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		<title>Biblische BÃ¼cher und Predigten - Benutzerbeiträge [de]</title>
		<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Mollymullery</link>
		<description>Aus Biblische BÃ¼cher und Predigten</description>
		<language>de</language>
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		<lastBuildDate>Fri, 10 Apr 2026 08:40:17 GMT</lastBuildDate>
		<item>
			<title>Unser Vater</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Unser_Vater</link>
			<description>&lt;p&gt;Mollymullery: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Our Father}}&amp;lt;br&amp;gt; Meine erste Unterrichtsstunde an der Freien Universität Amsterdam erschütterte meine akademische Selbstgefälligkeit. Es war ein Kulturschock, ein Paradebeispiel für Gegensätze. Es begann in dem Moment, als der Professor, Dr. G.C. Berkouwer, den Raum betrat. Bei seiner Erscheinung erhoben sich alle Studenten aufmerksam von ihren Stühlen, bis er die Stufen zum Podium erklommen, sein Notizbuch geöffnet und den Studenten durch ein Kopfnicken bedeutet hatte, sich zu setzen. Dann begann er mit seinem Vortrag, und die Studenten lauschten pflichtbewusst in heiligem Schweigen und schrieben ihre Notizen nieder. Niemand wagte es sich herauszunehmen, den Meister durch das Heben der Hand zu unterbrechen oder abzulenken. Der Unterricht wurde von einer einzigen Stimme dominiert – jener Stimme, der wir alle aufmerksam zuhörten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Unterricht zu Ende war, schloss der Professor sein Notizbuch, bevor er das Podium hinunter ging und hastig den Raum verließ, wobei sich die Studenten zuvor nochmals ehrerbietig von ihren Stühlen erhoben. Es gab keinen Dialog, keine Gesprächstermine für die Studenten, keine Quatscherei. Niemals sprach ein Student jemals den Professor an – mit Ausnahme der privat geplanten, mündlichen Prüfungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine erste Prüfung dieser Art war eine Lehrstunde in Sachen Angst. Ich ging zum Haus des Professors in Erwartung einer Tortur. Aber so streng die Prüfung auch war, sie war keine Tortur. Dr. Berkouwer war warmherzig und freundlich. In onkelhafter Manier erkundigte er sich nach meiner Familie. Er zeigte sich sehr besorgt um mein Wohlergehen und forderte mich auf ihm Fragen zu stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In gewissem Sinne war dies ein Vorgeschmack auf den Himmel. Professor Berkouwer war natürlich sterblich. Aber er war ein Mann von gigantischem Intellekt und einem unvorstellbaren umfassenden Wissen. Ich war nicht bei ihm zu Hause, um ihn zu unterweisen oder mit ihm zu debattieren – ich war der Student und er war der Meister. Es gab eigentlich nichts im Bereich der Theologie, dass er von mir hätte lernen können. Und doch hörte er mir jetzt zu, als wenn er wirklich etwas von mit lernen könnte. Er nahm die Antworten auf seine bohrenden Fragen ernst. Es war, als würde ein Sohn von seinem treusorgenden Vater gefragt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis ist die beste menschliche Analogie, mit der ich aufwarten kann, um die Jahrhunderte alte Frage zu beantworten: „Wenn Gott souverän ist, warum sollen wir dann noch beten?“ Jedoch muss ich gestehen, dass dieses Beispiel hinkt. Obwohl Berkouwer mir mit seinem Wissen turmhoch überlegen war, so war sein Wissen doch endlich und begrenzt. Er war in keinem Falle allwissend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich im Gegensatz dazu mit Gott rede, dann spreche ich nicht nur mit einem großen Professor im Himmel. Ich rede mit jenem, der all das Wissen besitzt, jenem, der keinesfalls etwas von mir lernen kann, das Er nicht schon bereits wüsste. Er weiß alles, was es zu wissen gibt, einschließlich dessen, was in meinen Gedanken vorgeht. Er weiß, was ich Ihm sagen werde, bevor ich es ausspreche. Er weiß, was Er tun wird, bevor Er es vollbringt. Sein Wissen ist souverän, und Er ist souverän. Sein Wissen ist perfekt und unveränderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich die Bibel beizeiten ein wenig schwer damit tut der Idee Ausdruck zu verleihen, dass Gott Seine Ansicht ändert, dass Er nachgibt oder Seine Pläne bereut, erinnert sie uns andererseits doch daran, dass diese menschliche Ausdrucksform gerade das ist, und dass Gott kein Mensch ist, dass Er bereuen müsste. In Ihm ist kein Schatten einer Veränderung. Sein Rat ist ewig. Bei Ihm gibt es keinen Plan B. Ein Plan B bezieht sich auf unvorhergesehene Ereignisse, Gott jedoch kennt alle unvorhergesehenen Ereignisse, und Er selbst kennt nichts Unvorhergesehenes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Leute fragen: „Verändert Gebet das Herz Gottes?” Um eine solche Frage zu stellen, müssen wir sie beantworten. Welche Art von Gott könnte durch meine Gebete beeinflusst werden? Was könnten meine Gebete tun, um ihn dazu zu bewegen, Seine Pläne zu ändern? Könnte ich Gott möglicherweise irgendeine Information über irgendetwas geben, die Er nicht schon längst hat? Oder könnte ich Ihn durch meine überlegene Weisheit zu einem noch vorzüglicheren Weg überreden? Natürlich nicht. Ich bin absolut unqualifiziert, um Gottes Mentor oder führender Ratgeber zu sein. Also lautet die einfache Antwort, dass Gebet nicht das Herz Gottes verändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir aber einmal an, wir stellen die Frage nach der Beziehung zwischen Gottes Souveränität und unseren Gebeten in einer etwas anderen Weise: „Verändert Gebet Dinge und Umstände?“ Die Antwort darauf ist ein ausdrückliches „Ja!“ Die Bibel lehrt uns, dass „das des Gerechten Gebet viel vermag, wenn es ernstlich ist“ (Jakobus 5, 16). Dieser Text versichert, dass Gebet etwas bewirkt. Es ist keine sinnlose, fromme Übung. Etwas Sinnloses bewirkt nichts. Gebet jedoch vermag viel zu bewirken. Und das, was viel bewirkt, ist niemals sinnlos. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bewirkt Gebet? Was ändert es? Zuallererst verändern meine Gebete mich. Der Zweck des Gebetes ist nicht, Gott zu verändern. Er verändert sich nicht, da Er keine Änderung benötigt. Aber ich benötige sie. So wie die Fragen Dr. Berkouwers nicht zu seinem Vorteil, sondern zu meinem Nutzen waren, so dient meine Zeit mit Gott meiner Erbauung, nicht Seiner. Das Gebet ist eines der größten Vorrechte, das uns bei unserer Rechtfertigung mitgegeben wurde. Eine Folge unserer Rechtfertigung ist, dass wir Zugang zu Gott haben. Wir wurden in Seine Familie hinein adoptiert, und wir haben das Recht Ihn als Vater anzusprechen. Wir werden ermuntert mutig in Seine Gegenwart zu treten. (Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Mut und Arroganz). