichen der Korinther zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
pochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Carson betont hat, dass das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium maßgeblich durch die Verkündigung weitergegeben wird, schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Jedoch muss hier noch etwas angemerkt werden. Das vorliegende Kapitel [1 Kor 15] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht am Ende eines Buches, das wiederholt aufzeigt, wie das Evangelium in richtiger Weise eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
massive Veränderung von Haltungen, Moralvorstellungen, Beziehungen und kultureller Interaktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bewirkt. Wie allgemein bekannt ist, besteht Calvin darauf, dass Rechtfertigung allein durch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben geschieht. Doch rechter Glaube steht nie allein für sich. Man kann ergänzend sagen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Evangelium sich zwar auf die Botschaft konzentriert, was Gott in der Geschichte getan &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat und auch heute noch tut und dass sich dies in eine kognitive Wahrheit kleidet, die geglaubt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden und der man gehorsam folgen soll, doch dieses Evangelium ist niemals nur eine rein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kognitive Angelegenheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übrigen Abschnitte der Korintherbriefe beweisen das immer wieder. Als Paulus die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streitigkeiten und die Spaltung der Gemeinde in Korinth anprangert (1. Kor 1,10-17), nennt er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Ursache dafür Stolz und Prahlerei. Diese stellen einen Betrug am Evangelium der souveränen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade Gottes dar (1,26-31). Als sich Paulus in Kapitel 5-6 mit dem Thema sexueller Sünde und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Disziplin befasst, gibt er Anweisungen, wie man sich verhalten soll und begründet seinen Appell &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit dem Evangelium der Gnade (6,11) und der Tatsache, dass die Korinther durch den Tod Christi &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
freigekauft wurden (6,19-20). In Kapitel 7 werden die Fragen zu Ehelosigkeit, Scheidung und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederheirat „im Kontext der Prioritäten des Evangeliums und der veränderten Sichtweise im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesicht des herannahenden eschatologischen Zeitalters und der Vorwegnahme des Endes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
thematisiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In 2. Kor 8-9 ruft Paulus sprachgewaltig zu finanzieller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großzügigkeit auf Grundlage des Evangeliums auf. Radikale, demütige Großzügigkeit „unterwirft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich dem Bekenntnis des Evangeliums“ (2. Kor 9,13). Das bedeutet, dass der Materialismus daran &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
scheitert, das Evangelium vom Opfertod Christi ernstzunehmen. In ähnlicher Weise stellt Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Haltung von Petrus im Hinblick auf die Heidenchristen in Frage und beharrt darauf, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrus „nicht mit der Wahrheit des Evangeliums übereinstimmt“ (Gal 2,14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;[Das] Evangelium muss darüber hinaus auch die Geschäftspraktiken und Prioritäten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Christen in der Wirtschaft sowie die Prioritäten junger Männer verändern, die sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unentschlossenem, aber dennoch unerbittlichem Narzissmus hingegeben haben. Außerdem müssen die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einsamen Ängste und oft sündhaften Gelüste von Ledigen transformiert werden, die nach Vergnügen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
streben, aber kein Glück darin finden. Selbiges gilt auch für die verzweifelten Bemühungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derer, die sich am Rand der Gesellschaft befinden sowie für viele weitere Menschen. Das alles &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss geschehen, jedoch nicht dadurch, dass versucht wird, aus dem Evangelium soziale Prinzipien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abzuleiten oder noch weniger durch eine ständige Konzentration auf diejenigen, die am Rande &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stehen, weil man sich vergeblich darum bemüht, prophetisch zu klingen. Es muss durch die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung, durch Lehre und durch die praktische Umsetzung des herrlichen Evangeliums von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserem Erlöser in unseren Gemeinden geschehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet es also, sich für den Vorrang des Evangeliums einzusetzen? Zunächst einmal heißt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das, dass das Evangelium verkündigt werden muss. Heutzutage verneinen viele, wie wichtig das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist. Sie behaupten stattdessen, dass das einzig wahre Zeugnis eine liebende Gemeinschaft sei, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man Menschen nicht durch Vernunft ins Reich Gottes führen, sondern sie nur hineinlieben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
könne. „Predigt das Evangelium! Wenn nötig - benutzt Worte dazu.“ Doch obwohl die Gemeinschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter Christen tatsächlich ein wichtiges und mächtiges Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, kann sie die Predigt des Wortes und die Verkündigung nicht ersetzen. Der Vorrang des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums bedeutet jedoch auch, dass es der Ursprung und die Triebfeder für das Handeln der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen ist, sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Gemeinschaft innerhalb und außerhalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Gemeinde. Der Dienst am Evangelium besteht nicht nur darin, es den Menschen zu verkündigen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
damit sie es annehmen und ihm Glauben schenken. Es bedeutet auch, Christen zu lehren und sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anzuleiten, ihr Leben davon prägen zu lassen, damit sie es &amp;quot;ausleben&amp;quot; können. Einer der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wichtigsten Bereiche, in denen sich das Evangelium auswirkt, ist unser Umgang mit den Armen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kenne keine bessere Einführung in die Frage, wie das Evangelium uns dazu bewegt, den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu dienen, als die Ausführungen von Jonathan Edwards in „Christian Charity“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards, &amp;quot;Christian Charity: or, The Duty of Charity to the Poor, Explained and Enforced,&amp;quot; in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Works of Jonathan Edwards (überarbeitet. und korrigiert von Edward Hickman; 1834; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuauflage, Carlisle, PA: Banner of Truth, 1974), 2:163–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards kommt zu dem Schluss, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Spenden und die Fürsorge für die Armen ein entscheidender und kein frei wählbarer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekt für das „Ausleben des Evangeliums“ ist. Edwards führt zu dieser Schlussfolgerung zwei &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grundlegende Argumente an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1) Der Glaube an das Evangelium bewegt uns, uns für die Armen einzusetzen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards zeigt uns immer wieder auf, wie ein Verstehen der so genannten „Regeln des Evangeliums“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Muster und Logik desselben - uns zwangsläufig dazu führt, die Armen zu lieben und ihnen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beizustehen. Edwards ist zwar der Ansicht, dass das Gebot, die Armen zu unterstützen, eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsequenz aus der Lehre der Gottebenbildlichkeit des Menschen ist&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt;, doch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er glaubt auch, dass die wichtigste Motivation für die Unterstützung der Armen das Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
selbst ist: Die Unterstützung der Armen „ist in Anbetracht unserer Umstände, weil wir unter der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade des Evangeliums stehen, besonders vernünftig.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Schlüsseltexte, die Edwards nutzt, um seine These zu untermauern, ist 2. Kor 8,8-9 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(im Kontext der gesamten Kapitel 8 und 9). Als Paulus um finanzielle Großzügigkeit gegenüber &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen bittet, verweist er auf die Selbstentäußerung Jesu und stellt anschaulich dar, wie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus buchstäblich und geistig durch seine Menschwerdung und später am Kreuz arm für uns wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Edwards spielt die Einleitung des Paulus mit den Worten „Nicht befehlsweise spreche ich… &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus“ eine wichtige Rolle. Das Argument hier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
scheint zu sein, dass Du den Armen gegenüber zutiefst großzügig sein wirst, wenn du in deinem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopf und deinem Herzen begriffen hast, was die stellvertretende Sühne Jesu bedeutet. Denk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darüber noch einmal nach! Der einzige Weg, den Jesus gehen konnte, um uns aus unserer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geistlichen Armut zu befreien und uns in geistlichen Reichtum zu bringen, war, selbst seinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geistlichen Reichtum zu verlassen und geistlich arm zu werden. Das sollte nun auch dein Weg im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben sein. Verschenk deine Ressourcen und begib dich selbst in Not, damit diejenigen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bereits in Not sind, unterstützt werden. Paulus deutet hier auch an, dass jeder Sünder, der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch die Gnade gerettet wurde, auf die Armen dieser Welt blicken wird und dabei spürt, dass er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in gewisser Weise in einen Spiegel schaut. Dadurch verschwindet jede Überheblichkeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Text, auf den Edwards mehr als einmal zurückgreift, ist Gal 6,1-10, besonders Vers &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2, der uns dazu auffordert „des Anderen Last zu tragen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Um was für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine Last handelt es sich dabei? Paulus hat dabei zumindest teilweise materielle und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
finanzielle Lasten im Blick, denn Gal 6,10 fordert uns dazu auf, „allen gegenüber das Gute (zu) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens“. Edwards versteht unter „Gutes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirken“ (nach Ansicht moderner Exegeten zu Recht) auch die praktische Hilfe für Menschen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahrung, Unterkunft und finanzielle Unterstützung benötigen. Die meisten Ausleger verstehen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lasten tragen“ als umfassenden Begriff. Wir teilen unsere Liebe und emotionale Stärke mit den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die in ihren Sorgen versinken. Wir teilen unser Geld und unseren Besitz mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denjenigen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Doch was meint Paulus mit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussage, dass das Lastentragen „das Gesetz Christi erfüllt“ (Gal 6,2)? Edwards bezeichnet das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als „Regeln des Evangeliums“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Richard Longenecker stimmt ihm zu und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nennt es „präskriptive Prinzipien, die aus dem Zentrum des Evangeliums stammen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard N. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Longenecker, Galatians (WBC 41; Dallas: Word, 1990), 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Phil Ryken betont, dass der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ultimative Akt des Lastentragens die stellvertretende Sühne durch Jesus war, als er die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unendliche Last unserer Schuld und Sünde trug.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Graham Ryken, Galatians (Reformed &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Expositor's Commentary; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 2005), 248.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiteres Mal sehen wir, wie Paulus argumentiert, dass jeder, der das Evangelium versteht, sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld und seinen Besitz mit denen teilen wird, die über wenige Besitztümer in der Welt verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn uns das Evangelium dazu bewegt, den Armen zu helfen, so argumentiert Edwards weiter, wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unser Geben und unser Engagement für sie bedeutsam, bemerkenswert und aufopferungsvoll sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene, die lediglich die Armen unterstützen, um moralischen Anforderungen gerecht zu werden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden immer nur das Minimum tun. Wenn wir die Armen nur unterstützen „weil Gott das so will“, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lautet die nächste Frage: „Wie viel müssen wir geben, damit wir nicht gegen die Vorschriften &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verstoßen?“ Diese Frage und die damit verbundene Einstellung zeigt, dass unser Geben dann nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vom Evangelium geprägt ist. Im letzten Teil seines Vortrags geht Edwards auf folgenden Einwand &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein: „Du sagst, ich soll den Armen helfen, doch ich habe leider nichts, was ich entbehren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann es nicht tun.“ Edwards antwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;In vielen Fällen können wir, gemäß den Regeln des Evangeliums dazu verpflichtet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sein, anderen etwas zu geben, obwohl wir es eigentlich nicht können und deshalb selbst leiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
. .Wie sonst sollte die Regel des gegenseitigen Lastentragens erfüllt werden? Wenn wir niemals &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dazu verpflichtet sind, die Last des Anderen zu tragen, ohne dabei selbst die Last auf uns zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nehmen - wie können wir dann überhaupt die Last unseres Nächsten tragen, wenn wir überhaupt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
keine Lasten haben?&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:171 (Hervorhebungen im Original).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards argumentiert, dass es anders wäre, wenn es sich beim Dienst an den Armen lediglich um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine moralische Vorschrift handeln würde. Doch wenn der Grund für unser Engagement die „Regeln &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Evangeliums“ sind, nämlich das stellvertretende Opfer, sind wir auch dann dazu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verpflichtet, den Armen zu helfen, wenn wir „es uns eigentlich nicht leisten können“. Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
widerspricht dem Ausgangsargument und erwidert: „Du meinst, du kannst den Armen nicht helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ohne selbst ein Opfer zu bringen und selbst zu leiden. Doch genau das ist der Weg wie Jesus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dich von deinen Lasten befreit hat! Und so soll auch dein Dienst an Anderen sein, wenn du ihre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasten trägst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im stärksten Teil seines Vortrags beantwortet Edwards eine Reihe häufiger Einwände, denen er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich stellen musste, wenn er über die Pflicht des Evangeliums, für die Armen zu sorgen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
predigte. In beinahe jedem Fall antwortet er mit der Logik des Evangeliums - der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellvertretenden Sühne und der freien Rechtfertigung - auf den Einwand. In jedem Fall ist eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
radikale, bemerkenswerte, aufopferungsvolle Großzügigkeit gegenüber den Armen das Ergebnis des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdenkens über das Evangeliums und das Ausleben desselben. Auf den Einwand „Ich muss &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
niemanden unterstützen, wenn er selbst nicht mittellos ist“, antwortet Edwards, dass die „Regel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Evangeliums“ bedeutet, dass wir unseren Nächsten so lieben sollen, wie Christus uns geliebt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat - das heißt, dass wir uns buchstäblich in die Not hineinbegeben. „Wenn unser Nächster in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierigkeiten steckt und er leidet, sollen wir einen solchen Geist der Liebe haben, dass wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in seiner Bedrängnis mit ihm leiden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:170.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Edwards fährt fort und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
argumentiert, dass, wenn wir so handeln, auch die Not lindern müssen, auch wenn die Situation &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unseres Nächsten noch nicht so schlimm ist. So lange zu warten, bis Menschen in großer Not &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, bevor man ihnen hilft, zeigt, dass das Evangelium dich noch nicht zu dem sozial und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
emotional einfühlsamen Menschen gemacht hat, der du eigentlich sein solltest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards nimmt noch zwei weitere Einwände in den Blick: „Ich will dieser Person nicht helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weil sie schlecht gelaunt und undankbar ist“ und „Ich bin der Meinung, dass diese Person an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihrer Armut selbst schuld ist.“ Das ist ein immerwährendes Problem im Hinblick auf die Hilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Armen. Wir helfen lieber gutherzigen und aufrichtigen Menschen, die unverschuldet in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut geraten sind und die auf unsere Unterstützung mit Dankbarkeit und Freude reagieren. Doch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ehrlicherweise gibt es fast niemanden, der wirklich so ist. Obwohl es wichtig ist, dass unsere &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe wirklich bei den Armen ankommt und keine Abhängigkeiten schafft (siehe vorheriger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absatz), macht Edward kurzen Prozess mit diesem Einwand, indem er weniger an ethische &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschriften, sondern an das Evangelium selbst appelliert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Christus hat uns geliebt, uns seine Freundlichkeit gezeigt und war bereit uns zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erlösen, obwohl wir böse, hasserfüllt und von schlechter Gesinnung waren und nichts Gutes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verdient haben… Daher sollten auch wir bereit sein, freundlich zu den Personen zu sein, die von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schlechter Gesinnung sind und unsere Hilfe eigentlich nicht verdienen. … Wenn sie durch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lasterhaften Müßiggang und Verschwendungssucht in Not geraten sind, spricht uns das nicht von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserer Verpflichtung frei, ihnen zu helfen, es sei denn, sie bleiben in diesen Lastern &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verhaftet. Tun sie das nicht, gebieten uns die Regeln des Evangeliums, ihnen zu vergeben. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Denn] Christus hat uns geliebt, sich über uns erbarmt und sich selbst hingegeben, um uns aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Not und Elend zu befreien, das wir durch unsere eigene Torheit und Schlechtigkeit über uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gebracht haben. Wir haben in törichter und verkehrter Weise den Reichtum weggeworfen, den wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhalten haben und von dem wir bis in alle Ewigkeit hätten leben und glücklich sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
können.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171–72.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edward argumentiert weise weiter, dass wir um der Kinder in Familien willen manchmal die Hilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Familien aufrechterhalten müssen, auch wenn die Eltern sich nicht von ihrem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverantwortlichen Verhalten abwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:172 (Gegenargument IX.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, lehrt uns Edwards, dass das Evangelium von uns verlangt, uns für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ganzheitlich zu engagieren - nicht nur finanziell, sondern auch persönlich und emotional. Unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geben soll nicht ein rein symbolischer Akt sein, sondern muss so radikal sein, dass wir dadurch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein gewisses Maß an Leid in unserem eigenen Leben spüren. Und wir sollten den Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber geduldig und nicht paternalistisch freigiebig sein, wenn ihr Verhalten ihre Armut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verursacht oder gar verschlimmert hat. Diese Haltung und Dimensionen des Dienstes an den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ergeben sich nicht einfach aus allgemeinen biblischen ethischen Prinzipien, sondern aus dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2) Der Dienst an den Armen ist ein entscheidendes Signal dafür, dass wir dem Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben schenken'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards befasst sich auch mit einer Reihe von Texten, die unsere Fürsorge und unseren Einsatz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Armen zur Grundlage für Gottes Urteil am Tag des Herrn zu machen scheinen. Mt 25,34-46 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lehrt bekanntermaßen, dass die Menschen am Tag des Jüngsten Gerichts von Gott entweder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
angenommen oder verurteilt werden - je nachdem wie sie die Hungrigen, die Obdachlosen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremden, die Kranken und die Gefangenen behandelt haben. Wie ist das möglich? Widerspricht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieser Text nicht den Lehren des Paulus, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus und nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch unsere Taten gerettet werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards stellt fest, dass die Unterstützung der Armen im Alten Testament ein wesentliches &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkmal für Frömmigkeit ist. Der bekannte Vers aus Micha 6,8 fordert, dass ein Mensch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit üben, Barmherzigkeit lieben und demütig vor Gott“ sein soll. Edwards zieht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
daraus den Schluss (laut Bruce Waltke zurecht), dass diese Aussage von einem gottesfürchtigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen verlangt, sich für die Armen einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce K. Waltke, A Commentary on Micah &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Grand Rapids: Eerdmans, 2007), 164. Waltke unterstreicht, dass die Hilfe für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manchmal als &amp;quot;Gerechtigkeit&amp;quot; und manchmal als &amp;quot;Barmherzigkeit&amp;quot; bezeichnet wird. Ich nutze beide &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe und erkläre die Unterschiede zwischen ihnen an einer späteren Stelle im Essay&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waltke kommentiert , dass sowohl „Gerechtigkeit üben“ als auch „Barmherzigkeit lieben“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet, freundlich zu den Unterdrückten und Ausgegrenzten zu sein und aktiv Menschen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterstützen, die in finanzielle oder soziale Nöte geraten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 390–94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betonung findet sich aber nicht nur im Alten Testament. Die Fürsorge für die Armen ist &amp;quot;etwas &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derart Wesentliches, dass das Gegenteil davon nicht mit einer aufrichtigen Liebe zu Gott &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vereinbar ist&amp;quot; (1. Joh 3,17-19).&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:166 (Hervorhebungen im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Original).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Daraus (und aus 2Kor 8,8, wo von der Großzügigkeit gegenüber den Armen als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beweis für ein durch Gnade verwandeltes, liebendes Herz die Rede ist) schließt Edwards, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben kein verdienstvoller Grund dafür ist, dass Gott uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben ist vielmehr ein unabdingbares &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen dafür, dass das Herz eines Menschen von Rechtfertigung und Gnade geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Version der Lehre aus Mt 25, 34-46 steht im Jakobusbrief. Evangelische, die mit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre von Jak 2 gerungen haben, sind zu folgendem Schluss gekommen: „Wir sind allein durch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben gerettet. Doch dieser Glaube bleibt nicht für sich allein. Ein Glaube ohne Werke ist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tot und kein wahrer rechtfertigender Glaube.“ Völlig richtig. Dazu ist anzumerken, dass in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diesem Kontext alle „Werke“, die Jakobus als Kennzeichen des rettenden Glaubens aufzählt, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fürsorge für Witwen und Waisen (1,27), die Achtung der Armen und deren Gleichbehandlung (2,2-6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und die Sorge für die materiellen Bedürfnisse wie Nahrung und Kleidung sind (2,15-16). Jakobus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt geradeheraus klar, dass diejenigen, die behaupten, rechtfertigenden Glauben zu haben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber dennoch ihre Herzen gegenüber den Armen verschließen, sich irren oder lügen (2,15-18). Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apostel schließt daraus, dass „das Gericht ohne Barmherzigkeit gegen den [sein wird], der nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit geübt hat!“ (2,13). Die „Barmherzigkeit“, von der Jakobus hier spricht, ist eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ernste Besorgnis um und Hilfe für die Armen.&amp;lt;ref&amp;gt;Douglas J. Moo, The Letter of James (Pillar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
New Testament Commentary; Grand Rapids: Eerdmans, 2000), 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch hier findet sich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre wieder, dass niemand am Tag des Jüngsten Gerichts Barmherzigkeit vor Gott finden wird, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn er während seines Lebens keine Barmherzigkeit gegenüber den Armen gezeigt hat. Dies &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet nicht, dass die Fürsorge für die Armen uns rettet, sondern das sie das unabdingbare &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergebnis eines rettenden und rechtfertigenden Glaubens ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Grundsatz: Ein sensibles soziales Gewissen und ein Leben des Dienstes an den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürftigen ist die unvermeidliche Folge des wahren Glaubens. An den Taten kann Gott die wahre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe zu ihm von bloßen Lippenbekenntnissen unterscheiden (vgl. Jes 1,10-17). Der Text aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthäus 25, in dem Jesus sich mit den Armen identifiziert („Was ihr einem dieser meiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“), ist mit Spr 14,31 und 19,17 vergleichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort steht, dass Barmherzigkeit gegenüber den Armen gleichbedeutend damit ist, Gott selbst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etwas zu leihen. Die Unterdrückung der Armen hingegen ist vergleichbar mit einer Verhöhnung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes. Das bedeutet, dass Gott am Tag des Gerichts an der Haltung eines Menschen gegenüber den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen dessen Herzenshaltung gegenüber Gott selbst erkennen kann. Wenn Härte, Gleichgültigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder ein Überlegenheitsgefühl vorhanden ist, verrät das die Selbstgerechtigkeit im Herzen eines &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, der die Wahrheit noch nicht angenommen hat, dass er oder sie ein verlorener Sünder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, der nur durch freigiebige, aber dennoch teure Gnade gerettet worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards Appell und Argument ist sehr eindringlich. Er beginnt seine Untersuchung mit folgender &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: &amp;quot;Wo in der Bibel finden wir ein Gebot, das deutlicher und dringlicher formuliert ist als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Gebot, sich um die Armen zu kümmern?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards schließt seinen Überblick über die biblischen Befunde mit Sprüche 21,13: „Wer sein Ohr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verstopft vor dem Hilfeschrei des Geringen, auch er wird [einst] rufen und keine Antwort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhalten.“ Edwards fügt hinzu: „Gott hat lieblosen Menschen damit gedroht, dass sie hilflos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zurückbleiben werden, wenn sie selbst einmal in Not und Elend geraten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:169&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards bringt die Forderung der Bibel auf den Punkt, dass Christen, die vom Evangelium geprägt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, durch ihr Engagement für die Armen und ihre Sorge um sie auffallen müssen. Wir sollten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
buchstäblich „berühmt“ dafür sein. Das ist die eigentliche Aussage von Texten wie Mt 5,13-16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und 1Petr 2,11-12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Welchen Platz nimmt die Eschatologie ein?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass Edwards die Eschatologie nicht für seine Argumente für den Dienst an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen heranzieht. Es ist oft argumentiert worden (auch von mir!), dass Gott sich sowohl um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Körper als auch um die Seele sorgt, weil das Erlösungswerk Jesu letztlich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederherstellung der materiellen Welt zum Ziel hat. Daher sollten wir nicht nur die Seelen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
retten, sondern auch den Hungrigen und Kranken helfen. Viele halten dagegen, dass die physische &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welt dem Feuer anheim fallen wird (2Petr 3,10-11; Off 21,1), so dass wir uns nur um die Rettung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Seelen kümmern und uns nicht so sehr um die Verbesserung der materiellen Bedingungen der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sorgen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden wir uns mit der Beziehung zwischen dem Dienst am Wort und dem praktischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienst befassen, doch für den Moment können wir festhalten, dass es möglich ist, sehr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überzeugende Argumente für einen Dienst an den Armen vorzubringen, ohne dabei auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eschatologische Fragen Bezug nehmen zu müssen. Es gibt Menschen, die darüber diskutieren, ob &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Welt durch Feuer erneuert oder zerstört und dann ersetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Argument für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneuerung der Erde anstatt einer Ersetzung, siehe Douglas J Moo, &amp;quot;Nature in the New Creation: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
New Testament Eschatology and the Environment,&amp;quot; JETS 49 (2006): 449–88; and Herman Bavinck, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;The Renewal of Creation,&amp;quot; Kap. 18 in Reformed Dogmatics (Grand Rapids: Baker, 2008), 4:715–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Doch wie wir aus Edwards Ausführungen und Argumenten ersehen können, beruht das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Argument für die Wichtigkeit des Dienstes an den Armen nicht auf diesen kontrovers diskutierten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen. Wie er sagt, ist das Gebot, sich um die Armen zu kümmern so stark wie kein anderes in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Bibel. Im Neuen Testament (und sogar im Alten Testament) ist es in der Regel auf das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium von Stellvertretung, Erlösung und Gnade gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;z.B.: &amp;quot;Auch ihr sollt den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.&amp;quot; (5Mos 10,19).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicherheit darüber, ob die physische Welt durch eine andere ersetzt wird oder nicht, sollte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns nicht davon abhalten, die zahlreichen positiven biblischen Aufforderungen zu beherzigen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsere Herzen für die Armen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchung von Edwards ist rhetorisch wirkungsvoll. Eine noch vollständigere und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zugänglichere exegetische Übersicht über die Beziehung zwischen dem Evangelium und den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt jedoch Craig Blombergs ''Neither Poverty Nor Riches'' dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Craig L. Blomberg, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neither Poverty Nor Riches: A Biblical Theology of Possessions (New Studies in Biblical &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theology 7; Downers Grove: IVP, 2001).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Man kann Blombergs Ausführungen oder Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen nicht lesen, ohne sich darüber zu wundern wie selten die Armen in evangelikalen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Predigten - besonders in konservativen und reformierten Gemeinden - thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wenn man bedenkt, wie vergleichsweise häufig das Thema in der Bibel selbst zur &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache kommt. Warum ist das so? Das untersuchen wir im nächsten Abschnitt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In welchem Verhältnis steht die Verkündigung des Evangeliums zum Dienst an den Armen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie soll die Kirche auf eine so bemerkenswert starke biblische Lehre über die Wichtigkeit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorge um die Armen reagieren? Es sollte eigentlich beinahe jedem klar sein, dass uns die Bibel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das lehrt! Dennoch drehen sich die Diskussionen darum, wem und in welcher Form die Kirche ihre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe gewähren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wem soll die Hilfe gelten?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche glauben, dass sich alle Texte, die die Christen dazu auffordern, den Armen zu helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lediglich an einzelne Gläubige, nicht aber an die Kirche als Institution oder Körperschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
richten. Aber es ist schwierig, diese Ansicht mit der Aussagekraft der Texte, die wir gelesen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
haben, in Einklang zu bringen. Wenn es wirklich stimmt, dass Gerechtigkeit und Barmherzigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen gegenüber für Christen nicht optional sind, sondern  unabdingbare Zeichen eines &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gerechtfertigten Glaubens darstellen, fällt es schwer, zu glauben, dass die Kirche diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflicht nicht in irgendeiner Weise auch gemeinschaftlich reflektieren sollte. Doch wir brauchen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns hier gar nicht auf Mutmaßungen und Schlussfolgerungen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat Israel viele Gebote gegeben, die der sozialen Verantwortung dienten und die das Volk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Gemeinschaft erfüllen sollte. Die Gemeinschaft des Bundes war dazu verpflichtet, ihre armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder zu unterstützen, bis deren Not wieder behoben war (5Mos 15,8-10). Der Zehnte war für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Armen bestimmt (5Mos 14, 28-29). Die Armen sollten nicht einfach ein „Almosen“ erhalten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern mit Werkzeugen, Nahrungsmitteln (5Mos 14,12-15) und Land (3Mos 25) ausgestattet werden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so dass sie produktiv sein und sich selbst versorgen konnten. Später verurteilten die Propheten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Israels Gefühllosigkeit gegenüber den Armen sogar als Bundesbruch. Sie lehrten, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Materialismus und das Ignorieren der Armen genauso verwerfliche Sünde wie Götzendienst und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehebruch seien (Amos 2, 6-7). Die Barmherzigkeit gegenüber den Armen ist ein Beweis für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahre Hingabe des Herzens an Gott (Jes 1,10-17; 58,6-7; Amos 4,1-6; 5,21-24). Die Anhäufung von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
großem Reichtum, „indem man Haus an Haus und Feld an Feld reiht, bis kein Raum mehr übrig ist“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vgl. Jes 5,8-9) kann, auch wenn sie mit legalen Mitteln erfolgt, Sünde sein, wenn sich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichen den Armen gegenüber stolz und gefühllos verhalten (Jes 3,16-26; Amos 6,4-7). Das 70 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahre andauernde Exil selbst war eine Strafe für die nicht eingehaltenen Sabbat- und Jubeljahre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2Chr 36,20-21). In diesen Jahren hätten die Wohlhabenden eigentlich Schulden erlassen sollen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch sie weigerten sich, dies zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel zu Israel. Aber was ist mit der Gemeinde? Die Gemeinde spiegelt die soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit der Gemeinschaft des Alten Bundes wider, allerdings mit der größeren Kraft und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht des neu angebrochenen Zeitalters. Auch Christen sind dazu aufgerufen, den Bedürftigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihre Hand hinzustrecken, wenn sie Hilfe brauchen (1Joh 3,16-17; vgl. 5Mos 15,7-8). Innerhalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kirche soll der Reichtum großzügig zwischen Arm und Reich geteilt werden (2Kor 8,13-15; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vgl. 3Mos 25). In Anlehnung an die Propheten lehrten die Apostel, dass wahrer Glaube &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unausweichlich durch barmherzige Taten zum Ausdruck kommt (Jak 2,1-23). Materialismus bleibt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine schwere Sünde (Jak 5,1-6; 1Tim 6,17-19) Es sind nicht nur die einzelnen Gläubigen in der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortung. Es gibt sogar eine besondere Art von Amtsträgern - die Diakone -, die eingesetzt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurden, um den Dienst der Barmherzigkeit der Gemeinde zu koordinieren. Es sollte uns nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überraschen, dass die ersten beiden leitenden Ämter in der Gemeinde die Diener am Wort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Apostel) und die Diener an der Tat (die ''diakonoi'' aus Apg 6) waren. In der Zeit von Phil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1,1 und 1Tim 3 beaufsichtigen die Amtsträger den Dienst am Wort (Älteste) und den Dienst an der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tat (Diakone). Der Grund dafür ist, dass Jesus seine Dienstgaben an uns ausgeteilt hat (Eph &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4,7-12). Der Leib Christi erhält sowohl die Gabe der Rede als auch die Gabe der Diakonie (1Petr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4,10). All das zeigt, dass der Dienst der Barmherzigkeit ein wichtiges Werk der Kirche ist, zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem sie genauso beauftragt wurde wie zum Dienst am Wort und dem Dienst der Zucht (vgl. Röm 15, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23-29). In 2Kor 8,13-14 und Gal 2,10 werden konkrete Beispiele gemeinschaftlicher Diakonie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufgezeigt. Die Gemeinde spendet Opfergaben und lässt den Armen Hilfe zukommen (organisiert von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Amtsträgern der Kirche). Es sind also nicht nur Einzelpersonen, sondern die Kirche als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzes, die sich um die Sorge für die Armen und deren wirtschaftliche Versorgung kümmern soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Fragen bleiben bestehen. Auch wenn anerkannt wird, dass die Gemeinde (und auch jeder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne) für Arme spenden soll, wird mehrheitlich darauf hingewiesen, dass sich dieser Dienst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
intern auf die christliche Gemeinschaft bezieht, also auf die Sorge für die Gläubigen. Einige &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kommen zu dem Schluss, dass einzelne Christen sich allgemein für alle Armen engagieren sollten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch die Kirche sollte ihren Dienst einzig und allein auf die Armen innerhalb der Gemeinde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
konzentrieren. Auch hier gibt es viele Texte, die dieser Ansicht widersprechen. Sowohl Israel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3Mos 19,33-34) als auch die Gemeinde des Neuen Bundes (Hebr 13,2; 1Tim 5,10) sind angehalten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch Fremden und Ausländern, die nicht der christlichen Gemeinschaft angehören, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastfreundschaft zu erweisen. Die wichtigste Aussage des berühmten Gleichnisses Jesu vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37) lautet: Der Dienst der Barmherzigkeit sollte nicht auf die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinschaft des Bundes beschränkt bleiben, sondern auch auf Menschen ausgeweitet werden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich außerhalb davon befinden. Außerdem weist Jesus seine Jünger in Lk 6,32-36 an, auch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Undankbaren und Bösen zu dienen, weil dies das Muster der Gnade Gottes ist, die allen Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt. Er lässt es regnen und lässt die Sonne scheinen sowohl über die Gerechten als auch über &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Ungerechten (Mt 5,45). Diese letzte Ermahnung sollte nicht so verstanden werden, dass wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedem, der darum bittet, etwas geben sollen, auch wenn das bedeutet, dass diese Gabe es ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
leicht macht, zu sündigen. Aber dennoch warnen diese Texte die Gemeinde klar davor, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit nur den Mitgliedern der eigenen Gemeinschaft zu gewähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vielleicht hilfreichste Abschnitt ist die kurze Erklärung von Paulus in Gal 6,10 (diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde an die ganze Gemeinde und nicht nur an Einzelpersonen geschrieben), die ausdrücklich eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prioritätenliste für den Dienst praktischer und materieller Bedürfnisse aufstellt. Zunächst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind wir dazu angehalten, unseren „Glaubensgenossen“ und dann auch „allen Menschen“ zu helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ohne einen Unterschied hinsichtlich ihrer Volkszugehörigkeit, Nationalität oder ihres Glaubens &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was ist mit dem Verhältnis zwischen dem Dienst an den Armen zu dem Dienst der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation und der Verkündigung des Evangeliums?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Verkündigung ist etwas Unabdingbares'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die modernistische Kirche des frühen 20. Jahrhunderts reduzierte den Dienst am Evangelium auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine soziale Ethik und soziales Handeln. Der bizarre Spruch „Predigt das Evangelium und wenn &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nötig, benutzt Worte dafür!“ passt zu der Vorstellung, dass es sich beim Evangelium im Grunde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
genommen um eine „Lebensweise“ handelt und dass der Dienst am Evangelium „eine bessere Welt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schafft“. Doch das widerspricht nicht nur der Lehre der Bibel, dass das Evangelium durch Worte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verkündigt und die Hörer darauf mit Buße und Glauben reagieren müssen. Im Wesentlichen leugnet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Spruch das Evangelium der Gnade durch die rettende Heilstat Gottes in der Geschichte und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ersetzt diese durch gute Werke und hohe moralische Vorstellungen. Im Social Gospel verschwindet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Evangelisation einfach von der Bildfläche. Die Armen zu lieben wird als „Weitergeben der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guten Botschaft“ betrachtet. Die konservative Kirche reagiert darauf mit tiefem Misstrauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber der zu starken Betonung auf den Dienst an den Armen. Sie hört von vielen aus der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Emergenten Kirche“ dass Gerechtigkeit und die Arbeit für den Frieden die wichtigsten Wege &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, um Apologetik zu betreiben und Menschen zu evangelisieren. Im Hinblick auf das Desaster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der modernistischen liberalen Theologie ist das Misstrauen gerechtfertigt. Aber wie ich bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dargelegt habe, versäumt die konservativ-evangelikale Verkündigung, den Armen die Bedeutung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beizumessen, die sich in der Bibel selbst findet. Warum? Es ist das Erbe des Social Gospel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl diejenigen, die das Social Gospel annehmen als auch diejenigen, die es ablehnen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verdrehen die Bedeutung, die die Bibel auf die Armen legt (auch wenn sie es auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterschiedliche Art und Weise tun).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Licht des biblischen Befundes suchen viele heutzutage eine Art Ausgleich. Einerseits sagen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manche, dass zwar beides notwendig ist, dass aber soziale Belange ein Mittel zum Zweck der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation sind. Das heißt, wir sollten Gnade und Gerechtigkeit nur üben, um Menschen zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben an Jesus Christus zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe C. Peter Wagner, Church Growth and the Whole Gospel: A Biblical Mandate (San Francisco: Harper &amp;amp; Row, 1981), 101–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das passt aber wiederum nicht zum Gleichnis Jesu vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigen Samariter, in dem er uns dazu aufruft, uns auch um die Undankbaren und Bösen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern (Lk 6, 35). Diese „Mittel-zum-Zweck“-Sichtweise macht Christen anfällig für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manipulationsvorwürfe. Anstatt Menschen aus freien Stücken wirklich zu lieben, helfen wir ihnen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nur, um uns selbst zu helfen und unsere Mitgliederzahlen zu erhöhen. Das Ironische daran ist, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass sich dieser Ansatz selbst das Wasser abgräbt. Ich habe viele Evangelikale kennengelernt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die den Wert des Dienstes der Barmherzigkeit an der Anzahl der Bekehrten bzw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchenbesucher/-mitglieder bemessen, der aus diesem resultiert. Der Soziologe Robert Putnam &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beschreibt solche gemeindebasierten Initiativen als kirchenzentriertes bindendes (oder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
exklusives) soziales Kapital, welches im Gegensatz zum gemeinschaftszentrierten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''brückenbildenden'' (oder inklusivem) sozialen Kapital steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert D. Putnam, Bowling &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alone: The Collapse and Revival of American Community (New York: Simon &amp;amp; Schuster, 2000), 22–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das bedeutet, dass der Dienst solcher Gemeinden nicht darauf aufgelegt ist, dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nächsten zu dienen, sondern nur die Gemeinde zu vergrößern. Doch dieser Ansatz wird von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen außerhalb der Gemeinde als egoistisch und als Selbstzweck wahrgenommen, so dass sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott nicht verherrlichen (Mt 5,13-16), weil sie an uns Gottes aufopferungsvolle und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedingungslose Gnade nicht erkennen können. Sie sehen an uns nur, dass wir etwas geben, weil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir im Gegenzug etwas erwarten (Lk 6,32-35).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Sichtweise bieten John Stott und andere. Sie betrachten die Evangelisation und das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
soziale Engagement als gleichwertige Partner: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[S]oziales Engagement ist der Partner der Evangelisation. Als Partner gehören die beiden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zueinander und sind doch voneinander unabhängig. Jeder Teil hat neben dem anderen seine eigene &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechtigung. Keines ist nur ein Mittel zum Zweck oder gar eine Erscheinungsform des anderen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes hat seinen eigenen Zweck.&amp;lt;ref&amp;gt;John R. W. Stott, Christian Mission in the Modern World: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
What the Church Should Be Doing Now! (Downers Grove: IVP, 1975), 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das scheint den Dienst an den Armen zu sehr vom Dienst am Wort zu trennen. Es eröffnet die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglichkeit, den Dienst an den Armen als eigenständige Möglichkeit zu betrachten, die die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung des Wortes außer Acht lässt. Ich mache einen neuen Vorschlag: Eine asymmetrische, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unauflösliche Verbindung der beiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Evangelisation ist grundlegender als der Dienst an den Armen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation muss als „Spitze“ des Dienstes einer Gemeinde an der Welt betrachtet werden. Man &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss ihr einen Vorrang im Dienst der Gemeinde einräumen. Es liegt auf der Hand, dass sowohl die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rettung einer verlorenen Seele und die Speisung eines hungrigen Magens zwar beides Taten der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe sind. Doch eine der beiden hat definitiv eine unendlich größere Wirkung als die andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 2Kor 4,16-18 spricht Paulus davon, wie wichtig es ist, den „inneren Menschen“ zu stärken, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch wenn die äußere, physische Natur altert und verfällt. Evangelisation ist der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grundlegendste und radikalste Dienst, den man an einem Menschen tun kann. Das ist nicht deshalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahr, weil das „Geistliche“ wichtiger ist als das Körperliche (wir müssen aufpassen, nicht in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Dualismus griechischer Prägung zu verfallen!). Doch es ist wahr, weil das Ewige wichtiger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist als das Zeitliche (Mt 11,1-6; Joh 17,18; 1Joh 3, 17-18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Der Dienst an den Armen ist aber untrennbar mit der Evangelisation verbunden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir alle kennen den Spruch „Wir sind allein durch den Glauben gerettet, aber dieser Glaube &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht nicht für sich allein.“ Durch den Glauben sind wir gerettet. Aber Glaube ist untrennbar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit guten Taten verbunden. Wir haben bereits in Jak 2 gesehen, dass das auch für das Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt: Die Gerechtigkeit aus dem Glauben und aus der Barmherzigkeit gegenüber den Armen. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priorität liegt auf dem Evangelium der Gerechtigkeit. Das ist es, was uns rettet. Aber genauso &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie gute Werke untrennbar mit dem Glauben verbunden sind, ist auch die Sorge für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
untrennbar mit der Evangelisation und dem Dienst des Wortes verbunden. Im Handeln Jesu waren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilung von Kranken und die Speisung der Armen eng mit seiner Verkündigung verbunden (Joh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,1-7; 35-41).  Die Wunder, die er getan hat, waren nicht einfach nur eine Demonstration seiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht, sondern Zeichen der kommenden Herrschaft Gottes (Mt 11,2-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Die Erneuerung durch Jesu Erlösung umfasst letztlich auch eine neue Erde. In der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeit dazwischen gibt es keinen Teil unserer Existenz, der von seinem Segen unberührt bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wunder von Jesus waren Wunder des Reiches Gottes und sollten zeigen, was es mit diesem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reich auf sich hat. … Sein Segen wurde den Armen, den Mühseligen und Beladenen zuteil, die zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihm kamen und an ihn glaubten. … Die Zeichen und Wunder, die die Gottheit Jesu bezeugten und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Zeugnis derer bestätigten, die das Evangelium an die Gemeinden weitergaben, setzten sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht weiter fort, denn ihr Zweck ist bereits erfüllt. Doch das, was diese Zeichen im Hinblick &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf das Reich Gottes zum Ausdruck brachten, muss in der Gemeinde fortbestehen. Wir vertrauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Worten Jesu nicht wirklich, wenn unsere Taten nicht seine Barmherzigkeit widerspiegeln. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung des Reiches Gottes ist daher ganzheitlich: Es vermittelt durch Wort und Tat die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verheißung Christi für Leib und Seele als auch die Forderung die Christus an Leib und Seele &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund P. Clowney, &amp;quot;Kingdom Evangelism,&amp;quot; in The Pastor-Evangelist: Preacher, Model, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
and Mobilizer for Church Growth (ed. Roger S. Greenway; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reformed, 1987), 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apostelgeschichte stellt mehrmals eine enge Verbindung zwischen dem Teilen materieller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güter mit Bedürftigen und der Ausbreitung des Evangeliums durch die Predigt her. Das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herabkommen des Heiligen Geistes und der sprunghafte Anstieg der Zahl von Bekehrten (Apg 2,41) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht in Verbindung zu einem radikalen Teilen von Besitz mit den Bedürftigen (2,44-45). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apostelgeschichte 4 stellt eine Rekapitulation dar: Nachdem die Gemeinde den Heiligen Geist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bekommen hat, teilen die Mitglieder innerhalb der Gemeinde ihren Besitz und die Auferstehung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird mit großer Macht verkündigt (4, 32-35). Nachdem sich der Dienst der Diakonie fester &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etabliert hat, fügt Lukas hinzu „wuchs das Wort Gottes und die Zahl der Jünger mehrte sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sehr.“ (6,7). Lukas weist erneut auf die sehr enge Verbindung zwischen Tat und Wort hin. Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
praktische Dienst der Christen an den Bedürftigen wies auf die Wahrheit und die Kraft des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums hin. Taten der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit werden auch für Nichtgläubige &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sichtbar und können dazu führen, dass sie Gott verherrlichen (Mt 5, 13-16). Der Römische Kaiser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Apostata bemerkte, dass Christen erstaunlich wohlgesonnen gegenüber Fremden waren: „Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungläubigen Galiläer [d.h. die Christen] helfen nicht nur ihren eigenen Armen, sondern auch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unseren. Jeder kann sehen, dass wir unseren Leuten nicht ausreichend helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert in: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rodney Stark, The Rise of Christianity: How the Obscure, Marginal, Jesus Movement Became the &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dominant Religious Force in the Western World in a Few Centuries (San Francisco: HarperCollins, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997), 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4) Untrennbarkeit bedeutet keine starre zeitliche Reihenfolge'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit dem Begriff „untrennbar“ gemeint? Der Dienst an den Armen kann der Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums vorausgehen. So war es auch beim Dienst Jesu an einem blinden Menschen. Obwohl Jesu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tat dazu führte, dass der Blinde auch in geistlicher Hinsicht „sehend wurde“, gibt es keinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis darauf, dass Jesu Hilfe an Bedingungen geknüpft war. Er zwang ihn nicht dazu, ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben zu schenken als er ihn heilte. Er wies ihn lediglich an: „Geh und wasche dich!“ (Joh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,7). Auch als Jesus davon sprach, denjenigen Geld und Kleidung zu geben, die darum bitten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bestand er darauf, dass wir geben sollten, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten (Lk 6, 32&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-35). Wir sollten nicht nur Hilfe leisten, wenn unser Gegenüber dem Evangelium offen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenübersteht. Und wir sollten die Hilfe auch nicht zurückziehen, wenn er oder sie das nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tut. Es sollte jedoch immer klar sein, dass die Motivation hinter unserer Hilfe unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
christlicher Glaube ist und wir sollten uns darum bemühen, Wege zu finden, die weder künstlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch ausbeuterisch sind, um den Dienst des Wortes und unsere Zusammentreffen zu Zwecken der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Jüngerschaft eng mit dem diakonischen Dienst zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus ruft uns als Christen dazu auf, &amp;quot;Zeugen&amp;quot; zu sein und anderen Menschen die Botschaft des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums zu bringen. Doch gleichzeitig ruft er uns auch dazu auf, uns um die Armen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern. Er ruft seine Nachfolger sowohl zur „Verkündigung des Evangeliums“ (Aufforderung zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben an das Evangelium) als auch zur „Nächstenliebe“ auf (sich aufopferungsvoll um die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürfnisse der Menschen im persönlichen Umfeld kümmern, egal ob diese gläubig oder nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gläubig sind!) Beides gehört unbedingt zusammen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#In ''theologischer'' Hinsicht:  Die Auferstehung Jesu zeigt uns, dass Gott nicht nur Körper &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Geist geschaffen hat, sondern auch beides erlösen wird. Das Heil, das Jesus schließlich in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner ganzen Fülle bringen wird, schließt die Befreiung von allen Auswirkungen der Sünde ein - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht nur in geistlicher, sondern auch in körperlicher und materieller Hinsicht. Jesus kam, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Wort Gottes zu lehren, um zu heilen und die Hungrigen zu speisen.&lt;br /&gt;
#In ''praktischer'' Hinsicht: Wir sollten uns weiterhin davor hüten, die Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums mit der praktischen Hilfe zu verwechseln, wie es beim Social Gospel der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Taten der Liebe sind ein unverzichtbares Zeugnis für die Kraft und das Wesen von Gottes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade, ein unverzichtbares Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===='''2. Ein paar Gedanken zum praktischen Dienst an den Armen'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterung aller Einzelheiten zum praktischen Dienst an den Armen, würde diesen Essay &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sicherlich sprengen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bemerkung des Herausgebers: vgl. Timothy J. Keller, Ministries of Mercy: The Call of the Jericho Road (Band 2; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 1997).&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch es gibt zwei praktische Aspekte, die ich den Gemeinden in ihrem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienst an den Armen ans Herz legen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein Gleichgewicht in der Analyse: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Sache, den Armen helfen zu wollen. Aber es ist noch einmal eine ganz andere Sache, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dabei weise vorzugehen. Es kann leicht passieren, dass man sich in das Leben einer armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie einmischt und sich dadurch die Dinge eher verschlechtern als verbessern. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptgründe dafür, dass dies so oft geschieht, sind die zwei unbiblischen Ideologien und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reduktionismen, die unsere Kultur heutzutage bestimmen. Konservative betrachten im Allgemeinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine persönliche Verantwortungslosigkeit als Grund für Armut. Liberale hingegen sehen den Grund &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ungerechten Sozialsystemen, denen arme Menschen nicht entkommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel benutzt wechselweise zwei verschiedene Begriffe für den Dienst an den Armen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit“ und „Dienst“ (Diakonie) bzw. Barmherzigkeit. Der wahrscheinlich berühmteste &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell in der Bibel, den Armen zu helfen ist das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. Dort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird die Hilfe als „Barmherzigkeit“ bezeichnet (Lk 10,37) An anderen Stellen der Bibel, wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Teilen von Nahrung, Unterkunft und anderen grundlegenden Ressourcen mit Personen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weniger haben als ihre Geber, als „Gerechtigkeit üben“ bezeichnet (Jes 58,6-10; siehe auch 3Mos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19,13; Jer 22,13). Nicht zu teilen ist nicht einfach nur ein Versäumnis, barmherzig zu sein, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern auch ein Versäumnis, gerecht zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass der Grund für die Nutzung der beiden Begriffe „Gerechtigkeit“ und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Barmherzigkeit“ darin liegt, dass die biblische Erklärung für die Gründe von Armut sehr viel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
komplexer ist, als unsere derzeitigen Ideologien es uns nahelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. D. A. Carson, How &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Long, O Lord? Reflections on Suffering and Evil (Band 2; Grand Rapids: Baker, 2006), 51–59, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführungen zu den sechs &amp;quot;Arten von Armut&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weisheitsliteratur bietet eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bemerkenswert ausbalancierte und nuancierte Sicht der „Wurzelursachen“ von Armut. In den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprüchen finden wir die bereits bekannten Aussagen: „Bei jeder Mühe ist Gewinn, aber bloßes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerede (führt) nur zum Mangel“ (Spr 14, 23). Aber es heißt auch: „Reichlich Nahrung (bringt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Neubruch der Armen, aber mancher wird weggerafft durch Unrecht.“ Sowohl Faktoren im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
persönlichen als auch im gesellschaftlichen systemischen Bereich können zu Armut führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel nennt mindestens drei Ursachen für Armut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Ungerechtigkeit und Unterdrückung'':  Dies bezieht sich auf alle ungerechten sozialen Umstände oder Verhaltensweisen, die einen Menschen in Armut halten (Ps 82,1-8; Spr 14,31; 2Mos 22,21-27). Das am häufigsten verwendete hebräische Wort für &amp;quot;die Armen&amp;quot; im Alten Testament bedeutet „die zu Unrecht Unterdrückten“. Biblische Beispiele für Unterdrückung sind soziale Systeme, die die Mächtigen begünstigen (3Mos 19,15), Wucher (2Mos 22,25-27) und ungerechtfertigt niedrige Lohnzahlungen (Eph 6,8-9 ; Jak 5,4).&lt;br /&gt;
#''Katastrophen im Umfeld'': Das bezieht sich auf Naturkatastrophen oder andere Umstände, die einen Menschen in die Armut führen oder ihn darin halten. Die Heilige Schrift ist voller Beispiele wie Hungersnöte (1Mos 47), körperliche Behinderungen, Überschwemmungen und Brände.&lt;br /&gt;
#''Persönliches Versagen'': Auch persönliche Schuld und Versäumnisse können eine Ursache für Armut sein, z.B. Trägheit (Spr 6,6-8) und andere Probleme hinsichtlich der Selbstdisziplin (Spr 23,21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Faktoren sind miteinander verbunden. Sie führen in der Regel nicht zu voneinander abgrenzbaren &amp;quot;Kategorien&amp;quot; von Armut (außer in akuten Fällen, z.B. bei einem Wirbelsturm, durch den Menschen obdachlos werden und kurzfristig auf materielle Hilfe angewiesen sind). Vielmehr sind diese drei Faktoren normalerweise miteinander verbunden. Eine Person, die z.B. in einem ethnischen/wirtschaftlichen Ghetto (Faktor 1) aufgewachsen ist, hat höchstwahrscheinlich einen schlechteren Gesundheitszustand (Faktor 2) und erlernt in ihrer Gemeinschaft viele Gewohnheiten, die in materieller/sozialer Hinsicht keine Verbesserung der Lebensumstände bringen (Faktor 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktor 3 kann jedoch auch als eine Variante von Faktor 1 betrachtet werden. Zum Beispiel können Eltern darin versagen, ihren Kindern vorzulesen, sie zu ernähren oder ihnen Verhaltensweisen  wie Ehrlichkeit, Fleiß und Geduld beizubringen. Dabei handelt es sich um den Faktor 3 bei den Erwachsenen (persönliche Verantwortungslosigkeit) und um Faktor 1 bei den Kindern (Ungerechtigkeit/Chancenungleichheit). Kinder aus innerstädtischen Ghettos können völlig unverschuldet mit einer weitaus schlechteren Schulbildung aufwachsen und in einem Umfeld groß werden, in dem sie auf immense Lernhindernisse treffen. Konservative argumentieren vielleicht, dass dies die Schuld der Eltern oder der „Kultur“ ist, während Liberale diesselbe Situation als Versagen der Regierung und/oder als Auswirkung von systemischem Rassismus betrachten. Keiner von ihnen argumentiert, dass es die Schuld der Kinder ist! Natürlich ist es möglich, dass junge Menschen, die in Armut geboren wurden, daraus ausbrechen können, doch dazu ist ein Vielfaches an Stärke, Unabhängigkeit, Kreativität und Mut nötig, um einfach nur eine höhere Schule besuchen und eine Arbeitsstelle finden zu können, als es das für ein Kind aus der Mittelschicht ist. Kurz gesagt gibt es Kinder, die mit etwa zweihundertmal besseren Chancen auf akademischen und wirtschaftlichen Erfolg aufwachsen als andere. (Man kann nicht von einem acht Jahre alten Analphabeten, der bald ein siebzehnjähriger Analphabet sein wird, erwarten, dass er sich „an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht!“) Warum gibt es diese Situation? Sie ist Teil der tiefgreifenden Ungerechtigkeit, die auf unserer Welt herrscht. Das Problem ist schlicht und einfach eine ungerechte Verteilung von Chancen und Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele „Konservative“ den Armen hauptsächlich aus Mitleid helfen wollen. Das rührt möglicherweise aus dem Glauben, dass Armut hauptsächlich eine Frage der Verantwortungslosigkeit Einzelner ist. Dabei wird übersehen, dass die „Reichen“ ihren Besitz zum großen Teil dem Umstand verdanken, dass die Chancen und Ressourcen bei Geburt ungerecht verteilt sind. Wenn wir reich an den Gütern dieser Welt sind, ist das letztendlich ein Geschenk. Wären wir in einem anderen Umfeld geboren worden, könnten wir ohne eigenes Verschulden sehr arm sein. Nicht zu teilen, was man hat, ist nicht einfach nur unbarmherzig, sondern auch unfair und ungerecht. Auf der anderen Seite helfen viele „Liberale“ den Armen hauptsächlich deshalb, weil sie empört sind und einen Mangel an Gerechtigkeit verspüren. Hier wird übersehen, dass individuelle Verantwortung und Veränderung sehr viel damit zu tun hat, der Armut zu entkommen. Armut wird hier strikt unter dem Aspekt der strukturellen Ungleichheit betrachtet. Während die konservative Einstellung „aus reinem Mitleid“ zu Paternalismus und Bevormundung führt, führt die liberale Einstellung „aus reiner Gerechtigkeit“ zu großer Wut und zu Groll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ansichten neigen ironischerweise dazu, selbstgerecht zu sein. Die eine Seite sieht die Schuld ausschließlich bei den Armen, die andere ausschließlich bei den Reichen. Die eine Seite legt eine zu große Betonung auf die Verantwortung des Einzelnen, die andere eine zu niedrige. Eine ausgewogene Motivation entspringt einem barmherzigen Herzen, das sein Überheblichkeitsgefühl gegenüber Menschen aus allen sozialen Schichten verloren hat. Eines muss uns ganz klar sein: Es ist das Evangelium, dass uns dazu führt, barmherzig und gerecht zu handeln. Gott spricht zu Israel: „Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein. Du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägyptens gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott!“ (3Mos 19,34). Die Israeliten waren „Fremdlinge“ und unterdrückte Sklaven in Ägypten. Sie waren nicht in der Lage, sich selbst aus der Knechtschaft zu befreien - das tat Gott durch seine Gnade und Macht. Nun sollen sie alle Menschen mit weniger Macht oder weniger Besitz wie ihre Nächsten behandeln, sie lieben und Gerechtigkeit üben. Die Basis, um „Gerechtigkeit zu üben“ ist also die Rettung durch die Gnade Gottes!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon am Beginn dieses Abschnitts haben wir festgestellt, dass die Balance zwischen Barmherzigkeit und Gerechtigkeit - die Wahrnehmung sowohl persönlicher als auch sozialer Aspekte als Ursache von Armut - wichtig ist, damit Gemeinden ihren Dienst an den Armen in aller Weisheit tun können. Eine konservative Ideologie wird möglicherweise viel zu ungeduldig und vielleicht sogar harsch mit armen Familien umgehen und die eher unsichtbaren soziokulturellen Faktoren ausblenden, die zu diesem Problem beitragen. Eine liberale Ideologie hingegen wird nicht genug Wert auf eine Umkehr und eine Erneuerung des Lebenswandels legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Arbeitsteilung: Der Einzelne und die Gemeinde'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dienst der Gemeinde am Evangelium umfasst sowohl die Verkündigung der guten Botschaft an Nichtchristen als auch die Prägung einzelner Gläubiger mit dem Evangelium. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kirche als Institution unter ihren Ältesten alle Aktivitäten selbst ausführen muss, zu der wir unsere Mitglieder befähigen. So sollte z.B. die Gemeinde die Filmemacher in ihren Reihen in der Jüngerschaft so anleiten, dass ihre Kunst tief vom Evangelium durchdrungen wird. Doch die Kirche selbst sollte nicht in der Filmproduktionsbranche tätig werden. Hier kann Abraham Kuypers „Souveränität der verschiedenen Sphären“ hilfreich sein (obwohl ich durchaus deren Grenzen und Schwierigkeiten wahrnehme). Kuyper besteht zurecht darauf, dass die Kirche als Kirche die Aufgabe hat, das Evangelium zu verkündigen (Evangelisation und Jüngerschaft), Gott anzubeten, die Sakramente auszuteilen und Gemeindezucht zu üben. Durch all diese Aktivitäten bringt sie Mitglieder hervor, die sich ihrerseits in Kunst, Wissenschaft, Bildung, Journalismus, Film, Wirtschaft usw. engagieren werden. Die Kirche selbst sollte sich jedoch nicht an diesen Unternehmungen beteiligen. Kuyper hätte z.B. einer örtlichen Gemeinde nicht einmal erlaubt, eine christliche Schule zu betreiben, da er der Ansicht war, dass die Bildung der Kinder der Familie und nicht der Gemeinde obliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne ergibt der Dienst der Kirche an den Armen wirklich Sinn, wenn man ihn als gemeinsames Mittel zur Erfüllung des biblischen Auftrags an den Armen betrachtet, als gemeinsames Zeugnis für die Gemeinschaft derer, die durch Jesu Liebe verändert wurden und als wichtige „Plausibilitätsstruktur“ für die Verkündigung des Evangeliums. Die Kirche sollte jedoch die verschiedenen Ebenen des Dienstes an den Armen erkennen und deren Grenzen anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Nothilfe'': Direkte Hilfe als Antwort auf körperliche/materielle/gesellschaftliche Bedürfnisse. Übliche Hilfsdienste umfassen die Bereitstellung von Notunterkünften für Obdachlose, die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Kleidung für Bedürftige, medizinische Hilfe, Krisenberatung usw. Eine aktivere Form der Hilfe ist das &amp;quot;Eintreten&amp;quot; für Menschen in Not, z.B. als Unterstützung bei der Suche nach Rechtsbeistand, einer Wohnung und bei anderen Formen der Unterstützung. Nothilfeprogramme allein können zu Abhängigkeitsverhältnissen führen.&lt;br /&gt;
#''Entwicklungshilfe'': Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, die einer hilfsbedürftigen Person oder Gemeinschaft die Selbstversorgung ermöglichen. Wenn einem Sklaven im AT die Schuld erlassen und er freigelassen wurde, wies Gott seinen ehemaligen Herrn an, ihn mit Nahrungsmitteln, Werkzeug und Ressourcen auszustatten, damit der Sklave ein neues, wirtschaftlich unabhängiges Leben führen konnte (5Mos 15,13-14). „Entwicklungshilfe“ für Einzelne umfasst Bildungsmaßnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Ausbildungsmöglichkeiten. Für ein Stadtviertel oder eine Gemeinschaft bedeutet der Begriff jedoch, dass gesellschaftliches und finanzielles Kapital in ein Sozialsystem investiert wird, z.B. in Wohnungsbau, Wohneigentum, andere Kapitalinvestitionen, usw.&lt;br /&gt;
#''Reformen'': Reformen im sozialen Bereich gehen über die Linderung dringender Bedürfnisse und Abhängigkeiten hinaus und zielen darauf ab, soziale Bedingungen und Strukturen zu verändern, die diese Abhängigkeit verschlimmern oder gar erst hervorgebracht haben. Von Hiob wird berichtet, dass er nicht nur die Nackten gekleidet, sondern auch die „Kinnladen der Übeltäter zerschmetterte und ihren Zähnen die Beute entriss“ (Hiob 29,17). Die Propheten prangerten Missstände wie ungerechte Löhne (Jer 22,13), korrupte Geschäftspraktiken (Amos 8,2.6), Rechtssysteme, die die Reichen und Einflussreichen bevorzugten (3Mos 19,15; 5Mos 24,17) und ein Wuchersystem an, das Menschen mit geringen Mitteln ausbeutete (2Mos 22,25-27; 3Mos 19,35-37; 25,37). Daniel zieht eine heidnische Regierung wegen ihres Mangels an Barmherzigkeit gegenüber den Armen zur Rechenschaft (Dan 4,27ff.). Das bedeutet, dass sich Christen auch für eine bestimmte Gemeinschaft einsetzen sollen, um z.B. einen besseren Polizeischutz, gerechtere und fairere Finanzpraktiken, eine bessere Ordnung des gesellschaftlichen Raums und bessere Gesetze zu erwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sollte die Kirche als Institution Reformen durchführen oder gar Entwicklungshilfe betreiben? Aus theologischen und praktischen Gründen lautet die Antwort im Allgemeinen, dass sich die Kirche als Institution auf die erste und einen Teil der zweiten Ebene konzentrieren sollte: auf die Nothilfe und einen Teil der individuellen Entwicklungshilfe. Wenn es um die zweite und die dritte Ebene - also um die Entwicklungshilfe von Gemeinschaften, um soziale Reformen und die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen geht, sollten Gläubige im Rahmen von Verbänden und Organisationen und weniger durch ihre örtliche Kirche aktiv werden. Es fällt schwer, hier dogmatische Linien zu ziehen. Gesellschaftliche Unterschiede und kulturelle Bedingungen können Auswirkungen darauf haben, inwieweit sich die Kirche an Lösungen zu Fragen der Gerechtigkeit beteiligt. Jetzt im Rückblick zollen wir den weißen angloamerikanischen Kirchen, die gegen die Übel der Sklaverei in Amerika gepredigt und sich für die Abschaffung derselben eingesetzt haben, unseren Respekt. Hier hat sich auch die afroamerikanische Kirche unter extrem schwierigen Bedingungen - Sklaverei und Quasi-Sklaverei - auf allen drei Ebenen des Dienstes an den Armen eingesetzt und tut das bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell bin ich jedoch der Meinung, dass die Kirche sich auf der ersten Ebene engagieren sollte und Freiwilligenorganisationen, Verbände und andere Dienste dies auf der zweiten und dritten Ebene tun sollten. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Viele würden möglicherweise argumentieren, dass ein Engagement auf der  zweiten und dritten Ebene zu teuer ist und finanzielle Ressourcen vom Dienst am Wort abziehen würde. 2. Andere sagen, dass die beiden Ebenen zu politisch sind und eine zu große Verbundenheit zu bestimmten Amtsträgern und politischen Parteien bedeuten würden, die wiederum die Kirche gefährden könnten. 3. Und wieder andere sagen, dass die zweite und die dritte Ebene zu komplex sind und es nicht zu den Aufgaben und Begabungen der Gemeindeältesten passen würde, wenn sie sich darum kümmern. Denn ihre Aufgabe ist der Dienst am Wort Gottes und das Gebet (Apg 6,1-7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese Argumente haben einen gewissen Wert, müssten aber nuancierter ausgearbeitet werden, um meiner These gerecht zu werden. Leider ist hier weder ausreichend Zeit noch Platz für die Ausführungen zu diesem Prozess. Ich möchte nur anmerken, dass die meisten Gemeinden in den USA, die sich intensiv um die Armen kümmern, es für klüger befunden haben, gemeinnützige Unternehmen auszugliedern, die sich um die Entwicklungsarbeit in Gemeinschaften und um die Reform von sozialen Strukturen kümmern, anstatt dass diese Aufgaben direkt durch die örtliche Gemeinschaft unter Verantwortung der Gemeindeältesten übernommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''3. Jesus, der arme Mann'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch der Sprüche steht, dass Gott sich mit den Armen identifiziert. „Was ihr den Armen antut, das tut ihr auch mir an.“ In Mt 25 steht dasselbe. Ich habe bereits vorher aufgezeigt, dass Gott am Tag des Jüngsten Gerichts in der Lage sein wird, das Herz eines Menschen anhand seiner Haltung gegenüber anderen Menschen zu beurteilen. Aber dieser Vers trägt noch eine tiefere Bedeutung in sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch der Sprüche und in Mt 25 identifiziert Gott sich symbolisch mit den Armen. Doch in der Menschwerdung und im Tod Jesu identifiziert sich Gott wortwörtlich mit den Armen und Ausgegrenzten. Jesus wurde nach seiner Geburt in einen Futtertrog gelegt. Bei seiner Beschneidung opferte seine Familie das, was von den Armen verlangt wurde (Lk 2,24). Er sagte: „Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlegt“ (Mt 8,20). Am Ende seines Lebens ritt Jesus auf einem geliehenen Esel in Jerusalem ein. Er verbrachte seinen letzten Abend in einem angemieteten Raum und wurde, als er starb, in ein geliehenes Grab gelegt. Sie warfen das Los über seinen einzigen Besitz, seinen Mantel, denn am Kreuz wurde ihm alles genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das verleiht der Frage „Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder nackt oder im Gefängnis gesehen?“ eine neue Bedeutung. Die Antwort darauf lautet: Dort am Kreuz! Dort wo Jesus mitten zwischen den Verbrechern - den Ausgegrenzten - starb. Kein Wunder, dass Paulus sagen konnte, dass sich unser Blickwinkel auf die Armen für immer verändert, wenn wir einmal gesehen haben, wie Jesus arm für uns wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen</id>
		<title>Das Evangelium und die Armen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen"/>
				<updated>2022-06-14T12:40:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Gospel and the Poor}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Evangelium und die Armen&amp;lt;ref&amp;gt;Bei diesem Essay handelt es sich um ein leicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überarbeitetes Manuskript eines Vortrags, der am 28. Mai 2008 auf dem Pastorenkolloquium der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel Coalition in Deerfield, Illinois gehalten wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde ich gebeten, über das Thema „Wie lässt sich unser Bekenntnis zum Vorrang des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums mit unserer Verpflichtung vereinbaren, allen Menschen, vor allem den Hausgenossen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Glaubens, Gutes zu tun, Salz und Licht für diese Welt zu sein und der Stadt Bestes zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
suchen?“ Ich werde diese Frage in zwei Teile aufteilen: 1) Wenn wir dem Vorrang  des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums verpflichtet sind, ist dieses dann der Grund und die Motivation für unseren Dienst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an den Armen? 2) Falls ja, wie steht dieser Dienst in Verbindung zur Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''1. Ist das Evangelium selbst die Motivation für den Dienst an den Armen?'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Vorrang des Evangeliums'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit dem „Vorrang des Evangeliums“ gemeint? Ich werde diese Frage mithilfe des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsatzreferates von Don Carson beantworten, das er bei der ersten Konferenz der Gospel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coalition im Mai 2007 gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;D. A. Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ (1Kor 15:1–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19),&amp;quot; eine Predigt, die am 23. Mai 2007 auf der Konferenz der Gospel Coalition in Deerfield, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Illinois gehalten wurde, verfügbar auf: http://thegospelcoalition.org/resources/a/What-is-the-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel2&amp;lt;/ref&amp;gt;  Carson erläutert den Text aus 1. Kor 15,1-19 anhand acht zusammenfassender &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;christologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Der Mittelpunkt des Evangeliums ist die Person und das Leben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Leben, Tod und Auferstehung) von Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;theologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium spricht davon, dass Sünde in allererster Linie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Angriff gegen Gott darstellt. Errettung ist immer Handeln Gottes, nicht unser eigenes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;biblisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist im Grunde die Botschaft der ganzen Bibel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;apostolisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium wurde uns von Jesu Jüngern als zuverlässigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenzeugen weitergegeben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;historisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist weder eine Philosophie noch ein Ratschlag, wie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
man Gott finden kann, sondern ein Bericht darüber, wie Gott in der Geschichte gehandelt hat, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns zu finden und zu retten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;persönlich&amp;lt;/i&amp;gt;: Jeder muss den Glauben an das Evangelium für sich persönlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annehmen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;universal&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium gilt für alle Sprachen, Stämme, Völker und für jeden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einzelnen Menschen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;eschatologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium schließt die gute Botschaft einer neuen Erde mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein, nicht nur den Segen, den wir in dieser Welt empfangen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen exegetischen  Schlussfolgerungen, zieht Carson den etwas allgemeineren Rückschluss, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Evangelium üblicherweise durch Verkündigung weitergegeben wird. Die überwältigende &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrheit der Bibelstellen im Neuen Testament spricht im Hinblick auf das Evangelium von der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung durch das Wort. Als Haushalter des Evangeliums lag die Verantwortung von Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch nicht allein in der Verkündigung des Wortes Gottes an die Heiden. Paulus erachtete es &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch als notwendig, auf die Auswirkungen des Glaubens in allen Lebensbereichen der Korinther zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
pochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Carson betont hat, dass das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium maßgeblich durch die Verkündigung weitergegeben wird, schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Jedoch muss hier noch etwas angemerkt werden. Das vorliegende Kapitel [1 Kor 15] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht am Ende eines Buches, das wiederholt aufzeigt, wie das Evangelium in richtiger Weise eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
massive Veränderung von Haltungen, Moralvorstellungen, Beziehungen und kultureller Interaktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bewirkt. Wie allgemein bekannt ist, besteht Calvin darauf, dass Rechtfertigung allein durch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben geschieht. Doch rechter Glaube steht nie allein für sich. Man kann ergänzend sagen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Evangelium sich zwar auf die Botschaft konzentriert, was Gott in der Geschichte getan &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat und auch heute noch tut und dass sich dies in eine kognitive Wahrheit kleidet, die geglaubt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden und der man gehorsam folgen soll, doch dieses Evangelium ist niemals nur eine rein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kognitive Angelegenheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übrigen Abschnitte der Korintherbriefe beweisen das immer wieder. Als Paulus die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streitigkeiten und die Spaltung der Gemeinde in Korinth anprangert (1. Kor 1,10-17), nennt er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Ursache dafür Stolz und Prahlerei. Diese stellen einen Betrug am Evangelium der souveränen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade Gottes dar (1,26-31). Als sich Paulus in Kapitel 5-6 mit dem Thema sexueller Sünde und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Disziplin befasst, gibt er Anweisungen, wie man sich verhalten soll und begründet seinen Appell &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit dem Evangelium der Gnade (6,11) und der Tatsache, dass die Korinther durch den Tod Christi &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
freigekauft wurden (6,19-20). In Kapitel 7 werden die Fragen zu Ehelosigkeit, Scheidung und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederheirat „im Kontext der Prioritäten des Evangeliums und der veränderten Sichtweise im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesicht des herannahenden eschatologischen Zeitalters und der Vorwegnahme des Endes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
thematisiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In 2. Kor 8-9 ruft Paulus sprachgewaltig zu finanzieller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großzügigkeit auf Grundlage des Evangeliums auf. Radikale, demütige Großzügigkeit „unterwirft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich dem Bekenntnis des Evangeliums“ (2. Kor 9,13). Das bedeutet, dass der Materialismus daran &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
scheitert, das Evangelium vom Opfertod Christi ernstzunehmen. In ähnlicher Weise stellt Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Haltung von Petrus im Hinblick auf die Heidenchristen in Frage und beharrt darauf, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrus „nicht mit der Wahrheit des Evangeliums übereinstimmt“ (Gal 2,14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;[Das] Evangelium muss darüber hinaus auch die Geschäftspraktiken und Prioritäten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Christen in der Wirtschaft sowie die Prioritäten junger Männer verändern, die sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unentschlossenem, aber dennoch unerbittlichem Narzissmus hingegeben haben. Außerdem müssen die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einsamen Ängste und oft sündhaften Gelüste von Ledigen transformiert werden, die nach Vergnügen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
streben, aber kein Glück darin finden. Selbiges gilt auch für die verzweifelten Bemühungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derer, die sich am Rand der Gesellschaft befinden sowie für viele weitere Menschen. Das alles &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss geschehen, jedoch nicht dadurch, dass versucht wird, aus dem Evangelium soziale Prinzipien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abzuleiten oder noch weniger durch eine ständige Konzentration auf diejenigen, die am Rande &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stehen, weil man sich vergeblich darum bemüht, prophetisch zu klingen. Es muss durch die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung, durch Lehre und durch die praktische Umsetzung des herrlichen Evangeliums von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserem Erlöser in unseren Gemeinden geschehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet es also, sich für den Vorrang des Evangeliums einzusetzen? Zunächst einmal heißt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das, dass das Evangelium verkündigt werden muss. Heutzutage verneinen viele, wie wichtig das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist. Sie behaupten stattdessen, dass das einzig wahre Zeugnis eine liebende Gemeinschaft sei, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man Menschen nicht durch Vernunft ins Reich Gottes führen, sondern sie nur hineinlieben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
könne. „Predigt das Evangelium! Wenn nötig - benutzt Worte dazu.“ Doch obwohl die Gemeinschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter Christen tatsächlich ein wichtiges und mächtiges Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, kann sie die Predigt des Wortes und die Verkündigung nicht ersetzen. Der Vorrang des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums bedeutet jedoch auch, dass es der Ursprung und die Triebfeder für das Handeln der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen ist, sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Gemeinschaft innerhalb und außerhalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Gemeinde. Der Dienst am Evangelium besteht nicht nur darin, es den Menschen zu verkündigen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
damit sie es annehmen und ihm Glauben schenken. Es bedeutet auch, Christen zu lehren und sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anzuleiten, ihr Leben davon prägen zu lassen, damit sie es &amp;quot;ausleben&amp;quot; können. Einer der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wichtigsten Bereiche, in denen sich das Evangelium auswirkt, ist unser Umgang mit den Armen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kenne keine bessere Einführung in die Frage, wie das Evangelium uns dazu bewegt, den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu dienen, als die Ausführungen von Jonathan Edwards in „Christian Charity“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards, &amp;quot;Christian Charity: or, The Duty of Charity to the Poor, Explained and Enforced,&amp;quot; in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Works of Jonathan Edwards (überarbeitet. und korrigiert von Edward Hickman; 1834; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuauflage, Carlisle, PA: Banner of Truth, 1974), 2:163–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards kommt zu dem Schluss, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Spenden und die Fürsorge für die Armen ein entscheidender und kein frei wählbarer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekt für das „Ausleben des Evangeliums“ ist. Edwards führt zu dieser Schlussfolgerung zwei &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grundlegende Argumente an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1) Der Glaube an das Evangelium bewegt uns, uns für die Armen einzusetzen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards zeigt uns immer wieder auf, wie ein Verstehen der so genannten „Regeln des Evangeliums“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Muster und Logik desselben - uns zwangsläufig dazu führt, die Armen zu lieben und ihnen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beizustehen. Edwards ist zwar der Ansicht, dass das Gebot, die Armen zu unterstützen, eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsequenz aus der Lehre der Gottebenbildlichkeit des Menschen ist&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt;, doch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er glaubt auch, dass die wichtigste Motivation für die Unterstützung der Armen das Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
selbst ist: Die Unterstützung der Armen „ist in Anbetracht unserer Umstände, weil wir unter der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade des Evangeliums stehen, besonders vernünftig.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Schlüsseltexte, die Edwards nutzt, um seine These zu untermauern, ist 2. Kor 8,8-9 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(im Kontext der gesamten Kapitel 8 und 9). Als Paulus um finanzielle Großzügigkeit gegenüber &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen bittet, verweist er auf die Selbstentäußerung Jesu und stellt anschaulich dar, wie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus buchstäblich und geistig durch seine Menschwerdung und später am Kreuz arm für uns wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Edwards spielt die Einleitung des Paulus mit den Worten „Nicht befehlsweise spreche ich… &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus“ eine wichtige Rolle. Das Argument hier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
scheint zu sein, dass Du den Armen gegenüber zutiefst großzügig sein wirst, wenn du in deinem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopf und deinem Herzen begriffen hast, was die stellvertretende Sühne Jesu bedeutet. Denk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darüber noch einmal nach! Der einzige Weg, den Jesus gehen konnte, um uns aus unserer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geistlichen Armut zu befreien und uns in geistlichen Reichtum zu bringen, war, selbst seinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geistlichen Reichtum zu verlassen und geistlich arm zu werden. Das sollte nun auch dein Weg im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben sein. Verschenk deine Ressourcen und begib dich selbst in Not, damit diejenigen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bereits in Not sind, unterstützt werden. Paulus deutet hier auch an, dass jeder Sünder, der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch die Gnade gerettet wurde, auf die Armen dieser Welt blicken wird und dabei spürt, dass er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in gewisser Weise in einen Spiegel schaut. Dadurch verschwindet jede Überheblichkeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Text, auf den Edwards mehr als einmal zurückgreift, ist Gal 6,1-10, besonders Vers &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2, der uns dazu auffordert „des Anderen Last zu tragen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Um was für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine Last handelt es sich dabei? Paulus hat dabei zumindest teilweise materielle und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
finanzielle Lasten im Blick, denn Gal 6,10 fordert uns dazu auf, „allen gegenüber das Gute (zu) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens“. Edwards versteht unter „Gutes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirken“ (nach Ansicht moderner Exegeten zu Recht) auch die praktische Hilfe für Menschen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahrung, Unterkunft und finanzielle Unterstützung benötigen. Die meisten Ausleger verstehen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lasten tragen“ als umfassenden Begriff. Wir teilen unsere Liebe und emotionale Stärke mit den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die in ihren Sorgen versinken. Wir teilen unser Geld und unseren Besitz mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denjenigen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Doch was meint Paulus mit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussage, dass das Lastentragen „das Gesetz Christi erfüllt“ (Gal 6,2)? Edwards bezeichnet das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als „Regeln des Evangeliums“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Richard Longenecker stimmt ihm zu und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nennt es „präskriptive Prinzipien, die aus dem Zentrum des Evangeliums stammen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard N. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Longenecker, Galatians (WBC 41; Dallas: Word, 1990), 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Phil Ryken betont, dass der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ultimative Akt des Lastentragens die stellvertretende Sühne durch Jesus war, als er die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unendliche Last unserer Schuld und Sünde trug.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Graham Ryken, Galatians (Reformed &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Expositor's Commentary; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 2005), 248.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiteres Mal sehen wir, wie Paulus argumentiert, dass jeder, der das Evangelium versteht, sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld und seinen Besitz mit denen teilen wird, die über wenige Besitztümer in der Welt verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn uns das Evangelium dazu bewegt, den Armen zu helfen, so argumentiert Edwards weiter, wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unser Geben und unser Engagement für sie bedeutsam, bemerkenswert und aufopferungsvoll sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene, die lediglich die Armen unterstützen, um moralischen Anforderungen gerecht zu werden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden immer nur das Minimum tun. Wenn wir die Armen nur unterstützen „weil Gott das so will“, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lautet die nächste Frage: „Wie viel müssen wir geben, damit wir nicht gegen die Vorschriften &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verstoßen?“ Diese Frage und die damit verbundene Einstellung zeigt, dass unser Geben dann nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vom Evangelium geprägt ist. Im letzten Teil seines Vortrags geht Edwards auf folgenden Einwand &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein: „Du sagst, ich soll den Armen helfen, doch ich habe leider nichts, was ich entbehren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann es nicht tun.“ Edwards antwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;In vielen Fällen können wir, gemäß den Regeln des Evangeliums dazu verpflichtet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sein, anderen etwas zu geben, obwohl wir es eigentlich nicht können und deshalb selbst leiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
. .Wie sonst sollte die Regel des gegenseitigen Lastentragens erfüllt werden? Wenn wir niemals &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dazu verpflichtet sind, die Last des Anderen zu tragen, ohne dabei selbst die Last auf uns zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nehmen - wie können wir dann überhaupt die Last unseres Nächsten tragen, wenn wir überhaupt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
keine Lasten haben?&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:171 (Hervorhebungen im Original).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards argumentiert, dass es anders wäre, wenn es sich beim Dienst an den Armen lediglich um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine moralische Vorschrift handeln würde. Doch wenn der Grund für unser Engagement die „Regeln &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Evangeliums“ sind, nämlich das stellvertretende Opfer, sind wir auch dann dazu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verpflichtet, den Armen zu helfen, wenn wir „es uns eigentlich nicht leisten können“. Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
widerspricht dem Ausgangsargument und erwidert: „Du meinst, du kannst den Armen nicht helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ohne selbst ein Opfer zu bringen und selbst zu leiden. Doch genau das ist der Weg wie Jesus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dich von deinen Lasten befreit hat! Und so soll auch dein Dienst an Anderen sein, wenn du ihre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasten trägst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im stärksten Teil seines Vortrags beantwortet Edwards eine Reihe häufiger Einwände, denen er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich stellen musste, wenn er über die Pflicht des Evangeliums, für die Armen zu sorgen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
predigte. In beinahe jedem Fall antwortet er mit der Logik des Evangeliums - der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellvertretenden Sühne und der freien Rechtfertigung - auf den Einwand. In jedem Fall ist eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
radikale, bemerkenswerte, aufopferungsvolle Großzügigkeit gegenüber den Armen das Ergebnis des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdenkens über das Evangeliums und das Ausleben desselben. Auf den Einwand „Ich muss &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
niemanden unterstützen, wenn er selbst nicht mittellos ist“, antwortet Edwards, dass die „Regel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Evangeliums“ bedeutet, dass wir unseren Nächsten so lieben sollen, wie Christus uns geliebt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat - das heißt, dass wir uns buchstäblich in die Not hineinbegeben. „Wenn unser Nächster in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierigkeiten steckt und er leidet, sollen wir einen solchen Geist der Liebe haben, dass wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in seiner Bedrängnis mit ihm leiden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:170.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Edwards fährt fort und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
argumentiert, dass, wenn wir so handeln, auch die Not lindern müssen, auch wenn die Situation &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unseres Nächsten noch nicht so schlimm ist. So lange zu warten, bis Menschen in großer Not &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, bevor man ihnen hilft, zeigt, dass das Evangelium dich noch nicht zu dem sozial und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
emotional einfühlsamen Menschen gemacht hat, der du eigentlich sein solltest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards nimmt noch zwei weitere Einwände in den Blick: „Ich will dieser Person nicht helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weil sie schlecht gelaunt und undankbar ist“ und „Ich bin der Meinung, dass diese Person an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihrer Armut selbst schuld ist.“ Das ist ein immerwährendes Problem im Hinblick auf die Hilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Armen. Wir helfen lieber gutherzigen und aufrichtigen Menschen, die unverschuldet in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut geraten sind und die auf unsere Unterstützung mit Dankbarkeit und Freude reagieren. Doch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ehrlicherweise gibt es fast niemanden, der wirklich so ist. Obwohl es wichtig ist, dass unsere &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe wirklich bei den Armen ankommt und keine Abhängigkeiten schafft (siehe vorheriger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absatz), macht Edward kurzen Prozess mit diesem Einwand, indem er weniger an ethische &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschriften, sondern an das Evangelium selbst appelliert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Christus hat uns geliebt, uns seine Freundlichkeit gezeigt und war bereit uns zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erlösen, obwohl wir böse, hasserfüllt und von schlechter Gesinnung waren und nichts Gutes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verdient haben… Daher sollten auch wir bereit sein, freundlich zu den Personen zu sein, die von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schlechter Gesinnung sind und unsere Hilfe eigentlich nicht verdienen. … Wenn sie durch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lasterhaften Müßiggang und Verschwendungssucht in Not geraten sind, spricht uns das nicht von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserer Verpflichtung frei, ihnen zu helfen, es sei denn, sie bleiben in diesen Lastern &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verhaftet. Tun sie das nicht, gebieten uns die Regeln des Evangeliums, ihnen zu vergeben. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Denn] Christus hat uns geliebt, sich über uns erbarmt und sich selbst hingegeben, um uns aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Not und Elend zu befreien, das wir durch unsere eigene Torheit und Schlechtigkeit über uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gebracht haben. Wir haben in törichter und verkehrter Weise den Reichtum weggeworfen, den wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhalten haben und von dem wir bis in alle Ewigkeit hätten leben und glücklich sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
können.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171–72.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edward argumentiert weise weiter, dass wir um der Kinder in Familien willen manchmal die Hilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Familien aufrechterhalten müssen, auch wenn die Eltern sich nicht von ihrem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverantwortlichen Verhalten abwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:172 (Gegenargument IX.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, lehrt uns Edwards, dass das Evangelium von uns verlangt, uns für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ganzheitlich zu engagieren - nicht nur finanziell, sondern auch persönlich und emotional. Unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geben soll nicht ein rein symbolischer Akt sein, sondern muss so radikal sein, dass wir dadurch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein gewisses Maß an Leid in unserem eigenen Leben spüren. Und wir sollten den Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber geduldig und nicht paternalistisch freigiebig sein, wenn ihr Verhalten ihre Armut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verursacht oder gar verschlimmert hat. Diese Haltung und Dimensionen des Dienstes an den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ergeben sich nicht einfach aus allgemeinen biblischen ethischen Prinzipien, sondern aus dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2) Der Dienst an den Armen ist ein entscheidendes Signal dafür, dass wir dem Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben schenken'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards befasst sich auch mit einer Reihe von Texten, die unsere Fürsorge und unseren Einsatz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Armen zur Grundlage für Gottes Urteil am Tag des Herrn zu machen scheinen. Mt 25,34-46 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lehrt bekanntermaßen, dass die Menschen am Tag des Jüngsten Gerichts von Gott entweder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
angenommen oder verurteilt werden - je nachdem wie sie die Hungrigen, die Obdachlosen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremden, die Kranken und die Gefangenen behandelt haben. Wie ist das möglich? Widerspricht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieser Text nicht den Lehren des Paulus, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus und nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch unsere Taten gerettet werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards stellt fest, dass die Unterstützung der Armen im Alten Testament ein wesentliches &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkmal für Frömmigkeit ist. Der bekannte Vers aus Micha 6,8 fordert, dass ein Mensch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit üben, Barmherzigkeit lieben und demütig vor Gott“ sein soll. Edwards zieht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
daraus den Schluss (laut Bruce Waltke zurecht), dass diese Aussage von einem gottesfürchtigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen verlangt, sich für die Armen einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce K. Waltke, A Commentary on Micah &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Grand Rapids: Eerdmans, 2007), 164. Waltke unterstreicht, dass die Hilfe für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manchmal als &amp;quot;Gerechtigkeit&amp;quot; und manchmal als &amp;quot;Barmherzigkeit&amp;quot; bezeichnet wird. Ich nutze beide &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe und erkläre die Unterschiede zwischen ihnen an einer späteren Stelle im Essay&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waltke kommentiert , dass sowohl „Gerechtigkeit üben“ als auch „Barmherzigkeit lieben“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet, freundlich zu den Unterdrückten und Ausgegrenzten zu sein und aktiv Menschen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterstützen, die in finanzielle oder soziale Nöte geraten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 390–94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betonung findet sich aber nicht nur im Alten Testament. Die Fürsorge für die Armen ist &amp;quot;etwas &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derart Wesentliches, dass das Gegenteil davon nicht mit einer aufrichtigen Liebe zu Gott &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vereinbar ist&amp;quot; (1. Joh 3,17-19).&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:166 (Hervorhebungen im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Original).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Daraus (und aus 2Kor 8,8, wo von der Großzügigkeit gegenüber den Armen als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beweis für ein durch Gnade verwandeltes, liebendes Herz die Rede ist) schließt Edwards, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben kein verdienstvoller Grund dafür ist, dass Gott uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben ist vielmehr ein unabdingbares &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen dafür, dass das Herz eines Menschen von Rechtfertigung und Gnade geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Version der Lehre aus Mt 25, 34-46 steht im Jakobusbrief. Evangelische, die mit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre von Jak 2 gerungen haben, sind zu folgendem Schluss gekommen: „Wir sind allein durch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben gerettet. Doch dieser Glaube bleibt nicht für sich allein. Ein Glaube ohne Werke ist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tot und kein wahrer rechtfertigender Glaube.“ Völlig richtig. Dazu ist anzumerken, dass in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diesem Kontext alle „Werke“, die Jakobus als Kennzeichen des rettenden Glaubens aufzählt, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fürsorge für Witwen und Waisen (1,27), die Achtung der Armen und deren Gleichbehandlung (2,2-6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und die Sorge für die materiellen Bedürfnisse wie Nahrung und Kleidung sind (2,15-16). Jakobus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt geradeheraus klar, dass diejenigen, die behaupten, rechtfertigenden Glauben zu haben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber dennoch ihre Herzen gegenüber den Armen verschließen, sich irren oder lügen (2,15-18). Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apostel schließt daraus, dass „das Gericht ohne Barmherzigkeit gegen den [sein wird], der nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit geübt hat!“ (2,13). Die „Barmherzigkeit“, von der Jakobus hier spricht, ist eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ernste Besorgnis um und Hilfe für die Armen.&amp;lt;ref&amp;gt;Douglas J. Moo, The Letter of James (Pillar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
New Testament Commentary; Grand Rapids: Eerdmans, 2000), 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch hier findet sich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre wieder, dass niemand am Tag des Jüngsten Gerichts Barmherzigkeit vor Gott finden wird, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn er während seines Lebens keine Barmherzigkeit gegenüber den Armen gezeigt hat. Dies &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet nicht, dass die Fürsorge für die Armen uns rettet, sondern das sie das unabdingbare &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergebnis eines rettenden und rechtfertigenden Glaubens ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Grundsatz: Ein sensibles soziales Gewissen und ein Leben des Dienstes an den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürftigen ist die unvermeidliche Folge des wahren Glaubens. An den Taten kann Gott die wahre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe zu ihm von bloßen Lippenbekenntnissen unterscheiden (vgl. Jes 1,10-17). Der Text aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthäus 25, in dem Jesus sich mit den Armen identifiziert („Was ihr einem dieser meiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“), ist mit Spr 14,31 und 19,17 vergleichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort steht, dass Barmherzigkeit gegenüber den Armen gleichbedeutend damit ist, Gott selbst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etwas zu leihen. Die Unterdrückung der Armen hingegen ist vergleichbar mit einer Verhöhnung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes. Das bedeutet, dass Gott am Tag des Gerichts an der Haltung eines Menschen gegenüber den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen dessen Herzenshaltung gegenüber Gott selbst erkennen kann. Wenn Härte, Gleichgültigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder ein Überlegenheitsgefühl vorhanden ist, verrät das die Selbstgerechtigkeit im Herzen eines &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, der die Wahrheit noch nicht angenommen hat, dass er oder sie ein verlorener Sünder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, der nur durch freigiebige, aber dennoch teure Gnade gerettet worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards Appell und Argument ist sehr eindringlich. Er beginnt seine Untersuchung mit folgender &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: &amp;quot;Wo in der Bibel finden wir ein Gebot, das deutlicher und dringlicher formuliert ist als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Gebot, sich um die Armen zu kümmern?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards schließt seinen Überblick über die biblischen Befunde mit Sprüche 21,13: „Wer sein Ohr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verstopft vor dem Hilfeschrei des Geringen, auch er wird [einst] rufen und keine Antwort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhalten.“ Edwards fügt hinzu: „Gott hat lieblosen Menschen damit gedroht, dass sie hilflos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zurückbleiben werden, wenn sie selbst einmal in Not und Elend geraten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:169&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards bringt die Forderung der Bibel auf den Punkt, dass Christen, die vom Evangelium geprägt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, durch ihr Engagement für die Armen und ihre Sorge um sie auffallen müssen. Wir sollten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
buchstäblich „berühmt“ dafür sein. Das ist die eigentliche Aussage von Texten wie Mt 5,13-16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und 1Petr 2,11-12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Welchen Platz nimmt die Eschatologie ein?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass Edwards die Eschatologie nicht für seine Argumente für den Dienst an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen heranzieht. Es ist oft argumentiert worden (auch von mir!), dass Gott sich sowohl um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Körper als auch um die Seele sorgt, weil das Erlösungswerk Jesu letztlich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederherstellung der materiellen Welt zum Ziel hat. Daher sollten wir nicht nur die Seelen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
retten, sondern auch den Hungrigen und Kranken helfen. Viele halten dagegen, dass die physische &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welt dem Feuer anheim fallen wird (2Petr 3,10-11; Off 21,1), so dass wir uns nur um die Rettung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Seelen kümmern und uns nicht so sehr um die Verbesserung der materiellen Bedingungen der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sorgen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden wir uns mit der Beziehung zwischen dem Dienst am Wort und dem praktischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienst befassen, doch für den Moment können wir festhalten, dass es möglich ist, sehr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überzeugende Argumente für einen Dienst an den Armen vorzubringen, ohne dabei auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eschatologische Fragen Bezug nehmen zu müssen. Es gibt Menschen, die darüber diskutieren, ob &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Welt durch Feuer erneuert oder zerstört und dann ersetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Argument für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneuerung der Erde anstatt einer Ersetzung, siehe Douglas J Moo, &amp;quot;Nature in the New Creation: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
New Testament Eschatology and the Environment,&amp;quot; JETS 49 (2006): 449–88; and Herman Bavinck, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;The Renewal of Creation,&amp;quot; Kap. 18 in Reformed Dogmatics (Grand Rapids: Baker, 2008), 4:715–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Doch wie wir aus Edwards Ausführungen und Argumenten ersehen können, beruht das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Argument für die Wichtigkeit des Dienstes an den Armen nicht auf diesen kontrovers diskutierten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen. Wie er sagt, ist das Gebot, sich um die Armen zu kümmern so stark wie kein anderes in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Bibel. Im Neuen Testament (und sogar im Alten Testament) ist es in der Regel auf das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium von Stellvertretung, Erlösung und Gnade gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;z.B.: &amp;quot;Auch ihr sollt den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.&amp;quot; (5Mos 10,19).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicherheit darüber, ob die physische Welt durch eine andere ersetzt wird oder nicht, sollte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns nicht davon abhalten, die zahlreichen positiven biblischen Aufforderungen zu beherzigen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsere Herzen für die Armen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchung von Edwards ist rhetorisch wirkungsvoll. Eine noch vollständigere und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zugänglichere exegetische Übersicht über die Beziehung zwischen dem Evangelium und den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt jedoch Craig Blombergs ''Neither Poverty Nor Riches'' dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Craig L. Blomberg, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neither Poverty Nor Riches: A Biblical Theology of Possessions (New Studies in Biblical &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theology 7; Downers Grove: IVP, 2001).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Man kann Blombergs Ausführungen oder Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen nicht lesen, ohne sich darüber zu wundern wie selten die Armen in evangelikalen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Predigten - besonders in konservativen und reformierten Gemeinden - thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wenn man bedenkt, wie vergleichsweise häufig das Thema in der Bibel selbst zur &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache kommt. Warum ist das so? Das untersuchen wir im nächsten Abschnitt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In welchem Verhältnis steht die Verkündigung des Evangeliums zum Dienst an den Armen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie soll die Kirche auf eine so bemerkenswert starke biblische Lehre über die Wichtigkeit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorge um die Armen reagieren? Es sollte eigentlich beinahe jedem klar sein, dass uns die Bibel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das lehrt! Dennoch drehen sich die Diskussionen darum, wem und in welcher Form die Kirche ihre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe gewähren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wem soll die Hilfe gelten?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche glauben, dass sich alle Texte, die die Christen dazu auffordern, den Armen zu helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lediglich an einzelne Gläubige, nicht aber an die Kirche als Institution oder Körperschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
richten. Aber es ist schwierig, diese Ansicht mit der Aussagekraft der Texte, die wir gelesen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
haben, in Einklang zu bringen. Wenn es wirklich stimmt, dass Gerechtigkeit und Barmherzigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen gegenüber für Christen nicht optional sind, sondern  unabdingbare Zeichen eines &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gerechtfertigten Glaubens darstellen, fällt es schwer, zu glauben, dass die Kirche diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflicht nicht in irgendeiner Weise auch gemeinschaftlich reflektieren sollte. Doch wir brauchen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns hier gar nicht auf Mutmaßungen und Schlussfolgerungen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat Israel viele Gebote gegeben, die der sozialen Verantwortung dienten und die das Volk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Gemeinschaft erfüllen sollte. Die Gemeinschaft des Bundes war dazu verpflichtet, ihre armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder zu unterstützen, bis deren Not wieder behoben war (5Mos 15,8-10). Der Zehnte war für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Armen bestimmt (5Mos 14, 28-29). Die Armen sollten nicht einfach ein „Almosen“ erhalten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern mit Werkzeugen, Nahrungsmitteln (5Mos 14,12-15) und Land (3Mos 25) ausgestattet werden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so dass sie produktiv sein und sich selbst versorgen konnten. Später verurteilten die Propheten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Israels Gefühllosigkeit gegenüber den Armen sogar als Bundesbruch. Sie lehrten, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Materialismus und das Ignorieren der Armen genauso verwerfliche Sünde wie Götzendienst und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehebruch seien (Amos 2, 6-7). Die Barmherzigkeit gegenüber den Armen ist ein Beweis für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahre Hingabe des Herzens an Gott (Jes 1,10-17; 58,6-7; Amos 4,1-6; 5,21-24). Die Anhäufung von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
großem Reichtum, „indem man Haus an Haus und Feld an Feld reiht, bis kein Raum mehr übrig ist“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vgl. Jes 5,8-9) kann, auch wenn sie mit legalen Mitteln erfolgt, Sünde sein, wenn sich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichen den Armen gegenüber stolz und gefühllos verhalten (Jes 3,16-26; Amos 6,4-7). Das 70 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahre andauernde Exil selbst war eine Strafe für die nicht eingehaltenen Sabbat- und Jubeljahre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2Chr 36,20-21). In diesen Jahren hätten die Wohlhabenden eigentlich Schulden erlassen sollen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch sie weigerten sich, dies zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel zu Israel. Aber was ist mit der Gemeinde? Die Gemeinde spiegelt die soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit der Gemeinschaft des Alten Bundes wider, allerdings mit der größeren Kraft und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht des neu angebrochenen Zeitalters. Auch Christen sind dazu aufgerufen, den Bedürftigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihre Hand hinzustrecken, wenn sie Hilfe brauchen (1Joh 3,16-17; vgl. 5Mos 15,7-8). Innerhalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kirche soll der Reichtum großzügig zwischen Arm und Reich geteilt werden (2Kor 8,13-15; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vgl. 3Mos 25). In Anlehnung an die Propheten lehrten die Apostel, dass wahrer Glaube &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unausweichlich durch barmherzige Taten zum Ausdruck kommt (Jak 2,1-23). Materialismus bleibt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine schwere Sünde (Jak 5,1-6; 1Tim 6,17-19) Es sind nicht nur die einzelnen Gläubigen in der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortung. Es gibt sogar eine besondere Art von Amtsträgern - die Diakone -, die eingesetzt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurden, um den Dienst der Barmherzigkeit der Gemeinde zu koordinieren. Es sollte uns nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überraschen, dass die ersten beiden leitenden Ämter in der Gemeinde die Diener am Wort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Apostel) und die Diener an der Tat (die ''diakonoi'' aus Apg 6) waren. In der Zeit von Phil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1,1 und 1Tim 3 beaufsichtigen die Amtsträger den Dienst am Wort (Älteste) und den Dienst an der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tat (Diakone). Der Grund dafür ist, dass Jesus seine Dienstgaben an uns ausgeteilt hat (Eph &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4,7-12). Der Leib Christi erhält sowohl die Gabe der Rede als auch die Gabe der Diakonie (1Petr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4,10). All das zeigt, dass der Dienst der Barmherzigkeit ein wichtiges Werk der Kirche ist, zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem sie genauso beauftragt wurde wie zum Dienst am Wort und dem Dienst der Zucht (vgl. Röm 15, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23-29). In 2Kor 8,13-14 und Gal 2,10 werden konkrete Beispiele gemeinschaftlicher Diakonie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufgezeigt. Die Gemeinde spendet Opfergaben und lässt den Armen Hilfe zukommen (organisiert von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Amtsträgern der Kirche). Es sind also nicht nur Einzelpersonen, sondern die Kirche als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzes, die sich um die Sorge für die Armen und deren wirtschaftliche Versorgung kümmern soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Fragen bleiben bestehen. Auch wenn anerkannt wird, dass die Gemeinde (und auch jeder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne) für Arme spenden soll, wird mehrheitlich darauf hingewiesen, dass sich dieser Dienst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
intern auf die christliche Gemeinschaft bezieht, also auf die Sorge für die Gläubigen. Einige &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kommen zu dem Schluss, dass einzelne Christen sich allgemein für alle Armen engagieren sollten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch die Kirche sollte ihren Dienst einzig und allein auf die Armen innerhalb der Gemeinde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
konzentrieren. Auch hier gibt es viele Texte, die dieser Ansicht widersprechen. Sowohl Israel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3Mos 19,33-34) als auch die Gemeinde des Neuen Bundes (Hebr 13,2; 1Tim 5,10) sind angehalten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch Fremden und Ausländern, die nicht der christlichen Gemeinschaft angehören, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastfreundschaft zu erweisen. Die wichtigste Aussage des berühmten Gleichnisses Jesu vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37) lautet: Der Dienst der Barmherzigkeit sollte nicht auf die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinschaft des Bundes beschränkt bleiben, sondern auch auf Menschen ausgeweitet werden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich außerhalb davon befinden. Außerdem weist Jesus seine Jünger in Lk 6,32-36 an, auch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Undankbaren und Bösen zu dienen, weil dies das Muster der Gnade Gottes ist, die allen Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt. Er lässt es regnen und lässt die Sonne scheinen sowohl über die Gerechten als auch über &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Ungerechten (Mt 5,45). Diese letzte Ermahnung sollte nicht so verstanden werden, dass wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedem, der darum bittet, etwas geben sollen, auch wenn das bedeutet, dass diese Gabe es ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
leicht macht, zu sündigen. Aber dennoch warnen diese Texte die Gemeinde klar davor, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit nur den Mitgliedern der eigenen Gemeinschaft zu gewähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vielleicht hilfreichste Abschnitt ist die kurze Erklärung von Paulus in Gal 6,10 (diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde an die ganze Gemeinde und nicht nur an Einzelpersonen geschrieben), die ausdrücklich eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prioritätenliste für den Dienst praktischer und materieller Bedürfnisse aufstellt. Zunächst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind wir dazu angehalten, unseren „Glaubensgenossen“ und dann auch „allen Menschen“ zu helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ohne einen Unterschied hinsichtlich ihrer Volkszugehörigkeit, Nationalität oder ihres Glaubens &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was ist mit dem Verhältnis zwischen dem Dienst an den Armen zu dem Dienst der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation und der Verkündigung des Evangeliums?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Verkündigung ist etwas Unabdingbares'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die modernistische Kirche des frühen 20. Jahrhunderts reduzierte den Dienst am Evangelium auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine soziale Ethik und soziales Handeln. Der bizarre Spruch „Predigt das Evangelium und wenn &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nötig, benutzt Worte dafür!“ passt zu der Vorstellung, dass es sich beim Evangelium im Grunde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
genommen um eine „Lebensweise“ handelt und dass der Dienst am Evangelium „eine bessere Welt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schafft“. Doch das widerspricht nicht nur der Lehre der Bibel, dass das Evangelium durch Worte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verkündigt und die Hörer darauf mit Buße und Glauben reagieren müssen. Im Wesentlichen leugnet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Spruch das Evangelium der Gnade durch die rettende Heilstat Gottes in der Geschichte und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ersetzt diese durch gute Werke und hohe moralische Vorstellungen. Im Social Gospel verschwindet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Evangelisation einfach von der Bildfläche. Die Armen zu lieben wird als „Weitergeben der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guten Botschaft“ betrachtet. Die konservative Kirche reagiert darauf mit tiefem Misstrauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber der zu starken Betonung auf den Dienst an den Armen. Sie hört von vielen aus der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Emergenten Kirche“ dass Gerechtigkeit und die Arbeit für den Frieden die wichtigsten Wege &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, um Apologetik zu betreiben und Menschen zu evangelisieren. Im Hinblick auf das Desaster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der modernistischen liberalen Theologie ist das Misstrauen gerechtfertigt. Aber wie ich bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dargelegt habe, versäumt die konservativ-evangelikale Verkündigung, den Armen die Bedeutung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beizumessen, die sich in der Bibel selbst findet. Warum? Es ist das Erbe des Social Gospel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl diejenigen, die das Social Gospel annehmen als auch diejenigen, die es ablehnen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verdrehen die Bedeutung, die die Bibel auf die Armen legt (auch wenn sie es auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterschiedliche Art und Weise tun).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Licht des biblischen Befundes suchen viele heutzutage eine Art Ausgleich. Einerseits sagen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manche, dass zwar beides notwendig ist, dass aber soziale Belange ein Mittel zum Zweck der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation sind. Das heißt, wir sollten Gnade und Gerechtigkeit nur üben, um Menschen zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben an Jesus Christus zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe C. Peter Wagner, Church Growth and the Whole Gospel: A Biblical Mandate (San Francisco: Harper &amp;amp; Row, 1981), 101–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das passt aber wiederum nicht zum Gleichnis Jesu vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigen Samariter, in dem er uns dazu aufruft, uns auch um die Undankbaren und Bösen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern (Lk 6, 35). Diese „Mittel-zum-Zweck“-Sichtweise macht Christen anfällig für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manipulationsvorwürfe. Anstatt Menschen aus freien Stücken wirklich zu lieben, helfen wir ihnen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nur, um uns selbst zu helfen und unsere Mitgliederzahlen zu erhöhen. Das Ironische daran ist, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass sich dieser Ansatz selbst das Wasser abgräbt. Ich habe viele Evangelikale kennengelernt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die den Wert des Dienstes der Barmherzigkeit an der Anzahl der Bekehrten bzw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchenbesucher/-mitglieder bemessen, der aus diesem resultiert. Der Soziologe Robert Putnam &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beschreibt solche gemeindebasierten Initiativen als kirchenzentriertes bindendes (oder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
exklusives) soziales Kapital, welches im Gegensatz zum gemeinschaftszentrierten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''brückenbildenden'' (oder inklusivem) sozialen Kapital steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert D. Putnam, Bowling &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alone: The Collapse and Revival of American Community (New York: Simon &amp;amp; Schuster, 2000), 22–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das bedeutet, dass der Dienst solcher Gemeinden nicht darauf aufgelegt ist, dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nächsten zu dienen, sondern nur die Gemeinde zu vergrößern. Doch dieser Ansatz wird von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen außerhalb der Gemeinde als egoistisch und als Selbstzweck wahrgenommen, so dass sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott nicht verherrlichen (Mt 5,13-16), weil sie an uns Gottes aufopferungsvolle und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedingungslose Gnade nicht erkennen können. Sie sehen an uns nur, dass wir etwas geben, weil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir im Gegenzug etwas erwarten (Lk 6,32-35).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Sichtweise bieten John Stott und andere. Sie betrachten die Evangelisation und das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
soziale Engagement als gleichwertige Partner: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[S]oziales Engagement ist der Partner der Evangelisation. Als Partner gehören die beiden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zueinander und sind doch voneinander unabhängig. Jeder Teil hat neben dem anderen seine eigene &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechtigung. Keines ist nur ein Mittel zum Zweck oder gar eine Erscheinungsform des anderen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes hat seinen eigenen Zweck.&amp;lt;ref&amp;gt;John R. W. Stott, Christian Mission in the Modern World: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
What the Church Should Be Doing Now! (Downers Grove: IVP, 1975), 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das scheint den Dienst an den Armen zu sehr vom Dienst am Wort zu trennen. Es eröffnet die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglichkeit, den Dienst an den Armen als eigenständige Möglichkeit zu betrachten, die die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung des Wortes außer Acht lässt. Ich mache einen neuen Vorschlag: Eine asymmetrische, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unauflösliche Verbindung der beiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Evangelisation ist grundlegender als der Dienst an den Armen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation muss als „Spitze“ des Dienstes einer Gemeinde an der Welt betrachtet werden. Man &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss ihr einen Vorrang im Dienst der Gemeinde einräumen. Es liegt auf der Hand, dass sowohl die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rettung einer verlorenen Seele und die Speisung eines hungrigen Magens zwar beides Taten der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe sind. Doch eine der beiden hat definitiv eine unendlich größere Wirkung als die andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 2Kor 4,16-18 spricht Paulus davon, wie wichtig es ist, den „inneren Menschen“ zu stärken, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch wenn die äußere, physische Natur altert und verfällt. Evangelisation ist der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grundlegendste und radikalste Dienst, den man an einem Menschen tun kann. Das ist nicht deshalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahr, weil das „Geistliche“ wichtiger ist als das Körperliche (wir müssen aufpassen, nicht in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Dualismus griechischer Prägung zu verfallen!). Doch es ist wahr, weil das Ewige wichtiger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist als das Zeitliche (Mt 11,1-6; Joh 17,18; 1Joh 3, 17-18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Der Dienst an den Armen ist aber untrennbar mit der Evangelisation verbunden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir alle kennen den Spruch „Wir sind allein durch den Glauben gerettet, aber dieser Glaube &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht nicht für sich allein.“ Durch den Glauben sind wir gerettet. Aber Glaube ist untrennbar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit guten Taten verbunden. Wir haben bereits in Jak 2 gesehen, dass das auch für das Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt: Die Gerechtigkeit aus dem Glauben und aus der Barmherzigkeit gegenüber den Armen. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priorität liegt auf dem Evangelium der Gerechtigkeit. Das ist es, was uns rettet. Aber genauso &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie gute Werke untrennbar mit dem Glauben verbunden sind, ist auch die Sorge für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
untrennbar mit der Evangelisation und dem Dienst des Wortes verbunden. Im Handeln Jesu waren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilung von Kranken und die Speisung der Armen eng mit seiner Verkündigung verbunden (Joh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,1-7; 35-41).  Die Wunder, die er getan hat, waren nicht einfach nur eine Demonstration seiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht, sondern Zeichen der kommenden Herrschaft Gottes (Mt 11,2-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Die Erneuerung durch Jesu Erlösung umfasst letztlich auch eine neue Erde. In der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeit dazwischen gibt es keinen Teil unserer Existenz, der von seinem Segen unberührt bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wunder von Jesus waren Wunder des Reiches Gottes und sollten zeigen, was es mit diesem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reich auf sich hat. … Sein Segen wurde den Armen, den Mühseligen und Beladenen zuteil, die zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihm kamen und an ihn glaubten. … Die Zeichen und Wunder, die die Gottheit Jesu bezeugten und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Zeugnis derer bestätigten, die das Evangelium an die Gemeinden weitergaben, setzten sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht weiter fort, denn ihr Zweck ist bereits erfüllt. Doch das, was diese Zeichen im Hinblick &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf das Reich Gottes zum Ausdruck brachten, muss in der Gemeinde fortbestehen. Wir vertrauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Worten Jesu nicht wirklich, wenn unsere Taten nicht seine Barmherzigkeit widerspiegeln. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung des Reiches Gottes ist daher ganzheitlich: Es vermittelt durch Wort und Tat die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verheißung Christi für Leib und Seele als auch die Forderung die Christus an Leib und Seele &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund P. Clowney, &amp;quot;Kingdom Evangelism,&amp;quot; in The Pastor-Evangelist: Preacher, Model, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
and Mobilizer for Church Growth (ed. Roger S. Greenway; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reformed, 1987), 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apostelgeschichte stellt mehrmals eine enge Verbindung zwischen dem Teilen materieller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güter mit Bedürftigen und der Ausbreitung des Evangeliums durch die Predigt her. Das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herabkommen des Heiligen Geistes und der sprunghafte Anstieg der Zahl von Bekehrten (Apg 2,41) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht in Verbindung zu einem radikalen Teilen von Besitz mit den Bedürftigen (2,44-45). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apostelgeschichte 4 stellt eine Rekapitulation dar: Nachdem die Gemeinde den Heiligen Geist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bekommen hat, teilen die Mitglieder innerhalb der Gemeinde ihren Besitz und die Auferstehung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird mit großer Macht verkündigt (4, 32-35). Nachdem sich der Dienst der Diakonie fester &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etabliert hat, fügt Lukas hinzu „wuchs das Wort Gottes und die Zahl der Jünger mehrte sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sehr.“ (6,7). Lukas weist erneut auf die sehr enge Verbindung zwischen Tat und Wort hin. Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
praktische Dienst der Christen an den Bedürftigen wies auf die Wahrheit und die Kraft des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums hin. Taten der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit werden auch für Nichtgläubige &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sichtbar und können dazu führen, dass sie Gott verherrlichen (Mt 5, 13-16). Der Römische Kaiser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Apostata bemerkte, dass Christen erstaunlich wohlgesonnen gegenüber Fremden waren: „Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungläubigen Galiläer [d.h. die Christen] helfen nicht nur ihren eigenen Armen, sondern auch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unseren. Jeder kann sehen, dass wir unseren Leuten nicht ausreichend helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert in: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rodney Stark, The Rise of Christianity: How the Obscure, Marginal, Jesus Movement Became the &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dominant Religious Force in the Western World in a Few Centuries (San Francisco: HarperCollins, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997), 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4) Untrennbarkeit bedeutet keine starre zeitliche Reihenfolge'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit dem Begriff „untrennbar“ gemeint? Der Dienst an den Armen kann der Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums vorausgehen. So war es auch beim Dienst Jesu an einem blinden Menschen. Obwohl Jesu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tat dazu führte, dass der Blinde auch in geistlicher Hinsicht „sehend wurde“, gibt es keinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis darauf, dass Jesu Hilfe an Bedingungen geknüpft war. Er zwang ihn nicht dazu, ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben zu schenken als er ihn heilte. Er wies ihn lediglich an: „Geh und wasche dich!“ (Joh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,7). Auch als Jesus davon sprach, denjenigen Geld und Kleidung zu geben, die darum bitten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bestand er darauf, dass wir geben sollten, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten (Lk 6, 32&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-35). Wir sollten nicht nur Hilfe leisten, wenn unser Gegenüber dem Evangelium offen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenübersteht. Und wir sollten die Hilfe auch nicht zurückziehen, wenn er oder sie das nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tut. Es sollte jedoch immer klar sein, dass die Motivation hinter unserer Hilfe unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
christlicher Glaube ist und wir sollten uns darum bemühen, Wege zu finden, die weder künstlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch ausbeuterisch sind, um den Dienst des Wortes und unsere Zusammentreffen zu Zwecken der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Jüngerschaft eng mit dem diakonischen Dienst zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus ruft uns als Christen dazu auf, &amp;quot;Zeugen&amp;quot; zu sein und anderen Menschen die Botschaft des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums zu bringen. Doch gleichzeitig ruft er uns auch dazu auf, uns um die Armen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern. Er ruft seine Nachfolger sowohl zur „Verkündigung des Evangeliums“ (Aufforderung zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben an das Evangelium) als auch zur „Nächstenliebe“ auf (sich aufopferungsvoll um die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürfnisse der Menschen im persönlichen Umfeld kümmern, egal ob diese gläubig oder nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gläubig sind!) Beides gehört unbedingt zusammen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#In ''theologischer'' Hinsicht:  Die Auferstehung Jesu zeigt uns, dass Gott nicht nur Körper &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Geist geschaffen hat, sondern auch beides erlösen wird. Das Heil, das Jesus schließlich in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner ganzen Fülle bringen wird, schließt die Befreiung von allen Auswirkungen der Sünde ein - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht nur in geistlicher, sondern auch in körperlicher und materieller Hinsicht. Jesus kam, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Wort Gottes zu lehren, um zu heilen und die Hungrigen zu speisen.&lt;br /&gt;
#In ''praktischer'' Hinsicht: Wir sollten uns weiterhin davor hüten, die Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums mit der praktischen Hilfe zu verwechseln, wie es beim Social Gospel der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Taten der Liebe sind ein unverzichtbares Zeugnis für die Kraft und das Wesen von Gottes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade, ein unverzichtbares Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===='''2. Ein paar Gedanken zum praktischen Dienst an den Armen'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterung aller Einzelheiten zum praktischen Dienst an den Armen, würde diesen Essay &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sicherlich sprengen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bemerkung des Herausgebers: vgl. Timothy J. Keller, Ministries of Mercy: The Call of the Jericho Road (Band 2; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 1997).&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch es gibt zwei praktische Aspekte, die ich den Gemeinden in ihrem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienst an den Armen ans Herz legen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein Gleichgewicht in der Analyse: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Sache, den Armen helfen zu wollen. Aber es ist noch einmal eine ganz andere Sache, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dabei weise vorzugehen. Es kann leicht passieren, dass man sich in das Leben einer armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie einmischt und sich dadurch die Dinge eher verschlechtern als verbessern. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptgründe dafür, dass dies so oft geschieht, sind die zwei unbiblischen Ideologien und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reduktionismen, die unsere Kultur heutzutage bestimmen. Konservative betrachten im Allgemeinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine persönliche Verantwortungslosigkeit als Grund für Armut. Liberale hingegen sehen den Grund &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ungerechten Sozialsystemen, denen arme Menschen nicht entkommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel benutzt wechselweise zwei verschiedene Begriffe für den Dienst an den Armen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit“ und „Dienst“ (Diakonie) bzw. Barmherzigkeit. Der wahrscheinlich berühmteste &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell in der Bibel, den Armen zu helfen ist das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. Dort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird die Hilfe als „Barmherzigkeit“ bezeichnet (Lk 10,37) An anderen Stellen der Bibel, wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Teilen von Nahrung, Unterkunft und anderen grundlegenden Ressourcen mit Personen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weniger haben als ihre Geber, als „Gerechtigkeit üben“ bezeichnet (Jes 58,6-10; siehe auch 3Mos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19,13; Jer 22,13). Nicht zu teilen ist nicht einfach nur ein Versäumnis, barmherzig zu sein, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern auch ein Versäumnis, gerecht zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass der Grund für die Nutzung der beiden Begriffe „Gerechtigkeit“ und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Barmherzigkeit“ darin liegt, dass die biblische Erklärung für die Gründe von Armut sehr viel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
komplexer ist, als unsere derzeitigen Ideologien es uns nahelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. D. A. Carson, How &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Long, O Lord? Reflections on Suffering and Evil (Band 2; Grand Rapids: Baker, 2006), 51–59, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführungen zu den sechs &amp;quot;Arten von Armut&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weisheitsliteratur bietet eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bemerkenswert ausbalancierte und nuancierte Sicht der „Wurzelursachen“ von Armut. In den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprüchen finden wir die bereits bekannten Aussagen: „Bei jeder Mühe ist Gewinn, aber bloßes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerede (führt) nur zum Mangel“ (Spr 14, 23). Aber es heißt auch: „Reichlich Nahrung (bringt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Neubruch der Armen, aber mancher wird weggerafft durch Unrecht.“ Sowohl Faktoren im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
persönlichen als auch im gesellschaftlichen systemischen Bereich können zu Armut führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel nennt mindestens drei Ursachen für Armut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Ungerechtigkeit und Unterdrückung'':  Dies bezieht sich auf alle ungerechten sozialen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstände oder Verhaltensweisen, die einen Menschen in Armut halten (Ps 82,1-8; Spr 14,31; 2Mos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22,21-27). Das am häufigsten verwendete hebräische Wort für &amp;quot;die Armen&amp;quot; im Alten Testament &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet „die zu Unrecht Unterdrückten“. Biblische Beispiele für Unterdrückung sind soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Systeme, die die Mächtigen begünstigen (3Mos 19,15), Wucher (2Mos 22,25-27) und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungerechtfertigt niedrige Lohnzahlungen (Eph 6,8-9 ; Jak 5,4).&lt;br /&gt;
#''Katastrophen im Umfeld'': Das bezieht sich auf Naturkatastrophen oder andere Umstände, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Menschen in die Armut führen oder ihn darin halten. Die Heilige Schrift ist voller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie Hungersnöte (1Mos 47), körperliche Behinderungen, Überschwemmungen und Brände.&lt;br /&gt;
#''Persönliches Versagen'': Auch persönliche Schuld und Versäumnisse können eine Ursache für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut sein, z.B. Trägheit (Spr 6,6-8) und andere Probleme hinsichtlich der Selbstdisziplin (Spr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23,21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Faktoren sind miteinander verbunden. Sie führen in der Regel nicht zu voneinander &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abgrenzbaren &amp;quot;Kategorien&amp;quot; von Armut (außer in akuten Fällen, z.B. bei einem Wirbelsturm, durch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Menschen obdachlos werden und kurzfristig auf materielle Hilfe angewiesen sind). Vielmehr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind diese drei Faktoren normalerweise miteinander verbunden. Eine Person, die z.B. in einem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ethnischen/wirtschaftlichen Ghetto (Faktor 1) aufgewachsen ist, hat höchstwahrscheinlich einen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schlechteren Gesundheitszustand (Faktor 2) und erlernt in ihrer Gemeinschaft viele &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewohnheiten, die in materieller/sozialer Hinsicht keine Verbesserung der Lebensumstände &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bringen (Faktor 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktor 3 kann jedoch auch als eine Variante von Faktor 1 betrachtet werden. Zum Beispiel können &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern darin versagen, ihren Kindern vorzulesen, sie zu ernähren oder ihnen Verhaltensweisen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie Ehrlichkeit, Fleiß und Geduld beizubringen. Dabei handelt es sich um den Faktor 3 bei den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwachsenen (persönliche Verantwortungslosigkeit) und um Faktor 1 bei den Kindern &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ungerechtigkeit/Chancenungleichheit). Kinder aus innerstädtischen Ghettos können völlig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverschuldet mit einer weitaus schlechteren Schulbildung aufwachsen und in einem Umfeld groß &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden, in dem sie auf immense Lernhindernisse treffen. Konservative argumentieren vielleicht, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass dies die Schuld der Eltern oder der „Kultur“ ist, während Liberale diesselbe Situation als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versagen der Regierung und/oder als Auswirkung von systemischem Rassismus betrachten. Keiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von ihnen argumentiert, dass es die Schuld der Kinder ist! Natürlich ist es möglich, dass junge &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die in Armut geboren wurden, daraus ausbrechen können, doch dazu ist ein Vielfaches &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an Stärke, Unabhängigkeit, Kreativität und Mut nötig, um einfach nur eine höhere Schule &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
besuchen und eine Arbeitsstelle finden zu können, als es das für ein Kind aus der Mittelschicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist. Kurz gesagt gibt es Kinder, die mit etwa zweihundertmal besseren Chancen auf akademischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wirtschaftlichen Erfolg aufwachsen als andere. (Man kann nicht von einem acht Jahre alten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analphabeten, der bald ein siebzehnjähriger Analphabet sein wird, erwarten, dass er sich „an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht!“) Warum gibt es diese Situation? Sie ist Teil der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tiefgreifenden Ungerechtigkeit, die auf unserer Welt herrscht. Das Problem ist schlicht und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einfach eine ungerechte Verteilung von Chancen und Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele „Konservative“ den Armen hauptsächlich aus Mitleid &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
helfen wollen. Das rührt möglicherweise aus dem Glauben, dass Armut hauptsächlich eine Frage &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Verantwortungslosigkeit Einzelner ist. Dabei wird übersehen, dass die „Reichen“ ihren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz zum großen Teil dem Umstand verdanken, dass die Chancen und Ressourcen bei Geburt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungerecht verteilt sind. Wenn wir reich an den Gütern dieser Welt sind, ist das letztendlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein Geschenk. Wären wir in einem anderen Umfeld geboren worden, könnten wir ohne eigenes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschulden sehr arm sein. Nicht zu teilen, was man hat, ist nicht einfach nur unbarmherzig, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern auch unfair und ungerecht. Auf der anderen Seite helfen viele „Liberale“ den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hauptsächlich deshalb, weil sie empört sind und einen Mangel an Gerechtigkeit verspüren. Hier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird übersehen, dass individuelle Verantwortung und Veränderung sehr viel damit zu tun hat, der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut zu entkommen. Armut wird hier strikt unter dem Aspekt der strukturellen Ungleichheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
betrachtet. Während die konservative Einstellung „aus reinem Mitleid“ zu Paternalismus und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevormundung führt, führt die liberale Einstellung „aus reiner Gerechtigkeit“ zu großer Wut und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Groll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ansichten neigen ironischerweise dazu, selbstgerecht zu sein. Die eine Seite sieht die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schuld ausschließlich bei den Armen, die andere ausschließlich bei den Reichen. Die eine Seite &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
legt eine zu große Betonung auf die Verantwortung des Einzelnen, die andere eine zu niedrige. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausgewogene Motivation entspringt einem barmherzigen Herzen, das sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überheblichkeitsgefühl gegenüber Menschen aus allen sozialen Schichten verloren hat. Eines muss &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns ganz klar sein: Es ist das Evangelium, dass uns dazu führt, barmherzig und gerecht zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
handeln. Gott spricht zu Israel: „Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägyptens gewesen. Ich bin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der HERR, euer Gott!“ (3Mos 19,34). Die Israeliten waren „Fremdlinge“ und unterdrückte Sklaven &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Ägypten. Sie waren nicht in der Lage, sich selbst aus der Knechtschaft zu befreien - das tat &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott durch seine Gnade und Macht. Nun sollen sie alle Menschen mit weniger Macht oder weniger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz wie ihre Nächsten behandeln, sie lieben und Gerechtigkeit üben. Die Basis, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit zu üben“ ist also die Rettung durch die Gnade Gottes!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon am Beginn dieses Abschnitts haben wir festgestellt, dass die Balance zwischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit und Gerechtigkeit - die Wahrnehmung sowohl persönlicher als auch sozialer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekte als Ursache von Armut - wichtig ist, damit Gemeinden ihren Dienst an den Armen in aller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weisheit tun können. Eine konservative Ideologie wird möglicherweise viel zu ungeduldig und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vielleicht sogar harsch mit armen Familien umgehen und die eher unsichtbaren soziokulturellen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktoren ausblenden, die zu diesem Problem beitragen. Eine liberale Ideologie hingegen wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht genug Wert auf eine Umkehr und eine Erneuerung des Lebenswandels legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Arbeitsteilung: Der Einzelne und die Gemeinde'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dienst der Gemeinde am Evangelium umfasst sowohl die Verkündigung der guten Botschaft an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichtchristen als auch die Prägung einzelner Gläubiger mit dem Evangelium. Das bedeutet jedoch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht, dass die Kirche als Institution unter ihren Ältesten alle Aktivitäten selbst ausführen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss, zu der wir unsere Mitglieder befähigen. So sollte z.B. die Gemeinde die Filmemacher in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihren Reihen in der Jüngerschaft so anleiten, dass ihre Kunst tief vom Evangelium durchdrungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird. Doch die Kirche selbst sollte nicht in der Filmproduktionsbranche tätig werden. Hier kann &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abraham Kuypers „Souveränität der verschiedenen Sphären“ hilfreich sein (obwohl ich durchaus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
deren Grenzen und Schwierigkeiten wahrnehme). Kuyper besteht zurecht darauf, dass die Kirche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Kirche die Aufgabe hat, das Evangelium zu verkündigen (Evangelisation und Jüngerschaft), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott anzubeten, die Sakramente auszuteilen und Gemeindezucht zu üben. Durch all diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktivitäten bringt sie Mitglieder hervor, die sich ihrerseits in Kunst, Wissenschaft, Bildung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Journalismus, Film, Wirtschaft usw. engagieren werden. Die Kirche selbst sollte sich jedoch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht an diesen Unternehmungen beteiligen. Kuyper hätte z.B. einer örtlichen Gemeinde nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einmal erlaubt, eine christliche Schule zu betreiben, da er der Ansicht war, dass die Bildung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kinder der Familie und nicht der Gemeinde obliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne ergibt der Dienst der Kirche an den Armen wirklich Sinn, wenn man ihn als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemeinsames Mittel zur Erfüllung des biblischen Auftrags an den Armen betrachtet, als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemeinsames Zeugnis für die Gemeinschaft derer, die durch Jesu Liebe verändert wurden und als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wichtige „Plausibilitätsstruktur“ für die Verkündigung des Evangeliums. Die Kirche sollte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch die verschiedenen Ebenen des Dienstes an den Armen erkennen und deren Grenzen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Nothilfe'': Direkte Hilfe als Antwort auf körperliche/materielle/gesellschaftliche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürfnisse. Übliche Hilfsdienste umfassen die Bereitstellung von Notunterkünften für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obdachlose, die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Kleidung für Bedürftige, medizinische Hilfe, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krisenberatung usw. Eine aktivere Form der Hilfe ist das &amp;quot;Eintreten&amp;quot; für Menschen in Not, z.B. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Unterstützung bei der Suche nach Rechtsbeistand, einer Wohnung und bei anderen Formen der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung. Nothilfeprogramme allein können zu Abhängigkeitsverhältnissen führen.&lt;br /&gt;
#''Entwicklungshilfe'': Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, die einer hilfsbedürftigen Person &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder Gemeinschaft die Selbstversorgung ermöglichen. Wenn einem Sklaven im AT die Schuld &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erlassen und er freigelassen wurde, wies Gott seinen ehemaligen Herrn an, ihn mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahrungsmitteln, Werkzeug und Ressourcen auszustatten, damit der Sklave ein neues, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirtschaftlich unabhängiges Leben führen konnte (5Mos 15,13-14). „Entwicklungshilfe“ für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne umfasst Bildungsmaßnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausbildungsmöglichkeiten. Für ein Stadtviertel oder eine Gemeinschaft bedeutet der Begriff &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch, dass gesellschaftliches und finanzielles Kapital in ein Sozialsystem investiert wird, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B. in Wohnungsbau, Wohneigentum, andere Kapitalinvestitionen, usw.&lt;br /&gt;
#''Reformen'': Reformen im sozialen Bereich gehen über die Linderung dringender Bedürfnisse und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abhängigkeiten hinaus und zielen darauf ab, soziale Bedingungen und Strukturen zu verändern, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die diese Abhängigkeit verschlimmern oder gar erst hervorgebracht haben. Von Hiob wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
berichtet, dass er nicht nur die Nackten gekleidet, sondern auch die „Kinnladen der Übeltäter &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zerschmetterte und ihren Zähnen die Beute entriss“ (Hiob 29,17). Die Propheten prangerten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Missstände wie ungerechte Löhne (Jer 22,13), korrupte Geschäftspraktiken (Amos 8,2.6), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtssysteme, die die Reichen und Einflussreichen bevorzugten (3Mos 19,15; 5Mos 24,17) und ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wuchersystem an, das Menschen mit geringen Mitteln ausbeutete (2Mos 22,25-27; 3Mos 19,35-37; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25,37). Daniel zieht eine heidnische Regierung wegen ihres Mangels an Barmherzigkeit gegenüber &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen zur Rechenschaft (Dan 4,27ff.). Das bedeutet, dass sich Christen auch für eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bestimmte Gemeinschaft einsetzen sollen, um z.B. einen besseren Polizeischutz, gerechtere und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fairere Finanzpraktiken, eine bessere Ordnung des gesellschaftlichen Raums und bessere Gesetze &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu erwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sollte die Kirche als Institution Reformen durchführen oder gar Entwicklungshilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
betreiben? Aus theologischen und praktischen Gründen lautet die Antwort im Allgemeinen, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich die Kirche als Institution auf die erste und einen Teil der zweiten Ebene konzentrieren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollte: auf die Nothilfe und einen Teil der individuellen Entwicklungshilfe. Wenn es um die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zweite und die dritte Ebene - also um die Entwicklungshilfe von Gemeinschaften, um soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reformen und die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen geht, sollten Gläubige im Rahmen von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbänden und Organisationen und weniger durch ihre örtliche Kirche aktiv werden. Es fällt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schwer, hier dogmatische Linien zu ziehen. Gesellschaftliche Unterschiede und kulturelle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingungen können Auswirkungen darauf haben, inwieweit sich die Kirche an Lösungen zu Fragen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Gerechtigkeit beteiligt. Jetzt im Rückblick zollen wir den weißen angloamerikanischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchen, die gegen die Übel der Sklaverei in Amerika gepredigt und sich für die Abschaffung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derselben eingesetzt haben, unseren Respekt. Hier hat sich auch die afroamerikanische Kirche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter extrem schwierigen Bedingungen - Sklaverei und Quasi-Sklaverei - auf allen drei Ebenen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Dienstes an den Armen eingesetzt und tut das bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell bin ich jedoch der Meinung, dass die Kirche sich auf der ersten Ebene engagieren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollte und Freiwilligenorganisationen, Verbände und andere Dienste dies auf der zweiten und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dritten Ebene tun sollten. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Viele würden möglicherweise argumentieren, dass ein Engagement auf der  zweiten und dritten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebene zu teuer ist und finanzielle Ressourcen vom Dienst am Wort abziehen würde. 2. Andere &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sagen, dass die beiden Ebenen zu politisch sind und eine zu große Verbundenheit zu bestimmten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsträgern und politischen Parteien bedeuten würden, die wiederum die Kirche gefährden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
