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		<title>Biblische BÃ¼cher und Predigten - Benutzerbeiträge [de]</title>
		<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/JoyaTeemer</link>
		<description>Aus Biblische BÃ¼cher und Predigten</description>
		<language>de</language>
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		<lastBuildDate>Wed, 15 Apr 2026 01:23:20 GMT</lastBuildDate>
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			<title>Pflicht und Ehre</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Pflicht_und_Ehre</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Duty and Honor}}  Vor mehreren Jahren nahm ich an einer Diskussion mit einigen Geschäftsleuten in Jackson, Mississippi teil. Im Verlauf des Gespräches er…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Duty and Honor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor mehreren Jahren nahm ich an einer Diskussion mit einigen Geschäftsleuten in Jackson, Mississippi teil. Im Verlauf des Gespräches erwähnte einer der Männer einen Mann, der an dem Treffen nicht teilnahm. Er sagte: „Er ist ein ehrenwerter Mann.“ Als ich diese Bemerkung hörte, stellten sich meine Ohren auf, da ich einen Moment lang dachte, ich hätte etwas in einer fremden Sprache gehört. Ich war mir im Klaren, dass ich mich mitten im tiefen Süden befand, wo die alten Bräuche nicht vollständig ausradiert waren, jedoch kam ich nicht darüber hinweg, dass jemand in diesen Tagen und in diesem Alter das Wort ''Ehre'' als Beschreibung für einen Menschen benutzte. Das Wort ''Ehre'' ist etwas altmodisch geworden. Wir denken an die berühmte Rede, die General Douglas MacArthur in West Point unter dem Titel “Pflicht, Ehre und Vaterland” hielt, aber das lag mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Heute ist das Wort ''Ehre'' aus der englischen Sprache beinahe verschwunden. Eigentlich sehe ich dieses Wort nur noch auf Autoaufklebern, die verkünden, dass der Eigentümer des Autos ein Kind hat, das auf der „Ehrenrolle“ eingetragen ist, aber „Ehrenrolle“ ist wahrscheinlich der letzte, verkümmerte Überrest eines vergessenen Begriffes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich spreche über Ehre, weil das Wörterbuch den Begriff ''Ehre'' als das Hauptsynonym für das Wort ''Rechtschaffenheit'' erwähnt. In diesem Artikel ist mir die Frage wichtig: „Was bedeutet ''Rechtschaffenheit''?“ Falls wir die langweiligen Definitionen verwenden, die uns von Lexikographen gegeben werden, wie wir sie in Webster’s Wörterbuch finden, lesen wir verschiedene Einträge. Zuerst wird Rechtschaffenheit als „das unnachgiebige Festhalten an moralischen und ethischen Prinzipien“ definiert. Zweitens bedeutet Rechtschaffenheit „Charakterfestigkeit“. Drittens bedeutet Rechtschaffenheit „Ehrlichkeit“. Viertens bezieht sich Rechtschaffenheit darauf, „ganz oder vollständig“ zu sein. Fünftens und letztens bedeutet Rechtschaffenheit, dass jemandes Charakter „unbeschädigt“ ist.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, diese Definitionen beschreiben Personen, die beinahe genauso selten sind wie der Gebrauch des Begriffes ''Ehre''. Im ersten Beispiel würde Rechtschaffenheit jemanden beschreiben, den wir alle als einen Menschen mit Prinzipien bezeichnen würden. Ein Mensch mit Prinzipien ist nach der Definition des Wörterbuches kompromisslos. Dieser Mensch ist nicht in jeder Verhandlung oder Diskussion kompromisslos, jedoch mit Blick auf moralische und ethische Prinzipien. Es ist eine Person, die ihre Prinzipien über den persönlichen Vorteil stellt. Die Kunst des Kompromisses ist eine Tugend in einer politisch korrekten Kultur, wobei die politische Korrektheit selbst von der jeweiligen Politik abhängt. Politisch zu sein bedeutet oftmals eine Person zu sein, die bei allem Kompromisse eingeht, einschließlich bei ihren Prinzipien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen auch, dass Rechtschaffenheit sich auf Charakterfestigkeit und Ehrlichkeit bezieht. Wenn wir ins Neue Testament schauen, zum Beispiel beim Apostel Jakobus, so gibt uns Jakobus eine Liste von Tugenden, die im Leben eines Christen offenbar werden sollten. Im fünften Kapitel seines Briefes in Vers 12 schreibt er: „Vor allen Dingen aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem andern Eid. Es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht dem Gericht verfallt.“ Hier hebt Jakobus die Vertrauenswürdigkeit des Wortes einer Person hervor, die einfache Aussage „Ja“ oder „Nein“, als eine Tugend, die über allem steht. Was Jakobus sagen will ist, dass Rechtschaffenheit eine Art von Ehrlichkeit erfordert, die anzeigt, dass wir an unser Wort gebunden sind und dass, wenn wir etwas sagen, dies auch tun. Wir sollten keine heiligen Schwüre und Gelübde benötigen, damit andere uns vertrauen. Rechtschaffenen Menschen kann man auf der Basis dessen, was sie sagen, vertrauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserer Kultur sehen wir wieder und wieder den Unterschied zwischen einem Politiker und einem Staatsmann. Eine mir bekannte Person beschrieb diesen Unterschied wie folgt: Ein Politiker ist ein Mensch, der an die nächste Wahl denkt, während ein Staatsmann ein Mensch ist, der an die nächste Generation denkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In solch einer Unterscheidung findet sich zugegebenermaßen ein gewisser Zynismus, der Gedanke, dass Politiker Menschen sind, die bei Tugenden und Prinzipien Kompromisse machen, um gewählt zu werden oder im Amt zu bleiben. Solch ein Mangel an Tugenden findet man nicht nur bei Politikern, sondern auch jeden Tag in den Gemeinden, bei denen es zeitweise scheint, als seien sie mit Geistlichen gefüllt, die in der Tat bereit sind, um ihrer aktuellen Beliebtheit willen bei der Wahrheit des Evangeliums Kompromisse zu machen. Dies ist der selbe Mangel an Rechtschaffenheit, der die Nation Israel im Alten Testament zerstörte, als die falschen Propheten lieber das verkündeten, was die Menschen hören wollten, als das, was Gott ihnen zu sagen befohlen hatte. Das ist das klassische Beispiel eines Mangels an Rechtschaffenheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir das Neue Testament betrachten, sehen wir das größte Beispiel des Mangels an Rechtschaffenheit bei der Verurteilung Jesu durch den römischen Prokurator Pontius Pilatus. Nachdem er Jesus verhört hatte, kündigte Pilatus der schreienden Menge an: „Ich finde kein Falsch an ihm.“ Dennoch war Pilatus nach dieser Erklärung bereit, den Fehlerlosen in die Hände des rasenden Mobs auszuliefern. Dies war ein klarer Akt des politischen Kompromisses, wobei Prinzipien und Ethik außer Acht gelassen wurden, um eine hungrige Menschenmasse zu beschwichtigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schauen wieder in das Alte Testament, um den Propheten Jesaja in seiner Vision zu erleben, die in Kapitel 6 dieses Buches aufgeschrieben ist. Wir erinnern uns, dass Jesaja den hohen und erhobenen Herrn sah, sowie die Seraphim, die das Trisagion (christliche Hymne) singen: „''Heilig, heilig, heilig''.“ Als Antwort auf diese Erscheinung rief Jesaja aus: „''Wehe mir''“ und verfluchte sich selbst. Er nannte den Grund für diesen Fluch: „''Ich vergehe''.“ Was Jesaja in diesem Moment erlebte, war ein menschlicher Zerfall. Vor dieser Vision wurde Jesaja als der gerechteste Mensch der Nation angesehen. Er stand sicher und überzeugt in seiner eigenen Rechtschaffenheit. Alles wurde von dieser Tugend zusammengehalten. Er betrachtete sich selbst als eine ganze, ausgeglichene Persönlichkeit, aber sobald er das endgültige Vorbild und den Standard für Rechtschaffenheit und Tugend im Charakter Gottes gesehen hatte, erlebte er Zerfall. Er fühlte sich an den Nähten auseinanderfallen, und er erkannte, dass seine Auffassung von Rechtschaffenheit bestenfalls eine Täuschung war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calvin zeigt, dass dies das übliche Los der Menschen ist, die, solange sie ihren Blick auf die horizontale oder irdische Ebene einer Erfahrung richten, in der Lage sind, sich selbst zu gratulieren oder die sich selbst mit allen Schmeicheleien beinahe für Halbgötter halten. Aber wenn sie einmal ihren Blick zum Himmel richten und nur für einen Moment darüber nachdenken, was für eine Art Wesen Gott ist, stehen sie erschüttert und bebend da und rücken von jeder weiteren Illusion ihrer Rechtschaffenheit ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen sollten den Charakter Gottes widerspiegeln. Christen sollten in Bezug auf ihre ethischen Prinzipien kompromisslos sein. Christen sind berufen ehrbare Menschen zu sein, deren Wort man vertrauen kann.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 14:26:22 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Pflicht_und_Ehre</comments>		</item>
		<item>
			<title>Von Erniedrigung zu Erhöhung</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Von_Erniedrigung_zu_Erh%C3%B6hung</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Humiliation to Exaltation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hängt noch etwas, baumelt einfach so vor sich hin, als wäre es dem zweiten Kapitel des ersten Buches Mose lediglich als nachträglicher Einfall angeheftet.  Nun  wissen wir aber,  dass es in Geist und Inspiration des Heiligen Geistes keine nachträglichen Einfälle gibt.  Und so schauen wir uns in diesem Abschnitt nach einem Hinweis darüber um, wie wir denn vor dem Elend der Sünde veranlagt  waren.  In Kapitel 2, Vers 25 steht: „Und sie waren beide nackt, der Mensch und das Weib, und schämten sich nicht.“[''1. Mose 2:25, Elberfelder Bibel'' - AdÜ].  Wir  erfahren also: Vor Eintritt der Sünde in die Welt gab es keine Scham.  Es gab keine Verlegenheit.  Gänzlich unbekannt und fremd war der Menschheit das demütigende Erlebnis der Erniedrigung.  Mit dem ersten Sünderlebnis jedoch kam auch die schreckliche und erdrückend schwere Last persönlicher Beschämnis und Verlegenheit.  Beschämnis und Verlegenheit sind Empfindungen und Erfahrungen, die uns mit unterschiedlicher Schärfe ereilen.    Die schlimmste Art von Beschämnis, die furchtbarste Form der Verlegenheit, ist jene, deren Folge eine totale Erniedrigung  ist.   Erniedrigung bringt nicht nur Schamesröte ins Gesicht , sondern schafft auch ein Gefühl von Verzweiflung, weil dabei unsere Würde verloren geht und unser Ruf zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch kam genau in diese Sphäre von Scham und Erniedrigung unser Retter in seiner Menschwerdung freiwillig.  Das populäre Kirchenlied „Ivory Palaces“ schildert diesen Abstieg von der Herrlichkeit – der Menschensohn verlässt freiwillig Seinen Elfenbeinpalast, Sein ewiges himmlisches Zuhause.   Bereitwillig verzichtet Er auf Ruhm und Ehre, bereitwillig wird Er Mensch und Diener, gehorsam bis in den Tod.  Genau diese von Christus bereitwillig angenommene Erniedrigung steht ganz am Anfang Seines Weges zur Herrlichkeit und zu Seiner letztendlichen Erhöhung.  Im Neuen Testament zieht sich diese Entwicklungsspur von der Erniedrigung in Jesu Geburt hin zu Seiner Erhöhung in Seiner Auferstehung, Himmelfahrt und Wiederkehr.&lt;br /&gt;
In ihrer Beschaffenheit stellt die Erhöhung das genaue Gegenteil, eine scharfe Antithese, zur Erniedrigung dar.  In der Erhöhung ist die Würde nicht nur wiederhergestellt, sondern wird dazu mit der Herrlichkeit gekrönt, welche nur von Gott verliehen werden kann.  Mit dem biblischen Thema der Erhöhung Jesu betrachten wir somit, wie der Vater Seinen Sohn belohnt und Seine Herrlichkeit der ganzen Schöpfung verkündet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erfahren, dass niemand zum Himmel auffährt außer dem Einen, der vom Himmel herabsteigt, und wir erfahren auch, dass wir bei der Taufe Kenn- und Anzeichen unserer Mitgliedschaft in Jesus sowohl in Seiner Erniedrigung als auch Seiner Erhöhung empfangen.  Die Verheißung, mit Christus erhöht zu werden, wird jedem Gläubigen gegeben – allerdings mit unmissverständlicher Warnung: Nur wenn wir Jesu Erniedrigung mit Ihm teilen,  besteht für uns überhaupt Aussicht, dass Er uns auch an Seiner Erhöhung teilhaben lässt.  Dies aber ist die Krone, die uns vorgesetzt wird  - dass wir, die wir kein Recht auf unvergängliche Herrlichkeit und Ehre haben, diese dennoch empfangen dürfen dank dessen, was  unser vollkommener Erlöser an unserer Stelle vollbracht hat.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1990 schrieb ich ein Buch mit dem Titel „''Die Herrlichkeit Christi“ [The Glory of Christ  – AdÜ]''.   Dies war eines meiner spannendsten Schreiberlebnisse überhaupt.  Meine Aufgabe dabei war es, zu zeigen, dass es in Jesu  Leben und Wirken allgemein gesehen zwar eine Entwicklung von Erniedrigung zu Erhöhung gibt, jedoch nicht mit stetig durchgehendem Richtungsverlauf von Erniedrigung zu Erhöhung.   Vielmehr erläutert das Buch, dass Jesus auf seinem Weg von Erniedrigung zu Erhöhung, ja sogar in Augenblicken Seiner schlimmsten Demütigungen, göttliche Gnade gewährt wird, in deren Vermittlung auch die Herrlichkeit des Sohnes zum Ausdruck kommt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Jesu Geburt zum Beispiel konzentriert man sich leicht auf die schiere Verarmung, welche mit der Tatsache einherging, dass Er in einem Stall geboren wurde und in der dortigen Herberge nicht erwünscht war.   Die niedrigen Umstände Seiner Geburt vermitteln den Eindruck erschütternder Entwürdigung.  Und doch begab es sich, dass im gleichen Augenblick, als unser Herr in solch entwürdigenden Umständen in die Menschheit kam, ganz in der Nähe der Himmel die göttliche Herrlichkeit vor den Augen der Hirten herabstrahlen ließ und ihnen Seine Geburt, die Geburt des Königs, verkündete.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst am Kreuz, in den schlimmsten Augenblicken Seiner Erniedrigung, bleibt doch ein Anzeichen für seinen  Sieg über das Böse, denn Sein Leichnam wird nicht in die Müllhalde außerhalb von Jerusalem geworfen; stattdessen erfüllt sich die Prophezeiung von Jesaja Kapitel 53, und der Leichnam Jesu wurde sanft in der Grabstätte eines wohlhabenden Mannes zur Ruhe gebettet.   Jesu Tod war schmachvoll, Sein Begräbnis dagegen war für die damalige Zeit äußerst ehrenhaft.  Seinen Leichnam zierten die süßesten Gewürze und die teuersten Parfüme, und Er bekam das Ehrengrabmal.   Und so ließ es Gott inmitten der Leiden Seines gehorsamen Dieners nicht zu, dass Sein Heiliger zerfallen müsse.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Durchblättern der Heiligen Schrift leuchten uns diese Gnadenschimmer hier und da immer wieder entgegen, sie durchbrechen Schleier und Mantel der Menschenhaftigkeit Jesu und durchstechen die Panzerung von Erniedrigung und Entwürdigung, Seinem Los auf Erden.   Diese Augenblicke oder Schimmer von Herrlichkeit dürften dem Christen ein Vorgeschmack davon sein, was noch vor uns liegt, und zwar nicht nur die letztendliche Erhöhung Jesu in der Erfüllung seines Königreichs, sondern auch für uns sozusagen eine Kostprobe des Himmels an sich, wenn wir Erben und Miterben Jesu werden.  Jesu endgültiges Los, Sein Schicksal, Sein Vermächtnis, vom Vater versprochen und gewährleistet, ist Herrlichkeit, und jene Herrlichkeit teilt Er mit allen, die Ihm ihr Vertrauen schenken.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im alltäglichen Sprachgebrauch bilden die Ausdrücke ''Erhöhung ''und'' Erniedrigung'' Gegenpole zueinander.  Eine der glanzvollsten Herrlichkeiten der geoffenbarten göttlichen Wahrheit und eine der ergreifendsten Ironien ist es, dass sich im Kreuz Christi diese beiden Gegenpole vereinen und versöhnen.  In Seiner Erniedrigung finden wir unsere Erhöhung.  An die Stelle unserer Scham und Schande tritt Seine Herrlichkeit.  Recht hatte der Liedtexter, als er schrieb:  „Mein sündhaftes Wesen meine einzige Schande, meine ganze Herrlichkeit das Kreuz.“  [''Original: “My sinful self  my only shame, my glory all the cross.” AdÜ'']&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 01:29:02 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Von_Erniedrigung_zu_Erh%C3%B6hung</comments>		</item>
		<item>
			<title>Von Erniedrigung zu Erhöhung</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Von_Erniedrigung_zu_Erh%C3%B6hung</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Humiliation to Exaltation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hängt noch etwas, baumelt einfach so vor sich hin, als wäre es dem zweiten Kapitel des ersten Buches Mose lediglich als nachträglicher Einfall angeheftet.  Nun  wissen wir aber,  dass es in Geist und Inspiration des Heiligen Geistes keine nachträglichen Einfälle gibt.  Und so schauen wir uns in diesem Abschnitt nach einem Hinweis darüber um, wie wir denn vor dem Elend der Sünde veranlagt  waren.  In Kapitel 2, Vers 25 steht: „Und sie waren beide nackt, der Mensch und das Weib, und schämten sich nicht.“[''1. Mose 2:25, Elberfelder Bibel'' - AdÜ].  Wir  erfahren also: Vor Eintritt der Sünde in die Welt gab es keine Scham.  Es gab keine Verlegenheit.  Gänzlich unbekannt und fremd war der Menschheit das demütigende Erlebnis der Erniedrigung.  Mit dem ersten Sünderlebnis jedoch kam auch die schreckliche und erdrückend schwere Last persönlicher Beschämnis und Verlegenheit.  Beschämnis und Verlegenheit sind Empfindungen und Erfahrungen, die uns mit unterschiedlicher Schärfe ereilen.    Die schlimmste Art von Beschämnis, die furchtbarste Form der Verlegenheit, ist jene, deren Folge eine totale Erniedrigung  ist.   Erniedrigung bringt nicht nur Schamesröte ins Gesicht , sondern schafft auch ein Gefühl von Verzweiflung, weil dabei unsere Würde verloren geht und unser Ruf zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch kam genau in diese Sphäre von Scham und Erniedrigung unser Retter in seiner Menschwerdung freiwillig.  Das populäre Kirchenlied „Ivory Palaces“ schildert diesen Abstieg von der Herrlichkeit – der Menschensohn verlässt freiwillig Seinen Elfenbeinpalast, Sein ewiges himmlisches Zuhause.   Bereitwillig verzichtet Er auf Ruhm und Ehre, bereitwillig wird Er Mensch und Diener, gehorsam bis in den Tod.  Genau diese von Christus bereitwillig angenommene Erniedrigung steht ganz am Anfang Seines Weges zur Herrlichkeit und zu Seiner letztendlichen Erhöhung.  Im Neuen Testament zieht sich diese Entwicklungsspur von der Erniedrigung in Jesu Geburt hin zu Seiner Erhöhung in Seiner Auferstehung, Himmelfahrt und Wiederkehr.&lt;br /&gt;
In ihrer Beschaffenheit stellt die Erhöhung das genaue Gegenteil, eine scharfe Antithese ,zur Erniedrigung dar.  In der Erhöhung ist die Würde nicht nur wiederhergestellt, sondern wird dazu mit der Herrlichkeit gekrönt, welche nur von Gott verliehen werden kann.  Mit dem biblischen Thema der Erhöhung Jesu betrachten wir somit, wie der Vater Seinen Sohn belohnt und Seine Herrlichkeit der ganzen Schöpfung verkündet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erfahren, dass niemand zum Himmel auffährt außer dem Einen, der vom Himmel herabsteigt, und wir erfahren auch, dass wir bei der Taufe Kenn- und Anzeichen unserer Mitgliedschaft in Jesus sowohl in Seiner Erniedrigung als auch Seiner Erhöhung empfangen.  Die Verheißung, mit Christus erhöht zu werden, wird jedem Gläubigen gegeben – allerdings mit unmissverständlicher Warnung: Nur wenn wir Jesu Erniedrigung mit Ihm teilen,  besteht für uns überhaupt Aussicht, dass Er uns auch an Seiner Erhöhung teilhaben lässt.  Dies aber ist die Krone, die uns vorgesetzt wird  - dass wir, die wir kein Recht auf unvergängliche Herrlichkeit und Ehre haben, diese dennoch empfangen dürfen dank dessen, was  unser vollkommener Erlöser an unserer Stelle vollbracht hat.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1990 schrieb ich ein Buch mit dem Titel „''Die Herrlichkeit Christi“ [The Glory of Christ  – AdÜ]''.   Dies war eines meiner spannendsten Schreiberlebnisse überhaupt.  Meine Aufgabe dabei war es, zu zeigen, dass es in Jesu  Leben und Wirken allgemein gesehen zwar eine Entwicklung von Erniedrigung zu Erhöhung gibt, jedoch nicht mit stetig durchgehendem Richtungsverlauf von Erniedrigung zu Erhöhung.   Vielmehr erläutert das Buch, dass Jesus auf seinem Weg von Erniedrigung zu Erhöhung, ja sogar in Augenblicken Seiner schlimmsten Demütigungen, göttliche Gnade gewährt wird, in deren Vermittlung auch die Herrlichkeit des Sohnes zum Ausdruck kommt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Jesu Geburt zum Beispiel konzentriert man sich leicht auf die schiere Verarmung, welche mit der Tatsache einherging, dass Er in einem Stall geboren wurde und in der dortigen Herberge nicht erwünscht war.   Die niedrigen Umstände Seiner Geburt vermitteln den Eindruck erschütternder Entwürdigung.  Und doch begab es sich, dass im gleichen Augenblick, als unser Herr in solch entwürdigenden Umständen in die Menschheit kam, ganz in der Nähe der Himmel die göttliche Herrlichkeit vor den Augen der Hirten herabstrahlen ließ und ihnen Seine Geburt, die Geburt des Königs, verkündete.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst am Kreuz, in den schlimmsten Augenblicken Seiner Erniedrigung, bleibt doch ein Anzeichen für seinen  Sieg über das Böse, denn Sein Leichnam wird nicht in die Müllhalde außerhalb von Jerusalem geworfen; stattdessen erfüllt sich die Prophezeiung von Jesaja Kapitel 53, und der Leichnam Jesu wurde sanft in der Grabstätte eines wohlhabenden Mannes zur Ruhe gebettet.   Jesu Tod war schmachvoll, Sein Begräbnis dagegen war für die damalige Zeit äußerst ehrenhaft.  Seinen Leichnam zierten die süßesten Gewürze und die teuersten Parfüme, und Er bekam das Ehrengrabmal.   Und so ließ es Gott inmitten der Leiden Seines gehorsamen Dieners nicht zu, dass Sein Heiliger zerfallen müsse.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Durchblättern der Heiligen Schrift leuchten uns diese Gnadenschimmer hier und da immer wieder entgegen, sie durchbrechen Schleier und Mantel der Menschenhaftigkeit Jesu und durchstechen die Panzerung von Erniedrigung und Entwürdigung, Seinem Los auf Erden.   Diese Augenblicke oder Schimmer von Herrlichkeit dürften dem Christen ein Vorgeschmack davon sein, was noch vor uns liegt, und zwar nicht nur die letztendliche Erhöhung Jesu in der Erfüllung seines Königreichs, sondern auch für uns sozusagen eine Kostprobe des Himmels an sich, wenn wir Erben und Miterben Jesu werden.  Jesu endgültiges Los, Sein Schicksal, Sein Vermächtnis, vom Vater versprochen und gewährleistet, ist Herrlichkeit, und jene Herrlichkeit teilt Er mit allen, die Ihm ihr Vertrauen schenken.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im alltäglichen Sprachgebrauch bilden die Ausdrücke ''Erhöhung ''und'' Erniedrigung'' Gegenpole zueinander.  Eine der glanzvollsten Herrlichkeiten der geoffenbarten göttlichen Wahrheit und eine der ergreifendsten Ironien ist es, dass sich im Kreuz Christi diese beiden Gegenpole vereinen und versöhnen.  In Seiner Erniedrigung finden wir unsere Erhöhung.  An die Stelle unserer Scham und Schande tritt Seine Herrlichkeit.  Recht hatte der Liedtexter, als er schrieb:  „Mein sündhaftes Wesen meine einzige Schande, meine ganze Herrlichkeit das Kreuz.“  [''Original: “My sinful self  my only shame, my glory all the cross.” AdÜ'']&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 20:23:16 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Von_Erniedrigung_zu_Erh%C3%B6hung</comments>		</item>
		<item>
			<title>Von Erniedrigung zu Erhöhung</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Von_Erniedrigung_zu_Erh%C3%B6hung</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Humiliation to Exhalation}}  Da hängt noch etwas, baumelt einfach so vor sich hin, als wäre es dem zweiten Kapitel des ersten Buches Mose lediglich als n…“&lt;/p&gt;
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Da hängt noch etwas, baumelt einfach so vor sich hin, als wäre es dem zweiten Kapitel des ersten Buches Mose lediglich als nachträglicher Einfall angeheftet.  Nun  wissen wir aber,  dass es in Geist und Inspiration des Heiligen Geistes keine nachträglichen Einfälle gibt.  Und so schauen wir uns in diesem Abschnitt nach einem Hinweis darüber um, wie wir denn vor dem Elend der Sünde veranlagt  waren.  In Kapitel 2, Vers 25 steht: „Und sie waren beide nackt, der Mensch und das Weib, und schämten sich nicht.“[''1. Mose 2:25, Elberfelder Bibel'' - AdÜ].  Wir  erfahren also: Vor Eintritt der Sünde in die Welt gab es keine Scham.  Es gab keine Verlegenheit.  Gänzlich unbekannt und fremd war der Menschheit das demütigende Erlebnis der Erniedrigung.  Mit dem ersten Sünderlebnis jedoch kam auch die schreckliche und erdrückend schwere Last persönlicher Beschämnis und Verlegenheit.  Beschämnis und Verlegenheit sind Empfindungen und Erfahrungen, die uns mit unterschiedlicher Schärfe ereilen.    Die schlimmste Art von Beschämnis, die furchtbarste Form der Verlegenheit, ist jene, deren Folge eine totale Erniedrigung  ist.   Erniedrigung bringt nicht nur Schamesröte ins Gesicht , sondern schafft auch ein Gefühl von Verzweiflung, weil dabei unsere Würde verloren geht und unser Ruf zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch kam genau in diese Sphäre von Scham und Erniedrigung unser Retter in seiner Menschwerdung freiwillig.  Das populäre Kirchenlied „Ivory Palaces“ schildert diesen Abstieg von der Herrlichkeit – der Menschensohn verlässt freiwillig Seinen Elfenbeinpalast, Sein ewiges himmlisches Zuhause.   Bereitwillig verzichtet Er auf Ruhm und Ehre, bereitwillig wird Er Mensch und Diener, gehorsam bis in den Tod.  Genau diese von Christus bereitwillig angenommene Erniedrigung steht ganz am Anfang Seines Weges zur Herrlichkeit und zu Seiner letztendlichen Erhöhung.  Im Neuen Testament zieht sich diese Entwicklungsspur von der Erniedrigung in Jesu Geburt hin zu Seiner Erhöhung in Seiner Auferstehung, Himmelfahrt und Wiederkehr.&lt;br /&gt;
In ihrer Beschaffenheit stellt die Erhöhung das genaue Gegenteil, eine scharfe Antithese ,zur Erniedrigung dar.  In der Erhöhung ist die Würde nicht nur wiederhergestellt, sondern wird dazu mit der Herrlichkeit gekrönt, welche nur von Gott verliehen werden kann.  Mit dem biblischen Thema der Erhöhung Jesu betrachten wir somit, wie der Vater Seinen Sohn belohnt und Seine Herrlichkeit der ganzen Schöpfung verkündet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erfahren, dass niemand zum Himmel auffährt außer dem Einen, der vom Himmel herabsteigt, und wir erfahren auch, dass wir bei der Taufe Kenn- und Anzeichen unserer Mitgliedschaft in Jesus sowohl in Seiner Erniedrigung als auch Seiner Erhöhung empfangen.  Die Verheißung, mit Christus erhöht zu werden, wird jedem Gläubigen gegeben – allerdings mit unmissverständlicher Warnung: Nur wenn wir Jesu Erniedrigung mit Ihm teilen,  besteht für uns überhaupt Aussicht, dass Er uns auch an Seiner Erhöhung teilhaben lässt.  Dies aber ist die Krone, die uns vorgesetzt wird  - dass wir, die wir kein Recht auf unvergängliche Herrlichkeit und Ehre haben, diese dennoch empfangen dürfen dank dessen, was  unser vollkommener Erlöser an unserer Stelle vollbracht hat.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1990 schrieb ich ein Buch mit dem Titel „''Die Herrlichkeit Christi“ [The Glory of Christ  – AdÜ]''.   Dies war eines meiner spannendsten Schreiberlebnisse überhaupt.  Meine Aufgabe dabei war es, zu zeigen, dass es in Jesu  Leben und Wirken allgemein gesehen zwar eine Entwicklung von Erniedrigung zu Erhöhung gibt, jedoch nicht mit stetig durchgehendem Richtungsverlauf von Erniedrigung zu Erhöhung.   Vielmehr erläutert das Buch, dass Jesus auf seinem Weg von Erniedrigung zu Erhöhung, ja sogar in Augenblicken Seiner schlimmsten Demütigungen, göttliche Gnade gewährt wird, in deren Vermittlung auch die Herrlichkeit des Sohnes zum Ausdruck kommt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Jesu Geburt zum Beispiel konzentriert man sich leicht auf die schiere Verarmung, welche mit der Tatsache einherging, dass Er in einem Stall geboren wurde und in der dortigen Herberge nicht erwünscht war.   Die niedrigen Umstände Seiner Geburt vermitteln den Eindruck erschütternder Entwürdigung.  Und doch begab es sich, dass im gleichen Augenblick, als unser Herr in solch entwürdigenden Umständen in die Menschheit kam, ganz in der Nähe der Himmel die göttliche Herrlichkeit vor den Augen der Hirten herabstrahlen ließ und ihnen Seine Geburt, die Geburt des Königs, verkündete.      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst am Kreuz, in den schlimmsten Augenblicken Seiner Erniedrigung, bleibt doch ein Anzeichen für seinen  Sieg über das Böse, denn Sein Leichnam wird nicht in die Müllhalde außerhalb von Jerusalem geworfen; stattdessen erfüllt sich die Prophezeiung von Jesaja Kapitel 53, und der Leichnam Jesu wurde sanft in der Grabstätte eines wohlhabenden Mannes zur Ruhe gebettet.   Jesu Tod war schmachvoll, Sein Begräbnis dagegen war für die damalige Zeit äußerst ehrenhaft.  Seinen Leichnam zierten die süßesten Gewürze und die teuersten Parfüme, und Er bekam das Ehrengrabmal.   Und so ließ es Gott inmitten der Leiden Seines gehorsamen Dieners nicht zu, dass Sein Heiliger zerfallen müsse.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Durchblättern der Heiligen Schrift leuchten uns diese Gnadenschimmer hier und da immer wieder entgegen, sie durchbrechen Schleier und Mantel der Menschenhaftigkeit Jesu und durchstechen die Panzerung von Erniedrigung und Entwürdigung, Seinem Los auf Erden.   Diese Augenblicke oder Schimmer von Herrlichkeit dürften dem Christen ein Vorgeschmack davon sein, was noch vor uns liegt, und zwar nicht nur die letztendliche Erhöhung Jesu in der Erfüllung seines Königreichs, sondern auch für uns sozusagen eine Kostprobe des Himmels an sich, wenn wir Erben und Miterben Jesu werden.  Jesu endgültiges Los, Sein Schicksal, Sein Vermächtnis, vom Vater versprochen und gewährleistet, ist Herrlichkeit, und jene Herrlichkeit teilt Er mit allen, die Ihm ihr Vertrauen schenken.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im alltäglichen Sprachgebrauch bilden die Ausdrücke ''Erhöhung ''und'' Erniedrigung'' Gegenpole zueinander.  Eine der glanzvollsten Herrlichkeiten der geoffenbarten göttlichen Wahrheit und eine der ergreifendsten Ironien ist es, dass sich im Kreuz Christi diese beiden Gegenpole vereinen und versöhnen.  In Seiner Erniedrigung finden wir unsere Erhöhung.  An die Stelle unserer Scham und Schande tritt Seine Herrlichkeit.  Recht hatte der Liedtexter, als er schrieb:  „Mein sündhaftes Wesen meine einzige Schande, meine ganze Herrlichkeit das Kreuz.“  [''Original: “My sinful self  my only shame, my glory all the cross.” AdÜ'']&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 20:22:06 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Von_Erniedrigung_zu_Erh%C3%B6hung</comments>		</item>
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			<title>Warum Gott Mensch geworden ist</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Cur Deus Homo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im elften Jahrhundert schrieb Anselm, Erzbischof von Cantebury und einer der brillantesten christlichen und kirchlichen Denker der Zeit, drei wichtige Arbeiten, die die Kirche seither wesentlich beeinfluβt haben.  Im Bereich der christlichen Philosophie gab er uns sein ''Monologium'' und ''Proslogium''.  Im Bereich der systematischen Theologie prägte er den groβen christlichen Klassiker ‘''Cur Deus Homo''’, das übersetzt in etwa ‘Warum Gott Mensch geworden ist’ heiβt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Arbeit legte Anselm die philosophischen und theologischen Grundlagen für einen wichtigen Aspekt des kirchlichen Verständnisses der Buße Christu, besonders was den Erfüllungsaspekt der Buße betrifft.  Darin argumentierte Anselm, daß die Buße Christu stattfinden mußte, damit die Gerechtigkeit Gottes erfüllt werden konnte.  Diese Ansicht bezüglich des kirchlichen Verständnisses der Arbeit Christu und seiner Buße wurde im Mittelalter zum Mittelpunkt der klassischen christlichen Orthodoxie.  Seither ist jedoch die Ansicht des Erfüllungsaspekts der Buße nicht ohne ihre Kritiker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurden über die Rechmäßigkeit jenen Denkens Fragen aufgeworfen, daß die Buße Jesu z. B. durch ein abstraktes Gesetz im Universum notwendig gemacht wurde das es wiederum erforderlich machte, die Gerechtigkeit Gottes zu erfüllen.  Dies setzte die sogenannte ''Italic text''Ex-Lex-Debatte in Gang.  In der Ex-Lex-Debatte kam die Frage auf, ob Gotte’s Wille unabhängig von einem abstrakten Gesetz stattfindet, sozusagen außerhalb des Gesetzes (''ex lex''), oder ob Gotte’s Wille selbst auch einer Rechtschaffenheitsnorm oder kosmischem Gesetz unterworfen ist, die selbst oder sogar Gott zu folgen hat.  Dies hätte als Konsequenz, daß Gotte’s Wille auch einem Gesetz unterliegt (''sub lego'').  Die Frage lautete: Existiert Gott unabhängig vom Gesetz oder ist Er dem Gesetz unterworfen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort der Kirche zu diesem Dilemma war sozusagen „die Pest an beiden Häusern“ &amp;lt;ref&amp;gt;  Anm. d. Übers.: Ausdruck aus Shakespeares Romeo und Julia.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu wünschen und zu erklären, dass Gott dem Gesetz weder über- noch unterworfen im eigentlichen Sinne des Wortes ist.  Stattdessen argumentierte die Kirche, daß Gott beides, dem Gesetz gleichzeitig über- und unterlegen ist insofern, daß Er frei von jeglicher Ihm auferlegte Beschränkung ist, die in einem Gesetz außerhalb von Ihm existieren könnte. In diesem Sinne, steht Gott außerhalb des Gesetzes und ist ihm nicht unterlegen. Gleichzeitig jedoch ist Gott nicht willkürlich oder launisch und Er wirkt somit entsprechend dem Gesetz Seiner eigenen Natur.  Die Kirche verkündigte, daß Gott das Gesetz an sich ist.  Das zeugt nicht von einem gesetzlosen Geist innerhalb Gottes sondern bezeigt, daß der Maßstab für Gottes Verhalten und Wille auf das „Naturgesetz Gottes“ selber basiert, wie von den orthodoxen Theologen des siebzehnten Jahrhunderts bemerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Naturgesetz Gottes kann als ein theologischer Ausdruck leicht mit dessen allgemeinerem Konzept, das in der politischen Theorie und in der Theologie des sogenannten „Naturgesetzes“ gefunden wird (''lex naturalis'') mißverstanden oder verwechselt werden.  Darin bezieht sich das Naturgesetz auf Allem was Gott in der Welt der Natur bezüglich bestimmte Grundregeln der Ethik offenbart hat.  In Unterscheidung zum allgemeinen Gebrauch des Ausdrucks vom Naturgesetz bedeutet das, dass Gott nach dem Gesetz Seiner eigenen Natur handelt.  Dies ist zumindest was die Teilnehmer der Versammlung der “Westminster Divines” &amp;lt;ref&amp;gt;  Anm. d. Übers.: Die “Members of the Westminster Assembly of Divines”, kollektiv als “Westminster Divines” genannten Geistlichen der Church of England des 17. Jahrhunderts.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Sinne hatten, wenn sie im siebzehnten Jahrhundert vom Naturgesetz Gottes sprachen.  Das heißt, Gott würde niemals in einer Art und Weise handeln, die Seine Heiligkeit, Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit, Omnipotenz und so weiter widersprechen würde. Gott gefährdet niemals die Vollkommenheit Seines Seins oder Charakters in all Seinem Handeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Kirche die Notwendigkeit der Genugtuung in der Rechtschaffenheit Gottes bekennt, ist diese Notwendigkeit nicht etwas, was Gott von Außen her auferlegt wird, sondern es ist eine Notwendigkeit, die Gott sich selbst durch Seinen Charakter und Natur auferlegt.  Um Gott zu sein ist es für Gott notwendig, niemals Seine eigene Heiligkeit, Rechtschaffenheit oder Gerechtigkeit zu gefährden.  Somit ist eine Buße notwendig, um Seine Rechschaffenheit zufrieden zu stellen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngsten Zeiten haben moderne Denker Einwendungen gegen der Ansicht der Erfüllung der Buße erbracht mit der Begründung, diese werfe einen Schatten über die freie Anmut und Liebe Gottes.  Wenn Gott ein Gott der Liebe ist, warum kann er Menschen nicht einfach aus der Motivation Seiner eigenen Liebe und Anmut heraus verzeihen, ohne über die Erfüllung irgendeiner Art Gerechtigkeit betroffen zu sein, sei es durch ein Gesetz, daß aus Seiner eigenen Natur entsteht oder was von Außen her auferlegt wird? &lt;br /&gt;
Wieder versäumt es diese Ansicht der Buße es zu berücksichtigen, daß Gott nie über Seine eigene Rechtschaffenheit hinaus verhandeln würde, auch nicht bei Seinem Wunsch, Sünder zu erretten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Buße erkennen wir, dass Gott gleichzeitig beides, seine unendliche Liebe uns gegenüber, aber auch der Verpflichtung gegenüber Seiner eigenen Rechschaffenheit und Gerechtigkeit manifestiert. Gerechtichkeit wird durch die Werke Jesu, die Gottes Rechtschaffenheitsansprüche erfüllen erzielt, damit werden Gottes Verpflichtung zu Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit aufrecherhalten.  Gott erfüllte die Ansprüche Seiner Rechtschaffenheit indem er uns einen Ersatz gab, der an unserer Stelle steht und für uns diese Ansprüche erfüllt. Die Erfüllung dieser Ansprüche bezeigt in einer wundervollen Weise die Anmut Gottes.  Gottes Gnade wird durch die Erfüllung Seiner Gerechtigkeit veranschaulicht, die für uns durch den von Gott Ernannten erfolgt ist.  Es ist Gottes Natur als Richter der ganzen Welt das zu tun, was richtig ist.  Und ein Richter der tut, was richtig ist, verletzt niemals die Vorschriften Seiner eigenen Rechtschaffenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel erklärt das Kreuz aus dem Standpunkt von beiden Errungenschaften heraus, der Versöhnung und der Sühne, die Doppelvollendung, die Christus für uns vollbracht hat. Versöhnung bezieht sich spezifisch auf Christus Werke der Erfüllung der Rechtschaffenheit Gottes.  Er zahlte an unserer Stelle den Preis für unsere Sünden. Wir sind Sünder die kaum die moralische Schuld, die wir durch unser Handeln gegen die Rechschaffenheit Gottes verursacht haben begleichen können und Gottes Zorn ist durch das einmalige Opfer des Christus an unserer Stelle erfüllt und versöhnt.  Das ist jedoch nur ein Aspekt dieses Werkes.  Der Zweite ist die Sühne. In der Sühne werden unsere Sünden von uns abgelöst, dadurch erlassen, dass sie dem Christus überreicht oder zugerechnet werden, der stellvertretend für uns leidet. Gott ist zufriedengestellt und unsere Sünden sind uns in der vollkommenen Buße Jesu abgegolten.  Dies erfüllte zur Zeit des Alten Bundes den Doppelsinn der Buße die einerseits durch das Opfer eines Tieres für die Erlösung der Sünden erbracht wurde, und andererseits durch die symbolische Übertragung der Sünden der Menschen auf den Rücken eines Südenbocks, der dann in die Wildnis geschickt wurde und so die Sünden der Menschen ablöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 18:17:50 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Warum_Gott_Mensch_geworden_ist</comments>		</item>
		<item>
			<title>Warum Gott Mensch geworden ist</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Warum_Gott_Mensch_geworden_ist</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Cur Deus Homo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im elften Jahrhundert schrieb Anselm, Erzbischof von Cantebury und einer der brillantesten christlichen und kirchlichen Denker der Zeit, drei wichtige Arbeiten, die die Kirche seither wesentlich beeinfluβt haben.  Im Bereich der christlichen Philosophie gab er uns sein ''Monologium'' und ''Proslogium''.  Im Bereich der systematischen Theologie prägte er den groβen christlichen Klassiker ‘''Cur Deus Homo''’, das übersetzt in etwa ‘Warum Gott Mensch geworden ist’ heiβt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Arbeit legte Anselm die philosophischen und theologischen Grundlagen für einen wichtigen Aspekt des kirchlichen Verständnisses der Buße Christu, besonders was den Erfüllungsaspekt der Buße betrifft.  Darin argumentierte Anselm, daß die Buße Christu stattfinden mußte, damit die Gerechtigkeit Gottes erfüllt werden konnte.  Diese Ansicht bezüglich des kirchlichen Verständnisses der Arbeit Christu und seiner Buße wurde im Mittelalter zum Mittelpunkt der klassischen christlichen Orthodoxie.  Seither ist jedoch die Ansicht des Erfüllungsaspekts der Buße nicht ohne ihre Kritiker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurden über die Rechmäßigkeit jenen Denkens Fragen aufgeworfen, daß die Buße Jesu z. B. durch ein abstraktes Gesetz im Universum notwendig gemacht wurde das es wiederum erforderlich machte, die Gerechtigkeit Gottes zu erfüllen.  Dies setzte die sogenannte ''Italic text''Ex-Lex-Debatte in Gang.  In der Ex-Lex-Debatte kam die Frage auf, ob Gotte’s Wille unabhängig von einem abstrakten Gesetz stattfindet, sozusagen außerhalb des Gesetzes (''ex lex''), oder ob Gotte’s Wille selbst auch einer Rechtschaffenheitsnorm oder kosmischem Gesetz unterworfen ist, die selbst oder sogar Gott zu folgen hat.  Dies hätte als Konsequenz, daß Gotte’s Wille auch einem Gesetz unterliegt (''sub lego'').  Die Frage lautete: Existiert Gott unabhängig vom Gesetz oder ist Er dem Gesetz unterworfen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort der Kirche zu diesem Dilemma war sozusagen „die Pest an beiden Häusern“ &amp;lt;ref&amp;gt;  Anm. d. Übers.: Ausdruck aus Shakespeares Romeo und Julia.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu wünschen und zu erklären, dass Gott dem Gesetz weder über- noch unterworfen im eigentlichen Sinne des Wortes ist.  Stattdessen argumentierte die Kirche, daß Gott beides, dem Gesetz gleichzeitig über- und unterlegen ist insofern, daß Er frei von jeglicher Ihm auferlegte Beschränkung ist, die in einem Gesetz außerhalb von Ihm existieren könnte. In diesem Sinne, steht Gott außerhalb des Gesetzes und ist ihm nicht unterlegen. Gleichzeitig jedoch ist Gott nicht willkürlich oder launisch und Er wirkt somit entsprechend dem Gesetz Seiner eigenen Natur.  Die Kirche verkündigte, daß Gott das Gesetz an sich ist.  Das zeugt nicht von einem gesetzlosen Geist innerhalb Gottes sondern bezeigt, daß der Maßstab für Gottes Verhalten und Wille auf das „Naturgesetz Gottes“ selber basiert, wie von den orthodoxen Theologen des siebzehnten Jahrhunderts bemerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Naturgesetz Gottes kann als ein theologischer Ausdruck leicht mit dessen allgemeinerem Konzept, das in der politischen Theorie und in der Theologie des sogenannten „Naturgesetzes“ gefunden wird (''lex naturalis'') mißverstanden oder verwechselt werden.  Darin bezieht sich das Naturgesetz auf Allem was Gott in der Welt der Natur bezüglich bestimmte Grundregeln der Ethik offenbart hat.  In Unterscheidung zum allgemeinen Gebrauch des Ausdrucks vom Naturgesetz bedeutet das, dass Gott nach dem Gesetz Seiner eigenen Natur handelt.  Dies ist zumindest was die Teilnehmer der Versammlung der “Westminster Divines” &amp;lt;ref&amp;gt;  Anm. d. Übers.: Die “Members of the Westminster Assembly of Divines”, kollektiv als “Westminster Divines” genannten Geistlichen der Church of England des 17. Jahrhunderts.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Sinne hatten, wenn sie im siebzehnten Jahrhundert vom Naturgesetz Gottes sprachen.  Das heißt, Gott würde niemals in einer Art und Weise handeln, die Seine Heiligkeit, Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit, Omnipotenz und so weiter widersprechen würde. Gott gefährdet niemals die Vollkommenheit Seines Seins oder Charakters in all Seinem Handeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Kirche die Notwendigkeit der Genugtuung in der Rechtschaffenheit Gottes bekennt, ist diese Notwendigkeit nicht etwas, was Gott von Außen her auferlegt wird, sondern es ist eine Notwendigkeit, die Gott sich selbst durch Seinen Charakter und Natur auferlegt.  Um Gott zu sein ist es für Gott notwendig, niemals Seine eigene Heiligkeit, Rechtschaffenheit oder Gerechtigkeit zu gefährden.  Somit ist eine Buße notwendig, um Seine Rechschaffenheit zufrieden zu stellen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngsten Zeiten haben moderne Denker Einwendungen gegen der Ansicht der Erfüllung der Buße erbracht mit der Begründung, diese werfe einen Schatten über die freie Anmut und Liebe Gottes.  Wenn Gott ein Gott der Liebe ist, warum kann er Menschen nicht einfach aus der Motivation Seiner eigenen Liebe und Anmut heraus verzeihen, ohne über die Erfüllung irgendeiner Art Gerechtigkeit betroffen zu sein, sei es durch ein Gesetz, daß aus Seiner eigenen Natur entsteht oder was von Außen her auferlegt wird? &lt;br /&gt;
Wieder versäumt es diese Ansicht der Buße es zu berücksichtigen, daß Gott nie über Seine eigene Rechtschaffenheit hinaus verhandeln würde, auch nicht bei Seinem Wunsch, Sünder zu erretten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Buße erkennen wir, dass Gott gleichzeitig beides, seine unendliche Liebe uns gegenüber, aber auch der Verpflichtung gegenüber Seiner eigenen Rechschaffenheit und Gerechtigkeit manifestiert. Gerechtichkeit wird durch die Werke Jesu, die Gottes Rechtschaffenheitsansprüche erfüllen erzielt, damit werden Gottes Verpflichtung zu Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit aufrecherhalten.  Gott erfüllte die Ansprüche Seiner Rechtschaffenheit indem er uns einen Ersatz gab, der an unserer Stelle steht und für uns diese Ansprüche erfüllt. Die Erfüllung dieser Ansprüche bezeigt in einer wundervollen Weise die Anmut Gottes.  Gottes Gnade wird durch die Erfüllung Seiner Gerechtigkeit veranschaulicht, die für uns durch den von Gott Ernannten erfolgt ist.  Es ist Gottes Natur als Richter der ganzen Welt das zu tun, was richtig ist.  Und ein Richter der tut, was richtig ist, verletzt niemals die Vorschriften Seiner eigenen Rechtschaffenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel erklärt das Kreuz aus dem Standpunkt von beiden Errungenschaften heraus, der Versöhnung und der Sühne, die Doppelvollendung, die Christus für uns vollbracht hat. Versöhnung bezieht sich spezifisch auf Christus Werke der Erfüllung der Rechtschaffenheit Gottes.  Er zahlte an unserer Stelle den Preis für unsere Sünden. Wir sind Sünder die kaum die moralische Schuld, die wir durch unser Handeln gegen die Rechschaffenheit Gottes verursacht haben begleichen können und Gottes Zorn ist durch das einmalige Opfer des Christus an unserer Stelle erfüllt und versöhnt.  Das ist jedoch nur ein Aspekt dieses Werkes.  Der Zweite ist die Sühne. In der Sühne werden unsere Sünden von uns abgelöst, dadurch erlassen, dass sie dem Christus überreicht oder zugerechnet werden, der stellvertretend für uns leidet. Gott ist zufriedengestellt und unsere Sünden sind uns in der vollkommenen Buße Jesu abgegolten.  Dies erfüllte zur Zeit des Alten Bundes den Doppelsinn der Buße die einerseits durch das Opfer eines Tieres für die Erlösung der Sünden erbracht wurde, und andererseits durch die symbolische Übertragung der Sünden der Menschen auf den Rücken eines Südenbocks, der dann in die Wildnis geschickt wurde und so die Sünden der Menschen ablöste.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 17:28:43 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Warum_Gott_Mensch_geworden_ist</comments>		</item>
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			<title>Warum Gott Mensch geworden ist</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Warum_Gott_Mensch_geworden_ist</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Cur Deus Homo}}  Warum Gott Mensch geworden ist   Im elften Jahrhundert schrieb Anselm, Erzbischof von Cantebury und einer der brillantesten christlichen u…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Cur Deus Homo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum Gott Mensch geworden ist&lt;br /&gt;
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Im elften Jahrhundert schrieb Anselm, Erzbischof von Cantebury und einer der brillantesten christlichen und kirchlichen Denker der Zeit, drei wichtige Arbeiten, die die Kirche seither wesentlich beeinfluβt haben.  Im Bereich der christlichen Philosophie gab er uns sein Monologium und Proslogium.  Im Bereich der systematischen Theologie prägte er den groβen christlichen Klassiker ‘Cur Deus Homo’, das übersetzt in etwa ‘Warum Gott Mensch geworden ist’ heiβt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Arbeit legte Anselm die philosophischen und theologischen Grundlagen für einen wichtigen Aspekt des kirchlichen Verständnisses der Buße Christu, besonders was den Erfüllungsaspekt der Buße betrifft.  Darin argumentierte Anselm, daß die Buße Christu stattfinden mußte, damit die Gerechtigkeit Gottes erfüllt werden konnte.  Diese Ansicht bezüglich des kirchlichen Verständnisses der Arbeit Christu und seiner Buße wurde im Mittelalter zum Mittelpunkt der klassischen christlichen Orthodoxie.  Seither ist jedoch die Ansicht des Erfüllungsaspekts der Buße nicht ohne ihre Kritiker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurden über die Rechmäßigkeit jenen Denkens Fragen aufgeworfen, daß die Buße Jesu z. B. durch ein abstraktes Gesetz im Universum notwendig gemacht wurde das es wiederum erforderlich machte, die Gerechtigkeit Gottes zu erfüllen.  Dies setzte die sogenannte ''Italic text''Ex-Lex-Debatte in Gang.  In der Ex-Lex-Debatte kam die Frage auf, ob Gotte’s Wille unabhängig von einem abstrakten Gesetz stattfindet, sozusagen außerhalb des Gesetzes (''ex lex''), oder ob Gotte’s Wille selbst auch einer Rechtschaffenheitsnorm oder kosmischem Gesetz unterworfen ist, die selbst oder sogar Gott zu folgen hat.  Dies hätte als Konsequenz, daß Gotte’s Wille auch einem Gesetz unterliegt (''sub lego'').  Die Frage lautete: Existiert Gott unabhängig vom Gesetz oder ist Er dem Gesetz unterworfen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort der Kirche zu diesem Dilemma war sozusagen „die Pest an beiden Häusern“ &amp;lt;ref&amp;gt;  Anm. d. Übers.: Ausdruck aus Shakespeares Romeo und Julia.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu wünschen und zu erklären, dass Gott dem Gesetz weder über- noch unterworfen im eigentlichen Sinne des Wortes ist.  Stattdessen argumentierte die Kirche, daß Gott beides, dem Gesetz gleichzeitig über- und unterlegen ist insofern, daß Er frei von jeglicher Ihm auferlegte Beschränkung ist, die in einem Gesetz außerhalb von Ihm existieren könnte. In diesem Sinne, steht Gott außerhalb des Gesetzes und ist ihm nicht unterlegen. Gleichzeitig jedoch ist Gott nicht willkürlich oder launisch und Er wirkt somit entsprechend dem Gesetz Seiner eigenen Natur.  Die Kirche verkündigte, daß Gott das Gesetz an sich ist.  Das zeugt nicht von einem gesetzlosen Geist innerhalb Gottes sondern bezeigt, daß der Maßstab für Gottes Verhalten und Wille auf das „Naturgesetz Gottes“ selber basiert, wie von den orthodoxen Theologen des siebzehnten Jahrhunderts bemerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Naturgesetz Gottes kann als ein theologischer Ausdruck leicht mit dessen allgemeinerem Konzept, das in der politischen Theorie und in der Theologie des sogenannten „Naturgesetzes“ gefunden wird (''lex naturalis'') mißverstanden oder verwechselt werden.  Darin bezieht sich das Naturgesetz auf Allem was Gott in der Welt der Natur bezüglich bestimmte Grundregeln der Ethik offenbart hat.  In Unterscheidung zum allgemeinen Gebrauch des Ausdrucks vom Naturgesetz bedeutet das, dass Gott nach dem Gesetz Seiner eigenen Natur handelt.  Dies ist zumindest was die Teilnehmer der Versammlung der “Westminster Divines” &amp;lt;ref&amp;gt;  Anm. d. Übers.: Die “Members of the Westminster Assembly of Divines”, kollektiv als “Westminster Divines” genannten Geistlichen der Church of England des 17. Jahrhunderts.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Sinne hatten, wenn sie im siebzehnten Jahrhundert vom Naturgesetz Gottes sprachen.  Das heißt, Gott würde niemals in einer Art und Weise handeln, die Seine Heiligkeit, Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit, Omnipotenz und so weiter widersprechen würde. Gott gefährdet niemals die Vollkommenheit Seines Seins oder Charakters in all Seinem Handeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Kirche die Notwendigkeit der Genugtuung in der Rechtschaffenheit Gottes bekennt, ist diese Notwendigkeit nicht etwas, was Gott von Außen her auferlegt wird, sondern es ist eine Notwendigkeit, die Gott sich selbst durch Seinen Charakter und Natur auferlegt.  Um Gott zu sein ist es für Gott notwendig, niemals Seine eigene Heiligkeit, Rechtschaffenheit oder Gerechtigkeit zu gefährden.  Somit ist eine Buße notwendig, um Seine Rechschaffenheit zufrieden zu stellen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngsten Zeiten haben moderne Denker Einwendungen gegen der Ansicht der Erfüllung der Buße erbracht mit der Begründung, diese werfe einen Schatten über die freie Anmut und Liebe Gottes.  Wenn Gott ein Gott der Liebe ist, warum kann er Menschen nicht einfach aus der Motivation Seiner eigenen Liebe und Anmut heraus verzeihen, ohne über die Erfüllung irgendeiner Art Gerechtigkeit betroffen zu sein, sei es durch ein Gesetz, daß aus Seiner eigenen Natur entsteht oder was von Außen her auferlegt wird? &lt;br /&gt;
Wieder versäumt es diese Ansicht der Buße es zu berücksichtigen, daß Gott nie über Seine eigene Rechtschaffenheit hinaus verhandeln würde, auch nicht bei Seinem Wunsch, Sünder zu erretten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Buße erkennen wir, dass Gott gleichzeitig beides, seine unendliche Liebe uns gegenüber, aber auch der Verpflichtung gegenüber Seiner eigenen Rechschaffenheit und Gerechtigkeit manifestiert. Gerechtichkeit wird durch die Werke Jesu, die Gottes Rechtschaffenheitsansprüche erfüllen erzielt, damit werden Gottes Verpflichtung zu Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit aufrecherhalten.  Gott erfüllte die Ansprüche Seiner Rechtschaffenheit indem er uns einen Ersatz gab, der an unserer Stelle steht und für uns diese Ansprüche erfüllt. Die Erfüllung dieser Ansprüche bezeigt in einer wundervollen Weise die Anmut Gottes.  Gottes Gnade wird durch die Erfüllung Seiner Gerechtigkeit veranschaulicht, die für uns durch den von Gott Ernannten erfolgt ist.  Es ist Gottes Natur als Richter der ganzen Welt das zu tun, was richtig ist.  Und ein Richter der tut, was richtig ist, verletzt niemals die Vorschriften Seiner eigenen Rechtschaffenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel erklärt das Kreuz aus dem Standpunkt von beiden Errungenschaften heraus, der Versöhnung und der Sühne, die Doppelvollendung, die Christus für uns vollbracht hat. Versöhnung bezieht sich spezifisch auf Christus Werke der Erfüllung der Rechtschaffenheit Gottes.  Er zahlte an unserer Stelle den Preis für unsere Sünden. Wir sind Sünder die kaum die moralische Schuld, die wir durch unser Handeln gegen die Rechschaffenheit Gottes verursacht haben begleichen können und Gottes Zorn ist durch das einmalige Opfer des Christus an unserer Stelle erfüllt und versöhnt.  Das ist jedoch nur ein Aspekt dieses Werkes.  Der Zweite ist die Sühne. In der Sühne werden unsere Sünden von uns abgelöst, dadurch erlassen, dass sie dem Christus überreicht oder zugerechnet werden, der stellvertretend für uns leidet. Gott ist zufriedengestellt und unsere Sünden sind uns in der vollkommenen Buße Jesu abgegolten.  Dies erfüllte zur Zeit des Alten Bundes den Doppelsinn der Buße die einerseits durch das Opfer eines Tieres für die Erlösung der Sünden erbracht wurde, und andererseits durch die symbolische Übertragung der Sünden der Menschen auf den Rücken eines Südenbocks, der dann in die Wildnis geschickt wurde und so die Sünden der Menschen ablöste.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 17:01:16 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Warum_Gott_Mensch_geworden_ist</comments>		</item>
		<item>
			<title>Fasten Zum Schutze Unserer Kleinen</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Fasten_Zum_Schutze_Unserer_Kleinen</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Fasting for the Safety of the Little Ones}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Esra 8:21-23'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen, um von ihm einen geebneten Weg zu erbitten für uns und für unsere Kinder und für alle unsere Habe. Denn ich schämte mich, von dem König eine Heeresmacht und Reiter zu fordern, um uns gegen den Feind auf dem Wege beizustehen; denn wir hatten zu dem König gesprochen und gesagt: Die Hand unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zum Guten; aber seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen. Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott; und er ließ sich von uns erbitten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht es mir heute Morgen nicht hauptsächlich darum, all die Argumente zu durchstöbern, welche wir im Laufe der Jahre zugunsten von „Pro-Life“ &amp;lt;ref&amp;gt;  Pro-Life: Lebensrechtsbewegung mit Initiative u.a. gegen Straffreiheit von Schwangerschaftsabbrüchen&amp;lt;/ref&amp;gt; gepredigt und geschrieben haben.  Begründungen hierfür finden sich in der Bibel, Medizin, Wissenschaft, Philosophie, im Rechtswesen und auch in der Psychologie.  Bemerkenswert ist für mich jedoch, dass jedesmal, wenn sich der Fall Roe - Wade &amp;lt;ref&amp;gt;  Fall Roe – Wade: kontroverse Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA am 22. Januar 1973, welche den Schwangerschaftsabbruch automatisch unter das Recht auf Privatsphäre stellte.&amp;lt;/ref&amp;gt; von neuem jährt, auch neue Argumente gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch zum Vorschein kommen, weil das Recht, eine Schwangerschaft sogar bis kurz vor der Geburt noch abbrechen zu dürfen, ganz offensichtlich ein grobes Unrecht ist.  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Hier nur ein Beispiel zur Veranschaulichung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''A Aktuelle Darstellung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Debatte steht derzeit die Entnahme von Organen behinderter Säuglinge, welche ohne Gehirn geboren wurden. Infolge dieser als Anenzephalie bezeichneten Fehlbildung wird ein normales Leben unmöglich und die Lebenserwartung auf lediglich einige Tage, höchstensfalls Wochen reduziert.  In diesem Zusammenhang sagte doch tatsächlich jemand: „Die Lebensqualität eines solchen Kindes ist so gering, dass aus moralischer Sicht seine ohnehin wenigen Lebenstage ruhig geopfert können, wenn damit ein anderes Menschenleben gerettet wird.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein unheilvolles Omen, denkt man dabei an alle behinderten und alternden Menschen, insbesondere daran, wie diese Menschen im Entscheidungsprozess darüber, welche Lebensqualität einem Leben Unverletzbarkeit und Schutz zusichert, immer verletzbarer und schutzloser werden.   Das gewichtigste Argument für den Schutz des ungeborenen Lebens aber liegt genau darin, wie die ACLU &amp;lt;ref&amp;gt;  ACLU: American Civil Liberties Union (Amerikanische Bürgerrechtsunion)&amp;lt;/ref&amp;gt; die vermeintliche Zulässigkeit der Nutzung von anenzephalitischen Babies als Organ-Zwangsspender (wie z.B. Herzentnahme) noch vor deren natürlichem Tod argumentiert.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrzehntelang schon vertritt Pro-Life den Standpunkt, es bestehe ethisch gesehen kein Unterschied zwischen einem Baby im Mutterleib und einem Neugeborenen, also während der Wochen unmittelbar vor bzw. nach der Geburt.  Wird also behauptet, die Tötung eines Babys im Mutterleib sei noch legale Abtreibung, gleich nach der Geburt aber schon Mord, dann klingt dies aus Perspektive des Kindes wohl extrem tyrannisch.  Hieraus ergibt sich ein Argument, dass sich als starke Befürwortungsbasis zugunsten der Achtung vor ungeborenem Leben etabliert hat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem gleichen Argument wirbt jetzt auch die ACLU - allerdings in Gegenrichtung.  Ziel ihrer Strategie ist die Rechtfertigung der Tötung bestimmter Babys gleich nach der Geburt, wobei als Widersprüchlichkeit aufgezeigt werden soll, dass einerseits ein Schwangerschaftsabbruch bis unmittelbar vor der Geburt zulässig ist, andererseits aber das Leben eines anenzephalitischen Kindes selbst dann nicht beendet werden darf, wenn durch seine Organe andere Menschenleben gerettet werden könnten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wortwörtlich sagt die ACLU: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es gibt absolut keinen moralisch bedeutenden Unterschied im Foetus zwischen den Zeitpunkten unmittelbar vor bzw. nach der Geburt.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet also das von der Pro-Life-Bewegung seit Jahren vertretene Argument zwar Anerkennung, jedoch nicht, um ungeborenes Leben zu schützen, sondern, um neugeborenem Leben Schutz zu entziehen.  „Wenn es doch zwischen geborenem und ungeborenem Leben sowieso keinen Unterschied gibt und wir die Abtreibung von ungeborenem Leben zulassen, dann sollten wir in bestimmten Fällen wohl auch die Tötung von bereits geborenem Leben zulassen“ – so die ACLU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fasten ins Bild kommen sollte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau an diesem Punkt schiebt sich nun das christliche Fasten in all seiner durchdringenden Ernsthaftigkeit ins Bild.  Zumindest würde ich es für uns gerne ins Bild schieben.  Wir haben es mit einem schweren Übel zu tun, mit einer moralisch gesehen abscheulichen Zweckentfremdung, denn schließlich wird dabei ja einer der triftigsten Gründe für ein Abtreibungsverbot als Rechtfertigung für Kindermord missbraucht.  Ein weiterer Beweis, dass im  Abtreibungsgewerbe  eine große Verdunkelung herrscht, eine menschliche Geistesfinsternis, über die Paulus im Römerbrief schreibt „...hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn...“  (Römer 1:28) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute Morgen möchte ich nun nahelegen, dass die christliche Kirche noch nicht alle Mittel ausgeschöpft hat, die uns zur Bewältigung dieser Verdunkelung zur Verfügung stehen.  Haben wir denn schon fastend den Herrn angerufen und zu ihm um Gesundung des Verstands, Rückkehr des Lichts und Schutz unserer Kleinen gebetet?  Ehrlich gesagt habe ich in all den Jahren, in denen ich Pro-Life nun schon unterstütze, noch nie ernsthaft spezifisch für die moralische und geistig-seelische Erneuerung gefastet, welche angesichts einer solchen Verfinsterung nötig ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Damit wir uns richtig verstehen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens glaube ich an den breitgefächerten gewaltlosen Einsatz der Pro-Life-Bewegung, wobei ich wegen der gegenwärtigen Stimmungslage das Wort „gewaltlos“ besonders betonen möchte.  Mit Kugelschüssen lässt sich dieser Krieg nicht gewinnen.  Nein, das geht nur mit Gebrochenheit, Demut und Opfer.  Gewonnen wird er, wenn wir uns in unserem Leiden mit den kleinen Lebewesen identifizieren, nicht mit ihren Abtreibern.  Und vielleicht ist dies auch ein Aufruf zu einer neuen Art des Fastens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens glaube ich, dass Aufklärungsarbeit gut ist, und begeistert hat mich dabei &amp;quot;She's a Child Not a Choice&amp;quot;,&amp;lt;ref&amp;gt;  „Sie ist ein Kind, keine Wahlmöglichkeit“ - AdÜ&amp;lt;/ref&amp;gt; ein hervorragendes Beiblatt, das im Oktober und November letzten Jahres an 900.000 Haushalte verteilt wurde.  Informative Aktionen dieser Art brauchen wir immer und immer wieder.  Auch hier gelten die Worte Jesu „und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes-Evangelium 8:32).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens glaube ich, dass es gut ist, wenn Pro-Life-Vertreter politisch aktiv sind.  Auf Weisung Gottes dienen Regierungen dazu, das Volk vor Gewalt zu schützen  (Römer 13:3f.).  Für viele von uns war dies das Bemerkenswerteste und Erfreulichste an den Wahlen im letzten Herbst:  Kein einziger der als Senatoren, Mitglieder des Repräsentantenhauses oder Landesgouverneure amtierenden Pro-Life-Befürworter, ob Republikaner oder Demokrat, wurde bei der Wahl von einem Pro-Choice -Befürworter besiegt.&amp;lt;ref&amp;gt;  Pro-Choice: Politische und ethische Befürwortung u.a. des Rechts auf Schwangerschaftsbeendigung&amp;lt;/ref&amp;gt;  Dagegen verloren ungefähr 30 amtierende Kongressmitglieder aus den Reihen der Pro-Choice-Befürworter ihren Sitz an Pro-Life-Kandidaten. Davon wurde meines Wissens in den Medien nicht berichtet – auch so äußert sich Verdunkelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viertens glaube ich an Schwangerschafts-Krisenbetreuung, und daher liegt unserem Merkblatt ein  Informationsanhang von CareNet&amp;lt;ref&amp;gt;  CareNet: US-amerikanische Einrichtung für Schwangerschafts-Nothilfe&amp;lt;/ref&amp;gt; bei.  Diese Mission bemüht sich um Prävention durch mitfühlende Anteilnahme für Frauen in Not (Lukas 7:48-50) und ist landesweit tausendfach mit Zentren und Gruppen vertreten.  Das Volk Christi reicht die Hand – mit greif- und umsetzbaren Alternativen zur Abtreibung.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünftens glaube ich an das sogenannte „Sidewalk Counseling“&amp;lt;ref&amp;gt;  Sidewalk Counselling: Beratungs- und Seelsorge-Initiative der Pro-Life-Bewegung direkt vor der Abtreibungsklinik in dem Bemühen, die Betroffenen gegen eine Abtreibung umzustimmen &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Immer wieder erfährt man, dass Frauen zur elften Stunde, ganz knapp vor ihrem Abtreibungstermin, die Wahrheit erfuhren und so doch noch rechtzeitig zur Rettung ihres Kindes und Gewissens überredet werden konnten. (Näheres bei Pro-Life Action Ministries, Tel. 612-771-1500.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Wurzel liegt in Geist und Seele'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am tiefsten verankert ist die vorliegende Problematik in Geist und Seele -  der Verfinsterung und Verdorbenheit in des Menschen Herz und Verstand. Meine Empfehlung heute Morgen ist es, den Fastenaufruf zum Schutze unserer Kleinen ernsthaft zu erwägen.  Dass wir also mit Fasten den Herrn anrufen und von ihm jene gnadenreiche, kraftvolle, befreiende Erneuerung des menschlichen Geistes erbitten, durch die ein Mensch aufwacht und sagt:  „Wie kann ich es nur wagen, wegen der Ähnlichkeit zwischen geborenem und ungeborenem Leben dafür einzutreten, die Geborenen zu töten und den Ungeborenen jeglichen Schutz zu verweigern?  Das werde ich nicht mehr tun.  Und ich werde zum Herrn, Jesus Christus, um Vergebung meiner Sünden und ein neues Leben beten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahre Herzenserneuerung richtet ihren Blick auf Jesus für die Vergebung aller Sünden, das Geschenk des ewigen Lebens und die Kraft, einen gottgefälligen Weg zu gehen.  Wird unser Herzensruf, mit dem wir eine solche Gewissens- und Glaubenserweckung erflehen, durch Fasten möglicherweise noch voller,  ernsthafter und fruchtbarer?    Und ist es nicht das, was wir in diesen Tagen erleben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie es sich zu Zeiten Esras begab'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Idee kam mir bei Esra 8:21–23.  Damit der Text mit der vollen von Esra verliehenen Wucht bei Ihnen ankommt, hier vorab der glaubensbildende Hintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott regiert und versetzt Weltreiche'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Jahrzehnten schon waren die Israeliten im Zwangsexil, jetzt jedoch war die Zeit ihrer Heilung gekommen.  Wie aber sollte dies geschehen?  Im riesigen persischen Weltreich waren sie nichts als eine winzige, unbedeutende ethnische Minderheit.  Genau darum geht es in den ersten acht Kapiteln dieses Buches Esra.  &lt;br /&gt;
Schauen wir uns zuerst Esra 1:1–2 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Und im ersten Jahre des Kores (Cyrus), des Königs von Persien, damit das Wort Jehovas aus dem Munde Jeremias erfüllt würde, erweckte Jehova den Geist des Kores, des Königs von Persien; und er ließ einen Ruf ergehen durch sein ganzes Königreich, und zwar auch schriftlich, indem er sprach: 2 So spricht Kores, der König von Persien: Alle Königreiche der Erde hat Jehova, der Gott des Himmels, mir gegeben; und er hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem, das in Juda ist.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hatte durch Jeremia die Rückkehr des Volkes in dessen eigenes Land prophezeit.  Niemals überlässt Gott die Erfüllung seiner Prophezeiungen der Ungewissheit des bloßen menschlichen Willens - nein, das nötige Handeln  übernimmt er selbst.  Und so steht geschrieben, es „erweckte der HERR den Geist des Kores“.  Und damit haben wir die Antwort.  Will der Herr auf der Welt Großes bewirken,  dann tut er das auch, sei es durch einen persischen König, einen Propheten oder einen christlichen Pro-Life-Helfer.  Ausschlaggebend ist die absolute Hoheitsgewalt Gottes über sämtliche Weltreiche.     &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dann geschieht folgendes:  Eine erste Flüchtlingswelle kehrt zurück – über 42.000 Menschen.  Sie beginnen mit dem Tempelbau.  Ihre Feinde in Juda aber stellen sich gegen sie und schreiben dem neuen Kaiser, Artasasta, eine aufrührerische Stadt were gerade wiederaufgebaut (4:12). Daraufhin  lässt Artasasta die Bauarbeiten abbrechen, was allem Anschein nach die Pläne Gottes durchkreuzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott aber hatte einen anderen, einen besseren Plan – o lasset uns lernen, dass unsere mageren und schweren Lebensjahre den Segen Gottes vorbereiten!  In Esra 5:1 entsendet Gott zwei Propheten, Haggai und Sacharja, welche das Volk dazu anregen, mit dem Tempelbau wieder anzufangen.   Die Feinde versuchen es daraufhin mit der gleichen Taktik wie zuvor.  Sie schreiben an Darius, den neuen Kaiser.  Diesmal jedoch geht der Schuss nach hinten los, und wir sehen, warum Gott den Abbruch der Bauarbeiten vorübergehend zugelassen hatte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darius lässt die Reichsarchive durchsuchen und findet die ursprüngliche Anordnung von Kores mit dessen Bewilligung zur Errichtung des Tempels.  In Esra 6:7–8 schreibt er mit einer umwerfend frohen Botschaft zurück – er gewährt den Israeliten mehr, als diese sich je hätten wünschen oder vorstellen können.  Zu den Feinden in Juda sagt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Lasst die Arbeit geschehen an diesem Hause Gottes; der Landpfleger der Juden und die Ältesten der Juden mögen dieses Haus Gottes an seiner früheren Stätte wieder aufbauen. 8 Und von mir wird Befehl gegeben wegen dessen, was ihr diesen Ältesten der Juden für den Bau dieses Hauses Gottes tun sollt; nämlich, von den Gütern des Königs, aus der Steuer jenseits des Stromes, sollen diesen Männern die Kosten pünktlich gegeben werden, damit sie nicht gehindert seien.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für eine Wende!  Was für ein großer Gott! Dabei schien es doch, als hätte der Feind gesiegt.  Tatsächlich aber war es so, dass Gott ganz einfach die geschichtliche Entwicklung in seiner eigenen Zeit so bearbeitete, dass die Feinde den Tempel letzten Endes nicht nur genehmigten, sondern auch bezahlten!  Esra 6:22 macht die große Tatsache deutlich:  “... denn Jehova hatte ihnen Freude gegeben und ihnen das Herz des Königs von Assyrien zugewandt, so dass er ihre Hände stärkte in dem Werke des Hauses Gottes, des Gottes Israels.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott regiert die Herzen von Königen und Kaisern, von Präsidenten, Senatoren und Kongressabgeordneten – sogar die Herzen jener, die ihm nicht trauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ihr, die Ihr geschwächten Sinnes seid, urteilt nicht den Herrn,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vertrauet stattdessen auf seine Gnade,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn hinter einer finsteren Vorsehung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
versteckt er ein lächelndes Antlitz.“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Übersetzt aus “Light Shining out of Darkness” / “God Moves in a Mysterious Way” von Willliam Cowper] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
(A d Ü)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir hier nicht alles lernen können!  Glauben Sie denn, das Absturzjahr 1994 in Bethlehem ist mit keiner göttlich verfügten Rettung verbunden?   Nicht, wenn unser Gott der Gott von Esra ist!  Glauben Sie denn, dass, als vor zwei Jahren ein Pro-Choice-Befürworter zum Präsidenten gewählt wurde, keine göttliche Fügung im Spiel war und es dabei nicht um eine Gerechtigkeit ging, die größer und überwältigender ist, als wir es uns je vorstellen können?  Ist unser Gott der Gott von Esra?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt Esra ins Bild mit Rückblende auf die Regentschaft von Artasasta.  Der König schickt Esra mit anderen aus dem Volk zurück nach Jerusalem.  Laut Esra 7:6 gibt König Artasasta Esra alles, was dessen Herz begehrt, auf die Reise mit – ja, Artasasta, ausgerechnet der König, der den Tempelbau abbrechen ließ – aber warum?  Die Antwort darauf liefert uns Esra in 7:27.  Er betet “Gepriesen sei Jehova, der Gott unserer Väter, der solches in das Herz des Königs gegeben hat, um das Haus Jehovas zu verherrlichen, das in Jerusalem ist“.  Das hatte Gott bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bewirkte es bei Kores (Cyrus) (1:1); er bewirkte es bei Darius und er bewirkte es bei Artasasta (7:27). „Gleich Wasserbächen ist eines Königs Herz in der Hand Jehovas; wohin immer er will, neigt er es.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott regiert die Welt.  Er regiert die Weltgeschichte.  Die unendliche Weisheit seiner Wege können wir nicht begreifen (Römer 11:34–35).  Wollen auch wir weise sein, so müssen wir ihm vertrauen und freudig gehorchen und ihn anbeten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Fasten Esras'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so gelangen wir nun zu dem, was Esra auf dem Weg aus der Gefangenschaft hin nach Jerusalem tat.  Armeegeleit lehnte er ab, damit er vor Artasasta Zeugnis darüber ablegen konnte, wie Gott in seiner Macht und Treue ihn und seine Mitreisenden beschützt hatte.  Nicht den König, sondern Gott ersuchte er um Hilfe, und dies tat er durch Fasten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Esra 8:21–23:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen, um von ihm einen geebneten Weg zu erbitten für uns und für unsere Kinder und für alle unsere Habe. 22 Denn ich schämte mich, von dem König eine Heeresmacht und Reiter zu fordern, um uns gegen den Feind auf dem Wege beizustehen; denn wir hatten zu dem König gesprochen und gesagt: Die Hand unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zum Guten; aber seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen. 23 Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott; und er ließ sich von uns erbitten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vers 21 ist das Fasten ein Ausdruck unserer Demut – also unser Gefühl vollkommener Abhängigkeit von Gott in all unseren Bedürfnissen.  „Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen...“  Und glauben Sie mir, wir sind vollkommen von Gott abhängig, wollen wir bewirken, dass im Kampf um die Unverletzbarkeit des Lebens verdunkelte Seelen zum Licht des Lebens erweckt werden.  Logisches Argumentieren ist zwar von erheblicher Bedeutung, doch selbst die allerbeste Argumentation läuft Gefahr, wie oben beschrieben gefangen genommen, verdreht und auf den Kopf gestellt zu werden – es sei denn, Gott, der allmächtige Herr, durchwirkt Herz und Verstand (wie bei Kores, Darius und  Artasasta). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in Vers 23 ist das Fasten ein Ausdruck der todernsten Anrufung Gottes.   “Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott...“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung steht am Ende von Vers 23: “und er ließ sich von uns erbitten“.  Und sie und ihre Kinder kamen sicher nach Hause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bitte Sie inständig, mit mir beim Herrn zu erfragen, wie wir mit Hilfe von Fasten die unser Volk umzingelnde Verdunkelung in Bezug auf Abtreibung durchbrechen können.  Möglicherweise ruft der Herr die Kirche nicht nur zu einem Allgemein-Fasten für ein großes Erwachen in unserem Lande auf, sondern auch zu einem Fasten eigens zum Schutze unserer Kleinen.  Wir brauchen den Herrn nur zu fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 20:38:38 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Fasten_Zum_Schutze_Unserer_Kleinen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Fasten Zum Schutze Unserer Kleinen</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Fasten_Zum_Schutze_Unserer_Kleinen</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Fasting for the Safety of the Little Ones}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Esra 8:21-23'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen, um von ihm einen geebneten Weg zu erbitten für uns und für unsere Kinder und für alle unsere Habe. Denn ich schämte mich, von dem König eine Heeresmacht und Reiter zu fordern, um uns gegen den Feind auf dem Wege beizustehen; denn wir hatten zu dem König gesprochen und gesagt: Die Hand unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zum Guten; aber seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen. Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott; und er ließ sich von uns erbitten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht es mir heute Morgen nicht hauptsächlich darum, all die Argumente zu durchstöbern, welche wir im Laufe der Jahre zugunsten von „Pro-Life“  gepredigt und geschrieben haben.  Begründungen hierfür finden sich in der Bibel, Medizin, Wissenschaft, Philosophie, im Rechtswesen und auch in der Psychologie.  Bemerkenswert ist für mich jedoch, dass jedesmal, wenn sich der Fall Roe - Wade   von neuem jährt, auch neue Argumente gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch zum Vorschein kommen, weil das Recht, eine Schwangerschaft sogar bis kurz vor der Geburt noch abbrechen zu dürfen, ganz offensichtlich ein grobes Unrecht ist.  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Hier nur ein Beispiel zur Veranschaulichung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''A Aktuelle Darstellung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Debatte steht derzeit die Entnahme von Organen behinderter Säuglinge, welche ohne Gehirn geboren wurden. Infolge dieser als Anenzephalie bezeichneten Fehlbildung wird ein normales Leben unmöglich und die Lebenserwartung auf lediglich einige Tage, höchstensfalls Wochen reduziert.  In diesem Zusammenhang sagte doch tatsächlich jemand: „Die Lebensqualität eines solchen Kindes ist so gering, dass aus moralischer Sicht seine ohnehin wenigen Lebenstage ruhig geopfert können, wenn damit ein anderes Menschenleben gerettet wird.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein unheilvolles Omen, denkt man dabei an alle behinderten und alternden Menschen, insbesondere daran, wie diese Menschen im Entscheidungsprozess darüber, welche Lebensqualität einem Leben Unverletzbarkeit und Schutz zusichert, immer verletzbarer und schutzloser werden.   Das gewichtigste Argument für den Schutz des ungeborenen Lebens aber liegt genau darin, wie die ACLU  die vermeintliche Zulässigkeit der Nutzung von anenzephalitischen Babies als Organ-Zwangsspender (wie z.B. Herzentnahme) noch vor deren natürlichem Tod argumentiert.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrzehntelang schon vertritt Pro-Life den Standpunkt, es bestehe ethisch gesehen kein Unterschied zwischen einem Baby im Mutterleib und einem Neugeborenen, also während der Wochen unmittelbar vor bzw. nach der Geburt.  Wird also behauptet, die Tötung eines Babys im Mutterleib sei noch legale Abtreibung, gleich nach der Geburt aber schon Mord, dann klingt dies aus Perspektive des Kindes wohl extrem tyrannisch.  Hieraus ergibt sich ein Argument, dass sich als starke Befürwortungsbasis zugunsten der Achtung vor ungeborenem Leben etabliert hat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem gleichen Argument wirbt jetzt auch die ACLU - allerdings in Gegenrichtung.  Ziel ihrer Strategie ist die Rechtfertigung der Tötung bestimmter Babys gleich nach der Geburt, wobei als Widersprüchlichkeit aufgezeigt werden soll, dass einerseits ein Schwangerschaftsabbruch bis unmittelbar vor der Geburt zulässig ist, andererseits aber das Leben eines anenzephalitischen Kindes selbst dann nicht beendet werden darf, wenn durch seine Organe andere Menschenleben gerettet werden könnten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wortwörtlich sagt die ACLU: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es gibt absolut keinen moralisch bedeutenden Unterschied im Foetus zwischen den Zeitpunkten unmittelbar vor bzw. nach der Geburt.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet also das von der Pro-Life-Bewegung seit Jahren vertretene Argument zwar Anerkennung, jedoch nicht, um ungeborenes Leben zu schützen, sondern, um neugeborenem Leben Schutz zu entziehen.  „Wenn es doch zwischen geborenem und ungeborenem Leben sowieso keinen Unterschied gibt und wir die Abtreibung von ungeborenem Leben zulassen, dann sollten wir in bestimmten Fällen wohl auch die Tötung von bereits geborenem Leben zulassen“ – so die ACLU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fasten ins Bild kommen sollte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau an diesem Punkt schiebt sich nun das christliche Fasten in all seiner durchdringenden Ernsthaftigkeit ins Bild.  Zumindest würde ich es für uns gerne ins Bild schieben.  Wir haben es mit einem schweren Übel zu tun, mit einer moralisch gesehen abscheulichen Zweckentfremdung, denn schließlich wird dabei ja einer der triftigsten Gründe für ein Abtreibungsverbot als Rechtfertigung für Kindermord missbraucht.  Ein weiterer Beweis, dass im  Abtreibungsgewerbe  eine große Verdunkelung herrscht, eine menschliche Geistesfinsternis, über die Paulus im Römerbrief schreibt „...hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn...“  (Römer 1:28) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute Morgen möchte ich nun nahelegen, dass die christliche Kirche noch nicht alle Mittel ausgeschöpft hat, die uns zur Bewältigung dieser Verdunkelung zur Verfügung stehen.  Haben wir denn schon fastend den Herrn angerufen und zu ihm um Gesundung des Verstands, Rückkehr des Lichts und Schutz unserer Kleinen gebetet?  Ehrlich gesagt habe ich in all den Jahren, in denen ich Pro-Life nun schon unterstütze, noch nie ernsthaft spezifisch für die moralische und geistig-seelische Erneuerung gefastet, welche angesichts einer solchen Verfinsterung nötig ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Damit wir uns richtig verstehen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens glaube ich an den breitgefächerten gewaltlosen Einsatz der Pro-Life-Bewegung, wobei ich wegen der gegenwärtigen Stimmungslage das Wort „gewaltlos“ besonders betonen möchte.  Mit Kugelschüssen lässt sich dieser Krieg nicht gewinnen.  Nein, das geht nur mit Gebrochenheit, Demut und Opfer.  Gewonnen wird er, wenn wir uns in unserem Leiden mit den kleinen Lebewesen identifizieren, nicht mit ihren Abtreibern.  Und vielleicht ist dies auch ein Aufruf zu einer neuen Art des Fastens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens glaube ich, dass Aufklärungsarbeit gut ist, und begeistert hat mich dabei &amp;quot;She's a Child Not a Choice&amp;quot; , ein hervorragendes Beiblatt, das im Oktober und November letzten Jahres an 900.000 Haushalte verteilt wurde.  Informative Aktionen dieser Art brauchen wir immer und immer wieder.  Auch hier gelten die Worte Jesu „und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes-Evangelium 8:32).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens glaube ich, dass es gut ist, wenn Pro-Life-Vertreter politisch aktiv sind.  Auf Weisung Gottes dienen Regierungen dazu, das Volk vor Gewalt zu schützen  (Römer 13:3f.).  Für viele von uns war dies das Bemerkenswerteste und Erfreulichste an den Wahlen im letzten Herbst:  Kein einziger der als Senatoren, Mitglieder des Repräsentantenhauses oder Landesgouverneure amtierenden Pro-Life-Befürworter, ob Republikaner oder Demokrat, wurde bei der Wahl von einem Pro-Choice -Befürworter besiegt.   Dagegen verloren ungefähr 30 amtierende Kongressmitglieder aus den Reihen der Pro-Choice-Befürworter ihren Sitz an Pro-Life-Kandidaten. Davon wurde meines Wissens in den Medien nicht berichtet – auch so äußert sich Verdunkelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viertens glaube ich an Schwangerschafts-Krisenbetreuung, und daher liegt unserem Merkblatt ein  Informationsanhang von CareNet  bei.  Diese Mission bemüht sich um Prävention durch mitfühlende Anteilnahme für Frauen in Not (Lukas 7:48-50) und ist landesweit tausendfach mit Zentren und Gruppen vertreten.  Das Volk Christi reicht die Hand – mit greif- und umsetzbaren Alternativen zur Abtreibung.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünftens glaube ich an das sogenannte „Sidewalk Counseling“ .  Immer wieder erfährt man, dass Frauen zur elften Stunde, ganz knapp vor ihrem Abtreibungstermin, die Wahrheit erfuhren und so doch noch rechtzeitig zur Rettung ihres Kindes und Gewissens überredet werden konnten. (Näheres bei Pro-Life Action Ministries, Tel. 612-771-1500.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Wurzel liegt in Geist und Seele'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am tiefsten verankert ist die vorliegende Problematik in Geist und Seele -  der Verfinsterung und Verdorbenheit in des Menschen Herz und Verstand. Meine Empfehlung heute Morgen ist es, den Fastenaufruf zum Schutze unserer Kleinen ernsthaft zu erwägen.  Dass wir also mit Fasten den Herrn anrufen und von ihm jene gnadenreiche, kraftvolle, befreiende Erneuerung des menschlichen Geistes erbitten, durch die ein Mensch aufwacht und sagt:  „Wie kann ich es nur wagen, wegen der Ähnlichkeit zwischen geborenem und ungeborenem Leben dafür einzutreten, die Geborenen zu töten und den Ungeborenen jeglichen Schutz zu verweigern?  Das werde ich nicht mehr tun.  Und ich werde zum Herrn, Jesus Christus, um Vergebung meiner Sünden und ein neues Leben beten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahre Herzenserneuerung richtet ihren Blick auf Jesus für die Vergebung aller Sünden, das Geschenk des ewigen Lebens und die Kraft, einen gottgefälligen Weg zu gehen.  Wird unser Herzensruf, mit dem wir eine solche Gewissens- und Glaubenserweckung erflehen, durch Fasten möglicherweise noch voller,  ernsthafter und fruchtbarer?    Und ist es nicht das, was wir in diesen Tagen erleben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie es sich zu Zeiten Esras begab'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Idee kam mir bei Esra 8:21–23.  Damit der Text mit der vollen von Esra verliehenen Wucht bei Ihnen ankommt, hier vorab der glaubensbildende Hintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott regiert und versetzt Weltreiche'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Jahrzehnten schon waren die Israeliten im Zwangsexil, jetzt jedoch war die Zeit ihrer Heilung gekommen.  Wie aber sollte dies geschehen?  Im riesigen persischen Weltreich waren sie nichts als eine winzige, unbedeutende ethnische Minderheit.  Genau darum geht es in den ersten acht Kapiteln dieses Buches Esra.  &lt;br /&gt;