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebet jedoch kann auch Dinge ändern. Praktisch ausgedrückt sagen wir, dass Gebet funktioniert. Es ist deswegen effektiv, weil es Auswirkungen nach sich zieht. In der Theologie unterscheiden wir zwischen Ursache und Wirkung. Die Ursache ist die Kraftquelle aller Dinge. Wenn die Bibel sagt, dass „wir in Ihm leben und weben und sind“ (Apg. 17: 28), dann zeigt dies an, dass wir ohne Gottes erhaltende Vorsehung keine Kraft hätten, um zu leben, uns zu bewegen oder zu existieren. Alle unsere Kraft ist nur zweitrangig. Die letztliche Wirksamkeit hängt immer von Gott ab. Ja, es ist wirklich wahr. Gebet ist eines der Mittel, die Gott gebraucht, um alles zu dem Ziel zu bringen, das Er bestimmt. Das bedeutet, dass Gott nicht nur das Ziel bestimmt, sondern Er bestimmt auch die Mittel, die Er verwendet, um uns zu diesem Ende zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott benötigt nicht unsere Predigten, um Sein Volk zu retten. Dennoch hat Er sich entschieden, durch unsere Predigten zu wirken. Er bevollmächtigt unsere menschlichen Predigten mit Seiner eigenen Macht. In gleicher Weise hat Er sich dazu entschlossen durch unsere Gebete zu wirken. Er bevollmächtigt unsere Gebete, sodass wir nach unseren Gebeten zurücktreten und zusehen können, wie Er seine Macht in und durch unsere Gebete freisetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beten erwartungsvoll und zuversichtlich, nicht trotz der Souveränität Gottes, sondern wegen ihr. Nur das Beten zu einem Gott, der nicht souverän ist, wäre eine Verschwendung von Zeit und Atem.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:54:20 GMT</pubDate>			<dc:creator>Mollymullery</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Unser_Vater</comments>		</item>
		<item>
			<title>Unser Vater</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Unser_Vater</link>
			<description>&lt;p&gt;Mollymullery: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Our Father}}&amp;lt;br&amp;gt; Meine erste Unterrichtsstunde an der Freien Universität Amsterdam erschütterte meine akademische Selbstgefälligkeit. Es war ein Kulturschock, ein Paradebeispiel für Gegensätze. Es begann in dem Moment, als der Professor, Dr. G.C. Berkouwer, den Raum betrat. Bei seiner Erscheinung erhoben sich alle Studenten aufmerksam von ihren Stühlen, bis er die Stufen zum Podium erklommen, sein Notizbuch geöffnet und den Studenten durch ein Kopfnicken bedeutet hatte, sich zu setzen. Dann begann er mit seinem Vortrag, und die Studenten lauschten pflichtbewusst in heiligem Schweigen und schrieben ihre Notizen nieder. Niemand wagte es sich herauszunehmen, den Meister durch das Heben der Hand zu unterbrechen oder abzulenken. Der Unterricht wurde von einer einzigen Stimme dominiert – jener Stimme, der wir alle aufmerksam zuhörten. &lt;br /&gt;
Als der Unterricht zu Ende war, schloss der Professor sein Notizbuch, bevor er das Podium hinunter ging und hastig den Raum verließ, wobei sich die Studenten zuvor nochmals ehrerbietig von ihren Stühlen erhoben. Es gab keinen Dialog, keine Gesprächstermine für die Studenten, keine Quatscherei. Niemals sprach ein Student jemals den Professor an – mit Ausnahme der privat geplanten, mündlichen Prüfungen.&lt;br /&gt;
Meine erste Prüfung dieser Art war eine Lehrstunde in Sachen Angst. Ich ging zum Haus des Professors in Erwartung einer Tortur. Aber so streng die Prüfung auch war, sie war keine Tortur. Dr. Berkouwer war warmherzig und freundlich. In onkelhafter Manier erkundigte er sich nach meiner Familie. Er zeigte sich sehr besorgt um mein Wohlergehen und forderte mich auf ihm Fragen zu stellen. &lt;br /&gt;
In gewissem Sinne war dies ein Vorgeschmack auf den Himmel. Professor Berkouwer war natürlich sterblich. Aber er war ein Mann von gigantischem Intellekt und einem unvorstellbaren umfassenden Wissen. Ich war nicht bei ihm zu Hause, um ihn zu unterweisen oder mit ihm zu debattieren – ich war der Student und er war der Meister. Es gab eigentlich nichts im Bereich der Theologie, dass er von mir hätte lernen können. Und doch hörte er mir jetzt zu, als wenn er wirklich etwas von mit lernen könnte. Er nahm die Antworten auf seine bohrenden Fragen ernst. Es war, als würde ein Sohn von seinem treusorgenden Vater gefragt.&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis ist die beste menschliche Analogie, mit der ich aufwarten kann, um die Jahrhunderte alte Frage zu beantworten: „Wenn Gott souverän ist, warum sollen wir dann noch beten?“ Jedoch muss ich gestehen, dass dieses Beispiel hinkt. Obwohl Berkouwer mir mit seinem Wissen turmhoch überlegen war, so war sein Wissen doch endlich und begrenzt. Er war in keinem Falle allwissend. &lt;br /&gt;
Wenn ich im Gegensatz dazu mit Gott rede, dann spreche ich nicht nur mit einem großen Professor im Himmel. Ich rede mit jenem, der all das Wissen besitzt, jenem, der keinesfalls etwas von mir lernen kann, das Er nicht schon bereits wüsste. Er weiß alles, was es zu wissen gibt, einschließlich dessen, was in meinen Gedanken vorgeht. Er weiß, was ich Ihm sagen werde, bevor ich es ausspreche. Er weiß, was Er tun wird, bevor Er es vollbringt. Sein Wissen ist souverän, und Er ist souverän. Sein Wissen ist perfekt und unveränderlich.&lt;br /&gt;
Obwohl sich die Bibel beizeiten ein wenig schwer damit tut der Idee Ausdruck zu verleihen, dass Gott Seine Ansicht ändert, dass Er nachgibt oder Seine Pläne bereut, erinnert sie uns andererseits doch daran, dass diese menschliche Ausdrucksform gerade das ist, und dass Gott kein Mensch ist, dass Er bereuen müsste. In Ihm ist kein Schatten einer Veränderung. Sein Rat ist ewig. Bei Ihm gibt es keinen Plan B. Ein Plan B bezieht sich auf unvorhergesehene Ereignisse, Gott jedoch kennt alle unvorhergesehenen Ereignisse, und Er selbst kennt nichts Unvorhergesehenes. &lt;br /&gt;
Manche Leute fragen: „Verändert Gebet das Herz Gottes?” Um eine solche Frage zu stellen, müssen wir sie beantworten. Welche Art von Gott könnte durch meine Gebete beeinflusst werden? Was könnten meine Gebete tun, um ihn dazu zu bewegen, Seine Pläne zu ändern? Könnte ich Gott möglicherweise irgendeine Information über irgendetwas geben, die Er nicht schon längst hat? Oder könnte ich Ihn durch meine überlegene Weisheit zu einem noch vorzüglicheren Weg überreden? Natürlich nicht. Ich bin absolut unqualifiziert, um Gottes Mentor oder führender Ratgeber zu sein. Also lautet die einfache Antwort, dass Gebet nicht das Herz Gottes verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir aber einmal an, wir stellen die Frage nach der Beziehung zwischen Gottes Souveränität und unseren Gebeten in einer etwas anderen Weise: „Verändert Gebet Dinge und Umstände?“ Die Antwort darauf ist ein ausdrückliches „Ja!“ Die Bibel lehrt uns, dass „das des Gerechten Gebet viel vermag, wenn es ernstlich ist“ (Jakobus 5, 16). Dieser Text versichert, dass Gebet etwas bewirkt. Es ist keine sinnlose, fromme Übung. Etwas Sinnloses bewirkt nichts. Gebet jedoch vermag viel zu bewirken. Und das, was viel bewirkt, ist niemals sinnlos. &lt;br /&gt;