könnten. 3. Und wieder andere sagen, dass die zweite und die dritte Ebene zu komplex sind und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es nicht zu den Aufgaben und Begabungen der Gemeindeältesten passen würde, wenn sie sich darum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern. Denn ihre Aufgabe ist der Dienst am Wort Gottes und das Gebet (Apg 6,1-7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese Argumente haben einen gewissen Wert, müssten aber nuancierter ausgearbeitet werden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um meiner These gerecht zu werden. Leider ist hier weder ausreichend Zeit noch Platz für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführungen zu diesem Prozess. Ich möchte nur anmerken, dass die meisten Gemeinden in den USA, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die sich intensiv um die Armen kümmern, es für klüger befunden haben, gemeinnützige Unternehmen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auszugliedern, die sich um die Entwicklungsarbeit in Gemeinschaften und um die Reform von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sozialen Strukturen kümmern, anstatt dass diese Aufgaben direkt durch die örtliche Gemeinschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter Verantwortung der Gemeindeältesten übernommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''3. Jesus, der arme Mann'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch der Sprüche steht, dass Gott sich mit den Armen identifiziert. „Was ihr den Armen antut, das tut ihr auch mir an.“ In Mt 25 steht dasselbe. Ich habe bereits vorher aufgezeigt, dass Gott am Tag des Jüngsten Gerichts in der Lage sein wird, das Herz eines Menschen anhand seiner Haltung gegenüber anderen Menschen zu beurteilen. Aber dieser Vers trägt noch eine tiefere Bedeutung in sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch der Sprüche und in Mt 25 identifiziert Gott sich symbolisch mit den Armen. Doch in der Menschwerdung und im Tod Jesu identifiziert sich Gott wortwörtlich mit den Armen und Ausgegrenzten. Jesus wurde nach seiner Geburt in einen Futtertrog gelegt. Bei seiner Beschneidung opferte seine Familie das, was von den Armen verlangt wurde (Lk 2,24). Er sagte: „Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlegt“ (Mt 8,20). Am Ende seines Lebens ritt Jesus auf einem geliehenen Esel in Jerusalem ein. Er verbrachte seinen letzten Abend in einem angemieteten Raum und wurde, als er starb, in ein geliehenes Grab gelegt. Sie warfen das Los über seinen einzigen Besitz, seinen Mantel, denn am Kreuz wurde ihm alles genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das verleiht der Frage „Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder nackt oder im Gefängnis gesehen?“ eine neue Bedeutung. Die Antwort darauf lautet: Dort am Kreuz! Dort wo Jesus mitten zwischen den Verbrechern - den Ausgegrenzten - starb. Kein Wunder, dass Paulus sagen konnte, dass sich unser Blickwinkel auf die Armen für immer verändert, wenn wir einmal gesehen haben, wie Jesus arm für uns wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen</id>
		<title>Das Evangelium und die Armen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Evangelium_und_die_Armen"/>
				<updated>2022-06-14T12:21:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|The Gospel and the Poor}}&amp;lt;br&amp;gt;  ====Das Evangelium und die Armen&amp;lt;ref&amp;gt;Bei diesem Essay handelt es sich um ein leicht   überarbeitetes Manuskript eines Vortr…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Gospel and the Poor}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Evangelium und die Armen&amp;lt;ref&amp;gt;Bei diesem Essay handelt es sich um ein leicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überarbeitetes Manuskript eines Vortrags, der am 28. Mai 2008 auf dem Pastorenkolloquium der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel Coalition in Deerfield, Illinois gehalten wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde ich gebeten, über das Thema „Wie lässt sich unser Bekenntnis zum Vorrang des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums mit unserer Verpflichtung vereinbaren, allen Menschen, vor allem den Hausgenossen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Glaubens, Gutes zu tun, Salz und Licht für diese Welt zu sein und der Stadt Bestes zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
suchen?“ Ich werde diese Frage in zwei Teile aufteilen: 1) Wenn wir dem Vorrang  des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums verpflichtet sind, ist dieses dann der Grund und die Motivation für unseren Dienst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an den Armen? 2) Falls ja, wie steht dieser Dienst in Verbindung zur Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''1. Ist das Evangelium selbst die Motivation für den Dienst an den Armen?'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Vorrang des Evangeliums'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit dem „Vorrang des Evangeliums“ gemeint? Ich werde diese Frage mithilfe des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsatzreferates von Don Carson beantworten, das er bei der ersten Konferenz der Gospel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coalition im Mai 2007 gehalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;D. A. Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ (1Kor 15:1–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19),&amp;quot; eine Predigt, die am 23. Mai 2007 auf der Konferenz der Gospel Coalition in Deerfield, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Illinois gehalten wurde, verfügbar auf: http://thegospelcoalition.org/resources/a/What-is-the-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gospel2&amp;lt;/ref&amp;gt;  Carson erläutert den Text aus 1. Kor 15,1-19 anhand acht zusammenfassender &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;christologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Der Mittelpunkt des Evangeliums ist die Person und das Leben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Leben, Tod und Auferstehung) von Jesus Christus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;theologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium spricht davon, dass Sünde in allererster Linie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Angriff gegen Gott darstellt. Errettung ist immer Handeln Gottes, nicht unser eigenes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;biblisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist im Grunde die Botschaft der ganzen Bibel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;apostolisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium wurde uns von Jesu Jüngern als zuverlässigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenzeugen weitergegeben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;historisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium ist weder eine Philosophie noch ein Ratschlag, wie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
man Gott finden kann, sondern ein Bericht darüber, wie Gott in der Geschichte gehandelt hat, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns zu finden und zu retten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;persönlich&amp;lt;/i&amp;gt;: Jeder muss den Glauben an das Evangelium für sich persönlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annehmen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;universal&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium gilt für alle Sprachen, Stämme, Völker und für jeden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einzelnen Menschen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;eschatologisch&amp;lt;/i&amp;gt;: Das Evangelium schließt die gute Botschaft einer neuen Erde mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein, nicht nur den Segen, den wir in dieser Welt empfangen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen exegetischen  Schlussfolgerungen, zieht Carson den etwas allgemeineren Rückschluss, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Evangelium üblicherweise durch Verkündigung weitergegeben wird. Die überwältigende &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrheit der Bibelstellen im Neuen Testament spricht im Hinblick auf das Evangelium von der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung durch das Wort. Als Haushalter des Evangeliums lag die Verantwortung von Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch nicht allein in der Verkündigung des Wortes Gottes an die Heiden. Paulus erachtete es &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch als notwendig, auf die Auswirkungen des Glaubens in allen Lebensbereichen der Korinther zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
pochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carson, &amp;quot;The Gospel of Jesus Christ.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Carson betont hat, dass das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium maßgeblich durch die Verkündigung weitergegeben wird, schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Jedoch muss hier noch etwas angemerkt werden. Das vorliegende Kapitel [1 Kor 15] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht am Ende eines Buches, das wiederholt aufzeigt, wie das Evangelium in richtiger Weise eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
massive Veränderung von Haltungen, Moralvorstellungen, Beziehungen und kultureller Interaktion &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bewirkt. Wie allgemein bekannt ist, besteht Calvin darauf, dass Rechtfertigung allein durch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben geschieht. Doch rechter Glaube steht nie allein für sich. Man kann ergänzend sagen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Evangelium sich zwar auf die Botschaft konzentriert, was Gott in der Geschichte getan &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat und auch heute noch tut und dass sich dies in eine kognitive Wahrheit kleidet, die geglaubt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden und der man gehorsam folgen soll, doch dieses Evangelium ist niemals nur eine rein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kognitive Angelegenheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übrigen Abschnitte der Korintherbriefe beweisen das immer wieder. Als Paulus die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streitigkeiten und die Spaltung der Gemeinde in Korinth anprangert (1. Kor 1,10-17), nennt er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Ursache dafür Stolz und Prahlerei. Diese stellen einen Betrug am Evangelium der souveränen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade Gottes dar (1,26-31). Als sich Paulus in Kapitel 5-6 mit dem Thema sexueller Sünde und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Disziplin befasst, gibt er Anweisungen, wie man sich verhalten soll und begründet seinen Appell &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit dem Evangelium der Gnade (6,11) und der Tatsache, dass die Korinther durch den Tod Christi &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
freigekauft wurden (6,19-20). In Kapitel 7 werden die Fragen zu Ehelosigkeit, Scheidung und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederheirat „im Kontext der Prioritäten des Evangeliums und der veränderten Sichtweise im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesicht des herannahenden eschatologischen Zeitalters und der Vorwegnahme des Endes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
thematisiert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; In 2. Kor 8-9 ruft Paulus sprachgewaltig zu finanzieller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großzügigkeit auf Grundlage des Evangeliums auf. Radikale, demütige Großzügigkeit „unterwirft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich dem Bekenntnis des Evangeliums“ (2. Kor 9,13). Das bedeutet, dass der Materialismus daran &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
scheitert, das Evangelium vom Opfertod Christi ernstzunehmen. In ähnlicher Weise stellt Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Haltung von Petrus im Hinblick auf die Heidenchristen in Frage und beharrt darauf, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrus „nicht mit der Wahrheit des Evangeliums übereinstimmt“ (Gal 2,14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;[Das] Evangelium muss darüber hinaus auch die Geschäftspraktiken und Prioritäten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Christen in der Wirtschaft sowie die Prioritäten junger Männer verändern, die sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unentschlossenem, aber dennoch unerbittlichem Narzissmus hingegeben haben. Außerdem müssen die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einsamen Ängste und oft sündhaften Gelüste von Ledigen transformiert werden, die nach Vergnügen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
streben, aber kein Glück darin finden. Selbiges gilt auch für die verzweifelten Bemühungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derer, die sich am Rand der Gesellschaft befinden sowie für viele weitere Menschen. Das alles &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss geschehen, jedoch nicht dadurch, dass versucht wird, aus dem Evangelium soziale Prinzipien &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abzuleiten oder noch weniger durch eine ständige Konzentration auf diejenigen, die am Rande &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stehen, weil man sich vergeblich darum bemüht, prophetisch zu klingen. Es muss durch die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung, durch Lehre und durch die praktische Umsetzung des herrlichen Evangeliums von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserem Erlöser in unseren Gemeinden geschehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet es also, sich für den Vorrang des Evangeliums einzusetzen? Zunächst einmal heißt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das, dass das Evangelium verkündigt werden muss. Heutzutage verneinen viele, wie wichtig das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist. Sie behaupten stattdessen, dass das einzig wahre Zeugnis eine liebende Gemeinschaft sei, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass man Menschen nicht durch Vernunft ins Reich Gottes führen, sondern sie nur hineinlieben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
könne. „Predigt das Evangelium! Wenn nötig - benutzt Worte dazu.“ Doch obwohl die Gemeinschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter Christen tatsächlich ein wichtiges und mächtiges Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, kann sie die Predigt des Wortes und die Verkündigung nicht ersetzen. Der Vorrang des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums bedeutet jedoch auch, dass es der Ursprung und die Triebfeder für das Handeln der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen ist, sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Gemeinschaft innerhalb und außerhalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Gemeinde. Der Dienst am Evangelium besteht nicht nur darin, es den Menschen zu verkündigen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
damit sie es annehmen und ihm Glauben schenken. Es bedeutet auch, Christen zu lehren und sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anzuleiten, ihr Leben davon prägen zu lassen, damit sie es &amp;quot;ausleben&amp;quot; können. Einer der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wichtigsten Bereiche, in denen sich das Evangelium auswirkt, ist unser Umgang mit den Armen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kenne keine bessere Einführung in die Frage, wie das Evangelium uns dazu bewegt, den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu dienen, als die Ausführungen von Jonathan Edwards in „Christian Charity“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonathan &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards, &amp;quot;Christian Charity: or, The Duty of Charity to the Poor, Explained and Enforced,&amp;quot; in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Works of Jonathan Edwards (überarbeitet. und korrigiert von Edward Hickman; 1834; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuauflage, Carlisle, PA: Banner of Truth, 1974), 2:163–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Edwards kommt zu dem Schluss, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass das Spenden und die Fürsorge für die Armen ein entscheidender und kein frei wählbarer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekt für das „Ausleben des Evangeliums“ ist. Edwards führt zu dieser Schlussfolgerung zwei &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grundlegende Argumente an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1) Der Glaube an das Evangelium bewegt uns, uns für die Armen einzusetzen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards zeigt uns immer wieder auf, wie ein Verstehen der so genannten „Regeln des Evangeliums“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Muster und Logik desselben - uns zwangsläufig dazu führt, die Armen zu lieben und ihnen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beizustehen. Edwards ist zwar der Ansicht, dass das Gebot, die Armen zu unterstützen, eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsequenz aus der Lehre der Gottebenbildlichkeit des Menschen ist&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt;, doch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er glaubt auch, dass die wichtigste Motivation für die Unterstützung der Armen das Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
selbst ist: Die Unterstützung der Armen „ist in Anbetracht unserer Umstände, weil wir unter der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade des Evangeliums stehen, besonders vernünftig.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Schlüsseltexte, die Edwards nutzt, um seine These zu untermauern, ist 2. Kor 8,8-9 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(im Kontext der gesamten Kapitel 8 und 9). Als Paulus um finanzielle Großzügigkeit gegenüber &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen bittet, verweist er auf die Selbstentäußerung Jesu und stellt anschaulich dar, wie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus buchstäblich und geistig durch seine Menschwerdung und später am Kreuz arm für uns wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Edwards spielt die Einleitung des Paulus mit den Worten „Nicht befehlsweise spreche ich… &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus“ eine wichtige Rolle. Das Argument hier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
scheint zu sein, dass Du den Armen gegenüber zutiefst großzügig sein wirst, wenn du in deinem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopf und deinem Herzen begriffen hast, was die stellvertretende Sühne Jesu bedeutet. Denk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darüber noch einmal nach! Der einzige Weg, den Jesus gehen konnte, um uns aus unserer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geistlichen Armut zu befreien und uns in geistlichen Reichtum zu bringen, war, selbst seinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geistlichen Reichtum zu verlassen und geistlich arm zu werden. Das sollte nun auch dein Weg im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben sein. Verschenk deine Ressourcen und begib dich selbst in Not, damit diejenigen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bereits in Not sind, unterstützt werden. Paulus deutet hier auch an, dass jeder Sünder, der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch die Gnade gerettet wurde, auf die Armen dieser Welt blicken wird und dabei spürt, dass er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in gewisser Weise in einen Spiegel schaut. Dadurch verschwindet jede Überheblichkeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Text, auf den Edwards mehr als einmal zurückgreift, ist Gal 6,1-10, besonders Vers &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2, der uns dazu auffordert „des Anderen Last zu tragen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:165.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Um was für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine Last handelt es sich dabei? Paulus hat dabei zumindest teilweise materielle und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
finanzielle Lasten im Blick, denn Gal 6,10 fordert uns dazu auf, „allen gegenüber das Gute (zu) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens“. Edwards versteht unter „Gutes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirken“ (nach Ansicht moderner Exegeten zu Recht) auch die praktische Hilfe für Menschen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahrung, Unterkunft und finanzielle Unterstützung benötigen. Die meisten Ausleger verstehen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lasten tragen“ als umfassenden Begriff. Wir teilen unsere Liebe und emotionale Stärke mit den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die in ihren Sorgen versinken. Wir teilen unser Geld und unseren Besitz mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denjenigen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Doch was meint Paulus mit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussage, dass das Lastentragen „das Gesetz Christi erfüllt“ (Gal 6,2)? Edwards bezeichnet das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als „Regeln des Evangeliums“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Richard Longenecker stimmt ihm zu und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nennt es „präskriptive Prinzipien, die aus dem Zentrum des Evangeliums stammen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard N. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Longenecker, Galatians (WBC 41; Dallas: Word, 1990), 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Phil Ryken betont, dass der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ultimative Akt des Lastentragens die stellvertretende Sühne durch Jesus war, als er die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unendliche Last unserer Schuld und Sünde trug.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Graham Ryken, Galatians (Reformed &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Expositor's Commentary; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 2005), 248.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiteres Mal sehen wir, wie Paulus argumentiert, dass jeder, der das Evangelium versteht, sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld und seinen Besitz mit denen teilen wird, die über wenige Besitztümer in der Welt verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn uns das Evangelium dazu bewegt, den Armen zu helfen, so argumentiert Edwards weiter, wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unser Geben und unser Engagement für sie bedeutsam, bemerkenswert und aufopferungsvoll sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene, die lediglich die Armen unterstützen, um moralischen Anforderungen gerecht zu werden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden immer nur das Minimum tun. Wenn wir die Armen nur unterstützen „weil Gott das so will“, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lautet die nächste Frage: „Wie viel müssen wir geben, damit wir nicht gegen die Vorschriften &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verstoßen?“ Diese Frage und die damit verbundene Einstellung zeigt, dass unser Geben dann nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vom Evangelium geprägt ist. Im letzten Teil seines Vortrags geht Edwards auf folgenden Einwand &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein: „Du sagst, ich soll den Armen helfen, doch ich habe leider nichts, was ich entbehren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann es nicht tun.“ Edwards antwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;In vielen Fällen können wir, gemäß den Regeln des Evangeliums dazu verpflichtet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sein, anderen etwas zu geben, obwohl wir es eigentlich nicht können und deshalb selbst leiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
. .Wie sonst sollte die Regel des gegenseitigen Lastentragens erfüllt werden? Wenn wir niemals &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dazu verpflichtet sind, die Last des Anderen zu tragen, ohne dabei selbst die Last auf uns zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nehmen - wie können wir dann überhaupt die Last unseres Nächsten tragen, wenn wir überhaupt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
keine Lasten haben?&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:171 (Hervorhebungen im Original).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards argumentiert, dass es anders wäre, wenn es sich beim Dienst an den Armen lediglich um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine moralische Vorschrift handeln würde. Doch wenn der Grund für unser Engagement die „Regeln &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Evangeliums“ sind, nämlich das stellvertretende Opfer, sind wir auch dann dazu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verpflichtet, den Armen zu helfen, wenn wir „es uns eigentlich nicht leisten können“. Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
widerspricht dem Ausgangsargument und erwidert: „Du meinst, du kannst den Armen nicht helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ohne selbst ein Opfer zu bringen und selbst zu leiden. Doch genau das ist der Weg wie Jesus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dich von deinen Lasten befreit hat! Und so soll auch dein Dienst an Anderen sein, wenn du ihre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasten trägst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im stärksten Teil seines Vortrags beantwortet Edwards eine Reihe häufiger Einwände, denen er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich stellen musste, wenn er über die Pflicht des Evangeliums, für die Armen zu sorgen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
predigte. In beinahe jedem Fall antwortet er mit der Logik des Evangeliums - der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellvertretenden Sühne und der freien Rechtfertigung - auf den Einwand. In jedem Fall ist eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
radikale, bemerkenswerte, aufopferungsvolle Großzügigkeit gegenüber den Armen das Ergebnis des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdenkens über das Evangeliums und das Ausleben desselben. Auf den Einwand „Ich muss &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
niemanden unterstützen, wenn er selbst nicht mittellos ist“, antwortet Edwards, dass die „Regel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Evangeliums“ bedeutet, dass wir unseren Nächsten so lieben sollen, wie Christus uns geliebt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat - das heißt, dass wir uns buchstäblich in die Not hineinbegeben. „Wenn unser Nächster in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierigkeiten steckt und er leidet, sollen wir einen solchen Geist der Liebe haben, dass wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in seiner Bedrängnis mit ihm leiden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:170.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Edwards fährt fort und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
argumentiert, dass, wenn wir so handeln, auch die Not lindern müssen, auch wenn die Situation &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unseres Nächsten noch nicht so schlimm ist. So lange zu warten, bis Menschen in großer Not &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, bevor man ihnen hilft, zeigt, dass das Evangelium dich noch nicht zu dem sozial und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
emotional einfühlsamen Menschen gemacht hat, der du eigentlich sein solltest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards nimmt noch zwei weitere Einwände in den Blick: „Ich will dieser Person nicht helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weil sie schlecht gelaunt und undankbar ist“ und „Ich bin der Meinung, dass diese Person an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihrer Armut selbst schuld ist.“ Das ist ein immerwährendes Problem im Hinblick auf die Hilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Armen. Wir helfen lieber gutherzigen und aufrichtigen Menschen, die unverschuldet in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut geraten sind und die auf unsere Unterstützung mit Dankbarkeit und Freude reagieren. Doch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ehrlicherweise gibt es fast niemanden, der wirklich so ist. Obwohl es wichtig ist, dass unsere &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe wirklich bei den Armen ankommt und keine Abhängigkeiten schafft (siehe vorheriger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absatz), macht Edward kurzen Prozess mit diesem Einwand, indem er weniger an ethische &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschriften, sondern an das Evangelium selbst appelliert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Christus hat uns geliebt, uns seine Freundlichkeit gezeigt und war bereit uns zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erlösen, obwohl wir böse, hasserfüllt und von schlechter Gesinnung waren und nichts Gutes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verdient haben… Daher sollten auch wir bereit sein, freundlich zu den Personen zu sein, die von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schlechter Gesinnung sind und unsere Hilfe eigentlich nicht verdienen. … Wenn sie durch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lasterhaften Müßiggang und Verschwendungssucht in Not geraten sind, spricht uns das nicht von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserer Verpflichtung frei, ihnen zu helfen, es sei denn, sie bleiben in diesen Lastern &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verhaftet. Tun sie das nicht, gebieten uns die Regeln des Evangeliums, ihnen zu vergeben. … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Denn] Christus hat uns geliebt, sich über uns erbarmt und sich selbst hingegeben, um uns aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Not und Elend zu befreien, das wir durch unsere eigene Torheit und Schlechtigkeit über uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gebracht haben. Wir haben in törichter und verkehrter Weise den Reichtum weggeworfen, den wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhalten haben und von dem wir bis in alle Ewigkeit hätten leben und glücklich sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
können.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:171–72.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edward argumentiert weise weiter, dass wir um der Kinder in Familien willen manchmal die Hilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Familien aufrechterhalten müssen, auch wenn die Eltern sich nicht von ihrem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverantwortlichen Verhalten abwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:172 (Gegenargument IX.4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz gesagt, lehrt uns Edwards, dass das Evangelium von uns verlangt, uns für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ganzheitlich zu engagieren - nicht nur finanziell, sondern auch persönlich und emotional. Unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geben soll nicht ein rein symbolischer Akt sein, sondern muss so radikal sein, dass wir dadurch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein gewisses Maß an Leid in unserem eigenen Leben spüren. Und wir sollten den Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber geduldig und nicht paternalistisch freigiebig sein, wenn ihr Verhalten ihre Armut &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verursacht oder gar verschlimmert hat. Diese Haltung und Dimensionen des Dienstes an den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ergeben sich nicht einfach aus allgemeinen biblischen ethischen Prinzipien, sondern aus dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2) Der Dienst an den Armen ist ein entscheidendes Signal dafür, dass wir dem Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben schenken'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards befasst sich auch mit einer Reihe von Texten, die unsere Fürsorge und unseren Einsatz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für die Armen zur Grundlage für Gottes Urteil am Tag des Herrn zu machen scheinen. Mt 25,34-46 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lehrt bekanntermaßen, dass die Menschen am Tag des Jüngsten Gerichts von Gott entweder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
angenommen oder verurteilt werden - je nachdem wie sie die Hungrigen, die Obdachlosen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremden, die Kranken und die Gefangenen behandelt haben. Wie ist das möglich? Widerspricht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieser Text nicht den Lehren des Paulus, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus und nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch unsere Taten gerettet werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards stellt fest, dass die Unterstützung der Armen im Alten Testament ein wesentliches &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkmal für Frömmigkeit ist. Der bekannte Vers aus Micha 6,8 fordert, dass ein Mensch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit üben, Barmherzigkeit lieben und demütig vor Gott“ sein soll. Edwards zieht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
daraus den Schluss (laut Bruce Waltke zurecht), dass diese Aussage von einem gottesfürchtigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen verlangt, sich für die Armen einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce K. Waltke, A Commentary on Micah &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Grand Rapids: Eerdmans, 2007), 164. Waltke unterstreicht, dass die Hilfe für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manchmal als &amp;quot;Gerechtigkeit&amp;quot; und manchmal als &amp;quot;Barmherzigkeit&amp;quot; bezeichnet wird. Ich nutze beide &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriffe und erkläre die Unterschiede zwischen ihnen an einer späteren Stelle im Essay&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waltke kommentiert , dass sowohl „Gerechtigkeit üben“ als auch „Barmherzigkeit lieben“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet, freundlich zu den Unterdrückten und Ausgegrenzten zu sein und aktiv Menschen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterstützen, die in finanzielle oder soziale Nöte geraten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 390–94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betonung findet sich aber nicht nur im Alten Testament. Die Fürsorge für die Armen ist &amp;quot;etwas &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derart Wesentliches, dass das Gegenteil davon nicht mit einer aufrichtigen Liebe zu Gott &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vereinbar ist&amp;quot; (1. Joh 3,17-19).&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:166 (Hervorhebungen im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Original).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Daraus (und aus 2Kor 8,8, wo von der Großzügigkeit gegenüber den Armen als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beweis für ein durch Gnade verwandeltes, liebendes Herz die Rede ist) schließt Edwards, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben kein verdienstvoller Grund dafür ist, dass Gott uns &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben ist vielmehr ein unabdingbares &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen dafür, dass das Herz eines Menschen von Rechtfertigung und Gnade geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Version der Lehre aus Mt 25, 34-46 steht im Jakobusbrief. Evangelische, die mit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre von Jak 2 gerungen haben, sind zu folgendem Schluss gekommen: „Wir sind allein durch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben gerettet. Doch dieser Glaube bleibt nicht für sich allein. Ein Glaube ohne Werke ist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tot und kein wahrer rechtfertigender Glaube.“ Völlig richtig. Dazu ist anzumerken, dass in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diesem Kontext alle „Werke“, die Jakobus als Kennzeichen des rettenden Glaubens aufzählt, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fürsorge für Witwen und Waisen (1,27), die Achtung der Armen und deren Gleichbehandlung (2,2-6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und die Sorge für die materiellen Bedürfnisse wie Nahrung und Kleidung sind (2,15-16). Jakobus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt geradeheraus klar, dass diejenigen, die behaupten, rechtfertigenden Glauben zu haben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber dennoch ihre Herzen gegenüber den Armen verschließen, sich irren oder lügen (2,15-18). Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apostel schließt daraus, dass „das Gericht ohne Barmherzigkeit gegen den [sein wird], der nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit geübt hat!“ (2,13). Die „Barmherzigkeit“, von der Jakobus hier spricht, ist eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ernste Besorgnis um und Hilfe für die Armen.&amp;lt;ref&amp;gt;Douglas J. Moo, The Letter of James (Pillar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
New Testament Commentary; Grand Rapids: Eerdmans, 2000), 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch hier findet sich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre wieder, dass niemand am Tag des Jüngsten Gerichts Barmherzigkeit vor Gott finden wird, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn er während seines Lebens keine Barmherzigkeit gegenüber den Armen gezeigt hat. Dies &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet nicht, dass die Fürsorge für die Armen uns rettet, sondern das sie das unabdingbare &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergebnis eines rettenden und rechtfertigenden Glaubens ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Grundsatz: Ein sensibles soziales Gewissen und ein Leben des Dienstes an den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürftigen ist die unvermeidliche Folge des wahren Glaubens. An den Taten kann Gott die wahre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe zu ihm von bloßen Lippenbekenntnissen unterscheiden (vgl. Jes 1,10-17). Der Text aus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthäus 25, in dem Jesus sich mit den Armen identifiziert („Was ihr einem dieser meiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“), ist mit Spr 14,31 und 19,17 vergleichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort steht, dass Barmherzigkeit gegenüber den Armen gleichbedeutend damit ist, Gott selbst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etwas zu leihen. Die Unterdrückung der Armen hingegen ist vergleichbar mit einer Verhöhnung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes. Das bedeutet, dass Gott am Tag des Gerichts an der Haltung eines Menschen gegenüber den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armen dessen Herzenshaltung gegenüber Gott selbst erkennen kann. Wenn Härte, Gleichgültigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder ein Überlegenheitsgefühl vorhanden ist, verrät das die Selbstgerechtigkeit im Herzen eines &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, der die Wahrheit noch nicht angenommen hat, dass er oder sie ein verlorener Sünder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, der nur durch freigiebige, aber dennoch teure Gnade gerettet worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards Appell und Argument ist sehr eindringlich. Er beginnt seine Untersuchung mit folgender &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: &amp;quot;Wo in der Bibel finden wir ein Gebot, das deutlicher und dringlicher formuliert ist als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Gebot, sich um die Armen zu kümmern?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Edwards, &amp;quot;Christian Charity,&amp;quot; 2:164.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards schließt seinen Überblick über die biblischen Befunde mit Sprüche 21,13: „Wer sein Ohr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verstopft vor dem Hilfeschrei des Geringen, auch er wird [einst] rufen und keine Antwort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erhalten.“ Edwards fügt hinzu: „Gott hat lieblosen Menschen damit gedroht, dass sie hilflos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zurückbleiben werden, wenn sie selbst einmal in Not und Elend geraten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., 2:169&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edwards bringt die Forderung der Bibel auf den Punkt, dass Christen, die vom Evangelium geprägt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, durch ihr Engagement für die Armen und ihre Sorge um sie auffallen müssen. Wir sollten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
buchstäblich „berühmt“ dafür sein. Das ist die eigentliche Aussage von Texten wie Mt 5,13-16 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und 1Petr 2,11-12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Welchen Platz nimmt die Eschatologie ein?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass Edwards die Eschatologie nicht für seine Argumente für den Dienst an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen heranzieht. Es ist oft argumentiert worden (auch von mir!), dass Gott sich sowohl um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Körper als auch um die Seele sorgt, weil das Erlösungswerk Jesu letztlich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederherstellung der materiellen Welt zum Ziel hat. Daher sollten wir nicht nur die Seelen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
retten, sondern auch den Hungrigen und Kranken helfen. Viele halten dagegen, dass die physische &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welt dem Feuer anheim fallen wird (2Petr 3,10-11; Off 21,1), so dass wir uns nur um die Rettung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Seelen kümmern und uns nicht so sehr um die Verbesserung der materiellen Bedingungen der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sorgen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden wir uns mit der Beziehung zwischen dem Dienst am Wort und dem praktischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienst befassen, doch für den Moment können wir festhalten, dass es möglich ist, sehr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überzeugende Argumente für einen Dienst an den Armen vorzubringen, ohne dabei auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eschatologische Fragen Bezug nehmen zu müssen. Es gibt Menschen, die darüber diskutieren, ob &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Welt durch Feuer erneuert oder zerstört und dann ersetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Argument für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneuerung der Erde anstatt einer Ersetzung, siehe Douglas J Moo, &amp;quot;Nature in the New Creation: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
New Testament Eschatology and the Environment,&amp;quot; JETS 49 (2006): 449–88; and Herman Bavinck, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;The Renewal of Creation,&amp;quot; Kap. 18 in Reformed Dogmatics (Grand Rapids: Baker, 2008), 4:715–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Doch wie wir aus Edwards Ausführungen und Argumenten ersehen können, beruht das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Argument für die Wichtigkeit des Dienstes an den Armen nicht auf diesen kontrovers diskutierten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen. Wie er sagt, ist das Gebot, sich um die Armen zu kümmern so stark wie kein anderes in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Bibel. Im Neuen Testament (und sogar im Alten Testament) ist es in der Regel auf das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelium von Stellvertretung, Erlösung und Gnade gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;z.B.: &amp;quot;Auch ihr sollt den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.&amp;quot; (5Mos 10,19).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsicherheit darüber, ob die physische Welt durch eine andere ersetzt wird oder nicht, sollte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns nicht davon abhalten, die zahlreichen positiven biblischen Aufforderungen zu beherzigen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsere Herzen für die Armen zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchung von Edwards ist rhetorisch wirkungsvoll. Eine noch vollständigere und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zugänglichere exegetische Übersicht über die Beziehung zwischen dem Evangelium und den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt jedoch Craig Blombergs ''Neither Poverty Nor Riches'' dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Craig L. Blomberg, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neither Poverty Nor Riches: A Biblical Theology of Possessions (New Studies in Biblical &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theology 7; Downers Grove: IVP, 2001).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Man kann Blombergs Ausführungen oder Edwards &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen nicht lesen, ohne sich darüber zu wundern wie selten die Armen in evangelikalen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Predigten - besonders in konservativen und reformierten Gemeinden - thematisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders wenn man bedenkt, wie vergleichsweise häufig das Thema in der Bibel selbst zur &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprache kommt. Warum ist das so? Das untersuchen wir im nächsten Abschnitt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In welchem Verhältnis steht die Verkündigung des Evangeliums zum Dienst an den Armen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie soll die Kirche auf eine so bemerkenswert starke biblische Lehre über die Wichtigkeit der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorge um die Armen reagieren? Es sollte eigentlich beinahe jedem klar sein, dass uns die Bibel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das lehrt! Dennoch drehen sich die Diskussionen darum, wem und in welcher Form die Kirche ihre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe gewähren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wem soll die Hilfe gelten?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche glauben, dass sich alle Texte, die die Christen dazu auffordern, den Armen zu helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lediglich an einzelne Gläubige, nicht aber an die Kirche als Institution oder Körperschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
richten. Aber es ist schwierig, diese Ansicht mit der Aussagekraft der Texte, die wir gelesen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
haben, in Einklang zu bringen. Wenn es wirklich stimmt, dass Gerechtigkeit und Barmherzigkeit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen gegenüber für Christen nicht optional sind, sondern  unabdingbare Zeichen eines &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gerechtfertigten Glaubens darstellen, fällt es schwer, zu glauben, dass die Kirche diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflicht nicht in irgendeiner Weise auch gemeinschaftlich reflektieren sollte. Doch wir brauchen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns hier gar nicht auf Mutmaßungen und Schlussfolgerungen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat Israel viele Gebote gegeben, die der sozialen Verantwortung dienten und die das Volk &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Gemeinschaft erfüllen sollte. Die Gemeinschaft des Bundes war dazu verpflichtet, ihre armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitglieder zu unterstützen, bis deren Not wieder behoben war (5Mos 15,8-10). Der Zehnte war für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Armen bestimmt (5Mos 14, 28-29). Die Armen sollten nicht einfach ein „Almosen“ erhalten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern mit Werkzeugen, Nahrungsmitteln (5Mos 14,12-15) und Land (3Mos 25) ausgestattet werden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so dass sie produktiv sein und sich selbst versorgen konnten. Später verurteilten die Propheten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Israels Gefühllosigkeit gegenüber den Armen sogar als Bundesbruch. Sie lehrten, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Materialismus und das Ignorieren der Armen genauso verwerfliche Sünde wie Götzendienst und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehebruch seien (Amos 2, 6-7). Die Barmherzigkeit gegenüber den Armen ist ein Beweis für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahre Hingabe des Herzens an Gott (Jes 1,10-17; 58,6-7; Amos 4,1-6; 5,21-24). Die Anhäufung von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
großem Reichtum, „indem man Haus an Haus und Feld an Feld reiht, bis kein Raum mehr übrig ist“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(vgl. Jes 5,8-9) kann, auch wenn sie mit legalen Mitteln erfolgt, Sünde sein, wenn sich die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichen den Armen gegenüber stolz und gefühllos verhalten (Jes 3,16-26; Amos 6,4-7). Das 70 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahre andauernde Exil selbst war eine Strafe für die nicht eingehaltenen Sabbat- und Jubeljahre &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2Chr 36,20-21). In diesen Jahren hätten die Wohlhabenden eigentlich Schulden erlassen sollen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch sie weigerten sich, dies zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel zu Israel. Aber was ist mit der Gemeinde? Die Gemeinde spiegelt die soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit der Gemeinschaft des Alten Bundes wider, allerdings mit der größeren Kraft und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht des neu angebrochenen Zeitalters. Auch Christen sind dazu aufgerufen, den Bedürftigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihre Hand hinzustrecken, wenn sie Hilfe brauchen (1Joh 3,16-17; vgl. 5Mos 15,7-8). Innerhalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kirche soll der Reichtum großzügig zwischen Arm und Reich geteilt werden (2Kor 8,13-15; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vgl. 3Mos 25). In Anlehnung an die Propheten lehrten die Apostel, dass wahrer Glaube &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unausweichlich durch barmherzige Taten zum Ausdruck kommt (Jak 2,1-23). Materialismus bleibt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine schwere Sünde (Jak 5,1-6; 1Tim 6,17-19) Es sind nicht nur die einzelnen Gläubigen in der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortung. Es gibt sogar eine besondere Art von Amtsträgern - die Diakone -, die eingesetzt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurden, um den Dienst der Barmherzigkeit der Gemeinde zu koordinieren. Es sollte uns nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
überraschen, dass die ersten beiden leitenden Ämter in der Gemeinde die Diener am Wort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Apostel) und die Diener an der Tat (die ''diakonoi'' aus Apg 6) waren. In der Zeit von Phil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1,1 und 1Tim 3 beaufsichtigen die Amtsträger den Dienst am Wort (Älteste) und den Dienst an der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tat (Diakone). Der Grund dafür ist, dass Jesus seine Dienstgaben an uns ausgeteilt hat (Eph &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4,7-12). Der Leib Christi erhält sowohl die Gabe der Rede als auch die Gabe der Diakonie (1Petr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4,10). All das zeigt, dass der Dienst der Barmherzigkeit ein wichtiges Werk der Kirche ist, zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem sie genauso beauftragt wurde wie zum Dienst am Wort und dem Dienst der Zucht (vgl. Röm 15, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23-29). In 2Kor 8,13-14 und Gal 2,10 werden konkrete Beispiele gemeinschaftlicher Diakonie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufgezeigt. Die Gemeinde spendet Opfergaben und lässt den Armen Hilfe zukommen (organisiert von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Amtsträgern der Kirche). Es sind also nicht nur Einzelpersonen, sondern die Kirche als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzes, die sich um die Sorge für die Armen und deren wirtschaftliche Versorgung kümmern soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Fragen bleiben bestehen. Auch wenn anerkannt wird, dass die Gemeinde (und auch jeder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne) für Arme spenden soll, wird mehrheitlich darauf hingewiesen, dass sich dieser Dienst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
intern auf die christliche Gemeinschaft bezieht, also auf die Sorge für die Gläubigen. Einige &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kommen zu dem Schluss, dass einzelne Christen sich allgemein für alle Armen engagieren sollten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch die Kirche sollte ihren Dienst einzig und allein auf die Armen innerhalb der Gemeinde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
konzentrieren. Auch hier gibt es viele Texte, die dieser Ansicht widersprechen. Sowohl Israel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3Mos 19,33-34) als auch die Gemeinde des Neuen Bundes (Hebr 13,2; 1Tim 5,10) sind angehalten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch Fremden und Ausländern, die nicht der christlichen Gemeinschaft angehören, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastfreundschaft zu erweisen. Die wichtigste Aussage des berühmten Gleichnisses Jesu vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37) lautet: Der Dienst der Barmherzigkeit sollte nicht auf die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinschaft des Bundes beschränkt bleiben, sondern auch auf Menschen ausgeweitet werden, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich außerhalb davon befinden. Außerdem weist Jesus seine Jünger in Lk 6,32-36 an, auch den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Undankbaren und Bösen zu dienen, weil dies das Muster der Gnade Gottes ist, die allen Menschen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt. Er lässt es regnen und lässt die Sonne scheinen sowohl über die Gerechten als auch über &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Ungerechten (Mt 5,45). Diese letzte Ermahnung sollte nicht so verstanden werden, dass wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedem, der darum bittet, etwas geben sollen, auch wenn das bedeutet, dass diese Gabe es ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
leicht macht, zu sündigen. Aber dennoch warnen diese Texte die Gemeinde klar davor, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit nur den Mitgliedern der eigenen Gemeinschaft zu gewähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vielleicht hilfreichste Abschnitt ist die kurze Erklärung von Paulus in Gal 6,10 (diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde an die ganze Gemeinde und nicht nur an Einzelpersonen geschrieben), die ausdrücklich eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prioritätenliste für den Dienst praktischer und materieller Bedürfnisse aufstellt. Zunächst &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind wir dazu angehalten, unseren „Glaubensgenossen“ und dann auch „allen Menschen“ zu helfen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ohne einen Unterschied hinsichtlich ihrer Volkszugehörigkeit, Nationalität oder ihres Glaubens &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was ist mit dem Verhältnis zwischen dem Dienst an den Armen zu dem Dienst der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation und der Verkündigung des Evangeliums?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Verkündigung ist etwas Unabdingbares'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die modernistische Kirche des frühen 20. Jahrhunderts reduzierte den Dienst am Evangelium auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine soziale Ethik und soziales Handeln. Der bizarre Spruch „Predigt das Evangelium und wenn &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nötig, benutzt Worte dafür!“ passt zu der Vorstellung, dass es sich beim Evangelium im Grunde &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
genommen um eine „Lebensweise“ handelt und dass der Dienst am Evangelium „eine bessere Welt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schafft“. Doch das widerspricht nicht nur der Lehre der Bibel, dass das Evangelium durch Worte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verkündigt und die Hörer darauf mit Buße und Glauben reagieren müssen. Im Wesentlichen leugnet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Spruch das Evangelium der Gnade durch die rettende Heilstat Gottes in der Geschichte und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ersetzt diese durch gute Werke und hohe moralische Vorstellungen. Im Social Gospel verschwindet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Evangelisation einfach von der Bildfläche. Die Armen zu lieben wird als „Weitergeben der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guten Botschaft“ betrachtet. Die konservative Kirche reagiert darauf mit tiefem Misstrauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber der zu starken Betonung auf den Dienst an den Armen. Sie hört von vielen aus der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Emergenten Kirche“ dass Gerechtigkeit und die Arbeit für den Frieden die wichtigsten Wege &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, um Apologetik zu betreiben und Menschen zu evangelisieren. Im Hinblick auf das Desaster &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der modernistischen liberalen Theologie ist das Misstrauen gerechtfertigt. Aber wie ich bereits &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dargelegt habe, versäumt die konservativ-evangelikale Verkündigung, den Armen die Bedeutung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beizumessen, die sich in der Bibel selbst findet. Warum? Es ist das Erbe des Social Gospel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl diejenigen, die das Social Gospel annehmen als auch diejenigen, die es ablehnen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verdrehen die Bedeutung, die die Bibel auf die Armen legt (auch wenn sie es auf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterschiedliche Art und Weise tun).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Licht des biblischen Befundes suchen viele heutzutage eine Art Ausgleich. Einerseits sagen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manche, dass zwar beides notwendig ist, dass aber soziale Belange ein Mittel zum Zweck der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation sind. Das heißt, wir sollten Gnade und Gerechtigkeit nur üben, um Menschen zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben an Jesus Christus zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe C. Peter Wagner, Church Growth and the Whole Gospel: A Biblical Mandate (San Francisco: Harper &amp;amp; Row, 1981), 101–4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das passt aber wiederum nicht zum Gleichnis Jesu vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigen Samariter, in dem er uns dazu aufruft, uns auch um die Undankbaren und Bösen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern (Lk 6, 35). Diese „Mittel-zum-Zweck“-Sichtweise macht Christen anfällig für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manipulationsvorwürfe. Anstatt Menschen aus freien Stücken wirklich zu lieben, helfen wir ihnen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nur, um uns selbst zu helfen und unsere Mitgliederzahlen zu erhöhen. Das Ironische daran ist, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass sich dieser Ansatz selbst das Wasser abgräbt. Ich habe viele Evangelikale kennengelernt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die den Wert des Dienstes der Barmherzigkeit an der Anzahl der Bekehrten bzw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchenbesucher/-mitglieder bemessen, der aus diesem resultiert. Der Soziologe Robert Putnam &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beschreibt solche gemeindebasierten Initiativen als kirchenzentriertes bindendes (oder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
exklusives) soziales Kapital, welches im Gegensatz zum gemeinschaftszentrierten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''brückenbildenden'' (oder inklusivem) sozialen Kapital steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert D. Putnam, Bowling &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alone: The Collapse and Revival of American Community (New York: Simon &amp;amp; Schuster, 2000), 22–&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das bedeutet, dass der Dienst solcher Gemeinden nicht darauf aufgelegt ist, dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nächsten zu dienen, sondern nur die Gemeinde zu vergrößern. Doch dieser Ansatz wird von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen außerhalb der Gemeinde als egoistisch und als Selbstzweck wahrgenommen, so dass sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott nicht verherrlichen (Mt 5,13-16), weil sie an uns Gottes aufopferungsvolle und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedingungslose Gnade nicht erkennen können. Sie sehen an uns nur, dass wir etwas geben, weil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir im Gegenzug etwas erwarten (Lk 6,32-35).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Sichtweise bieten John Stott und andere. Sie betrachten die Evangelisation und das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
soziale Engagement als gleichwertige Partner: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[S]oziales Engagement ist der Partner der Evangelisation. Als Partner gehören die beiden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zueinander und sind doch voneinander unabhängig. Jeder Teil hat neben dem anderen seine eigene &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechtigung. Keines ist nur ein Mittel zum Zweck oder gar eine Erscheinungsform des anderen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes hat seinen eigenen Zweck.&amp;lt;ref&amp;gt;John R. W. Stott, Christian Mission in the Modern World: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
What the Church Should Be Doing Now! (Downers Grove: IVP, 1975), 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das scheint den Dienst an den Armen zu sehr vom Dienst am Wort zu trennen. Es eröffnet die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglichkeit, den Dienst an den Armen als eigenständige Möglichkeit zu betrachten, die die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung des Wortes außer Acht lässt. Ich mache einen neuen Vorschlag: Eine asymmetrische, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unauflösliche Verbindung der beiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Evangelisation ist grundlegender als der Dienst an den Armen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangelisation muss als „Spitze“ des Dienstes einer Gemeinde an der Welt betrachtet werden. Man &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss ihr einen Vorrang im Dienst der Gemeinde einräumen. Es liegt auf der Hand, dass sowohl die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rettung einer verlorenen Seele und die Speisung eines hungrigen Magens zwar beides Taten der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe sind. Doch eine der beiden hat definitiv eine unendlich größere Wirkung als die andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 2Kor 4,16-18 spricht Paulus davon, wie wichtig es ist, den „inneren Menschen“ zu stärken, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch wenn die äußere, physische Natur altert und verfällt. Evangelisation ist der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grundlegendste und radikalste Dienst, den man an einem Menschen tun kann. Das ist nicht deshalb &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahr, weil das „Geistliche“ wichtiger ist als das Körperliche (wir müssen aufpassen, nicht in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Dualismus griechischer Prägung zu verfallen!). Doch es ist wahr, weil das Ewige wichtiger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist als das Zeitliche (Mt 11,1-6; Joh 17,18; 1Joh 3, 17-18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Der Dienst an den Armen ist aber untrennbar mit der Evangelisation verbunden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir alle kennen den Spruch „Wir sind allein durch den Glauben gerettet, aber dieser Glaube &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht nicht für sich allein.“ Durch den Glauben sind wir gerettet. Aber Glaube ist untrennbar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit guten Taten verbunden. Wir haben bereits in Jak 2 gesehen, dass das auch für das Evangelium &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt: Die Gerechtigkeit aus dem Glauben und aus der Barmherzigkeit gegenüber den Armen. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priorität liegt auf dem Evangelium der Gerechtigkeit. Das ist es, was uns rettet. Aber genauso &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie gute Werke untrennbar mit dem Glauben verbunden sind, ist auch die Sorge für die Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
untrennbar mit der Evangelisation und dem Dienst des Wortes verbunden. Im Handeln Jesu waren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Heilung von Kranken und die Speisung der Armen eng mit seiner Verkündigung verbunden (Joh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,1-7; 35-41).  Die Wunder, die er getan hat, waren nicht einfach nur eine Demonstration seiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht, sondern Zeichen der kommenden Herrschaft Gottes (Mt 11,2-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Die Erneuerung durch Jesu Erlösung umfasst letztlich auch eine neue Erde. In der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeit dazwischen gibt es keinen Teil unserer Existenz, der von seinem Segen unberührt bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wunder von Jesus waren Wunder des Reiches Gottes und sollten zeigen, was es mit diesem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reich auf sich hat. … Sein Segen wurde den Armen, den Mühseligen und Beladenen zuteil, die zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihm kamen und an ihn glaubten. … Die Zeichen und Wunder, die die Gottheit Jesu bezeugten und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Zeugnis derer bestätigten, die das Evangelium an die Gemeinden weitergaben, setzten sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht weiter fort, denn ihr Zweck ist bereits erfüllt. Doch das, was diese Zeichen im Hinblick &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf das Reich Gottes zum Ausdruck brachten, muss in der Gemeinde fortbestehen. Wir vertrauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Worten Jesu nicht wirklich, wenn unsere Taten nicht seine Barmherzigkeit widerspiegeln. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkündigung des Reiches Gottes ist daher ganzheitlich: Es vermittelt durch Wort und Tat die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verheißung Christi für Leib und Seele als auch die Forderung die Christus an Leib und Seele &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund P. Clowney, &amp;quot;Kingdom Evangelism,&amp;quot; in The Pastor-Evangelist: Preacher, Model, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
and Mobilizer for Church Growth (ed. Roger S. Greenway; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reformed, 1987), 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apostelgeschichte stellt mehrmals eine enge Verbindung zwischen dem Teilen materieller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Güter mit Bedürftigen und der Ausbreitung des Evangeliums durch die Predigt her. Das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herabkommen des Heiligen Geistes und der sprunghafte Anstieg der Zahl von Bekehrten (Apg 2,41) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht in Verbindung zu einem radikalen Teilen von Besitz mit den Bedürftigen (2,44-45). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apostelgeschichte 4 stellt eine Rekapitulation dar: Nachdem die Gemeinde den Heiligen Geist &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bekommen hat, teilen die Mitglieder innerhalb der Gemeinde ihren Besitz und die Auferstehung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird mit großer Macht verkündigt (4, 32-35). Nachdem sich der Dienst der Diakonie fester &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etabliert hat, fügt Lukas hinzu „wuchs das Wort Gottes und die Zahl der Jünger mehrte sich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sehr.“ (6,7). Lukas weist erneut auf die sehr enge Verbindung zwischen Tat und Wort hin. Der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
praktische Dienst der Christen an den Bedürftigen wies auf die Wahrheit und die Kraft des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums hin. Taten der Barmherzigkeit und Gerechtigkeit werden auch für Nichtgläubige &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sichtbar und können dazu führen, dass sie Gott verherrlichen (Mt 5, 13-16). Der Römische Kaiser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Apostata bemerkte, dass Christen erstaunlich wohlgesonnen gegenüber Fremden waren: „Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungläubigen Galiläer [d.h. die Christen] helfen nicht nur ihren eigenen Armen, sondern auch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unseren. Jeder kann sehen, dass wir unseren Leuten nicht ausreichend helfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert in: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rodney Stark, The Rise of Christianity: How the Obscure, Marginal, Jesus Movement Became the &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dominant Religious Force in the Western World in a Few Centuries (San Francisco: HarperCollins, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997), 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4) Untrennbarkeit bedeutet keine starre zeitliche Reihenfolge'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit dem Begriff „untrennbar“ gemeint? Der Dienst an den Armen kann der Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums vorausgehen. So war es auch beim Dienst Jesu an einem blinden Menschen. Obwohl Jesu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tat dazu führte, dass der Blinde auch in geistlicher Hinsicht „sehend wurde“, gibt es keinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis darauf, dass Jesu Hilfe an Bedingungen geknüpft war. Er zwang ihn nicht dazu, ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben zu schenken als er ihn heilte. Er wies ihn lediglich an: „Geh und wasche dich!“ (Joh &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9,7). Auch als Jesus davon sprach, denjenigen Geld und Kleidung zu geben, die darum bitten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bestand er darauf, dass wir geben sollten, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten (Lk 6, 32&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-35). Wir sollten nicht nur Hilfe leisten, wenn unser Gegenüber dem Evangelium offen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenübersteht. Und wir sollten die Hilfe auch nicht zurückziehen, wenn er oder sie das nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tut. Es sollte jedoch immer klar sein, dass die Motivation hinter unserer Hilfe unser &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
christlicher Glaube ist und wir sollten uns darum bemühen, Wege zu finden, die weder künstlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch ausbeuterisch sind, um den Dienst des Wortes und unsere Zusammentreffen zu Zwecken der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehre und Jüngerschaft eng mit dem diakonischen Dienst zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus ruft uns als Christen dazu auf, &amp;quot;Zeugen&amp;quot; zu sein und anderen Menschen die Botschaft des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums zu bringen. Doch gleichzeitig ruft er uns auch dazu auf, uns um die Armen zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern. Er ruft seine Nachfolger sowohl zur „Verkündigung des Evangeliums“ (Aufforderung zum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glauben an das Evangelium) als auch zur „Nächstenliebe“ auf (sich aufopferungsvoll um die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürfnisse der Menschen im persönlichen Umfeld kümmern, egal ob diese gläubig oder nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gläubig sind!) Beides gehört unbedingt zusammen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#In ''theologischer'' Hinsicht:  Die Auferstehung Jesu zeigt uns, dass Gott nicht nur Körper &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Geist geschaffen hat, sondern auch beides erlösen wird. Das Heil, das Jesus schließlich in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner ganzen Fülle bringen wird, schließt die Befreiung von allen Auswirkungen der Sünde ein - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht nur in geistlicher, sondern auch in körperlicher und materieller Hinsicht. Jesus kam, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Wort Gottes zu lehren, um zu heilen und die Hungrigen zu speisen.&lt;br /&gt;
#In ''praktischer'' Hinsicht: Wir sollten uns weiterhin davor hüten, die Verkündigung des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evangeliums mit der praktischen Hilfe zu verwechseln, wie es beim Social Gospel der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Taten der Liebe sind ein unverzichtbares Zeugnis für die Kraft und das Wesen von Gottes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade, ein unverzichtbares Zeugnis für die Wahrheit des Evangeliums.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===='''2. Ein paar Gedanken zum praktischen Dienst an den Armen'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erläuterung aller Einzelheiten zum praktischen Dienst an den Armen, würde diesen Essay &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sicherlich sprengen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bemerkung des Herausgebers: vgl. Timothy J. Keller, Ministries of Mercy: The Call of the Jericho Road (Band 2; Phillipsburg, NJ: Presbyterian &amp;amp; Reformed, 1997).&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch es gibt zwei praktische Aspekte, die ich den Gemeinden in ihrem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienst an den Armen ans Herz legen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein Gleichgewicht in der Analyse: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Sache, den Armen helfen zu wollen. Aber es ist noch einmal eine ganz andere Sache, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dabei weise vorzugehen. Es kann leicht passieren, dass man sich in das Leben einer armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie einmischt und sich dadurch die Dinge eher verschlechtern als verbessern. Die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptgründe dafür, dass dies so oft geschieht, sind die zwei unbiblischen Ideologien und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reduktionismen, die unsere Kultur heutzutage bestimmen. Konservative betrachten im Allgemeinen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine persönliche Verantwortungslosigkeit als Grund für Armut. Liberale hingegen sehen den Grund &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ungerechten Sozialsystemen, denen arme Menschen nicht entkommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel benutzt wechselweise zwei verschiedene Begriffe für den Dienst an den Armen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit“ und „Dienst“ (Diakonie) bzw. Barmherzigkeit. Der wahrscheinlich berühmteste &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appell in der Bibel, den Armen zu helfen ist das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. Dort &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird die Hilfe als „Barmherzigkeit“ bezeichnet (Lk 10,37) An anderen Stellen der Bibel, wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Teilen von Nahrung, Unterkunft und anderen grundlegenden Ressourcen mit Personen, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weniger haben als ihre Geber, als „Gerechtigkeit üben“ bezeichnet (Jes 58,6-10; siehe auch 3Mos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19,13; Jer 22,13). Nicht zu teilen ist nicht einfach nur ein Versäumnis, barmherzig zu sein, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern auch ein Versäumnis, gerecht zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass der Grund für die Nutzung der beiden Begriffe „Gerechtigkeit“ und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Barmherzigkeit“ darin liegt, dass die biblische Erklärung für die Gründe von Armut sehr viel &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
komplexer ist, als unsere derzeitigen Ideologien es uns nahelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. D. A. Carson, How &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Long, O Lord? Reflections on Suffering and Evil (Band 2; Grand Rapids: Baker, 2006), 51–59, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführungen zu den sechs &amp;quot;Arten von Armut&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weisheitsliteratur bietet eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bemerkenswert ausbalancierte und nuancierte Sicht der „Wurzelursachen“ von Armut. In den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprüchen finden wir die bereits bekannten Aussagen: „Bei jeder Mühe ist Gewinn, aber bloßes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerede (führt) nur zum Mangel“ (Spr 14, 23). Aber es heißt auch: „Reichlich Nahrung (bringt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Neubruch der Armen, aber mancher wird weggerafft durch Unrecht.“ Sowohl Faktoren im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
persönlichen als auch im gesellschaftlichen systemischen Bereich können zu Armut führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel nennt mindestens drei Ursachen für Armut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Ungerechtigkeit und Unterdrückung'':  Dies bezieht sich auf alle ungerechten sozialen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstände oder Verhaltensweisen, die einen Menschen in Armut halten (Ps 82,1-8; Spr 14,31; 2Mos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22,21-27). Das am häufigsten verwendete hebräische Wort für &amp;quot;die Armen&amp;quot; im Alten Testament &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeutet „die zu Unrecht Unterdrückten“. Biblische Beispiele für Unterdrückung sind soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Systeme, die die Mächtigen begünstigen (3Mos 19,15), Wucher (2Mos 22,25-27) und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungerechtfertigt niedrige Lohnzahlungen (Eph 6,8-9 ; Jak 5,4).&lt;br /&gt;
#''Katastrophen im Umfeld'': Das bezieht sich auf Naturkatastrophen oder andere Umstände, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen Menschen in die Armut führen oder ihn darin halten. Die Heilige Schrift ist voller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele wie Hungersnöte (1Mos 47), körperliche Behinderungen, Überschwemmungen und Brände.&lt;br /&gt;
#''Persönliches Versagen'': Auch persönliche Schuld und Versäumnisse können eine Ursache für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut sein, z.B. Trägheit (Spr 6,6-8) und andere Probleme hinsichtlich der Selbstdisziplin (Spr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23,21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Faktoren sind miteinander verbunden. Sie führen in der Regel nicht zu voneinander &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abgrenzbaren &amp;quot;Kategorien&amp;quot; von Armut (außer in akuten Fällen, z.B. bei einem Wirbelsturm, durch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Menschen obdachlos werden und kurzfristig auf materielle Hilfe angewiesen sind). Vielmehr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind diese drei Faktoren normalerweise miteinander verbunden. Eine Person, die z.B. in einem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ethnischen/wirtschaftlichen Ghetto (Faktor 1) aufgewachsen ist, hat höchstwahrscheinlich einen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schlechteren Gesundheitszustand (Faktor 2) und erlernt in ihrer Gemeinschaft viele &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewohnheiten, die in materieller/sozialer Hinsicht keine Verbesserung der Lebensumstände &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bringen (Faktor 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktor 3 kann jedoch auch als eine Variante von Faktor 1 betrachtet werden. Zum Beispiel können &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern darin versagen, ihren Kindern vorzulesen, sie zu ernähren oder ihnen Verhaltensweisen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie Ehrlichkeit, Fleiß und Geduld beizubringen. Dabei handelt es sich um den Faktor 3 bei den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwachsenen (persönliche Verantwortungslosigkeit) und um Faktor 1 bei den Kindern &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ungerechtigkeit/Chancenungleichheit). Kinder aus innerstädtischen Ghettos können völlig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unverschuldet mit einer weitaus schlechteren Schulbildung aufwachsen und in einem Umfeld groß &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden, in dem sie auf immense Lernhindernisse treffen. Konservative argumentieren vielleicht, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass dies die Schuld der Eltern oder der „Kultur“ ist, während Liberale diesselbe Situation als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versagen der Regierung und/oder als Auswirkung von systemischem Rassismus betrachten. Keiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von ihnen argumentiert, dass es die Schuld der Kinder ist! Natürlich ist es möglich, dass junge &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die in Armut geboren wurden, daraus ausbrechen können, doch dazu ist ein Vielfaches &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an Stärke, Unabhängigkeit, Kreativität und Mut nötig, um einfach nur eine höhere Schule &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
besuchen und eine Arbeitsstelle finden zu können, als es das für ein Kind aus der Mittelschicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist. Kurz gesagt gibt es Kinder, die mit etwa zweihundertmal besseren Chancen auf akademischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wirtschaftlichen Erfolg aufwachsen als andere. (Man kann nicht von einem acht Jahre alten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analphabeten, der bald ein siebzehnjähriger Analphabet sein wird, erwarten, dass er sich „an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht!“) Warum gibt es diese Situation? Sie ist Teil der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tiefgreifenden Ungerechtigkeit, die auf unserer Welt herrscht. Das Problem ist schlicht und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einfach eine ungerechte Verteilung von Chancen und Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele „Konservative“ den Armen hauptsächlich aus Mitleid &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
helfen wollen. Das rührt möglicherweise aus dem Glauben, dass Armut hauptsächlich eine Frage &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Verantwortungslosigkeit Einzelner ist. Dabei wird übersehen, dass die „Reichen“ ihren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz zum großen Teil dem Umstand verdanken, dass die Chancen und Ressourcen bei Geburt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ungerecht verteilt sind. Wenn wir reich an den Gütern dieser Welt sind, ist das letztendlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein Geschenk. Wären wir in einem anderen Umfeld geboren worden, könnten wir ohne eigenes &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschulden sehr arm sein. Nicht zu teilen, was man hat, ist nicht einfach nur unbarmherzig, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern auch unfair und ungerecht. Auf der anderen Seite helfen viele „Liberale“ den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hauptsächlich deshalb, weil sie empört sind und einen Mangel an Gerechtigkeit verspüren. Hier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird übersehen, dass individuelle Verantwortung und Veränderung sehr viel damit zu tun hat, der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armut zu entkommen. Armut wird hier strikt unter dem Aspekt der strukturellen Ungleichheit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
betrachtet. Während die konservative Einstellung „aus reinem Mitleid“ zu Paternalismus und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevormundung führt, führt die liberale Einstellung „aus reiner Gerechtigkeit“ zu großer Wut und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Groll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ansichten neigen ironischerweise dazu, selbstgerecht zu sein. Die eine Seite sieht die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schuld ausschließlich bei den Armen, die andere ausschließlich bei den Reichen. Die eine Seite &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
legt eine zu große Betonung auf die Verantwortung des Einzelnen, die andere eine zu niedrige. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausgewogene Motivation entspringt einem barmherzigen Herzen, das sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überheblichkeitsgefühl gegenüber Menschen aus allen sozialen Schichten verloren hat. Eines muss &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns ganz klar sein: Es ist das Evangelium, dass uns dazu führt, barmherzig und gerecht zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
handeln. Gott spricht zu Israel: „Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägyptens gewesen. Ich bin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der HERR, euer Gott!“ (3Mos 19,34). Die Israeliten waren „Fremdlinge“ und unterdrückte Sklaven &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Ägypten. Sie waren nicht in der Lage, sich selbst aus der Knechtschaft zu befreien - das tat &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott durch seine Gnade und Macht. Nun sollen sie alle Menschen mit weniger Macht oder weniger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz wie ihre Nächsten behandeln, sie lieben und Gerechtigkeit üben. Die Basis, um &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gerechtigkeit zu üben“ ist also die Rettung durch die Gnade Gottes!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon am Beginn dieses Abschnitts haben wir festgestellt, dass die Balance zwischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit und Gerechtigkeit - die Wahrnehmung sowohl persönlicher als auch sozialer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aspekte als Ursache von Armut - wichtig ist, damit Gemeinden ihren Dienst an den Armen in aller &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weisheit tun können. Eine konservative Ideologie wird möglicherweise viel zu ungeduldig und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vielleicht sogar harsch mit armen Familien umgehen und die eher unsichtbaren soziokulturellen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktoren ausblenden, die zu diesem Problem beitragen. Eine liberale Ideologie hingegen wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht genug Wert auf eine Umkehr und eine Erneuerung des Lebenswandels legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Arbeitsteilung: Der Einzelne und die Gemeinde'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dienst der Gemeinde am Evangelium umfasst sowohl die Verkündigung der guten Botschaft an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichtchristen als auch die Prägung einzelner Gläubiger mit dem Evangelium. Das bedeutet jedoch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht, dass die Kirche als Institution unter ihren Ältesten alle Aktivitäten selbst ausführen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muss, zu der wir unsere Mitglieder befähigen. So sollte z.B. die Gemeinde die Filmemacher in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihren Reihen in der Jüngerschaft so anleiten, dass ihre Kunst tief vom Evangelium durchdrungen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird. Doch die Kirche selbst sollte nicht in der Filmproduktionsbranche tätig werden. Hier kann &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abraham Kuypers „Souveränität der verschiedenen Sphären“ hilfreich sein (obwohl ich durchaus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
deren Grenzen und Schwierigkeiten wahrnehme). Kuyper besteht zurecht darauf, dass die Kirche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Kirche die Aufgabe hat, das Evangelium zu verkündigen (Evangelisation und Jüngerschaft), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott anzubeten, die Sakramente auszuteilen und Gemeindezucht zu üben. Durch all diese &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktivitäten bringt sie Mitglieder hervor, die sich ihrerseits in Kunst, Wissenschaft, Bildung, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Journalismus, Film, Wirtschaft usw. engagieren werden. Die Kirche selbst sollte sich jedoch &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht an diesen Unternehmungen beteiligen. Kuyper hätte z.B. einer örtlichen Gemeinde nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einmal erlaubt, eine christliche Schule zu betreiben, da er der Ansicht war, dass die Bildung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kinder der Familie und nicht der Gemeinde obliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne ergibt der Dienst der Kirche an den Armen wirklich Sinn, wenn man ihn als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemeinsames Mittel zur Erfüllung des biblischen Auftrags an den Armen betrachtet, als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemeinsames Zeugnis für die Gemeinschaft derer, die durch Jesu Liebe verändert wurden und als &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wichtige „Plausibilitätsstruktur“ für die Verkündigung des Evangeliums. Die Kirche sollte &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch die verschiedenen Ebenen des Dienstes an den Armen erkennen und deren Grenzen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#''Nothilfe'': Direkte Hilfe als Antwort auf körperliche/materielle/gesellschaftliche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürfnisse. Übliche Hilfsdienste umfassen die Bereitstellung von Notunterkünften für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obdachlose, die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Kleidung für Bedürftige, medizinische Hilfe, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krisenberatung usw. Eine aktivere Form der Hilfe ist das &amp;quot;Eintreten&amp;quot; für Menschen in Not, z.B. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Unterstützung bei der Suche nach Rechtsbeistand, einer Wohnung und bei anderen Formen der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützung. Nothilfeprogramme allein können zu Abhängigkeitsverhältnissen führen.&lt;br /&gt;