Schauen wir uns zuerst Esra 1:1–2 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Und im ersten Jahre des Kores (Cyrus), des Königs von Persien, damit das Wort Jehovas aus dem Munde Jeremias erfüllt würde, erweckte Jehova den Geist des Kores, des Königs von Persien; und er ließ einen Ruf ergehen durch sein ganzes Königreich, und zwar auch schriftlich, indem er sprach: 2 So spricht Kores, der König von Persien: Alle Königreiche der Erde hat Jehova, der Gott des Himmels, mir gegeben; und er hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem, das in Juda ist.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hatte durch Jeremia die Rückkehr des Volkes in dessen eigenes Land prophezeit.  Niemals überlässt Gott die Erfüllung seiner Prophezeiungen der Ungewissheit des bloßen menschlichen Willens - nein, das nötige Handeln  übernimmt er selbst.  Und so steht geschrieben, es „erweckte der HERR den Geist des Kores“.  Und damit haben wir die Antwort.  Will der Herr auf der Welt Großes bewirken,  dann tut er das auch, sei es durch einen persischen König, einen Propheten oder einen christlichen Pro-Life-Helfer.  Ausschlaggebend ist die absolute Hoheitsgewalt Gottes über sämtliche Weltreiche.     &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dann geschieht folgendes:  Eine erste Flüchtlingswelle kehrt zurück – über 42.000 Menschen.  Sie beginnen mit dem Tempelbau.  Ihre Feinde in Juda aber stellen sich gegen sie und schreiben dem neuen Kaiser, Artasasta, eine aufrührerische Stadt were gerade wiederaufgebaut (4:12). Daraufhin  lässt Artasasta die Bauarbeiten abbrechen, was allem Anschein nach die Pläne Gottes durchkreuzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott aber hatte einen anderen, einen besseren Plan – o lasset uns lernen, dass unsere mageren und schweren Lebensjahre den Segen Gottes vorbereiten!  In Esra 5:1 entsendet Gott zwei Propheten, Haggai und Sacharja, welche das Volk dazu anregen, mit dem Tempelbau wieder anzufangen.   Die Feinde versuchen es daraufhin mit der gleichen Taktik wie zuvor.  Sie schreiben an Darius, den neuen Kaiser.  Diesmal jedoch geht der Schuss nach hinten los, und wir sehen, warum Gott den Abbruch der Bauarbeiten vorübergehend zugelassen hatte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darius lässt die Reichsarchive durchsuchen und findet die ursprüngliche Anordnung von Kores mit dessen Bewilligung zur Errichtung des Tempels.  In Esra 6:7–8 schreibt er mit einer umwerfend frohen Botschaft zurück – er gewährt den Israeliten mehr, als diese sich je hätten wünschen oder vorstellen können.  Zu den Feinden in Juda sagt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Lasst die Arbeit geschehen an diesem Hause Gottes; der Landpfleger der Juden und die Ältesten der Juden mögen dieses Haus Gottes an seiner früheren Stätte wieder aufbauen. 8 Und von mir wird Befehl gegeben wegen dessen, was ihr diesen Ältesten der Juden für den Bau dieses Hauses Gottes tun sollt; nämlich, von den Gütern des Königs, aus der Steuer jenseits des Stromes, sollen diesen Männern die Kosten pünktlich gegeben werden, damit sie nicht gehindert seien.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für eine Wende!  Was für ein großer Gott! Dabei schien es doch, als hätte der Feind gesiegt.  Tatsächlich aber war es so, dass Gott ganz einfach die geschichtliche Entwicklung in seiner eigenen Zeit so bearbeitete, dass die Feinde den Tempel letzten Endes nicht nur genehmigten, sondern auch bezahlten!  Esra 6:22 macht die große Tatsache deutlich:  “... denn Jehova hatte ihnen Freude gegeben und ihnen das Herz des Königs von Assyrien zugewandt, so dass er ihre Hände stärkte in dem Werke des Hauses Gottes, des Gottes Israels.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott regiert die Herzen von Königen und Kaisern, von Präsidenten, Senatoren und Kongressabgeordneten – sogar die Herzen jener, die ihm nicht trauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ihr, die Ihr geschwächten Sinnes seid, urteilt nicht den Herrn,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vertrauet stattdessen auf seine Gnade,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn hinter einer finsteren Vorsehung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
versteckt er ein lächelndes Antlitz.“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Übersetzt aus “Light Shining out of Darkness” / “God Moves in a Mysterious Way” von Willliam Cowper] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
(A d Ü)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir hier nicht alles lernen können!  Glauben Sie denn, das Absturzjahr 1994 in Bethlehem ist mit keiner göttlich verfügten Rettung verbunden?   Nicht, wenn unser Gott der Gott von Esra ist!  Glauben Sie denn, dass, als vor zwei Jahren ein Pro-Choice-Befürworter zum Präsidenten gewählt wurde, keine göttliche Fügung im Spiel war und es dabei nicht um eine Gerechtigkeit ging, die größer und überwältigender ist, als wir es uns je vorstellen können?  Ist unser Gott der Gott von Esra?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt Esra ins Bild mit Rückblende auf die Regentschaft von Artasasta.  Der König schickt Esra mit anderen aus dem Volk zurück nach Jerusalem.  Laut Esra 7:6 gibt König Artasasta Esra alles, was dessen Herz begehrt, auf die Reise mit – ja, Artasasta, ausgerechnet der König, der den Tempelbau abbrechen ließ – aber warum?  Die Antwort darauf liefert uns Esra in 7:27.  Er betet “Gepriesen sei Jehova, der Gott unserer Väter, der solches in das Herz des Königs gegeben hat, um das Haus Jehovas zu verherrlichen, das in Jerusalem ist“.  Das hatte Gott bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bewirkte es bei Kores (Cyrus) (1:1); er bewirkte es bei Darius und er bewirkte es bei Artasasta (7:27). „Gleich Wasserbächen ist eines Königs Herz in der Hand Jehovas; wohin immer er will, neigt er es.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott regiert die Welt.  Er regiert die Weltgeschichte.  Die unendliche Weisheit seiner Wege können wir nicht begreifen (Römer 11:34–35).  Wollen auch wir weise sein, so müssen wir ihm vertrauen und freudig gehorchen und ihn anbeten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Fasten Esras'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so gelangen wir nun zu dem, was Esra auf dem Weg aus der Gefangenschaft hin nach Jerusalem tat.  Armeegeleit lehnte er ab, damit er vor Artasasta Zeugnis darüber ablegen konnte, wie Gott in seiner Macht und Treue ihn und seine Mitreisenden beschützt hatte.  Nicht den König, sondern Gott ersuchte er um Hilfe, und dies tat er durch Fasten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Esra 8:21–23:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen, um von ihm einen geebneten Weg zu erbitten für uns und für unsere Kinder und für alle unsere Habe. 22 Denn ich schämte mich, von dem König eine Heeresmacht und Reiter zu fordern, um uns gegen den Feind auf dem Wege beizustehen; denn wir hatten zu dem König gesprochen und gesagt: Die Hand unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zum Guten; aber seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen. 23 Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott; und er ließ sich von uns erbitten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vers 21 ist das Fasten ein Ausdruck unserer Demut – also unser Gefühl vollkommener Abhängigkeit von Gott in all unseren Bedürfnissen.  „Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen...“  Und glauben Sie mir, wir sind vollkommen von Gott abhängig, wollen wir bewirken, dass im Kampf um die Unverletzbarkeit des Lebens verdunkelte Seelen zum Licht des Lebens erweckt werden.  Logisches Argumentieren ist zwar von erheblicher Bedeutung, doch selbst die allerbeste Argumentation läuft Gefahr, wie oben beschrieben gefangen genommen, verdreht und auf den Kopf gestellt zu werden – es sei denn, Gott, der allmächtige Herr, durchwirkt Herz und Verstand (wie bei Kores, Darius und  Artasasta). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in Vers 23 ist das Fasten ein Ausdruck der todernsten Anrufung Gottes.   “Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott...“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung steht am Ende von Vers 23: “und er ließ sich von uns erbitten“.  Und sie und ihre Kinder kamen sicher nach Hause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bitte Sie inständig, mit mir beim Herrn zu erfragen, wie wir mit Hilfe von Fasten die unser Volk umzingelnde Verdunkelung in Bezug auf Abtreibung durchbrechen können.  Möglicherweise ruft der Herr die Kirche nicht nur zu einem Allgemein-Fasten für ein großes Erwachen in unserem Lande auf, sondern auch zu einem Fasten eigens zum Schutze unserer Kleinen.  Wir brauchen den Herrn nur zu fragen.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 19:00:15 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Fasten_Zum_Schutze_Unserer_Kleinen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Fasten Zum Schutze Unserer Kleinen</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Fasten_Zum_Schutze_Unserer_Kleinen</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Fasting for the Safety of the Little Ones}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Esra 8:21-23'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen, um von ihm einen geebneten Weg zu erbitten für uns und für unsere Kinder und für alle unsere Habe. Denn ich schämte mich, von dem König eine Heeresmacht und Reiter zu fordern, um uns gegen den Feind auf dem Wege beizustehen; denn wir hatten zu dem König gesprochen und gesagt: Die Hand unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zum Guten; aber seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen. Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott; und er ließ sich von uns erbitten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht es mir heute Morgen nicht hauptsächlich darum, all die Argumente zu durchstöbern, welche wir im Laufe der Jahre zugunsten von „Pro-Life“  gepredigt und geschrieben haben.  Begründungen hierfür finden sich in der Bibel, Medizin, Wissenschaft, Philosophie, im Rechtswesen und auch in der Psychologie.  Bemerkenswert ist für mich jedoch, dass jedesmal, wenn sich der Fall Roe - Wade   von neuem jährt, auch neue Argumente gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch zum Vorschein kommen, weil das Recht, eine Schwangerschaft sogar bis kurz vor der Geburt noch abbrechen zu dürfen, ganz offensichtlich ein grobes Unrecht ist.  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Hier nur ein Beispiel zur Veranschaulichung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''A Aktuelle Darstellung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Debatte steht derzeit die Entnahme von Organen behinderter Säuglinge, welche ohne Gehirn geboren wurden. Infolge dieser als Anenzephalie bezeichneten Fehlbildung wird ein normales Leben unmöglich und die Lebenserwartung auf lediglich einige Tage, höchstensfalls Wochen reduziert.  In diesem Zusammenhang sagte doch tatsächlich jemand: „Die Lebensqualität eines solchen Kindes ist so gering, dass aus moralischer Sicht seine ohnehin wenigen Lebenstage ruhig geopfert können, wenn damit ein anderes Menschenleben gerettet wird.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein unheilvolles Omen, denkt man dabei an alle behinderten und alternden Menschen, insbesondere daran, wie diese Menschen im Entscheidungsprozess darüber, welche Lebensqualität einem Leben Unverletzbarkeit und Schutz zusichert, immer verletzbarer und schutzloser werden.   Das gewichtigste Argument für den Schutz des ungeborenen Lebens aber liegt genau darin, wie die ACLU  die vermeintliche Zulässigkeit der Nutzung von anenzephalitischen Babies als Organ-Zwangsspender (wie z.B. Herzentnahme) noch vor deren natürlichem Tod argumentiert.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrzehntelang schon vertritt Pro-Life den Standpunkt, es bestehe ethisch gesehen kein Unterschied zwischen einem Baby im Mutterleib und einem Neugeborenen, also während der Wochen unmittelbar vor bzw. nach der Geburt.  Wird also behauptet, die Tötung eines Babys im Mutterleib sei noch legale Abtreibung, gleich nach der Geburt aber schon Mord, dann klingt dies aus Perspektive des Kindes wohl extrem tyrannisch.  Hieraus ergibt sich ein Argument, dass sich als starke Befürwortungsbasis zugunsten der Achtung vor ungeborenem Leben etabliert hat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem gleichen Argument wirbt jetzt auch die ACLU - allerdings in Gegenrichtung.  Ziel ihrer Strategie ist die Rechtfertigung der Tötung bestimmter Babys gleich nach der Geburt, wobei als Widersprüchlichkeit aufgezeigt werden soll, dass einerseits ein Schwangerschaftsabbruch bis unmittelbar vor der Geburt zulässig ist, andererseits aber das Leben eines anenzephalitischen Kindes selbst dann nicht beendet werden darf, wenn durch seine Organe andere Menschenleben gerettet werden könnten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wortwörtlich sagt die ACLU: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es gibt absolut keinen moralisch bedeutenden Unterschied im Foetus zwischen den Zeitpunkten unmittelbar vor bzw. nach der Geburt.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet also das von der Pro-Life-Bewegung seit Jahren vertretene Argument zwar Anerkennung, jedoch nicht, um ungeborenes Leben zu schützen, sondern, um neugeborenem Leben Schutz zu entziehen.  „Wenn es doch zwischen geborenem und ungeborenem Leben sowieso keinen Unterschied gibt und wir die Abtreibung von ungeborenem Leben zulassen, dann sollten wir in bestimmten Fällen wohl auch die Tötung von bereits geborenem Leben zulassen“ – so die ACLU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fasten ins Bild kommen sollte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau an diesem Punkt schiebt sich nun das christliche Fasten in all seiner durchdringenden Ernsthaftigkeit ins Bild.  Zumindest würde ich es für uns gerne ins Bild schieben.  Wir haben es mit einem schweren Übel zu tun, mit einer moralisch gesehen abscheulichen Zweckentfremdung, denn schließlich wird dabei ja einer der triftigsten Gründe für ein Abtreibungsverbot als Rechtfertigung für Kindermord missbraucht.  Ein weiterer Beweis, dass im  Abtreibungsgewerbe  eine große Verdunkelung herrscht, eine menschliche Geistesfinsternis, über die Paulus im Römerbrief schreibt „...hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn...“  (Römer 1:28) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute Morgen möchte ich nun nahelegen, dass die christliche Kirche noch nicht alle Mittel ausgeschöpft hat, die uns zur Bewältigung dieser Verdunkelung zur Verfügung stehen.  Haben wir denn schon fastend den Herrn angerufen und zu ihm um Gesundung des Verstands, Rückkehr des Lichts und Schutz unserer Kleinen gebetet?  Ehrlich gesagt habe ich in all den Jahren, in denen ich Pro-Life nun schon unterstütze, noch nie ernsthaft spezifisch für die moralische und geistig-seelische Erneuerung gefastet, welche angesichts einer solchen Verfinsterung nötig ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Damit wir uns richtig verstehen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens glaube ich an den breitgefächerten gewaltlosen Einsatz der Pro-Life-Bewegung, wobei ich wegen der gegenwärtigen Stimmungslage das Wort „gewaltlos“ besonders betonen möchte.  Mit Kugelschüssen lässt sich dieser Krieg nicht gewinnen.  Nein, das geht nur mit Gebrochenheit, Demut und Opfer.  Gewonnen wird er, wenn wir uns in unserem Leiden mit den kleinen Lebewesen identifizieren, nicht mit ihren Abtreibern.  Und vielleicht ist dies auch ein Aufruf zu einer neuen Art des Fastens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens glaube ich, dass Aufklärungsarbeit gut ist, und begeistert hat mich dabei &amp;quot;She's a Child Not a Choice&amp;quot; , ein hervorragendes Beiblatt, das im Oktober und November letzten Jahres an 900.000 Haushalte verteilt wurde.  Informative Aktionen dieser Art brauchen wir immer und immer wieder.  Auch hier gelten die Worte Jesu „und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes-Evangelium 8:32).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens glaube ich, dass es gut ist, wenn Pro-Life-Vertreter politisch aktiv sind.  Auf Weisung Gottes dienen Regierungen dazu, das Volk vor Gewalt zu schützen  (Römer 13:3f.).  Für viele von uns war dies das Bemerkenswerteste und Erfreulichste an den Wahlen im letzten Herbst:  Kein einziger der als Senatoren, Mitglieder des Repräsentantenhauses oder Landesgouverneure amtierenden Pro-Life-Befürworter, ob Republikaner oder Demokrat, wurde bei der Wahl von einem Pro-Choice -Befürworter besiegt.   Dagegen verloren ungefähr 30 amtierende Kongressmitglieder aus den Reihen der Pro-Choice-Befürworter ihren Sitz an Pro-Life-Kandidaten. Davon wurde meines Wissens in den Medien nicht berichtet – auch so äußert sich Verdunkelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viertens glaube ich an Schwangerschafts-Krisenbetreuung, und daher liegt unserem Merkblatt ein  Informationsanhang von CareNet  bei.  Diese Mission bemüht sich um Prävention durch mitfühlende Anteilnahme für Frauen in Not (Lukas 7:48-50) und ist landesweit tausendfach mit Zentren und Gruppen vertreten.  Das Volk Christi reicht die Hand – mit greif- und umsetzbaren Alternativen zur Abtreibung.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünftens glaube ich an das sogenannte „Sidewalk Counseling“ .  Immer wieder erfährt man, dass Frauen zur elften Stunde, ganz knapp vor ihrem Abtreibungstermin, die Wahrheit erfuhren und so doch noch rechtzeitig zur Rettung ihres Kindes und Gewissens überredet werden konnten. (Näheres bei Pro-Life Action Ministries, Tel. 612-771-1500.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Wurzel liegt in Geist und Seele'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am tiefsten verankert ist die vorliegende Problematik in Geist und Seele -  der Verfinsterung und Verdorbenheit in des Menschen Herz und Verstand. Meine Empfehlung heute Morgen ist es, den Fastenaufruf zum Schutze unserer Kleinen ernsthaft zu erwägen.  Dass wir also mit Fasten den Herrn anrufen und von ihm jene gnadenreiche, kraftvolle, befreiende Erneuerung des menschlichen Geistes erbitten, durch die ein Mensch aufwacht und sagt:  „Wie kann ich es nur wagen, wegen der Ähnlichkeit zwischen geborenem und ungeborenem Leben dafür einzutreten, die Geborenen zu töten und den Ungeborenen jeglichen Schutz zu verweigern?  Das werde ich nicht mehr tun.  Und ich werde zum Herrn, Jesus Christus, um Vergebung meiner Sünden und ein neues Leben beten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahre Herzenserneuerung richtet ihren Blick auf Jesus für die Vergebung aller Sünden, das Geschenk des ewigen Lebens und die Kraft, einen gottgefälligen Weg zu gehen.  Wird unser Herzensruf, mit dem wir eine solche Gewissens- und Glaubenserweckung erflehen, durch Fasten möglicherweise noch voller,  ernsthafter und fruchtbarer?    Und ist es nicht das, was wir in diesen Tagen erleben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie es sich zu Zeiten Esras begab'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Idee kam mir bei Esra 8:21–23.  Damit der Text mit der vollen von Esra verliehenen Wucht bei Ihnen ankommt, hier vorab der glaubensbildende Hintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott regiert und versetzt Weltreiche'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Jahrzehnten schon waren die Israeliten im Zwangsexil, jetzt jedoch war die Zeit ihrer Heilung gekommen.  Wie aber sollte dies geschehen?  Im riesigen persischen Weltreich waren sie nichts als eine winzige, unbedeutende ethnische Minderheit.  Genau darum geht es in den ersten acht Kapiteln dieses Buches Esra.  &lt;br /&gt;
Schauen wir uns zuerst Esra 1:1–2 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Und im ersten Jahre des Kores (Cyrus), des Königs von Persien, damit das Wort Jehovas aus dem Munde Jeremias erfüllt würde, erweckte Jehova den Geist des Kores, des Königs von Persien; und er ließ einen Ruf ergehen durch sein ganzes Königreich, und zwar auch schriftlich, indem er sprach: 2 So spricht Kores, der König von Persien: Alle Königreiche der Erde hat Jehova, der Gott des Himmels, mir gegeben; und er hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem, das in Juda ist.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hatte durch Jeremia die Rückkehr des Volkes in dessen eigenes Land prophezeit.  Niemals überlässt Gott die Erfüllung seiner Prophezeiungen der Ungewissheit des bloßen menschlichen Willens - nein, das nötige Handeln  übernimmt er selbst.  Und so steht geschrieben, es „erweckte der HERR den Geist des Kores“.  Und damit haben wir die Antwort.  Will der Herr auf der Welt Großes bewirken,  dann tut er das auch, sei es durch einen persischen König, einen Propheten oder einen christlichen Pro-Life-Helfer.  Ausschlaggebend ist die absolute Hoheitsgewalt Gottes über sämtliche Weltreiche.     &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dann geschieht folgendes:  Eine erste Flüchtlingswelle kehrt zurück – über 42.000 Menschen.  Sie beginnen mit dem Tempelbau.  Ihre Feinde in Juda aber stellen sich gegen sie und schreiben dem neuen Kaiser, Artasasta, eine aufrührerische Stadt were gerade wiederaufgebaut (4:12). Daraufhin  lässt Artasasta die Bauarbeiten abbrechen, was allem Anschein nach die Pläne Gottes durchkreuzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott aber hatte einen anderen, einen besseren Plan – o lasset uns lernen, dass unsere mageren und schweren Lebensjahre den Segen Gottes vorbereiten!  In Esra 5:1 entsendet Gott zwei Propheten, Haggai und Sacharja, welche das Volk dazu anregen, mit dem Tempelbau wieder anzufangen.   Die Feinde versuchen es daraufhin mit der gleichen Taktik wie zuvor.  Sie schreiben an Darius, den neuen Kaiser.  Diesmal jedoch geht der Schuss nach hinten los, und wir sehen, warum Gott den Abbruch der Bauarbeiten vorübergehend zugelassen hatte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darius lässt die Reichsarchive durchsuchen und findet die ursprüngliche Anordnung von Kores mit dessen Bewilligung zur Errichtung des Tempels.  In Esra 6:7–8 schreibt er mit einer umwerfend frohen Botschaft zurück – er gewährt den Israeliten mehr, als diese sich je hätten wünschen oder vorstellen können.  Zu den Feinden in Juda sagt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Lasst die Arbeit geschehen an diesem Hause Gottes; der Landpfleger der Juden und die Ältesten der Juden mögen dieses Haus Gottes an seiner früheren Stätte wieder aufbauen. 8 Und von mir wird Befehl gegeben wegen dessen, was ihr diesen Ältesten der Juden für den Bau dieses Hauses Gottes tun sollt; nämlich, von den Gütern des Königs, aus der Steuer jenseits des Stromes, sollen diesen Männern die Kosten pünktlich gegeben werden, damit sie nicht gehindert seien.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für eine Wende!  Was für ein großer Gott! Dabei schien es doch, als hätte der Feind gesiegt.  Tatsächlich aber war es so, dass Gott ganz einfach die geschichtliche Entwicklung in seiner eigenen Zeit so bearbeitete, dass die Feinde den Tempel letzten Endes nicht nur genehmigten, sondern auch bezahlten!  Esra 6:22 macht die große Tatsache deutlich:  “... denn Jehova hatte ihnen Freude gegeben und ihnen das Herz des Königs von Assyrien zugewandt, so dass er ihre Hände stärkte in dem Werke des Hauses Gottes, des Gottes Israels.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott regiert die Herzen von Königen und Kaisern, von Präsidenten, Senatoren und Kongressabgeordneten – sogar die Herzen jener, die ihm nicht trauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ihr, die Ihr geschwächten Sinnes seid, urteilt nicht den Herrn,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vertrauet stattdessen auf seine Gnade,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn hinter einer finsteren Vorsehung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
versteckt er ein lächelndes Antlitz.“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Übersetzt aus “Light Shining out of Darkness” / “God Moves in a Mysterious Way” von Willliam Cowper] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
(A d Ü)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir hier nicht alles lernen können!  Glauben Sie denn, das Absturzjahr 1994 in Bethlehem ist mit keiner göttlich verfügten Rettung verbunden?   Nicht, wenn unser Gott der Gott von Esra ist!  Glauben Sie denn, dass, als vor zwei Jahren ein Pro-Choice-Befürworter zum Präsidenten gewählt wurde, keine göttliche Fügung im Spiel war und es dabei nicht um eine Gerechtigkeit ging, die größer und überwältigender ist, als wir es uns je vorstellen können?  Ist unser Gott der Gott von Esra?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt Esra ins Bild mit Rückblende auf die Regentschaft von Artasasta.  Der König schickt Esra mit anderen aus dem Volk zurück nach Jerusalem.  Laut Esra 7:6 gibt König Artasasta Esra alles, was dessen Herz begehrt, auf die Reise mit – ja, Artasasta, ausgerechnet der König, der den Tempelbau abbrechen ließ – aber warum?  Die Antwort darauf liefert uns Esra in 7:27.  Er betet “Gepriesen sei Jehova, der Gott unserer Väter, der solches in das Herz des Königs gegeben hat, um das Haus Jehovas zu verherrlichen, das in Jerusalem ist“.  Das hatte Gott bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bewirkte es bei Kores (Cyrus) (1:1); er bewirkte es bei Darius und er bewirkte es bei Artasasta (7:27). „Gleich Wasserbächen ist eines Königs Herz in der Hand Jehovas; wohin immer er will, neigt er es.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott regiert die Welt.  Er regiert die Weltgeschichte.  Die unendliche Weisheit seiner Wege können wir nicht begreifen (Römer 11:34–35).  Wollen auch wir weise sein, so müssen wir ihm vertrauen und freudig gehorchen und ihn anbeten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Fasten Esras'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so gelangen wir nun zu dem, was Esra auf dem Weg aus der Gefangenschaft hin nach Jerusalem tat.  Armeegeleit lehnte er ab, damit er vor Artasasta Zeugnis darüber ablegen konnte, wie Gott in seiner Macht und Treue ihn und seine Mitreisenden beschützt hatte.  Nicht den König, sondern Gott ersuchte er um Hilfe, und dies tat er durch Fasten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Esra 8:21–23:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen, um von ihm einen geebneten Weg zu erbitten für uns und für unsere Kinder und für alle unsere Habe. 22 Denn ich schämte mich, von dem König eine Heeresmacht und Reiter zu fordern, um uns gegen den Feind auf dem Wege beizustehen; denn wir hatten zu dem König gesprochen und gesagt: Die Hand unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zum Guten; aber seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen. 23 Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott; und er ließ sich von uns erbitten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vers 21 ist das Fasten ein Ausdruck unserer Demut – also unser Gefühl vollkommener Abhängigkeit von Gott in all unseren Bedürfnissen.  „Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen...“  Und glauben Sie mir, wir sind vollkommen von Gott abhängig, wollen wir bewirken, dass im Kampf um die Unverletzbarkeit des Lebens verdunkelte Seelen zum Licht des Lebens erweckt werden.  Logisches Argumentieren ist zwar von erheblicher Bedeutung, doch selbst die allerbeste Argumentation läuft Gefahr, wie oben beschrieben gefangen genommen, verdreht und auf den Kopf gestellt zu werden – es sei denn, Gott, der allmächtige Herr, durchwirkt Herz und Verstand (wie bei Kores, Darius und  Artasasta). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in Vers 23 ist das Fasten ein Ausdruck der todernsten Anrufung Gottes.   “Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott...“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung steht am Ende von Vers 23: “und er ließ sich von uns erbitten“.  Und sie und ihre Kinder kamen sicher nach Hause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bitte Sie inständig, mit mir beim Herrn zu erfragen, wie wir mit Hilfe von Fasten die unser Volk umzingelnde Verdunkelung in Bezug auf Abtreibung durchbrechen können.  Möglicherweise ruft der Herr die Kirche nicht nur zu einem Allgemein-Fasten für ein großes Erwachen in unserem Lande auf, sondern auch zu einem Fasten eigens zum Schutze unserer Kleinen.  Wir brauchen den Herrn nur zu fragen.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 19:30:14 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Fasten_Zum_Schutze_Unserer_Kleinen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Fasten Zum Schutze Unserer Kleinen</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Fasten_Zum_Schutze_Unserer_Kleinen</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|  &amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Esra 8:21-23'''&amp;lt;br&amp;gt; „Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen, um von ihm einen gee…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Esra 8:21-23'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen, um von ihm einen geebneten Weg zu erbitten für uns und für unsere Kinder und für alle unsere Habe. Denn ich schämte mich, von dem König eine Heeresmacht und Reiter zu fordern, um uns gegen den Feind auf dem Wege beizustehen; denn wir hatten zu dem König gesprochen und gesagt: Die Hand unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zum Guten; aber seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen. Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott; und er ließ sich von uns erbitten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun geht es mir heute Morgen nicht hauptsächlich darum, all die Argumente zu durchstöbern, welche wir im Laufe der Jahre zugunsten von „Pro-Life“  gepredigt und geschrieben haben.  Begründungen hierfür finden sich in der Bibel, Medizin, Wissenschaft, Philosophie, im Rechtswesen und auch in der Psychologie.  Bemerkenswert ist für mich jedoch, dass jedesmal, wenn sich der Fall Roe - Wade   von neuem jährt, auch neue Argumente gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch zum Vorschein kommen, weil das Recht, eine Schwangerschaft sogar bis kurz vor der Geburt noch abbrechen zu dürfen, ganz offensichtlich ein grobes Unrecht ist.  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Hier nur ein Beispiel zur Veranschaulichung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''A Aktuelle Darstellung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Debatte steht derzeit die Entnahme von Organen behinderter Säuglinge, welche ohne Gehirn geboren wurden. Infolge dieser als Anenzephalie bezeichneten Fehlbildung wird ein normales Leben unmöglich und die Lebenserwartung auf lediglich einige Tage, höchstensfalls Wochen reduziert.  In diesem Zusammenhang sagte doch tatsächlich jemand: „Die Lebensqualität eines solchen Kindes ist so gering, dass aus moralischer Sicht seine ohnehin wenigen Lebenstage ruhig geopfert können, wenn damit ein anderes Menschenleben gerettet wird.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein unheilvolles Omen, denkt man dabei an alle behinderten und alternden Menschen, insbesondere daran, wie diese Menschen im Entscheidungsprozess darüber, welche Lebensqualität einem Leben Unverletzbarkeit und Schutz zusichert, immer verletzbarer und schutzloser werden.   Das gewichtigste Argument für den Schutz des ungeborenen Lebens aber liegt genau darin, wie die ACLU  die vermeintliche Zulässigkeit der Nutzung von anenzephalitischen Babies als Organ-Zwangsspender (wie z.B. Herzentnahme) noch vor deren natürlichem Tod argumentiert.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrzehntelang schon vertritt Pro-Life den Standpunkt, es bestehe ethisch gesehen kein Unterschied zwischen einem Baby im Mutterleib und einem Neugeborenen, also während der Wochen unmittelbar vor bzw. nach der Geburt.  Wird also behauptet, die Tötung eines Babys im Mutterleib sei noch legale Abtreibung, gleich nach der Geburt aber schon Mord, dann klingt dies aus Perspektive des Kindes wohl extrem tyrannisch.  Hieraus ergibt sich ein Argument, dass sich als starke Befürwortungsbasis zugunsten der Achtung vor ungeborenem Leben etabliert hat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem gleichen Argument wirbt jetzt auch die ACLU - allerdings in Gegenrichtung.  Ziel ihrer Strategie ist die Rechtfertigung der Tötung bestimmter Babys gleich nach der Geburt, wobei als Widersprüchlichkeit aufgezeigt werden soll, dass einerseits ein Schwangerschaftsabbruch bis unmittelbar vor der Geburt zulässig ist, andererseits aber das Leben eines anenzephalitischen Kindes selbst dann nicht beendet werden darf, wenn durch seine Organe andere Menschenleben gerettet werden könnten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wortwörtlich sagt die ACLU: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Es gibt absolut keinen moralisch bedeutenden Unterschied im Foetus zwischen den Zeitpunkten unmittelbar vor bzw. nach der Geburt.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet also das von der Pro-Life-Bewegung seit Jahren vertretene Argument zwar Anerkennung, jedoch nicht, um ungeborenes Leben zu schützen, sondern, um neugeborenem Leben Schutz zu entziehen.  „Wenn es doch zwischen geborenem und ungeborenem Leben sowieso keinen Unterschied gibt und wir die Abtreibung von ungeborenem Leben zulassen, dann sollten wir in bestimmten Fällen wohl auch die Tötung von bereits geborenem Leben zulassen“ – so die ACLU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fasten ins Bild kommen sollte'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau an diesem Punkt schiebt sich nun das christliche Fasten in all seiner durchdringenden Ernsthaftigkeit ins Bild.  Zumindest würde ich es für uns gerne ins Bild schieben.  Wir haben es mit einem schweren Übel zu tun, mit einer moralisch gesehen abscheulichen Zweckentfremdung, denn schließlich wird dabei ja einer der triftigsten Gründe für ein Abtreibungsverbot als Rechtfertigung für Kindermord missbraucht.  Ein weiterer Beweis, dass im  Abtreibungsgewerbe  eine große Verdunkelung herrscht, eine menschliche Geistesfinsternis, über die Paulus im Römerbrief schreibt „...hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn...“  (Römer 1:28) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute Morgen möchte ich nun nahelegen, dass die christliche Kirche noch nicht alle Mittel ausgeschöpft hat, die uns zur Bewältigung dieser Verdunkelung zur Verfügung stehen.  Haben wir denn schon fastend den Herrn angerufen und zu ihm um Gesundung des Verstands, Rückkehr des Lichts und Schutz unserer Kleinen gebetet?  Ehrlich gesagt habe ich in all den Jahren, in denen ich Pro-Life nun schon unterstütze, noch nie ernsthaft spezifisch für die moralische und geistig-seelische Erneuerung gefastet, welche angesichts einer solchen Verfinsterung nötig ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Damit wir uns richtig verstehen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens glaube ich an den breitgefächerten gewaltlosen Einsatz der Pro-Life-Bewegung, wobei ich wegen der gegenwärtigen Stimmungslage das Wort „gewaltlos“ besonders betonen möchte.  Mit Kugelschüssen lässt sich dieser Krieg nicht gewinnen.  Nein, das geht nur mit Gebrochenheit, Demut und Opfer.  Gewonnen wird er, wenn wir uns in unserem Leiden mit den kleinen Lebewesen identifizieren, nicht mit ihren Abtreibern.  Und vielleicht ist dies auch ein Aufruf zu einer neuen Art des Fastens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens glaube ich, dass Aufklärungsarbeit gut ist, und begeistert hat mich dabei &amp;quot;She's a Child Not a Choice&amp;quot; , ein hervorragendes Beiblatt, das im Oktober und November letzten Jahres an 900.000 Haushalte verteilt wurde.  Informative Aktionen dieser Art brauchen wir immer und immer wieder.  Auch hier gelten die Worte Jesu „und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes-Evangelium 8:32).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens glaube ich, dass es gut ist, wenn Pro-Life-Vertreter politisch aktiv sind.  Auf Weisung Gottes dienen Regierungen dazu, das Volk vor Gewalt zu schützen  (Römer 13:3f.).  Für viele von uns war dies das Bemerkenswerteste und Erfreulichste an den Wahlen im letzten Herbst:  Kein einziger der als Senatoren, Mitglieder des Repräsentantenhauses oder Landesgouverneure amtierenden Pro-Life-Befürworter, ob Republikaner oder Demokrat, wurde bei der Wahl von einem Pro-Choice -Befürworter besiegt.   Dagegen verloren ungefähr 30 amtierende Kongressmitglieder aus den Reihen der Pro-Choice-Befürworter ihren Sitz an Pro-Life-Kandidaten. Davon wurde meines Wissens in den Medien nicht berichtet – auch so äußert sich Verdunkelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viertens glaube ich an Schwangerschafts-Krisenbetreuung, und daher liegt unserem Merkblatt ein  Informationsanhang von CareNet  bei.  Diese Mission bemüht sich um Prävention durch mitfühlende Anteilnahme für Frauen in Not (Lukas 7:48-50) und ist landesweit tausendfach mit Zentren und Gruppen vertreten.  Das Volk Christi reicht die Hand – mit greif- und umsetzbaren Alternativen zur Abtreibung.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünftens glaube ich an das sogenannte „Sidewalk Counseling“ .  Immer wieder erfährt man, dass Frauen zur elften Stunde, ganz knapp vor ihrem Abtreibungstermin, die Wahrheit erfuhren und so doch noch rechtzeitig zur Rettung ihres Kindes und Gewissens überredet werden konnten. (Näheres bei Pro-Life Action Ministries, Tel. 612-771-1500.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Wurzel liegt in Geist und Seele'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am tiefsten verankert ist die vorliegende Problematik in Geist und Seele -  der Verfinsterung und Verdorbenheit in des Menschen Herz und Verstand. Meine Empfehlung heute Morgen ist es, den Fastenaufruf zum Schutze unserer Kleinen ernsthaft zu erwägen.  Dass wir also mit Fasten den Herrn anrufen und von ihm jene gnadenreiche, kraftvolle, befreiende Erneuerung des menschlichen Geistes erbitten, durch die ein Mensch aufwacht und sagt:  „Wie kann ich es nur wagen, wegen der Ähnlichkeit zwischen geborenem und ungeborenem Leben dafür einzutreten, die Geborenen zu töten und den Ungeborenen jeglichen Schutz zu verweigern?  Das werde ich nicht mehr tun.  Und ich werde zum Herrn, Jesus Christus, um Vergebung meiner Sünden und ein neues Leben beten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahre Herzenserneuerung richtet ihren Blick auf Jesus für die Vergebung aller Sünden, das Geschenk des ewigen Lebens und die Kraft, einen gottgefälligen Weg zu gehen.  Wird unser Herzensruf, mit dem wir eine solche Gewissens- und Glaubenserweckung erflehen, durch Fasten möglicherweise noch voller,  ernsthafter und fruchtbarer?    Und ist es nicht das, was wir in diesen Tagen erleben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie es sich zu Zeiten Esras begab'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Idee kam mir bei Esra 8:21–23.  Damit der Text mit der vollen von Esra verliehenen Wucht bei Ihnen ankommt, hier vorab der glaubensbildende Hintergrund: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott regiert und versetzt Weltreiche'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Jahrzehnten schon waren die Israeliten im Zwangsexil, jetzt jedoch war die Zeit ihrer Heilung gekommen.  Wie aber sollte dies geschehen?  Im riesigen persischen Weltreich waren sie nichts als eine winzige, unbedeutende ethnische Minderheit.  Genau darum geht es in den ersten acht Kapiteln dieses Buches Esra.  &lt;br /&gt;
Schauen wir uns zuerst Esra 1:1–2 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Und im ersten Jahre des Kores (Cyrus), des Königs von Persien, damit das Wort Jehovas aus dem Munde Jeremias erfüllt würde, erweckte Jehova den Geist des Kores, des Königs von Persien; und er ließ einen Ruf ergehen durch sein ganzes Königreich, und zwar auch schriftlich, indem er sprach: 2 So spricht Kores, der König von Persien: Alle Königreiche der Erde hat Jehova, der Gott des Himmels, mir gegeben; und er hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem, das in Juda ist.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hatte durch Jeremia die Rückkehr des Volkes in dessen eigenes Land prophezeit.  Niemals überlässt Gott die Erfüllung seiner Prophezeiungen der Ungewissheit des bloßen menschlichen Willens - nein, das nötige Handeln  übernimmt er selbst.  Und so steht geschrieben, es „erweckte der HERR den Geist des Kores“.  Und damit haben wir die Antwort.  Will der Herr auf der Welt Großes bewirken,  dann tut er das auch, sei es durch einen persischen König, einen Propheten oder einen christlichen Pro-Life-Helfer.  Ausschlaggebend ist die absolute Hoheitsgewalt Gottes über sämtliche Weltreiche.     &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dann geschieht folgendes:  Eine erste Flüchtlingswelle kehrt zurück – über 42.000 Menschen.  Sie beginnen mit dem Tempelbau.  Ihre Feinde in Juda aber stellen sich gegen sie und schreiben dem neuen Kaiser, Artasasta, eine aufrührerische Stadt were gerade wiederaufgebaut (4:12). Daraufhin  lässt Artasasta die Bauarbeiten abbrechen, was allem Anschein nach die Pläne Gottes durchkreuzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott aber hatte einen anderen, einen besseren Plan – o lasset uns lernen, dass unsere mageren und schweren Lebensjahre den Segen Gottes vorbereiten!  In Esra 5:1 entsendet Gott zwei Propheten, Haggai und Sacharja, welche das Volk dazu anregen, mit dem Tempelbau wieder anzufangen.   Die Feinde versuchen es daraufhin mit der gleichen Taktik wie zuvor.  Sie schreiben an Darius, den neuen Kaiser.  Diesmal jedoch geht der Schuss nach hinten los, und wir sehen, warum Gott den Abbruch der Bauarbeiten vorübergehend zugelassen hatte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darius lässt die Reichsarchive durchsuchen und findet die ursprüngliche Anordnung von Kores mit dessen Bewilligung zur Errichtung des Tempels.  In Esra 6:7–8 schreibt er mit einer umwerfend frohen Botschaft zurück – er gewährt den Israeliten mehr, als diese sich je hätten wünschen oder vorstellen können.  Zu den Feinden in Juda sagt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Lasst die Arbeit geschehen an diesem Hause Gottes; der Landpfleger der Juden und die Ältesten der Juden mögen dieses Haus Gottes an seiner früheren Stätte wieder aufbauen. 8 Und von mir wird Befehl gegeben wegen dessen, was ihr diesen Ältesten der Juden für den Bau dieses Hauses Gottes tun sollt; nämlich, von den Gütern des Königs, aus der Steuer jenseits des Stromes, sollen diesen Männern die Kosten pünktlich gegeben werden, damit sie nicht gehindert seien.“ &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für eine Wende!  Was für ein großer Gott! Dabei schien es doch, als hätte der Feind gesiegt.  Tatsächlich aber war es so, dass Gott ganz einfach die geschichtliche Entwicklung in seiner eigenen Zeit so bearbeitete, dass die Feinde den Tempel letzten Endes nicht nur genehmigten, sondern auch bezahlten!  Esra 6:22 macht die große Tatsache deutlich:  “... denn Jehova hatte ihnen Freude gegeben und ihnen das Herz des Königs von Assyrien zugewandt, so dass er ihre Hände stärkte in dem Werke des Hauses Gottes, des Gottes Israels.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott regiert die Herzen von Königen und Kaisern, von Präsidenten, Senatoren und Kongressabgeordneten – sogar die Herzen jener, die ihm nicht trauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ihr, die Ihr geschwächten Sinnes seid, urteilt nicht den Herrn,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vertrauet stattdessen auf seine Gnade,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
denn hinter einer finsteren Vorsehung&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
versteckt er ein lächelndes Antlitz.“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Übersetzt aus “Light Shining out of Darkness” / “God Moves in a Mysterious Way” von Willliam Cowper] &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
(A d Ü)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir hier nicht alles lernen können!  Glauben Sie denn, das Absturzjahr 1994 in Bethlehem ist mit keiner göttlich verfügten Rettung verbunden?   Nicht, wenn unser Gott der Gott von Esra ist!  Glauben Sie denn, dass, als vor zwei Jahren ein Pro-Choice-Befürworter zum Präsidenten gewählt wurde, keine göttliche Fügung im Spiel war und es dabei nicht um eine Gerechtigkeit ging, die größer und überwältigender ist, als wir es uns je vorstellen können?  Ist unser Gott der Gott von Esra?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt Esra ins Bild mit Rückblende auf die Regentschaft von Artasasta.  Der König schickt Esra mit anderen aus dem Volk zurück nach Jerusalem.  Laut Esra 7:6 gibt König Artasasta Esra alles, was dessen Herz begehrt, auf die Reise mit – ja, Artasasta, ausgerechnet der König, der den Tempelbau abbrechen ließ – aber warum?  Die Antwort darauf liefert uns Esra in 7:27.  Er betet “Gepriesen sei Jehova, der Gott unserer Väter, der solches in das Herz des Königs gegeben hat, um das Haus Jehovas zu verherrlichen, das in Jerusalem ist“.  Das hatte Gott bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bewirkte es bei Kores (Cyrus) (1:1); er bewirkte es bei Darius und er bewirkte es bei Artasasta (7:27). „Gleich Wasserbächen ist eines Königs Herz in der Hand Jehovas; wohin immer er will, neigt er es.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott regiert die Welt.  Er regiert die Weltgeschichte.  Die unendliche Weisheit seiner Wege können wir nicht begreifen (Römer 11:34–35).  Wollen auch wir weise sein, so müssen wir ihm vertrauen und freudig gehorchen und ihn anbeten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Fasten Esras'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so gelangen wir nun zu dem, was Esra auf dem Weg aus der Gefangenschaft hin nach Jerusalem tat.  Armeegeleit lehnte er ab, damit er vor Artasasta Zeugnis darüber ablegen konnte, wie Gott in seiner Macht und Treue ihn und seine Mitreisenden beschützt hatte.  Nicht den König, sondern Gott ersuchte er um Hilfe, und dies tat er durch Fasten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Esra 8:21–23:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen, um von ihm einen geebneten Weg zu erbitten für uns und für unsere Kinder und für alle unsere Habe. 22 Denn ich schämte mich, von dem König eine Heeresmacht und Reiter zu fordern, um uns gegen den Feind auf dem Wege beizustehen; denn wir hatten zu dem König gesprochen und gesagt: Die Hand unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zum Guten; aber seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen. 23 Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott; und er ließ sich von uns erbitten.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vers 21 ist das Fasten ein Ausdruck unserer Demut – also unser Gefühl vollkommener Abhängigkeit von Gott in all unseren Bedürfnissen.  „Und ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen...“  Und glauben Sie mir, wir sind vollkommen von Gott abhängig, wollen wir bewirken, dass im Kampf um die Unverletzbarkeit des Lebens verdunkelte Seelen zum Licht des Lebens erweckt werden.  Logisches Argumentieren ist zwar von erheblicher Bedeutung, doch selbst die allerbeste Argumentation läuft Gefahr, wie oben beschrieben gefangen genommen, verdreht und auf den Kopf gestellt zu werden – es sei denn, Gott, der allmächtige Herr, durchwirkt Herz und Verstand (wie bei Kores, Darius und  Artasasta). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in Vers 23 ist das Fasten ein Ausdruck der todernsten Anrufung Gottes.   “Und so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott...“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung steht am Ende von Vers 23: “und er ließ sich von uns erbitten“.  Und sie und ihre Kinder kamen sicher nach Hause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bitte Sie inständig, mit mir beim Herrn zu erfragen, wie wir mit Hilfe von Fasten die unser Volk umzingelnde Verdunkelung in Bezug auf Abtreibung durchbrechen können.  Möglicherweise ruft der Herr die Kirche nicht nur zu einem Allgemein-Fasten für ein großes Erwachen in unserem Lande auf, sondern auch zu einem Fasten eigens zum Schutze unserer Kleinen.  Wir brauchen den Herrn nur zu fragen.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 19:29:40 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Fasten_Zum_Schutze_Unserer_Kleinen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Warum die Gerechten Leiden - das Buch Hiob</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Warum_die_Gerechten_Leiden_-_das_Buch_Hiob</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|The Book of Job: Why Do the Righteous Suffer?}}  Hi Elisabeth,  Here is the page for your translation.  Thank you!!  Joya“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Book of Job: Why Do the Righteous Suffer?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Elisabeth,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Here is the page for your translation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thank you!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joya&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 21:51:09 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Warum_die_Gerechten_Leiden_-_das_Buch_Hiob</comments>		</item>
		<item>
			<title>Kosmischer Verrat (Mai 2008)</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Kosmischer_Verrat_(Mai_2008)</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Cosmic Treason (May 2008)}}  “Die Sündhaftigkeit der Sünde“ hört sich wie eine überflüssige Wiederholung an, die zum Diskussionsthema keine Inform…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Cosmic Treason (May 2008)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Die Sündhaftigkeit der Sünde“ hört sich wie eine überflüssige Wiederholung an, die zum Diskussionsthema keine Information hinzufügt. Jedoch wurde die Notwendigkeit, über die Sündhaftigkeit der Sünde zu reden, durch eine Kultur und sogar eine Gemeinde an uns herangetragen, die die Bedeutung der Sünde selbst reduziert hat. Der Begriff Sünde wird in unseren Tagen verwendet, wenn wir Fehler machen oder falsche Entscheidungen treffen. Wenn ich eine Prüfung oder einen Rechtschreibtext ablege, schreibe ich ein bestimmtes Wort falsch, wenn ich einen Fehler mache. Es ist eine Sache, einen Fehler zu machen. Es ist eine andere, auf das Papier meines Nachbar zu schauen und seine Antworten abzuschreiben, um eine gute Note zu bekommen. In diesem Falle wurde aus meinem Fehler eine moralische Übertretung. Selbst wenn Sünde in das Begehen von Fehlern als Ergebnis von Faulheit bei der Vorbereitung involviert ist, hebt das Schummeln die Übung auf eine ernstere Stufe. Es ist richtig, das Treffen falscher Entscheidungen als Sünde zu bezeichnen, aber es ist auch eine Beschönigung, die den Ernst der Handlung herabmindern kann. Die Entscheidung zu sündigen, ist tatsächlich falsch, aber noch einmal, es ist mehr als ein Fehler. Es ist ein Akt der moralischen Übertretung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meinem Buch ''The Truth of the Cross/Die Wahrheit des Kreuzes'' habe ich der Diskussion dieses Begriffes der Sündhaftigkeit der Sünde ein ganzes Kapitel gewidmet. Ich beginne das Kapitel mit der Anekdote meines äußersten Zweifels, als ich die neueste Ausgabe von ''Bartlett’s Familiar Quotations/Bartlett’s bekannte'' Zitate erhielt. Obwohl ich mich über diese kostenlose Ausgabe freute, war ich doch verwirrt, warum mir das jemand schickte. Als ich durch die Seiten der Zitate blätterte, die Aussagen von Immanuel Kant, Aristoteles, Thomas von Aquin und anderen enthielten, stieß ich zu meinem völligen Erstaunen auf ein Zitat von mir. Das ich in einer solch gelehrten Sammlung zitiert wurde, überraschte mich zweifellos. Ich wunderte mich, was ich gesagt haben könnte, das die Aufnahme in solch eine Sammlung verdient hätte, und die Antwort fand sich in einer einfachen Aussage, die mir zugeschrieben wurde: „Sünde ist kosmischer Verrat.“ Was ich mit dieser Aussage meinte war, dass selbst die kleinste Sünde, die ein Geschöpf gegen den Schöpfer begeht, die Heiligkeit des Schöpfers, seine Herrlichkeit und seine Gerechtigkeit verletzt. Jede Sünde, egal wie scheinbar bedeutungslos, ist ein Akt der Rebellion gegen den souveränen Gott, der über uns herrscht und regiert, und als solcher ist sie ein Akt des Verrates gegen den kosmischen König. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosmischer Verrat ist ein Weg, um den Begriff der Sünde zu charakterisieren, aber wenn wir darauf schauen, wie die Bibel Sünde beschreibt, sehen wir drei Wege, die in der Wichtigkeit hervorstechen. Erstens ist Sünde eine Schuld; zweitens ist sie der Ausdruck von Feindschaft; drittens wird sie als Verbrechen beschrieben. Im ersten Fall werden wir, die wir Sünder sind, von der Schrift als Schuldner beschrieben, die ihre Schulden nicht zurückzahlen können. In diesem Sinne sprechen wir nicht über finanzielle sondern über moralische Verschuldung. Gott hat das souveräne Recht, von seinen Geschöpfen die Verbindlichkeiten einzufordern. Falls wir diesen Verpflichtungen nicht nachkommen, gelten wir als Schuldner gegenüber unserem Herrn. Diese Schuld verkörpert das Versäumnis, eine moralische Verpflichtung zu erfüllen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Weg, wie Sünde biblisch beschrieben wird, ist ein Ausdruck der Feindschaft. In dieser Hinsicht ist Sünde nicht nur auf eine äußere Handlung beschränkt, die ein göttliches Gesetz übertritt. Vielmehr beschreibt sie ein inneres Motiv, ein Motiv, das von einer innewohnenden Feindschaft gegen den Gott des Universums angetrieben wird. Es wird in der Gemeinde oder der Welt selten diskutiert, dass die biblische Beschreibung des gefallenen Menschen eine Anklage einschließt, dass wir von Natur aus Feinde Gottes sind. In unserer Feindschaft gegen ihn dulden wir ihn noch nicht einmal in unserem Denken, und dieses Verhalten stellt Feindschaft gegen die eigentliche Tatsache dar, dass Gott uns befiehlt, seinem Willen zu gehorchen. Aufgrund dieses Begriffes der Feindschaft beschreibt das Neue Testament unsere Erlösung so oft mit Begriffen der Versöhnung. Eine der notwendigen Bedingungen für Versöhnung ist, dass es zwischen mindestens zwei Parteien eine Feindschaft gegeben haben muss. Die Feindschaft wird durch das erlösende Werk unseres Vermittlers, Jesus Christus, vorausgesetzt, der diese Dimension der Feindschaft überwindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens spricht die Bibel von Sünde in Begriffen der Gesetzesübertretung. Der kleine Westminster-Katechismus beantwortet die vierzehnte Frage: „Was ist Sünde?“ mit den Worten: „Sünde ist jedes Verlangen nach Konformität mit dem Gesetz Gottes oder seine Übertretung.“ Hier wird die Sünde in Begriffen des passiven und aktiven Ungehorsams beschrieben. Wir sprechen von Begehungssünden und Unterlassungssünden. Falls wir versäumen, das zu tun, was Gott verlangt, sehen wir einen Mangel an Übereinstimmung mit seinem Willen. Jedoch sind wir nicht nur schuldig, indem wir versäumen, das zu tun, was Gott verlangt, wir tun auch aktiv das, was Gott verbietet. Folglich ist Sünde eine Übertretung des Gesetzes Gottes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Menschen die menschlichen Gesetze in schwerwiegender Weise verletzen, sprechen wir über ihre Handlungen nicht nur als Vergehen, sondern in der endgültigen Analyse als Verbrechen. In derselben Hinsicht werden unsere Handlungen der Rebellion und der Übertretung des Gesetzes Gottes von ihm nicht nur als Vergehen angesehen; vielmehr sind sie verbrecherisch. Sie sind von ihrem Einfluss her kriminell. Falls wir die Realität der Sünde in unserem Leben ernst nehmen, sehen wir, dass wir gegen einen heiligen Gott und sein Königreich ein Verbrechen begehen. Unsere Verbrechen sind keine Tugenden; sie sind Untugenden, und jede Missetat gegen den heiligen Gott ist per definitionem bösartig. Wir erlangen nicht erst ein wirkliches Verständnis der Ernsthaftigkeit unserer Sünde, bis wir erkennen, wer Gott ist. Denn wir leben mitten unter sündigen Menschen, wo die Standards menschlichen Verhaltens durch die uns umgebenden kulturellen Muster festgelegt werden, und deswegen werden wir von der Ernsthaftigkeit unserer Übertretungen nicht bewegt. Tatsächlich fühlen wir uns wohl in Zion. Aber wenn Gottes Charakter uns klar erscheint und wir in der Lage sind, unsere Handlungen nicht nur mit Hinblick auf andere Menschen mit relativen Begriffen zu bewerten, sondern  mit absoluten Begriffen in Hinblick auf Gott, seinen Charakter und sein Gesetz, dann wird uns der ungeheuerliche Charakter unserer Rebellion bewusst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir Gott nicht Ernst nehmen, werden wir immer die Sünde ernst nehmen. Aber wenn wir den gerechten Charakter Gottes anerkennen, werden wir, wie die Heiligen seit alters her, unsere Münder mit unseren Händen bedecken und in Staub und Asche vor ihm Buße tun.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 16:52:26 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Kosmischer_Verrat_(Mai_2008)</comments>		</item>
		<item>
			<title>Kosmischer Verrat (Januar 2007)</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Kosmischer_Verrat_(Januar_2007)</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Cosmic Treason (January 2007)}}  Die Frage: “Was ist Sünde?” wird in dem kleinen Westminster Katechismus aufgebracht. Die Antwort auf diese lehrmäßi…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Cosmic Treason (January 2007)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage: “Was ist Sünde?” wird in dem kleinen Westminster Katechismus aufgebracht. Die Antwort auf diese lehrmäßige Frage ist einfach: „Sünde ist jedes Verlangen nach Anpassung an das oder der Übertretung des Gesetzes Gottes.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie uns einige der Elemente dieser lehrmäßigen Antwort untersuchen. Im ersten Beispiel wird Sünde mit einer Art Verlangen oder Mangel gleichgesetzt. Im Mittelalter versuchten christliche Theologen, das Böse oder die Sünde mit Begriffen der Entbehrung (''privatio'') oder der Negierung (''negatio'') zu definieren. In diesen Begriffen wurde das Böse oder die Sünde durch einen Mangel an Übereinstimmung mit der Rechtschaffenheit definiert. Die negative Wortwahl, die mit der Sünde assoziiert wurde, kann in biblischen Worten wie '''''Un'''gehorsam, Gott'''los'''igkeit ''und'' '''Un'''moral'' gesehen werden. Weitere Beispiele würden Worte wie ''Schande, Antichrist'' und andere einschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um jedoch einen vollständigen Überblick über die Sünde zu erhalten, müssen wir sehen, dass sie mehr beinhaltet als die Negation des Guten oder mehr als einen einfachen Mangel an Rechtschaffenheit. Wir mögen geneigt sein zu denken, dass Sünde, falls sie ausschließlich über negative Begriffe definiert wird, nur eine Illusion ist. Die verheerenden Auswirkungen der Sünde weisen jedoch dramatisch auf die Realität ihrer Macht hin, deren Realität niemals durch den Verweis auf Illusion wegerklärt werden kann. Die Reformer fügten der Idee des ''privatio'' den Begriff der Aktualität oder Aktivität hinzu, sodass das Böse in dem Ausdruck “''privatio actuosa''“ erkannt werden kann. Dies betont den aktiven Charakter der Sünde. Im Katechismus wird Sünde nicht nur als ein Verlangen nach Übereinstimmung, sondern als ein Akt der Übertretung definiert, eine Handlung, die die Überscheitung oder Verletzung eines Standards beinhaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Bedeutung von Sünde zu begreifen, können wir sie nicht getrennt von ihrer Beziehung zum Gesetz definieren. Es ist Gottes Gesetz, das bestimmt, was Sünde ist. Im Neuen Testament behandelt der Apostel Paulus besonders im Römerbrief ausführlich den Punkt einer untrennbaren Verbindung zwischen Sünde und Tod und zwischen Sünde und Gesetz. Die einfache Formel lautet: keine Sünde bedeutet kein Tod. Der Apostel argumentiert, dass, wo es kein Gesetz gibt, auch keine Sünde gibt, und wo es keine Sünde gibt, da gibt es auch keinen Tod. Dies beruht auf der Voraussetzung, dass der Tod als ein Akt göttlichen Strafgerichtes für die Sünde in die menschliche Erfahrung eindringt. Es ist die Seele, die sündigt, welche anschließend stirbt. Jedoch kann es ohne Gesetz keine Sünde geben. Der Tod kann nicht in die menschliche Erfahrung eindringen, wenn nicht zuerst des Gesetz Gottes offenbart wird. Aus diesem Grund argumentiert der Apostel, dass das moralische Gesetz bereits in Kraft war, bevor Gott Israel das mosaische Gesetz gab. Dieses Argument beruht auf der Voraussetzung, dass der Tod bereits vor Sinai in der Welt war, und das der Tod von Adam bis Moses regierte. Dies kann nur bedeuten, dass das moralische Gesetz Gottes seinen Geschöpfen gegeben wurde, lange bevor die Gesetzestafeln der Nation Israel gegeben wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schenkt der Behauptung von Immanuel Kant’s allgemeinem moralischem ''Imperativ Glauben'', den er den kategorischen Imperativ nannte, welcher im Bewusstsein eines jeden empfindungsfähigen Menschen gefunden werden kann. Weil es Gottes Gesetz ist, das die Natur der Sünde definiert, müssen wir den schrecklichen Konsequenzen unseres Ungehorsams gegenüber diesem Gesetz ins Auge sehen. Was der Sünder benötigt, um vor den strafenden Aspekten dieses Gesetzes gerettet zu werden, ist das, was Solomon Stoddard als Gerechtigkeit des Gesetzes bezeichnete. Weil Sünde als ein Mangel an Konformität mit dem Gesetz oder als Übertretung des Gesetzes definiert wird, ist das einzige Gegenmittel für diese Übertretung der Gehorsam gegenüber dem Gesetz. Falls wir solch einen Gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes besitzen, laufen wir nicht länger Gefahr, von Gott verurteilt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solomon Stoddard, der Großvater Jonathan Edwards, schrieb in seinem Buch ''The Righteousness of Christ/Die Gerechtigkeit Christi'' die folgende Zusammenfassung des Wertes der Gerechtigkeit des Gesetzes: „Es reicht für uns aus, wenn wir die Gerechtigkeit des Gesetzes haben. Es gibt keine Gefahr des Scheiterns, wenn wir diese Gerechtigkeit haben. Die Sicherheit der Engel im Himmel besteht darin, dass sie die Gerechtigkeit des Gesetzes haben, und es ist eine ausreichende Sicherheit, wenn wir die Gerechtigkeit des Gesetzes haben. Falls wir die Gerechtigkeit des Gesetzes haben, sind wir nicht mehr dem Fluch des Gesetzes unterworfen. Wir werden von dem Gesetz nicht bedroht; die Gerechtigkeit wird durch uns nicht herausgefordert; das Verdammungsurteil des Gesetzes hat keine Macht über uns; das Gesetz hat keine Einwände gegen unsere Errettung. Die Seele, die die Gerechtigkeit des Gesetzes hat, befindet sich außerhalb der Reichweite der Bedrohung des Gesetzes. Wo die Forderung des Gesetzes beantwortet wird, findet das Gesetz keine Schuld. Das Gesetz verflucht nur den Mangel an perfektem Gehorsam. Ja überdies, wo die Gerechtigkeit des Gesetzes herrscht, hat Gott sich selbst daran gebunden, ewiges Leben zu geben. Solche Menschen sind Erben des Lebens, entsprechend den Verheißungen des Gesetzes. Das Gesetz erklärt sie zu Erben des Lebens (Gal. 3:12): ‚Der Mensch, der es tut, wird dadurch leben’“ (''The Righteousness of Christ/Die Gerechtigkeit Christi,'' S. 25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Gerechtigkeit, die die Anforderungen des Gesetzes erfüllt, ist die Gerechtigkeit Christi. Nur durch die stellvertretende Zurechnung dieser Gerechtigkeit kann der Sünder jemals die Gerechtigkeit des Gesetzes besitzen. Das ist für unser Verständnis heutzutage wichtig, weil die Zurechnung der Gerechtigkeit Christi in weiten Kreisen angegriffen wird. Falls wir den Begriff der Gerechtigkeit Christi aufgeben, haben wir keine Hoffnung, denn Gott verhandelt nie über das Gesetz. Solange das Gesetz existiert, sind wir seinem Gerichtsspruch ausgesetzt, sofern unsere Sünde nicht durch die Gerechtigkeit des Gesetzes abgedeckt wird. Die einzige Deckung, die wir von dieser Gerechtigkeit besitzen können, ist jene, welche aus dem aktiven Gehorsam Christi zu uns kommt, der selbst jeden einzelnen Buchstaben des Gesetzes erfüllte. Seine Erfüllung des Gesetzes durch ihn selbst ist eine stellvertretende Handlung, durch die er die Belohnung verdient, die durch diesen Gehorsam kommt. Er macht dies nicht für sich, sondern für sein Volk. Das ist der Hintergrund der stellvertretenden Zurechnung dieser Gerechtigkeit, diese Errettung vor der Verdammnis des Gesetzes, diese Errettung vor den verheerenden Auswirkungen der Sünde, die den Hintergrund für die Heiligung des Christen ist, in welcher wir die in uns verbleibende Sünde abtöten müssen, weil Christus für unsere Sünden starb.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 16:25:14 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Kosmischer_Verrat_(Januar_2007)</comments>		</item>
		<item>
			<title>Brüder, sagt ihnen, dass sie Gott nicht dienen sollen</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Br%C3%BCder,_sagt_ihnen,_dass_sie_Gott_nicht_dienen_sollen</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Brothers, Tell Them Not to Serve God!}}  Wir alle haben unsere Leute gelehrt, Gott zu dienen. Die Schrift sagt: „Dient dem Herrn mit Freude.“ Aber jetz…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Brothers, Tell Them Not to Serve God!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir alle haben unsere Leute gelehrt, Gott zu dienen. Die Schrift sagt: „Dient dem Herrn mit Freude.“ Aber jetzt mag es an der Zeit sein, ihnen zu sagen, dass sie Gott nicht dienen sollen. Denn die Schrift sagt auch: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel ist daran interessiert, uns vom Götzendienst zurückzurufen, um dem wahren und lebendigen Gott zu dienen (1. Thess. 1:9). Aber sie auch daran interessiert, uns davon abzuhalten, Gott in einer falschen Weise zu dienen. Es gibt einen Weg, Gott zu dienen, der ihn herabsetzt und entehrt. Deswegen müssen wir Acht geben, dass wir keine Diener heranziehen, deren Arbeit die Ehre des allmächtigen Meisters herabsetzt. Wenn Jesus sagte, dass er nicht gekommen ist, um sich bedienen zu lassen (Mk. 10:45), so kann der Dienst Rebellion darstellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott will nicht bedient werden: “Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt“ (Apg. 17:25-26). Paulus warnt vor einem Gottesbild, das ihn zum Nutznießer unserer Wohltätigkeit macht. Er informiert uns, dass Gott nicht auf eine Weise bedient werden kann, die bedeutet, dass wir seine Bedürfnisse befriedigen. Das wäre so, als wenn ein Strom versuchte die Quelle zu füllen, die ihn speist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist die Größe unseres Gottes? Was ist seine Einzigartigkeit in der Welt? Jesaja sagt: „Und das man von alters her nicht vernommen hat. Kein Ohr hat gehört, kein Auge hat gesehen einen Gott außer dir, der so wohl tut denen, die auf ihn harren“ (Jes. 64:4). Alle anderen sogenannten Götter lassen die Menschen für sich arbeiten. Unser Gott lässt sich nicht in die Position eines Arbeitgebers bringen, der von Anderen abhängig ist, damit sein Geschäft läuft. Stattdessen verherrlicht er seine Allmacht, indem er seine Arbeit selbst macht. Der Mensch ist der abhängige Partner in dieser Angelegenheit. Es ist seine Aufgabe, auf den Herrn zu warten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Hilfe nicht erwünscht&amp;quot;''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wonach sucht Gott in der Welt? Nach Assistenten? Nein. Das Evangelium ist keine Anzeige mit der Überschrift „Hilfe gesucht“. Es ist auch nicht der Ruf in den christlichen Dienst. Gott sucht nicht nach Menschen, die für ihn arbeiten. „Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind“ (2. Chr. 16:9). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ist kein Kundschafter, der die Besten auswählt, damit sie seiner Mannschaft helfen zu gewinnen. Er ist ein unhaltbarer Schlussspieler, bereit, für jeden die Touchdowns zu legen, der ihm den Ball gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was will Gott von uns? Nicht das, was wir erwarten. Er tadelt Israel dafür, dass sie ihm so viele Opfer bringen: „Ich will von deinem Hause Stiere nicht nehmen noch Böcke aus deinen Ställen. Denn alles Wild im Walde ist mein und die Tiere auf den Bergen zu Tausenden. Ich kenne alle Vögel auf den Bergen; und was sich regt auf dem Felde, ist mein. Wenn mich hungerte, wollte ich dir nicht davon sagen; denn der Erdkreis ist mein und alles, was darauf ist“ (Ps. 50:9-12).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber gibt es nichts, was wir Gott geben könnten, das ihn nicht auf den Status des Nutznießers herabsetzt? Ja. Unsere Sorgen. Das ist ein Befehl: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch“ (1. Petr. 5:7). Gott empfängt freudig alles von uns, das unsere Abhängigkeit und seine Allmacht zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen Uncle Sam und Jesus Christus ist, dass Uncle Sam Sie nicht für seine Dienste anwirbt, sofern Sie nicht gesund sind, und Jesus wird Sie nicht anwerben, sofern Sie nicht krank sind. „Die Starken bedürfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten“ (Mk. 2:17). Das Christentum ist die grundsätzliche Genesung. Die Patienten dienen nicht ihren Ärzten. Sie vertrauen auf ihre guten Rezepte. Die Bergpredigt ist der medizinische Ratschlag unseres Arztes, nicht die Stellenbeschreibung unseres Arbeitgebers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser eigentliches Leben macht sich daran fest, dass wir nicht für Gott arbeiten. „Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht. Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit“ (Röm. 4:4-5). Arbeiter erhalten keine Geschenke. Sie bekommen ihren Lohn. Wenn wir das Geschenk der Rechtfertigung hätten, bräuchten wir keine Werke. Gott ist in dieser Angelegenheit der Arbeiter. Und was er bekommt, ist die Ehre, der Wohltäter der Gnade zu sein, nicht der Nutznießer einer Dienstleistung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebensowenig sollten wir denken, dass unsere Arbeit für Gott nach der Rechtfertigung beginnt. Diejenigen, die eine Arbeit aus der Rechtfertigung heraus tun, schreien die Ehre Gottes nieder. Jesus Christus ist „unsere Gerechtigkeit und Heiligung“ (1. Kor. 1:30). „Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden?“ (Gal. 3:2-3). Gott war der Arbeiter bei unserer Rechtfertigung, und er wird der Arbeiter bei unserer Heiligung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiöses „Fleisch“ will immer für Gott arbeiten. Aber „Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen“ (Röm. 8:13). Deswegen macht sich unser eigentliches Leben daran fest, nicht für Gott zu arbeiten, sowohl in der Rechtfertigung als auch in der Heiligung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Diener des himmlischen Meisters''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sollen wir denn Christus nicht dienen? „Dient dem Herrn“ (Röm. 12:11). Diejenigen, die Christus nicht dienen, werden getadelt (Röm. 16:18). Ja, wir werden ihm dienen. Aber bevor wir das tun, denken wir darüber nach, was wir in diesem Dienst vermeiden müssen. Sicherlich bedeuten all diese Warnungen, Gott zu dienen, dass in dem Dienstgedanken etwas liegt, das es zu vermeiden gilt. Wenn wir unser Verhältnis zu Gott mit dem Verhältnis zwischen Diener und Meister vergleichen, so ist dieser Vergleich nicht perfekt. Einige Dinge der Dienerschaft sollten in der Beziehung zu Gott vermieden werden. Einige sollten bekräftigt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wem sollen wir nun dienen und nicht dienen? Psalm 123:2 gibt uns einen Teil der Antwort: „Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Frau, so sehen unsre Augen auf den HERRN, unsern Gott, bis er uns gnädig werde.“ Die gute Art und Weise, Gott zu dienen, ist, wegen der Gnade auf ihn zu schauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Diener, der versucht, sich von der göttlichen Rolle zu entfernen und eine menschliche Partnerschaft mit seinem himmlischen Meister aufzubauen, ist in einer Revolte gegen den Schöpfer. Gott schachert nicht. Er gibt seinen Dienern Gnade, die sie haben werden, und den Lohn des Todes denjenigen, die sie nicht haben werden. Ein guter Dienst ist immer und grundsätzlich der Empfang von Gnade, kein wieder erstattender Dienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber er ist nicht vollständig passiv. Mt. 6:24 gibt uns einen weitern Hinweis auf einen guten Dienst: „Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie dient ein Mensch dem Geld? Er unterstützt das Geld nicht. Er ist nicht der Wohltäter des Geldes. Wie dienen wir nun dem Geld? Geld übt eine gewisse Kontrolle über uns aus, denn es scheint so viele Verheißungen der Freude bereit zu halten. Es flüstert mit großer Macht: „Denke und handle so, um in eine Position zu kommen, in der du meine Vorteile genießen kannst.“ Dies kann Diebstahl, Leihen oder Arbeiten beinhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld verspricht Freude, und wir dienen ihm, indem wir diesem Versprechen glauben und in diesem Glauben wandeln. Wir dienen dem Geld nicht, indem wir unsere Kraft auf seine guten Seiten ausrichten. Wir dienen dem Geld, indem wir alles Notwendige tun, damit die Macht des Geldes alles für unseren Vorteil tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dieselbe Art des Dienstes an Gott müssen wirt in Mt. 6:24 sehen, als Jesus die beiden nebeneinander stellt: „Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen.“ Falls wir also Gott und nicht dem Geld dienen wollen, dann müssen wir unsere Augen für die gewaltige, überlegene Freude öffnen, die Gott anbietet. Dann wird Gott eine größere Kontrolle über uns ausüben, als das Geld es kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden dienen, indem wir seiner Verheißung auf die vollkommenste Freude glauben und in diesem Glauben wandeln. Wir dienen nicht, indem wir versuchen, unsere Kraft seinem Nutzen zur Verfügung zu stellen, sondern indem wir tun, was notwendig ist, damit seine Kraft ständig zu unserem Nutzen zur Verfügung steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gehorsame Nutznießer''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutet natürlich Gehorsam. Ein Patient gehorcht dem Arzt, weil er hofft, gesund zu werden. Ein genesender Sünder vertraut den schmerzhaften Anweisungen des Therapeuten und folgt ihnen. Nur auf diesem Weg halten wir uns in einer Position, in der wir von dem profitieren können, was der göttliche Arzt anzubieten hat. In all dem Gehorsam sind wir die Nutznießer. Gott ist ständig der Geber. Deswegen ist es der Geber, der die Ehre erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist vielleicht das Wichtigste von allem. Der einzig richtige Weg, Gott zu dienen, ist der, der alle Ehre für ihn zurückbehält. „Wenn jemand predigt, dass er's rede als Gottes Wort; wenn jemand dient, dass er's tue aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesus Christus“ (1. Petr. 4:11). Wie dienen wir, dass Gott geehrt wird? Wir dienen durch die Kraft, die er gibt. Wenn wir am meisten für Gott aktiv sind, sind wir immer noch Empfangende. Gott wird die Ehre des Wohltäters niemals jemand anderem übergeben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lassen Sie uns nun hart arbeiten, aber niemals vergessen, dass es nicht wir sind, sondern die Gnade Gottes mit uns (1. Kor. 15:10). Lassen Sie uns nun gehorche wie immer, aber niemals vergessen, dass es Gott ist, der in uns sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt (Phil. 2:13). Lassen Sie uns das Evangelium verbreiten und uns selbst der Auserwählten zuliebe hingeben, es aber niemals wagen, von etwas anderem zu reden, als das, was Christus in uns gewirkt hat (Röm. 15:18). In all unserm Dienen sei Gott der Geber und Gott sei die Ehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bis die Menschen das verstehen, Brüder, sagt ihnen, dass sie Gott nicht dienen sollen!&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 17:32:29 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Br%C3%BCder,_sagt_ihnen,_dass_sie_Gott_nicht_dienen_sollen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Brüder, rettet die Heiligen</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Br%C3%BCder,_rettet_die_Heiligen</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Brothers, Save the Saints}}  Ich habe immer gesagt, mein Ziel als Pastorenausbilder war die Rettung von Sündern und der Aufbau des Leibes Christi – die …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Brothers, Save the Saints}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe immer gesagt, mein Ziel als Pastorenausbilder war die Rettung von Sündern und der Aufbau des Leibes Christi – die Verlorenen gewinnen und die Heiligen aufbauen. Aber hinter diesem Ziel gab es eine falsche Annahme. Die Annahme war, dass meine einzige Aufgabe bei der Errettung von Menschen darin bestand, den Verlorenen das Evangelium zu predigen und für sie zu beten. Wenn sie sich dann bekehrt hatten und in die Gemeinde kamen, war meine Mithilfe bei ihrer Errettung vorüber, und ich war einfach Gottes Vermittler in ihrem entsprechenden Grad der Erbauung oder Heiligung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Fehler war zu denken, dass es nur bei der Errettung der Verlorenen auf meine Predigt ankommt, nicht aber bei der Errettung der Gemeinde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen kam es mir eine Zeit lang merkwürdig vor, dass der puritanische Pastor zu seiner Herde sprach, als hinge ihr ewiges Leben davon ab. Warum hat sich Richard Sibbes (gest. 1635), der als der “freundliche Tropfer” bekannt war, so ernsthaft für die Heiligen eingesetzt, dass sie die „Gnade in der Ausübung“ behalten sollten? Seine Antwort: „denn es sind nicht die trägen Gewohnheiten, sondern die Gnade in der Ausübung, die uns bewahrt.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Puritaner glaubten, dass ohne dem Ausharren im Glaubensgehorsam die ewige Vernichtung nach sich zöge und nicht weniger Heiligung. Weil deswegen die Predigt und der pastorale Dienst im Allgemeinen großartige Mittel für das Ausharren im Glaubensgehorsam sind, ist es das Ziel eines Pastors, die Heiligen nicht nur aufzubauen, sondern zu retten. Was am Sonntag morgen auf dem Spiel steht, ist nicht nur die Auferbauung der Gemeinde, sondern ihre ewige Errettung. Es ist nicht schwer zu erkennen, warum die Puritaner das so ernst genommen haben. &lt;br /&gt;