Was bewirkt Gebet? Was ändert es? Zuallererst verändern meine Gebete mich. Der Zweck des Gebetes ist nicht, Gott zu verändern. Er verändert sich nicht, da Er keine Änderung benötigt. Aber ich benötige sie. So wie die Fragen Dr. Berkouwers nicht zu seinem Vorteil, sondern zu meinem Nutzen waren, so dient meine Zeit mit Gott meiner Erbauung, nicht Seiner. Das Gebet ist eines der größten Vorrechte, das uns bei unserer Rechtfertigung mitgegeben wurde. Eine Folge unserer Rechtfertigung ist, dass wir Zugang zu Gott haben. Wir wurden in Seine Familie hinein adoptiert, und wir haben das Recht Ihn als Vater anzusprechen. Wir werden ermuntert mutig in Seine Gegenwart zu treten. (Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Mut und Arroganz). &lt;br /&gt;
Gebet jedoch kann auch Dinge ändern. Praktisch ausgedrückt sagen wir, dass Gebet funktioniert. Es ist deswegen effektiv, weil es Auswirkungen nach sich zieht. In der Theologie unterscheiden wir zwischen Ursache und Wirkung. Die Ursache ist die Kraftquelle aller Dinge. Wenn die Bibel sagt, dass „wir in Ihm leben und weben und sind“ (Apg. 17: 28), dann zeigt dies an, dass wir ohne Gottes erhaltende Vorsehung keine Kraft hätten, um zu leben, uns zu bewegen oder zu existieren. Alle unsere Kraft ist nur zweitrangig. Die letztliche Wirksamkeit hängt immer von Gott ab. Ja, es ist wirklich wahr. Gebet ist eines der Mittel, die Gott gebraucht, um alles zu dem Ziel zu bringen, das Er bestimmt. Das bedeutet, dass Gott nicht nur das Ziel bestimmt, sondern Er bestimmt auch die Mittel, die Er verwendet, um uns zu diesem Ende zu bringen. &lt;br /&gt;
Gott benötigt nicht unsere Predigten, um Sein Volk zu retten. Dennoch hat Er sich entschieden, durch unsere Predigten zu wirken. Er bevollmächtigt unsere menschlichen Predigten mit Seiner eigenen Macht. In gleicher Weise hat Er sich dazu entschlossen durch unsere Gebete zu wirken. Er bevollmächtigt unsere Gebete, sodass wir nach unseren Gebeten zurücktreten und zusehen können, wie Er seine Macht in und durch unsere Gebete freisetzt.&lt;br /&gt;
Wir beten erwartungsvoll und zuversichtlich, nicht trotz der Souveränität Gottes, sondern wegen ihr. Nur das Beten zu einem Gott, der nicht souverän ist, wäre eine Verschwendung von Zeit und Atem.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:48:16 GMT</pubDate>			<dc:creator>Mollymullery</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Unser_Vater</comments>		</item>
		<item>
			<title>Die Freude des Herrn am Gehorsam</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Die_Freude_des_Herrn_am_Gehorsam</link>
			<description>&lt;p&gt;Mollymullery: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Pleasure of God in Obedience}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''1 Samuel 15:22-23''' Hat Jehova Lust an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimme Jehovas gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder. Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, und der Eigenwille wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du das Wort Jehovas verworfen hast, so hat er dich verworfen, dass du nicht mehr König seiest. &amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
In den vergangenen zwei Wochen haben wir die gute Nachricht betont, dass Gott eine Bergquelle ist und kein Tränktrog. Die gute Nachricht ist, dass durch den einfachen Akt des Durstens und Trinkens die überschäumende Fülle GOTTES vermehrt und UNSERE Sehnsüchte befriedigt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die beste Nachricht der Ganzen Welt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir all die Erfrischungsgetränke, kohlensäurehaltigen Getränke und in Flaschen abgefüllten Getränke der Welt ignorieren und an der Bergquelle mit Gottes Lebenswasser auf die Knie fallen, ehren wir den Herrn und glorifizieren ihn und machen ihn zur einzigen Quelle dauerhafter Freude. Und indem wir ihn größer machen, befriedigen wir uns selbst, da dies das Wasser ist, für das wir leben sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die beste Nachricht der ganzen Welt - dass der Herr ein Gott ist, für den ich meiner Begeisterung, seinen Namen zu glorifizieren, am besten mit einer Tat Ausdruck verleihe, die die Sehnsüchte meines Herzens befriedigt. Dies bedeutet, dass ich immer dann, wenn ich den größten Durst habe und verzweifelt bin und Hilfe brauche, meine Seele nicht nur mit der Wahrheit ermutigen kann, dass in Gottes Herzen ein gnadenvoller Puls schlägt, sondern auch damit, dass die Quelle und Macht dieses Pulses der Eifer Gottes ist, um seines eigenen Namens willen zu handeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann mit den Psalmisten beten, &amp;quot;Um deines Namens willen, Jehova, wirst du ja vergeben meine Ungerechtigkeit; denn sie ist groß.&amp;quot; (25:11). &amp;quot;Hilf uns, Gott unseres Heils, um der Herrlichkeit deines Namens willen; und errette uns, und vergib unsere Sünden um deines Namens willen!&amp;quot; (79:9). &amp;quot;Um deines Namens willen führe mich und leite mich.&amp;quot; (31:3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben gesehen, dass eben weil Gott die Herrlichkeit seines Namens liebt, er sich auch erfreut an denen, die in seine Liebe Hoffnung setzen, und an denen, die ihre Hoffnung im Gebet ausdrücken. Vor zwei Wochen haben wir gesagt, dass wir, wenn wir auf Gott hoffen, Gott als Quelle einer tiefen und bleibenden Freude verehren. Letzte Woche haben wir gesagt, dass die Rechtschaffenen mit ihren Gebeten schlicht dieser gottesverehrenden Hoffnung Ausdruck verleihen. Und heute gehen wir einen Schritt weiter und sagen, dass Gehorsam Gott gegenüber die gottesverehrende Hoffnung sichtbar macht und beweist, dass sie in unserem Leben wahrhaftig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Freude des Herrn am Gehorsam''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Text ist 1 Samuel 15:22, &amp;quot;Hat Jehova Lust an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimme Jehovas gehorcht?&amp;quot; Die Antwort ist eindeutig NEIN. Gott hat weit mehr Freude an Gehorsam, als an der Ausübung von Anbetungszeremonien ohne Gehorsam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf zwei Fragen möchte ich heute Morgen gemeinsam mit Ihnen eine Antwort suchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Warum erfreut sich Gott am Gehorsam? &lt;br /&gt;