#''Entwicklungshilfe'': Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, die einer hilfsbedürftigen Person &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder Gemeinschaft die Selbstversorgung ermöglichen. Wenn einem Sklaven im AT die Schuld &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erlassen und er freigelassen wurde, wies Gott seinen ehemaligen Herrn an, ihn mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahrungsmitteln, Werkzeug und Ressourcen auszustatten, damit der Sklave ein neues, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirtschaftlich unabhängiges Leben führen konnte (5Mos 15,13-14). „Entwicklungshilfe“ für &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne umfasst Bildungsmaßnahmen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausbildungsmöglichkeiten. Für ein Stadtviertel oder eine Gemeinschaft bedeutet der Begriff &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jedoch, dass gesellschaftliches und finanzielles Kapital in ein Sozialsystem investiert wird, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
z.B. in Wohnungsbau, Wohneigentum, andere Kapitalinvestitionen, usw.&lt;br /&gt;
#''Reformen'': Reformen im sozialen Bereich gehen über die Linderung dringender Bedürfnisse und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abhängigkeiten hinaus und zielen darauf ab, soziale Bedingungen und Strukturen zu verändern, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die diese Abhängigkeit verschlimmern oder gar erst hervorgebracht haben. Von Hiob wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
berichtet, dass er nicht nur die Nackten gekleidet, sondern auch die „Kinnladen der Übeltäter &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zerschmetterte und ihren Zähnen die Beute entriss“ (Hiob 29,17). Die Propheten prangerten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Missstände wie ungerechte Löhne (Jer 22,13), korrupte Geschäftspraktiken (Amos 8,2.6), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtssysteme, die die Reichen und Einflussreichen bevorzugten (3Mos 19,15; 5Mos 24,17) und ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wuchersystem an, das Menschen mit geringen Mitteln ausbeutete (2Mos 22,25-27; 3Mos 19,35-37; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25,37). Daniel zieht eine heidnische Regierung wegen ihres Mangels an Barmherzigkeit gegenüber &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Armen zur Rechenschaft (Dan 4,27ff.). Das bedeutet, dass sich Christen auch für eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bestimmte Gemeinschaft einsetzen sollen, um z.B. einen besseren Polizeischutz, gerechtere und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fairere Finanzpraktiken, eine bessere Ordnung des gesellschaftlichen Raums und bessere Gesetze &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu erwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sollte die Kirche als Institution Reformen durchführen oder gar Entwicklungshilfe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
betreiben? Aus theologischen und praktischen Gründen lautet die Antwort im Allgemeinen, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich die Kirche als Institution auf die erste und einen Teil der zweiten Ebene konzentrieren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollte: auf die Nothilfe und einen Teil der individuellen Entwicklungshilfe. Wenn es um die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zweite und die dritte Ebene - also um die Entwicklungshilfe von Gemeinschaften, um soziale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reformen und die Veränderung gesellschaftlicher Strukturen geht, sollten Gläubige im Rahmen von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbänden und Organisationen und weniger durch ihre örtliche Kirche aktiv werden. Es fällt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schwer, hier dogmatische Linien zu ziehen. Gesellschaftliche Unterschiede und kulturelle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingungen können Auswirkungen darauf haben, inwieweit sich die Kirche an Lösungen zu Fragen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Gerechtigkeit beteiligt. Jetzt im Rückblick zollen wir den weißen angloamerikanischen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchen, die gegen die Übel der Sklaverei in Amerika gepredigt und sich für die Abschaffung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derselben eingesetzt haben, unseren Respekt. Hier hat sich auch die afroamerikanische Kirche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter extrem schwierigen Bedingungen - Sklaverei und Quasi-Sklaverei - auf allen drei Ebenen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Dienstes an den Armen eingesetzt und tut das bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell bin ich jedoch der Meinung, dass die Kirche sich auf der ersten Ebene engagieren &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollte und Freiwilligenorganisationen, Verbände und andere Dienste dies auf der zweiten und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dritten Ebene tun sollten. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Viele würden möglicherweise argumentieren, dass ein Engagement auf der  zweiten und dritten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebene zu teuer ist und finanzielle Ressourcen vom Dienst am Wort abziehen würde. 2. Andere &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sagen, dass die beiden Ebenen zu politisch sind und eine zu große Verbundenheit zu bestimmten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtsträgern und politischen Parteien bedeuten würden, die wiederum die Kirche gefährden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
könnten. 3. Und wieder andere sagen, dass die zweite und die dritte Ebene zu komplex sind und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es nicht zu den Aufgaben und Begabungen der Gemeindeältesten passen würde, wenn sie sich darum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kümmern. Denn ihre Aufgabe ist der Dienst am Wort Gottes und das Gebet (Apg 6,1-7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese Argumente haben einen gewissen Wert, müssten aber nuancierter ausgearbeitet werden, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um meiner These gerecht zu werden. Leider ist hier weder ausreichend Zeit noch Platz für die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführungen zu diesem Prozess. Ich möchte nur anmerken, dass die meisten Gemeinden in den USA, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die sich intensiv um die Armen kümmern, es für klüger befunden haben, gemeinnützige Unternehmen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auszugliedern, die sich um die Entwicklungsarbeit in Gemeinschaften und um die Reform von &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sozialen Strukturen kümmern, anstatt dass diese Aufgaben direkt durch die örtliche Gemeinschaft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unter Verantwortung der Gemeindeältesten übernommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''3. Jesus, der arme Mann'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch der Sprüche steht, dass Gott sich mit den Armen identifiziert. „Was ihr den Armen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
antut, das tut ihr auch mir an.“ In Mt 25 steht dasselbe. Ich habe bereits vorher aufgezeigt, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dass Gott am Tag des Jüngsten Gerichts in der Lage sein wird, das Herz eines Menschen anhand &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner Haltung gegenüber anderen Menschen zu beurteilen. Aber dieser Vers trägt noch eine &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tiefere Bedeutung in sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch der Sprüche und in Mt 25 identifiziert Gott sich symbolisch mit den Armen. Doch in der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschwerdung und im Tod Jesu identifiziert sich Gott wortwörtlich mit den Armen und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgegrenzten. Jesus wurde nach seiner Geburt in einen Futtertrog gelegt. Bei seiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschneidung opferte seine Familie das, was von den Armen verlangt wurde (Lk 2,24). Er sagte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht, wo er das Haupt hinlegt“ (Mt 8,20). Am Ende seines Lebens ritt Jesus auf einem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geliehenen Esel in Jerusalem ein. Er verbrachte seinen letzten Abend in einem angemieteten Raum &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wurde, als er starb, in ein geliehenes Grab gelegt. Sie warfen das Los über seinen einzigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besitz, seinen Mantel, denn am Kreuz wurde ihm alles genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das verleiht der Frage „Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder nackt oder im &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefängnis gesehen?“ eine neue Bedeutung. Die Antwort darauf lautet: Dort am Kreuz! Dort wo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus mitten zwischen den Verbrechern - den Ausgegrenzten - starb. Kein Wunder, dass Paulus &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sagen konnte, dass sich unser Blickwinkel auf die Armen für immer verändert, wenn wir einmal &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gesehen haben, wie Jesus arm für uns wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Warum_bekennen_wir_unsere_S%C3%BCnden,_wenn_sie_uns_doch_bereits_vergeben_sind%3F</id>
		<title>Warum bekennen wir unsere Sünden, wenn sie uns doch bereits vergeben sind?</title>
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				<updated>2022-03-29T11:55:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Why Do We Confess If Our Sins Are Already Forgiven?}}&amp;lt;br&amp;gt;  ''' Audio Transcript '''  ''Warum bekennen wir immer wieder unsere Sünden, wenn alle unsere Sü…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Why Do We Confess If Our Sins Are Already Forgiven?}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''' Audio Transcript '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Warum bekennen wir immer wieder unsere Sünden, wenn alle unsere Sünden in Christus getilgt wurden? Das ist eine großartige Frage von einem Hörer des Podcasts mit dem Namen Andy, der viele Hörer da draußen repräsentiert, die genau dieselbe Frage stellen. &lt;br /&gt;
Andy drückt es folgendermaßen aus: „Hallo Pastor John, können Sie mir helfen, das Werk Jesu zu verstehen, durch das alle unsere Sünden – vergangene, gegenwärtige, zukünftige – durch Christus vergeben wurden, und dennoch werden wir dazu aufgerufen, sie immer wieder zu bekennen? Ich denke vor allem an die Aussage „Es ist vollbracht“ aus Johannes 19,30 und and die unglaubliche Tatsache, dass Christus uns „alle [unsere] Übertretungen vergab“ und „hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht“ in Kolosser 2,13-14. Aber in 1. Johannes 1,9 werden wir zu einem ständigen Bekenntnis aufgerufen. Wie können diese Wahrheiten einen Sinn ergeben?“&lt;br /&gt;
''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich liebe diese Frage, denn sie gibt mir einen Anlass mit euch und mit allen unseren Zuhörern die unermessliche Größe und Schönheit und Kostbarkeit und Wunder dessen zu preisen, was Jesus tatsächlich am Kreuz ein für alle Mal vollbracht hat, als er für seine Schafe starb und wieder auferstand. Und ich sage „für seine Schafe“, weil Jesus in Johannes 10,15 sagt: „Ich lasse mein Leben für die Schafe.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders ausgedrückt: Mit dem Tod Jesu hat Gott einen ganz besonderen, eigenartigen Plan oder eine besondere Absicht oder Ziel, eine Herde für sich zu erkaufen und zu erschaffen, und damit eingeschlossen: den Erwerb unseres Glaubens, unsere Vereinigung mit Christus, die Vergebung all unserer Sünden (vergangene, gegenwärtige, zukünftige), unser ewiger Rechtsstatus bei Gott als adoptierte Kinder und als neue Schöpfung in Christus – all das wurde von Jesus ein für alle Mal erkauft. Das ist es, was Gott beabsichtigte und erreichte, als Christus starb, um für seine sündige Herde, seine Schafe, einzustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vollständig Bezahlt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, ich glaube Andy sieht diese Herrlichkeit; er sieht sie und er jubelt mit mir darüber. Er sieht sie in Johannes 19,30: „Es ist vollbracht.“ Und er sieht sie in Kolosser 2,13-14: „Er hat auch [uns], […] mit ihm lebendig gemacht, indem er [uns] alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete.“ Dies sind wohl die eindrucksvollsten Verse der ganzen Bibel, die beschreiben, was aus unserer Schuld wurde, die wir niemals bezahlen könnten: ausgelöscht, ans Kreuz genagelt. Und man kann zu dem, was Andy festgestellt und hervorgehoben hat, folgendes ergänzen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Hebräer 7,27: „[Christus], der es nicht wie die [alttestamentlichen] Hohenpriester täglich nötig hat, […] Opfer darzubringen, […] denn dieses hat er ein für alle Mal getan, indem er sich selbst als Opfer darbrachte. &lt;br /&gt;
*Hebräer 9,26: „Nun aber, am Ende der Zeiten, ist er ein für alle Mal erschienen, um durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben.“ (LUT 2017)&lt;br /&gt;
*Hebräer 10,14: „Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hebräerbrief ist in dieser Hinsicht wirklich gut. Hier ist es: „ein für alle Mal“ – nicht wiederholt. Nicht wiederholt in der Geschichte, nicht Sonntag für Sonntag wiederholt in der römisch-katholischen Messe, nicht wiederholt in irgendeiner protestantisch-religiösen Praxis, die wir bei der Taufe oder was auch immer praktizieren. Ein für alle Mal: Erledigt, abgeschlossen, vollendet, die Schuld vollständig beglichen. Es kann nicht ergänzt, nicht verbessert werden. Das ist die grundlegende Herrlichkeit der Errungenschaft Christi, als er für uns am Kreuz starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andys Frage lautet also wie folgt: „Nun, wenn der Tod Christi die Vergebung aller Sünden von Gottes gesamten Volk für alle Zeit bewirkt hat, was bedeutet es dann, wenn es in 1. Johannes 1,9 heißt: ‚Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.‘? Oder in Vers 7: ,wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, […] das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.‘“ Kolosser 2,13 und die Stellen, die wir im Hebräerbrief betrachtet haben, klingen also so, als sei unsere Vergebung durch den Tod Christi vollständig erwirkt worden. Aber in 1. Johannes 1,9 und 1,7 klingt es so, als würden unsere Vergebung und unsere Reinwaschung davon abhängen, dass wir unsere Sünden bekennen und im Licht wandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Problem, das Andy anspricht. Nun, ich würde die Spannung aus biblischer Sicht folgendermaßen lösen. Die Auflösung erfolgt in zwei Schritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Jeder, der will, wird auch kommen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sollten unterscheiden zwischen dem einmaligen Erwirken sowie der dauerhaften Zusicherung unserer Vergebung durch den Tod Jesu einerseits und andererseits dem persönlichen Besitz sowie dem Genuss dieses Gewinns, der uns durch den Glauben zuteil wird. Durch den Tod Jesu sind unsere Sünden ausgelöscht, ans Kreuz genagelt, die Schuld vollständig getilgt. Die Tilgung und Sicherung sind also ein für alle Mal erfolgt als Christus starb - nie wiederholbar, dauerhaft und unfehlbar für das ganze Volk Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der persönliche Empfang, der Besitz, der Genuss dieser Errungenschaft, dieses Erwerbs, dieser Sicherung der Vergebung kommt zu Gottes Volk nur durch den Glauben an Christus – die Vereinigung mit Christus durch den Glauben. Ich sage das wegen Texten wie in Apostelgeschichte 10,43: „...dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden empfängt.“ Ich denke, das ist klar. Jeder, der an ihn glaubt, empfängt Vergebung der Sünden. Und in Römer 3,28: „So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes.“ Wir sind also durch den Glauben gerechtfertigt, einschließlich der Vergebung der Sünden und der Rechtsstellung bei Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Grund dafür, dass es hier keinen Konflikt, keine Spannung zwischen der absoluten Gewissheit der Vergebung, die im Augenblick des Todes Christi erlangt wurde und der Tatsache, dass diese Vergebung davon abhängt, dass Gottes Volk zum Glauben an Christus kommt, gibt - der Grund dafür, dass es keine Gefahr gibt, dass jemand, für den Christus gestorben ist, zu kurz kommt, liegt darin, dass Gott in seiner Souveränität dafür sorgt, dass all diejenigen, für die er vollständig bezahlt hat, auch tatsächlich zum Glauben kommen. Es gibt keine Verlierer. Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht. (Römer 8,29-30) Er sorgt dafür. Das ist der erste Schritt, die Spannung zwischen Kolosser 2,13 und 1. Johannes 1,9 aufzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bekenne und Töte====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist der zweite Schritt. Die Bibel lehrt uns, dass es Kennzeichen gibt, die Gottes Volk hat, die zeigen, dass es tatsächlich Gottes Volk ist und wirklich zu Christus gehört – wirklich wiedergeboren, wirklich vereint mit Jesus ist. Aufgrund dieser Kennzeichen können wir uns sicher sein, dass unsere Sünden vollständig bezahlt wurden und dass unsere Vergebung durch den Tod Jesu vollständig gesichert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eines dieser Kennzeichen ist, wie wir mit dem fortwährenden Sündigen in unserem Leben umgehen. Das ist das komplizierte Problem: ''Christen sündigen''. Das ist es, womit Johannes sich in 1. Johannes 1,8 auseinandersetzt: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ Die Frage ist nun folgende: „Wenn du also ein wahres Kind Gottes bist und deine Sünden wirklich und vollständig bezahlt sind - bedeckt, ausgelöscht - was wirst du dann empfinden? Wie werden deine Gedanken und Handlungen in Bezug auf deine fortwährende Sünde sein? Was wird dich kennzeichnen?&amp;quot; Hier sind zwei biblische Antworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolosser 3,3: „denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.“ Das ist eine Beschreibung einer wunderbaren, vollendeten Erlösung. Wir sind bereits zu Hause. Dann kommt Kolosser 3,5: „Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist.“ Ein weiteres Kennzeichen derer, deren Sünden vollständig bezahlt sind, ist also, dass wir gegen unsere Sünden ankämpfen. Das ist das Merkmal derer, deren Sünden vollständig bezahlt sind: Wir führen Krieg gegen unsere Sünden. Wir töten sie. Aber das kann man nicht tun, wenn man nicht zugibt – das heißt, bekennt – dass man welche hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Kennzeichen ist das Bekenntnis (1. Joh 1,9). Man muss seine Sünden bekennen, um gegen sie Krieg zu führen. Wenn du glaubst, dass du keine hast, wenn du nicht bekennst: „Ja, ich habe gesündigt und es tut mir leid“, wirst du keinen Krieg führen. „Wenn wir unsre Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bekennen unserer Sünde ist also die Übereinstimmung mit Gott, dass wir Sünde haben und dass sie bekämpft und getötet werden muss. Wenn wir diese Wahrheit nicht bekennen, leben wir, laut Johannes, in einer Illusion. Wir lügen, wir werden betrogen, wir nennen Gott einen Betrüger und wir sind nicht gerettet. Wenn wir glauben, dass wir keine Sünde haben und dass sie nicht getötet werden muss, leben wir in einer Illusion, nicht in der Erlösung. Das Sündenbekenntnis ist also nicht die Grundlage unserer Vergebung; es ist eines der Kennzeichen, die zeigen, dass wir wirklich in Christus sind, wo alle unsere Sünden durch sein Blut bedeckt sind.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Kann_ich_meinem_neuen_Herzen_folgen%3F</id>
		<title>Kann ich meinem neuen Herzen folgen?</title>
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				<updated>2022-03-29T11:36:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Can I Follow My New Heart?}}&amp;lt;br&amp;gt;  „Warum sollte ich nicht meinem Herzen folgen? Wenn ich ein Christ bin – wenn ich durch Gottes Wirken ‚wiedergeboren…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Can I Follow My New Heart?}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Warum sollte ich nicht meinem Herzen folgen? Wenn ich ein Christ bin – wenn ich durch Gottes Wirken ‚wiedergeboren‘ bin und Er mir ein ‚neues Herz‘ geschenkt hat – ist mein neues Herz dann nicht vertrauenswürdig?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Leser brachten solche und ähnliche Einwände vor, als ich Christen mit dem Artikel „Folge nicht deinem Herzen“ ermahnt hatte. Und der Einwand ist berechtigt. Schließlich lehrt die Bibel eindeutig, dass Gott in diesem Zeitalter des neuen Bundes sein Gesetz in unsere Herzen schreibt, sodass wir ihm bereitwillig folgen (Jer 31,31-34; Hebr 8,8-12). Dies scheint nicht nur zu bedeuten, sondern sogar aufzufordern, dass Christen ihrem Herzen folgen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die biblische Beschreibung dessen, was ein erneuerter Mensch tatsächlich in diesem Zeitalter erlebt, offenbart ein geistlich und psychologisch komplexeres Bild – eines, das meiner Meinung nach Christen eine biblische Berechtigung dafür gibt, ein gesundes Misstrauen dem gegenüber zu entwickeln, was sie als die Herzenswünsche wahrnehmen. Auch wenn wir in unserem Christenleben einen Punkt erreichen können und hoffentlich auch erreichen werden, an dem es gelegentlich richtig ist, seinem Herzen zu folgen, erlaube mir, kurz darauf hinzuweisen, dass diese Aussage Christen untergräbt, die sich bemühen und darum kämpfen, ihre vielfältigen Wünsche zu unterscheiden. Selbst die Schrift rät uns von so einer Denkweise ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Krieg im Inneren====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das komplexe Bild von der Erfahrung des „Wiedergeboren-Seins“ in diesem „Schon-Jetzt-Noch-Nicht“-Zeitalter zusammenfassen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Neue Testament erklärt, dass wir in eine seltsame neue Wirklichkeit eintreten, wenn der Heilige Geist uns vom geistlichen Tod in das geistliche Leben bringt (Joh 5,24; Röm 6,13). Unser erneuertes Ich entsteht, das „nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ Und doch ist unser „alter Mensch, mit seinem früheren Wandel,“ immer noch verdorben „durch trügerische Begierden“ (Eph 4,22-24). Wir sind „aus dem Geist geboren“ (Joh 3,6), während wir immer noch im „Fleisch“, unserem „Leib des Todes“ leben, in dem „nichts Gutes wohnt“ (Röm 7,18; 24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir als Christen wiedergeboren sind, betreten wir einen lebenslangen, inneren Kampf, „denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt“ (Gal 5,17). Ganz objektiv betrachtet, „sind aber die Werke des Fleisches“, die aus den fleischlichen Begierden hervorgehen, „offenkundig“, ebenso wie „die Frucht des Geistes“ (Gal 5,19-23). Aber Christen haben in der Praxis oft Mühe, das Wollen des Geistes von den Begierden des Fleisches zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb sind die neutestamentlichen Briefe voll von Ermahnungen und Zurechtweisungen, die an die Christen gerichtet sind. Jakobus sagt seinen Lesern (und uns zu gegebener Zeit), dass ihre „Gelüste in ihren Gliedern streiten“ (Jak 4,1). Petrus warnt seine Leser (und uns): „Gebt euch nicht den Begierden hin, in denen ihr früher in eurer Unwissenheit lebtet“ &lt;br /&gt;
(1. Petr 1,14). Paulus beschreibt diese innere Zerrissenheit der rivalisierenden Leidenschaften als „elend“ (Röm 7,24). Er ermahnt die Christen in Kolossä (und uns) mit strengen Worten: „So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist.“ (Kol 3,5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum hielten diese Apostel es für nötig, auf diese Art und Weise zu erneuerten Menschen zu sprechen? Weil die Herzen dieser erneuerten Menschen nicht vollständig frei von dem Einfluss ihres Fleisches, ihrem alten Ich, waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Folge dem Geist====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Großteil des christlichen Lebens ist ein Kampf darum, der verbleibenden Sünde zu sterben und aus dem Heiligen Geist zu leben. John Piper nennt es den „wesentlichen Kampf des christlichen Lebens“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der wesentliche Kampf besteht darin, unsere Herzen zu erneuern und neu auszurichten, so dass wir diese sündigen äußeren Verhaltensweisen nicht mehr ausüben wollen. Wir benötigen aber nicht nur die Willenskraft sie nicht mehr zu tun – die Wurzel muss gekappt werden, damit wir ein anderes Verlangen haben. Mit anderen Worten ausgedrückt: Das Ziel der Veränderung – der Heiligung, des christlichen Wandels – ist es, so verändert zu werden, dass wir unseren Wünschen folgen können und sollen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist absolut richtig. Und wenn wir durch die fortlaufende Heiligung so verändert und erneuert wurden, dass unsere Herzen (und somit unsere Wünsche, Gesinnung, Motive, Emotionen und Leidenschaften) wie Piper sagt „auf Christus ausgerichtet“ sind, dann sollten wir unseren Herzen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unseren Gemeinden, Kleingruppen, Freundschaften und Familien befinden sich jedoch verschiedene Christen aus verschiedenen Gründen an verschiedenen Stellen des Erneuerungsprozesses des Herzens. Manche Herzen sind gefestigter als andere und deshalb zuverlässiger, wenn es um das Folgen geht. Ich denke das ist der Grund, warum die Apostel uns nicht dazu raten, im Glaubenskampf gegen die fortbleibende Sünde unserem Herzen zu folgen, sondern vielmehr dem ''Heiligen Geist zu folgen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lass die Sünde nicht herrschen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus ist derjenige, der sich am stärksten mit diesem Thema auseinandersetzt: „Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen“ (Gal 5,16). Den größten Teil von Römer 6-8 widmet er der Erklärung, wie das Neue, aber auch das Alte Ich, sowie Geist und Fleisch zur Realität des christlichen Lebens gehören, miteingeschlossen Römer 8,13: „Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus legt die theologische Grundlage für unser Verständnis, indem er erklärt, „dass unser alter Mensch mit [Christus] gekreuzigt ist, damit [unser] Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen“ (Röm 6,6). Unser neues Ich wurde „mit Christus auferweckt“ (Kol 3,1), sodass „auch wir in einem neuen Leben wandeln“ (Röm 6,4). Deshalb sollen wir uns „für Menschen [halten], die der Sünde gestorben sind und für Gott leben in Christus Jesus“ (Röm 6,11). Im Anbetracht dessen warnt Paulus uns:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“ &lt;br /&gt;
(Röm 6,12-14)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie können wir das tun? Indem wir lernen „geistlich gesinnt“ und nicht „fleischlich gesinnt“ zu sein. (Röm 8,5) Und indem wir lernen, dem Geist zu folgen – „im Geist zu wandeln“ (Gal 5,16) – „denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder“ &lt;br /&gt;
(Röm 8,14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Folge dem Schatz====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Gründe, warum ich &amp;quot;folge deinem Herzen&amp;quot; als Ratschlag für Christen im Allgemeinen unbrauchbar finde, ist, dass viele von uns dies von klein auf als ein popkulturelles Glaubensbekenntnis aufgenommen haben. Es besagt, dass wir, wenn wir nur tief genug in unser Herz schauen, unsere tiefste Wahrheit erfahren und den Weg erkennen werden, den wir gehen sollten. Angesichts des großen Einflusses, den unser sündiges Fleisch immer noch auf unser Herz ausübt, ist es nicht schwer zu erkennen, dass dieser Satz leicht zu Verwirrung führen kann, wenn man ihn auf das christliche Leben anwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem glaube ich nicht, dass die Bibel diese Idee fördert. Denn wenn es um unser Herz geht, hören wir in der Bibel vor allem den Rat „unser Herz zu lenken“ und nicht ihm zu folgen. Wir können das deutlich in den oben genannten Anweisungen von Paulus sehen. Gott schuf unsere Herzen um zu folgen, nicht um zu führen. Und wem oder was folgen unsere Herzen? Jesus gibt die deutlichste Antwort: „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“ (Mt 6,21). Letztendlich strebt (folgt) unser Herz immer nach unserem Schatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir wiedergeboren sind, sind die Augen unseres Herzens erleuchtet (Eph 1,18) und durch den Glauben fangen wir an, den Schatz zu sehen: Gott selbst in Christus. Und da unser Herz lernt, dem zu folgen, das seine größte Zuneigung weckt, seinem Schatz, schlage ich vor, dass wir uns nicht gegenseitig raten „unserem Herzen zu folgen“, sondern „dem Schatz zu folgen“. Es kann geistlich schädlich sein, wenn wir in unserem Herzen nach Orientierung suchen. In der Regel ist es für uns hilfreicher unser Herz auf das zu richten, das am wertvollsten ist und am meisten Freude bereitet. Ich glaube, aus diesem Grund rät David uns: „Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht“ (Ps 37,4).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Wohlgefallen_Gottes_an_der_Erw%C3%A4hlung</id>
		<title>Das Wohlgefallen Gottes an der Erwählung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Wohlgefallen_Gottes_an_der_Erw%C3%A4hlung"/>
				<updated>2022-03-29T11:24:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Pleasure of God in Election}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''5. Mose 10,14-15'''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Siehe, dem HERRN, deinem Gott, gehören der Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. Doch nur deinen Vätern hat der HERR sich zugeneigt, sie zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, nämlich euch, aus allen Völkern erwählt, so wie es heute ist.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zusammenfassung der bisherigen Serie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserem Studium der Freuden Gottes haben wir gesehen, dass Gott seit aller Ewigkeit in der Gemeinschaft der Dreieinigkeit über alle Maßen glücklich gewesen ist. Er hat sich daran erfreut, seinen Blick gewissermaßen über das unendliche Panorama seiner eigenen Vollkommenheit schweifen zu lassen, die sich im Antlitz seines Sohnes widerspiegelt. Zwischen Gott, dem Vater und Gott, dem Sohn ist eine Liebe und Freude geflossen, die so voll und vollkommen ist und so viel vom Wesen Gottes in sich trägt, dass sie von aller Ewigkeit her als eine eigenständige Person hervorgetreten ist - der Heilige Geist selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die Kraft aller Milliarden von Galaxien im Universum messen könnte, würde man einen Wert erhalten, der nur ein schwacher Abglanz der Kraft aus der Freude und Liebe ist, die im dreieinen Herzen Gottes aufsteigt und strömt und sprudelt. Bevor es überhaupt irgendetwas außer Gott gab, war Gott in sich selbst vollkommen glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben zweitens gesehen, dass Gott somit absolut autark ist. Er hat keine Bedürfnisse und kann daher auch nicht bestochen werden. Er hat keine Fehler und kann somit auch nicht erpresst werden. Er hat keine Schwächen und kann daher weder unter Druck gesetzt noch zu etwas gezwungen werden. Mit anderen Worten: Er ist absolut frei und tut, was er tut wegen seines eigenen Wohlgefallens. „Unser Gott ist im Himmel; alles, woran er Gefallen hat, tut er“ (Psalm 115,3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens haben wir gesehen, dass die Schöpfung dieses eindrucksvollen Universums der Überfluss von Gottes freudiger Großzügigkeit ist. Er hat die Welt nicht geschaffen, um irgendeinen Mangel an sich selbst zu kompensieren. Er erschuf, weil es das Wesen der Fülle ist, überzulaufen. Es liegt in der Natur der unbegrenzten Freude, sich selbst zu verbreiten. Und so erfreute sich Gott daran, das Universum als eine Art Nebenprodukt seiner überfließenden Freude an seiner eigenen Herrlichkeit zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und letzte Woche haben wir gesehen, dass in dieser Welt, die Gott geschaffen hat, die große Leidenschaft seines Herzens darin besteht, seinen Namen bekannt zu machen. Immer und immer wieder lesen wir in der Schrift, dass er um seines Namens willen handelt. Sein großes Ziel ist es, seinen Ruhm und sein Ansehen und die Ehre seines Namens in allem, was er tut, zu vergrößern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn man innehält und darüber nachdenkt, ist dies die größte Liebe, die Gott jemals erweisen konnte. Denn der größte Gewinn, den die Menschen jemals erhalten können, ist es, die Herrlichkeit Gottes zu kennen und an ihr teilzuhaben. Wenn es also Gottes Absicht ist, seinen herrlichen Namen in allen Völkern und Sprachen und Stämmen und Nationen bekannt zu machen und bewundert und gepriesen zu werden und Gefallen zu finden, handelt er in überfließender Gnade und Liebe, weil dies und nur dies allein die Sehnsucht des menschlichen Herzens stillen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein Volk, das Gott preist und verkündet ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gehen wir einen Schritt weiter und entdecken, dass Gott seine herrliche Gnade in der ganzen Welt bekannt machen will, indem er ein Volk für sich erwählt. Und wie Jeremia sagt: „damit sie mir zum Volk und zum Ruhm und zum Preis und zum Schmuck sind“ (Jeremia 13,11). Mit anderen Worten: Um die Freude, die Gott an seinem Namen hat zu vergrößern, beruft er ein Volk, das sich an diesem Namen erfreut, ihn preist und verkündigt. Und die Bibel nennt dieses Volk „die Erwählten.“ Das wollen wir heute Morgen betrachten: das Wohlgefallen Gottes an der Erwählung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Die Erwählung Israels &amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wir werden von der Erwählung Israels im Alten Testament ausgehen und uns dann dem Neuen Testament zuwenden, um zu sehen, ob die Gemeinde in einer ähnlichen Weise verstanden werden soll.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;5. Mose 10,14-15 beschreibt die Freude, die Gott hatte, als er Israel aus allen Völkern der Erde auserwählte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;14) Siehe, dem HERRN, deinem Gott, gehören der Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. 15) Doch nur deinen Vätern hat der HERR sich zugeneigt, sie zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, nämlich euch, aus allen Völkern erwählt, so wie es heute ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zwei Dinge sind zu beachten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottes uneingeschränkte Freiheit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man beachte erstens den Kontrast zwischen den Versen 14 und 15. Warum beschreibt Mose die Erwählung Israels vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Gott das ganze Universum gehört? In Vers 14 heißt es: Gott gehört alles, was im Himmel und auf Erden ist. Dann heißt es in Vers 15: Dennoch hat er euch aus allen Völkern erwählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht es nicht darum, die Vorstellung zu beseitigen, dass Gott irgendwie gezwungen war, dieses Volk auszuwählen? Geht es nicht darum, den Mythos zu zerstören, dass jedes Volk seinen eigenen Gott hat und dieser Gott ein Recht auf sein eigenes Volk hat, aber nicht mehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Moses also sagt: „Gott gehört alles, was im Himmel und auf Erden ist – absolut alles – und dennoch hat er euch auserwählt“, dann will er den Israeliten klarmachen, dass Gott nicht beschränkt war, sie auszuwählen. Er hätte das Recht und das Vorrecht absolut jedes Volk auf der Erde für seine Heilspläne auszuwählen. Wenn er sich also „ihr Gott“ nennt, meint er damit nicht, dass er auf einer Stufe mit den Göttern Ägyptens oder den Göttern Kanaans stünde. Diese Götter und Völker gehören ihm. Und wenn es ihm wohlgefällig gewesen wäre, hätte er auch ein ganz anderes Volk auswählen können, um seine Ziele zu erreichen. Wenn die Verse 14 und 15 auf diese Weise zusammengefügt werden, sollen damit die Freiheit und die universellen Rechte und die Autorität Gottes betont werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Art und Weise, wie Gott seine Freiheit ausübt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite wichtige Punkt findet sich in Vers 15: Die Art und Weise, wie Gott seine Freiheit ausübt ist, dass er „sich [den] Vätern zuneigt, sie zu lieben.“ Das bedeutet, dass Gott aus freien Stücken beschlossen hat, Abraham, Isaak und Jakob zum Gegenstand seiner Freude und Liebe zu machen. Gottes Liebe zu den Vätern Israels war freiwillig und barmherzig und wurde durch nichts eingeschränkt, was die Väter in ihrem Judentum oder in ihrer Tugendhaftigkeit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott macht dies unter anderem dadurch deutlich, dass er nur einen von Abrahams Söhnen auserwählt, nämlich Isaak, obwohl Abraham zwei Söhne hatte, nämlich Isaak und Ismael. Und obwohl Isaak zwei Söhne hatte, nämlich Jakob und Esau, erwählt Gott noch bevor sie geboren wurden nur Jakob und nicht Esau, um die Geschichte seines auserwählten Volkes fortzusetzen. Und Paulus betont in Römer 9, 10-13, dass der Grund dafür war, zu zeigen, dass Gottes Wahl frei und bedingungslos ist. Sie beruht nicht auf das Jüdisch sein oder eine Tugend oder einen Glauben. Sie ist frei und deshalb vollkommen barmherzig und gnädig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Warum hat Gott Israel geliebt und erwählt? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Stelle in 5. Mose, wo dies betont wird, ist 5. Mose 7, 6-8. Mose beschreibt die Erwählung Israels folgermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;6) Denn du bist dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt, dass du ihm zum Volk seines Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. 7) Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt – ihr seid ja das geringste unter allen Völkern –, 8) sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt lehrt erneut die Freiheit der Gnade Gottes, die sich in der Liebe und der Erwählung Israels ausdrückt. Man beachte die Frage, die in Vers 7 aufgeworfen wird: Warum hat Gott „sich euch zugeneigt und euch erwählt“? In Vers 7 heißt es, dass es nicht wegen ihrer Größe war. Es war ein sehr kleines Volk, ungewöhnliche Kandidaten, um von Gott auserwählt zu werden. Warum hatte Gott dann Gefallen an ihnen gefunden und sie auserwählt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weil er sie liebte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vers 8 gibt uns zwei Antworten. Erstens: „wegen der Liebe des HERRN zu euch“. Erinnern wir uns nun an die Frage von Vers 7. Die Frage war: Warum hat Gott sich euch zugeneigt? Und die erste Antwort von Mose ist: „weil Gott euch liebt.“ Er liebt euch, weil er euch liebt. Das ist es, was ich mit der Freiheit Gottes und der Freiheit der erwählenden Liebe meine. Er schenkt ihnen seine Liebe nicht, weil sie sich für seine Liebe qualifizieren. Er liebt, weil er liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wegen des Eides mit ihren Vätern ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was ist mit dem zweiten Grund, den Mose in Vers 8 nennt, warum Gott Israel liebte und erwählte und aus Ägypten herausführte? Er sagt, dass der Grund dafür ist, dass „Gott den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen.“ Bedeutet das, dass Gottes Entscheidung zu lieben und zu erretten, gar nicht frei war? War er verpflichtet sie zu retten? Ich denke nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eid (auf den in V. 8 Bezug genommen wird) wurde Abraham in göttlicher Freiheit gegeben. Er wurde Isaak in voller Freiheit bestätigt, nicht Ismael; und er wurde Jakob in voller Freiheit bestätigt, nicht Esau. Und ebenso stand es Gott am Roten Meer frei, die rebellische Generation zu retten (Psalm 106,7-8) oder sie zu Recht vom Pharao vernichten zu lassen. Gottes Entscheidung, Israel am Schilfmeer zu retten und es zu einem irdischen Volk für in seinem Namen zu machen, war frei und barmherzig und gnädig! Es war einfach eine Erweiterung und teilweise Erfüllung des ersten freien Eids, den Gott Abraham, Isaak und Jakob gegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottes selbstverherrlichende Absicht bei der Erwählung Israels ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit schließe ich aus Deuteronomium 10,14-15 und 7,6-8, dass Gott beschlossen hat, seiner herrlichen Gnade im Alten Testament einen Ausdruck zu verleihen, indem er aus allen Völkern der Erde ein Volk für sich auserwählte und dieses Volk zum Musterbeispiel für sein Erlösungswerk machte. Und so lesen wir bei Jesaja auch, dass Gott Israel &amp;quot;zu seiner Ehre&amp;quot; geschaffen hat (43,7) und dass er sie geformt hat, &amp;quot;damit sie [seinen] Ruhm verkünden&amp;quot; (43,21). Anders ausgedrückt: Um das Wohlgefallen, das Gott an seinem Namen hat, zu vergrößern, erwählt er ein Volk, das sich an diesem Namen erfreut und ihn preist und verkündet. Und so hat Gott Gefallen an der Erwählung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Erwählung Einzelner in der Gemeinde ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht nun im Neuen Testament mit dem Kommen Christi? Gott erfreut sich weiterhin an der Erwählung, aber nun beginnt eine Zeit, in der Israel als Volk nicht mehr im Mittelpunkt von Gottes Handeln steht. Er wendet sich nun den Heiden zu und beginnt, neue Menschen für sich zu sammeln, die „die Gemeinde“ genannt werden. Er ist noch nicht fertig mit Israel! Aber im Moment liegt der Fokus auf der Gewinnung der anderen Völker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da die Gemeinde keine ethnische Bevölkerungsgruppe ist, wie es Israel war, erwählt Gott nicht eine ganze Nation für irdische Zwecke, wie er es mit Israel am Roten Meer tat. Stattdessen spricht das Neue Testament von der Erwählung als der Entscheidung Gottes für einzelne Menschen, dass sie glauben und Teil des erlösten Volkes Gottes werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Die Freude der Dreieinigkeit &amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Schauen wir zuerst in Lukas 10:21. Ich habe diesen Vers gewählt, weil er eine der beiden Stellen im Neuen Testament ist, an denen von Jesus gesagt wird, dass er sich freut, und mein heutiges Thema ist Gottes Wohlgefallen oder Freude an der Erwählung. Die 70 Jünger sind gerade von ihrer Predigtreise zurückgekehrt und haben Jesus von ihrem Erfolg berichtet. Lukas schreibt in Vers 21:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Man beachte, dass sich hier alle drei Glieder der Dreieinigkeit freuen: Jesus jubelt, aber es heißt, er jubelt im Heiligen Geist. Ich verstehe das so, dass der Heilige Geist ihn erfüllt und ihn dazu bewegt, sich zu freuen. Und am Ende des Verses wird das Wohlgefallen von Gott, dem Vater, beschrieben: „Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Was ist es nun, das die ganze Dreieinigkeit an dieser Stelle gemeinsam jubeln lässt? Es ist die aus freiem Willen erwählende Liebe Gottes, Dinge vor der intellektuellen Elite zu verbergen und sie den Unmündigen zu offenbaren. Und was ist es, das der Vater den einen verbirgt und den anderen offenbart? Vers 22 gibt die Antwort: „Niemand erkennt, wer der Sohn ist, als nur der Vater.“ Was Gott, der Vater, also offenbaren muss, ist die wahre geistliche Identität des Sohnes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Als also die 70 Jünger von ihrer Evangelisierungsmission zurückkehren und Jesus Bericht erstatten, freuen er und der Heilige Geist sich darüber, dass Gott, der Vater, nach seinem Wohlgefallen auserwählt hat, wem er die Augen für die geistliche Wirklichkeit seines Sohnes öffnen würde (vgl. V. 23). Sie freuen sich darüber, dass Gott die Initiative ergriffen hat, um ein Volk für sich auszuwählen, und dass dies letztlich vom Wohlgefallen Gottes abhängt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gott, der Sohn, und Gott, der Heilige Geist, sind so sehr darauf bedacht, Gott, den Vater, zu verherrlichen, dass sie sich freuen, wenn er seine Weisheit, seine Macht und seine Gnade einsetzt, um ein Volk für sich zu erwählen, das alle mensch-zentrierten Erwartungen der Welt übertrifft. Die Weisen werden in ihrem Stolz übergangen, und die Kleinen, die Unbedeutenden, die Hilflosen werden von der göttlichen Gunst überrascht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Erwartungen der Welt werden auf den Kopf gestellt. Die Weisheit des Menschen wird niedergeschlagen. Und die Freiheit der Gnade Gottes wird besonders deutlich, wenn die Top-Kandidaten der Welt übergangen werden und Gott alle mit seiner Wahl der Kleinsten überrascht. Das ist es, was Jesus und den Heiligen Geist erfreut - die Demütigung des menschlichen Stolzes und die Verherrlichung der Freiheit und Gnade Gottes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Zwei Ziele Gottes bei der Erwählung &amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Genau darauf konzentriert sich Paulus, wenn er in 1. Korinther 1,26-31 Gottes Erwählung bei der Bildung der Kirche beschreibt. Achten Sie beim Lesen auf Folgendes: Was wird bei der Erwählung, die in diesen Versen beschrieben wird, abgelehnt und was wird angepriesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind; sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden macht; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden macht. Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichtemache, dass sich vor Gott kein Fleisch rühmen kann. Aus ihm aber ⟨kommt es, dass⟩ ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung; damit, wie geschrieben steht:&amp;amp;nbsp;»Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Der Gedanke ist hier ähnlich wie in Lukas 10,21. Gott wählt frei aus, wer zu seinem Volk gehören soll. Und er wählt so, dass er zwei Dinge erreicht, die eigentlich aber zwei Seiten der gleichen Medaille sind. In Vers 29 ist das Ziel der Erwählung, &amp;quot;dass sich kein Mensch vor Gott rühmen kann&amp;quot;. Das Ziel Gottes bei der Erwählung ist die Beseitigung allen menschlichen Stolzes, aller Selbstsicherheit, allen Hochmuts im Menschen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Und das zweite Ziel Gottes bei der Erwählung, die Kehrseite der Medaille, findet sich in Vers 31: &amp;quot;Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn.&amp;quot; Mit anderen Worten: Das ganze Rühmen soll vom Menschen genommen werden und das ganze Rühmen soll sich auf Gott richten. Der Mensch soll erniedrigt und Christus soll erhöht werden. Der Mensch soll seine völlige Abhängigkeit von der Barmherzigkeit Gottes erkennen und die Herrlichkeit der freien Gnade preisen. Das ist der Grund, warum Gott Wohlgefallen an der Erwählung hat - sie erhöht seinen Namen!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der wertvollste Liebesakt des Universums ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachte folgendes genau! Diejenigen von euch, die wissen, dass sie Sünder sind und gottlos und schwach und unfähig, sich selbst zu retten, und die dennoch in Jesus einen vollkommen ausreichenden Retter gesehen haben und durch die Gnade Gottes dazu gebracht wurden, ihr Leben ihm anzuvertrauen und auf ihn zu hoffen und ihm zu folgen - ihr werdet die auserwählende Gnade Gottes als den wertvollsten Akt der Liebe im ganzen Universum betrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ihr werdet mit dem Apostel Paulus in Römer 8 übereinstimmen: &amp;quot;Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben […] Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?&amp;quot;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Wohlgefallen_Gottes_an_der_Erw%C3%A4hlung</id>
		<title>Das Wohlgefallen Gottes an der Erwählung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Wohlgefallen_Gottes_an_der_Erw%C3%A4hlung"/>
				<updated>2022-03-29T11:23:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Pleasure of God in Election}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''5. Mose 10,14-15'''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Siehe, dem HERRN, deinem Gott, gehören der Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. Doch nur deinen Vätern hat der HERR sich zugeneigt, sie zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, nämlich euch, aus allen Völkern erwählt, so wie es heute ist.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zusammenfassung der bisherigen Serie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserem Studium der Freuden Gottes haben wir gesehen, dass Gott seit aller Ewigkeit in der Gemeinschaft der Dreieinigkeit über alle Maßen glücklich gewesen ist. Er hat sich daran erfreut, seinen Blick gewissermaßen über das unendliche Panorama seiner eigenen Vollkommenheit schweifen zu lassen, die sich im Antlitz seines Sohnes widerspiegelt. Zwischen Gott, dem Vater und Gott, dem Sohn ist eine Liebe und Freude geflossen, die so voll und vollkommen ist und so viel vom Wesen Gottes in sich trägt, dass sie von aller Ewigkeit her als eine eigenständige Person hervorgetreten ist - der Heilige Geist selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die Kraft aller Milliarden von Galaxien im Universum messen könnte, würde man einen Wert erhalten, der nur ein schwacher Abglanz der Kraft aus der Freude und Liebe ist, die im dreieinen Herzen Gottes aufsteigt und strömt und sprudelt. Bevor es überhaupt irgendetwas außer Gott gab, war Gott in sich selbst vollkommen glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben zweitens gesehen, dass Gott somit absolut autark ist. Er hat keine Bedürfnisse und kann daher auch nicht bestochen werden. Er hat keine Fehler und kann somit auch nicht erpresst werden. Er hat keine Schwächen und kann daher weder unter Druck gesetzt noch zu etwas gezwungen werden. Mit anderen Worten: Er ist absolut frei und tut, was er tut wegen seines eigenen Wohlgefallens. „Unser Gott ist im Himmel; alles, woran er Gefallen hat, tut er“ (Psalm 115,3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens haben wir gesehen, dass die Schöpfung dieses eindrucksvollen Universums der Überfluss von Gottes freudiger Großzügigkeit ist. Er hat die Welt nicht geschaffen, um irgendeinen Mangel an sich selbst zu kompensieren. Er erschuf, weil es das Wesen der Fülle ist, überzulaufen. Es liegt in der Natur der unbegrenzten Freude, sich selbst zu verbreiten. Und so erfreute sich Gott daran, das Universum als eine Art Nebenprodukt seiner überfließenden Freude an seiner eigenen Herrlichkeit zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und letzte Woche haben wir gesehen, dass in dieser Welt, die Gott geschaffen hat, die große Leidenschaft seines Herzens darin besteht, seinen Namen bekannt zu machen. Immer und immer wieder lesen wir in der Schrift, dass er um seines Namens willen handelt. Sein großes Ziel ist es, seinen Ruhm und sein Ansehen und die Ehre seines Namens in allem, was er tut, zu vergrößern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn man innehält und darüber nachdenkt, ist dies die größte Liebe, die Gott jemals erweisen konnte. Denn der größte Gewinn, den die Menschen jemals erhalten können, ist es, die Herrlichkeit Gottes zu kennen und an ihr teilzuhaben. Wenn es also Gottes Absicht ist, seinen herrlichen Namen in allen Völkern und Sprachen und Stämmen und Nationen bekannt zu machen und bewundert und gepriesen zu werden und Gefallen zu finden, handelt er in überfließender Gnade und Liebe, weil dies und nur dies allein die Sehnsucht des menschlichen Herzens stillen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein Volk, das Gott preist und verkündet ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gehen wir einen Schritt weiter und entdecken, dass Gott seine herrliche Gnade in der ganzen Welt bekannt machen will, indem er ein Volk für sich erwählt. Und wie Jeremia sagt: „damit sie mir zum Volk und zum Ruhm und zum Preis und zum Schmuck sind“ (Jeremia 13,11). Mit anderen Worten: Um die Freude, die Gott an seinem Namen hat zu vergrößern, beruft er ein Volk, das sich an diesem Namen erfreut, ihn preist und verkündigt. Und die Bibel nennt dieses Volk „die Erwählten.“ Das wollen wir heute Morgen betrachten: das Wohlgefallen Gottes an der Erwählung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Die Erwählung Israels &amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wir werden von der Erwählung Israels im Alten Testament ausgehen und uns dann dem Neuen Testament zuwenden, um zu sehen, ob die Gemeinde in einer ähnlichen Weise verstanden werden soll.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;5. Mose 10,14-15 beschreibt die Freude, die Gott hatte, als er Israel aus allen Völkern der Erde auserwählte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;14) Siehe, dem HERRN, deinem Gott, gehören der Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. 15) Doch nur deinen Vätern hat der HERR sich zugeneigt, sie zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, nämlich euch, aus allen Völkern erwählt, so wie es heute ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zwei Dinge sind zu beachten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottes uneingeschränkte Freiheit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man beachte erstens den Kontrast zwischen den Versen 14 und 15. Warum beschreibt Mose die Erwählung Israels vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Gott das ganze Universum gehört? In Vers 14 heißt es: Gott gehört alles, was im Himmel und auf Erden ist. Dann heißt es in Vers 15: Dennoch hat er euch aus allen Völkern erwählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht es nicht darum, die Vorstellung zu beseitigen, dass Gott irgendwie gezwungen war, dieses Volk auszuwählen? Geht es nicht darum, den Mythos zu zerstören, dass jedes Volk seinen eigenen Gott hat und dieser Gott ein Recht auf sein eigenes Volk hat, aber nicht mehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Moses also sagt: „Gott gehört alles, was im Himmel und auf Erden ist – absolut alles – und dennoch hat er euch auserwählt“, dann will er den Israeliten klarmachen, dass Gott nicht beschränkt war, sie auszuwählen. Er hätte das Recht und das Vorrecht absolut jedes Volk auf der Erde für seine Heilspläne auszuwählen. Wenn er sich also „ihr Gott“ nennt, meint er damit nicht, dass er auf einer Stufe mit den Göttern Ägyptens oder den Göttern Kanaans stünde. Diese Götter und Völker gehören ihm. Und wenn es ihm wohlgefällig gewesen wäre, hätte er auch ein ganz anderes Volk auswählen können, um seine Ziele zu erreichen. Wenn die Verse 14 und 15 auf diese Weise zusammengefügt werden, sollen damit die Freiheit und die universellen Rechte und die Autorität Gottes betont werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Art und Weise, wie Gott seine Freiheit ausübt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite wichtige Punkt findet sich in Vers 15: Die Art und Weise, wie Gott seine Freiheit ausübt ist, dass er „sich [den] Vätern zuneigt, sie zu lieben.“ Das bedeutet, dass Gott aus freien Stücken beschlossen hat, Abraham, Isaak und Jakob zum Gegenstand seiner Freude und Liebe zu machen. Gottes Liebe zu den Vätern Israels war freiwillig und barmherzig und wurde durch nichts eingeschränkt, was die Väter in ihrem Judentum oder in ihrer Tugendhaftigkeit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott macht dies unter anderem dadurch deutlich, dass er nur einen von Abrahams Söhnen auserwählt, nämlich Isaak, obwohl Abraham zwei Söhne hatte, nämlich Isaak und Ismael. Und obwohl Isaak zwei Söhne hatte, nämlich Jakob und Esau, erwählt Gott noch bevor sie geboren wurden nur Jakob und nicht Esau, um die Geschichte seines auserwählten Volkes fortzusetzen. Und Paulus betont in Römer 9, 10-13, dass der Grund dafür war, zu zeigen, dass Gottes Wahl frei und bedingungslos ist. Sie beruht nicht auf das Jüdisch sein oder eine Tugend oder einen Glauben. Sie ist frei und deshalb vollkommen barmherzig und gnädig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Warum hat Gott Israel geliebt und erwählt? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Stelle in 5. Mose, wo dies betont wird, ist 5. Mose 7, 6-8. Mose beschreibt die Erwählung Israels folgermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;6) Denn du bist dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt, dass du ihm zum Volk seines Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. 7) Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt – ihr seid ja das geringste unter allen Völkern –, 8) sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt lehrt erneut die Freiheit der Gnade Gottes, die sich in der Liebe und der Erwählung Israels ausdrückt. Man beachte die Frage, die in Vers 7 aufgeworfen wird: Warum hat Gott „sich euch zugeneigt und euch erwählt“? In Vers 7 heißt es, dass es nicht wegen ihrer Größe war. Es war ein sehr kleines Volk, ungewöhnliche Kandidaten, um von Gott auserwählt zu werden. Warum hatte Gott dann Gefallen an ihnen gefunden und sie auserwählt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weil er sie liebte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vers 8 gibt uns zwei Antworten. Erstens: „wegen der Liebe des HERRN zu euch“. Erinnern wir uns nun an die Frage von Vers 7. Die Frage war: Warum hat Gott sich euch zugeneigt? Und die erste Antwort von Mose ist: „weil Gott euch liebt.“ Er liebt euch, weil er euch liebt. Das ist es, was ich mit der Freiheit Gottes und der Freiheit der erwählenden Liebe meine. Er schenkt ihnen seine Liebe nicht, weil sie sich für seine Liebe qualifizieren. Er liebt, weil er liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wegen des Eides mit ihren Vätern ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was ist mit dem zweiten Grund, den Mose in Vers 8 nennt, warum Gott Israel liebte und erwählte und aus Ägypten herausführte? Er sagt, dass der Grund dafür ist, dass „Gott den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen.“ Bedeutet das, dass Gottes Entscheidung zu lieben und zu erretten, gar nicht frei war? War er verpflichtet sie zu retten? Ich denke nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eid (auf den in V. 8 Bezug genommen wird) wurde Abraham in göttlicher Freiheit gegeben. Er wurde Isaak in voller Freiheit bestätigt, nicht Ismael; und er wurde Jakob in voller Freiheit bestätigt, nicht Esau. Und ebenso stand es Gott am Roten Meer frei, die rebellische Generation zu retten (Psalm 106,7-8) oder sie zu Recht vom Pharao vernichten zu lassen. Gottes Entscheidung, Israel am Schilfmeer zu retten und es zu einem irdischen Volk für in seinem Namen zu machen, war frei und barmherzig und gnädig! Es war einfach eine Erweiterung und teilweise Erfüllung des ersten freien Eids, den Gott Abraham, Isaak und Jakob gegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottes selbstverherrlichende Absicht bei der Erwählung Israels ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit schließe ich aus Deuteronomium 10,14-15 und 7,6-8, dass Gott beschlossen hat, seiner herrlichen Gnade im Alten Testament einen Ausdruck zu verleihen, indem er aus allen Völkern der Erde ein Volk für sich auserwählte und dieses Volk zum Musterbeispiel für sein Erlösungswerk machte. Und so lesen wir bei Jesaja auch, dass Gott Israel &amp;quot;zu seiner Ehre&amp;quot; geschaffen hat (43,7) und dass er sie geformt hat, &amp;quot;damit sie [seinen] Ruhm verkünden&amp;quot; (43,21). Anders ausgedrückt: Um das Wohlgefallen, das Gott an seinem Namen hat, zu vergrößern, erwählt er ein Volk, das sich an diesem Namen erfreut und ihn preist und verkündet. Und so hat Gott Gefallen an der Erwählung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Erwählung Einzelner in der Gemeinde ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht nun im Neuen Testament mit dem Kommen Christi? Gott erfreut sich weiterhin an der Erwählung, aber nun beginnt eine Zeit, in der Israel als Volk nicht mehr im Mittelpunkt von Gottes Handeln steht. Er wendet sich nun den Heiden zu und beginnt, neue Menschen für sich zu sammeln, die „die Gemeinde“ genannt werden. Er ist noch nicht fertig mit Israel! Aber im Moment liegt der Fokus auf der Gewinnung der anderen Völker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da die Gemeinde keine ethnische Bevölkerungsgruppe ist, wie es Israel war, erwählt Gott nicht eine ganze Nation für irdische Zwecke, wie er es mit Israel am Roten Meer tat. Stattdessen spricht das Neue Testament von der Erwählung als der Entscheidung Gottes für einzelne Menschen, dass sie glauben und Teil des erlösten Volkes Gottes werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Freude der Dreieinigkeit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir zuerst in Lukas 10:21. Ich habe diesen Vers gewählt, weil er eine der beiden Stellen im Neuen Testament ist, an denen von Jesus gesagt wird, dass er sich freut, und mein heutiges Thema ist Gottes Wohlgefallen oder Freude an der Erwählung. Die 70 Jünger sind gerade von ihrer Predigtreise zurückgekehrt und haben Jesus von ihrem Erfolg berichtet. Lukas schreibt in Vers 21:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man beachte, dass sich hier alle drei Glieder der Dreieinigkeit freuen: Jesus jubelt, aber es heißt, er jubelt im Heiligen Geist. Ich verstehe das so, dass der Heilige Geist ihn erfüllt und ihn dazu bewegt, sich zu freuen. Und am Ende des Verses wird das Wohlgefallen von Gott, dem Vater, beschrieben: „Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist es nun, das die ganze Dreieinigkeit an dieser Stelle gemeinsam jubeln lässt? Es ist die aus freiem Willen erwählende Liebe Gottes, Dinge vor der intellektuellen Elite zu verbergen und sie den Unmündigen zu offenbaren. Und was ist es, das der Vater den einen verbirgt und den anderen offenbart? Vers 22 gibt die Antwort: „Niemand erkennt, wer der Sohn ist, als nur der Vater.“ Was Gott, der Vater, also offenbaren muss, ist die wahre geistliche Identität des Sohnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als also die 70 Jünger von ihrer Evangelisierungsmission zurückkehren und Jesus Bericht erstatten, freuen er und der Heilige Geist sich darüber, dass Gott, der Vater, nach seinem Wohlgefallen auserwählt hat, wem er die Augen für die geistliche Wirklichkeit seines Sohnes öffnen würde (vgl. V. 23). Sie freuen sich darüber, dass Gott die Initiative ergriffen hat, um ein Volk für sich auszuwählen, und dass dies letztlich vom Wohlgefallen Gottes abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott, der Sohn, und Gott, der Heilige Geist, sind so sehr darauf bedacht, Gott, den Vater, zu verherrlichen, dass sie sich freuen, wenn er seine Weisheit, seine Macht und seine Gnade einsetzt, um ein Volk für sich zu erwählen, das alle mensch-zentrierten Erwartungen der Welt übertrifft. Die Weisen werden in ihrem Stolz übergangen, und die Kleinen, die Unbedeutenden, die Hilflosen werden von der göttlichen Gunst überrascht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwartungen der Welt werden auf den Kopf gestellt. Die Weisheit des Menschen wird niedergeschlagen. Und die Freiheit der Gnade Gottes wird besonders deutlich, wenn die Top-Kandidaten der Welt übergangen werden und Gott alle mit seiner Wahl der Kleinsten überrascht. Das ist es, was Jesus und den Heiligen Geist erfreut - die Demütigung des menschlichen Stolzes und die Verherrlichung der Freiheit und Gnade Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Zwei Ziele Gottes bei der Erwählung &amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Genau darauf konzentriert sich Paulus, wenn er in 1. Korinther 1,26-31 Gottes Erwählung bei der Bildung der Kirche beschreibt. Achten Sie beim Lesen auf Folgendes: Was wird bei der Erwählung, die in diesen Versen beschrieben wird, abgelehnt und was wird angepriesen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind; sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden macht; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden macht. Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichtemache, dass sich vor Gott kein Fleisch rühmen kann. Aus ihm aber ⟨kommt es, dass⟩ ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung; damit, wie geschrieben steht:&amp;amp;nbsp;»Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Der Gedanke ist hier ähnlich wie in Lukas 10,21. Gott wählt frei aus, wer zu seinem Volk gehören soll. Und er wählt so, dass er zwei Dinge erreicht, die eigentlich aber zwei Seiten der gleichen Medaille sind. In Vers 29 ist das Ziel der Erwählung, &amp;quot;dass sich kein Mensch vor Gott rühmen kann&amp;quot;. Das Ziel Gottes bei der Erwählung ist die Beseitigung allen menschlichen Stolzes, aller Selbstsicherheit, allen Hochmuts im Menschen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Und das zweite Ziel Gottes bei der Erwählung, die Kehrseite der Medaille, findet sich in Vers 31: &amp;quot;Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn.&amp;quot; Mit anderen Worten: Das ganze Rühmen soll vom Menschen genommen werden und das ganze Rühmen soll sich auf Gott richten. Der Mensch soll erniedrigt und Christus soll erhöht werden. Der Mensch soll seine völlige Abhängigkeit von der Barmherzigkeit Gottes erkennen und die Herrlichkeit der freien Gnade preisen. Das ist der Grund, warum Gott Wohlgefallen an der Erwählung hat - sie erhöht seinen Namen!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der wertvollste Liebesakt des Universums ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachte folgendes genau! Diejenigen von euch, die wissen, dass sie Sünder sind und gottlos und schwach und unfähig, sich selbst zu retten, und die dennoch in Jesus einen vollkommen ausreichenden Retter gesehen haben und durch die Gnade Gottes dazu gebracht wurden, ihr Leben ihm anzuvertrauen und auf ihn zu hoffen und ihm zu folgen - ihr werdet die auserwählende Gnade Gottes als den wertvollsten Akt der Liebe im ganzen Universum betrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ihr werdet mit dem Apostel Paulus in Römer 8 übereinstimmen: &amp;quot;Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben […] Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?&amp;quot;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Wohlgefallen_Gottes_an_der_Erw%C3%A4hlung</id>
		<title>Das Wohlgefallen Gottes an der Erwählung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Wohlgefallen_Gottes_an_der_Erw%C3%A4hlung"/>
				<updated>2022-03-29T11:23:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Pleasure of God in Election}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''5. Mose 10,14-15'''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Siehe, dem HERRN, deinem Gott, gehören der Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. Doch nur deinen Vätern hat der HERR sich zugeneigt, sie zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, nämlich euch, aus allen Völkern erwählt, so wie es heute ist.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zusammenfassung der bisherigen Serie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserem Studium der Freuden Gottes haben wir gesehen, dass Gott seit aller Ewigkeit in der Gemeinschaft der Dreieinigkeit über alle Maßen glücklich gewesen ist. Er hat sich daran erfreut, seinen Blick gewissermaßen über das unendliche Panorama seiner eigenen Vollkommenheit schweifen zu lassen, die sich im Antlitz seines Sohnes widerspiegelt. Zwischen Gott, dem Vater und Gott, dem Sohn ist eine Liebe und Freude geflossen, die so voll und vollkommen ist und so viel vom Wesen Gottes in sich trägt, dass sie von aller Ewigkeit her als eine eigenständige Person hervorgetreten ist - der Heilige Geist selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die Kraft aller Milliarden von Galaxien im Universum messen könnte, würde man einen Wert erhalten, der nur ein schwacher Abglanz der Kraft aus der Freude und Liebe ist, die im dreieinen Herzen Gottes aufsteigt und strömt und sprudelt. Bevor es überhaupt irgendetwas außer Gott gab, war Gott in sich selbst vollkommen glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben zweitens gesehen, dass Gott somit absolut autark ist. Er hat keine Bedürfnisse und kann daher auch nicht bestochen werden. Er hat keine Fehler und kann somit auch nicht erpresst werden. Er hat keine Schwächen und kann daher weder unter Druck gesetzt noch zu etwas gezwungen werden. Mit anderen Worten: Er ist absolut frei und tut, was er tut wegen seines eigenen Wohlgefallens. „Unser Gott ist im Himmel; alles, woran er Gefallen hat, tut er“ (Psalm 115,3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens haben wir gesehen, dass die Schöpfung dieses eindrucksvollen Universums der Überfluss von Gottes freudiger Großzügigkeit ist. Er hat die Welt nicht geschaffen, um irgendeinen Mangel an sich selbst zu kompensieren. Er erschuf, weil es das Wesen der Fülle ist, überzulaufen. Es liegt in der Natur der unbegrenzten Freude, sich selbst zu verbreiten. Und so erfreute sich Gott daran, das Universum als eine Art Nebenprodukt seiner überfließenden Freude an seiner eigenen Herrlichkeit zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und letzte Woche haben wir gesehen, dass in dieser Welt, die Gott geschaffen hat, die große Leidenschaft seines Herzens darin besteht, seinen Namen bekannt zu machen. Immer und immer wieder lesen wir in der Schrift, dass er um seines Namens willen handelt. Sein großes Ziel ist es, seinen Ruhm und sein Ansehen und die Ehre seines Namens in allem, was er tut, zu vergrößern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn man innehält und darüber nachdenkt, ist dies die größte Liebe, die Gott jemals erweisen konnte. Denn der größte Gewinn, den die Menschen jemals erhalten können, ist es, die Herrlichkeit Gottes zu kennen und an ihr teilzuhaben. Wenn es also Gottes Absicht ist, seinen herrlichen Namen in allen Völkern und Sprachen und Stämmen und Nationen bekannt zu machen und bewundert und gepriesen zu werden und Gefallen zu finden, handelt er in überfließender Gnade und Liebe, weil dies und nur dies allein die Sehnsucht des menschlichen Herzens stillen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein Volk, das Gott preist und verkündet ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gehen wir einen Schritt weiter und entdecken, dass Gott seine herrliche Gnade in der ganzen Welt bekannt machen will, indem er ein Volk für sich erwählt. Und wie Jeremia sagt: „damit sie mir zum Volk und zum Ruhm und zum Preis und zum Schmuck sind“ (Jeremia 13,11). Mit anderen Worten: Um die Freude, die Gott an seinem Namen hat zu vergrößern, beruft er ein Volk, das sich an diesem Namen erfreut, ihn preist und verkündigt. Und die Bibel nennt dieses Volk „die Erwählten.“ Das wollen wir heute Morgen betrachten: das Wohlgefallen Gottes an der Erwählung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Die Erwählung Israels &amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wir werden von der Erwählung Israels im Alten Testament ausgehen und uns dann dem Neuen Testament zuwenden, um zu sehen, ob die Gemeinde in einer ähnlichen Weise verstanden werden soll.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;5. Mose 10,14-15 beschreibt die Freude, die Gott hatte, als er Israel aus allen Völkern der Erde auserwählte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;14) Siehe, dem HERRN, deinem Gott, gehören der Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. 15) Doch nur deinen Vätern hat der HERR sich zugeneigt, sie zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, nämlich euch, aus allen Völkern erwählt, so wie es heute ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zwei Dinge sind zu beachten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottes uneingeschränkte Freiheit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man beachte erstens den Kontrast zwischen den Versen 14 und 15. Warum beschreibt Mose die Erwählung Israels vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Gott das ganze Universum gehört? In Vers 14 heißt es: Gott gehört alles, was im Himmel und auf Erden ist. Dann heißt es in Vers 15: Dennoch hat er euch aus allen Völkern erwählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht es nicht darum, die Vorstellung zu beseitigen, dass Gott irgendwie gezwungen war, dieses Volk auszuwählen? Geht es nicht darum, den Mythos zu zerstören, dass jedes Volk seinen eigenen Gott hat und dieser Gott ein Recht auf sein eigenes Volk hat, aber nicht mehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Moses also sagt: „Gott gehört alles, was im Himmel und auf Erden ist – absolut alles – und dennoch hat er euch auserwählt“, dann will er den Israeliten klarmachen, dass Gott nicht beschränkt war, sie auszuwählen. Er hätte das Recht und das Vorrecht absolut jedes Volk auf der Erde für seine Heilspläne auszuwählen. Wenn er sich also „ihr Gott“ nennt, meint er damit nicht, dass er auf einer Stufe mit den Göttern Ägyptens oder den Göttern Kanaans stünde. Diese Götter und Völker gehören ihm. Und wenn es ihm wohlgefällig gewesen wäre, hätte er auch ein ganz anderes Volk auswählen können, um seine Ziele zu erreichen. Wenn die Verse 14 und 15 auf diese Weise zusammengefügt werden, sollen damit die Freiheit und die universellen Rechte und die Autorität Gottes betont werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Art und Weise, wie Gott seine Freiheit ausübt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite wichtige Punkt findet sich in Vers 15: Die Art und Weise, wie Gott seine Freiheit ausübt ist, dass er „sich [den] Vätern zuneigt, sie zu lieben.“ Das bedeutet, dass Gott aus freien Stücken beschlossen hat, Abraham, Isaak und Jakob zum Gegenstand seiner Freude und Liebe zu machen. Gottes Liebe zu den Vätern Israels war freiwillig und barmherzig und wurde durch nichts eingeschränkt, was die Väter in ihrem Judentum oder in ihrer Tugendhaftigkeit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott macht dies unter anderem dadurch deutlich, dass er nur einen von Abrahams Söhnen auserwählt, nämlich Isaak, obwohl Abraham zwei Söhne hatte, nämlich Isaak und Ismael. Und obwohl Isaak zwei Söhne hatte, nämlich Jakob und Esau, erwählt Gott noch bevor sie geboren wurden nur Jakob und nicht Esau, um die Geschichte seines auserwählten Volkes fortzusetzen. Und Paulus betont in Römer 9, 10-13, dass der Grund dafür war, zu zeigen, dass Gottes Wahl frei und bedingungslos ist. Sie beruht nicht auf das Jüdisch sein oder eine Tugend oder einen Glauben. Sie ist frei und deshalb vollkommen barmherzig und gnädig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Warum hat Gott Israel geliebt und erwählt? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Stelle in 5. Mose, wo dies betont wird, ist 5. Mose 7, 6-8. Mose beschreibt die Erwählung Israels folgermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;6) Denn du bist dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt, dass du ihm zum Volk seines Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. 7) Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt – ihr seid ja das geringste unter allen Völkern –, 8) sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt lehrt erneut die Freiheit der Gnade Gottes, die sich in der Liebe und der Erwählung Israels ausdrückt. Man beachte die Frage, die in Vers 7 aufgeworfen wird: Warum hat Gott „sich euch zugeneigt und euch erwählt“? In Vers 7 heißt es, dass es nicht wegen ihrer Größe war. Es war ein sehr kleines Volk, ungewöhnliche Kandidaten, um von Gott auserwählt zu werden. Warum hatte Gott dann Gefallen an ihnen gefunden und sie auserwählt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weil er sie liebte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vers 8 gibt uns zwei Antworten. Erstens: „wegen der Liebe des HERRN zu euch“. Erinnern wir uns nun an die Frage von Vers 7. Die Frage war: Warum hat Gott sich euch zugeneigt? Und die erste Antwort von Mose ist: „weil Gott euch liebt.“ Er liebt euch, weil er euch liebt. Das ist es, was ich mit der Freiheit Gottes und der Freiheit der erwählenden Liebe meine. Er schenkt ihnen seine Liebe nicht, weil sie sich für seine Liebe qualifizieren. Er liebt, weil er liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wegen des Eides mit ihren Vätern ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was ist mit dem zweiten Grund, den Mose in Vers 8 nennt, warum Gott Israel liebte und erwählte und aus Ägypten herausführte? Er sagt, dass der Grund dafür ist, dass „Gott den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen.“ Bedeutet das, dass Gottes Entscheidung zu lieben und zu erretten, gar nicht frei war? War er verpflichtet sie zu retten? Ich denke nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eid (auf den in V. 8 Bezug genommen wird) wurde Abraham in göttlicher Freiheit gegeben. Er wurde Isaak in voller Freiheit bestätigt, nicht Ismael; und er wurde Jakob in voller Freiheit bestätigt, nicht Esau. Und ebenso stand es Gott am Roten Meer frei, die rebellische Generation zu retten (Psalm 106,7-8) oder sie zu Recht vom Pharao vernichten zu lassen. Gottes Entscheidung, Israel am Schilfmeer zu retten und es zu einem irdischen Volk für in seinem Namen zu machen, war frei und barmherzig und gnädig! Es war einfach eine Erweiterung und teilweise Erfüllung des ersten freien Eids, den Gott Abraham, Isaak und Jakob gegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottes selbstverherrlichende Absicht bei der Erwählung Israels ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit schließe ich aus Deuteronomium 10,14-15 und 7,6-8, dass Gott beschlossen hat, seiner herrlichen Gnade im Alten Testament einen Ausdruck zu verleihen, indem er aus allen Völkern der Erde ein Volk für sich auserwählte und dieses Volk zum Musterbeispiel für sein Erlösungswerk machte. Und so lesen wir bei Jesaja auch, dass Gott Israel &amp;quot;zu seiner Ehre&amp;quot; geschaffen hat (43,7) und dass er sie geformt hat, &amp;quot;damit sie [seinen] Ruhm verkünden&amp;quot; (43,21). Anders ausgedrückt: Um das Wohlgefallen, das Gott an seinem Namen hat, zu vergrößern, erwählt er ein Volk, das sich an diesem Namen erfreut und ihn preist und verkündet. Und so hat Gott Gefallen an der Erwählung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Erwählung Einzelner in der Gemeinde ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht nun im Neuen Testament mit dem Kommen Christi? Gott erfreut sich weiterhin an der Erwählung, aber nun beginnt eine Zeit, in der Israel als Volk nicht mehr im Mittelpunkt von Gottes Handeln steht. Er wendet sich nun den Heiden zu und beginnt, neue Menschen für sich zu sammeln, die „die Gemeinde“ genannt werden. Er ist noch nicht fertig mit Israel! Aber im Moment liegt der Fokus auf der Gewinnung der anderen Völker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da die Gemeinde keine ethnische Bevölkerungsgruppe ist, wie es Israel war, erwählt Gott nicht eine ganze Nation für irdische Zwecke, wie er es mit Israel am Roten Meer tat. Stattdessen spricht das Neue Testament von der Erwählung als der Entscheidung Gottes für einzelne Menschen, dass sie glauben und Teil des erlösten Volkes Gottes werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Freude der Dreieinigkeit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir zuerst in Lukas 10:21. Ich habe diesen Vers gewählt, weil er eine der beiden Stellen im Neuen Testament ist, an denen von Jesus gesagt wird, dass er sich freut, und mein heutiges Thema ist Gottes Wohlgefallen oder Freude an der Erwählung. Die 70 Jünger sind gerade von ihrer Predigtreise zurückgekehrt und haben Jesus von ihrem Erfolg berichtet. Lukas schreibt in Vers 21:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man beachte, dass sich hier alle drei Glieder der Dreieinigkeit freuen: Jesus jubelt, aber es heißt, er jubelt im Heiligen Geist. Ich verstehe das so, dass der Heilige Geist ihn erfüllt und ihn dazu bewegt, sich zu freuen. Und am Ende des Verses wird das Wohlgefallen von Gott, dem Vater, beschrieben: „Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist es nun, das die ganze Dreieinigkeit an dieser Stelle gemeinsam jubeln lässt? Es ist die aus freiem Willen erwählende Liebe Gottes, Dinge vor der intellektuellen Elite zu verbergen und sie den Unmündigen zu offenbaren. Und was ist es, das der Vater den einen verbirgt und den anderen offenbart? Vers 22 gibt die Antwort: „Niemand erkennt, wer der Sohn ist, als nur der Vater.“ Was Gott, der Vater, also offenbaren muss, ist die wahre geistliche Identität des Sohnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als also die 70 Jünger von ihrer Evangelisierungsmission zurückkehren und Jesus Bericht erstatten, freuen er und der Heilige Geist sich darüber, dass Gott, der Vater, nach seinem Wohlgefallen auserwählt hat, wem er die Augen für die geistliche Wirklichkeit seines Sohnes öffnen würde (vgl. V. 23). Sie freuen sich darüber, dass Gott die Initiative ergriffen hat, um ein Volk für sich auszuwählen, und dass dies letztlich vom Wohlgefallen Gottes abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott, der Sohn, und Gott, der Heilige Geist, sind so sehr darauf bedacht, Gott, den Vater, zu verherrlichen, dass sie sich freuen, wenn er seine Weisheit, seine Macht und seine Gnade einsetzt, um ein Volk für sich zu erwählen, das alle mensch-zentrierten Erwartungen der Welt übertrifft. Die Weisen werden in ihrem Stolz übergangen, und die Kleinen, die Unbedeutenden, die Hilflosen werden von der göttlichen Gunst überrascht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwartungen der Welt werden auf den Kopf gestellt. Die Weisheit des Menschen wird niedergeschlagen. Und die Freiheit der Gnade Gottes wird besonders deutlich, wenn die Top-Kandidaten der Welt übergangen werden und Gott alle mit seiner Wahl der Kleinsten überrascht. Das ist es, was Jesus und den Heiligen Geist erfreut - die Demütigung des menschlichen Stolzes und die Verherrlichung der Freiheit und Gnade Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zwei Ziele Gottes bei der Erwählung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau darauf konzentriert sich Paulus, wenn er in 1. Korinther 1,26-31 Gottes Erwählung bei der Bildung der Kirche beschreibt. Achten Sie beim Lesen auf Folgendes: Was wird bei der Erwählung, die in diesen Versen beschrieben wird, abgelehnt und was wird angepriesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind; sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden macht; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden macht. Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichtemache, dass sich vor Gott kein Fleisch rühmen kann. Aus ihm aber ⟨kommt es, dass⟩ ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung; damit, wie geschrieben steht: »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!« &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke ist hier ähnlich wie in Lukas 10,21. Gott wählt frei aus, wer zu seinem Volk gehören soll. Und er wählt so, dass er zwei Dinge erreicht, die eigentlich aber zwei Seiten der gleichen Medaille sind. In Vers 29 ist das Ziel der Erwählung, &amp;quot;dass sich kein Mensch vor Gott rühmen kann&amp;quot;. Das Ziel Gottes bei der Erwählung ist die Beseitigung allen menschlichen Stolzes, aller Selbstsicherheit, allen Hochmuts im Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das zweite Ziel Gottes bei der Erwählung, die Kehrseite der Medaille, findet sich in Vers 31: &amp;quot;Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn.&amp;quot; Mit anderen Worten: Das ganze Rühmen soll vom Menschen genommen werden und das ganze Rühmen soll sich auf Gott richten. Der Mensch soll erniedrigt und Christus soll erhöht werden. Der Mensch soll seine völlige Abhängigkeit von der Barmherzigkeit Gottes erkennen und die Herrlichkeit der freien Gnade preisen. Das ist der Grund, warum Gott Wohlgefallen an der Erwählung hat - sie erhöht seinen Namen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der wertvollste Liebesakt des Universums ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachte folgendes genau! Diejenigen von euch, die wissen, dass sie Sünder sind und gottlos und schwach und unfähig, sich selbst zu retten, und die dennoch in Jesus einen vollkommen ausreichenden Retter gesehen haben und durch die Gnade Gottes dazu gebracht wurden, ihr Leben ihm anzuvertrauen und auf ihn zu hoffen und ihm zu folgen - ihr werdet die auserwählende Gnade Gottes als den wertvollsten Akt der Liebe im ganzen Universum betrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ihr werdet mit dem Apostel Paulus in Römer 8 übereinstimmen: &amp;quot;Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben […] Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?&amp;quot;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Das_Wohlgefallen_Gottes_an_der_Erw%C3%A4hlung</id>
		<title>Das Wohlgefallen Gottes an der Erwählung</title>