Aber es waren nicht Sibbes, Baxter, Boston, Edwards und Spurgeon, die mich dazu bewegten, meine Ziel zu ändern. Er schrieb an Timotheus: „Hab Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören“ (1. Tim. 4:16). Die Zuhörer, an die Paulus hier denkt, sind nicht die Menschen außerhalb der Gemeinde (wie Vers 12 zeigt). Unsere Errettung und die Errettung derer, die uns Woche für Woche hören, hängt in einem großen Maß von unserer gläubigen Aufmerksamkeit bezüglich unserer persönlichen Heiligung und der gesunden Lehre ab. Es steht mehr auf dem Spiel als ein größerer oder kleinerer Fortschritt in der Heiligung. Die Errettung der Auserwählten steht auf dem Spiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 2. Tim. 2:9-10 berichtet Paulus von seinem Leiden für das Evangelium und sagt: “…für welches ich leide bis dahin, dass ich gebunden bin wie ein Übeltäter; aber Gottes Wort ist nicht gebunden. Darum dulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie die Seligkeit erlangen in Christus Jesus mit ewiger Herrlichkeit.“ Wenn Paulus sagt, dass er für die  Rettung der Auserwählten leidet, meint er damit nicht nur Leute, die noch nicht bekehrt sind. Denn er bemerkt in Kol. 1:24: „Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was an den Leiden Christi noch fehlt, für seinen Leib, das ist die Gemeinde.“ Nicht nur das, er sagt in dem unmittelbaren Kontext (2. Tim. 2:12): „Dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen.“ Die Errettung der Auserwählten hängt davon ab, dass sie Christus nicht verleugnen und an ihrem Aushalten im Glauben und Gehorsam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Paulus’s pastorale Arbeit ein Mittel ist, um den Auserwählten zu helfen, auszuharren, sieht er all seine Arbeit als Instrument bei ihrer Errettung. Ist es ein Wunder, dass Paulus unter „der täglichen Last“ seiner „Sorge um alle Gemeinden“ (2. Kor. 11:28) stöhnte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser wunderbaren Passage aus 2. Kor., wo Paulus lehrt, dass Gott  uns tröstet, wenn wir andere trösten, geht er über den Trost hinaus und sagt: „Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden“ (2. Kor. 1:6). Nochmals, es ist die Errettung der Gemeindeglieder, für die Paulus leidet und arbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel dafür, wie Paulus’s pastorale Arbeit zu der Errettung der Auserwählten führt, finden wir in 2. Kor. 7. Die Gläubigen zu Korinth waren in Sünde gefallen. Paulus schrieb ihnen einen Brief, der sie tief betrübte. Aber Paulus freute sich, denn ihre Betrübnis rief Buße hervor: „Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod“ (V. 10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was nun war Paulus’s Ziel in diesem harten, pastoralen Brief? Es war Buße unter der Rettung. Paulus’s Warnungen hatte die unschlüssigen Gläubigen dazu gebracht, Verstand anzunehmen und „ihre eigene Errettung mit Furcht und Zittern“ (Phil. 2:12) zu erarbeiten. Er hatte einen abirrenden Sünder von seinem falschen Weg abgebracht und folglich „seine Seele gerettet“ (Jak. 5:19-20). Das ewige Leben der Auserwählten hängt von der Effektivität der pastoralen Arbeit ab. Wie ernsthaft sollten wir auf uns selbst und die gesunde Lehre achten! &lt;br /&gt;
Es ist die Aufgabe eines Pastors, sich darum zu bemühen, dass niemand seiner Brüder und Schwestern zerstört wird. Paulus’s pastorales Herz schien darüber zu zerbrechen, als er das Ausbleiben der Liebe in der Gemeinde zu Rom sah (Röm. 14:15). Die Starken stellten ihre Freiheit zur Schau, indem sie Speisen aßen, die für die Schwachen Sünde gewesen wären (V. 14). Es ist erstaunlich, was Paulus hier auf dem Spiel stehen sah: „Wenn aber dein Bruder wegen deiner Speise betrübt wird, so handelst du nicht mehr nach der Liebe. Bringe nicht durch deine Speise den ins Verderben, für den Christus gestorben ist (V. 15). Zerstöre nicht um der Speise willen Gottes Werk. Es ist zwar alles rein; aber es ist nicht gut für den, der es mit schlechtem Gewissen isst (V. 20).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieselbe Warnung erging an die Gläubigen zu Korinth, die dazu neigten, mit ihrer Gleichgültigkeit gegenüber Fleisch zu prahlen, das zuvor den Götzen geopfert worden war. Paulus sagt zu ihnen: „Seht aber zu, dass diese eure Freiheit für die Schwachen nicht zum Anstoß wird! Denn wenn jemand dich, der du die Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch sitzen sieht, wird dann nicht sein Gewissen, da er doch schwach ist, verleitet, das Götzenopfer zu essen? Und so wird durch deine Erkenntnis der Schwache zugrunde gehen, der Bruder, für den doch Christus gestorben ist“ (1. Kor. 8:9-11). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Möglichkeit, das Wort “zerstören” (apollumi) abzuschwächen. Sein Gegenteil ist die Errettung und nicht weniger, wie das in 1. Kor. 1:18 und 2. Kor. 2:15 klar zum Ausdruck gebracht wird. Falls ein Bruder zerstört wird, ist er verloren. Der Hinweis geht auf die Zerstörung über den Tod hinaus, denn Paulus benutzt dasselbe Wort, wenn er sagt: „Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; so sind auch die, die in Christus entschlafen [gestorben] sind, verloren [zerstört – in der Hölle]“ (1. Kor. 15:17-18).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bei der pastoralen Warnung und der Predigt auf dem Spiel steht, ist nicht nur der Fortschritt der Gemeinde in der Errettung, sondern die Errettung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was für ein Fehler, wenn wir zu dem Schluss kommen: „Lasst uns nur Botschaften predigen, die den einfachen Plan der Errettung Woche für Woche aufzeigen.“ Dies ist ganz bestimmt nicht der Weg, die Herde zu hüten, über die „euch der Heilige Geist als Wächter eingesetzt hat“ (Apg. 20:28). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Petrus sagte: “Und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, damit ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil“ (1. Petr. 2:2), meinte er mit „Milch“ nicht, was Hebr. 5:12 im Gegensatz zu Fleisch meint. Alles, was er meinte, war der Hunger nach dem Wort der Gnade Gottes (1:25), genauso wie ein Baby nach Milch verlangt. Nur durch die Speise mit dem Wort können Sie wachsen, und nur durch das Wachstum können Sie die endgültige Errettung erlangen. Eine ständige Diät der Botschaft des Evangeliums, die den Heiligen nicht hilft, ihren Kinderschuhen zu entwachsen, lässt nicht nur ihren Charakter verkümmern, sondern gefährdet auch ihre Errettung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen uns an folgendes erinnern: im Leben eines Christen gibt es keinen Stillstand. Entweder kommen wir in der Errettung vorwärts oder wir treiben ab in die Zerstörung. Falls wir unseren Leuten nicht den unerschöpflichen Reichtum Christi zeigen, indem wir für sie den „ganzen Ratschluss Gottes“ entfalten (Apg. 20:27), lenken wir sie auf die Felsen, auf denen sie mit ihrem Glauben Schiffbruch erleiden können (1. Tim. 1:19). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es, was Hebr. 2:1-4 lehrt. Es gibt zwei Möglichkeiten: Auf das Wort des Herrn achten (V. 1, 3) oder davon abtreiben. Es gibt keinen Stillstand im Fluss der Gleichgültigkeit. Seine Strömung bewegt sich auf die Wasserfälle zu. Deswegen fragt Vers 3: „Wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein so großes Heil nicht achten, das seinen Anfang nahm mit der Predigt des Herrn und bei uns bekräftigt wurde durch die, die es gehört haben?“ Die Vernachlässigung unserer großartigen Errettung bedeutet, dass wir dem, was durch den Sohn offenbart wurde, keine Beachtung schenken (1:2), und das wir Jesus keine Beachtung schenken (3:1; 12:2). Das Ergebnis wird ein Abtreiben vom Wort und deswegen von der Errettung sein. „Seht zu, liebe Brüder, dass keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott“ (3:12). Der Sohn „Als er vollendet war, ist für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber des ewigen Heils geworden [gehorsam sind – Gegenwart, Verlaufsform]“ (5:9). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen ist der Weg, Sie und Ihre Zuhörer zu erretten (1. Tim. 4:16) nicht, das Wachstum Ihrer Leute durch eine fleischlose Diät von „Errettungsbotschaften“ aufzuhalten. Dies hatte die Hebräer direkt zurück in die Zerstörung geschickt (5:11-14). Der Weg, die Heiligen zu retten, ist, sie mit der ganzen Bibel zu füttern, denn es ist die Schrift, „die dich unterweisen kann zur Seligkeit“ (2. Tim. 3:15). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ein letztes Wort zur ewigen Heilsgewissheit. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt. Und das ist der Grund, warum der pastorale Dienst so äußerst ernst ist, und warum unsere Predigt nicht verspielt sondern ernsthaft sein muss. Wir predigen so, dass die Heiligen im Glauben an die Herrlichkeit festhalten können. Wir predigen nicht nur für ihr Wachstum, sondern weil sie zugrunde gehen, wenn sie nicht wachsen. Falls Sie wie ich ein Calvinist sind, dann ruhen Sie in dem souveränen Wort Christi: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ (Joh. 10:27-28). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auserwählten werden das Wort Gottes lieben, sie werden wachsen, sie werden bereuen, und sie werden ganz gewiss gerettet werden (Röm. 8:29-30). Aber sie werden nicht abgesondert von Ihrer Lehre gerettet werden. Gott hat verfügt, dass es Pastorenlehrer geben soll, und das nicht nur zum Zweck der Erbauung, sondern auch zum Zweck der Errettung. Mögen unsere Predigten den Geschmack der Ewigkeit in sich tragen. Denn die Ewigkeit steht jede Woche auf dem Spiel.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 17:34:28 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Br%C3%BCder,_rettet_die_Heiligen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Was? Ich und feindlich zu Gott?</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Was%3F_Ich_und_feindlich_zu_Gott%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|What? Me Hostile to God?}}  ''Meditation über Kolosser 1:21-22 ''  &amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Kolosser 1:21-22'''&amp;lt;br&amp;gt; Und obwohl euer Gemüt früher ablehnend und fei…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|What? Me Hostile to God?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Meditation über Kolosser 1:21-22 ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Kolosser 1:21-22'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und obwohl euer Gemüt früher ablehnend und feindselig war und ihr euch mit schlechten Geschichten abgegeben habt, hat er nun durch seinen sterblichen Körper für eure Versöhnung gesorgt, um in seiner Gegenwart gottgefällig und ohne Schuld und Tadel sein zu können.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beste Neuigkeit auf der ganzen Welt ist das Ende unserer Entfremdung von Gott und die Versöhnung mit dem Universum als unser Richter. Gott ist nicht mehr gegen uns, sondern für uns. Durch diese allmächtige Liebe für uns erfährt unsere Seele sehr viel Mut. Wenn das mächtigste Geschöpf an unserer Seite steht, wird die Seele ganz rein und geläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Christus für uns gestorben ist, sagt Paul, werden wir in der Gegenwart Gottes „für ihn gefällig und ohne Schuld und Tadel“ sein. Das sind schockierende Worte im Vergleich zu den unseren hier. Es ist zu schön, um wahr zu sein. Das ist in der Stunde des Todes wirklich nicht einfach zu fassen. Aber wir müssen uns die Moral predigen, dass die Gegenwart Gottes nicht deshalb ohne Schuld ist, weil unsere Seele nach der Bekehrung vollkommen sein wird, sondern weil ihn Gott unseretwegen zur Sünde gemacht hat, der keine Sünde kannte, damit wir in ihm zur Rechtschaffenheit Gottes werden (2 Korinther 5 21). Christus selbst „wurde für uns…Rechtschaffenheit und Heiligung und Erlösung“ (1 Korinther 1 30). In Gegenwart eines heiligen Gottes ist Christus an unserer Stelle unsere einzige Hoffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Pauls heile Botschaft von der Erlösung ist für die keine gute Nachricht, die die Feststellung in Kolosser 1:21 ablehnen. Er sagt: „Euer Gemüt war früher ablehnend und feindselig.“ Wie viele Menschen kennt ihr, die sagen: „Mein Gemüt ist Gott gegenüber feindselig“? Das ist keine übliche Selbstanalyse. Menschen behaupten selten: „Ich hasse Gott.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meint also Paul damit, wenn er sagt, dass Menschen Gott gegenüber „feindselig gesinnt“ waren, bevor sie durch das Blut Christi eine Versöhnung erfuhren? Ich glaube, er meint damit, dass diese feindliche Gesinnung gegenüber dem wahren Gott wirklich existiert, ohne dass sich Leute dazu aufraffen, sich über den wahren Gott Gedanken zu machen. Sie stellen sich Gott so vor, wie sie ihn gerne haben möchten, was nur wirklich selten eine ernsthafte Schwierigkeit mit ihm einräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erfuhr das vor kurzem noch deutlicher in einem Artikel im ''Star Tribune'' (16. Juni 1997, Seite A11). Stephanie Salter schrieb über Elisabeth Kübler-Ross, die mit 71 ihre Meinung geändert hat und der Welt erzählen möchte, dass ein guter Gott, der die Welt regiert und unser Gebet erhört, „eine Menge Unsinn ist. Glaubt kein Wort davon.“ Salter stimmte zu und sagte, dass „ Gott ein hinterhältiger, unfreundlicher, krankhaft besessener Flegel wäre, wenn er arbeiten würde, was Kühler Ross einmal glaubte.“ Sie beschreibt einen solchen Gott mit folgenden Worten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich bin heute die Ursache von Leukämie für sechs Babys in Iowa, reagiere mich an 10.000 Leuten in einem Taifun in Bangladesch ab und erhöhe die Rate von Prostatakrebs in Australien um 11 Prozent. Weil man mich so nett fragte, zersetze ich währenddessen den Gehirntumor einer Frau in London, manövriere ein Erdbeben der Stärke 8,3 von den Azoren weg und lasse die Kandidatin aus Schweden Miss Universum werden. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem Gott antwortet Salter: „Gut? Unendlich? Hört sich vielmehr an wie die abgedroschene Theke aus der Hölle.“ ''Vernehmt ihr darin auch eine feindliche Gesinnung?'' „Halt!“, sagt ihr, „man will nicht andeuten, dass ihre Beschreibung von Gott auch wahr ist, und dass ihre Feindseligkeit Gott gegenüber reell ist, von der Paul gesprochen hat, nicht wahr?“ Beinahe. Nicht alles davon ist wahr. Die verächtliche Darstellung des Gebets („weil sie so nett baten“) ist unvollständig. Die Tatsache, dass Gott der Krankheit und dem Unheil überlegen ist, wird allerdings eindeutig in der Heiligen Schrift gelehrt. „Wer erschuf den Mund des Menschen? Oder wer macht ihn stumm oder taub, sehend oder blind? Bin das nicht ich, Gott der Herr?“ (Exodus 4:11). „Wenn in einer Stadt ein Unglück geschieht, ist dann nicht Gott dafür verantwortlich?“ (Amos 3:6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage ist also die: Obwohl Ms. Salter den Eindruck vermittelt, dass Gott sich launisch verhält, unklug und ungerecht und lieblos, sind die nackten Tatsachen richtig und sie hasst sie. Ich glaube, das halten Menschen vom wahren Gott, abgesehen von der bezwingenden, devoten und aufschlussreichen Aufgabe des Heiligen Geistes. Paul sagt: Wir waren alle feindlich zu Gott. Im Innersten hassten wir seine absolute Macht und Moral. Dank der wunderbaren Wahrheit, dass der Tod von Christus die Gnade Gottes erwirkte, durch die er unsere Herzen eroberte und uns den Einen wieder lieben lernte, den wir einst hassten, wurde jeder von uns erlöst. Viele lehnen eine feindliche Gesinnung Gott gegenüber ab. Es ist ein Glück, dass er in seinem Ruhm Geduld und Nachsicht walten lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Supremat der Gnade und Macht Gottes zu würdigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 18:35:10 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Was%3F_Ich_und_feindlich_zu_Gott%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Von der Fülle Seiner Gnade haben wir alle empfangen Gnade um Gnade</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Von_der_F%C3%BClle_Seiner_Gnade_haben_wir_alle_empfangen_Gnade_um_Gnade</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Von der Fülle Seiner Gnade haben wir alle empfangen Gnade um Gnade“ nach „Von der Fülle Seiner Gnade haben wir alle Gnade um Gnade empfangen“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Von der Fülle Seiner Gnade haben wir alle Gnade um Gnade empfangen]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 18:25:01 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Von_der_F%C3%BClle_Seiner_Gnade_haben_wir_alle_empfangen_Gnade_um_Gnade</comments>		</item>
		<item>
			<title>Von der Fülle Seiner Gnade haben wir alle Gnade um Gnade empfangen</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Von_der_F%C3%BClle_Seiner_Gnade_haben_wir_alle_Gnade_um_Gnade_empfangen</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Von der Fülle Seiner Gnade haben wir alle empfangen Gnade um Gnade“ nach „Von der Fülle Seiner Gnade haben wir alle Gnade um Gnade empfangen“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|From His Fullness We Have All Received Grace upon Grace}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eine Weihnachtsbetrachtung zu Johannes 1,14-16'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Johannes 1, 14-16''' &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehe der erste Gottesdienst auf dem Nordcampus letzten Sonntag begann, war die kleine Band der betenden Gläubigen eifrig dabei für den Glauben unseres Volkes, die Kirchen der Zwillingsstädte und die Nationen zu beten. Zu einer bestimmten Zeit betete Jim Tomaszewski die Worte aus Johannes 1,14-16: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (…) Und ''von seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade''. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Es war einer dieser Erleuchtungsmomente für mich. Gott schenkte es, dass in diesem Moment das Wort „Fülle“ – von seiner ''Fülle ''– eine Fülle trug, die außergewöhnlich in ihrer Auswirkung auf mich war. Es war wie ein Regenguss des Heiligen Geistes. Ich fühlte ein gewisses Maß von dem, was das Wort wirklich bedeutet – ''die Fülle Christi''. Ich fühlte etwas von dem Wunder, dass, ja, ich tatsächlich Gnade um Gnade von seiner Fülle empfangen hatte. Und gerade in diesem Moment wurde mir Gnade um Gnade erwiesen. Ich fühlte genau, dass es nichts Schöneres gegeben hätte als den ganzen Nachmittag lang einfach zu seinen Füßen zu sitzen – oder meine Bibel zu lesen – und Seine Fülle überfließen zu spüren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum hatte diese Fülle solch einen Einfluss auf mich – und wieso bewegt sie mich sogar bis zum jetzigen Augenblick noch so ungewöhnlich? Zum Teil weil… &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*der, von dessen Fülle ich mit Gnade durchtränkt wurde, das Wort ist, das bei Gott war und Gott war (Johannes 1, 1-2), so dass Seine Fülle die Fülle von Gott ist – eine ''göttliche Fülle, eine unendliche Fülle''; &lt;br /&gt;
*dieses Wort Fleisch wurde und so einer von uns wurde und uns mit seiner Fülle nachging – es ist eine ''zugängliche Fülle''; &lt;br /&gt;
*als das Wort in menschlicher Form erschien, wurde seine ''Herrlichkeit ''gesehen – seine ist eine ''herrliche Fülle''; &lt;br /&gt;
*das Wort „der einzige Sohn des Vaters“ war, so dass die göttliche Fülle mir nicht nur von Gott sondern durch Gott gegeben wurde – Gott hat nicht einen Engel geschickt sondern ''seinen einzigen Sohn um uns die Fülle zu überbringen'';&amp;amp;nbsp; &lt;br /&gt;
*die Fülle des Sohnes ist eine Fülle der Gnade – ich werde in dieser Fülle nicht ertrinken sondern ''in jeglicher Hinsicht durch diese Fülle gesegnet'' sein; &lt;br /&gt;
*die Fülle ist nicht nur eine Fülle der Gnade sondern auch der Wahrheit – ich werde nicht begnadigt durch Schmeichelei, die die Wahrheit ignoriert; ''diese Gnade ist in felsenfester Realität verankert''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Während ich diese Ausführungen zu Christi Fülle auskoste, höre ich Paulus sagen: „In Ihm wohnt die ''ganze Fülle der Gottheit'' leibhaftig“ (Kolosser 2,9). Ich höre ihn sagen: „denn es ist das Wohlgefallen gewesen, dass in ihm ''alle Fülle'' wohnen sollte“ (Kolosser 1,19). Und ich höre ihn sagen: „in Ihm liegen ''alle Schätze ''der Weisheit und der Erkenntnis verborgen“ (Kolosser 2,3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus betet darum, dass wir Christi Fülle erleben würden. Nicht nur von ihr zu wissen, sondern von ihr erfüllt zu sein. So höre ich ihn für mich beten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass ich „begreifen möge mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Länge und die Tiefe und die Höhe; auch erkennen die Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis übertrifft, auf daß ihr erfüllt werdet mit der ''ganzen Fülle Gottes''.“ (Epheser 3, 18-19). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Fülle Gottes“ wird erfahren, so sagt er, wenn wir die Liebe Christi in ihrer Höhe und Tiefe und Länge und Breite begreifen – also in ihrer ''Fülle'' [im Englischen heißt es: Die &amp;quot;Fülle Gottes&amp;quot; wird erlebt, wenn uns die Kraft zum Verstehen gegeben wird, Anmerkung der Übersetzerin]. Dies ist bemerkenswert: Die Fülle Gottes ist das geistliche Begreifen (oder Erfahren) der Fülle der Liebe Christi. Diese Liebe ist die Gnade und Wahrheit, die den Sohn Gottes erfüllen und sich auf uns ergießt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich also Paulus zu den Römern von der „Fülle des Segens Christi“ (Römer 15,29) sprechen höre, weiß ich, wie er meine Erfahrung beschreibt. Wie ich mich danach sehne, dass ihr das alles erlebt. Nehmt euch selbst Zeit und Stille in diesen letzten Tagen des Jahres 2007 und sucht nach dieser Erfahrung. Bete für dich selbst Paulus’ Gebet aus Epheser 3,14–19 – „dass du mit aller Fülle Christi erfüllt werdest“ – dass du Kraft hast „mit allen Heiligen die Breite und Länge und Höhe und Tiefe zu begreifen, und die Liebe Christi, die alles Wissen übersteigt, zu erkennen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist mein Gebet für euch an diesem Weihnachten – dass ihr die Fülle Christi erleben mögt…, dass ihr in eurem tiefstem Herzen das Ausgießen von Gnade um Gnade erlebt…, dass die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater in eure Herzen scheinen möge und euch das Licht der Erkenntnis der Gnade Gottes in Form von Christus geben werde…, dass ihr erstaunt sein mögt, dass Christus so real für euch sein kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem überfließenden Sinn: Frohe Weihnachten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John &amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 18:25:01 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Von_der_F%C3%BClle_Seiner_Gnade_haben_wir_alle_Gnade_um_Gnade_empfangen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Können die Regenerierten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/K%C3%B6nnen_die_Regenerierten_aus_dem_Buch_des_Lebens_ausgetilgt_werden%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Können die Regenerierten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?“ nach „Können die Erretteten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Können die Erretteten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 18:09:31 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:K%C3%B6nnen_die_Regenerierten_aus_dem_Buch_des_Lebens_ausgetilgt_werden%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Können die Erretteten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/K%C3%B6nnen_die_Erretteten_aus_dem_Buch_des_Lebens_ausgetilgt_werden%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Können die Regenerierten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?“ nach „Können die Erretteten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Can the Regenerate Be Erased From the Book of Life?}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Eine Betrachtung zu Offenbarung 3,5''&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Offenbarung 3,5'''&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wer überwindet soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. &amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Jahresende liegt vor uns. Wenn etwas zu Ende geht, so denken wir unweigerlich über seine Dauer nach. Wir haben es (fast) bis zu einem weiteren neuen Jahr geschafft. Werden wir es bis zum nächsten auch schaffen? Viel wichtiger noch: Werden wir, so wie Jesus es sagt, bis zum Ende ausharren und so gerettet werden (Markus 13,13)? Das Durchhalten ist eine köstliche Verheißung und ein Geschenk. Es kommt jedoch nicht ohne Kämpfe. Aber wir kämpfen als Sieger. Und deshalb möchte ich dich ermutigen am Jahresende den guten Kampf wiederum zu kämpfen, und zutiefst zuversichtlich zu sein, dass Gott deinen Namen nicht aus dem Buch des Lebens austilgen wird.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kostbare biblische Wahrheit, dass die Heiligen bis zum Ende im Glauben durchhalten werden und gerettet werden, wird schonungslos von einer Generation zur nächsten Generation bestritten. Nichtsdestotrotz bleibt die Wahrheit bestehen, die fest auf der souveränen Treue Gottes beruht, der die Erlösung seiner Auserwählten zu Ende führen wird. Er hat sie in der Ewigkeit geplant, er hat sie durch Christi Tod am Kreuz erkauft und ist dabei sie durch den Heiligen Geist zu erwirken.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Römer 8,30 heißt es: „welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht“. Mit anderen Worten: zwischen dem Ereignis der Rechtfertigung durch den Glauben zu Beginn unseres christlichen Lebens und dem Ereignis der Verherrlichung, wenn unsere Körper auferstehen (Philipper 3,21), wird es keine Aussteiger oder Abbrecher geben. „Die, die er gerecht gemacht hat, die hat er auch herrlich gemacht“ – einen jeden von ihnen. Gott wird die bewahren und reinigen, die er gerecht gemacht hat, und er wird dafür sorgen, dass sie den Glauben bewahren und bis zum Ende aushalten werden und gerettet sind.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 1. Johannes 2,19 wird beschrieben, wie wir verstehen sollen, dass es offensichtlich Abtrünnige gibt: „Diese Feinde Christi kommen zwar aus unseren eigenen Reihen, in Wirklichkeit aber haben sie nie zu uns gehört. ''Denn wären sie wirklich Christen gewesen, hätten sie sich niemals so weit von uns entfernt''. Nun aber ist für jedermann sichtbar geworden, dass sie gar nicht zu uns gehören.“ Mit anderen Worten: Wenn man im Durchhalten versagt, ist das nicht ein Zeichen, dass man wahrhaftig wiedergeboren und gerechtfertigt ist, und dann verloren geht. Stattdessen ist das Versagen im Durchhalten ein Zeichen dafür, dass man niemals ein wirklicher Teil der erretteten Gottes Volkes gewesen war. Dies ist der eindeutige Punkt in 1. Johannes 2,19.&amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichtsdestotrotz gibt es Texte, durch die manche überzeugt sind, diese Lehre abzulehnen. Einer dieser Text, den ich nun betrachte, findet sich in Offenbarung 3,5, wo der Herr Jesus sagt: „Wer überwindet soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ''ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens'', und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige sagen, dies sei ein narrensicherer Text, der gegen die Lehre des Durchhaltens der Heiligen spricht. Sie nehmen an, dass, wenn in Offenbarung 3,5 steht, dass Gott nicht den Namen einer Person aus dem Buch des Lebens austilgen wird, es beinhaltet, dass er aber ''doch ''einige aus dem Buch austilgen wird, und dass sind die Menschen, die einmal gerechtfertigt aber später verdammt wurden. Ist das jedoch eine wahre Annahme? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verheißung „Ich werde seinen Namen nicht aus dem Buch des Lebens austilgen“ beinhaltet nicht notwendigerweise, dass die Namen einiger Personen in Wirklichkeit ausgetilgt werden. Die Verheißung sagt einfach zu dem einen, der im Buch des Lebens geschrieben ist und der im Glauben überwindet: Ich werde niemals deinen Namen auswischen. Ich werde dich sicher in dem Buch behalten. Das ist eines der Versprechen, das an die gemacht wird, die durchhalten und überwinden. Es heißt hier ''nicht'', dass die Namen derer, die im Überwinden versagen und von Christus abfallen im Buch geschrieben waren und ausgetilgt wurden.&amp;lt;br&amp;gt;Tatsächlich finden sich in der Offenbarung zwei andere Verse, die zu lehren scheinen, dass wenn dein Name im Buch geschrieben steht, bedeutet, dass du ganz gewiss durchhalten und überwinden wirst. Betrachte Offenbarung 13,8. „Und alle Menschen auf der Erde werden das Tier verehren und anbeten: ''alle'', deren Namen nicht schon seit Beginn der Welt im Lebensbuch des geschlachteten Lammes stehen.“ Dieser Vers impliziert, dass die, deren Namen „seit Beginn der Welt“ im Lebensbuch des Lammes geschrieben sind, gewisslich das Tier ''nicht'' anbeten werden. Anders gesagt: wenn unser Name im Lebensbuch seit Beginn der Welt geschrieben ist, scheint das zu bedeuten, dass Gott dich vor dem Fallen bewahrt und dir hilft im Gehorsam an Gott durchzuhalten. Im Buch zu stehen bedeutet, dass du ''nicht ''abfallen wirst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachte in gleicher Weise Offenbarung 17,8: „Das Tier, das du gesehen hast, war einmal da, auch wenn es jetzt verschwunden ist. Aber es wird aus dem Abgrund aufsteigen, und dann führt sein Weg in den endgültigen Untergang. Und den Menschen auf der Erde, deren Namen nicht schon seit Beginn der Welt im Buch des Lebens stehen, wird es beim Anblick dieses Tieres die Sprache verschlagen. Sie werden sich wundern, dass es zuerst da war, dann verschwand und plötzlich wieder auftauchte.“ Hier wiederum scheint die Tatsache, dass der Name im Lebensbuch seit Anbeginn der Welt geschrieben steht einen davor zu bewahren, dass man sich über das Tier „wundern“ wird. Die, deren Namen ''nicht ''im Buch des Lebens seit der Gründung der Welt geschrieben stehen, werden sich wundern. Wenn dein Name dort ''geschrieben ''steht, wirst du dich ''nicht ''wundern. &amp;lt;br&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre hier ist, dass es wirksam ist, seinen Namen im Buch geschrieben zu haben. Das heißt, es hat eine bestimmende Wirkung auf die eigenen Antworten. Seinen Namen im Lebensbuch des Lammes seit Beginn der Welt geschrieben zu haben ''garantiert'', dass du das Tier nicht anbeten oder dich über es wundern wirst. Johannes sagt nicht: „Wenn du das Tier anbetest, wird dein Name ausgetilgt“. Er sagt: „Wenn dein Name geschrieben steht, wirst du das Tier ''nicht ''anbeten“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies stimmt mit Offenbarung 3,5 überein: „Wer überwindet… und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens“. Der ''Triumph'', der in 3,5 ''gefordert ''wird, wird in 13,8 und 17,8 garantiert. Dies ist nicht mehr ein Widerspruch wie wenn Paulus sagt: „Arbeitet mit Furcht und Zittern an eurer Rettung. Und doch ist es Gott allein, der beides in euch bewirkt: Er schenkt euch den Willen und die Kraft, ihn auch so auszuführen, wie es ihm gefällt“ (Philipper 2,12-13). Es ist kein Unsinn, wenn man die Bedingung nennt: wenn du überwindest, wird Gott deinen Namen nicht austilgen (3,5); und die Zusicherung zu machen: wenn dein Name geschrieben steht, wirst du überwinden (13,8 und 17,8). Gottes „Aufgeschriebene“ ''müssen ''wirklich überwinden und sie werden ''wirklich ''überwinden. Die eine Seite betont unsere Verantwortung; die andere betont Gottes Souveränität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die praktische Auswirkung dieser Wahrheit ist nicht, dass wir Kavaliere des Glaubens, der Liebe und der Heiligkeit sein werden. Wachsamkeit (Hebräer 3,12), Strebsamkeit (Lukas 13,24) und ganzer Einsatz (Hebräer 12,14) sind nötig im christlichen Leben. Die Auswirkung ist aber, dass wir in der Gewissheit ruhen, dass wir nicht alleine in diesem „Kampf des Glauben“ gelassen werden. Der Gott, der dich gerufen hat, ist treu dich „fest [zu] erhalten bis ans Ende, dass [du] unsträflich [bist] auf den Tag unsers HERRN Jesu Christi.“ (1. Korinther 1,8). „Gott hat euch ja dazu [zur Heiligung] auserwählt; er ist treu, und was er verspricht, das hält er auch.“ (1. Thessalonicher 5,24). Er wird die Errettung, die er begonnen hat, auch zu Ende führen (Philipper 1,6). Wir werden durch die Kraft Gottes bewahrt (1. Petrus 1,5). Kämpfen ''müssen ''wir, denn nur die, die durchhalten, werden gerettet werden (Markus 13,13). Und kämpfen ''werden ''wir, denn Gott bewirkt in uns, dass wir wollen und nach seinem guten Gefallen tun (Hebräer 13,21). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieser Artikel wurde ursprünglich 1997 geschrieben und in ''Taste and See'' veröffentlicht.)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 18:09:30 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:K%C3%B6nnen_die_Erretteten_aus_dem_Buch_des_Lebens_ausgetilgt_werden%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Können die Regenerierten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/K%C3%B6nnen_die_Regenerierten_aus_dem_Buch_des_Lebens_ausgetilgt_werden</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Können die Regenerierten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden“ nach „Können die Regenerierten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Können die Regenerierten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 25 May 2010 19:23:53 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:K%C3%B6nnen_die_Regenerierten_aus_dem_Buch_des_Lebens_ausgetilgt_werden</comments>		</item>
		<item>
			<title>Können die Erretteten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/K%C3%B6nnen_die_Erretteten_aus_dem_Buch_des_Lebens_ausgetilgt_werden%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Können die Regenerierten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden“ nach „Können die Regenerierten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Can the Regenerate Be Erased From the Book of Life?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Debbie,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Here is the page for your translation. Thanks!! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blessings,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joya&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 25 May 2010 19:23:53 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:K%C3%B6nnen_die_Erretteten_aus_dem_Buch_des_Lebens_ausgetilgt_werden%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Können die Erretteten aus dem Buch des Lebens ausgetilgt werden?</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/K%C3%B6nnen_die_Erretteten_aus_dem_Buch_des_Lebens_ausgetilgt_werden%3F</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Can the Regenerate Be Erased From the Book of Life?}}  Hi Debbie,  Here is the page for your translation. Thanks!!   Blessings,  Joya“&lt;/p&gt;
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Hi Debbie,&lt;br /&gt;
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Joya&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 25 May 2010 19:20:16 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:K%C3%B6nnen_die_Erretteten_aus_dem_Buch_des_Lebens_ausgetilgt_werden%3F</comments>		</item>
		<item>
			<title>Brüder, betet für die Seminare</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Br%C3%BCder,_betet_f%C3%BCr_die_Seminare</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Brothers, Pray for the Seminary}}  Wir können die Wichtigkeit unserer Seminare bei der Gestaltung der Theologie und des Geistes der Gemeinden und Denomina…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Brothers, Pray for the Seminary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können die Wichtigkeit unserer Seminare bei der Gestaltung der Theologie und des Geistes der Gemeinden und Denominationen und Missionsunternehmen nicht genug betonen. Der Ton der Klassenräume und der Lehrer übt eine tiefe Wirkung auf den Ton unserer Kanzeln aus. Wovon unsere Lehrer begeistert sind, wird im Großen und Ganzen auch die Begeisterung unserer jüngeren Pastoren ausmachen. Was sie vernachlässigen, wird auch auf den Kanzeln vernachlässigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich dabei war, ein Seminar auszuwählen, gab mit jemand einen guten Rat. „Ein Seminar ist eine Sache“, sagte er mir. „Lehrkörper. Wählen Sie keine Denomination oder eine Bibliothek oder einen Standort. Wählen Sie einen großartigen Lehrkörper. Alles andere ist nebensächlich.“ Mit „großartigem Lehrkörper“ meinte er natürlich nicht nur charismatische Persönlichkeiten. Er meinte diese wunderbare Kombination aus Leidenschaft für Gott, für die Wahrheit, die Gemeinde und jene, die umkommen, zusammen mit einem tiefen Verständnis für Gott und sein Wort, einer hohen Wertschätzung der lehrmäßigen Wahrheit sowie eine sorgfältige Auslegung und Erklärung der unfehlbaren Bibel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, dass sein Rat richtig war: Wählen Sie ein Seminar wegen seiner Lehrer. Was bedeutet, dass, wenn wir für unsere Seminare beten, wir insbesondere für die Geister und Herzen der Lehrer und für jene beten, die sie beurteilen und einstellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir innehalten, um einen Moment darüber nachzudenken, was wir beten, beginnen wir, unser eigenes Dienstkonzept zu klären. Wir können nicht ohne Ziel beten. Und wir können kein Ziel für den Lehrkörper eines Seminars haben, sofern wir nicht eine Vision davon haben, welche Art von Pastoren wir mit einem Abschluss sehen wollen. Je mehr wir also versuchen zu beten, desto mehr sind wir gezwungen zu definieren, welche Werte wir uns im Büro des Pastors wünschen. Und wenn wir dies einmal geklärt haben, beginnen wir darüber nachzudenken, welche Art von Person und Pädagogik diese Werte fördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also drängt uns der Wille, für das Seminar zu beten, dazu, zumindest eine elementare pastorale Theologie und Philosophie der theologischen Ausbildung zu entwickeln. Was folgt, ist ein allererster Schritt in diese Richtung – eine grobe Skizze dessen, wovon ich denke, das wir es von unseren Seminaren benötigen. Meine Bitte teilt sich in drei Gruppen auf. Jede Gruppe spiegelt einen biblischen Wert wider, den wir meiner Ansicht nach zu Ziel haben sollten, und für den wir bei der Pastorenausbildung beten sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem alles umfassenden Ziel von Gottes Ruhm (erste Bitte) spiegeln die Bitten 2-7 mein Ziel wider, dass wir einen reumütigen und demütigen Sinn für die menschliche Unzulänglichkeit fördern. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun“ (Johannes 15:5). „Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns“ (2. Korinther 4:7). „Wer aber ist dazu tüchtig?“ (2. Korinther 2:16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bitten 8-11 spiegeln mein Ziel wider, dass wir eine große Leidenschaft für die allumfassende Tüchtigkeit fördern; und dass, für all unseren Enthusiasmus über die Zeitgeisterscheinungen im Dienst, der Pastor einen überwältigenden Eifer für die unveränderlichen Glaubensgrundsätze in seinem Herzen tragen sollte. „Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne“ (Philipper 3:7-8). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bitten 12-21 spiegeln mein Ziel wider, dass wir eine starke Bindung an die gesamte Schrift fördern und dass das, was die Apostel und Propheten in der Schrift predigten und lehrten, bei unserer sorgfältigen und ehrlichen Auslegung gegenüber dem Volk Gottes in hohem Maße wertvoll erachtet wird. „Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als einen rechtschaffenen und untadeligen Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht austeilt“ (2. Timotheus 2:15). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie mögen diese Gebete vielleicht durch die Lasten Ihres eigenen Herzens für die Seminare, um die Sie sich am meisten sorgen, ergänzen. Aber ich denke, diese sind unentbehrlich, um die Kraft und Reinheit in unseren Gemeinden zu vermehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bete: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Dass es das oberste, tief empfundene und ausdrückliche Ziel eines jeden Mitglieds des Lehrkörpers sein möge, zu lehren und einer Weise zu leben, dass seine Studenten dahin kommen, die Herrlichkeit Gottes mit glühender Heftigkeit zu verehren (1. Kor. 10:31; Mt. 5:16).&lt;br /&gt;
#Dass unter den vielen Wegen, auf denen dieses Ziel gesucht werden kann, der gesamte Lehrkörper es mit den Mitteln sucht, die in 1. Petr. 4:11 empfohlen werden: „Wenn jemand predigt, dass er's rede als Gottes Wort; wenn jemand dient, dass er's tue aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesus Christus. Sein ist die Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.” &lt;br /&gt;
#Dass die Aufgabe des Dienstes in solch einer Weise dargeboten wird, dass in den Herzen der Studenten wirklich die Frage aufkommt: „Wer ist zu diesen Dingen fähig?“ (2. Kor. 2:16). &lt;br /&gt;
#Dass in jedem Kurs die unerlässliche und wertvolle Befähigung des Heiligen Geistes mit besonderem Nachdruck in Vergleich zu anderen Mitteln des dienstlichen Erfolges hervorgehoben wird (Gal. 3:5). &lt;br /&gt;
#Dass Lehrer die pastorale Haltung fördern, die in 1. Kor. 15:10 und Röm. 15:18 ausgedrückt wird: „Ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. … Denn ich werde nicht wagen, von etwas zu reden, das nicht Christus durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk.” &lt;br /&gt;
#Dass die Armut im Geist, die in Mt. 5:3 empfohlen wird sowie die Demut und Sanftmut, die in Kol. 3:12, Eph. 4:2 und 1. Petr. 5:5-6 empfohlen wird, durch die Verwaltung, den Lehrkörper und die Studentenschaft deutlich kundgetan wird. &lt;br /&gt;
#Dass der Lehrkörper die Studenten durch Lehre und Beispiel mit der immensen pastoralen Notwendigkeit, ohne Unterlass zu beten, beeindrucken kann und an jedem Erfolg ohne das beharrliche Gebet im Vertrauen auf Gottes freie Gnade zu zweifeln (Mt. 7:7-11; Eph. 6:18). &lt;br /&gt;
#Dass der Lehrkörper den Studenten hilft, zu erspüren, was für eine unsagbar wertvolle Sache es ist, vom heiligen Gott gnädig behandelt zu werden, wenn wir es auch verdient haben, für immer in die Hölle geworfen zu werden (Mt. 25:46; 18:23-35; Lk. 7:42, 47). &lt;br /&gt;
#Dass, wegen unserer Lehrkörper in den Seminaren, Hunderte von Pastoren in 50 Jahren von heute an gerechnet die Worte John Newtons wiederholen, die er auf seinem Sterbebett sprach: „Meine Erinnerung ist nahezu verschwunden; aber ich erinnere mich an zwei Dinge: dass ich ein großer Sünder bin und dass Jesus ein großer Retter ist.” &lt;br /&gt;
#Dass der Lehrkörper die Studenten zu uneingeschränkter und jubelnder Freude über die verehrungswürdigen Wahrheiten der Schrift inspiriert. „Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele” (Psalm 19:8). &lt;br /&gt;
#Dass jeder Lehrer einen pädagogischen Stil entwickelt, der auf James Denney’s Maxime beruht: „Niemand kann den Eindruck vermitteln, dass er selbst klug ist und dass Christus mächtig ist, um zu retten.”&amp;lt;ref&amp;gt; Zitiert in John Stott, Between Two Worlds: The Art of Preaching in the Twentieth Century (Grand Rapids, MI: William B. Eerdmans Publishing Co., 1982), S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
#Dass es in der Behandlung der Schrift keine beschnittene Hochachtung darüber gibt, was für das Gebet und für das Leben wertvoll ist. &lt;br /&gt;
#Dass die Studenten einen Respekt für die furchtbaren Warnungen der Schrift sowie für ihre wertvollen Verheißungen entwickeln und diese auch benutzen; und dass das Gebot, „der Heiligung nachzujagen“ (Hebr. 12:14) nicht abgestumpft, sondern durch die Gewissheit der göttlichen Ermächtigung mit Kraft erfüllt wird. „Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen“ (Hebr. 13:20-21). &lt;br /&gt;
#Dass es eine starke und klare Überzeugung gibt, dass das tiefe und ausdauernde Studium der Schrift der beste Weg ist, um im Umgang mit den Problemen anderer Menschen weise zu werden. „Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt“ (2. Tim. 3:16-17). &lt;br /&gt;
#Dass der Lehrkörper nicht den Zeitgeist bei sorgfältigen Studien widerspiegelt, der in der Bibel „minimale Einheit und weitreichende Vielfalt“ sieht; aber dass sie den einheitlichen „ganzen Ratschluss Gottes“ verfolgen und den Studenten helfen, den Weg zu sehen, wie alles zusammenpasst. „Denn ich habe nicht unterlassen, euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen“ (Apg. 20:27). &lt;br /&gt;
#Dass deutliche biblische Einsichten in den Unterrichtsstunden verbreitet werden, sogar, wenn Themen mit einer Sprache und Beispielen behandelt werden, die von heutigen Wissenschaften entliehen sind. &lt;br /&gt;
#Dass Gott und sein Wort nicht als selbstverständlich als die stillschweigende Grundlage genommen werden, über die man nicht spricht oder die man nicht verehrt. &lt;br /&gt;
#Dass der Lehrkörper die “harte Disziplin” der Textanalyse mit einer intensiven Ehrfurcht vor der Wahrheit und der Schönheit von Gottes Wort verbindet. &lt;br /&gt;
#Dass beim Studium der Schrift immer wieder neue Entdeckungen gemacht und mit der Gemeinde durch Artikel und Bücher geteilt werden. &lt;br /&gt;
#Dass der Lehrkörper, die Dekane und Rektoren von Gott mit Weisheit und Mut beschenkt werden, um Berufungen auszusprechen, die die Erfüllung dieser Bitten fördern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass die Kommissionen und all jene, die mit der Leiterschaft betraut sind, aufmerksam über die moralische und lehrmäßige Glaubwürdigkeit des Lehrkörpers wachen und jede notwendige Disziplinierung ausführen, um die biblische Glaubwürdigkeit all dessen, was gelehrt und getan wird, zu bewahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brüder, lasst uns die Seminare nicht nur kritisieren oder kommentieren. Gott liebt seine Gemeinde und seine Wahrheit. Er bestimmt, dass sein Werk durch die Fürbitte seines Volkes getan werde. Generationen der Glaubwürdigkeit stehen auf dem Spiel. Deswegen, Brüder, lasst uns für die Seminare beten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 11 May 2010 17:01:11 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Br%C3%BCder,_betet_f%C3%BCr_die_Seminare</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn Sünder „Auf Wiedersehen“ sagen</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn_S%C3%BCnder_%E2%80%9EAuf_Wiedersehen%E2%80%9C_sagen</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/When Sinners Say Goodbye}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Zeit, das Altern und unsere herrliche Hoffnung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe dieses letzte Kapitel in dem Bewusstsein, dass jeder,&lt;br /&gt;
der bis hierher gelesen hat, wahrscheinlich sehr viel Zeit mit&lt;br /&gt;
Nachdenken über Dinge verbracht hat, die ihm bislang noch&lt;br /&gt;
nicht oder kaum in den Sinn gekommen waren. Vielleicht geht es&lt;br /&gt;
dir wie mir und du realisierst, dass wir zusammen eher selten begangene&lt;br /&gt;
Pfade gewandelt sind. Wir haben schwindelnde Höhen&lt;br /&gt;
der Lehre erklommen und sind in die schattigen Täler der Selbstbetrachtung&lt;br /&gt;
hinabgestiegen. Unser Pfad hat uns durch die weiten&lt;br /&gt;
Auen der Gnade und Barmherzigkeit geführt, wir sind aber auch&lt;br /&gt;
auf unerwartet felsige Abschnitte des Bekennens und Vergebens&lt;br /&gt;
gestoßen. Meine große Hoffnung ist, dass wir zu keinem Zeitpunkt&lt;br /&gt;
das Kreuz aus den Augen verloren haben, egal welchen&lt;br /&gt;
Wegteil wir gerade passierten. Das Kreuz ist der einzig sichere&lt;br /&gt;
Wegweiser für die Ehe, wenn Sünder sich das Ja-Wort geben. Bevor&lt;br /&gt;
wir zum Schluss kommen, möchte ich euch auf einen weiteren&lt;br /&gt;
Ausflug mitnehmen, wiederum an einen Ort, den mancher vielleicht&lt;br /&gt;
nicht erwartet hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedhöfe haben in meinem Leben immer eine sonderbare Rolle&lt;br /&gt;
gespielt. Als Kind war für meine Spielkameraden und mich ein&lt;br /&gt;
nahe gelegener Friedhof der Ort, an welchem wir uns versteckten,&lt;br /&gt;
bis die Gefahr, die unseren Kinderstreichen folgte, verflogen war.&lt;br /&gt;
Später haben Kimm und ich in der Nachbarschaft eines Friedhofes&lt;br /&gt;
gewohnt. Die Leute gehen normalerweise nicht zum Zeitvertreib&lt;br /&gt;
dorthin. Es gibt dort keinen Spielplatz, keinen Grillplatz und&lt;br /&gt;
keinen Starbucks. Man geht nur dahin, wenn man muss. Ich bin&lt;br /&gt;
eine Zeit lang mit unseren Kindern über den großen und stillen&lt;br /&gt;
Friedhof um die Ecke gegangen, und wir schauten uns die verschiedenen&lt;br /&gt;
Grabsteine an. Das mag dir als eine seltsame Art von&lt;br /&gt;
Eltern-Kind-Prägung erscheinen, doch tat ich es in der Absicht,&lt;br /&gt;
ihnen zu vermitteln, dass das Heute von Bedeutung ist, weil das&lt;br /&gt;
Morgen nicht als selbstverständlich genommen werden kann.&lt;br /&gt;
Selbst Kinder müssen etwas von der Kürze des Lebens begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal kamen wir an ein Doppelgrab, bei dem eine Seite&lt;br /&gt;
des Grabsteins beschrieben, die andere aber noch leer war. An dieser&lt;br /&gt;
Stelle halte ich inne und denke an die Geschichte einer Ehe,&lt;br /&gt;
die hier beschrieben sein mag. Ich stelle mir ein junges Pärchen&lt;br /&gt;
vor, zuerst im romantischen Himmel, dann mit großen Augen vor&lt;br /&gt;
dem Altar … später mit einem Neugeborenen auf den Armen,&lt;br /&gt;
dann mit einem zweiten Kind … Erinnerungen und Bilder einer&lt;br /&gt;
gemeinsam verbrachten Lebenszeit. Nun liegt einer der Ehepartner&lt;br /&gt;
hier, der andere ist auf sich allein gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor du nun aber das Buch beiseitelegst (nach dem Motto:&lt;br /&gt;
„Die anderen Kapitel waren ja okay, aber jetzt wird’s etwas depressiv,&lt;br /&gt;
also weg damit!“), hör mir bitte noch einen Moment zu. Teil&lt;br /&gt;
unseres Lebens in einer gefallenen Welt ist die Tatsache, dass wir&lt;br /&gt;
die letzte Konsequenz der Sünde Adams zu tragen haben – den&lt;br /&gt;
Tod. Die Statistiken sind eindeutig: Von allen, die geboren werden,&lt;br /&gt;
sterben alle! Es gibt kein Ausweichen und auch keine Ausnahmen.&lt;br /&gt;
(Okay, lassen wir Henoch und Elia außen vor! Wenn&lt;br /&gt;
aber von den anderen – Jesaja, Johannes der Täufer, die zwölf&lt;br /&gt;
Apostel, Paulus – keiner den Lebensabschnitt, bei dem es ans&lt;br /&gt;
Sterben ging, überspringen konnte, dann sind du und ich wohl&lt;br /&gt;
auch nicht auf dieser Kandidatenliste, oder?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat stellt die Schrift uns als Christen ein hochinteressantes&lt;br /&gt;
Ziel vor Augen: Gott möchte, dass wir gut sterben. Damit&lt;br /&gt;
meint sie nicht die Vorbereitung unserer Grabstätte, sondern stellt&lt;br /&gt;
die Frage, ob unsere Seelen durch die Heiligung auf die unvermeidbare&lt;br /&gt;
Wahrheit des Todes ausreichend vorbereitet sind. In der&lt;br /&gt;
Geschichte der Menschheit ist die auf Jugendlichkeit fixierte, leidensscheue&lt;br /&gt;
und realitätsferne Fantasiewelt der westlichen Kultur&lt;br /&gt;
eine Ausnahmeerscheinung. Hier scheint die Vorbereitung auf&lt;br /&gt;
den Tod etwas Schauerliches zu sein. Aber durch die Geschichte&lt;br /&gt;
hindurch wurde und auch in den meisten Teilen der heutigen&lt;br /&gt;
Welt wird der Tod immer als ein Teil des Lebens angesehen. Die&lt;br /&gt;
Puritaner haben in bewundernswerter Weise Gott in jeden Winkel&lt;br /&gt;
ihres Lebens mit hineingenommen. Deshalb haben sie die Ehe&lt;br /&gt;
auch nicht einfach nur als eine hervorragende Lebensform angesehen, sondern auch als Übungsfeld für das, was danach kommt.&lt;br /&gt;
Pastor Richard Baxter sah eines der Ziele der Ehe darin, „einander&lt;br /&gt;
für das Nahen des Todes vorzubereiten und sich gegenseitig in&lt;br /&gt;
den Hoffnungen des ewigen Lebens zu trösten.“&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer. A Quest for Godliness. Crossway Books: Wheaton, IL, 1990, (Reprint von Richard Baxter. Works IV: 234, The Poor Man’s Family Book. 1674).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ereilt der Tod selten beide Ehepartner zur selben&lt;br /&gt;
Zeit. Du wurdest mit deinem Partner zusammengefügt, ihr werdet&lt;br /&gt;
aber wahrscheinlich nicht zusammen abtreten. D.A. Carson&lt;br /&gt;
drückt dies recht nüchtern aus, wenn er sagt: „Wir müssen nur&lt;br /&gt;
lange genug leben, dann wird einer von uns des andern beraubt.“&amp;lt;ref&amp;gt;D.A. Carson. How Long O Lord? Baker Books: Grand Rapids, MI, 1990. S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat da etwas Wahres gesagt. Was geschieht, wenn dieses „bis&lt;br /&gt;
dass der Tod uns scheidet“ tatsächlich eintrifft? Mose betete in&lt;br /&gt;
Psalm 90: ''„Die Tage unserer Jahre sind siebzig Jahre, und, wenn in Kraft, achtzig Jahre … schnell eilen sie vorüber, und wir fliegen dahin“ (Psalm 90,10).'' Mose erkannte, dass die Zeit schnell vergeht, und mit ihr vergehen Ehemänner, Ehefrauen und Ehen. Haben&lt;br /&gt;
wir eine solche Sichtweise von der Ehe, die diese Unausweichlichkeit&lt;br /&gt;
mit einbezieht? Oder ignorieren wir sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sünder sagen auch zum Altern „Ja“====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mit Sport groß geworden und liebte ihn sehr. Zu sehr!&lt;br /&gt;
Auch später joggte ich noch viele Jahre lang regelmäßig. Jetzt habe&lt;br /&gt;
ich ein lädiertes Knie und einen widerspenstigen Rücken. Diese&lt;br /&gt;
beiden bilden so eine Art ‚Straßen-Gang‘ unter meinen Körpergliedern&lt;br /&gt;
und provozieren mich zu falschen Bewegungen, damit es&lt;br /&gt;
mir noch schlechter gehen soll. So sehr sich mein Stolz auch&lt;br /&gt;
sträubt, es einzugestehen, so ist doch mein Körper eindeutig auf&lt;br /&gt;
dem absteigenden Ast. Mittlerweile laufe ich also nicht mehr,&lt;br /&gt;
sondern ich gehe – „walken“ sagt man heute dazu. Und ich frage&lt;br /&gt;
mich, ob das Ganze nicht eines Tages dazu führt, dass ich schließlich&lt;br /&gt;
nur noch schleiche, um mich körperlich fit zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus konnte das offensichtlich nachempfinden. Er ermutigt&lt;br /&gt;
die Korinther mit diesen Worten: ''„Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert“ (2. Korinther 4,16).'' Obwohl Paulus sich selbst damit beschreibt, liefert er gleichzeitig eine&lt;br /&gt;
ziemlich genaue Diagnose auch von uns. Diese unvermeidbare&lt;br /&gt;
Vergänglichkeit rührt noch von unserem Vorfahren Adam her,&lt;br /&gt;
der sich von Gott abwandte, um von Ihm unabhängig zu sein.&lt;br /&gt;
Dadurch wurden alle Menschen zu dem universellen körperlichen&lt;br /&gt;
Schicksal verdammt, „Asche zu Asche“ und „Staub zu Staub“ zu&lt;br /&gt;
werden. Das Leben beinhaltet einfach den körperlichen Zerfall,&lt;br /&gt;
liebe Leser. Die einzige Frage ist, wann wir das definitiv erkennen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus überdeckt jedoch diese kalte körperliche Realität mit&lt;br /&gt;
der leuchtenden Wahrheit des Evangeliums. Denn unser physischer&lt;br /&gt;
Zerfall ist ja nicht das Einzige, was geschieht, sondern wir&lt;br /&gt;
werden innerlich zugleich in herrlicher Weise erneuert. Weißt du,&lt;br /&gt;
die Wiedergeburt, das biblische Konzept der Wiederherstellung,&lt;br /&gt;
ist nicht wie die erste Geburt. Bei der ‚alten‘, körperlichen Geburt&lt;br /&gt;
beginnen wir quasi schon beim Verlassen des Mutterleibes mit&lt;br /&gt;
dem Sterben. Bei der neuen, geistlichen Geburt belebt der Geist&lt;br /&gt;
Gottes unsere sündentoten Seelen so sehr, dass der Prozess umgekehrt&lt;br /&gt;
wird. Wir bauen nicht langsam ab, sondern werden im Laufe&lt;br /&gt;
der Zeit faktisch immer stärker!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist sehr erstaunlich, was in uns alles geschieht. Unsere Seelen&lt;br /&gt;
werden auf die Ewigkeit für Gott vorbereitet, und deshalb ermuntert&lt;br /&gt;
uns Paulus, angesichts unseres äußeren Zerfalls nicht den Mut&lt;br /&gt;
sinken zu lassen. Denn es stimmt ja: Körperlich entwickeln sich&lt;br /&gt;
die Dinge nicht so prächtig; was immer wir bis vor Kurzem noch&lt;br /&gt;
als physischen Aktivposten angesehen haben, entwickelt sich rasch&lt;br /&gt;
zu einer Belastung. Gesichter weisen Furchen auf, Haare werden&lt;br /&gt;
grau oder fallen aus, Muskeln erschlaffen und ‚mittlere Partien‘&lt;br /&gt;
nehmen zu. Ich sehe das jeden Tag im Spiegel! Verheiratete Paare&lt;br /&gt;
sprechen in jungen Jahren oft wehmütig vom gemeinsamen Älterwerden.&lt;br /&gt;
Glaubt mir, das ist schwieriger, als es aussieht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dir das Leben also in einer Weise begegnet, wie du es&lt;br /&gt;
nicht erwartet hast, dann denke daran: Es hat in deinem Leben&lt;br /&gt;
eine Wiedergeburt gegeben, die einen geistlichen Ausbruch aus&lt;br /&gt;
dem Zerfall deines Leibes bedeutet. Und diese Kraft der Wiedergeburt&lt;br /&gt;
wirkt in jedem Bereich unseres Seins und macht uns bereit&lt;br /&gt;
und fähig für ein ewiges Leben mit Jesus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine Geschichte der Erneuerung: Mark und Carol====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ehe von Mark und Carol war kompliziert. Sie lernten sich an&lt;br /&gt;
der Uni kennen, verliebten sich und begannen ihr erstes Ehejahr.&lt;br /&gt;
Als Frischvermählte durchlebte Carol häufiger Zeiten der Entmutigung,&lt;br /&gt;
und Mark fand es schwierig, in seine Rolle als Ehemann&lt;br /&gt;
hineinzufinden. Er verbrachte sehr viel Zeit mit seinen Freunden,&lt;br /&gt;
entweder beim Sport oder beim Zuschauen von Sport. Carol und&lt;br /&gt;
er schienen eher Singles zu sein, die zufällig verheiratet waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mark meinte von Carol, dass sie diejenige sei, die Probleme&lt;br /&gt;
habe. Und dem wollte er sich nicht so sehr aussetzen. Seine Arbeit&lt;br /&gt;
brachte es dann auch mit sich, dass er viel Zeit mit anderen Frauen&lt;br /&gt;
verbringen musste. Und dann sagte er: „Meine Gefühle wurden&lt;br /&gt;
von Carol weggezogen; ich hatte Gefühlsaffären mit anderen&lt;br /&gt;
Frauen.“ Schließlich suchten beide Hilfe, und ein Eheberater&lt;br /&gt;
schlug ihnen eine Hausaufgabe vor: „Schreibt drei Gründe auf,&lt;br /&gt;
weshalb ihr geheiratet habt, und dann sprecht darüber.“ „Das war&lt;br /&gt;
die schwierigste Aufgabe, die mir jemals gestellt wurde!“, erinnerte&lt;br /&gt;
sich Mark später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sie ihre Punkte miteinander besprachen, durchbrach&lt;br /&gt;
Gott Marks Denken, und er konnte plötzlich mit erstaunlicher&lt;br /&gt;
Klarheit die Tiefe seiner Selbstbezogenheit und Verantwortungslosigkeit&lt;br /&gt;
erkennen. „An diesem Punkt zerbrach ich, und Gott&lt;br /&gt;
stellte im selben Augenblick meine Sicht für meine Ehe und meine&lt;br /&gt;
Liebe zu Carol wieder her“, erinnert er sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bekenntnis und Umkehr begann Gott in Marks Herzen&lt;br /&gt;
einen Prozess der Erneuerung, der schließlich jeden Bereich seiner&lt;br /&gt;
Ehe erreichte und der ihn für eine katastrophale Nachricht vorbereitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fürsorge für zerfallenden Ton'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Verheiratete ist mit einem im Zerfall begriffenen Gefährten&lt;br /&gt;
vereint. Als ''„Schätze in irdenen Gefäßen“'' bezeichnet uns Paulus&lt;br /&gt;
(2. Korinther 4,7). Das ist eine bildhafte Darstellung, die gut&lt;br /&gt;
passt, egal ob du gerade zwischen Verlobung und Hochzeit stehst&lt;br /&gt;
oder schon die Hochzeitstage in Jahrzehnt-Einheiten zählst. Und&lt;br /&gt;
Fürsorge für die irdenen Gefäße, sprich den Ton, ist Teil der Berufung&lt;br /&gt;
einer Ehe. Wir haben die Freude, einander für den Himmel&lt;br /&gt;
vorzubereiten, während die Erde ihren Anspruch an den Körper ausbreitet. Während das äußere Gefäß selbst schon am Zerfallen&lt;br /&gt;
ist, dürfen wir aber dennoch mit klarem Blick auf unsere innere&lt;br /&gt;
Erneuerung schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Mark und Carols Ehe zu erblühen begann, hatten sie&lt;br /&gt;
noch keine Ahnung davon, dass sich in Carols Körper ein Sturm&lt;br /&gt;
zusammenbraute. Es begann mit sonderbaren Symptomen: Kribbeln&lt;br /&gt;
in den Händen und Zehen, Probleme mit den Augen. Es&lt;br /&gt;
schien etwas Ernsthaftes zu sein, und ein Besuch beim Arzt bestätigte&lt;br /&gt;
ihre Befürchtungen: Carol litt an chronisch voranschreitender&lt;br /&gt;
Multipler Sklerose (MS). Das Verfallen des ‚Lehmgefäßes‘ begann&lt;br /&gt;
schon bald danach. Zuerst musste Carol immer langsamer&lt;br /&gt;
gehen, dann benötigte sie eine Krücke, bald danach schon den&lt;br /&gt;
Rollstuhl. Zuletzt blieb sie ans Bett gefesselt – und all dies geschah&lt;br /&gt;
mit einer vernichtenden Geschwindigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig begann aber noch etwas weit Wichtigeres zu geschehen:&lt;br /&gt;
Erneuerung. Obwohl Carols Gesundheit am Zerfallen&lt;br /&gt;
war, lebte ihre Seele neu zu Gott hin auf. Und auch ihr Ehemann&lt;br /&gt;
erlebte eine komplette Erneuerung. Mark erzählt: „Als die MS anfing,&lt;br /&gt;
sichtbar zu werden, hatte Gott schon begonnen, mein Herz&lt;br /&gt;
Carol zuzuwenden. Die Diagnose kam fast zeitgleich mit dem gesegneten&lt;br /&gt;
Durchbruch in unserer Ehe. Die MS beeinträchtigte Carols&lt;br /&gt;
Sehen, ihre motorischen Fähigkeiten, ihre Körperfunktionen&lt;br /&gt;
und Beweglichkeit. Scheinbar blieb nichts an ihrem Leibe davon&lt;br /&gt;
unberührt. Aber ich hatte mich wieder in Carol verliebt und&lt;br /&gt;
konnte nur sehen, wie schön sie für mich war.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carol ist mittlerweile seit zwölf Jahren ans Bett gefesselt. Ihren&lt;br /&gt;
Freunden und der Familie ist sie ein Brief Christi geworden, geschrieben&lt;br /&gt;
in sehr zerbrechlicher, menschlicher Form. Bei den seltenen&lt;br /&gt;
Gelegenheiten, an denen sie das Bett verlassen kann, versucht&lt;br /&gt;
Mark, etwas Besonderes mit ihr zu tun. Ihr Rollstuhl ist so&lt;br /&gt;
gebaut, dass sie auch liegend gefahren werden kann. Er ist eine&lt;br /&gt;
sehr ausgeklügelte Entwicklung. Mark nimmt den Rollstuhl jedoch&lt;br /&gt;
kaum wahr; er ist viel zu sehr in die Frau darin verliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Lass den Mut nicht sinken'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine reifer werdende Ehe lernt immer mehr, schon bis zur Ziellinie&lt;br /&gt;
des gemeinsamen Lebens zu schauen – und darüber hinaus.&lt;br /&gt;
Als verheiratete Christen gewährt Gott uns die außergewöhnliche&lt;br /&gt;
Ehre, uns der inneren Erneuerung zu freuen und sie zu pflegen&lt;br /&gt;
und uns gleichzeitig auf den äußerlichen Zerfall vorzubereiten.&lt;br /&gt;
Welch eine Ironie, zu zerfallen, aber dennoch ewig zu leben. Das&lt;br /&gt;
ermöglicht das Evangelium, das der einzig wahre Schatz in unseren&lt;br /&gt;
brüchigen Tongefäßen ist. Nicht jeder verheiratete Christ&lt;br /&gt;
sieht dies so deutlich; aber wer es deutlich erkennt, dem gereicht&lt;br /&gt;
es zu bleibender Freude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kurzem überraschte Mark seine Carol mit einer Verabredung&lt;br /&gt;
zum ‚Galadinner der Verliebten‘, das von ihrer Gemeinde&lt;br /&gt;
veranstaltet wurde. Das war eine Veranstaltung, die ihnen jedes&lt;br /&gt;
Mal sehr gefallen hat. Und diesmal hatte Mark sich noch etwas&lt;br /&gt;
Besonderes ausgedacht. Während eines langsamen Tanzes ging er&lt;br /&gt;
zu ihr, nahm ihren Rollstuhl und begann, mit ihr zu tanzen. Er&lt;br /&gt;
drehte sie einfach in ihrem Stuhl im Kreis und sagte ihr, wie sehr&lt;br /&gt;
er sie liebte. Für ihn, Carol und alle, die es beobachteten, war dies&lt;br /&gt;
ein sehr ergreifender Augenblick, als die Menge sich teilte, um den&lt;br /&gt;
beiden Liebenden die Mitte der Tanzfläche zu überlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;In dieser Gemeinde wie in den anderen Gemeinden von Sovereign Grace Ministries tanzen ausschließlich Ehepartner miteinander. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom irdischen Standpunkt aus stehen die Dinge für Carol&lt;br /&gt;
heute schlimmer als je zuvor. Sie zerfällt zusehends, und ohne&lt;br /&gt;
göttliches Eingreifen wird sie an den Komplikationen ihrer&lt;br /&gt;
Krankheit sterben. Mark weiß dies, doch empfindet er auch eine&lt;br /&gt;
tiefe Ehre darin, für seine Frau sorgen zu können, solange er sie&lt;br /&gt;
noch bei sich hat. Mark sagt: „Ich sehe es als Vorrecht und Ehre,&lt;br /&gt;
Carol auf diese Weise dienen zu können. Das hat durchaus seine&lt;br /&gt;
schwierigen Seiten, aber ich sehe es als Gottes Weg, mir zu zeigen,&lt;br /&gt;
wie sehr Er mich liebt. Ich spüre Seine Liebe ''für'' mich in der Art&lt;br /&gt;
und Weise, wie Er Carol ''mir'' anvertraut hat!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mark und Carol gehören zu meinen persönlichen Helden. In&lt;br /&gt;
der ihnen auferlegten, äußerst schweren Prüfungszeit bereiten sie&lt;br /&gt;
dadurch, wie sie in dieser Welt leben, einander für eine andere&lt;br /&gt;
Welt vor. Immer wieder einmal gewährt ihnen Gott dabei einen&lt;br /&gt;
Vorgeschmack auf das, was dann kommen wird. „Es gibt Tage“,&lt;br /&gt;
sagt Mark, „da sitzen Carol und ich zusammen und beten, und es&lt;br /&gt;
ist, als ob man auf heiligem Grund steht. Wir spüren die Gegenwart&lt;br /&gt;
Gottes und wissen einfach, dass Er bei uns ist. Ich glaube,&lt;br /&gt;
diese Momente sind ein kleiner Vorgeschmack des Himmels für&lt;br /&gt;
uns.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Tages mögen du oder ich ebenfalls dazu gerufen werden,&lt;br /&gt;
etwas Ähnliches für unseren Ehepartner zu tun. Werden wir eine&lt;br /&gt;
solche Zeit als Gottes Liebe zu uns wahrnehmen können, wenn Er&lt;br /&gt;
uns einen leidenden Ehepartner zur Fürsorge und Liebe anvertraut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird unsere Ehe dann etwas von dem himmlischen Geschmack&lt;br /&gt;
haben? Ich bin dankbar, dass ich Mark und Carol kenne,&lt;br /&gt;
die mir zeigen, wie dies getan werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sünder sagen „Ja“, wenn die Zeit kommt, Abschied zu nehmen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus hat etwas Wichtiges verstanden. Während die innere Erneuerung&lt;br /&gt;
das wirklich Entscheidende ist, dürfen wir jedoch nicht&lt;br /&gt;
so tun, als könne man die Tatsache des äußerlichen Zerfalls leugnen.&lt;br /&gt;
Der Tod wirkt in einem jeden von uns (2. Korinther 4,12).&lt;br /&gt;
Die einzige Frage besteht darin, wann und wie er eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Ehe hat ihre letzten Momente, wobei normalerweise den&lt;br /&gt;
einen der Tod besucht und den anderen die Trauer. Wenn dem&lt;br /&gt;
Evangelium innerhalb einer Ehe Raum gegeben war, dann werden&lt;br /&gt;
beide Ehepartner darauf vorbereitet sein. Denjenigen, der zuerst&lt;br /&gt;
geht, erwartet eine Heimkehr – das nicht vorstellbare Hinübergehen&lt;br /&gt;
in eine andere Welt, an den Ort, für den wir geschaffen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der geheimnisvollen Vorsehung Gottes bleibt jedoch gewöhnlich&lt;br /&gt;
ein Partner zurück. Die Reise seines Tongefäßes ist noch&lt;br /&gt;
nicht vorüber. Für ihn hat eine Prüfungszeit der Trauer begonnen,&lt;br /&gt;
die sein Leben und auch seine Gefühlslage völlig verändert.&lt;br /&gt;
Trauer ist ein Weg ins Unbekannte, eine allbekannte Erfahrung,&lt;br /&gt;
die auf sehr intensive persönliche Weise erlebt wird. C.S. Lewis&lt;br /&gt;
reflektierte den Tod seiner Frau folgendermaßen: „Niemand hat&lt;br /&gt;
mir je gesagt, daß das Gefühl der Trauer so sehr dem Gefühl der&lt;br /&gt;
Angst gleicht.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.S. Lewis. Über die Trauer. mit einem Vorwort von Verena Kast. Benzinger-Verlag: Zürich und Düsseldorf, 19992. S. 25 (Originaltitel: A Grief Observed. Harper Collins: New York, 1961).&amp;lt;/ref&amp;gt; Und doch dürfen wir sogar in den dunkelsten&lt;br /&gt;
Momenten unserer Trauer Gott wohlgefällig sein. Wir trauern ja&lt;br /&gt;
nicht als solche, die hoffnungslos sind (1. Thessalonicher 4,13).&lt;br /&gt;
Wir haben doch eine großartige, faszinierende und freudevolle&lt;br /&gt;
Hoffnung, die uns der Auferstandene garantiert hat. Das Feuer&lt;br /&gt;
dieser Evangeliumshoffnung brennt tief in uns, selbst wenn wir&lt;br /&gt;
uns nicht in der Lage fühlen, es selbst zu nähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine Geschichte der Befreiung und Hoffnung: Jere und Albert====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jere beugte sich nahe an Alberts Ohr. Sie wollte sicherstellen, dass&lt;br /&gt;
ihre Worte gehört wurden, während er – zwischen zwei Welten&lt;br /&gt;
schwebend – dalag. Es war erst die zweite Woche seines Aufenthaltes&lt;br /&gt;
im Hospiz, doch verschlechterte sich sein Zustand zusehends.&lt;br /&gt;
Er war nicht mehr wach, und seine Körperfunktionen kamen&lt;br /&gt;
allmählich zum Stillstand. „Liebling, lauf hin zu Jesus. Mach&lt;br /&gt;
dir keine Sorgen um mich, Er wird sich auch um mich kümmern.&lt;br /&gt;
Aber du darfst jetzt gehen“, so lauteten Jeres einfühlsame Worte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war seit 42 Jahren mit Albert verheiratet. Die letzten elf davon&lt;br /&gt;
hatte sie ihm in seinem Kampf mit dem Krebs zur Seite gestanden.&lt;br /&gt;
Da waren die Bestrahlungen, die Medikamente, die Nebenwirkungen&lt;br /&gt;
und auch der tägliche Kampf mit der Angst. Gott&lt;br /&gt;
hatte Albert lange vor einer solchen Leidenszeit bewahrt und ihn&lt;br /&gt;
geschont, um ihn zuvor ausreichend mit dem Evangelium zu umgeben&lt;br /&gt;
und ihm segensreiche Zeiten in seiner Ehe zu schenken.&lt;br /&gt;
Aber dann kam der Krebs. Er blieb lange und behielt die Oberhand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jere verstand, was die Stunde schließlich geschlagen hatte. Sie&lt;br /&gt;
hatte sich vor diesem Moment gefürchtet, aber war auch auf ihren&lt;br /&gt;
Knien mit Gott übereingekommen, dass sie ihrem Mann im Sterben&lt;br /&gt;
genauso dienen wollte wie in seinem Leben. Schließlich war&lt;br /&gt;
Albert ein Mann der Liebe und der Pflichterfüllung gewesen. Jere&lt;br /&gt;
wusste, dass er gegen den Tod kämpfen würde, und zwar so lange,&lt;br /&gt;
bis er überzeugt war, dass sie auch ohne ihn das Leben meistern&lt;br /&gt;
könnte. Ja, und dann flüsterte sie ihm tröstend ins Ohr: „Liebling,&lt;br /&gt;
es wird gut gehen, du kannst dort auf mich warten!“ Und sie hielt&lt;br /&gt;
seine Hand, als er ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Tal der Todesschatten klammerte sich Jere nicht an&lt;br /&gt;
ihren Ehemann wie an einen Abgott. Als er ging, ließ sie ihn einfach&lt;br /&gt;
los. Sie hatte nicht ein Gefühl der Verzagtheit. Sie warf nicht&lt;br /&gt;
verzweifelt die Arme über den Kopf und seufzte nicht: „Nun gut,&lt;br /&gt;
Gott, das hier ist Dein Spiel, und ich muss mich ja, ob ich will&lt;br /&gt;
oder nicht, Deinen Regeln unterwerfen.“ Nein, sondern in ihr war&lt;br /&gt;
ein tiefes Vertrauen, dass Gott den Überblick hatte und sie sich&lt;br /&gt;
auf Ihn verlassen konnte. Da war Mut, einer Zukunft nach ihrer&lt;br /&gt;
Ehe entgegenzuschauen. Das nennt man Glauben. Es ist die Art&lt;br /&gt;
Glaube, die sagt: ''„Der HERR hat gegeben, und der HERR hat genommen, der Name des HERRN sei gepriesen!“ (Hiob 1,21).'' Eine&lt;br /&gt;
göttliche Hoffnung hatte Jeres Trauer überstrahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Seinem Wort bietet Gott eine herrliche Wahrheit an, die&lt;br /&gt;
mit Hoffnung gesättigt ist. Sie gilt für Jere und auch für jeden anderen&lt;br /&gt;
Christen, der einen solchen Verlust erleidet: ''„Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Bedrängnis bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit“ (2. Korinther 4,17).'' Diese Wahrheit inspiriert zu herrlichster&lt;br /&gt;
Hoffnung, wenn Tongefäße zerbrechen, sodass man sie nicht&lt;br /&gt;
mehr reparieren kann. Wenn Sünder Abschied nehmen, sollten&lt;br /&gt;
diejenigen, die zurückbleiben, diese gewichtigen Wirklichkeiten&lt;br /&gt;
himmlischer Hoffnung im Herzen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mein Verlust ist „leicht“'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das griechische Wort, das hier mit „leicht“ wiedergegeben wird,&lt;br /&gt;
bedeutet „leicht an Gewicht“, „leicht zu ertragen“, „ohne viel&lt;br /&gt;
Substanz“. Es ist dasselbe Wort, das Jesus in Matthäus 11,30 gebrauchte,&lt;br /&gt;
als Er sagte: ''„Meine Last ist leicht.“'' Paulus stellt damit&lt;br /&gt;
den Verlust nicht als irrelevant oder unbedeutsam dar. Wir waren&lt;br /&gt;
wahrscheinlich alle schon einmal einem Trauerfall nahe genug,&lt;br /&gt;
um zu wissen, dass der Schmerz beim Verlust eines geliebten&lt;br /&gt;
Menschen sehr real ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch versucht Paulus nicht, den Trauerschmerz herunterzuspielen.&lt;br /&gt;
Der Verlust ist real, jedoch muss er nicht zu einer vernichtenden&lt;br /&gt;
Last werden. Tatsächlich wird das Wort „leicht“ hier absichtlich&lt;br /&gt;
in Kontrast zu dem ''„unvergleichlichen Gewicht an Herrlichkeit“,''&lt;br /&gt;
die uns im Himmel erwartet, gestellt. „Wenn Paulus&lt;br /&gt;
sagt, dass seine Leiden leicht sind“, schreibt John Piper, „dann&lt;br /&gt;
meint er damit nicht leichtgewichtig oder schmerzlos. Er meint&lt;br /&gt;
damit, dass sie im Vergleich zu dem, was kommen wird, wie&lt;br /&gt;
nichts erscheinen. Verglichen mit der kommenden Herrlichkeit&lt;br /&gt;
sind sie wie Federn auf der Waage.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Piper. Predigt. Bethlehem Baptist Church: Minneapolis, MN, 6. September 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Leben ist der Tod&lt;br /&gt;
eines Ehepartners ein einschneidender Moment, dessen Narbe uns&lt;br /&gt;
bis zu unserem eigenen Tod erhalten bleiben wird. Verglichen jedoch&lt;br /&gt;
mit dem, wohin wir unterwegs sind, ist er lediglich eine&lt;br /&gt;
leichte Kursänderung im Ozean der Ewigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeres Trauer war vollkommen real. Sie machte Schlaflosigkeit&lt;br /&gt;
durch, Apathie und mentale Antriebslosigkeit. Sie konnte sich&lt;br /&gt;
manchmal nicht mehr an Alberts Aussehen erinnern – und das&lt;br /&gt;
nach 42 Jahren Ehe! Aber sie hatte Hoffnung. Ihr Vertrauen auf&lt;br /&gt;
Gott half ihr, die Augen über sich selbst hinaus zu erheben. Der&lt;br /&gt;
Glaube begann, in ihr gute Werke hervorzubringen. Zunächst&lt;br /&gt;
waren es nur kleine Dinge – beispielsweise der Wille, am Morgen&lt;br /&gt;
aufzustehen, oder der Mut, überhaupt das Haus zu verlassen. Als&lt;br /&gt;
sie aber begann, Gehorsam zu säen, erntete sie nach und nach eine&lt;br /&gt;
neue Sicht. Menschen um sie herum litten ebenfalls, und sie war&lt;br /&gt;
nun frei zu helfen. Sie trauerte und konnte dennoch anderen dienen.&lt;br /&gt;
Ihr damaliger Pastor sagte: „Sie trauerte, brachte sich aber&lt;br /&gt;
auch gezielt in die örtliche Gemeindearbeit ein. Sie suchte mich&lt;br /&gt;
auf, um zu hören, wie sie der Gemeinde dienen konnte. Sie nahm&lt;br /&gt;
eine Arbeit auf, organisierte sich aber absichtlich so, dass sie ihren&lt;br /&gt;
Glaubensgeschwistern zur Verfügung stehen konnte. Alberts Tod&lt;br /&gt;
brachte ihr eine neue Ausrichtung und entfachte ein Verlangen,&lt;br /&gt;
mehr denn je am Leben teilzunehmen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Meine Leiden sind vorübergehend'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns in Leiden befinden, scheinen sie nicht vorübergehender&lt;br /&gt;
Natur zu sein. Sie haben vielmehr eine Eigenschaft, die&lt;br /&gt;
uns meinen lässt, dass sie wohl nie zu Ende gehen. So oder ähnlich&lt;br /&gt;
erscheint es uns jedenfalls. Aber Gott lädt uns ein, von unserem&lt;br /&gt;
Tisch aufzustehen und einmal auf die andere Seite zu kommen.&lt;br /&gt;
Er möchte, dass wir unser Leben aus einer anderen Perspektive&lt;br /&gt;
betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso, wie „leicht“ im 2. Korintherbrief zu dem „Gewicht&lt;br /&gt;
an Herrlichkeit“ in Kontrast gestellt wird, wird auch das Wort&lt;br /&gt;
„''vorübergehend''“ mit dem „''ewigen'' Gewicht an Herrlichkeit“ verglichen.&lt;br /&gt;
Im Verhältnis zum ewigen Leben ist dieses sterbliche Leben&lt;br /&gt;
nichts als ein Atemzug, ein Hauch, eine Wolke, die sich bei der&lt;br /&gt;
kleinsten Brise schon auflöst. Egal welche Prüfung du durchstehen&lt;br /&gt;
musst, sie wird zu einem Ende kommen, und eines Tages wirst du&lt;br /&gt;
sie als das, was sie in Wirklichkeit ist, erkennen: leicht und vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauer scheint sich oftmals vor uns auszubreiten wie eine&lt;br /&gt;
Straße, die sich durch ein lang gezogenes, enges Tal windet.&lt;br /&gt;
Selbstmitleid und Furcht betteln immer darum, auf dieser Strecke&lt;br /&gt;
mitfahren zu dürfen. Genauso war es anfangs für Jere. Ihre ersten&lt;br /&gt;
Gedanken waren: ‚Was werde ich jetzt tun? Alles, was ich gekannt&lt;br /&gt;
habe, waren elf Jahre Pflege und 42 Jahre Hausarbeit.‘ Für einen&lt;br /&gt;
Christen gibt es aber stärkere Dinge als Trauer. Er kennt die&lt;br /&gt;
Hoffnung auf die Zukunft. Und am Wichtigsten noch, da gibt es&lt;br /&gt;
das Kreuz, sowohl in der Vergangenheit als auch in der ewigen&lt;br /&gt;