#Und ist diese eine gute Nachricht? &lt;br /&gt;
#Ist es eine gute Nachricht, wenn wir hören, dass es Gehorsam ist, der Gott erfreut?&amp;amp;nbsp;Oder ist dies nur eine entmutigende Belastung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Hintergund von 1 Samuel 15:22''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir uns auf diese zwei Fragen konzentrieren, holen wir uns noch einmal die Situation vor Augen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Niederlage und das Urteil gegen Amalek''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Israel aus Ägypten auszog und durch die Wildnis zog, griffen die Amalekiter sie an. Wir lesen davon in Exodus 17:8–16. Der Herr gab Israel den Sieg, doch das Böse wurde nie vergessen. In Deutoronomium 25:17–19 sprach Gott, &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Gedenke dessen, was Amalek dir getan hat auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zoget, wie er dir auf dem Wege entgegentrat und deinen Nachtrab schlug, alle Schwachen hinter dir her, als du matt und müde warst; und er fürchtete Gott nicht. Und wenn Jehova, dein Gott, dir Ruhe geschafft hat vor allen deinen Feinden ringsum, in dem Lande, welches Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es zu besitzen, so soll es geschehen, daß du das Gedächtnis Amaleks unter dem Himmel austilgest. Vergiß es nicht! &amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
'''Sauls Rolle in der Umsetzung des Urteils''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich sind die Missetaten der Amalekiter vollendet und Gott befiehlt Saul, dem ersten König Israels, das Urteil gegen die Amalekiter zu vollziehen. Der Befehl wird erteilt in 1 Samuel 15:2–3, &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;So spricht Jehova der Heerscharen: Ich habe angesehen, was Amalek Israel getan, wie er sich ihm in den Weg gestellt hat, als es aus Ägypten heraufzog. Nun ziehe hin und schlage Amalek, und verbannet alles, was er hat, und schone seiner nicht; und töte vom Manne bis zum Weibe, vom Kinde bis zum Säugling, vom Rinde bis zum Kleinvieh, vom Kamel bis zum Esel.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
Also rief Saul seine Soldaten und zog gegen die Stadt von Amalek. Er warnte die Keniten, dass sie sich zurückziehen sollten, wenn sie ihr Leben retten wollten (V. 6). Und dann zerstörte er die Amalekiter von Havilah bis Shur, im Osten Ägyptens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sauls verhängnisvoller Ungehorsam''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Vers 9 beschreibt den verhängnisvollen Ungehorsam von Saul. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und Saul und das Volk verschonten Agag und das Beste vom Klein-und Rindvieh und die Tiere vom zweiten Wurf und die Mastschafe und alles, was gut war, und sie wollten sie nicht verbannen; alles Vieh aber, das gering und schwächlich war, das verbannten sie.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gott sah diesen Ungehorsam und er bereute es, dass er Saul zum König gemacht hatte (v. 11). Nur ein paar Worte nebenbei zu dieser “göttlichen&amp;quot; Reue. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein kurzer Blick auf die göttliche “Reue&amp;quot;''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vers 29 dieses Kapitels lesen wir, “Und auch lügt nicht das Vertrauen Israels, und er bereut nicht; denn nicht ein Mensch ist er, um zu bereuen.&amp;quot; Ich verstehe dies so, dass die Reue, die Gott empfindet (siehe V. 11), nicht die Reue ist, die Menschen empfinden. Sie ist in der Tat so andersartig, dass es gar keine Reue ist, wie Vers 29 sagt. Sie basiert nicht auf Ignoranz oder Täuschung. Die Reue Gottes richtet sein Herz in eine neue Richtung, doch nicht in eine unvorhergesehene Richtung. Gott bereut nicht, weil er durch eine unvorhergesehene Wendung der Dinge überrascht wurde. Das würde ihn tatsächlich menschlich machen. Doch der Ruhm Israels ist kein Mensch, der Reue empfinden sollte. Wenn die Bibel davon spricht, dass Gott bereut, dann ist damit gemeint, dass er einer anderen Haltung als vorher Ausdruck verleiht, nicht aufgrund einer unvorhergesehenen Wendung von Ereignissen, sondern weil es wegen der Wendung der Ereignisse gebührender ist, eine andere Haltung als vorher auszudrücken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Samuels Konfrontation mit Saul''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samuel ist verärgert über die geänderte Einstellung Gottes gegenüber Saul und ruft Gott die ganze Nacht über an (V. 11, Zf. 12:23). Das Ergebnis seiner mit Gebeten gefüllten Nacht ist sein fester Vorsatz, das zu tun, was Gott sagt. Er steht früh auf und findet heraus (V. 12), dass Saul nach Carmel gegangen ist, um sich selbst ein Denkmal zu errichten, und weitergezogen ist nach Gilgal, wo er zum König geschlagen worden war (11:15). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also geht Samuel zu Saul und (in V. 13) Saul sagt, &amp;quot;Gesegnet seiest du von Jehova! Ich habe das Wort Jehovas erfüllt.&amp;quot; Samuel fragt (in V. 14) „Was ist denn das für ein Blöken von Kleinvieh in meinen Ohren, und ein Brüllen von Rindern, das ich höre“ und ob dies bedeute, dass Saul wirklich alles zerstört habe, so wie Gott gesagt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann (in V. 15) beschuldigt Saul das Volk: &amp;quot;Sie haben sie von den Amalekitern gebracht, weil das Volk das Beste vom Klein-und Rindvieh verschont hat.&amp;quot; Doch nichts, was Saul sagt, bewirkt nun noch etwas. Saul hat dem Befehl Gottes nicht gehorcht und schließlich gibt er dies in Vers 24 zu: &amp;quot;Ich habe gesündigt, dass ich den Befehl Jehovas und deine Worte übertreten habe.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere erste Frage ist also folgende: Warum ist Gott so verärgert über diesen Ungehorsam? Oder positiv ausgedrückt, warum erfreut sich Gott so sehr an Gehorsam? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Warum hasst Gott Ungehorsam?''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sehe in dieser Geschichte mindestens fünf Gründe dafür, dass Gott Ungehorsam hasst und Gott sich an Gehorsam erfreut. Ich gehe auf diese Gründe nacheinander ein, beginnend mit dem meiner Meinung am wenigsten bedeutenden bis zum schwerwiegendsten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Ungehorsam ist Zeichen einer an falscher Stelle empfundenen Angst''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachten Sie Vers 24: &amp;quot;Und Saul sprach zu Samuel: Ich habe gesündigt, dass ich den Befehl Jehovas und deine Worte übertreten habe; denn ich habe das Volk gefürchtet und auf seine Stimme gehört.