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				<updated>2022-03-29T11:22:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|The Pleasure of God in Election}}&amp;lt;br&amp;gt;  &amp;lt;blockquote&amp;gt;'''5. Mose 10,14-15'''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Siehe, dem HERRN, deinem Gott, gehören der Himmel und die Himmel der Himm…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Pleasure of God in Election}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''5. Mose 10,14-15'''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Siehe, dem HERRN, deinem Gott, gehören der Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. Doch nur deinen Vätern hat der HERR sich zugeneigt, sie zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, nämlich euch, aus allen Völkern erwählt, so wie es heute ist.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zusammenfassung der bisherigen Serie ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserem Studium der Freuden Gottes haben wir gesehen, dass Gott seit aller Ewigkeit in der Gemeinschaft der Dreieinigkeit über alle Maßen glücklich gewesen ist. Er hat sich daran erfreut, seinen Blick gewissermaßen über das unendliche Panorama seiner eigenen Vollkommenheit schweifen zu lassen, die sich im Antlitz seines Sohnes widerspiegelt. Zwischen Gott, dem Vater und Gott, dem Sohn ist eine Liebe und Freude geflossen, die so voll und vollkommen ist und so viel vom Wesen Gottes in sich trägt, dass sie von aller Ewigkeit her als eine eigenständige Person hervorgetreten ist - der Heilige Geist selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die Kraft aller Milliarden von Galaxien im Universum messen könnte, würde man einen Wert erhalten, der nur ein schwacher Abglanz der Kraft aus der Freude und Liebe ist, die im dreieinen Herzen Gottes aufsteigt und strömt und sprudelt. Bevor es überhaupt irgendetwas außer Gott gab, war Gott in sich selbst vollkommen glücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben zweitens gesehen, dass Gott somit absolut autark ist. Er hat keine Bedürfnisse und kann daher auch nicht bestochen werden. Er hat keine Fehler und kann somit auch nicht erpresst werden. Er hat keine Schwächen und kann daher weder unter Druck gesetzt noch zu etwas gezwungen werden. Mit anderen Worten: Er ist absolut frei und tut, was er tut wegen seines eigenen Wohlgefallens. „Unser Gott ist im Himmel; alles, woran er Gefallen hat, tut er“ (Psalm 115,3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens haben wir gesehen, dass die Schöpfung dieses eindrucksvollen Universums der Überfluss von Gottes freudiger Großzügigkeit ist. Er hat die Welt nicht geschaffen, um irgendeinen Mangel an sich selbst zu kompensieren. Er erschuf, weil es das Wesen der Fülle ist, überzulaufen. Es liegt in der Natur der unbegrenzten Freude, sich selbst zu verbreiten. Und so erfreute sich Gott daran, das Universum als eine Art Nebenprodukt seiner überfließenden Freude an seiner eigenen Herrlichkeit zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und letzte Woche haben wir gesehen, dass in dieser Welt, die Gott geschaffen hat, die große Leidenschaft seines Herzens darin besteht, seinen Namen bekannt zu machen. Immer und immer wieder lesen wir in der Schrift, dass er um seines Namens willen handelt. Sein großes Ziel ist es, seinen Ruhm und sein Ansehen und die Ehre seines Namens in allem, was er tut, zu vergrößern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn man innehält und darüber nachdenkt, ist dies die größte Liebe, die Gott jemals erweisen konnte. Denn der größte Gewinn, den die Menschen jemals erhalten können, ist es, die Herrlichkeit Gottes zu kennen und an ihr teilzuhaben. Wenn es also Gottes Absicht ist, seinen herrlichen Namen in allen Völkern und Sprachen und Stämmen und Nationen bekannt zu machen und bewundert und gepriesen zu werden und Gefallen zu finden, handelt er in überfließender Gnade und Liebe, weil dies und nur dies allein die Sehnsucht des menschlichen Herzens stillen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein Volk, das Gott preist und verkündet ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gehen wir einen Schritt weiter und entdecken, dass Gott seine herrliche Gnade in der ganzen Welt bekannt machen will, indem er ein Volk für sich erwählt. Und wie Jeremia sagt: „damit sie mir zum Volk und zum Ruhm und zum Preis und zum Schmuck sind“ (Jeremia 13,11). Mit anderen Worten: Um die Freude, die Gott an seinem Namen hat zu vergrößern, beruft er ein Volk, das sich an diesem Namen erfreut, ihn preist und verkündigt. Und die Bibel nennt dieses Volk „die Erwählten.“ Das wollen wir heute Morgen betrachten: das Wohlgefallen Gottes an der Erwählung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Erwählung Israels ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden von der Erwählung Israels im Alten Testament ausgehen und uns dann dem Neuen Testament zuwenden, um zu sehen, ob die Gemeinde in einer ähnlichen Weise verstanden werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Mose 10,14-15 beschreibt die Freude, die Gott hatte, als er Israel aus allen Völkern der Erde auserwählte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14) Siehe, dem HERRN, deinem Gott, gehören der Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. 15) Doch nur deinen Vätern hat der HERR sich zugeneigt, sie zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, nämlich euch, aus allen Völkern erwählt, so wie es heute ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Dinge sind zu beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottes uneingeschränkte Freiheit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man beachte erstens den Kontrast zwischen den Versen 14 und 15. Warum beschreibt Mose die Erwählung Israels vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Gott das ganze Universum gehört? In Vers 14 heißt es: Gott gehört alles, was im Himmel und auf Erden ist. Dann heißt es in Vers 15: Dennoch hat er euch aus allen Völkern erwählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht es nicht darum, die Vorstellung zu beseitigen, dass Gott irgendwie gezwungen war, dieses Volk auszuwählen? Geht es nicht darum, den Mythos zu zerstören, dass jedes Volk seinen eigenen Gott hat und dieser Gott ein Recht auf sein eigenes Volk hat, aber nicht mehr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Moses also sagt: „Gott gehört alles, was im Himmel und auf Erden ist – absolut alles – und dennoch hat er euch auserwählt“, dann will er den Israeliten klarmachen, dass Gott nicht beschränkt war, sie auszuwählen. Er hätte das Recht und das Vorrecht absolut jedes Volk auf der Erde für seine Heilspläne auszuwählen. Wenn er sich also „ihr Gott“ nennt, meint er damit nicht, dass er auf einer Stufe mit den Göttern Ägyptens oder den Göttern Kanaans stünde. Diese Götter und Völker gehören ihm. Und wenn es ihm wohlgefällig gewesen wäre, hätte er auch ein ganz anderes Volk auswählen können, um seine Ziele zu erreichen. Wenn die Verse 14 und 15 auf diese Weise zusammengefügt werden, sollen damit die Freiheit und die universellen Rechte und die Autorität Gottes betont werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Art und Weise, wie Gott seine Freiheit ausübt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite wichtige Punkt findet sich in Vers 15: Die Art und Weise, wie Gott seine Freiheit ausübt ist, dass er „sich [den] Vätern zuneigt, sie zu lieben.“ Das bedeutet, dass Gott aus freien Stücken beschlossen hat, Abraham, Isaak und Jakob zum Gegenstand seiner Freude und Liebe zu machen. Gottes Liebe zu den Vätern Israels war freiwillig und barmherzig und wurde durch nichts eingeschränkt, was die Väter in ihrem Judentum oder in ihrer Tugendhaftigkeit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott macht dies unter anderem dadurch deutlich, dass er nur einen von Abrahams Söhnen auserwählt, nämlich Isaak, obwohl Abraham zwei Söhne hatte, nämlich Isaak und Ismael. Und obwohl Isaak zwei Söhne hatte, nämlich Jakob und Esau, erwählt Gott noch bevor sie geboren wurden nur Jakob und nicht Esau, um die Geschichte seines auserwählten Volkes fortzusetzen. Und Paulus betont in Römer 9, 10-13, dass der Grund dafür war, zu zeigen, dass Gottes Wahl frei und bedingungslos ist. Sie beruht nicht auf das Jüdisch sein oder eine Tugend oder einen Glauben. Sie ist frei und deshalb vollkommen barmherzig und gnädig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Warum hat Gott Israel geliebt und erwählt? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Stelle in 5. Mose, wo dies betont wird, ist 5. Mose 7, 6-8. Mose beschreibt die Erwählung Israels folgermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;6) Denn du bist dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt, dass du ihm zum Volk seines Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. 7) Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt – ihr seid ja das geringste unter allen Völkern –, 8) sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt lehrt erneut die Freiheit der Gnade Gottes, die sich in der Liebe und der Erwählung Israels ausdrückt. Man beachte die Frage, die in Vers 7 aufgeworfen wird: Warum hat Gott „sich euch zugeneigt und euch erwählt“? In Vers 7 heißt es, dass es nicht wegen ihrer Größe war. Es war ein sehr kleines Volk, ungewöhnliche Kandidaten, um von Gott auserwählt zu werden. Warum hatte Gott dann Gefallen an ihnen gefunden und sie auserwählt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weil er sie liebte ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vers 8 gibt uns zwei Antworten. Erstens: „wegen der Liebe des HERRN zu euch“. Erinnern wir uns nun an die Frage von Vers 7. Die Frage war: Warum hat Gott sich euch zugeneigt? Und die erste Antwort von Mose ist: „weil Gott euch liebt.“ Er liebt euch, weil er euch liebt. Das ist es, was ich mit der Freiheit Gottes und der Freiheit der erwählenden Liebe meine. Er schenkt ihnen seine Liebe nicht, weil sie sich für seine Liebe qualifizieren. Er liebt, weil er liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wegen des Eides mit ihren Vätern ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was ist mit dem zweiten Grund, den Mose in Vers 8 nennt, warum Gott Israel liebte und erwählte und aus Ägypten herausführte? Er sagt, dass der Grund dafür ist, dass „Gott den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen.“ Bedeutet das, dass Gottes Entscheidung zu lieben und zu erretten, gar nicht frei war? War er verpflichtet sie zu retten? Ich denke nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eid (auf den in V. 8 Bezug genommen wird) wurde Abraham in göttlicher Freiheit gegeben. Er wurde Isaak in voller Freiheit bestätigt, nicht Ismael; und er wurde Jakob in voller Freiheit bestätigt, nicht Esau. Und ebenso stand es Gott am Roten Meer frei, die rebellische Generation zu retten (Psalm 106,7-8) oder sie zu Recht vom Pharao vernichten zu lassen. Gottes Entscheidung, Israel am Schilfmeer zu retten und es zu einem irdischen Volk für in seinem Namen zu machen, war frei und barmherzig und gnädig! Es war einfach eine Erweiterung und teilweise Erfüllung des ersten freien Eids, den Gott Abraham, Isaak und Jakob gegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gottes selbstverherrlichende Absicht bei der Erwählung Israels ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit schließe ich aus Deuteronomium 10,14-15 und 7,6-8, dass Gott beschlossen hat, seiner herrlichen Gnade im Alten Testament einen Ausdruck zu verleihen, indem er aus allen Völkern der Erde ein Volk für sich auserwählte und dieses Volk zum Musterbeispiel für sein Erlösungswerk machte. Und so lesen wir bei Jesaja auch, dass Gott Israel &amp;quot;zu seiner Ehre&amp;quot; geschaffen hat (43,7) und dass er sie geformt hat, &amp;quot;damit sie [seinen] Ruhm verkünden&amp;quot; (43,21). Anders ausgedrückt: Um das Wohlgefallen, das Gott an seinem Namen hat, zu vergrößern, erwählt er ein Volk, das sich an diesem Namen erfreut und ihn preist und verkündet. Und so hat Gott Gefallen an der Erwählung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Erwählung Einzelner in der Gemeinde ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht nun im Neuen Testament mit dem Kommen Christi? Gott erfreut sich weiterhin an der Erwählung, aber nun beginnt eine Zeit, in der Israel als Volk nicht mehr im Mittelpunkt von Gottes Handeln steht. Er wendet sich nun den Heiden zu und beginnt, neue Menschen für sich zu sammeln, die „die Gemeinde“ genannt werden. Er ist noch nicht fertig mit Israel! Aber im Moment liegt der Fokus auf der Gewinnung der anderen Völker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da die Gemeinde keine ethnische Bevölkerungsgruppe ist, wie es Israel war, erwählt Gott nicht eine ganze Nation für irdische Zwecke, wie er es mit Israel am Roten Meer tat. Stattdessen spricht das Neue Testament von der Erwählung als der Entscheidung Gottes für einzelne Menschen, dass sie glauben und Teil des erlösten Volkes Gottes werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Freude der Dreieinigkeit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir zuerst in Lukas 10:21. Ich habe diesen Vers gewählt, weil er eine der beiden Stellen im Neuen Testament ist, an denen von Jesus gesagt wird, dass er sich freut, und mein heutiges Thema ist Gottes Wohlgefallen oder Freude an der Erwählung. Die 70 Jünger sind gerade von ihrer Predigtreise zurückgekehrt und haben Jesus von ihrem Erfolg berichtet. Lukas schreibt in Vers 21:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man beachte, dass sich hier alle drei Glieder der Dreieinigkeit freuen: Jesus jubelt, aber es heißt, er jubelt im Heiligen Geist. Ich verstehe das so, dass der Heilige Geist ihn erfüllt und ihn dazu bewegt, sich zu freuen. Und am Ende des Verses wird das Wohlgefallen von Gott, dem Vater, beschrieben: „Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist es nun, das die ganze Dreieinigkeit an dieser Stelle gemeinsam jubeln lässt? Es ist die aus freiem Willen erwählende Liebe Gottes, Dinge vor der intellektuellen Elite zu verbergen und sie den Unmündigen zu offenbaren. Und was ist es, das der Vater den einen verbirgt und den anderen offenbart? Vers 22 gibt die Antwort: „Niemand erkennt, wer der Sohn ist, als nur der Vater.“ Was Gott, der Vater, also offenbaren muss, ist die wahre geistliche Identität des Sohnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als also die 70 Jünger von ihrer Evangelisierungsmission zurückkehren und Jesus Bericht erstatten, freuen er und der Heilige Geist sich darüber, dass Gott, der Vater, nach seinem Wohlgefallen auserwählt hat, wem er die Augen für die geistliche Wirklichkeit seines Sohnes öffnen würde (vgl. V. 23). Sie freuen sich darüber, dass Gott die Initiative ergriffen hat, um ein Volk für sich auszuwählen, und dass dies letztlich vom Wohlgefallen Gottes abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott, der Sohn, und Gott, der Heilige Geist, sind so sehr darauf bedacht, Gott, den Vater, zu verherrlichen, dass sie sich freuen, wenn er seine Weisheit, seine Macht und seine Gnade einsetzt, um ein Volk für sich zu erwählen, das alle mensch-zentrierten Erwartungen der Welt übertrifft. Die Weisen werden in ihrem Stolz übergangen, und die Kleinen, die Unbedeutenden, die Hilflosen werden von der göttlichen Gunst überrascht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwartungen der Welt werden auf den Kopf gestellt. Die Weisheit des Menschen wird niedergeschlagen. Und die Freiheit der Gnade Gottes wird besonders deutlich, wenn die Top-Kandidaten der Welt übergangen werden und Gott alle mit seiner Wahl der Kleinsten überrascht. Das ist es, was Jesus und den Heiligen Geist erfreut - die Demütigung des menschlichen Stolzes und die Verherrlichung der Freiheit und Gnade Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zwei Ziele Gottes bei der Erwählung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau darauf konzentriert sich Paulus, wenn er in 1. Korinther 1,26-31 Gottes Erwählung bei der Bildung der Kirche beschreibt. Achten Sie beim Lesen auf Folgendes: Was wird bei der Erwählung, die in diesen Versen beschrieben wird, abgelehnt und was wird angepriesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind; sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden macht; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden macht. Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichtemache, dass sich vor Gott kein Fleisch rühmen kann. Aus ihm aber ⟨kommt es, dass⟩ ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung; damit, wie geschrieben steht: »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!« &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke ist hier ähnlich wie in Lukas 10,21. Gott wählt frei aus, wer zu seinem Volk gehören soll. Und er wählt so, dass er zwei Dinge erreicht, die eigentlich aber zwei Seiten der gleichen Medaille sind. In Vers 29 ist das Ziel der Erwählung, &amp;quot;dass sich kein Mensch vor Gott rühmen kann&amp;quot;. Das Ziel Gottes bei der Erwählung ist die Beseitigung allen menschlichen Stolzes, aller Selbstsicherheit, allen Hochmuts im Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das zweite Ziel Gottes bei der Erwählung, die Kehrseite der Medaille, findet sich in Vers 31: &amp;quot;Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn.&amp;quot; Mit anderen Worten: Das ganze Rühmen soll vom Menschen genommen werden und das ganze Rühmen soll sich auf Gott richten. Der Mensch soll erniedrigt und Christus soll erhöht werden. Der Mensch soll seine völlige Abhängigkeit von der Barmherzigkeit Gottes erkennen und die Herrlichkeit der freien Gnade preisen. Das ist der Grund, warum Gott Wohlgefallen an der Erwählung hat - sie erhöht seinen Namen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der wertvollste Liebesakt des Universums ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachte folgendes genau! Diejenigen von euch, die wissen, dass sie Sünder sind und gottlos und schwach und unfähig, sich selbst zu retten, und die dennoch in Jesus einen vollkommen ausreichenden Retter gesehen haben und durch die Gnade Gottes dazu gebracht wurden, ihr Leben ihm anzuvertrauen und auf ihn zu hoffen und ihm zu folgen - ihr werdet die auserwählende Gnade Gottes als den wertvollsten Akt der Liebe im ganzen Universum betrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ihr werdet mit dem Apostel Paulus in Römer 8 übereinstimmen: &amp;quot;Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben […] Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?&amp;quot;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Welche_Hoffnung_k%C3%B6nnen_wir_f%C3%BCr_verlorene_geliebte_Menschen_haben%3F</id>
		<title>Welche Hoffnung können wir für verlorene geliebte Menschen haben?</title>
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				<updated>2021-11-23T13:09:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|What hope can we have for lost loved ones?}}&amp;lt;br&amp;gt;  ''Das Folgende ist eine bearbeitete Transkription des Audio. ''  '''Welche Hoffnung können wir für verl…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|What hope can we have for lost loved ones?}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das Folgende ist eine bearbeitete Transkription des Audio. ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Welche Hoffnung können wir für verlorene geliebte Menschen haben?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
George Mueller, der britische Pastor der Waisen geliebt hat und der im Glauben in sehr bemerkenswerter Weise gelebt hat, hat täglich für einige Leute gebetet zweiundfünfzig Jahre lang. Er sah nie ihre Bekehrung, aber sein Biograph erzählt uns, dass sich ein paar von ihnen auf seiner Beerdigung bekehrt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein unglaublicher Gedanke. Die Bibel sagt, &amp;quot;Werdet nicht müde im Beten! Klopft weiter an die Tür! Haltet euch an den Richter! Gebt nicht auf!&amp;quot; Und Mueller würde sagen, &amp;quot;Beten Sie weiter und glauben Sie, dass Gott seinen guten Willen in das Leben von denen arbeiten wird, die Sie lieben.&amp;quot; Mueller starb und wusste nicht, ob sie gerettet werden würden, aber es geschah nach seinem Tod, und er konnte es vom Himmel sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ist meine erste Ermutigung zu sagen, dass es Beispiele gibt, wo das Gebet funktionierte aber die betenden Menschen es nicht wussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das entspricht nicht jede Situation, weil einige der Menschen, die wir lieben, sterben, bevor wir es tun und wir müssen zusehen wie sie ins Grab gehen. Und für alles das wir sehen können, gaben sie nie ein Glaubensbekenntnis in Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe einmal die Beerdigung des Bruders einer frommen Frau in unserer Kirche übernommen. Er lebte alleine und, soweit wir wussten, war er ausgesprochen anti-christlich, bis er starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren ca. 30 Leute da und es war ein stürmischer Wintertag draußen, also gingen wir nicht zur Grabstätte. Also lud ich alle ein nach vorne zu laufen und sich um den Sarg zusammen zu versammeln. Die Schwester wusste, dass ihr Bruder ein ausgesprochener Ungläubiger war. Was sollte ich also sagen um diesen Sarg?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sagte, &amp;quot;Wir wissen es schließlich nicht wo Harold ist, wegen der Geschichte von dem Dieb am Kreuz, der gerettet wurde in der elften Stunde. Harold kannte das Evangelium und er hatte eine fromme Schwester, die für ihn betete. Vielleicht in der elften Stunde, allein in seiner Wohnung, bevor er tot aufgefunden wurde, schrie er zum HERRN. Ich möchte nicht künstlich sein und unrealistische Hoffnung schaffen. Aber es ist eine Möglichkeit. Dennoch, hier ist unser Fazit der Hoffnung...&amp;quot;, und ich zitierte Genesis 18:25: &amp;quot;Sollte nicht der Richter der ganzen Erde tun, was richtig ist?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann habe ich ihnen gesagt, dass wir einfach darauf vertrauen müssen, dass Gott das tun wird was richtig ist und was am besten ist. Im kommenden Zeitalter werden wir den emotionalen Rahmen bekommen, Zufriedenheit und Zustimmung zu fühlen ob Harold zerstört und bestraft wurde in der Hölle oder ob er aus dem Feuer entrissen und zum Himmel genommen wurde. Wir werden unsere Ewigkeit nicht in endloser Reue und Bedauern leben. Wir werden der Weisheit und Gerechtigkeit des lebendigen Gottes zustimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dort lässt man die Leute. Ob sie Hoffnung finden, hängt davon ab wie stark sie in die souveräne Weisheit und Güte Gottes vertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Was ist mit der Person die ihre Notwendigkeit für das Evangelium kennt und fühlt aber einfach nicht von ihren Sünden los zukommen scheint?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus verwendete Sprache, die uns glauben lässt, dass die Gefahr für sie groß ist. Er sagte, wer auf eine Frau mit Verlangen blickt, hat in seinem Herzen Ehebruch begangen. Und &amp;quot;Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlass zur Sünde gibt, dann reiß es aus, weil es besser ist, eines deiner Mitglieder zu verlieren als für den ganzen Körper in die Hölle geworfen zu werden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also warnt Jesus von der Hölle als Folge dessen nicht ernsthaft mit der Sünde gekämpft zu haben. Ich sage es vorsichtig, weil ich möchte nicht sagen, dass Matthäus 5:30 beweist, dass wenn Sie wieder in Geilheit verfallen, dann gehen Sie in die Hölle. Was es bedeutet, ist, dass Sie die Sünde ernst nehmen müssen bis zum Punkt Ihr Auge herauszureißen oder Ihre Hand abzuschneiden. (Jesus meint das nicht wörtlich. Ihr rechtes Auge auszustechen würde das Problem nicht lösen da Sie immer noch das Linke hätten. Mit dieser Sprache konnotiert Jesus einfach wie ernst der Kampf ist.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also für die Person, die so mit Sünde kämpft, würde ich sagen, dass das Evangelium gerade für versagende, unvollkommene Menschen existiert. Glauben Sie also nicht, dass Perfektion in diesem Leben erforderlich ist für Sie in den Himmel zu kommen. Jesus ist die Perfektion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch, werden Sie besser nicht zu nachlässig in Bezug auf die Kriegsführung gegen Ihre Sünde. &amp;quot;Töten Sie die Sünde oder es wird Sie töten,&amp;quot; sagte John Owen. Nehmen Sie den Kampf auf und tun Sie - durch den Heiligen Geist - alles was Sie tun können. Und dann werfen Sie sich jeden Tag auf die Barmherzigkeit Gottes in Christus.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Im_Ehebund_die_Gleichf%C3%B6rmigkeit_mit_Christus_verfolgen</id>
		<title>Im Ehebund die Gleichförmigkeit mit Christus verfolgen</title>
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				<updated>2021-04-07T20:53:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Marriage: Pursuing Conformity to Christ in the Covenant}}&amp;lt;br&amp;gt;  '''Epheser 5,21-33 (ELB)'''  &amp;lt;blockquote&amp;gt;21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Marriage: Pursuing Conformity to Christ in the Covenant}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Epheser 5,21-33 (ELB)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, 22 die Frauen den eigenen Männern als dem Herrn! 23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist, er als der Retter des Leibes. 24 Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem. 25 Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, 26 um sie zu heiligen, ⟨sie⟩ reinigend durch das Wasserbad im Wort, 27 damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen hat, sondern dass sie heilig und tadellos ist. 28 So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. 29 Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, wie auch der Christus die Gemeinde. 30 Denn wir sind Glieder seines Leibes. 31 »Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.« 32 Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde. 33 Jedenfalls auch ihr – jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber, dass sie Ehrfurcht vor dem Mann habe!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Auf Gnade gegründet'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann nicht oft genug sagen, dass Ehe ein Bild für Christus und die Gemeinde ist. Das ist, was Noël ([John Pipers Ehefrau]; Einfügung des Übersetzers) sagte. Einer der Gründe, weshalb sie richtig liegt, ist, dass dadurch veranschaulicht wird, dass Ehe auf Gnade basiert ist. Christus geht seiner Braut, der Gemeinde, durch Gnade nach, erkauft sie für sich durch Gnade, erhält sie durch Gnade und vollendet sie nach Seiner Gnade. Wir verdienen nichts dergleichen. Wir verdienen Gericht. Alles ist auf Gnade gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Gnade – die Menschen besser behandeln, als sie es verdienen'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit zwei Wochen betonen wir, dass diese Gnade Ehemänner und -frauen dazu ermächtigt, durch Vergebung und Nachsicht ihren Bund zu erhalten. In dieser Betonung liegt das Herz dessen, was Gnade ist: Menschen besser behandeln, als sie es verdienen. Das ist eines der Kernstücke christlicher Ethik: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;27 Aber euch, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; 28 segnet, die euch fluchen; betet für die, die euch beleidigen! 29 Dem, der dich auf die Backe schlägt, biete auch die andere dar; und dem, der dir den Mantel nimmt, verweigere auch das Untergewand nicht! … 35 Doch liebt eure Feinde, und tut Gutes, und leiht, ohne etwas wieder zu erhoffen! Und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! (Lukas 6,27-29.35-36)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Befehle hören nicht auf, Jesu Befehle zu sein, wenn wir heiraten. Wenn wir Böses mit Gutem vergelten sollen, wie viel mehr gilt dies in der Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Gnade – die Kraft, Sünde zu lassen'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist, was wir bisher verdeutlichten, indem wir sagten, dass Ehe auf Gottes Gnade für uns gegründet ist. Aber jetzt möchte ich eine andere Wahrheit über Gnade hervorheben. Sie gibt nicht nur Kraft, es zu ertragen, wenn jemand an dir sündigt, sondern auch, mit dem Sündigen aufzuhören. Im Hinblick auf die Unterstreichung der Wichtigkeit des Vergebens und Nachsehens, könntest du den Eindruck bekommen, dass sich keine unserer sündigen Charakterzüge oder störenden Eigenheiten jemals verändern könnten – oder sollten. Deswegen sei alles, was wir tun könnten, zu verzeihen oder Nachsicht walten zu lassen. Aber was ich heute versuche, in der Schrift zu zeigen, ist, dass Gott nicht nur Gnade gibt, zu vergeben und nachzusehen, sondern auch Veränderungen zu bewirken, sodass weniger Vergebung und Nachsicht von Nöten sind. Das ist auch eine Gnadengabe. Gnade vermag nicht nur Böses mit Gutem zu vergelten, sondern auch, weniger Böses zu tun. Sogar, weniger störend zu sein. Gnade bewirkt in dir, dich zur Ehre Christi und für die Freude deines Ehepartners verändern zu wollen. Und Gnade ist die Kraft, dies zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Der Weg des Evangeliums zur Konfrontation'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber du könntest sagen, dass wir auf einem umständlichen Weg zu jener Erkenntnis gelangt sind. Die Betonung von Vergebung und Nachsicht kam zuerst, weil sie das grundlegende und felsenfeste Fundament für Veränderung darstellt. Mit anderen Worten: Widerstandsfähige eheliche Hingabe, die auf Gnade gründet, gibt Sicherheit und Hoffnung dort, wo der Ruf nach Veränderung gehört werden kann, ohne wie ein Drohwort zu klingen. Nur wenn eine Ehefrau oder ein Ehemann fühlt, dass der andere sich ganz hingibt – sogar wenn er oder sie sich nicht ändert – nur dann kann sich der Ruf nach Veränderung weniger nach einem Befehl und eher als Gnade anfühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bemerke ich heute nachdrücklich, dass die Ehe nicht statisch – keine Veränderung, nur Ausdauer – sein sollte und, so Gott will, nicht sein muss. [Aber] (Einfügung des Übersetzers) selbst das ist in Gottes Augen besser als Scheidung, und hat eine Ehre für sich. Jedoch ist das nicht das beste Bild für Christus und die Gemeinde. Ja, Ausdauer sagt die Wahrheit über Christus und die Gemeinde. Aber der Unwille, sich zu verändern, nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Epheser 5,21-27: Jenseits von Vergebung und Langmut'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bringt uns zu unserem Text: nur drei Verse aus Epheser 5. Betrachte die Implikationen von Epheser 5,21-27 über die Ehe als ‚,Das Streben nach Gleichförmigkeit mit Christus im Ehebund‘‘.  Höre, wie uns diese Verse jenseits von Vergebung und Langmut bringen. Höre, in welcher Weise Ehemänner ihre Frauen zu lieben haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;25 Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, 26 um sie zu heiligen, ⟨sie⟩ reinigend durch das Wasserbad im Wort, 27 damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen hat, sondern dass sie heilig und tadellos ist.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Ehemänner verändern ihre Frauen'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Christi Beziehung zur Gemeinde trachtet Er klar nach der Umwandlung Seiner Braut, sodass sie moralisch und geistlich schön wird. Und er trachtet danach auf Kosten Seines Lebens. Lasst uns einen Moment über die Andeutungen dieser Passage nachdenken, wie ein Ehemann mit der Perspektive, seine Frau zu verändern, denkt und handelt. Wir werden zur Sehnsucht der Ehefrau, ihren Mann zu ändern, in ein paar Minuten kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Implikation ist, dass der Ehemann, der Christus liebt, eine einzigartige Verantwortung für das moralische und geistliche Wachstum seiner Frau trägt – was bedeutet, dass es nach Gottes Willen nach einiger Zeit Veränderung geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Auf gefährlichem Terrain wandeln'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich realisiere an diesem Punkt – unwichtig, wie ich dazu komme – , dass ich mich auf gefährlichem Terrain befinde. Ich könnte direkt in die Hände eines selbstsüchtigen, engstirnigen, kontrollierenden Ehemanns spielen, der keinen Sinn für bereichernde Unterschiede zwischen ihm und seiner Frau und geistliche Schwachstellen oder Mängel, die verändert werden sollten, hat. Jener Mann würde wahrscheinlich das, was ich sage, zur Vollmacht verdrehen, jeden Aspekt des Verhaltens seiner Frau                                                 zu kontrollieren, und der Maßstab dessen, nach dem er trachtet, würde an seinen eigenen selbstsüchtigen Wünschen – in geistliche Sprache verhüllt – gemessen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch leitet uns ein ehrlicher Blick auf den Text nicht dahin. Er leitet uns zu einer sehr anderen Haltung. Beachte diese drei Beobachtungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1) Der Ehemann ist wie Christus, nicht Christus'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ehemann ist ''wie'' Christus, was heißt, dass er ''nicht'' Christus ist. Vers 23: ,,Denn der Mann ist das Haupt der Frau, ''wie'' auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist, er als der Retter des Leibes.‘‘ Das Wort ''wie'' heißt nicht, dass der Mann Christus in jeder Facette ähnelt. Der Ehemann ist begrenzt in seiner Stärke, nicht allmächtig wie Christus. Der Ehemann ist begrenzt und fehlbar in seiner Weisheit, nicht allweise wie Christus. Der Ehemann ist sündhaft, nicht vollkommen wie Christus. Deswegen wagen wir Ehemänner es nicht, anzunehmen, wir wären unfehlbar. Wir können uns darin irren, was wir gerne in unseren Ehefrauen verändert sehen wollen. Das ist die erste Beobachtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2) Gleichförmigkeit mit Christus, nicht mit dem Ehemann'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ziel der Sehnsucht des gottesfürchtigen Ehemanns nach Veränderung in seiner Frau ist Gleichförmigkeit mit Christus, nicht mit sich selbst. Beachte die Schlüsselwörter in den Versen 26 und 27. Vers 26: um sie zu ,,heiligen‘‘. Vers 27: damit er die Gemeinde sich selbst ,,verherrlicht‘‘ darstellte. Vers 27 noch einmal: dass sie ,,heilig und tadellos‘‘ ist. Diese Wörter implizieren, dass unsere Wünsche für unsere Ehefrauen an Gottes Maßstab für Heiligkeit gemessen werden, nicht an der Richtlinie unserer bloßen persönlichen Vorlieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3) Für die Ehefrau sterben'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Beobachtung ist die Wichtigste: Worauf Paulus die Aufmerksamkeit setzt, ist erstaunlicherweise die Art, wie Christus der Umwandlung seiner Braut nachgeht: Er stirbt für sie. Verse 25-26: ,,Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen, ⟨sie⟩ reinigend durch das Wasserbad im Wort,‘‘. Das ist das Radikalste, das jemals zu einem Ehemann gesagt wurde oder werden konnte, und zwar, wie er seine Frau zur Gleichförmigkeit mit Christus im Ehebund führt. Männer, trachten wir nach ihrer Gleichförmigkeit mit Christus, indem wir sie herumkommandieren oder indem wir für sie sterben? Sind wir selbsterhöhend oder selbstverneinend, wenn wir sie leiten? Zeigt sich Geringachtung oder Barmherzigkeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist ein Mann in allen diesen Wegen liebend und weise wie Christus, wird sich das Verlangen nach der Umwandelung seiner Frau – für eine demütige Frau – so anfühlen, als wenn er ihr dient und sie nicht demütigt. Christus trachtet zweifellos nach dem Wachstum seiner Braut in Heiligkeit. Aber er starb, um dies zu herbeizuführen. Brüder, regiert dementsprechend eure Sehnsucht nach der Veränderung euer Frau durch den selbstlosen Tod Christi. Möge Gott uns die Demut und den Mut geben, unsere Methoden an dem Leiden Christi zu messen. (Siehe Titus 2,14; Offenbarung 19,7.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Ehefrauen, die ihrer Männer verändern'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenden wir uns nun dem Wunsch der Frauen zu, ihre Ehemänner zu verändern. Dies ist keine Botschaft über Leitung und Unterordnung. Aber um die Aussagen zu treffen, die ich mache, möchte ich anreißen, was Führung und Unterordnung ''nicht'' sind. Ich habe bereits erwähnt, dass die Leitung des Ehemannes nicht identisch mit Christi Führung ist. Sie ist ''wie'' Seine. Gleicherweise ist deshalb die Unterordnung der Ehefrau unter ihren Mann nicht gleichzusetzen mit der unter Christus. Sie ist wie die Unterordnung unter Christus. In Vers 22 (SLT): ,,Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn;‘‘, das Wort als bedeutet nicht, dass der Ehemann und Christus dieselben sind. Christus ist der Höchste, der Ehemann nicht. Ihre Treue gilt zuallererst Christus, nicht uneingeschränkt dem Mann. Dann wird sie sich in einer Position befinden, in der es kein Verrat oder Götzendienst ist, sich dem Mann unterzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies impliziert unter anderem, dass die Frau die Notwendigkeit der Veränderung ihres Ehemanns sehen wird. Und sie kann und sollte nach der Umwandlung ihrer Mannes trachten, sogar derweilen sie ihn als ihr Haupt respektiert – als ihren Leiter, Beschützer und Versorger. Es gibt einige weitere Gründe, weshalb ich dies sage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1) Gebet: Eine Anfrage auf Veränderung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer ist die Funktion des Gebets in der Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde. Eine Frau steht in Beziehung zu Christus wie es die Gemeinde tun sollte. Die Gemeinde betet zu Christus – oder zu Gott, dem Vater, durch Christus. Wenn die Gemeinde zu ihrem Ehemann ([Jesus]; Einfügung des Übersetzers) betet, bittet sie ihn, Dinge in einer bestimmten Weise zu tun. Wenn wir krank sind, bitten wir Ihn um Heilung. Sind wir hungrig, bitten wir für unser täglich Brot. Sind wir verloren, bitten wir um Führung. Und so weiter. Da wir an Christi absolute Souveränität, alle Dinge zu regieren, glauben, schauen wir auf die gegenwärtige, von Gott bestimmte Situation, und bitten Ihn um Veränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schaffe hier nur eine Analogie, keinen exakten Vergleich. Die Gemeinde ,,konfrontiert‘‘ Jesus nie mit seiner Unvollkommenheit. Er besitzt keine Unvollkommenheiten. Dennoch erstreben wir von Ihm Veränderungen in der Situation, die Er herbeigeführt hat. Das ist Bittgebet. Derhalben werden Frauen auf dieser Analogie ihre Männer bitten, dass einige Dinge, die sie tun, verändert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2) Alle Ehemänner benötigen Veränderung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Hauptgrund, weshalb wir sagen können, dass Frauen nach der Transformation ihrer Männer streben können und sollen, ist, dass Männer Christus in der Beziehung zu ihren Frauen nur ähnlich sind. Wir sind nicht Christus. Und einer der Hauptunterschiede ist, dass wir Ehemänner uns verändern müssen, Christus nicht. Wir sind wie Christus in der Beziehung, aber wir sind nicht Christus. Anders als Christus sind wir sündhaft und begrenzt und fehlbar. Wir müssen uns verändern. Das ist eindeutige und universelle neutestamentliche Lehre. Alle Männer und Frauen müssen sich wandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3) Ehefrauen sind liebevolle Schwestern in Christus'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer zu berücksichtigender Faktor ist, dass Ehefrauen nicht nur Ehefrauen, sondern – in Christus – auch liebevolle Schwestern sind. Es gibt eine einzigartige Weise für eine gehorsame Ehefrau, eine fürsorgliche Schwester für ihren unvollkommenen Bruder-Ehemann zu sein. Sie wird in seinem Fall z.B. von Zeit zu Zeit Galater 6,1 folgen: ,,Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. […]‘‘. Sie wird das für ihn tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nicht nur Galater 6,1, sondern genauso auch andere Passagen. Zum Beispiel werden beide – der geistliche Ehemann und die geistliche Ehefrau - , wenn es nötig ist, Matthäus 18,15 gehorchen; sie werden dies in einem einzigartigen Auftreten, das von Führung und Unterordnung geprägt ist, erfüllen: ,,Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! […]‘‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Die Gefahr des Nörgelns'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese Dinge müssen ausbalanciert ablaufen, da die Gefahr des Nörgelns besteht. Es ist traurig, wenn sich eine Frau von ihrem Mann ersehnt, dass er hervortritt und die Verantwortung der geistlichen Führung der Familie auf sich nimmt, und er dies nicht tut. Wir werden weiter darüber nächste Woche reden. Ab das Wort ''nörgeln'' bzw. ''meckern'' existiert im Deutschen, um uns davor zu warnen, dass es so etwas wie übermäßige Ermahnung gibt. Der Apostel Paulus warnt davor mit eindringlichen Worten in 1. Petrus 3,1. Er sagt: ,,Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel der Frauen gewonnen werden,‘‘. Der Auszug handelt zwar von ungläubigen Ehemännern, aber das Prinzip lässt sich breiter anwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass das bedeutet, dass eine Ehefrau nicht zu ihrem Ehemann sprechen kann. Aber sicherlich bedeutet es, dass es eine Art von Sprechen gibt, die kontraproduktiv ist. ,,[O]hne Wort‘‘ heißt, belästige ihn nicht. Nörgele nicht an ihm. Sei so schlau wie eine Schlange und so unschuldig wie eine Taube: Prüfe, ob irgendein Wort gehört werden würde. Hauptsächlich sagt Petrus, ihn durch dein respektvolles und reines Verhalten zu gewinnen (1. Petrus 3,2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Christus starb, um Wandel zu ermöglichen'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lässt uns zu unserem Text, was Paulus zu den Ehemännern sagte, zurückkommen. Verse 25-26: ,,Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen, […]‘‘. Nicht nur die Frauen streben danach, ihren Männer durch ihr Verhalten zu gewinnen. Das ist das grundlegende Mittel, wie Christus die Gemeinde gewann. Er starb für sie. Dementsprechend gewinnen Ehefrauen ihre Männer hauptsächlich durch ein Leben in aufopfernder Liebe, und Ehemänner gewinnen ihre Frauen vor allem durch ein Leben in aufopfernder Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Vergebung und Nachsicht bewirken Veränderung'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du anhältst und darüber nachdenkst, bedeutet es, dass sich alles, was ich in den beiden letzten Wochen über vergeben und nachsehen geredet habe, nicht als bloßes Ertragen dessen, was sich nicht ändern wird, erweist, sondern als Verändern mithilfe aufopfernder, liebevoller Ausdauer. Weniges hat einen größeren verändernden Einfluss auf einen Ehemann oder eine Ehefrau, als langmütige, vergebende Opfer der Liebe für den Ehepartner. Es gibt Raum für Konfrontation. Es gibt Raum für das Streben nach Ebenbildlichkeit mit Christus im Bund der Ehe. Leben besteht nicht nur aus Vergebung und Nachsicht. Wirkliche Veränderung kann geschehen. Wirkliche Veränderung sollte geschehen. Christus starb, um es zu ermöglichen. Und er ruft uns, Ehemänner und Ehefrauen, so zu lieben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Jesus_Versteht_Einsamkeit</id>
		<title>Jesus Versteht Einsamkeit</title>
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				<updated>2021-03-08T20:29:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Jesus Understands Loneliness}}&amp;lt;br&amp;gt;  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;„Er wurde verachtet und gemieden von den Menschen, denn er war von Schmerzen und Krankheit gezeichnet.…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Jesus Understands Loneliness}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;„Er wurde verachtet und gemieden von den Menschen, denn er war von Schmerzen und Krankheit gezeichnet.“ (Jesaja 53:3)&amp;lt;/i&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal fühlen wir uns allein in der Welt. Jesus versteht dieses Gefühl. In einem sehr menschlichen Sinne war er allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich vor, wie das Leben in dieser Welt für Jesus war. Er war ohne Sünde (Hebräer 4:15). Das klingt vielleicht nach einem angenehmen Problem. Ich glaube nicht. Ich glaube, es war quälend. Petrus beschrieb die Erfahrung des sündigen Lot in Sodom als Tag für Tag gequält durch die „gesetzlosen Taten, die er sah und hörte“ (2. Petrus 2:8). Wie viel schlimmer war es für den sündlosen Jesus in einer Welt der Sünde zu leben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich vor, wie seine Kindheit war. Er wäre seltsam gewesen. Bestimmt stach er moralisch hervor wie ein wunder Daumen, der nie ganz in irgendeiner Gruppe passte, nicht einmal in seiner eigenen Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst seine liebevollen Eltern hätten ihn nicht ganz verstanden. Sie hätten ihn auch nicht vor den stechenden Bemerkungen und grausamer Verspottung anderer, über seiner unbeschmutzten Fremdheit, schützen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich frage mich, wie viel von seinen Geschwistern kam? Seine Brüder und Schwestern (Matthäus 13:55-56) wären um ihn herum immer gehemmter geworden, sich ihrer eigenen sündigen, selbst-besessenen Motive und Verhaltensweisen bewusst, während sie bemerkten, dass Jesus selbst keine zu zeigen schien. Welche Missgunst entstand? Alles war nicht harmonisch, weil Jesu eigene Brüder nicht an ihn glaubten (John 7:5), möglicherweise bis nach seiner Auferstehung (Apg 1:14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus war eine sündlose Person, die mit sündigen Eltern, sündigen Geschwistern, sündigen Verwandten und sündigen Nachbarn lebte. Niemand auf der Erde konnte sich mit ihm identifizieren. Kein Mensch konnte einen Arm um ihn legen, als er in Tränen saß und sagen: &amp;quot;Ich weiß genau, was du durchmachst.&amp;quot; Seine Trauer und Qual (Jesaja 53:3) begann weit vor Gethsemane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Einsamkeit Jesu erreichte ihren Höhepunkt in dem Moment, als er für uns Sünde wurde (2. Korinther 5:21) am Kreuz und von seinem Vater „verlassen“ wurde (Matthäus 27:46). Zuerst wurde er durch Sündlosigkeit entfremdet und dann entfremdet indem er Sünde wurde. Jesus kannte höchste Ablehnung und Einsamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das macht ihn perfekt geeignet, um Ihre zu verstehen. Er ist ein Hohepriester, der mit dieser Schwäche sympathisieren kann (Hebräer 4:15).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Jesus versteht nicht nur Ihre Einsamkeit; er zerstört sie. Weil er für Sie gestorben ist, sind Sie nicht mehr wirklich ein Fremder, sondern Sie sind Mitbürger der Heiligen und ein Mitglied der Familie Gottes (Epheser 2:19). Weil Jesus von Gott und den Menschen entfremdet war, werden Sie die volle Familiengemeinschaft Gottes und aller seiner erlösten Heiligen für immer genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind Gottes, Ihre Einsamkeit vergeht. Der Tag naht, an dem Sie erkennen werden, wie Sie vollständig erkannt worden sind (1. Korinther 13:12). Und die verblassende Einsamkeit, die Sie immer noch fühlen, versteht Jesus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So „nähert euch vertrauensvoll dem Thron der Gnade, damit ihr Barmherzigkeit empfangt und Gnade findet, um zu helfen“, mit jeder einsamen Not (Hebräer 4:16).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Woran_werden_wir_uns_im_Himmel_erinnern%3F</id>
		<title>Woran werden wir uns im Himmel erinnern?</title>
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				<updated>2021-02-17T20:45:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|What will we remember in heaven?}}&amp;lt;br&amp;gt;  Ein Freund schrieb mir und stellte mir eine Frage über Jesaja 65,17, wo geschrieben steht: ‚,Denn siehe, ich sch…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|What will we remember in heaven?}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Freund schrieb mir und stellte mir eine Frage über Jesaja 65,17, wo geschrieben steht: ‚,Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und an das Frühere wird man nicht mehr denken, und es wird nicht mehr in den Sinn kommen.‘‘ (ELB). Er fragte: ‚,Denkst du, dass dieser Vers bedeutet, dass wenn wir im Himmel sind, es absolut keine Erinnerungen mehr an den früheren Himmel und die frühere Erde geben wird? Und wenn ja, glaubst du, das könnte auch heißen, dass alle Erinnerungen von diesem Leben verschwinden werden?‘‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgendes antwortete ich ihm:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, dieser Vers bedeutet nicht, dass es gar keine Erinnerungen im Himmel und im künftigen Zeitalter gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Beachte die Parallele zwischen ‚,das Frühere‘‘ in Vers 17 und ‚,die früheren  Nöte‘‘ in Vers 16. In Vers 16 steht: ‚,Daher, wer sich im Land segnet, wird sich bei dem Gott der Treue segnen, und wer im Land schwört, wird bei dem Gott der Treue schwören. Denn die früheren Nöte sind vergessen und vor meinen Augen verborgen.‘‘ Die starke Ähnlichkeit zwischen ‚,die früheren Nöte‘‘ in Vers 16 und ‚,das Frühere‘‘ in Vers 17 bewegt mich zur Annahme, dass ‚,das Frühere‘‘ nicht alle Dinge umschließt, sondern nur die, die uns Leiden und Pein bereiten würden, wenn wir auf sie zurückblickten. Und wir werden im zukünftigen Zeitalter keinen Kummer haben. ‚,Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.‘‘ (Offenbarung 21,4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Das Buch der Offenbarung besagt, dass wir im Himmel das Lied des Lammes und das Lied Moses singen werden (Offenbarung 15,3), welches ein Lied über die vergangene Zeit ist. Wenn wir also über Gottes große Werke in der Geschichte singen werden, können wir diese nicht vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt da einen Haken. Die Kreuzigung des Lammes gehört zu der ''Trauer'' und den ''Leiden'' dieser Welt. Sie war grauenvoll. Dementsprechend scheint es zu den Dingen zu gehören, an die es keine Erinnerungen mehr gibt – die Kreuzigung war so voller Schmerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit komme ich zu meinem Fazit: Zwischen dem, was wir vergessen und dem, woran wir uns erinnern werden, liegt nicht eine simple Unterscheidung von Gut und Böse. Eher wird dies an dem, was unsere Freude an Gott maximiert, gemessen. Wenn die Erinnerung an eine Sache die Anbetung Gottes steigert, werden wir uns an diese Sache erinnern. Behindert sie die Anbetung, werden wir sie vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analog betrachte Folgendes: Paulus sagt in Philipper 3,13-14: ‚,[…]; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.‘‘ Paulus befiehlt also anscheinend, die Vergangenheit zu ‚,vergesse[n]‘‘. In Epheser 2,11-12 sagt er jedoch: ‚,Deshalb denkt daran, dass ihr, einst aus den Nationen dem Fleisch nach – […] – zu jener Zeit ohne Christus wart, [...].‘‘ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also noch einmal – während ich versuche, zu erkennen, was der Erinnerung bleibt und was vergessen wird, antworte ich: Du wirst dich an das erinnern, was deine Liebe für Christus und deinen Eifer, zu gehorchen, stärkt und das vergessen, was deinen Willen, ihm freudig nachzufolgen, lähmt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Gehorsam_gegen%C3%BCberGott_wird_dich_klug_machen</id>
		<title>Gehorsam gegenüberGott wird dich klug machen</title>
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				<updated>2021-02-05T19:16:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Obeying God Will Make You Wise}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unsere Kinder noch klein waren, bestanden unsere Tage fast ausschließlich aus regelmäßigen Befehlen und Routinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mittagsschlaf folgte auf das Mittagessen. Die Betten mussten gemacht werden, Zähne mussten geputzt werden und die Haare mussten vor der Schule einen Kamm über sich ergehen lassen. Snacks waren für die Pausen bestimmt und nicht zum Naschen zwischendurch. Mit viel Gebet und Gesang kamen wir durch die Tage, an denen die Schränke ausgeräumt wurden und man lernen musste, sie wieder einzuräumen. Wir lasen Bücher vor der Schlafenszeit und lernten Verse am Morgen. Ich kann mich kaum an einen Moment erinnern, an dem ich keine Anweisungen auf meiner Zunge hatte. „Stell Deine Stiefel bitte in den Schrank!&amp;quot; „Marker sind für das Papier, nicht für die Tische!&amp;quot; „Das Essen bleibt auf deinem Teller!&amp;quot; „Geht nach draußen und fahrt bis zum Abendbrot mit dem Rad.&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Anweisungen und Routinen waren kein in Stein gemeißeltes Gesetz - vieles hat sich geändert oder es gab keine Notwendigkeit mehr dafür - aber sie waren speziell in der Baby-, Kleinkind- und frühen Schulzeit hilfreich. Zur Elternzeit waren diese Regeln überaus sinnvoll. Sie dienten dem Wohl unserer Kinder, nicht zu deren Übel. Wir waren keine diktatorischen Spielverderber, vielmehr setzten wir Grenzen zum Gedeih unserer Kinder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Gesetze der Liebe &amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Befehle und Grenzen waren ein aufrichtiger (und unvollkommener) Ausdruck unserer Liebe zu ihnen. Wenn wir von unseren Kindern verlangen, Routineaufgaben zu machen, zu lernen oder dass sie ihre Instrumente spielen sollen, verlangen wir Tätigkeiten, die später gewissenhafte und kluge Erwachsene aus ihnen machen. Und so ist es mit Gott.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gottes Gebote sind Ausdruck der Liebe. Z.B. als Gott sein Volk aus Ägypten herausführte, hatte er sehr viele Anweisungen für sie. Nachdem sie an diese Befehle erinnert wurden, sagte Moses ihnen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Siehe, ich habe euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie der HERR mein Gott, mir geboten hat, damit ihr danach handelt mitten in dem Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen. So bewahrt und tut sie! Denn das ist eure Weisheit und eure Einsicht in den Augen der Völker.“ (5. Mose 4,5-6)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die Gehorsamkeit der Israeliten ist ihre Weisheit und Erkenntnis. Ihre Gehorsamkeit würde sie in der Welt als klug hervorheben und mit der Zeit würde er ihnen Weisheit lehren. Und dennoch, durch all die Wüste, weigerte sich Gottes Volk seine Gebote zu halten und zu tun, oft gingen sie ihre eigenen Wege, denn sie glaubten besser als Gott zu wissen, was für sie das Beste wäre.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wer weiß es besser als Gott?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst zu glauben, klug zu sein, getrennt vom Gehorsam gegenüber Gott, ist die größte Sünde des menschlichen Herzens. Das ist das Wesen des Stolzes. Wenn wir kundtun, dass wir klüger als Gott sind, indem wir seine Gebote bewerten und abwägen, um zu schauen, ob sie uns passen oder abschätzen, ob diese klug sind oder nicht, härten wir den nassen Zement der Torheit Aber wenn wir im Glauben seine Gebote empfangen und befolgen, werden unsere Herzen und unsere Seelen mit Weisheit erfüllt. Seine Weisungen bringen uns Weisheit und Erkenntnis. Betrachte Evas Torheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Da sagte die Schlange zur Frau: „Keineswegs werdet ihr sterben. Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses.&amp;quot; Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Nahrung und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß. Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. 1. Mose 3,4-7.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evas Torheit bestand darin, dass sie ihr eigenes Urteilsvermögen benutzte, anstatt Gott zu gehorchen. Sie nahm es auf sich, um die Weisheit oder Torheit von Gottes Regeln zu bewerten. Sie bewertete die Frucht des Baumes und gebrauchte dafür ihre eigene Weisheit: sie war gut zu essen, sie war ein Vergnügen für die Augen und ironischerweise wurde sie ausgewählt, um klug zu machen. Eva, mit ihrer eigenen Weisheit, suchte den Weg der Weisheit über die verbotene Frucht und verweigerte die Anweisungen ihres Schöpfers - Anweisungen, die sie zu wahrer Weisheit führen würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weil ich es sage ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es dir wie mir geht, obgleich du dich selbst wundern magst. „Wenn Eva nicht ihre eigene Urteilskraft zur Bewertung von etwas anderem nutzen sollte, was ist dann die Grundlage für ihr Gehorsam gegenüber jemand anderen? Würdest du sagen, sie sollte einfach blind anderen gehorchen?&amp;quot; Nein, sie sollte nicht anderen blind vertrauen. Mit Augen, die ihren Schöpfer anschauen, sollte sie ihrem Herrn vollkommen vertrauen - dem einen, der alle Himmel und die Erde geschaffen hat, dem einen, dem alle Weisheit und Erkenntnis ist, dem einen, der sie schuf, sie kannte und für sie sorgte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen die Dynamik in einem gottesfürchtigen christlichen Haus. Wenn Kinder sich gegen kleinere Anweisungen aus dem Mund ihres Vaters oder ihrer Mutter auflehnen und sagen: „Warum sollte ich das tun?&amp;quot; die wahrste Aussage, die ein liebender Vater oder Mutter erwidern kann, ist: „Weil ich es sage.&amp;quot; Das bedeutet nicht, dass sie nichts Weiteres dazu sagen sollen oder dass die Eltern perfekt sind oder dass jede einzelne Sache, die ein Vater oder eine Mutter von seinem Kind verlangt so gut ist, wie es nur sein kann. Es bedeutet, dass Kinder gehorchen sollten, weil der Ursprung der Anweisungen von einem Vater oder einer Mutter kommt, welche sie lieben, älter und klüger als sie sind und für sie das Beste im Sinn haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder gehorchen nicht, weil sie die Gründe für Bildschirmzeiten und Zu-Bett-Geh-Ritualen vollkommen verstehen - sie gehorchen einfach der befehlenden Person. Und desto mehr sie lernen, ihren Eltern mit Freude und Vertrauen zu gehorchen, desto mehr erfassen sie die Weisheit dieser Befehle. So ist es für uns mit Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gehorsam aus Glauben ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen bestätigen durch das Wirken des Heiligen Geistes, dass wir in uns nicht wissen, was das Beste für uns ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jesus ans Kreuz ging, wurde er unser Stellvertreter - er wurde uns zuliebe und an unserer Stelle bestraft. Er, der keine Sünde kannte, wurde für uns zur Sünde, „damit wir Gottes Gerechtigkeit wurden in ihm.&amp;quot; (2. Korinther 5,21). Aber diese Vertretung geht weiter. Durch die Torheit des Kreuzes, wurde Christus uns zur Weisheit (1. Korinther 1,30). Er erduldete die Torheit des Kreuzes, damit Gott die Weisheit der Weisen zerstöre, den Verstand der Verständigen verwerfe und uns wahrhaft weise mache in Christus (1. Korinther 1,19; 2,16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus befiehlt: „Glaubt an Gott, glaubt auch an mich&amp;quot; (Johannes 14,1). Wie befolgen wir einen solchen Befehl? Wie kann unser Ohr diesem Befehl folgen? Wie agieren wir anders als es Eva tat, als sie sich entschied, ihr eigenes Urteil über das von Gott zu stellen. Wir tun es durch das „Glaubensgehorsam&amp;quot; (Römer 16,26). Gott gibt das freie Geschenk des Glaubens (Johannes 3,7-8), die übernatürliche Fähigkeit zu glauben und dieser Glaube bringt unseren Gehorsam gegenüber seinen Geboten hervor. John Piper sagt über den Glaubensgehorsam:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Das ist das ultimative Ziel des Evangeliums: das Evangelium weckt und stärkt den Glauben, der zur Übereinstimmung mit Christus führt, und die Herrlichkeit Gottes zeigt…. Sollte es irgendwelche Menschengruppen auf der Erde geben, bei denen der Glaube an Jesus Christus zu keiner Übereinstimmung mit Jesus Christus führt, dann ist Gottes Absicht für das Evangelium nicht vollständig („Befehle Gottes&amp;quot;).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrer Glaube erzeugt wahren Gehorsam, unsere Übereinstimmung mit Christus und dann, durch diesen Gehorsam, wachsen wir in Verständnis und Einsicht. Wir sehen die liebende Weisheit in dem, was er uns befohlen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie Gehorsam Weisheit hervorbringt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glaubenserfüllter Gehorsam sieht den Befehlsgeber in all seiner Gerechtigkeit, Güte, Souveränität und Kraft und vertraut, dass die Worte, die aus seinem Mund kommen besser sind als das, was von uns kommt - selbst wenn wir sie nicht verstehen. Durch diesen glaubenserfüllten Gehorsam lernen wir Gottes perfekte Urteile, Befehle und Weisheiten gegen unser krankes Verständnis der Dinge zu ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich älter wurde, verlangten unsere Eltern von uns, die Küche nach dem Abendessen sauberzumachen. Wenn ich anfing, mich über die zu bewältigenden Aufgaben zu beschweren, sagte mein Vater jedes Mal das gleiche zu mir: „Du musst nicht abwaschen, Abigail, du darfst.&amp;quot; „Du musst nicht den Tresen abwischen, du darfst.&amp;quot; „Bist Du nicht dankbar, dass wir zu Essen haben und eine Küche, die wir putzen können?&amp;quot; Somit grummelte ich innerlich ein bisschen und gehorchte meinem Vater.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich größer wurde und weiter (unvollkommen) gehorchte und tat, was er verlangte, bemerkte ich, dass seine Haltung von eher „dürfen&amp;quot; als „müssen&amp;quot; sich auf jeden Lebensbereich ausweitete. An Donnerstagabenden musste er Rechnungen bezahlen. Ich erinnere mich daran, dass ich ihn fragte, ob er es verabscheute, so viele Rechnungen in der Post zu haben. Denn es schien so, dass nur Rechnungen in der Post waren. Er sagte zu mir: „Nein, Ich bin dankbar, dass ich meine Rechnungen bezahlen darf.&amp;quot; Das Gleiche sagte er beim Bezahlen der Steuerschulden. Das galt auch, wenn er als Bereitschaftsarzt mitten in der Nacht aufstehen musste. Und für das Ausputzen seiner Werkbank in den verborgensten Winkeln unseres Kellers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar zu Teenagerzeiten waren meine Augen für die Weisheit meiner Eltern geöffnet, die von mir verlangten. nach dem Abendessen zu putzen. Durch Gehorsam lernte ich die Weisheit einer „Darf&amp;quot;-Haltung gegenüber einer widerwilligen „Muss&amp;quot;-Haltung kennen. Das wurde nicht bloß durch Befehle allein klar, sondern durch miterlebende und erfahrende Weisheit im Gehorsam.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir in unserem Gehorsam zu Gott wachsen - indem alle Reichtümer und Erkenntnis wohnt, erfreut sich Gott unsere Weisheit und Verstehen zu vermehren, so dass alles, was er befiehlt, immer mehr Sinn für uns macht. Wenn das passiert, wird er nicht nur herrlich für uns sein, sondern all seine Wege.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Gehorsam_gegen%C3%BCberGott_wird_dich_klug_machen</id>
		<title>Gehorsam gegenüberGott wird dich klug machen</title>
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				<updated>2021-02-03T19:28:11Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Obeying God Will Make You Wise}}&amp;lt;br&amp;gt;  Als unsere Kinder noch klein waren, bestanden unsere Tage fast ausschließlich aus regelmäßigen Befehlen und Routin…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Obeying God Will Make You Wise}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unsere Kinder noch klein waren, bestanden unsere Tage fast ausschließlich aus regelmäßigen Befehlen und Routinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mittagsschlaf folgte auf das Mittagessen. Die Betten mussten gemacht werden, Zähne mussten geputzt werden und die Haare mussten vor der Schule einen Kamm über sich ergehen lassen. Snacks waren für die Pausen bestimmt und nicht zum Naschen zwischendurch. Mit viel Gebet und Gesang kamen wir durch die Tage, an denen die Schränke ausgeräumt wurden und man lernen musste, sie wieder einzuräumen. Wir lasen Bücher vor der Schlafenszeit und lernten Verse am Morgen. Ich kann mich kaum an einen Moment erinnern, an dem ich keine Anweisungen auf meiner Zunge hatte. „Stell Deine Stiefel bitte in den Schrank!&amp;quot; „Marker sind für das Papier, nicht für die Tische!&amp;quot; „Das Essen bleibt auf deinem Teller!&amp;quot; „Geht nach draußen und fahrt bis zum Abendbrot mit dem Rad.&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Anweisungen und Routinen waren kein in Stein gemeißeltes Gesetz - vieles hat sich geändert oder es gab keine Notwendigkeit mehr dafür - aber sie waren speziell in der Baby-, Kleinkind- und frühen Schulzeit hilfreich. Zur Elternzeit waren diese Regeln überaus sinnvoll. Sie dienten dem Wohl unserer Kinder, nicht zu deren Übel. Wir waren keine diktatorischen Spielverderber, vielmehr setzten wir Grenzen zum Gedeih unserer Kinder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gesetze der Liebe ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befehle und Grenzen waren ein aufrichtiger (und unvollkommener) Ausdruck unserer Liebe zu ihnen. Wenn wir von unseren Kindern verlangen, Routineaufgaben zu machen, zu lernen oder dass sie ihre Instrumente spielen sollen, verlangen wir Tätigkeiten, die später gewissenhafte und kluge Erwachsene aus ihnen machen. Und so ist es mit Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes Gebote sind Ausdruck der Liebe. Z.B. als Gott sein Volk aus Ägypten herausführte, hatte er sehr viele Anweisungen für sie. Nachdem sie an diese Befehle erinnert wurden, sagte Moses ihnen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Siehe, ich habe euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie der HERR mein Gott, mir geboten hat, damit ihr danach handelt mitten in dem Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen. So bewahrt und tut sie! Denn das ist eure Weisheit und eure Einsicht in den Augen der Völker.“ (5. Mose 4,5-6)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gehorsamkeit der Israeliten ist ihre Weisheit und Erkenntnis. Ihre Gehorsamkeit würde sie in der Welt als klug hervorheben und mit der Zeit würde er ihnen Weisheit lehren. Und dennoch, durch all die Wüste, weigerte sich Gottes Volk seine Gebote zu halten und zu tun, oft gingen sie ihre eigenen Wege, denn sie glaubten besser als Gott zu wissen, was für sie das Beste wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wer weiß es besser als Gott?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst zu glauben, klug zu sein, getrennt vom Gehorsam gegenüber Gott, ist die größte Sünde des menschlichen Herzens. Das ist das Wesen des Stolzes. Wenn wir kundtun, dass wir klüger als Gott sind, indem wir seine Gebote bewerten und abwägen, um zu schauen, ob sie uns passen oder abschätzen, ob diese klug sind oder nicht, härten wir den nassen Zement der Torheit Aber wenn wir im Glauben seine Gebote empfangen und befolgen, werden unsere Herzen und unsere Seelen mit Weisheit erfüllt. Seine Weisungen bringen uns Weisheit und Erkenntnis. Betrachte Evas Torheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Da sagte die Schlange zur Frau: „Keineswegs werdet ihr sterben. Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses.&amp;quot; Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Nahrung und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß. Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. 1. Mose 3,4-7.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evas Torheit bestand darin, dass sie ihr eigenes Urteilsvermögen benutzte, anstatt Gott zu gehorchen. Sie nahm es auf sich, um die Weisheit oder Torheit von Gottes Regeln zu bewerten. Sie bewertete die Frucht des Baumes und gebrauchte dafür ihre eigene Weisheit: sie war gut zu essen, sie war ein Vergnügen für die Augen und ironischerweise wurde sie ausgewählt, um klug zu machen. Eva, mit ihrer eigenen Weisheit, suchte den Weg der Weisheit über die verbotene Frucht und verweigerte die Anweisungen ihres Schöpfers - Anweisungen, die sie zu wahrer Weisheit führen würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weil ich es sage ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es dir wie mir geht, obgleich du dich selbst wundern magst. „Wenn Eva nicht ihre eigene Urteilskraft zur Bewertung von etwas anderem nutzen sollte, was ist dann die Grundlage für ihr Gehorsam gegenüber jemand anderen? Würdest du sagen, sie sollte einfach blind anderen gehorchen?&amp;quot; Nein, sie sollte nicht anderen blind vertrauen. Mit Augen, die ihren Schöpfer anschauen, sollte sie ihrem Herrn vollkommen vertrauen - dem einen, der alle Himmel und die Erde geschaffen hat, dem einen, dem alle Weisheit und Erkenntnis ist, dem einen, der sie schuf, sie kannte und für sie sorgte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen die Dynamik in einem gottesfürchtigen christlichen Haus. Wenn Kinder sich gegen kleinere Anweisungen aus dem Mund ihres Vaters oder ihrer Mutter auflehnen und sagen: „Warum sollte ich das tun?&amp;quot; die wahrste Aussage, die ein liebender Vater oder Mutter erwidern kann, ist: „Weil ich es sage.&amp;quot; Das bedeutet nicht, dass sie nichts Weiteres dazu sagen sollen oder dass die Eltern perfekt sind oder dass jede einzelne Sache, die ein Vater oder eine Mutter von seinem Kind verlangt so gut ist, wie es nur sein kann. Es bedeutet, dass Kinder gehorchen sollten, weil der Ursprung der Anweisungen von einem Vater oder einer Mutter kommt, welche sie lieben, älter und klüger als sie sind und für sie das Beste im Sinn haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder gehorchen nicht, weil sie die Gründe für Bildschirmzeiten und Zu-Bett-Geh-Ritualen vollkommen verstehen - sie gehorchen einfach der befehlenden Person. Und desto mehr sie lernen, ihren Eltern mit Freude und Vertrauen zu gehorchen, desto mehr erfassen sie die Weisheit dieser Befehle. So ist es für uns mit Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gehorsam aus Glauben ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen bestätigen durch das Wirken des Heiligen Geistes, dass wir in uns nicht wissen, was das Beste für uns ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jesus ans Kreuz ging, wurde er unser Stellvertreter - er wurde uns zuliebe und an unserer Stelle bestraft. Er, der keine Sünde kannte, wurde für uns zur Sünde, „damit wir Gottes Gerechtigkeit wurden in ihm.&amp;quot; (2. Korinther 5,21). Aber diese Vertretung geht weiter. Durch die Torheit des Kreuzes, wurde Christus uns zur Weisheit (1. Korinther 1,30). Er erduldete die Torheit des Kreuzes, damit Gott die Weisheit der Weisen zerstöre, den Verstand der Verständigen verwerfe und uns wahrhaft weise mache in Christus (1. Korinther 1,19; 2,16). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus befiehlt: „Glaubt an Gott, glaubt auch an mich&amp;quot; (Johannes 14,1). Wie befolgen wir einen solchen Befehl? Wie kann unser Ohr diesem Befehl folgen? Wie agieren wir anders als es Eva tat, als sie sich entschied, ihr eigenes Urteil über das von Gott zu stellen. Wir tun es durch das „Glaubensgehorsam&amp;quot; (Römer 16,26). Gott gibt das freie Geschenk des Glaubens (Johannes 3,7-8), die übernatürliche Fähigkeit zu glauben und dieser Glaube bringt unseren Gehorsam gegenüber seinen Geboten hervor. John Piper sagt über den Glaubensgehorsam:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Das ist das ultimative Ziel des Evangeliums: das Evangelium weckt und stärkt den Glauben, der zur Übereinstimmung mit Christus führt, und die Herrlichkeit Gottes zeigt…. Sollte es irgendwelche Menschengruppen auf der Erde geben, bei denen der Glaube an Jesus Christus zu keiner Übereinstimmung mit Jesus Christus führt, dann ist Gottes Absicht für das Evangelium nicht vollständig („Befehle Gottes&amp;quot;).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrer Glaube erzeugt wahren Gehorsam, unsere Übereinstimmung mit Christus und dann, durch diesen Gehorsam, wachsen wir in Verständnis und Einsicht. Wir sehen die liebende Weisheit in dem, was er uns befohlen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie Gehorsam Weisheit hervorbringt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glaubenserfüllter Gehorsam sieht den Befehlsgeber in all seiner Gerechtigkeit, Güte, Souveränität und Kraft und vertraut, dass die Worte, die aus seinem Mund kommen besser sind als das, was von uns kommt - selbst wenn wir sie nicht verstehen. Durch diesen glaubenserfüllten Gehorsam lernen wir Gottes perfekte Urteile, Befehle und Weisheiten gegen unser krankes Verständnis der Dinge zu ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich älter wurde, verlangten unsere Eltern von uns, die Küche nach dem Abendessen sauberzumachen. Wenn ich anfing, mich über die zu bewältigenden Aufgaben zu beschweren, sagte mein Vater jedes Mal das gleiche zu mir: „Du musst nicht abwaschen, Abigail, du darfst.&amp;quot; „Du musst nicht den Tresen abwischen, du darfst.&amp;quot; „Bist Du nicht dankbar, dass wir zu Essen haben und eine Küche, die wir putzen können?&amp;quot; Somit grummelte ich innerlich ein bisschen und gehorchte meinem Vater.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich größer wurde und weiter (unvollkommen) gehorchte und tat, was er verlangte, bemerkte ich, dass seine Haltung von eher „dürfen&amp;quot; als „müssen&amp;quot; sich auf jeden Lebensbereich ausweitete. An Donnerstagabenden musste er Rechnungen bezahlen. Ich erinnere mich daran, dass ich ihn fragte, ob er es verabscheute, so viele Rechnungen in der Post zu haben. Denn es schien so, dass nur Rechnungen in der Post waren. Er sagte zu mir: „Nein, Ich bin dankbar, dass ich meine Rechnungen bezahlen darf.&amp;quot; Das Gleiche sagte er beim Bezahlen der Steuerschulden. Das galt auch, wenn er als Bereitschaftsarzt mitten in der Nacht aufstehen musste. Und für das Ausputzen seiner Werkbank in den verborgensten Winkeln unseres Kellers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogar zu Teenagerzeiten waren meine Augen für die Weisheit meiner Eltern geöffnet, die von mir verlangten. nach dem Abendessen zu putzen. Durch Gehorsam lernte ich die Weisheit einer „Darf&amp;quot;-Haltung gegenüber einer widerwilligen „Muss&amp;quot;-Haltung kennen. Das wurde nicht bloß durch Befehle allein klar, sondern durch miterlebende und erfahrende Weisheit im Gehorsam.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir in unserem Gehorsam zu Gott wachsen - indem alle Reichtümer und Erkenntnis wohnt, erfreut sich Gott unsere Weisheit und Verstehen zu vermehren, so dass alles, was er befiehlt, immer mehr Sinn für uns macht. Wenn das passiert, wird er nicht nur herrlich für uns sein, sondern all seine Wege.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/5_weitere_Anzeichen,_dass_du_dich_selbst_verherrlichst</id>
		<title>5 weitere Anzeichen, dass du dich selbst verherrlichst</title>
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				<updated>2021-01-29T21:10:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|5 More Signs You Glorify Self}}&amp;lt;br&amp;gt;  Letzte Woche schauten wir uns an, wie das Streben nach Selbstherrlichkeit euren Dienst auf fünf verschiedene Arten be…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|5 More Signs You Glorify Self}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Woche schauten wir uns an, wie das Streben nach Selbstherrlichkeit euren Dienst auf fünf verschiedene Arten beeinflusst. Hier sind fünf weitere Warnzeichen, die man beachten sollte, wenn man sich um das Streben nach Weisheit und Heiligkeit bemüht. Möge Gott diese zusätzlichen Zeichen nutzen, um dein Herz zu offenbaren und deinen Dienst umzuleiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstherrlichkeit ist auch folgendes: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Du machst dir zu wenige Gedanken darüber, was andere Leute über dich denken.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du meinst, dass du angekommen bist, bist du deiner selbst so sicher, dass du der Meinung bist, dass andere deine Gedanken, Ideen, Handlungen, Worte, Pläne, Ziele, Einstellungen oder Initiativen nicht zu beurteilen haben. Du glaubst einfach nicht, dass du Hilfe brauchst. Du tust das allein, was in einer Gruppe getan werden müsste. Und wenn du mit einer Gruppe arbeitest, neigst du dazu, dich mit den Leuten abzugeben, die nur allzu beeindruckt von dir sind, alle zu aufgeregt, um von dir einbezogen zu werden und mit denen, denen es schwer fällt, nicht mit dir einverstanden zu sein. Du hast vergessen, wer du bist und das, von dem dein Erlöser sagt, dass du es jeden Tag brauchst. Du befindest dich an einer Stelle, die sowohl für dich persönlich, als auch für deinen Dienst gefährlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Du willst dich nicht deinen Sünden, Schwächen und Fehlern stellen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum regen wir uns auf oder sind angespannt, wenn wir konfrontiert werden? Warum kommt bei uns der innerliche Anwalt zu unserer eigenen Verteidigung hervor? Warum drehen wir den Spieß um und weisen darauf hin, dass wir nicht die einzigen Sünder im Raum sind? Warum diskutieren wir über die Fakten oder streiten über die Interpretierung des Anderen? All dies tun wir, weil wir überzeigt sind, dass wir eher Recht haben, als die andere Person. Stolze Menschen heißen liebevolle Warnungen, Zurechtweisungen, Konfrontationen, Kritik oder Rechenschaften nicht willkommen. Und wenn sie scheitern, sind sie sehr gut darin, plausible Begründungen für das, was sie angesichts des Stresses in der Situation oder der Beziehung gesagt oder getan haben, aufzustellen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bist du schnell bereit, Schwäche zuzugeben? Bist du bereit, zu deinem Scheiten vor Gott und Anderen zu stehen? Bist du bereit, deinen Schwächen mit Demut entgegenzusehen? Denk daran, wenn die Augen oder Ohren eines Pastorenkollegen je deine Sünde, Schwäche oder dein Scheiten sehen oder davon hören, ist es niemals eine Müheseligkeit oder Dienstunterbrechung und es sollte niemals als Beleidigung gesehen werden. Es ist immer Gnade. Gott liebt dich, er steckte dich in diese Glaubensgemeinschaft und er wird deine geistlichen Bedürfnisse den Menschen um dich herum offenbaren, damit sie seine Werkzeuge der Überzeugung, Rettung und Transformation sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Du tust dich mit den Segen anderer schwer.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstherrlichkeit baut immer auf Neid auf. Du bist auf die Segen anderer neidisch, weil du denkst, dass du sie mehr verdient hättest. Und weil du dich so siehst, fällt es dir schwer, dich im Zaum zu halten, wenn sie bekommen, was du verdient hast, und es ist beinahe unmöglich, nicht begierig auf das zu sein, was sie fälschlicherweise genießen. In deiner neidvollen Selbstherrlichkeit beschuldigst du im Grunde Gott, ungerecht zu sein. In einer dir nicht bewussten Art und Weise gewöhnst du dich langsam daran, an Gottes Weisheit, Gerechtigkeit und Güte zu zweifeln. Du denkst nicht, dass er dir gegenüber in einer Weise gütig war, in der du es verdient hast. Das fängt an, dir deine Motivation, das richtige zu tun, zu rauben, weil es vermeintlich keinen Unterschied macht. Es ist wichtig zu begreifen, dass zwischen Neid und Verbitterung nur ein schmaler Grat besteht. Darum klagt Asaf in Psalm 73,13: „Fürwahr, umsonst habe ich mein Herz rein gehalten und in Unschuld gewaschen meine Hände.“ Damit sagt er: „Ich habe gehorcht und das ist der Lohn?“ Dann schreibt er: „Als mein Herz erbittert war und es mich in meinen Nieren stach, da war ich dumm und verstand nicht; ⟨wie⟩ ein Tier war ich bei dir.“ Was für eine bildliche Vorstellung – wie ein Tier!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe viele verbitterte Pastoren kennengelernt. Männer, überzeugt davon, dass sie Strapazen erlitten haben, die sie nicht verdient haben. Ich habe viele verbitterte Pastoren kennengelernt, neidisch auf die Ämter anderer, ohne Motivation und ohne Freude. Ich habe viele Pastoren kennengelernt, die die Güte Gottes anzweifelten. Und man neigt schließlich nicht dazu, jemandes Hilfe zu ersuchen, an dem man zweifelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Du bist auf Macht anstatt auf Unterwürfigkeit gegenüber Gott ausgerichtet. '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstherrlichkeit führt immer dazu, dass man sich mehr auf Macht ausrichtet, als auf die Unterwürfigkeit nach dem Willen Gottes. Das sieht man an den Leben der Jünger. Jesus rief sie nicht zu sich, um ihre kleinen Reichsabsichten zu verwirklichen, sondern um sie als Empfänger und Werkzeuge eines besseren Reiches aufzunehmen. Und doch verfehlten sie in ihrem Stolz den Sinn des Ganzen. Sie alle waren zu sehr auf die Frage ausgerichtet, wer der Größte im Königreich sein wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann seinem Ruf als Gesandter niemals erfüllen, wenn man nach der Macht und der Position eines Königs strebt. Die Ausrichtung auf Macht wird dazu führen, dass du zum Politiker wirst und nicht zum Pastor. Es wird dazu führen, dass du den Gottesdienst benötigst, wenn du ihn doch selber durchführen solltest. Es wird dazu führen, dass du von anderen etwas verlangst, das du selber nicht zu tun gewillt bist. Es wird dazu führen, dass du um Privilegien bittest, wenn du doch selber bereit sein solltest, deine Rechte aufzugeben. Es wird dazu führen, dass du zu viel darüber nachdenkst, wie dich gewisse Dinge beeinflussen könnten, wenn du doch darüber nachdenken solltest, wie die Dinge auf Christus zurückfallen werden. Es wird dazu führen, dass du die Tagesordnung bestimmen willst, wenn du dich doch daran erfreuen solltest, dich der Tagesordnung anderer hinzugeben. Selbstherrlichkeit macht die Erwählten und zum Gesandten Ausgerufenen zu selbsternannten Königen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Du willst den Dienst lieber selbst steuern, als Kontrolle an Andere abzugeben.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du voll und ganz mit dir beschäftigt bist, wenn du deiner Selbst zu sicher bist, neigst du dazu zu denken, dass die fähigste Person im Kreise deines Amtes du bist. Es wird dir schwer fallen, die gottgegebenen Gaben anderer zu erkennen und zu achten, und deswegen wird es dir auch schwer fallen, das Amt zu einem Gemeinschaftsprojekt zu machen. Sich selbst immer höher zu stellen, als du solltest, führt immer dazu, dass du auf andere herabschaust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Persönliche Bescheidenheit und Bedürftigkeit führen dazu, dass du nach den Gaben und Beiträgen anderer suchst und sie achtest. Pastoren, die denken, sie seien angekommen, sehen oft die Delegation als Zeitverschwendung an. In ihren Herzen denken sie: „''Warum soll ich anderen das geben, was ich selber besser machen könnte?''“ Der Stolz der Pastoren wird gemeinsamen Dienst und den wesentlichen Dienst des Leibes Christi vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Persönlicher Kummer und Reue'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir ist es wichtig zu sagen, dass ich diese Warnungen aus persönlichem Kummer und Reue geschrieben habe. Ich verfiel der Selbstherrlichkeit in schockierenden Ausmaßen, ich lief in all diese Fallen. Ich herrschte, als ich zuhören sollte. Ich kontrollierte das, was ich an Andere hätte abgeben sollen. Ich ging in die Defensive, als ich dringend zurechtgewiesen werden musste. Ich wehrte mich gegen Hilfe, als ich um diese Hilfe hätte betteln sollen. Ich war voll mit meinen eigenen Empfindungen und zu abweisend und verachtungsvoll gegenüber der Ansichten anderer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es betrübt mich, auf die vielen Jahre meines Amtes zurückzublicken, aber ich bin nicht entmutigt. Denn in all meiner Schwäche hat Gottes unglaubliche Gnade mich immer wieder erneuert. Schritt für Schritt errette er mich vor mir selbst (und dieser Prozess ist noch nicht vollendet). Und in meiner Zerrissenheit zwischen dem Reich meiner selbst und dem Reich Gottes hat er mich wundersamerweise in den Leben vieler anderer benutzt. In Liebe arbeitete er daran, meine Herrlichkeit auszumerzen, sodass seine Herrlichkeit zu meiner Freude wird. Er beraubte mein Königreich, damit sein Königreich zu meiner Freude wird. Und er hat meine Krone unter seinen Füßen zertreten, damit ich danach strebe, ein Gesandter zu sein und mich nicht danach sehne, ein König zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser gewaltsamen Gnade gibt es für jeden Hoffnung. Deinem Herren ist nicht nur der Erfolg deines Amtes wichtig; er arbeitet auch daran, dich zu entthronen. Nur wenn sein Thron wichtiger als dein Thron ist, wirst du am harten und erniedrigenden Dienst am Evangelium Freude finden. Und seine Gnade wird nicht nachgeben bis unsere Herzen vollständig mit seiner Herrlichkeit gefüllt sind. Das sind tolle Nachrichten!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Schau_durch_die_Linse_des_Dankes</id>
		<title>Schau durch die Linse des Dankes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Schau_durch_die_Linse_des_Dankes"/>
				<updated>2020-11-17T20:18:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Look Through the Lens of Thanksgiving}}&amp;lt;br&amp;gt;  Mit Dankbarkeit zu leben ist mir nicht leicht gefallen.   Ich weiß, dass ich meinen Segen zählen sollte, abe…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Look Through the Lens of Thanksgiving}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Dankbarkeit zu leben ist mir nicht leicht gefallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß, dass ich meinen Segen zählen sollte, aber manchmal ist es einfach leichter mein Elend zu zählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht natürlicher. Und Elend kaptiviert meine Gedanken und unterbricht meine Tage mehr als Segen. Aber mein Elend zu zählen scheint meine Seele zu schrumpfen, und am Ende bin ich noch unglücklicher als zuvor. Meinen Segen zu zählen mag erstmal mühsam sein, ein Akt mühseliger Gehorsam anstatt eines Überflusses an Freude, aber am Ende öffnet es Raum in meinem Herzen. Wenn ich mich dazu entscheide mich darauf zu konzentrieren was mir geschenkt wurde, anstatt daran zu verweilen was mir fehlt, fühle ich mich glücklicher. Zufriedener. Weniger aufgewühlt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ich mich entscheide mein Elend direct zu konfrontieren und Segen darin zu finden, passiert etwas wundersames. Ich sehe meine Umstände durch eine Linse des Glaubens. Und ich kann mit Zuversicht verkünden , dass sogar in den schlechtesten Umständen Gott immernoch gut ist und dass es viel gibt vofür man dankbar sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pilger Perspektive====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Jahren habe ich mir das erste Erntedankfest vorgestellt, wie die freudige Feier der Pilger über eine reiche Ernte ausgesehen haben könnte als sie mit den Ureinwohnern Gottes reichliche Versorgung in einem fruchtbarem, neuem Land teilten. Aber das erste Erntedankfest zu feiern war ein Akt des Glaubens und nüchterne Anbetung, nicht eine natürliche Reaktion zu Wohlstand und Überfluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1620, segelte die Mayflower mit 102 Passagieren an Bord nach Virginia. Am 16. Dezember sind sie in Massachusetts gelanded, weiter nördlich des beabsichtichten Zielortes, gerade als der Winter anfing. Dieses nördliche Klima war viel schlimmer  als Virginia’s, und die Siedler waren unvorbereitet auf die kommende kalte Jahreszeit. Der Winter brachte bittere Temperatures und grassierende Krankheit. Unterkünfte waren grundlegend. Essen war knapp. Leute lagen im Sterben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Winter, gruben alle Familien, bis auf drei, Gräber in der harten Erde Neu Englands um einen Ehemann, eine Ehefrau, oder ein Kind zu begraben. Bis zum Frühling 1621 sind die Hälfte der Pilger durch Krankheit und Hunger verstorben. Niemand blieb von Tragödie verschont. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch, inmitten dieser monumentalen Verluste, bedankten die Pilger sich. Sie sahen in den Schriften, dass die Israeliten Gott dankten in all ihren Umständen. Sogar bevor Gottes Versorgung und Befreiung kam, wurden die Israeliten angewiesen sich zu bedanken. König Josaphat sah die Kraft des Dankes, als die Feinde der Israeliten vor ihren Augen vertrieben wurden, während sie Gott priesen (2 Chronik 20). Und die Wörter die sie benutzten, waren ähnlich dem schönen Refrain der sich durch so viele Psalmer zieht, “Dankt dem Herrn, denn er ist gut zu uns, seine Liebe hört niemals auf!” (Psalm 118:1). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pilger und Israeliten entschieden sich dankbar zu sein für was sie hatten, anstatt sich auf alles zu konzentrieren was sie verloren hatten. Sie mussten nach Segen suchen. Aktiv und bewusst. Ihre Dankgebung war nicht gegründet auf schöne Umstände, aber eher auf das Verständnis, dass man Gott dankt in Wohlstand als auch in Bedrängnis. Ihre Dankbarkeit war keine “Positiv Denken “ Façade, aber ein tiefes und standhaftes Vertrauen, dass Gott all ihre Umstände leitet, sogar wenn das Leben schwer war. Ihr Leben durch eine Linse der Dankbarkeit zu sehen, hatte ihre Perspektive verändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe herausgefunden, dass wenn man das Leben durch eine Linse der Dankbarkeit Gottes sieht, kann das alles ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wählen Sie Ihren Fokus====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine enge Freundin von mir ist Fotografin. Sie sieht Dinge die ich nie wahrnehmen würde. Wir können bei einer alten, verblassten Scheune vorbei fahren und ich sehe ein baufälliges Gebäude das Farbe braucht, während sie eine schön verwitterte Struktur mit großartigen Charakter sieht. Sie konzentriert sich auf einzigartige Winkel und Linien und beobachtet komplizierte Details die ich nicht einmal bemerke. Sie ist bereit am Offensichtlichen vorbeizusehen und die kleinen Dinge zu genießen. Am Ende hat meine Freundin atemberaubende Fotos von Landschaften die ich komplett übersehen hätte. Alles wegen dem, worauf sie ihre Linse richtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der gleichen Weise, wie ich mein eigenes Leben sehe, hängt davon ab auf was ich mich konzentrieren will. Aus einigen Blickwinkeln sieht es aus wie ein Durcheinander. Aber aus anderen Blickwinkeln ist es wunderschön. Meine Perspektive hängt davon ab wohin ich meine Linse richte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einigen Jahren, als ich mit Post-Polio-Syndrom diagnostiziert worden war, war ich am Boden zerstört. Es ist eine schwächende, fortschreitende Krankheit. Die Ärzte teilten mir mit, dass meine Diagnose bedeuted mein bisheriges Leben beiseite zu schieben und ein ganz neues Leben anzufangen. Ein Leben indem ich weniger machte und mehr ausruhte. Ein Leben indem meine Arme nur für das Wichtigste gebraucht werden – kein Malen, keine Sammelalben, kein Kochen. Ein Leben wo Abhängigkeit an Anderen notwendig war und Unabhängigkeit ein Ding der Vergangenheit war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses neue Leben war qualvoll. Ich habe nicht danach gefragt und ich wollte es sicherlich nicht. Ich sah nichts zum dankbar sein. Um mir herum gab es nur Verluste. Es scheinte so, als wenn alles, was ich zu tun liebte, mir weggenommen wurde. Sich mit Menschen zu verbinden, Gastfreundschaft zu zeigen, Schönheit zu schaffen - das hatte mich inspiriert. Und alle diese Hobbies fielten nun weg. Ich war bedauernswert, elendich, und trostlos. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch war es wegen diesem herausfordernden Verlust, dass ich mein Online-Schreiben begann. In der gleichen Woche, ermutigten drei verschiedene Freunde mich mit dem Schreiben anzufangen. Also habe ich gebetet und Gott scheinte ihre Worte zu bestätigen. Ich hatte es nie angestrebt eine Schriftstellerin zu sein. Ich habe mich sicherlich nicht dazu talentiert gefühlt. Bis dahin war mein einziges Schreiben in meinem privaten Tagebuch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nichtsdestotrotz habe ich angefangen zu Schreiben, obwohl mein Herz nicht voll dabei war. Das Schreiben erforderte keine nennenswerte körperliche Anstrengung weil ich eine sprachaktivierte Software benutzen konnte um meine Wörter auf den Bildschirm zu kriegen. Ich konnte es in meinem eigenem Tempo tun wenn ich erschöpft war, und ich konnte zu Anderen Bindung aufnehmen ohne jemals mein Haus zu verlassen. Es war ein enormer Segen und ein Privileg mit Leuten zu teilen was Gott mir in der Dunkelheit beigebracht hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte niemals diesen Weg für mich selbst gewählt, und von gewissen Blickwinkeln sieht mein Leben freudlos aus. Aber von anderen Blickwinkeln ist es wunderschön. Ich sehe wie Gott mich benutzt. Ich bin dankbar für alles was er in meinem Leben getan hat. Und ich bin gespannt auf die Zukunft. Wenn ich mein Leben durch die Linse des Dankes sehe, kann ich sehen wieviel ich habe wofür ich dankbar bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht was die Zukunft für mich bringt – und Sie wissen nicht was sie Ihnen bringt – aber eins kann ich Ihnen versprechen: Wenn Sie in Christus sind, leitet derjenige, der Sie hält, alle Ihre Umstände. Und für diese Zusicherung können wir alle dankbar sein.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Dein_Warten_soll_ausdr%C3%BCcken,_,ich_vertraue_dir%E2%80%99</id>
		<title>Dein Warten soll ausdrücken, ,ich vertraue dir’</title>
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				<updated>2020-06-15T19:21:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Let Your Waiting Say, ‘I Trust You’}}&amp;lt;br&amp;gt;  Die Frage in meinem Posteingang war eine bekannte: „Schon sehr lange bemühe ich mich, mein Leben vor den …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Let Your Waiting Say, ‘I Trust You’}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage in meinem Posteingang war eine bekannte: „Schon sehr lange bemühe ich mich, mein Leben vor den Altar zu bringen. Ich weiß sogar nicht mal, wie ich bezüglich meiner Sehnsüchte beten soll, die ich weiterhin empfinde. Wie überlasse ich Gott die Sehnsüchte meines Herzens, während ich immer noch unerschrocken über diese starken - aber unerfüllten - Sehnsüchte bete? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir alle kämpfen mit Fragen wie, „wie lange Herr verlangst du von mir, dass ich noch warte? Warum ich? Warum das Ganze? Warum jetzt?&amp;quot; Während wir Gott zu einer Antwort zwingen, versuchen wir uns daran zu erinnern, dass wir dem Gott angehören, „der an dem handelt, der auf ihn harrt.&amp;quot; Aber es kommt uns so vor, als wenn uns dieses Warten aufgezwungen wurde, und wir ringen damit. Würde ein guter Gott nicht diese erdrückende Last wegnehmen? Warum macht er das nicht? Wann wird er das machen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beten, wir stöhnen, wir schreien zu dem Einzigen, der für uns handeln kann, aber egal wohin wir uns wenden, so wie bei Hiob, können wir ihn nirgendwo um uns herum sehen (Hiob 23, 3,8-9). Er scheint zu schweigen und wir versuchen die Angst zu bekämpfen, dass er unsere Sehnsucht nicht stillen könnte. Wir sorgen uns, dass er für uns nicht durchkommt. Wir machen viel Wirbel darum, wie das Leben, dass vor uns liegt mit dieser unerfüllten Sehnsucht aussehen könnte, welche immer noch in unserem Herzen pocht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fragen uns, ob es Sünde ist, weiterhin sehnsüchtig zu sein, weiterhin zu beten, zu schreien und zu seufzen. Wie können wir gut in dieser Wartephase zwischen Bitten und Empfangen leben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geduld in unserem Warten ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle kommt Geduld dazu - Geduld sowohl mit unserem persönlichen Glauben und auch mit dem Gott, der uns zu diesem gedulderzeugenden Glauben ruft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist nicht ganz das Gleiche wie Warten. Während Warten etwas ist, dass wir tun, ist Geduld etwas, was wir anbieten. Wir warten, weil wir müssen - wir haben in dieser Sache keine große Wahl. Aber Geduld ist unser Geschenk gegenüber unserem Vater, während unseres Wartens. In der Stille, im Warten, entschließt sich Geduld dazu, auszurufen; „Herr, ich liebe dich. Ich weiß, dass ich dich nicht so liebe, wie ich sollte, aber ich möchte dich mehr lieben als deine Antworten auf meine Gebete. Ich versuche dir mein geduldiges Herz zu bringen so lange du von mir verlangst, darauf zu warten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Geduld? Geduld ist wie Ausdauer. Jakobus ermutigt uns, still auszuharren wie ein Bauer, der auf seine heranwachsende Ernte wartet (Jakobus 5,7-11). Paulus sagt „in Bedrängnis harrt aus&amp;quot; (Römer 12,12), und fordert uns auf, ohne Klagen oder Zorn inmitten von schmerzhaften Umständen auszuharren. Und er erinnert uns daran, dass Geduld eine Auswirkung des Heiligen Geistes ist, der zunehmend in uns lebt und sie bezeugt, dass wir Christus Jesus angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld beweist unsere Liebe zu Gott und wir vertrauen darauf, dass es sich lohnt, auf seine Vorhaben zu warten. Geduld gibt unserem himmlischen Vater ein ruhiges Herz. Wir tun Buße aufgrund unserer Unruhe und Verärgerung wegen seines scheinbaren Schweigens. Wir schauen gelassen auf die Dunkelheit um uns herum und wir entscheiden uns, das anzunehmen, was er sagt, wir ruhen in dem Wissen, dass wahrlich nur er alles sieht, alles weiß, sich kümmert, unabhängig davon, wie es in der jetzigen Situation erscheint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ausgelebte Liebe ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist eine großartige Möglichkeit, unsere unerschütterliche Liebe zu Gott auszuleben. Paulus sagt uns, dass Geduld wahre Liebe ist (1. Korinther 13,4) und so lieben wir Gott durch unsere Geduld, wenn wir &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*beharrlich und beständig für dieses unstete Kind beten, &lt;br /&gt;