Gegenwart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kreuz wurde für Jere zu ihrem Orientierungspunkt für ihr&lt;br /&gt;
Leben. Und sie lernte, alle ihre Erfahrungen durch das Kreuz zu&lt;br /&gt;
sehen. Sie bekannte: ''„Mein Verständnis davon, was am Kreuz für mich erreicht wurde, und das Opfer Jesu Christi haben bei mir eine entscheidende Veränderung bewirkt. Es ist mir nichts wichtiger als das Kreuz. Gott hat mir durch den Verlust meines Ehemannes ein größeres Verständnis davon gegeben, wer Christus ist und was Er für mich getan hat, und auch ein starkes Empfinden für das Wirken des Heiligen Geistes in mir.“'' Jere sah, dass Gott Seinen Sohn als einen&lt;br /&gt;
leidenden Erretter gesandt hatte, der an ihrer Stelle starb. Dies&lt;br /&gt;
brachte ihr eine große Freude in der Nachfolge, selbst durch Leidenszeiten&lt;br /&gt;
hindurch. Denn sie wusste, das Leiden durch ihren&lt;br /&gt;
Verlust wird nicht andauern; es war vorübergehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So traf Jere jeden Tag, manchmal sogar mehrfach, die Entscheidung,&lt;br /&gt;
Gottes souveräne Gnade willkommen zu heißen und&lt;br /&gt;
über sich selbst hinauszuschauen. Sie entschied sich dafür, ihre&lt;br /&gt;
Jahre nach der Ehe in Zeiten „konzentrierter Hingabe“ an ihren&lt;br /&gt;
Retter und Seine Gemeinde umzuwandeln. Sie arbeitete mit unter&lt;br /&gt;
Singles, bemühte sich um Ältere und besuchte Konferenzen, einzig&lt;br /&gt;
in der Absicht, dort mitzuhelfen. Jere sitzt nicht zu Hause und&lt;br /&gt;
schaut zu, wie die Uhr ihres Lebens abläuft. Und sie verbringen&lt;br /&gt;
ihre Zeit nicht mit den angenehmen Aktivitäten rüstiger Ruheständler.&lt;br /&gt;
Seit mehr als zehn Jahren hat sie sich in der Fürsorge um&lt;br /&gt;
andere selbst verschenkt – die Kraft der Gnade hat das Gewicht&lt;br /&gt;
der Ewigkeit in ihrem Leben sichtbar werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mein Verlust ist Vorbereitung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer, sich Schmerz als etwas Vorbereitendes vorzustellen.&lt;br /&gt;
Ob Zahnschmerz oder der Verlust eines Ehepartners –&lt;br /&gt;
Schmerz ist immer eine Erfahrung im Hier und Jetzt, bei der sich&lt;br /&gt;
die Zukunft schwer vorstellen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott weist uns aber in eine Richtung, die den Schmerz als&lt;br /&gt;
Vorbereitung auf etwas Unbegreifliches zeigen will. Unser gegenwärtiger&lt;br /&gt;
Verlust öffnet der Herrlichkeit nicht nur die Tür, sondern&lt;br /&gt;
er ruft die Herrlichkeit konkret hervor. ''„Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Bedrängnis '''bewirkt uns''' ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit“ (2. Korinther 4,17).'' Wir sehen, der Bibeltext geht noch weiter. Die kommende&lt;br /&gt;
Herrlichkeit ist „''über die Maßen“''. Nimm dir einen Augenblick&lt;br /&gt;
Zeit, über diese drei Worte nachzudenken. Paulus kann noch&lt;br /&gt;
nicht einmal ein Bild oder einen Vergleich nennen, die uns helfen&lt;br /&gt;
würden, die Herrlichkeit zu verstehen, die jenseits unserer&lt;br /&gt;
Schmerzen zu finden ist! Er sagt, sie sei unvorstellbar, unergründlich,&lt;br /&gt;
nicht fassbar, „über die Maßen“ hinaus. Das ist es, worauf&lt;br /&gt;
sich der zurückbleibende Partner freuen kann: unvergleichliche&lt;br /&gt;
Herrlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alberts Beerdigung liegt nun über elf Jahre zurück. Manchmal&lt;br /&gt;
kann Jere es nicht glauben, schon so lange verwitwet zu sein. Ihr&lt;br /&gt;
Haus – mit seinen 32 Jahren Erinnerungen an drei darin großgezogene&lt;br /&gt;
Kinder, gemeinsame Ferien, Nachbarschaftsfeste, der Ort,&lt;br /&gt;
an dem Mann und Frau sich ihr letztes ‚Ich liebe dich‘ zuflüsterten&lt;br /&gt;
– wurde vor zehn Jahren verkauft. Das war sehr hart. Nun&lt;br /&gt;
wohnt sie alleine in einem komfortablen Ein-Zimmer-Apartment.&lt;br /&gt;
Aber sie ist dort kaum zu finden, es gibt einfach zu viel zu tun!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jere liebt das Lernen. Auch jetzt, in ihren Siebzigern, ist ihr&lt;br /&gt;
Lerneifer ansteckend. Sie studiert das Wort Gottes gründlich und&lt;br /&gt;
liest viele Bücher. Dies bereitet nicht nur ihre Seele auf die Begegnung&lt;br /&gt;
mit ihrem Heiland vor, sondern gibt ihr auch etwas zum&lt;br /&gt;
Weitergeben. Eine Mutter von drei Teenagern sagte einmal:&lt;br /&gt;
„Durch Jeres Beispiel und ihre Ehrlichkeit bin ich sehr ermutigt&lt;br /&gt;
worden, meinen Herrn mehr zu lieben und meiner Familie mit&lt;br /&gt;
besonderer Sorgfalt zu begegnen. Aber nicht nur das, ich habe&lt;br /&gt;
nun auch einen viel weiteren Blick dafür bekommen, wie Gott&lt;br /&gt;
mir begegnen wird, wenn ich älter bin.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jere sieht etwas, das so viele Witwen und Witwer übersehen.&lt;br /&gt;
Nun, da keine Verpflichtungen ihren Kindern und ihrem Mann&lt;br /&gt;
gegenüber mehr vorhanden sind, hat Gott sie dazu freigesetzt, anderen&lt;br /&gt;
zu dienen – worauf die Schrift auch einen Anspruch erhebt&lt;br /&gt;
(Titus 2,3-5). Sie hat eine großartige Lebensphilosophie: „Ein&lt;br /&gt;
weiser Mensch wird sich immer auf den nächsten Abschnitt vorbereiten“,&lt;br /&gt;
sagt sie. „Nun bin ich im tiefen Winter meines Lebens&lt;br /&gt;
angelangt und möchte mich auf das, was danach kommt, vorbereiten.&lt;br /&gt;
Ich möchte meine Zeit und mein Geld in einer Weise einsetzen,&lt;br /&gt;
die die Ewigkeit vor Augen hat.“ Sie verbringt keine Zeit&lt;br /&gt;
mit Mutmaßungen über die Zukunft, sie bereitet sich einfach darauf&lt;br /&gt;
vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So möchte ich auch sein, wenn ich älter werde. Heute schon&lt;br /&gt;
möchte ich sein wie sie. Denn Jere ist für mich nicht nur ein unglaubliches&lt;br /&gt;
Vorbild, sie ist meine Mutter. Ich sitze in der ersten&lt;br /&gt;
Reihe und kann ganz aus der Nähe ihren Lauf beobachten und&lt;br /&gt;
sporne sie an, bis zum Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Dieser Tag für jenen Tag====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthew Henry sagte einmal: „Es sollte die Beschäftigung eines&lt;br /&gt;
jeden Tages sein, sich auf den letzten Tag vorzubereiten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Randy Alcorn. In Light of Eternity. Waterbrook Press: Colorado Springs, CO, 1999. S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser&lt;br /&gt;
puritanische Pastor war sich bewusst, dass auch er einmal seinen&lt;br /&gt;
Lauf beenden muss. Und ein wesentlicher Teil des Paar-Laufens&lt;br /&gt;
beginnt, wenn Sünder sich das Ja-Wort geben. Zu Beginn des Buches&lt;br /&gt;
forderte ich dich auf, die Sünde zu betrachten und welche&lt;br /&gt;
Rolle sie im Bund der Ehe spielt, der intimsten und wichtigsten&lt;br /&gt;
Beziehung, die Menschen haben können. Ich hoffe, ihr werdet&lt;br /&gt;
auch nicht vergessen, dass wir unsere Augen anschließend auf das&lt;br /&gt;
gerichtet hielten, was in der Ehe tatsächlich wichtig ist, nämlich&lt;br /&gt;
die unergründliche Liebe und Barmherzigkeit, die Gott durch&lt;br /&gt;
Seinen Sohn Jesus Christus über uns ausgegossen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir wirklich das Kreuz vor Augen haben, dann beginnen&lt;br /&gt;
wir, das frühe Licht eines herrlichen Tages zu erkennen. Deine&lt;br /&gt;
Ehe, meine Ehe, sie bereiten uns jetzt schon auf diesen Tag vor.&lt;br /&gt;
Was für ein Tag wird das sein? Es ist das Hochzeitsmahl des&lt;br /&gt;
Lammes, welches Charles Spurgeon als „den Feiertag des Himmels“&lt;br /&gt;
bezeichnet. Es gäbe keine bessere Möglichkeit, dieses Buch&lt;br /&gt;
zu beenden, als neben Pastor Spurgeon zu stehen und zusammen&lt;br /&gt;
mit ihm durch das Fenster der Ewigkeit hindurchzuschauen und&lt;br /&gt;
einen kleinen Blick auf das zu erhaschen, was uns erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Der Himmel ist immer Himmel und so voller Segen, dass man dies nicht in Worte fassen kann; aber selbst der Himmel hat seinen Feiertag, und selbst die Glückseligkeit kann überglücklich werden. Aber welch eine grenzenlose Flut von Wonne wird über alle die verherrlichten Seelen hereinbrechen, welch ein Ozean der Freude wird sie erfüllen, wenn sie an jenem Tag gewahr werden, dass die Liebe zu ihrer höchsten Vollendung gelangt ist: ‚Die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet!‘ Wir wissen es noch nicht, meine Lieben, zu welcher Freude wir dann fähig sein werden … Oh, ich möchte dabei sein! … Wenn ich doch nur den König in Seiner Schönheit sähe, in der Fülle Seiner Freude, wenn Er sie bei ihrer rechten Hand ergreift, sie, für die Er Sein kostbares Blut vergossen hat. Und wenn Ihm die für Ihn aufbewahrte Freude zuteilwird, für die Er das Kreuz erduldete und die&lt;br /&gt;
Schande verachtete, dann werde ich in der Tat gesegnet sein! Oh, was für ein Tag wird dies sein, wenn jedes Glied an Christus in Ihm gekrönt wird und mit Ihm jedes Gotteskind in der Herrlichkeit des Bräutigams verherrlicht werden wird! Ein Tag wird kommen, der Tag aller Tage, die Krone und die Herrlichkeit der Zeiten, da … die Heiligen, versammelt in der Gerechtigkeit Christi, auf immer mit Ihm eins sein werden, in lebendiger, liebender, bleibender Einheit und miteinander an derselben Herrlichkeit Anteil haben, der Herrlichkeit des Allerhöchsten. Wie muss es sein, dann dabei zu sein!“&amp;lt;ref&amp;gt;C.H. Spurgeon. The Marriage of the Lamb – Nr. 2096. Predigt. Metropolitan Tabernacle: Newington, England, Sonntag morgen, 21. Juli 1889.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Ehen hier sind ein unvollkommenes Bild dafür, wie herrlich&lt;br /&gt;
eines Tages unsere ewige Beziehung mit unserem Retter sein&lt;br /&gt;
wird. Aber ich hoffe, dieses Buch konnte helfen, eine Vision davon&lt;br /&gt;
zu vermitteln, wie Gott heute an uns wirkt, damit wir dort&lt;br /&gt;
eines Tages die volle Freude genießen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Freunde, egal an welcher Stelle sich eure Ehe derzeit befindet,&lt;br /&gt;
sie weist uns immer auf die Wichtigste aller Wirklichkeiten&lt;br /&gt;
hin. So real uns unsere Ehen jetzt sind, so sind sie doch nur ein&lt;br /&gt;
Schatten jener Wirklichkeit, die wir erleben werden, wenn Christus&lt;br /&gt;
kommt, um Seine Braut heimzuholen. Dann werden wir eine&lt;br /&gt;
Hochzeitsfeier haben, um unsere Einheit mit Christus zu feiern.&lt;br /&gt;
Und dieses Fest wird keinem, das bislang gefeiert wurde, ähnlich&lt;br /&gt;
sein. Die gesamte Familie Christi wird dabei sein, nicht ein Einziger&lt;br /&gt;
wird fehlen, von allen Teilen der Erde werden sie dabei sein.&lt;br /&gt;
Die Freude an jenem Fest wird von keiner Sünde mehr verdorben&lt;br /&gt;
sein, auch nicht von Schmerz, von Kämpfen oder Enttäuschung.&lt;br /&gt;
Wir werden mit Christus dann auf ewig in unserem neuen Zuhause&lt;br /&gt;
wohnen. Welch große Herrlichkeit erwartet uns, wenn wir&lt;br /&gt;
als Sünder einander das Ja-Wort geben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 05 May 2010 18:50:44 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn_S%C3%BCnder_%E2%80%9EAuf_Wiedersehen%E2%80%9C_sagen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/When Sinners Say Goodbye</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/When_Sinners_Say_Goodbye</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/When Sinners Say Goodbye“ nach „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn Sünder „Auf Wiedersehen“ sagen“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn Sünder „Auf Wiedersehen“ sagen]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 05 May 2010 18:31:09 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/When_Sinners_Say_Goodbye</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn Sünder „Auf Wiedersehen“ sagen</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn_S%C3%BCnder_%E2%80%9EAuf_Wiedersehen%E2%80%9C_sagen</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/When Sinners Say Goodbye“ nach „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn Sünder „Auf Wiedersehen“ sagen“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/When Sinners Say Goodbye}}&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 05 May 2010 18:31:09 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn_S%C3%BCnder_%E2%80%9EAuf_Wiedersehen%E2%80%9C_sagen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn Sünder „Auf Wiedersehen“ sagen</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn_S%C3%BCnder_%E2%80%9EAuf_Wiedersehen%E2%80%9C_sagen</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|When Sinners Say I Do/When Sinners Say Goodbye}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/When Sinners Say Goodbye}}&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 05 May 2010 18:30:24 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn_S%C3%BCnder_%E2%80%9EAuf_Wiedersehen%E2%80%9C_sagen</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn’s um Sex geht</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn%E2%80%99s_um_Sex_geht</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/Concerning Sex}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Direkt zum Kern dessen, was uns trennt''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sex erfordert Aufmerksamkeit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe nicht mehr viele Erinnerungen an den Milchladen bei&lt;br /&gt;
uns um die Ecke … außer an ein Schild. Es hing provokativ neben&lt;br /&gt;
der Kasse und erregte die Aufmerksamkeit jedes Teenagers,&lt;br /&gt;
der mit offenen Augen das Leben erkundete. Es gibt Hinweis-&lt;br /&gt;
Schilder, andere warnen vor etwas oder fordern zu einem bestimmten&lt;br /&gt;
Verhalten auf, aber dieses hier war wie eine Leuchtreklame.&lt;br /&gt;
Es sagte: „WENN’S UM SEX GEHT“. Alleine schon daran&lt;br /&gt;
vorbeizugehen, konnte das Eis eines jeden heranwachsenden Jungen&lt;br /&gt;
zum Schmelzen bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überschrift zielte aber lediglich darauf ab, Aufmerksamkeit&lt;br /&gt;
zu erhaschen; es ging bei diesem Schild überhaupt nicht um Sex,&lt;br /&gt;
sondern darunter standen lediglich einige Verhaltensregeln für die&lt;br /&gt;
Kundschaft. Clever gemacht, muss man sagen! Auch wenn ich inzwischen&lt;br /&gt;
dahintergekommen war, dass das Schild nichts mit Sex&lt;br /&gt;
zu tun hatte, dachte ich dennoch jedes Mal, wenn ich in den Laden&lt;br /&gt;
kam, es könnte mir vielleicht doch irgendein Geheimnis aufschließen,&lt;br /&gt;
„WENN’S UM SEX GEHT“! ‚Vielleicht haben die ja&lt;br /&gt;
noch was Neues dazugeschrieben?‘ Und deshalb las ich es immer&lt;br /&gt;
wieder. Natürlich war ich bald so weit, an einem Ort, an dem fast&lt;br /&gt;
nur Gekühltes verkauft wird, nichts über Sex erfahren zu wollen.&lt;br /&gt;
Aber mir ist klar geworden: Sex bringt Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema Sex unter Eheleuten anzuschneiden, kann&lt;br /&gt;
manchmal heikel sein. Und so treten die Stärken und Schwächen&lt;br /&gt;
einer Ehe im Schlafzimmer häufig deutlicher zutage als anderswo.&lt;br /&gt;
Erinnerst du dich noch an den Satz aus Kapitel 2? Der lautete:&lt;br /&gt;
„Wenn die Sünde bitter wird, wird die Ehe süß.“ Die Freude der&lt;br /&gt;
Sexualität ist eine sehr zerbrechliche Sache. Das Schöne und Beglückende an ihr kann durch Sünde schnell versauert werden.&lt;br /&gt;
Aber die Gnade Gottes kann in jeden verletzlichen Bereich unserer&lt;br /&gt;
Ehe, auch in den der Sexualität, neues Vertrauen und neues&lt;br /&gt;
Leben einhauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte jetzt nicht mit Zahlen oder Statistiken kommen.&lt;br /&gt;
Nein, mir liegt am Herzen, an diesen Bereich wirklich pastoral&lt;br /&gt;
und ganz praktisch heranzugehen. Ich möchte dir helfen, auch auf&lt;br /&gt;
diesem Gebiet ganz konkret Gottes Wort anzuwenden. Und ich&lt;br /&gt;
möchte in dir Hoffnung aufrechterhalten, auch wenn dich Frustration,&lt;br /&gt;
Enttäuschung oder gar Verzweiflung erfüllt. Gott möchte&lt;br /&gt;
neue Funken der Zuversicht in dir entzünden und dir auch neuen&lt;br /&gt;
Glauben schenken für eine euch beide erfüllende Sexualität. Dazu&lt;br /&gt;
hat Gott sie doch in die Ehe gegeben. Sie war Seine Idee!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teenager im Milchladen erregte das Thema Sex meine&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit aus falschem Anlass. In der Bibel jedoch wird das&lt;br /&gt;
Thema aus richtigen Gründen angesprochen. Sex in der Ehe soll –&lt;br /&gt;
als ein großartiges Geschenk des Schöpfers – genossen werden.&lt;br /&gt;
Aber der Segen, den dieses Geschenk hinterlässt, endet nicht bei&lt;br /&gt;
uns Ehepartnern. Ehen, die im Verborgenen sexuell erfüllend&lt;br /&gt;
sind, übertragen immer auch einen gewissen Funken in die Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
Sie sind – ohne es selbst zu ahnen – eine Art offene&lt;br /&gt;
Demonstration der Freude und der Einheit, die andere wohltuend&lt;br /&gt;
auf den Schöpfer der Ehe hinweist. Wenn Gott sagt: „Wenn’s um&lt;br /&gt;
Sex geht …“, dann lohnt es sich wirklich, das Kleingedruckte zu&lt;br /&gt;
studieren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein biblischer Eisbrecher====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Gespräch zu beginnen, lasst uns einmal unser Unbehagen&lt;br /&gt;
ablegen und uns an das herantasten, was unser Schöpfer zu diesem&lt;br /&gt;
Thema zu sagen hat. Wer bricht das Eis und fängt an? Gehen wir&lt;br /&gt;
also zu Paulus, dem Theologen der unbequemen Themen. Wieder&lt;br /&gt;
einmal gebraucht Gott diesen mutigen Mann, um uns auf einem&lt;br /&gt;
gefahrvollen Gebiet Gnade zu vermitteln. Hier ist nun das, was er&lt;br /&gt;
unter das ‚Schild‘ „WENN’S UM SEX GEHT …“ geschrieben&lt;br /&gt;
hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es gut für einen Menschen, keine Frau zu berühren. Aber um der Unzucht willen habe jeder seine eigene Frau, und jede habe ihren eigenen Mann. Der Mann leiste der Frau die eheliche Pflicht, ebenso aber auch die Frau dem Mann. Die Frau verfügt nicht über ihren eigenen Leib, sondern der Mann; ebenso aber verfügt auch der Mann nicht über seinen eigenen Leib, sondern die Frau. Entzieht euch einander nicht, es sei denn nach Übereinkunft eine Zeit lang, damit ihr euch dem Gebet widmet&lt;br /&gt;
und dann wieder zusammen seid, damit der Satan euch nicht versuche, weil ihr euch nicht enthalten könnt“ (1. Korinther 7,1-5).''&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus hat diese Belehrung nicht an eine Kirche oder Gesellschaft&lt;br /&gt;
geschrieben, die beim Thema Sex auf neutralem Boden standen.&lt;br /&gt;
So wie man einen Elefanten nicht im Zimmer übersehen kann,&lt;br /&gt;
sah Paulus die moralische Verdorbenheit jener Kultur und scheute&lt;br /&gt;
sich nicht, sie auch anzusprechen. Als er diese Worte schrieb, war&lt;br /&gt;
Korinth für seine sexuellen Ausschweifungen berüchtigt. In der&lt;br /&gt;
griechischen Kultur seiner Zeit stand das Wort ‚korinthisieren‘ für&lt;br /&gt;
große Unmoral und ausschweifende Säuferei.&amp;lt;ref&amp;gt;„Als wohlhabender Ausgangsort für Handel und Seefahrt war das griechische Korinth weithin für seine Lasterhaftigkeit bekannt – besonders seine sexuelle Verdorbenheit –, aber auch für seine zahlreichen Tempel und Kultstätten. Aristophanes (450 – 385 v. Chr.) schuf angesichts des Rufs der Stadt sogar den Begriff ''korinthisieren'' (‚sich wie ein Korinther verhalten‘, d.h. ‚Unzucht begehen‘). Plato gebrauchte den Begriff ‚korinthisches Mädchen‘ als Umschreibung für Prostituierte. Und obwohl seine geschichtliche Genauigkeit angezweifelt wird, belegt Strabos Bericht über die 1.000 Prostituierten im Tempel der Aphrodite doch das Bild, das man von der Stadt hatte, und die Tatsache, dass die Tempel ihre eigene Rolle bei der unmoralischen Grundhaltung ihrer Zeit spielten.“ Ralph P. Martin, Daniel G. Reid, Gerald F. Hawthorne (Hrsg.). Dictionary of Paul and His Letters. IVP: Leicester, 1993. S.172-173.&amp;lt;/ref&amp;gt; John MacArthur schreibt: „Die sexuell verdorbenen, lüsternen, lügnerischen und&lt;br /&gt;
götzendienerischen Menschen, auf die Paulus hier Bezug nimmt,&lt;br /&gt;
waren Mitglieder der Gemeinde, die sich entweder weigerten, den&lt;br /&gt;
ausschweifenden korinthischen Lebensstil aufzugeben, oder die&lt;br /&gt;
dahin zurückgefallen waren.“&amp;lt;ref&amp;gt;John MacArthur. 1 Corinthians Commentary. Moody Publishers: Chicago, 1984. S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Gemeinde war von Perversion durchdrungen. Sex war dort sehr populär … außer vielleicht in&lt;br /&gt;
der Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber für den großen Apostel waren Probleme auch Gelegenheiten.&lt;br /&gt;
Anstatt sich dem Druck zu beugen und die „gewählten Lebensstile“&lt;br /&gt;
der korinthischen Gemeinde zu übersehen, brachte Paulus&lt;br /&gt;
an dieser Stelle Klarheit in den umstrittenen Bereich der Sexualität. Er stellte die geschlechtliche Betätigung unter die gnädige&lt;br /&gt;
Aufsicht des heiligen Gottes. In einer von Vielehe, Homosexualität,&lt;br /&gt;
Scheidungsbereitschaft und sexueller Leichtfertigkeit geprägten&lt;br /&gt;
Kultur war dies kein leichtes Unterfangen. Paulus war natürlich&lt;br /&gt;
über das äußere Verhalten besorgt. Aber sein Fokus richtete&lt;br /&gt;
sich auf das Herz – das letztendlich ausschlaggebend dafür ist, wie&lt;br /&gt;
wir uns innerhalb oder außerhalb der Ehe sexuell verhalten. Liest&lt;br /&gt;
man den 1. Korintherbrief, dann bleibt kein Zweifel: Gott sorgt&lt;br /&gt;
sich um die Sexualität, sowohl um ihre angemessenen wie auch&lt;br /&gt;
um ihre unangemessenen Ausdrucksformen. Über die letztgenannte&lt;br /&gt;
Kategorie wissen wir ausreichend Bescheid. Es ist also an&lt;br /&gt;
der Zeit, uns mit der ersten zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Schrift uns die Tür zu einem offenen Gespräch über&lt;br /&gt;
Sexualität in der Ehe öffnet, möchte ich ein ähnliches Schild, wie&lt;br /&gt;
ich es damals im Milchladen sah, aufhängen und draufschreiben:&lt;br /&gt;
„SEX IN DER EHE IST EIN ABENTEUER“. Ich hoffe, auch&lt;br /&gt;
das gewinnt eure Aufmerksamkeit, und ich verspreche euch, es&lt;br /&gt;
mit weitaus mehr Inhalt zu füllen als nur mit Tipps für gutes Einkaufen.&lt;br /&gt;
Ich möchte einige Schlüsse aus dem ziehen, was Paulus an die&lt;br /&gt;
Korinther in Sachen Sexualität geschrieben hat. Es geht um die&lt;br /&gt;
herausfordernde Frage, welche Rechte und Pflichten Eheleute&lt;br /&gt;
aneinander haben und wie in dieser Intimbeziehung sowohl Freude&lt;br /&gt;
als auch Leid ausgelöst werden kann. Es geht mir um eine Aussprache,&lt;br /&gt;
durch die wir Sexualität in der Ehe als ein Abenteuer&lt;br /&gt;
kennenlernen, ein Abenteuer der Hingabe, der Freude und der&lt;br /&gt;
gegenseitigen Abhängigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Miteinander reden'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
-------------------------------------------------------------------------------&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter der Rubrik „Miteinander reden“ werde ich nun jedes Mal einige Vorschläge machen, wie du mit deinem Partner über die jeweils gerade gemachten Aussagen sprechen kannst. Warum will ich euch zum Reden anregen? Weil es möglicherweise keinen anderen Bereich in einer Ehe gibt, über den zwar mehr gedacht, aber weniger geredet wird als über Sex. Aber Ehe ist eine Berufung zum Einssein, und die kann ohne Kommunikation nicht gelebt werden. R.C. Sproul schrieb deshalb: „Kommunikation über Sexualität in der Ehe ist eine zwingende Notwendigkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;R.C. Sproul. The Intimate Marriage. P&amp;amp;R Publishing: Phillipsburg, NJ, 1975, Neuauflage 2003. S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn der Anfang schwierig sein mag, so haben doch viele Paare zum Ausdruck gebracht, dass das offene Gespräch über ihre Ängste und Erwartungen rund um das Thema Geschlechtlichkeit nicht nur ihr Liebesleben bereichert, sondern auch insgesamt zu einer tieferen, vertrauensvolleren Ehebeziehung geführt hat.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
-------------------------------------------------------------------------------&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sex in der Ehe – ein Abenteuer der Hingabe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte dir das Wort „Hingabe“ im Zusammenhang mit Sex sonderbar&lt;br /&gt;
vorkommen („Na ja, er muss ja davon sprechen; er ist doch&lt;br /&gt;
ein Mann!“), dann verstehe mich bitte nicht falsch. Mit Hingabe&lt;br /&gt;
meine ich keineswegs eine gedankenlose, pflichtergebene Mentalität&lt;br /&gt;
der Sorte ‚Mein Partner braucht das jetzt, dann lass’ ich ihn&lt;br /&gt;
halt mal‘. Nein, mein Ziel ist dasselbe, das Paulus hatte, nämlich&lt;br /&gt;
einige grundlegende Vorstellungen, die wir möglicherweise von&lt;br /&gt;
Sex haben, ganz neu zu ordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hingabe als Schutz füreinander'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 1. Korinther 7, 2 beschreibt Paulus den schützenden Charakter,&lt;br /&gt;
den die geschlechtliche Liebe in der Ehe hat: ''„Aber um der Versuchung zur Unzucht willen habe jeder seine eigene Frau, und jede habe ihren eigenen Mann.“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Christen soll die eheliche sexuelle Gemeinschaft also&lt;br /&gt;
eine von Gott eingerichtete Verteidigung gegen Versuchung sein.&lt;br /&gt;
Unsere Welt ist wie die in Korinth: Sie bewirbt außerehelichen&lt;br /&gt;
Sex so, als ob er nichts anderes als ein süßes unerlaubtes Abenteuer&lt;br /&gt;
sei. Ehemänner werden von einer Porno-Industrie ins Visier genommen,&lt;br /&gt;
die sich rühmt, Millionen von Webseiten zu unterhalten,&lt;br /&gt;
und die ihre massenhaften Spam-Mails ständig neu programmiert,&lt;br /&gt;
um alle E-Mail-Filter und Firewalls zu umgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;60 Prozent aller Webseitenaufrufe sind sexueller Natur (MSNBC Survey 2000). Hollywood produziert jährlich 11.000 Pornofilme – das sind 20 Mal mehr als die übrigen (LA Times Magazine, 2002). Ein Viertel aller erwachsenen Amerikaner hat bei einer Untersuchung im Jahr 2002 angegeben, im vergangenen Jahr einen indizierten Pornofilm angeschaut zu haben (National&lt;br /&gt;
Opinion Research Letter). Für die Situation in den USA vgl. die Daten auf der christlichen Seite www.blazinggrace.org/cms/bg/pornstats. Auf Deutsch ist zu empfehlen: Thomas Schirrmacher. Internetpornografie … und was jeder darüber wissen sollte. Hänssler: Holzgerlingen, 2008 (vgl. auch „Bonner Querschnitte 22/2008“ unter www.bucer.org/bq.html).&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf&lt;br /&gt;
der anderen Seite haben Verlage und Produzenten bei ihrer Fließbandproduktion&lt;br /&gt;
von Liebesgeschichten und tagsüber gesendeten&lt;br /&gt;
Seifenopern insbesondere Ehefrauen als Ziel. Wir leben in einer&lt;br /&gt;
sexbesessenen Gesellschaft, da gibt es keinen Zweifel. Die Art und&lt;br /&gt;
Weise, wie eine Gesellschaft auf der Tastatur der Sinneslust spielt,&lt;br /&gt;
ist je nach Kultur unterschiedlich, aber die Versuchung ist überall&lt;br /&gt;
dieselbe – und hat überwältigendes Potential in sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie können verheiratete Christen vor diesem wachsenden Ansturm&lt;br /&gt;
beschützt werden? Durch Gottes fürsorgende Einrichtung&lt;br /&gt;
der Ehe; dein Schutz schläft jede Nacht genau neben dir. Die Ehe&lt;br /&gt;
existiert aus vielerlei Gründen, wovon einige recht geheimnisvoll&lt;br /&gt;
sind, andere jedoch unglaublich praktisch. Die Frage des Schutzes&lt;br /&gt;
gehört zu der praktischen Seite. Unser Ehepartner ist unsere erste&lt;br /&gt;
Verteidigungslinie gegen die Übergriffe aus Korinth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Paare mit einem gesunden Sexualleben sind sich oft nicht&lt;br /&gt;
bewusst, wie sehr ihre intime Beziehung still, aber kraftvoll gegen&lt;br /&gt;
sexuelle Versuchungen wirkt. Vor Kurzem brach der Auspuff an&lt;br /&gt;
meinem Auto ab. Ich denke eigentlich nie an den Auspuff. Ich&lt;br /&gt;
kann mich auch nicht daran erinnern, jemals Gott für ihn gedankt&lt;br /&gt;
zu haben. Die sind einfach am Auto dran, üben unbemerkt ihre&lt;br /&gt;
ausgeklügelte Zauberkunst aus und schützen uns dadurch vor&lt;br /&gt;
schädlichen Abgasen und grausamem Lärm. Bricht allerdings einer&lt;br /&gt;
von ihnen ab, dann bemerkt das plötzlich jeder, und Autofahren&lt;br /&gt;
wird zu einer völlig anderen Erfahrung. Der Tritt aufs Gaspedal&lt;br /&gt;
bewirkt nun eine grässliche Geräuschkulisse, und Passanten&lt;br /&gt;
schauen dir entsetzt hinterher. Längere Pausen an einer roten&lt;br /&gt;
Ampel bergen die Gefahr, dass deine gesamte Familie eine Kohlenmonoxidvergiftung&lt;br /&gt;
erleidet. Ein funktionierender Auspuff ist&lt;br /&gt;
also eine sehr gute Sache. Er beschützt uns still, aber wirkungsvoll&lt;br /&gt;
vor ernsthaften Problemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ehe ist es die Sexualität, die beschützt. Sie bewirkt – unsichtbar,&lt;br /&gt;
aber kraftvoll – eine Verringerung der Versuchungen zu&lt;br /&gt;
sexueller Unmoral. Deshalb müssen wir uns bewusst werden, dass&lt;br /&gt;
dieser moralische Schutz nicht nur ein angenehmes Nebenprodukt ehelicher Intimität ist, sondern ein Hauptgrund für eheliche&lt;br /&gt;
Intimität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehebett (welches Gott verherrlicht, die Ehe würdigt und&lt;br /&gt;
den Partner befriedigt) ist also auch deshalb da, um Ehebruch zu&lt;br /&gt;
verhindern (welcher Gott beleidigt, die Ehe verrät und den Partner&lt;br /&gt;
erniedrigt). Berauben wir unseren Ehepartner des Abenteuers&lt;br /&gt;
unserer sexuellen Hingabe, dann lassen wir ihn oder sie damit ungeschützt&lt;br /&gt;
und offen für körperliche oder emotionale Versuchungen.&lt;br /&gt;
Und die wiederum machen anfällig für Ehe schädigende Aktivitäten&lt;br /&gt;
und Gewohnheiten. Dieser schützende Aspekt einer intakten&lt;br /&gt;
ehelichen Sexualität ist unserer Kultur, die nur auf&lt;br /&gt;
Selbstgenuss aus ist, leider abhandengekommen. Die Bibel trennt&lt;br /&gt;
aber den Genuss nicht vom Schutz; darum soll beides in der Ehe&lt;br /&gt;
zum Ausdruck kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Miteinander reden'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
-------------------------------------------------------------------&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gibt es bei dir ein grundsätzliches Verstehen, dass dein Ehepartner in bestimmten Situationen für körperliche oder emotionale Versuchungen&lt;br /&gt;
außerhalb der Ehe anfällig sein könnte? Ihr Frauen, seid ihr euch bewusst, dass eure Männer beispielsweise am Strand gedankliche Probleme haben können? Ihr Männer, seid ihr euch bewusst, dass „harmlose“ Filmromanzen oder Liebesgeschichten in Klatschblättern eure Frauen zur Unzufriedenheit über die eigene Ehe versuchen können? Wir sind alle irgendwo anfällig und sollen uns deshalb gegenseitig dabei helfen, in diesem Kampf zu widerstehen. Lasst uns deshalb dringend über Versuchungen sprechen! &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
-------------------------------------------------------------------&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hingabe an die Rechte des anderen''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Vers fährt Paulus fort: ''„Der Mann leiste der Frau die eheliche Pflicht, ebenso aber auch die Frau dem Mann.“'' Vers 4 nennt den Grund dafür: Wir gehören uns nicht selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können nur erahnen, wie sehr diese Aussagen die Korinther getroffen haben: Sex beginnt und endet mit einem Ehemann&lt;br /&gt;
und einer Ehefrau; jeder hat ein Recht über den anderen; unsere&lt;br /&gt;
Körper gehören nicht uns selbst … Oha! Komm mir nicht mit&lt;br /&gt;
unaufgeklärt! Einer Kultur, die die hemmungslose Hingabe an die&lt;br /&gt;
eigene Lust als normal, ja sogar als Tugend ansah, musste die Idee&lt;br /&gt;
eines gegenseitigen Anrechtes auf den Körper des anderen – und&lt;br /&gt;
das obendrein noch begrenzt auf eine monogame Ehe – absurd&lt;br /&gt;
vorgekommen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ehe wird jedoch zu einem Abenteuer, wenn das Wesen ihrer&lt;br /&gt;
Einheit darin besteht, auf den anderen ausgerichtet zu sein.&lt;br /&gt;
Ehe bedeutet demzufolge, dass Gott unsere Körper beansprucht,&lt;br /&gt;
zur Freude und zum Dienst für den anderen da zu sein. Unsere&lt;br /&gt;
Bindung aneinander ist so weitreichend, dass Gott meinem Ehepartner&lt;br /&gt;
ein Recht auf meinen Körper gibt. Das zeigt auf eindrucksvolle&lt;br /&gt;
Weise, welch eine tiefe Bedeutung die Worte „ein&lt;br /&gt;
Fleisch werden“ in sich tragen. Sie zeigen, dass Gott uns auffordert,&lt;br /&gt;
uns dazu hinzugeben, den Partner sexuell zu beglücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasst uns kurz einen Halt machen für einen Herzens-Check.&lt;br /&gt;
Ich weiß, dass einige sich diese Art körperliche Beziehung, von der&lt;br /&gt;
Paulus spricht, nicht vorstellen können. Für dich ist Intimität mit&lt;br /&gt;
deinem Ehepartner möglicherweise mit Furcht, Scham oder Ablehnung&lt;br /&gt;
verflochten. Das ist in vielen Ehen ein echtes Problem,&lt;br /&gt;
das man nicht einfach übergehen darf.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine der großen Herausforderungen bei der Begegnung mit der biblischen Sicht von Ehe ist die, dass unsere gegenwärtige Erfahrung der Ehe so entmutigend und scheinbar hoffnungslos sein kann. Vielleicht bringen wir auch Schuld oder Scham schon in die Ehe mit, sei es durch Dinge, die wir getan haben, oder durch Dinge, die uns angetan wurden. Auch mögen unsere sexuellen Begegnungen bislang vielleicht nicht liebevoll, manipulierend oder nur lustgetrieben gewesen sein. Diese Kämpfe in uns sind stark und real.&lt;br /&gt;
Meine Hoffnung ist die, dass du während des Lesens dieses Buches eine Vision davon bekommst, was Sex sein KANN, und du anfängst, darauf hinzuarbeiten, dass dies mehr und mehr zu deiner/eurer Erfahrung wird. Wenn es etwas gibt, was ich sicher weiß, dann dies, dass die verändernde Kraft des Evangeliums in jeden Bereich oder jede Beziehung hineinreichen und Leben und Freude bringen kann, wo zuvor nur Bedauern und Niederlage gewesen ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wir möchten uns aber&lt;br /&gt;
noch nicht mit diesem Problem beschäftigen, sondern zuerst überlegen,&lt;br /&gt;
was Gott wirklich für uns bereit hat. Gottes Vision für unser&lt;br /&gt;
Sexualleben ist wunderbar und begeisternd. Um das aber wirklich&lt;br /&gt;
voll auskosten zu können, müssen wir mehr Grundsätzliches&lt;br /&gt;
dazu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Christen haben wir doch die Verantwortung, Gottes Wort&lt;br /&gt;
entsprechend zu leben. Als ''verheiratete'' Christen haben wir die&lt;br /&gt;
Verantwortung, auch unsere ''Ehen'' Seinem Wort entsprechend&lt;br /&gt;
auszurichten. Das bedeutet ganz grundsätzlich, dass wir immer&lt;br /&gt;
dann ein Gott hingegebenes Leben führen, wenn wir dem anderen&lt;br /&gt;
gegenüber ein hingegebenes Leben führen. Und so nimmt Paulus&lt;br /&gt;
in seinen Worten an Ehepartner einfach das biblische Grundprinzip&lt;br /&gt;
des Dienens auf und wendet es auf die sexuelle Beziehung an.&lt;br /&gt;
Er erinnert uns an ein zweifaches Dienen unserem Ehepartner gegenüber:&lt;br /&gt;
Wir sollen einander vor sexueller Versuchung schützen&lt;br /&gt;
und einander volle Rechte an unserem Körper einräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Miteinander reden'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
--------------------------------------------------------------------------------&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viele Paare sind sich uneins über die Häufigkeit sexueller Begegnungen.&lt;br /&gt;
Jeder Partner hat andere Vorstellungen von einem erfüllten&lt;br /&gt;
Geschlechtsleben. Sprecht über eure Erwartungen, wie oft jeder von&lt;br /&gt;
euch den anderen gern begehren möchte, und schaut, wie ihr übereinstimmt.&lt;br /&gt;
Sprecht offen über eure Störungen oder Entmutigungen,&lt;br /&gt;
damit eure körperliche Liebe nicht einem Unfall, sondern einem&lt;br /&gt;
freudigen Ereignis gleicht. Nehmt euch als gemeinsames Ziel&lt;br /&gt;
vor, euren Alltagsablauf und euer Umfeld so zu koordinieren, dass&lt;br /&gt;
ihr einander in Treue auch die ‚ehelichen Rechte‘ geben könnt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
--------------------------------------------------------------------------------&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sex in der Ehe – ein Abenteuer der Freude====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ich dieses Kapitel schreibe, ungefähr eine Woche vor&lt;br /&gt;
Weihnachten, freue ich mich schon auf das Bescherung in unserer&lt;br /&gt;
Familie am Weihnachtsmorgen. Als Kind habe ich mit einer gewissen&lt;br /&gt;
Besessenheit Weihnachten herbeigesehnt und fast schon&lt;br /&gt;
Selbstgespräche führend darüber sinniert, was für wunderbare Sachen&lt;br /&gt;
ich geschenkt bekommen würde. Meine Ansicht hat sich&lt;br /&gt;
aber im Laufe der Jahre verändert. Irgendwann einmal, ich kann&lt;br /&gt;
den Zeitpunkt dafür nicht mehr genau nennen, habe ich entdeckt,&lt;br /&gt;
dass es noch schöner ist, etwas zu schenken, als etwas zu bekommen.&lt;br /&gt;
Ich freue mich heute immer noch über Weihnachtsgeschenke&lt;br /&gt;
von meiner Familie, habe aber meine hauptsächliche Freude&lt;br /&gt;
und Vorfreude darin, meiner Frau und meinen Kindern Geschenke&lt;br /&gt;
zu machen, und das als ein Vater und Ehemann, der seiner&lt;br /&gt;
Familie einfach deshalb etwas Gutes tun möchte, weil sie sich&lt;br /&gt;
darüber freut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist auch ein grundlegender Faktor in der Ehe. Gott möchte,&lt;br /&gt;
dass wir ''unsere'' größte Freude daraus beziehen, dass wir eine&lt;br /&gt;
Quelle der Freude ''für unseren Ehepartner'' sind. John Piper sagt:&lt;br /&gt;
„Die Ursache für so viel Leid in Ehen liegt nicht darin, dass Ehemänner und Ehefrauen nach ihrer eigenen Freude streben, sondern&lt;br /&gt;
darin, dass sie diese nicht in der Freude ihres jeweiligen Ehepartners&lt;br /&gt;
suchen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Piper. Sehnsucht nach Gott – Leben als christlicher Genießer. 3L Verlag: Friedberg, 2005. S. 215 (Original: Desiring God. Multnomah: Sisters, OR, 1996) S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Genau das ist auch einer der wesentlichen&lt;br /&gt;
Gründe, warum Gott die eheliche Sexualität geschaffen hat. Denn&lt;br /&gt;
indem ich den Partner beglücke, bin ich selbst am glücklichsten.&lt;br /&gt;
Wenn er oder sie durch meine Liebe zur vollen Freude und Erfüllung&lt;br /&gt;
gelangt, geschieht das Gleiche bei mir. Das heißt, mein und&lt;br /&gt;
sein Vergnügen ist nahezu ein und dasselbe und ist so gut wie&lt;br /&gt;
nicht mehr zu unterscheiden. Die Freude am Sex wird mir also&lt;br /&gt;
immer dann zur Erfüllung, wenn ich meinem Partner seine ehelichen&lt;br /&gt;
Rechte gewähre. Achte darauf, dass Paulus nicht betont, dass&lt;br /&gt;
wir ''unsere'' ehelichen Rechte ''von'' unserem Partner fordern, sondern&lt;br /&gt;
dass wir sie ihm geben sollen. Indem er das Geben dieser Rechte&lt;br /&gt;
betont, will er zeigen, dass Großzügigkeit der Schlüssel zu erfüllender&lt;br /&gt;
Sexualität ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine solche biblische Grundeinstellung bist du auf dem&lt;br /&gt;
Weg zu einem großartigen Abenteuer. Die meisten Christen verhalten&lt;br /&gt;
sich ja biblisch und kommen sexuell unerfahren in die Ehe.&lt;br /&gt;
Aber auch die mit vorangegangenen Erfahrungen sollten das&lt;br /&gt;
Abenteuer der Sexualität in der Hochzeitsnacht wie Neulinge beginnen.&lt;br /&gt;
Wenn sie nämlich von vornherein den Gedanken des einander&lt;br /&gt;
Dienens mit in ihr frisches Ehebett hineinbringen, dann&lt;br /&gt;
entwickelt sich ihre sexuelle Beziehung zu einer Reise, bei der sie&lt;br /&gt;
herausfinden, wie sie ihren Partner mit ihrem Körper erfreuen&lt;br /&gt;
können. Und dieses Abenteuer dauert dann so lange an, wie ihr&lt;br /&gt;
beide leben werdet. Es bleibt unverändert spannend, auch wenn&lt;br /&gt;
eure Körper durch Kinder oder Alter ihre ursprünglichen Konturen&lt;br /&gt;
verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C.J. Mahaney sagte: „Jede verheiratete Person, die in der Tat&lt;br /&gt;
diese Verse (1. Korinther 7,3-5) in rechter Weise als Gebote von&lt;br /&gt;
Gott versteht, wird ein dienendes Denken zum Ehebett mitbringen,&lt;br /&gt;
welches die sexuelle Befriedigung seines/ihres Partners als&lt;br /&gt;
oberste Absicht hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.J. Mahaney. Sex, Romance and the Glory of God: What Every Christian Husband Needs to Know. Crossway Books: Wheaton, IL, 2004. S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ist es, was die Ehe so wunderbar&lt;br /&gt;
macht – die Freude, für jemand anderen zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbezogenheit in sexuellen Dingen, einschließlich des sich&lt;br /&gt;
einander Entziehens (wovor Paulus die Korinther warnt), ist weit&lt;br /&gt;
verbreitet, einfach deshalb, weil wir ohne die Gnade Gottes in allen&lt;br /&gt;
Dingen selbstbezogen sind. Wir haben aber eine andere Möglichkeit!&lt;br /&gt;
Solltest du deinen Ehepartner der Intimität berauben&lt;br /&gt;
oder im Bett deine eigene Befriedigung suchen, dann möchte&lt;br /&gt;
Gott jetzt deine Aufmerksamkeit gewinnen. Er hat etwas weitaus&lt;br /&gt;
Besseres für dich bereit. Viele von uns machen bei Verletzungen&lt;br /&gt;
dicht oder ziehen sich bei Entmutigungen zurück. Andere manipulieren&lt;br /&gt;
ihren Partner und benutzen ihn nur als Mittel zur eigenen&lt;br /&gt;
Lustbefriedigung. Wir können auch zum „Solo-Sex“ versucht&lt;br /&gt;
sein, zum Beispiel durch Pornografie, Fantasien oder Masturbation.&lt;br /&gt;
Diese Versuchungen sind allgegenwärtig, doch keine von ihnen&lt;br /&gt;
wäre außerhalb der Reichweite der Gnade Gottes. Er kann&lt;br /&gt;
aus solchen oder ähnlichen Anfechtungen immer einen Weg&lt;br /&gt;
schaffen (1. Korinther 10,13), und ''dein'' Weg dort heraus wird&lt;br /&gt;
schlussendlich und unvermeidbar zu ''deinem'' Ehepartner führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weißt du was? Wenn sich Ehepartner wirklich der gegenseitigen&lt;br /&gt;
Erfüllung hingeben, wird keiner enttäuscht einschlafen.&lt;br /&gt;
Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, dass ich ja auch&lt;br /&gt;
bekomme, was ''mir'' zusteht. Warum nicht? Weil die Gedanken&lt;br /&gt;
meines Partners nicht dahingehen, was ihn befriedigt, sondern&lt;br /&gt;
dahin, was Gott uns in der Sexualität gemeinsam gegeben hat.&lt;br /&gt;
Und wenn jemand beabsichtigt, sein Vergnügen dadurch zu bekommen,&lt;br /&gt;
dass er für den anderen ein Vergnügen ist … nun, dann&lt;br /&gt;
kann es kaum noch besser werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bin ich von der Aussage des Paulus an die Korinther abgeschweift?&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht! Er hätte zum Thema Sexualverhalten&lt;br /&gt;
auch etwas ganz anderes sagen können. Zum Beispiel dies: „Leute,&lt;br /&gt;
die ganze Sache mit der Sexualität ist einfach zu heiß für euch.&lt;br /&gt;
Wenn ihr damit umgeht, werdet ihr nicht ohne Sünde bleiben&lt;br /&gt;
können. Findet also Lösungen, wie ihr das Ehebett am besten&lt;br /&gt;
umgehen könnt.“ So redet der Apostel aber nicht, sondern er sagt&lt;br /&gt;
das Gegenteil; er weist Mann und Frau sogar noch aufeinander&lt;br /&gt;
hin und lädt sie besonders ein, ihre gemeinsame Intimität zu pflegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehst du, was für eine Gnade hier fließt? Gott sorgt so weitgehend&lt;br /&gt;
für uns, dass Er uns selbst in den intimsten Bereichen unseres&lt;br /&gt;
Lebens nicht alleine lässt, sondern uns Seinen liebevollen Rat&lt;br /&gt;
gibt. Seine Weisheit verzehrt sich nicht in den großen Angelegenheiten&lt;br /&gt;
des Universums. Nein, Gott streckt sich nach uns persönlich&lt;br /&gt;
aus, mitten in unser Schlafzimmer hinein, und bittet uns:&lt;br /&gt;
„Können wir uns auch einmal mit deinem Ehepartner über eure&lt;br /&gt;
sexuelle Beziehung unterhalten?“ oder: „Lass uns anschauen, ob&lt;br /&gt;
sie auch so gelebt wird, wie Ich es entworfen habe. Ich möchte,&lt;br /&gt;
dass ihr euch aneinander erfreut!“ Gott achtet auch auf diese Dinge,&lt;br /&gt;
und Er bietet uns große Gnade an, das Abenteuer des gegenseitigen&lt;br /&gt;
ehelichen Erfreuens in Fülle zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freude, die daraus entspringt, die Ehefrau oder den Ehemann&lt;br /&gt;
zu erfreuen, ist einer der Gründe, warum Sex von Gott her&lt;br /&gt;
niemals als Solo-Erfahrung gedacht war. Biblische Sexualität, die&lt;br /&gt;
dem anderen zu dienen sucht, ist ein herrlicher Ausdruck dessen,&lt;br /&gt;
was wir sein sollen – männlich und weiblich – nach Gottes Bild&lt;br /&gt;
geschaffen. Welch eine Wonne und welch ein Geschenk, das ich&lt;br /&gt;
immer wieder gerne annehme!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Miteinander reden'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
--------------------------------------------------------------&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hast du deinem Ehepartner jemals deutlich mitgeteilt, was dir Spaß&lt;br /&gt;
und Erfüllung bringt? Gibt es etwas in eurer sexuellen Beziehung,&lt;br /&gt;
das dich hindert oder sogar ‚ablöscht‘? Denke daran, dass sexuelle&lt;br /&gt;
Vorlieben mit Appetit auf bestimmte Speisen vergleichbar sind –&lt;br /&gt;
will heißen, so wie sich keine zwei Menschen bei Essenswünschen&lt;br /&gt;
völlig gleichen, so gleichen sie sich meist auch nicht in ihren sexuellen&lt;br /&gt;
Erwartungen. Darüber zu sprechen, mag am Anfang nicht leicht&lt;br /&gt;
sein. Aber je offener ihr dabei werdet, umso mehr werdet ihr euch&lt;br /&gt;
dabei helfen, eure gemeinsame Zeit noch mehr zu genießen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
--------------------------------------------------------------&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Sexualität in der Ehe – ein Abenteuer der Abhängigkeit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freude am Sex sollte in christlichen Ehen eigentlich immer so&lt;br /&gt;
etwas wie das Sahnehäubchen der ehelichen Liebe sein. Aber dennoch&lt;br /&gt;
ist nicht jeder Beischlaf automatisch gleich ein Feuerwerk&lt;br /&gt;
des Glücks oder ein Anwärter auf die Top-Ten-Liste der romantischsten&lt;br /&gt;
Augenblicke. Abenteuer beinhalten immer auch Entdeckungen&lt;br /&gt;
– und jene wiederum sind nicht unbedingt vorherzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal hatten Kimm und ich ein romantisches Wochenende&lt;br /&gt;
in einem Berghotel arrangiert. Entsprechend festlich gekleidet&lt;br /&gt;
kamen wir dort an und erwarteten ein romantisches Abendessen&lt;br /&gt;
zu zweit. Als wir an unseren Tisch geführt wurden, bemerkten wir&lt;br /&gt;
vier weitere Paare – an genau unserem Tisch! Soviel zum Thema&lt;br /&gt;
Abenteuer! Ich kam neben einem Menschen zu sitzen, der dachte,&lt;br /&gt;
ich müsse unbedingt seine ganze Lebensgeschichte hören. Nun,&lt;br /&gt;
ich bin durchaus von ‚Evangelisation als Lebensstil‘ überzeugt,&lt;br /&gt;
aber dieser Typ verkannte meinen Auftrag an jenem Abend&lt;br /&gt;
ernsthaft. Kimm und ich haben uns durchaus darauf eingestellt,&lt;br /&gt;
kleine Ablenkungen bei unseren romantischen Bemühungen zu&lt;br /&gt;
erwarten, zum Beispiel Verkehrsstaus oder auch unterbrechende&lt;br /&gt;
Anrufe von Babysittern, die mitteilen, dass etwas mit unseren&lt;br /&gt;
Kindern vorgefallen ist. Ihr wisst schon, was ich meine. Manchmal&lt;br /&gt;
fragten wir uns, ob Gott etwas gegen romantische Anlässe habe.&lt;br /&gt;
Heute wissen wir, dass Er einfach gerne lustige Geschichten&lt;br /&gt;
drum herumbaut. Eine Ehe ist allein schon auf der Ebene des täglichen&lt;br /&gt;
Einerleis ein Abenteuer in sich. Füge dem noch Romantisches&lt;br /&gt;
und Sexuelles hinzu, und es wird zu einem abenteuerlichen&lt;br /&gt;
Epos. Um auf dieser lebenslangen Reise zu gedeihen, müssen wir&lt;br /&gt;
Gott als mehr ansehen als nur einen hilfreichen Führer oder eine&lt;br /&gt;
tröstliche Anlaufstelle. Er ist das Zentrum, ''„in ihm leben und weben und sind wir“ (Apostelgeschichte 17,28).'' Wir sollen zu jedem&lt;br /&gt;
Augenblick und in jedem Bereich unseres Lebens, einschließlich&lt;br /&gt;
unseres Sexuallebens, von Ihm abhängig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der ersten Dinge, die es über Sex zu lernen gilt, ist die&lt;br /&gt;
Tatsache, dass Sex in einer Ehe etwas sehr Zerbrechliches ist. Viele&lt;br /&gt;
Ehepaare, die anfänglich in Vorfreude auf nächtliche Glückseligkeit&lt;br /&gt;
‚gebrannt‘ haben, stellen fest, dass die Lust auf körperliche&lt;br /&gt;
Liebe aufgrund all der Anforderungen des Lebens auch sehr&lt;br /&gt;
schnell nachlassen kann. Ihr kennt die lange Liste: Das überladene&lt;br /&gt;
Wochenprogramm, die vielen Dinge, die noch erledigt werden&lt;br /&gt;
müssen, finanzielle und berufliche Probleme, Stress, Beziehungskrisen,&lt;br /&gt;
Routine im Bett, körperliche Einschränkungen – dies alles&lt;br /&gt;
sind einige der häufigeren Gründe, warum Sex in der Ehe zu etwas&lt;br /&gt;
wird, das einfach nur noch stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann sind da ja auch die Kinder! Die habe ich fast vergessen.&lt;br /&gt;
Nichts mindert deine Liebhabergefühle mehr als elterliche&lt;br /&gt;
Pflichten. Aber Gottes Wort spricht uns als solche normalen Menschen an – als Menschen im realen Leben und nicht als Darsteller&lt;br /&gt;
in romantischen Filmen oder als sexuelle Olympioniken! Die&lt;br /&gt;
Schrift bringt Verheirateten guten Rat für das tägliche Leben, da,&lt;br /&gt;
wo unsere Probleme sind und wo wir wirklich Hilfe brauchen.&lt;br /&gt;
Und das betrifft besonders unsere eheliche Sexualität. Sie kann&lt;br /&gt;
nämlich unser Leben sehr verkomplizieren – gerade dann, wenn es&lt;br /&gt;
mit ihr nicht allzu gut bestellt ist. In solchen Phasen benötigen wir&lt;br /&gt;
Gottes Hilfe besonders, um uns über die oberflächlichen Missverständnisse&lt;br /&gt;
hinaus zum Grundproblem zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrelang hatten wir einen Herd, der zu ‚spinnen‘ schien. Es&lt;br /&gt;
gab Tage, da stellte ihn Kimm auf 260 Grad, und dennoch dauerte&lt;br /&gt;
es Stunden, bis das Essen fertig war. Andere Male schob sie einen&lt;br /&gt;
Truthahn in die Röhre, stellte auf kleine Flamme, und innerhalb&lt;br /&gt;
von 30 Minuten war der Vogel zu Kohle mutiert. Das Essen&lt;br /&gt;
war deshalb immer ein Abenteuer. Wir fanden schließlich heraus,&lt;br /&gt;
dass es nicht an den Schaltern lag, sondern an der Verkabelung im&lt;br /&gt;
Innern. Die Wurzel eines Problems zu finden, ist für das Kochen&lt;br /&gt;
mit Sicherheit wichtig! Es ist aber noch wichtiger, die entscheidenden&lt;br /&gt;
Probleme zu verstehen, die unser Ehebett erkalten lassen.&lt;br /&gt;
Andere Stellungen oder neue Ideen können da wohl manchmal&lt;br /&gt;
etwas Hilfestellung geben, es mag dich aber die Aussage überraschen,&lt;br /&gt;
dass die meisten sexuellen Probleme unter Verheirateten in&lt;br /&gt;
Herzenshaltungen verwurzelt sind. Ein weises Paar wird deshalb&lt;br /&gt;
nach innen schauen, wenn die Temperatur zu einem Problem&lt;br /&gt;
wird – genau wie bei unserem Herd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte deshalb Faulheit, Unglauben und Bitterkeit näher&lt;br /&gt;
anschauen, drei häufig vorkommende Sünden, die das Angenehme&lt;br /&gt;
einer sexuellen Ehebeziehung rauben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Faulheit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faulheit ist ein Romantikkiller. Allein schon das Wort hat etwas&lt;br /&gt;
Abkühlendes an sich. Mit Faulheit meine ich einfach Trägheit&lt;br /&gt;
hinsichtlich ehelicher Intimität. Die Früchte dieses Herzenszustands&lt;br /&gt;
sind zumeist Passivität und Teilnahmslosigkeit. Wir beginnen,&lt;br /&gt;
unser Äußeres zu vernachlässigen. Wir gewöhnen uns an die&lt;br /&gt;
Langeweile im Bett. Wir tolerieren einen Mangel an sexuellem&lt;br /&gt;
Verlangen und begnügen uns damit, dass die Initiative nur von&lt;br /&gt;
einem Partner ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal kommt sexuelle Faulheit aus einer Überbeschäftigung&lt;br /&gt;
mit falschen Dingen. Ein Mann, der regelmäßig Überstunden&lt;br /&gt;
macht, kann buchstäblich schläfrig werden, wenn seine Weichenstellung,&lt;br /&gt;
wie er Zeit und Energie aufwendet, keinen Raum&lt;br /&gt;
mehr für ein romantisches Leben mit seiner Frau lässt. Wenn&lt;br /&gt;
Romantik und Intimität zu häufig aus dem Programm verbannt&lt;br /&gt;
werden, dann muss er sich bewusst Urlaub nehmen oder eine&lt;br /&gt;
noch schwierigere Entscheidung treffen: die Arbeit wechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch der Sprüche illustriert eine Grundeinstellung des&lt;br /&gt;
trägen Menschen, des „Faulen“, wie er dort genannt wird: ''„Die Tür dreht sich in ihrer Angel und der Faule auf seinem Bett“ (Sprüche 26,14).'' Das ist ein fast schon tragikomisches Bild für jemanden,&lt;br /&gt;
der es sich angewöhnt hat, sich zugunsten der Bequemlichkeit&lt;br /&gt;
von seiner Verantwortung abzuwenden. Wenden sich du und&lt;br /&gt;
dein Ehepartner voneinander ab, wenn es um Sex geht, weil es&lt;br /&gt;
scheinbar die Zeit und Energie nicht mehr wert ist? Verlass dich&lt;br /&gt;
nicht auf dich selbst! Wende dich Gott zu und vertraue Seiner&lt;br /&gt;
Kraft! Er kann dein Verlangen neu beleben und deinen Vorsatz&lt;br /&gt;
stärken, die aushöhlenden Auswirkungen, die Faulheit auf deine&lt;br /&gt;
Sexualität hat, zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Unglauben====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Abschnitt möchte ich betonen, dass wir auch bezüglich&lt;br /&gt;
unserer sexuellen Beziehung in der Ehe Glauben an Gottes Verheißungen&lt;br /&gt;
haben dürfen. Gestatten wir es aber dem Unglauben,&lt;br /&gt;
seine Wurzeln um unsere Herzen zu schlingen, dann fangen wir&lt;br /&gt;
an, seinen Lügen zu glauben, die dann in etwa so lauten: „Ich&lt;br /&gt;
kann Sexualität nicht mehr genießen.“ „Die Dinge werden sich&lt;br /&gt;
niemals ändern.“ „Die Vergangenheit wird mich immer verfolgen.“&lt;br /&gt;
„Ich kann seine Erwartungen nicht erfüllen.“ „Ich schaffe es&lt;br /&gt;
nicht, meinem Partner zu gefallen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wollen die Lügen des Unglaubens auch auf deinen&lt;br /&gt;
Ehepartner abzielen. Und dann spricht dein Herz zu ihm oder zu&lt;br /&gt;
ihr: „Du kannst mich nicht verstehen.“ „Du kannst meine Bedürfnisse&lt;br /&gt;
nicht stillen.“ „Du hast keine Ahnung, wie es bei uns zu&lt;br /&gt;
Hause zuging.“ „Du verstehst nicht, dass, wenn du mich berührst,&lt;br /&gt;
ich empfinde, dass er mich berührt.“ „Du kannst all das Gepäck,&lt;br /&gt;
das ich mit mir herumtrage, nicht verstehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich spreche hier nicht von den normalen Zweifeln und Fragen,&lt;br /&gt;
denen wir alle von Zeit zu Zeit gegenüberstehen. Ich spreche von&lt;br /&gt;
einer Denkweise über ehelichen Sex, die im Kern sagt, die mit&lt;br /&gt;
ihm verbundenen Probleme seien einfach außerhalb der Reichweite&lt;br /&gt;
Gottes. Denn, ob ausgesprochen oder nicht, diese Lügen beschuldigen&lt;br /&gt;
schlussendlich alle den Himmel – nach dem Motto:&lt;br /&gt;
„Gott kann auf diesem Gebiet Gebet nicht erhören.“ „Ich kann&lt;br /&gt;
Gott nicht vertrauen.“ „Die Gnade kann nicht bis hin zu meinen&lt;br /&gt;
Sexualproblemen reichen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brüder und Schwestern, Unglaube dieser Art ist vernichtend –&lt;br /&gt;
nicht nur für unser Geschlechtsleben, nein, für unsere gesamte&lt;br /&gt;
geistliche Existenz. Er stellt das gesamte Wesen Gottes in Frage&lt;br /&gt;
(Hebräer 11,6) und rückt unser kraftloses und unbeständiges&lt;br /&gt;
Selbst ins Zentrum der Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es gibt da noch eine andere Art des Unglaubens, in gewisser&lt;br /&gt;
Weise etwas weniger gotteslästerlich, aber gleicherweise&lt;br /&gt;
ernstzunehmen und schädlich. Es ist die Glaubenslosigkeit, die&lt;br /&gt;
sagt: „Ich denke schon, dass Gott unserer Sexualität aufhelfen&lt;br /&gt;
kann, aber ich glaube nicht, dass Ihm das sehr wichtig ist.“ Glaube&lt;br /&gt;
für Finanzen? Sicher doch! Glaube fürs Zeugnisablegen? Ganz gewiss!&lt;br /&gt;
Glaube für meine Arbeit? Kein Problem. Aber Glaube für&lt;br /&gt;
sexuelle Intimität erscheint nicht wenigen selbstsüchtig oder gar&lt;br /&gt;
frivol zu sein. Sie fragen sich, ob sie sich bei Gott nicht besser um&lt;br /&gt;
etwas Geistlicheres bemühen sollten. Sie haben den Eindruck,&lt;br /&gt;
dass der Bereich der Sexualität einer ist, den Gott nicht betreten&lt;br /&gt;
will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen beiden Formen des Unglaubens entgegentreten,&lt;br /&gt;
indem wir uns von Gottes Wort abhängig machen. Und das sagt&lt;br /&gt;
uns, dass wir einem allmächtigen und souveränen Gott dienen,&lt;br /&gt;
der sexuelle Betätigung in der Ehe als zentral und unerlässlich dafür&lt;br /&gt;
ansieht, dass zwei Menschen in wahrhaft enger und beglückender&lt;br /&gt;
Beziehung miteinander leben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bitterkeit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitterkeit unterscheidet sich vom Unglauben lediglich in der Intensität&lt;br /&gt;
und Tiefe ihrer Rebellion gegen Gott. Mein Freund Andy&lt;br /&gt;
Farmer hat darauf hingewiesen, dass die beiden nur durch den&lt;br /&gt;
Unterschied zwischen „kann nicht“ und „werde nicht“ getrennt&lt;br /&gt;
sind. Der Unglaube sagt: „Das kann ich nicht tun“, die Bitterkeit:&lt;br /&gt;
„Das werde ich nicht tun“. Der Unglaube sagt einem Ehepartner:&lt;br /&gt;
„Du kannst dich nicht ändern“, die Bitterkeit erklärt: „Du wirst&lt;br /&gt;
dich nicht ändern“. Der Unglaube kritisiert: „Warum ändert Gott&lt;br /&gt;
meine Gefühle nicht?“, die Bitterkeit aber hadert: „Gott wird sie&lt;br /&gt;
nicht ändern“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unglaube entfernt sich von Gottes Verheißungen, Bitterkeit&lt;br /&gt;
schlägt die Tür obendrein noch hinter ihnen zu. Und dann&lt;br /&gt;
kommt der Vorwurf: „Du hast mich verraten, ich vertraue dir&lt;br /&gt;
nicht mehr.“ „Du hast keine Selbstdisziplin gehabt, bevor wir heirateten,&lt;br /&gt;
du wirst sie auch jetzt nicht lernen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bitterkeit ist eine der häufigsten Ursachen für vernachlässigten&lt;br /&gt;
Sex. Aus dem Boden des Zorns und ungelöster Konflikte&lt;br /&gt;
wächst sie schnell zu einem giftigen Unkraut heran, das die Liebe&lt;br /&gt;
erstickt. Bitter gewordene Ehepartner gebrauchen dann gern ihren&lt;br /&gt;
Körper als Waffe, indem sie sich verweigern und auf diese Weise&lt;br /&gt;
den anderen bestrafen wollen. Das hinterlässt jedes Mal einen&lt;br /&gt;
großen Schaden. Hier ist unbedingt Buße und Vergebung nötig!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faulheit, Unglauben und Bitterkeit sind also häufig auftretende&lt;br /&gt;
und ernsthafte Sünden, die die Wahrheit des Evangeliums verleugnen.&lt;br /&gt;
Wenn wir Gottes Wahrheiten von uns weisen und uns&lt;br /&gt;
stattdessen lieber mit Lügen umgeben, dann leidet sowohl unser&lt;br /&gt;
Glaube als auch unsere Ehe. Aber wir müssen und dürfen diese&lt;br /&gt;
lähmenden Sündenmuster nicht tolerieren. Viel lieber sollten wir&lt;br /&gt;
danach Ausschau halten, ob sie in uns vorhanden sind, und wenn&lt;br /&gt;
wir sie finden, Gottes Vergebung und Kraft zur Umkehr und Veränderung&lt;br /&gt;
suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tägliche Abhängigkeit: Wenn Sünder um den Partner werben====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Abenteuer der Abhängigkeit geht es nicht nur um die Gnade,&lt;br /&gt;
Dinge abzulehnen, die unsere Intimität behindern, sondern&lt;br /&gt;
auch darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sexuelle Zweisamkeit&lt;br /&gt;
aus romantischem Erleben heraus fließen kann. Diese Art&lt;br /&gt;
der Gnade ist nicht planbar wie zum Beispiel: „Rosen am Valentinstag“&lt;br /&gt;
oder „essen gehen zum Geburtstag“. Diese Romantik&lt;br /&gt;
kann man auch nicht durch teure Geschenke oder exklusive Unternehmungen&lt;br /&gt;
erzeugen. Nein, es geht um eine Abhängigkeit von&lt;br /&gt;
Gottes Gnade, die uns lehrt, für unseren Partner aus dem täglichen Leben heraus spontan Ideen zu entwickeln, durch die beständig&lt;br /&gt;
Wertschätzung und Liebe ausdrückt werden. Diese täglichen&lt;br /&gt;
und spontanen Aufmerksamkeiten sagen quasi: „Du bist mir&lt;br /&gt;
wichtiger als jeder andere Mensch auf dieser Erde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kennst du diese Geschichte: Ein Mann fragte seine&lt;br /&gt;
Frau, was sie sich zum Geburtstag wünsche. Wehmütig antwortete&lt;br /&gt;
sie: „Ich hätte gern noch mal die 10.“ Am Morgen ihres Geburtstages&lt;br /&gt;
weckte er sie früh auf mit einer Schale ihres Lieblingsmüslis&lt;br /&gt;
aus Kinderzeiten. Er entführte sie dann in einen beliebten&lt;br /&gt;
Freizeitpark, in dem sie den Tag verbrachten. Süßigkeiten, Pommes&lt;br /&gt;
Frites, Achterbahnen und Schießbude, nichts wurde ausgelassen.&lt;br /&gt;
Sie wankte aus dem Park, mit Dröhnen im Kopf und flauem&lt;br /&gt;
Magen. Aber weiter. Ihr Mann fuhr mit ihr direkt zu McDonalds&lt;br /&gt;
und bestellte ein „Happy Meal“ für sie mit einer großen Cola und&lt;br /&gt;
Schokoladeneis zum Nachtisch. Danach ging’s noch ins Kino, zu&lt;br /&gt;
einem berühmten Kinderfilm, natürlich mit Popcorn und Smarties&lt;br /&gt;
– das volle Programm! Am Ende des Tages taumelte seine&lt;br /&gt;
Frau nach Hause und fiel erschöpft auf ihr Bett. Er stand im Türrahmen&lt;br /&gt;
und sagte mit einem breiten, dümmlichen Grinsen:&lt;br /&gt;
„Nun, Liebling, wie war es heute, wieder zehn zu sein?“ Die einzigen&lt;br /&gt;
Worte, die seine Frau murmelte, lauteten: „Ich meinte doch&lt;br /&gt;
meine Kleidergröße!“ („10“ in „Misses Size“ ist eine amerikanische&lt;br /&gt;
Kleidergröße für junge Mädchen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Frauen, glaubt mir, wenn ihr noch keine dieser fehlgeschlagenen&lt;br /&gt;
Initiativen eures Mannes ertragen musstet, ihr werdet&lt;br /&gt;
zukünftig noch Gelegenheit dazu haben – zumindest mit großer&lt;br /&gt;
Wahrscheinlichkeit. Ich mag diese Geschichte, weil sie einen&lt;br /&gt;
Mann zeigt, ''der etwas Kreatives tat'', um seine Frau zu umwerben.&lt;br /&gt;
Und wenn jeder von uns sich dessen bewusst ist, dass wir für solche&lt;br /&gt;
spontanen Fürsorglichkeiten täglich von der Gnade Gottes&lt;br /&gt;
abhängig sind, wird uns das unvermeidlich zu enormer Kreativität&lt;br /&gt;
führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht bei dieser Kreativität nicht um perfekt durchgeplante&lt;br /&gt;
Überraschungstage. Nein, wir sprechen auch nicht davon, ein&lt;br /&gt;
großartiges Gemälde zu malen oder für deinen Partner eine Sonate&lt;br /&gt;
zu komponieren. Wenn es um deine Ehe geht, dann denke bei&lt;br /&gt;
Kreativität an ein einfaches, vom Glauben inspiriertes Handeln,&lt;br /&gt;
das schlicht zeigt, wie sehr dir deine Ehe am Herzen liegt und wie&lt;br /&gt;
gern du sie verbessern möchtest. Das Wichtige dabei ist nicht, wie&lt;br /&gt;
kreativ oder einfallsreich du von Natur aus bist, sondern ob du&lt;br /&gt;
dich in Abhängigkeit von Gott um die Verbesserung deiner Ehe&lt;br /&gt;
bemühst. Gary und Betsy Ricucci haben dies so ausgedrückt: „Es&lt;br /&gt;
gibt keine Romantik-Experten oder Beziehungs-Profis; eheliche&lt;br /&gt;
Romantik muss von Tag zu Tag immer wieder neu eingeübt werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gary und Betsy Ricucci. Love That Lasts: When Marriage Meets Grace. Good News-Crossway Books: Wheaton, IL, 2006. S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte das Vorrecht, mit einigen außergewöhnlich begabten&lt;br /&gt;
Menschen zusammen im Glauben aufzuwachsen. Aber die meisten&lt;br /&gt;
waren von Natur aus keine Experten auf dem Gebiet romantischer&lt;br /&gt;
Kreativität. Sie mussten ebenso wie ich daran arbeiten. Sie&lt;br /&gt;
mussten sich mit ihren Ehepartnern über dieses Thema unterhalten&lt;br /&gt;
und herausfinden, wie der andere über Romantik denkt. Sie&lt;br /&gt;
gehen nicht einfach davon aus, es schon zu wissen. Wie immer,&lt;br /&gt;
wenn es um Kunst geht, gibt es viel mehr verworfene Ideen als&lt;br /&gt;
tatsächliche Meisterwerke. Um aber ein Meisterstück zu bekommen,&lt;br /&gt;
muss man bereit sein, an der Kreativität zu arbeiten. Ich garantiere&lt;br /&gt;
dir, dass, wo auch immer du jemanden siehst, der wirklich&lt;br /&gt;
gut dabei ist, seinen Partner zu umwerben, es sich nicht um&lt;br /&gt;
einen Profi handelt, sondern um jemanden, der an seiner Kreativität&lt;br /&gt;
arbeitet und der sich um Einfallsreichtum bemüht. Meine&lt;br /&gt;
Freunde, das ist eine Kunst, die man erwerben sollte und die es zu&lt;br /&gt;
erwerben lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute eheliche Gemeinschaft und Intimität kommt aus der bewussten&lt;br /&gt;
Abhängigkeit, dass Gott uns helfen will, unseren Partner&lt;br /&gt;
kreativ zu umwerben. Das wird unsere Ehen zu einer Quelle geistlicher&lt;br /&gt;
und körperlicher Freude werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Miteinander reden'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
--------------------------------------------------------------------&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frage deinen Ehepartner, ob er beziehungsweise sie Trägheit, Unglauben&lt;br /&gt;
oder gar Bitterkeit bei sich erkennt als ein Hindernis für&lt;br /&gt;
ein erfülltes Sexualleben. Ist dies der Fall, dann nehmt euch Zeit,&lt;br /&gt;
darüber zu sprechen, mit dem Ziel, Sünde zu bekennen, Vergebung&lt;br /&gt;
zu erbitten und in Versöhnung miteinander zu leben. Drückt eure&lt;br /&gt;
Abhängigkeit von Gott auch auf diesem Gebiet dadurch aus, dass&lt;br /&gt;
ihr miteinander darüber betet. Für manch einen mag dies mental&lt;br /&gt;
nicht zusammenpassen – Gebet und Geschlechtsverkehr zur selben&lt;br /&gt;
Zeit?! Aber wie wir gesehen haben, ist die Sexualität doch ein heiliges Geschenk Gottes, welches dankbar empfangen und dienend&lt;br /&gt;
weitergegeben werden soll. Deshalb sollte Gebet ein völlig angebrachter&lt;br /&gt;
Teil eures Sexuallebens sein, vielleicht sogar ein bislang&lt;br /&gt;
noch fehlender Bestandteil.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
--------------------------------------------------------------------&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Tägliche Abhängigkeit: Wenn Sünder staunen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Absicht mit diesem Kapitel besteht also darin, das sensible&lt;br /&gt;
Thema Sexualität in die Hoffnung des Evangeliums mit einzubetten&lt;br /&gt;
– wie die Bibel es ja auch tut. In gewisser Weise bringe ich uns&lt;br /&gt;
dadurch zurück zu der allerersten Ehe. In ihr brachte Gott Adam&lt;br /&gt;
und Eva zusammen, dass sie einander ‚Helfer‘ wären, und das weit&lt;br /&gt;
über das Bebauen des Garten Eden hinaus. Die Bibel erzählt uns,&lt;br /&gt;
wie Adam gestaunt hat, als er erstmals seine Eva sah. Und dann&lt;br /&gt;
hörte er auch noch, dass er ein Fleisch mit ihr werden sollte. Welche&lt;br /&gt;
Freude wurde die Sexualität für sie beide! Leider hat der Fluch&lt;br /&gt;
der Sünde das Staunen weggenommen und uns mit einem Stöhnen&lt;br /&gt;
zurückgelassen. Aber Gott sei Dank hat das Evangelium den&lt;br /&gt;
Fluch der Sünde wieder aufgelöst und es Sündern, die sich das Ja-&lt;br /&gt;
Wort geben, ermöglicht, aus dem Stöhnen wieder ein Staunen&lt;br /&gt;
werden zu lassen. Egal, in welcher Situation wir uns gerade in unseren&lt;br /&gt;
Ehen befinden – wir dürfen anfangen, wieder das Staunen&lt;br /&gt;
zu lernen. Wir dürfen uns wieder auf unser Ehebett freuen und&lt;br /&gt;
über unsere intime Gemeinschaft schreiben: Sexualität – ein Geschenk&lt;br /&gt;
der Gnade Gottes. Wie wunderbar ist das!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 05 May 2010 18:28:37 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn%E2%80%99s_um_Sex_geht</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Concerning Sex</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Concerning_Sex</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Concerning Sex“ nach „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn’s um Sex geht“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn’s um Sex geht]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 05 May 2010 17:44:57 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Concerning_Sex</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn’s um Sex geht</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn%E2%80%99s_um_Sex_geht</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Concerning Sex“ nach „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn’s um Sex geht“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/Concerning Sex}}&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 05 May 2010 17:44:57 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn%E2%80%99s_um_Sex_geht</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Wenn’s um Sex geht</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn%E2%80%99s_um_Sex_geht</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|When Sinners Say I Do/Concerning Sex}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/Concerning Sex}}&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 05 May 2010 15:00:00 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Wenn%E2%80%99s_um_Sex_geht</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Hartnäckige Gnade</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Hartn%C3%A4ckige_Gnade</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/Stubborn Grace}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kraft für den gemeinsamen Dauerlauf====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin wohl zu sehr Mann, um Jane Austen&amp;lt;ref&amp;gt;Jane Austen (* 16. Dezember 1775 in Steventon, Hampshire; † 18. Juli 1817 in Winchester) war eine britische Schriftstellerin, deren Hauptwerke wie Pride and Prejudice und Emma zu den Klassikern der angelsächsischen Literatur gehören (Anm. der dt. Hrsg.).&amp;lt;/ref&amp;gt; zu lesen. Ich weiß, &lt;br /&gt;
Frauen verstehen diese Aussage gewöhnlich als „ich bin nicht klug&lt;br /&gt;
genug, Jane Austen zu verstehen“, und möglicherweise haben sie&lt;br /&gt;
damit auch ein bisschen recht. Aber selbst wenn nun Typen wie&lt;br /&gt;
ich wirklich nicht kapieren, worauf sie hinaus will, so muss ich&lt;br /&gt;
doch jedem Autor Respekt zollen, der es schafft, ohne besonderen&lt;br /&gt;
Knüller die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums zu bekommen.&lt;br /&gt;
Deshalb bin ich aber immer noch zu sehr Mann, um&lt;br /&gt;
Jane Austen zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Anflug göttlichen Humors hat Gott mir eine Ehefrau&lt;br /&gt;
und zwei Töchter gegeben, die alles begeistert lesen, was Austen&lt;br /&gt;
geschrieben hat. Ich jedenfalls habe keine Ader dafür und kann&lt;br /&gt;
auch nicht nachvollziehen, was an ihren Werken dran ist, zumal&lt;br /&gt;
der Handlungsfaden doch immer so ziemlich derselbe ist. Der&lt;br /&gt;
einzige Unterschied, den ich ausfindig machen kann, ist der Name&lt;br /&gt;
des Herrschaftshauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Fall, dass du noch nie einen Roman von Austen gelesen&lt;br /&gt;
oder eine der Filmbearbeitungen gesehen hast, möchte ich dir&lt;br /&gt;
etwas Zeit ersparen. Die Handlung läuft immer in etwa so: Man&lt;br /&gt;
beginne mit einer unverheirateten, etwas besorgten Frau im England&lt;br /&gt;
des späten 18. Jahrhunderts, deren Mutter noch besorgter ist&lt;br /&gt;
als sie selbst. Dann lasse man einen ahnungslosen Mann erscheinen,&lt;br /&gt;
ebenfalls reich und aus unerklärlichem Grund noch Single,&lt;br /&gt;
dem nicht bewusst ist, dass er diese temperamentvolle unverheiratete&lt;br /&gt;
Dame braucht, um ihn normal zu machen. Dem füge man&lt;br /&gt;
einige andere exzentrische Charaktere, herausgeputzte Garderobe,&lt;br /&gt;
einen sehr förmlichen Anlass und jede Menge englische Landschaft&lt;br /&gt;
hinzu. Setze das Ganze am Ende zu einer berauschend&lt;br /&gt;
glücklichen Hochzeit zusammen, bei der man absolut den Eindruck&lt;br /&gt;
vermittelt bekommt, dass dieses Paar niemals etwas anderes&lt;br /&gt;
kennen wird als harmonische, eheliche Glückseligkeit. Denke dir&lt;br /&gt;
einen guten Abspann aus, und lass zur Begleitung auch noch die&lt;br /&gt;
Violinen spielen. So in etwa laufen die Romane von Jane Austen&lt;br /&gt;
ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum eigentlich geschieht bei ihr nach der Hochzeit nichts&lt;br /&gt;
mehr? Wie wäre es mit Fortsetzungen? Ich könnte mir einige&lt;br /&gt;
nachhochzeitliche Austen-Geschichten etwa dieser Art gut vorstellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Sinn und Sinnlichkeit, Teil 2 – Ich vermisse meine Mutter&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stolz und Vorurteil – Die Fortsetzung: Auftritt der Jagdgefährten Darcys&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Emma kehrt zurück: Der Ehestifter schlägt wieder zu&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß … sehr unwahrscheinlich. Deshalb ziehe ich Männerfilme&lt;br /&gt;
vor. Die enden alle zu einem besseren Zeitpunkt – normalerweise,&lt;br /&gt;
wenn jemand stirbt. Ein Western endet niemals, bevor&lt;br /&gt;
nicht die beiden Hauptdarsteller die Straße hinunterreiten, mit&lt;br /&gt;
blitzenden Revolvern der Sonne entgegen. Kriegsfilme enden auch&lt;br /&gt;
nicht, wenn die Bombenattacke gerade erst begonnen hat. Und&lt;br /&gt;
TV-Sportreportagen bleiben so lange dran, bis man weiß, wie das&lt;br /&gt;
große Spiel ausgegangen ist. Jane-Austen-Filme enden leider immer&lt;br /&gt;
am Altar, genau dann, wenn das reale Leben eigentlich erst&lt;br /&gt;
beginnen soll. Ich verstehe das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein – ich verstehe es doch. Denn es geht hier doch nur um&lt;br /&gt;
romantische Filme. Sie erzählen davon, wie die romantische Liebe&lt;br /&gt;
dich gleich einem schwindelerregenden Tornado wirbelnd hochhebt&lt;br /&gt;
und dich wunderschön gekleidet direkt an der Kirchentür&lt;br /&gt;
wieder absetzt. Wohin der Wirbelsturm danach weiterzieht,&lt;br /&gt;
scheint keinen Menschen zu interessieren. Gibt es bei literarischen&lt;br /&gt;
Künstlern denn kein Leben nach dem hochzeitlichen Ja-Wort?&lt;br /&gt;
Wohl nicht, denn Liebesfilme mit einem verheirateten Paar sind&lt;br /&gt;
doch wirklich selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund wird der Leser gewiss erwarten, dass&lt;br /&gt;
ich nun mit einem Exkurs darüber beginne, wie sich ein verheiratetes Paar die anfängliche Romantik auch im Alltag erhalten kann.&lt;br /&gt;
Das wäre in der Tat ein gutes Thema, das mir so wichtig ist, dass&lt;br /&gt;
ich dich bitte, die folgende Fußnote zu lesen, die einiges an ausgezeichnetem&lt;br /&gt;
Material über eheliche Romantik auflistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ich empfehle diese Bücher: Love That Lasts von Gary und Betsy Ricucci; Sex, Romance and the Glory of God von C.J. Mahaney; Sex and the Supremacy of Christ von John Piper; The Intimate Marriage von R.C. Sproul. Vgl. auch Wolfgang Wegert. Liebe, eine Flamme Gottes – Ehe und Familie aus Gottes Sicht. arche-medien: Hamburg, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Ich habe&lt;br /&gt;
im Moment jedoch eine andere Absicht; ich möchte noch einmal&lt;br /&gt;
ein Wort betrachten, das dich zu Glauben und Hoffnung inspirieren&lt;br /&gt;
kann, nachdem sich Sünder das Ja-Wort gegeben haben. Das&lt;br /&gt;
Wort heißt ''Gnade''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade wird fälschlicherweise oft nur so angesehen, als spiele sie&lt;br /&gt;
eine ähnliche Rolle wie die Romantik in Jane Austens Liebesgeschichten.&lt;br /&gt;
Die Gnade bringt uns zum Altar mit Gott. Sie ist eine&lt;br /&gt;
geheime, kraftvolle Macht, die uns aus unserer sündhaften Isolation&lt;br /&gt;
herausführt und uns mit Christus vereint. Hat die Gnade das&lt;br /&gt;
aber vollbracht, ist die Geschichte vorüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal begegnet man dieser Auffassung in Zeugnissen, in&lt;br /&gt;
denen Menschen von ihrer Hinwendung zu Gott berichten. Die&lt;br /&gt;
Sünde, die man als Ungläubiger begangen hat, wird dabei mit vielen&lt;br /&gt;
Details dargelegt. Dann erfährt man von Gottes wunderbarem&lt;br /&gt;
Eingreifen, der tiefen Freude der Wiedergeburt und dann – ja,&lt;br /&gt;
dann kommt der Abspann. Die Gnade vollbringt diese erstaunliche&lt;br /&gt;
und unglaubliche Aufgabe, mich sicher bis zum Altar der Errettung&lt;br /&gt;
zu führen, und entschwindet dann, um jemand anderen&lt;br /&gt;
zu erretten; ab jetzt muss ich alleine zurechtkommen. Ist das tatsächlich&lt;br /&gt;
so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Anhaltende Gnade fürs ganze Leben====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Theologe unserer Zeit, J.I. Packer, hat beobachtet, dass&lt;br /&gt;
„keine Notwendigkeit in der Christenheit dringlicher ist als ein&lt;br /&gt;
erneuertes Bewusstsein davon, was die Gnade Gottes wirklich&lt;br /&gt;
ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer. God’s Words. IVP: Downer’s Grove, IL, 1981. S. 95-96.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem kann ich nur zustimmen. Christen, die eine große&lt;br /&gt;
Wertschätzung für die Gnade Gottes entwickeln und bemüht&lt;br /&gt;
sind, sie in jedem Bereich ihres Lebens zur Anwendung zu bringen, beschenkt Gott mit einem kraftvollen Leben und großer&lt;br /&gt;
Freude. Ich bin auch der Meinung, weil die Tiefe und Weite der&lt;br /&gt;
Gnade Gottes so wenig begriffen wird, dass das Wort „dringlich“&lt;br /&gt;
in obigem Zitat ganz und gar angemessen ist. Und für verheiratete&lt;br /&gt;
Christen kann außerdem kein Anwendungsbereich dringlicher&lt;br /&gt;
sein als die eigene Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind oft versucht, zu glauben, der Weg zu einer guten&lt;br /&gt;
christlichen Ehe bestünde darin, gutes Bibelwissen zu haben, rechtes&lt;br /&gt;
Verhalten einzuüben, sich mehr Mühe zu geben und unsere&lt;br /&gt;
Emotionen besser in den Griff zu bekommen. Gewiss, diese Dinge&lt;br /&gt;
sind äußerst wichtig, aber sie beschreiben nicht das Wesen der&lt;br /&gt;
Gnade. Nochmals: Für dich und mich gibt es keine dringlichere&lt;br /&gt;
Notwendigkeit, als unser Bewusstsein zu vertiefen, was die Gnade&lt;br /&gt;
Gottes tatsächlich bedeutet – und das besonders, wenn Sünder&lt;br /&gt;
sich das Ja-Wort geben. In Titus 2, 11-14 geht Paulus über den&lt;br /&gt;
‚Jane-Austen-Horizont‘ hinaus und zeigt uns, dass wir die Gnade&lt;br /&gt;
nicht am Altar lassen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Vers 11: Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen,&amp;lt;br&amp;gt; Vers 12: und unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf,&amp;lt;br&amp;gt; Vers 13: indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus erwarten. &amp;lt;br&amp;gt; Vers 14: Der hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, das eifrig sei in guten Werken.“''&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verse tragen gute Nachricht in sich! Es gibt eine fantastische Fortsetzung nach der rettenden und rechtfertigenden Gnade. Die Gnade, die uns gerettet und gerechtfertigt hat, wird zur Gnade,&lt;br /&gt;
die uns heiligt, die in uns Tag für Tag zunehmend Heiligkeit&lt;br /&gt;
wachsen lässt. Das heißt, sie ist eine die Oberhand gewinnende,&lt;br /&gt;
nicht zu stoppende Gnade, die nicht einfach ‚den Laden dicht&lt;br /&gt;
macht‘, nachdem der Sünder sein Übergabegebet gesprochen hat.&lt;br /&gt;
Sie ist die Kraft Gottes, die uns hilft, die Sünde zu überwinden,&lt;br /&gt;
und eine kraftvolle Waffe in den heftigen Gefechten, die das Leben&lt;br /&gt;
nach den ‚Flitterwochen‘ der Bekehrung begleiten. Die Bekehrung ist wie eine Hochzeit, aber nicht das Ende einer Geschichte;&lt;br /&gt;
sie ist erst der Anfang!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den obigen Versen zeigt uns Paulus, wie rettende Gnade zur&lt;br /&gt;
heiligenden Gnade wird. Lasst uns den Abschnitt Stück um Stück&lt;br /&gt;
anschauen, damit wir – wie Packer es ausdrückt – „ein erneuertes&lt;br /&gt;
Bewusstsein davon erlangen, was die Gnade Gottes wirklich ist“.&lt;br /&gt;
In Vers 11 sehen wir, dass Gnade damit beginnt, dass unser Erretter&lt;br /&gt;
als die Verkörperung der Gnade erscheint und Heil den&lt;br /&gt;
Verlorenen und Versöhnung den Feinden Gottes bringt. Das&lt;br /&gt;
Wunder Seiner Menschwerdung und die Großartigkeit Seiner&lt;br /&gt;
Sühne haben die Erlösung Realität werden lassen. Dies ist die&lt;br /&gt;
Grundlage und die Quelle der Errettung. In Christus ist die Gnade&lt;br /&gt;
erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur kurz zur Klärung: Rettende Gnade und heiligende Gnade&lt;br /&gt;
ist ''dieselbe'' Gnade. Die beiden unterschiedlichen Begriffe bezeichnen&lt;br /&gt;
nur die Bandbreite ihrer Wirksamkeit und besagen nicht, dass&lt;br /&gt;
eine andere ''Art'' der Gnade gemeint sei. Wenn wir schließlich zu&lt;br /&gt;
jenem großen Tag gelangen, an dem wir vor Gott stehen, werden&lt;br /&gt;
wir erkennen, dass das Leben auf Erden durch und durch aus&lt;br /&gt;
Gnade gewesen ist, derselben Gnade in und durch Christus, Gnade&lt;br /&gt;
über Gnade, von Anfang bis Ende (Sacharja 4,7; Offenbarung&lt;br /&gt;
22,21)! Heiligende Gnade ist deshalb keine andere Art Gnade. Sie&lt;br /&gt;
ist dieselbe Gnade, die uns gerettet hat, nun aber im neuen Herzen&lt;br /&gt;
des Gotteskindes permanent zur Anwendung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welch eine gute Nachricht – heiligende Gnade! Sie beinhaltet&lt;br /&gt;
die gute Botschaft, dass Gott ''anhaltende Gnade für den gesamten Lauf des Lebens'' vorhält. Wenn wir die Gnade auch von dieser Seite&lt;br /&gt;
betrachten, dann behalten wir die Balance, die Paulus in seinem&lt;br /&gt;
Brief an Titus deutlich werden lässt. Er sagt einerseits nicht, dass&lt;br /&gt;
die Gnade uns zwanghaft gegen unseren Willen verändert. Aber er&lt;br /&gt;
sagt auch nicht, dass sie eine Art Vitaminspritze ist, die wir uns in&lt;br /&gt;
Zeiten besonderer Energielosigkeit verabreichen. Nein, Gnade ist&lt;br /&gt;
beständig in uns am Wirken, fortschreitend und zunehmend, sodass&lt;br /&gt;
wir einerseits hingegeben und andererseits auch fleißig den&lt;br /&gt;
vor uns liegenden Lauf des Lebens bewältigen können. Und ein&lt;br /&gt;
wesentlicher Teil dieses Laufes ist unsere Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denke an die Bereiche deines Lebens, in denen du Wachstum&lt;br /&gt;
benötigst – vielleicht an die gelegentliche Selbstmitleids-Party&lt;br /&gt;
oder die launischen und gereizten Antworten oder an gärenden&lt;br /&gt;
Zorn oder Unzufriedenheit. Gott verspricht dir hier genügend&lt;br /&gt;
Gnade, sodass du vor diesen Sünden weglaufen und zu einem guten&lt;br /&gt;
Ende gelangen kannst. „Menschliche Sünde ist hartnäckig“,&lt;br /&gt;
sagt Cornelius Plantinga, „aber nicht so hartnäckig wie die Gnade&lt;br /&gt;
Gottes und auch nicht halb so beständig, nicht halb so leidensbereit,&lt;br /&gt;
um zum Ziel zu kommen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelius Plantinga. Not the Way It’s Supposed To Be: A Breviary of Sin. Wm. B. Eerdmans Publications Co.: Grand Rapids, MI, 1995. S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hartnäckige, beständige, unnachgiebige&lt;br /&gt;
Gnade, die uns verändert – das nenne ich gute Nachricht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade: Die Kraft, das Alte zu verleugnen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vers 12 entdecken wir die Tatsache, dass die Gnade Gottes mit&lt;br /&gt;
einer Absicht an uns herantritt, die weit über die Bekehrung hinausgeht.&lt;br /&gt;
Sie ''„unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf.“'' Die Gnade Gottes ist&lt;br /&gt;
nicht nur einfach erschienen, sondern sie hat zugleich auch ihre&lt;br /&gt;
Arbeitsbeschreibung mitgebracht – nämlich die Kinder Gottes zu&lt;br /&gt;
unterweisen, wie sie ihr individuelles, einzigartiges und sich stets&lt;br /&gt;
änderndes Leben Gott wohlgefällig führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Bibelübersetzungen sagen nicht einfach nur, dass die&lt;br /&gt;
Gnade uns ''„unterweist''“ sondern, sie „''bringt uns dazu“ (Hoffnung für Alle) ''oder'' „erzieht uns dazu“ (Neue Genfer Übersetzung)''. Das&lt;br /&gt;
spiegelt die Tatsache wider, dass das hier gebrauchte griechische&lt;br /&gt;
Wort eine recht umfassende Bedeutung hat. Es beinhaltet weit&lt;br /&gt;
mehr als nur Wissensvermittlung oder Informationsweitergabe. Es&lt;br /&gt;
geht auch nicht nur um eine Lektion hier oder eine Lektion dort,&lt;br /&gt;
die die Gnade uns erteilt. Nein, es geht um eine konstante Kraft,&lt;br /&gt;
die im Leben eines jeden Christen wirkt. Es geht um eine Gnade,&lt;br /&gt;
die rund um die Uhr und an jedem Tag der Woche im Dienst ist&lt;br /&gt;
und über allem steht, was wir tun. Gnade ist der zum Trainer gewordene&lt;br /&gt;
Lehrer, der darauf besteht, dass wir auf Gott ausgerichtet&lt;br /&gt;
bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als junges Mitglied einer Sportmannschaft hatte ich einen&lt;br /&gt;
Trainer mit der seltenen Begabung, das Beste aus den Kindern&lt;br /&gt;
herauszuholen. Im Blick auf die, mit denen er zu arbeiten hatte,&lt;br /&gt;
war dies eine echte Herausforderung. Trainer Hayes war ein rauer,&lt;br /&gt;
oft unrasierter Stahlarbeiter, der zwei Leidenschaften hatte: Kinder&lt;br /&gt;
und Baseball. Den Sommer über trainierte er zweimal in der Woche&lt;br /&gt;
mit ihnen – oder auch mehr, wenn es Vorbereitungsspiele&lt;br /&gt;
gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trainer Hayes hatte eine bestimmte Art. Er konnte zum Beispiel&lt;br /&gt;
einem schwachen Rechtsaußen, der sich nur deshalb auf dem&lt;br /&gt;
Feld wiederfand, weil seine Mutter ihm regelmäßig frische Luft&lt;br /&gt;
verpassen wollte, exzellente Leistungen entlocken. Er unterrichtete&lt;br /&gt;
und trainierte in der absoluten Erwartung, dass man das Gesagte&lt;br /&gt;
auch umsetzen würde. Als Ergebnis machte er aus einem bunt zusammengewürfelten&lt;br /&gt;
Haufen Kinder ein Meisterschaftsteam. Nicht&lt;br /&gt;
die Spieler waren hervorragend, seine Trainingsmethoden waren&lt;br /&gt;
es. Nicht wir waren ausgezeichnete Schüler, sondern er war ein&lt;br /&gt;
großartiger Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
John Stott sagt: „Paulus personifiziert diese Gnade Gottes. Die&lt;br /&gt;
Gnade als Retter wird zur Gnade als Lehrer.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Stott, The Message of 1 Timothy and Titus. IVP: Leicester, 1996. S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt; Titus 2, 12 erinnert&lt;br /&gt;
uns daran, dass geistliches Wachstum unvermeidlich ist –&lt;br /&gt;
nicht weil wir hervorragende Studierende wären, sondern weil die&lt;br /&gt;
Gnade ein außergewöhnlich guter Lehrer ist. Sie ist ein Trainer,&lt;br /&gt;
der nicht aufgibt, ein Coach, der nicht aufhört und der keinen&lt;br /&gt;
Feierabend kennt. Die Gnade ist beharrlich dabei, uns zu befähigen,&lt;br /&gt;
den Lauf durchzustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit welcher Übung beginnen wir dann also unser Training?&lt;br /&gt;
Gnade lehrt uns, etwas „zu verleugnen“. Dies bedeutet, etwas aufzugeben,&lt;br /&gt;
zurückzuweisen oder zu verweigern. Im Fadenkreuz der&lt;br /&gt;
Gnade befinden sich zwei Ziele: Ungöttlichkeit und weltliche&lt;br /&gt;
Leidenschaften. Hier erinnert uns Gott daran, dass unsere größte&lt;br /&gt;
Versuchung in der Ehe die ist, mehr wie der alte Mensch zu leben,&lt;br /&gt;
der wir einmal waren, als wie der neue Mensch, der wir in Christus&lt;br /&gt;
geworden sind. Aber keine Angst: Gott hat vorgesorgt. Die&lt;br /&gt;
Gnade befördert uns von da, wo wir sind, dorthin, wo Er uns haben&lt;br /&gt;
möchte. Die Gnade in der Errettung gab uns ein neues Verlangen,&lt;br /&gt;
Gott zu gefallen und zu Seiner Ehre zu leben. Die Gnade&lt;br /&gt;
in der Heiligung wiederum arbeitet an uns, um die noch verbliebene&lt;br /&gt;
Opposition der Sünde in unserem Herzen zu überwinden&lt;br /&gt;
und uns zu dem Ziel zu bringen, das sich die rettende Gnade von&lt;br /&gt;
Anfang an vorgenommen hat, nämlich uns zu vollenden. Diese&lt;br /&gt;
Gnadenkraft ist sehr praktisch. Nehmen wir an, dein Ehepartner&lt;br /&gt;
schreit dich an, deine Frau redet verächtlich über dich, oder dein&lt;br /&gt;
Mann ist kaltherzig. Die Gnade erscheint dann, um die Sätze, die&lt;br /&gt;
sich in unserem Groll als Antwort bilden wollen, zurückzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Gnade von Gott kommt, steht sie im heftigen Widerspruch&lt;br /&gt;
zur Sünde. Sie unterweist uns darin, wie man mit der Sünde&lt;br /&gt;
Krieg führen, sie drosseln, betäuben und zu Tode bringen&lt;br /&gt;
kann. Ihr Ratschlag ist einfach: Lade, entriegele, ziele auf die Sünde&lt;br /&gt;
– und dann drücke ab! Wie eine Wärme suchende Rakete heftet&lt;br /&gt;
sich die Gnade an die Sünden unseres alten Wesens und macht&lt;br /&gt;
sich ans Werk, sie aus unserem Leben zu entfernen. Gott befreit&lt;br /&gt;
dich dadurch von der Sünde, dass Er die Bereiche deiner Gottlosigkeit&lt;br /&gt;
aufzeigt und dich dazu befähigt, sie abzulegen. So wird&lt;br /&gt;
Anspruch der Sünde zunichte gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht ist Gott gerade dabei, dir sündige Bereiche deines&lt;br /&gt;
Lebens aufzuzeigen. Ist dies der Fall, dann ist es Seine Absicht,&lt;br /&gt;
dass du diese Bereiche von dir stößt. Worauf wartest du noch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade: Die Kraft zum Leben====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell dir vor, du sitzt zusammen mit einem Pastor bei einem Ehevorbereitungsgespräch,&lt;br /&gt;
und er zählt dir auf, was du alles nicht tun&lt;br /&gt;
sollst. „Tu dies nicht, tu das nicht.“ Kritisiere nicht ihre Kochkünste.&lt;br /&gt;
Mach dich nicht über ihren Geschmack in Sachen Kleidung&lt;br /&gt;
lustig. Beklage dich nicht, lüge nicht, stiehl nicht … und so&lt;br /&gt;
weiter und so fort! Ich stehe den „Du sollst nicht“-Geboten der&lt;br /&gt;
Bibel sehr wohl positiv gegenüber, denn wir benötigen sie, um&lt;br /&gt;
Sünde zu identifizieren und dann vor ihrer Täuschung fliehen zu&lt;br /&gt;
können. Aber aus einem Schwall von „Du sollst nicht“-Hinweisen&lt;br /&gt;
wird keine großartige Ehe. Reife kommt nicht allein dadurch zustande,&lt;br /&gt;
dass wir gewisse Dinge vermeiden, sondern auch dadurch,&lt;br /&gt;
dass wir andere konkret verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb finden wir an der heiligenden Gnade zwei Aspekte:&lt;br /&gt;
Ein Ablehnen und ein Ergreifen – ein sich ''Ab''wenden von dem,&lt;br /&gt;
was falsch ist, und ein sich ''Zu''wenden zu dem, was richtig ist. Wir&lt;br /&gt;
finden dies im zweiten Teil von Vers 12. Die Gnade unterweist&lt;br /&gt;
uns, ''„besonnen und gerecht und gottesfürchtig zu leben in dem jetzigen Zeitlauf“ (Titus 2,12)''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie wir es durch die erziehende Gnade praktisch einüben&lt;br /&gt;
können, die Sünde zu verleugnen, wird sie uns auch Wege aufzeigen, wie wir die Leidenschaften dieser Welt durch ein gottgefälliges&lt;br /&gt;
Verhalten ersetzen können. Das Ergebnis daraus werden liebliche&lt;br /&gt;
Gedanken sein, mehr Geduld mit unserem Partner, Selbstbeherrschung&lt;br /&gt;
wird an die Stelle von wütenden Worten treten, ja,&lt;br /&gt;
Liebe, Freude und Frieden werden auf wunderbare Weise zunehmen.&lt;br /&gt;
Ein nahezu grenzenloses Aufgebot an göttlichen Wesenszügen&lt;br /&gt;
und Verhaltensweisen wird sich entwickeln. Und so werden&lt;br /&gt;
wir zunehmend dem Wesen Christi ähnlicher und damit unsere&lt;br /&gt;
Ehe immer beglückender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade: Die Kraft, zu warten====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hasse es, warten zu müssen. Oft dauert mir sogar Fastfood&lt;br /&gt;
noch zu lange, und Schnellkaffee geht mir häufig auch nicht flott&lt;br /&gt;
genug. Auch das Tippen von kürzesten Ad-hoc-Botschaften könnte&lt;br /&gt;
meiner Meinung nach viel rasanter gehen. Ich möchte in einer&lt;br /&gt;
Welt leben, die sich an meiner inneren Uhr ausrichtet. Genau,&lt;br /&gt;
„Dave Harveys Welt“, so sollte es sein, das mag ich …! Aber nein,&lt;br /&gt;
Gott hat die Kontrolle, nicht ich. Deshalb ist es gut, dass eine&lt;br /&gt;
dritte Komponente der Gnade in diesem Abschnitt aufgezeigt&lt;br /&gt;
wird, nämlich die Gnade, zu warten. Wir haben gelesen, dass wir&lt;br /&gt;
berufen sind, in dieser gegenwärtigen Welt zu leben, ''„… indem wir die … Erscheinung … unseres Heilandes Jesus Christus erwarten.“''&lt;br /&gt;
Ich habe dieses Bibelwort absichtlich etwas gerafft, um den einen&lt;br /&gt;
Punkt aus dem Text hervorzuheben: Ein Qualitätszeichen des&lt;br /&gt;
christlichen Lebens, ein Grundwert, den wir als Gläubige bei unserem&lt;br /&gt;
Streben nach Gottes Herrlichkeit haben, ist das Warten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Ehen verlaufen im Wartesaal der Geschichte zwischen&lt;br /&gt;
dem ersten Kommen Jesu und Seiner Wiederkunft. Paulus nennt&lt;br /&gt;
diesen Wartesaal „das gegenwärtige Zeitalter“. Inmitten all unserer&lt;br /&gt;
Mühen, die Sünde abzulegen und nach Gottseligkeit zu streben,&lt;br /&gt;
warten wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie passt das zusammen? Was verbirgt sich dahinter, zeitgleich&lt;br /&gt;
aktiv und inaktiv zu sein? Was bedeutet es, zu warten und gleichzeitig&lt;br /&gt;
doch zu handeln? Die Antwort finden wir in unserem Textabschnitt&lt;br /&gt;
bei Paulus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achte auf den doppelten Blickwinkel, den er in einem einzigen&lt;br /&gt;
Satz zusammenbringt. Einerseits spricht er von den klaren, anfassbaren&lt;br /&gt;
Realitäten des Hier und Jetzt (ein diszipliniertes, aufrichtiges und gottesfürchtiges Leben zu führen), um andererseits sofort&lt;br /&gt;
die Wiederkunft Jesu zu betrachten. Was will der Apostel damit&lt;br /&gt;
deutlich machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus belässt unsere Hoffnung dort, wo sie letztendlich hingehört&lt;br /&gt;
– in Christus. Meine lieben Leser, es geht in diesem Leben&lt;br /&gt;
nicht wirklich um dich oder mich. Es geht um die Herrlichkeit&lt;br /&gt;
Gottes, die ''durch uns'' ihren Ausdruck finden soll. In diesem „Wartesaal“&lt;br /&gt;
verspricht uns Gott Heiligung, ein Ihn verherrlichendes,&lt;br /&gt;
geistliches Wachstum, das uns durch die Kraft Seiner beharrlichen&lt;br /&gt;
Gnade vermittelt wird. Er verspricht aber nicht, in diesem Leben&lt;br /&gt;
schon jede Sünde zu unterdrücken, jede Schwäche zu stärken, ungebrochene&lt;br /&gt;
Harmonie in deiner Ehe zu schaffen oder jedes Gebrechen&lt;br /&gt;
zu heilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Gott alles, was momentan auf deiner Liste an Reparaturbedürftigem&lt;br /&gt;
steht, ad hoc wieder in Ordnung brächte, meinst&lt;br /&gt;
du nicht, dass du recht schnell wieder eine neue Liste erstellen&lt;br /&gt;
müsstest? Und danach die nächste und so weiter? Was steht am&lt;br /&gt;
Ende eines solchen Prozesses? Die Vollkommenheit – doch die&lt;br /&gt;
bekommen wir in diesem Leben nicht. Die Vollkommenheit wird&lt;br /&gt;
dann kommen, wenn der Sohn Gottes wiederkommt und wir zusammen&lt;br /&gt;
mit Ihm auf der neuen Erde und im neuen Himmel leben&lt;br /&gt;
werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem gegenwärtigen Zeitalter kooperieren wir mit Gottes&lt;br /&gt;
beharrlicher, heiligender Gnade, um ein beherrschtes, aufrichtiges&lt;br /&gt;
und Gott wohlgefälliges Leben zu führen. Dabei ist uns aber klar,&lt;br /&gt;
dass nicht alle unsere Sünden und Schwächen auf einen Schlag&lt;br /&gt;
überwunden werden, sondern der Kampf bis an das Ende unseres&lt;br /&gt;
Lebens andauern wird. Uns ist demzufolge bewusst, dass Veränderung&lt;br /&gt;
immer Zeit braucht. Weil aber die Gnade so kraftvoll,&lt;br /&gt;
gründlich und umfassend ist, ist selbst diese Wartezeit gut für uns.&lt;br /&gt;
Dieses Warten bewirkt Dinge in unseren Seelen und Ehen, die&lt;br /&gt;
sonst nicht geschehen würden. Dies ist eine Lektion, die ich immer&lt;br /&gt;
und immer wieder lernen muss. Wenn es eine ungelöste Angelegenheit&lt;br /&gt;
in meiner Ehe gibt, von der ich denke, dass sie einer&lt;br /&gt;
sofortigen Lösung oder Klärung bedarf, dann will ich kein „Warte&lt;br /&gt;
und Vertraue!“ von jemandem hören. Viel lieber ist mir ein „Tu&lt;br /&gt;
dies und tu das, und das Problem verschwindet!“. Ich habe häufig&lt;br /&gt;
das Verlangen, dass Veränderungen in meiner Ehe sofort geschehen;&lt;br /&gt;
auch will ich die Veränderungen an meiner Frau sofort. Und&lt;br /&gt;
zwar ungefähr so, wie wenn man die Löschtaste am Computer&lt;br /&gt;
drückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Gott ist kein mit Isolierband und Alleskleber bewaffneter&lt;br /&gt;
geistlicher Schnellreparateur. Er ist ein geduldiger, kompetenter&lt;br /&gt;
Handwerksmeister, der auch dem kleinsten Detail Seine intensive&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit widmet. Die Schaffung eines Charakters voller&lt;br /&gt;
Gottseligkeit und Selbstkontrolle ist ein zeitraubender, allmählicher&lt;br /&gt;
Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade agiert zwischen Zeit und Ewigkeit. Die heiligende&lt;br /&gt;
Gnade bringt unsere Seele zur Ruhe, sodass wir hier im Warteraum&lt;br /&gt;
sowohl arbeiten als auch warten können. Dabei vertrauen&lt;br /&gt;
wir darauf, dass Gott Seinem vollkommenen Willen entsprechend&lt;br /&gt;
handelt, und das auch in Bereichen, in denen wir warten und warten&lt;br /&gt;
und warten. Denn genau betrachtet sind unsere zahlreichen&lt;br /&gt;
kleinen und großen Wartezeiten und die mit ihnen einhergehenden&lt;br /&gt;
Hoffnungen nichts anderes als Teil unseres größeren Wartens&lt;br /&gt;
und Teil unserer letztendlichen Hoffnung. Während die anhaltende,&lt;br /&gt;
heiligende Gnade an unseren Ehen arbeitet, um uns mehr&lt;br /&gt;
''wie'' Christus werden zu lassen, warten wir ''auf'' Christus. Er wird&lt;br /&gt;
durch unser geduldiges Warten genauso verherrlicht wie durch&lt;br /&gt;
unsere hingebungsvolle Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Gnade: Die Kraft, zu wollen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor Christus in uns Gestalt zu nehmen begann, waren wir weltlichen&lt;br /&gt;
Leidenschaften ergeben. Wir alle suchten dort Befriedigung&lt;br /&gt;
und frönten unserem sündigen Verlangen. In unserem Eifer nach&lt;br /&gt;
Selbstbestimmung gaben wir als passionierte Sünder bereitwillig&lt;br /&gt;
den falschen Dingen Raum. In Christus ist uns nun aber die&lt;br /&gt;
Gnade erschienen und führt unsere Leidenschaften wieder zurück&lt;br /&gt;
zu Gott. Wir sehen dies am Ende von Vers 14, wo Paulus hervorhebt,&lt;br /&gt;
dass zu Gottes großen Zielen, die Er mit unserer Errettung&lt;br /&gt;
verfolgt, auch gehört, Eifer zu „''guten Werken''“ in uns zu schaffen&lt;br /&gt;
(Titus 2,14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Eifer? Eifer ist aufgeputschtes Verlangen. Ein durchschnittlicher&lt;br /&gt;
Fußballfan wird auf der Tribüne sitzen und mit der&lt;br /&gt;
Menge mitgehen, ein eifriger Fan wird jedoch selbst mitten im&lt;br /&gt;
Winter vor Begeisterung sein Hemd ausziehen, um seinen mit den&lt;br /&gt;
Farben seines Vereins bemalten Körper zur Schau zu stellen. Eifernde&lt;br /&gt;
sind Menschen, die stundenlang vor einem noch geschlossenen Supermarkt warten, um ein Schnäppchen zu ergattern. Unser&lt;br /&gt;
Eifer ist ein starker Ausdruck von dem, was uns bestimmt, was&lt;br /&gt;
wir lieben und wie wir leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor uns die Gnade also trainiert, schafft sie in uns ein tiefes&lt;br /&gt;
Grundverlangen, das auf Gott ausgerichtet ist. Was wir im Leben&lt;br /&gt;
erreichen wollen, verändert sich hin und wieder. Aber das, was die&lt;br /&gt;
Gnade erreichen will, verändert sich nicht. Sie ist hartnäckig und&lt;br /&gt;
erneuert den Eifer unseres Grundverlangens immer wieder und&lt;br /&gt;
hört damit auch nicht auf, bevor tatsächlich die guten Werke zu&lt;br /&gt;
fließen beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was denkst du? Würden deiner Ehe einige gute Werke guttun?&lt;br /&gt;
Vielleicht sind die Dinge bei euch schon so weit abgedriftet, dass&lt;br /&gt;
selbst die kleinste Liebenswürdigkeit dir wie ein großer Schritt&lt;br /&gt;
vorkommt. Vielleicht gefrieren bei euch die Fenster schon dann,&lt;br /&gt;
wenn ihr beide in einem Raum nur zusammen seid. Das ist kein&lt;br /&gt;
Grund zur Verzweiflung; Gott hat Seine Gnade zu euch gesandt,&lt;br /&gt;
beharrliche, heiligende Gnade! Sie kann sehr stark an dir wirksam&lt;br /&gt;
werden und dich nicht nur zur gehorsamen Pflichterfüllung anleiten,&lt;br /&gt;
sondern dich ''„eifrig zu guten Werken“'' in der Ehe machen.&lt;br /&gt;
Eine Gnade, die uns von innen heraus verändert. Kein Wunder,&lt;br /&gt;
dass man sie als überwältigend bezeichnet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Die Gnade exportieren====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind dabei, dieses Kapitel abzuschließen. Zuvor möchte ich&lt;br /&gt;
aber noch einen Blick darauf werfen, wohin Paulus die Diskussion&lt;br /&gt;
als nächstes lenkt. In Vers 15 fährt er fort: ''„Dies rede und ermahne und überführe mit allem Nachdruck! Niemand soll dich verachten!“''&lt;br /&gt;
An dieser Stelle leitet Paulus in erster Linie einen Pastor namens&lt;br /&gt;
Titus an. Aber auch du und ich sind dazu aufgefordert, das Wort&lt;br /&gt;
der Gnade durch Aussprechen und Ermunterung weiterzugeben –&lt;br /&gt;
besonders an unseren Ehepartner. Das könnte praktisch so aussehen,&lt;br /&gt;
wenn er oder sie das nächste Mal wieder mit sich zu kämpfen&lt;br /&gt;
hat. Sprich in etwa Folgendes aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Liebling, vergiss nicht, dir ist doch die Gnade Gottes erschienen. Christus hat dich zu Seinem Kind gemacht. Und das bedeutet&lt;br /&gt;
doch, dass dich die Gnade mit anhaltender und wirksamer Kraft versorgt, dass du die weltlichen Leidenschaften und negativen Verhaltensweisen&lt;br /&gt;
von dir weisen kannst – und zwar genau jetzt, mitten in dieser Versuchung! Ich möchte dich ermutigen und es dir in Erinnerung rufen. Handle danach. Gib dieser beharrlichen Gnade Gottes Raum.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oft zeigst du so oder ähnlich deinem Ehepartner die Gnade&lt;br /&gt;
Gottes? Wie oft erinnerst du ihn oder sie daran, dass diese Gnade&lt;br /&gt;
in uns am Wirken ist und uns verändert und anleitet? Ich glaube,&lt;br /&gt;
ich tue es nicht genug. Robert Murray M’Cheyne sagte einmal:&lt;br /&gt;
„Für jeden Blick auf dich selbst schau zehnmal auf zu Christus.“&amp;lt;ref&amp;gt;Andrew A. Bonar. Life and Remains: Letters, Lectures and Poems of the Rev. Robert Murray M’Cheyne, Minister of St. Peter’s Church, Dundee. Robert Carter: New York, 1848. S. 209 (deutsch: Andrew A. Bonar. Rev. Robert Murray M’Cheyne. Reformatorischer Verlag Beese: Hamburg, 1995; Reprint der Ausgabe Verlag von Johannes Schergens: Cöln, 1880, deutsche Übersetzung nach der 116. englischen Ausgabe).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit dies geschehen kann, brauchen wir Hilfe. Unsere geistliche&lt;br /&gt;
Perspektive kann schnell in Schieflage geraten, wenn wir zu sehr&lt;br /&gt;
auf das achten, was wir in uns sehen. Wie können wir an dieser&lt;br /&gt;
Stelle einander helfen? Ich möchte dir vier Dinge mit auf den&lt;br /&gt;
Weg geben, wenn du deinen Partner in der Gnade Gottes ermutigen&lt;br /&gt;
möchtest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Dein Ehepartner hat die Tendenz, von Gnade zu Selbstanstrengung zu driften.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''Ich muss einfach mehr tun, härter dran arbeiten, mich mehr anstrengen.'' Wir sind dem Vorgesetzten sehr ähnlich, der nicht delegieren kann, weil er denkt, er müsse alles selber erledigen; seine schlechte Gesundheit und seine Erschöpfungssymptome erzählen dir aber die wahre Geschichte. Selbstanstrengung mag uns ein besseres Gefühl vermitteln, letztlich aber ist sie zwecklos. Wenn uns mehr bewusst ist, was wir noch tun müssen, als das, was Christus schon getan hat, dann driften wir gerade ab. Das ist nicht selten der Fall, gerade in der Ehe.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gehe in deiner Ehe doch einmal von folgendem Gedanken aus: Ein Schlüssel, den Gott euch für einander gegeben hat, ist der genannte Vers 15: ''„Dies rede und ermahne und überführe mit allem Nachdruck!“'' Das heißt, erinnert einander an das Evangelium. Ich soll meinen Partner daran erinnern, dass er beziehungsweise sie in dem derzeitigen Konflikt oder in der derzeitigen Situation Gott braucht – und Er die Kraft verfügbar hält, Seinen Willen tun zu können. Dieser Art sollen unsere gegenseitigen Ermahnungen sein.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es gibt dafür einige praktische Schritte:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*''Predige dem Ehepartner das Evangelium''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jerry Bridges sagt: „Wir haben dringend nötig, das Evangelium an jedem Tag unseres Lebens wieder neu zu hören.“&amp;lt;ref&amp;gt;Jerry Bridges. Disciplines of Grace. NavPress: Colorado Springs, 1994. S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das einzige Gegenmittel für verzweifelte Selbstanstrengung ist die Erinnerung daran, dass wir zu ohnmächtig waren, um uns selbst zu retten, und dass wir auch zu ohnmächtig sind, unsere gegenwärtige Situation zu meistern. Das Evangelium allein ist die Kraft Gottes für jede Lebensveränderung (1. Korinther 1,18).&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*''Ermutige, über die Reichtümer des Evangeliums nachzudenken''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Neigungen folgen leider allzu oft unserem Denken. Deshalb ist es so wichtig, unsere Denkmuster zu erkunden, unsere eingefahrenen mentalen Geleise aufzudecken und sich stattdessen regelmäßig biblische Wahrheit vor Augen zu halten. „Wie wir denken, bestimmt das Verhalten der Seele. Wenn sich unser Denken auf irgendeine Anschauung festlegt, dann tun unser Wille und Herz dasselbe. Sie sind nicht in der Lage, sich der Vorgabe unseres Denkens zu entziehen… Die Aufgabe des Denkens ist es also, die Richtung vorzugeben, auszuwählen und anzuleiten.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Owen. Sin and Temptation. Multnomah: Portland, 1983; Neuauflage Regent College: Vancouver BC, 1995. S. 36-37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*''Ermutige zur Ruhe in Gott, gerade wenn der Kampf tobt''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen“ (Matthäus 11,28-29). Bei dieser Verheißung der Ruhe handelt es sich nicht um einen gelegentlichen Mittagsschlaf oder einen unerwarteten Schlechtwettertag, sondern sie ist eine Erinnerung daran, dass es die Seele verjüngt, wenn wir ganz nahe bei Christus sind. Achte darauf, dass dein Ehepartner dies nicht vergisst!&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unsere säkulare Umwelt redet uns ein, wir säßen selbst auf dem Fahrersitz und alles würde sich nur um uns drehen. Das ist aber das Gegenteil dessen, was wir in der Schrift finden. Sie korrigiert eine solche Denkweise, indem sie uns an die absolute Kraft der Gnade Gottes erinnert. Wörtlich fordert uns der Herr dann auf, wie Paulus auch den Timotheus: „Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist“ (2. Timotheus 2,1).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Dein Ehepartner hat die Neigung, sich entmutigen zu lassen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Hast du Sympathie für meine Ungeduld, wenn mir Veränderungen zu langsam gehen? Dein Ehepartner kennt diese Ungeduld ahrscheinlich&lt;br /&gt;
auch. Und hier sind wir alle sehr für Entmutigung anfällig. Der festgefahrene Konflikt oder das Kind, das deinen Einflussbereich schon vor langer Zeit verlassen hat und sich nicht verändert, sind sehr gute Gelegenheiten, um Geduld zu üben und vorzuleben – gerade wenn die Veränderung nicht nach deinem erwarteten Zeitplan abläuft. In diesen Phasen müssen wir einander daran erinnern, dass es eine wunderbare, beharrliche Gnade für unseren gesamten Lebenslauf gibt!&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was aber, wenn ''überhaupt kein'' Fortschritt zu erkennen ist? Wie können wir einander praktisch ermutigen, wenn die Entmutigung in unseren Herzen schon fest verwurzelt scheint?&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*''Erinnere deinen Ehepartner daran, dass Gott unter der Oberfläche arbeitet, bevor Veränderung sichtbar wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Saat kann im Wachsen begriffen sein, obwohl wir es noch nicht sehen. Ermutige deinen Partner, die Gnade nicht zu verschmähen. Sie ist am Wirken, ob wir das sehen oder nicht.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*''Drücke deine Freude darüber aus, was bereits an kleinen Veränderungen zu sehen ist.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tue das auch dann, wenn die Veränderung nicht unmittelbar dort geschieht, wo du es am liebsten gehabt hättest. Wo und wie auch immer Gnade erkennbar wird – man sollte sich darüber freuen und sie feiern. Manchmal findet man sie dort, wo man sie gar nicht vermutet hätte. Der Ehemann, von dem du dir auf einem bestimmten Gebiet Veränderung wünschst, verändert sich in einem ganz anderen Bereich, womit du möglicherweise gar nicht gerechnet hast, dass er zum Beispiel seinen übermäßigen sexuellen Appetit in den Griff bekommt. Die verhaltene Ehefrau überwindet ihre Bequemlichkeit, um der Nachbarin das Evangelium zu erklären, und stellt daraufhin fest, wie ihre Freude in Gott sprunghaft ansteigt. Es ist nicht unsere Aufgabe, den genauen Ablauf der Veränderung festzulegen, sondern dort dankbar zu sein, wo Gnade offensichtlich wird.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
*''Überdenke deine Strategie zur Veränderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solltest du wie ich gestrickt sein, dann sieht dein Vorgehen ungefähr so aus: „Zuerst Sorgen machen, dann noch beten, wenn es dir einfällt.“ Aber Gott hält viel mehr für uns bereit! Deshalb gehe die Sache an und besprich sie offen mit deinem Ehepartner und legt eine gemeinsame Strategie fest. Stellt Fragen wie: „Welche geistliche Übung könnte man in diesem Bereich anwenden? Wen in unserer Gemeinde können wir eventuell auch noch um Rat fragen und Fürbitte erbitten?“ Manchmal fließt die Gnade schon bei geringster Handlungsbereitschaft. Und wenn sie kommt, dann handle entschieden.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Dein Ehepartner kann das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Unser Kampf zur Überwindung bestimmter Sündenmuster kann uns so sehr beschäftigt halten, dass wir anfangen zu glauben, im christlichen Leben ginge es hauptsächlich um das Problem der Sünde. Dies ist vollkommen falsch! Gewiss ist richtig, dass wir effektivere Kämpfer gegen die Sünde werden sollen. Aber letztendlich soll das nicht in erster Linie wegen der Sünde als solche geschehen, sondern wegen des Trainings hin zur Heiligkeit, die wir in der ewigen Welt voll und ganz besitzen werden. Es geht ganz schnell, dieses hohe Ziel aus den Augen zu verlieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Niemand ist geeigneter dafür, uns an das Ziel zu erinnern, als die Person, die durch das Band der Ehe mit uns verbunden auf dasselbe Ziel hin zumarschiert.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Dein Ehepartner muss nicht in erster Linie auf die Gnade, sondern auf den Einen verwiesen werden, von dem alle Gnade kommt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Als meine Tochter ungefähr vier Jahre alt war, beschloss sie, dass es an der Zeit sei, ihr Fahrrad ohne die Stützräder zu benutzen. Meine Frau und ich feierten diesen großen Moment und nahmen sie mit zu einem großen, leeren Parkplatz. Wir luden das Fahrrad aus dem Auto, entfernten die Stützräder und setzten unsere Tochter auf den Sattel. Sie jauchzte vor Freude. „Ich kann es“, rief sie. Ich gab ihr&lt;br /&gt;
ein wenig Starthilfe und erklärte: „Du musst jetzt fest in die Pedale treten, auf geht’s!“ – hielt dabei aber die ganze Zeit meine Hand am Ende des Sattels. Wir wurden allmählich schneller, bis ich rannte, um auf ihrer Höhe zu bleiben. Die ganze Zeit über rief sie: „Schaut&lt;br /&gt;
her, schaut her, ich fahre alleine mit meinem Fahrrad!“, bemerkte aber nicht, dass Daddy sie noch gehalten hatte. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
So sind wir, du und ich. Wir „radeln“ schön und denken dabei, der Grund des Fortschrittes in unserer Ehe seien wir selbst. Wir können den himmlischen Vater hinter uns ganz schnell vergessen, der uns mit einer Hand am Sitz hält und die andere griffbereit hat, um uns vor dem Stürzen zu bewahren. Die Ehe gibt uns die Möglichkeit, uns gegenseitig an die tatsächliche Kraft zu erinnern, die hinter uns steht. Ist dein Ehepartner manchmal völlig begeistert von seinem eigenen Strampeln? Dann sag ihm in Liebe, dass es der Gott der Gnade ist, der ihm das ermöglicht.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einigen Wochen machten wir als ganze Familie eine Wanderung.&lt;br /&gt;
Es sollte ein Tag sportlicher Ertüchtigung an der frischen&lt;br /&gt;
Luft im herbstlichen Wald werden. Stattdessen entwickelte er sich&lt;br /&gt;
zu einem Tag der Feststellung, dass Papa keine Wanderkarte lesen&lt;br /&gt;
kann und wir deshalb ein paar Stunden ziellos durch den Wald&lt;br /&gt;
laufen müssen. Meine Familie meinte ein bisschen verärgert, dass&lt;br /&gt;
ich während des nächsten Familienausflugs besser zur Arbeit gehen&lt;br /&gt;
sollte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber mitten an diesem Tag, irgendwo an einer Weggabelung&lt;br /&gt;
im tiefsten Wald, erlebte ich einen ergreifenden Moment der&lt;br /&gt;
Gnade. Als es der kleinen Gruppe allmählich dämmerte, dass wir&lt;br /&gt;
nicht mehr richtig wussten, wo wir uns wirklich befanden, und&lt;br /&gt;
wir alle schon ziemlich hungrig waren, sagte Kimm mit einem Lächeln&lt;br /&gt;
auf den Lippen: „Das ist ja prima. Nun können wir den&lt;br /&gt;
Wald noch besser kennenlernen und noch mehr Wanderwege&lt;br /&gt;
entdecken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben schließlich den richtigen Weg gefunden, irgendwie.&lt;br /&gt;
Mir ging aber der Kommentar Kimms noch sehr lange nach: die&lt;br /&gt;
Art und Weise, wie sie mir über einen Fehler hinweghalf, indem&lt;br /&gt;
sie auf das Gute sah, das dabei herauskommen könnte. Ich musste&lt;br /&gt;
lächeln. Wenn ein Ehepartner Gnade kommuniziert, dann wachsen&lt;br /&gt;
wir über unsere Fehler hinaus und gelangen wieder auf einen&lt;br /&gt;
fröhlichen Weg. Genauso sollte es sein, wenn Sünder sich das Ja-&lt;br /&gt;
Wort geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erstaunliche und beharrliche Gnade hilft uns an jedem&lt;br /&gt;
Tag, unseren Wettlauf zu bestehen, indem wir Sünde ablegen, zugleich&lt;br /&gt;
geduldig sind und dennoch handeln. Vielleicht hat Jane&lt;br /&gt;
Austen dieses Geheimnis nie erkannt. Aber auf einem unbekannten&lt;br /&gt;
Waldweg in den Wäldern Pennsylvanias wurde es mir wieder&lt;br /&gt;
einmal bewusst. Kennst du dieses Geheimnis auch? Die Gnade&lt;br /&gt;
Gottes ist mit einer solch beharrlichen Kraft in unser Leben getreten,&lt;br /&gt;
dass sie der Sünde niemals gestatten wird, zu gewinnen. Vielleicht&lt;br /&gt;
ist das eine bemerkenswerte Neuigkeit für deine Ehereise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 04 May 2010 19:44:46 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Hartn%C3%A4ckige_Gnade</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Stubborn Grace</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Stubborn_Grace</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Stubborn Grace“ nach „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Hartnäckige Gnade“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Hartnäckige Gnade]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 04 May 2010 18:55:44 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Stubborn_Grace</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Hartnäckige Gnade</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Hartn%C3%A4ckige_Gnade</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Stubborn Grace“ nach „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Hartnäckige Gnade“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/Stubborn Grace}}&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 04 May 2010 18:55:44 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Hartn%C3%A4ckige_Gnade</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Hartnäckige Gnade</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Hartn%C3%A4ckige_Gnade</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|When Sinners Say I Do/Stubborn Grace}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/Stubborn Grace}}&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 04 May 2010 18:52:15 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Hartn%C3%A4ckige_Gnade</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Der Chirurg, das Skalpell und der sündige Ehepartner</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Der_Chirurg,_das_Skalpell_und_der_s%C3%BCndige_Ehepartner</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/The Surgeon, the Scalpel, and the Spouse in Sin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geistliche Chirurgie für Sünder====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geschah an einem späten Nachmittag …“ So beginnt der Bericht&lt;br /&gt;
im 2. Samuel 11, 2. Es ist die Geschichte einer ganzen Reihe&lt;br /&gt;
von verabscheuungswürdigen Taten wie Ehebruch, Hintergehung&lt;br /&gt;
und Mord. Und das Ganze ist umso schockierender, weil diese&lt;br /&gt;
Sünden von dem größten und ehrenwertesten König, den Israel&lt;br /&gt;
jemals hatte, begangen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David, der Mann nach dem Herzen Gottes (1. Samuel 13,14),&lt;br /&gt;
nahm außergewöhnliche Risiken in Kauf, um zunächst den Ehebruch&lt;br /&gt;
mit Bathseba zu begehen und ihn danach zu verheimlichen.&lt;br /&gt;
Als er erfuhr, dass sie von ihm schwanger war, brachte er ihren&lt;br /&gt;
Mann Uria aus dem Krieg zurück nach Hause, um Bathsebas&lt;br /&gt;
Schwangerschaft so darzustellen, als stamme sie von ihrem Ehemann.&lt;br /&gt;
Als das nicht gelang, missbrauchte David seine königliche&lt;br /&gt;
Autorität in extremster Weise und arrangierte die Ermordung&lt;br /&gt;
Urias auf dem Schlachtfeld. Und um die Sache abzurunden, nahm&lt;br /&gt;
er Bathseba neben den anderen zu seiner Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr verging, Bathsebas Kind war geboren, und eine Strafe&lt;br /&gt;
für Davids Sünde war nirgendwo zu sehen. Vielleicht dachte er&lt;br /&gt;
sich, er hätte seine Gräueltaten gut versteckt und es wäre ihm gelungen,&lt;br /&gt;
fast jeden zu täuschen – vielleicht sogar Gott. Problem&lt;br /&gt;
gelöst – also weitermachen! Da er durch seine Machtstellung gut&lt;br /&gt;
abgeschirmt war, konnte er sich sicher und geschützt fühlen und&lt;br /&gt;
über Recht und Gesetz erhaben sein. Außerdem war er clever und&lt;br /&gt;
schlau genug, unnötige Nachfragen abzufangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber David war voll auf Konfrontationskurs mit Gott und Seiner&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit. Eines Tages kam der Prophet Nathan, sein alter&lt;br /&gt;
Freund, die Palasttreppen zu ihm hinauf, aber nicht zu einem&lt;br /&gt;
Freundschaftsbesuch, sondern zu einer Rettungsmission!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan stand vor einem Mann, den er liebte, aber kaum mehr&lt;br /&gt;
erkannte – vor einem König, der betrog und gefährlich in Richtung&lt;br /&gt;
Selbstzerstörung schlitterte. Der Prophet hatte keine Freude&lt;br /&gt;
an den scharfen Worten, die in ihm hochkommen wollten. Er&lt;br /&gt;
wusste auch nicht, wie David auf die Zurechtweisung reagieren&lt;br /&gt;
würde. Wenn aber jemand, der dir nahe ist, vor der Wahrheit&lt;br /&gt;
wegläuft, dann verlangt es die Liebe, ihn anzusprechen. Manchmal&lt;br /&gt;
muss die Liebe um der Wahrheit willen auch den Frieden riskieren.&lt;br /&gt;
David stand kurz davor, auf eine der härtesten Weisen geliebt&lt;br /&gt;
zu werden. Und er musste noch nicht einmal sein Haus dafür&lt;br /&gt;
verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan erzählte David die Geschichte eines reichen Mannes,&lt;br /&gt;
der das einzige Lamm eines Armen genommen hatte, um seine&lt;br /&gt;
Gäste zu beköstigen. David war durch diese Ungerechtigkeit aufgebracht&lt;br /&gt;
und erklärte, dass dieser Mann sterben müsse. Nathans&lt;br /&gt;
zeitloser Verweis daraufhin lautete: ''„Du bist dieser Mann!“ (2. Samuel&lt;br /&gt;
12,7).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein Nathan ist nötig====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser historisch äußerst wichtigen Unterredung sehen wir zwei&lt;br /&gt;
erstaunliche Kräfte am Wirken. Erstens: Gott geht Sündern nach.&lt;br /&gt;
Gottes Liebe ist unnachgiebig. Selbst wenn die Sünde uns erblinden&lt;br /&gt;
lässt, so lässt Gott nicht von uns ab. Gott ging David mit&lt;br /&gt;
unermüdlicher Liebe nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens: Gott gebraucht Sünder, um Sündern nachzugehen.&lt;br /&gt;
Nathan war, wie David auch, als Mensch denselben Versuchungen&lt;br /&gt;
und Möglichkeiten des Versagens ausgesetzt. Gott hatte Nathan&lt;br /&gt;
aber in diesem Augenblick einen bestimmten Dienst gegeben;&lt;br /&gt;
er war ein Sünder, der aufgefordert war, einem anderen Sünder&lt;br /&gt;
zu helfen, mit Gott wieder versöhnt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Rolle bei der Wiederherstellung Davids deutet schon&lt;br /&gt;
im Voraus auf das Evangelium hin. Denn Jesus, der Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
kam später ebenfalls, um uns mit unserer Sünde zu konfrontieren.&lt;br /&gt;
Durch Sein Opfer am Kreuz nahm Er unsere Sünde hinweg und&lt;br /&gt;
versöhnte uns mit Gott (Römer 5,19). Wie wir in diesem Buch&lt;br /&gt;
bisher gelernt haben, leitet sich aus dieser empfangenen Gnade für&lt;br /&gt;
uns ab, dass auch wir als Nachfolger Christi anderen voll und frei&lt;br /&gt;
Vergebung gewähren dürfen. Nun gehen wir aber weiter, nämlich&lt;br /&gt;
zur biblischen Konfrontation und Zurechtweisung – mit dem Ziel&lt;br /&gt;
der Versöhnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus sagt uns in 2. Korinther 5, dass uns ein Dienst der Versöhnung&lt;br /&gt;
gegeben ist. Dabei handelt es sich um die Versöhnung&lt;br /&gt;
zwischen einem Sünder und Gott und auch zwischen einem Sünder&lt;br /&gt;
und demjenigen, gegen den er gesündigt hat. Dieser Versöhnungsdienst&lt;br /&gt;
bezieht sich aber nicht nur auf die Feinde Gottes, zu&lt;br /&gt;
deren Errettung wir hinarbeiten. Sondern – und darauf konzentriert&lt;br /&gt;
sich dieses Kapitel – dieser Versöhnungsdienst betrifft auch&lt;br /&gt;
die Kinder Gottes, die in Sünde gefallen sind und darin möglicherweise&lt;br /&gt;
sogar verharren – bewusst oder unbewusst. Sie wollen in&lt;br /&gt;
ihrer Beziehung zu Gott wachsen, können es aber nicht. Wem&lt;br /&gt;
auch immer unser Dienst der Versöhnung gilt: Gott macht uns&lt;br /&gt;
für unsere Mitchristen zu einem buchstäblichen Appell&lt;br /&gt;
(2. Korinther 5,17-21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sagt uns Jakobus, dass wir um der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
willen auch Friedensstifter sein sollen (Jakobus 3,18). Dies&lt;br /&gt;
bedeutet, dass wir unsere Beziehungsbande gebrauchen, um einzuschreiten&lt;br /&gt;
und unseren Brüdern und Schwestern zu helfen, auch&lt;br /&gt;
der Würde ihrer Berufung entsprechend zu leben. Charles Spurgeon&lt;br /&gt;
betont diesen Punkt stark, indem er schreibt: „Unsere Liebe&lt;br /&gt;
sollte der Liebe Gottes an einem Punkt besonders folgen, nämlich&lt;br /&gt;
beständig danach zu trachten, Versöhnung zu bewirken. Denn zu&lt;br /&gt;
diesem Zweck sandte Gott Seinen Sohn.“&amp;lt;ref&amp;gt; Tom Carter (Hrsg.). 2200 Quotes from the Writings of Charles Spurgeon. Baker Books: Grand Rapids, MI, 1988. S. 172.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bist du nicht auch dankbar für die Tatsache, dass Nathan den&lt;br /&gt;
Mut hatte, einem König mitten hinein in sein Lasterleben die&lt;br /&gt;
Wahrheit zu überbringen? Wahrscheinlich werden wir durch unsere&lt;br /&gt;
Sünde nicht Königreiche ins Wanken bringen, aber die Auswirkungen&lt;br /&gt;
verdeckter Sünde schaden auch uns in zerstörerischer&lt;br /&gt;
Weise. Und dabei werden unsere Familien, Freundschaften, Gemeinden&lt;br /&gt;
und Dienste ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen.&lt;br /&gt;
Auf die Länge der Zeit gesehen können auch moralische&lt;br /&gt;
Fehlhaltungen, die sich im Vergleich zu Davids Sünde recht bescheiden&lt;br /&gt;
ausnehmen, tiefen Schaden bewirken. Wir brauchen alle&lt;br /&gt;
einen Nathan. Wir brauchen alle jemanden, der uns unser langsames&lt;br /&gt;
Abdriften oder sogar unseren rapiden Absturz weg von Gott&lt;br /&gt;
vor Augen hält und sagt: „Du bist derjenige!“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist unvermeidbar. Auf unserer Reise durch diese gefallene&lt;br /&gt;
Welt, mit einem sündigen Herzen in unserer Brust und einem&lt;br /&gt;
Ehepartner, der von Zeit zu Zeit immer wieder mal in ein bestimmtes&lt;br /&gt;
Sündenmuster verfällt, will die Freude oft ersticken und&lt;br /&gt;
der Friede zerbrechen. Dabei fühlt sich dein Partner sogar versucht,&lt;br /&gt;
seine wirklich begangene Schande zu verleugnen und alles&lt;br /&gt;
Mögliche zu tun, um sie zu verbergen. Solche Art Sünde kann&lt;br /&gt;
nicht und darf nicht unangesprochen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schau dich um: Wer kann für deinen Ehepartner die Rolle Nathans&lt;br /&gt;
übernehmen? Wer wird diesen Dienst der Wiederherstellung&lt;br /&gt;
für ihn oder umgekehrt auch für sie tun? Das muss jemand&lt;br /&gt;
sein, der von Gott dazu berufen ist, der nahe genug dran ist und&lt;br /&gt;
der demütig genug ist, sich mehr um Gottes Gerechtigkeit zu sorgen&lt;br /&gt;
als um die Meinung anderer Menschen. Es gibt dafür wirklich&lt;br /&gt;
nur einen wahrscheinlichen Kandidaten: dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wirst du in solchen Zeiten, in denen Wahrheit absolut&lt;br /&gt;
notwendig ist, tun? Was wirst du tun, wenn dein Ehepartner einen&lt;br /&gt;
Nathan braucht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bei der Selbstprüfung nicht stehenbleiben====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasst uns, um diese Frage zu beantworten, zur Aussage von Matthäus&lt;br /&gt;
7 zurückkehren, nämlich zum Splitter und zum Balken. Wir&lt;br /&gt;
haben darüber schon in Kapitel 4 dieses Buches gesprochen und&lt;br /&gt;
gesehen, dass bei einer Konfrontation die Selbstprüfung und der&lt;br /&gt;
Eigenverdacht das Allerwichtigste ist. Zuerst ist die Entfernung&lt;br /&gt;
des Balkens aus unserem eigenen Auge wichtig. Aber das ist natürlich&lt;br /&gt;
nur der Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''„Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr? Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und siehe, der Balken ist in deinem Auge? Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge! '''Und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen'''“ (Matthäus 7,3-5; Betonung vom Autor hinzugefügt).''&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun scheint es dir klar zu sein, oder? Dieser Abschnitt hört nicht&lt;br /&gt;
beim Entfernen des eigenen Balkens auf. Das Entfernen des groben&lt;br /&gt;
Holzes ist Mittel zu einem noch größeren Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zitierte Abschnitt liefert uns zwei Gründe dafür, warum&lt;br /&gt;
wir mit unserem Balken beginnen müssen. Zum einen, weil es uns&lt;br /&gt;
in die Lage versetzt, „klar zu sehen“ (Vers 5). Allein die Demut,&lt;br /&gt;
zuerst meine eigene Sünde auszuräumen, verschafft mir die notwendige&lt;br /&gt;
Klarheit, mich mit der Sünde des anderen zu befassen.&lt;br /&gt;
Diese Demut verbessert mein Beurteilungsvermögen und räumt&lt;br /&gt;
den Unrat aus dem Weg, der meinen Blick verstellt hat. Wir werden&lt;br /&gt;
in diesem Leben niemals mit hundertprozentiger Schärfe und&lt;br /&gt;
Genauigkeit sehen können. Aber wenn ich meinen Balken entferne,&lt;br /&gt;
kann ich anstatt durch die verengende Linse meiner Selbstgerechtigkeit&lt;br /&gt;
nun durch die Linse der Barmherzigkeit und der Fürsorge&lt;br /&gt;
blicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen, Holzfällerarbeit vor unserem eigenen Fenster ist etwas&lt;br /&gt;
sehr Gutes. Sie eröffnet einen wunderbaren Durchblick, der&lt;br /&gt;
ganz und gar Jesu Ziel mit uns entspricht. Denn Er will, dass wir&lt;br /&gt;
dem anderen sehr gut dienen können, ganz besonders dem eigenen&lt;br /&gt;
Ehepartner. Die Selbstprüfung alleine reicht aber noch nicht&lt;br /&gt;
aus, eine Ehe zu bessern. Sie ist notwendig, um genug Licht zu&lt;br /&gt;
bekommen und klar sehen zu können. Aber das allein entfernt&lt;br /&gt;
noch nicht den Splitter aus dem Auge meines Partners. Das Holzfällen&lt;br /&gt;
vor meinem eigenen Auge befähigt mich zwar dazu, aber&lt;br /&gt;
nun muss ich mich auch an die Arbeit machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Werk von Gnade und Wahrheit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice hat weder Ehebruch begangen noch einen Mord. Er hat&lt;br /&gt;
nichts zu verbergen. Und doch braucht Maurice seinen Nathan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Firma, in der er beschäftigt ist, baut Stellen ab. Auch sein&lt;br /&gt;
Job steht auf dem Prüfstand, und Maurice ist unruhig. Die Zukunft&lt;br /&gt;
ist unsicher, und freie Stellen auf seinem Gebiet sind dünn&lt;br /&gt;
gesät. Zuhause verrät seine Miene seine Sorge. Essenszeiten, die&lt;br /&gt;
einmal sehr lebendig abliefen, sind nun geprägt von langen Seufzern&lt;br /&gt;
und noch längerem Schweigen. Fragt seine Frau bei ihm&lt;br /&gt;
nach, dann antwortet Maurice nur, dass er jetzt Zeit brauche, um&lt;br /&gt;
nachzudenken. Genau wie David erkennt er sein geistliches Abrutschen&lt;br /&gt;
nicht. Aber Maurice ist am Schlingern und rutscht langsam,&lt;br /&gt;
aber sicher in eine Welt der Sorge. Er überlegt hin und her&lt;br /&gt;
und grübelt unentwegt über seine Situation nach. Das aber blockiert&lt;br /&gt;
ihn und raubt ihm seine innere Freiheit. Er kann nicht&lt;br /&gt;
mehr objektiv abwägen und klare Gedanken fassen, sondern ein&lt;br /&gt;
Strudel der Angst hat ihn fortgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice spricht aber immer noch vom Vertrauen auf Gott und&lt;br /&gt;
von seinem Glauben. Seine diesbezüglichen Kommentare klingen&lt;br /&gt;
jedoch dahergesagt und scheinen eher Verpflichtung als Überzeugung&lt;br /&gt;
zu sein; sie verbergen den wahren Kampf in ihm. Seine&lt;br /&gt;
schlaflosen Nächte offenbaren die Wirklichkeit: Maurice sieht sich&lt;br /&gt;
in seinen Vorstellungen bereits arbeitslos, das Haus zwangsversteigert&lt;br /&gt;
und seine Familie bettelnd auf der Straße. Schweißperlen bilden&lt;br /&gt;
sich auf seiner Stirn; Maurice liegt alleine im Dunkeln – wie&lt;br /&gt;
ein Mensch, der keinen Gott hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice benötigt das Verständnis einer liebenden Frau, die&lt;br /&gt;
seine Belastung mitempfindet. Sie muss für ihn beten und ihn in&lt;br /&gt;
seinem Bemühen, seine Familie zu leiten und zu ernähren, ermutigen.&lt;br /&gt;
Er braucht aber noch etwas anderes von ihr. Er braucht sie&lt;br /&gt;
als seinen Nathan, der ihn kennt und ihn genug liebt, um seinem&lt;br /&gt;
Sorgen – das ja Gott verneint – sorgfältig Wahrheit zuzuführen.&lt;br /&gt;
Er braucht jemanden innerhalb seines Zuhauses, der nicht nur auf&lt;br /&gt;
Gottes Verheißungen vertraut, sondern diese auch liebevoll mit&lt;br /&gt;
Überzeugung aussprechen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist doch interessant, in welcher biblischen Spannung Sünder&lt;br /&gt;
leben, die einander das Ja-Wort gegeben haben. Sie sollen einerseits&lt;br /&gt;
voll und ganz barmherzig und absolut nicht verurteilend sein.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite jedoch sollen sie einander herausfordern,&lt;br /&gt;
ermahnen, korrigieren und zurechtweisen. Sie sollen ausgerechnet&lt;br /&gt;
dem, den sie am meisten lieben, die Wahrheit sagen (Hebräer&lt;br /&gt;
3,12-13). Dies mag paradox erscheinen, es scheint vielleicht sogar&lt;br /&gt;
ein Gegensatz zu sein. Das ist es aber nicht. Im Gegenteil, Gott&lt;br /&gt;
hat uns zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt mit einer ganz bestimmten&lt;br /&gt;
Person in einer Ehe zusammengebracht, damit wir&lt;br /&gt;
aneinander einen phantastischen Dienst tun können. Wir können&lt;br /&gt;
den Ruf zur Versöhnung erfüllen – indem wir einen abdriftenden&lt;br /&gt;
Gläubigen zu Gott, dem Retter, zurückbringen. Wir können lieben,&lt;br /&gt;
indem wir Wahrheit auf gnädige Weise vermitteln. Wir können&lt;br /&gt;
Gnade darreichen, indem wir die Wahrheit nicht zurückhalten,&lt;br /&gt;
sondern sie in Demut aussprechen. Erfüllen wir diesen&lt;br /&gt;
Dienst, dann sind wir nicht nur ein Nathan für den anderen, wir&lt;br /&gt;
repräsentieren dadurch auch den Herrn Jesus Christus, der voller&lt;br /&gt;
Gnade und Wahrheit unter uns gewohnt hat (Johannes 1,14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun gut, aber wie genau macht man das, einander in Gnade&lt;br /&gt;
und Wahrheit dienen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Chirurg und der Heilige====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthew Henry sagte einmal: „Die drei Qualifikationen, die ein&lt;br /&gt;
guter Chirurg haben sollte, sind dieselben, die auch der besitzen&lt;br /&gt;
sollte, der einem anderen einen Tadel erteilt: Er sollte das Auge&lt;br /&gt;
eines Adlers, das Herz eines Löwen und die feinfühlige Hand einer&lt;br /&gt;
Dame haben. Oder kurz: Er braucht Weisheit, Mut und Milde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Matthew Henry. The Quest for Meekness and Quietness of Spirit. Soli Deo Gloria: Morgan, PA, 1997. S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser große Puritaner hat hiermit eine wunderbare Aussage&lt;br /&gt;
gemacht. Tadel – das Mittel, wodurch Nathan in die Seele eines&lt;br /&gt;
in Sünde gefangenen Königs eindringt, um den Dienst der Versöhnung&lt;br /&gt;
auszuüben – ähnelt sehr der Chirurgie. Für beides&lt;br /&gt;
braucht es Weisheit und Genauigkeit ebenso wie eine feinfühlige&lt;br /&gt;
und entschlossene Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich war das Einzige, was die Chirurgie damals&lt;br /&gt;
vor 300 Jahren, als Matthew Henry diese Worte schrieb, mit der&lt;br /&gt;
Chirurgie unserer Tage gemeinsam hatte, das Ziel, Menschen&lt;br /&gt;
durch einen Eingriff in ihren Körper wieder gesund zu machen.&lt;br /&gt;
Es gab damals keine mikrochirurgischen Techniken, keine Anästhesie&lt;br /&gt;
oder Arthroskopie, keine Sterilisation, kein Wissen über&lt;br /&gt;
Krankheitskeime oder Antibiotika. Es war ein raues und grausames&lt;br /&gt;
Geschäft. Dennoch haben sich die Ärzte jener puritanischen&lt;br /&gt;
Ära der Aufgabe körperlicher Heilung und Fürsorge mit allem,&lt;br /&gt;
was ihnen zur Verfügung stand, hingegeben. Sie waren sich bewusst,&lt;br /&gt;
dass sie nur wenige Zusammenhänge verstanden, und doch&lt;br /&gt;
waren sie sehr hingebungsvoll dabei, alles zu lernen, was sie konnten,&lt;br /&gt;
um so gut wie möglich helfen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es nun um Seelen-Chirurgie geht, dann sind wir den&lt;br /&gt;
Ärzten jener Zeit recht ähnlich. Wir verstehen uns selbst kaum,&lt;br /&gt;
wie könnten wir also jemand anderen verstehen? Das eine, was wir&lt;br /&gt;
genau wissen, ist doch, dass wir nicht einmal wissen, was wir nicht&lt;br /&gt;
wissen! Unser Fachwissen scheint so unzureichend, dass wir uns&lt;br /&gt;
ernsthaft fragen, ob es für den „Patienten“ nicht weniger schmerzhaft&lt;br /&gt;
wäre, wenn wir überhaupt nichts unternehmen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin sind wir uns alle gleich – und dennoch sind wir zu einer&lt;br /&gt;
speziellen chirurgischen Aufgabe berufen. Wir sind von Gott dazu&lt;br /&gt;
ernannt, unsere noch so dürftigen Fähigkeiten einzusetzen und&lt;br /&gt;
Ihm dabei hinsichtlich des Ergebnisses zu vertrauen. Die wesentlichen&lt;br /&gt;
Instrumente für diese Arbeit haben sich dabei niemals verändert:&lt;br /&gt;
Weisheit, Mut und Milde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein guter Chirurg zeigt Weisheit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle will ich einen kurzen Abschnitt aus ‚Harveys Chirurgischen&lt;br /&gt;
Berichten‘ einfügen; aus ihnen geht hervor, wie man&lt;br /&gt;
bei einem anderen Korrektur besser nicht anbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ein wirklich nettes Restaurant, eines, in dem einem die&lt;br /&gt;
Mäntel abgenommen werden und man von einem Ober im Frack&lt;br /&gt;
zum Platz geführt wird. Danach wird man höflich gefragt, welches&lt;br /&gt;
Mineralwasser man bevorzugt. Kerzen brannten, an den Wänden&lt;br /&gt;
hingen Originalgemälde, und klassische Musik erfüllte den Raum.&lt;br /&gt;
Ein rascher Blick auf die Menükarte offenbarte die Tatsache, dass&lt;br /&gt;
man für das Ambiente teuer mitbezahlen musste (wenigstens waren&lt;br /&gt;
die Preise für die Gerichte angegeben!). Aber das machte&lt;br /&gt;
nichts, ich wollte mit meiner Frau doch einen schönen Abend haben,&lt;br /&gt;
an den man sich lange erinnern würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er war in der Tat denkwürdig, wenn auch nicht exakt so,&lt;br /&gt;
wie ich mir das erhofft hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ich eine Liste von übermenschlichen Kräften dabeigehabt,&lt;br /&gt;
von denen ich mir eine hätte auswählen können, dann hätte&lt;br /&gt;
ich die Fähigkeit gewählt, dumme Aussagen im selben Moment,&lt;br /&gt;
in dem sie einem über die Lippen kommen, wieder zurücksaugen&lt;br /&gt;
zu können. Ich hätte diese magische Kraft an jenem Abend gut&lt;br /&gt;
gebrauchen können, als ich meiner Frau einige Dinge darlegte, die&lt;br /&gt;
ich an ihr seit einiger Zeit beobachtet hatte und die ich mir „für&lt;br /&gt;
den rechten Augenblick“ aufgespart hatte. Doch jener Abend sollte&lt;br /&gt;
nicht der rechte Augenblick gewesen sein, noch nicht einmal&lt;br /&gt;
annähernd. Stattdessen erlebten wir lediglich einen sehr teuren&lt;br /&gt;
Konflikt. Nichts verdirbt ein gutes Abendessen so sehr wie ein&lt;br /&gt;
schlechter Streit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiser Chirurg wird den rechten Zeitpunkt wählen. Aber&lt;br /&gt;
feine Restaurants und Seelen-Chirurgie passen nicht zusammen,&lt;br /&gt;
zumindest nicht für Kimm und mich. Dass ich jenen Abend aussuchte, um die heikle Aufgabe eines chirurgischen Eingriffs bei&lt;br /&gt;
meiner Frau vorzunehmen, war wirklich keine große Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„''Der Weisheit Anfang ist: Erwirb dir Weisheit! Und mit allem, was du erworben hast, erwirb dir Verstand!“ (Sprüche 4,7)''. Das ist&lt;br /&gt;
klar genug gesagt, aber was ''ist'' Weisheit? Wie wir im vierten Kapitel&lt;br /&gt;
gesehen haben, beginnt Weisheit mit der Gottesfurcht – indem&lt;br /&gt;
wir ein Leben führen, das auf die Herrlichkeit Gottes ausgerichtet&lt;br /&gt;
ist. Oder, wie J.I. Packer es ausgedrückt hat: „Wir können keine&lt;br /&gt;
Weisheit von Gott erhalten, ehe wir nicht demütig und belehrbar&lt;br /&gt;
geworden sind und in der Furcht Gottes verharren. Erst müssen&lt;br /&gt;
wir unser eigenes Geringsein erkennen, unsere eigenen Gedanken&lt;br /&gt;
in Frage stellen und bereit sein, uns geistlich total umzustellen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;J.I. Packer. Gott erkennen. Das Zeugnis vom einzig wahren Gott. Edition VLM im Verlag der St.-Johannis-Druckerei, 19944. S. 90 (Originaltitel: Knowing God. IVP: Downer’s Grove, IL, 1993).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise des Nathan bei David zeigt biblische&lt;br /&gt;
Weisheit. Nathan wartete auf den richtigen Zeitpunkt, begab sich&lt;br /&gt;
dann zum Palast, um seinen alten Freund, den König, zu sehen.&lt;br /&gt;
Er gebrauchte eine weise Methode, indem er die Geschichte von&lt;br /&gt;
dem gestohlenen Lamm erzählte. Auf diese Weise wollte er David&lt;br /&gt;
ganz sachte dazu bewegen, sich selbst zu betrachten. Obwohl&lt;br /&gt;
sanft, zeigt Nathan aber dennoch schonungslos das Wesen der&lt;br /&gt;
Sünde dessen, der sie begangen hat. David hätte natürlich auch&lt;br /&gt;
negativ reagieren und dem Nathan anschließend das Leben&lt;br /&gt;
schwermachen können. Aber Nathan ging das Risiko ein. Warum?&lt;br /&gt;
Weil er Gott mehr fürchtete als David. Nathan war ein weiser&lt;br /&gt;
Mann, dem die Interessen Gottes über alles andere gingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um bei der Konfrontation mit Sünde wirklich weise zu werden,&lt;br /&gt;
gibt es eine Reihe von wichtigen chirurgischen Techniken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sind sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Patienten müssen sich bewusst sein, dass sie Hilfe brauchen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell dir vor, ein Chirurg geht auf einer stark bevölkerten Straße&lt;br /&gt;
direkt auf Menschen zu und bietet seine Dienste mit den Worten&lt;br /&gt;
an: „Entschuldigen Sie, mein Herr, gibt es irgendetwas, das ich&lt;br /&gt;
heute aus Ihnen herausschneiden kann?“ Diese Vorgehensweise&lt;br /&gt;
wird sehr wahrscheinlich eher die Ordnungshüter auf den Plan&lt;br /&gt;
rufen, als gute Operationen hervorbringen. Wir wissen alle, dass&lt;br /&gt;
Chirurgen ihre Patienten nicht mit dem Schleppnetz einfangen.&lt;br /&gt;
Sie operieren diejenigen, die es aufgrund ihrer Diagnose auch&lt;br /&gt;
wünschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehen werden sehr ‚säuerlich‘, wenn Ehepartner sorglos und&lt;br /&gt;
willkürlich oder auch ohne ausdrückliche Zustimmung des „Patienten“&lt;br /&gt;
ihre chirurgische Tätigkeit verrichten wollen. Ehen werden&lt;br /&gt;
jedoch viel lieblicher, wenn die Ehepartner erkennen, dass&lt;br /&gt;
wahrscheinlich jeder von ihnen von Zeit zu Zeit korrigierende&lt;br /&gt;
Eingriffe benötigt, und sie sich deshalb gegenseitig die Erlaubnis&lt;br /&gt;
geben, das Skalpell im Bedarfsfall auch anzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausgezeichnete und demütige Weise, wie wir unserem&lt;br /&gt;
Partner gegenüber unsere Bereitschaft signalisieren können, dass&lt;br /&gt;
er gerne das biblische Messer bei uns anlegen kann, besteht darin,&lt;br /&gt;
ihm generell die Erlaubnis dazu zu erteilen. Du kannst deinen&lt;br /&gt;
Partner sogar grundsätzlich darum bitten, dich zu korrigieren,&lt;br /&gt;
wenn er es für nötig empfindet. Dies wird deinem Ehepartner&lt;br /&gt;
deutlich machen, dass du eine Operation willst, wenn es einer bedarf.&lt;br /&gt;
Mein Freund Mark fragt mich oft, ob ich Dinge an ihm beobachte,&lt;br /&gt;
die nicht gut sind und über die ich mir Gedanken mache.&lt;br /&gt;
Er ist in dieser Hinsicht ein „Modellpatient“, dessen Beispiel&lt;br /&gt;
ich in meine Ehe übertragen möchte. Es ist mir wichtig, dass&lt;br /&gt;
Kimm weiß, dass ich Korrektur ''möchte'' und sie nicht einfach nur&lt;br /&gt;
toleriere. Wenn ich Korrektur suche, weiß sie, dass sie die Möglichkeit&lt;br /&gt;
hat, zu operieren, weil mir bewusst ist, dass ich Hilfe benötige!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Niemals blind schneiden====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls jemand aus deinem Bekanntenkreis sich kürzlich einer Operation&lt;br /&gt;
unterziehen musste, weißt du wahrscheinlich, wie weitreichend&lt;br /&gt;
die medizinischen Untersuchungen waren, die stattfanden,&lt;br /&gt;
bevor der Patient auch nur in die Nähe des Operationssaales gelassen&lt;br /&gt;
wurde. Zahlreiche Kontrollen werden durchgeführt, Ärzte&lt;br /&gt;
konsultieren einander, vorbereitende Medikamente werden verabreicht.&lt;br /&gt;
Zyniker sagen manchmal, dies geschehe nur, um sich vor&lt;br /&gt;
Prozessen zu schützen, aber wir sehen dabei viel Weisheit am&lt;br /&gt;
Werk. Je besser die Vorbereitung, umso wahrscheinlicher wird der&lt;br /&gt;
Erfolg der Operation. Dies gilt auch für die Operation der Zurechtweisung.&lt;br /&gt;
Je besser wir darauf vorbereitet sind, die Wahrheit&lt;br /&gt;
auszusprechen, umso wahrscheinlicher wird zu Herzen genommen&lt;br /&gt;
werden, was wir sagen. Das exklusive Restaurant-Erlebnis mit&lt;br /&gt;
Kimm, auf das ich so sehr gehofft hatte, ging nur deshalb so&lt;br /&gt;
schrecklich daneben, weil ich versucht hatte, blind zu schneiden.&lt;br /&gt;
Ich möchte einige diagnostische‚ ‚prä-operative‘ Fragen beantworten,&lt;br /&gt;
die uns helfen können, weise zu operieren, wenn die Zeit&lt;br /&gt;
für eine ‚chirurgische Zurechtweisung‘ gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*''Habe ich Gott um Weisheit gebeten und Ihm gesagt, dass ich Seine Hilfe brauche, um meinem Ehepartner in dieser Weise zu dienen?'' Dabei handelt es sich nicht nur um ein formelles Gebet, während wir schon dabei sind, den Partner ins geistliche OP zu schieben. Es sollte ein von Herzen kommender Ausdruck unserer Abhängigkeit von Gott sein. Im Gebet werden wir uns auch unserer operativen Begrenzungen bewusst – wir können operieren, aber wir können nicht heilen; wir können sprechen, aber wir können nicht von Sünde überführen. Dies kann nur Gott (Johannes 16,8). Gebet bringt die Gottesfurcht in den Vordergrund, und dies ist der Anfang der Weisheit. Wenn wir uns an Gott anbinden, bevor wir uns auf den Sünder zubewegen, dann wird es deutlich einfacher, ihn zu Ihm zu ziehen.&lt;br /&gt;
*''Gründen sich meine Beobachtungen auf generelle Verhaltensmuster, oder handelte es sich um einen einzelnen Vorfall?'' Hüte dich davor, eine einzelne Situation – die ich gerne als „Einzelfall“ bezeichne – aufzugreifen, um deine ganz große Sorge auszudrücken, die du dir um die Seele deines Ehepartners machst. Wenn du bei einer Sünde deines Partners, die man mit leichtem Bauchkneifen vergleichen könnte, sofort eine geistliche Blinddarmoperation durchführen willst, dann sind deine Fähigkeiten, erst einmal sorgfältige Voruntersuchungen anzustellen, offensichtlich nicht sehr groß. Wie steht es mit deinem Gebet für deinen Ehepartner, mit deiner Nachsicht und Liebe?  &lt;br /&gt;
* ''Bin ich zufrieden damit, zunächst nur einen Bereich anzusprechen, der mir Sorge macht, auch wenn mir vielleicht mehrere Dinge auffallen?'' Ich kann mir vorstellen, dass du die Veränderung an deinem Partner genauso schnell sehen möchtest wie das Ergebnis bei einem medizinischen Eingriff. Ungefähr so: Chronischer Jähzorn heute, Operation morgen früh, dann&lt;br /&gt;
während der Erholungsphase ein paar Tage die Temperatur messen, und danach ist der Zorn verschwunden, hinterlässt höchstens eine kleine Narbe, an der man erkennt, dass es ihn&lt;br /&gt;
einmal gegeben hat! Aber wie das mit Illustrationen immer so ist, hinkt natürlich auch mein Vergleich mit der Chirurgie etwas. Denn das Leben verläuft anders. Veränderung geschieht&lt;br /&gt;
nicht im Handumdrehen, sondern ist ein Prozess inmitten des hektischen Alltags. Während unser Inneres mit den Verwundungen einer geistlichen Operation kämpft – sprich: wir mit unserem Zerbruch zu tun haben –, müssen Rechnungen bezahlt und die Kinder versorgt werden. Deshalb sei vorsichtig und operiere nicht an zu vielen Stellen deines Partners gleichzeitig. Ein guter Chirurg vergisst dies nicht!&lt;br /&gt;
* ''Bin ich bereit, die Schnitte nicht größer zu setzen als absolut notwendig?'' Beim Versuch, einen Ehepartner zu gottgewirktem Sündenbewusstsein zu führen, schießen wir nur allzu oft über das Ziel hinaus und erinnern an eine Litanei von gewesenen Vorkommnissen und führen Berge von Fehlern an. Wir denken vielleicht, damit unser Ziel am besten zu erreichen, aber&lt;br /&gt;
oftmals befördert die Wucht unserer Vorwürfe den Partner über ein Überführtsein hinaus direkt in die eiternde Infektion der Verdammung. Wir wollen häufig eine „Ruck-Zuck- Erledigung“ der Angelegenheit, aber „Gott setzt zu einer langsamen Antwort an“&amp;lt;ref&amp;gt; David Powlison, Suffering and the Sovereignty of God. Crossway Books: Wheaton, IL, 2006. S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Gnade der Weisheit lässt mich erkennen, dass ein wohlüberlegtes Wort, sorgsam an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht, gute Medizin ist. Sonst bist du dabei, eine Seele aufzuschneiden! Geh langsam voran und schneide behutsam!&lt;br /&gt;
* ''Bin ich bereit, in Demut lediglich eine Beobachtung wiederzugeben und nicht gleich eine Behauptung aufzustellen?'' Wir werden beide niemals den vollkommenen Einblick ins Herz unseres Ehepartners haben. Zu meinen, man könne es dennoch, ist richtend – das Urteilen ist aber Gott vorbehalten. In Seiner geheimnisvollen Weisheit und Barmherzigkeit gibt Er uns keinen absoluten Einblick in das Herz des anderen. Das gilt auch für zwei Menschen, die aufs Engste miteinander vertraut sind. Niemand, nur der Herr, kann das menschliche Herz wirklich ganz ergründen (Jeremia 17,9-10). Deshalb ist die hilfreichste Behandlung diejenige, die fragt und nicht feststellt. Der konstruktivste Tadel ist der, der nicht mit dem Urteil, sondern mit Fragen beginnt, die er offen lässt. Das ermöglicht den Dialog und gibt Raum, dem Problem gemeinsam auf den Grund zu gehen.&lt;br /&gt;
* ''Ziele ich darauf ab, Gottes Wahrheit ins Licht zu rücken oder meine Meinung?'' In einer Ehe gibt es zu jedem beliebigen Zeitpunkt eine Menge von Dingen an unserem Partner, die wir gerne verändern würden. Ein guter Arzt operiert aber nicht einfach deshalb, weil er etwas am Patienten nicht mag. „Hey, wo wir gerade am Blinddarm sind, könnten wir doch gleich noch&lt;br /&gt;
ein paar Pfunde vom Bauch entfernen!“ Unsere beste Zurechtweisung ist die, die dem Partner hilft, Gottes Wort zu erkennen, es zu Herzen zu nehmen und anschließend entsprechend&lt;br /&gt;
zu handeln. Unsere Beobachtungen sollten darauf ausgerichtet sein, zu Gottes Wahrheit zu führen, nicht sie durch unsere subjektive Meinung zu ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein guter Chirurg hat Mut====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben festgestellt, dass Nathan einiges an Weisheit benötigte,&lt;br /&gt;
um David zu konfrontieren. Es bedufte aber auch großen Mutes,&lt;br /&gt;
in den Palast zu marschieren und Wahrheit auszusprechen. Es war&lt;br /&gt;
riskant, einen König zu tadeln, der bereit gewesen war, zum Verdecken&lt;br /&gt;
seiner Sünde einen Menschen zu töten. Wie riskant genau,&lt;br /&gt;
konnte Nathan allerdings nicht wissen. Doch das Wohlergehen&lt;br /&gt;
einer ganzen Nation begleitete Nathans mutige Entscheidung,&lt;br /&gt;
dieses „Du bist der Mann“ auszusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu wahrer, biblischer Weisheit gehört meistens auch eine große&lt;br /&gt;
Portion Mut, wenn wir im Glauben vorangehen und Gott in&lt;br /&gt;
allen Dingen gefallen wollen. Mag sein, dass das Leben einfacher&lt;br /&gt;
erscheint, wenn wir bestimmte unbequeme Wahrheiten umgehen&lt;br /&gt;
und der Sünde nur zuwinken. Doch werden wir stets das ernten,&lt;br /&gt;
was wir säen (Galater 6,7-9). Säen wir liebevoll Ehrlichkeit und&lt;br /&gt;
kümmern uns mutig um das Wohl der Seele des anderen, dann&lt;br /&gt;
werden wir Gottesfurcht ernten. Gehen wir aber den Konflikten&lt;br /&gt;
aus dem Weg, werden wir dennoch Konfrontation bekommen.&lt;br /&gt;
Denn Sünde, die nicht angesprochen wird, setzt sich ungestört&lt;br /&gt;
fort. Mit diesem Versuch, Frieden zu säen, ernten wir Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch braucht der geistliche Chirurg noch eine zweite Art des&lt;br /&gt;
Mutes. Wenn die erste Art darin besteht, die Operation ohne&lt;br /&gt;
Angst zu beginnen – also das Skalpell an der sterilisierten Haut&lt;br /&gt;
entlangzuführen, bis zum ersten Schnitt –, dann bewirkt die zweite&lt;br /&gt;
Art von Mut das zupackende Weiterarbeiten bis zur Vollendung&lt;br /&gt;
der Operation. Und danach muss der Patient noch solange&lt;br /&gt;
fürsorglich betreut werden, bis die Rekonvaleszenzzeit vorüber ist.&lt;br /&gt;
Das ist der Mut, der dich in diesem persönlichen Dienst am Ball&lt;br /&gt;
bleiben lässt, lange nachdem wir angefangen haben, etwas anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig jedoch haben Paare die Tendenz, Konfrontation wie&lt;br /&gt;
eine Handgranate zu gebrauchen: Sie ziehen den Sicherungsstift,&lt;br /&gt;
werfen die Granate und suchen Deckung. Aber biblische Zurechtweisung&lt;br /&gt;
ist nicht eine Art Kommandoattacke; sie ist sorgfältige,&lt;br /&gt;
hingegebene, chirurgische Sorge um eine Seele. Ein guter Chirurg&lt;br /&gt;
wird den Patienten bis nach der Operation und auch durch die&lt;br /&gt;
Phase danach begleiten. Und warum dies alles? Weil Gott uns&lt;br /&gt;
durch Zurechtweisung und Umkehr auf den Weg der Rechtschaffenheit&lt;br /&gt;
führen will – und nicht einfach nur, weil wir streitfreie&lt;br /&gt;
Ehen haben wollen. Umkehr und Veränderung jedoch, meine&lt;br /&gt;
Freunde, brauchen nun einmal Zeit. Wenn Sünder sich das Ja-&lt;br /&gt;
Wort geben, dann müssen wir uns auf diesen lebenslangen Prozess&lt;br /&gt;
der gegenseitigen Hilfe einlassen, um das ersehnte Wachstum&lt;br /&gt;
auch zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Mutige Chirurgen fördern Umkehr====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1517 nagelte Martin Luther etwas an die Kirchentür zu&lt;br /&gt;
Wittenberg, was wir heute als selbstverständliche Wahrheiten der&lt;br /&gt;
Schrift ansehen, die damals vernachlässigt worden waren. Als die&lt;br /&gt;
etablierte Kirche es versäumte, sich mit Luther und seinen zentralen&lt;br /&gt;
Lehransprüchen zu arrangieren, führte dies zu einer großen&lt;br /&gt;
Kontroverse, die wir gemeinhin als die Protestantische Reformation&lt;br /&gt;
bezeichnen. Luther entnahm der Heiligen Schrift die Wahrheiten,&lt;br /&gt;
die die Kirche vergessen hatte, und formte sie zu 95 sogenannten&lt;br /&gt;
Thesen. Welche finden wir an oberster Stelle? Sie lautet&lt;br /&gt;
so: „Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: ‚Tut Buße‘&lt;br /&gt;
usw. (Matthäus 4,17), hat er gewollt, dass das ganze Leben der&lt;br /&gt;
Gläubigen Buße sein soll.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. www.reformation-heute.de/lutherthesen/index.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Luther sprach hier ein bloß zeremonielles&lt;br /&gt;
und blutleeres System religiöser Sündenvergebung an.&lt;br /&gt;
Nach seinem Verständnis, wie er es in Gottes Wort gefunden hatte,&lt;br /&gt;
sollte eine angemessene Reaktion auf das Werk Christi am&lt;br /&gt;
Kreuz darin bestehen, sich konkret von der Sünde und Selbstsucht&lt;br /&gt;
abzuwenden und vor Gott ein Leben in Umkehr zu führen. So&lt;br /&gt;
wuchs die protestantische Kirche in erster Linie deshalb, weil sie&lt;br /&gt;
die Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben wiederentdeckte.&lt;br /&gt;
Diese Lehre beinhaltete die wesentliche (und immer noch&lt;br /&gt;
gültige) Einsicht darüber, wie Menschen Veränderung erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit du deinem Ehepartner in Momenten der Konfrontation&lt;br /&gt;
wirklich fürsorglich begegnen kannst, müssen deine Worte und&lt;br /&gt;
Darlegungsweisen darauf abzielen, Buße zu fördern. Da dieses&lt;br /&gt;
Wort oft missverstanden wird und du eventuell meinst, dein Partner&lt;br /&gt;
müsse nun seine Kleidung erst einmal gegen Sack und Asche&lt;br /&gt;
eintauschen, möchte ich zunächst erklären, was Gott darunter versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buße beziehungsweise Umkehr bedeutet nicht, sich krankhaft&lt;br /&gt;
mit sich selbst zu beschäftigen, sich mit jeder Nuance der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit zu befassen und vielleicht auch noch jeden Gedanken&lt;br /&gt;
und jedes Wort manisch auf Sünde zu untersuchen. Wie wir&lt;br /&gt;
an Jeremys Beispiel im letzten Kapitel gesehen haben, geht es bei&lt;br /&gt;
der Umkehr letztendlich nicht um uns, sondern um Gott. Es geht&lt;br /&gt;
darum, sich so sehr mit Ihm zu beschäftigen, mit Seinem heiligen&lt;br /&gt;
Wesen und mit dem, was Er in Jesus Christus für uns getan hat,&lt;br /&gt;
dass durch dieses Betrachten in uns eine aktive Sehnsucht entsteht,&lt;br /&gt;
uns von Sünde fernzuhalten und die Gerechtigkeit zu suchen.&lt;br /&gt;
Ein Teil der guten Nachricht des Evangeliums ist doch die&lt;br /&gt;
Tatsache (wie wir im nächsten Kapitel noch mehr sehen werden),&lt;br /&gt;
dass die Gnade, die uns durch das Kreuz gereicht wird, nicht statisch&lt;br /&gt;
ist. Nein, sie ist dynamisch. Sie entspringt am Kreuz und&lt;br /&gt;
geht unentwegt umher mit einer tief eindringenden, chirurgischen&lt;br /&gt;
Kraft, damit unser Leben und unsere Ehen Gott gefallen und wir&lt;br /&gt;
eines Tages auch unser himmlisches Zuhause erreichen (Judas&lt;br /&gt;
1,24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere Umkehr kooperieren wir also mit Gott und&lt;br /&gt;
nehmen in Seinem wunderbaren Wirken eine wichtige Rolle ein.&lt;br /&gt;
Und Er erwartet, dass wir sie auch aktiv ausfüllen. Denn die nötige&lt;br /&gt;
Kraft gibt Er uns dazu. Und so fordert Er uns auf: ''„Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern!“ (Philipper 2,12), „Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind!“ (Kolosser 3,5) und „Wandelt im Geist“ (Galater 5,16), „damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen“ (Titus 2,12).'' Buße wünscht sich also&lt;br /&gt;
nicht nur Veränderung, sondern handelt auch entsprechend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte nicht, dass mein Ehepartner jemals durch meine&lt;br /&gt;
Ernsthaftigkeit zu der Überzeugung gelangt, dass meine guten Absichten&lt;br /&gt;
ihm irgendeine Kraft zur Veränderung verleihen könnten.&lt;br /&gt;
Ich möchte, dass mein Liebling – wenn Sünde vorliegt – zu Gott&lt;br /&gt;
umkehrt und Buße tut. Ich möchte nicht, dass meine Worte den&lt;br /&gt;
Partner so auf seine Sünde fokussieren, dass er „gelähmt“ wird. Ich&lt;br /&gt;
will ihn nicht dazu verführen, sich mehr mit seinem Problem zu&lt;br /&gt;
beschäftigen, als seinem Gott zu begegnen. Das heißt, Konfrontation&lt;br /&gt;
ist keine Angelegenheit nach dem Motto „So, jetzt habe ich&lt;br /&gt;
dich aber!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wünsche mir, dass mein Ehepartner dem Heiligen Geist&lt;br /&gt;
begegnet, der gesandt ist, um die Welt von Sünde zu überführen&lt;br /&gt;
(Johannes 16,8). Dadurch soll er die reinigende und Glauben&lt;br /&gt;
stärkende, von Gott gewirkte Trauer über seine Sünde erleben.&lt;br /&gt;
Das ist es, was wir an David sehen, als er die Schwere seiner Sünde&lt;br /&gt;
zu begreifen beginnt. ''„Ich habe gegen den Herrn gesündigt“ (2. Samuel 12,13).'' Paulus beschreibt den Korinthern diese göttliche&lt;br /&gt;
Betrübnis so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Denn wenn ich euch auch durch den Brief betrübt habe, so reut es mich nicht. Wenn es mich auch gereut hat, so sehe ich, dass jener Brief, wenn er euch auch kurze Zeit betrübt hat, doch Segen gewirkt hat; und jetzt freue ich mich, nicht dass ihr betrübt worden, sondern dass ihr zur Buße betrübt worden seid; denn ihr seid nach Gottes Sinn betrübt worden, damit ihr in keiner Weise von uns Schaden erlittet. Denn die Betrübnis nach Gottes Sinn bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod“ (2. Korinther 7,8-10).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Paulus bedeuten Trauergefühle allein also nicht notwendigerweise&lt;br /&gt;
auch ein Überführtsein. Wir können aus vielen Gründen&lt;br /&gt;
betrübt sein, auch aus egoistischen. Wir können trauern wegen&lt;br /&gt;
der üblen Konsequenzen unserer Sünde, weil wir dabei erwischt&lt;br /&gt;
wurden oder weil wir jemandes Respekt verloren haben. Diese Art&lt;br /&gt;
weltliche Betrübnis drückt nicht aus, welch gräuliche Straftat die&lt;br /&gt;
Sünde wirklich ist, und kann deshalb auch nicht zur Veränderung&lt;br /&gt;
beitragen. Nur gottgewirkte Trauer bringt Umkehr. Und die ist&lt;br /&gt;
das Ergebnis des chirurgischen Eingriffs, den die Wahrheit Gottes&lt;br /&gt;
an unserem sündigen Herzen vorgenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein guter Chirurg zeigt Milde====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milde oder Sanftmut ist ein großartiges Wort des Evangeliums.&lt;br /&gt;
Jesus sagte: „''Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben“ (Matthäus 5,5). ''Paulus sagte:'' „Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut!“ (Kolosser 3,12). ''Und Jakobus schreibt:'' „Deshalb legt ab alle Unsauberkeit und das Übermaß der Schlechtigkeit und nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu erretten vermag!“ (Jakobus 1,21).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanftmut hat nichts damit zu tun, schwach oder passiv zu sein.&lt;br /&gt;
Sanftmut ist Kraft, umgürtet mit Liebe. Sie ist ein Ausdruck von&lt;br /&gt;
Demut, die sich nicht sträubt oder verteidigt, wenn sie wegen ihrer&lt;br /&gt;
Motive in Frage gestellt wird. Eine sanfte Person wird vielmehr&lt;br /&gt;
erkennen, dass sie durchaus selbstsüchtige Motive haben könnte&lt;br /&gt;
und sie sich daher prüfen muss. Diese Frucht des Geistes hilft uns&lt;br /&gt;
dabei, unseren Zorn zurückzuhalten, die Zunge zu zügeln und&lt;br /&gt;