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum hat Saul den Menschen gehorcht, anstatt Gott? Weil er die Menschen mehr fürchtete als Gott. Er fürchtete die menschlichen Folgen des Ungehorsams mehr als die göttlichen Folgen der Sünde. Er fürchtete das Missfallen der Menschen mehr als das Missfallen von Gott. Und dies ist Gott gegenüber eine schwere Kränkung. Samuel hatte Saul und den Menschen zweimal gesagt, in 12:14 und 24, &amp;quot;Nur fürchtet Jehova, und dienet ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen.&amp;quot; Doch nun hat der Führer selbst die Menschen gefürchtet und sich von Gott abgewendet (1 Samuel 15:11). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Ungehorsam ist Zeichen einer an falscher Stelle empfundenen Freude''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saul versuchte Samuel davon zu überzeugen, dass er Gott in ehrenvoller Absicht nicht gehorcht hat und die besten Schafe und Ochse am Leben gelassen hat (V. 21). Er sagte, dass er diesem Gott in Gilgal opfern wollte. Doch Gott hat Samuel Einsicht in die wahren Beweggründe Sauls und der Menschen gewährt. Wir sehen dies in seinen Worten in Vers 19: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum hast du denn der Stimme Jehovas nicht gehorcht, und bist über die Beute hergefallen und hast getan, was böse ist in den Augen Jehovas??&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie sind über die Beute hergefallen wie hungrige Vögel, die ihre Mägen füllen wollen. Dieses Wort ”herfallen“ wird vorher in 14:32 verwendet, um zu beschreiben, wie die Menschen über die Beute herfallen, als die Philister geschlagen waren. Dort heißt es &amp;quot;Und das Volk fiel über die Beute her, und sie nahmen Kleinvieh und Rinder und Kälber und schlachteten sie auf die Erde hin; und das Volk aß mit dem Blute.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Samuel in 15:19 sagt, &amp;quot;Warum bist über die Beute hergefallen und hast getan, was böse ist in den Augen Jehovas?&amp;quot; unterstellt er, dass die Menschen von einem übermäßigen Verlangen nach dem Vergnügen all dieses Fleisches getrieben waren. (Denken Sie daran, diejenigen, die opfern, dürfen das Fleisch essen). Ihr Vergnügen befand sich an der falschen Stelle. Es hätte bei Gott sein sollen. Doch sie erfreuten sich mehr am Fleisch der Schafe und Ochsen als am Lächeln und der Gemeinschaft mit Gott. Dies ist natürlich eine enorme Kränkung Gottes und war daher aus seiner Sicht sehr unerfreulich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Ungehorsam ist ein Zeichen für ein falsch gerichtetes Lob''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Saul die Amalekiter besiegt hatte, war seine erste Tat, sich selbst ein Denkmal zu setzen. Vers 12: &amp;quot;Und es wurde Samuel berichtet und gesagt: Saul ist nach Karmel gekommen; und siehe, er hat sich ein Denkmal errichtet&amp;quot; Offensichtlich war Saul mehr daran interessiert, sich selbst einen Namen zu machen, als daran, durch wahren Gehorsam den Namen Gottes zu ehren. Er hat das Lob für Gott auf sich selbst gerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sünde wird noch schwerwiegender, wenn man die Verse 17-18 liest: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und Samuel sprach, &amp;quot;Wurdest du nicht, als du klein in deinen Augen warst, das Haupt der Stämme Israels? Und Jehova salbte dich zum König über Israel. Und Jehova hat dich auf den Weg gesandt und gesagt: Ziehe hin und verbanne die Sünder, die Amalekiter, und streite wider sie, bis du sie vernichtest. Warum hast du denn der Stimme Jehovas nicht gehorcht?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
An früherer Stelle, in 9:21, schien Saul verwundert darüber, dass Gott ihn als König Israels auserwählte hatte, obwohl er dem kleinsten Stamm dem Stamm von Benjamin und der unbedeutendsten Familie dieses Stammes angehörte. Und es war ein Grund zur Verwunderung! Wenn er nach Ehre suchte, hätte er verwundert und zufrieden mit der Ehre sein sollen, die Gott ihm gewährte. Dies ist Samuels Punkt hier in Vers 17 – warum treibt Dich die Lust nach menschlichem Ruhm, wenn Gott Dich doch privilegiert hat, indem er Dich zum Anführer der Stämme Israels und zum gesalbten König des Volk Gottes gemacht hat? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Saul war nicht zufrieden mit der Herrlichkeit Gottes und der Ehre, sein auserwählter König zu sein. Er wollte seine eigene Herrlichkeit und seine eigene Lobgebietung. Und der devote Pfad des Gehorsams bietet diese Art von Lob und Herrlichkeit nicht. Und daher ist er seinen eigenen Weg gegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Ungehorsam ist wie die Sünde der Wahrsagerei''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun bewegen wir uns ausdrücklich auf textlicher Grundlage. Dies genau ist der Grund, den Samuel in Vers 23 angibt um zu erklären, warum Ungehorsam Gott nicht erfreut. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
(22b) Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder. (23) Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Gott fällt die Wahrsagerei in die gleiche Kategorie mit anderen schrecklichen Dingen, die er in Deutoronomium 18.10 hasst. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
“Es soll keiner unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier, oder Bannsprecher oder Totenbeschwörer oder Wahrsager oder der die Toten befragt. Denn ein Greuel für Jehova ist ein jeder, der diese Dinge tut.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum sind Rebellion und Ungehorsam wie die Sünde der Wahrsagerei? Wahrsagerei versucht zu erkennen, was zu tun ist, und dies auf eine Weise, die das Wort und den Ratschluss Gottes ignoriert. Und genau darauf beruht der Ungehorsam. Gott sagt das eine und wir sagen, ich glaube, ich versuche es mit einer anderen Quelle der Weisheit – nämlich, womit? MIR SELBST! Ungehorsam gegenüber Gottes Wort setzt meine Weisheit an die Stelle der Weisheit Gottes und dies kränkt Gott als die einzige sichere und zuverlässige Quelle der Weisheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Ungehorsam ist Götzendienst''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samuel sagt es so in der zweiten Hälfte von Vers 23: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und der Eigenwille wie Abgötterei und Götzendienst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Gott das eine sagt, und wir den kleinen Hexenmeister unserer eigenen Weisheit konsultieren und dann stur entscheiden, unseren eigenen Weg zu gehen, sind wir Götzendiener. Nicht nur haben wir beschlossen, uns selbst alternativ zu Gott zu konsultieren und machen uns somit der Wahrsagerei schuldigt, sondern wir gehen noch weiter und schätzen die Richtung unseres Geistes höher als die Richtung Gottes und machen uns des Götzendienstes schuldig. Und das Schlimmste ist, wir beten uns selbst an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es leuchtet also ein, dass Gott sich über Ungehorsam ärgert, da er an jedem Punkt seine Herrlichkeit angreift. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Er setzt die Angst vor Menschen an die Stelle der Angst vor Gott. &lt;br /&gt;