*still die gefürchtete Diagnose aufnehmen,&lt;br /&gt;
*tapfer durchhalten, wenn wir dem schweren Abschied entgegensehen,&lt;br /&gt;
*sorgfältig diese unvermeidbare Schuld durchdenken, &lt;br /&gt;
*treu diese wenig spannende Arbeit durchhalten &lt;br /&gt;
*still Gottes Plan für unsere Zukunft akzeptieren, selbst wenn dieser von unseren Träumen abweicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld, wie jeder christusgleiche Wert, wächst mit unserer Liebe zu Gott - einem Gott, dem auf jeder Weise und unter allen Umständen vertraut werden kann.  Geduld zeigt unsere Liebe zu Gott. Geduld sagt, „Herr, ich liebe dich mehr als meine lang ersehnten Antworten auf diese schwierigen Umstände.&amp;quot; Wir können Gott unsere Liebe durch unsere geduldige Ausdauer zeigen, wenn er die Aufrichtigkeit unseres Glaubens testet, ein Glaube wertvoller als Gold, ein Glaube, der Lob und Preis und Ehre gegenüber Jesus Christus bringen kann (1. Peter 1,7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schlüssel für treuen Gehorsam ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld ist entscheidend für treuen Gehorsam, eine ausgelebte, Friedens erfüllte Hingabe zu Gottes Wegen und Willen. Überlege mit mir, wie Geduld uns helfen kann, die zehn Gebote anzunehmen (2. Mose 20,3-17): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Ein geduldiges Herz hilft uns, mit Gott als unseren einzigen Gott zufrieden zu sein. Er ist genug - immer und für immer. &lt;br /&gt;
#Ein geduldiges Herz hilft uns, Gott so zu ehren, wie er es von uns verlangt - ohne unsere Herzen mit den Götzen unserer Begierden vollzustopfen. &lt;br /&gt;
#Ein geduldiges Herz erinnert uns daran, wessen heiligen Namen wir tragen und hilft uns, die Familienähnlichkeit mit unserem erstgeborenen Bruder zu zeigen. &lt;br /&gt;
#Geduld hilft uns, aus unserem anstrengenden Zeitplan herauszutreten, damit wir einen Gott-zentrierten Zeitplan entwickeln können.  &lt;br /&gt;
#Geduld hilft uns, Dankbarkeit und Respekt gegenüber unseren weniger perfekten Eltern zu zeigen. &lt;br /&gt;
#Ein geduldig Glaubender ist ein Lebensgeber, kein Lebensnehmer. &lt;br /&gt;
#Ein geduldiges Herz ist gefestigt gegenüber sexuellen Versuchungen und Ehechaos. &lt;br /&gt;
#Geduld verwandelt habgierige Geizhälse in großzügige Geber, weil eine größere Belohnung auf uns wartet. &lt;br /&gt;
#Ein geduldiges Herz hilft uns immer, die Wahrheit zu sagen, denn wir wissen, dass, wenn Gottes Pläne alle erfüllt sind und alles Falsche endlich in Ordnung gebracht ist, wird Gott ein wahres Zeugnis über seine Diener äußern. &lt;br /&gt;
#Ein geduldiges Herz kann Gott sagen: „Wenn ich dich habe, brauche ich nichts anderes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld bedeutet, Gott mit einem zufriedenen Herzen zu lieben. Es ist die Gelassenheit, die uns hilft, lange genug innezuhalten, um uns zu fragen: „Was von Gott verstehe ich nicht in dieser Situation?&amp;quot; Warum bin ich so unruhig? Warum ist Gott hier für mich nicht genug?&amp;quot; Geduld führt uns tiefer zum Herzen Gottes. Es schafft ein Gefühl der Erwartung für morgen wegen Gottes Güte, die er bereit hält denen, die [ihn] fürchten (Psalm 31,19). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden nie wissen, welche Güte Gott in den kommenden Tagen auf uns ausgießen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Alles, was wir brauchen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geduld bedeutet, Gott genug zu lieben, um sogar für schwierige Dinge „Danke&amp;quot; zu sagen. Wahre Geduld, durch lebensverändernde und die Seele niederschmetternde Erfahrungen zwischen Geburt und Himmel, ist ein demütiges Geschenk, dass wir Gott anbieten. Und er ist der, der es uns ermöglicht, ihm diese Gabe zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus sagt uns, dass es die Macht seiner Herrlichkeit ist, die uns mit aller Kraft stärkt „zu allem Ausharren und aller Langmut, mit Freuden&amp;quot; Kolosser 1,11). Letztendlich ist Geduld der auferstandene Christus, der in uns lebt, wenn wir ausrufen „Wenn ich Jesus habe, habe ich alles, was ich brauche.&amp;quot;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Zorn_Teil_2:Drei_L%C3%BCgen_%C3%BCber_den_Zorn_und_die_umgestaltende_Wahrheit</id>
		<title>Zorn Teil 2:Drei Lügen über den Zorn und die umgestaltende Wahrheit</title>
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				<updated>2020-06-03T12:32:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: hat „Zorn Teil 2:Drei Lügen über den Zorn und die umgestaltende Wahrheit“ nach „Zorn Teil 2: Drei Lügen über den Zorn und die umgestaltende Wahrheit“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Zorn Teil 2: Drei Lügen über den Zorn und die umgestaltende Wahrheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Schieb_das_T%C3%B6ten_der_S%C3%BCnde_nicht_vor_dir_her</id>
		<title>Schieb das Töten der Sünde nicht vor dir her</title>
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				<updated>2020-05-29T12:14:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Do Not Procrastinate in Killing Sin}}&amp;lt;br&amp;gt;  Wir alle kennen das Gefühl des  Nachbebens. Diese kostbaren Sekunden nach dem Sündigen (sei es ein Gedanke, ei…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Do Not Procrastinate in Killing Sin}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir alle kennen das Gefühl des  Nachbebens. Diese kostbaren Sekunden nach dem Sündigen (sei es ein Gedanke, eine Tat oder eine Gewohnheit). Es fühlt sich so an, als wenn das ganze Universum in das Loch unserer Schuld passen könnte und es trotzdem immer noch Hunger hat. Dann lässt unsere Beschäftigtsein das Loch in sich zusammenfallen. Lehrpläne starren dich vom Computer an, Prüfungen sehen in der Ferne wie eine bedrohliche Wolke aus und die Aufgaben stapeln sich auf deinem Schreibtisch. Wann werde ich mit dieser Sünde zurechtkommen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich Sünde einschleicht und während des Schuljahrs zuschlägt, scheint es so, dass keine Zeit mehr übrigbleibt, um sich mit ihr zu beschäftigen. Was machen wir? Wir schieben die Sünde zur Seite, lassen uns von den Anforderungen des Semesters überschütten, trotten vor uns dahin und versuchen zu Gott und dem Evangelium zurückzuwandern. Aber die Schuldgefühle verschwinden nicht. Sie unterbrechen wie Push Nachrichten unsere Produktivität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe alles Mögliche versucht. Ich gab mir eine stille Behandlung. Vermeidung. Eine Auszeit. Ich nahm das Spielzeug weg und probierte es mit Bestrafung und bezahlte durch Straftaten, so verwehrte ich mir eine angemessene Pflege und verzichtete auf Schlaf und Essen. Nichts funktionierte. Mein Fleisch und meine Schuld fühlten sich an wie dieses eigensinnige Kind, dass einfach nicht gehorchen möchte; und ich wollte daher nicht in der Öffentlichkeit damit herumziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie finden wir Gnade inmitten eines Semesters, dass mit Bewertungsmaßstäben und Terminfristen gefüllt ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Berücksichtige deine Bedürfnisse====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Grundwahrheit: Gott kennt nicht nur all unsere Bedürfnisse, er hat sie in uns geschaffen als eine Metapher für unser tiefes Bedürfnis nach ihm (Matthäus 5,27-32). Sünde offenbart unser Bedürfnis nach Gottes Gnade. Wenn uns unser schlechtes Gewissen nachts wachhält, unseren Selbstwert ankratzt und wir dadurch aus lauter Angst von Gott weggeführt werden, sind das Einladungen, um wieder vor seinen Gnadenthron zu kommen, um unsere Hand vor einem Selbsteingriff fernzuhalten, damit der wahre Arzt sein Werk tun kann (Lukas 5,31-32). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später lernte ich, dass meine spätabendlichen Netflix- und Facebook-Sessions sehr viel mehr mit meinem Unfrieden zu tun hatten als mit meinem Bedürfnis nach Erholung. Ich benötigte keine Wiedergewinnung meiner Kräfte, um da herauszukommen und um im Alleingang meine Sünde zu besiegen. Ich brauchte (und brauche) Buße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Geschichte nacherzählen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1. Johannesbrief erzählt die Geschichte. Der ewig gnädige Wille Gottes hat den Weg vom Bekennen (1. Johannes 1,9) zum gegenwärtigen Überwinden (5,4) durch ihn selbst geebnet, dem Gott, der Liebe ist (4,8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Evangelium schließt stets Buße mit ein, aber so oft wollen wir einfach nur eine Zeitmaschine haben, um uns in die Zeit und an den Ort zu bringen, wo sich das Evangelium in unseren Herzen schon voll entfalten konnte. Wir würden eine To-do-Liste festlegen, um da hinzukommen. Aber Jesus redete klar zu den Personen, die danach fragten, „Dies ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat&amp;quot; (Johannes 6,29). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dürfen nicht vergessen, dass sein Wille und sein Auftrag an uns klar sind: Glauben. Die hochtrabenden Erwartungen, die wir hervorbringen oder auf uns abladen, müssen nicht vom Vater stammen. So wie sich ein Kind mit dem wiederholten Zählen lernen zufriedengibt, müssen wir im Glauben antworten auf unsere verzweifelte Sehnsucht, die Tilgung unserer Schuld am Kreuz, und Christi Sieg über Sünde und das Grab. Betend entfernen wir uns von unserer Sünde und wenden uns Jesus zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber im Gegensatz zur stillschweigenden Abbezahlung unserer Kreditkarte über einen simplen Fingerzeig, ist das Bekenntnis, dass mit unserer Buße zu Gott einhergeht, laut hörbar. Wir schaffen es nicht, einfach nur das Häkchen bei der automatischen Zahlungsabwicklung zu setzen und dann wegzulaufen; und ehrlich gesagt würden wir das auch nicht tun. Denn dann würden wir den besten Teil versäumen: Mehr von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====In ihm bleiben und ihm zuschauen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.&amp;quot; 1. Johannes 1,9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die markantesten Unterschiede zwischen Gott (treu und gerecht) und uns (sündhaft/untreu und ungerecht) sind deutlich. Aber es ist leicht, Vermutungen anzustellen oder das Problem der Zeit zu übersehen. Wie ist es, wenn Bekenntnisse über Jahre und Jahre stattfinden, über eine ganze Lebenszeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vers entspricht nicht der üblichen Wenn-Dann-Logik. Reinigung braucht Zeit. Und an Orten mit Schmutz reicht kein einfaches Abwischen oder Abspülen. Wie anders wären diese Stoßgebete zwischen den Unterrichtsstunden, vor dem Einschlafen oder in der Dusche, wenn wir mehr auf seine Vergebung und verwandelnde Gegenwart konzentriert wären als auf die Darstellung? Wie anders würde unsere Zeit mit dem Wort Gottes (egal wie kurz) sein, wenn wir ihm erlauben würden (der lebendigen und überwindenden Hoffnung) unsere Herzen mit seiner Güte anzusprechen und zu erfreuen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du in Sünde gefangen bist oder in Versuchung fällst, besteht die befreiendste Sache, die du heute tun kannst darin, damit aufzuhören, zu bekennen und zu glauben, dass er treu vergibt und treu ist, das Werk, das er in dir begonnen hat, zu vollenden. Verschieb es nicht ins nächste Semester. Tue Buße und erfreue dich jetzt an dieser guten Nachricht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Verwechseln_Sie_Wissen_und_Erfolg_nicht_mit_Reife</id>
		<title>Verwechseln Sie Wissen und Erfolg nicht mit Reife</title>
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				<updated>2020-05-28T19:31:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Don't Confuse Knowledge and Success with Maturity}}&amp;lt;br&amp;gt;  Nicht nur der Versuchung, mich mit dem Pfarrdienst zu identifizieren, bin ich erlegen, sondern ich…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Don't Confuse Knowledge and Success with Maturity}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur der Versuchung, mich mit dem Pfarrdienst zu identifizieren, bin ich erlegen, sondern ich erlag auch zwei anderen Versuchungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich ließ die Messung meiner Reife an der Bibelkunde und an theologischem Wissen zu.'' Das steht im Zusammenhang mit der Identitätsversuchung, erfordert aber seine eigene Aufmerksamkeit. Innerhalb des Pfarramtes ist es leicht, sich einer feinen, aber bedeutenden Neudefinierung geistlicher Reife hinzugeben. Diese Definition stammt aus unseren Vorstellung darüber, was die Sünde ist und was sie tut. Viele Pfarrer haben eine falsche Definition von Reife, die aus der Akademisierung von theologischen Seminaren stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Tendenz zur Akademisierung von Glauben, was zur Vorstellung einer Welt von Ideen, die gemeistert werden müssen, führt, glauben Studenten vermehrt, dass es bei der biblischen Reife um die Genauigkeit von theologischem Wissen und Bibelkunde geht. Doch geistliche Reife geschieht nicht in unserem Verstand (auch wenn es ein wichtiger Bestandteil ist). Bei der Reife geht es darum, wie man sein Leben lebt. Es ist möglich, theologisch scharfsinnig und gleichzeitig unreif zu sein. Es ist möglich, bibelkundig zu sein und dennoch bedeutendes geistliches Wachstum nötig zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe ein Seminar mit Auszeichnung absolviert. Ich habe akademische Preise gewonnen. Ich habe angenommen, dass ich reif war und von allen, die meine Einschätzungen und Beurteilungen nicht teilten, missverstanden und verkannt wurde. Tatsächlich sah ich die Konfrontationsmomente als Verfolgung an, als etwas, das jeder durchmachen müsste, der sich dem Dienst am Evangelium widmet. Im Grunde habe ich die Sünde und die Gnade missverstanden. Die Sünde ist vordergründig kein Problem des Intellekts. (Doch es betrifft meinen Intellekt, sowie es jeden Teil meines Funktionierens betrifft.) Die Sünde ist vordergründig ein Problem der Moral. Es geht um meine Rebellion gegen Gott und mein Streben für mich selbst, die Ehre zu erlangen, die Ihm gebührt. Bei der Sünde geht es vordergründig nicht darum, ein abstraktes Regelwerk zu brechen. Bei der Sünde geht es vordergründig und hauptsächlich darum, die Beziehung zu Gott zu brechen. Weil ich diese Beziehung gebrochen habe, ist es für mich dann einfach und natürlich gegen Gottes Regeln zu rebellieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also muss nicht nur mein Verstand durch solide Bibellehre erneuert werden, sondern auch mein Herz muss durch die machtvolle Gnade des Herrn Jesu Christi zurückerobert werden. Die Rückeroberung meines Herzens ist gleichzeitig ein Ereignis (Rechtfertigung) und ein Prozess (Heiligung). Daher werden Seminare nicht mein tiefstes Problem lösen – die Sünde. Es kann zu der Lösung beitragen, aber es kann mich auch blind machen für meinen echten Zustand, da es eine Neigung zur Neudefinierung von Reife hat. Bei der biblischen Reife geht es niemals nur um das, was man weiß, sondern immer darum, wie die Gnade das, was man kennen gelernt hat, eingesetzt hat, um die Art und Weise, wie man lebt, zu verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie an Adam und Eva. Sie missachteten Gottes Gebote nicht, weil sie unwissend waren. Sie übertraten bewusst Gottes Grenzen, weil sie nach Gottes Stellung strebten. Der geistliche Krieg von Eden wurde auf dem Gebiet der Herzenswünsche ausgefochten. Denken Sie an David. Er beanspruchte Batseba nicht für sich selbst und plante, ihren Mann loszuwerden, weil er Gottes Verbote bezüglich Ehebruch und Mord nicht kannte. David handelte so, weil es ihm ab einem gewissen Punkt egal war, was Gott wollte. Er sollte das bekommen, was sein Herz will, egal was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder denken Sie darüber nach, was Weisheit bedeutet. Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Wissen und Weisheit. Wissen ist das korrekte Verständnis von Wahrheit. Weisheit ist das Verstehen und Leben im Licht dessen, wie diese Wahrheit auf die Situationen und Beziehungen Ihres täglichen Lebens zutrifft. Wissen ist eine Übung für das Gehirn. Weisheit ist die Hingabe des Herzens, wodurch sich das Leben verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn ich es nicht wusste, begann ich den Pfarrdienst mit einer unbiblischen Ansicht auf biblische Reife. Es ängstigt mich nun zu sagen, dass ich dachte, ich sei angekommen. Als meine Frau, Luella, mich damit liebevoll und ehrlich konfrontierte, ging ich nicht nur in die Offensive. Erklärtermaßen dachte ich, dass sie falsch lag. Und ich war überzeugt, dass sie diejenige war, die ein Problem hatte. Ich benutzte mein biblisches und theologisches Wissen, um mich zu verteidigen. Ich war ein Wrack und ich hatte keine Ahnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erfolg ist nicht zwangsweise eine Befürwortung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich verwechselte den Erfolg im Pfarrdienst mit Gottes Befürwortung meines Lebens.'' Der Pfarrdienst war in jeder Hinsicht spannend. Die Kirche wuchs zahlenmäßig und es schien, dass die Menschen auch geistlich wuchsen. Es schien, dass sich immer mehr Menschen hingaben, um Teil einer lebhaften geistlichen Gemeinschaft zu sein. Und es gab Menschen, die Herzenskämpfe durch Gottes Gnade gewonnen haben. Wir gründeten eine christliche Schule, die wuchs und deren Ruf und Einfluss stieg. Wir begannen, Führungspersönlichkeiten zu identifizieren und zu Jüngern zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war nicht alles rosig, es gab schmerzhafte und schwere Momente, doch ich begann den Tag mit dem Gedanken an den tiefen Sinn des Privilegs, dass Gott mich zu diesem Dienst berufen hat. Ich leitete eine Glaubensgemeinschaft und Gott segnete unsere Anstrengungen. Doch ich deutete die Segnungen falsch. Ohne dies zu wissen, hielt ich Gottes Treue zu mir, zu seinem Volk, zum Werk seines Reiches, zu seinem Erlösungsplan und zu seiner Kirche für eine Befürwortung für mich. Nach meiner Ansicht hieß es: „Ich bin einer der Guten, und Gott steht in jeder Hinsicht auf meiner Seite.“ Ich habe tatsächlich zu Luella gesagt (es ist peinlich, aber wichtig, es zuzugeben): „Wenn ich so ein schlechter Typ bin, warum segnet Gott dann alles, was ich anfasse?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott handelte nicht, weil er meinen Lebensstil befürwortet, sondern wegen seines Eifers für seine eigene Herrlichkeit und seiner Treue zu seinen Gnadenversprechen an sein Volk. Gott hat die Macht, die Mittel zu nutzen, die er will und wie er will. Der Erfolg des Pfarrdienstes spricht immer für Gott, weniger für die Leute, die er für diesen Zweck einsetzt. Ich hatte alles falsch verstanden. Ich habe mir etwas zum Verdienst angerechnet, das ich nicht verdient habe für das, was ich nicht tun konnte. Ich ließ es um mich gehen, so konnte ich nicht sehen, dass ich auf eine große Katastrophe zusteuere und dringend die Rettung der Gnade Gottes brauche. Ich war ein Mann, der die rettende Gnade brauchte. Durch Luellas Treue und der Nachfragen meines Bruders Tedd, tat Gott genau das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist mit Ihnen? Wie sehen Sie sich selbst? Was sagen Sie regelmäßig über sich? Sind Sie anders, als diejenigen, denen Sie dienen? Sehen Sie sich selbst als Pfarrer der Gnade, die dieselbe Gnade benötigen? Fühlen Sie sich wohl mit den Unterschieden zwischen der Heilsbotschaft, die Sie predigen und der Art, wie Sie leben? Gibt es Disharmonien zwischen Ihrer öffentlichen Pfarrdienstpersönlichkeit und Ihrem Privatleben? Ermutigten Sie in Ihrer Kirche eine Ebene der Gemeinschaft, der Sie sich selbst nicht hingeben? Glauben Sie, dass niemand ein genaueres Bild von Ihnen hat als Sie selbst?  Benutzen Sie Ihr Wissen oder Ihrer Erfahrung, um Konfrontationen zu vermeiden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen keine Angst vor dem haben, was in Ihrem Herzen ist. Sie müssen keine Angst haben, gekannt zu werden. Denn alles, was ans Licht geraten kann, wurde schon bereits mit dem kostbaren Blut Ihres Erlöserkönigs Jesus bedeckt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<title>Uneingeschränkter Trost in unsicheren Zeiten</title>
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				<updated>2020-05-22T19:20:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Sovereign Comfort for Uncertain Times}}&amp;lt;br&amp;gt;  '''Audiotranskription'''  ''Wenn 2020 uns etwas gelehrt hat, dann die Tatsache, dass die Zeiten immer unsicher…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Sovereign Comfort for Uncertain Times}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Audiotranskription'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn 2020 uns etwas gelehrt hat, dann die Tatsache, dass die Zeiten immer unsicher sind und unser Leben weit weniger stabil ist als wir es wahrnehmen. Mehr und mehr scheint es, dass die einzige vorhersehbare Sache des Lebens ist, dass es unvorhersehbar ist. Darum stellt sich die Frage, welche ewigen Verheißungen inmitten der gegenwärtigen sozialen, medizinischen und wirtschaftlichen Umbrüchen, welche die wenigsten von uns vorhersehen konnten, Grundlage unseres Lebens sind. Wir haben einige erstaunliche Verheißungen von unserem Herrn und Heiland Jesus Christus empfangen, der anscheinend ahnte, dass unser Leben bis zu seiner Wiederkehr unvorhersehbar bleibt. Darum verließ er uns mit seinen Abschlussworten in Matthäus 28, 16-20. Wir lesen:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. Und als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hier erklärt Pastor John, was dies für uns heute bedeutet.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden&amp;quot; (Matthäus 28,18 ELB). Nun, das ist eine kühne Behauptung für jeden, der sie macht. Sie wurde durch Gott, dem Vater gegeben. Weil er starb, überwand er die Schuld - er überwand die Verdammnis. Weil er wieder auferstand, überwand er das Leid und überwand den Tod. Und weil er über Schuld und Verdammnis und Leid und Tod gesiegt hat, hat er auch Satan besiegt. Denn letztendlich kann allein Satan das Volk Gottes durch Schuld und Verdammnis verdammen. Und er kann uns allein durch Leid und Tod spröde machen. Und weil Leid und Tod und Schuld und Verdammnis durch den Tod Jesu und seine Auferstehung besiegt wurden, steht Satan mit leeren Händen da, wenn er Gläubige zerstören möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine gewaltige Sache. Philipper 2,9-11 sagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist einfach eine andere Art zu sagen: „Alle Macht im Himmel und auf Erden ist mir gegeben worden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus besitzt alle Macht. Also, hier ist unser König, der uns bevollmächtigt. Die kühne Aussage: „Alle Macht wurde von mir erkauft, durch mich angeeignet, durch mich ausgeteilt. Ich habe alle Macht im Universum&amp;quot; - Denken wir eine Minute darüber nach. ''Alle Macht.'' Wirklich? ''Alle Macht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Alle Macht über Satan und allen Dämonen und allen Engeln, gut und böse.&lt;br /&gt;
*Macht über das Universum, natürliche Gegenstände und Gesetze und Gewalten, wie Sterne und Galaxien und Planeten und Meteoriten.&lt;br /&gt;
*Macht über alle Wettersysteme: Wind und Regen und Blitz und Donner und Hurrikane und Tornados und Monsune und Taifune und Wirbelstürme inklusive ihrer Auswirkungen wie Flutwellen und Überschwemmungen und Brände.&lt;br /&gt;
*Alle Macht über molekulare und atomare Wirklichkeiten: Atome, Elektronen, Protonen, Neutronen, subatomare Teilchen, Quantenphysik, DNA, chromosomale Wirklichkeiten.&lt;br /&gt;
*Alle Pflanzen, alle Tiere. Vollkommen gleich, wie groß sie sind: Wale, Mammutbäume, riesengroße Tintenfische, und riesige Eichen. Über alle Fische und alle wilden Tiere hat er die Macht. &lt;br /&gt;
*Über alle unsichtbaren Lebewesen: Bakterien und Viren und Parasiten und Bakterien jeder Art hat er die Macht.&lt;br /&gt;
*Er herrscht über alle Teile und Funktionen des menschlichen Körpers. Jeder Herzschlag, jede Bewegung des Zwergfells, jeder kleine Sprung quer über eine Million Synapsen in deinem Gehirn - *Jesus hat alle Macht über all diese physiologischen Phänomene in deinem Körper.&lt;br /&gt;
*Er herrscht über alle Völker und Regierungen und Gesetzgeber und Könige und Ministerpräsidenten und Gerichte.&lt;br /&gt;
*Er herrscht über alle Autoritäten, über Armeen und Waffen und Bomben und Terroristen.&lt;br /&gt;
*Alle Macht über Industrien und Geschäfte und Finanzen und Währungen.&lt;br /&gt;
*Alle Macht über Unterhaltungsindustrie und Freizeitwesen und Medien.&lt;br /&gt;
*Alle Macht über Bildung und Forschung und Wissenschaft und Entdeckungen.&lt;br /&gt;
*Alle Macht über Verbrechen und Gewalt und alle Familien und alle Nachbarn.&lt;br /&gt;
*Und er hat Macht über seinen Leib, seine Kirche.&lt;br /&gt;
*Und er hat Macht über jede Seele in diesem Universum und jeden Moment und jede Sekunde aller gelebten Lebens, jetzt oder zuvor oder für immer und ewig, überall in diesem Universum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat alle Macht. Jesus hat alle Macht. Und darum hat er das Recht zu sagen: „Geht überall hin.&amp;quot; Matthäus 28,18 ist der Durchsuchungsbefehl, um in andere Kulturen einzubrechen. Fast niemand in unserem Land glaubt, wir hätten die Vollmacht, das heute noch zu tun. Das ist eine massiv politisch inkorrekte Sache, die wir tun sollten - nämlich die Welt zu evangelisieren. Aber wir haben eine Befugnis. Wir haben eine Befugnis. Du machst diese Sache nicht ohne Befugnis. Du besuchst nicht die Kultur eines anderen und sagst: „Jesus ist der Herr dieses Hauses; Jesus herrscht über diese Kultur&amp;quot; ohne Befugnis. Was ist diese Befugnis? Matthäus 28,18 ist diese Befugnis: „Ich bin gestorben. Ich bin wieder auferstanden. Ich habe über all meine Feinde gesiegt. Ich habe alle Macht im Himmel. Ich habe alle Macht auf der Erde. Geht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Er gibt und nimmt weg====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spring mit mir von Vers 19 zu Vers 20, um nicht nur von der kühnen Behauptung zu lesen, sondern auch von seinem liebevollen Trost: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.&amp;quot; Es gibt hier drei Teile. Ich nenne sie ''Bestätigung, Beständigkeit'' und ''Dauer''. Das sind am Ende die drei Teile des 20. Vers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meine ich mit ''Bestätigung''? Ich meine: Würdest du bitte hier für einen Moment den Herrn fragen, deinem Herz zu offenbaren, was geschrieben wurde, dass jener, der versprochen hat, dich nie zu verlassen und immer bei dir zu sein, der ist, der alle Macht im Universum hat? Würdest du bitte, jetzt in diesem Moment, ein kleines Gebet in deinem Herzen flüstern? Ich flüstere es genau jetzt für dich, dass Gott deine Augen öffnen wird, was das zu bedeuten hat. Herr, mach es einfach. Bitte komm an diesem Moment und füge diese beiden Verse zusammen? Herr, Du hast alle Macht im Universum, alle Kraft, jedes Recht, das Recht und die Kraft zu tun, wie es dir gefällt in jedem Lebensbereich, in jeder Kultur, in jedem Menschen, in jeder Religion - das Recht und die Kraft, Herr und König zu sein. Du hast zu deinem Volk gesprochen, „Ich werde immer mit Euch sein bis zum Ende.&amp;quot; Freunde, kapiert ihr es? Derjenige, der sagt: „Ich werde immer mit Euch sein&amp;quot; ist ''jener''. Das ist ''Bestätigung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Beständigkeit'' erklärt sich durch das Wort ''immer'' oder ''alle Tage''. Und was ich damit meine, ist nicht nur die Länge der Zeit, sondern dass sie unendlich ist. Verstehst du diesen Punkt? Er nimmt sich am Montag nicht frei. Pastoren glauben, er nimmt sich am Montag frei. Darum sind sie am Montagmorgen sehr depressiv und entmutigt. „Wo ist Gott?&amp;quot; Nun, die Antwort ist diese: so nahe wie deine Haut, weil er sein Wort nicht bricht. Sein Wort bricht er nicht. Mir ist egal, wie blau der Himmel ist. Jesus lügt nicht. „Ich werde immer mit dir sein.&amp;quot; Dunkel, hell, hoch, tief, schlecht, gut, Tod, Leben - „Ich werde immer bei dir sein.&amp;quot; Hebräer 13,5: „Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: ,Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ob er gibt oder nimmt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott verlässt seine Kinder nicht;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seinem einzigen liebevollen Ziel&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie zu erhalten, rein und heilig.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweden haben eine gute Theologie. „Ob er gibt oder nimmt, Gott verlässt seine Kinder nicht.&amp;quot;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Gott_wird_dich_mit_der_F%C3%A4higkeit_ausstatten,_die_du_ben%C3%B6tigst</id>
		<title>Gott wird dich mit der Fähigkeit ausstatten, die du benötigst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Gott_wird_dich_mit_der_F%C3%A4higkeit_ausstatten,_die_du_ben%C3%B6tigst"/>
				<updated>2020-05-12T19:54:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;{{info|God Will Provide the Ability You Need}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gott hat es gern, Schätze des Trosts, der Ermutigung, der Orientierung und der Überführung in eigenartigen Schriftstellen zu platzieren – an Stellen, wo wir sie nicht erwarten. Schriftstellen, wie die eher langweiligen Abschnitte von 2. Mose, mit denen ich mich vor kurzem in meiner Bibellese beschäftigte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Vollständige Offenbarung: Bei der Bibellese bin ich, wie viele, versucht, Abschnitte aus 2. Mose, 3. Mose und 4. Mose, die Details enthalten, welche ich für kaum „relevant&amp;quot; halte, und welche mein Gehirn nicht gut behält, zu überfliegen (Stammbäume, Ritualvorschriften, Tempelinventare usw.). Manchmal überfliege ich solche Stellen. Ich bin dankbar, dass ich es dieses Mal nicht tat, denn ich stieß auf einen seltenen Schatz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zunächst hier ein Gedanke über das Finden von Schätzen, bevor ich beschreibe, was ich gefunden habe. Ein Grund, warum wir die Bibel immer wieder lesen, ist, dass seine Schätze umherwandern. Der Heilige Geist kann das eine Mal ein bestimmtes Detail aufdecken und das andere Mal ein anderes. Ein Text, der das eine Mal, weil er in 2. Mose steht, ziemlich langweilig scheint, könnte uns das nächste Mal mit frischer und Weisheit gebender Erkenntnis treffen. Das ist Teil des unendlichen Abenteuers der Berührung mit dem lebendigen und wirksamen Wort Gottes (Hebräer 4,12). Der Geist überrascht uns. So tat er es, als ich etwas über den Bau der Stiftshütte las.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Eine unmögliche Aufgabe&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;In 2. Mose 25-30 gibt Gott Mose eine sehr lange Liste mit direkten Anweisungen für den Bau der Stiftshütte. Neben den „Bauplänen&amp;quot; für das Zelt, gab Gott genaue Anweisungen für die handwerklichen Arbeiten an der Bundeslade, dem Schaubrottisch, den Leuchtern, dem Öl für die Leuchter, dem Opferaltar, dem Räucheraltar, dem Weihrauch an sich, dem Wasserbecken, den priesterlichen Gewändern und das Rezept für das heilige Salböl. Diese Anweisungen füllten sechs Kapitel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich war beeindruckt, wie oft Gott Mose sagte „und du sollst …&amp;quot; (2. Mose 25,13). Ich suchte im Hebräerbrief nach dem Ausdruck „und du sollst&amp;quot;. Das „du&amp;quot; steht in der zweiten Person und maskulinen Verbform im &amp;lt;i&amp;gt;Singular&amp;lt;/i&amp;gt;. In anderen Worten: &amp;lt;i&amp;gt;Du, Mose, sollst machen&amp;lt;/i&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Mose hatte schon eine immens riesige Aufgabe. Er war leitender Prophet, Staatslenker, Außenminister, oberster Richter, oberster Militärführer &amp;lt;i&amp;gt;und noch mehr&amp;lt;/i&amp;gt; für eine Nation von zwei Millionen unzufriedenen Nomaden, die für ihre tägliche Versorgung und Sicherheit von seiner Führung abhängig waren. Gott bürdete ihm einen Haufen anspruchsvoller „und du sollst&amp;quot;-Projekte auf. Mose war ein außerordentlich demütiger Mann des Glaubens (4. Mose 12,3). Wenn es um mich gegangen wäre, würde ich möglicherweise denken, &amp;lt;i&amp;gt;ich und welches Heer?&amp;lt;/i&amp;gt; Ein unmöglicher Job wurde sogar noch unmöglicher.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Ausreichende Begabung vorhanden&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Dann stolperte ich über die Perle in diesem Haufen wertvoller Steine:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der Herr sprach zu Mose: „Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel, den Sohn des Uri, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, und habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk Pläne zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten. Auch mit der Fertigkeit zum Schneiden von Steinen zum Einsetzen und mit der Holzschnitzerei habe ich ihn begabt, damit er in jedem Handwerk arbeiten kann. Und ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn des Ahisamach, vom Stamm Dan, als Mitarbeiter gegeben. Und &amp;lt;i&amp;gt;dazu habe ich jedem, der ein weises Herz hat, Weisheit ins Herz gelegt, damit sie alles machen, was ich dir geboten habe&amp;lt;/i&amp;gt;… Nach allem, was ich dir geboten habe, sollen sie es machen (2. Mose 31,1-6, 11).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Gott stattete Mose mit den Begabungen aus, die ihm persönlich fehlten, indem er die Aufgaben auf andere Personen übertrug. Er erweiterte „und du sollst machen&amp;quot; in „sie sollen machen.&amp;quot; Eine unmögliche Aufgabe wurde &amp;lt;i&amp;gt;möglicher&amp;lt;/i&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Nie je zuvor hat mich dieser Text mit einer solchen Hoffnung und Freude erfüllt. Gott hat allen Männern - und Frauen (2. Mose 35,25-26) - die notwendigen Fähigkeiten gegeben, um jede Aufgabe auszuführen, die Gott seinen Leuten aufträgt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich empfand in mir eine ausgeprägte neu belebte Hoffnung für die Verpflichtungen, die Gott mir als Vater gegeben hat. Ein gläubiger Vater (und eine gläubige Mutter) spüren die Belastung des Gottesgebots: „Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen.&amp;quot; (5. Mose 6,7). Kindererziehung ist eine erschlagende Aufgabe. Regelmäßig neige ich dazu, mir darüber Sorgen zu machen, was meine Kinder noch alles wissen müssten - nicht einfach nur hören, sondern auch &amp;lt;i&amp;gt;wissen&amp;lt;/i&amp;gt; und &amp;lt;i&amp;gt;glauben&amp;lt;/i&amp;gt;. Wenn ich ihnen beim &amp;lt;i&amp;gt;Wissen&amp;lt;/i&amp;gt; und &amp;lt;i&amp;gt;Glauben&amp;lt;/i&amp;gt; helfen möchte, bin ich mir meiner Grenzen bewusst. Und mit meinen drei (von fünf) Jüngsten, die jetzt alle im Jugendalter sind, spüre ich, wie die Zeit drängt. Ich bin einfach nicht für die große Aufgabe geeignet, sie mit all dem, was sie benötigen, auszustatten - und nun sind sie in einem Alter, indem viele andere Dinge um ihre Zeit und Aufmerksamkeit buhlen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Dieser Schatz in 2. Mose 31,6 erinnert meine Seele daran, dass Gott mich mit &amp;lt;i&amp;gt;allem&amp;lt;/i&amp;gt; versorgen wird, was ich für meine Berufung als Vater brauche. Einschließlich anderer wertvoller Personen, denen er die Fähigkeiten gegeben hat, das für meine Kinder zu tun, was ich alleine nicht bewältige (Philipper 4,19).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Du bist nicht allein&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Dies betrifft natürlich jede herausfordernde Aufgabe, die uns Gott gibt. Wir sind bei den Aufgaben, die uns Gott überträgt, nie wirklich allein. Gott &amp;lt;i&amp;gt;wird&amp;lt;/i&amp;gt; uns alle Fähigkeiten geben, die wir benötigen. Jesus sagt: „Bittet, und es wird euch gegeben werden&amp;quot; (Matthäus 7,7). Hudson Taylor sagt: „Verlass dich darauf, Gottes Werk auf Gottes Weise vollführt, wird es nicht an Gottes Versorgung mangeln.&amp;quot; Und wenn Gott die Fähigkeiten zur Verfügung stellt, werden diese häufig von anderen Personen kommen. Gott erweitert fast jedes „und du sollst …&amp;quot; in „sie sollen …&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Eine neutestamentliche Version von 2. Mose 31,6 befindet sich in 1. Korinther 12,18-20:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nun aber hat Gott die Glieder bestimmt, jedes einzelne von ihnen am Leib, wie er wollte. Wenn aber alles ein Glied wäre, wo wäre der Leib? Nun aber sind zwar viele Glieder, aber ein Leib.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Was Gott von uns verlangt, war immer dafür gedacht, durch eine Gemeinschaft oder einen „Leib&amp;quot; Heiliger ausgeführt zu werden. Denn „jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben&amp;quot; 1. Korinther 12,7). Weil jeder mit seinen Fähigkeiten seinen Teil dazu beiträgt, arbeiten wir zusammen, so dass „wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christ&amp;quot; (Epheser 4,13). Auf diese Weise liebt Gott es, unsere unmöglichen Aufgaben &amp;lt;i&amp;gt;möglicher&amp;lt;/i&amp;gt; zu machen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;All dieser Trost findet sich in einem einzigen Vers in 2. Mose 31, wo ich es nicht erwartet hätte. Es war eine gute Erinnerung, nicht nur, dass Gott mich mit allem versorgt, was ich brauche, sondern auch, dass er seine Schätze des Trostes, der Ermutigung, der Orientierung und der Überführung an überraschenden Orten platziert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Gott_wird_dich_mit_der_F%C3%A4higkeit_ausstatten,_die_du_ben%C3%B6tigst</id>
		<title>Gott wird dich mit der Fähigkeit ausstatten, die du benötigst</title>
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				<updated>2020-05-12T19:53:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;{{info|God Will Provide the Ability You Need}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gott hat es gern, Schätze des Trosts, der Ermutigung, der Orientierung und der Überführung in eigenartigen Schriftstellen zu platzieren – an Stellen, wo wir sie nicht erwarten. Schriftstellen, wie die eher langweiligen Abschnitte von 2. Mose, mit denen ich mich vor kurzem in meiner Bibellese beschäftigte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Vollständige Offenbarung: Bei der Bibellese bin ich, wie viele, versucht, Abschnitte aus 2. Mose, 3. Mose und 4. Mose, die Details enthalten, welche ich für kaum „relevant&amp;quot; halte, und welche mein Gehirn nicht gut behält, zu überfliegen (Stammbäume, Ritualvorschriften, Tempelinventare usw.). Manchmal überfliege ich solche Stellen. Ich bin dankbar, dass ich es dieses Mal nicht tat, denn ich stieß auf einen seltenen Schatz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zunächst hier ein Gedanke über das Finden von Schätzen, bevor ich beschreibe, was ich gefunden habe. Ein Grund, warum wir die Bibel immer wieder lesen, ist, dass seine Schätze umherwandern. Der Heilige Geist kann das eine Mal ein bestimmtes Detail aufdecken und das andere Mal ein anderes. Ein Text, der das eine Mal, weil er in 2. Mose steht, ziemlich langweilig scheint, könnte uns das nächste Mal mit frischer und Weisheit gebender Erkenntnis treffen. Das ist Teil des unendlichen Abenteuers der Berührung mit dem lebendigen und wirksamen Wort Gottes (Hebräer 4,12). Der Geist überrascht uns. So tat er es, als ich etwas über den Bau der Stiftshütte las.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Eine unmögliche Aufgabe&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;In 2. Mose 25-30 gibt Gott Mose eine sehr lange Liste mit direkten Anweisungen für den Bau der Stiftshütte. Neben den „Bauplänen&amp;quot; für das Zelt, gab Gott genaue Anweisungen für die handwerklichen Arbeiten an der Bundeslade, dem Schaubrottisch, den Leuchtern, dem Öl für die Leuchter, dem Opferaltar, dem Räucheraltar, dem Weihrauch an sich, dem Wasserbecken, den priesterlichen Gewändern und das Rezept für das heilige Salböl. Diese Anweisungen füllten sechs Kapitel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich war beeindruckt, wie oft Gott Mose sagte „und du sollst …&amp;quot; (2. Mose 25,13). Ich suchte im Hebräerbrief nach dem Ausdruck „und du sollst&amp;quot;. Das „du&amp;quot; steht in der zweiten Person und maskulinen Verbform im &amp;lt;i&amp;gt;Singular&amp;lt;/i&amp;gt;. In anderen Worten: &amp;lt;i&amp;gt;Du, Mose, sollst machen&amp;lt;/i&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Mose hatte schon eine immens riesige Aufgabe. Er war leitender Prophet, Staatslenker, Außenminister, oberster Richter, oberster Militärführer &amp;lt;i&amp;gt;und noch mehr&amp;lt;i&amp;gt; für eine Nation von zwei Millionen unzufriedenen Nomaden, die für ihre tägliche Versorgung und Sicherheit von seiner Führung abhängig waren. Gott bürdete ihm einen Haufen anspruchsvoller „und du sollst&amp;quot;-Projekte auf. Mose war ein außerordentlich demütiger Mann des Glaubens (4. Mose 12,3). Wenn es um mich gegangen wäre, würde ich möglicherweise denken, &amp;lt;i&amp;gt;ich und welches Heer?&amp;lt;/i&amp;gt; Ein unmöglicher Job wurde sogar noch unmöglicher.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Ausreichende Begabung vorhanden&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Dann stolperte ich über die Perle in diesem Haufen wertvoller Steine:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der Herr sprach zu Mose: „Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel, den Sohn des Uri, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, und habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk Pläne zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten. Auch mit der Fertigkeit zum Schneiden von Steinen zum Einsetzen und mit der Holzschnitzerei habe ich ihn begabt, damit er in jedem Handwerk arbeiten kann. Und ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn des Ahisamach, vom Stamm Dan, als Mitarbeiter gegeben. Und &amp;lt;i&amp;gt;dazu habe ich jedem, der ein weises Herz hat, Weisheit ins Herz gelegt, damit sie alles machen, was ich dir geboten habe&amp;lt;/i&amp;gt;… Nach allem, was ich dir geboten habe, sollen sie es machen (2. Mose 31,1-6, 11).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Gott stattete Mose mit den Begabungen aus, die ihm persönlich fehlten, indem er die Aufgaben auf andere Personen übertrug. Er erweiterte „und du sollst machen&amp;quot; in „sie sollen machen.&amp;quot; Eine unmögliche Aufgabe wurde &amp;lt;i&amp;gt;möglicher&amp;lt;/i&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Nie je zuvor hat mich dieser Text mit einer solchen Hoffnung und Freude erfüllt. Gott hat allen Männern - und Frauen (2. Mose 35,25-26) - die notwendigen Fähigkeiten gegeben, um jede Aufgabe auszuführen, die Gott seinen Leuten aufträgt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich empfand in mir eine ausgeprägte neu belebte Hoffnung für die Verpflichtungen, die Gott mir als Vater gegeben hat. Ein gläubiger Vater (und eine gläubige Mutter) spüren die Belastung des Gottesgebots: „Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen.&amp;quot; (5. Mose 6,7). Kindererziehung ist eine erschlagende Aufgabe. Regelmäßig neige ich dazu, mir darüber Sorgen zu machen, was meine Kinder noch alles wissen müssten - nicht einfach nur hören, sondern auch &amp;lt;i&amp;gt;wissen&amp;lt;/i&amp;gt; und &amp;lt;i&amp;gt;glauben&amp;lt;/i&amp;gt;. Wenn ich ihnen beim &amp;lt;i&amp;gt;Wissen&amp;lt;/i&amp;gt; und &amp;lt;i&amp;gt;Glauben&amp;lt;/i&amp;gt; helfen möchte, bin ich mir meiner Grenzen bewusst. Und mit meinen drei (von fünf) Jüngsten, die jetzt alle im Jugendalter sind, spüre ich, wie die Zeit drängt. Ich bin einfach nicht für die große Aufgabe geeignet, sie mit all dem, was sie benötigen, auszustatten - und nun sind sie in einem Alter, indem viele andere Dinge um ihre Zeit und Aufmerksamkeit buhlen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Dieser Schatz in 2. Mose 31,6 erinnert meine Seele daran, dass Gott mich mit &amp;lt;i&amp;gt;allem&amp;lt;/i&amp;gt; versorgen wird, was ich für meine Berufung als Vater brauche. Einschließlich anderer wertvoller Personen, denen er die Fähigkeiten gegeben hat, das für meine Kinder zu tun, was ich alleine nicht bewältige (Philipper 4,19).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Du bist nicht allein&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Dies betrifft natürlich jede herausfordernde Aufgabe, die uns Gott gibt. Wir sind bei den Aufgaben, die uns Gott überträgt, nie wirklich allein. Gott &amp;lt;i&amp;gt;wird&amp;lt;/i&amp;gt; uns alle Fähigkeiten geben, die wir benötigen. Jesus sagt: „Bittet, und es wird euch gegeben werden&amp;quot; (Matthäus 7,7). Hudson Taylor sagt: „Verlass dich darauf, Gottes Werk auf Gottes Weise vollführt, wird es nicht an Gottes Versorgung mangeln.&amp;quot; Und wenn Gott die Fähigkeiten zur Verfügung stellt, werden diese häufig von anderen Personen kommen. Gott erweitert fast jedes „und du sollst …&amp;quot; in „sie sollen …&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Eine neutestamentliche Version von 2. Mose 31,6 befindet sich in 1. Korinther 12,18-20:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nun aber hat Gott die Glieder bestimmt, jedes einzelne von ihnen am Leib, wie er wollte. Wenn aber alles ein Glied wäre, wo wäre der Leib? Nun aber sind zwar viele Glieder, aber ein Leib.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Was Gott von uns verlangt, war immer dafür gedacht, durch eine Gemeinschaft oder einen „Leib&amp;quot; Heiliger ausgeführt zu werden. Denn „jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben&amp;quot; 1. Korinther 12,7). Weil jeder mit seinen Fähigkeiten seinen Teil dazu beiträgt, arbeiten wir zusammen, so dass „wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christ&amp;quot; (Epheser 4,13). Auf diese Weise liebt Gott es, unsere unmöglichen Aufgaben &amp;lt;i&amp;gt;möglicher&amp;lt;/i&amp;gt; zu machen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;All dieser Trost findet sich in einem einzigen Vers in 2. Mose 31, wo ich es nicht erwartet hätte. Es war eine gute Erinnerung, nicht nur, dass Gott mich mit allem versorgt, was ich brauche, sondern auch, dass er seine Schätze des Trostes, der Ermutigung, der Orientierung und der Überführung an überraschenden Orten platziert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Gott_wird_dich_mit_der_F%C3%A4higkeit_ausstatten,_die_du_ben%C3%B6tigst</id>
		<title>Gott wird dich mit der Fähigkeit ausstatten, die du benötigst</title>
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				<updated>2020-05-08T19:33:22Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;{{info|God Will Provide the Ability You Need}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gott hat es gern, Perlen des Trosts, der Ermutigung, der Orientierung und des Glaubens in eigenartigen Schriftstellen zu platzieren – an Stellen, wo wir sie nicht erwarten. Schriftstellen, wie die eher langweiligen Abschnitte von 2. Mose, mit denen ich mich vor kurzem in meiner Bibellese beschäftigte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Vollständige Offenbarung: Bei der Bibellese bin ich, wie viele, versucht, Abschnitte aus 2. Mose, 3. Mose und 4. Mose, die Details enthalten, welche ich für kaum „relevant&amp;quot; halte, und welche mein Gehirn nicht gut behält, zu überfliegen (Stammbäume, Ritualvorschriften, Tempelinventare usw.). Manchmal überfliege ich solche Stellen. Ich bin dankbar, dass ich es dieses Mal nicht tat, denn ich stieß auf einen seltene Perle.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zunächst hier ein Gedanke über das Finden von Perlen, bevor ich beschreibe, was ich gefunden habe. Ein Grund, warum wir die Bibel immer wieder lesen, ist, dass seine Perlen umherwandern. Der Heilige Geist kann das eine Mal ein bestimmtes Detail aufdecken, und das andere Mal ein anderes. Ein Text, der das eine Mal, weil er in 2. Mose steht, ziemlich langweilig erscheint, könnte uns das nächste Mal mit frischer und Weisheit gebender Erkenntnis treffen. Das ist Teil des unendlichen Abenteuers der Berührung mit dem lebendigen und wirksamen Wort Gottes (Hebräer 4,12). Der Geist überrascht uns. So tat er es, als ich etwas über den Bau der Stiftshütte las.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Eine unmögliche Aufgabe&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;In 2. Mose 25-30 gibt Gott Mose eine sehr lange Liste mit direkten Anweisungen für den Bau der Stiftshütte. Neben den „Bauplänen&amp;quot; für das Zelt, gab Gott genaue Anweisungen für die handwerklichen Arbeiten an der Bundeslade, dem Schaubrottisch, den Leuchtern, dem Öl für die Leuchter, dem Opferaltar, dem Räucheraltar, dem Weihrauch an sich, dem Wasserbecken, den priesterlichen Gewändern und das Rezept für das heilige Salböl. Diese Anweisungen füllten sechs Kapitel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich war beeindruckt, wie oft Gott Mose sagte „und du sollst …&amp;quot; (2. Mose 25,13) Ich suchte im Hebräerbrief nach dem Ausdruck „und du sollst&amp;quot;. Das „du&amp;quot; steht in der zweiten Person und maskulinen Verbform im &amp;lt;i&amp;gt;Singular&amp;lt;/i&amp;gt;. In anderen Worten, &amp;lt;i&amp;gt;Du, Mose, sollst machen&amp;lt;/i&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Mose hatte schon eine immens riesige Aufgabe. Er war leitender Prophet, Staatslenker, Außenminister, oberster Richter, oberster Militärführer &amp;lt;i&amp;gt;und noch mehr&amp;lt;/i&amp;gt; für eine Nation von zwei Millionen unzufriedenen Nomaden, die für ihre tägliche Versorgung und Sicherheit von seiner Führung abhängig waren. Gott bürdete ihm einen Haufen anspruchsvoller „und du sollst&amp;quot;-Projekte auf. Mose war ein außerordentlich demütiger Mann des Glaubens (4. Mose 12,3). Wenn es um mich gegangen wäre, würde ich denken, &amp;lt;i&amp;gt;ich und welches Heer&amp;lt;/i&amp;gt;? Ein unmöglicher Job wurde sogar noch unmöglicher.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Ausreichende Begabung vorhanden&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Dann stolperte ich über die Perle in diesem Haufen wertvoller Steine:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der Herr sprach zu Mose: „Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel, den Sohn des Uri, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, und habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk Pläne zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten. Auch mit der Fertigkeit zum Schneiden von Steinen zum Einsetzen und mit der Holzschnitzerei habe ich ihn begabt, damit er in jedem Handwerk arbeiten kann. Und ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn des Ahisamach, vom Stamm Dan, als Mitarbeiter gegeben. &amp;lt;i&amp;gt;Dazu habe ich jedem, der ein weises Herz hat, Weisheit ins Herz gelegt, damit sie alles machen, was ich dir geboten habe&amp;lt;/i&amp;gt;… Nach allem, was ich dir geboten habe, sollen sie es machen (2. Mose 31,1-6, 11).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Gott stattete Mose mit den Begabungen aus, die ihm persönlich fehlten, indem er die Aufgaben auf andere Personen übertrug. Er erweiterte „und du sollst machen&amp;quot; in „sie sollen machen.&amp;quot; Eine unmögliche Aufgabe wurde &amp;lt;i&amp;gt;möglicher&amp;lt;/i&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Nie je zuvor hat mich dieser Text mit einer solchen Hoffnung und Freude erfüllt. Gott hat allen Männern - und Frauen (2. Mose 35,25-26) - die notwendigen Fähigkeiten gegeben, um jegliche Aufgabe auszuführen, die Gott seinen Leuten aufträgt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich empfand in mir eine ausgeprägte neu belebte Hoffnung für die Verpflichtungen, die Gott mir als Vater gegeben hat. Ein gläubiger Vater (und eine gläubige Mutter) spüren die Belastung des Gottesgebots: „Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen.&amp;quot; (5. Mose 6,7). Kindererziehung ist eine erschlagende Aufgabe. Regelmäßig stehe ich neige ich dazu, mir darüber Sorgen zu machen, was meine Kinder noch alles wissen müssten - nicht einfach nur hören, sondern auch &amp;lt;i&amp;gt;wissen&amp;lt;/i&amp;gt; und &amp;lt;i&amp;gt;glauben&amp;lt;/i&amp;gt;. Wenn ich ihnen beim &amp;lt;i&amp;gt;Wissen&amp;lt;/i&amp;gt; und &amp;lt;i&amp;gt;Glauben&amp;lt;/i&amp;gt; helfen möchte, bin ich mir meiner Grenzen bewusst. Und mit meinen drei (von fünf) Jüngsten, die jetzt alle im Jugendalter sind, spüre ich, wie die Zeit drängt. Ich bin einfach nicht für die große Aufgabe geeignet, sie mit all dem, was sie benötigen, auszustatten - und nun sind sie in einem Alter, indem viele andere Dinge um ihre Zeit und Aufmerksamkeit buhlen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Diese Perle in 2. Mose 31,6 erinnert meine Seele daran, dass Gott mich mit &amp;lt;i&amp;gt;allem&amp;lt;/i&amp;gt; versorgen wird, was ich für meine Berufung als Vater brauche. Einschließlich anderer wertvoller Personen, denen er die Fähigkeiten gegeben hat, das für meine Kinder zu tun, was ich alleine nicht bewältige. (Philipper 4,19).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Du bist nicht allein&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Dies betrifft natürlich jede herausfordernde Aufgabe, die uns Gott gibt. Wir sind bei den Aufgaben, die uns Gott überträgt, nie wirklich allein. Gott &amp;lt;i&amp;gt;wird&amp;lt;/i&amp;gt; uns jegliche Fähigkeit geben, die wir benötigen. Jesus sagt, „Bittet, und es wird euch gegeben werden&amp;quot; (Matthäus 7,7). Hudson Taylor sagt: „Verlass dich darauf, Gottes Werk auf Gottes Weise vollführt, wird es nicht an Gottes Versorgung mangeln.&amp;quot; Und wenn Gott die Fähigkeiten zur Verfügung stellt, werden diese häufig von anderen Personen kommen. Gott erweitert fast jedes „und du sollst …&amp;quot; in „sie sollen …&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Eine neutestamentliche Version von 2. Mose 31,6 befindet sich in 1. Korinther 12,18-20:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Nach dem Stand der Dinge, ordnet Gott die Mitglieder des Körpers, jeden einzelnen, während er aussucht. Wenn alle nur ein einzelnes Glied wären, wo wäre der Leib? Wie es üblich ist, gibt es viele Glieder, aber nur einen Leib.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Was Gott von uns verlangt, war immer dafür gedacht, durch eine Gemeinschaft oder einen „Leib&amp;quot; Heiliger ausgeführt zu werden. Denn „jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben&amp;quot; 1. Korinther 12,7). Weil jeder mit seinen Begabungen seinen Teil dazu beiträgt, arbeiten wir zusammen, so dass „wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christ&amp;quot; (Epheser 4,13). Auf diese Weise liebt Gott es, unsere unmöglichen Aufgaben &amp;lt;i&amp;gt;möglicher&amp;lt;/i&amp;gt; zu machen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
All dieser Trost findet sich in einem einzigen Vers in 2. Mose 31, wo ich es nicht erwartet hätte. Es war eine gute Erinnerung, nicht nur, dass Gott mich mit allem versorgt, was ich brauche, sondern auch, dass er seine Perlen des Trostes, der Ermutigung, der Orientierung und des Glaubens an überraschenden Orten platziert.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<title>Gott wird dich mit der Fähigkeit ausstatten, die du benötigst</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|God Will Provide the Ability You Need}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat es gern, Perlen des Trosts, der Ermutigung, der Orientierung und des Glaubens in eigenartigen Schriftstellen zu platzieren – an Stellen, wo wir sie nicht erwarten. Schriftstellen, wie die eher langweiligen Abschnitte von 2. Mose, mit denen ich mich vor kurzem in meiner Bibellese beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Offenbarung: Bei der Bibellese bin ich, wie viele, versucht, Abschnitte aus 2. Mose, 3. Mose und 4. Mose, die Details enthalten, welche ich für kaum „relevant&amp;quot; halte, und welche mein Gehirn nicht gut behält, zu überfliegen (Stammbäume, Ritualvorschriften, Tempelinventare usw.). Manchmal überfliege ich solche Stellen. Ich bin dankbar, dass ich es dieses Mal nicht tat, denn ich stieß auf einen seltene Perle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst hier ein Gedanke über das Finden von Perlen, bevor ich beschreibe, was ich gefunden habe. Ein Grund, warum wir die Bibel immer wieder lesen, ist, dass seine Perlen umherwandern. Der Heilige Geist kann das eine Mal ein bestimmtes Detail aufdecken, und das andere Mal ein anderes. Ein Text, der das eine Mal, weil er in 2. Mose steht, ziemlich langweilig erscheint, könnte uns das nächste Mal mit frischer und Weisheit gebender Erkenntnis treffen. Das ist Teil des unendlichen Abenteuers der Berührung mit dem lebendigen und wirksamen Wort Gottes (Hebräer 4,12). Der Geist überrascht uns. So tat er es, als ich etwas über den Bau der Stiftshütte las.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine unmögliche Aufgabe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 2. Mose 25-30 gibt Gott Mose eine sehr lange Liste mit direkten Anweisungen für den Bau der Stiftshütte. Neben den „Bauplänen&amp;quot; für das Zelt, gab Gott genaue Anweisungen für die handwerklichen Arbeiten an der Bundeslade, dem Schaubrottisch, den Leuchtern, dem Öl für die Leuchter, dem Opferaltar, dem Räucheraltar, dem Weihrauch an sich, dem Wasserbecken, den priesterlichen Gewändern und das Rezept für das heilige Salböl. Diese Anweisungen füllten sechs Kapitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war beeindruckt, wie oft Gott Mose sagte „und du sollst …&amp;quot; (2. Mose 25,13) Ich suchte im Hebräerbrief nach dem Ausdruck „und du sollst&amp;quot;. Das „du&amp;quot; steht in der zweiten Person und maskulinen Verbform im ''Singular''. In anderen Worten, ''Du, Mose, sollst machen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mose hatte schon eine immens riesige Aufgabe. Er war leitender Prophet, Staatslenker, Außenminister, oberster Richter, oberster Militärführer ''und noch mehr'' für eine Nation von zwei Millionen unzufriedenen Nomaden, die für ihre tägliche Versorgung und Sicherheit von seiner Führung abhängig waren. Gott bürdete ihm einen Haufen anspruchsvoller „und du sollst&amp;quot;-Projekte auf. Mose war ein außerordentlich demütiger Mann des Glaubens (4. Mose 12,3). Wenn es um mich gegangen wäre, würde ich denken, ''ich und welches Heer''? Ein unmöglicher Job wurde sogar noch unmöglicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Ausreichende Begabung vorhanden&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Dann stolperte ich über die Perle in diesem Haufen wertvoller Steine:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der Herr sprach zu Mose: „Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel, den Sohn des Uri, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, und habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk Pläne zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten. Auch mit der Fertigkeit zum Schneiden von Steinen zum Einsetzen und mit der Holzschnitzerei habe ich ihn begabt, damit er in jedem Handwerk arbeiten kann. Und ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn des Ahisamach, vom Stamm Dan, als Mitarbeiter gegeben. &amp;lt;i&amp;gt;Dazu habe ich jedem, der ein weises Herz hat, Weisheit ins Herz gelegt, damit sie alles machen, was ich dir geboten habe&amp;lt;/i&amp;gt;… Nach allem, was ich dir geboten habe, sollen sie es machen (2. Mose 31,1-6, 11).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gott stattete Mose mit den Begabungen aus, die ihm persönlich fehlten, indem er die Aufgaben auf andere Personen übertrug. Er erweiterte „und du sollst machen&amp;quot; in „sie sollen machen.&amp;quot; Eine unmögliche Aufgabe wurde &amp;lt;i&amp;gt;möglicher&amp;lt;/i&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Nie je zuvor hat mich dieser Text mit einer solchen Hoffnung und Freude erfüllt. Gott hat allen Männern - und Frauen (2. Mose 35,25-26) - die notwendigen Fähigkeiten gegeben, um jegliche Aufgabe auszuführen, die Gott seinen Leuten aufträgt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich empfand in mir eine ausgeprägte neu belebte Hoffnung für die Verpflichtungen, die Gott mir als Vater gegeben hat. Ein gläubiger Vater (und eine gläubige Mutter) spüren die Belastung des Gottesgebots: „Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen.&amp;quot; (5. Mose 6,7). Kindererziehung ist eine erschlagende Aufgabe. Regelmäßig stehe ich neige ich dazu, mir darüber Sorgen zu machen, was meine Kinder noch alles wissen müssten - nicht einfach nur hören, sondern auch &amp;lt;i&amp;gt;wissen&amp;lt;/i&amp;gt; und &amp;lt;i&amp;gt;glauben&amp;lt;/i&amp;gt;. Wenn ich ihnen beim &amp;lt;i&amp;gt;Wissen&amp;lt;/i&amp;gt; und &amp;lt;i&amp;gt;Glauben&amp;lt;/i&amp;gt; helfen möchte, bin ich mir meiner Grenzen bewusst. Und mit meinen drei (von fünf) Jüngsten, die jetzt alle im Jugendalter sind, spüre ich, wie die Zeit drängt. Ich bin einfach nicht für die große Aufgabe geeignet, sie mit all dem, was sie benötigen, auszustatten - und nun sind sie in einem Alter, indem viele andere Dinge um ihre Zeit und Aufmerksamkeit buhlen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Diese Perle in 2. Mose 31,6 erinnert meine Seele daran, dass Gott mich mit &amp;lt;i&amp;gt;allem&amp;lt;/i&amp;gt; versorgen wird, was ich für meine Berufung als Vater brauche. Einschließlich anderer wertvoller Personen, denen er die Fähigkeiten gegeben hat, das für meine Kinder zu tun, was ich alleine nicht bewältige. (Philipper 4,19).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Du bist nicht allein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies betrifft natürlich jede herausfordernde Aufgabe, die uns Gott gibt. Wir sind bei den Aufgaben, die uns Gott überträgt, nie wirklich allein. Gott ''wird'' uns jegliche Fähigkeit geben, die wir benötigen. Jesus sagt, „Bittet, und es wird euch gegeben werden&amp;quot; (Matthäus 7,7). Hudson Taylor sagt: „Verlass dich darauf, Gottes Werk auf Gottes Weise vollführt, wird es nicht an Gottes Versorgung mangeln.&amp;quot; Und wenn Gott die Fähigkeiten zur Verfügung stellt, werden diese häufig von anderen Personen kommen. Gott erweitert fast jedes „und du sollst …&amp;quot; in „sie sollen …&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neutestamentliche Version von 2. Mose 31,6 befindet sich in 1. Korinther 12,18-20:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Stand der Dinge, ordnet Gott die Mitglieder des Körpers, jeden einzelnen, während er aussucht. Wenn alle nur ein einzelnes Glied wären, wo wäre der Leib? Wie es üblich ist, gibt es viele Glieder, aber nur einen Leib.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Gott von uns verlangt, war immer dafür gedacht, durch eine Gemeinschaft oder einen „Leib&amp;quot; Heiliger ausgeführt zu werden. Denn „jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben&amp;quot; 1. Korinther 12,7). Weil jeder mit seinen Begabungen seinen Teil dazu beiträgt, arbeiten wir zusammen, so dass „wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christ&amp;quot; (Epheser 4,13). Auf diese Weise liebt Gott es, unsere unmöglichen Aufgaben ''möglicher'' zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dieser Trost findet sich in einem einzigen Vers in 2. Mose 31, wo ich es nicht erwartet hätte. Es war eine gute Erinnerung, nicht nur, dass Gott mich mit allem versorgt, was ich brauche, sondern auch, dass er seine Perlen des Trostes, der Ermutigung, der Orientierung und des Glaubens an überraschenden Orten platziert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<title>Gott wird dich mit der Fähigkeit ausstatten, die du benötigst</title>
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				<updated>2020-05-08T19:29:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|God Will Provide the Ability You Need}}&amp;lt;br&amp;gt;  Gott hat es gern, Perlen des Trosts, der Ermutigung, der Orientierung und des Glaubens in eigenartigen Schrift…“&lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
Gott hat es gern, Perlen des Trosts, der Ermutigung, der Orientierung und des Glaubens in eigenartigen Schriftstellen zu platzieren – an Stellen, wo wir sie nicht erwarten. Schriftstellen, wie die eher langweiligen Abschnitte von 2. Mose, mit denen ich mich vor kurzem in meiner Bibellese beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Offenbarung: Bei der Bibellese bin ich, wie viele, versucht, Abschnitte aus 2. Mose, 3. Mose und 4. Mose, die Details enthalten, welche ich für kaum „relevant&amp;quot; halte, und welche mein Gehirn nicht gut behält, zu überfliegen (Stammbäume, Ritualvorschriften, Tempelinventare usw.). Manchmal überfliege ich solche Stellen. Ich bin dankbar, dass ich es dieses Mal nicht tat, denn ich stieß auf einen seltene Perle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst hier ein Gedanke über das Finden von Perlen, bevor ich beschreibe, was ich gefunden habe. Ein Grund, warum wir die Bibel immer wieder lesen, ist, dass seine Perlen umherwandern. Der Heilige Geist kann das eine Mal ein bestimmtes Detail aufdecken, und das andere Mal ein anderes. Ein Text, der das eine Mal, weil er in 2. Mose steht, ziemlich langweilig erscheint, könnte uns das nächste Mal mit frischer und Weisheit gebender Erkenntnis treffen. Das ist Teil des unendlichen Abenteuers der Berührung mit dem lebendigen und wirksamen Wort Gottes (Hebräer 4,12). Der Geist überrascht uns. So tat er es, als ich etwas über den Bau der Stiftshütte las.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine unmögliche Aufgabe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 2. Mose 25-30 gibt Gott Mose eine sehr lange Liste mit direkten Anweisungen für den Bau der Stiftshütte. Neben den „Bauplänen&amp;quot; für das Zelt, gab Gott genaue Anweisungen für die handwerklichen Arbeiten an der Bundeslade, dem Schaubrottisch, den Leuchtern, dem Öl für die Leuchter, dem Opferaltar, dem Räucheraltar, dem Weihrauch an sich, dem Wasserbecken, den priesterlichen Gewändern und das Rezept für das heilige Salböl. Diese Anweisungen füllten sechs Kapitel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war beeindruckt, wie oft Gott Mose sagte „und du sollst …&amp;quot; (2. Mose 25,13) Ich suchte im Hebräerbrief nach dem Ausdruck „und du sollst&amp;quot;. Das „du&amp;quot; steht in der zweiten Person und maskulinen Verbform im ''Singular''. In anderen Worten, ''Du, Mose, sollst machen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mose hatte schon eine immens riesige Aufgabe. Er war leitender Prophet, Staatslenker, Außenminister, oberster Richter, oberster Militärführer ''und noch mehr'' für eine Nation von zwei Millionen unzufriedenen Nomaden, die für ihre tägliche Versorgung und Sicherheit von seiner Führung abhängig waren. Gott bürdete ihm einen Haufen anspruchsvoller „und du sollst&amp;quot;-Projekte auf. Mose war ein außerordentlich demütiger Mann des Glaubens (4. Mose 12,3). Wenn es um mich gegangen wäre, würde ich denken, ''ich und welches Heer''? Ein unmöglicher Job wurde sogar noch unmöglicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ausreichende Begabung vorhanden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stolperte ich über die Perle in diesem Haufen wertvoller Steine:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr sprach zu Mose: „Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel, den Sohn des Uri, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, und habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk Pläne zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten. Auch mit der Fertigkeit zum Schneiden von Steinen zum Einsetzen und mit der Holzschnitzerei habe ich ihn begabt, damit er in jedem Handwerk arbeiten kann. Und ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn des Ahisamach, vom Stamm Dan, als Mitarbeiter gegeben. ''Dazu habe ich jedem, der ein weises Herz hat, Weisheit ins Herz gelegt, damit sie alles machen, was ich dir geboten habe''… Nach allem, was ich dir geboten habe, sollen sie es machen (2. Mose 31,1-6, 11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott stattete Mose mit den Begabungen aus, die ihm persönlich fehlten, indem er die Aufgaben auf andere Personen übertrug. Er erweiterte „und du sollst machen&amp;quot; in „sie sollen machen.&amp;quot; Eine unmögliche Aufgabe wurde ''möglicher''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nie je zuvor hat mich dieser Text mit einer solchen Hoffnung und Freude erfüllt. Gott hat allen Männern - und Frauen (2. Mose 35,25-26) - die notwendigen Fähigkeiten gegeben, um jegliche Aufgabe auszuführen, die Gott seinen Leuten aufträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich empfand in mir eine ausgeprägte neu belebte Hoffnung für die Verpflichtungen, die Gott mir als Vater gegeben hat. Ein gläubiger Vater (und eine gläubige Mutter) spüren die Belastung des Gottesgebots: „Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen.&amp;quot; (5. Mose 6,7). Kindererziehung ist eine erschlagende Aufgabe. Regelmäßig stehe ich neige ich dazu, mir darüber Sorgen zu machen, was meine Kinder noch alles wissen müssten - nicht einfach nur hören, sondern auch ''wissen'' und ''glauben''. Wenn ich ihnen beim ''Wissen'' und ''Glauben'' helfen möchte, bin ich mir meiner Grenzen bewusst. Und mit meinen drei (von fünf) Jüngsten, die jetzt alle im Jugendalter sind, spüre ich, wie die Zeit drängt. Ich bin einfach nicht für die große Aufgabe geeignet, sie mit all dem, was sie benötigen, auszustatten - und nun sind sie in einem Alter, indem viele andere Dinge um ihre Zeit und Aufmerksamkeit buhlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Perle in 2. Mose 31,6 erinnert meine Seele daran, dass Gott mich mit ''allem'' versorgen wird, was ich für meine Berufung als Vater brauche. Einschließlich anderer wertvoller Personen, denen er die Fähigkeiten gegeben hat, das für meine Kinder zu tun, was ich alleine nicht bewältige. (Philipper 4,19).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Du bist nicht allein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies betrifft natürlich jede herausfordernde Aufgabe, die uns Gott gibt. Wir sind bei den Aufgaben, die uns Gott überträgt, nie wirklich allein. Gott ''wird'' uns jegliche Fähigkeit geben, die wir benötigen. Jesus sagt, „Bittet, und es wird euch gegeben werden&amp;quot; (Matthäus 7,7). Hudson Taylor sagt: „Verlass dich darauf, Gottes Werk auf Gottes Weise vollführt, wird es nicht an Gottes Versorgung mangeln.&amp;quot; Und wenn Gott die Fähigkeiten zur Verfügung stellt, werden diese häufig von anderen Personen kommen. Gott erweitert fast jedes „und du sollst …&amp;quot; in „sie sollen …&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neutestamentliche Version von 2. Mose 31,6 befindet sich in 1. Korinther 12,18-20:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Stand der Dinge, ordnet Gott die Mitglieder des Körpers, jeden einzelnen, während er aussucht. Wenn alle nur ein einzelnes Glied wären, wo wäre der Leib? Wie es üblich ist, gibt es viele Glieder, aber nur einen Leib.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Gott von uns verlangt, war immer dafür gedacht, durch eine Gemeinschaft oder einen „Leib&amp;quot; Heiliger ausgeführt zu werden. Denn „jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben&amp;quot; 1. Korinther 12,7). Weil jeder mit seinen Begabungen seinen Teil dazu beiträgt, arbeiten wir zusammen, so dass „wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christ&amp;quot; (Epheser 4,13). Auf diese Weise liebt Gott es, unsere unmöglichen Aufgaben ''möglicher'' zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dieser Trost findet sich in einem einzigen Vers in 2. Mose 31, wo ich es nicht erwartet hätte. Es war eine gute Erinnerung, nicht nur, dass Gott mich mit allem versorgt, was ich brauche, sondern auch, dass er seine Perlen des Trostes, der Ermutigung, der Orientierung und des Glaubens an überraschenden Orten platziert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_Gott_m%C3%B6chte,_dass_ich_gl%C3%BCcklich_bin,_warum_muss_ich_dann_so_viel_Leid_ertragen%3F</id>
		<title>Wenn Gott möchte, dass ich glücklich bin, warum muss ich dann so viel Leid ertragen?</title>
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				<updated>2020-05-05T12:12:31Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;{{info|If God Wants Me to Be Happy, Why Do I Have So Much Suffering?}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;i&amp;gt;Der folgende Artikel ist eine bearbeitete Abschrift der Audio-Aufnahme.&amp;lt;/i&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Chronische Krankheit, schwierige Ehe, Verlust eines Kindes - möchte Gott nicht, dass ich glücklich bin?&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Gott möchte definitiv, dass Du langfristig und grenzenlos glücklich bist, zutiefst, jetzt in allen und durch alle Lebenslagen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer ist gegen uns? Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat - wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“ (Römer 8, 31-32)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Das bedeutet, dass wenn Gott den unermesslichen Preis seines Sohnes für dich bezahlt hat, wird er dich dann nicht gewiss durchtragen, indem er dich mit allem versorgt, was du brauchst?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Und dann geht es weiter. „Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße&amp;quot; - ich meine, dass sind herausfordernde Dinge! – „oder Gefahr oder Schwert?&amp;quot; „Wie geschrieben steht, ,deinetwegen werden wir getötet den ganzen Tag'&amp;quot; (8, 35-36). &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Somit gibt es für Christen Verfolgung und Tod. Und dann sagt er, „Aber in&amp;quot; - &amp;lt;i&amp;gt;in&amp;lt;/i&amp;gt; -  „diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich glaube „mehr als Überwinder&amp;quot; bedeutet für dein Lebensglück, dass die Feinde eines Überwinders bezwungen unter seinen Füßen liegen. Du hast Angst, Hunger, Blöße, Gefahr, Schwert, Verfolgung. Und da liegen sie, bezwungen unter meinen Füßen. &amp;lt;i&amp;gt;Mehr&amp;lt;/i&amp;gt; als Überwinder bedeutet, sie sind nicht nur unter meinen Füßen. Sie dienen mir. Sie sind nicht nur in Ketten oder gefangen. Sie dienen mir. Meine Verfolgung, mein Hunger, meine Blöße, mein Verlust - so schmerzhaft und tränenvoll sie sind - sie dienen mir. Gott vereint sie zu meinem Wohl.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Nun, dieses Wohl, dass er in ihnen und durch sie wirkt, ist Grund meines Glücks. Es liegt nicht an den Umständen. Da sind viele Tränen. Jesus war „ein Mann der Schmerzen und mit dem Leiden vertraut.&amp;quot; Paulus schreibt, „trauernd, und doch stets voller Freude.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich denke, Paulus war immer traurig und immer glücklich. Wie könnte er nicht weinen? Er war sehr angeschlagen. Sein Gesäß muss oft sehr malträtiert ausgesehen haben, denn sein Gesäß erhielt fünf Mal 39 Schläge, welche auf verschiedenste Weise geheilt wurden. Somit lebte dieser Mann mit einem Stachel in seinem Fleisch, vermutlich im Rücken, in seinen Augen und in seiner Seele. Und er hatte um sich herum nur Feinde. Und dieser sagte, „freut euch im Herrn und abermals sage ich euch, freuet euch.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Also ja, Gott möchte, dass du glücklich bist. Aber er wirkt nicht über die Lebensumstände. Er wirkt über sein Wesen. Er wirkt über das Evangelium. Und er wirkt in und durch Lebensumstände.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Dies ist eine Botschaft des Glaubens - großem Glauben - dass Gott gut ist, Gott für uns ist, und Gott all diese Dinge zu unserer tiefsten Zufriedenheit jetzt nutzt sowie zu unserer perfekten, unbefleckten Zufriedenheit für die Ewigkeit, die noch folgen mag.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wie_Christen_sich_auf_Leidenszeiten_vorbereiten</id>
		<title>Wie Christen sich auf Leidenszeiten vorbereiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wie_Christen_sich_auf_Leidenszeiten_vorbereiten"/>
				<updated>2020-04-17T12:40:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;{{info|How Christians Prepare for Suffering}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Der Apostel Paulus musste viel Leid ertragen. Musste er das wirklich?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Er wurde gefangen genommen. Er wurde geschlagen und war oft dem Tod nahe. Fünfmal bestraften ihn seine jüdischen Volksgenossen mit insgesamt 195 Peitschenhieben. Er wurde dreimal mit der Rute geschlagen. Er wurde einmal gesteinigt - und dreimal erlitt er Schiffbruch. Dazu kommen unzählige Gefahren auf seinen Reisen, plus zahllose andere im Neuen Testament erwähnte und nicht erwähnte Erlebnisse (2. Korinther 11, 21-33).&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Es kommt schnell die Frage auf, wie in aller Welt hat er das gemacht? Wie konnte er so viel Schmerz ertragen? So viel Verlust? Wie hat er sich auf das Leid vorbereitet?&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die Antwort finden wir in Philipper 3, 7-8.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;Alles andere als wertlos betrachten&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;In seiner Predigt aus dem Jahr 1992 „Zum Leiden und zur Freude berufen: Damit Christus in uns zunimmt&amp;quot; offenbart John Piper wie bedeutungsvoll Paulus' Bewertung seines Gewinns als Verlust ist. Im Wesentlichen blickt der Apostel ausgiebig auf sein Leben ohne Christus zurück. Alle Dinge, die er schätzte - seine jüdische Herkunft, sein oberer Platz in der religiösen Gesellschaft, seine Gesetzestreue - er schaute lange auf diese Liste und schrieb mit einem großen Edding „WERTLOS&amp;quot; darüber.&amp;quot;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Und dann gehen wir einen Schritt weiter.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Es waren nicht nur die vergangenen Werte seines persönlichen Lebens. Es war nicht nur „was auch immer ihm Gewinn war.&amp;quot; Paulus blickt in die Zukunft und erklärt alles andere als wertlos. Alles, was als positiv durchgehen könnte. Alles Gute, was er noch erleben könnte und all das, was er nie mehr erfahren wird. Gegenüber Jesus ist &amp;lt;em&amp;gt;alles andere &amp;lt;/em&amp;gt;wertlos.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;Das ist normales Christsein&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Und damit wir nicht glauben, dass Paulus dadurch auf eine frommere Stufe gestellt wird, dass er auf einer geistigen Ebene ist, die wir nie erreichen können, erinnert uns Piper daran, dass diese Bewertung normales Christsein ist (Matthäus 13, 44; Lukas 14, 33). &amp;lt;em&amp;gt;Jesus als besser als alles andere in der Welt zu sehen, das steht im Zentrum eines jeden Christen.&amp;lt;/em&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Es empfiehlt sich, diesen letzten Satz so oft zu lesen, bis er sich unangenehm anfühlt. Manche sind schnell dabei, ihre Herzen zu trösten, wenn leichte Lebenswinde für Verunsicherung sorgen. Aber was ist dann mit der eigenen Überzeugung? Es ist gut, sich nicht mit einem verwässerten Christsein eins zu machen, dass der Bibel fremd ist. Es ist keine Werkgerechtigkeit, wenn man sagt, dass rettender Glaube in Jesus bedeutet, dass wir ihn wirklich lieben. Es ist Werkgerechtigkeit, wenn man denkt, dass unsere wahrhaftige Liebe zu ihm der Grund ist, warum wir gerettet sind. Paulus schreibt, dass alles im Vergleich zum unübertroffenen Bedeutung, Jesus zu kennen, wertlos ist. So redete Paulus. Und so sollten wir es ebenfalls tun.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;Jesus ist besser&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Und so bereitete sich Paulus auf die Leidenszeit vor. Er sah Jesus höher als alles andere an. Piper legt es so aus:&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Leiden ist nicht mehr als das Wegnehmen schlechter und guter Dinge, welche uns die Welt zu unserem Vergnügen anbietet - Ansehen, Wertschätzung unter Gleichgesinnten, Arbeit, Geld, Ehepartner, Sexualleben, Kinder, Freunde, Gesundheit, Stärke, Sehkraft, Gehör, Erfolg etc. Wenn uns diese Dinge weggenommen werden (durch Gewalt, durch Umstände oder durch unsere eigene Entscheidung), leiden wir. Aber wenn wir Paulus und den Lehren Jesu folgen und wir diese Dinge als wertlos im Gegensatz zum unvergleichlichen Gewinn betrachten, den wir in Christus haben, sind wir auf Leidenszeiten vorbereitet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Das heißt, wenn wir Jesus verehren, dann verliert jegliches Leiden in unserem Leben etwas von dem, was für uns vorher noch ein Verlust gewesen wäre.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wenn Du Christ wirst, schreibst du mit Ausnahme von Christus ein großes „WERTLOS&amp;quot; über alle Dinge dieser Welt. Wenn dich dann Christus herausfordert, einige dieser Dinge aufzugeben, ist das für dich nicht mehr ungewohnt oder unerwartet. Schmerz und Sorgen mögen groß sein. Es mag viele Tränen geben, so wie bei Jesus in Gethsemane. Aber wir werden vorbereitet sein. Wir wissen, dass der Wert Christi alle Dinge übertrifft, die uns die Welt bieten kann und wenn wir diese Dinge verlieren, gewinnen wir Christus.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;Ihn heutzutage lieben&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Niemand von uns kennt die Leiden, die uns morgen begegnen könnten und uns sicher begegnen, so lange wir noch auf Jesus warten müssen. Wir wissen nicht, welche Nöte uns Gott noch auferlegen wird. Aber selbst wenn wir sie nicht kennen, können wir uns darauf vorbereiten. Und wir können uns auf Bedrängnis vorbereiten, indem wir jetzt an Jesus zunehmen.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Es wird den Schmerz nicht verringern. Überhaupt nicht. Aber wir wissen, selbst in der dunkelsten Nacht, dass Jesus unser Gott und alles ist, dass er unser Fels und Schatz ist, dass er genug ist.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wir können uns auf das Leid von morgen vorbereiten, indem wir heute unsere Liebe zu Jesus pflegen.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Und_er_schuf_Mann_und_Frau_nach_dem_Ebenbild_Gottes</id>
		<title>Und er schuf Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes</title>