den Frieden zu bewahren. A.W. Tozer sagte: „Der Sanftmütige …&lt;br /&gt;
hat … eine Ruhestätte für seine Seele gefunden. Während er sich&lt;br /&gt;
in Sanftmut übt, überläßt er es gerne Gott, ihn zu verteidigen.&lt;br /&gt;
Der alte Kampf, sich selbst verteidigen zu müssen, ist vorbei. Er&lt;br /&gt;
hat den Frieden gefunden, den die Sanftmut mit sich bringt.“&amp;lt;ref&amp;gt;A.W. Tozer. Gottes Nähe suchen. Hänssler-Verlag: Holzgerlingen, 2006. S. 114 (Originaltitel: The Pursuit of God. Christian Publications: Camp Hill, 2007).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ehe bedeutet Sanftmut auch nicht, schwach oder verletzlich&lt;br /&gt;
zu sein. Nein, Sanftmut in der Ehe bedeutet, sich für den&lt;br /&gt;
Partner aufzuopfern und ihm ergeben zu sein, damit ihm geholfen&lt;br /&gt;
wird. Ein sanftmütiger Mensch erkennt deshalb die Sinnlosigkeit,&lt;br /&gt;
auf Sünde mit Sünde zu reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kennst das: Dein Partner sagt etwas, absichtlich oder unabsichtlich,&lt;br /&gt;
was deine Seele wie ein Schlag in die Magengrube trifft.&lt;br /&gt;
Du fühlst dich überfallen, abgelehnt und bloßgestellt. Sofort bildet sich in dir eine Gegenstrategie, die der Landung der Alliierten&lt;br /&gt;
ähnelt. Du willst deinen Mund laden und den Abzug ziehen. Du&lt;br /&gt;
möchtest sofort eine Reihe vernichtender Argumente weitergeben,&lt;br /&gt;
die die Anklagen deines Ehepartners wie einen präzise durchgeführten&lt;br /&gt;
Luftangriff im Keim ersticken sollen. Du möchtest einen&lt;br /&gt;
verbalen Gegenangriff starten und jeden Zentimeter verlorenen&lt;br /&gt;
Bodens sofort wieder erobern. Und für den stechenden Schmerz&lt;br /&gt;
deines verwundeten Stolzes forderst du handfeste Wiedergutmachungen.&lt;br /&gt;
Sanftmut und Milde kannst du jetzt nicht gebrauchen.&lt;br /&gt;
Die steckst du lieber in eine Kiste und lässt sie im Lager zurück.&lt;br /&gt;
Du willst einfach nur noch in den Krieg ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kapitel 6 haben wir darüber gesprochen, wie die Vergebung&lt;br /&gt;
bereitwillig die Kosten der Sünde begleicht, ohne Wiedergutmachung&lt;br /&gt;
zu fordern. Was befähigt zu solch himmlischer Reaktion?&lt;br /&gt;
Sanftmut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sanftmütige Mensch versteht die biblischen Grundprinzipien&lt;br /&gt;
der Kommunikation und bringt diese in der Ehe zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Wenn man verstimmt ist, sollte man besser nicht so schnell sprechen. „Der Unmut des Narren tut sich an demselben Tag noch kund, wer aber die Schmach verborgen hält, ist klug“ (Sprüche 12,16).&lt;br /&gt;
#Eine sanfte Antwort hat größere Kraft als eine zornige Zunge. „Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab, aber ein kränkendes Wort erregt Zorn“ (Sprüche 15,1).&lt;br /&gt;
#Sanftes Reden fördert Leben, sei es im Gespräch oder im Konflikt. „Eine sanfte Zunge ist ein Baum des Lebens, aber eine falsche Zunge bricht das Herz“ (Sprüche 15,4). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahre Sanftmut hat neben der Absicht, die Sanftmut Christi widerzuspiegeln&lt;br /&gt;
(2. Korinther 10,1), nur ein Ziel: Sie möchte den&lt;br /&gt;
Partner dringend wieder mit Gott in Verbindung bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Absicht verfolge ich also und welche Motivation habe&lt;br /&gt;
ich, wenn ich meinem Ehepartner seine Sünde bewusst machen&lt;br /&gt;
möchte? Häufig sind die Beweggründe nicht unbedingt nobler&lt;br /&gt;
Natur. Man kompensiert Sorgen, sichert sich Zugeständnisse,&lt;br /&gt;
verbreitet Ängste und bestraft den, der uns verletzt hat. Solche falschen&lt;br /&gt;
Motive können uns dazu bringen, vorschnell zu reden.&lt;br /&gt;
Glaube mir, ich weiß, wovon ich rede! Aber das Ziel einer ‚chirurgischen‘ Unterhaltung ist nicht einfach die Glättung von Unebenheiten.&lt;br /&gt;
Es ist die tiefe Sorge um unseren Seelenpartner und die&lt;br /&gt;
ernste Absicht, ihn wieder mit Gott zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahren bemerkten Kimm und ich ein Konfliktmuster, das&lt;br /&gt;
durch die Art und Weise entstand, wie ich bei geistlichen ‚Operationen‘&lt;br /&gt;
mit ihr sprach. Ich sah meine Aufgabe im Wesentlichen&lt;br /&gt;
darin, sie von meiner Meinung zu überzeugen, anstatt sie fürsorglich&lt;br /&gt;
wieder mit dem Herrn zu verbinden. Ich meinte, eine mir&lt;br /&gt;
passende Reaktion sicherstellen zu müssen, anstatt einfach nur&lt;br /&gt;
meine Gedanken weiterzugeben und sie dann Gott zu überlassen.&lt;br /&gt;
Aber was ich eigentlich tat, war, aus egoistischen Motiven meine&lt;br /&gt;
Position und das Vertrauen meiner Frau zu missbrauchen. Von&lt;br /&gt;
Sanftmut konnte gar keine Rede sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sündigt dein Ehepartner, dann geht es dabei nicht zuerst um&lt;br /&gt;
dich. Es mag dich in gewisser Weise betreffen, aber etwas anderes&lt;br /&gt;
ist wichtiger: Die Sünde deines Ehepartners offenbart die Beziehung,&lt;br /&gt;
die er zu Gott hat. Ein sanftmütiger Partner, der wirklich&lt;br /&gt;
helfen möchte, wird diese Beziehung zu Gott zu seiner ersten&lt;br /&gt;
Priorität machen. Er wird erkennen, dass die Hoffnung auf Veränderung&lt;br /&gt;
in der Reaktion des Partners Gott gegenüber liegt und&lt;br /&gt;
nicht in der Kapitulation ihm gegenüber. Deshalb muss der entscheidende&lt;br /&gt;
Punkt bei jeder Korrekturbemühung sein, den Partner&lt;br /&gt;
auf seine Herzensbeziehung zu Gott anzusprechen und ihn dann&lt;br /&gt;
auch dem Herrn zu überlassen. Die Menschen, die wir lieben,&lt;br /&gt;
müssen wissen, dass wir der Fähigkeit Gottes, zu uns durchzudringen&lt;br /&gt;
und uns zu verändern, mehr vertrauen als unserer menschlichen&lt;br /&gt;
Fähigkeit. Gott möchte sich selbst in unseren Ehen&lt;br /&gt;
übergroß machen – so groß, dass wir in unserem gegenseitigen&lt;br /&gt;
Tadeln mehr das heilende Handeln Gottes erkennen als unser eigenes&lt;br /&gt;
Wirken. Mein Freund C.J. Mahaney nennt dies die Beweise&lt;br /&gt;
der Gnade. „Dies bedeutet, aktiv danach Ausschau zu halten, welche&lt;br /&gt;
Weisen Gott gebrauchen könnte, um im Leben von Menschen&lt;br /&gt;
Veränderung zu wirken.“&amp;lt;ref&amp;gt; C.J. Mahaney. Humility, True Greatness. Multnomah: Sister, OR, 2005. S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade ist ein wichtiges Heilmittel im Operationssaal unserer&lt;br /&gt;
Sünde. Sie liefert den Grund unserer Hoffnung und die Kraft zur&lt;br /&gt;
Veränderung. Dieser Punkt ist so wichtig, dass wir noch ein ganzes&lt;br /&gt;
Kapitel darauf verwenden werden. Bleib also dran! Bevor wir&lt;br /&gt;
aber dieses Kapitel abschließen, möchte ich es noch einmal anders&lt;br /&gt;
ausdrücken: Ein guter geistlicher Chirurg nimmt das Kreuz Christi&lt;br /&gt;
direkt mit in den Operationssaal hinein. Es ist für ihn das erste&lt;br /&gt;
und das letzte Instrument, das er für die Operation gebraucht.&lt;br /&gt;
Damit öffnet er den Patienten und verschließt ihn auch wieder.&lt;br /&gt;
Operationen sind nur dann erfolgreich, wenn wir die Menschen&lt;br /&gt;
über ihre Probleme hinaus zu dem großen Arzt überweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nathan und David – zweiter Teil====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben erfahren, dass Zurechtweisung wie ein chirurgischer&lt;br /&gt;
Eingriff schwierig zu erlernen und noch schwieriger durchzuführen&lt;br /&gt;
ist. Betreibt man sie ohne Weisheit, Mut und Milde, dann&lt;br /&gt;
kann sie mehr Schaden anrichten als helfen, das Problem zu lösen.&lt;br /&gt;
Aber als ein Ehemann, der Tadel in mancherlei Form erhalten&lt;br /&gt;
und auch weitergegeben hat, kann ich dir dies sagen: Nur wenige&lt;br /&gt;
Dinge waren für meine Ehe fruchtbarer als die gewissenhaften&lt;br /&gt;
‚Wunden‘, die mir meine Freunde und besonders mein bester&lt;br /&gt;
Freund, nämlich meine Frau Kimm, zugefügt hat. Lasst uns dieses&lt;br /&gt;
Kapitel beenden, indem wir einen Blick auf die letztendliche&lt;br /&gt;
Auswirkung der ‚Wunden‘ werfen, die Nathan seinem Freund&lt;br /&gt;
David ganz gewissenhaft zugefügt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Nathans Tadel war Gottes Erziehungsarbeit an David natürlich&lt;br /&gt;
nicht beendet, aber er war ein Meilenstein auf seinem Weg&lt;br /&gt;
mit dem Herrn. Davids persönlicher Tagebucheintrag über dieses&lt;br /&gt;
Ereignis ist uns von Gott mit den Worten des 51. Psalms aufbewahrt&lt;br /&gt;
worden – zur Ermutigung. Wir finden hier einen Mann,&lt;br /&gt;
der in Demut die klare Überführung von Sünde erfährt und der&lt;br /&gt;
begreift, dass seine Buße ein Werk Gottes ist, das durch die gewissenhafte&lt;br /&gt;
Zurechtweisung eines Freundes zustande gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Denn ich erkenne meine Vergehen, und meine Sünde ist stets vor mir. Gegen dich, gegen dich allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen; damit du im Recht bist mit deinem Reden, rein erfunden in deinem Richten. … Siehe, du hast Lust an der Wahrheit im Innern, und im Verborgenen wirst du mir Weisheit kundtun … Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge alle meine Schuld! Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen Geist! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner&lt;br /&gt;
Heiligkeit nimm nicht von mir! Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils, und stütze mich mit einem willigen Geist!“ (Psalm 51,5.6.11-14).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männer und Frauen Gottes sind zu allen Zeiten immer wieder zu&lt;br /&gt;
Davids Bußpsalm zurückgekehrt, um dort den Glauben zu finden,&lt;br /&gt;
den es braucht, um Gottes Disziplinierung in ihrem Leben willkommen&lt;br /&gt;
zu heißen. Wie geht die Geschichte aber weiter? Was&lt;br /&gt;
wurde aus David und Nathan? Hat diese Zurechtweisung ihre gegenseitige&lt;br /&gt;
Beziehung beschädigt und ihr Vertrauen untergraben?&lt;br /&gt;
Was hat diese souveräne Begegnung aus ihrer Freundschaft gemacht?&lt;br /&gt;
Als am Ende seines Lebens Davids eigene Söhne gegen ihn&lt;br /&gt;
standen, gab es noch einen Mann, der bei ihm geblieben war. Nathan,&lt;br /&gt;
sein Freund, der Chirurg seiner Seele, war da – weise, mutig&lt;br /&gt;
und sanftmütig, der Wahrheit und seinem Freund treu bis ans&lt;br /&gt;
Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hatten eine Freundschaft, die in der Hitze ehrlicher Korrektur&lt;br /&gt;
geformt worden war. Je länger ich lebe, umso mehr schätze ich&lt;br /&gt;
die Nathansliebe meiner Frau, die mich stets auf den großen Arzt&lt;br /&gt;
verweist, der mir in der Stunde der Not voller Gnade und Wahrheit&lt;br /&gt;
immer wieder geholfen hat. Heiße den Nathan, den Gott dir&lt;br /&gt;
durch das Geschenk der Ehe in dein Leben gesandt hat, herzlich&lt;br /&gt;
willkommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 04 May 2010 18:50:02 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Der_Chirurg,_das_Skalpell_und_der_s%C3%BCndige_Ehepartner</comments>		</item>
		<item>
			<title>Zu Menschen reden - nicht über sie</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Zu_Menschen_reden_-_nicht_%C3%BCber_sie</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Talking to People Rather than About Them}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich in meiner Predigt vom 6.August ausließ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich ließ in meiner ersten Predigt nach fünfmonatiger Abwesenheit etwas aus. Ich hatte es mir notiert, aber es schien dann im Verlauf der Predigt nicht hineinzupassen. Deshalb ließ ich es aus. Aber ich wollte es unbedingt gesagt haben. Und hier ist es also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erinnert euch wie Lukas im 18. Kapitel, Vers 9, das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner so beginnt: „Er sprach aber auch zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien, und die übrigen verachteten, dieses Gleichnis:“ Das sieht vielleicht auf den ersten Blick unwichtig aus, aber bemerkt doch mal, dass Jesus dieses Gleichnis „ZU“ denen spricht, die auf ihre eigene Gerechtigkeit vertrauen. Es heißt nicht, dass dieses Gleichnis &amp;quot;ÜBER&amp;quot; sie gesprochen wurde. Jesus sah den Pharisäern direkt ins Auge und erzählte ihnen ein Gleichnis in welchem er andeutete, dass sie selbstgerecht waren. Er hat nicht „über“ sie geredet, sondern „zu“ ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es unwichtig erscheinen mag, liegt doch hierin eine Lektion, die für die Gesundheit unserer Kirche von großer Bedeutung ist. Lasst uns so sein. Lasst uns nicht „zu anderen“ über die Fehler von Menschen reden. Lasst uns „zu  ihnen“ über ihre Fehler reden. Es ist einfach – und für die Zungen unserer sündigen Seelen viel zu schmackhaft – „über“ Leute zu sprechen. Aber es ist schwer – und schmeckt oft bitter – „zu“ ihnen zu sprechen. When du „über“ sie sprichst, können sie nicht berichtigen, was du sagst. Oder den Spieß umdrehen und behaupten, dass du eigentlich das Problem bist. Aber wenn du „zu“ ihnen über ein Problem sprichst, kann es sehr schmerzhaft sein. Und so fühlen wir, es ist sicherer, über Leute zu sprechen als zu ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Jesus ruft uns nicht dazu auf, den sicheren Weg zu wählen. Er fordert uns auf , Entscheidungen zu treffen, die auf Liebe basieren. Auf kurze Sicht gesehen, ist Liebe oftmals schmerzhafter als ein Selbstschutz, der jeglichen Konflikt meidet. Aber auf lange Sicht wird uns unser Gewissen belasten wenn wir den einfacheren Weg gewählt haben und anderen Menschen wenig geholfen haben. Also, lasst uns in dieser Sache mehr wie Jesus sein und nicht über Menschen, sondern mit ihnen reden; lasst uns ermutigende Worte sprechen, weil wir sehen können, wie Gnade in ihrem Leben ausdrückt wird, und lasst uns Worte der Vorsicht oder Warnung oder Verbesserung oder sogar Rüge sprechen. Auf Paulus Drängen hin, sollten wir verschiedene Wörter für all die verschiedenen Bedürfnisse verwenden. „Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen alle!“ (1.Thessalonicher 5:14)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit meine ich nicht, dass man nicht Präsident Bush kritisieren kann, ohne ihn vorher angerufen zu haben. Und ich meine auch nicht, dass über meine Predigt nicht negativ oder positv diskutiert werden kann, ohne dass man mit mir darüber spricht. Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, verstehen, dass sie sich öffentlicher Kritik ausliefern. Das ist in Ordnung so. Was ich wirklich meine ist folgendes: Wenn du weisst, dass ein Bruder oder eine Schwester in  sündige Meinungshaltungen oder Verhalten verstrickt ist, dann entferne den Balken in deinem Auge und geh zu ihnen und hilf ihnen mit Demut und Rat, der auf den Lehren der Bibel basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht könntest du ihnen ein Gleichnis erzählen. Genauso hat sich Jesus in Lukas 18:9-14 verhalten. Und Nathan tat das gleiche für David, nachdem dieser mit Bathsheba und gegenüber Uriah gesündigt hatte (2 Samuel 12:1-4). Aber du musst nicht unbedingt so einfallsreich sein. Die Tatsache, dass du dich um die Person, die du konfrontierst, kümmerst, ist wichtiger als Einfallsreichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Kirche ohne Tratsch und Klatsch: Danach sehne ich mich. Lasst uns direkt und ehrlich und mutig und demütig sein. Jesus war manchmal schonungslos direkt. Liebe hört sich manchmal so an. Man hätte ihm ganz leicht Gefühls - oder Lieblosigkeit vorwerfen können. Aber wir wissen, dass nie jemand so wie er geliebt hat. Also lasst uns ihm in dieser Sache nachfolgen. Er starb für uns, damit die Balken und Splitter in unseren Augen vergeben sein würden. Diese Tatsache sollte uns Mut und Fürsorge im Umgang mit anderen geben. Besonders dann, wenn wir erkennen, dass Jesus die Fehler unserer Brüder und Schwestern auch vergeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben eine großartige Ausgangsposition für Beziehungen. Eine Gemeinschaft von Menschen - vergeben, gerechtfertigt, den Heiligen Geist innewohnend - die in Gnade wachsen möchten. Ich möchte euch danken, dass ihr das Vertrauen in Jesus liebt und ihm folgen wollt in der Art und Weise wie ihr zu-einander, anstatt über-einander, redet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin froh, dass ich wieder hier bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfarrer John Piper&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 03 May 2010 15:44:02 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Zu_Menschen_reden_-_nicht_%C3%BCber_sie</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Der Chirurg, das Skalpell und der sündige Ehepartner</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Der_Chirurg,_das_Skalpell_und_der_s%C3%BCndige_Ehepartner</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/The Surgeon, the Scalpel, and the Spouse in Sin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geistliche Chirurgie für Sünder====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geschah an einem späten Nachmittag …“ So beginnt der Bericht&lt;br /&gt;
im 2. Samuel 11, 2. Es ist die Geschichte einer ganzen Reihe&lt;br /&gt;
von verabscheuungswürdigen Taten wie Ehebruch, Hintergehung&lt;br /&gt;
und Mord. Und das Ganze ist umso schockierender, weil diese&lt;br /&gt;
Sünden von dem größten und ehrenwertesten König, den Israel&lt;br /&gt;
jemals hatte, begangen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David, der Mann nach dem Herzen Gottes (1. Samuel 13,14),&lt;br /&gt;
nahm außergewöhnliche Risiken in Kauf, um zunächst den Ehebruch&lt;br /&gt;
mit Bathseba zu begehen und ihn danach zu verheimlichen.&lt;br /&gt;
Als er erfuhr, dass sie von ihm schwanger war, brachte er ihren&lt;br /&gt;
Mann Uria aus dem Krieg zurück nach Hause, um Bathsebas&lt;br /&gt;
Schwangerschaft so darzustellen, als stamme sie von ihrem Ehemann.&lt;br /&gt;
Als das nicht gelang, missbrauchte David seine königliche&lt;br /&gt;
Autorität in extremster Weise und arrangierte die Ermordung&lt;br /&gt;
Urias auf dem Schlachtfeld. Und um die Sache abzurunden, nahm&lt;br /&gt;
er Bathseba neben den anderen zu seiner Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr verging, Bathsebas Kind war geboren, und eine Strafe&lt;br /&gt;
für Davids Sünde war nirgendwo zu sehen. Vielleicht dachte er&lt;br /&gt;
sich, er hätte seine Gräueltaten gut versteckt und es wäre ihm gelungen,&lt;br /&gt;
fast jeden zu täuschen – vielleicht sogar Gott. Problem&lt;br /&gt;
gelöst – also weitermachen! Da er durch seine Machtstellung gut&lt;br /&gt;
abgeschirmt war, konnte er sich sicher und geschützt fühlen und&lt;br /&gt;
über Recht und Gesetz erhaben sein. Außerdem war er clever und&lt;br /&gt;
schlau genug, unnötige Nachfragen abzufangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber David war voll auf Konfrontationskurs mit Gott und Seiner&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit. Eines Tages kam der Prophet Nathan, sein alter&lt;br /&gt;
Freund, die Palasttreppen zu ihm hinauf, aber nicht zu einem&lt;br /&gt;
Freundschaftsbesuch, sondern zu einer Rettungsmission!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan stand vor einem Mann, den er liebte, aber kaum mehr&lt;br /&gt;
erkannte – vor einem König, der betrog und gefährlich in Richtung&lt;br /&gt;
Selbstzerstörung schlitterte. Der Prophet hatte keine Freude&lt;br /&gt;
an den scharfen Worten, die in ihm hochkommen wollten. Er&lt;br /&gt;
wusste auch nicht, wie David auf die Zurechtweisung reagieren&lt;br /&gt;
würde. Wenn aber jemand, der dir nahe ist, vor der Wahrheit&lt;br /&gt;
wegläuft, dann verlangt es die Liebe, ihn anzusprechen. Manchmal&lt;br /&gt;
muss die Liebe um der Wahrheit willen auch den Frieden riskieren.&lt;br /&gt;
David stand kurz davor, auf eine der härtesten Weisen geliebt&lt;br /&gt;
zu werden. Und er musste noch nicht einmal sein Haus dafür&lt;br /&gt;
verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan erzählte David die Geschichte eines reichen Mannes,&lt;br /&gt;
der das einzige Lamm eines Armen genommen hatte, um seine&lt;br /&gt;
Gäste zu beköstigen. David war durch diese Ungerechtigkeit aufgebracht&lt;br /&gt;
und erklärte, dass dieser Mann sterben müsse. Nathans&lt;br /&gt;
zeitloser Verweis daraufhin lautete: „Du bist dieser Mann!“ (2. Samuel&lt;br /&gt;
12,7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein Nathan ist nötig====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser historisch äußerst wichtigen Unterredung sehen wir zwei&lt;br /&gt;
erstaunliche Kräfte am Wirken. Erstens: Gott geht Sündern nach.&lt;br /&gt;
Gottes Liebe ist unnachgiebig. Selbst wenn die Sünde uns erblinden&lt;br /&gt;
lässt, so lässt Gott nicht von uns ab. Gott ging David mit&lt;br /&gt;
unermüdlicher Liebe nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens: Gott gebraucht Sünder, um Sündern nachzugehen.&lt;br /&gt;
Nathan war, wie David auch, als Mensch denselben Versuchungen&lt;br /&gt;
und Möglichkeiten des Versagens ausgesetzt. Gott hatte Nathan&lt;br /&gt;
aber in diesem Augenblick einen bestimmten Dienst gegeben;&lt;br /&gt;
er war ein Sünder, der aufgefordert war, einem anderen Sünder&lt;br /&gt;
zu helfen, mit Gott wieder versöhnt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Rolle bei der Wiederherstellung Davids deutet schon&lt;br /&gt;
im Voraus auf das Evangelium hin. Denn Jesus, der Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
kam später ebenfalls, um uns mit unserer Sünde zu konfrontieren.&lt;br /&gt;
Durch Sein Opfer am Kreuz nahm Er unsere Sünde hinweg und&lt;br /&gt;
versöhnte uns mit Gott (Römer 5,19). Wie wir in diesem Buch&lt;br /&gt;
bisher gelernt haben, leitet sich aus dieser empfangenen Gnade für&lt;br /&gt;
uns ab, dass auch wir als Nachfolger Christi anderen voll und frei&lt;br /&gt;
Vergebung gewähren dürfen. Nun gehen wir aber weiter, nämlich&lt;br /&gt;
zur biblischen Konfrontation und Zurechtweisung – mit dem Ziel&lt;br /&gt;
der Versöhnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus sagt uns in 2. Korinther 5, dass uns ein Dienst der Versöhnung&lt;br /&gt;
gegeben ist. Dabei handelt es sich um die Versöhnung&lt;br /&gt;
zwischen einem Sünder und Gott und auch zwischen einem Sünder&lt;br /&gt;
und demjenigen, gegen den er gesündigt hat. Dieser Versöhnungsdienst&lt;br /&gt;
bezieht sich aber nicht nur auf die Feinde Gottes, zu&lt;br /&gt;
deren Errettung wir hinarbeiten. Sondern – und darauf konzentriert&lt;br /&gt;
sich dieses Kapitel – dieser Versöhnungsdienst betrifft auch&lt;br /&gt;
die Kinder Gottes, die in Sünde gefallen sind und darin möglicherweise&lt;br /&gt;
sogar verharren – bewusst oder unbewusst. Sie wollen in&lt;br /&gt;
ihrer Beziehung zu Gott wachsen, können es aber nicht. Wem&lt;br /&gt;
auch immer unser Dienst der Versöhnung gilt: Gott macht uns&lt;br /&gt;
für unsere Mitchristen zu einem buchstäblichen Appell&lt;br /&gt;
(2. Korinther 5,17-21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sagt uns Jakobus, dass wir um der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
willen auch Friedensstifter sein sollen (Jakobus 3,18). Dies&lt;br /&gt;
bedeutet, dass wir unsere Beziehungsbande gebrauchen, um einzuschreiten&lt;br /&gt;
und unseren Brüdern und Schwestern zu helfen, auch&lt;br /&gt;
der Würde ihrer Berufung entsprechend zu leben. Charles Spurgeon&lt;br /&gt;
betont diesen Punkt stark, indem er schreibt: „Unsere Liebe&lt;br /&gt;
sollte der Liebe Gottes an einem Punkt besonders folgen, nämlich&lt;br /&gt;
beständig danach zu trachten, Versöhnung zu bewirken. Denn zu&lt;br /&gt;
diesem Zweck sandte Gott Seinen Sohn.“&amp;lt;ref&amp;gt; Tom Carter (Hrsg.). 2200 Quotes from the Writings of Charles Spurgeon. Baker Books: Grand Rapids, MI, 1988. S. 172.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bist du nicht auch dankbar für die Tatsache, dass Nathan den&lt;br /&gt;
Mut hatte, einem König mitten hinein in sein Lasterleben die&lt;br /&gt;
Wahrheit zu überbringen? Wahrscheinlich werden wir durch unsere&lt;br /&gt;
Sünde nicht Königreiche ins Wanken bringen, aber die Auswirkungen&lt;br /&gt;
verdeckter Sünde schaden auch uns in zerstörerischer&lt;br /&gt;
Weise. Und dabei werden unsere Familien, Freundschaften, Gemeinden&lt;br /&gt;
und Dienste ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen.&lt;br /&gt;
Auf die Länge der Zeit gesehen können auch moralische&lt;br /&gt;
Fehlhaltungen, die sich im Vergleich zu Davids Sünde recht bescheiden&lt;br /&gt;
ausnehmen, tiefen Schaden bewirken. Wir brauchen alle&lt;br /&gt;
einen Nathan. Wir brauchen alle jemanden, der uns unser langsames&lt;br /&gt;
Abdriften oder sogar unseren rapiden Absturz weg von Gott&lt;br /&gt;
vor Augen hält und sagt: „Du bist derjenige!“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist unvermeidbar. Auf unserer Reise durch diese gefallene&lt;br /&gt;
Welt, mit einem sündigen Herzen in unserer Brust und einem&lt;br /&gt;
Ehepartner, der von Zeit zu Zeit immer wieder mal in ein bestimmtes&lt;br /&gt;
Sündenmuster verfällt, will die Freude oft ersticken und&lt;br /&gt;
der Friede zerbrechen. Dabei fühlt sich dein Partner sogar versucht,&lt;br /&gt;
seine wirklich begangene Schande zu verleugnen und alles&lt;br /&gt;
Mögliche zu tun, um sie zu verbergen. Solche Art Sünde kann&lt;br /&gt;
nicht und darf nicht unangesprochen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schau dich um: Wer kann für deinen Ehepartner die Rolle Nathans&lt;br /&gt;
übernehmen? Wer wird diesen Dienst der Wiederherstellung&lt;br /&gt;
für ihn oder umgekehrt auch für sie tun? Das muss jemand&lt;br /&gt;
sein, der von Gott dazu berufen ist, der nahe genug dran ist und&lt;br /&gt;
der demütig genug ist, sich mehr um Gottes Gerechtigkeit zu sorgen&lt;br /&gt;
als um die Meinung anderer Menschen. Es gibt dafür wirklich&lt;br /&gt;
nur einen wahrscheinlichen Kandidaten: dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wirst du in solchen Zeiten, in denen Wahrheit absolut&lt;br /&gt;
notwendig ist, tun? Was wirst du tun, wenn dein Ehepartner einen&lt;br /&gt;
Nathan braucht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bei der Selbstprüfung nicht stehenbleiben====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasst uns, um diese Frage zu beantworten, zur Aussage von Matthäus&lt;br /&gt;
7 zurückkehren, nämlich zum Splitter und zum Balken. Wir&lt;br /&gt;
haben darüber schon in Kapitel 4 dieses Buches gesprochen und&lt;br /&gt;
gesehen, dass bei einer Konfrontation die Selbstprüfung und der&lt;br /&gt;
Eigenverdacht das Allerwichtigste ist. Zuerst ist die Entfernung&lt;br /&gt;
des Balkens aus unserem eigenen Auge wichtig. Aber das ist natürlich&lt;br /&gt;
nur der Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den&lt;br /&gt;
Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr? Oder wie wirst du&lt;br /&gt;
zu deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge&lt;br /&gt;
ziehen; und siehe, der Balken ist in deinem Auge? Heuchler, zieh zuerst&lt;br /&gt;
den Balken aus deinem Auge! Und dann wirst du klar sehen, um&lt;br /&gt;
den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen“ (Matthäus 7,3-5;&lt;br /&gt;
Betonung vom Autor hinzugefügt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun scheint es dir klar zu sein, oder? Dieser Abschnitt hört nicht&lt;br /&gt;
beim Entfernen des eigenen Balkens auf. Das Entfernen des groben&lt;br /&gt;
Holzes ist Mittel zu einem noch größeren Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zitierte Abschnitt liefert uns zwei Gründe dafür, warum&lt;br /&gt;
wir mit unserem Balken beginnen müssen. Zum einen, weil es uns&lt;br /&gt;
in die Lage versetzt, „klar zu sehen“ (Vers 5). Allein die Demut,&lt;br /&gt;
zuerst meine eigene Sünde auszuräumen, verschafft mir die notwendige&lt;br /&gt;
Klarheit, mich mit der Sünde des anderen zu befassen.&lt;br /&gt;
Diese Demut verbessert mein Beurteilungsvermögen und räumt&lt;br /&gt;
den Unrat aus dem Weg, der meinen Blick verstellt hat. Wir werden&lt;br /&gt;
in diesem Leben niemals mit hundertprozentiger Schärfe und&lt;br /&gt;
Genauigkeit sehen können. Aber wenn ich meinen Balken entferne,&lt;br /&gt;
kann ich anstatt durch die verengende Linse meiner Selbstgerechtigkeit&lt;br /&gt;
nun durch die Linse der Barmherzigkeit und der Fürsorge&lt;br /&gt;
blicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen, Holzfällerarbeit vor unserem eigenen Fenster ist etwas&lt;br /&gt;
sehr Gutes. Sie eröffnet einen wunderbaren Durchblick, der&lt;br /&gt;
ganz und gar Jesu Ziel mit uns entspricht. Denn Er will, dass wir&lt;br /&gt;
dem anderen sehr gut dienen können, ganz besonders dem eigenen&lt;br /&gt;
Ehepartner. Die Selbstprüfung alleine reicht aber noch nicht&lt;br /&gt;
aus, eine Ehe zu bessern. Sie ist notwendig, um genug Licht zu&lt;br /&gt;
bekommen und klar sehen zu können. Aber das allein entfernt&lt;br /&gt;
noch nicht den Splitter aus dem Auge meines Partners. Das Holzfällen&lt;br /&gt;
vor meinem eigenen Auge befähigt mich zwar dazu, aber&lt;br /&gt;
nun muss ich mich auch an die Arbeit machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Das Werk von Gnade und Wahrheit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice hat weder Ehebruch begangen noch einen Mord. Er hat&lt;br /&gt;
nichts zu verbergen. Und doch braucht Maurice seinen Nathan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Firma, in der er beschäftigt ist, baut Stellen ab. Auch sein&lt;br /&gt;
Job steht auf dem Prüfstand, und Maurice ist unruhig. Die Zukunft&lt;br /&gt;
ist unsicher, und freie Stellen auf seinem Gebiet sind dünn&lt;br /&gt;
gesät. Zuhause verrät seine Miene seine Sorge. Essenszeiten, die&lt;br /&gt;
einmal sehr lebendig abliefen, sind nun geprägt von langen Seufzern&lt;br /&gt;
und noch längerem Schweigen. Fragt seine Frau bei ihm&lt;br /&gt;
nach, dann antwortet Maurice nur, dass er jetzt Zeit brauche, um&lt;br /&gt;
nachzudenken. Genau wie David erkennt er sein geistliches Abrutschen&lt;br /&gt;
nicht. Aber Maurice ist am Schlingern und rutscht langsam,&lt;br /&gt;
aber sicher in eine Welt der Sorge. Er überlegt hin und her&lt;br /&gt;
und grübelt unentwegt über seine Situation nach. Das aber blockiert&lt;br /&gt;
ihn und raubt ihm seine innere Freiheit. Er kann nicht&lt;br /&gt;
mehr objektiv abwägen und klare Gedanken fassen, sondern ein&lt;br /&gt;
Strudel der Angst hat ihn fortgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice spricht aber immer noch vom Vertrauen auf Gott und&lt;br /&gt;
von seinem Glauben. Seine diesbezüglichen Kommentare klingen&lt;br /&gt;
jedoch dahergesagt und scheinen eher Verpflichtung als Überzeugung&lt;br /&gt;
zu sein; sie verbergen den wahren Kampf in ihm. Seine&lt;br /&gt;
schlaflosen Nächte offenbaren die Wirklichkeit: Maurice sieht sich&lt;br /&gt;
in seinen Vorstellungen bereits arbeitslos, das Haus zwangsversteigert&lt;br /&gt;
und seine Familie bettelnd auf der Straße. Schweißperlen bilden&lt;br /&gt;
sich auf seiner Stirn; Maurice liegt alleine im Dunkeln – wie&lt;br /&gt;
ein Mensch, der keinen Gott hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice benötigt das Verständnis einer liebenden Frau, die&lt;br /&gt;
seine Belastung mitempfindet. Sie muss für ihn beten und ihn in&lt;br /&gt;
seinem Bemühen, seine Familie zu leiten und zu ernähren, ermutigen.&lt;br /&gt;
Er braucht aber noch etwas anderes von ihr. Er braucht sie&lt;br /&gt;
als seinen Nathan, der ihn kennt und ihn genug liebt, um seinem&lt;br /&gt;
Sorgen – das ja Gott verneint – sorgfältig Wahrheit zuzuführen.&lt;br /&gt;
Er braucht jemanden innerhalb seines Zuhauses, der nicht nur auf&lt;br /&gt;
Gottes Verheißungen vertraut, sondern diese auch liebevoll mit&lt;br /&gt;
Überzeugung aussprechen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist doch interessant, in welcher biblischen Spannung Sünder&lt;br /&gt;
leben, die einander das Ja-Wort gegeben haben. Sie sollen einerseits&lt;br /&gt;
voll und ganz barmherzig und absolut nicht verurteilend sein.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite jedoch sollen sie einander herausfordern,&lt;br /&gt;
ermahnen, korrigieren und zurechtweisen. Sie sollen ausgerechnet&lt;br /&gt;
dem, den sie am meisten lieben, die Wahrheit sagen (Hebräer&lt;br /&gt;
3,12-13). Dies mag paradox erscheinen, es scheint vielleicht sogar&lt;br /&gt;
ein Gegensatz zu sein. Das ist es aber nicht. Im Gegenteil, Gott&lt;br /&gt;
hat uns zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt mit einer ganz bestimmten&lt;br /&gt;
Person in einer Ehe zusammengebracht, damit wir&lt;br /&gt;
aneinander einen phantastischen Dienst tun können. Wir können&lt;br /&gt;
den Ruf zur Versöhnung erfüllen – indem wir einen abdriftenden&lt;br /&gt;
Gläubigen zu Gott, dem Retter, zurückbringen. Wir können lieben,&lt;br /&gt;
indem wir Wahrheit auf gnädige Weise vermitteln. Wir können&lt;br /&gt;
Gnade darreichen, indem wir die Wahrheit nicht zurückhalten,&lt;br /&gt;
sondern sie in Demut aussprechen. Erfüllen wir diesen&lt;br /&gt;
Dienst, dann sind wir nicht nur ein Nathan für den anderen, wir&lt;br /&gt;
repräsentieren dadurch auch den Herrn Jesus Christus, der voller&lt;br /&gt;
Gnade und Wahrheit unter uns gewohnt hat (Johannes 1,14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun gut, aber wie genau macht man das, einander in Gnade&lt;br /&gt;
und Wahrheit dienen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Der Chirurg und der Heilige====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthew Henry sagte einmal: „Die drei Qualifikationen, die ein&lt;br /&gt;
guter Chirurg haben sollte, sind dieselben, die auch der besitzen&lt;br /&gt;
sollte, der einem anderen einen Tadel erteilt: Er sollte das Auge&lt;br /&gt;
eines Adlers, das Herz eines Löwen und die feinfühlige Hand einer&lt;br /&gt;
Dame haben. Oder kurz: Er braucht Weisheit, Mut und Milde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Matthew Henry. The Quest for Meekness and Quietness of Spirit. Soli Deo Gloria: Morgan, PA, 1997. S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser große Puritaner hat hiermit eine wunderbare Aussage&lt;br /&gt;
gemacht. Tadel – das Mittel, wodurch Nathan in die Seele eines&lt;br /&gt;
in Sünde gefangenen Königs eindringt, um den Dienst der Versöhnung&lt;br /&gt;
auszuüben – ähnelt sehr der Chirurgie. Für beides&lt;br /&gt;
braucht es Weisheit und Genauigkeit ebenso wie eine feinfühlige&lt;br /&gt;
und entschlossene Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich war das Einzige, was die Chirurgie damals&lt;br /&gt;
vor 300 Jahren, als Matthew Henry diese Worte schrieb, mit der&lt;br /&gt;
Chirurgie unserer Tage gemeinsam hatte, das Ziel, Menschen&lt;br /&gt;
durch einen Eingriff in ihren Körper wieder gesund zu machen.&lt;br /&gt;
Es gab damals keine mikrochirurgischen Techniken, keine Anästhesie&lt;br /&gt;
oder Arthroskopie, keine Sterilisation, kein Wissen über&lt;br /&gt;
Krankheitskeime oder Antibiotika. Es war ein raues und grausames&lt;br /&gt;
Geschäft. Dennoch haben sich die Ärzte jener puritanischen&lt;br /&gt;
Ära der Aufgabe körperlicher Heilung und Fürsorge mit allem,&lt;br /&gt;
was ihnen zur Verfügung stand, hingegeben. Sie waren sich bewusst,&lt;br /&gt;
dass sie nur wenige Zusammenhänge verstanden, und doch&lt;br /&gt;
waren sie sehr hingebungsvoll dabei, alles zu lernen, was sie konnten,&lt;br /&gt;
um so gut wie möglich helfen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es nun um Seelen-Chirurgie geht, dann sind wir den&lt;br /&gt;
Ärzten jener Zeit recht ähnlich. Wir verstehen uns selbst kaum,&lt;br /&gt;
wie könnten wir also jemand anderen verstehen? Das eine, was wir&lt;br /&gt;
genau wissen, ist doch, dass wir nicht einmal wissen, was wir nicht&lt;br /&gt;
wissen! Unser Fachwissen scheint so unzureichend, dass wir uns&lt;br /&gt;
ernsthaft fragen, ob es für den „Patienten“ nicht weniger schmerzhaft&lt;br /&gt;
wäre, wenn wir überhaupt nichts unternehmen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin sind wir uns alle gleich – und dennoch sind wir zu einer&lt;br /&gt;
speziellen chirurgischen Aufgabe berufen. Wir sind von Gott dazu&lt;br /&gt;
ernannt, unsere noch so dürftigen Fähigkeiten einzusetzen und&lt;br /&gt;
Ihm dabei hinsichtlich des Ergebnisses zu vertrauen. Die wesentlichen&lt;br /&gt;
Instrumente für diese Arbeit haben sich dabei niemals verändert:&lt;br /&gt;
Weisheit, Mut und Milde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein guter Chirurg zeigt Weisheit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle will ich einen kurzen Abschnitt aus ‚Harveys Chirurgischen&lt;br /&gt;
Berichten‘ einfügen; aus ihnen geht hervor, wie man&lt;br /&gt;
bei einem anderen Korrektur besser nicht anbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ein wirklich nettes Restaurant, eines, in dem einem die&lt;br /&gt;
Mäntel abgenommen werden und man von einem Ober im Frack&lt;br /&gt;
zum Platz geführt wird. Danach wird man höflich gefragt, welches&lt;br /&gt;
Mineralwasser man bevorzugt. Kerzen brannten, an den Wänden&lt;br /&gt;
hingen Originalgemälde, und klassische Musik erfüllte den Raum.&lt;br /&gt;
Ein rascher Blick auf die Menükarte offenbarte die Tatsache, dass&lt;br /&gt;
man für das Ambiente teuer mitbezahlen musste (wenigstens waren&lt;br /&gt;
die Preise für die Gerichte angegeben!). Aber das machte&lt;br /&gt;
nichts, ich wollte mit meiner Frau doch einen schönen Abend haben,&lt;br /&gt;
an den man sich lange erinnern würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er war in der Tat denkwürdig, wenn auch nicht exakt so,&lt;br /&gt;
wie ich mir das erhofft hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ich eine Liste von übermenschlichen Kräften dabeigehabt,&lt;br /&gt;
von denen ich mir eine hätte auswählen können, dann hätte&lt;br /&gt;
ich die Fähigkeit gewählt, dumme Aussagen im selben Moment,&lt;br /&gt;
in dem sie einem über die Lippen kommen, wieder zurücksaugen&lt;br /&gt;
zu können. Ich hätte diese magische Kraft an jenem Abend gut&lt;br /&gt;
gebrauchen können, als ich meiner Frau einige Dinge darlegte, die&lt;br /&gt;
ich an ihr seit einiger Zeit beobachtet hatte und die ich mir „für&lt;br /&gt;
den rechten Augenblick“ aufgespart hatte. Doch jener Abend sollte&lt;br /&gt;
nicht der rechte Augenblick gewesen sein, noch nicht einmal&lt;br /&gt;
annähernd. Stattdessen erlebten wir lediglich einen sehr teuren&lt;br /&gt;
Konflikt. Nichts verdirbt ein gutes Abendessen so sehr wie ein&lt;br /&gt;
schlechter Streit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiser Chirurg wird den rechten Zeitpunkt wählen. Aber&lt;br /&gt;
feine Restaurants und Seelen-Chirurgie passen nicht zusammen,&lt;br /&gt;
zumindest nicht für Kimm und mich. Dass ich jenen Abend aussuchte, um die heikle Aufgabe eines chirurgischen Eingriffs bei&lt;br /&gt;
meiner Frau vorzunehmen, war wirklich keine große Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Weisheit Anfang ist: Erwirb dir Weisheit! Und mit allem,&lt;br /&gt;
was du erworben hast, erwirb dir Verstand!“ (Sprüche 4,7). Das ist&lt;br /&gt;
klar genug gesagt, aber was ist Weisheit? Wie wir im vierten Kapitel&lt;br /&gt;
gesehen haben, beginnt Weisheit mit der Gottesfurcht – indem&lt;br /&gt;
wir ein Leben führen, das auf die Herrlichkeit Gottes ausgerichtet&lt;br /&gt;
ist. Oder, wie J.I. Packer es ausgedrückt hat: „Wir können keine&lt;br /&gt;
Weisheit von Gott erhalten, ehe wir nicht demütig und belehrbar&lt;br /&gt;
geworden sind und in der Furcht Gottes verharren. Erst müssen&lt;br /&gt;
wir unser eigenes Geringsein erkennen, unsere eigenen Gedanken&lt;br /&gt;
in Frage stellen und bereit sein, uns geistlich total umzustellen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;J.I. Packer. Gott erkennen. Das Zeugnis vom einzig wahren Gott. Edition VLM im Verlag der St.-Johannis-Druckerei, 19944. S. 90 (Originaltitel: Knowing God. IVP: Downer’s Grove, IL, 1993).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise des Nathan bei David zeigt biblische&lt;br /&gt;
Weisheit. Nathan wartete auf den richtigen Zeitpunkt, begab sich&lt;br /&gt;
dann zum Palast, um seinen alten Freund, den König, zu sehen.&lt;br /&gt;
Er gebrauchte eine weise Methode, indem er die Geschichte von&lt;br /&gt;
dem gestohlenen Lamm erzählte. Auf diese Weise wollte er David&lt;br /&gt;
ganz sachte dazu bewegen, sich selbst zu betrachten. Obwohl&lt;br /&gt;
sanft, zeigt Nathan aber dennoch schonungslos das Wesen der&lt;br /&gt;
Sünde dessen, der sie begangen hat. David hätte natürlich auch&lt;br /&gt;
negativ reagieren und dem Nathan anschließend das Leben&lt;br /&gt;
schwermachen können. Aber Nathan ging das Risiko ein. Warum?&lt;br /&gt;
Weil er Gott mehr fürchtete als David. Nathan war ein weiser&lt;br /&gt;
Mann, dem die Interessen Gottes über alles andere gingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um bei der Konfrontation mit Sünde wirklich weise zu werden,&lt;br /&gt;
gibt es eine Reihe von wichtigen chirurgischen Techniken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sind sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Patienten müssen sich bewusst sein, dass sie Hilfe brauchen====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell dir vor, ein Chirurg geht auf einer stark bevölkerten Straße&lt;br /&gt;
direkt auf Menschen zu und bietet seine Dienste mit den Worten&lt;br /&gt;
an: „Entschuldigen Sie, mein Herr, gibt es irgendetwas, das ich&lt;br /&gt;
heute aus Ihnen herausschneiden kann?“ Diese Vorgehensweise&lt;br /&gt;
wird sehr wahrscheinlich eher die Ordnungshüter auf den Plan&lt;br /&gt;
rufen, als gute Operationen hervorbringen. Wir wissen alle, dass&lt;br /&gt;
Chirurgen ihre Patienten nicht mit dem Schleppnetz einfangen.&lt;br /&gt;
Sie operieren diejenigen, die es aufgrund ihrer Diagnose auch&lt;br /&gt;
wünschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehen werden sehr ‚säuerlich‘, wenn Ehepartner sorglos und&lt;br /&gt;
willkürlich oder auch ohne ausdrückliche Zustimmung des „Patienten“&lt;br /&gt;
ihre chirurgische Tätigkeit verrichten wollen. Ehen werden&lt;br /&gt;
jedoch viel lieblicher, wenn die Ehepartner erkennen, dass&lt;br /&gt;
wahrscheinlich jeder von ihnen von Zeit zu Zeit korrigierende&lt;br /&gt;
Eingriffe benötigt, und sie sich deshalb gegenseitig die Erlaubnis&lt;br /&gt;
geben, das Skalpell im Bedarfsfall auch anzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausgezeichnete und demütige Weise, wie wir unserem&lt;br /&gt;
Partner gegenüber unsere Bereitschaft signalisieren können, dass&lt;br /&gt;
er gerne das biblische Messer bei uns anlegen kann, besteht darin,&lt;br /&gt;
ihm generell die Erlaubnis dazu zu erteilen. Du kannst deinen&lt;br /&gt;
Partner sogar grundsätzlich darum bitten, dich zu korrigieren,&lt;br /&gt;
wenn er es für nötig empfindet. Dies wird deinem Ehepartner&lt;br /&gt;
deutlich machen, dass du eine Operation willst, wenn es einer bedarf.&lt;br /&gt;
Mein Freund Mark fragt mich oft, ob ich Dinge an ihm beobachte,&lt;br /&gt;
die nicht gut sind und über die ich mir Gedanken mache.&lt;br /&gt;
Er ist in dieser Hinsicht ein „Modellpatient“, dessen Beispiel&lt;br /&gt;
ich in meine Ehe übertragen möchte. Es ist mir wichtig, dass&lt;br /&gt;
Kimm weiß, dass ich Korrektur möchte und sie nicht einfach nur&lt;br /&gt;
toleriere. Wenn ich Korrektur suche, weiß sie, dass sie die Möglichkeit&lt;br /&gt;
hat, zu operieren, weil mir bewusst ist, dass ich Hilfe benötige!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemals blind schneiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls jemand aus deinem Bekanntenkreis sich kürzlich einer Operation&lt;br /&gt;
unterziehen musste, weißt du wahrscheinlich, wie weitreichend&lt;br /&gt;
die medizinischen Untersuchungen waren, die stattfanden,&lt;br /&gt;
bevor der Patient auch nur in die Nähe des Operationssaales gelassen&lt;br /&gt;
wurde. Zahlreiche Kontrollen werden durchgeführt, Ärzte&lt;br /&gt;
konsultieren einander, vorbereitende Medikamente werden verabreicht.&lt;br /&gt;
Zyniker sagen manchmal, dies geschehe nur, um sich vor&lt;br /&gt;
Prozessen zu schützen, aber wir sehen dabei viel Weisheit am&lt;br /&gt;
Werk. Je besser die Vorbereitung, umso wahrscheinlicher wird der&lt;br /&gt;
Erfolg der Operation. Dies gilt auch für die Operation der Zurechtweisung.&lt;br /&gt;
Je besser wir darauf vorbereitet sind, die Wahrheit&lt;br /&gt;
auszusprechen, umso wahrscheinlicher wird zu Herzen genommen&lt;br /&gt;
werden, was wir sagen. Das exklusive Restaurant-Erlebnis mit&lt;br /&gt;
Kimm, auf das ich so sehr gehofft hatte, ging nur deshalb so&lt;br /&gt;
schrecklich daneben, weil ich versucht hatte, blind zu schneiden.&lt;br /&gt;
Ich möchte einige diagnostische‚ ‚prä-operative‘ Fragen beantworten,&lt;br /&gt;
die uns helfen können, weise zu operieren, wenn die Zeit&lt;br /&gt;
für eine ‚chirurgische Zurechtweisung‘ gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Habe ich Gott um Weisheit gebeten und Ihm gesagt, dass ich Seine Hilfe brauche, um meinem Ehepartner in dieser Weise zu dienen? Dabei handelt es sich nicht nur um ein formelles Gebet, während wir schon dabei sind, den Partner ins geistliche OP zu schieben. Es sollte ein von Herzen kommender Ausdruck unserer Abhängigkeit von Gott sein. Im Gebet werden wir uns auch&lt;br /&gt;
unserer operativen Begrenzungen bewusst – wir können operieren, aber wir können nicht heilen; wir können sprechen, aber wir können nicht von Sünde überführen. Dies kann nur Gott (Johannes 16,8). Gebet bringt die Gottesfurcht in den Vordergrund, und dies ist der Anfang der Weisheit. Wenn wir uns an Gott anbinden, bevor wir uns auf den Sünder zubewegen, dann wird es deutlich einfacher, ihn zu Ihm zu ziehen.&lt;br /&gt;
*Gründen sich meine Beobachtungen auf generelle Verhaltensmuster, oder handelte es sich um einen einzelnen Vorfall? Hüte dich davor, eine einzelne Situation – die ich gerne als „Einzelfall“ bezeichne – aufzugreifen, um deine ganz große Sorge auszudrücken, die du dir um die Seele deines Ehepartners machst. Wenn du bei einer Sünde deines Partners, die man mit leichtem Bauchkneifen vergleichen könnte, sofort eine geistliche Blinddarmoperation durchführen willst, dann sind deine Fähigkeiten, erst einmal sorgfältige Voruntersuchungen anzustellen, offensichtlich nicht sehr groß. Wie steht es mit deinem Gebet für deinen Ehepartner, mit deiner Nachsicht und Liebe?  &lt;br /&gt;
* Bin ich zufrieden damit, zunächst nur einen Bereich anzusprechen, der mir Sorge macht, auch wenn mir vielleicht mehrere Dinge auffallen? Ich kann mir vorstellen, dass du die Veränderung an deinem Partner genauso schnell sehen möchtest wie das Ergebnis bei einem medizinischen Eingriff. Ungefähr so: Chronischer Jähzorn heute, Operation morgen früh, dann&lt;br /&gt;
während der Erholungsphase ein paar Tage die Temperatur messen, und danach ist der Zorn verschwunden, hinterlässt höchstens eine kleine Narbe, an der man erkennt, dass es ihn&lt;br /&gt;
einmal gegeben hat! Aber wie das mit Illustrationen immer so ist, hinkt natürlich auch mein Vergleich mit der Chirurgie etwas. Denn das Leben verläuft anders. Veränderung geschieht&lt;br /&gt;
nicht im Handumdrehen, sondern ist ein Prozess inmitten des hektischen Alltags. Während unser Inneres mit den Verwundungen einer geistlichen Operation kämpft – sprich: wir mit unserem Zerbruch zu tun haben –, müssen Rechnungen bezahlt und die Kinder versorgt werden. Deshalb sei vorsichtig und operiere nicht an zu vielen Stellen deines Partners gleichzeitig. Ein guter Chirurg vergisst dies nicht!&lt;br /&gt;
* Bin ich bereit, die Schnitte nicht größer zu setzen als absolut notwendig? Beim Versuch, einen Ehepartner zu gottgewirktem Sündenbewusstsein zu führen, schießen wir nur allzu oft über das Ziel hinaus und erinnern an eine Litanei von gewesenen Vorkommnissen und führen Berge von Fehlern an. Wir denken vielleicht, damit unser Ziel am besten zu erreichen, aber&lt;br /&gt;
oftmals befördert die Wucht unserer Vorwürfe den Partner über ein Überführtsein hinaus direkt in die eiternde Infektion der Verdammung. Wir wollen häufig eine „Ruck-Zuck- Erledigung“ der Angelegenheit, aber „Gott setzt zu einer langsamen Antwort an“&amp;lt;ref&amp;gt; David Powlison, Suffering and the Sovereignty of God. Crossway Books: Wheaton, IL, 2006. S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Gnade der Weisheit lässt mich erkennen, dass ein wohlüberlegtes Wort, sorgsam an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht, gute Medizin ist. Sonst bist du dabei, eine Seele aufzuschneiden! Geh langsam voran und schneide behutsam!&lt;br /&gt;
* Bin ich bereit, in Demut lediglich eine Beobachtung wiederzugeben und nicht gleich eine Behauptung aufzustellen? Wir werden beide niemals den vollkommenen Einblick ins Herz unseres&lt;br /&gt;
Ehepartners haben. Zu meinen, man könne es dennoch, ist richtend – das Urteilen ist aber Gott vorbehalten. In Seiner geheimnisvollen Weisheit und Barmherzigkeit gibt Er uns keinen&lt;br /&gt;
absoluten Einblick in das Herz des anderen. Das gilt auch für zwei Menschen, die aufs Engste miteinander vertraut sind. Niemand, nur der Herr, kann das menschliche Herz wirklich&lt;br /&gt;
ganz ergründen (Jeremia 17,9-10). Deshalb ist die hilfreichste Behandlung diejenige, die fragt und nicht feststellt. Der konstruktivste Tadel ist der, der nicht mit dem Urteil, sondern mit Fragen beginnt, die er offen lässt. Das ermöglicht den Dialog und gibt Raum, dem Problem gemeinsam auf den Grund zu gehen.&lt;br /&gt;
* Ziele ich darauf ab, Gottes Wahrheit ins Licht zu rücken oder meine Meinung? In einer Ehe gibt es zu jedem beliebigen Zeitpunkt eine Menge von Dingen an unserem Partner, die wir gerne verändern würden. Ein guter Arzt operiert aber nicht einfach deshalb, weil er etwas am Patienten nicht mag. „Hey, wo wir gerade am Blinddarm sind, könnten wir doch gleich noch&lt;br /&gt;
ein paar Pfunde vom Bauch entfernen!“ Unsere beste Zurechtweisung ist die, die dem Partner hilft, Gottes Wort zu erkennen, es zu Herzen zu nehmen und anschließend entsprechend&lt;br /&gt;
zu handeln. Unsere Beobachtungen sollten darauf ausgerichtet sein, zu Gottes Wahrheit zu führen, nicht sie durch unsere subjektive Meinung zu ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein guter Chirurg hat Mut====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben festgestellt, dass Nathan einiges an Weisheit benötigte,&lt;br /&gt;
um David zu konfrontieren. Es bedufte aber auch großen Mutes,&lt;br /&gt;
in den Palast zu marschieren und Wahrheit auszusprechen. Es war&lt;br /&gt;
riskant, einen König zu tadeln, der bereit gewesen war, zum Verdecken&lt;br /&gt;
seiner Sünde einen Menschen zu töten. Wie riskant genau,&lt;br /&gt;
konnte Nathan allerdings nicht wissen. Doch das Wohlergehen&lt;br /&gt;
einer ganzen Nation begleitete Nathans mutige Entscheidung,&lt;br /&gt;
dieses „Du bist der Mann“ auszusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu wahrer, biblischer Weisheit gehört meistens auch eine große&lt;br /&gt;
Portion Mut, wenn wir im Glauben vorangehen und Gott in&lt;br /&gt;
allen Dingen gefallen wollen. Mag sein, dass das Leben einfacher&lt;br /&gt;
erscheint, wenn wir bestimmte unbequeme Wahrheiten umgehen&lt;br /&gt;
und der Sünde nur zuwinken. Doch werden wir stets das ernten,&lt;br /&gt;
was wir säen (Galater 6,7-9). Säen wir liebevoll Ehrlichkeit und&lt;br /&gt;
kümmern uns mutig um das Wohl der Seele des anderen, dann&lt;br /&gt;
werden wir Gottesfurcht ernten. Gehen wir aber den Konflikten&lt;br /&gt;
aus dem Weg, werden wir dennoch Konfrontation bekommen.&lt;br /&gt;
Denn Sünde, die nicht angesprochen wird, setzt sich ungestört&lt;br /&gt;
fort. Mit diesem Versuch, Frieden zu säen, ernten wir Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch braucht der geistliche Chirurg noch eine zweite Art des&lt;br /&gt;
Mutes. Wenn die erste Art darin besteht, die Operation ohne&lt;br /&gt;
Angst zu beginnen – also das Skalpell an der sterilisierten Haut&lt;br /&gt;
entlangzuführen, bis zum ersten Schnitt –, dann bewirkt die zweite&lt;br /&gt;
Art von Mut das zupackende Weiterarbeiten bis zur Vollendung&lt;br /&gt;
der Operation. Und danach muss der Patient noch solange&lt;br /&gt;
fürsorglich betreut werden, bis die Rekonvaleszenzzeit vorüber ist.&lt;br /&gt;
Das ist der Mut, der dich in diesem persönlichen Dienst am Ball&lt;br /&gt;
bleiben lässt, lange nachdem wir angefangen haben, etwas anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig jedoch haben Paare die Tendenz, Konfrontation wie&lt;br /&gt;
eine Handgranate zu gebrauchen: Sie ziehen den Sicherungsstift,&lt;br /&gt;
werfen die Granate und suchen Deckung. Aber biblische Zurechtweisung&lt;br /&gt;
ist nicht eine Art Kommandoattacke; sie ist sorgfältige,&lt;br /&gt;
hingegebene, chirurgische Sorge um eine Seele. Ein guter Chirurg&lt;br /&gt;
wird den Patienten bis nach der Operation und auch durch die&lt;br /&gt;
Phase danach begleiten. Und warum dies alles? Weil Gott uns&lt;br /&gt;
durch Zurechtweisung und Umkehr auf den Weg der Rechtschaffenheit&lt;br /&gt;
führen will – und nicht einfach nur, weil wir streitfreie&lt;br /&gt;
Ehen haben wollen. Umkehr und Veränderung jedoch, meine&lt;br /&gt;
Freunde, brauchen nun einmal Zeit. Wenn Sünder sich das Ja-&lt;br /&gt;
Wort geben, dann müssen wir uns auf diesen lebenslangen Prozess&lt;br /&gt;
der gegenseitigen Hilfe einlassen, um das ersehnte Wachstum&lt;br /&gt;
auch zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Mutige Chirurgen fördern Umkehr====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1517 nagelte Martin Luther etwas an die Kirchentür zu&lt;br /&gt;
Wittenberg, was wir heute als selbstverständliche Wahrheiten der&lt;br /&gt;
Schrift ansehen, die damals vernachlässigt worden waren. Als die&lt;br /&gt;
etablierte Kirche es versäumte, sich mit Luther und seinen zentralen&lt;br /&gt;
Lehransprüchen zu arrangieren, führte dies zu einer großen&lt;br /&gt;
Kontroverse, die wir gemeinhin als die Protestantische Reformation&lt;br /&gt;
bezeichnen. Luther entnahm der Heiligen Schrift die Wahrheiten,&lt;br /&gt;
die die Kirche vergessen hatte, und formte sie zu 95 sogenannten&lt;br /&gt;
Thesen. Welche finden wir an oberster Stelle? Sie lautet&lt;br /&gt;
so: „Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: ‚Tut Buße‘&lt;br /&gt;
usw. (Matthäus 4,17), hat er gewollt, dass das ganze Leben der&lt;br /&gt;
Gläubigen Buße sein soll.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. www.reformation-heute.de/lutherthesen/index.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Luther sprach hier ein bloß zeremonielles&lt;br /&gt;
und blutleeres System religiöser Sündenvergebung an.&lt;br /&gt;
Nach seinem Verständnis, wie er es in Gottes Wort gefunden hatte,&lt;br /&gt;
sollte eine angemessene Reaktion auf das Werk Christi am&lt;br /&gt;
Kreuz darin bestehen, sich konkret von der Sünde und Selbstsucht&lt;br /&gt;
abzuwenden und vor Gott ein Leben in Umkehr zu führen. So&lt;br /&gt;
wuchs die protestantische Kirche in erster Linie deshalb, weil sie&lt;br /&gt;
die Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben wiederentdeckte.&lt;br /&gt;
Diese Lehre beinhaltete die wesentliche (und immer noch&lt;br /&gt;
gültige) Einsicht darüber, wie Menschen Veränderung erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit du deinem Ehepartner in Momenten der Konfrontation&lt;br /&gt;
wirklich fürsorglich begegnen kannst, müssen deine Worte und&lt;br /&gt;
Darlegungsweisen darauf abzielen, Buße zu fördern. Da dieses&lt;br /&gt;
Wort oft missverstanden wird und du eventuell meinst, dein Partner&lt;br /&gt;
müsse nun seine Kleidung erst einmal gegen Sack und Asche&lt;br /&gt;
eintauschen, möchte ich zunächst erklären, was Gott darunter versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buße beziehungsweise Umkehr bedeutet nicht, sich krankhaft&lt;br /&gt;
mit sich selbst zu beschäftigen, sich mit jeder Nuance der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit zu befassen und vielleicht auch noch jeden Gedanken&lt;br /&gt;
und jedes Wort manisch auf Sünde zu untersuchen. Wie wir&lt;br /&gt;
an Jeremys Beispiel im letzten Kapitel gesehen haben, geht es bei&lt;br /&gt;
der Umkehr letztendlich nicht um uns, sondern um Gott. Es geht&lt;br /&gt;
darum, sich so sehr mit Ihm zu beschäftigen, mit Seinem heiligen&lt;br /&gt;
Wesen und mit dem, was Er in Jesus Christus für uns getan hat,&lt;br /&gt;
dass durch dieses Betrachten in uns eine aktive Sehnsucht entsteht,&lt;br /&gt;
uns von Sünde fernzuhalten und die Gerechtigkeit zu suchen.&lt;br /&gt;
Ein Teil der guten Nachricht des Evangeliums ist doch die&lt;br /&gt;
Tatsache (wie wir im nächsten Kapitel noch mehr sehen werden),&lt;br /&gt;
dass die Gnade, die uns durch das Kreuz gereicht wird, nicht statisch&lt;br /&gt;
ist. Nein, sie ist dynamisch. Sie entspringt am Kreuz und&lt;br /&gt;
geht unentwegt umher mit einer tief eindringenden, chirurgischen&lt;br /&gt;
Kraft, damit unser Leben und unsere Ehen Gott gefallen und wir&lt;br /&gt;
eines Tages auch unser himmlisches Zuhause erreichen (Judas&lt;br /&gt;
1,24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere Umkehr kooperieren wir also mit Gott und&lt;br /&gt;
nehmen in Seinem wunderbaren Wirken eine wichtige Rolle ein.&lt;br /&gt;
Und Er erwartet, dass wir sie auch aktiv ausfüllen. Denn die nötige&lt;br /&gt;
Kraft gibt Er uns dazu. Und so fordert Er uns auf: „Bewirkt&lt;br /&gt;
euer Heil mit Furcht und Zittern!“ (Philipper 2,12), „Tötet nun eure&lt;br /&gt;
Glieder, die auf der Erde sind!“ (Kolosser 3,5) und „Wandelt im&lt;br /&gt;
Geist“ (Galater 5,16), „damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen&lt;br /&gt;
Begierden verleugnen“ (Titus 2,12). Buße wünscht sich also&lt;br /&gt;
nicht nur Veränderung, sondern handelt auch entsprechend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte nicht, dass mein Ehepartner jemals durch meine&lt;br /&gt;
Ernsthaftigkeit zu der Überzeugung gelangt, dass meine guten Absichten&lt;br /&gt;
ihm irgendeine Kraft zur Veränderung verleihen könnten.&lt;br /&gt;
Ich möchte, dass mein Liebling – wenn Sünde vorliegt – zu Gott&lt;br /&gt;
umkehrt und Buße tut. Ich möchte nicht, dass meine Worte den&lt;br /&gt;
Partner so auf seine Sünde fokussieren, dass er „gelähmt“ wird. Ich&lt;br /&gt;
will ihn nicht dazu verführen, sich mehr mit seinem Problem zu&lt;br /&gt;
beschäftigen, als seinem Gott zu begegnen. Das heißt, Konfrontation&lt;br /&gt;
ist keine Angelegenheit nach dem Motto „So, jetzt habe ich&lt;br /&gt;
dich aber!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wünsche mir, dass mein Ehepartner dem Heiligen Geist&lt;br /&gt;
begegnet, der gesandt ist, um die Welt von Sünde zu überführen&lt;br /&gt;
(Johannes 16,8). Dadurch soll er die reinigende und Glauben&lt;br /&gt;
stärkende, von Gott gewirkte Trauer über seine Sünde erleben.&lt;br /&gt;
Das ist es, was wir an David sehen, als er die Schwere seiner Sünde&lt;br /&gt;
zu begreifen beginnt. „Ich habe gegen den Herrn gesündigt“&lt;br /&gt;
(2. Samuel 12,13). Paulus beschreibt den Korinthern diese göttliche&lt;br /&gt;
Betrübnis so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Denn wenn ich euch auch durch den Brief betrübt habe, so reut es&lt;br /&gt;
mich nicht. Wenn es mich auch gereut hat, so sehe ich, dass jener Brief,&lt;br /&gt;
wenn er euch auch kurze Zeit betrübt hat, doch Segen gewirkt hat; und&lt;br /&gt;
jetzt freue ich mich, nicht dass ihr betrübt worden, sondern dass ihr zur&lt;br /&gt;
Buße betrübt worden seid; denn ihr seid nach Gottes Sinn betrübt&lt;br /&gt;
worden, damit ihr in keiner Weise von uns Schaden erlittet. Denn die&lt;br /&gt;
Betrübnis nach Gottes Sinn bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum&lt;br /&gt;
Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod“ (2. Korinther 7,8-&lt;br /&gt;
10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Paulus bedeuten Trauergefühle allein also nicht notwendigerweise&lt;br /&gt;
auch ein Überführtsein. Wir können aus vielen Gründen&lt;br /&gt;
betrübt sein, auch aus egoistischen. Wir können trauern wegen&lt;br /&gt;
der üblen Konsequenzen unserer Sünde, weil wir dabei erwischt&lt;br /&gt;
wurden oder weil wir jemandes Respekt verloren haben. Diese Art&lt;br /&gt;
weltliche Betrübnis drückt nicht aus, welch gräuliche Straftat die&lt;br /&gt;
Sünde wirklich ist, und kann deshalb auch nicht zur Veränderung&lt;br /&gt;
beitragen. Nur gottgewirkte Trauer bringt Umkehr. Und die ist&lt;br /&gt;
das Ergebnis des chirurgischen Eingriffs, den die Wahrheit Gottes&lt;br /&gt;
an unserem sündigen Herzen vorgenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ein guter Chirurg zeigt Milde====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milde oder Sanftmut ist ein großartiges Wort des Evangeliums.&lt;br /&gt;
Jesus sagte: „Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land&lt;br /&gt;
erben“ (Matthäus 5,5). Paulus sagte: „Zieht nun an als Auserwählte&lt;br /&gt;
Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut,&lt;br /&gt;
Milde, Langmut!“ (Kolosser 3,12). Und Jakobus schreibt: „Deshalb&lt;br /&gt;
legt ab alle Unsauberkeit und das Übermaß der Schlechtigkeit und&lt;br /&gt;
nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu&lt;br /&gt;
erretten vermag!“ (Jakobus 1,21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanftmut hat nichts damit zu tun, schwach oder passiv zu sein.&lt;br /&gt;
Sanftmut ist Kraft, umgürtet mit Liebe. Sie ist ein Ausdruck von&lt;br /&gt;
Demut, die sich nicht sträubt oder verteidigt, wenn sie wegen ihrer&lt;br /&gt;
Motive in Frage gestellt wird. Eine sanfte Person wird vielmehr&lt;br /&gt;
erkennen, dass sie durchaus selbstsüchtige Motive haben könnte&lt;br /&gt;
und sie sich daher prüfen muss. Diese Frucht des Geistes hilft uns&lt;br /&gt;
dabei, unseren Zorn zurückzuhalten, die Zunge zu zügeln und&lt;br /&gt;
den Frieden zu bewahren. A.W. Tozer sagte: „Der Sanftmütige …&lt;br /&gt;
hat … eine Ruhestätte für seine Seele gefunden. Während er sich&lt;br /&gt;
in Sanftmut übt, überläßt er es gerne Gott, ihn zu verteidigen.&lt;br /&gt;
Der alte Kampf, sich selbst verteidigen zu müssen, ist vorbei. Er&lt;br /&gt;
hat den Frieden gefunden, den die Sanftmut mit sich bringt.“&amp;lt;ref&amp;gt;A.W. Tozer. Gottes Nähe suchen. Hänssler-Verlag: Holzgerlingen, 2006. S. 114 (Originaltitel: The Pursuit of God. Christian Publications: Camp Hill, 2007).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ehe bedeutet Sanftmut auch nicht, schwach oder verletzlich&lt;br /&gt;
zu sein. Nein, Sanftmut in der Ehe bedeutet, sich für den&lt;br /&gt;
Partner aufzuopfern und ihm ergeben zu sein, damit ihm geholfen&lt;br /&gt;
wird. Ein sanftmütiger Mensch erkennt deshalb die Sinnlosigkeit,&lt;br /&gt;
auf Sünde mit Sünde zu reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kennst das: Dein Partner sagt etwas, absichtlich oder unabsichtlich,&lt;br /&gt;
was deine Seele wie ein Schlag in die Magengrube trifft.&lt;br /&gt;
Du fühlst dich überfallen, abgelehnt und bloßgestellt. Sofort bildet sich in dir eine Gegenstrategie, die der Landung der Alliierten&lt;br /&gt;
ähnelt. Du willst deinen Mund laden und den Abzug ziehen. Du&lt;br /&gt;
möchtest sofort eine Reihe vernichtender Argumente weitergeben,&lt;br /&gt;
die die Anklagen deines Ehepartners wie einen präzise durchgeführten&lt;br /&gt;
Luftangriff im Keim ersticken sollen. Du möchtest einen&lt;br /&gt;
verbalen Gegenangriff starten und jeden Zentimeter verlorenen&lt;br /&gt;
Bodens sofort wieder erobern. Und für den stechenden Schmerz&lt;br /&gt;
deines verwundeten Stolzes forderst du handfeste Wiedergutmachungen.&lt;br /&gt;
Sanftmut und Milde kannst du jetzt nicht gebrauchen.&lt;br /&gt;
Die steckst du lieber in eine Kiste und lässt sie im Lager zurück.&lt;br /&gt;
Du willst einfach nur noch in den Krieg ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kapitel 6 haben wir darüber gesprochen, wie die Vergebung&lt;br /&gt;
bereitwillig die Kosten der Sünde begleicht, ohne Wiedergutmachung&lt;br /&gt;
zu fordern. Was befähigt zu solch himmlischer Reaktion?&lt;br /&gt;
Sanftmut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sanftmütige Mensch versteht die biblischen Grundprinzipien&lt;br /&gt;
der Kommunikation und bringt diese in der Ehe zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Wenn man verstimmt ist, sollte man besser nicht so schnell sprechen. „Der Unmut des Narren tut sich an demselben Tag noch kund, wer aber die Schmach verborgen hält, ist klug“ (Sprüche 12,16).&lt;br /&gt;
#Eine sanfte Antwort hat größere Kraft als eine zornige Zunge. „Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab, aber ein kränkendes Wort erregt Zorn“ (Sprüche 15,1).&lt;br /&gt;
#Sanftes Reden fördert Leben, sei es im Gespräch oder im Konflikt. „Eine sanfte Zunge ist ein Baum des Lebens, aber eine falsche Zunge bricht das Herz“ (Sprüche 15,4). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahre Sanftmut hat neben der Absicht, die Sanftmut Christi widerzuspiegeln&lt;br /&gt;
(2. Korinther 10,1), nur ein Ziel: Sie möchte den&lt;br /&gt;
Partner dringend wieder mit Gott in Verbindung bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Absicht verfolge ich also und welche Motivation habe&lt;br /&gt;
ich, wenn ich meinem Ehepartner seine Sünde bewusst machen&lt;br /&gt;
möchte? Häufig sind die Beweggründe nicht unbedingt nobler&lt;br /&gt;
Natur. Man kompensiert Sorgen, sichert sich Zugeständnisse,&lt;br /&gt;
verbreitet Ängste und bestraft den, der uns verletzt hat. Solche falschen&lt;br /&gt;
Motive können uns dazu bringen, vorschnell zu reden.&lt;br /&gt;
Glaube mir, ich weiß, wovon ich rede! Aber das Ziel einer ‚chirurgischen‘ Unterhaltung ist nicht einfach die Glättung von Unebenheiten.&lt;br /&gt;
Es ist die tiefe Sorge um unseren Seelenpartner und die&lt;br /&gt;
ernste Absicht, ihn wieder mit Gott zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahren bemerkten Kimm und ich ein Konfliktmuster, das&lt;br /&gt;
durch die Art und Weise entstand, wie ich bei geistlichen ‚Operationen‘&lt;br /&gt;
mit ihr sprach. Ich sah meine Aufgabe im Wesentlichen&lt;br /&gt;
darin, sie von meiner Meinung zu überzeugen, anstatt sie fürsorglich&lt;br /&gt;
wieder mit dem Herrn zu verbinden. Ich meinte, eine mir&lt;br /&gt;
passende Reaktion sicherstellen zu müssen, anstatt einfach nur&lt;br /&gt;
meine Gedanken weiterzugeben und sie dann Gott zu überlassen.&lt;br /&gt;
Aber was ich eigentlich tat, war, aus egoistischen Motiven meine&lt;br /&gt;
Position und das Vertrauen meiner Frau zu missbrauchen. Von&lt;br /&gt;
Sanftmut konnte gar keine Rede sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sündigt dein Ehepartner, dann geht es dabei nicht zuerst um&lt;br /&gt;
dich. Es mag dich in gewisser Weise betreffen, aber etwas anderes&lt;br /&gt;
ist wichtiger: Die Sünde deines Ehepartners offenbart die Beziehung,&lt;br /&gt;
die er zu Gott hat. Ein sanftmütiger Partner, der wirklich&lt;br /&gt;
helfen möchte, wird diese Beziehung zu Gott zu seiner ersten&lt;br /&gt;
Priorität machen. Er wird erkennen, dass die Hoffnung auf Veränderung&lt;br /&gt;
in der Reaktion des Partners Gott gegenüber liegt und&lt;br /&gt;
nicht in der Kapitulation ihm gegenüber. Deshalb muss der entscheidende&lt;br /&gt;
Punkt bei jeder Korrekturbemühung sein, den Partner&lt;br /&gt;
auf seine Herzensbeziehung zu Gott anzusprechen und ihn dann&lt;br /&gt;
auch dem Herrn zu überlassen. Die Menschen, die wir lieben,&lt;br /&gt;
müssen wissen, dass wir der Fähigkeit Gottes, zu uns durchzudringen&lt;br /&gt;
und uns zu verändern, mehr vertrauen als unserer menschlichen&lt;br /&gt;
Fähigkeit. Gott möchte sich selbst in unseren Ehen&lt;br /&gt;
übergroß machen – so groß, dass wir in unserem gegenseitigen&lt;br /&gt;
Tadeln mehr das heilende Handeln Gottes erkennen als unser eigenes&lt;br /&gt;
Wirken. Mein Freund C.J. Mahaney nennt dies die Beweise&lt;br /&gt;
der Gnade. „Dies bedeutet, aktiv danach Ausschau zu halten, welche&lt;br /&gt;
Weisen Gott gebrauchen könnte, um im Leben von Menschen&lt;br /&gt;
Veränderung zu wirken.“&amp;lt;ref&amp;gt; C.J. Mahaney. Humility, True Greatness. Multnomah: Sister, OR, 2005. S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade ist ein wichtiges Heilmittel im Operationssaal unserer&lt;br /&gt;
Sünde. Sie liefert den Grund unserer Hoffnung und die Kraft zur&lt;br /&gt;
Veränderung. Dieser Punkt ist so wichtig, dass wir noch ein ganzes&lt;br /&gt;
Kapitel darauf verwenden werden. Bleib also dran! Bevor wir&lt;br /&gt;
aber dieses Kapitel abschließen, möchte ich es noch einmal anders&lt;br /&gt;
ausdrücken: Ein guter geistlicher Chirurg nimmt das Kreuz Christi&lt;br /&gt;
direkt mit in den Operationssaal hinein. Es ist für ihn das erste&lt;br /&gt;
und das letzte Instrument, das er für die Operation gebraucht.&lt;br /&gt;
Damit öffnet er den Patienten und verschließt ihn auch wieder.&lt;br /&gt;
Operationen sind nur dann erfolgreich, wenn wir die Menschen&lt;br /&gt;
über ihre Probleme hinaus zu dem großen Arzt überweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nathan und David – zweiter Teil====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben erfahren, dass Zurechtweisung wie ein chirurgischer&lt;br /&gt;
Eingriff schwierig zu erlernen und noch schwieriger durchzuführen&lt;br /&gt;
ist. Betreibt man sie ohne Weisheit, Mut und Milde, dann&lt;br /&gt;
kann sie mehr Schaden anrichten als helfen, das Problem zu lösen.&lt;br /&gt;
Aber als ein Ehemann, der Tadel in mancherlei Form erhalten&lt;br /&gt;
und auch weitergegeben hat, kann ich dir dies sagen: Nur wenige&lt;br /&gt;
Dinge waren für meine Ehe fruchtbarer als die gewissenhaften&lt;br /&gt;
‚Wunden‘, die mir meine Freunde und besonders mein bester&lt;br /&gt;
Freund, nämlich meine Frau Kimm, zugefügt hat. Lasst uns dieses&lt;br /&gt;
Kapitel beenden, indem wir einen Blick auf die letztendliche&lt;br /&gt;
Auswirkung der ‚Wunden‘ werfen, die Nathan seinem Freund&lt;br /&gt;
David ganz gewissenhaft zugefügt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Nathans Tadel war Gottes Erziehungsarbeit an David natürlich&lt;br /&gt;
nicht beendet, aber er war ein Meilenstein auf seinem Weg&lt;br /&gt;
mit dem Herrn. Davids persönlicher Tagebucheintrag über dieses&lt;br /&gt;
Ereignis ist uns von Gott mit den Worten des 51. Psalms aufbewahrt&lt;br /&gt;
worden – zur Ermutigung. Wir finden hier einen Mann,&lt;br /&gt;
der in Demut die klare Überführung von Sünde erfährt und der&lt;br /&gt;
begreift, dass seine Buße ein Werk Gottes ist, das durch die gewissenhafte&lt;br /&gt;
Zurechtweisung eines Freundes zustande gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Denn ich erkenne meine Vergehen, und meine Sünde ist stets vor mir.&lt;br /&gt;
Gegen dich, gegen dich allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist&lt;br /&gt;
in deinen Augen; damit du im Recht bist mit deinem Reden, rein erfunden&lt;br /&gt;
in deinem Richten. … Siehe, du hast Lust an der Wahrheit im&lt;br /&gt;
Innern, und im Verborgenen wirst du mir Weisheit kundtun … Verbirg&lt;br /&gt;
dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge alle meine Schuld!&lt;br /&gt;
Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen&lt;br /&gt;
Geist! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner&lt;br /&gt;
Heiligkeit nimm nicht von mir! Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils, und stütze mich mit einem willigen Geist!“ (Psalm&lt;br /&gt;
51,5.6.11-14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männer und Frauen Gottes sind zu allen Zeiten immer wieder zu&lt;br /&gt;
Davids Bußpsalm zurückgekehrt, um dort den Glauben zu finden,&lt;br /&gt;
den es braucht, um Gottes Disziplinierung in ihrem Leben willkommen&lt;br /&gt;
zu heißen. Wie geht die Geschichte aber weiter? Was&lt;br /&gt;
wurde aus David und Nathan? Hat diese Zurechtweisung ihre gegenseitige&lt;br /&gt;
Beziehung beschädigt und ihr Vertrauen untergraben?&lt;br /&gt;
Was hat diese souveräne Begegnung aus ihrer Freundschaft gemacht?&lt;br /&gt;
Als am Ende seines Lebens Davids eigene Söhne gegen ihn&lt;br /&gt;
standen, gab es noch einen Mann, der bei ihm geblieben war. Nathan,&lt;br /&gt;
sein Freund, der Chirurg seiner Seele, war da – weise, mutig&lt;br /&gt;
und sanftmütig, der Wahrheit und seinem Freund treu bis ans&lt;br /&gt;
Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hatten eine Freundschaft, die in der Hitze ehrlicher Korrektur&lt;br /&gt;
geformt worden war. Je länger ich lebe, umso mehr schätze ich&lt;br /&gt;
die Nathansliebe meiner Frau, die mich stets auf den großen Arzt&lt;br /&gt;
verweist, der mir in der Stunde der Not voller Gnade und Wahrheit&lt;br /&gt;
immer wieder geholfen hat. Heiße den Nathan, den Gott dir&lt;br /&gt;
durch das Geschenk der Ehe in dein Leben gesandt hat, herzlich&lt;br /&gt;
willkommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 19:48:18 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Der_Chirurg,_das_Skalpell_und_der_s%C3%BCndige_Ehepartner</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Der Chirurg, das Skalpell und der sündige Ehepartner</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Der_Chirurg,_das_Skalpell_und_der_s%C3%BCndige_Ehepartner</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/The Surgeon, the Scalpel, and the Spouse in Sin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistliche Chirurgie für Sünder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geschah an einem späten Nachmittag …“ So beginnt der Bericht&lt;br /&gt;
im 2. Samuel 11, 2. Es ist die Geschichte einer ganzen Reihe&lt;br /&gt;
von verabscheuungswürdigen Taten wie Ehebruch, Hintergehung&lt;br /&gt;
und Mord. Und das Ganze ist umso schockierender, weil diese&lt;br /&gt;
Sünden von dem größten und ehrenwertesten König, den Israel&lt;br /&gt;
jemals hatte, begangen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David, der Mann nach dem Herzen Gottes (1. Samuel 13,14),&lt;br /&gt;
nahm außergewöhnliche Risiken in Kauf, um zunächst den Ehebruch&lt;br /&gt;
mit Bathseba zu begehen und ihn danach zu verheimlichen.&lt;br /&gt;
Als er erfuhr, dass sie von ihm schwanger war, brachte er ihren&lt;br /&gt;
Mann Uria aus dem Krieg zurück nach Hause, um Bathsebas&lt;br /&gt;
Schwangerschaft so darzustellen, als stamme sie von ihrem Ehemann.&lt;br /&gt;
Als das nicht gelang, missbrauchte David seine königliche&lt;br /&gt;
Autorität in extremster Weise und arrangierte die Ermordung&lt;br /&gt;
Urias auf dem Schlachtfeld. Und um die Sache abzurunden, nahm&lt;br /&gt;
er Bathseba neben den anderen zu seiner Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr verging, Bathsebas Kind war geboren, und eine Strafe&lt;br /&gt;
für Davids Sünde war nirgendwo zu sehen. Vielleicht dachte er&lt;br /&gt;
sich, er hätte seine Gräueltaten gut versteckt und es wäre ihm gelungen,&lt;br /&gt;
fast jeden zu täuschen – vielleicht sogar Gott. Problem&lt;br /&gt;
gelöst – also weitermachen! Da er durch seine Machtstellung gut&lt;br /&gt;
abgeschirmt war, konnte er sich sicher und geschützt fühlen und&lt;br /&gt;
über Recht und Gesetz erhaben sein. Außerdem war er clever und&lt;br /&gt;
schlau genug, unnötige Nachfragen abzufangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber David war voll auf Konfrontationskurs mit Gott und Seiner&lt;br /&gt;
Gerechtigkeit. Eines Tages kam der Prophet Nathan, sein alter&lt;br /&gt;
Freund, die Palasttreppen zu ihm hinauf, aber nicht zu einem&lt;br /&gt;
Freundschaftsbesuch, sondern zu einer Rettungsmission!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan stand vor einem Mann, den er liebte, aber kaum mehr&lt;br /&gt;
erkannte – vor einem König, der betrog und gefährlich in Richtung&lt;br /&gt;
Selbstzerstörung schlitterte. Der Prophet hatte keine Freude&lt;br /&gt;
an den scharfen Worten, die in ihm hochkommen wollten. Er&lt;br /&gt;
wusste auch nicht, wie David auf die Zurechtweisung reagieren&lt;br /&gt;
würde. Wenn aber jemand, der dir nahe ist, vor der Wahrheit&lt;br /&gt;
wegläuft, dann verlangt es die Liebe, ihn anzusprechen. Manchmal&lt;br /&gt;
muss die Liebe um der Wahrheit willen auch den Frieden riskieren.&lt;br /&gt;
David stand kurz davor, auf eine der härtesten Weisen geliebt&lt;br /&gt;
zu werden. Und er musste noch nicht einmal sein Haus dafür&lt;br /&gt;
verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan erzählte David die Geschichte eines reichen Mannes,&lt;br /&gt;
der das einzige Lamm eines Armen genommen hatte, um seine&lt;br /&gt;
Gäste zu beköstigen. David war durch diese Ungerechtigkeit aufgebracht&lt;br /&gt;
und erklärte, dass dieser Mann sterben müsse. Nathans&lt;br /&gt;
zeitloser Verweis daraufhin lautete: „Du bist dieser Mann!“ (2. Samuel&lt;br /&gt;
12,7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nathan ist nötig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser historisch äußerst wichtigen Unterredung sehen wir zwei&lt;br /&gt;
erstaunliche Kräfte am Wirken. Erstens: Gott geht Sündern nach.&lt;br /&gt;
Gottes Liebe ist unnachgiebig. Selbst wenn die Sünde uns erblinden&lt;br /&gt;
lässt, so lässt Gott nicht von uns ab. Gott ging David mit&lt;br /&gt;
unermüdlicher Liebe nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens: Gott gebraucht Sünder, um Sündern nachzugehen.&lt;br /&gt;
Nathan war, wie David auch, als Mensch denselben Versuchungen&lt;br /&gt;
und Möglichkeiten des Versagens ausgesetzt. Gott hatte Nathan&lt;br /&gt;
aber in diesem Augenblick einen bestimmten Dienst gegeben;&lt;br /&gt;
er war ein Sünder, der aufgefordert war, einem anderen Sünder&lt;br /&gt;
zu helfen, mit Gott wieder versöhnt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathans Rolle bei der Wiederherstellung Davids deutet schon&lt;br /&gt;
im Voraus auf das Evangelium hin. Denn Jesus, der Sohn Gottes,&lt;br /&gt;
kam später ebenfalls, um uns mit unserer Sünde zu konfrontieren.&lt;br /&gt;
Durch Sein Opfer am Kreuz nahm Er unsere Sünde hinweg und&lt;br /&gt;
versöhnte uns mit Gott (Römer 5,19). Wie wir in diesem Buch&lt;br /&gt;
bisher gelernt haben, leitet sich aus dieser empfangenen Gnade für&lt;br /&gt;
uns ab, dass auch wir als Nachfolger Christi anderen voll und frei&lt;br /&gt;
Vergebung gewähren dürfen. Nun gehen wir aber weiter, nämlich&lt;br /&gt;
zur biblischen Konfrontation und Zurechtweisung – mit dem Ziel&lt;br /&gt;
der Versöhnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus sagt uns in 2. Korinther 5, dass uns ein Dienst der Versöhnung&lt;br /&gt;
gegeben ist. Dabei handelt es sich um die Versöhnung&lt;br /&gt;
zwischen einem Sünder und Gott und auch zwischen einem Sünder&lt;br /&gt;
und demjenigen, gegen den er gesündigt hat. Dieser Versöhnungsdienst&lt;br /&gt;
bezieht sich aber nicht nur auf die Feinde Gottes, zu&lt;br /&gt;
deren Errettung wir hinarbeiten. Sondern – und darauf konzentriert&lt;br /&gt;
sich dieses Kapitel – dieser Versöhnungsdienst betrifft auch&lt;br /&gt;
die Kinder Gottes, die in Sünde gefallen sind und darin möglicherweise&lt;br /&gt;
sogar verharren – bewusst oder unbewusst. Sie wollen in&lt;br /&gt;
ihrer Beziehung zu Gott wachsen, können es aber nicht. Wem&lt;br /&gt;
auch immer unser Dienst der Versöhnung gilt: Gott macht uns&lt;br /&gt;
für unsere Mitchristen zu einem buchstäblichen Appell&lt;br /&gt;
(2. Korinther 5,17-21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sagt uns Jakobus, dass wir um der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
willen auch Friedensstifter sein sollen (Jakobus 3,18). Dies&lt;br /&gt;
bedeutet, dass wir unsere Beziehungsbande gebrauchen, um einzuschreiten&lt;br /&gt;
und unseren Brüdern und Schwestern zu helfen, auch&lt;br /&gt;
der Würde ihrer Berufung entsprechend zu leben. Charles Spurgeon&lt;br /&gt;
betont diesen Punkt stark, indem er schreibt: „Unsere Liebe&lt;br /&gt;
sollte der Liebe Gottes an einem Punkt besonders folgen, nämlich&lt;br /&gt;
beständig danach zu trachten, Versöhnung zu bewirken. Denn zu&lt;br /&gt;
diesem Zweck sandte Gott Seinen Sohn.“&amp;lt;ref&amp;gt; Tom Carter (Hrsg.). 2200 Quotes from the Writings of Charles Spurgeon. Baker Books: Grand Rapids, MI, 1988. S. 172.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bist du nicht auch dankbar für die Tatsache, dass Nathan den&lt;br /&gt;
Mut hatte, einem König mitten hinein in sein Lasterleben die&lt;br /&gt;
Wahrheit zu überbringen? Wahrscheinlich werden wir durch unsere&lt;br /&gt;
Sünde nicht Königreiche ins Wanken bringen, aber die Auswirkungen&lt;br /&gt;
verdeckter Sünde schaden auch uns in zerstörerischer&lt;br /&gt;
Weise. Und dabei werden unsere Familien, Freundschaften, Gemeinden&lt;br /&gt;
und Dienste ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen.&lt;br /&gt;
Auf die Länge der Zeit gesehen können auch moralische&lt;br /&gt;
Fehlhaltungen, die sich im Vergleich zu Davids Sünde recht bescheiden&lt;br /&gt;
ausnehmen, tiefen Schaden bewirken. Wir brauchen alle&lt;br /&gt;
einen Nathan. Wir brauchen alle jemanden, der uns unser langsames&lt;br /&gt;
Abdriften oder sogar unseren rapiden Absturz weg von Gott&lt;br /&gt;
vor Augen hält und sagt: „Du bist derjenige!“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist unvermeidbar. Auf unserer Reise durch diese gefallene&lt;br /&gt;
Welt, mit einem sündigen Herzen in unserer Brust und einem&lt;br /&gt;
Ehepartner, der von Zeit zu Zeit immer wieder mal in ein bestimmtes&lt;br /&gt;
Sündenmuster verfällt, will die Freude oft ersticken und&lt;br /&gt;
der Friede zerbrechen. Dabei fühlt sich dein Partner sogar versucht,&lt;br /&gt;