*Er erhebt die Freude an Dingen über die Freude an Gott. &lt;br /&gt;
*Er sucht nach einem Namen für sich selbst anstatt nach einem Namen für Gott. &lt;br /&gt;
*Er konsultiert die eigene Weisheit, anstatt sich mit dem Willen Gottes zufrieden zu geben. &lt;br /&gt;
*Und er misst den eigenen Geboten mehr Wert als den Geboten Gottes bei und versucht somit, Gott zu entthronen, indem er sich dem Idol des menschlichen Willens unterwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Ungehorsam, das genaue Gegenteil all dieser Dinge, setzt Gott auf den Thron und ehrt Gott. Und daher erfreut sich Gott an Gehorsam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kommen wir zur zweiten Fragen, die wir am Anfang gestellt haben: Ist dies eine gute Nachricht? Ist es eine gute Nachricht zu erfahren, dass Gott sich an Gehorsam erfreut, oder ist es nur eine weitere Last? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ist es eine gute Nachricht, dass Gott sich an Gehorsam erfreut?''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, das ist eine gute Nachricht. Und es gibt mindestens sechs Gründe dafür. Die Zeit reicht nur, um kurz auf sie einzugehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Es bedeutet, dass Gott rühmenswert und zuverlässig ist''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da sie bedeutet, dass Gott rühmenswert und zuverlässig ist. Würde er sich nicht an Gehorsam erfreuen, wäre er ein lebendiger Widerspruch: seine Herrlichkeit über alles lieben und doch nicht erfreut sein an den Handlungen, die seine Herrlichkeit kundtun. Er hätte zwei Gesichter und wäre doppelzüngig. Seine Schönheit verschwände und damit all unsere Freude! Und er wäre unzuverlässig, da man einem Gott nicht vertrauen kann, dessen Werte so unbeständig sind, dass er in einem Moment sich selbst verherrlicht und im nächsten Kränkungen gutheißt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Es garantiert die Verbreitung von Gottes Herrlichkeit''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da sie eine Garantie für das Versprechen ist, das seines Tages die Herrlichkeit Gottes wahrlich die Erde füllen wird, wie das Wasser die Meere füllt. Wenn Gott Ungehorsam gegenüber gleichgültig wäre, gäbe es keine Sicherheit, dass wir im künftigen Zeitalter von allem Gott-entehrenden Verhalten befreit würden. Doch weil er Ungehorsam hasst und Gehorsam liebt, können wir sicher sein, dass unsere Sehnsucht nach einer Welt voll von Gottes Herrlichkeit sicher wahr werden wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Es zeigt, dass Gottes Gnade eine herrliche Macht ist''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da sie zeigt, dass Gottes Gnade eine herrliche Macht ist nicht einfach eine fadenscheinige Duldung von Sünde. Die Herrlichkeit von Gottes Gnaden zeigt sich nicht nur in der Tatsache, dass Gott über die Sünden der Gläubigen hinwegsieht, sondern auch in der Tatsache, dass sie diese Sünde nach und nach und erfolgreich ausmerzt. Würde Gott sich nicht an Gehorsam erfreuen, könnten wir die Herrlichkeit der unübertrefflichen Gnade niemals in ihrer sündenbewältigenden Macht sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Gottes Gebote sind nicht zu schwierig''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da seine Gebote nicht zu schwierig sind. Es ist nur so schwierig, den Geboten zu gehorchen, wie es schwierig ist, seine Herrlichkeit wertzuschätzen und seinen Verspechen zu glauben. In Deuteronomium 30:11 heißt es: &amp;quot;Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und ist nicht fern.&amp;quot; Und in 1 Johann 5:3 heißt es, &amp;quot;Denn dies ist die Liebe Gottes, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Alles, was Gott befiehlt, ist für unser Heil''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da alles, was Gott uns befiehl, zu unserem Heil ist. Wenn Gott sich als an unserem Gehorsam erfreut, erfreut er sich in Wahrheit an unserer tiefen und anhaltenden Freude. In Deutoronomium 10:12–13 heißt ist: &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
“Und nun, Israel, was fordert Jehova, dein Gott, von dir, als nur, Jehova, deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihn zu lieben, und Jehova, deinem Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, indem du die Gebote Jehovas und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, beobachtest, dir zum Guten?“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''6. Der Gehorsam, den Gott liebt, ist der Gehorsam des Glaubens''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schließlich ist Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da der Gehorsam, den er liebt, der Gehorsam des Glaubens ist. Und Glaube bedeutet, unsere Hoffnung auf die Gnade Gottes zu setzen. Und Gnade bedeutet, dass unser Gehorsam nicht perfekt zu sein braucht; er muss nur bußfertig sein. &amp;quot;Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ (1 Johann 1:9). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ist immer noch eine Bergquelle und kein Tränktrog. Gehorsam ist keine Eimerkette, die nach Bedarf gefüllt wird. Gehorsam ist der unbändige Drang nach “Öffentlichkeitsarbeit” derjenigen, die erfahren und gesehen haben, dass der Herr gut ist.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 18:34:04 GMT</pubDate>			<dc:creator>Mollymullery</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Die_Freude_des_Herrn_am_Gehorsam</comments>		</item>
		<item>
			<title>Die Freude des Herrn am Gehorsam</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Die_Freude_des_Herrn_am_Gehorsam</link>