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				<updated>2020-04-07T19:35:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;{{info|Male and Female He Created Them in the Image of God}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;1.Mose 1,26-28&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;„Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Heute Morgen möchte ich mit euch über drei Dinge nachdenken, die uns dieser Text lehrt. Erstens, Gott schuf die Menschen. Zweitens, Gott schuf uns nach seinem Ebenbild. Drittens, Gott schuf uns als Mann und Frau.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Es ist möglich, an diese drei Wahrheiten zu glauben und kein Christ zu sein. Denn sie werden auch in den Jüdischen Schriften gelehrt. So würde ein frommer Jude, der an die Schriften glaubt, diese Wahrheiten annehmen. Doch auch wenn Ihr an diese Wahrheiten glauben könnt aber keine Christen seid, weisen sie doch auf das Christentum hin. Sie alle verlangen nach der Erfüllung, die mit Christus kommt. Dies ist, worüber ich sprechen möchte, vor allem in Bezug auf die dritte Wahrheit – dass wir nach dem Ebenbild Gottes als Mann und Frau erschaffen wurden. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;1.	Gott schuf die Menschen&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Kommen wir zur ersten Wahrheit, dass die Menschen von Gott erschaffen worden sind. Ich denke, dies verlangt nach einer Erklärung. WARUM hat er uns erschaffen? Wenn man etwas erschafft, gibt es dafür einen Grund. Doch gibt uns die Welt, so wie wir sie kennen, eine angemessene Antwort auf diese Frage? Im Alten Testament geht um Menschen, die die Welt unter ihre Herrschaft bringen. Es geht darum, zu Gottes Ehre geschaffen zu sein (Jesaja 43,7). Es geht um die Erde voll mit dem Wissen um Gottes Ehre.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Doch was sehen wir? Wir sehen eine Welt, die im Aufstand gegen den Schöpfer ist. Wir sehen, dass die Jüdischen Schriften sich dem Ende neigen – mit einer völlig unfertigen Schöpfungsgeschichte und der Hoffnung, dass die Herrlichkeit noch kommen wird. Darum verlangt der bloße Glaube an die Schöpfung der Menschheit durch Gott, so wie es in den Jüdischen Schriften gelehrt wird, nach einer Geschichte, die erzählt werden muss, nämlich nach dem Christentum. Nur in Christus kann das Ziel der Schöpfung erreicht werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;2.	Gott schuf uns nach seinem Ebenbild&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Oder nehmen wir die zweite Wahrheit als Beispiel: Gott schuf uns nach seinem Ebenbild. Das muss bestimmt damit zusammenhängen, warum wir hier sind. Der Grund, uns zu schaffen, muss etwas Wunderbares mit der Tatsache zu tun haben, dass wir eben keine Frösche oder Echsen oder Vögel oder sogar Affen sind. Wir sind Menschen nach Gottes Ebenbild, wir allein, keine anderen Tiere.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Doch was für ein Chaos haben wir aus dieser wundervollen Würde gemacht. Sind wir gottesähnlich? Nun, ja und nein. Ja, wir sind wir gottesähnlich, sogar wenn wir sündigen und nicht glauben, dass es eine Ähnlichkeit gibt. Wir wissen es, denn in 1. Mose 9,6 sagte Gott zu Noah: „Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden; denn nach dem Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht.“ Mit anderen Worten, selbst in einer Welt voller Sünde (darunter Mord), sind Menschen dennoch Gottes Ebenbild. Sie werden nicht wie Mäuse und Mücken getötet. Ihr büßt mit eurem Leben, wenn Ihr einen Menschen tötet (siehe Jakobus 3,9).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Doch sind wir das Ebenbild, nach dem Gott uns erschaffen hat? Ist das Bild nicht manchmal bis zur Unkenntlichkeit getrübt? Fühlt Ihr euch gottesähnlich, so wie Ihr sein solltet? Also wieder dazu, dass der Glaube, dass wir nach Gottes Ebenbild erschaffen wurden, nach einer Erfüllung verlangt – in diesem Fall nach einer Erlösung, einer Veränderung, einer Art Neuerschaffung. Und genau das ist es, was das Christentum hervorbringt. „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen… und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit“ (Epheser 2,8-10; 4,24). Gott schuf uns nach seinem Ebenbild, doch wir haben es bis zur Unkenntlichkeit getrübt und nun ist Jesus die Antwort. Er kommt mit dem Glauben, er vergibt, er reinigt und er beginnt ein Rückgewinnungsprojekt namens Heiligung, welches in der Herrlichkeit endet, die Gott von Beginn an für die Menschen vorgesehen hat. Darum, da wir wissen, dass wir nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurden, schreien unsere Sünde und unsere Verderblichkeit nach einer Antwort. Und die Antwort ist Jesus. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;3.	Gott schuf uns als Mann und Frau&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die dritte Wahrheit in diesen Versen ist, dass Gott uns als Mann und Frau geschaffen hat. Und auch das weist auf das Christentum hin und auf die Erfüllung Christi. Wie? Auf mindestens zwei Arten. Eine kommt aus dem Rätsel der Ehe. Die andere kommt aus der historischen Hässlichkeit sündiger Beziehungen zwischen Männern und Frauen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Das Geheimnis der Ehe&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Nehmen wir das Rätsel der Ehe. In 1. Mose 2,24, direkt nach dem Bericht, wie die Frau erschaffen wurde, sagt Moses: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.“ Wenn jetzt also der Apostel Paulus diesen Vers in Epheser 5,31 zitiert, sagt er: „Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.“ Und mit diesem Hinweis offenbart er die Bedeutung der Ehe: Es ist ein Symbol für Christi Liebe für die Kirche, die durch die liebevolle Führung des Ehemanns seiner Frau dargestellt wird; und es ist ein Symbol der freudigen Unterwerfung der Kirche gegenüber Christi, die in der Beziehung der Ehefrau zu ihrem Ehemann dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Er bezeichnet die Ehe in 1. Mose 2,24 als „Geheimnis“, weil Gott offensichtlich nicht all seine Absichten für die Ehe zwischen Männern und Frauen offenbart hat. Es gab Hinweise im Alten Testament, dass die Ehe wie die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk war. Doch erst als Christi kam, wurde das Geheimnis um die Ehe genauer offenbart. Es ist als Abbildung des Bundes zwischen Christi und seinem Volk bestimmt, als seine Hingabe zu der Kirche.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Seht ihr, wie Gott die Menschen als Männer und Frauen schafft und dann die Ehe zu der Beziehung bestimmt, in der der Mann seine Eltern verlässt und sich in hingebungsvoller Verpflichtung an seine Frau bindet – seht ihr, wie dieses Schöpfungswerk und dieses Sakrament der Ehe nach der Offenbarung Christi und seiner Kirche verlangen? Sie suchen nach dem Christentum als Offenbarung dieses Geheimnisses.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Für die meisten Menschen ist das ein sehr fremder Gedanke, selbst für die meisten Christen, da die Ehe eine säkulare und sowohl christliche Institution ist. Man findet sie in alles Kulturen, nicht nur in christlichen Gesellschaften. Wir tendieren also nicht dazu, all die nicht-christlichen Ehen, die wir kennen, als geheimnisvolles Symbol Christi für die Verbindung zur Kirche zu sehen. Doch das sind sie, und unser komplettes Dasein als Männer und Frauen verlangt nach Christi, der sich in seiner Beziehung zur Kirche offenbart. Das Christentum vervollständigt unser Verständnis vom Bund der Ehe.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Lasst mich ein Bild mit einer Wendung darstellen, an die Ihr zuvor nicht gedacht habt. Christi kommt wieder auf die Erde. Sogar als Ihr ihn gehen gesehen habt, wird er wiederkommen, sagten die Engel. Darum stellt euch einen Tag mit mir vor. Der Himmel steht offen und die Trompeten erklingen und der Menschensohn erscheint auf den Wolken, voller Macht und großartiger Herrlichkeit und Zehntausenden heiligen Engeln, die wie die Sonne scheinen. Er schickt sie raus, um seine Auserwählten der vier Winde aufzusammeln und lässt diejenigen von den Toten auferstehen, die in Christi gestorben sind. Er gibt ihnen neue, prächtige Körper, wie seinen eigenen, und in einem Augenblick verwandelt er den Rest von uns, sodass wir für die Herrlichkeit bereit sind.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die jahrelange Vorbereitung der Braut Christi (der Kirche!) ist endlich vollkommen und er nimmt ihren Arm und führt sie zum Tisch. Das Hochzeitsmahl aus Lammfleisch wurde serviert. Er steht am Kopf des Tischs und eine große Stille bricht über die Millionen Heiligen ein. Und er sagt: „Das, meine Lieben, war die Bedeutung der Ehe. Das ist, worauf alles ausgerichtet war. Das ist, warum ich euch als Mann und Frau schuf und den Bund der Ehe bestimmte. Fortan wird es keine Ehe und Verheiratungen mehr geben, denn die endgültige Wirklichkeit ist gekommen und der Schatten kann dahin gehen“ (siehe Markus 12,25 und Lukas 20,34-36).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Erinnert euch nun daran, was wir tun: Wir versuchen, die dritte Wahrheit zu sehen – dass Gott uns nach seinem Ebenbild erschaffen hat, weist auf das Christentum und auf die Vollendung dessen hin. Und ich sagte, dass er das auf zwei Arten tut. Die erste war durch das Geheimnis der Ehe. Die Schöpfung der Menschen als Männer und Frauen gibt die nötige Bedingung für die Erschaffung des Sakraments der Ehe. Es kann keine Ehe ohne Männer und Frauen geben. Und die Bedeutung der Ehe ist in ihrem Wesen und ihrer Fülle nicht bekannt, bis wir es als Gleichnis mit Christi Beziehung zu der Kirche sehen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Also weist die Schöpfung von Männern und Frauen auf die Ehe hin und die Ehe weist auf Christus und die Kirche hin. Und aus diesem Grund ist der Glaube, dass Gott uns Männer und Frauen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, ohne das Christentum nicht komplett – ohne Christi und sein Heilshandeln für die Kirche.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Die historische Hässlichkeit von Beziehungen zwischen Männern und Frauen&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Jetzt habe ich gesagt, es gäbe einen anderen Weg, wie die Schöpfung von Männern und Frauen nach Gottes Ebenbild auf das Christentum als nötige Vollendung hinweist, nämlich die Verzerrung der historischen Hässlichkeit der Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Lasst mich versuchen, es zu erklären.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Als die Sünde in die Welt kam, war die Auswirkung auf unsere Beziehungen als Männer und Frauen verheerend. Gott kommt zu Adam, nachdem er von der verbotenen Frucht gegessen hat und fragt, was passiert ist. In 1. Mose 3,12 sagt Adam: „Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, sie gab mir von dem Baum, und ich aß.“ Mit anderen Worten ist es ihre Schuld (oder deine, da du sie mir gegeben hast!), wenn also jemand für das Essen der Frucht sterben muss, dann sie!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Hier haben wir den Beginn von häuslicher Gewalt, vom Missbrauch der Ehefrau, von Vergewaltigung, von sexuellen Beleidigungen, von allen Arten der Herabsetzung von Frauen, die Gott nach seinem Ebenbild erschaffen hat.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;1. Mose 3,16 spricht einen Fluch auf gefallene Männer und Frauen wie diese aus, zu der Frau sagt Gott: „Ich werde sehr vermehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären! Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen!“ Mit anderen Worten ist das Ergebnis von Sünde und des Fluches in unserer Zeit der Konflikt zwischen den Geschlechtern. Dieser Vers ist keine Beschreibung, wie die Dinge sein sollten. Es ist eine Beschreibung der verfluchten Weise, wie die Dinge sein werden, solange die Sünde herrscht. Dominierende Männer und unterwürfige Frauen. Das ist nicht die Bedeutung von Männlichkeit und Weiblichkeit nach Gottes Ebenbild. Es ist die Hässlichkeit der Sünde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wie weist diese Hässlichkeit nun auf das Christentum hin? Sie weist auf das Christentum, weil sie nach der Heilung, welche das Christentum in die Beziehung zwischen Männern und Frauen bringt, verlangt. Wenn Gott uns nach seinem Ebenbild als MANN UND FRAU geschaffen hat, impliziert das die Gleichheit der Menschen, die Gleichheit der Würde, gegenseitigen Respekt, Harmonie, Komplementarität und vereintes Schicksal. Doch wo ist all das in der Weltgeschichte? Es ist in der Heilung, die Jesus bringt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Zwei Beobachtungen über die Heilung, die Jesus bringt&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Hier gibt es so viel zu sagen. Aber lasst mich nur zwei Dinge erwähnen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;3.1. Das Schicksal, als Mann und Frau geschaffen zu sein&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Erstens sagt Petrus in 1. Petrus 3,7, dass ein christlicher Ehemann und eine Ehefrau „Miterben der Gnade und des Lebens“ sind. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass Männer und Frauen in Christus wiederentdecken, was es hieß, als Mann und Frau nach Gottes Ebenbild erschaffen worden zu sein. Es bedeutet, dass sie zusammen als Mann und Frau die Herrlichkeit Gottes erstrahlen lassen sollen und dass sie gemeinsam als Miterben die Herrlichkeit Gottes erben sollen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Schöpfung von Männern und Frauen nach Gottes Ebenbild (wenn man es neben der Sünde betrachtet) verlangt nach Vollendung der Heilung, die mit dem Verwandlungswerk Christi und dem Erbe, dass er für die Sünder erkauft hat, kommt. Christi errettet von der Sünde die Wirklichkeit, dass Männer und Frauen Miterben der Gnade und des Lebens sind.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;3.2. Die Bedeutung der Ehelosigkeit von Männern und Frauen&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die andere Sache, die über die Art, wie Christi die Dinge umdreht und die Hässlichkeit unserer Kriegsführung überwindet und das Schicksal, als Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes geschaffen worden zu sein, erfüllt, zu erwähnen ist, ist in 1. Korinther 1 zu finden. Hier sagt Paulus etwas fast unglaublich Radikales für diese Zeit: „Ich sage aber den Unverheirateten und den Witwen: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich… Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefallen möge… Die unverheiratete Frau und die Jungfrau ist für die Sache des Herrn besorgt, damit sie heilig sei an Leib und Geist… Dies aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht, um euch eine Schlinge überzuwerfen, sondern damit ihr ehrbar und beständig ohne Ablenkung beim Herrn bleibt“ (1. Korinther 7,8 und 32-35).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Seht ihr, worauf das hindeutet? Es deutet darauf hin, dass die Heilung, die Jesus Männern und Frauen, die nach Gottes Ebenbild erschaffen worden sind, bringt, nicht von der Ehe abhängen. Tatsächlich lehrte Paulus Erfahrung als lediger Mann (und auch das Vorbild Jesu als lediger Mann) ihn, dass eine aufrichtige Hingabe zu dem Herrn für einen ledigen Mann oder eine ledige Frau insoweit möglich ist, wie sie es für verheiratete Heilige nicht möglich ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ein anderer Weg das zu sagen, ist dieser: Die Ehe ist eine vorübergehende Institution für die Zeit bis zur Wiederauferstehung der Toten. Der Kern ihrer Bedeutung und der Zweck ist es, Christi Beziehung zu der Kirche darzustellen. Doch wenn die Wirklichkeit kommt, wird die Darstellung, wie wir sie kennen, beiseitegelegt. Und es wird weder die Ehe noch die Verheiratung geben. Und diejenigen, die ledig waren und sich dem Herrn hingegeben haben, werden beim Hochzeitsmahl aus Lammfleisch als volle Miterben der Gnade und des Lebens sitzen. Und in Betracht auf ihre Hingabe zu dem Herrn und ihre Opferungen werden sie mit Zuneigungen und Beziehungen und Freude jenseits der Vorstellung belohnt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Zusammenfassung&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Also lasst mich zusammenfassen, was wir gesehen haben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;1) Gott erschuf die Menschen. Und sobald das Alte Testament schließt, verlangt diese wundervolle Tatsache nach dem Rest der Geschichte, dem Christentum, um dem Sinn zu verleihen, was Gott geplant hatte. Sein Ziel durch die Schöpfung ist nicht vollendet ohne das Werk Christi.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;2) Gott schuf uns nach SEINEM EBENBILD. Doch wir trübten das Bild so sehr, dass es fast nicht wiederzuerkennen ist. Darum verlangt diese Wahrheit nach der Vollendung des Christentums, weil das, was Jesus tut, ist zurückzuholen, was verloren war. Es nennt sich „Neuschöpfung in Jesu“. Das Bild ist wiederhergestellt in Gerechtigkeit und Heiligkeit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;3) Gott schuf uns nach seinem Ebenbild ALS MANN UND FRAU. Und auch das verlangt nach Vollendung in der Wahrheit des Christentums. Keiner kann ganz verstehen, was es heißt, in der Ehe männlich und weiblich zu sein, bis man sieht, dass die Ehe dazu da ist, um Christi und die Kirche darzustellen. Und keiner kann das wahre Schicksal, als Mann und Frau nach Gottes Ebenbild geschaffen worden zu sein, wissen, bis man erkennt, dass Männer und Frauen Miterben der Gnade und des Lebens sind. Und schließlich kann keiner die Bedeutung des Ledigseins als Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes ganz verstehen, bis man von Christi lernt, dass es keine Ehen mehr geben wird, und darum hängt das herrliche Schicksal, Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes zu sein, nicht von der Ehe, sondern von der Hingabe an den Herrn, ab.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Lebt darum nach diesen Wahrheiten: Gott hat euch erschaffen; er erschuf euch nach seinem Ebenbild; und er erschuf euch als Mann oder Frau, sodass ihr euch radikal und einzigartig dem Herrn hingeben könnt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Und_er_schuf_Mann_und_Frau_nach_dem_Ebenbild_Gottes</id>
		<title>Und er schuf Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Und_er_schuf_Mann_und_Frau_nach_dem_Ebenbild_Gottes"/>
				<updated>2020-04-07T19:34:35Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;{{info|Male and Female He Created Them in the Image of God}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;1.Mose 1,26-28&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;„Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Heute Morgen möchte ich mit euch über drei Dinge nachdenken, die uns dieser Text lehrt. Erstens, Gott schuf die Menschen. Zweitens, Gott schuf uns nach seinem Ebenbild. Drittens, Gott schuf uns als Mann und Frau.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Es ist möglich, an diese drei Wahrheiten zu glauben und kein Christ zu sein. Denn sie werden auch in den Jüdischen Schriften gelehrt. So würde ein frommer Jude, der an die Schriften glaubt, diese Wahrheiten annehmen. Doch auch wenn Ihr an diese Wahrheiten glauben könnt aber keine Christen seid, weisen sie doch auf das Christentum hin. Sie alle verlangen nach der Erfüllung, die mit Christus kommt. Dies ist, worüber ich sprechen möchte, vor allem in Bezug auf die dritte Wahrheit – dass wir nach dem Ebenbild Gottes als Mann und Frau erschaffen wurden. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;1.	Gott schuf die Menschen&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Kommen wir zur ersten Wahrheit, dass die Menschen von Gott erschaffen worden sind. Ich denke, dies verlangt nach einer Erklärung. WARUM hat er uns erschaffen? Wenn man etwas erschafft, gibt es dafür einen Grund. Doch gibt uns die Welt, so wie wir sie kennen, eine angemessene Antwort auf diese Frage? Im Alten Testament geht um Menschen, die die Welt unter ihre Herrschaft bringen. Es geht darum, zu Gottes Ehre geschaffen zu sein (Jesaja 43,7). Es geht um die Erde voll mit dem Wissen um Gottes Ehre.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Doch was sehen wir? Wir sehen eine Welt, die im Aufstand gegen den Schöpfer ist. Wir sehen, dass die Jüdischen Schriften sich dem Ende neigen – mit einer völlig unfertigen Schöpfungsgeschichte und der Hoffnung, dass die Herrlichkeit noch kommen wird. Darum verlangt der bloße Glaube an die Schöpfung der Menschheit durch Gott, so wie es in den Jüdischen Schriften gelehrt wird, nach einer Geschichte, die erzählt werden muss, nämlich nach dem Christentum. Nur in Christus kann das Ziel der Schöpfung erreicht werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;2.	Gott schuf uns nach seinem Ebenbild&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Oder nehmen wir die zweite Wahrheit als Beispiel: Gott schuf uns nach seinem Ebenbild. Das muss bestimmt damit zusammenhängen, warum wir hier sind. Der Grund, uns zu schaffen, muss etwas Wunderbares mit der Tatsache zu tun haben, dass wir eben keine Frösche oder Echsen oder Vögel oder sogar Affen sind. Wir sind Menschen nach Gottes Ebenbild, wir allein, keine anderen Tiere.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Doch was für ein Chaos haben wir aus dieser wundervollen Würde gemacht. Sind wir gottesähnlich? Nun, ja und nein. Ja, wir sind wir gottesähnlich, sogar wenn wir sündigen und nicht glauben, dass es eine Ähnlichkeit gibt. Wir wissen es, denn in 1. Mose 9,6 sagte Gott zu Noah: „Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden; denn nach dem Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht.“ Mit anderen Worten, selbst in einer Welt voller Sünde (darunter Mord), sind Menschen dennoch Gottes Ebenbild. Sie werden nicht wie Mäuse und Mücken getötet. Ihr büßt mit eurem Leben, wenn Ihr einen Menschen tötet (siehe Jakobus 3,9).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Doch sind wir das Ebenbild, nach dem Gott uns erschaffen hat? Ist das Bild nicht manchmal bis zur Unkenntlichkeit getrübt? Fühlt Ihr euch gottesähnlich, so wie Ihr sein solltet? Also wieder dazu, dass der Glaube, dass wir nach Gottes Ebenbild erschaffen wurden, nach einer Erfüllung verlangt – in diesem Fall nach einer Erlösung, einer Veränderung, einer Art Neuerschaffung. Und genau das ist es, was das Christentum hervorbringt. „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen… und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit“ (Epheser 2,8-10; 4,24). Gott schuf uns nach seinem Ebenbild, doch wir haben es bis zur Unkenntlichkeit getrübt und nun ist Jesus die Antwort. Er kommt mit dem Glauben, er vergibt, er reinigt und er beginnt ein Rückgewinnungsprojekt namens Heiligung, welches in der Herrlichkeit endet, die Gott von Beginn an für die Menschen vorgesehen hat. Darum, da wir wissen, dass wir nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurden, schreien unsere Sünde und unsere Verderblichkeit nach einer Antwort. Und die Antwort ist Jesus. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;3.	Gott schuf uns als Mann und Frau&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die dritte Wahrheit in diesen Versen ist, dass Gott uns als Mann und Frau geschaffen hat. Und auch das weist auf das Christentum hin und auf die Erfüllung Christi. Wie? Auf mindestens zwei Arten. Eine kommt aus dem Rätsel der Ehe. Die andere kommt aus der historischen Hässlichkeit sündiger Beziehungen zwischen Männern und Frauen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Das Geheimnis der Ehe&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Nehmen wir das Rätsel der Ehe. In 1. Mose 2,24, direkt nach dem Bericht, wie die Frau erschaffen wurde, sagt Moses: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.“ Wenn jetzt also der Apostel Paulus diesen Vers in Epheser 5,31 zitiert, sagt er: „Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.“ Und mit diesem Hinweis offenbart er die Bedeutung der Ehe: Es ist ein Symbol für Christi Liebe für die Kirche, die durch die liebevolle Führung des Ehemanns seiner Frau dargestellt wird; und es ist ein Symbol der freudigen Unterwerfung der Kirche gegenüber Christi, die in der Beziehung der Ehefrau zu ihrem Ehemann dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Er bezeichnet die Ehe in 1. Mose 2,24 als „Geheimnis“, weil Gott offensichtlich nicht all seine Absichten für die Ehe zwischen Männern und Frauen offenbart hat. Es gab Hinweise im Alten Testament, dass die Ehe wie die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk war. Doch erst als Christi kam, wurde das Geheimnis um die Ehe genauer offenbart. Es ist als Abbildung des Bundes zwischen Christi und seinem Volk bestimmt, als seine Hingabe zu der Kirche.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Seht ihr, wie Gott die Menschen als Männer und Frauen schafft und dann die Ehe zu der Beziehung bestimmt, in der der Mann seine Eltern verlässt und sich in hingebungsvoller Verpflichtung an seine Frau bindet – seht ihr, wie dieses Schöpfungswerk und dieses Sakrament der Ehe nach der Offenbarung Christi und seiner Kirche verlangen? Sie suchen nach dem Christentum als Offenbarung dieses Geheimnisses.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Für die meisten Menschen ist das ein sehr fremder Gedanke, selbst für die meisten Christen, da die Ehe eine säkulare und sowohl christliche Institution ist. Man findet sie in alles Kulturen, nicht nur in christlichen Gesellschaften. Wir tendieren also nicht dazu, all die nicht-christlichen Ehen, die wir kennen, als geheimnisvolles Symbol Christi für die Verbindung zur Kirche zu sehen. Doch das sind sie, und unser komplettes Dasein als Männer und Frauen verlangt nach Christi, der sich in seiner Beziehung zur Kirche offenbart. Das Christentum vervollständigt unser Verständnis vom Bund der Ehe.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Lasst mich ein Bild mit einer Wendung darstellen, an die Ihr zuvor nicht gedacht habt. Christi kommt wieder auf die Erde. Sogar als Ihr ihn gehen gesehen habt, wird er wiederkommen, sagten die Engel. Darum stellt euch einen Tag mit mir vor. Der Himmel steht offen und die Trompeten erklingen und der Menschensohn erscheint auf den Wolken, voller Macht und großartiger Herrlichkeit und Zehntausenden heiligen Engeln, die wie die Sonne scheinen. Er schickt sie raus, um seine Auserwählten der vier Winde aufzusammeln und lässt diejenigen von den Toten auferstehen, die in Christi gestorben sind. Er gibt ihnen neue, prächtige Körper, wie seinen eigenen, und in einem Augenblick verwandelt er den Rest von uns, sodass wir für die Herrlichkeit bereit sind.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die jahrelange Vorbereitung der Braut Christi (der Kirche!) ist endlich vollkommen und er nimmt ihren Arm und führt sie zum Tisch. Das Hochzeitsmahl aus Lammfleisch wurde serviert. Er steht am Kopf des Tischs und eine große Stille bricht über die Millionen Heiligen ein. Und er sagt: „Das, meine Lieben, war die Bedeutung der Ehe. Das ist, worauf alles ausgerichtet war. Das ist, warum ich euch als Mann und Frau schuf und den Bund der Ehe bestimmte. Fortan wird es keine Ehe und Verheiratungen mehr geben, denn die endgültige Wirklichkeit ist gekommen und der Schatten kann dahin gehen“ (siehe Markus 12,25 und Lukas 20,34-36).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Erinnert euch nun daran, was wir tun: Wir versuchen, die dritte Wahrheit zu sehen – dass Gott uns nach seinem Ebenbild erschaffen hat, weist auf das Christentum und auf die Vollendung dessen hin. Und ich sagte, dass er das auf zwei Arten tut. Die erste war durch das Geheimnis der Ehe. Die Schöpfung der Menschen als Männer und Frauen gibt die nötige Bedingung für die Erschaffung des Sakraments der Ehe. Es kann keine Ehe ohne Männer und Frauen geben. Und die Bedeutung der Ehe ist in ihrem Wesen und ihrer Fülle nicht bekannt, bis wir es als Gleichnis mit Christi Beziehung zu der Kirche sehen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Also weist die Schöpfung von Männern und Frauen auf die Ehe hin und die Ehe weist auf Christus und die Kirche hin. Und aus diesem Grund ist der Glaube, dass Gott uns Männer und Frauen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, ohne das Christentum nicht komplett – ohne Christi und sein Heilshandeln für die Kirche.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Die historische Hässlichkeit von Beziehungen zwischen Männern und Frauen&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Jetzt habe ich gesagt, es gäbe einen anderen Weg, wie die Schöpfung von Männern und Frauen nach Gottes Ebenbild auf das Christentum als nötige Vollendung hinweist, nämlich die Verzerrung der historischen Hässlichkeit der Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Lasst mich versuchen, es zu erklären.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Als die Sünde in die Welt kam, war die Auswirkung auf unsere Beziehungen als Männer und Frauen verheerend. Gott kommt zu Adam, nachdem er von der verbotenen Frucht gegessen hat und fragt, was passiert ist. In 1. Mose 3,12 sagt Adam: „Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, sie gab mir von dem Baum, und ich aß.“ Mit anderen Worten ist es ihre Schuld (oder deine, da du sie mir gegeben hast!), wenn also jemand für das Essen der Frucht sterben muss, dann sie!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Hier haben wir den Beginn von häuslicher Gewalt, vom Missbrauch der Ehefrau, von Vergewaltigung, von sexuellen Beleidigungen, von allen Arten der Herabsetzung von Frauen, die Gott nach seinem Ebenbild erschaffen hat.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;1. Mose 3,16 spricht einen Fluch auf gefallene Männer und Frauen wie diese aus, zu der Frau sagt Gott: „Ich werde sehr vermehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären! Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen!“ Mit anderen Worten ist das Ergebnis von Sünde und des Fluches in unserer Zeit der Konflikt zwischen den Geschlechtern. Dieser Vers ist keine Beschreibung, wie die Dinge sein sollten. Es ist eine Beschreibung der verfluchten Weise, wie die Dinge sein werden, solange die Sünde herrscht. Dominierende Männer und unterwürfige Frauen. Das ist nicht die Bedeutung von Männlichkeit und Weiblichkeit nach Gottes Ebenbild. Es ist die Hässlichkeit der Sünde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wie weist diese Hässlichkeit nun auf das Christentum hin? Sie weist auf das Christentum, weil sie nach der Heilung, welche das Christentum in die Beziehung zwischen Männern und Frauen bringt, verlangt. Wenn Gott uns nach seinem Ebenbild als MANN UND FRAU geschaffen hat, impliziert das die Gleichheit der Menschen, die Gleichheit der Würde, gegenseitigen Respekt, Harmonie, Komplementarität und vereintes Schicksal. Doch wo ist all das in der Weltgeschichte? Es ist in der Heilung, die Jesus bringt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Zwei Beobachtungen über die Heilung, die Jesus bringt&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Hier gibt es so viel zu sagen. Aber lasst mich nur zwei Dinge erwähnen.&lt;br /&gt;
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&amp;lt;h4&amp;gt;3.1. Das Schicksal, als Mann und Frau geschaffen zu sein&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Erstens sagt Petrus in 1. Petrus 3,7, dass ein christlicher Ehemann und eine Ehefrau „Miterben der Gnade und des Lebens“ sind. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass Männer und Frauen in Christus wiederentdecken, was es hieß, als Mann und Frau nach Gottes Ebenbild erschaffen worden zu sein. Es bedeutet, dass sie zusammen als Mann und Frau die Herrlichkeit Gottes erstrahlen lassen sollen und dass sie gemeinsam als Miterben die Herrlichkeit Gottes erben sollen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Schöpfung von Männern und Frauen nach Gottes Ebenbild (wenn man es neben der Sünde betrachtet) verlangt nach Vollendung der Heilung, die mit dem Verwandlungswerk Christi und dem Erbe, dass er für die Sünder erkauft hat, kommt. Christi errettet von der Sünde die Wirklichkeit, dass Männer und Frauen Miterben der Gnade und des Lebens sind.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;3.2. Die Bedeutung der Ehelosigkeit von Männern und Frauen&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die andere Sache, die über die Art, wie Christi die Dinge umdreht und die Hässlichkeit unserer Kriegsführung überwindet und das Schicksal, als Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes geschaffen worden zu sein, erfüllt, zu erwähnen ist, ist in 1. Korinther 1 zu finden. Hier sagt Paulus etwas fast unglaublich Radikales für diese Zeit: „Ich sage aber den Unverheirateten und den Witwen: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich… Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefallen möge… Die unverheiratete Frau und die Jungfrau ist für die Sache des Herrn besorgt, damit sie heilig sei an Leib und Geist… Dies aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht, um euch eine Schlinge überzuwerfen, sondern damit ihr ehrbar und beständig ohne Ablenkung beim Herrn bleibt“ (1. Korinther 7,8 und 32-35).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Seht ihr, worauf das hindeutet? Es deutet darauf hin, dass die Heilung, die Jesus Männern und Frauen, die nach Gottes Ebenbild erschaffen worden sind, bringt, nicht von der Ehe abhängen. Tatsächlich lehrte Paulus Erfahrung als lediger Mann (und auch das Vorbild Jesu als lediger Mann) ihn, dass eine aufrichtige Hingabe zu dem Herrn für einen ledigen Mann oder eine ledige Frau insoweit möglich ist, wie sie es für verheiratete Heilige nicht möglich ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ein anderer Weg das zu sagen, ist dieser: Die Ehe ist eine vorübergehende Institution für die Zeit bis zur Wiederauferstehung der Toten. Der Kern ihrer Bedeutung und der Zweck ist es, Christi Beziehung zu der Kirche darzustellen. Doch wenn die Wirklichkeit kommt, wird die Darstellung, wie wir sie kennen, beiseitegelegt. Und es wird weder die Ehe noch die Verheiratung geben. Und diejenigen, die ledig waren und sich dem Herrn hingegeben haben, werden beim Hochzeitsmahl aus Lammfleisch als volle Miterben der Gnade und des Lebens sitzen. Und in Betracht auf ihre Hingabe zu dem Herrn und ihre Opferungen werden sie mit Zuneigungen und Beziehungen und Freude jenseits der Vorstellung belohnt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Zusammenfassung&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Also lasst mich zusammenfassen, was wir gesehen haben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;1) Gott erschuf die Menschen. Und sobald das Alte Testament schließt, verlangt diese wundervolle Tatsache nach dem Rest der Geschichte, dem Christentum, um dem Sinn zu verleihen, was Gott geplant hatte. Sein Ziel durch die Schöpfung ist nicht vollendet ohne das Werk Christi.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;2) Gott schuf uns nach SEINEM EBENBILD. Doch wir trübten das Bild so sehr, dass es fast nicht wiederzuerkennen ist. Darum verlangt diese Wahrheit nach der Vollendung des Christentums, weil das, was Jesus tut, ist zurückzuholen, was verloren war. Es nennt sich „Neuschöpfung in Jesu“. Das Bild ist wiederhergestellt in Gerechtigkeit und Heiligkeit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;3) Gott schuf uns nach seinem Ebenbild ALS MANN UND FRAU. Und auch das verlangt nach Vollendung in der Wahrheit des Christentums. Keiner kann ganz verstehen, was es heißt, in der Ehe männlich und weiblich zu sein, bis man sieht, dass die Ehe dazu da ist, um Christi und die Kirche darzustellen. Und keiner kann das wahre Schicksal, als Mann und Frau nach Gottes Ebenbild geschaffen worden zu sein, wissen, bis man erkennt, dass Männer und Frauen Miterben der Gnade und des Lebens sind. Und schließlich kann keiner die Bedeutung des Ledigseins als Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes ganz verstehen, bis man von Christi lernt, dass es keine Ehen mehr geben wird, und darum hängt das herrliche Schicksal, Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes zu sein, nicht von der Ehe, sondern von der Hingabe an den Herrn, ab.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Lebt darum nach diesen Wahrheiten: Gott hat euch erschaffen; er erschuf euch nach seinem Ebenbild; und er erschuf euch als Mann oder Frau, sodass ihr euch radikal und einzigartig dem Herrn hingeben könnt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Und_er_schuf_Mann_und_Frau_nach_dem_Ebenbild_Gottes</id>
		<title>Und er schuf Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes</title>
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				<updated>2020-04-07T19:32:31Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Male and Female He Created Them in the Image of God}}&amp;lt;br&amp;gt;  '''1.Mose 1,26-28'''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;„Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ä…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Male and Female He Created Them in the Image of God}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.Mose 1,26-28'''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;„Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute Morgen möchte ich mit euch über drei Dinge nachdenken, die uns dieser Text lehrt. Erstens, Gott schuf die Menschen. Zweitens, Gott schuf uns nach seinem Ebenbild. Drittens, Gott schuf uns als Mann und Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist möglich, an diese drei Wahrheiten zu glauben und kein Christ zu sein. Denn sie werden auch in den Jüdischen Schriften gelehrt. So würde ein frommer Jude, der an die Schriften glaubt, diese Wahrheiten annehmen. Doch auch wenn Ihr an diese Wahrheiten glauben könnt aber keine Christen seid, weisen sie doch auf das Christentum hin. Sie alle verlangen nach der Erfüllung, die mit Christus kommt. Dies ist, worüber ich sprechen möchte, vor allem in Bezug auf die dritte Wahrheit – dass wir nach dem Ebenbild Gottes als Mann und Frau erschaffen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1.	Gott schuf die Menschen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir zur ersten Wahrheit, dass die Menschen von Gott erschaffen worden sind. Ich denke, dies verlangt nach einer Erklärung. WARUM hat er uns erschaffen? Wenn man etwas erschafft, gibt es dafür einen Grund. Doch gibt uns die Welt, so wie wir sie kennen, eine angemessene Antwort auf diese Frage? Im Alten Testament geht um Menschen, die die Welt unter ihre Herrschaft bringen. Es geht darum, zu Gottes Ehre geschaffen zu sein (Jesaja 43,7). Es geht um die Erde voll mit dem Wissen um Gottes Ehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was sehen wir? Wir sehen eine Welt, die im Aufstand gegen den Schöpfer ist. Wir sehen, dass die Jüdischen Schriften sich dem Ende neigen – mit einer völlig unfertigen Schöpfungsgeschichte und der Hoffnung, dass die Herrlichkeit noch kommen wird. Darum verlangt der bloße Glaube an die Schöpfung der Menschheit durch Gott, so wie es in den Jüdischen Schriften gelehrt wird, nach einer Geschichte, die erzählt werden muss, nämlich nach dem Christentum. Nur in Christus kann das Ziel der Schöpfung erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2.	Gott schuf uns nach seinem Ebenbild====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder nehmen wir die zweite Wahrheit als Beispiel: Gott schuf uns nach seinem Ebenbild. Das muss bestimmt damit zusammenhängen, warum wir hier sind. Der Grund, uns zu schaffen, muss etwas Wunderbares mit der Tatsache zu tun haben, dass wir eben keine Frösche oder Echsen oder Vögel oder sogar Affen sind. Wir sind Menschen nach Gottes Ebenbild, wir allein, keine anderen Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was für ein Chaos haben wir aus dieser wundervollen Würde gemacht. Sind wir gottesähnlich? Nun, ja und nein. Ja, wir sind wir gottesähnlich, sogar wenn wir sündigen und nicht glauben, dass es eine Ähnlichkeit gibt. Wir wissen es, denn in 1. Mose 9,6 sagte Gott zu Noah: „Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden; denn nach dem Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht.“ Mit anderen Worten, selbst in einer Welt voller Sünde (darunter Mord), sind Menschen dennoch Gottes Ebenbild. Sie werden nicht wie Mäuse und Mücken getötet. Ihr büßt mit eurem Leben, wenn Ihr einen Menschen tötet (siehe Jakobus 3,9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch sind wir das Ebenbild, nach dem Gott uns erschaffen hat? Ist das Bild nicht manchmal bis zur Unkenntlichkeit getrübt? Fühlt Ihr euch gottesähnlich, so wie Ihr sein solltet? Also wieder dazu, dass der Glaube, dass wir nach Gottes Ebenbild erschaffen wurden, nach einer Erfüllung verlangt – in diesem Fall nach einer Erlösung, einer Veränderung, einer Art Neuerschaffung. Und genau das ist es, was das Christentum hervorbringt. „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen… und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit“ (Epheser 2,8-10; 4,24). Gott schuf uns nach seinem Ebenbild, doch wir haben es bis zur Unkenntlichkeit getrübt und nun ist Jesus die Antwort. Er kommt mit dem Glauben, er vergibt, er reinigt und er beginnt ein Rückgewinnungsprojekt namens Heiligung, welches in der Herrlichkeit endet, die Gott von Beginn an für die Menschen vorgesehen hat. Darum, da wir wissen, dass wir nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurden, schreien unsere Sünde und unsere Verderblichkeit nach einer Antwort. Und die Antwort ist Jesus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3.	Gott schuf uns als Mann und Frau====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Wahrheit in diesen Versen ist, dass Gott uns als Mann und Frau geschaffen hat. Und auch das weist auf das Christentum hin und auf die Erfüllung Christi. Wie? Auf mindestens zwei Arten. Eine kommt aus dem Rätsel der Ehe. Die andere kommt aus der historischen Hässlichkeit sündiger Beziehungen zwischen Männern und Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Geheimnis der Ehe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir das Rätsel der Ehe. In 1. Mose 2,24, direkt nach dem Bericht, wie die Frau erschaffen wurde, sagt Moses: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.“ Wenn jetzt also der Apostel Paulus diesen Vers in Epheser 5,31 zitiert, sagt er: „Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.“ Und mit diesem Hinweis offenbart er die Bedeutung der Ehe: Es ist ein Symbol für Christi Liebe für die Kirche, die durch die liebevolle Führung des Ehemanns seiner Frau dargestellt wird; und es ist ein Symbol der freudigen Unterwerfung der Kirche gegenüber Christi, die in der Beziehung der Ehefrau zu ihrem Ehemann dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bezeichnet die Ehe in 1. Mose 2,24 als „Geheimnis“, weil Gott offensichtlich nicht all seine Absichten für die Ehe zwischen Männern und Frauen offenbart hat. Es gab Hinweise im Alten Testament, dass die Ehe wie die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk war. Doch erst als Christi kam, wurde das Geheimnis um die Ehe genauer offenbart. Es ist als Abbildung des Bundes zwischen Christi und seinem Volk bestimmt, als seine Hingabe zu der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seht ihr, wie Gott die Menschen als Männer und Frauen schafft und dann die Ehe zu der Beziehung bestimmt, in der der Mann seine Eltern verlässt und sich in hingebungsvoller Verpflichtung an seine Frau bindet – seht ihr, wie dieses Schöpfungswerk und dieses Sakrament der Ehe nach der Offenbarung Christi und seiner Kirche verlangen? Sie suchen nach dem Christentum als Offenbarung dieses Geheimnisses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die meisten Menschen ist das ein sehr fremder Gedanke, selbst für die meisten Christen, da die Ehe eine säkulare und sowohl christliche Institution ist. Man findet sie in alles Kulturen, nicht nur in christlichen Gesellschaften. Wir tendieren also nicht dazu, all die nicht-christlichen Ehen, die wir kennen, als geheimnisvolles Symbol Christi für die Verbindung zur Kirche zu sehen. Doch das sind sie, und unser komplettes Dasein als Männer und Frauen verlangt nach Christi, der sich in seiner Beziehung zur Kirche offenbart. Das Christentum vervollständigt unser Verständnis vom Bund der Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasst mich ein Bild mit einer Wendung darstellen, an die Ihr zuvor nicht gedacht habt. Christi kommt wieder auf die Erde. Sogar als Ihr ihn gehen gesehen habt, wird er wiederkommen, sagten die Engel. Darum stellt euch einen Tag mit mir vor. Der Himmel steht offen und die Trompeten erklingen und der Menschensohn erscheint auf den Wolken, voller Macht und großartiger Herrlichkeit und Zehntausenden heiligen Engeln, die wie die Sonne scheinen. Er schickt sie raus, um seine Auserwählten der vier Winde aufzusammeln und lässt diejenigen von den Toten auferstehen, die in Christi gestorben sind. Er gibt ihnen neue, prächtige Körper, wie seinen eigenen, und in einem Augenblick verwandelt er den Rest von uns, sodass wir für die Herrlichkeit bereit sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jahrelange Vorbereitung der Braut Christi (der Kirche!) ist endlich vollkommen und er nimmt ihren Arm und führt sie zum Tisch. Das Hochzeitsmahl aus Lammfleisch wurde serviert. Er steht am Kopf des Tischs und eine große Stille bricht über die Millionen Heiligen ein. Und er sagt: „Das, meine Lieben, war die Bedeutung der Ehe. Das ist, worauf alles ausgerichtet war. Das ist, warum ich euch als Mann und Frau schuf und den Bund der Ehe bestimmte. Fortan wird es keine Ehe und Verheiratungen mehr geben, denn die endgültige Wirklichkeit ist gekommen und der Schatten kann dahin gehen“ (siehe Markus 12,25 und Lukas 20,34-36).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinnert euch nun daran, was wir tun: Wir versuchen, die dritte Wahrheit zu sehen – dass Gott uns nach seinem Ebenbild erschaffen hat, weist auf das Christentum und auf die Vollendung dessen hin. Und ich sagte, dass er das auf zwei Arten tut. Die erste war durch das Geheimnis der Ehe. Die Schöpfung der Menschen als Männer und Frauen gibt die nötige Bedingung für die Erschaffung des Sakraments der Ehe. Es kann keine Ehe ohne Männer und Frauen geben. Und die Bedeutung der Ehe ist in ihrem Wesen und ihrer Fülle nicht bekannt, bis wir es als Gleichnis mit Christi Beziehung zu der Kirche sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also weist die Schöpfung von Männern und Frauen auf die Ehe hin und die Ehe weist auf Christus und die Kirche hin. Und aus diesem Grund ist der Glaube, dass Gott uns Männer und Frauen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, ohne das Christentum nicht komplett – ohne Christi und sein Heilshandeln für die Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die historische Hässlichkeit von Beziehungen zwischen Männern und Frauen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich gesagt, es gäbe einen anderen Weg, wie die Schöpfung von Männern und Frauen nach Gottes Ebenbild auf das Christentum als nötige Vollendung hinweist, nämlich die Verzerrung der historischen Hässlichkeit der Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Lasst mich versuchen, es zu erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Sünde in die Welt kam, war die Auswirkung auf unsere Beziehungen als Männer und Frauen verheerend. Gott kommt zu Adam, nachdem er von der verbotenen Frucht gegessen hat und fragt, was passiert ist. In 1. Mose 3,12 sagt Adam: „Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, sie gab mir von dem Baum, und ich aß.“ Mit anderen Worten ist es ihre Schuld (oder deine, da du sie mir gegeben hast!), wenn also jemand für das Essen der Frucht sterben muss, dann sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier haben wir den Beginn von häuslicher Gewalt, vom Missbrauch der Ehefrau, von Vergewaltigung, von sexuellen Beleidigungen, von allen Arten der Herabsetzung von Frauen, die Gott nach seinem Ebenbild erschaffen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Mose 3,16 spricht einen Fluch auf gefallene Männer und Frauen wie diese aus, zu der Frau sagt Gott: „Ich werde sehr vermehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären! Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen!“ Mit anderen Worten ist das Ergebnis von Sünde und des Fluches in unserer Zeit der Konflikt zwischen den Geschlechtern. Dieser Vers ist keine Beschreibung, wie die Dinge sein sollten. Es ist eine Beschreibung der verfluchten Weise, wie die Dinge sein werden, solange die Sünde herrscht. Dominierende Männer und unterwürfige Frauen. Das ist nicht die Bedeutung von Männlichkeit und Weiblichkeit nach Gottes Ebenbild. Es ist die Hässlichkeit der Sünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weist diese Hässlichkeit nun auf das Christentum hin? Sie weist auf das Christentum, weil sie nach der Heilung, welche das Christentum in die Beziehung zwischen Männern und Frauen bringt, verlangt. Wenn Gott uns nach seinem Ebenbild als MANN UND FRAU geschaffen hat, impliziert das die Gleichheit der Menschen, die Gleichheit der Würde, gegenseitigen Respekt, Harmonie, Komplementarität und vereintes Schicksal. Doch wo ist all das in der Weltgeschichte? Es ist in der Heilung, die Jesus bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zwei Beobachtungen über die Heilung, die Jesus bringt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier gibt es so viel zu sagen. Aber lasst mich nur zwei Dinge erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3.1. Das Schicksal, als Mann und Frau geschaffen zu sein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens sagt Petrus in 1. Petrus 3,7, dass ein christlicher Ehemann und eine Ehefrau „Miterben der Gnade und des Lebens“ sind. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass Männer und Frauen in Christus wiederentdecken, was es hieß, als Mann und Frau nach Gottes Ebenbild erschaffen worden zu sein. Es bedeutet, dass sie zusammen als Mann und Frau die Herrlichkeit Gottes erstrahlen lassen sollen und dass sie gemeinsam als Miterben die Herrlichkeit Gottes erben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schöpfung von Männern und Frauen nach Gottes Ebenbild (wenn man es neben der Sünde betrachtet) verlangt nach Vollendung der Heilung, die mit dem Verwandlungswerk Christi und dem Erbe, dass er für die Sünder erkauft hat, kommt. Christi errettet von der Sünde die Wirklichkeit, dass Männer und Frauen Miterben der Gnade und des Lebens sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3.2. Die Bedeutung der Ehelosigkeit von Männern und Frauen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Sache, die über die Art, wie Christi die Dinge umdreht und die Hässlichkeit unserer Kriegsführung überwindet und das Schicksal, als Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes geschaffen worden zu sein, erfüllt, zu erwähnen ist, ist in 1. Korinther 1 zu finden. Hier sagt Paulus etwas fast unglaublich Radikales für diese Zeit: „Ich sage aber den Unverheirateten und den Witwen: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich… Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefallen möge… Die unverheiratete Frau und die Jungfrau ist für die Sache des Herrn besorgt, damit sie heilig sei an Leib und Geist… Dies aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht, um euch eine Schlinge überzuwerfen, sondern damit ihr ehrbar und beständig ohne Ablenkung beim Herrn bleibt“ (1. Korinther 7,8 und 32-35).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seht ihr, worauf das hindeutet? Es deutet darauf hin, dass die Heilung, die Jesus Männern und Frauen, die nach Gottes Ebenbild erschaffen worden sind, bringt, nicht von der Ehe abhängen. Tatsächlich lehrte Paulus Erfahrung als lediger Mann (und auch das Vorbild Jesu als lediger Mann) ihn, dass eine aufrichtige Hingabe zu dem Herrn für einen ledigen Mann oder eine ledige Frau insoweit möglich ist, wie sie es für verheiratete Heilige nicht möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Weg das zu sagen, ist dieser: Die Ehe ist eine vorübergehende Institution für die Zeit bis zur Wiederauferstehung der Toten. Der Kern ihrer Bedeutung und der Zweck ist es, Christi Beziehung zu der Kirche darzustellen. Doch wenn die Wirklichkeit kommt, wird die Darstellung, wie wir sie kennen, beiseitegelegt. Und es wird weder die Ehe noch die Verheiratung geben. Und diejenigen, die ledig waren und sich dem Herrn hingegeben haben, werden beim Hochzeitsmahl aus Lammfleisch als volle Miterben der Gnade und des Lebens sitzen. Und in Betracht auf ihre Hingabe zu dem Herrn und ihre Opferungen werden sie mit Zuneigungen und Beziehungen und Freude jenseits der Vorstellung belohnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Zusammenfassung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also lasst mich zusammenfassen, was wir gesehen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Gott erschuf die Menschen. Und sobald das Alte Testament schließt, verlangt diese wundervolle Tatsache nach dem Rest der Geschichte, dem Christentum, um dem Sinn zu verleihen, was Gott geplant hatte. Sein Ziel durch die Schöpfung ist nicht vollendet ohne das Werk Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Gott schuf uns nach SEINEM EBENBILD. Doch wir trübten das Bild so sehr, dass es fast nicht wiederzuerkennen ist. Darum verlangt diese Wahrheit nach der Vollendung des Christentums, weil das, was Jesus tut, ist zurückzuholen, was verloren war. Es nennt sich „Neuschöpfung in Jesu“. Das Bild ist wiederhergestellt in Gerechtigkeit und Heiligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3) Gott schuf uns nach seinem Ebenbild ALS MANN UND FRAU. Und auch das verlangt nach Vollendung in der Wahrheit des Christentums. Keiner kann ganz verstehen, was es heißt, in der Ehe männlich und weiblich zu sein, bis man sieht, dass die Ehe dazu da ist, um Christi und die Kirche darzustellen. Und keiner kann das wahre Schicksal, als Mann und Frau nach Gottes Ebenbild geschaffen worden zu sein, wissen, bis man erkennt, dass Männer und Frauen Miterben der Gnade und des Lebens sind. Und schließlich kann keiner die Bedeutung des Ledigseins als Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes ganz verstehen, bis man von Christi lernt, dass es keine Ehen mehr geben wird, und darum hängt das herrliche Schicksal, Mann und Frau nach dem Ebenbild Gottes zu sein, nicht von der Ehe, sondern von der Hingabe an den Herrn, ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebt darum nach diesen Wahrheiten: Gott hat euch erschaffen; er erschuf euch nach seinem Ebenbild; und er erschuf euch als Mann oder Frau, sodass ihr euch radikal und einzigartig dem Herrn hingeben könnt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Was_bedeutet_Glauben%3F</id>
		<title>Was bedeutet Glauben?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Was_bedeutet_Glauben%3F"/>
				<updated>2020-04-03T19:25:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|What does it mean to believe?}}&amp;lt;br&amp;gt;  ''Der nachfolgende Text ist eine Mitschrift der Audioaufnahme. ''  '''Wenn ich glaube, dass Jesus der Sohn Gottes ist …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|What does it mean to believe?}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Der nachfolgende Text ist eine Mitschrift der Audioaufnahme. ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wenn ich glaube, dass Jesus der Sohn Gottes ist und ebenso glaube, dass Wladimir Putin der Führer Russlands ist, habe ich dann schon die Bedingungen erfüllt, um errettet zu werden? Oder gilt es, an mehr zu glauben?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen, nur weil der Teufel daran glaubt, sind die Bedingungen nicht erfüllt. Und wir wissen, dass der Teufel daran glaubt, denn als Jesus in die Welt kam und sich den dämonischen Mächten des Teufels zu stellen begann, sie laut sagten: „Wir wissen, wer du bist. Du bist der Heilige Gottes. Du bist Gottes Sohn.&amp;quot; Der Teufel ist also in seinem Glauben an die Menschwerdung des Sohnes Gottes in Jesus Christus absolut rechtgläubig. Rechtgläubigkeit bedeutet nicht, errettet zu sein. Denn wenn es um sein Christusverständnis geht, ist der Teufel sehr rechtgläubig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was also fehlt, ist nicht die bloße Anerkennung, dass Jesus Gottes Sohn ist, sondern, dass du diese Tatsache ''freudig annimmst'' und Christus zum ''Schatz'' und Herrn deines Lebens machst, indem du dich ihm hingibst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten, „Glauben“ bedeutet, ihn so zu sehen, wie er wirklich ist, als den unendlich kostbaren Sohn Gottes. Es geht nicht allein darum, anzuerkennen, dass er der Sohn Gottes ist, sondern ihn auch als unendlich wertvoll und kostbar zu erleben. Satan hingegen sieht Gott nicht als wertvoll und kostbar an. Er hasst Christus. Christus ist für ihn eine Bedrohung seines eigenen Wertes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn der Heilige Geist in unserem Leben zu wirken beginnt, fallen wir nicht mehr darauf herein. Wir begreifen, dass unser eigener Wert nicht mehr mit dem Wert Jesu vergleichbar ist. Vielmehr wollen wir nur ihn kennenlernen, bei ihm sein, uns an ihm erfreuen, ihm folgen und ihn feiern. Dieser Übergang - diese Veränderung des Herzens, sodass wir von uns weg- und zu Christus hinschauen und komplett annehmen, dass Gott für uns ist - das macht Glauben aus. Das ist Glaube. Das ist es, was errettet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Eine_Familie_weit_weg_von_zu_Hause_aufziehen</id>
		<title>Eine Familie weit weg von zu Hause aufziehen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Eine_Familie_weit_weg_von_zu_Hause_aufziehen"/>
				<updated>2020-01-24T20:55:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Raising a Family Far from Home}}&amp;lt;br&amp;gt;  Ich fand es schwer einen Sitz zu bekommen bei der Abschlussfeier meiner Tochter’s achten Klasse.   Ich bin bei Reih…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Raising a Family Far from Home}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fand es schwer einen Sitz zu bekommen bei der Abschlussfeier meiner Tochter’s achten Klasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin bei Reihen von zusammen sitzenden, erweiterten Familienkreisen vorbei gelaufen - stolze Mamas und Papas, grauhaarige Großeltern, auch Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen. Als ich endlich einen leeren Sitz fand, neben einer Freundin mit ihrer Familie, kroch Traurigkeit in mein Herz.  Die Lieblingslehrerin ist zur Bühne gegangen und hat den Namen unserer Tochter ausgerufen um eine besondere Auszeichnung entgegenzunehmen. Tränen füllten meine Augen als ich ihre bestätigenden Worte zuhörte und diesen Meilenstein im Leben unserer Tochter genoss. Ich wünschte unsere ganze Familie hätte persönlich miterleben können was ich versuchte auf Video festzuhalten. Ich wünschte wir hätten alle da sein können. Vielleicht wissen Sie wie das ist. Vielleicht hat Sie die Arbeit ihres Ehepartners weit von zu Hause weggenommen. Oder Ihr Leben als Missionar/in hat Sie in die Ferne geführt. Oder Sie sind ein/e militärischer Ehepartner/in und Sie ziehen alle zwei oder drei Jahre um. In Gottes Vorsehung bringen uns viele gute und würdige Dinge weit weg von denen, die wir lieben, und lassen uns kämpfen dem Herrn zu vertrauen und zufrieden zu sein. Trotz der Tatsache, dass ich gerne Familie in der Nähe hätte, hat Gott einige unerwartete Segnungen bereitgestellt während wir unsere Kinder weit weg von zu Hause großziehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Sie gehen fort und klammern sich an.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weit weg ziehen von zu Hause verstärkt das Fortgehen in Ehe, und öffnet die Tür weiter sich anzuklammern. Der Apostel Paulus schreibt (Genesis zitierend),  “Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele” (Epheser 5:31). Nachdem mein Mann und ich umgezogen sind, hatten wir nur einander. Das Fortgehen und Anklammern war nicht so kompliziert für uns, da wir ja nicht einfach nach Hause rennen konnten wenn wir eine Meinungsverschiedenheit hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten achtzehn Jahren unserer Ehe haben wir in drei verschiedenen Staaten gelebt als wir uns auf den Dienst vorbereiteten und dann verschiedenen Kirchen gedient haben. In allen drei Orten, waren wir weit weg von beiden unseren Familien. In mancher Hinsicht wissen wir nicht einmal wie es wäre wenn wir dicht bei unseren Eltern oder Geschwistern leben würden. Das war schon immer unsere Normalität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Mann und ich lernten uns aufeinander zu verlassen, Freundschaften zu schließen und unser neues Leben zu beginnen, ohne die Beziehungskomplexität einer erweiterten Familie in der Nähe zu haben. Wir vermissen offensichtlich die Vorteile näher zu sein, aber wir sind dankbar darüber wie Gott uns gesegnet hat. Unsere Ehe ist stärker aufgrund des Weges den wir zusammen gegangen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Die Kirchenfamilie wird Ihre Familie.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne einen erweiterten Familienkreis in der Nähe, wurden die Beziehungen in unserer Kirchengemeinde gleich viel wichtiger. Ich kann nicht einmal beginnen zu zählen wieviele Male Gott die Unterstützung, die wir brauchten, bereitgestellt hat durch unsere Kirchenfamilie. Von Kinderbetreuung und Mahlzeiten als Kinder geboren wurden bis zum Besuchen von Theaterstücken und Konzerten unserer Kinder, wurden Bindungen erstellt mit unseren Brüdern und Schwestern in Christus, die aus ihren Weg gegangen sind um unsere Familie zu lieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem Theaterstück unserer Tochter, versammelte sich kürzlich eine kleine Gruppe von Eltern und kleinen Kindern unserer Kirche um sie für ein Bild. Die Freundin meiner Tochter sagte zu ihr, “ Sind die alle deine Brüder und Schwestern!” Die Freude an Beziehungen in der Kirchengemeinde ist süßer wenn sie für die Familie einspringen, die nicht da sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus versprach reichlich Segen denjenigen die den Komfort von zu Hause und Familie aufgeben, um ihn zu folgen. “Ich versichere euch: Niemand bleibt unbelohnt, der um meinetwillen und um die Gute Nachricht weiter zusagen etwas aufgibt. Wer dafür irgendetwas zurücklässt – Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Felder –  wird das Zurückgelassene hundertfach neu bekommen: zunächst noch in dieser Welt. Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Felder, wenn auch mitten in Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben (Mark 10:29-30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Sie müssen sich auf Gott verlassen.====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Abwesenheit von Familienunterstützung, sind wir durch unseren täglichen Prüfungen noch mehr zum Herrn getrieben worden. Die Kameradschaft unseres himmlischen Vaters ist unfehlbar. Er wird immer bei uns sein (Matthäus 28:20).  In meinen schwierigsten Zeiten hat Gott mich zu sich gezogen durch des Versprechens seines Wortes, zu Versen wie 2 Korinther 12:9, “Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sehnsucht nach Familie war besonders stark bei Übergangszeiten im Leben - Jedes Mal wenn eines unserer Babies geboren wurde und bei wichtigen Meilensteinen in ihrem Leben, zumal sie älter werden. Während wir versuchen an manchen Abenden vier Kinder zu vier verschiedenen Orten zu bringen, denke ich darüber nach, wie schön es wäre, Hilfe beim Fahren und Babysitten zu haben. Es kann schwer sein nicht neidisch zu sein auf denen, die dichte Familienunterstützung haben. Wenn Sehnsüchte nach Familie Einzug halten, können wir ein gewisses Maß an Freude finden, wenn wir darauf vertrauen, dass Gott uns genau dort hat wo er uns haben möchte. Wir erwarten von Christus unsere Befriedigung und nicht vom perfekten Familienarrangement. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich meine Freundin Sarah und ihren Ehemann dabei beobachtete, wie sie ihre vier kleinen Kinder zusammen packten und in den Wüstensand Afrika’s zogen, erinnere ich mich daran, dass es sich lohnt fern von der Familie zu leben. Ihre Familie unterstreicht den unübertrefflichen Wert Jesu. Was sie aufgegeben haben indem sie zu einem fernen und unbekannten Ort zogen, haben sie in der Gelegenheit gewonnen, Gottes Herrlichkeit zu verkünden an diejenigen mit wenig Zugang zum Evangelium. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4. Sie beziehen sich mehr auf die Einsamen und die Verletzten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt die Versuchung in Selbstmitleid zu ersticken wenn wir uns einsam oder unzufrieden fühlen. Eines der besten Gegenmittel ist jedoch, nicht mehr auf den Bauchnabel zu schauen und stattdessen unsere Aufmerksamkeit darauf zu richten jemand anderem in Not zu dienen. Weit weg von der Familie zu wohnen, kann uns eine besondere Empfindlichkeit gegenüber denen geben, die verletzt oder einsam sein könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich an das Semester, das ich damit zugebracht habe in Spanien zu studieren. In einer neuen Kultur, mit einer Sprache die ich gerade anfing zu verstehen, war Heimweh ein echter Kampf. In Gottes Vorsehung traf ich eine Missionarsfamilie die mich aufnahm wie ihre eigene Tochter und mich jede Woche eingeladen haben zum Abendessen und zum Bibelstudium. Die Zeit die ich mit diesen wertvollen und gastfreundlichen Gläubigen verbracht habe, unterdrückte das stechende Heimweh. Meine Zeit im Ausland gab mir ein Bewusstsein für die Schwierigkeit, Ausländer in einem neuem Land zu sein und wie eine einfache Einladung zum Abendessen Liebe und Fürsorge zeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott will, dass wir den Trost den wir bekommen haben, benutzen um anderen Trost zu schenken (2 Korinther 1:4-5) Leihen Sie jemanden ein offenes Ohr, der gegen Depressionen ankämpft. Besuchen Sie die Vorführung oder das Spiel deren Kinder. Bieten Sie einer neuen Mutter praktische Hilfe an, durch Babysitten or Mahlzeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wer Familie hinter sich lässt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Gott uns dazu ruft weit weg zu wohnen von denen die wir lieben, bekommen wir Zeit zusammen als besonderes Geschenk. Zeit ist nicht selbstverständlich weil es nicht Routine des Lebens ist. Unsere Kinder freuen sich ihre Cousinen und Großeltern zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zugleich eine Herausforderung und ein Geschenk Kinder aufzuziehen ohne geliebte Familienangehörige dabei zu haben. Wenn Ihr Herz sich andere Umstände wünscht, erinnern Sie sich an die Segnungen die der Herr gibt und wie er Sie in unerwarteten Weisen unterstützt, “Herr, was ich brauche, du teilst es mir zu; du hältst mein Los in der Hand. Mir ist ein schöner Anteil zugefallen; was du mir zugemessen hast, gefällt mir gut” (Psalm 16:5-6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umfassen Sie die Portion den Gott Ihnen heute zugeteilt hat. Die Opfergabe diejenigen zu verlassen die Sie lieben, wird Ihnen mehr als belohnt mit dem Geschenk das Gott selbst ist. Die Situation die Ihnen den größten Kummer bereitet, könnte ein großer Segen werden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<title>Fünf Ratschläge für junge Männer</title>
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				<updated>2019-12-06T20:44:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;{{info|Five Pieces of Advice for Young Men}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Jüngere Männer, ihr braucht Anleitung von älteren Männern. Gleichzeitig muss der Mythos, dass die ältere Generation alles im Griff hat, ausgelöscht werden. Das haben wir nicht. Wir lernen und wachsen vielfach auf die gleiche Weise, wie es junge Männer auch tun.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Gott hat jedoch ältere Männer einige Dinge gelehrt — durch unsere Stärken und Schwächen, durch unsere Erfolge und Fehlschläge — die er auch für euch vorgesehen haben könnte. Es gibt Ratgeber die euch inmitten der Unruhen des Lebens (in und um euch) erden und ausrüsten können, um erwachsener in Christus zu werden (Kolosser 1,28).&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Hier sind fünf Punkte, die sowohl mir als auch den jungen Männern, die ich betreut habe, gut gedient haben. Sie sind ein Pendant zu Paul Maxwells fünf Dingen, die jüngere Männer von älteren Männern benötigen.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;1. Finde deine Identität in Christus.&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Es mag klischeehaft klingen, aber die bei weitem wichtigste Sache, die ich jüngeren Männern zu sagen habe, ist die, dass deine Identität in Christus verankert sein muss.(Römer 6,11; 2 Korinther 5,17). Wir alle definieren uns selbst auf verschiedene Arten und manche davon sind in gewissem Maße angebracht. Aber unsere Identität muss vor allen Dingen in Christus gegründet sein. In unserer Verbindung mit ihm haben wir innige, echte Sicherheit. Wir sind vollkommen erkannt und innig geliebt (Epheser 1,4–5).&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Du magst das theologisch &amp;quot;wissen&amp;quot;, aber es gibt einen Unterschied zwischen &amp;quot;wissen” und “''wissen,''” weißt du? Jeden Tag — oft jeden Moment — wenn du dich dabei ertappst, wie du an der Liebe verzweifelst, sieh auf Christus. Wenn du dich dabei ertappst, nach Bestätigung zu suchen, sieh auf Christus. Wenn du dich dabei ertappst, dich wichtig fühlen zu müssen, sieh auf Christus. Wenn du beleidigt oder ungerecht behandelt wurdest, sieh auf Christus. (Philipper 1,29–30).&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Natürlich gibt Gott uns Menschen in unserem Leben, um uns dabei zu helfen (Philemon 1,7), aber sie können es nicht schlussendlich oder entscheidend tun. Nur Christus kann wahre Zufriedenheit, wahre Identität und wahre Sicherheit geben (Philipper 4,11). Hör auf, deine Rechtfertigung und Anerkennung zu suchen, und empfange, was Jesus am Kreuz vollständig für dich erworben hat.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;2. Habe einen Plan für Mündigkeit.&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Ich muss dir nicht sagen, dass du erwachsen werden sollst. Du kennst bereits dein Verlangen, dem schwindenden Anspruch unserer Kultur an Jungen, Männer zu werden, zu widerstehen. Ein Junge wurde mal mit 21 zum Mann. Dann mit 30. Jetzt mit 40. Ich weiß, dass du erwachsen sein willst. Der Wunsch allein wird dich jedoch nicht heranreifen lassen. Du brauchst einen Plan. Einfach älter zu werden, bedeutet nicht, dass du heranreifen wirst — es gibt wenig Bedauerlicheres als einen 36 Jahre alten Jungen, aber da draußen gibt es sie zuhauf.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Sieh dich nach Männern um, die älter sind als du — vielleicht zehn Jahre oder mehr. Wem willst du nachgeraten? Welche Eigenschaften hättest du gerne, wenn du in seinem Alter bist? Wie würde Christusnachfolge in dieser Lebensphase aussehen (1 Korinther 11,1)? Stell dir den erwachseneren Mann vor, der du sein willst, und ergreife Maßnahmen, um dieser Mann zu werden.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Richte die Sünden deiner Jugend hin. (Römer 8,13). Es ist leicht zu denken, dass wir einfach aus bestimmten sündhaften Gewohnheiten, Gesinnungen oder Überzeugungen herauswachsen werden. Durch Gottes Gnade passiert das manchmal. Aber häufiger wachsen wir nur tiefer in die Muster und Angewohnheiten hinein, die wir in unserer Jugend begründet haben. (Jakobus 1,15). Also musst du die Initiative ergreifen und diese Dinge hinrichten. Geh nicht einfach davon aus, dass sie eines Tages verschwinden werden. “Bewirke dein Heil” mit Gottes Kraft in dir und hinter dir (Philipper 2,12–13).&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;3. Investiere in deine Freunde.&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Ich habe mich auf diesem Gebiet nicht gut angestellt, und ich bezahle fortwährend den Preis (Prediger 4,12). Du brauchst zwei oder drei enge, männliche Freunde, mit denen du über alles reden kannst. Männliche Freundschaft ist in unserer Kultur aus verschiedenen Gründen in schwere Zeiten geraten, aber sie ist eines der wertvollsten Geschenke, das Gott einem jungen Mann geben kann. Wenn du keine engen Freunde hast, bete für einen und spüre ihn auf.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Sei verwundbar, sei ehrlich und nimm auch an seinen Problemen Teil (1.Johannes 1,9). Aber sei auch bereit für eventuelle Enttäuschungen; nicht jeder Kerl sucht nach der gleichen Sache, und viele haben ihre Schlüsselfreundschaften bereits eingerichtet.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Einen älteren Bruder zu suchen, ist auch wichtig. Wir alle brauchen die Perspektive eines älteren Mannes, jemand, der uns ermutigen kann, der so etwas schon erlebt hat und weiß, das wir es da durch schaffen werden, was immer es auch ist.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Investiere in deine Freunde, aber setze nicht darauf, dass sie tun, was nur Christus tun kann. Das würde deine Freundschaften zu sehr unter Druck setzen, und du würdest letztendlich enttäuscht und wahrscheinlich desillusioniert sein. Freundschaft ist super (1.Samuel 18,3), aber wir brauchen Christus mehr als irgendeinen Freund.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;4. Hör auf, nach der perfekten Frau zu suchen.&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die perfekte Frau existiert nicht, also hör auf, nach ihr zu suchen. Hollywood hat gelogen und dich falsch geschult (Sprüche 7,21–23). Wenn du hoffst, einmal verheiratet zu sein, dann solltest du deine Energie besser darauf verwenden, deine eigene Gottesfurcht und Reife zu entwickeln. Werde ein besserer Ehemann (1.Korinther 16,13), statt eine bessere Frau zu suchen.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Deine zukünftige Ehefrau, absolut passend oder nicht, wird dir niemals die Ganzheit geben, die nur von Christus kommt. Wenn du von einer Ehefrau erwartest, dafür zu sorgen, dass du dich vollständig fühlst, vollkommen erkannt, oder dir Sicherheit zu geben, dann wirst du eure Ehe zu sehr unter Druck setzen und du wirst enttäuscht werden. Wenn ihr hingegen beide wisst, wer ihr in Christus seid, dann werdet ihr die richtige Basis für eine gute Ehe haben.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wenn du bereits verheiratet bist, dann weißt du inzwischen, dass du nicht die perfekte Frau geheiratet hast. Suche nicht ''weiterhin'' nach der perfekten Frau (Sprüche 18,22; Sprüche 19,14), als ob du sie verpasst hättest. Diese Lüge kommt auch aus Hollywood. Diese Art Denken versäumt es, auf Gottes hoheitliche Güte zu vertrauen (Sprüche 6,27–29). Liebe die Ehefrau, die er dir gegeben hat, und sei kein Dummkopf (Sprüche 5,18)!&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;5. Sei stark, aber sanftmütig.&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Männlichkeit macht gerade eine Identitätskrise durch. Männer wissen nicht, ob sie weiche Typen, harte Typen oder etwas dazwischen sein sollen. Ich glaube, dass wir Männer brauchen, die Mut haben, insbesondere Mut in ihren Überzeugungen (Psalm 27,14; Matthäus 10,22). Wahrer Mut kommt aus Sicherheit, und die wird nur in der Wahrheit über Christus wirklich gefunden (Johannes 10,28). Siehe Punkt 1.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wir müssen stark sein, aber wir müssen auch sanftmütig sein (2.Korinther 10,9). Gott, unser Vater, ist allmächtig und gewaltig (Psalm 147,5), aber er umsorgt auch die Witwe und die Waise (Psalm 146,9). Er kennt Erbarmen und ist weichherzig (Jesaja 40,11; Lukas 1,78). Diese Balance ist schwierig hinzubekommen, aber sie ist wichtig.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wir brauchen nicht noch mehr harte Typen, die gegenüber den Bedürfnissen und Gefühlen anderer unempfindlich sind. Aber wir brauchen auch nicht noch mehr sensible Typen ohne jedes Rückgrat. Mitgefühl ist wichtig, Barmherzigkeit ist wichtig und Sanftmut ist wichtig. Wir müssen stark, verlässlich und mutig sein. Aber wir müssen auch wissen, wie man liebt, gibt und tröstet.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;Stabilität für junge Männer im Sturm&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wenn man jung ist, ist es sehr einfach, überfordert zu sein, mit den Details jeder Lebenslage direkt vor Augen - jeder verpassten Chance, jeder Trennung, jedem Versagen, jeder Sünde. Wie du wahrscheinlich oben bemerkt hast, wird unsere Verbindung mit Christus umso mehr eine erkennbar bedeutungsvolle und stabilisierende Realität, je älter du wirst.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Hänge an Christus und während du als Mann heranreifst, wird er dir die Schönheit und Bedeutungsschwere deiner Verbindung mit ihm verdeutlichen Er verspricht: “Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen” (Hebräer 13,5) — nicht jetzt, nicht in deiner Reise des Wachstums als Mann, und nicht wenn du älter bist. “Treu ist, der euch beruft; er wird [euch heiligen und vervollkommnen]” (1.Thessalonicher 5,24).&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Die_Freude_Gottes_an_seinem_Sohn</id>
		<title>Die Freude Gottes an seinem Sohn</title>
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				<updated>2019-10-15T19:00:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;{{info|The Pleasure of God in His Son}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Matthäus 17,5 &amp;lt;/b&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Einführung&amp;lt;/b&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wir beginnen heute Morgen eine neue Reihe von Botschaften, die uns, so Gott will, bis zum Ostersonntagmorgen, dem 19. April, begleiten werden. Deshalb möchte ich zunächst erläutern, was mich bewegt hat, diese Serie zu erarbeiten. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Sehen ist Werden &amp;lt;/b&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wenn es darum geht zu verstehen, meine Predigt vorzubereiten, lasse ich mich von mehreren biblischen Texten leiten, insbesondere von 2. Korinther 3,18.  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Und wir alle, mit unverschleiertem Angesicht, das die Herrlichkeit des Herrn sieht, werden in sein Ebenbild von einem Grad der Herrlichkeit zum anderen verwandelt; denn das kommt von unserem Herrn, der der Heilige Geist ist.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich glaube, dieser Text lehrt uns, dass eine der Möglichkeiten, wie wir nach und nach in das Bild Christi verwandelt werden, darin besteht, seine Herrlichkeit zu betrachten. „Wir alle, mit unverhülltem Gesicht, die die Herrlichkeit des Herrn sehen, werden in sein Ebenbild verwandelt.“ Der Weg, immer mehr wie der Herr zu werden, ist, den Blick auf seine Herrlichkeit zu richten und ihn im Blick zu behalten.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wir summen die Musik, die wir hören. Wir sprechen mit dem Akzent unserer Umgebung. Wir übernehmen die Lebensweise unserer Eltern. Und wir neigen natürlich dazu, die Menschen nachzuahmen, die wir am meisten bewundern. So ist es auch mit Gott. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf ihn richten und seine Herrlichkeit in unserem Blick behalten, werden wir von einem Grad der Herrlichkeit zum anderen in sein Abbild verwandelt. Wenn Teenager dazu neigen, die Frisuren der Stars, die sie bewundern, nachzumachen, dann werden Christen dazu neigen, ihren Charakter nach dem Vorbild des von ihnen bewunderten Gottes zu gestalten. In dieser spirituellen Transaktion ist Sehen nicht nur Glauben, sondern Sehen ist Werden.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;Predigen als Veranschaulichung der Herrlichkeit Gottes&lt;br /&gt;
&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Lektion, die ich daraus für die Predigt lerne, ist, dass die Predigt in hohem Maße die Veranschaulichung der Herrlichkeit Gottes sein muss, denn das Ziel der Predigt ist es, den Menschen in das Ebenbild Gottes zu verwandeln. Ich denke, das passt zu Paulus' Auffassung von der Predigt, denn nur vier Verse weiter, in 2. Korinther 4,4, beschreibt er den Inhalt seiner Predigt als &amp;quot;das Licht des Evangeliums zur Ehre Christi, der das Abbild Gottes ist&amp;quot;. Und zwei Verse weiter in Vers 6 beschreibt er es nur ein wenig anders als &amp;quot;das Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Nach Paulus ist die Predigt also ein Mittel, um Licht in die düsteren Herzen von Männern und Frauen zu bringen.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In Vers 4 wird das Licht das &amp;quot;Licht des Evangeliums&amp;quot; genannt, und in Vers 6 wird das Licht das &amp;quot;Licht der Erkenntnis&amp;quot; genannt.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In Vers 4 ist das Evangelium das Evangelium zur Herrlichkeit Christi, und in Vers 6 ist das Wissen das Wissen um die Herrlichkeit Gottes. So wird in beiden Versen das Licht in das Herz übertragen, das Licht der Herrlichkeit - der Herrlichkeit Christi und der Herrlichkeit Gottes. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Aber das sind eigentlich nicht zwei verschiedene Herrlichkeiten. In Vers 4 sagt Paulus, dass es die Herrlichkeit Christi ist, der das Ebenbild Gottes ist. Und in Vers 6 sagt er, dass die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi liegt. Das Licht, das durch die Predigt vermittelt wird, ist also ein Licht der Herrlichkeit, und man kann von dieser Herrlichkeit als die Herrlichkeit Christi sprechen, der das Bild Gottes ist, oder die Herrlichkeit Gottes, die sich perfekt in Christus widerspiegelt. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Predigen ist die Veranschaulichung oder Darstellung oder Offenbarung der göttlichen Herrlichkeit für die Herzen der Menschen und Frauen (das ist 4,4-6), damit sie durch den Anblick dieser Herrlichkeit in das Ebenbild des Herrn von einer Stufe der Herrlichkeit zur anderen (das ist 3,18) übergehen können.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Bekannt als Wahrhaftigkeit aus Erfahrung &amp;lt;/b&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Dies ist keine künstliche oder rein intellektuelle Konstruktion. Es ist genau das, was ich aus eigener Erfahrung weiß (wie viele von euch!): Gott zu sehen, wie er wirklich ist, hat sich immer wieder als die mächtigste und zwingendste Kraft erwiesen, um meine Suche nach Heiligkeit und Freude in ihm zu motivieren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Sie und ich wissen aus Erfahrung, dass der Grundkonflikt der menschlichen Seele zwischen zwei Herrlichkeiten liegt - der Herrlichkeit der Welt und all den kurzen Freuden, die sie bietet, gegenüber der Herrlichkeit Gottes und all den ewigen Freuden, die sie bietet. Diese beiden Herrlichkeiten kämpfen um die Treue, Bewunderung und Freude unserer Herzen. Und die Rolle der Predigt besteht darin, die Herrlichkeit Gottes zu zeigen und zu schildern und darzustellen und zu veranschaulichen, so dass ihre überlegene Vollkommenheit und ihr Wert in Ihrem Herzen leuchten, so dass Sie von einer Stufe der Herrlichkeit in eine andere übergehen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Die Herausforderung für den Prediger&amp;lt;/b&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Das bedeutet, dass ich als Prediger ständig mit der Frage konfrontiert werde: Wie kann ich die Herrlichkeit Gottes am besten vermitteln, damit die meisten Menschen sie wahrnehmen und durch sie verändert werden? Als ich mir diese Frage in aller Abgeschiedenheit vor zwei Wochen stellte, kam mir eine neue Antwort in den Sinn.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich las wieder einen Teil von Henry Scougals &amp;lt;i&amp;gt;Das Leben Gottes in der Seele des Menschen&amp;lt;/i&amp;gt;. Er machte diesen tiefgreifenden Kommentar: „Der Wert und die Exzellenz einer Seele ist am Objekt ihrer Liebe zu messen“ (S. 62). Das schien mir sehr wahr zu sein. Und es kam der Gedanke, dass, wenn es für den Menschen wahr ist, wie Scougal zu sagen pflegte, es sicherlich auch für Gott wahr ist: „Der Wert und die Exzellenz von GOTTES Seele wird am Objekt seiner Liebe gemessen.“  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Deshalb habe ich mehrere Tage lang in der Heiligen Schrift nach all den Stellen gesucht, die uns sagen, was es ist, was Gott liebt und genießt und erfreut und was ihm Freude macht und was ihm gefällt und woran er sich entzückt. Das Ergebnis ist ein Vorhaben, 13 Botschaften mit dem Titel Die Freuden Gottes zu predigen.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;So ist es mein Gebet, und ich hoffe, dass Sie es zu Ihrem Gebet machen, dass wir, wenn wir die Objekte des Wohlbehagens Gottes sehen, die Exzellenz und den Wert seiner Seele sehen werden; und wenn wir die Exzellenz und den Wert seiner Seele sehen, werden wir seine Herrlichkeit sehen; und wenn wir seine Herrlichkeit sehen, werden wir von einer Stufe der Herrlichkeit zur anderen in sein Ebenbild übergehen; und wenn wir in sein Ebenbild übergehen, werden wir dieser Stadt und den unerreichten Völkern der Welt mit einem lebendigen Zeugnis für einen großen und unwiderstehlich attraktiven Retter begegnen. Möge der Herr erfreut sein, uns eine große Erweckung der Liebe und Heiligkeit und Kraft zu senden, während wir auf ihn schauen und in den nächsten 13 Wochen aufrichtig beten.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Auslegung&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wenn wir den Wert der Seele Gottes am Objekt seiner Liebe darstellen, müssen wir am Anfang beginnen. Das erste und grundlegendste, was wir über die Freuden Gottes sagen können, ist, dass er Freude an seinem Sohn hat. Ich werde versuchen, diese Wahrheit in fünf Thesen zu enthüllen.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;1. Gott hat Freude an seinem Sohn.&amp;lt;/b&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In Matthäus 17 nimmt Jesus Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg mit. Als sie ganz allein sind, geschieht etwas völlig Erstaunliches. Plötzlich gibt Gott Jesus einen Ausdruck der Herrlichkeit. Vers 2: „sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.“ Dann überschattet sie in Vers 5 eine helle Wolke, und Gott spricht aus der Wolke: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zuerst gibt Gott den Jüngern einen kurzen Einblick in die wahre himmlische Herrlichkeit Jesu. Das sagt Petrus in 2. Petrus 1,17-„[Christus] erhielt Ehre und Herrlichkeit von Gott dem Vater.“ Dann offenbart Gott sein Herz für den Sohn und sagt zwei Dinge: „Ich liebe meinen Sohn“ („Das ist mein lieber Sohn“), und „Ich erfreue mich an meinem Sohn“ („an dem ich Wohlgefallen habe“).  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Er sagt das noch bei einer weiteren Gelegenheit: bei der Taufe Jesu, wenn der Heilige Geist herabkommt und Jesus für sein Wirken salbt, um die Liebe und Unterstützung des Vaters zu verdeutlichen – „Das ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Und im Johannesevangelium spricht Jesus mehrmals über die Liebe des Vaters zu ihm: zum Beispiel Johannes 3,35: „Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben“. Johannes 5:20: „Der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut.“  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;(Siehe auch Matthäus 12,18, wo Matthäus Jesaja 42,1 in Bezug auf Jesus zitiert: „Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat.“ Das hebräische Wort hinter &amp;quot;wohlgefallen&amp;quot; ist &amp;lt;i&amp;gt;ratsah&amp;lt;/i&amp;gt; und bedeutet „sich freuen an.“)  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Deshalb ist unsere erste Aussage, dass Gott der Vater den Sohn liebt, nicht irgendeine selbstverleugnende, opfernde Barmherzigkeit, sondern Liebeswonne und Liebesfreude. Er ist mit seinem Sohn sehr zufrieden. Seine Seele erfreut sich an seinem Sohn! Wenn er seinen Sohn ansieht, genießt und bewundert und schätzt und würdigt und preist und genießt er, was er sieht.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;2. Der Sohn Gottes hat die Vollkommenheit der Göttlichkeit. &amp;lt;/b&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Diese Wahrheit wird uns davon abhalten, einen Fehler beim Ersteren zu machen. Sie mögen der Behauptung zustimmen, dass Gott Freude am Sohn hat, aber machen den Fehler, dass der Sohn nur ein außergewöhnlich heiliger Mensch ist, den der Vater als seinen Sohn angenommen hat, weil er sich so sehr an ihm erfreut.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Aber Kolosser 2,9 gibt uns einen ganz anderen Blickwinkel auf die Dinge. „In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.“ Der Sohn Gottes ist nicht nur ein auserwählter Mensch. Er hat die Fülle der Gottheit in sich.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Dann bezieht sich Kolosser 1,19 auf Gottes Vergnügen: „In ihm hat die ganze Fülle [der Gottheit] gerne gewohnt.“ Oder man könnte (mit der NIV) sagen: „Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in ihm wohnen zu lassen.“ Mit anderen Worten, es war Gottes Vergnügen, dies zu tun. Gott schaute nicht auf die Welt, um einen Mann zu finden, der sich für seine Freude qualifizieren und ihn dann als seinen Sohn annehmen würde. Vielmehr ergriff Gott selbst die Initiative, um einem Menschen im Akt der Inkarnation seine eigene Fülle zu schenken. Oder man könnte sagen, er ergriff die Initiative, die Fülle seiner eigenen Gottheit mit der menschlichen Natur zu verbinden. Und Kolosser 1,19 sagt, dass er sich gefreut hat, das zu tun! Es war sein Vergnügen und seine Freude. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wir mögen geneigt sein zu sagen, dass Gott keinen Sohn gefunden hat, der ihm gefiel, aber er hat einen Sohn gemacht, der ihm gefiel. Aber auch das wäre sehr irreführend, denn diese Fülle der Gottheit, die jetzt leiblich in Jesus wohnt (Kolosser 2,9), existierte bereits in persönlicher Form, bevor er in Jesus die menschliche Natur annahm. Dies drängt uns weiter zurück in die Gottheit und weiter zur Aussage 3. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;3. Der Sohn, an dem Gott Freude hat, ist das ewige Bild und das Spiegelbild Gottes und ist somit Gott selbst.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In Kolosser 1:15 sagt Paulus,  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung [d.h. derjenige, der den erhabenen Status der göttlichen Sohnschaft über die ganze Schöpfung hat, wie der nächste Satz zeigt]; denn in ihm sind alle Dinge im Himmel und auf Erden geschaffen worden.  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Der Sohn ist das Ebenbild des Vaters. Was bedeutet das? Bevor wir das sagen, lassen Sie uns einige andere vergleichbare Bezeichnungen betrachten.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;In Hebrews 1:3 it says of the Son, &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;In Philipper 2:6 sagt Paulus, &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,&lt;br /&gt;
sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So ist der Sohn, an dem Gott Freude hat, sein eigenes Ebenbild, spiegelt seine eigene Herrlichkeit wider, trägt den Stempel seines Charakters, hat seine eigene Form und ist Gott gleichgestellt.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Deshalb sollten wir uns nicht wundern, wenn der Apostel Johannes in Johannes 1,1 sagt,  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Es wäre also völlig irreführend zu sagen, dass der Sohn, an dem Gott Freude hat, in der Menschwerdung oder zu jeder Zeit geschaffen wurde. „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Solange es Gott gibt, gibt es das Wort Gottes, des Sohnes Gottes, der in Jesus Christus eine menschliche Natur angenommen hat.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Jetzt können wir uns ein besseres Bild davon machen, was die Bibel bedeutet, wenn sie ihn das Ebenbild oder die Widerspiegelung oder die Prägung oder die Form Gottes nennt, der mit Gott gleichwertig ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Von Ewigkeit an ist die eine Wirklichkeit, die schon immer existiert hat, Gott. Das ist ein großes Geheimnis, denn es ist so schwer für uns, daran zu denken, dass Gott absolut keinen Anfang hat und einfach für immer und ewig ohne etwas oder jemanden da ist, der ihn dazu bringt - nur die absolute Wirklichkeit, mit der jeder von uns rechnen muss, ob wir es mögen oder nicht.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Die Bibel lehrt, dass dieser ewige Gott schon immer &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ul&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;ein perfektes Ebenbild seiner selbst ist,  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;eine perfekte Widerspiegelung seines Wesens ist, &lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;eine perfekte Prägung oder Abdruck seines Wesens ist,   &lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;eine perfekte Form oder Ausdruck seiner Herrlichkeit ist. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ul&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Wir stehen hier am Rande des Unbeschreiblichen, aber vielleicht wagen wir es, so viel zu sagen: Solange Gott Gott war, ist er sich seiner selbst bewusst, und das Abbild, das er von sich selbst hat, ist so vollkommen und so vollständig und erfüllend, dass es die lebendige, persönliche Fortpflanzung (oder Zeugung) von sich selbst ist. Und dieses lebendige, persönliche Abbild oder die Widerspiegelung oder Form Gottes ist Gott, nämlich Gott der Sohn. Und deshalb ist Gott der Sohn gleich ewig mit Gott dem Vater und gleich in Wesen und Herrlichkeit. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;4. Die Freude Gottes an seinem Sohn ist die Freude an sich selbst. &amp;lt;/b&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Da der Sohn das Abbild Gottes und die Widerspiegelung Gottes und der Stempel Gottes und die Form Gottes ist, gleichberechtigt mit Gott und in der Tat Gott ist, ist Gottes Freude am Sohn daher Freude an sich selbst. Deshalb ist die ursprüngliche, die primäre, die tiefste, die grundlegende Freude Gottes die Freude, die er in seiner eigenen Vollkommenheit hat, wie er sie in seinem Sohn sieht. Er liebt den Sohn und erfreut sich am Sohn und am Sohn, weil der Sohn selbst Gott ist. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Zuerst klingt das nach Eitelkeit und hat das Gefühl von Selbstgefälligkeit, Selbstzufriedenheit und Egoismus, denn das würde es bedeuten, wenn einer von uns seine erste und tiefste Freude finden würde, indem er sich selbst im Spiegel betrachtet. Wir wären eitel und eingebildet, selbstgefällig und egoistisch.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Aber warum? Weil wir für etwas unendlich Besseres und Edleres und Größeres und Tieferes geschaffen wurden als die Selbstbesinnung. Was? Die Besinnung und Freude an Gott! Alles andere wäre Götzendienst. Gott ist das glorreichste aller Wesen. Ihn nicht zu lieben und sich an ihm zu erfreuen, bedeutet eine große Beleidigung seines Wertes.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Aber das Gleiche gilt für Gott. Wie könnte Gott nicht beleidigen, was unendlich schön und herrlich ist? Wie könnte Gott nicht Götzendienst leisten? Es gibt nur eine mögliche Antwort: Gott muss seine eigene Schönheit und Vollkommenheit über alles lieben und genießen. Denn es ist die Natur der Eitelkeit, wenn wir das vor dem Spiegel tun; wenn Gott es vor seinem Sohn tut, ist es die Natur der Gerechtigkeit. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ist es nicht so, dass die Natur der Gerechtigkeit von der vollkommenen Freude an dem, was vollkommen herrlich ist, bewegt wird? Und ist das nicht das Gegenteil von Gerechtigkeit, wenn wir unsere höchsten Zuneigungen auf die Dinge von geringem oder keinem Wert legen?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Und so ist die Gerechtigkeit Gottes der unendliche Eifer und die Freude und das Vergnügen, das er an seinem eigenen Wert und seiner eigenen Herrlichkeit hat. Und wenn er jemals gegen diese ewige Leidenschaft für seine eigene Vollkommenheit handeln würde, wäre er ungerecht; er wäre ein Götzendiener.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Darin liegt das größte Hindernis für unsere Erlösung: Denn wie soll ein solcher gerechter Gott jemals seine Zuneigung auf Sünder wie uns richten? Aber hierin liegt auch die Grundlage unserer Erlösung, denn es ist gerade die unendliche Sicht, die der Vater auf den Sohn hat, die es mir, einem bösen Sünder, ermöglicht, im Sohn geliebt und angenommen zu werden, denn in seinem Tod hat er all die Beleidigungen und Verletzungen wiederhergestellt, die ich durch meine Sünde zur Ehre des Vaters getan hatte. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wir werden dies in den kommenden Wochen immer wieder sehen - wie die unendliche Freude des Vaters an seiner eigenen Vollkommenheit die Quelle unserer Erlösung und Hoffnung und ewigen Freude ist. Heute ist erst der Anfang.  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich schließe mit der fünften These und der letzten Erläuterung. Wenn Scougal Recht hat - dass der Wert und die Exzellenz einer Seele am Objekt (und ich würde hinzufügen, an der Intensität) ihrer Liebe gemessen wird - dann.....  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;5. Gott ist das hervorragendste und würdigste aller Wesen. &amp;lt;/b&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Warum? Weil er seinen Sohn, das Abbild seiner eigenen Herrlichkeit, mit unendlicher und vollkommener Energie aus aller Ewigkeit liebt. Wie herrlich und glücklich waren der Vater und der Sohn und der Geist der Liebe, der von Ewigkeit an zwischen ihnen bestand!  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Lasst uns in Ehrfurcht vor diesem großen Gott stehen! Und wenden wir uns von all den belanglosen Ressentiments und flüchtigen Freuden und kleinlichen Streben des Lebens ab und schließen uns der Freude an, die Gott nach dem Bild seiner eigenen Vollkommenheit, nämlich seinem Sohn, hat. Lasst uns beten:  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Unendlicher, ewiger und gerechter Gott, bekennen wir, dass wir dich oft herabgewürdigt und uns zum Zentrum deiner Zuneigung erhoben haben, wo du allein in die Person deines Sohnes gehörst. Wir bereuen und wenden uns von unserer Vermessenheit ab und stehen gerne in Ehrfurcht vor eurem ewigen, autarken Glück in der Gemeinschaft der Dreifaltigkeit. Und unser Gebet, in den Worten deines Sohnes (Johannes 17,26), ist, dass die Liebe, mit der du ihn geliebt hast, in uns und er in uns ist, dass wir in diese Gemeinschaft der Freude und diesem Meer der Liebe für immer und ewig aufgenommen werden. Amen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Die_Freude_Gottes_an_Seiner_Sch%C3%B6pfung</id>
		<title>Die Freude Gottes an Seiner Schöpfung</title>