seine wirklich begangene Schande zu verleugnen und alles&lt;br /&gt;
Mögliche zu tun, um sie zu verbergen. Solche Art Sünde kann&lt;br /&gt;
nicht und darf nicht unangesprochen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schau dich um: Wer kann für deinen Ehepartner die Rolle Nathans&lt;br /&gt;
übernehmen? Wer wird diesen Dienst der Wiederherstellung&lt;br /&gt;
für ihn oder umgekehrt auch für sie tun? Das muss jemand&lt;br /&gt;
sein, der von Gott dazu berufen ist, der nahe genug dran ist und&lt;br /&gt;
der demütig genug ist, sich mehr um Gottes Gerechtigkeit zu sorgen&lt;br /&gt;
als um die Meinung anderer Menschen. Es gibt dafür wirklich&lt;br /&gt;
nur einen wahrscheinlichen Kandidaten: dich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wirst du in solchen Zeiten, in denen Wahrheit absolut&lt;br /&gt;
notwendig ist, tun? Was wirst du tun, wenn dein Ehepartner einen&lt;br /&gt;
Nathan braucht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Selbstprüfung nicht stehenbleiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasst uns, um diese Frage zu beantworten, zur Aussage von Matthäus&lt;br /&gt;
7 zurückkehren, nämlich zum Splitter und zum Balken. Wir&lt;br /&gt;
haben darüber schon in Kapitel 4 dieses Buches gesprochen und&lt;br /&gt;
gesehen, dass bei einer Konfrontation die Selbstprüfung und der&lt;br /&gt;
Eigenverdacht das Allerwichtigste ist. Zuerst ist die Entfernung&lt;br /&gt;
des Balkens aus unserem eigenen Auge wichtig. Aber das ist natürlich&lt;br /&gt;
nur der Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den&lt;br /&gt;
Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr? Oder wie wirst du&lt;br /&gt;
zu deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge&lt;br /&gt;
ziehen; und siehe, der Balken ist in deinem Auge? Heuchler, zieh zuerst&lt;br /&gt;
den Balken aus deinem Auge! Und dann wirst du klar sehen, um&lt;br /&gt;
den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen“ (Matthäus 7,3-5;&lt;br /&gt;
Betonung vom Autor hinzugefügt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun scheint es dir klar zu sein, oder? Dieser Abschnitt hört nicht&lt;br /&gt;
beim Entfernen des eigenen Balkens auf. Das Entfernen des groben&lt;br /&gt;
Holzes ist Mittel zu einem noch größeren Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zitierte Abschnitt liefert uns zwei Gründe dafür, warum&lt;br /&gt;
wir mit unserem Balken beginnen müssen. Zum einen, weil es uns&lt;br /&gt;
in die Lage versetzt, „klar zu sehen“ (Vers 5). Allein die Demut,&lt;br /&gt;
zuerst meine eigene Sünde auszuräumen, verschafft mir die notwendige&lt;br /&gt;
Klarheit, mich mit der Sünde des anderen zu befassen.&lt;br /&gt;
Diese Demut verbessert mein Beurteilungsvermögen und räumt&lt;br /&gt;
den Unrat aus dem Weg, der meinen Blick verstellt hat. Wir werden&lt;br /&gt;
in diesem Leben niemals mit hundertprozentiger Schärfe und&lt;br /&gt;
Genauigkeit sehen können. Aber wenn ich meinen Balken entferne,&lt;br /&gt;
kann ich anstatt durch die verengende Linse meiner Selbstgerechtigkeit&lt;br /&gt;
nun durch die Linse der Barmherzigkeit und der Fürsorge&lt;br /&gt;
blicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen, Holzfällerarbeit vor unserem eigenen Fenster ist etwas&lt;br /&gt;
sehr Gutes. Sie eröffnet einen wunderbaren Durchblick, der&lt;br /&gt;
ganz und gar Jesu Ziel mit uns entspricht. Denn Er will, dass wir&lt;br /&gt;
dem anderen sehr gut dienen können, ganz besonders dem eigenen&lt;br /&gt;
Ehepartner. Die Selbstprüfung alleine reicht aber noch nicht&lt;br /&gt;
aus, eine Ehe zu bessern. Sie ist notwendig, um genug Licht zu&lt;br /&gt;
bekommen und klar sehen zu können. Aber das allein entfernt&lt;br /&gt;
noch nicht den Splitter aus dem Auge meines Partners. Das Holzfällen&lt;br /&gt;
vor meinem eigenen Auge befähigt mich zwar dazu, aber&lt;br /&gt;
nun muss ich mich auch an die Arbeit machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk von Gnade und Wahrheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice hat weder Ehebruch begangen noch einen Mord. Er hat&lt;br /&gt;
nichts zu verbergen. Und doch braucht Maurice seinen Nathan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Firma, in der er beschäftigt ist, baut Stellen ab. Auch sein&lt;br /&gt;
Job steht auf dem Prüfstand, und Maurice ist unruhig. Die Zukunft&lt;br /&gt;
ist unsicher, und freie Stellen auf seinem Gebiet sind dünn&lt;br /&gt;
gesät. Zuhause verrät seine Miene seine Sorge. Essenszeiten, die&lt;br /&gt;
einmal sehr lebendig abliefen, sind nun geprägt von langen Seufzern&lt;br /&gt;
und noch längerem Schweigen. Fragt seine Frau bei ihm&lt;br /&gt;
nach, dann antwortet Maurice nur, dass er jetzt Zeit brauche, um&lt;br /&gt;
nachzudenken. Genau wie David erkennt er sein geistliches Abrutschen&lt;br /&gt;
nicht. Aber Maurice ist am Schlingern und rutscht langsam,&lt;br /&gt;
aber sicher in eine Welt der Sorge. Er überlegt hin und her&lt;br /&gt;
und grübelt unentwegt über seine Situation nach. Das aber blockiert&lt;br /&gt;
ihn und raubt ihm seine innere Freiheit. Er kann nicht&lt;br /&gt;
mehr objektiv abwägen und klare Gedanken fassen, sondern ein&lt;br /&gt;
Strudel der Angst hat ihn fortgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice spricht aber immer noch vom Vertrauen auf Gott und&lt;br /&gt;
von seinem Glauben. Seine diesbezüglichen Kommentare klingen&lt;br /&gt;
jedoch dahergesagt und scheinen eher Verpflichtung als Überzeugung&lt;br /&gt;
zu sein; sie verbergen den wahren Kampf in ihm. Seine&lt;br /&gt;
schlaflosen Nächte offenbaren die Wirklichkeit: Maurice sieht sich&lt;br /&gt;
in seinen Vorstellungen bereits arbeitslos, das Haus zwangsversteigert&lt;br /&gt;
und seine Familie bettelnd auf der Straße. Schweißperlen bilden&lt;br /&gt;
sich auf seiner Stirn; Maurice liegt alleine im Dunkeln – wie&lt;br /&gt;
ein Mensch, der keinen Gott hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice benötigt das Verständnis einer liebenden Frau, die&lt;br /&gt;
seine Belastung mitempfindet. Sie muss für ihn beten und ihn in&lt;br /&gt;
seinem Bemühen, seine Familie zu leiten und zu ernähren, ermutigen.&lt;br /&gt;
Er braucht aber noch etwas anderes von ihr. Er braucht sie&lt;br /&gt;
als seinen Nathan, der ihn kennt und ihn genug liebt, um seinem&lt;br /&gt;
Sorgen – das ja Gott verneint – sorgfältig Wahrheit zuzuführen.&lt;br /&gt;
Er braucht jemanden innerhalb seines Zuhauses, der nicht nur auf&lt;br /&gt;
Gottes Verheißungen vertraut, sondern diese auch liebevoll mit&lt;br /&gt;
Überzeugung aussprechen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist doch interessant, in welcher biblischen Spannung Sünder&lt;br /&gt;
leben, die einander das Ja-Wort gegeben haben. Sie sollen einerseits&lt;br /&gt;
voll und ganz barmherzig und absolut nicht verurteilend sein.&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite jedoch sollen sie einander herausfordern,&lt;br /&gt;
ermahnen, korrigieren und zurechtweisen. Sie sollen ausgerechnet&lt;br /&gt;
dem, den sie am meisten lieben, die Wahrheit sagen (Hebräer&lt;br /&gt;
3,12-13). Dies mag paradox erscheinen, es scheint vielleicht sogar&lt;br /&gt;
ein Gegensatz zu sein. Das ist es aber nicht. Im Gegenteil, Gott&lt;br /&gt;
hat uns zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt mit einer ganz bestimmten&lt;br /&gt;
Person in einer Ehe zusammengebracht, damit wir&lt;br /&gt;
aneinander einen phantastischen Dienst tun können. Wir können&lt;br /&gt;
den Ruf zur Versöhnung erfüllen – indem wir einen abdriftenden&lt;br /&gt;
Gläubigen zu Gott, dem Retter, zurückbringen. Wir können lieben,&lt;br /&gt;
indem wir Wahrheit auf gnädige Weise vermitteln. Wir können&lt;br /&gt;
Gnade darreichen, indem wir die Wahrheit nicht zurückhalten,&lt;br /&gt;
sondern sie in Demut aussprechen. Erfüllen wir diesen&lt;br /&gt;
Dienst, dann sind wir nicht nur ein Nathan für den anderen, wir&lt;br /&gt;
repräsentieren dadurch auch den Herrn Jesus Christus, der voller&lt;br /&gt;
Gnade und Wahrheit unter uns gewohnt hat (Johannes 1,14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun gut, aber wie genau macht man das, einander in Gnade&lt;br /&gt;
und Wahrheit dienen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chirurg und der Heilige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthew Henry sagte einmal: „Die drei Qualifikationen, die ein&lt;br /&gt;
guter Chirurg haben sollte, sind dieselben, die auch der besitzen&lt;br /&gt;
sollte, der einem anderen einen Tadel erteilt: Er sollte das Auge&lt;br /&gt;
eines Adlers, das Herz eines Löwen und die feinfühlige Hand einer&lt;br /&gt;
Dame haben. Oder kurz: Er braucht Weisheit, Mut und Milde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Matthew Henry. The Quest for Meekness and Quietness of Spirit. Soli Deo Gloria: Morgan, PA, 1997. S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser große Puritaner hat hiermit eine wunderbare Aussage&lt;br /&gt;
gemacht. Tadel – das Mittel, wodurch Nathan in die Seele eines&lt;br /&gt;
in Sünde gefangenen Königs eindringt, um den Dienst der Versöhnung&lt;br /&gt;
auszuüben – ähnelt sehr der Chirurgie. Für beides&lt;br /&gt;
braucht es Weisheit und Genauigkeit ebenso wie eine feinfühlige&lt;br /&gt;
und entschlossene Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstverständlich war das Einzige, was die Chirurgie damals&lt;br /&gt;
vor 300 Jahren, als Matthew Henry diese Worte schrieb, mit der&lt;br /&gt;
Chirurgie unserer Tage gemeinsam hatte, das Ziel, Menschen&lt;br /&gt;
durch einen Eingriff in ihren Körper wieder gesund zu machen.&lt;br /&gt;
Es gab damals keine mikrochirurgischen Techniken, keine Anästhesie&lt;br /&gt;
oder Arthroskopie, keine Sterilisation, kein Wissen über&lt;br /&gt;
Krankheitskeime oder Antibiotika. Es war ein raues und grausames&lt;br /&gt;
Geschäft. Dennoch haben sich die Ärzte jener puritanischen&lt;br /&gt;
Ära der Aufgabe körperlicher Heilung und Fürsorge mit allem,&lt;br /&gt;
was ihnen zur Verfügung stand, hingegeben. Sie waren sich bewusst,&lt;br /&gt;
dass sie nur wenige Zusammenhänge verstanden, und doch&lt;br /&gt;
waren sie sehr hingebungsvoll dabei, alles zu lernen, was sie konnten,&lt;br /&gt;
um so gut wie möglich helfen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es nun um Seelen-Chirurgie geht, dann sind wir den&lt;br /&gt;
Ärzten jener Zeit recht ähnlich. Wir verstehen uns selbst kaum,&lt;br /&gt;
wie könnten wir also jemand anderen verstehen? Das eine, was wir&lt;br /&gt;
genau wissen, ist doch, dass wir nicht einmal wissen, was wir nicht&lt;br /&gt;
wissen! Unser Fachwissen scheint so unzureichend, dass wir uns&lt;br /&gt;
ernsthaft fragen, ob es für den „Patienten“ nicht weniger schmerzhaft&lt;br /&gt;
wäre, wenn wir überhaupt nichts unternehmen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin sind wir uns alle gleich – und dennoch sind wir zu einer&lt;br /&gt;
speziellen chirurgischen Aufgabe berufen. Wir sind von Gott dazu&lt;br /&gt;
ernannt, unsere noch so dürftigen Fähigkeiten einzusetzen und&lt;br /&gt;
Ihm dabei hinsichtlich des Ergebnisses zu vertrauen. Die wesentlichen&lt;br /&gt;
Instrumente für diese Arbeit haben sich dabei niemals verändert:&lt;br /&gt;
Weisheit, Mut und Milde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein guter Chirurg zeigt Weisheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle will ich einen kurzen Abschnitt aus ‚Harveys Chirurgischen&lt;br /&gt;
Berichten‘ einfügen; aus ihnen geht hervor, wie man&lt;br /&gt;
bei einem anderen Korrektur besser nicht anbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ein wirklich nettes Restaurant, eines, in dem einem die&lt;br /&gt;
Mäntel abgenommen werden und man von einem Ober im Frack&lt;br /&gt;
zum Platz geführt wird. Danach wird man höflich gefragt, welches&lt;br /&gt;
Mineralwasser man bevorzugt. Kerzen brannten, an den Wänden&lt;br /&gt;
hingen Originalgemälde, und klassische Musik erfüllte den Raum.&lt;br /&gt;
Ein rascher Blick auf die Menükarte offenbarte die Tatsache, dass&lt;br /&gt;
man für das Ambiente teuer mitbezahlen musste (wenigstens waren&lt;br /&gt;
die Preise für die Gerichte angegeben!). Aber das machte&lt;br /&gt;
nichts, ich wollte mit meiner Frau doch einen schönen Abend haben,&lt;br /&gt;
an den man sich lange erinnern würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er war in der Tat denkwürdig, wenn auch nicht exakt so,&lt;br /&gt;
wie ich mir das erhofft hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ich eine Liste von übermenschlichen Kräften dabeigehabt,&lt;br /&gt;
von denen ich mir eine hätte auswählen können, dann hätte&lt;br /&gt;
ich die Fähigkeit gewählt, dumme Aussagen im selben Moment,&lt;br /&gt;
in dem sie einem über die Lippen kommen, wieder zurücksaugen&lt;br /&gt;
zu können. Ich hätte diese magische Kraft an jenem Abend gut&lt;br /&gt;
gebrauchen können, als ich meiner Frau einige Dinge darlegte, die&lt;br /&gt;
ich an ihr seit einiger Zeit beobachtet hatte und die ich mir „für&lt;br /&gt;
den rechten Augenblick“ aufgespart hatte. Doch jener Abend sollte&lt;br /&gt;
nicht der rechte Augenblick gewesen sein, noch nicht einmal&lt;br /&gt;
annähernd. Stattdessen erlebten wir lediglich einen sehr teuren&lt;br /&gt;
Konflikt. Nichts verdirbt ein gutes Abendessen so sehr wie ein&lt;br /&gt;
schlechter Streit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiser Chirurg wird den rechten Zeitpunkt wählen. Aber&lt;br /&gt;
feine Restaurants und Seelen-Chirurgie passen nicht zusammen,&lt;br /&gt;
zumindest nicht für Kimm und mich. Dass ich jenen Abend aussuchte, um die heikle Aufgabe eines chirurgischen Eingriffs bei&lt;br /&gt;
meiner Frau vorzunehmen, war wirklich keine große Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Weisheit Anfang ist: Erwirb dir Weisheit! Und mit allem,&lt;br /&gt;
was du erworben hast, erwirb dir Verstand!“ (Sprüche 4,7). Das ist&lt;br /&gt;
klar genug gesagt, aber was ist Weisheit? Wie wir im vierten Kapitel&lt;br /&gt;
gesehen haben, beginnt Weisheit mit der Gottesfurcht – indem&lt;br /&gt;
wir ein Leben führen, das auf die Herrlichkeit Gottes ausgerichtet&lt;br /&gt;
ist. Oder, wie J.I. Packer es ausgedrückt hat: „Wir können keine&lt;br /&gt;
Weisheit von Gott erhalten, ehe wir nicht demütig und belehrbar&lt;br /&gt;
geworden sind und in der Furcht Gottes verharren. Erst müssen&lt;br /&gt;
wir unser eigenes Geringsein erkennen, unsere eigenen Gedanken&lt;br /&gt;
in Frage stellen und bereit sein, uns geistlich total umzustellen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;J.I. Packer. Gott erkennen. Das Zeugnis vom einzig wahren Gott. Edition VLM im Verlag der St.-Johannis-Druckerei, 19944. S. 90 (Originaltitel: Knowing God. IVP: Downer’s Grove, IL, 1993).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise des Nathan bei David zeigt biblische&lt;br /&gt;
Weisheit. Nathan wartete auf den richtigen Zeitpunkt, begab sich&lt;br /&gt;
dann zum Palast, um seinen alten Freund, den König, zu sehen.&lt;br /&gt;
Er gebrauchte eine weise Methode, indem er die Geschichte von&lt;br /&gt;
dem gestohlenen Lamm erzählte. Auf diese Weise wollte er David&lt;br /&gt;
ganz sachte dazu bewegen, sich selbst zu betrachten. Obwohl&lt;br /&gt;
sanft, zeigt Nathan aber dennoch schonungslos das Wesen der&lt;br /&gt;
Sünde dessen, der sie begangen hat. David hätte natürlich auch&lt;br /&gt;
negativ reagieren und dem Nathan anschließend das Leben&lt;br /&gt;
schwermachen können. Aber Nathan ging das Risiko ein. Warum?&lt;br /&gt;
Weil er Gott mehr fürchtete als David. Nathan war ein weiser&lt;br /&gt;
Mann, dem die Interessen Gottes über alles andere gingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um bei der Konfrontation mit Sünde wirklich weise zu werden,&lt;br /&gt;
gibt es eine Reihe von wichtigen chirurgischen Techniken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sind sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patienten müssen sich bewusst sein, dass sie Hilfe&lt;br /&gt;
brauchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell dir vor, ein Chirurg geht auf einer stark bevölkerten Straße&lt;br /&gt;
direkt auf Menschen zu und bietet seine Dienste mit den Worten&lt;br /&gt;
an: „Entschuldigen Sie, mein Herr, gibt es irgendetwas, das ich&lt;br /&gt;
heute aus Ihnen herausschneiden kann?“ Diese Vorgehensweise&lt;br /&gt;
wird sehr wahrscheinlich eher die Ordnungshüter auf den Plan&lt;br /&gt;
rufen, als gute Operationen hervorbringen. Wir wissen alle, dass&lt;br /&gt;
Chirurgen ihre Patienten nicht mit dem Schleppnetz einfangen.&lt;br /&gt;
Sie operieren diejenigen, die es aufgrund ihrer Diagnose auch&lt;br /&gt;
wünschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehen werden sehr ‚säuerlich‘, wenn Ehepartner sorglos und&lt;br /&gt;
willkürlich oder auch ohne ausdrückliche Zustimmung des „Patienten“&lt;br /&gt;
ihre chirurgische Tätigkeit verrichten wollen. Ehen werden&lt;br /&gt;
jedoch viel lieblicher, wenn die Ehepartner erkennen, dass&lt;br /&gt;
wahrscheinlich jeder von ihnen von Zeit zu Zeit korrigierende&lt;br /&gt;
Eingriffe benötigt, und sie sich deshalb gegenseitig die Erlaubnis&lt;br /&gt;
geben, das Skalpell im Bedarfsfall auch anzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ausgezeichnete und demütige Weise, wie wir unserem&lt;br /&gt;
Partner gegenüber unsere Bereitschaft signalisieren können, dass&lt;br /&gt;
er gerne das biblische Messer bei uns anlegen kann, besteht darin,&lt;br /&gt;
ihm generell die Erlaubnis dazu zu erteilen. Du kannst deinen&lt;br /&gt;
Partner sogar grundsätzlich darum bitten, dich zu korrigieren,&lt;br /&gt;
wenn er es für nötig empfindet. Dies wird deinem Ehepartner&lt;br /&gt;
deutlich machen, dass du eine Operation willst, wenn es einer bedarf.&lt;br /&gt;
Mein Freund Mark fragt mich oft, ob ich Dinge an ihm beobachte,&lt;br /&gt;
die nicht gut sind und über die ich mir Gedanken mache.&lt;br /&gt;
Er ist in dieser Hinsicht ein „Modellpatient“, dessen Beispiel&lt;br /&gt;
ich in meine Ehe übertragen möchte. Es ist mir wichtig, dass&lt;br /&gt;
Kimm weiß, dass ich Korrektur möchte und sie nicht einfach nur&lt;br /&gt;
toleriere. Wenn ich Korrektur suche, weiß sie, dass sie die Möglichkeit&lt;br /&gt;
hat, zu operieren, weil mir bewusst ist, dass ich Hilfe benötige!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemals blind schneiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls jemand aus deinem Bekanntenkreis sich kürzlich einer Operation&lt;br /&gt;
unterziehen musste, weißt du wahrscheinlich, wie weitreichend&lt;br /&gt;
die medizinischen Untersuchungen waren, die stattfanden,&lt;br /&gt;
bevor der Patient auch nur in die Nähe des Operationssaales gelassen&lt;br /&gt;
wurde. Zahlreiche Kontrollen werden durchgeführt, Ärzte&lt;br /&gt;
konsultieren einander, vorbereitende Medikamente werden verabreicht.&lt;br /&gt;
Zyniker sagen manchmal, dies geschehe nur, um sich vor&lt;br /&gt;
Prozessen zu schützen, aber wir sehen dabei viel Weisheit am&lt;br /&gt;
Werk. Je besser die Vorbereitung, umso wahrscheinlicher wird der&lt;br /&gt;
Erfolg der Operation. Dies gilt auch für die Operation der Zurechtweisung.&lt;br /&gt;
Je besser wir darauf vorbereitet sind, die Wahrheit&lt;br /&gt;
auszusprechen, umso wahrscheinlicher wird zu Herzen genommen&lt;br /&gt;
werden, was wir sagen. Das exklusive Restaurant-Erlebnis mit&lt;br /&gt;
Kimm, auf das ich so sehr gehofft hatte, ging nur deshalb so&lt;br /&gt;
schrecklich daneben, weil ich versucht hatte, blind zu schneiden.&lt;br /&gt;
Ich möchte einige diagnostische‚ ‚prä-operative‘ Fragen beantworten,&lt;br /&gt;
die uns helfen können, weise zu operieren, wenn die Zeit&lt;br /&gt;
für eine ‚chirurgische Zurechtweisung‘ gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Habe ich Gott um Weisheit gebeten und Ihm gesagt, dass ich Seine Hilfe brauche, um meinem Ehepartner in dieser Weise zu dienen? Dabei handelt es sich nicht nur um ein formelles Gebet, während wir schon dabei sind, den Partner ins geistliche OP zu schieben. Es sollte ein von Herzen kommender Ausdruck unserer Abhängigkeit von Gott sein. Im Gebet werden wir uns auch&lt;br /&gt;
unserer operativen Begrenzungen bewusst – wir können operieren, aber wir können nicht heilen; wir können sprechen, aber wir können nicht von Sünde überführen. Dies kann nur Gott (Johannes 16,8). Gebet bringt die Gottesfurcht in den Vordergrund, und dies ist der Anfang der Weisheit. Wenn wir uns an Gott anbinden, bevor wir uns auf den Sünder zubewegen, dann wird es deutlich einfacher, ihn zu Ihm zu ziehen.&lt;br /&gt;
*Gründen sich meine Beobachtungen auf generelle Verhaltensmuster, oder handelte es sich um einen einzelnen Vorfall? Hüte dich davor, eine einzelne Situation – die ich gerne als „Einzelfall“ bezeichne – aufzugreifen, um deine ganz große Sorge auszudrücken, die du dir um die Seele deines Ehepartners machst. Wenn du bei einer Sünde deines Partners, die man mit leichtem Bauchkneifen vergleichen könnte, sofort eine geistliche Blinddarmoperation durchführen willst, dann sind deine Fähigkeiten, erst einmal sorgfältige Voruntersuchungen anzustellen, offensichtlich nicht sehr groß. Wie steht es mit deinem Gebet für deinen Ehepartner, mit deiner Nachsicht und Liebe?  &lt;br /&gt;
* Bin ich zufrieden damit, zunächst nur einen Bereich anzusprechen, der mir Sorge macht, auch wenn mir vielleicht mehrere Dinge auffallen? Ich kann mir vorstellen, dass du die Veränderung an deinem Partner genauso schnell sehen möchtest wie das Ergebnis bei einem medizinischen Eingriff. Ungefähr so: Chronischer Jähzorn heute, Operation morgen früh, dann&lt;br /&gt;
während der Erholungsphase ein paar Tage die Temperatur messen, und danach ist der Zorn verschwunden, hinterlässt höchstens eine kleine Narbe, an der man erkennt, dass es ihn&lt;br /&gt;
einmal gegeben hat! Aber wie das mit Illustrationen immer so ist, hinkt natürlich auch mein Vergleich mit der Chirurgie etwas. Denn das Leben verläuft anders. Veränderung geschieht&lt;br /&gt;
nicht im Handumdrehen, sondern ist ein Prozess inmitten des hektischen Alltags. Während unser Inneres mit den Verwundungen einer geistlichen Operation kämpft – sprich: wir mit unserem Zerbruch zu tun haben –, müssen Rechnungen bezahlt und die Kinder versorgt werden. Deshalb sei vorsichtig und operiere nicht an zu vielen Stellen deines Partners gleichzeitig. Ein guter Chirurg vergisst dies nicht!&lt;br /&gt;
* Bin ich bereit, die Schnitte nicht größer zu setzen als absolut notwendig? Beim Versuch, einen Ehepartner zu gottgewirktem Sündenbewusstsein zu führen, schießen wir nur allzu oft über das Ziel hinaus und erinnern an eine Litanei von gewesenen Vorkommnissen und führen Berge von Fehlern an. Wir denken vielleicht, damit unser Ziel am besten zu erreichen, aber&lt;br /&gt;
oftmals befördert die Wucht unserer Vorwürfe den Partner über ein Überführtsein hinaus direkt in die eiternde Infektion der Verdammung. Wir wollen häufig eine „Ruck-Zuck- Erledigung“ der Angelegenheit, aber „Gott setzt zu einer langsamen Antwort an“&amp;lt;ref&amp;gt; David Powlison, Suffering and the Sovereignty of God. Crossway Books: Wheaton, IL, 2006. S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Gnade der Weisheit lässt mich erkennen, dass ein wohlüberlegtes Wort, sorgsam an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht, gute Medizin ist. Sonst bist du dabei, eine Seele aufzuschneiden! Geh langsam voran und schneide behutsam!&lt;br /&gt;
* Bin ich bereit, in Demut lediglich eine Beobachtung wiederzugeben und nicht gleich eine Behauptung aufzustellen? Wir werden beide niemals den vollkommenen Einblick ins Herz unseres&lt;br /&gt;
Ehepartners haben. Zu meinen, man könne es dennoch, ist richtend – das Urteilen ist aber Gott vorbehalten. In Seiner geheimnisvollen Weisheit und Barmherzigkeit gibt Er uns keinen&lt;br /&gt;
absoluten Einblick in das Herz des anderen. Das gilt auch für zwei Menschen, die aufs Engste miteinander vertraut sind. Niemand, nur der Herr, kann das menschliche Herz wirklich&lt;br /&gt;
ganz ergründen (Jeremia 17,9-10). Deshalb ist die hilfreichste Behandlung diejenige, die fragt und nicht feststellt. Der konstruktivste Tadel ist der, der nicht mit dem Urteil, sondern mit Fragen beginnt, die er offen lässt. Das ermöglicht den Dialog und gibt Raum, dem Problem gemeinsam auf den Grund zu gehen.&lt;br /&gt;
* Ziele ich darauf ab, Gottes Wahrheit ins Licht zu rücken oder meine Meinung? In einer Ehe gibt es zu jedem beliebigen Zeitpunkt eine Menge von Dingen an unserem Partner, die wir gerne verändern würden. Ein guter Arzt operiert aber nicht einfach deshalb, weil er etwas am Patienten nicht mag. „Hey, wo wir gerade am Blinddarm sind, könnten wir doch gleich noch&lt;br /&gt;
ein paar Pfunde vom Bauch entfernen!“ Unsere beste Zurechtweisung ist die, die dem Partner hilft, Gottes Wort zu erkennen, es zu Herzen zu nehmen und anschließend entsprechend&lt;br /&gt;
zu handeln. Unsere Beobachtungen sollten darauf ausgerichtet sein, zu Gottes Wahrheit zu führen, nicht sie durch unsere subjektive Meinung zu ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein guter Chirurg hat Mut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben festgestellt, dass Nathan einiges an Weisheit benötigte,&lt;br /&gt;
um David zu konfrontieren. Es bedufte aber auch großen Mutes,&lt;br /&gt;
in den Palast zu marschieren und Wahrheit auszusprechen. Es war&lt;br /&gt;
riskant, einen König zu tadeln, der bereit gewesen war, zum Verdecken&lt;br /&gt;
seiner Sünde einen Menschen zu töten. Wie riskant genau,&lt;br /&gt;
konnte Nathan allerdings nicht wissen. Doch das Wohlergehen&lt;br /&gt;
einer ganzen Nation begleitete Nathans mutige Entscheidung,&lt;br /&gt;
dieses „Du bist der Mann“ auszusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu wahrer, biblischer Weisheit gehört meistens auch eine große&lt;br /&gt;
Portion Mut, wenn wir im Glauben vorangehen und Gott in&lt;br /&gt;
allen Dingen gefallen wollen. Mag sein, dass das Leben einfacher&lt;br /&gt;
erscheint, wenn wir bestimmte unbequeme Wahrheiten umgehen&lt;br /&gt;
und der Sünde nur zuwinken. Doch werden wir stets das ernten,&lt;br /&gt;
was wir säen (Galater 6,7-9). Säen wir liebevoll Ehrlichkeit und&lt;br /&gt;
kümmern uns mutig um das Wohl der Seele des anderen, dann&lt;br /&gt;
werden wir Gottesfurcht ernten. Gehen wir aber den Konflikten&lt;br /&gt;
aus dem Weg, werden wir dennoch Konfrontation bekommen.&lt;br /&gt;
Denn Sünde, die nicht angesprochen wird, setzt sich ungestört&lt;br /&gt;
fort. Mit diesem Versuch, Frieden zu säen, ernten wir Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch braucht der geistliche Chirurg noch eine zweite Art des&lt;br /&gt;
Mutes. Wenn die erste Art darin besteht, die Operation ohne&lt;br /&gt;
Angst zu beginnen – also das Skalpell an der sterilisierten Haut&lt;br /&gt;
entlangzuführen, bis zum ersten Schnitt –, dann bewirkt die zweite&lt;br /&gt;
Art von Mut das zupackende Weiterarbeiten bis zur Vollendung&lt;br /&gt;
der Operation. Und danach muss der Patient noch solange&lt;br /&gt;
fürsorglich betreut werden, bis die Rekonvaleszenzzeit vorüber ist.&lt;br /&gt;
Das ist der Mut, der dich in diesem persönlichen Dienst am Ball&lt;br /&gt;
bleiben lässt, lange nachdem wir angefangen haben, etwas anzusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig jedoch haben Paare die Tendenz, Konfrontation wie&lt;br /&gt;
eine Handgranate zu gebrauchen: Sie ziehen den Sicherungsstift,&lt;br /&gt;
werfen die Granate und suchen Deckung. Aber biblische Zurechtweisung&lt;br /&gt;
ist nicht eine Art Kommandoattacke; sie ist sorgfältige,&lt;br /&gt;
hingegebene, chirurgische Sorge um eine Seele. Ein guter Chirurg&lt;br /&gt;
wird den Patienten bis nach der Operation und auch durch die&lt;br /&gt;
Phase danach begleiten. Und warum dies alles? Weil Gott uns&lt;br /&gt;
durch Zurechtweisung und Umkehr auf den Weg der Rechtschaffenheit&lt;br /&gt;
führen will – und nicht einfach nur, weil wir streitfreie&lt;br /&gt;
Ehen haben wollen. Umkehr und Veränderung jedoch, meine&lt;br /&gt;
Freunde, brauchen nun einmal Zeit. Wenn Sünder sich das Ja-&lt;br /&gt;
Wort geben, dann müssen wir uns auf diesen lebenslangen Prozess&lt;br /&gt;
der gegenseitigen Hilfe einlassen, um das ersehnte Wachstum&lt;br /&gt;
auch zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutige Chirurgen fördern Umkehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1517 nagelte Martin Luther etwas an die Kirchentür zu&lt;br /&gt;
Wittenberg, was wir heute als selbstverständliche Wahrheiten der&lt;br /&gt;
Schrift ansehen, die damals vernachlässigt worden waren. Als die&lt;br /&gt;
etablierte Kirche es versäumte, sich mit Luther und seinen zentralen&lt;br /&gt;
Lehransprüchen zu arrangieren, führte dies zu einer großen&lt;br /&gt;
Kontroverse, die wir gemeinhin als die Protestantische Reformation&lt;br /&gt;
bezeichnen. Luther entnahm der Heiligen Schrift die Wahrheiten,&lt;br /&gt;
die die Kirche vergessen hatte, und formte sie zu 95 sogenannten&lt;br /&gt;
Thesen. Welche finden wir an oberster Stelle? Sie lautet&lt;br /&gt;
so: „Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: ‚Tut Buße‘&lt;br /&gt;
usw. (Matthäus 4,17), hat er gewollt, dass das ganze Leben der&lt;br /&gt;
Gläubigen Buße sein soll.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. www.reformation-heute.de/lutherthesen/index.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Luther sprach hier ein bloß zeremonielles&lt;br /&gt;
und blutleeres System religiöser Sündenvergebung an.&lt;br /&gt;
Nach seinem Verständnis, wie er es in Gottes Wort gefunden hatte,&lt;br /&gt;
sollte eine angemessene Reaktion auf das Werk Christi am&lt;br /&gt;
Kreuz darin bestehen, sich konkret von der Sünde und Selbstsucht&lt;br /&gt;
abzuwenden und vor Gott ein Leben in Umkehr zu führen. So&lt;br /&gt;
wuchs die protestantische Kirche in erster Linie deshalb, weil sie&lt;br /&gt;
die Lehre von der Rechtfertigung allein aus Glauben wiederentdeckte.&lt;br /&gt;
Diese Lehre beinhaltete die wesentliche (und immer noch&lt;br /&gt;
gültige) Einsicht darüber, wie Menschen Veränderung erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit du deinem Ehepartner in Momenten der Konfrontation&lt;br /&gt;
wirklich fürsorglich begegnen kannst, müssen deine Worte und&lt;br /&gt;
Darlegungsweisen darauf abzielen, Buße zu fördern. Da dieses&lt;br /&gt;
Wort oft missverstanden wird und du eventuell meinst, dein Partner&lt;br /&gt;
müsse nun seine Kleidung erst einmal gegen Sack und Asche&lt;br /&gt;
eintauschen, möchte ich zunächst erklären, was Gott darunter versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buße beziehungsweise Umkehr bedeutet nicht, sich krankhaft&lt;br /&gt;
mit sich selbst zu beschäftigen, sich mit jeder Nuance der eigenen&lt;br /&gt;
Persönlichkeit zu befassen und vielleicht auch noch jeden Gedanken&lt;br /&gt;
und jedes Wort manisch auf Sünde zu untersuchen. Wie wir&lt;br /&gt;
an Jeremys Beispiel im letzten Kapitel gesehen haben, geht es bei&lt;br /&gt;
der Umkehr letztendlich nicht um uns, sondern um Gott. Es geht&lt;br /&gt;
darum, sich so sehr mit Ihm zu beschäftigen, mit Seinem heiligen&lt;br /&gt;
Wesen und mit dem, was Er in Jesus Christus für uns getan hat,&lt;br /&gt;
dass durch dieses Betrachten in uns eine aktive Sehnsucht entsteht,&lt;br /&gt;
uns von Sünde fernzuhalten und die Gerechtigkeit zu suchen.&lt;br /&gt;
Ein Teil der guten Nachricht des Evangeliums ist doch die&lt;br /&gt;
Tatsache (wie wir im nächsten Kapitel noch mehr sehen werden),&lt;br /&gt;
dass die Gnade, die uns durch das Kreuz gereicht wird, nicht statisch&lt;br /&gt;
ist. Nein, sie ist dynamisch. Sie entspringt am Kreuz und&lt;br /&gt;
geht unentwegt umher mit einer tief eindringenden, chirurgischen&lt;br /&gt;
Kraft, damit unser Leben und unsere Ehen Gott gefallen und wir&lt;br /&gt;
eines Tages auch unser himmlisches Zuhause erreichen (Judas&lt;br /&gt;
1,24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unsere Umkehr kooperieren wir also mit Gott und&lt;br /&gt;
nehmen in Seinem wunderbaren Wirken eine wichtige Rolle ein.&lt;br /&gt;
Und Er erwartet, dass wir sie auch aktiv ausfüllen. Denn die nötige&lt;br /&gt;
Kraft gibt Er uns dazu. Und so fordert Er uns auf: „Bewirkt&lt;br /&gt;
euer Heil mit Furcht und Zittern!“ (Philipper 2,12), „Tötet nun eure&lt;br /&gt;
Glieder, die auf der Erde sind!“ (Kolosser 3,5) und „Wandelt im&lt;br /&gt;
Geist“ (Galater 5,16), „damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen&lt;br /&gt;
Begierden verleugnen“ (Titus 2,12). Buße wünscht sich also&lt;br /&gt;
nicht nur Veränderung, sondern handelt auch entsprechend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte nicht, dass mein Ehepartner jemals durch meine&lt;br /&gt;
Ernsthaftigkeit zu der Überzeugung gelangt, dass meine guten Absichten&lt;br /&gt;
ihm irgendeine Kraft zur Veränderung verleihen könnten.&lt;br /&gt;
Ich möchte, dass mein Liebling – wenn Sünde vorliegt – zu Gott&lt;br /&gt;
umkehrt und Buße tut. Ich möchte nicht, dass meine Worte den&lt;br /&gt;
Partner so auf seine Sünde fokussieren, dass er „gelähmt“ wird. Ich&lt;br /&gt;
will ihn nicht dazu verführen, sich mehr mit seinem Problem zu&lt;br /&gt;
beschäftigen, als seinem Gott zu begegnen. Das heißt, Konfrontation&lt;br /&gt;
ist keine Angelegenheit nach dem Motto „So, jetzt habe ich&lt;br /&gt;
dich aber!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wünsche mir, dass mein Ehepartner dem Heiligen Geist&lt;br /&gt;
begegnet, der gesandt ist, um die Welt von Sünde zu überführen&lt;br /&gt;
(Johannes 16,8). Dadurch soll er die reinigende und Glauben&lt;br /&gt;
stärkende, von Gott gewirkte Trauer über seine Sünde erleben.&lt;br /&gt;
Das ist es, was wir an David sehen, als er die Schwere seiner Sünde&lt;br /&gt;
zu begreifen beginnt. „Ich habe gegen den Herrn gesündigt“&lt;br /&gt;
(2. Samuel 12,13). Paulus beschreibt den Korinthern diese göttliche&lt;br /&gt;
Betrübnis so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Denn wenn ich euch auch durch den Brief betrübt habe, so reut es&lt;br /&gt;
mich nicht. Wenn es mich auch gereut hat, so sehe ich, dass jener Brief,&lt;br /&gt;
wenn er euch auch kurze Zeit betrübt hat, doch Segen gewirkt hat; und&lt;br /&gt;
jetzt freue ich mich, nicht dass ihr betrübt worden, sondern dass ihr zur&lt;br /&gt;
Buße betrübt worden seid; denn ihr seid nach Gottes Sinn betrübt&lt;br /&gt;
worden, damit ihr in keiner Weise von uns Schaden erlittet. Denn die&lt;br /&gt;
Betrübnis nach Gottes Sinn bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum&lt;br /&gt;
Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod“ (2. Korinther 7,8-&lt;br /&gt;
10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Paulus bedeuten Trauergefühle allein also nicht notwendigerweise&lt;br /&gt;
auch ein Überführtsein. Wir können aus vielen Gründen&lt;br /&gt;
betrübt sein, auch aus egoistischen. Wir können trauern wegen&lt;br /&gt;
der üblen Konsequenzen unserer Sünde, weil wir dabei erwischt&lt;br /&gt;
wurden oder weil wir jemandes Respekt verloren haben. Diese Art&lt;br /&gt;
weltliche Betrübnis drückt nicht aus, welch gräuliche Straftat die&lt;br /&gt;
Sünde wirklich ist, und kann deshalb auch nicht zur Veränderung&lt;br /&gt;
beitragen. Nur gottgewirkte Trauer bringt Umkehr. Und die ist&lt;br /&gt;
das Ergebnis des chirurgischen Eingriffs, den die Wahrheit Gottes&lt;br /&gt;
an unserem sündigen Herzen vorgenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein guter Chirurg zeigt Milde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Milde oder Sanftmut ist ein großartiges Wort des Evangeliums.&lt;br /&gt;
Jesus sagte: „Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land&lt;br /&gt;
erben“ (Matthäus 5,5). Paulus sagte: „Zieht nun an als Auserwählte&lt;br /&gt;
Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut,&lt;br /&gt;
Milde, Langmut!“ (Kolosser 3,12). Und Jakobus schreibt: „Deshalb&lt;br /&gt;
legt ab alle Unsauberkeit und das Übermaß der Schlechtigkeit und&lt;br /&gt;
nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu&lt;br /&gt;
erretten vermag!“ (Jakobus 1,21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanftmut hat nichts damit zu tun, schwach oder passiv zu sein.&lt;br /&gt;
Sanftmut ist Kraft, umgürtet mit Liebe. Sie ist ein Ausdruck von&lt;br /&gt;
Demut, die sich nicht sträubt oder verteidigt, wenn sie wegen ihrer&lt;br /&gt;
Motive in Frage gestellt wird. Eine sanfte Person wird vielmehr&lt;br /&gt;
erkennen, dass sie durchaus selbstsüchtige Motive haben könnte&lt;br /&gt;
und sie sich daher prüfen muss. Diese Frucht des Geistes hilft uns&lt;br /&gt;
dabei, unseren Zorn zurückzuhalten, die Zunge zu zügeln und&lt;br /&gt;
den Frieden zu bewahren. A.W. Tozer sagte: „Der Sanftmütige …&lt;br /&gt;
hat … eine Ruhestätte für seine Seele gefunden. Während er sich&lt;br /&gt;
in Sanftmut übt, überläßt er es gerne Gott, ihn zu verteidigen.&lt;br /&gt;
Der alte Kampf, sich selbst verteidigen zu müssen, ist vorbei. Er&lt;br /&gt;
hat den Frieden gefunden, den die Sanftmut mit sich bringt.“&amp;lt;ref&amp;gt;A.W. Tozer. Gottes Nähe suchen. Hänssler-Verlag: Holzgerlingen, 2006. S. 114 (Originaltitel: The Pursuit of God. Christian Publications: Camp Hill, 2007).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ehe bedeutet Sanftmut auch nicht, schwach oder verletzlich&lt;br /&gt;
zu sein. Nein, Sanftmut in der Ehe bedeutet, sich für den&lt;br /&gt;
Partner aufzuopfern und ihm ergeben zu sein, damit ihm geholfen&lt;br /&gt;
wird. Ein sanftmütiger Mensch erkennt deshalb die Sinnlosigkeit,&lt;br /&gt;
auf Sünde mit Sünde zu reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kennst das: Dein Partner sagt etwas, absichtlich oder unabsichtlich,&lt;br /&gt;
was deine Seele wie ein Schlag in die Magengrube trifft.&lt;br /&gt;
Du fühlst dich überfallen, abgelehnt und bloßgestellt. Sofort bildet sich in dir eine Gegenstrategie, die der Landung der Alliierten&lt;br /&gt;
ähnelt. Du willst deinen Mund laden und den Abzug ziehen. Du&lt;br /&gt;
möchtest sofort eine Reihe vernichtender Argumente weitergeben,&lt;br /&gt;
die die Anklagen deines Ehepartners wie einen präzise durchgeführten&lt;br /&gt;
Luftangriff im Keim ersticken sollen. Du möchtest einen&lt;br /&gt;
verbalen Gegenangriff starten und jeden Zentimeter verlorenen&lt;br /&gt;
Bodens sofort wieder erobern. Und für den stechenden Schmerz&lt;br /&gt;
deines verwundeten Stolzes forderst du handfeste Wiedergutmachungen.&lt;br /&gt;
Sanftmut und Milde kannst du jetzt nicht gebrauchen.&lt;br /&gt;
Die steckst du lieber in eine Kiste und lässt sie im Lager zurück.&lt;br /&gt;
Du willst einfach nur noch in den Krieg ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kapitel 6 haben wir darüber gesprochen, wie die Vergebung&lt;br /&gt;
bereitwillig die Kosten der Sünde begleicht, ohne Wiedergutmachung&lt;br /&gt;
zu fordern. Was befähigt zu solch himmlischer Reaktion?&lt;br /&gt;
Sanftmut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sanftmütige Mensch versteht die biblischen Grundprinzipien&lt;br /&gt;
der Kommunikation und bringt diese in der Ehe zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Wenn man verstimmt ist, sollte man besser nicht so schnell sprechen. „Der Unmut des Narren tut sich an demselben Tag noch kund, wer aber die Schmach verborgen hält, ist klug“ (Sprüche 12,16).&lt;br /&gt;
#Eine sanfte Antwort hat größere Kraft als eine zornige Zunge. „Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab, aber ein kränkendes Wort erregt Zorn“ (Sprüche 15,1).&lt;br /&gt;
#Sanftes Reden fördert Leben, sei es im Gespräch oder im Konflikt. „Eine sanfte Zunge ist ein Baum des Lebens, aber eine falsche Zunge bricht das Herz“ (Sprüche 15,4). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahre Sanftmut hat neben der Absicht, die Sanftmut Christi widerzuspiegeln&lt;br /&gt;
(2. Korinther 10,1), nur ein Ziel: Sie möchte den&lt;br /&gt;
Partner dringend wieder mit Gott in Verbindung bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Absicht verfolge ich also und welche Motivation habe&lt;br /&gt;
ich, wenn ich meinem Ehepartner seine Sünde bewusst machen&lt;br /&gt;
möchte? Häufig sind die Beweggründe nicht unbedingt nobler&lt;br /&gt;
Natur. Man kompensiert Sorgen, sichert sich Zugeständnisse,&lt;br /&gt;
verbreitet Ängste und bestraft den, der uns verletzt hat. Solche falschen&lt;br /&gt;
Motive können uns dazu bringen, vorschnell zu reden.&lt;br /&gt;
Glaube mir, ich weiß, wovon ich rede! Aber das Ziel einer ‚chirurgischen‘ Unterhaltung ist nicht einfach die Glättung von Unebenheiten.&lt;br /&gt;
Es ist die tiefe Sorge um unseren Seelenpartner und die&lt;br /&gt;
ernste Absicht, ihn wieder mit Gott zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahren bemerkten Kimm und ich ein Konfliktmuster, das&lt;br /&gt;
durch die Art und Weise entstand, wie ich bei geistlichen ‚Operationen‘&lt;br /&gt;
mit ihr sprach. Ich sah meine Aufgabe im Wesentlichen&lt;br /&gt;
darin, sie von meiner Meinung zu überzeugen, anstatt sie fürsorglich&lt;br /&gt;
wieder mit dem Herrn zu verbinden. Ich meinte, eine mir&lt;br /&gt;
passende Reaktion sicherstellen zu müssen, anstatt einfach nur&lt;br /&gt;
meine Gedanken weiterzugeben und sie dann Gott zu überlassen.&lt;br /&gt;
Aber was ich eigentlich tat, war, aus egoistischen Motiven meine&lt;br /&gt;
Position und das Vertrauen meiner Frau zu missbrauchen. Von&lt;br /&gt;
Sanftmut konnte gar keine Rede sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sündigt dein Ehepartner, dann geht es dabei nicht zuerst um&lt;br /&gt;
dich. Es mag dich in gewisser Weise betreffen, aber etwas anderes&lt;br /&gt;
ist wichtiger: Die Sünde deines Ehepartners offenbart die Beziehung,&lt;br /&gt;
die er zu Gott hat. Ein sanftmütiger Partner, der wirklich&lt;br /&gt;
helfen möchte, wird diese Beziehung zu Gott zu seiner ersten&lt;br /&gt;
Priorität machen. Er wird erkennen, dass die Hoffnung auf Veränderung&lt;br /&gt;
in der Reaktion des Partners Gott gegenüber liegt und&lt;br /&gt;
nicht in der Kapitulation ihm gegenüber. Deshalb muss der entscheidende&lt;br /&gt;
Punkt bei jeder Korrekturbemühung sein, den Partner&lt;br /&gt;
auf seine Herzensbeziehung zu Gott anzusprechen und ihn dann&lt;br /&gt;
auch dem Herrn zu überlassen. Die Menschen, die wir lieben,&lt;br /&gt;
müssen wissen, dass wir der Fähigkeit Gottes, zu uns durchzudringen&lt;br /&gt;
und uns zu verändern, mehr vertrauen als unserer menschlichen&lt;br /&gt;
Fähigkeit. Gott möchte sich selbst in unseren Ehen&lt;br /&gt;
übergroß machen – so groß, dass wir in unserem gegenseitigen&lt;br /&gt;
Tadeln mehr das heilende Handeln Gottes erkennen als unser eigenes&lt;br /&gt;
Wirken. Mein Freund C.J. Mahaney nennt dies die Beweise&lt;br /&gt;
der Gnade. „Dies bedeutet, aktiv danach Ausschau zu halten, welche&lt;br /&gt;
Weisen Gott gebrauchen könnte, um im Leben von Menschen&lt;br /&gt;
Veränderung zu wirken.“&amp;lt;ref&amp;gt; C.J. Mahaney. Humility, True Greatness. Multnomah: Sister, OR, 2005. S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade ist ein wichtiges Heilmittel im Operationssaal unserer&lt;br /&gt;
Sünde. Sie liefert den Grund unserer Hoffnung und die Kraft zur&lt;br /&gt;
Veränderung. Dieser Punkt ist so wichtig, dass wir noch ein ganzes&lt;br /&gt;
Kapitel darauf verwenden werden. Bleib also dran! Bevor wir&lt;br /&gt;
aber dieses Kapitel abschließen, möchte ich es noch einmal anders&lt;br /&gt;
ausdrücken: Ein guter geistlicher Chirurg nimmt das Kreuz Christi&lt;br /&gt;
direkt mit in den Operationssaal hinein. Es ist für ihn das erste&lt;br /&gt;
und das letzte Instrument, das er für die Operation gebraucht.&lt;br /&gt;
Damit öffnet er den Patienten und verschließt ihn auch wieder.&lt;br /&gt;
Operationen sind nur dann erfolgreich, wenn wir die Menschen&lt;br /&gt;
über ihre Probleme hinaus zu dem großen Arzt überweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan und David – zweiter Teil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben erfahren, dass Zurechtweisung wie ein chirurgischer&lt;br /&gt;
Eingriff schwierig zu erlernen und noch schwieriger durchzuführen&lt;br /&gt;
ist. Betreibt man sie ohne Weisheit, Mut und Milde, dann&lt;br /&gt;
kann sie mehr Schaden anrichten als helfen, das Problem zu lösen.&lt;br /&gt;
Aber als ein Ehemann, der Tadel in mancherlei Form erhalten&lt;br /&gt;
und auch weitergegeben hat, kann ich dir dies sagen: Nur wenige&lt;br /&gt;
Dinge waren für meine Ehe fruchtbarer als die gewissenhaften&lt;br /&gt;
‚Wunden‘, die mir meine Freunde und besonders mein bester&lt;br /&gt;
Freund, nämlich meine Frau Kimm, zugefügt hat. Lasst uns dieses&lt;br /&gt;
Kapitel beenden, indem wir einen Blick auf die letztendliche&lt;br /&gt;
Auswirkung der ‚Wunden‘ werfen, die Nathan seinem Freund&lt;br /&gt;
David ganz gewissenhaft zugefügt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Nathans Tadel war Gottes Erziehungsarbeit an David natürlich&lt;br /&gt;
nicht beendet, aber er war ein Meilenstein auf seinem Weg&lt;br /&gt;
mit dem Herrn. Davids persönlicher Tagebucheintrag über dieses&lt;br /&gt;
Ereignis ist uns von Gott mit den Worten des 51. Psalms aufbewahrt&lt;br /&gt;
worden – zur Ermutigung. Wir finden hier einen Mann,&lt;br /&gt;
der in Demut die klare Überführung von Sünde erfährt und der&lt;br /&gt;
begreift, dass seine Buße ein Werk Gottes ist, das durch die gewissenhafte&lt;br /&gt;
Zurechtweisung eines Freundes zustande gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Denn ich erkenne meine Vergehen, und meine Sünde ist stets vor mir.&lt;br /&gt;
Gegen dich, gegen dich allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist&lt;br /&gt;
in deinen Augen; damit du im Recht bist mit deinem Reden, rein erfunden&lt;br /&gt;
in deinem Richten. … Siehe, du hast Lust an der Wahrheit im&lt;br /&gt;
Innern, und im Verborgenen wirst du mir Weisheit kundtun … Verbirg&lt;br /&gt;
dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge alle meine Schuld!&lt;br /&gt;
Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen&lt;br /&gt;
Geist! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner&lt;br /&gt;
Heiligkeit nimm nicht von mir! Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils, und stütze mich mit einem willigen Geist!“ (Psalm&lt;br /&gt;
51,5.6.11-14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männer und Frauen Gottes sind zu allen Zeiten immer wieder zu&lt;br /&gt;
Davids Bußpsalm zurückgekehrt, um dort den Glauben zu finden,&lt;br /&gt;
den es braucht, um Gottes Disziplinierung in ihrem Leben willkommen&lt;br /&gt;
zu heißen. Wie geht die Geschichte aber weiter? Was&lt;br /&gt;
wurde aus David und Nathan? Hat diese Zurechtweisung ihre gegenseitige&lt;br /&gt;
Beziehung beschädigt und ihr Vertrauen untergraben?&lt;br /&gt;
Was hat diese souveräne Begegnung aus ihrer Freundschaft gemacht?&lt;br /&gt;
Als am Ende seines Lebens Davids eigene Söhne gegen ihn&lt;br /&gt;
standen, gab es noch einen Mann, der bei ihm geblieben war. Nathan,&lt;br /&gt;
sein Freund, der Chirurg seiner Seele, war da – weise, mutig&lt;br /&gt;
und sanftmütig, der Wahrheit und seinem Freund treu bis ans&lt;br /&gt;
Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hatten eine Freundschaft, die in der Hitze ehrlicher Korrektur&lt;br /&gt;
geformt worden war. Je länger ich lebe, umso mehr schätze ich&lt;br /&gt;
die Nathansliebe meiner Frau, die mich stets auf den großen Arzt&lt;br /&gt;
verweist, der mir in der Stunde der Not voller Gnade und Wahrheit&lt;br /&gt;
immer wieder geholfen hat. Heiße den Nathan, den Gott dir&lt;br /&gt;
durch das Geschenk der Ehe in dein Leben gesandt hat, herzlich&lt;br /&gt;
willkommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 19:45:28 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Der_Chirurg,_das_Skalpell_und_der_s%C3%BCndige_Ehepartner</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/The Surgeon, the Scalpel, and the Spouse in Sin</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/The_Surgeon,_the_Scalpel,_and_the_Spouse_in_Sin</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/The Surgeon, the Scalpel, and the Spouse in Sin“ nach „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Der Chirurg, das Skalpell und der sündige Ehepartner“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Der Chirurg, das Skalpell und der sündige Ehepartner]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 19:21:55 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/The_Surgeon,_the_Scalpel,_and_the_Spouse_in_Sin</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Der Chirurg, das Skalpell und der sündige Ehepartner</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Der_Chirurg,_das_Skalpell_und_der_s%C3%BCndige_Ehepartner</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/The Surgeon, the Scalpel, and the Spouse in Sin“ nach „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Der Chirurg, das Skalpell und der sündige Ehepartner“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/The Surgeon, the Scalpel, and the Spouse in Sin}}&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 19:21:55 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Der_Chirurg,_das_Skalpell_und_der_s%C3%BCndige_Ehepartner</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Der Chirurg, das Skalpell und der sündige Ehepartner</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Der_Chirurg,_das_Skalpell_und_der_s%C3%BCndige_Ehepartner</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|When Sinners Say I Do/The Surgeon, the Scalpel, and the Spouse in Sin}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/The Surgeon, the Scalpel, and the Spouse in Sin}}&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 19:21:38 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Der_Chirurg,_das_Skalpell_und_der_s%C3%BCndige_Ehepartner</comments>		</item>
		<item>
			<title>Zu Menschen reden - nicht über sie</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Zu_Menschen_reden_-_nicht_%C3%BCber_sie</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Talking to People Rather than About Them}}  Hi Elisabeth,  Here's the page for you!  Thanks!!!  Joya“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Talking to People Rather than About Them}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Elisabeth,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Here's the page for you!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thanks!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joya&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 15:55:57 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Zu_Menschen_reden_-_nicht_%C3%BCber_sie</comments>		</item>
		<item>
			<title>Brüder, verherrlicht die Bedeutung der Taufe</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Br%C3%BCder,_verherrlicht_die_Bedeutung_der_Taufe</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Brothers, Magnify the Meaning of Baptism}}  Ich erinnere mich an einen wunderschönen Tag im Jahre 1973. Prof. Leonhard Goppelt hatte sein Universitätssem…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Brothers, Magnify the Meaning of Baptism}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich an einen wunderschönen Tag im Jahre 1973. Prof. Leonhard Goppelt hatte sein Universitätsseminar über die Taufe zu einigen Einkehrtagen südlich von München am Fuße der Bayerischen Alpen eingeladen. Er war Lutheraner und ich war der einzige Amerikaner –  und ein Baptist. Wir trafen uns in einem Kloster und diskutierten für einige Stunden über die Kindertaufe und die Glaubenstaufe. Es war eine Zwei-Mann Show, die etwas von dem Kampf David gegen Goliath an sich hatte. Es waren nur keine israelischen Baptisten anwesend, die mich anfeuerten, noch fiel Professor Goppelt um. Aber bis zu diesem Tag glaube ich, dass der Flug meiner Steine echt war und dass nur die unerschütterliche Macht einer 17 Jahrhunderte alten Tradition diese Bastion der Kindertaufe schützte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber jetzt habe ich eingesehen, dass die “Schlacht von Bayern” auf der falschen Ebene ausgetragen wurde. Seit ich zur Bethlehem Baptist Church in Minneapolis kam, habe ich um die zehn vierwöchige Mitgliedsklassen unterrichtet. Beinahe jedes Mal waren dort Lutheraner oder Katholiken oder Presbyterianer oder Covenanten (''Name mehrerer Bündnisse der schottischen Presbyterianer zur Verteidigung ihres Glaubens'') oder ähnliche Leute dabei, die als Kind „getauft“ worden waren und nun unserer Gemeinde beitreten wollten. Mein Verständnis, warum ich die Glaubenstaufe anerkenne, wuchs von Monat zu Monat. Und jetzt sehe ich, dass ich in Bayern nie bis zur Wurzel durchgedrungen bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Denken hat in folgender Weise Fortschritte gemacht. Es gab drei Stufen (der Zeit der Kindheit, des Heranwachsens und des Erwachsenseins nicht unähnlich).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zuerst sah ich, dass jede Taufe, die in der Bibel beschrieben wird, die Taufe eines Erwachsenen war, der seinen Glauben in Christus bezeugt hatte. Nirgendwo in der Bibel wird von einer Kindertaufe berichtet. Die „Taufe des Haushalts“ (erwähnt in Apg. 16:15, 33 und in 1. Kor. 1:16) stellen Ausnahmen hierzu dar, wenn jemand nur voraussetzt, dass der „Haushalt“ die Kinder mit einschloss. Aber in Wahrheit lenkt uns Lukas in Apg. 16:32 von dieser Annahme weg, wenn er sagt, dass Paulus zuerst „ihm das Wort des Herrn sagte und allen, die in seinem [des Aufsehers] Hause waren“, und sie dann taufte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Abwesenheit einer Kindertaufe in der Bibel bemerkte ich auch (wie jeder baptistische Schuljunge weiß), dass die Reihenfolge von Petrus’s Befehl lautete: ''„Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes“'' (Apg. 2:38). Ich habe keinen Grund gesehen, diese Reihenfolge jemals umzukehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach und nach erkannte ich jedoch, dass diese Beobachtungen nur suggestiv, aber nicht zwingend waren. Dass eine Kindertaufe nie schriftlich festgehalten wurde, beweist nicht, dass es keine gab. Und dass Petrus zu einer erwachsenen Zuhörerschaft sagte: „''Tut Buß''e und lasst euch taufen“, schließt die Möglichkeit nicht aus, dass er etwas anderes über Kinder gesagt hat. Also wuchs ich in meine zweite Stufe und entschied: „Ich wende mich besser von den Beispielen der Taufe ab und der Lehre über die Taufe zu.“ Vielleicht würde die Bedeutung von Lukas’s Bericht durch die Ausführungen von Paulus und Petrus geklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich dachte ich an Römer 6:1-11. Aber das war Professor Goppels Lieblingswaffe, denn es enthält nicht ein Wort über Glauben oder jegliche bewusste Antwort auf Gott bis Vers 11; und dort kam die Antwort nach der Taufe. Also benutzt er Römer 6 als die klassische Verteidigung der Kindertaufe. Für mich ist das ein anderer Weg in die Isolation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Kolosser 2:12 und 1. Petrus 3:21 erschienen mir vom Standpunkt der Kindertaufe vernichtend. Paulus vergleicht die Taufe mit der Beschneidung und sagt: ''„Mit ihm seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten.“'' Dies sagt deutlich: ''In der Taufe'' sind wir auferstanden durch den ''Glauben''. Die Taufe wird wirksam als ein Ausdruck des Glaubens. Ich sehe nicht, wie ein Kind dieses Zeichen des Glaubens angemessen annehmen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sagt 1. Petrus 3:21: ''“Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet. Denn in ihr wird nicht der Schmutz vom Leib abgewaschen, sondern wir bitten Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi''.“ Dieser Text schreckt viele Baptisten ab, denn er scheint so nah an die Meinung der Katholiken, Lutheraner und Anglikaner heranzukommen, dass der Ritus an und für sich rettet. Aber indem wir vor diesem Text fliehen, werfen wir ein wichtiges Argument für die Glaubenstaufe weg. Wie J.D.G. Dunn es ausdrückt, ist es die Definition, die dem am nächsten kommt und Glauben beinhaltet. Die Taufe ist „eine Berufung auf Gott“. Deswegen ist die Taufe der Schrei des Glaubens zu Gott. In diesem Sinne und in diesem Maß ist sie ein Teil von Gottes Mitteln der Errettung. Dies sollte uns nicht mehr verschrecken als der Satz: ''„Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus Herr ist… wirst du gerettet.“'' Die Bewegung der Lippen in der Luft und die Bewegung des Leibes im Wasser retten nur in dem Sinne, dass sie die Berufung und den Glauben des Herzens zu Gott ausdrücken. &lt;br /&gt;
Also erschien es mir, dass Kolosser 2:12 und 1. Petrus 3:21 den Fall gegen die Taufe von Kindern endgültig besiegelt, die noch nicht an Christus glauben oder sich auf Gott berufen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber an diesem Punkt fand meine bayerische Schlacht ein Ende. Seit damals wurde mir in einer langen Reihenfolge von Auseinandersetzungen in meinen Mitgliederkursen gezeigt, dass sogar diese Texte die Möglichkeit [entfernte!] Möglichkeit offen lassen, dass ein Kind durch die Glaubenstärke seiner Eltern und in der Hoffnung seiner eigenen, eventuellen „Bestätigung“ getauft werden kann. Es ist gerade so möglich, dass diese Abschnitte nur für den missionarischen Hintergrund Bedeutung haben, wo Erwachsene sich bekehren und getauft werden. Falls Paulus und Petrus die Frage der neuen Kinder in christlichen Häusern angesprochen hatten, hätten Sie möglicherweise als gute Presbyterianer gegolten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bezweifle das. Da scheint es nun eine dritte Stufe der Beweisführung zugunsten der Glaubenstaufe zu geben. Es gibt eine große biblische und baptistische Antwort auf den Heidelberg Katechismus, der sagt, dass die Kinder christlicher Eltern „zu dem Bund und dem Volk Gottes gehören … auch sie müssen als ein Zeichen des Bundes getauft werden, um in die christliche Kirche eingepropft zu werden und um sie von den Kindern der Ungläubigen zu unterscheiden, wie es im Alten Testament durch die Beschneidung geschehen ist, wobei im Neuen Testament die Taufe an ihre Stelle gesetzt wird.“ Mit anderen Worten, die Rechtfertigung der Kindertaufe in den reformierten Kirchen hängt an der Tatsache, dass die Taufe das neutestamentliche Gegenstück zur Beschneidung ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in der Tat einen wichtigen Zusammenhang zwischen den Zeichen der Beschneidung und der Taufe, aber die presbyterianischen Vertreter der reformierten Theologie haben die Zusammenhang''losigkeit'' unterbewertet. Das ist die Wurzel der Meinungsverschiedenheit zwischen Baptisten und Presbyterianern bezüglich der Taufe. Ich bin Baptist, weil ich glaube, dass wir an diesem Punkt sowohl den Zusammenhang als auch die Zusammenhang''losigkeit'' zwischen Israel und der Kirche und ihren entsprechenden Bundeszeichen ehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenhang wird wie folgt ausgedrückt: Wie die Beschneidung allen physischen Söhnen Abrahams zuteil wurde, die das physische Israel ausmachten, so sollte die Taufe allen geistlichen Söhnen Abrahams zuteil werden, die das geistliche Israel ausmachen, die Kirche. Aber wer sind diese geistlichen Söhne Abrahams, die als das Volk Gottes in unserem Zeitalter eingesetzt sind? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Galater 3:7 sagt: “''Erkennt also: die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder''.“ Die neue Sache, seit Jesus gekommen ist, ist die, dass das Bundesvolk Gottes nicht länger eine politische, ethnische Nation ist, sondern der Leib der Gläubigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes der Täufer läutete diese Veränderung ein und führte die neuen Zeichen der Taufe ein. Indem er alle Juden aufrief, Buße zu tun und sich taufen zu lassen, erklärte Johannes mächtig und offensiv, dass die physikalische Abstammung keinen Teil von Gottes Familie ausmacht und dass die Beschneidung, die eine physische Beziehung andeutet, nun durch die Taufe ersetzt wird, die eine geistliche Beziehung andeutet. Der Apostel Paulus greift diesen neuen Schwerpunkt besonders in Römer 9 auf und sagt: „''Auch nicht alle, die Abrahams Nachkommen sind, sind darum seine Kinder. Sondern nur »was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden« (1.Mose 21,12), das heißt: nicht das sind Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind; sondern nur die Kinder der Verheißung werden als seine Nachkommenschaft anerkannt“ (V. 7-8).'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deswegen trat in der Erlösungsgeschichte eine wichtige Veränderung auf. Es gibt sowohl Zusammenhanglosigkeit als auch den Zusammenhang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwingli und Calvin und ihre Erben behandelten die Bundeszeichen so, als wenn mit dem Kommen Christi keine bedeutenden Veränderungen stattgefunden hätten. Aber Gott formt sein Volk heute anders als damals, als er sich noch mit einem ethnischen Volk genannt Israel abmühte. Das Volk Gottes wird nicht länger durch eine natürliche Kindschaft gebildet, sondern durch die übernatürliche Bekehrung im Glauben an Christus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Kommen Johannes des Täufers und Jesus und den Aposteln wird jetzt betont, dass der geistliche Status Ihrer Eltern nicht die Mitgliedschaft in der Bundesgemeinschaft bestimmt. Die Begünstigten von Abrahams Segnungen sind jene, die an Abraham glauben. Das sind diejenigen, die der Bundesgemeinschaft angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sind diejenigen, die das Zeichen des Bunds empfangen sollten: die Glaubenstaufe. Falls ich also noch mal zurück nach Bayern in die Schlacht ziehen könnte, würde ich schnellstens zu den Wurzeln kommen. Dort wird unsere „Verteidigung und Bestätigung“ gewonnen oder verloren. Aber der Herr bringt uns aus einem Grund durch die Kindheit, die Jugend und das Erwachsenenalter. Jede Stufe der Beweisführung ist nützlich. Kennt eure Zuhörerschaft, Brüder, und verherrlicht die Bedeutung der Taufe.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 14:13:08 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Br%C3%BCder,_verherrlicht_die_Bedeutung_der_Taufe</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Vergebung – völlig und frei</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Vergebung_%E2%80%93_v%C3%B6llig_und_frei</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/Forgiveness, Full and Free}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man vereint, was Sünde getrennt hat====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abkommen sah vor, 40 Milliarden US-Dollar an Schulden zu&lt;br /&gt;
erlassen, eine bislang beispiellose Aktion in den internationalen&lt;br /&gt;
Beziehungen. Die am G8-Gipfel teilnehmenden Nationen hatten&lt;br /&gt;
beschlossen, die Schulden von achtzehn hoch verschuldeten Ländern&lt;br /&gt;
Afrikas, die dafür in Frage kamen, zu erlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. www.tagesschau.de/wirtschaft/meldung178896.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei handelte&lt;br /&gt;
es sich um den größten Schuldenerlass der Geschichte. Die&lt;br /&gt;
Handelnden der G8-Staaten beriefen sich dabei auf die Fähigkeit&lt;br /&gt;
der Geberländer, die rein ökonomischen Interessen ihrer Länder&lt;br /&gt;
großzügig zurückzustellen. 40 Milliarden US-Dollar – das sind&lt;br /&gt;
eine ganze Menge Nullen! Als die Nachricht von dieser edlen&lt;br /&gt;
Großzügigkeit um den Globus lief, wurde auch klar und deutlich:&lt;br /&gt;
Eine enorme Menge an Schulden zu erlassen, ist zugleich auch&lt;br /&gt;
eine enorm starke Botschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vorangegangenen Kapitel haben wir besprochen, welche&lt;br /&gt;
wunderbare Kraft die Gnade in der Ehe hat – besonders dann,&lt;br /&gt;
wenn sie von dem, der sie empfangen hat, auch weitergegeben&lt;br /&gt;
wird. In diesem Kapitel betrachten wir einen anderen Aspekt der&lt;br /&gt;
Gnade: Vergebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schrift sind die beiden Begriffe Vergebung und Gnade&lt;br /&gt;
so eng miteinander verbunden, dass sie fast synonym gebraucht&lt;br /&gt;
werden können. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied: Gnade&lt;br /&gt;
kann jemandem widerfahren, ohne dass er es merkt. Vergebung&lt;br /&gt;
ist jedoch ein Geschehen, das in der Regel zwei Parteien betrifft.&amp;lt;ref&amp;gt;Es wurde verschiedentlich darauf hingewiesen, dass man jemandem vergeben kann, der persönlich nicht mehr ansprechbar ist, z.B. wegen Tod, Entfernung oder Verweigerung. Dies aber ist ein Buch über die Ehe, wobei die Sünde zwischen zwei Menschen zum Tragen kommt, die miteinander im&lt;br /&gt;
selben Bett schlafen. Deshalb werden wir im vorliegenden Rahmen die von Person zu Person zum Tragen kommende Erfahrung der Vergebung betrachten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim genannten G8-Abkommen handelten wohlhabende Nationen&lt;br /&gt;
verantwortlich für eine Schuld, die von anderen verursacht&lt;br /&gt;
worden war. Die davon betroffenen Schuldner nahmen diesen Erlass&lt;br /&gt;
dankbar an und betrieben von da an ihre Staatsgeschäfte auf&lt;br /&gt;
dieser neuen Grundlage. So bedeutsam dies auch für Staaten sein&lt;br /&gt;
mag, berichtet Kapitel 18 im Matthäusevangelium jedoch von der&lt;br /&gt;
Tilgung einer weitaus größeren Summe. Und die sollte bei Sündern,&lt;br /&gt;
die sich das Ja-Wort geben, eine enorm starke Beachtung&lt;br /&gt;
finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Petrus kann offensichtlich nicht einsehen, dass man jemandem&lt;br /&gt;
immer wieder vergeben muss, wenn der an einem immer&lt;br /&gt;
wieder schuldig wird. Er war so ein typischer „dem-kann-ichwirklich-&lt;br /&gt;
nicht-folgen“-Fragesteller und wollte in Vers 21 wissen,&lt;br /&gt;
wie oft man seinem Bruder vergeben müsse. Petrus versuchte,&lt;br /&gt;
Dinge zu berechnen, die man aber nicht berechnen kann. Seiner&lt;br /&gt;
Frage war eine Unterweisung Jesu vorausgegangen, die den Umgang&lt;br /&gt;
mit Sünden innerhalb der Glaubensgemeinschaft betraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun wollte Petrus natürlich konkret werden. Wie oft muss&lt;br /&gt;
ich jemandem vergeben, bevor ich meinerseits bei ihm wieder zur&lt;br /&gt;
Sache kommen kann? Petrus hoffte also auf eine feste Abmachung&lt;br /&gt;
nach dem Motto: „Herr, lass uns dies doch geschäftsmäßig regeln,&lt;br /&gt;
sodass wir beide gewinnen. Wir wissen doch, was Vergebung auf&lt;br /&gt;
dem freien Markt für einen Wert hat. Ich biete Dir hiermit sieben&lt;br /&gt;
Mal an, und damit ist die Sache erledigt!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus schien jedoch eine andere Vorstellung vom Wert der&lt;br /&gt;
Vergebung zu haben, denn Er antwortet Petrus mit einer göttlichen&lt;br /&gt;
Mathematikübung. Wie viel ist 7 x 7? Petrus braucht an dieser&lt;br /&gt;
Stelle mehr als nur einen Taschenrechner, er braucht eine völlige&lt;br /&gt;
Erneuerung seines Verständnisses von der Liebe und Vergebung&lt;br /&gt;
Gottes. Und so führt der Herr Petrus an ein Beispiel von&lt;br /&gt;
Vergebung heran, das keinerlei Zweifel daran lässt, was wahre&lt;br /&gt;
Vergebung wirklich wert ist. Lasst uns an dieser Stelle Jesus zuhören:&lt;br /&gt;
„Deswegen ist es mit dem Reich der Himmel wie mit einem König, der&lt;br /&gt;
mit seinen Knechten abrechnen wollte. Als er aber anfing, abzurechnen,&lt;br /&gt;
wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente schuldete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er aber nicht zahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau&lt;br /&gt;
und die Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und damit zu bezahlen.&lt;br /&gt;
Der Knecht nun fiel nieder, bat ihn kniefällig und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''Herr, habe Geduld mit mir, und ich will dir alles bezahlen. Der Herr jenes Knechtes aber wurde innerlich bewegt, gab ihn los und erließ ihm das Darlehen. Jener Knecht aber ging hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare schuldig war. Und er ergriff und würgte ihn und sprach: Bezahle, wenn du etwas schuldig bist! Sein Mitknecht nun fiel nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, und ich will dir bezahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er die Schuld bezahlt habe. Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt und gingen und berichteten ihrem Herrn alles, was geschehen war. Da rief ihn sein Herr herbei und spricht zu ihm: Böser Knecht! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest. Solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben, wie auch ich mich deiner erbarmt habe? Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war. So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebt“ (Matthäus 18,23-35)''.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Petrus (und uns allen) beim Verstehen zu helfen, erzählt Jesus&lt;br /&gt;
das Gleichnis von einem König, der jemandem die Summe von&lt;br /&gt;
10.000 Talenten erlässt, eine Zahl, die weit über dem lag, was&lt;br /&gt;
Seine Zuhörer sich vorstellen konnten – 1 Talent entsprach 6.000&lt;br /&gt;
Denaren. Der Schuldner wiederum, dem diese riesige Summe erlassen&lt;br /&gt;
worden war, begegnet anschließend seinem Schuldner, der&lt;br /&gt;
ihm lediglich 100 Denare schuldig ist – 1 Denar entspricht ungefähr&lt;br /&gt;
dem Tageslohn eines Arbeiters. Als dieser seine Zahlungsunfähigkeit&lt;br /&gt;
erklärt, lässt er ihn, anstatt ihm seine Schuld auch zu erlassen,&lt;br /&gt;
doch glatt ins Gefängnis werfen. Der König findet heraus,&lt;br /&gt;
was geschehen ist, wird zornig auf den Gauner und ''„überlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war“.'' Um einer etwaigen Verwechslung vorzubeugen, fasst der Herr in Vers 35 das Ganze noch einmal mit diesen Worten zusammen: ''„So wird auch mein himmlischer Vater euch tun.“'' In diesem&lt;br /&gt;
Augenblick schaute Jesus nicht nur Petrus oder Seine Jünger&lt;br /&gt;
an, sondern auch einen jeden von uns, deine und meine Ehe, und&lt;br /&gt;
sagt uns genauso: „So wird auch mein himmlischer Vater euch tun.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls dich das jetzt umhaut – denn es sieht ja so aus, als ob damit&lt;br /&gt;
gesagt ist, dass Gott Seinen eigenen Kindern gegenüber unbarmherzig ist –, möchte ich die Kernwahrheit dieses Gleichnisses&lt;br /&gt;
etwas mehr hervorheben: Echte Vergebung weiterzugeben, ist ein&lt;br /&gt;
klarer Beweis dafür, dass uns von Gott vergeben ist! Die Grundaussage&lt;br /&gt;
ist die, dass Sünder, denen vergeben wurde, auch anderen&lt;br /&gt;
Sünde vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vorangegangenen Kapitel betrachteten wir „Nachsicht“,&lt;br /&gt;
nämlich die Gnade, Beleidigungen gegen uns um Christi willen zu&lt;br /&gt;
übersehen. Nachsicht kommt immer dann in Frage, wenn wir tatsächlich&lt;br /&gt;
in der Lage sind, eine erlittene Beleidigung ohne den geringsten&lt;br /&gt;
Groll mit Liebe zu bedecken. Dieses Kapitel betrachtet&lt;br /&gt;
nun ein anderes Thema, nämlich die Sünde, die nicht übersehen&lt;br /&gt;
werden kann, sondern um Christi willen betrachtet werden muss.&lt;br /&gt;
Wir werden dabei über die Vergebung sprechen, die nötig ist,&lt;br /&gt;
wenn Sünde eingestanden und bekannt wird. Und wir werden&lt;br /&gt;
versuchen, Vergebung aus einer biblischen Perspektive zu definieren,&lt;br /&gt;
vielleicht sogar in einer Art und Weise, wie du sie noch niemals&lt;br /&gt;
gesehen oder praktiziert hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach meiner pastoralen Erfahrung ist kaum ein Gnadenmittel&lt;br /&gt;
so wenig und so falsch angewandt worden wie die Vergebung.&lt;br /&gt;
Wird aber in einer Ehe die Vergebung, so wie die Bibel sie vorsieht,&lt;br /&gt;
ausgesprochen, dann gibt es keinen besseren Weg zur Hoffnung&lt;br /&gt;
und Veränderung. Um uns zu helfen, die Diskussion über&lt;br /&gt;
Vergebung praxisnah zu führen, möchte ich von einem tatsächlichen&lt;br /&gt;
Erleben berichten, der Geschichte meiner Freunde Jeremy&lt;br /&gt;
und Cindy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine bankrotte Ehe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich kennst du Jeremy und Cindy. Du bist ihnen&lt;br /&gt;
schon begegnet, zumindest einem von ihnen. Sie sind das Paar,&lt;br /&gt;
bei dem einfach alles stimmt – attraktiv, begabt, zielstrebig. Dazu&lt;br /&gt;
noch ein hervorragendes Beispiel im Gemeindeleben. Manches&lt;br /&gt;
Mal jedoch verbirgt die Tatsache des perfekten Äußeren nur ein&lt;br /&gt;
inneres Chaos, und diese Ehe war in der Tat im Chaos gelandet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehrgeizige Persönlichkeiten vom „Typ A“ waren sie beide in&lt;br /&gt;
der Lage, eine Menge Dinge in ihrem Leben zu bewältigen. Sie&lt;br /&gt;
verliebten sich und schienen füreinander bestimmt zu sein. Nach&lt;br /&gt;
einer prachtvollen Hochzeit etablierten sie sich im Leben der oberen&lt;br /&gt;
Mittelklasse, benötigten aber nicht lange, um herauszufinden,&lt;br /&gt;
dass dies nicht das war, was sie beide wirklich ersehnt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ehepaar, das zwei Karrieren vereinigte, hatten sie beide angenommen,&lt;br /&gt;
dass sie ihre Ehe in Teamwork führen würden. Es&lt;br /&gt;
entwickelte sich jedoch ein unterschwelliger Wettbewerb zwischen&lt;br /&gt;
ihnen. Stolz und Selbstsucht dominierten zunehmend ihr persönliches&lt;br /&gt;
Leben. Als sich dann ihre beruflichen Zielsetzungen in unterschiedliche&lt;br /&gt;
Richtungen entwickelten, zeigten sich bald Risse&lt;br /&gt;
und Spalten im schwachen Fundament ihrer Ehe. In der Geschäftigkeit&lt;br /&gt;
ihres Lebens konnte keiner von ihnen erkennen, wie diese&lt;br /&gt;
Kluft sich beständig erweiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeremy begann abzuwandern, zuerst in Gedanken, dann zunehmend&lt;br /&gt;
und immer kühner auch in Taten, bis er sich schließlich&lt;br /&gt;
völlig in einer ehebrecherischen Beziehung befand. Er beschreibt&lt;br /&gt;
dies so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Gedanken und Taten wurden von meinem Stolz angetrieben. Meine Überzeugungen empfand ich als die einzig richtigen, und ich hatte ein ‚Recht‘ darauf, dass meine Bedürfnisse auch befriedigt wurden. Wann auch immer Cindy einen Bereich meines Lebens erwähnte, wo ihrer Meinung nach Veränderung schön wäre, war ich sehr schnell dabei, sie auf das hinzuweisen, was sie dabei übersah, und dass sie es doch mit mir wirklich ‚gut‘ getroffen hätte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich in Auseinandersetzungen öfters Dinge sagte wie „jede andere Frau wäre gerne mit mir verheiratet“. Anstatt mit den zunehmenden Problemen in demütiger Weise umzugehen, entschied ich mich dafür, vor meiner von Gott gegebenen Verantwortung und meinem Eheversprechen wegzulaufen, und begann eine Beziehung zu einer anderen Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weglaufen führte allmählich zu einer Verhärtung meines Herzens. Diese zeigte sich in meinem arroganten Versuch, herauszufinden, wie nahe ich der Flamme kommen konnte, ohne mich zu&lt;br /&gt;
verbrennen. Je mehr Gedanken und Zeit ich mit dieser ungöttlichen Beziehung verbrachte, umso weniger interessierten mich Cindy und mein Zuhause. Die oberflächliche Schale der Religion war dabei kein Hindernis, der Täuschung und Kraft der Lust zu erliegen. Was als Versuchung begann, entwickelte sich schließlich zum tätigen Ehebruch. Während der Monate auf dem Weg dorthin erlebte ich ungewohnte Schlaflosigkeit und Besorgnis. Es war, als rannte ich auf einem Gleis direkt auf einen zwar hörbaren, doch unsichtbaren Zug zu. Ich wusste, das einzig Richtige wäre gewesen, von den Schienen herunterzuspringen, doch stattdessen rannte ich immer schneller und schneller, angezogen von der Leidenschaft der Gefühle. Ich wies Gottes Geduld von mir, der mir monatelang Gelegenheit gab, mich von der Sünde abzuwenden, und stürzte mich stattdessen bewusst in den Abgrund.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn ich hier einen Appell an Ehemänner und Ehefrauen richten&lt;br /&gt;
kann, dann diesen: Solltest du zum Abgrund der Untreue unterwegs&lt;br /&gt;
sein, sei es mit einer Person oder mit irgendeiner Form&lt;br /&gt;
von Pornographie, dann kehre bitte um von deiner Sünde und&lt;br /&gt;
wende dich an eine Person deines Vertrauens. Lies diese Geschichte&lt;br /&gt;
als eine Warnung und einen Aufruf von Gott, der dich liebt&lt;br /&gt;
und von dieser Sünde zu erretten sucht. Und den Männern möchte&lt;br /&gt;
ich besonders ans Herz legen: Jungs, erhebt euch nicht über Jeremy,&lt;br /&gt;
sondern identifiziert euch mit ihm. Wir sind ihm alle ähnlicher,&lt;br /&gt;
als wir denken.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden der Geschichte von Jeremy und Cindy in diesem&lt;br /&gt;
Kapitel weiter folgen. Ich möchte es aber für den Moment hierbei&lt;br /&gt;
belassen und noch etwas mehr darüber weitergeben, wie Vergebung&lt;br /&gt;
wirkt, besonders in einer Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergebung rechnet mit dem heiligen Gott====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legen wir menschliche Bewertungsmaßstäbe an, dann können wir&lt;br /&gt;
auf den Gedanken kommen, unsere ‚Gewohnheitssünden‘ gegen&lt;br /&gt;
unseren Ehepartner (wie beispielsweise Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit&lt;br /&gt;
oder unfreundliche Worte) entsprächen ungefähr der&lt;br /&gt;
kleinen ,100-Denare-Sünde‘. Hingegen würden wir Jeremys&lt;br /&gt;
Ehebruch als große ,10.000-Talente-Sünde‘ einordnen. Diese&lt;br /&gt;
Denkweise kann uns zu der Annahme führen, dass unsere Sünde,&lt;br /&gt;
wenn sie nicht so schlimm ist wie die von anderen Menschen (wie&lt;br /&gt;
beispielsweise die meines Ehepartners), bei Gott deshalb auch&lt;br /&gt;
nicht wirklich so negativ angesehen wird. Wenn ich meinen Gedanken&lt;br /&gt;
aber diesen Weg erlaube, dann übersehe ich dabei vollkommen&lt;br /&gt;
die Lektionen des Gleichnisses aus Matthäus 18 – und&lt;br /&gt;
ich gehe auch am Herzen des Evangeliums vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewiss, viele Ehefrauen und Ehemänner werden Opfer&lt;br /&gt;
schrecklicher Verfehlungen. Einige der Leser erleiden vielleicht&lt;br /&gt;
immer noch unter das Trauma abscheulichen Missbrauchs, sei es&lt;br /&gt;
körperlicher oder seelischer Art. Andere mögen Ehepartner haben,&lt;br /&gt;
die sich weit von ihnen entfernt haben. Und doch – wie wir in&lt;br /&gt;
Kapitel 2 gesehen haben – können wir die gute Nachricht von Jesus&lt;br /&gt;
Christus im Evangelium nicht wirklich begreifen, bis wir erkannt haben, dass unsere eigene Sünde gegen den heiligen Gott&lt;br /&gt;
eine weitaus größere Ungerechtigkeit darstellt als irgendetwas, was&lt;br /&gt;
uns widerfahren sein mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser liebender Vater weiß sehr wohl um die Schwere der&lt;br /&gt;
Sünde, die dir angetan wird. In Seiner vollkommenen Heiligkeit&lt;br /&gt;
und Allwissenheit übersieht Er keine einzige Sünde. Aber in derselben&lt;br /&gt;
Heiligkeit und Allwissenheit nimmt Er auch jede deiner&lt;br /&gt;
Sünden wahr, egal wie groß oder klein sie dir erscheinen mögen&lt;br /&gt;
und egal unter welchen Umständen du sie getan hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit will ich sagen: In den Augen unseres mitfühlenden und&lt;br /&gt;
liebevollen Gottes ist Sünde gleich Sünde und Schuld gleich&lt;br /&gt;
Schuld. Und alle Sünde ist gegen Seine grenzenlose Heiligkeit gerichtet.&lt;br /&gt;
Meine läppische Gleichgültigkeit meiner Frau gegenüber&lt;br /&gt;
ist ausreichende Berechtigung für den vollen Zorn Gottes über&lt;br /&gt;
mir und bedarf des Blutes meines Erlösers, um sie zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist richtig, dass manche Sünden, die Ehepartner einander&lt;br /&gt;
antun, aus biblischer und rationaler Sicht als größer oder kleiner&lt;br /&gt;
angesehen werden können, besonders was ihre Folgen angeht.&lt;br /&gt;
Aber Jesus beabsichtigte mit Seinem Gleichnis nicht, große und&lt;br /&gt;
kleine Sünden miteinander zu vergleichen, sondern Er wollte der&lt;br /&gt;
Lehre von der Vergebung grundsätzlich eine solche Bedeutung&lt;br /&gt;
verleihen, die unsere Vorstellung weit übertrifft und die uns die&lt;br /&gt;
Herrlichkeit der Gnade Gottes offenbaren soll. Der König, der im&lt;br /&gt;
Gleichnis Gott repräsentiert, war dem undankbaren Diener gegenüber,&lt;br /&gt;
der uns darstellt, unvorstellbar gütig. Aber der demonstrierte&lt;br /&gt;
mit seinem Verhalten deutlich, dass er die Tragweite dessen,&lt;br /&gt;
was ihm widerfahren war, nicht begriffen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen verstehen, dass das Entscheidende bei unserer&lt;br /&gt;
Sünde nicht ihre Gewichtung ist, sondern ''der Status'' dessen, gegen&lt;br /&gt;
den wir gesündigt haben. Hier liegt der Schlüssel. Und deshalb&lt;br /&gt;
versetzt die Tatsache, dass jede Sünde ''gegen Gott'' gerichtet ist, uns&lt;br /&gt;
in das ‚Lager der 10.000 Talente‘ – also in das Lager der schwersten&lt;br /&gt;
Sünde. Das ist ein zentraler Punkt in diesem Gleichnis. In&lt;br /&gt;
dem Gebetbuch „Das Tal der Visionen“ betete einer der Puritaner:&lt;br /&gt;
„Lass mich nie vergessen, dass die Abscheulichkeit der Sünde&lt;br /&gt;
nicht so sehr in der Art der begangenen Sünde liegt, sondern in&lt;br /&gt;