			<description>&lt;p&gt;Mollymullery: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|The Pleasure of God in Obedience}}  &amp;lt;blockquote&amp;gt; '''1 Samuel 15:22-23'''   Hat Jehova Lust an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimm…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|The Pleasure of God in Obedience}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''1 Samuel 15:22-23''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat Jehova Lust an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimme Jehovas gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder. Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, und der Eigenwille wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du das Wort Jehovas verworfen hast, so hat er dich verworfen, dass du nicht mehr König seiest.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den vergangenen zwei Wochen haben wir die gute Nachricht betont, dass Gott eine Bergquelle ist und kein Tränktrog. Die gute Nachricht ist, dass durch den einfachen Akt des Durstens und Trinkens die überschäumende Fülle GOTTES vermehrt und UNSERE Sehnsüchte befriedigt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die beste Nachricht der Ganzen Welt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir all die Erfrischungsgetränke, kohlensäurehaltigen Getränke und in Flaschen abgefüllten Getränke der Welt ignorieren und an der Bergquelle mit Gottes Lebenswasser auf die Knie fallen, ehren wir den Herrn und glorifizieren ihn und machen ihn zur einzigen Quelle dauerhafter Freude. Und indem wir ihn größer machen, befriedigen wir uns selbst, da dies das Wasser ist, für das wir leben sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die beste Nachricht der ganzen Welt - dass der Herr ein Gott ist, für den ich meiner Begeisterung, seinen Namen zu glorifizieren, am besten mit einer Tat Ausdruck verleihe, die die Sehnsüchte meines Herzens befriedigt. Dies bedeutet, dass ich immer dann, wenn ich den größten Durst habe und verzweifelt bin und Hilfe brauche, meine Seele nicht nur mit der Wahrheit ermutigen kann, dass in Gottes Herzen ein gnadenvoller Puls schlägt, sondern auch damit, dass die Quelle und Macht dieses Pulses der Eifer Gottes ist, um seines eigenen Namens willen zu handeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann mit den Psalmisten beten, &amp;quot;Um deines Namens willen, Jehova, wirst du ja vergeben meine Ungerechtigkeit; denn sie ist groß.&amp;quot; (25:11). &amp;quot;Hilf uns, Gott unseres Heils, um der Herrlichkeit deines Namens willen; und errette uns, und vergib unsere Sünden um deines Namens willen!&amp;quot; (79:9). &amp;quot;Um deines Namens willen führe mich und leite mich.&amp;quot; (31:3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben gesehen, dass eben weil Gott die Herrlichkeit seines Namens liebt, er sich auch erfreut an denen, die in seine Liebe Hoffnung setzen, und an denen, die ihre Hoffnung im Gebet ausdrücken. Vor zwei Wochen haben wir gesagt, dass wir, wenn wir auf Gott hoffen, Gott als Quelle einer tiefen und bleibenden Freude verehren. Letzte Woche haben wir gesagt, dass die Rechtschaffenen mit ihren Gebeten schlicht dieser gottesverehrenden Hoffnung Ausdruck verleihen. Und heute gehen wir einen Schritt weiter und sagen, dass Gehorsam Gott gegenüber die gottesverehrende Hoffnung sichtbar macht und beweist, dass sie in unserem Leben wahrhaftig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Freude des Herrn am Gehorsam''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Text ist 1 Samuel 15:22, &amp;quot;Hat Jehova Lust an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimme Jehovas gehorcht?&amp;quot; Die Antwort ist eindeutig NEIN. Gott hat weit mehr Freude an Gehorsam, als an der Ausübung von Anbetungszeremonien ohne Gehorsam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf zwei Fragen möchte ich heute Morgen gemeinsam mit Ihnen eine Antwort suchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Warum erfreut sich Gott am Gehorsam? &lt;br /&gt;
#Und ist diese eine gute Nachricht? &lt;br /&gt;
#Ist es eine gute Nachricht, wenn wir hören, dass es Gehorsam ist, der Gott erfreut?&amp;amp;nbsp;Oder ist dies nur eine entmutigende Belastung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Hintergund von 1 Samuel 15:22''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir uns auf diese zwei Fragen konzentrieren, holen wir uns noch einmal die Situation vor Augen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Niederlage und das Urteil gegen Amalek''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Israel aus Ägypten auszog und durch die Wildnis zog, griffen die Amalekiter sie an. Wir lesen davon in Exodus 17:8–16. Der Herr gab Israel den Sieg, doch das Böse wurde nie vergessen. In Deutoronomium 25:17–19 sprach Gott, &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gedenke dessen, was Amalek dir getan hat auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zoget, wie er dir auf dem Wege entgegentrat und deinen Nachtrab schlug, alle Schwachen hinter dir her, als du matt und müde warst; und er fürchtete Gott nicht. Und wenn Jehova, dein Gott, dir Ruhe geschafft hat vor allen deinen Feinden ringsum, in dem Lande, welches Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es zu besitzen, so soll es geschehen, daß du das Gedächtnis Amaleks unter dem Himmel austilgest. Vergiß es nicht!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Sauls Rolle in der Umsetzung des Urteils''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich sind die Missetaten der Amalekiter vollendet und Gott befiehlt Saul, dem ersten König Israels, das Urteil gegen die Amalekiter zu vollziehen. Der Befehl wird erteilt in 1 Samuel 15:2–3,&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;So spricht Jehova der Heerscharen: Ich habe angesehen, was Amalek Israel getan, wie er sich ihm in den Weg gestellt hat, als es aus Ägypten heraufzog. Nun ziehe hin und schlage Amalek, und verbannet alles, was er hat, und schone seiner nicht; und töte vom Manne bis zum Weibe, vom Kinde bis zum Säugling, vom Rinde bis zum Kleinvieh, vom Kamel bis zum Esel.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also rief Saul seine Soldaten und zog gegen die Stadt von Amalek. Er warnte die Keniten, dass sie sich zurückziehen sollten, wenn sie ihr Leben retten wollten (V. 6). Und dann zerstörte er die Amalekiter von Havilah bis Shur, im Osten Ägyptens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sauls verhängnisvoller Ungehorsam Doch Vers 9 beschreibt den verhängnisvollen Ungehorsam von Saul. Und Saul und das Volk verschonten Agag und das Beste vom Klein-und Rindvieh und die Tiere vom zweiten Wurf und die Mastschafe und alles, was gut war, und sie wollten sie nicht verbannen; alles Vieh aber, das gering und schwächlich war, das verbannten sie. Gott sah diesen Ungehorsam und er bereute es, dass er Saul zum König gemacht hatte (v. 11). Nur ein paar Worte nebenbei zu dieser “göttlichen&amp;quot; Reue. Ein kurzer Blick auf die göttliche “Reue&amp;quot; In Vers 29 dieses Kapitels lesen wir, “Und auch lügt nicht das Vertrauen Israels, und er bereut nicht; denn nicht ein Mensch ist er, um zu bereuen.