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				<updated>2019-10-08T20:21:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|The Pleasure of God in His Creation}}&amp;lt;br&amp;gt;  &amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Psalm 104:31 '''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich, der HERR erfreue sich seiner …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Pleasure of God in His Creation}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Psalm 104:31 '''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich, der HERR erfreue sich seiner Werke.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserer ersten Botschaft dieser Serie über die Freuden Gottes sahen wir, dass Gott sich an seinem Sohn erfreut. Seit jeher ist Gott in der religiösen Gemeinschaft der Heiligen Dreifaltigkeit überaus glücklich. Er ist von Zufriedenheit erfüllt, wenn er über das endlose Panorama seiner eigenen Vollkommenheit schaut, welches sich in der strahlenden Anmut des Gesichts seines Sohnes widerspiegelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sahen wir, dass eine der aus dem göttlichen Glück zu ziehenden Lehren darin besteht, dass Gott in sich selbst vollständig ist. Er hat keine Schwächen. Und deshalb kann er nicht mit etwas bestochen werden, wonach er verlangt oder mit einer verborgenen Schwäche erpresst oder von einer höheren Macht gezwungen werden. Und deshalb tut er alles, was er tut, nicht unter Zwang, sondern nach seinem eigenen Wohlgefallen. Er ist frei, und er erfreut sich an allem, was er tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute konzentrieren wir uns auf eines der erstaunlichsten Dinge, die Gott getan hat: Er hat das Universum erschaffen, und was für ein Universum das ist! Und es gibt zwei Fragen, die ich zu beantworten versuchen möchte:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Erfreut sich Gott an seiner Schöpfung?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Und wenn ja, warum tut er das?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Erfreut sich Gott an seiner Schöpfung? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Frage würde ich mit einem klaren „Ja!“ beantworten. Gott erfreut sich an seiner Schöpfung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Zeugnis aus Genesis 1 '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher wissen wir das? Genesis 1 beschreibt für uns nicht nur die Tatsache einer geordneten Schöpfung durch Gott, sondern auch die Antwort Gottes auf seine Schöpfung. Fünfmal, wie Sie sich erinnern, zieht sich Gott sozusagen zurück und zieht Bilanz in Bezug auf seine Schöpfung. Dies ist jedes Mal, wenn es heißt: „Und Gott sah, dass es gut war“ (V. 4, 12, 18, 21, 25). Und als alles vollendet war und Mann und Frau nach seinem Ebenbild geschaffen wurden, heißt es: „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verstehe darunter, dass Gott von seinem Werk begeistert war. Als er es sich ansah, war es ihm ein Vergnügen. Er war zufrieden und glücklich mit seinem schöpferischen Wirken.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Zeugnis aus Psalm 104  '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Text, Psalm 104, ist ein Lied, um die Freude Gottes an seiner Schöpfung auszudrücken. Der Schlüsselvers für unsere Zwecke ist Vers 31:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich, der HERR freue sich seiner Werke.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist kein Gebet für etwas, das nicht geschehen könnte. Der Psalmist meint nicht: „Oh, ich hoffe, Gott wird sich über seine Werke freuen, aber ich bin mir nicht sicher, ob er es tut.“ Wenn das die Bedeutung wäre, dann müsste die erste Zeile des Verses den gleichen Sinn haben: „Oh, ich hoffe, die Herrlichkeit Gottes wird ewig Bestand haben, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie das wird.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sicherlich nicht das, was er meint. Das felsenfeste Vertrauen in die gesamte Bibel bedeutet, dass die Herrlichkeit des HERRN nicht nur für immer Bestand haben wird, sondern dass sie die ganze Erde bedecken wird, wie das Wasser das Meer bedeckt (Numeri 14:21; Habakkuk 2:14).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Psalmist betet nicht, dass eine Ungewissheit eintreten könnte. Er frohlockt in einer Gewissheit, die sich erfüllen wird. Zweifellos steht hinter dem Jubel: „Möge die Herrlichkeit des HERRN ewig Bestand haben!“ Und es gibt keinen Zweifel an dem Jubel: „Möge sich der HERR an seinen Werken erfreuen!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort auf die erste Frage lautet also JA! Gott erfreut sich an seiner Schöpfung. Er erfreut sich an der Arbeit seiner Hände.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Warum ist es wichtig, die nächste Frage zu stellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist die Frage, WARUM? Es gibt zwei Gründe, warum diese Frage für mich wichtig ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1. Zum einen fühle ich mich veranlasst zu erklären, warum diese Freude, die Gott an seiner Schöpfung hat, kein Akt des Götzendienstes ist. ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ist diese Freude, die Gott an der Schöpfung hat, nicht eine Schmach für den Sohn Gottes? Warum sollte der Sohn nicht eifersüchtig sein? Sollte der Vater seine Zuneigung wirklich mit der Welt teilen? Sollte er nicht völlig zufrieden sein mit der Schönheit seiner eigenen Vervollkommnung, die sich in der Person seines Sohnes auf ihn widerspiegelt?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2. Der zweite Grund, warum Gott sich an seiner Schöpfung erfreut, ist, dass wir dies wissen müssen, bevor uns die Verzückung selbst sehr viel über den Charakter Gottes preisgibt.  ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Menschen können sich das Gleiche aus so unterschiedlichen Gründen wünschen, wobei der eine Grund ehrenhaft und der andere pervers ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2.   Warum erfreut sich Gott an seiner Schöpfung?  ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie uns also aus diesen beiden Gründen zumindest versuchen, die Frage zu beantworten, warum sich Gott an seiner Schöpfung erfreut. Ich werde versuchen, dies in fünf Aussagen zusammenzufassen, die auf diesem Psalm und einigen anderen Teilen der Schrift basieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussagen darüber, warum Gott sich an seiner Schöpfung erfreut, sind keine wirklich separaten Gründe, weil sie sich sehr überschneiden. Aber sie drücken den Grundgedanken jeweils ein wenig anders aus. Beginnen wir also mit dem Grundgedanken, der gleich hier, in Vers 31, vorzukommen scheint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich, der HERR erfreue sich seiner Werke.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lässt mich vermuten, dass die Freude, die Gott an seinen Werken hat, darauf zurückzuführen ist, dass sie der Ausdruck seiner Herrlichkeit sind. Mit anderen Worten, ich denke, die beiden Hälften dieses Verses sind in etwa so miteinander verbunden: „Solange die Herrlichkeit des HERRN in seinen Werken Bestand hat, wird sich Gott tatsächlich an seinen Werken erfreuen.“ Oder man könnte sagen: „Möge die Herrlichkeit des HERRN ewiglich bestehen, damit der HERR sich an seinen Werken erfreut.“ So ist meine erste und wesentlichste Aussage, dass ..... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Gott erfreut sich an seinen Werken, denn seine Werke sind Ausdruck seiner Herrlichkeit.  '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es, was Psalm 19 sehr deutlich macht:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes, und das Firmament verkündet sein Werk.  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wesentlichste Grund, warum Gott sich an seiner Schöpfung erfreut, ist also, dass er in der Schöpfung das Spiegelbild seiner eigenen Herrlichkeit sieht, und deshalb ist er kein Götzendiener, wenn er sich an seinem Werk erfreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was ist mit dem Sohn Gottes? Bedeutet das, dass die Schöpfung mit dem Sohn in Konkurrenz zur Zuneigung des Vaters steht? Denken Sie daran, dass auch der Sohn als Abbild der Herrlichkeit Gottes bezeichnet wird (Hebräer 1,3). Erfreut sich Gott teils am Sohn und teils an der Schöpfung? Raubt die Schöpfung dem Sohn eine der Freuden des Vaters? Sollte der Sohn eifersüchtig auf die Schöpfung sein?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Vor der Schöpfung erfreuten sich der Vater und der Sohn aneinander mit überwältigendem Wohlgefallen. Und als die Zeit der Schöpfung kam, heißt es in der Bibel, dass sowohl der Vater als auch der Sohn aktiv an der Schöpfung beteiligt waren (1. Korinther 8,6; Kolosser 1,16).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Alle Dinge wurden durch ihn gemacht, und ohne ihn wurde nichts gemacht, was gemacht ist. (Johannes 1,3)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten, das Schöpfungswerk ist nicht nur das Werk des Vaters, als wenn er ein Bedürfnis befriedigen müsste, das der Sohn nicht erfüllen konnte. Die Schöpfung war auch nicht nur das Werk des Sohnes, als müsste er ein Bedürfnis befriedigen, das der Vater nicht erfüllen konnte. Vielmehr war es das Werk beider zusammen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Bibel lehrt, dass die Schöpfung die Herrlichkeit Gottes ausdrückt, dürfen wir also nicht nur an die Herrlichkeit des Vaters oder die Herrlichkeit des Sohnes denken, sondern an die Herrlichkeit, die sie gemeinsam ausstrahlen. Und die Herrlichkeit, die sie zusammen ausstrahlen, ist diese überströmende gegenseitige Freude an der Vollkommenheit des anderen. Die Schöpfung ist also Ausdruck des überströmenden Lebens und der Freude, die der Vater und der Sohn füreinander haben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Konkurrenz oder Eifersucht in der Göttlichkeit. Der Sohn und der Vater werden in der Schöpfung gleichermaßen verherrlicht, denn die Schöpfung ist der übermäßige Quell der Freude, den sie füreinander haben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste und wesentlichste Aussage, die wir also darüber treffen können, warum Gott an seinem Schöpfungswerk Freude hat, ist, dass die Schöpfung ein Ausdruck seiner Herrlichkeit ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Gott erfreut sich an den Werken der Schöpfung, weil sie ihn loben. '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Psalm 148 ruft der Psalmist die Schöpfung selbst auf, den HERRN zu loben:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Lobt ihn, Sonne und Mond,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
lobt ihn, all ihr leuchtenden Sterne!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobt ihn, ihr Himmel der Himmel,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr Wasser über dem Himmel!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Loben sollen sie den Namen des HERRN!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Denn er gebot und sie waren erschaffen . . .&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobt den HERRN von der Erde her,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
ihr Ungeheuer des Meeres und alle Tiefen. (Vers 3–5, 7) &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet das? Nun, wir könnten sagen, dass Sonne und Mond und Sterne Gott loben, indem sie uns über Gott bezeugen. Das wäre wahr - das ist es, was Psalm 19 besagt. Aber was ist mit Vers 7:  „Lobt den HERRN ihr Ungeheuer des Meeres und alle Tiefen!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines meiner Lieblingsgedichte ist „Elegie Geschrieben in Einem Kirchhof auf Dem Lande“ von Thomas Gray 1751. Eine der Strophen lautet,  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''Voll mancher Edelstein aus reinstem klarem Strahl&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Trägt die unergründeten Höhlen des Ozeans:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wohl manche Blume wird geboren, um ungesehen zu blühen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und ihre Süße auf der Wüstenluft zu verschwenden.'' &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gray war ergriffen von der Vorstellung, dass es auf dem Meeresgrund schöne Edelsteine gäbe, die kein menschliches Auge je sehen würde, und dass in fernen Wüsten Millionen Blumen blühen würden, die mit leuchtenden Farben erröten, einen süßen Duft verströmen und nie von jemandem berührt oder gesehen oder gerochen werden - außer von Gott!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Psalmist ist von der gleichen Sache ergriffen, wie es in Vers 7 zu sein scheint: „Lobt den HERRN, ihr Ungeheuer des Meeres und alle Tiefen!“ Er weiß nicht einmal, was sich in allen Tiefen des Meeres befindet! Das Lob der Tiefen ist also nicht nur das, was sie vor dem Menschen bezeugen können.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint mir, dass die Schöpfung Gott lobt, indem sie einfach das ist, wozu sie geschaffen wurde, in all ihrer unglaublichen Vielfalt. Und da der größte Teil der Schöpfung außerhalb des Bewusstseins der Menschheit liegt (in den Weiten des Weltraums, in den Höhen der Berge und auf dem Meeresboden), ist sie nicht nur für Zwecke geschaffen worden, die mit uns zu tun haben. Sie wurde zur Freude Gottes geschaffen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erhalten zuhause das Ranger Rick Journal. Ich öffne es und lese über die europäische Wasserspinne, die auf dem Grund eines Sees lebt, aber Luft atmet. Sie macht einen Salto auf der Wasseroberfläche und fängt eine Luftblase auf und hält diese über die Atmungslöcher in der Mitte ihres Körpers, während sie zum Grund des Sees schwimmt und ein Seidengewebe zwischen das Seegras spinnt. Dann taucht sie wieder auf und bringt Blase für Blase hinunter, bis sich ein kleiner Luftballon bildet, in dem sie leben und essen und sich paaren kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sitze da mit offenem Mund und denke, Gott lächelt und sagt: „Ja, John, und ich genieße dieses kleine Kunstwerk schon seit 10.000 Jahren, bevor jemand auf Erden wusste, dass es existiert. Und wenn du nur wüsstest, wie viele Millionen anderer Wunder es jenseits deiner Augen gibt, denen ich jeden Tag mit Freude zusehen kann!“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau hier in unserem Text, Psalm 104,25-26 steht, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Da ist das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt es ohne Zahl, große und kleine Tiere. Dort ziehen Schiffe dahin; da ist der Leviatan, den du gemacht hast, damit zu spielen. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum hat Gott große Seeungeheuer erschaffen? Nur um im Meer zu spielen, herumzutollen, wo kein Mensch außer Gott sehen kann. Der wimmelnde Ozean verkündet die Herrlichkeit Gottes und lobt ihn hundert Meilen von jeglichem menschlichen Auge entfernt. Das ist die zweite Aussage darüber, warum Gott sich an seinen Werken erfreut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Gott erfreut sich an den Werken der Schöpfung, weil sie seine unvergleichliche Weisheit offenbaren.  '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie sich Vers 24 an:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;HERR, wie sind deine Werke so groß und viel!&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Du hast sie alle weise geordnet, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Erde ist voll deiner Güter.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Du hast sie alle in Weisheit gemacht!“ Mit anderen Worten, der HERR erfreut sich an den Ausdrucksformen seiner Weisheit. Dieses Universum ist einfach ein Meisterwerk der Weisheit und Ordnung. Oder wenn Sie nur einen Teil davon wie den menschlichen Körper nehmen - was für ein erstaunliches Werk des Wissens und der Weisheit. Wer kann das menschliche Gehirn und das Geheimnis von Geist und Körper ergründen?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welt ist erfüllt von der Weisheit Gottes. Nehmen wir zum Beispiel die Kieselalgen. Im Dezember fotografierte Ranger Rickhad Farbfotos von mikroskopischen Kieselalgen. Es gibt 10.000 bekannte Arten von Kieselalgen! Ein Teelöffel Seewasser kann eine Million dieser winzigen unsichtbaren Pflanzen enthalten. Und was tun sie, wenn sie Gott mit ihrer mikroskopischen Schönheit unterhalten? Sie produzieren tonnenweise Sauerstoff, damit die Tiere im Wasser atmen können!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;HERR, wie sind deine Werke so groß und viel!&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Du hast sie alle weise geordnet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Psalmist staunte einfach, wie alles zusammenarbeitete. Das erkennen Sie in Vers 14.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Du lässest Gras wachsen für das Vieh,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und Saat zu Nutz den Menschen, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass du Brot aus der Erde hervorbringst.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für eine wunderbare Erfahrung ist es, wenn Gott uns einen Moment schenkt, in dem wir nichts als selbstverständlich hinnehmen, sondern die Welt sehen, als wäre sie gestern erfunden worden! Wie wir über die Weisheit Gottes staunen würden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Der HERR ist der ewige Gott,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
der die Enden der Erde geschaffen hat.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er wird nicht müde noch matt,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Verstand ist unausforschlich.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Jesaja 40:28).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Gott erfreut sich an den Werken der Schöpfung, weil sie seine unvergleichliche Kraft offenbaren.  '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Jesaja 40:26 blickt Jesaja auf den sternengefüllten Himmel - vielleicht in einer Nacht, wie ich sie auf einem Berg in Utah im September 1968 in Erinnerung habe, als der Himmel buchstäblich eine Lichtfläche war und sich ein Stern nicht vom Stern unterscheiden ließ - er schaut auf und sagt,  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Hebet eure Augen in die Höhe und sehet:&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wer hat solche Dinge geschaffen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und führt ihr Heer bei der Zahl heraus? &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er ruft sie alle mit Namen; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
sein Vermögen und seine Kraft ist so groß, &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
dass es nicht an einem fehlen kann.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Jesaja von der Macht Gottes überwältigt war, jeden Stern im Himmel zu erschaffen und zu benennen und zu erhalten, den er sehen konnte, wie wäre seine Anbetung heute, wenn ihm gezeigt würde, dass der nächste dieser Sterne in seinem Himmel, Alpha Centauri und Proxima Centauri, 25 Millionen Meilen entfernt ist, und dass das, was er in seinem Nachthimmel sah, ein winziges Stück unserer Galaxie war, das hundert Milliarden Sterne hat, und dass es außerhalb unserer Galaxie Millionen von Galaxien gibt?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist dieses Universum außer der großzügigen Demonstration des unglaublichen, unvergleichlichen, unvorstellbaren Übermaßes und der Weisheit und Kraft und Größe Gottes! Und was für ein Gott er sein muss! Was für ein Gott er sein muss!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit komme ich zur Abschlussbemerkung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Gott erfreut sich an den Werken der Schöpfung, weil sie uns über sich hinaus auf Gott selbst hinweisen.  '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott bedeutet für uns, dass wir von seinem Schöpfungswerk fassungslos und beeindruckt sind. Aber nicht um seiner selbst willen. Er bedeutet für uns, dass wir immer auf seine Schöpfung schauen und sagen sollen: Wenn das Werk seiner Hände so voll von Weisheit und Macht und Größe und Majestät und Schönheit ist, wie muss dieser Gott in sich selbst sein?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese repräsentieren nur die Rückseite seiner Herrlichkeit, die durch ein dunkles Glas gesehen wird. Wie wird es sein, den Schöpfer selbst zu sehen! Nicht seine Werke! Nicht einmal eine Milliarde Galaxien werden die menschliche Seele befriedigen. Gott und Gott allein ist das Ende der Seele.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so nähert sich unser Text zu einem Ende (Psalm 104,31-34): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich,&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
der HERR freue sich seiner Werke!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er schaut die Erde an, so bebt sie; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
er rührt die Berge an, so rauchen sie.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich will dem HERRN singen mein Leben lang&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und meinen Gott loben, solange ich bin.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mein Reden möge ihm wohlgefallen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich freue mich des HERRN.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Sünder sollen ein Ende nehmen auf Erden,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Gottlosen nicht mehr sein.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Segnet den HERRN, meine Seele!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobet den HERRN!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende werden es nicht die Meere oder die Berge oder die Schluchten oder die Wolken oder die großen Galaxien sein, die unsere Herzen füllen, um vor Staunen zu brechen und unsere Münder mit ewigem Lob zu erfüllen. Es wird Gott selbst sein.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Damit_wir_nicht_zerstreut_werden</id>
		<title>Damit wir nicht zerstreut werden</title>
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				<updated>2019-10-01T19:45:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Lest We Be Scattered}}&amp;lt;br&amp;gt;  Einer der am häufigsten falsch zitierten Verse in der Bibel ist Sprüche 16,18: „Hochmut kommt vor dem Untergang und hochmü…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Lest We Be Scattered}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der am häufigsten falsch zitierten Verse in der Bibel ist Sprüche 16,18: „Hochmut kommt vor dem Untergang und hochmütiger Sinn vor dem Fall.&amp;quot; Das falsche Zitat verzerrt den Vers derart, dass er nur noch schlichtweg lautet: „Hochmut kommt vor dem Fall&amp;quot;. Obwohl dieses falsche Zitat inhaltlich nicht korrekt ist, trifft es dennoch die Aussage des Sprichworts. In der Tat ist Hochmut ein Vorläufer eines Falles und der Vorbote der Zerstörung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erkennen dies sehr anschaulich in der biblischen Erzählung vom Turmbau zu Babel:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die ganze Erde hatte eine Sprache und einerlei Worte. Und es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. Und sie sprachen einer zum anderen: Wohlan, lasst uns Ziegel machen und hart brennen! Und der Ziegel diente ihnen als Stein, und das Erdharz diente ihnen als Mörtel. Und sie sprachen: Wohlan, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm, dessen Spitze an den Himmel reiche, und machen wir uns einen Namen, dass wir nicht zerstreut werden über die ganze Erde! Und der Herr fuhr hernieder, die Stadt und den Turm zu sehen, welche die Menschenkinder bauten. Und der Herr sprach: Siehe, sie sind ein Volk und haben alle eine Sprache, und dies haben sie angefangen zu tun; und nun wird ihnen nichts verwehrt werden, was sie zu tun ersinnen. Wohlan, lasst uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht verstehen“ (Gen. 11, 1–7). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm von Babel war der erste Wolkenkratzer der Welt, wahrscheinlich eine hohe Rampe oder ein Tempelturm, der eine religiöse Bedeutung aufwies. Wie Martin Luther in seinen Vorlesungen zur Genesis feststellte, entstanden im Mittelalter alle möglichen fantastischen Mythen und Legenden in Bezug auf das Bauwerk. Einige meinten, dass es als Zufluchtsort gebaut wurde, der hoch genug wäre, damit die Menschen einer erneuten Sintflut entgehen könnten, und ignorierten dabei Gottes Zusicherung, dass er die Welt nie wieder durch eine Flut zerstören würde. Andere behaupteten, dass das Bauwerk eine Höhe von neun Meilen erreichte, so hoch, dass man von dort aus die Stimmen von Engeln im Himmel singen hören konnte. Aber diese spekulativen Erzählungen verfehlen den Sinn der Geschichte und liefern wenig Erkenntnisse.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie dem auch sei, die Erzählung verdeutlicht den Sachverhalt, dass der Turm zu Babel sicherlich nicht zur Ehre Gottes gebaut wurde. Es war ein Denkmal für den Hochmut der Menschen. Luther bemerkte: „Ich glaube, ihr Beweggrund kommt in den Worten zum Ausdruck: 'Kommt, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen'. Diese Worte sind Beweis für selbstgefällige Herzen, die ihr Vertrauen in die Dinge dieser Welt setzen, ohne Gott zu vertrauen und die Kirche verachten, weil ihr jegliche Macht und Pracht fehlt&amp;quot;. Später fügte er hinzu: „War dies nicht kolossaler Hochmut und große Gottesverachtung, dass sie es wagten, ohne Gott um Rat zu fragen, ein so umfangreiches Projekt in eigener Verantwortung durchzuführen?&amp;quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch deutlicher wird der Beweggrund für ihren Hochmut in der arroganten Erklärung „Und machen wir uns einen Namen&amp;quot;. Im Vaterunser lehrte uns Christus als erstes, dass der Name Gottes geheiligt werde. Diese Forderung ist eindeutig mit den nachfolgenden Bitten verbunden – „Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden&amp;quot;. Das Reich Gottes ist im Himmel klar gegenwärtig. Sein Wille wird immer dort getan und Sein Name dort geheiligt. Aber sein Reich ist nicht gegenwärtig und sein Wille wird nicht geschehen, wo sein Name nicht geheiligt wird. In Schinar versuchten die Männer, ihre eigenen Namen zu heiligen und zu verherrlichen. Das war eine Wiederbelebung von Eden, in der die Versuchung, wie Götter zu sein, wiederholt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau dieses Turmes zum Himmel war ein Versuch zur Vergöttlichung der Menschheit, zur Selbstvergöttlichung der Menschenkinder. Dies zeigt, wie alt das „Neuzeit&amp;quot; Denken wirklich ist. Es spiegelte wider, was Paulus als die universelle Sünde der Menschheit bezeichnet; die Weigerung, Gott als Gott zu ehren und dankbar zu sein (Römer 1, 21). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau des Turmes von Babel war ein Abfall vom Glauben. Er stand unter dem Deckmantel der Religion, wie es normalerweise beim Glaubensabfall ist, aber eine solche Religion ist heidnischer Götzendienst, der immer versucht, das Geschöpf und nicht den Schöpfer anzubeten. Es beinhaltet den Austausch eines falschen Gottes durch den wahren Gott. Luther kommentiert: „Es war keine Sünde an sich, einen Turm zu errichten und eine Stadt zu bauen, denn die Heiligen taten dasselbe. . . . Das ist aber ihre Sünde: Sie hängen ihren eigenen Namen an dieses Bauwerk. . . .” In diesem Akt wird die wahre Anbetung durch die menschbezogene Anbetung ersetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Genesis erzählt uns, dass in Erwiderung auf diesen menschlichen Akt der Überheblichkeit „der HERR herabkam, um die Stadt und den Turm zu sehen, welche die Menschenkinder bauten&amp;quot;. Dies spiegelt die Situation in Eden wider, als Gott in den Garten kam und Adam und Eva aufforderte, das Weite zu suchen. Es war nicht so, als ob der allwissende und allgegenwärtige Gott sich der Situation nicht bewusst wäre.  Vielmehr deutet die Erzählung auf einen Besuch Gottes hin, wodurch Er zu diesen Menschen als Gericht kam. Der Hochmut, der vor der Zerstörung kommt, und der hochmütige Geist, der einem Fall vorausgeht, ist eine Haltung des Trotzes gegenüber Gott. Es ist eine Gesinnung, die davon ausgeht, dass Gott nicht weiß, was vor sich geht, oder, wenn er sich bewusst ist, machtlos ist, etwas dagegen zu unternehmen. Eine unbestrafte Sünde ruft beim Sünder eine Furchtlosigkeit hervor, durch die er in seinem Trotz immer dreister wird. Der Sünder verwechselt Gottes Geduld und Sehnsucht nach Ohnmacht und häuft sich leichtfertig den Zorn gegen den Tag des Zorns auf. Je länger das Urteil aufgeschoben wird, desto schlimmer ist es, wenn es fällt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strafe, die Gott in Babel verhängte, war die Verwirrung der menschlichen Sprache und die Auflösung einer vereinten Weltordnung. Dieses Urteil traf das Herz des menschlichen Unterfangens, als es in den Mittelpunkt der politischen und wirtschaftlichen Tätigkeit des Menschen stieß. Die Menschen sind jetzt in politische Blöcke gruppiert, in denen eine gemeinsame Sprache eine Nation gegen andere Nationen vereint. Dies führt zu internationaler Feindseligkeit, da sich Nationen gegen Nationen erheben. Die Sprachbarriere stellt ebenfalls ein großes Hindernis für den internationalen Handel dar, verschärft die Feindseligkeit weiter und beweist den Grundsatz, dass „wenn Waren und Dienstleistungen Grenzen überschreiten, Soldaten dies selten tun&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung der menschlichen Harmonie durch die Verwirrung der Sprachen hat weitreichende und langanhaltende Folgen. Luther hielt die Verwirrung der menschlichen Sprache für ein härteres Urteil als die Sintflut selbst. Wie das? Schließlich zerstörte die Sintflut die gesamte Bevölkerung der Welt, außer Noah und dessen Familie. Luthers Argumentation lautete: Die Sintflut schadete nur den Menschen, die zu dieser Zeit lebten, während die Verwirrung der Sprachen der ganzen Menschheit bis zum Ende der Zeit geschadet hat. Der Grund, warum Gott diese besondere Strafe verhängte, war die Tatsache, dass nichts Sündhaftes, was die Menschen zu tun beabsichtigen, leicht erreicht werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschheitsgeschichte ist die Aufzeichnung von Geschöpfen, die versuchen, Imperien für sich selbst aufzubauen. Kein Imperium hat im Laufe der Zeit jemals Bestand gehabt. Das gilt sowohl für politische als auch für wirtschaftliche Imperien. Das einzig mögliche Ende des Hochmutes ist die Zerstörung. Die Hochmütigen mögen für eine Zeit lang bestehen, aber früher oder später werden sie fallen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute bewegen wir uns unaufhaltsam in Richtung eines einheitlichen globalen Dorfes. Der Computer gibt uns eine neue, allumfassende Sprache. Aber was passiert, wenn die Sprache der Computer ausfällt? Was passiert, wenn die Weltwirtschaft versagt? Wo wird dann unser Hochmut sein?&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wir_sahen_seine_Herrlichkeit_voller_Gnade_und_Wahrheit</id>
		<title>Wir sahen seine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit</title>
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				<updated>2019-06-10T19:06:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;fck_mw_template&amp;quot;&amp;gt;{{info|We Beheld His Glory, Full of Grace and Truth}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;Johannes 1, 14-18&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. 15 Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir geworden, denn er war eher als ich. - 16 Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.  17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. 18 Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Beginnen wir bei Vers 14, um den wichtigsten Punkt diesen Absatzes zu sehen. &amp;quot;Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.&amp;quot; Gehen Sie zurück zu Vers 1, um sich daran zu erinnern, auf wen sich das Wort bezieht. „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ (Johannes 1, 1). Das Wort bezieht sich also auf Gott den Sohn.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Ich verwende den Begriff Sohn, weil der Begriff hier in Vers 14 verwendet wird: &amp;quot;Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.&amp;quot; Das Wort ist also der Sohn Gottes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Ein Gott, drei Personen&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Muslime stolpern über dieses Wort Sohn, wie viele andere auch. Einige meinen, wir meinen, dass Gott Sex mit Maria hatte und einen Sohn hervorbrachte. Das ist nicht was die Bibel meint. Johannes 1, 1 sagt: „Im Anfang war das Wort.“ Das ist der Sohn Gottes. Und er hatte keinen Anfang. Er war am Anfang da. Er war da so weit zurück, wie Sie gehen können - bis in die Ewigkeit. Und Vers 3 sagt: &amp;quot;Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.&amp;quot; Das bedeutet, dass er nicht gemacht wurde. Er ist in keiner Weise Teil der Schöpfung. So wissen wir über den Sohn Gottes: 1) Er ist Gott. 2) Der Vater ist auch Gott. 3) Der Sohn ist nicht der Vater; Er war beim Vater. 4) Er ist ungeschaffen und ewig.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Es gibt so viel mehr zu sagen über die Trinitätslehre - die Lehre, dass Gott als ein Gott in drei Personen existiert, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Behalten Sie aber jetzt nur so viel im Kopf und im Herzen. Der Sohn und der Vater sind ein Gott, aber sie sind zwei Personen. Sie haben eine göttliche Natur. Sie sind ein Gott mit zwei Bewusstseinszentren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Gott wurde Mensch - ohne aufzuhören, Gott zu sein&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Nun, was Vers 14 sagt - und dies ist einer der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte - ist, dass das Wort, der Sohn, menschlich wurde, ohne aufzuhören Gott zu sein. Dies ist was wir uns zwei Wochen anschauen werden.  Woher wissen wir, dass dies der Fall ist und was bedeutet das für uns persönlich?&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;DAS WORT wurde Fleisch. Das heißt, das göttliche Wort, der göttliche Sohn Gottes, wurde zu einem Menschen, ohne aufhören, Gott zu sein. Woher wissen wir das? Und was heißt das für uns? Wir werden heute all unsere Zeit damit verbringen, dies aus Vers 14 zu beantworten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Das Wort wohnte unter uns&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Der erste Grund, warum wir sagen, dass das göttliche Wort nicht aufgehört hat, das göttliche Wort zu sein, als er Mensch wurde, ist die Aussage in Vers 14, dass das Wort „unter uns gewohnt hat“. Das Subjekt des Verbes &amp;quot;wohnte&amp;quot; ist das Wort. Und das Wort ist Gott. Der natürlichste Weg, dies anzunehmen, ist nun, dass Gott, das Wort, unter uns wohnte. Deshalb sagte der Engel in Matthäus 1, 23: „Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel nennen&amp;quot;, was übersetzt ist: Gott mit uns. Das Wort, der Sohn, hörte nicht auf, Gott zu sein, als er Mensch wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Herrlichkeit als einziger Sohn Gottes&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Der zweite Grund, warum wir glauben, dass es das ist, ist die nächste Klausel in Vers 14: „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater.“ Wessen Herrlichkeit? Die Herrlichkeit des Wortes - das Wort, das Gott ist. Und welche Art von Herrlichkeit ist das? Es ist &amp;quot;die Herrlichkeit als eines eingeborenen Sohnes vom Vater&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wenn Johannes sagt, dass die Herrlichkeit des inkarnierten Wortes „die Herrlichkeit als eingeborenen Sohnes vom Vater“ ist, bedeutet das Wort als, dass es eine Nachahmung der Herrlichkeit ist? Ist es nicht die wahre Herrlichkeit des Sohnes, sondern nur als die Herrlichkeit des Sohnes? Ich denke nicht.  Wenn ich zum Beispiel sage: „Ich habe ein Buch zum Verschenken, und ich würde es Ihnen gerne als meine erste Wahl geben“, dann antworten Sie nicht: &amp;quot;Ich bin nicht wirklich Ihre erste Wahl; ich bin nur als Ihre erste Wahl&amp;quot;. Nein, das bedeutet es nicht, wenn ich sage: &amp;quot;Ich gebe es Ihnen als erste Wahl.&amp;quot; Es bedeutet: Ich gebe es Ihnen, weil Sie wirklich meine erste Wahl sind. Wenn Johannes sagt: &amp;quot;Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit als eingeborenen Sohnes vom Vater&amp;quot; meint er: &amp;quot;Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit, wie sie wirklich ist - die Herrlichkeit des Sohnes Gottes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wir wissen das, weil Johannes im ersten Teil von Vers 14 einfach und unkompliziert sagt: „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen“ - keine Qualifikation. Wessen Herrlichkeit? Die Herrlichkeit des ewigen Wortes, des Sohnes. &amp;quot;Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut.&amp;quot; So lässt sich das Wunder der Inkarnation nicht vermindern. Das Wort wurde Fleisch, und er tat es, ohne aufzuhören, Gott zu sein. Er offenbart Gottes Herrlichkeit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Und was heißt das für uns?&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Die Verse 15–18 geben weitere Gründe für den Glauben, dass das Wort Fleisch wurde, ohne aufzuhören, Gott zu sein. Wir werden nächste Woche dorthin gehen, wenn der Herr will. Aber jetzt fragen wir in Vers 14, was es für uns bedeutet, dass das Wort Fleisch geworden ist - dass der Sohn Gottes Mensch geworden ist, ohne aufzuhören, Gott zu sein. Warum stelle ich diese Frage? Erstens, weil der Text dies beantwortet. Es gibt auch noch einen anderen Grund.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Eine Beziehungskultur pflegen&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Erinnern Sie sich noch daran, dass ich vor einigen Monaten mehrere Botschaften verkündet hatte, in denen ich Gott bat, dass er sie dazu nutzen würde, meine sogenannte Beziehungskultur unserer Kirche zu entwickeln? Ich erklärte, was ich damit meinte in Bezug auf Philipper 2, 3–4: „nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst;  ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen! Mit anderen Worten: Lasst uns als Gemeinde auf solch eine Art und Weise wachsen, so dass wir außerhalb von uns gehen und anderen dienen und deren Interessen berücksichtigen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Und erinnern Sie sich, was die Basis dieser Diener-Beziehungshaltung war? Die nächsten Verse erklärten dies: „Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden,&amp;quot; (Philipper 2, 5–7). Mit anderen Worten, die Grundlage der bescheidenen Dienerliebe - und der erneuerten Beziehungskultur in Bethlehem war: Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns - und starb für uns.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Inkarnation und Anwendung&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Der Grund, warum ich darauf hinweise, ist, so dass wir nicht sagen: &amp;quot;Nun, wir haben letzten Sommer unseren kleinen Schwerpunkt auf Beziehungen gelegt und jetzt sind wir in der Theologie.&amp;quot; Nein. Die einzige Theologie, die für irgendetwas zählt, ist die in der Philipper-2 Art, die genau dieselbe ist wie die Art des Johannes-Evangeliums. Es hilft uns, Christus und die Herrlichkeit in Christus zu kennen und von Christus der Liebe wegen verwandelt zu werden (13, 34; 15,12) - was bedeutet, dass es unsere Kirche relational verwandelt. Das macht uns liebevoller, hilfsbereiter, dienender, weniger stolz, weniger selbstsüchtig, weniger zurückgezogen, fürsorglicher.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Wenn ich also sage: „Lasst uns Vers 14 nicht verlassen, bis wir fragen, was es für uns bedeutet, dass das Wort Fleisch geworden ist“, dann können Sie einen teil des Herzschlages hinter dieser Frage hören. Ich habe immer ein Auge auf welchen Unterschied diese großartige Theologie für unser persönliches und relationales Leben macht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;In Jesus sehen wir Gottes Herrlichkeit&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Was bedeutet es also für uns, dass das Wort Fleisch wurde? Vers 14 sagt: „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit als Eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Es bedeutet, dass wir in Jesus Christus die Herrlichkeit Gottes sehen können. Und das bedeutet, dass die in Jesus geoffenbarte Herrlichkeit Gottes uns nicht in unserer Sünde verzehrt. Stattdessen ist es &amp;quot;voller Gnade und Wahrheit&amp;quot;. Das heißt, die Herrlichkeit Gottes in Christus ist seine gnädige Gesinnung zu uns, ohne seine Wahrhaftigkeit, seine Treue zu sich selbst zu beeinträchtigen. Und diese gnädige Gesinnung ist sehr, sehr großartig. Deshalb benutzt er das Wort voll - das Wort voll verändert die Herrlichkeit. Die Herrlichkeit des Sohnes Gottes ist gegenüber uns Sündern voller Gnade, ohne Gottes Wahrheit zu beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Voller Gnade,&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Das sind wirklich gute Nachrichten. Gott hätte sich dazu entscheiden können, Fleisch als Richter und Henker zu werden. Wir alle würden vor ihm schuldig befunden und zu ewigen Strafen verurteilt werden. Aber so wurde er nicht zu Fleisch. Das Wort, der Sohn, der Gott ist, wurde Fleisch, um eine göttliche Herrlichkeit zu offenbaren, die „voller Gnade und Wahrheit“ ist. Das Wort Gottes wurde Fleisch, um gnädig zu uns zu sein. Das Wort wurde Fleisch, so dass diese Gnade für uns mit der Wahrhaftigkeit Gottes übereinstimmen würde. Dies wird kein lascher, grundloser, sentimentaler Gnade sein.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Dies wird eine rechtschaffene, Gott-verherrlichende, kostspielige Gnade sein. Es wird direkt zu Jesu Tod am Kreuz führen. In der Tat wurde er deshalb Fleisch. Er musste Fleisch annehmen, um sterben zu können. Er musste menschlich sein, um an unserer Stelle als Gottmensch zu sterben (Hebräer 2, 14–15). Das Wort wurde Fleisch, damit der Tod Jesu Christi möglich wäre. Das Kreuz ist, wo die Fülle der Gnade am hellsten schien. Es wurde dort aufgeführt und dort gekauft.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;. . . Und Wahrheit&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Und der Grund, warum es durch den Tod geschah, ist, dass der Sohn Gottes voller Gnade und Wahrheit ist. Gott ist uns gnädig und sich selbst treu. Demzufolge, wenn also sein Sohn kommt, dann ist er voller Gnade und Wahrheit. Als Christus starb, war Gott sich selbst treu, weil die Sünde bestraft wurde. Und als Christus starb, war Gott uns gnädig, weil Christus die Strafe getragen hat, nicht wir.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;&amp;quot;Das Wort wurde Fleisch&amp;quot; bedeutet für uns, dass die Herrlichkeit Gottes in der Geschichte wie nie zuvor offenbart wurde, nämlich in der Fülle der Gnade und der Fülle der Wahrheit, die im Tod Jesu für Sünder am hellsten leuchtet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Spirituelle Schönheit sehen&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Seien Sie hier vorsichtig, dass Sie nicht sagen: „Nun, ich war nicht da, um ihn zu sehen, und daher ist diese Herrlichkeit für mich nicht verfügbar zu sehen. Ihr religiösen Typen können, wie Sie wollen, über die Herrlichkeit des Sohnes Gottes reden, aber er ist nicht hier, für mich zu sehen.“ Seien Sie vorsichtig. Betrachten Sie diese Herrlichkeit in Vers 14 nicht als äußerliche Helligkeit oder Schönheit. Jesus war nicht hell oder körperlich schön. „Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten“ (Jesaja 53, 2).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Und denken Sie nicht an diese Herrlichkeit in Vers 14 als bloße Demonstration von Wundern. Es gab Leute, die die Wunder sahen, wussten, dass sie geschehen waren und nichts Schönes oder Herrliches sahen. Sie wollten ihn töten (Johannes 11, 45–48).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Nein, die offenbarte „Herrlichkeit“ des Sohnes Gottes, die Herrlichkeit des Wortes, die Herrlichkeit Jesu Christi in seinem ersten Kommen ist hauptsächlich eine spirituelle Herrlichkeit, eine spirituelle Schönheit. Es ist nicht etwas, was man mit den physischen Augen sieht, sondern mit den Augen des Herzens (Epheser 1,18). Wir schauen auf die Art und Weise, wie er spricht und handelt, liebt und stirbt, und durch die Gnade sehen wir eine sich selbstbeglaubigende, göttliche Herrlichkeit oder Schönheit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Eine unvergleichliche Vermischung von Gnade und Wahrheit=&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Paulus hat es in 2. Korinther 4, 4 so formuliert: „den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen“ Die „Herrlichkeit Christi, der Gottes Bild ist“ ist das, was Johannes 1,14 als „Herrlichkeit des einzigen Sohnes des Vaters, voller Gnade und Wahrheit“ nennt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Und denken Sie daran, Paulus spricht mit Menschen, die den irdischen Jesus nie gesehen haben, und Johannes schreibt sein Evangelium für Menschen, die den irdischen Jesus niemals gesehen haben - Menschen wie wir. Die Herrlichkeit von Johannes 1, 14 und die Herrlichkeit von 2. Korinther 4, 4 ist eine Herrlichkeit, die Sie geistig sehen, wenn Sie die Geschichte von Jesus hören.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Sie müssen ihn nicht physisch sehen. Jesus sagte in Johannes 20, 29: „Selig sind jene, die nicht gesehen und noch nicht geglaubt haben.“ Sie treffen ihn im Johannesevangelium und in den anderen Schriften der Bibel. Und wenn Sie ihm durch diese inspirierten Geschichten seiner Worte und Taten begegnen, scheint seine Herrlichkeit - die sich selbstbeglaubigende Schönheit dieser einzigartigen Mischung aus Gnade und Wahrheit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Wiedergeboren durch das Evangelium&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Es ist kein Zufall, dass Verse 12–13 die Wiedergeburt beschreibt und Vers 14 beschreibt, die Herrlichkeit des Sohnes Gottes zu sehen. Verse 12–14:&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;dl&amp;gt;&amp;lt;dd&amp;gt;so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.  Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/dd&amp;gt;&amp;lt;/dl&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Erinneren Sie sich an Vers 4: In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Wenn neues geistiges Leben gegeben wird, dann erfolgt neues Licht. Das Licht ist kein physisches Licht. Es ist die geistige Helligkeit der Herrlichkeit des Sohnes Gottes, auf die in Vers 14 Bezug genommen wird. So kommen wir zu sehen!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Und wie geschieht uns dieses neue spirituelle Leben? Vers 13 sagt, es passiert, wenn wir nicht vom Menschen, sondern von Gott geboren werden. Es geschieht durch Wiedergeburt. So kommen wir zum Glauben, nehmen Christus auf und werden Kinder Gottes (Johannes 1, 12).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Durch das Evangelium - durch das Hören der Geschichte von Jesu errettenden Taten und Worten - schafft Gott in uns spirituelles Leben. Wir sind durch das Evangelium von Gott geboren (1. Petrus 1, 23-25). Und dieses neue spirituelle Leben sieht das Licht der Herrlichkeit Christi (Johannes 1, 4). Das tut es sofort. Deshalb nennt Johannes 8, 12 es &amp;quot;das Licht des Lebens&amp;quot;. Wenn Sie ein spirituelles Leben erhalten, dann sehen Sie spirituelle Herrlichkeit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;Sehen Sie die Herrlichkeit. &amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;Oder anders gesagt, laut Vers 12, glaubt dieses neue Leben und Ansicht an das Licht und empfängt das Licht als die Wahrheit und Herrlichkeit von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Und in diesem Leben und in diesem Licht und im Glauben und im Empfangen von Vers 12 erhalten wir das Recht, Kinder Gottes bezeichnet zu werden. Das heißt, wir sind die Kinder Gottes, weil dieses Leben und dieses Licht und dieser Glaube und Empfang unser Recht sind, Kinder Gottes zu sein.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;p&amp;gt;Also hebe ich den inkarnierten Sohn Gottes vor Ihnen auf: Das Wort wurde Fleisch, und wohnte unter uns, ohne aufzuhören, Gott zu sein. Sehen Sie seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit als eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Sehen Sie ihn für die Herrlichkeit, die er ist, und leben Sie. Amen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wir_sahen_seine_Herrlichkeit_voller_Gnade_und_Wahrheit</id>
		<title>Wir sahen seine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wir_sahen_seine_Herrlichkeit_voller_Gnade_und_Wahrheit"/>
				<updated>2019-06-10T19:06:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|We Beheld His Glory, Full of Grace and Truth}}&amp;lt;br&amp;gt;  '''Johannes 1, 14-18'''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|We Beheld His Glory, Full of Grace and Truth}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Johannes 1, 14-18'''&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. 15 Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir geworden, denn er war eher als ich. - 16 Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.  17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. 18 Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnen wir bei Vers 14, um den wichtigsten Punkt diesen Absatzes zu sehen. &amp;quot;Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.&amp;quot; Gehen Sie zurück zu Vers 1, um sich daran zu erinnern, auf wen sich das Wort bezieht. „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ (Johannes 1, 1). Das Wort bezieht sich also auf Gott den Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verwende den Begriff Sohn, weil der Begriff hier in Vers 14 verwendet wird: &amp;quot;Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.&amp;quot; Das Wort ist also der Sohn Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein Gott, drei Personen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muslime stolpern über dieses Wort Sohn, wie viele andere auch. Einige meinen, wir meinen, dass Gott Sex mit Maria hatte und einen Sohn hervorbrachte. Das ist nicht was die Bibel meint. Johannes 1, 1 sagt: „Im Anfang war das Wort.“ Das ist der Sohn Gottes. Und er hatte keinen Anfang. Er war am Anfang da. Er war da so weit zurück, wie Sie gehen können - bis in die Ewigkeit. Und Vers 3 sagt: &amp;quot;Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.&amp;quot; Das bedeutet, dass er nicht gemacht wurde. Er ist in keiner Weise Teil der Schöpfung. So wissen wir über den Sohn Gottes: 1) Er ist Gott. 2) Der Vater ist auch Gott. 3) Der Sohn ist nicht der Vater; Er war beim Vater. 4) Er ist ungeschaffen und ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt so viel mehr zu sagen über die Trinitätslehre - die Lehre, dass Gott als ein Gott in drei Personen existiert, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Behalten Sie aber jetzt nur so viel im Kopf und im Herzen. Der Sohn und der Vater sind ein Gott, aber sie sind zwei Personen. Sie haben eine göttliche Natur. Sie sind ein Gott mit zwei Bewusstseinszentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gott wurde Mensch - ohne aufzuhören, Gott zu sein====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, was Vers 14 sagt - und dies ist einer der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte - ist, dass das Wort, der Sohn, menschlich wurde, ohne aufzuhören Gott zu sein. Dies ist was wir uns zwei Wochen anschauen werden.  Woher wissen wir, dass dies der Fall ist und was bedeutet das für uns persönlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DAS WORT wurde Fleisch. Das heißt, das göttliche Wort, der göttliche Sohn Gottes, wurde zu einem Menschen, ohne aufhören, Gott zu sein. Woher wissen wir das? Und was heißt das für uns? Wir werden heute all unsere Zeit damit verbringen, dies aus Vers 14 zu beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Wort wohnte unter uns====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Grund, warum wir sagen, dass das göttliche Wort nicht aufgehört hat, das göttliche Wort zu sein, als er Mensch wurde, ist die Aussage in Vers 14, dass das Wort „unter uns gewohnt hat“. Das Subjekt des Verbes &amp;quot;wohnte&amp;quot; ist das Wort. Und das Wort ist Gott. Der natürlichste Weg, dies anzunehmen, ist nun, dass Gott, das Wort, unter uns wohnte. Deshalb sagte der Engel in Matthäus 1, 23: „Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel nennen&amp;quot;, was übersetzt ist: Gott mit uns. Das Wort, der Sohn, hörte nicht auf, Gott zu sein, als er Mensch wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Herrlichkeit als einziger Sohn Gottes====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Grund, warum wir glauben, dass es das ist, ist die nächste Klausel in Vers 14: „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater.“ Wessen Herrlichkeit? Die Herrlichkeit des Wortes - das Wort, das Gott ist. Und welche Art von Herrlichkeit ist das? Es ist &amp;quot;die Herrlichkeit als eines eingeborenen Sohnes vom Vater&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Johannes sagt, dass die Herrlichkeit des inkarnierten Wortes „die Herrlichkeit als eingeborenen Sohnes vom Vater“ ist, bedeutet das Wort als, dass es eine Nachahmung der Herrlichkeit ist? Ist es nicht die wahre Herrlichkeit des Sohnes, sondern nur als die Herrlichkeit des Sohnes? Ich denke nicht.  Wenn ich zum Beispiel sage: „Ich habe ein Buch zum Verschenken, und ich würde es Ihnen gerne als meine erste Wahl geben“, dann antworten Sie nicht: &amp;quot;Ich bin nicht wirklich Ihre erste Wahl; ich bin nur als Ihre erste Wahl&amp;quot;. Nein, das bedeutet es nicht, wenn ich sage: &amp;quot;Ich gebe es Ihnen als erste Wahl.&amp;quot; Es bedeutet: Ich gebe es Ihnen, weil Sie wirklich meine erste Wahl sind. Wenn Johannes sagt: &amp;quot;Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit als eingeborenen Sohnes vom Vater&amp;quot; meint er: &amp;quot;Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit, wie sie wirklich ist - die Herrlichkeit des Sohnes Gottes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen das, weil Johannes im ersten Teil von Vers 14 einfach und unkompliziert sagt: „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen“ - keine Qualifikation. Wessen Herrlichkeit? Die Herrlichkeit des ewigen Wortes, des Sohnes. &amp;quot;Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut.&amp;quot; So lässt sich das Wunder der Inkarnation nicht vermindern. Das Wort wurde Fleisch, und er tat es, ohne aufzuhören, Gott zu sein. Er offenbart Gottes Herrlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Und was heißt das für uns?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verse 15–18 geben weitere Gründe für den Glauben, dass das Wort Fleisch wurde, ohne aufzuhören, Gott zu sein. Wir werden nächste Woche dorthin gehen, wenn der Herr will. Aber jetzt fragen wir in Vers 14, was es für uns bedeutet, dass das Wort Fleisch geworden ist - dass der Sohn Gottes Mensch geworden ist, ohne aufzuhören, Gott zu sein. Warum stelle ich diese Frage? Erstens, weil der Text dies beantwortet. Es gibt auch noch einen anderen Grund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine Beziehungskultur pflegen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinnern Sie sich noch daran, dass ich vor einigen Monaten mehrere Botschaften verkündet hatte, in denen ich Gott bat, dass er sie dazu nutzen würde, meine sogenannte Beziehungskultur unserer Kirche zu entwickeln? Ich erklärte, was ich damit meinte in Bezug auf Philipper 2, 3–4: „nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst;  ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen! Mit anderen Worten: Lasst uns als Gemeinde auf solch eine Art und Weise wachsen, so dass wir außerhalb von uns gehen und anderen dienen und deren Interessen berücksichtigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und erinnern Sie sich, was die Basis dieser Diener-Beziehungshaltung war? Die nächsten Verse erklärten dies: „Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden,&amp;quot; (Philipper 2, 5–7). Mit anderen Worten, die Grundlage der bescheidenen Dienerliebe - und der erneuerten Beziehungskultur in Bethlehem war: Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns - und starb für uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inkarnation und Anwendung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund, warum ich darauf hinweise, ist, so dass wir nicht sagen: &amp;quot;Nun, wir haben letzten Sommer unseren kleinen Schwerpunkt auf Beziehungen gelegt und jetzt sind wir in der Theologie.&amp;quot; Nein. Die einzige Theologie, die für irgendetwas zählt, ist die in der Philipper-2 Art, die genau dieselbe ist wie die Art des Johannes-Evangeliums. Es hilft uns, Christus und die Herrlichkeit in Christus zu kennen und von Christus der Liebe wegen verwandelt zu werden (13, 34; 15,12) - was bedeutet, dass es unsere Kirche relational verwandelt. Das macht uns liebevoller, hilfsbereiter, dienender, weniger stolz, weniger selbstsüchtig, weniger zurückgezogen, fürsorglicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich also sage: „Lasst uns Vers 14 nicht verlassen, bis wir fragen, was es für uns bedeutet, dass das Wort Fleisch geworden ist“, dann können Sie einen teil des Herzschlages hinter dieser Frage hören. Ich habe immer ein Auge auf welchen Unterschied diese großartige Theologie für unser persönliches und relationales Leben macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====In Jesus sehen wir Gottes Herrlichkeit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bedeutet es also für uns, dass das Wort Fleisch wurde? Vers 14 sagt: „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit als Eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Es bedeutet, dass wir in Jesus Christus die Herrlichkeit Gottes sehen können. Und das bedeutet, dass die in Jesus geoffenbarte Herrlichkeit Gottes uns nicht in unserer Sünde verzehrt. Stattdessen ist es &amp;quot;voller Gnade und Wahrheit&amp;quot;. Das heißt, die Herrlichkeit Gottes in Christus ist seine gnädige Gesinnung zu uns, ohne seine Wahrhaftigkeit, seine Treue zu sich selbst zu beeinträchtigen. Und diese gnädige Gesinnung ist sehr, sehr großartig. Deshalb benutzt er das Wort voll - das Wort voll verändert die Herrlichkeit. Die Herrlichkeit des Sohnes Gottes ist gegenüber uns Sündern voller Gnade, ohne Gottes Wahrheit zu beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Voller Gnade,====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind wirklich gute Nachrichten. Gott hätte sich dazu entscheiden können, Fleisch als Richter und Henker zu werden. Wir alle würden vor ihm schuldig befunden und zu ewigen Strafen verurteilt werden. Aber so wurde er nicht zu Fleisch. Das Wort, der Sohn, der Gott ist, wurde Fleisch, um eine göttliche Herrlichkeit zu offenbaren, die „voller Gnade und Wahrheit“ ist. Das Wort Gottes wurde Fleisch, um gnädig zu uns zu sein. Das Wort wurde Fleisch, so dass diese Gnade für uns mit der Wahrhaftigkeit Gottes übereinstimmen würde. Dies wird kein lascher, grundloser, sentimentaler Gnade sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wird eine rechtschaffene, Gott-verherrlichende, kostspielige Gnade sein. Es wird direkt zu Jesu Tod am Kreuz führen. In der Tat wurde er deshalb Fleisch. Er musste Fleisch annehmen, um sterben zu können. Er musste menschlich sein, um an unserer Stelle als Gottmensch zu sterben (Hebräer 2, 14–15). Das Wort wurde Fleisch, damit der Tod Jesu Christi möglich wäre. Das Kreuz ist, wo die Fülle der Gnade am hellsten schien. Es wurde dort aufgeführt und dort gekauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====. . . Und Wahrheit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Grund, warum es durch den Tod geschah, ist, dass der Sohn Gottes voller Gnade und Wahrheit ist. Gott ist uns gnädig und sich selbst treu. Demzufolge, wenn also sein Sohn kommt, dann ist er voller Gnade und Wahrheit. Als Christus starb, war Gott sich selbst treu, weil die Sünde bestraft wurde. Und als Christus starb, war Gott uns gnädig, weil Christus die Strafe getragen hat, nicht wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Wort wurde Fleisch&amp;quot; bedeutet für uns, dass die Herrlichkeit Gottes in der Geschichte wie nie zuvor offenbart wurde, nämlich in der Fülle der Gnade und der Fülle der Wahrheit, die im Tod Jesu für Sünder am hellsten leuchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Spirituelle Schönheit sehen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seien Sie hier vorsichtig, dass Sie nicht sagen: „Nun, ich war nicht da, um ihn zu sehen, und daher ist diese Herrlichkeit für mich nicht verfügbar zu sehen. Ihr religiösen Typen können, wie Sie wollen, über die Herrlichkeit des Sohnes Gottes reden, aber er ist nicht hier, für mich zu sehen.“ Seien Sie vorsichtig. Betrachten Sie diese Herrlichkeit in Vers 14 nicht als äußerliche Helligkeit oder Schönheit. Jesus war nicht hell oder körperlich schön. „Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten“ (Jesaja 53, 2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und denken Sie nicht an diese Herrlichkeit in Vers 14 als bloße Demonstration von Wundern. Es gab Leute, die die Wunder sahen, wussten, dass sie geschehen waren und nichts Schönes oder Herrliches sahen. Sie wollten ihn töten (Johannes 11, 45–48).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, die offenbarte „Herrlichkeit“ des Sohnes Gottes, die Herrlichkeit des Wortes, die Herrlichkeit Jesu Christi in seinem ersten Kommen ist hauptsächlich eine spirituelle Herrlichkeit, eine spirituelle Schönheit. Es ist nicht etwas, was man mit den physischen Augen sieht, sondern mit den Augen des Herzens (Epheser 1,18). Wir schauen auf die Art und Weise, wie er spricht und handelt, liebt und stirbt, und durch die Gnade sehen wir eine sich selbstbeglaubigende, göttliche Herrlichkeit oder Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine unvergleichliche Vermischung von Gnade und Wahrheit=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus hat es in 2. Korinther 4, 4 so formuliert: „den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen“ Die „Herrlichkeit Christi, der Gottes Bild ist“ ist das, was Johannes 1,14 als „Herrlichkeit des einzigen Sohnes des Vaters, voller Gnade und Wahrheit“ nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und denken Sie daran, Paulus spricht mit Menschen, die den irdischen Jesus nie gesehen haben, und Johannes schreibt sein Evangelium für Menschen, die den irdischen Jesus niemals gesehen haben - Menschen wie wir. Die Herrlichkeit von Johannes 1, 14 und die Herrlichkeit von 2. Korinther 4, 4 ist eine Herrlichkeit, die Sie geistig sehen, wenn Sie die Geschichte von Jesus hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen ihn nicht physisch sehen. Jesus sagte in Johannes 20, 29: „Selig sind jene, die nicht gesehen und noch nicht geglaubt haben.“ Sie treffen ihn im Johannesevangelium und in den anderen Schriften der Bibel. Und wenn Sie ihm durch diese inspirierten Geschichten seiner Worte und Taten begegnen, scheint seine Herrlichkeit - die sich selbstbeglaubigende Schönheit dieser einzigartigen Mischung aus Gnade und Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wiedergeboren durch das Evangelium====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist kein Zufall, dass Verse 12–13 die Wiedergeburt beschreibt und Vers 14 beschreibt, die Herrlichkeit des Sohnes Gottes zu sehen. Verse 12–14:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.  Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinneren Sie sich an Vers 4: In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Wenn neues geistiges Leben gegeben wird, dann erfolgt neues Licht. Das Licht ist kein physisches Licht. Es ist die geistige Helligkeit der Herrlichkeit des Sohnes Gottes, auf die in Vers 14 Bezug genommen wird. So kommen wir zu sehen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie geschieht uns dieses neue spirituelle Leben? Vers 13 sagt, es passiert, wenn wir nicht vom Menschen, sondern von Gott geboren werden. Es geschieht durch Wiedergeburt. So kommen wir zum Glauben, nehmen Christus auf und werden Kinder Gottes (Johannes 1, 12).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Evangelium - durch das Hören der Geschichte von Jesu errettenden Taten und Worten - schafft Gott in uns spirituelles Leben. Wir sind durch das Evangelium von Gott geboren (1. Petrus 1, 23-25). Und dieses neue spirituelle Leben sieht das Licht der Herrlichkeit Christi (Johannes 1, 4). Das tut es sofort. Deshalb nennt Johannes 8, 12 es &amp;quot;das Licht des Lebens&amp;quot;. Wenn Sie ein spirituelles Leben erhalten, dann sehen Sie spirituelle Herrlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sehen Sie die Herrlichkeit. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder anders gesagt, laut Vers 12, glaubt dieses neue Leben und Ansicht an das Licht und empfängt das Licht als die Wahrheit und Herrlichkeit von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Und in diesem Leben und in diesem Licht und im Glauben und im Empfangen von Vers 12 erhalten wir das Recht, Kinder Gottes bezeichnet zu werden. Das heißt, wir sind die Kinder Gottes, weil dieses Leben und dieses Licht und dieser Glaube und Empfang unser Recht sind, Kinder Gottes zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hebe ich den inkarnierten Sohn Gottes vor Ihnen auf: Das Wort wurde Fleisch, und wohnte unter uns, ohne aufzuhören, Gott zu sein. Sehen Sie seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit als eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Sehen Sie ihn für die Herrlichkeit, die er ist, und leben Sie. Amen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/%C3%9Cber_dem_Vorwurf:_Ethische_Integrit%C3%A4t</id>
		<title>Über dem Vorwurf: Ethische Integrität</title>
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				<updated>2019-02-08T21:45:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Above Reproach: Ethical Integrity}}&amp;lt;br&amp;gt;  Einen kleinen Bericht, den ich vor zwanzig Jahren in den Nachrichten gelesen habe, ist mir seitdem in Erinnerung g…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Above Reproach: Ethical Integrity}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen kleinen Bericht, den ich vor zwanzig Jahren in den Nachrichten gelesen habe, ist mir seitdem in Erinnerung geblieben. Das Rockdale County High School Bulldogs Basketballteam aus Conyers, Georgia, gewann im März 1987 ihre erste staatliche Meisterschaft und rollte über alle ihre Gegner. Nach achtzehn Jahren Coaching des Teams ohne eine Meisterschaft war Trainer Cleveland Stroud ekstatisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ein paar Wochen nach dem Meisterscahftsspiel machte Trainer Stroud eine routinemäßige Überprüfung von den Noten seiner Spieler wo er entdeckte, dass einer seiner dritten Ersatzspieler einige Kurse nicht bestanden hatte und der Spieler damit akademisch untauglich für das Basketballteam war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kämpfende Schüler hatte keinesfalls einen Einfluss auf den Sieg des Teams.  Er war ein Schüler der Unterklassen, der sich für Spiele anzog, aber eigentlich keine Spielzeit während der ganzen Saison gesehen hatte. In einem Halbfinalspiel, mit dem Teams Vorsprung von mehr als 20 Punkten, wollte Trainer Stroud jedoch jedem Spieler die Möglichkeit geben, daran teilzunehmen. Er hatte diesen Spieler für weniger als 45 Sekunden ins Spiel gebracht. Der untaugliche Mann hatte keine Punkte geholt. Seine Teilnahme hatte das Ergebnis des Spiels in keiner Weise beeinträchtigt. Technisch war dies jedoch ein Verstoß gegen die staatlichen Zulassungsstandards. Coach Stroud befand sich in einer schwierigen Situation. Wenn er den Verstoß aufdeckte, dann würde sein Team disqualifiziert und ihrer Meisterschaft entzogen sein.  Wenn er still blieb, wäre es höchst unwahrscheinlich, dass jemand außerhalb der Schule die Straftat entdecken würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch erkannte der Trainer, dass der betroffene Spieler sich zumindest des Regelverstoßes bewusst war. Es war auch möglich, dass andere Schüler des Teams darüber Bescheid wussten und dachten, dass ihr Trainer die Berechtigungsrichtlinien absichtlich ignoriert hatte. Aber viel wichtiger war es, dass Trainer Stroud es selbst wusste. Und  wenn er absichtlich versuchte, die Fakten nicht ans Licht zu bringen, wäre sein größter Sieg als Trainer mit einem üblem Geheimnis belastet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trainer Stroud sagte, dass er von dem Moment an als er die Verletzung entdeckt hatte, wusste, was er zu tun habe. Er hatte nicht einmal über andere Alternativen nachgedacht. Seine Prioritäten waren lange vorher festgelegt worden. Er erkannte, dass die ''Meisterschaft seines Teams'' nicht so wichtig war wie ihr ''Charakter''. &amp;quot;Die Leute vergessen den Spielstand von Basketballspielen&amp;quot;, sagte er. &amp;quot;Sie vergessen nie, woraus man gemacht ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er meldete den Verstoß und verlor die einzige Meisterschaft, die sein Team jemals gewonnen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber beide, der Trainer und das Team, gewannen eine weitaus wichtigere Art Ehre, als sie verloren hatten. Sie hielten ihre Integrität aufrecht und gewannen ein unermessliches Maß an Vertrauen und Respekt. Der Trainer wurde mit zahlreichen Lehrer des Jahres, Trainer des Jahres und Bürger des Jahres Preisen sowie einer offiziellen Auszeichnung der Georgia State Legislature ausgezeichnet. Einige Jahre später wurde er in den Stadtrat von Conyers gewählt, wo er immer noch tätig ist. ''Er hatte recht''. Die Menschen, die schon längst den Sieg der Bulldogs bei der Staatsmeisterschaft vergessen hätten, haben die Integrität dieses Trainers nie vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ethische Integrität ist eine der unverzichtbaren Merkmale eines christusähnlichen Charakters. So lebenswichtig es auch ist, in der Lehre gesund und treu zum Lehren der Schriften zu sein, ist es keineswegs weniger wichtig für den Christen im Herzen aufrichtig und in unserem Gehorsam gegenüber den moralischen und ethischen Grundsätzen des Gesetzes Gottes konsequent zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist übrigens keine einfache Pflicht. Der moralische Standard, den Gottes Volk leben soll, übertrifft bei weitem sogar die höchsten Prinzipien der normalen menschlichen Ethik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies war einer der wichtigsten Punkte der Bergpredigt Jesu: „Denn ich sage euch: Wenn nicht eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer weit übertrifft, so werdet ihr keinesfalls in das Reich der Himmel hineinkommen.“ (Matthäus 5, 20). Die ganze Predigt war eine Darstellung der moralischen Bedeutung des Gesetzes. Das Herzstück der Botschaft Jesu war ein ausgedehnter Diskurs gegen die Vorstellung, dass die moralischen Grundsätze des Gesetzes nur für Verhalten gelten, das andere sehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus lehrte beispielsweise, dass das sechste Gebot nicht nur Tötungen, sondern auch ein mörderisches Herz verbietet (Verse 21–22). Das siebte Gebot, das Ehebruch verbietet, verurteilt sogar vorbehaltlos ehewidrige Gelüste (Verse 27-28). Und der Befehl, unsere Nachbarn zu lieben, gilt auch für diejenigen, die unsere Feinde sind (Verse 43–44).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie hoch ist der moralische und ethische Standard, der durch Gottes Gesetz festgelegt wird? Unvorstellbar hoch. Jesus setzt es mit Gottes eigener Perfektion gleich: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Vers 48).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das setzt natürlich ein unerreichbarer Standard. Es ist jedoch unsere Pflicht, unaufhörlich Integrität zu verfolgen. Perfekte ethische Beständigkeit ist ein wesentlicher Aspekt dieses vollendeten Ziels - der absoluten Christenheit -, auf das sich jeder Christ ständig bemühen sollte (Philipper 3, 12–14). Deshalb sollte kein Gläubiger seine ethische Integrität bewusst opfern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sind drei überzeugende Gründe, warum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens, wegens unseren guten Rufs. Natürlich sollten sich Christen nicht mit Fragen wie Status, Klasse, Kaste oder wirtschaftlichem Prestige befassen. In diesem Sinne müssen wir wie Christus sein, der sich selbst zu nichts machte und die Gestalt eines Knechts annahm. (Philipper 2, 7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch ein wahrer Sinn, in dem wir uns um die Aufrechterhaltung eines guten Rufes kümmern müssen - und das gilt besonders für den Fall der ethischen Integrität. Eine Grundvoraussetzung für einen Ältesten ist: „Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben mit denen, die außerhalb der Kirche sind, damit er nicht in Vorwurf und die Falle des Teufels fällt. (1 Timotheus 3, 7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts wird einen guten Ruf schneller oder dauerhafter ruinieren als ein vorsätzlicher Verstoß gegen die ethische Integrität. Menschen werden praktisch jegliche Art von Irrtum, Nachlässigkeit oder Versagen vergeben - aber der ethische Bankrott birgt ein Stigma, das fast unmöglich ist, darüber hinauszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einigen Jahren erzählte mir ein Gemeindemitglied etwas, was kein Pastor je hören möchte. Er hatte einen Geschäftsfreund in unsere Kirche eingeladen. Der Mann antwortete: „Du gehst in diese Kirche? Ich würde nicht in diese Kirche gehen. Der korrupteste Anwalt der Stadt geht in diese Kirche.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte und habe immer noch keine Ahnung, von wem er sprach. Es gibt Dutzende Anwälte in unserer Kirche. Ich hoffe, dass es sich dabei um eine falsche Identität handelte und dass die Person, an die er dachte, kein Mitglied unserer Kirche war. Aber am folgenden Sonntag erzählte ich den Vorfall von der Kanzel aus und sagte: „Wenn der Anwalt, den der Mann an diesem Morgen beschrieben hat, heute hier ist, nehmen Sie bitte eine Lektion von Zaccheus: Bereuen Sie und tun Sie alles, um Ihren Ruf in der Gemeinschaft wiederherzustellen. Hören Sie in der Zwischenzeit auf, sich als Christ darzustellen. Sie zerstören den Ruf der gesamten Kirche. “&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sprüche 22, 1 heißt es: &amp;quot;Ein guter Name ist vorzüglicher als großer Reichtum, besser als Silber und Gold ist Anmut.&amp;quot; Sie haben überhaupt keinen guten Namen, es sei denn, Ihre ethische Integrität ist intakt und unanklagbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens, wegen unseren Charakters. Noch wichtiger ist die Frage des persönlichen Charakters. Es gibt einen guten Grund, warum Jesus' Darstellung des Moralgesetzes in Matthäus 5 sich so sehr auf die Aufrichtigkeit des Herzens im Gegensatz zum äußeren Verhalten konzentrierte. Das liegt daran, dass sich das wahre Barometer unserer Persönlichkeit sich in dem widerspiegelt, was wir tun, wenn niemand anders zuschaut, wie wir in der Privatsphäre unsere eigenen Gedanken denken und wie wir auf das Drängen unseres eigenen Gewissens reagieren. Diese Dinge sind das wahre Maß Ihrer moralischen und ethischen Faser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wichtig wie es ist, einen guten Ruf in der Gemeinschaft zu wahren, so ist es tausendmal wichtiger, unseren eigenen persönlichen Charakter zu bewahren. Deshalb beschäftigte sich Jesus mit den Fragen der Moral und Ethik, ''beginned mit den innersten Gedanken unseres Herzens.'' „Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falscher Zeugnisse, Lästerungen“ (Matthäus 15, 19).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wahrscheinlich nicht übertrieben zu sagen, dass das wichtigste Schlachtfeld im Kampf um Integrität der eigene Verstand ist. Es ist dort wo tatsächlich alles gewonnen oder verloren wird. Und wenn Sie dort verlieren, haben Sie Ihren Charakter schon ruiniert. Ein korrupter Charakter verdirbt unweigerlich auch den Ruf, denn ein fauler Baum kann keine guten Früchte hervorbringen (Matthäus 7, 18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erinnert uns an einen dritten Grund, warum es so wichtig ist, unsere moralische und ethische Integrität zu wahren: um unseres Zeugnisses willen. Ihr ''Ruf'' reflektiert, was die Leute über Sie sagen. Ihr ''Zeugnis'' ist das, was Ihr Charakter, Ihr Verhalten und Ihre Worte über Gott sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedenken Sie, was kommuniziert wird, wenn ein Christ keine ethische Integrität hat. Diese Person sagt, dass er nicht wirklich daran glaubt was die Bibel deutlich sagt, was auf Gott zutrifft.  Dass „Gerechtigkeit und Recht üben Jehova angenehmer als Opfer ist.“ (Sprüche 21, 3). Das „das Opfer der Gesetzlosen Jehova ein Greuel ist, aber das Gebet der Aufrichtigen sein Wohlgefallen“ (15, 8). Und das dieser Gott „sich an der Wahrheit im Innern erfreut“ (Psalter 51, 6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten, die Person, die die ethische Integrität vernachlässigt, lügt über Gott mit seinem Leben und seiner Einstellung. Wenn er sich Christ nennt und sich als Kind Gottes bekennt, so misbraucht er tatsächlich den Namen Gottes auf der grundlegendsten Ebene. Das stellt die Frage der ethischen Integrität in die richtige Perspektive, nicht wahr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es, woran wir denken müssen, wenn wir versucht sind, unsere ethischen Grundsätze der Bequemlichkeit halber anzupassen. Es ist nicht die hohen Kosten unseren Rufes, unseren Charakters oder unseres Zeugnisses wert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Welchen_Unterschied_Macht_Es%3F</id>
		<title>Welchen Unterschied Macht Es?</title>
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				<updated>2018-12-11T20:32:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|What Difference Does It Make?}}&amp;lt;br&amp;gt;  Wenn überhaupt, dann gibt es nur wenige Glaubenslehren, die unter den Christen ebenso viele Debatten auslösen wie Gr…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|What Difference Does It Make?}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn überhaupt, dann gibt es nur wenige Glaubenslehren, die unter den Christen ebenso viele Debatten auslösen wie Groll. Es ist eine dieser Glaubenslehren, die die Menschen so stark spaltet, dass manche ein ständiges Moratorium für dessen Diskussion aufsuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwählung ist auch eine Glaubenslehre über die einige gleichgültig sind. Die Leidenschaften sind auf beiden Seiten der Kluft entfacht. Diejenigen, die es ablehnen, sehen es als erniedrigend gegenüber der Bedeutung der menschlichen Freiheit und des Werfens eines dunklen Schatten auf die Güte Gottes. Diejenigen, die es annehmen, lieben die Zusicherung und Komfort, die es bietet, und der Triumph der göttlichen Gnade ist offenbart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum nun, wenn es so umstritten ist, sollten wir uns darüber Gedanken machen? Als jemand, der eine Leidenschaft für diese Glaubenslehre hat, werde ich häufig gefragt: &amp;quot;Welchen Unterschied macht es?&amp;quot; Ich bin sicher, dass Martin Luther immer wieder die gleiche Frage gestellt wurde. Vielleicht hat er deshalb erklärt, dass die Glaubenslehre der Erwählung das &amp;quot;Herz der Kirche&amp;quot; war. Es ist interessant, dass Luthers Körper kaum kalt im Grab war, bevor seine Anhänger seine Meinung für zukünftige Generationen von Lutheranern radikal veränderten und linderten, und damit einen Pfahl ins Herz ihrer Kirche fuhren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwählung ist vor allem deshalb wichtig, weil es um die Frage der Wahrheit Gottes geht. Wenn die augustinische Ansicht von Erwählung die biblische Ansicht ist und wenn die Bibel wahr ist, dann ist diese Glaubenslehre der Erwählung die Wahrheit Gottes und alle, die „von der Wahrheit“ sind, haben die Pflicht, sie zu akzeptieren und zu verkünden. Auf der anderen Seite, wenn die augustinische/reformierte Ansicht von Erwählung nicht biblisch und/oder nicht wahr ist, dann verzerrt sie die Wahrheit Gottes und sollte abgelehnt und aufgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens ist die Glaubenslehre der Erwählung mit unserer Gewissheit der Erlösung und damit mit unserer Heiligung verbunden. Als Peter die Tugenden, die unseren Fortschritt in der Heiligung kennzeichnen, eine Liste mit verblüffender Ähnlichkeit zu Pauls Frucht des Heiligen Geistes, darlegte, fügte er hinzu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Darum, Brüder, befleißiget euch um so mehr, eure Berufung und Erwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, so werdet ihr niemals straucheln. Denn also wird euch reichlich dargereicht werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus.  Deshalb will ich Sorge tragen, euch immer an diese Dinge zu erinnern, wiewohl ihr sie wisset und in der gegenwärtigen Wahrheit befestigt seid.  “(2. Petrus 1,10-12).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein starker und ernsthafter apostolischer Aufruf zu gebührender Sorgfalt. Es ist Sorgfalt in Bezug auf die Erwählung. Wenn ein Christ Erwählung versteht, Erwählung annimmt und Gewissheit einer der gezählten unter den Erwählten zu sein gewinnt, dann wird er fest verankert in der Wahrheit Gottes sein – so etabliert in dieser Wahrheit, dass er von der Neigung zum Fehltritt befreit ist. Gewissheit und spirituelles Wachstum in der Frömmigkeit gehen Hand in Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrus verstärkt diesen Aufruf später, als er erklärt, dass Gott nicht will, dass irgendwelche verloren gehen (2. Petrus 3,9). &amp;quot;Irgendwelche&amp;quot; bezieht sich auf das Wort &amp;quot;uns&amp;quot; als dessen Vorgänger, und das &amp;quot;uns&amp;quot; wiederum auf diese Adressaten in den petrinischen Episteln, nämlich die Erwählten. Dieser Vers, so weit von der Anfechtung und Widerlegung der Erwählung wie die Gegner der Erwählung es behaupten, bestätigt dies tatsächlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens bekräftigt die Glaubenslehre der Erwählung die volle Souveränität Gottes und setzt jegliche heidnische oder humanistische Ansicht, dass Gottes Souveränität durch menschliche Freiheit eingeschränkt wird, zur Ruhe. Eine solche blasphemische Ansicht stellt die Bibel auf den Kopf und macht den Menschen souverän statt Gott. Die biblische Ansicht ist, dass die menschliche Freiheit so weit real ist, aber immer durch die Souveränität Gottes begrenzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viertens zerschlägt die Glaubenslehre der Erwählung jede Grundlage für menschlichen Stolz und Verdienst. In dieser Glaubenslehre manifestiert sich die Liebenswürdigkeit der Gnade vollständig, wenn die Kreatur erkennt, dass sie nichts zu rühmen hat, weil ihre Erlösung nur ein Geschenk der Gnade ist und keine Vermischung menschlichem Verdienstes oder entschlossenem Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich, aufgrund der oben genannten Gründen und anderen, die hier nicht erforscht sind, sind die Majestät und Exzellenz Gottes so erhaben, dass die Kreatur durch den Heiligen Geist, zur wahren Anbetung erwacht ist. Nun ehren wir Gott als Gott und verkünden Ihm unsere größte Dankbarkeit.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Die_Ebbe_und_Flut_des_christlichen_Gl%C3%BCckes</id>
		<title>Die Ebbe und Flut des christlichen Glückes</title>
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				<updated>2018-11-13T20:39:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pcain: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|The Ebb and Flow of Christian Happiness}}&amp;lt;br&amp;gt;  ===='''Warum &amp;quot;große Freude&amp;quot; noch nicht normal ist'''====  Gott hat zur Zeit geplant, daß unsere Freude nic…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Ebb and Flow of Christian Happiness}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===='''Warum &amp;quot;große Freude&amp;quot; noch nicht normal ist'''====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat zur Zeit geplant, daß unsere Freude nicht immer ''groß'' ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort ''Freude'' erscheint mehr als 200mal in der englischen Bibel und mehr als sechzig im neuen Testament. Freude ist nicht eine periphere Anmerkung im Worte Gottes, sondern ein massives, unvermeidbares Thema. Von den sechzig Erwähnungen im neuen Testament hören wir jedoch nur viermal von „große Freude.“ Sorgfältige Aufmerksamkeit für das Wort ''groß'' kann einigen helfen, Verwirrung aufzulösen und anderen unnötige Schuld abzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige von uns neigen dazu die tägliche Freude des christlichen Lebens in diesem Alter - in ihrer ganzen Tiefe und Kraft und Süsse - für die „große Freude“ zu verwechseln, die zur Zeit gelegentlich ist und in zukünftiger Fülle kommen wird. Und andere übersehen die Kostbarkeit der Freude, die Gott uns in diesem Alter gibt, weil es nicht noch die ''große Freude'' ist, die kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus kam, damit wir das Leben haben und es im Überfluss haben (Johannes 10, 10), aber wir haben es jetzt nicht völlig. Er kam, damit wir Freude haben, echte Freude, wunderbare Freude, &amp;quot;unaussprechliche und verherrlichte Freude&amp;quot; (1. Petrus 1, 8), und dennoch verbleibt eine &amp;quot;große Freude&amp;quot;, die wir jetzt kosten und im kommenden Zeitalter ohne Unterbrechung erleben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vier Einblicke in Große Freude====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DER MESSIAS IST GEBOREN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthäus und Lukas erzählen von &amp;quot;großer Freude&amp;quot; beim ersten Kommen Jesu. Zuerst die Magier: „Als sie aber den Stern sahen, freuten sie sich sehr mit &amp;quot;großer Freude.“ (Matthäus 2, 10). Dann, als Heroldsengel bestimmten Hirten verkündeten, „Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird.“ (Lukas 2, 10) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Endlich war Israels verheißener Messias gekommen - und nicht nur der gesalbte Nachkomme von König David, sondern Gott selbst in der Person seines Sohnes. Er hat unser Fleisch und Blut angenommen und ist gekommen um uns zu retten. In solchen Momenten wird gewöhnliche Freude nicht ausreichen. Dies ist ein Anlass für &amp;quot;große Freude&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DER HERR IST AUFERSTANDEN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viel mehr dann, wenn die Dunkelheit seiner Folter und Kreuzigung vorbei gingen, und Nachrichten sich zu verbreiten beginnen, dass er am Leben ist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder sprechen Matthäus und Lukas von ''großer Freude''. „Sie verließen das Grab mit Furcht und 'großer Freude' und rannten zu seinen Jüngern“ (Matthäus 28, 8). “Sie warfen sich vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit &amp;quot;großer Freude&amp;quot;; und sie waren allezeit im Tempel und priesen Gott (Lukas 24, 52–53). Auferstehungfreude ist nicht alltägliche Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DAS EVANGELIUM GEHT ZU DEN NATIONEN'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ist diese angebracht, wenn sich Nachrichten in der frühen Kirche verbreiten, dass die Heiden -sogar die Heiden! — den jüdischen Messias als ihren Herrn akzeptieren. „Von der Kirche auf den Weg geschickt, durchquerten [Paul und Barnabas] sowohl Phönizien als auch Samaria, und schilderten ausführlich die Bekehrung der Heiden und brachten allen Brüdern damit  &amp;quot;große Freude&amp;quot; (Apostelgeschichte 15, 3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn vor den Engeln Gottes Freude über einen Sünder besteht, der bereut (Lukas 15,10), wie kann dann der Ausbruch des Evangeliums von den Juden zu den Nationen kein Anlass für ''große Freude'' sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ENDLICH IN SEINER PRÄSENZ'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten drei sind vergangene Ereignisse, aber Judas mächtige Doxologie gibt uns einen zukünftigen Einblick in das was uns mit der endgültigen großen Freude bevorsteht:  &amp;quot;Dem aber, der euch ohne Straucheln zu bewahren und vor seine Herrlichkeit tadellos mit Jubel hinzustellen vermag, . &amp;quot; (Judas 24). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tag, an dem wir vor unserem Gott stehen und Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen, wird kein gewöhnlicher Tag sein. Dies wird keine gewöhnliche Freude sein. Dies wird ein Tag der ''großen Freude'' sein, der uns in eine Ewigkeit von ''großer'' und ''immer größer werdender'' Freude einleiten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Freude Tiefer als Leid====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorerst aber ist die christliche Freude in der Spannung zwischen dem schon und dem noch nicht gefangen.  ''Schon'' ist Christus das erste Mal gekommen. ''Schon'' hat er für unsere Sünden bezahlt, und ist als unsere lebendige Hoffnung auferstanden. ''Schon'' sitzt er in Ruhm an der Seite seines Vaters und hat uns seinen Geist gegeben. ''Schon'' hat Gott uns veranlasst, wiedergeboren zu werden, seine Güte zu kosten und zu sehen, in ihm eine Freude ''in diesem Leben'' zu erfahren, die tiefer und dauerhafter ist als alles, was die Welt zu bieten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir sind ''noch nicht'' zu Hause. In seiner Gegenwart ist &amp;quot;Freude in Fülle&amp;quot; (Psalm 16,11), wo wir durch den Glauben aufsteigen, mittels des Geistes, aber wir sind ''noch nicht'' vollständig und endgültig dort. Wir leben mit &amp;quot;den Leiden der gegenwärtigen Zeit&amp;quot; (Römer 8, 18), verheerend, wie sie sein können. Und wir ertragen es nicht nur in der Freude, die wir haben, sondern auch angesichts der ''großen Freude'' , die uns versprochen ist. Tatsächlich ist die ''große Freude'' , die uns versprochen ist, zur Freude, die wir haben, wesentlich. Was wir jetzt ertragen &amp;quot;ist nicht mit der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll, zu vergleichen&amp;quot; (Römer 8, 18). Unsere Welt stöhnt nicht nur unter dem Fluch der Sünde, sondern „wir selbst, die die Erstlingsgabe des Geistes haben, stöhnen innerlich, während wir eifrig auf die Adoption als Söhne warten, die Erlösung unseres Leibes“ (Römer 8, 23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Alter entgeht unsere Freude selten der Last der regelmäßigen Leiden, einige von ihnen große. Aber Freude und Trauer sind nicht gleich. Sogar unsere ''noch nicht'' Freude ist tiefer als unsere gegenwärtigen Leiden und ausdauernder als unsere vielen Schmerzen. Wir sind &amp;quot;traurig, aber allezeit fröhlich&amp;quot; (2. Korinther 6, 10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Mutig, Gemischt, Echt====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Jesus uns in Freude einlädt, dann verspricht er oder erwartet er nicht ''große Freude'' in jedem Moment. Noch nicht. Und er beabsichtigt nicht für uns alltägliche Euphorie und Bergspitzen- Begeisterung zu erwarten. Wir werden unsere Momente ''großer Freude'' haben. Gott gibt uns Anlässe, die die explosive Heiterkeit wiedergeben, die mit der Geburt und Auferstehung seines Sohnes kamen und die unser zukünftiges Erscheinen vor ihm von Angesicht zu Angesicht erwarten. Diese sind wunderbar. möge Gott sie vermehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch ist „große Freude“ nicht die Erfahrung oder Forderung des christlichen Alltagslebens in dieser Zeit. Unser Los ist zur Zeit nicht die tägliche Ekstase. Wir sind noch nicht im endgültigen Glück. Unsere derzeitige Freude ist mutig. Es ist gemischt. Es ist nicht einfach. Es ist nicht zügellos, makellos, unverdünnt. Und doch ist es echt. Und es ist mächtig zum demonstrieren des Wertes und der Exzellenz Gottes, weil unsere Freude von innen und außen durch viele Hindernisse herausgefordert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große kommende Freude wird tatsächlich Christus verherrlichen, aber es wird teils so mächtig sein aufgrund dessen, dass sie der echten doch angegriffenen Freude, die wir hier leben, folgt. Freude und ''große Freude'' haben beide ihren Platz in dem sie Gottes Wert vergrößern. Erste die eine; dann die andere. Eine ohne die andere wuerde nicht so verherrlichend sein zu Gott und letztendlich nicht so befriedigend fuer unsere Seelen sein, als die beiden zusammen in ihrer passenden Zeit.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pcain</name></author>	</entry>

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