der Größe der Person, gegen die gesündigt wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;„''Demütigung''“. in: Arthur S. Bennet (Hrsg.). The Valley of Vision: A Collection of Puritan Prayers and Devotions. Banner of Truth: Edinburgh, 1975. S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Größe“&lt;br /&gt;
einer Sünde wird letztlich nicht durch die Sünde selbst festgelegt,&lt;br /&gt;
sondern durch denjenigen, gegen den die Sünde gerichtet ist.&lt;br /&gt;
Sünde ist deshalb unendlich böse, weil sie den Einen ablehnt, der&lt;br /&gt;
unendlich heilig und gut ist. Je mehr wir die Vollkommenheit der&lt;br /&gt;
Heiligkeit Gottes erkennen, umso offensichtlicher wird uns diese&lt;br /&gt;
Wahrheit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um der Wahrheit und um unserer Ehe willen müssen wir uns&lt;br /&gt;
dringend in den Schuhen des 10.000-Talente-Schuldners sehen.&lt;br /&gt;
Die Wertschätzung der gewaltigen Tatsache, dass uns eine massive&lt;br /&gt;
Schuld erlassen wurde (unsere Sünde gegen Gott), bildet die Basis&lt;br /&gt;
und den Ausgangspunkt für unser Vergeben anderen gegenüber,&lt;br /&gt;
die gegen uns gesündigt haben, die wir nur Menschen und nicht&lt;br /&gt;
Gott sind. Wir werden niemals in der Lage sein, einander zu vergeben,&lt;br /&gt;
wenn wir nicht die Tiefe unserer eigenen Sünde gegen&lt;br /&gt;
Gott und den Reichtum Seiner Vergebung uns gegenüber begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nun vor dem Hintergrund von Jeremy und&lt;br /&gt;
Cindy betrachten, dann sollten wir uns sofort unsere 10.000-&lt;br /&gt;
Talente-Schuld eingestehen. Denn jeder Ehepartner – egal um wie&lt;br /&gt;
viel höher nach unserer Berechnung der Schuldanteil des anderen&lt;br /&gt;
ist – braucht Einen, der zwischen ihm und dem berechtigten Zorn&lt;br /&gt;
Gottes steht. Wir alle brauchen den Erretter. 2. Korinther 5&lt;br /&gt;
spricht darüber in dieser Weise: ''„Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.“'' Jesus tilgte unsere Schuld und gab uns dadurch einen&lt;br /&gt;
vollkommen gerechten Stand vor Seinem heiligen Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Puritaner Matthew Henry kommentierte dieses Gleichnis&lt;br /&gt;
folgendermaßen: „Wenn dieser Stand das Maß der Vergebung ist,&lt;br /&gt;
das der Jünger durch Christus empfangen hat, dann ist jede Begrenzung&lt;br /&gt;
von Vergebung, die er seinem Bruder gegenüber zeigt,&lt;br /&gt;
undenkbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;R.T. France. Tyndale New Testament Commentaries: Matthew. IVP: Leicester, 1985. S. 277.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ist der Grund dafür, warum dieses Gleichnis&lt;br /&gt;
mit einer so düsteren Warnung endet. Gott wird nicht zulassen,&lt;br /&gt;
dass Seine vollkommene Vergebung so verspottet und beleidigt&lt;br /&gt;
wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wir jetzt sehen werden, wurde Jeremy schließlich durch&lt;br /&gt;
eine Begegnung mit dem heiligen Gott dazu gebracht, seiner Frau&lt;br /&gt;
seinen Ehebruch zu bekennen. Er schreibt Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich glaube, Gott gebrauchte das ungezügelte Wesen meiner Sünde und vor allem auch ihre vernichtende Auswirkung, um mich wieder zur Besinnung zu bringen und mir die Notwendigkeit eines Erretters einzugestehen; ich konnte keinem anderen die Schuld für mein Verhalten zuschieben. Ich warf alle bisherigen religiösen Ausflüchte über Bord und suchte stattdessen die Gnade Gottes. Ich sehnte mich sehr nach Cindys Vergebung und der Wiederherstellung unserer Ehe. Und doch wusste ich, dass meine größte Not war, Vergebung von Gott zu erlangen. Eines Nachts bekannte ich meine schreckliche Sünde vor dem Allerhöchsten und flehte: „Gott, selbst wenn Cindy sich zur Scheidung entschließt (und ich wusste, dass sie biblisch gesehen jedes Recht dazu besaß), so weiß ich doch, dass ich an dieser Ehe kein Recht habe. Alles, was ich jemals verdiente, war Zorn. Vergib mir meinen Ehebruch im Herzen und in Taten, gegen Dich und gegen sie, aufgrund des Blutes, das Dein Sohn vergossen hat. Ich nehme Ihn und Sein Werk an, wie auch jede Züchtigung, die Du verlangst, um mein Herz zu verändern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An jenem Tag erhob sich – aus der Asche meines Bekenntnisses – die erste echte Liebe zu Gott. Ich hatte sie so zuvor nicht gekannt. Ich empfand ein Verlangen danach, der Vater und Ehemann zu sein, zu dem Gott mich berufen hatte. Ich hatte aus mir selbst heraus ja schon den Beweis erbracht, einer solchen Bezeichnung nicht würdig zu sein. Denn ich war unfähig, sie mit Inhalt zu füllen. Zum ersten Mal in meinem Leben empfand ich nun meine Schwachheit und Unzulänglichkeit. Bislang hatte ich stets gedacht, ich könne alles erreichen, wenn ich mich nur ernsthaft darauf einließe. Nun aber erkannte ich, dass echte Frucht in meinem Leben ein Wirken Gottes sein musste und dass ich dabei lediglich der Empfänger Seiner Gnade und Gaben war. Ich konnte den Schmerz der Vergangenheit auch nicht einfach ausradieren oder Hoffnung für die Zukunft entwickeln und irgendwie Frieden herstellen. Auch konnte ich Cindys Herz nicht verändern, sodass sie mir vergab und mich neu liebte. Nur ein Gott, der die Kraft besaß, einen Sünder wie mich zu erretten, konnte eine solch zerstörte Ehe wie die unsere&lt;br /&gt;
wiederherstellen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeremys Umkehr begann auf seinen Knien am Fuße des Kreuzes.&lt;br /&gt;
Er war ein schwacher und zerbrochener Mann geworden. Genau&lt;br /&gt;
das, was seine Ehe brauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergebung ist kostspielig====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was war mit Cindy? Was hat Jeremys Ehebruch in ihr bewirkt?&lt;br /&gt;
Sie schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Als ich vom Ehebruch meines Mannes erfuhr, schien es, als käme unser rasantes Leben mit einer Vollbremsung zum Stillstand. Eine Dunkelheit und Einsamkeit, wie ich sie bislang nicht gekannt hatte, hüllte mich ein. Alles, was ich in jener Zeit erlebte, war mit schier überwältigender Finsternis und Trauer behaftet – fast so, als ob jemand gestorben wäre. Ich wandte mich Gott zu und rief Ihn um Hilfe an, Tag und Nacht. Doch der Schmerz blieb so stark. Angst vor der Zukunft, der Stachel, verraten worden zu sein, und die Frage:&lt;br /&gt;
„Wie konnte Gott so etwas zulassen?“ wirbelten unaufhörlich in mir herum. Meine Gefühle waren immer wieder hin- und hergerissen von großer Traurigkeit, Eifersucht, Wut, Angst und sogar Courage, die im Nachhinein betrachtet wahrscheinlich eine Art Selbstschutz war. Ich wollte es doch irgendwie auch nicht wahrhaben, dass meine Ehe gescheitert war. Ich begann, Gottes Charakter in Frage zu stellen, machte Ihm schwere Vorwürfe, sah Ihn als hart, untreu, ja als grausam an. Ich gab meinen Gedanken weiten Raum, was zu Weinkrämpfen und Zornausbrüchen führte. Danach ging ich zumeist über in eine Phase der Selbstverurteilung und Depression. Selbst meine Träume waren furchterregend und weckten mich manchmal mitten in der Nacht auf. Je länger, je mehr zog ich mich zurück und verbrachte viel Zeit mit mir selbst.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir bewusst, dass mancher, der diese Passage liest, sich so&lt;br /&gt;
fühlt, als ob Cindys Worte seine eigenen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell dir vor, auch dich ereilt eiskalt eine so bittere Realität,&lt;br /&gt;
verursacht durch die Untreue des Ehepartners oder durch irgendeine&lt;br /&gt;
andere schwere und schmerzliche Sünde gegen dich. Nun&lt;br /&gt;
findest du dich in einer Situation wieder, von der du wünschst, sie&lt;br /&gt;
ginge einfach weg, obwohl du genau weißt, dass dies nicht der Fall&lt;br /&gt;
sein wird. Das bedeutet, du stehst vor der Entscheidung, deinem&lt;br /&gt;
Partner zu vergeben – oder nicht. Diese Entscheidung wird durch&lt;br /&gt;
etwas verkompliziert, das alle Christen lernen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergebung ist kostspielig und kostet manchmal mehr, als wir&lt;br /&gt;
zu haben meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist, als ob Vergebung unter uns wie durch eine Röhre mit&lt;br /&gt;
drei Ventilen fließt. Alle drei müssen geöffnet sein, damit Vergebung&lt;br /&gt;
von einer zur anderen Person fließen kann. Das erste Ventil&lt;br /&gt;
wird von demjenigen betätigt, der gesündigt hat; es besteht aus&lt;br /&gt;
Umkehr und der Bitte um Vergebung. Wir können sehen, wie&lt;br /&gt;
Jeremy begann, dieses erste Ventil aufzudrehen. Er erkannte seine&lt;br /&gt;
Sünde zuerst und zumeist als gegen Gott gerichtet und verzichtete&lt;br /&gt;
auf jeglichen Anspruch eigener Gerechtigkeit. Er drückte seine&lt;br /&gt;
Buße aus, indem er eine feste Entscheidung traf, sich von seiner&lt;br /&gt;
Sünde ab- und Gottes Wegen zuzuwenden. Er akzeptierte auch&lt;br /&gt;
alle Konsequenzen, die sich aus seinem früheren Handeln ergeben&lt;br /&gt;
hatten. Und ebenso war er von Herzen bereit, zukünftig Gott zu&lt;br /&gt;
gefallen, egal was der Preis dafür sein würde. Aus der Trauer über&lt;br /&gt;
seine Sünde und aus dem festen Vorsatz der Umkehr heraus bat er&lt;br /&gt;
Cindy demütig um Vergebung, ohne eine Forderung an sie zu erheben.&lt;br /&gt;
Wahre Vergebung wird am ehesten dadurch ausgelöst, dass&lt;br /&gt;
derjenige, der die Sünde begangen hat, sein Ventil weit öffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen beiden Ventile werden von demjenigen betätigt,&lt;br /&gt;
gegen den die Sünde gerichtet war. Diese Ventile zu öffnen, kann&lt;br /&gt;
genauso schwierig sein wie das erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ventil Nummer zwei ist das Ventil der Gnade. Es befreit den&lt;br /&gt;
Sünder von der Haftung für seine Sünde, sodass er nicht bestraft&lt;br /&gt;
wird. Um dieses Ventil zu öffnen, muss derjenige, gegen den gesündigt&lt;br /&gt;
wurde, der Versuchung widerstehen, genauso zu reagieren&lt;br /&gt;
wie jener Diener, der ohne Bereitschaft zur Vergebung einfach&lt;br /&gt;
rief: „''Bezahle mir, was du mir schuldest!“'' Eine solche Bitterkeit gestoppt,&lt;br /&gt;
wenn wir das Ventil der Liebe öffnen. Ruf dir Emmas&lt;br /&gt;
Reaktion auf Gordons Bekenntnis aus unserem letzten Kapitel in&lt;br /&gt;
Erinnerung. Wie einfach wäre es für Emma gewesen, gegen den&lt;br /&gt;
jahrelang so herzlosen Gordon die Schleusen der Anklage zu öffnen?&lt;br /&gt;
Stattdessen ‚bedeckte‘ Emma Jahre erlittener Sünde mit&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit und Gnade. Und genau diese Gnade stellte entscheidend&lt;br /&gt;
die Weichen für die nachfolgende Entwicklung der&lt;br /&gt;
ganzen Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dritte Ventil, das nun noch geöffnet werden muss, ist die&lt;br /&gt;
Bereitschaft dessen, gegen den die Sünde gerichtet war, den Preis&lt;br /&gt;
dieser Sünde auch abzufangen. Zum Beispiel wurden deine Gefühle schwer verletzt, und das schmerzt. Wird dieser Schmerz bei&lt;br /&gt;
dir nun abklingen, oder forderst du noch Bezahlung dafür? Dein&lt;br /&gt;
Vertrauen wurde wegen dem, was dir angetan wurde, schwer erschüttert.&lt;br /&gt;
Wird dein Herz nun versuchen, deinen Ehepartner zu&lt;br /&gt;
zwingen, dir das, was er oder sie dir schuldet, wieder zu erstatten?&lt;br /&gt;
Oder wirst du den Fußspuren des Herrn folgen und bereit sein,&lt;br /&gt;
die Kosten dafür auf dich zu nehmen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere natürliche Reaktion auf Sünde ist in der Regel immer&lt;br /&gt;
Matthäus 18, Vers 28 in Reinkultur: „Bezahle, was du mir schuldest,&lt;br /&gt;
und bezahle es jetzt!“ Das heißt, unsere emotionale Reaktion&lt;br /&gt;
ist nicht geistlich, auch nicht, wenn sie sich so anfühlt‚ als sei sie&lt;br /&gt;
berechtigt. Wir haben nämlich sehr schnell den Verdacht, Gottes&lt;br /&gt;
Methoden könnten nicht funktionieren. Darum erachten wir die&lt;br /&gt;
biblische Reaktion, Sünde zu vergeben und auf jeden Haftungsanspruch&lt;br /&gt;
an den Partner zu verzichten, als unmöglich schwer und&lt;br /&gt;
natürlich auch als nicht gerecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende bleibt in solchen Fällen meist nur eine Art Wischiwaschi-&lt;br /&gt;
Abmachung übrig, bei der man sich ungefähr in der Mitte&lt;br /&gt;
trifft. Man besteht zwar nicht in Trotzhaltung auf volle Genugtuung,&lt;br /&gt;
aber man schenkt auch nicht die volle und freie Vergebung&lt;br /&gt;
Gottes weiter. Solch ein Kompromiss ist dann ungefähr so oberflächlich&lt;br /&gt;
wie diese Worte: „Ach, lass mal, das ist schon okay so!“&lt;br /&gt;
Oder: „Natürlich vergebe ich dir“ (allerdings mit dem Unterton:&lt;br /&gt;
‚solange so etwas nicht mehr vorkommt!‘). Man kann aber auch&lt;br /&gt;
schlicht die Vergebung verweigern und die Sünde des anderen wie&lt;br /&gt;
einen alten Haftbefehl mit sich herumtragen, den man bei gegebenem&lt;br /&gt;
Anlass sofort vollstrecken könnte. Die Bibel bezeichnet&lt;br /&gt;
dies als Bitterkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahre Vergebung sieht die Sünde des anderen ungeschönt als&lt;br /&gt;
so böse an, wie sie tatsächlich ist, kommt auch definitiv auf sie zu&lt;br /&gt;
sprechen, aber übernimmt anschließend die Kosten – durch die&lt;br /&gt;
Kraft der überfließenden Gnade Gottes. Solche Vergebung setzt&lt;br /&gt;
den Sünder wieder frei, das Sündenkonto wird gelöscht, geschlossen&lt;br /&gt;
und aufgelöst. Genau so, wie wir es in Matthäus 18 gesehen&lt;br /&gt;
haben. Ken Sande sagt dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergebung kann eine sehr kostspielige Angelegenheit sein. Übernimmt man eine Schuld, dann verschwindet diese nicht einfach. Stattdessen wird eine Haftung übernommen, die jemand anderes hätte tragen müssen. In vergleichbarer Weise verlangt es die Vergebung, die Auswirkungen der Sünde einer anderen Person zu übernehmen und sie nicht mehr für ihre Schuld haftbar zu machen. Das ist genau das, was Christus auf Golgatha vollbracht hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ken Sande. The Peacemaker. Baker Books: Grand Rapids, MI, 1991. S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es also. Nichts in uns würde uns von Natur aus auf den&lt;br /&gt;
Gedanken bringen, solch weitgehende, biblische Vergebung zu&lt;br /&gt;
praktizieren; das empfinden wir einfach als viel zu hart. Erschwerend&lt;br /&gt;
kommt die Tatsache hinzu, dass das Gewähren einer solch&lt;br /&gt;
tiefgreifenden Vergebung noch nicht einmal eine Garantie dafür&lt;br /&gt;
ist, dass uns dieselbe Sünde nicht doch noch einmal angetan wird.&lt;br /&gt;
Warum sich also darum bemühen? Nun, einfach deshalb, weil&lt;br /&gt;
Christus uns genau diese völlige und kostenfreie Vergebung auf&lt;br /&gt;
Golgatha geschenkt hat. Und das, obwohl Er wusste, dass wir Ihm&lt;br /&gt;
dieselbe Sünde wieder antun würden. Nachdem wir nun eine solche&lt;br /&gt;
Vergebung empfangen haben, sind wir durch die Kraft des&lt;br /&gt;
Heiligen Geistes in der Lage, auch anderen dieselbe Vergebung zu&lt;br /&gt;
schenken. Sünder, denen vergeben wurde, vergeben Sünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahrheit war es, die letztendlich die richtige Reaktion&lt;br /&gt;
Cindys auf Jeremys Bekenntnis ausgelöst hat. Es mag dich schockieren,&lt;br /&gt;
aber damit Cindy Jeremy wirklich vergeben konnte, musste&lt;br /&gt;
sie zuerst noch einmal ihre eigene Sünde näher betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich wusste, was das Wort Gottes über Vergebung sagt – dass ich im Lichte der großen Gnade Christi am Kreuz doch immer wieder freimütig vergeben sollte. Aber ich konnte auf diesem Gebiet meine eigene Sünde nicht deutlich genug erkennen. Und das wurde mir in der Tat zum Hindernis, Jeremy zu vergeben. Dieser Prozess nahm Zeit in Anspruch, wie mir schien viel zu viel Zeit. Manchmal dachte ich, ich würde es überhaupt nicht schaffen, andere Male wollte ich alles hinschmeißen und die Ehe beenden. Ich war kurzsichtig und wollte ein sofortiges Ende meiner Schmerzen, hier und jetzt. Denn ich hoffte, wenn mit der Ehe Schluss ist, wird auch Schluss mit meinen Schmerzen sein. Ich machte mir aber nur wenige Gedanken&lt;br /&gt;
über die langfristigen Konsequenzen einer Ehescheidung. Nur durch Gottes Gnade beschritt ich diesen Weg nicht. Ich verfiel aber oft in Bitterkeit, tat dann darüber Buße – und fing wieder von vorne an. Je mehr ich aber in dieser Zeit das gepredigte Evangelium hörte, umso mehr war ich in der Lage, es zu verstehen und auf meine Situation anzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allmählich erkannte ich meine eigene, tiefe Sündhaftigkeit und Gottes Erbarmen mit mir. Es war sehr hart, meinen eigenen Anteil am Zerbruch unserer Ehe einzugestehen. Ich wollte nur seine Seite in Augenschein nehmen und es dabei belassen. Aber Gott half mir, zu sehen, dass ich – obwohl Opfer der Sünde meines Mannes – auch für mich selbst nicht auf unschuldig plädieren konnte – schon gar nicht vor einem heiligen Gott. Das Evangelium gab mir die Kraft, meinem Mann zu vergeben. Christus war für unsere beider Sünden gestorben und hatte den vollen Kelch des Zornes Gottes, den wir beide verdient hatten, ausgetrunken. Durch die Offenbarung dieser Wahrheit wurde ich entwaffnet und demütig gemacht; ich sah, dass wir in Sachen Sünde mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede hatten. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand dann echte Vergebungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies praktisch auszuleben, gelang allerdings nicht immer ganz reibungslos. Es gab Zeiten, da offenbarte sich mir Gott und zeigte mir dieses Sein Evangelium in unglaublicher Weise. Ich erlebte dann echte Hoffnung, spürte Vergebung – und Freude. Es gab aber auch die gewöhnlichen Tage, den routinierten Alltag, wo ich überhaupt nichts verspürte; Gott lehrte mich aber, nicht auf meine Gefühle zu bauen, sondern auf Seine Gnade, die durch das Kreuz für mich da war. Ich erkannte schließlich, dass Gott mir diese fundamentale Veränderung meines Charakters schenken wollte. Ich sollte lernen, das Evangelium im Zentrum zu haben und aus dieser Mitte heraus zu leben.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war menschlich gesehen wohl äußerst schwer, aber Cindy war&lt;br /&gt;
durch die Kraft des Evangeliums doch in der Lage, Jeremy aufrichtig,&lt;br /&gt;
voll und ganz zu vergeben. Es bedurfte dieser Erkenntnis,&lt;br /&gt;
dass das Evangelium von der Vergebung Christi ihre eigene Sünde&lt;br /&gt;
genauso umfasste wie seine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergebung gebraucht Altes zum Bau von Neuem====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben die ernüchternde Warnung aus dem Gleichnis in Matthäus&lt;br /&gt;
18 gelesen: Es wird dem nicht vergeben, der selbst nicht&lt;br /&gt;
vergibt. Jesus wollte Petrus klarmachen, dass sich seine Vorstellung&lt;br /&gt;
von Vergebung völlig von dem unterschied, was sie im Reich&lt;br /&gt;
Gottes bedeutet – und was Christus in diese Welt brachte. Petrus&lt;br /&gt;
musste erkennen – und das müssen auch wir –, dass Vergebung&lt;br /&gt;
dieser himmlischen Art nicht nur für den außergewöhnlichen&lt;br /&gt;
Heiligen gedacht ist. Vergebung gehört zum Kern des Evangeliums&lt;br /&gt;
und soll deshalb Wesensbestandteil eines jeden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Vergebung mit all ihren segensreichen Auswirkungen&lt;br /&gt;
praktizieren zu können, müssen wir eine weitere, letzte Komponente&lt;br /&gt;
verstehen: Unsere Motivation, aus der heraus wir Vergebung&lt;br /&gt;
gewähren, muss mit Gottes Absicht im Einklang sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Perspektive, die Gott mit dem Vergebungsgedanken&lt;br /&gt;
verfolgt, zeigt uns Jesus durch den biblischen Zusammenhang&lt;br /&gt;
auf, in dem das Gleichnis in Matthäus 18 steht. Unmittelbar davor&lt;br /&gt;
spricht Jesus nämlich davon, wie mit fortgesetzter bewusster&lt;br /&gt;
Sünde in einer lokalen Gemeinde umgegangen werden soll. Er&lt;br /&gt;
beschließt diesen Abschnitt mit einer Bekräftigung der Herrschaft&lt;br /&gt;
Seines Königreiches, indem Er sagt: ''„Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte“ (Matthäus 18,20).'' Das ist die Stelle, an der Petrus dann seine Frage&lt;br /&gt;
stellt, wie oft man jemandem vergeben müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen also, wie der gesamte Abschnitt, sowohl das Gleichnis&lt;br /&gt;
aus Matthäus 18, 21-35 als auch die sieben Verse davor, auf&lt;br /&gt;
dasselbe zielt, wie nämlich Sünder im Reich Gottes miteinander&lt;br /&gt;
umgehen sollen. Die Worte „''wenn zwei oder drei versammelt sind''“&lt;br /&gt;
gehen unausgesprochen davon aus, dass dabei Sünde vorkommt,&lt;br /&gt;
doch soll diese niemals trennend wirken. Hier trifft die Botschaft&lt;br /&gt;
von der Vergebung auf die blanke Realität des Lebens nach dem&lt;br /&gt;
Sündenfall. Aber sie bewirkt Hoffnung auch für die am tiefsten&lt;br /&gt;
zerrüttete Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motivation zur Vergebung soll also weit darüber hinausgehen,&lt;br /&gt;
als nur Gottes Missbilligung zu entgehen oder den durch&lt;br /&gt;
die Sünde bewirkten Schmerz loszuwerden. Es geht auch um die&lt;br /&gt;
so grundsätzliche Frage der Gemeinschaft, die ohne Gottes Vergebungskonzept&lt;br /&gt;
überhaupt nicht möglich wäre. Christus kam und&lt;br /&gt;
hat die Basis für Vergebung geschaffen, damit wir untereinander&lt;br /&gt;
auch Harmonie und Herzensfrieden haben können. Eben auch&lt;br /&gt;
darum lehrte und praktizierte der Sohn Gottes Vergebung. Gott&lt;br /&gt;
möchte uns, nachdem Er uns vergeben hat, nicht als ‚Bummelanten‘&lt;br /&gt;
in Seinem Reich haben, sondern Er ruft uns zu aktiver Vergebungsbereitschaft&lt;br /&gt;
auf, damit Sein Volk in der Tat auch eins ist&lt;br /&gt;
und dies gerade auch in einzigartiger und außergewöhnlicher Weise&lt;br /&gt;
in der Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Evangelium hat – wenn wir uns erinnern – etwas Erstaunliches&lt;br /&gt;
geschaffen: Beziehungen unter Sündern, durch die die&lt;br /&gt;
Herrschaft des Königs erlebt und ausgedrückt wird! Siehst du deine&lt;br /&gt;
Ehe in diesem Licht? Siehst du sie als Ort, an welchem zwei&lt;br /&gt;
Sünder in ihrer Beziehung die Herrschaft Christi erleben und erfahren?&lt;br /&gt;
Wenn Sünder sich das Ja-Wort geben, anerkennen sie&lt;br /&gt;
damit auch die Gegenwart des Sohnes Gottes und Seine Herrschaft&lt;br /&gt;
in ihrem ‚Unternehmen Ehe‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Taumelst du unter der bedrückenden Sünde deines Ehepartners?&lt;br /&gt;
Wenn er beziehungsweise sie nun mit einem zerbrochenen&lt;br /&gt;
Herzen und aufrichtigem Bekenntnis zu dir käme, wärst du dann&lt;br /&gt;
bereit zu vergeben? Erinnere dich: Sünder, denen vergeben ist,&lt;br /&gt;
vergeben Sünde. Vielleicht kann Cindy dich mit ihrer Erfahrung&lt;br /&gt;
inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Im Laufe der Zeit veränderte Gott uns beide. Ich konnte echte Veränderungen im Verhalten meines Mannes erkennen, doch war ich sehr zurückhaltend, ihm wieder zu vertrauen. Allmählich geschah aber eine Wiederherstellung. Ich begann, mich wieder darauf zu freuen, mit ihm zusammen zu sein, und diese Vorfreude hat über die Jahre zugenommen – und tut es noch heute. Gott hat uns beide wiederhergestellt. Und in dem Maße, wie wir Ihm folgten und unsere Erfüllung in Ihm fanden, schwappte die persönliche Beziehung zu Gott jeweils auf den anderen über. Es schien einen nicht endenden Vorrat an Gnade zu geben, und Hoffnung und Freude fingen wieder an, mein Herz zu erfüllen. Mittlerweile hat Gott mich dahin gebracht, dass ich aufrichtig sagen kann, dass ich meinen Mann von Herzen liebe und ihm in allem folgen möchte, so wie er Gott nachfolgt. Dies ist schlicht ein Wunder der Gnade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bereich, der sich für mich nachhaltig geändert hat, ist meine Ansicht über den Charakter Gottes. Ich erkannte Ihn – wie nie zuvor – als so gut, so treu und so gütig. Ich glaube, dies kam hauptsächlich daher, dass ich immer wieder das Evangelium von Seiner unverdienten Gnade hörte und mir dadurch die Vergebung meiner eigenen Schuld so groß wurde. Und gewiss kam es auch daher, dass später mein Mann, unsere Familie und andere um mich herum dieses herrliche Evangelium auslebten. Das führte mich zu immer mehr Hoffnung und Zuversicht, dass die Wiederherstellung unserer Ehe wirklich nachhaltig war. Seither zeigt mir Gott immer wieder durch das Kreuz Seine große Liebe. Ich habe lernen dürfen, dass ich das Evangelium niemals erschöpfen kann, sondern dass ich täglich etwas mehr davon für mich in Erfahrung bringen darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stehe erstaunt vor dem stillen Wunder, das mein Mann und ich erlebt haben. Es war möglich aufgrund des Sieges Jesu über meine Sünde auf Golgatha. Er hat mir gezeigt, dass es in meinem Leben nicht um mich geht, sondern zuerst um Ihn, und das wiederum ist gut für mich. Des Herrn Wege sind nicht meine, aber sie sind gut und vertrauenswürdig. Und der Reichtum des Evangeliums, diese Perle von so großem Wert, gehört mir in Christus. Das ist mir sichere Grundlage auf meinem verbleibenden Weg nach Hause!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es in deiner Ehe an Vergebung mangelt, dann hat Gott&lt;br /&gt;
vielleicht auch für dich und deinen Ehepartner ein stilles Wunder&lt;br /&gt;
bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder wäre es denkbar, dass es, ähnlich wie damals bei Jeremy,&lt;br /&gt;
in deinem Leben eine sündige, gegen deinen Ehepartner gerichtete&lt;br /&gt;
Gewohnheit gibt, wovon du noch nicht umgekehrt bist oder sie&lt;br /&gt;
bekannt hast? Sollte dies der Fall sein, dann strebe doch nach der&lt;br /&gt;
Gnade Gottes. Ich bin der Überzeugung, dass Er sie dir zukommen&lt;br /&gt;
lassen möchte, auch durch das, was du hier gelesen hast. Es&lt;br /&gt;
bedarf dazu der Demütigung deines Herzens, des Fallenlassens&lt;br /&gt;
aller Rechtfertigungen, Erklärungen und Verteidigungen vor dem&lt;br /&gt;
durchdringenden Blick Gottes – der um alles weiß. Bist du bereit,&lt;br /&gt;
durch Bekennen und Umkehr die Verantwortung für deine Sünde&lt;br /&gt;
gegen Gott und andere zu übernehmen? Lass uns noch ein letztes&lt;br /&gt;
Mal auf Jeremy hören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Das Nachwort zu unserer Geschichte hat die Treue Gottes zu einem untreuen Sünder zum Inhalt. Die Tiefe meiner Sünde steht in starkem Kontrast zu der unerschöpflichen Herrlichkeit der Gnade Gottes. Aus meiner eigenen Tragödie heraus habe ich gelernt, dass niemand jemals zu weit entfernt von der Gnade Gottes sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederherstellung unserer Ehe durch Gott hat Jahre in Anspruch genommen. Obwohl unsere Erinnerungen an die dunklen Jahre unserer Vergangenheit niemals ausgelöscht werden können,&lt;br /&gt;
so hat es doch eindeutig eine Reinigung der Vergangenheit in uns gegeben. Wenn die Schrift sagt, dass Gott die Jahre, die die Heuschrecken aufgefressen haben, wiederherstellen wird, dann glaube ich, dass diese Stelle extra für uns geschrieben wurde. Ich liebe Cindy von Jahr zu Jahr mehr, und sie hat mir ihre bedingungslose Vergebungsbereitschaft unzählige Male unter Beweis gestellt. Ich weiß, dass dies nur wegen des vergossenen Blutes unseres Erretters möglich ist. Er hat mir eine Gerechtigkeit gegeben, die nicht meine eigene ist und die alle meine Sünden bedeckt hat. Es ist, als ob wir zwei unterschiedliche Ehen geführt hätten – und tatsächlich ist dem auch so. Ich wünschte mir so vieles anders; ich wünschte mir, ich hätte keinen Ehebruch begangen und Cindy nicht diesen Schmerz zugefügt. Ich wünschte mir, zu meinen Kindern sagen zu können, dass ich meiner Frau treu geblieben bin vom Tage unserer Hochzeit an. Wegen meiner Sünde sind dies jedoch nur Wünsche. Schlussendlich verblassen meine Wünsche im Vergleich mit Gottes gewaltigem Vorsatz. Ich werde wahrscheinlich in&lt;br /&gt;
diesem Leben nicht mehr dahinterkommen, warum alle diese Umwege nötig waren, um dahin zu kommen, wo wir jetzt sein dürfen. Wir haben deshalb einfach aufgehört, Fragen dieser Art zu stellen, weil sie von der Herrlichkeit der Vergebung Gottes und Seinen Segnungen überstrahlt werden. Durch Gottes Gnade blicken wir nicht mehr mit Bedauern zurück, sondern mit Vorfreude nach vorne auf das, wozu Er uns berufen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erinnerungen bleiben, jedoch beeinflussen sie unser beider Leben nicht mehr. Unsere Ehe wird von Jahr zu Jahr befriedigender und angenehmer. Dadurch, dass wir unsere Augen auf den Erretter richten durften, haben wir gesehen, wie viel Er für uns getan hat, mehr als wir jemals hätten erbitten oder erdenken können. Wie wunderbar ist das!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade der Vergebung und Umkehr ist das kraftvolle Werkzeug,&lt;br /&gt;
das Gott uns gegeben hat, um den Schaden zu reparieren,&lt;br /&gt;
den die Sünde in Ehebeziehungen angerichtet hat. Wo Vergebung&lt;br /&gt;
gewährt und Umkehr ausgelebt wird, da bewirkt sie Veränderung.&lt;br /&gt;
Vergebung, die demütig gesucht und demütig gewährt wird, drückt&lt;br /&gt;
die Herrlichkeit Gottes auf sehr tiefgehende Weise aus. Warum?&lt;br /&gt;
Weil Vergebung dem Herzen des Evangeliums entspricht, der wahren&lt;br /&gt;
Demonstration der Liebe Gottes zu denjenigen, die Seinen&lt;br /&gt;
Zorn verdient hatten. John Newton hat dies so unnachahmlich&lt;br /&gt;
ausgedrückt: „Die Unveränderlichkeit der Liebe Gottes und der&lt;br /&gt;
Reichtum Seiner Gnade werden durch die vielfältige Vergebung,&lt;br /&gt;
die Er Seinem Volk zuteilwerden lässt, weitaus stärker kundgetan,&lt;br /&gt;
als wenn nie Vergebung nötig gewesen wäre.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Newton. Letters of John Newton, Nr. 24. Banner of Truth: Edinburgh, 1988. S.132-133.&amp;lt;/ref&amp;gt; Uns selbst ist die&lt;br /&gt;
größte Schuld vergeben; lasst uns lernen, wie man dem Schuldner,&lt;br /&gt;
den man geheiratet hat, auch vergibt. Das weist den Weg nach&lt;br /&gt;
vorne, wenn Sünder sich das Ja-Wort gegeben haben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 20:34:05 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Vergebung_%E2%80%93_v%C3%B6llig_und_frei</comments>		</item>
		<item>
			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Vergebung – völlig und frei</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Vergebung_%E2%80%93_v%C3%B6llig_und_frei</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/Forgiveness, Full and Free}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Wie man vereint, was Sünde getrennt hat====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abkommen sah vor, 40 Milliarden US-Dollar an Schulden zu&lt;br /&gt;
erlassen, eine bislang beispiellose Aktion in den internationalen&lt;br /&gt;
Beziehungen. Die am G8-Gipfel teilnehmenden Nationen hatten&lt;br /&gt;
beschlossen, die Schulden von achtzehn hoch verschuldeten Ländern&lt;br /&gt;
Afrikas, die dafür in Frage kamen, zu erlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. www.tagesschau.de/wirtschaft/meldung178896.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei handelte&lt;br /&gt;
es sich um den größten Schuldenerlass der Geschichte. Die&lt;br /&gt;
Handelnden der G8-Staaten beriefen sich dabei auf die Fähigkeit&lt;br /&gt;
der Geberländer, die rein ökonomischen Interessen ihrer Länder&lt;br /&gt;
großzügig zurückzustellen. 40 Milliarden US-Dollar – das sind&lt;br /&gt;
eine ganze Menge Nullen! Als die Nachricht von dieser edlen&lt;br /&gt;
Großzügigkeit um den Globus lief, wurde auch klar und deutlich:&lt;br /&gt;
Eine enorme Menge an Schulden zu erlassen, ist zugleich auch&lt;br /&gt;
eine enorm starke Botschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vorangegangenen Kapitel haben wir besprochen, welche&lt;br /&gt;
wunderbare Kraft die Gnade in der Ehe hat – besonders dann,&lt;br /&gt;
wenn sie von dem, der sie empfangen hat, auch weitergegeben&lt;br /&gt;
wird. In diesem Kapitel betrachten wir einen anderen Aspekt der&lt;br /&gt;
Gnade: Vergebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schrift sind die beiden Begriffe Vergebung und Gnade&lt;br /&gt;
so eng miteinander verbunden, dass sie fast synonym gebraucht&lt;br /&gt;
werden können. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied: Gnade&lt;br /&gt;
kann jemandem widerfahren, ohne dass er es merkt. Vergebung&lt;br /&gt;
ist jedoch ein Geschehen, das in der Regel zwei Parteien betrifft.&amp;lt;ref&amp;gt;Es wurde verschiedentlich darauf hingewiesen, dass man jemandem vergeben kann, der persönlich nicht mehr ansprechbar ist, z.B. wegen Tod, Entfernung oder Verweigerung. Dies aber ist ein Buch über die Ehe, wobei die Sünde zwischen zwei Menschen zum Tragen kommt, die miteinander im&lt;br /&gt;
selben Bett schlafen. Deshalb werden wir im vorliegenden Rahmen die von Person zu Person zum Tragen kommende Erfahrung der Vergebung betrachten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim genannten G8-Abkommen handelten wohlhabende Nationen&lt;br /&gt;
verantwortlich für eine Schuld, die von anderen verursacht&lt;br /&gt;
worden war. Die davon betroffenen Schuldner nahmen diesen Erlass&lt;br /&gt;
dankbar an und betrieben von da an ihre Staatsgeschäfte auf&lt;br /&gt;
dieser neuen Grundlage. So bedeutsam dies auch für Staaten sein&lt;br /&gt;
mag, berichtet Kapitel 18 im Matthäusevangelium jedoch von der&lt;br /&gt;
Tilgung einer weitaus größeren Summe. Und die sollte bei Sündern,&lt;br /&gt;
die sich das Ja-Wort geben, eine enorm starke Beachtung&lt;br /&gt;
finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Petrus kann offensichtlich nicht einsehen, dass man jemandem&lt;br /&gt;
immer wieder vergeben muss, wenn der an einem immer&lt;br /&gt;
wieder schuldig wird. Er war so ein typischer „dem-kann-ichwirklich-&lt;br /&gt;
nicht-folgen“-Fragesteller und wollte in Vers 21 wissen,&lt;br /&gt;
wie oft man seinem Bruder vergeben müsse. Petrus versuchte,&lt;br /&gt;
Dinge zu berechnen, die man aber nicht berechnen kann. Seiner&lt;br /&gt;
Frage war eine Unterweisung Jesu vorausgegangen, die den Umgang&lt;br /&gt;
mit Sünden innerhalb der Glaubensgemeinschaft betraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun wollte Petrus natürlich konkret werden. Wie oft muss&lt;br /&gt;
ich jemandem vergeben, bevor ich meinerseits bei ihm wieder zur&lt;br /&gt;
Sache kommen kann? Petrus hoffte also auf eine feste Abmachung&lt;br /&gt;
nach dem Motto: „Herr, lass uns dies doch geschäftsmäßig regeln,&lt;br /&gt;
sodass wir beide gewinnen. Wir wissen doch, was Vergebung auf&lt;br /&gt;
dem freien Markt für einen Wert hat. Ich biete Dir hiermit sieben&lt;br /&gt;
Mal an, und damit ist die Sache erledigt!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus schien jedoch eine andere Vorstellung vom Wert der&lt;br /&gt;
Vergebung zu haben, denn Er antwortet Petrus mit einer göttlichen&lt;br /&gt;
Mathematikübung. Wie viel ist 7 x 7? Petrus braucht an dieser&lt;br /&gt;
Stelle mehr als nur einen Taschenrechner, er braucht eine völlige&lt;br /&gt;
Erneuerung seines Verständnisses von der Liebe und Vergebung&lt;br /&gt;
Gottes. Und so führt der Herr Petrus an ein Beispiel von&lt;br /&gt;
Vergebung heran, das keinerlei Zweifel daran lässt, was wahre&lt;br /&gt;
Vergebung wirklich wert ist. Lasst uns an dieser Stelle Jesus zuhören:&lt;br /&gt;
„Deswegen ist es mit dem Reich der Himmel wie mit einem König, der&lt;br /&gt;
mit seinen Knechten abrechnen wollte. Als er aber anfing, abzurechnen,&lt;br /&gt;
wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente schuldete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er aber nicht zahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau&lt;br /&gt;
und die Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und damit zu bezahlen.&lt;br /&gt;
Der Knecht nun fiel nieder, bat ihn kniefällig und sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;''Herr, habe Geduld mit mir, und ich will dir alles bezahlen. Der Herr jenes Knechtes aber wurde innerlich bewegt, gab ihn los und erließ ihm das Darlehen. Jener Knecht aber ging hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare schuldig war. Und er ergriff und würgte ihn und sprach: Bezahle, wenn du etwas schuldig bist! Sein Mitknecht nun fiel nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, und ich will dir bezahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er die Schuld bezahlt habe. Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt und gingen und berichteten ihrem Herrn alles, was geschehen war. Da rief ihn sein Herr herbei und spricht zu ihm: Böser Knecht! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest. Solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben, wie auch ich mich deiner erbarmt habe? Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war. So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebt“ (Matthäus 18,23-35)''.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Petrus (und uns allen) beim Verstehen zu helfen, erzählt Jesus&lt;br /&gt;
das Gleichnis von einem König, der jemandem die Summe von&lt;br /&gt;
10.000 Talenten erlässt, eine Zahl, die weit über dem lag, was&lt;br /&gt;
Seine Zuhörer sich vorstellen konnten – 1 Talent entsprach 6.000&lt;br /&gt;
Denaren. Der Schuldner wiederum, dem diese riesige Summe erlassen&lt;br /&gt;
worden war, begegnet anschließend seinem Schuldner, der&lt;br /&gt;
ihm lediglich 100 Denare schuldig ist – 1 Denar entspricht ungefähr&lt;br /&gt;
dem Tageslohn eines Arbeiters. Als dieser seine Zahlungsunfähigkeit&lt;br /&gt;
erklärt, lässt er ihn, anstatt ihm seine Schuld auch zu erlassen,&lt;br /&gt;
doch glatt ins Gefängnis werfen. Der König findet heraus,&lt;br /&gt;
was geschehen ist, wird zornig auf den Gauner und ''„überlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war“.'' Um einer etwaigen Verwechslung vorzubeugen, fasst der Herr in Vers 35 das Ganze noch einmal mit diesen Worten zusammen: ''„So wird auch mein himmlischer Vater euch tun.“'' In diesem&lt;br /&gt;
Augenblick schaute Jesus nicht nur Petrus oder Seine Jünger&lt;br /&gt;
an, sondern auch einen jeden von uns, deine und meine Ehe, und&lt;br /&gt;
sagt uns genauso: „So wird auch mein himmlischer Vater euch tun.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls dich das jetzt umhaut – denn es sieht ja so aus, als ob damit&lt;br /&gt;
gesagt ist, dass Gott Seinen eigenen Kindern gegenüber unbarmherzig ist –, möchte ich die Kernwahrheit dieses Gleichnisses&lt;br /&gt;
etwas mehr hervorheben: Echte Vergebung weiterzugeben, ist ein&lt;br /&gt;
klarer Beweis dafür, dass uns von Gott vergeben ist! Die Grundaussage&lt;br /&gt;
ist die, dass Sünder, denen vergeben wurde, auch anderen&lt;br /&gt;
Sünde vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vorangegangenen Kapitel betrachteten wir „Nachsicht“,&lt;br /&gt;
nämlich die Gnade, Beleidigungen gegen uns um Christi willen zu&lt;br /&gt;
übersehen. Nachsicht kommt immer dann in Frage, wenn wir tatsächlich&lt;br /&gt;
in der Lage sind, eine erlittene Beleidigung ohne den geringsten&lt;br /&gt;
Groll mit Liebe zu bedecken. Dieses Kapitel betrachtet&lt;br /&gt;
nun ein anderes Thema, nämlich die Sünde, die nicht übersehen&lt;br /&gt;
werden kann, sondern um Christi willen betrachtet werden muss.&lt;br /&gt;
Wir werden dabei über die Vergebung sprechen, die nötig ist,&lt;br /&gt;
wenn Sünde eingestanden und bekannt wird. Und wir werden&lt;br /&gt;
versuchen, Vergebung aus einer biblischen Perspektive zu definieren,&lt;br /&gt;
vielleicht sogar in einer Art und Weise, wie du sie noch niemals&lt;br /&gt;
gesehen oder praktiziert hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach meiner pastoralen Erfahrung ist kaum ein Gnadenmittel&lt;br /&gt;
so wenig und so falsch angewandt worden wie die Vergebung.&lt;br /&gt;
Wird aber in einer Ehe die Vergebung, so wie die Bibel sie vorsieht,&lt;br /&gt;
ausgesprochen, dann gibt es keinen besseren Weg zur Hoffnung&lt;br /&gt;
und Veränderung. Um uns zu helfen, die Diskussion über&lt;br /&gt;
Vergebung praxisnah zu führen, möchte ich von einem tatsächlichen&lt;br /&gt;
Erleben berichten, der Geschichte meiner Freunde Jeremy&lt;br /&gt;
und Cindy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine bankrotte Ehe====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich kennst du Jeremy und Cindy. Du bist ihnen&lt;br /&gt;
schon begegnet, zumindest einem von ihnen. Sie sind das Paar,&lt;br /&gt;
bei dem einfach alles stimmt – attraktiv, begabt, zielstrebig. Dazu&lt;br /&gt;
noch ein hervorragendes Beispiel im Gemeindeleben. Manches&lt;br /&gt;
Mal jedoch verbirgt die Tatsache des perfekten Äußeren nur ein&lt;br /&gt;
inneres Chaos, und diese Ehe war in der Tat im Chaos gelandet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ehrgeizige Persönlichkeiten vom „Typ A“ waren sie beide in&lt;br /&gt;
der Lage, eine Menge Dinge in ihrem Leben zu bewältigen. Sie&lt;br /&gt;
verliebten sich und schienen füreinander bestimmt zu sein. Nach&lt;br /&gt;
einer prachtvollen Hochzeit etablierten sie sich im Leben der oberen&lt;br /&gt;
Mittelklasse, benötigten aber nicht lange, um herauszufinden,&lt;br /&gt;
dass dies nicht das war, was sie beide wirklich ersehnt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ehepaar, das zwei Karrieren vereinigte, hatten sie beide angenommen,&lt;br /&gt;
dass sie ihre Ehe in Teamwork führen würden. Es&lt;br /&gt;
entwickelte sich jedoch ein unterschwelliger Wettbewerb zwischen&lt;br /&gt;
ihnen. Stolz und Selbstsucht dominierten zunehmend ihr persönliches&lt;br /&gt;
Leben. Als sich dann ihre beruflichen Zielsetzungen in unterschiedliche&lt;br /&gt;
Richtungen entwickelten, zeigten sich bald Risse&lt;br /&gt;
und Spalten im schwachen Fundament ihrer Ehe. In der Geschäftigkeit&lt;br /&gt;
ihres Lebens konnte keiner von ihnen erkennen, wie diese&lt;br /&gt;
Kluft sich beständig erweiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeremy begann abzuwandern, zuerst in Gedanken, dann zunehmend&lt;br /&gt;
und immer kühner auch in Taten, bis er sich schließlich&lt;br /&gt;
völlig in einer ehebrecherischen Beziehung befand. Er beschreibt&lt;br /&gt;
dies so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Meine Gedanken und Taten wurden von meinem Stolz angetrieben. Meine Überzeugungen empfand ich als die einzig richtigen, und ich hatte ein ‚Recht‘ darauf, dass meine Bedürfnisse auch befriedigt wurden. Wann auch immer Cindy einen Bereich meines Lebens erwähnte, wo ihrer Meinung nach Veränderung schön wäre, war ich sehr schnell dabei, sie auf das hinzuweisen, was sie dabei übersah, und dass sie es doch mit mir wirklich ‚gut‘ getroffen hätte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich in Auseinandersetzungen öfters Dinge sagte wie „jede andere Frau wäre gerne mit mir verheiratet“. Anstatt mit den zunehmenden Problemen in demütiger Weise umzugehen, entschied ich mich dafür, vor meiner von Gott gegebenen Verantwortung und meinem Eheversprechen wegzulaufen, und begann eine Beziehung zu einer anderen Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weglaufen führte allmählich zu einer Verhärtung meines Herzens. Diese zeigte sich in meinem arroganten Versuch, herauszufinden, wie nahe ich der Flamme kommen konnte, ohne mich zu&lt;br /&gt;
verbrennen. Je mehr Gedanken und Zeit ich mit dieser ungöttlichen Beziehung verbrachte, umso weniger interessierten mich Cindy und mein Zuhause. Die oberflächliche Schale der Religion war dabei kein Hindernis, der Täuschung und Kraft der Lust zu erliegen. Was als Versuchung begann, entwickelte sich schließlich zum tätigen Ehebruch. Während der Monate auf dem Weg dorthin erlebte ich ungewohnte Schlaflosigkeit und Besorgnis. Es war, als rannte ich auf einem Gleis direkt auf einen zwar hörbaren, doch unsichtbaren Zug zu. Ich wusste, das einzig Richtige wäre gewesen, von den Schienen herunterzuspringen, doch stattdessen rannte ich immer schneller und schneller, angezogen von der Leidenschaft der Gefühle. Ich wies Gottes Geduld von mir, der mir monatelang Gelegenheit gab, mich von der Sünde abzuwenden, und stürzte mich stattdessen bewusst in den Abgrund.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Wenn ich hier einen Appell an Ehemänner und Ehefrauen richten&lt;br /&gt;
kann, dann diesen: Solltest du zum Abgrund der Untreue unterwegs&lt;br /&gt;
sein, sei es mit einer Person oder mit irgendeiner Form&lt;br /&gt;
von Pornographie, dann kehre bitte um von deiner Sünde und&lt;br /&gt;
wende dich an eine Person deines Vertrauens. Lies diese Geschichte&lt;br /&gt;
als eine Warnung und einen Aufruf von Gott, der dich liebt&lt;br /&gt;
und von dieser Sünde zu erretten sucht. Und den Männern möchte&lt;br /&gt;
ich besonders ans Herz legen: Jungs, erhebt euch nicht über Jeremy,&lt;br /&gt;
sondern identifiziert euch mit ihm. Wir sind ihm alle ähnlicher,&lt;br /&gt;
als wir denken.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden der Geschichte von Jeremy und Cindy in diesem&lt;br /&gt;
Kapitel weiter folgen. Ich möchte es aber für den Moment hierbei&lt;br /&gt;
belassen und noch etwas mehr darüber weitergeben, wie Vergebung&lt;br /&gt;
wirkt, besonders in einer Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergebung rechnet mit dem heiligen Gott====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legen wir menschliche Bewertungsmaßstäbe an, dann können wir&lt;br /&gt;
auf den Gedanken kommen, unsere ‚Gewohnheitssünden‘ gegen&lt;br /&gt;
unseren Ehepartner (wie beispielsweise Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit&lt;br /&gt;
oder unfreundliche Worte) entsprächen ungefähr der&lt;br /&gt;
kleinen ,100-Denare-Sünde‘. Hingegen würden wir Jeremys&lt;br /&gt;
Ehebruch als große ,10.000-Talente-Sünde‘ einordnen. Diese&lt;br /&gt;
Denkweise kann uns zu der Annahme führen, dass unsere Sünde,&lt;br /&gt;
wenn sie nicht so schlimm ist wie die von anderen Menschen (wie&lt;br /&gt;
beispielsweise die meines Ehepartners), bei Gott deshalb auch&lt;br /&gt;
nicht wirklich so negativ angesehen wird. Wenn ich meinen Gedanken&lt;br /&gt;
aber diesen Weg erlaube, dann übersehe ich dabei vollkommen&lt;br /&gt;
die Lektionen des Gleichnisses aus Matthäus 18 – und&lt;br /&gt;
ich gehe auch am Herzen des Evangeliums vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewiss, viele Ehefrauen und Ehemänner werden Opfer&lt;br /&gt;
schrecklicher Verfehlungen. Einige der Leser erleiden vielleicht&lt;br /&gt;
immer noch unter das Trauma abscheulichen Missbrauchs, sei es&lt;br /&gt;
körperlicher oder seelischer Art. Andere mögen Ehepartner haben,&lt;br /&gt;
die sich weit von ihnen entfernt haben. Und doch – wie wir in&lt;br /&gt;
Kapitel 2 gesehen haben – können wir die gute Nachricht von Jesus&lt;br /&gt;
Christus im Evangelium nicht wirklich begreifen, bis wir erkannt haben, dass unsere eigene Sünde gegen den heiligen Gott&lt;br /&gt;
eine weitaus größere Ungerechtigkeit darstellt als irgendetwas, was&lt;br /&gt;
uns widerfahren sein mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser liebender Vater weiß sehr wohl um die Schwere der&lt;br /&gt;
Sünde, die dir angetan wird. In Seiner vollkommenen Heiligkeit&lt;br /&gt;
und Allwissenheit übersieht Er keine einzige Sünde. Aber in derselben&lt;br /&gt;
Heiligkeit und Allwissenheit nimmt Er auch jede deiner&lt;br /&gt;
Sünden wahr, egal wie groß oder klein sie dir erscheinen mögen&lt;br /&gt;
und egal unter welchen Umständen du sie getan hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit will ich sagen: In den Augen unseres mitfühlenden und&lt;br /&gt;
liebevollen Gottes ist Sünde gleich Sünde und Schuld gleich&lt;br /&gt;
Schuld. Und alle Sünde ist gegen Seine grenzenlose Heiligkeit gerichtet.&lt;br /&gt;
Meine läppische Gleichgültigkeit meiner Frau gegenüber&lt;br /&gt;
ist ausreichende Berechtigung für den vollen Zorn Gottes über&lt;br /&gt;
mir und bedarf des Blutes meines Erlösers, um sie zu tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist richtig, dass manche Sünden, die Ehepartner einander&lt;br /&gt;
antun, aus biblischer und rationaler Sicht als größer oder kleiner&lt;br /&gt;
angesehen werden können, besonders was ihre Folgen angeht.&lt;br /&gt;
Aber Jesus beabsichtigte mit Seinem Gleichnis nicht, große und&lt;br /&gt;
kleine Sünden miteinander zu vergleichen, sondern Er wollte der&lt;br /&gt;
Lehre von der Vergebung grundsätzlich eine solche Bedeutung&lt;br /&gt;
verleihen, die unsere Vorstellung weit übertrifft und die uns die&lt;br /&gt;
Herrlichkeit der Gnade Gottes offenbaren soll. Der König, der im&lt;br /&gt;
Gleichnis Gott repräsentiert, war dem undankbaren Diener gegenüber,&lt;br /&gt;
der uns darstellt, unvorstellbar gütig. Aber der demonstrierte&lt;br /&gt;
mit seinem Verhalten deutlich, dass er die Tragweite dessen,&lt;br /&gt;
was ihm widerfahren war, nicht begriffen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen verstehen, dass das Entscheidende bei unserer&lt;br /&gt;
Sünde nicht ihre Gewichtung ist, sondern ''der Status'' dessen, gegen&lt;br /&gt;
den wir gesündigt haben. Hier liegt der Schlüssel. Und deshalb&lt;br /&gt;
versetzt die Tatsache, dass jede Sünde ''gegen Gott'' gerichtet ist, uns&lt;br /&gt;
in das ‚Lager der 10.000 Talente‘ – also in das Lager der schwersten&lt;br /&gt;
Sünde. Das ist ein zentraler Punkt in diesem Gleichnis. In&lt;br /&gt;
dem Gebetbuch „Das Tal der Visionen“ betete einer der Puritaner:&lt;br /&gt;
„Lass mich nie vergessen, dass die Abscheulichkeit der Sünde&lt;br /&gt;
nicht so sehr in der Art der begangenen Sünde liegt, sondern in&lt;br /&gt;
der Größe der Person, gegen die gesündigt wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;„''Demütigung''“. in: Arthur S. Bennet (Hrsg.). The Valley of Vision: A Collection of Puritan Prayers and Devotions. Banner of Truth: Edinburgh, 1975. S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Größe“&lt;br /&gt;
einer Sünde wird letztlich nicht durch die Sünde selbst festgelegt,&lt;br /&gt;
sondern durch denjenigen, gegen den die Sünde gerichtet ist.&lt;br /&gt;
Sünde ist deshalb unendlich böse, weil sie den Einen ablehnt, der&lt;br /&gt;
unendlich heilig und gut ist. Je mehr wir die Vollkommenheit der&lt;br /&gt;
Heiligkeit Gottes erkennen, umso offensichtlicher wird uns diese&lt;br /&gt;
Wahrheit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um der Wahrheit und um unserer Ehe willen müssen wir uns&lt;br /&gt;
dringend in den Schuhen des 10.000-Talente-Schuldners sehen.&lt;br /&gt;
Die Wertschätzung der gewaltigen Tatsache, dass uns eine massive&lt;br /&gt;
Schuld erlassen wurde (unsere Sünde gegen Gott), bildet die Basis&lt;br /&gt;
und den Ausgangspunkt für unser Vergeben anderen gegenüber,&lt;br /&gt;
die gegen uns gesündigt haben, die wir nur Menschen und nicht&lt;br /&gt;
Gott sind. Wir werden niemals in der Lage sein, einander zu vergeben,&lt;br /&gt;
wenn wir nicht die Tiefe unserer eigenen Sünde gegen&lt;br /&gt;
Gott und den Reichtum Seiner Vergebung uns gegenüber begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nun vor dem Hintergrund von Jeremy und&lt;br /&gt;
Cindy betrachten, dann sollten wir uns sofort unsere 10.000-&lt;br /&gt;
Talente-Schuld eingestehen. Denn jeder Ehepartner – egal um wie&lt;br /&gt;
viel höher nach unserer Berechnung der Schuldanteil des anderen&lt;br /&gt;
ist – braucht Einen, der zwischen ihm und dem berechtigten Zorn&lt;br /&gt;
Gottes steht. Wir alle brauchen den Erretter. 2. Korinther 5&lt;br /&gt;
spricht darüber in dieser Weise: ''„Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.“'' Jesus tilgte unsere Schuld und gab uns dadurch einen&lt;br /&gt;
vollkommen gerechten Stand vor Seinem heiligen Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Puritaner Matthew Henry kommentierte dieses Gleichnis&lt;br /&gt;
folgendermaßen: „Wenn dieser Stand das Maß der Vergebung ist,&lt;br /&gt;
das der Jünger durch Christus empfangen hat, dann ist jede Begrenzung&lt;br /&gt;
von Vergebung, die er seinem Bruder gegenüber zeigt,&lt;br /&gt;
undenkbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;R.T. France. Tyndale New Testament Commentaries: Matthew. IVP: Leicester, 1985. S. 277.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ist der Grund dafür, warum dieses Gleichnis&lt;br /&gt;
mit einer so düsteren Warnung endet. Gott wird nicht zulassen,&lt;br /&gt;
dass Seine vollkommene Vergebung so verspottet und beleidigt&lt;br /&gt;
wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wir jetzt sehen werden, wurde Jeremy schließlich durch&lt;br /&gt;
eine Begegnung mit dem heiligen Gott dazu gebracht, seiner Frau&lt;br /&gt;
seinen Ehebruch zu bekennen. Er schreibt Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich glaube, Gott gebrauchte das ungezügelte Wesen meiner Sünde und vor allem auch ihre vernichtende Auswirkung, um mich wieder zur Besinnung zu bringen und mir die Notwendigkeit eines Erretters einzugestehen; ich konnte keinem anderen die Schuld für mein Verhalten zuschieben. Ich warf alle bisherigen religiösen Ausflüchte über Bord und suchte stattdessen die Gnade Gottes. Ich sehnte mich sehr nach Cindys Vergebung und der Wiederherstellung unserer Ehe. Und doch wusste ich, dass meine größte Not war, Vergebung von Gott zu erlangen. Eines Nachts bekannte ich meine schreckliche Sünde vor dem Allerhöchsten und flehte: „Gott, selbst wenn Cindy sich zur Scheidung entschließt (und ich wusste, dass sie biblisch gesehen jedes Recht dazu besaß), so weiß ich doch, dass ich an dieser Ehe kein Recht habe. Alles, was ich jemals verdiente, war Zorn. Vergib mir meinen Ehebruch im Herzen und in Taten, gegen Dich und gegen sie, aufgrund des Blutes, das Dein Sohn vergossen hat. Ich nehme Ihn und Sein Werk an, wie auch jede Züchtigung, die Du verlangst, um mein Herz zu verändern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An jenem Tag erhob sich – aus der Asche meines Bekenntnisses – die erste echte Liebe zu Gott. Ich hatte sie so zuvor nicht gekannt. Ich empfand ein Verlangen danach, der Vater und Ehemann zu sein, zu dem Gott mich berufen hatte. Ich hatte aus mir selbst heraus ja schon den Beweis erbracht, einer solchen Bezeichnung nicht würdig zu sein. Denn ich war unfähig, sie mit Inhalt zu füllen. Zum ersten Mal in meinem Leben empfand ich nun meine Schwachheit und Unzulänglichkeit. Bislang hatte ich stets gedacht, ich könne alles erreichen, wenn ich mich nur ernsthaft darauf einließe. Nun aber erkannte ich, dass echte Frucht in meinem Leben ein Wirken Gottes sein musste und dass ich dabei lediglich der Empfänger Seiner Gnade und Gaben war. Ich konnte den Schmerz der Vergangenheit auch nicht einfach ausradieren oder Hoffnung für die Zukunft entwickeln und irgendwie Frieden herstellen. Auch konnte ich Cindys Herz nicht verändern, sodass sie mir vergab und mich neu liebte. Nur ein Gott, der die Kraft besaß, einen Sünder wie mich zu erretten, konnte eine solch zerstörte Ehe wie die unsere&lt;br /&gt;
wiederherstellen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeremys Umkehr begann auf seinen Knien am Fuße des Kreuzes.&lt;br /&gt;
Er war ein schwacher und zerbrochener Mann geworden. Genau&lt;br /&gt;
das, was seine Ehe brauchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergebung ist kostspielig====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was war mit Cindy? Was hat Jeremys Ehebruch in ihr bewirkt?&lt;br /&gt;
Sie schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Als ich vom Ehebruch meines Mannes erfuhr, schien es, als käme unser rasantes Leben mit einer Vollbremsung zum Stillstand. Eine Dunkelheit und Einsamkeit, wie ich sie bislang nicht gekannt hatte, hüllte mich ein. Alles, was ich in jener Zeit erlebte, war mit schier überwältigender Finsternis und Trauer behaftet – fast so, als ob jemand gestorben wäre. Ich wandte mich Gott zu und rief Ihn um Hilfe an, Tag und Nacht. Doch der Schmerz blieb so stark. Angst vor der Zukunft, der Stachel, verraten worden zu sein, und die Frage:&lt;br /&gt;
„Wie konnte Gott so etwas zulassen?“ wirbelten unaufhörlich in mir herum. Meine Gefühle waren immer wieder hin- und hergerissen von großer Traurigkeit, Eifersucht, Wut, Angst und sogar Courage, die im Nachhinein betrachtet wahrscheinlich eine Art Selbstschutz war. Ich wollte es doch irgendwie auch nicht wahrhaben, dass meine Ehe gescheitert war. Ich begann, Gottes Charakter in Frage zu stellen, machte Ihm schwere Vorwürfe, sah Ihn als hart, untreu, ja als grausam an. Ich gab meinen Gedanken weiten Raum, was zu Weinkrämpfen und Zornausbrüchen führte. Danach ging ich zumeist über in eine Phase der Selbstverurteilung und Depression. Selbst meine Träume waren furchterregend und weckten mich manchmal mitten in der Nacht auf. Je länger, je mehr zog ich mich zurück und verbrachte viel Zeit mit mir selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir bewusst, dass mancher, der diese Passage liest, sich so&lt;br /&gt;
fühlt, als ob Cindys Worte seine eigenen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell dir vor, auch dich ereilt eiskalt eine so bittere Realität,&lt;br /&gt;
verursacht durch die Untreue des Ehepartners oder durch irgendeine&lt;br /&gt;
andere schwere und schmerzliche Sünde gegen dich. Nun&lt;br /&gt;
findest du dich in einer Situation wieder, von der du wünschst, sie&lt;br /&gt;
ginge einfach weg, obwohl du genau weißt, dass dies nicht der Fall&lt;br /&gt;
sein wird. Das bedeutet, du stehst vor der Entscheidung, deinem&lt;br /&gt;
Partner zu vergeben – oder nicht. Diese Entscheidung wird durch&lt;br /&gt;
etwas verkompliziert, das alle Christen lernen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergebung ist kostspielig und kostet manchmal mehr, als wir&lt;br /&gt;
zu haben meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist, als ob Vergebung unter uns wie durch eine Röhre mit&lt;br /&gt;
drei Ventilen fließt. Alle drei müssen geöffnet sein, damit Vergebung&lt;br /&gt;
von einer zur anderen Person fließen kann. Das erste Ventil&lt;br /&gt;
wird von demjenigen betätigt, der gesündigt hat; es besteht aus&lt;br /&gt;
Umkehr und der Bitte um Vergebung. Wir können sehen, wie&lt;br /&gt;
Jeremy begann, dieses erste Ventil aufzudrehen. Er erkannte seine&lt;br /&gt;
Sünde zuerst und zumeist als gegen Gott gerichtet und verzichtete&lt;br /&gt;
auf jeglichen Anspruch eigener Gerechtigkeit. Er drückte seine&lt;br /&gt;
Buße aus, indem er eine feste Entscheidung traf, sich von seiner&lt;br /&gt;
Sünde ab- und Gottes Wegen zuzuwenden. Er akzeptierte auch&lt;br /&gt;
alle Konsequenzen, die sich aus seinem früheren Handeln ergeben&lt;br /&gt;
hatten. Und ebenso war er von Herzen bereit, zukünftig Gott zu&lt;br /&gt;
gefallen, egal was der Preis dafür sein würde. Aus der Trauer über&lt;br /&gt;
seine Sünde und aus dem festen Vorsatz der Umkehr heraus bat er&lt;br /&gt;
Cindy demütig um Vergebung, ohne eine Forderung an sie zu erheben.&lt;br /&gt;
Wahre Vergebung wird am ehesten dadurch ausgelöst, dass&lt;br /&gt;
derjenige, der die Sünde begangen hat, sein Ventil weit öffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen beiden Ventile werden von demjenigen betätigt,&lt;br /&gt;
gegen den die Sünde gerichtet war. Diese Ventile zu öffnen, kann&lt;br /&gt;
genauso schwierig sein wie das erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ventil Nummer zwei ist das Ventil der Gnade. Es befreit den&lt;br /&gt;
Sünder von der Haftung für seine Sünde, sodass er nicht bestraft&lt;br /&gt;
wird. Um dieses Ventil zu öffnen, muss derjenige, gegen den gesündigt&lt;br /&gt;
wurde, der Versuchung widerstehen, genauso zu reagieren&lt;br /&gt;
wie jener Diener, der ohne Bereitschaft zur Vergebung einfach&lt;br /&gt;
rief: „''Bezahle mir, was du mir schuldest!“'' Eine solche Bitterkeit gestoppt,&lt;br /&gt;
wenn wir das Ventil der Liebe öffnen. Ruf dir Emmas&lt;br /&gt;
Reaktion auf Gordons Bekenntnis aus unserem letzten Kapitel in&lt;br /&gt;
Erinnerung. Wie einfach wäre es für Emma gewesen, gegen den&lt;br /&gt;
jahrelang so herzlosen Gordon die Schleusen der Anklage zu öffnen?&lt;br /&gt;
Stattdessen ‚bedeckte‘ Emma Jahre erlittener Sünde mit&lt;br /&gt;
Barmherzigkeit und Gnade. Und genau diese Gnade stellte entscheidend&lt;br /&gt;
die Weichen für die nachfolgende Entwicklung der&lt;br /&gt;
ganzen Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dritte Ventil, das nun noch geöffnet werden muss, ist die&lt;br /&gt;
Bereitschaft dessen, gegen den die Sünde gerichtet war, den Preis&lt;br /&gt;
dieser Sünde auch abzufangen. Zum Beispiel wurden deine Gefühle schwer verletzt, und das schmerzt. Wird dieser Schmerz bei&lt;br /&gt;
dir nun abklingen, oder forderst du noch Bezahlung dafür? Dein&lt;br /&gt;
Vertrauen wurde wegen dem, was dir angetan wurde, schwer erschüttert.&lt;br /&gt;
Wird dein Herz nun versuchen, deinen Ehepartner zu&lt;br /&gt;
zwingen, dir das, was er oder sie dir schuldet, wieder zu erstatten?&lt;br /&gt;
Oder wirst du den Fußspuren des Herrn folgen und bereit sein,&lt;br /&gt;
die Kosten dafür auf dich zu nehmen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere natürliche Reaktion auf Sünde ist in der Regel immer&lt;br /&gt;
Matthäus 18, Vers 28 in Reinkultur: „Bezahle, was du mir schuldest,&lt;br /&gt;
und bezahle es jetzt!“ Das heißt, unsere emotionale Reaktion&lt;br /&gt;
ist nicht geistlich, auch nicht, wenn sie sich so anfühlt‚ als sei sie&lt;br /&gt;
berechtigt. Wir haben nämlich sehr schnell den Verdacht, Gottes&lt;br /&gt;
Methoden könnten nicht funktionieren. Darum erachten wir die&lt;br /&gt;
biblische Reaktion, Sünde zu vergeben und auf jeden Haftungsanspruch&lt;br /&gt;
an den Partner zu verzichten, als unmöglich schwer und&lt;br /&gt;
natürlich auch als nicht gerecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende bleibt in solchen Fällen meist nur eine Art Wischiwaschi-&lt;br /&gt;
Abmachung übrig, bei der man sich ungefähr in der Mitte&lt;br /&gt;
trifft. Man besteht zwar nicht in Trotzhaltung auf volle Genugtuung,&lt;br /&gt;
aber man schenkt auch nicht die volle und freie Vergebung&lt;br /&gt;
Gottes weiter. Solch ein Kompromiss ist dann ungefähr so oberflächlich&lt;br /&gt;
wie diese Worte: „Ach, lass mal, das ist schon okay so!“&lt;br /&gt;
Oder: „Natürlich vergebe ich dir“ (allerdings mit dem Unterton:&lt;br /&gt;
‚solange so etwas nicht mehr vorkommt!‘). Man kann aber auch&lt;br /&gt;
schlicht die Vergebung verweigern und die Sünde des anderen wie&lt;br /&gt;
einen alten Haftbefehl mit sich herumtragen, den man bei gegebenem&lt;br /&gt;
Anlass sofort vollstrecken könnte. Die Bibel bezeichnet&lt;br /&gt;
dies als Bitterkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahre Vergebung sieht die Sünde des anderen ungeschönt als&lt;br /&gt;
so böse an, wie sie tatsächlich ist, kommt auch definitiv auf sie zu&lt;br /&gt;
sprechen, aber übernimmt anschließend die Kosten – durch die&lt;br /&gt;
Kraft der überfließenden Gnade Gottes. Solche Vergebung setzt&lt;br /&gt;
den Sünder wieder frei, das Sündenkonto wird gelöscht, geschlossen&lt;br /&gt;
und aufgelöst. Genau so, wie wir es in Matthäus 18 gesehen&lt;br /&gt;
haben. Ken Sande sagt dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Vergebung kann eine sehr kostspielige Angelegenheit sein. Übernimmt man eine Schuld, dann verschwindet diese nicht einfach. Stattdessen wird eine Haftung übernommen, die jemand anderes hätte tragen müssen. In vergleichbarer Weise verlangt es die Vergebung, die Auswirkungen der Sünde einer anderen Person zu übernehmen und sie nicht mehr für ihre Schuld haftbar zu machen. Das ist genau das, was Christus auf Golgatha vollbracht hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ken Sande. The Peacemaker. Baker Books: Grand Rapids, MI, 1991. S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es also. Nichts in uns würde uns von Natur aus auf den&lt;br /&gt;
Gedanken bringen, solch weitgehende, biblische Vergebung zu&lt;br /&gt;
praktizieren; das empfinden wir einfach als viel zu hart. Erschwerend&lt;br /&gt;
kommt die Tatsache hinzu, dass das Gewähren einer solch&lt;br /&gt;
tiefgreifenden Vergebung noch nicht einmal eine Garantie dafür&lt;br /&gt;
ist, dass uns dieselbe Sünde nicht doch noch einmal angetan wird.&lt;br /&gt;
Warum sich also darum bemühen? Nun, einfach deshalb, weil&lt;br /&gt;
Christus uns genau diese völlige und kostenfreie Vergebung auf&lt;br /&gt;
Golgatha geschenkt hat. Und das, obwohl Er wusste, dass wir Ihm&lt;br /&gt;
dieselbe Sünde wieder antun würden. Nachdem wir nun eine solche&lt;br /&gt;
Vergebung empfangen haben, sind wir durch die Kraft des&lt;br /&gt;
Heiligen Geistes in der Lage, auch anderen dieselbe Vergebung zu&lt;br /&gt;
schenken. Sünder, denen vergeben wurde, vergeben Sünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahrheit war es, die letztendlich die richtige Reaktion&lt;br /&gt;
Cindys auf Jeremys Bekenntnis ausgelöst hat. Es mag dich schockieren,&lt;br /&gt;
aber damit Cindy Jeremy wirklich vergeben konnte, musste&lt;br /&gt;
sie zuerst noch einmal ihre eigene Sünde näher betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich wusste, was das Wort Gottes über Vergebung sagt – dass ich im Lichte der großen Gnade Christi am Kreuz doch immer wieder freimütig vergeben sollte. Aber ich konnte auf diesem Gebiet meine eigene Sünde nicht deutlich genug erkennen. Und das wurde mir in der Tat zum Hindernis, Jeremy zu vergeben. Dieser Prozess nahm Zeit in Anspruch, wie mir schien viel zu viel Zeit. Manchmal dachte ich, ich würde es überhaupt nicht schaffen, andere Male wollte ich alles hinschmeißen und die Ehe beenden. Ich war kurzsichtig und wollte ein sofortiges Ende meiner Schmerzen, hier und jetzt. Denn ich hoffte, wenn mit der Ehe Schluss ist, wird auch Schluss mit meinen Schmerzen sein. Ich machte mir aber nur wenige Gedanken&lt;br /&gt;
über die langfristigen Konsequenzen einer Ehescheidung. Nur durch Gottes Gnade beschritt ich diesen Weg nicht. Ich verfiel aber oft in Bitterkeit, tat dann darüber Buße – und fing wieder von vorne an. Je mehr ich aber in dieser Zeit das gepredigte Evangelium hörte, umso mehr war ich in der Lage, es zu verstehen und auf meine Situation anzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allmählich erkannte ich meine eigene, tiefe Sündhaftigkeit und Gottes Erbarmen mit mir. Es war sehr hart, meinen eigenen Anteil am Zerbruch unserer Ehe einzugestehen. Ich wollte nur seine Seite in Augenschein nehmen und es dabei belassen. Aber Gott half mir, zu sehen, dass ich – obwohl Opfer der Sünde meines Mannes – auch für mich selbst nicht auf unschuldig plädieren konnte – schon gar nicht vor einem heiligen Gott. Das Evangelium gab mir die Kraft, meinem Mann zu vergeben. Christus war für unsere beider Sünden gestorben und hatte den vollen Kelch des Zornes Gottes, den wir beide verdient hatten, ausgetrunken. Durch die Offenbarung dieser Wahrheit wurde ich entwaffnet und demütig gemacht; ich sah, dass wir in Sachen Sünde mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede hatten. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand dann echte Vergebungsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies praktisch auszuleben, gelang allerdings nicht immer ganz reibungslos. Es gab Zeiten, da offenbarte sich mir Gott und zeigte mir dieses Sein Evangelium in unglaublicher Weise. Ich erlebte dann echte Hoffnung, spürte Vergebung – und Freude. Es gab aber auch die gewöhnlichen Tage, den routinierten Alltag, wo ich überhaupt nichts verspürte; Gott lehrte mich aber, nicht auf meine Gefühle zu bauen, sondern auf Seine Gnade, die durch das Kreuz für mich da war. Ich erkannte schließlich, dass Gott mir diese fundamentale Veränderung meines Charakters schenken wollte. Ich sollte lernen, das Evangelium im Zentrum zu haben und aus dieser Mitte heraus zu leben.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war menschlich gesehen wohl äußerst schwer, aber Cindy war&lt;br /&gt;
durch die Kraft des Evangeliums doch in der Lage, Jeremy aufrichtig,&lt;br /&gt;
voll und ganz zu vergeben. Es bedurfte dieser Erkenntnis,&lt;br /&gt;
dass das Evangelium von der Vergebung Christi ihre eigene Sünde&lt;br /&gt;
genauso umfasste wie seine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Vergebung gebraucht Altes zum Bau von Neuem====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben die ernüchternde Warnung aus dem Gleichnis in Matthäus&lt;br /&gt;
18 gelesen: Es wird dem nicht vergeben, der selbst nicht&lt;br /&gt;
vergibt. Jesus wollte Petrus klarmachen, dass sich seine Vorstellung&lt;br /&gt;
von Vergebung völlig von dem unterschied, was sie im Reich&lt;br /&gt;
Gottes bedeutet – und was Christus in diese Welt brachte. Petrus&lt;br /&gt;
musste erkennen – und das müssen auch wir –, dass Vergebung&lt;br /&gt;
dieser himmlischen Art nicht nur für den außergewöhnlichen&lt;br /&gt;
Heiligen gedacht ist. Vergebung gehört zum Kern des Evangeliums&lt;br /&gt;
und soll deshalb Wesensbestandteil eines jeden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Vergebung mit all ihren segensreichen Auswirkungen&lt;br /&gt;
praktizieren zu können, müssen wir eine weitere, letzte Komponente&lt;br /&gt;
verstehen: Unsere Motivation, aus der heraus wir Vergebung&lt;br /&gt;
gewähren, muss mit Gottes Absicht im Einklang sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Perspektive, die Gott mit dem Vergebungsgedanken&lt;br /&gt;
verfolgt, zeigt uns Jesus durch den biblischen Zusammenhang&lt;br /&gt;
auf, in dem das Gleichnis in Matthäus 18 steht. Unmittelbar davor&lt;br /&gt;
spricht Jesus nämlich davon, wie mit fortgesetzter bewusster&lt;br /&gt;
Sünde in einer lokalen Gemeinde umgegangen werden soll. Er&lt;br /&gt;
beschließt diesen Abschnitt mit einer Bekräftigung der Herrschaft&lt;br /&gt;
Seines Königreiches, indem Er sagt: ''„Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte“ (Matthäus 18,20).'' Das ist die Stelle, an der Petrus dann seine Frage&lt;br /&gt;
stellt, wie oft man jemandem vergeben müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen also, wie der gesamte Abschnitt, sowohl das Gleichnis&lt;br /&gt;
aus Matthäus 18, 21-35 als auch die sieben Verse davor, auf&lt;br /&gt;
dasselbe zielt, wie nämlich Sünder im Reich Gottes miteinander&lt;br /&gt;
umgehen sollen. Die Worte „''wenn zwei oder drei versammelt sind''“&lt;br /&gt;
gehen unausgesprochen davon aus, dass dabei Sünde vorkommt,&lt;br /&gt;
doch soll diese niemals trennend wirken. Hier trifft die Botschaft&lt;br /&gt;
von der Vergebung auf die blanke Realität des Lebens nach dem&lt;br /&gt;
Sündenfall. Aber sie bewirkt Hoffnung auch für die am tiefsten&lt;br /&gt;
zerrüttete Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motivation zur Vergebung soll also weit darüber hinausgehen,&lt;br /&gt;
als nur Gottes Missbilligung zu entgehen oder den durch&lt;br /&gt;
die Sünde bewirkten Schmerz loszuwerden. Es geht auch um die&lt;br /&gt;
so grundsätzliche Frage der Gemeinschaft, die ohne Gottes Vergebungskonzept&lt;br /&gt;
überhaupt nicht möglich wäre. Christus kam und&lt;br /&gt;
hat die Basis für Vergebung geschaffen, damit wir untereinander&lt;br /&gt;
auch Harmonie und Herzensfrieden haben können. Eben auch&lt;br /&gt;
darum lehrte und praktizierte der Sohn Gottes Vergebung. Gott&lt;br /&gt;
möchte uns, nachdem Er uns vergeben hat, nicht als ‚Bummelanten‘&lt;br /&gt;
in Seinem Reich haben, sondern Er ruft uns zu aktiver Vergebungsbereitschaft&lt;br /&gt;
auf, damit Sein Volk in der Tat auch eins ist&lt;br /&gt;
und dies gerade auch in einzigartiger und außergewöhnlicher Weise&lt;br /&gt;
in der Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Evangelium hat – wenn wir uns erinnern – etwas Erstaunliches&lt;br /&gt;
geschaffen: Beziehungen unter Sündern, durch die die&lt;br /&gt;
Herrschaft des Königs erlebt und ausgedrückt wird! Siehst du deine&lt;br /&gt;
Ehe in diesem Licht? Siehst du sie als Ort, an welchem zwei&lt;br /&gt;
Sünder in ihrer Beziehung die Herrschaft Christi erleben und erfahren?&lt;br /&gt;
Wenn Sünder sich das Ja-Wort geben, anerkennen sie&lt;br /&gt;
damit auch die Gegenwart des Sohnes Gottes und Seine Herrschaft&lt;br /&gt;
in ihrem ‚Unternehmen Ehe‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Taumelst du unter der bedrückenden Sünde deines Ehepartners?&lt;br /&gt;
Wenn er beziehungsweise sie nun mit einem zerbrochenen&lt;br /&gt;
Herzen und aufrichtigem Bekenntnis zu dir käme, wärst du dann&lt;br /&gt;
bereit zu vergeben? Erinnere dich: Sünder, denen vergeben ist,&lt;br /&gt;
vergeben Sünde. Vielleicht kann Cindy dich mit ihrer Erfahrung&lt;br /&gt;
inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Im Laufe der Zeit veränderte Gott uns beide. Ich konnte echte Veränderungen im Verhalten meines Mannes erkennen, doch war ich sehr zurückhaltend, ihm wieder zu vertrauen. Allmählich geschah aber eine Wiederherstellung. Ich begann, mich wieder darauf zu freuen, mit ihm zusammen zu sein, und diese Vorfreude hat über die Jahre zugenommen – und tut es noch heute. Gott hat uns beide wiederhergestellt. Und in dem Maße, wie wir Ihm folgten und unsere Erfüllung in Ihm fanden, schwappte die persönliche Beziehung zu Gott jeweils auf den anderen über. Es schien einen nicht endenden Vorrat an Gnade zu geben, und Hoffnung und Freude fingen wieder an, mein Herz zu erfüllen. Mittlerweile hat Gott mich dahin gebracht, dass ich aufrichtig sagen kann, dass ich meinen Mann von Herzen liebe und ihm in allem folgen möchte, so wie er Gott nachfolgt. Dies ist schlicht ein Wunder der Gnade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bereich, der sich für mich nachhaltig geändert hat, ist meine Ansicht über den Charakter Gottes. Ich erkannte Ihn – wie nie zuvor – als so gut, so treu und so gütig. Ich glaube, dies kam hauptsächlich daher, dass ich immer wieder das Evangelium von Seiner unverdienten Gnade hörte und mir dadurch die Vergebung meiner eigenen Schuld so groß wurde. Und gewiss kam es auch daher, dass später mein Mann, unsere Familie und andere um mich herum dieses herrliche Evangelium auslebten. Das führte mich zu immer mehr Hoffnung und Zuversicht, dass die Wiederherstellung unserer Ehe wirklich nachhaltig war. Seither zeigt mir Gott immer wieder durch das Kreuz Seine große Liebe. Ich habe lernen dürfen, dass ich das Evangelium niemals erschöpfen kann, sondern dass ich täglich etwas mehr davon für mich in Erfahrung bringen darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stehe erstaunt vor dem stillen Wunder, das mein Mann und ich erlebt haben. Es war möglich aufgrund des Sieges Jesu über meine Sünde auf Golgatha. Er hat mir gezeigt, dass es in meinem Leben nicht um mich geht, sondern zuerst um Ihn, und das wiederum ist gut für mich. Des Herrn Wege sind nicht meine, aber sie sind gut und vertrauenswürdig. Und der Reichtum des Evangeliums, diese Perle von so großem Wert, gehört mir in Christus. Das ist mir sichere Grundlage auf meinem verbleibenden Weg nach Hause!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es in deiner Ehe an Vergebung mangelt, dann hat Gott&lt;br /&gt;
vielleicht auch für dich und deinen Ehepartner ein stilles Wunder&lt;br /&gt;
bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder wäre es denkbar, dass es, ähnlich wie damals bei Jeremy,&lt;br /&gt;
in deinem Leben eine sündige, gegen deinen Ehepartner gerichtete&lt;br /&gt;
Gewohnheit gibt, wovon du noch nicht umgekehrt bist oder sie&lt;br /&gt;
bekannt hast? Sollte dies der Fall sein, dann strebe doch nach der&lt;br /&gt;
Gnade Gottes. Ich bin der Überzeugung, dass Er sie dir zukommen&lt;br /&gt;
lassen möchte, auch durch das, was du hier gelesen hast. Es&lt;br /&gt;
bedarf dazu der Demütigung deines Herzens, des Fallenlassens&lt;br /&gt;
aller Rechtfertigungen, Erklärungen und Verteidigungen vor dem&lt;br /&gt;
durchdringenden Blick Gottes – der um alles weiß. Bist du bereit,&lt;br /&gt;
durch Bekennen und Umkehr die Verantwortung für deine Sünde&lt;br /&gt;
gegen Gott und andere zu übernehmen? Lass uns noch ein letztes&lt;br /&gt;
Mal auf Jeremy hören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Das Nachwort zu unserer Geschichte hat die Treue Gottes zu einem untreuen Sünder zum Inhalt. Die Tiefe meiner Sünde steht in starkem Kontrast zu der unerschöpflichen Herrlichkeit der Gnade Gottes. Aus meiner eigenen Tragödie heraus habe ich gelernt, dass niemand jemals zu weit entfernt von der Gnade Gottes sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederherstellung unserer Ehe durch Gott hat Jahre in Anspruch genommen. Obwohl unsere Erinnerungen an die dunklen Jahre unserer Vergangenheit niemals ausgelöscht werden können,&lt;br /&gt;
so hat es doch eindeutig eine Reinigung der Vergangenheit in uns gegeben. Wenn die Schrift sagt, dass Gott die Jahre, die die Heuschrecken aufgefressen haben, wiederherstellen wird, dann glaube ich, dass diese Stelle extra für uns geschrieben wurde. Ich liebe Cindy von Jahr zu Jahr mehr, und sie hat mir ihre bedingungslose Vergebungsbereitschaft unzählige Male unter Beweis gestellt. Ich weiß, dass dies nur wegen des vergossenen Blutes unseres Erretters möglich ist. Er hat mir eine Gerechtigkeit gegeben, die nicht meine eigene ist und die alle meine Sünden bedeckt hat. Es ist, als ob wir zwei unterschiedliche Ehen geführt hätten – und tatsächlich ist dem auch so. Ich wünschte mir so vieles anders; ich wünschte mir, ich hätte keinen Ehebruch begangen und Cindy nicht diesen Schmerz zugefügt. Ich wünschte mir, zu meinen Kindern sagen zu können, dass ich meiner Frau treu geblieben bin vom Tage unserer Hochzeit an. Wegen meiner Sünde sind dies jedoch nur Wünsche. Schlussendlich verblassen meine Wünsche im Vergleich mit Gottes gewaltigem Vorsatz. Ich werde wahrscheinlich in&lt;br /&gt;
diesem Leben nicht mehr dahinterkommen, warum alle diese Umwege nötig waren, um dahin zu kommen, wo wir jetzt sein dürfen. Wir haben deshalb einfach aufgehört, Fragen dieser Art zu stellen, weil sie von der Herrlichkeit der Vergebung Gottes und Seinen Segnungen überstrahlt werden. Durch Gottes Gnade blicken wir nicht mehr mit Bedauern zurück, sondern mit Vorfreude nach vorne auf das, wozu Er uns berufen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erinnerungen bleiben, jedoch beeinflussen sie unser beider Leben nicht mehr. Unsere Ehe wird von Jahr zu Jahr befriedigender und angenehmer. Dadurch, dass wir unsere Augen auf den Erretter richten durften, haben wir gesehen, wie viel Er für uns getan hat, mehr als wir jemals hätten erbitten oder erdenken können. Wie wunderbar ist das!&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gnade der Vergebung und Umkehr ist das kraftvolle Werkzeug,&lt;br /&gt;
das Gott uns gegeben hat, um den Schaden zu reparieren,&lt;br /&gt;
den die Sünde in Ehebeziehungen angerichtet hat. Wo Vergebung&lt;br /&gt;
gewährt und Umkehr ausgelebt wird, da bewirkt sie Veränderung.&lt;br /&gt;
Vergebung, die demütig gesucht und demütig gewährt wird, drückt&lt;br /&gt;
die Herrlichkeit Gottes auf sehr tiefgehende Weise aus. Warum?&lt;br /&gt;
Weil Vergebung dem Herzen des Evangeliums entspricht, der wahren&lt;br /&gt;
Demonstration der Liebe Gottes zu denjenigen, die Seinen&lt;br /&gt;
Zorn verdient hatten. John Newton hat dies so unnachahmlich&lt;br /&gt;
ausgedrückt: „Die Unveränderlichkeit der Liebe Gottes und der&lt;br /&gt;
Reichtum Seiner Gnade werden durch die vielfältige Vergebung,&lt;br /&gt;
die Er Seinem Volk zuteilwerden lässt, weitaus stärker kundgetan,&lt;br /&gt;
als wenn nie Vergebung nötig gewesen wäre.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Newton. Letters of John Newton, Nr. 24. Banner of Truth: Edinburgh, 1988. S.132-133.&amp;lt;/ref&amp;gt; Uns selbst ist die&lt;br /&gt;
größte Schuld vergeben; lasst uns lernen, wie man dem Schuldner,&lt;br /&gt;
den man geheiratet hat, auch vergibt. Das weist den Weg nach&lt;br /&gt;
vorne, wenn Sünder sich das Ja-Wort gegeben haben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 20:32:32 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Vergebung_%E2%80%93_v%C3%B6llig_und_frei</comments>		</item>
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			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Forgiveness, Full and Free</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Forgiveness,_Full_and_Free</link>
			<description>&lt;p&gt;JoyaTeemer: hat „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Forgiveness, Full and Free“ nach „Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Vergebung – völlig und frei“ verschoben&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Vergebung – völlig und frei]]&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 19:59:10 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Forgiveness,_Full_and_Free</comments>		</item>
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			<title>Wenn Sünder sich das „Ja-Wort“ geben/Vergebung – völlig und frei</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Vergebung_%E2%80%93_v%C3%B6llig_und_frei</link>
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&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/Forgiveness, Full and Free}}&lt;/div&gt;</description>
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&lt;div&gt;{{info|When Sinners Say I Do/Forgiveness, Full and Free}}&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 19:58:37 GMT</pubDate>			<dc:creator>JoyaTeemer</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Wenn_S%C3%BCnder_sich_das_%E2%80%9EJa-Wort%E2%80%9C_geben/Vergebung_%E2%80%93_v%C3%B6llig_und_frei</comments>		</item>
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