&amp;quot; Ich verstehe dies so, dass die Reue, die Gott empfindet (siehe V. 11), nicht die Reue ist, die Menschen empfinden. Sie ist in der Tat so andersartig, dass es gar keine Reue ist, wie Vers 29 sagt. Sie basiert nicht auf Ignoranz oder Täuschung. Die Reue Gottes richtet sein Herz in eine neue Richtung, doch nicht in eine unvorhergesehene Richtung. Gott bereut nicht, weil er durch eine unvorhergesehene Wendung der Dinge überrascht wurde. Das würde ihn tatsächlich menschlich machen. Doch der Ruhm Israels ist kein Mensch, der Reue empfinden sollte. Wenn die Bibel davon spricht, dass Gott bereut, dann ist damit gemeint, dass er einer anderen Haltung als vorher Ausdruck verleiht, nicht aufgrund einer unvorhergesehenen Wendung von Ereignissen, sondern weil es wegen der Wendung der Ereignisse gebührender ist, eine andere Haltung als vorher auszudrücken. Samuels Konfrontation mit Saul Samuel ist verärgert über die geänderte Einstellung Gottes gegenüber Saul und ruft Gott die ganze Nacht über an (V. 11, Zf. 12:23). Das Ergebnis seiner mit Gebeten gefüllten Nacht ist sein fester Vorsatz, das zu tun, was Gott sagt. Er steht früh auf und findet heraus (V. 12), dass Saul nach Carmel gegangen ist, um sich selbst ein Denkmal zu errichten, und weitergezogen ist nach Gilgal, wo er zum König geschlagen worden war (11:15). Also geht Samuel zu Saul und (in V. 13) Saul sagt, &amp;quot;Gesegnet seiest du von Jehova! Ich habe das Wort Jehovas erfüllt.&amp;quot; Samuel fragt (in V. 14) „Was ist denn das für ein Blöken von Kleinvieh in meinen Ohren, und ein Brüllen von Rindern, das ich höre“ und ob dies bedeute, dass Saul wirklich alles zerstört habe, so wie Gott gesagt hatte. Dann (in V. 15) beschuldigt Saul das Volk: &amp;quot;Sie haben sie von den Amalekitern gebracht, weil das Volk das Beste vom Klein-und Rindvieh verschont hat.&amp;quot; Doch nichts, was Saul sagt, bewirkt nun noch etwas. Saul hat dem Befehl Gottes nicht gehorcht und schließlich gibt er dies in Vers 24 zu: &amp;quot;Ich habe gesündigt, dass ich den Befehl Jehovas und deine Worte übertreten habe.&amp;quot; Unsere erste Frage ist also folgende: Warum ist Gott so verärgert über diesen Ungehorsam? Oder positiv ausgedrückt, warum erfreut sich Gott so sehr an Gehorsam? Warum hasst Gott Ungehorsam? Ich sehe in dieser Geschichte mindestens fünf Gründe dafür, dass Gott Ungehorsam hasst und Gott sich an Gehorsam erfreut. Ich gehe auf diese Gründe nacheinander ein, beginnend mit dem meiner Meinung am wenigsten bedeutenden bis zum schwerwiegendsten. 1. Ungehorsam ist Zeichen einer an falscher Stelle empfundenen Angst Beachten Sie Vers 24: &amp;quot;Und Saul sprach zu Samuel: Ich habe gesündigt, dass ich den Befehl Jehovas und deine Worte übertreten habe; denn ich habe das Volk gefürchtet und auf seine Stimme gehört.“ Warum hat Saul den Menschen gehorcht, anstatt Gott? Weil er die Menschen mehr fürchtete als Gott. Er fürchtete die menschlichen Folgen des Ungehorsams mehr als die göttlichen Folgen der Sünde. Er fürchtete das Missfallen der Menschen mehr als das Missfallen von Gott. Und dies ist Gott gegenüber eine schwere Kränkung. Samuel hatte Saul und den Menschen zweimal gesagt, in 12:14 und 24, &amp;quot;Nur fürchtet Jehova, und dienet ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen.&amp;quot; Doch nun hat der Führer selbst die Menschen gefürchtet und sich von Gott abgewendet (1 Samuel 15:11). 2. Ungehorsam ist Zeichen einer an falscher Stelle empfundenen Freude Saul versuchte Samuel davon zu überzeugen, dass er Gott in ehrenvoller Absicht nicht gehorcht hat und die besten Schafe und Ochse am Leben gelassen hat (V. 21). Er sagte, dass er diesem Gott in Gilgal opfern wollte. Doch Gott hat Samuel Einsicht in die wahren Beweggründe Sauls und der Menschen gewährt. Wir sehen dies in seinen Worten in Vers 19: Warum hast du denn der Stimme Jehovas nicht gehorcht, und bist über die Beute hergefallen und hast getan, was böse ist in den Augen Jehovas?? Sie sind über die Beute hergefallen wie hungrige Vögel, die ihre Mägen füllen wollen. Dieses Wort ”herfallen“ wird vorher in 14:32 verwendet, um zu beschreiben, wie die Menschen über die Beute herfallen, als die Philister geschlagen waren. Dort heißt es &amp;quot;Und das Volk fiel über die Beute her, und sie nahmen Kleinvieh und Rinder und Kälber und schlachteten sie auf die Erde hin; und das Volk aß mit dem Blute.&amp;quot; Wenn Samuel in 15:19 sagt, &amp;quot;Warum bist über die Beute hergefallen und hast getan, was böse ist in den Augen Jehovas?&amp;quot; unterstellt er, dass die Menschen von einem übermäßigen Verlangen nach dem Vergnügen all dieses Fleisches getrieben waren. (Denken Sie daran, diejenigen, die opfern, dürfen das Fleisch essen). Ihr Vergnügen befand sich an der falschen Stelle. Es hätte bei Gott sein sollen. Doch sie erfreuten sich mehr am Fleisch der Schafe und Ochsen als am Lächeln und der Gemeinschaft mit Gott. Dies ist natürlich eine enorme Kränkung Gottes und war daher aus seiner Sicht sehr unerfreulich. 3. Ungehorsam ist ein Zeichen für ein falsch gerichtetes Lob Als Saul die Amalekiter besiegt hatte, war seine erste Tat, sich selbst ein Denkmal zu setzen. Vers 12: &amp;quot;Und es wurde Samuel berichtet und gesagt: Saul ist nach Karmel gekommen; und siehe, er hat sich ein Denkmal errichtet&amp;quot; Offensichtlich war Saul mehr daran interessiert, sich selbst einen Namen zu machen, als daran, durch wahren Gehorsam den Namen Gottes zu ehren. Er hat das Lob für Gott auf sich selbst gerichtet. Diese Sünde wird noch schwerwiegender, wenn man die Verse 17-18 liest: Und Samuel sprach, &amp;quot;Wurdest du nicht, als du klein in deinen Augen warst, das Haupt der Stämme Israels? Und Jehova salbte dich zum König über Israel. Und Jehova hat dich auf den Weg gesandt und gesagt: Ziehe hin und verbanne die Sünder, die Amalekiter, und streite wider sie, bis du sie vernichtest. Warum hast du denn der Stimme Jehovas nicht gehorcht?&amp;quot; An früherer Stelle, in 9:21, schien Saul verwundert darüber, dass Gott ihn als König Israels auserwählte hatte, obwohl er dem kleinsten Stamm dem Stamm von Benjamin und der unbedeutendsten Familie dieses Stammes angehörte. Und es war ein Grund zur Verwunderung! Wenn er nach Ehre suchte, hätte er verwundert und zufrieden mit der Ehre sein sollen, die Gott ihm gewährte. Dies ist Samuels Punkt hier in Vers 17 – warum treibt Dich die Lust nach menschlichem Ruhm, wenn Gott Dich doch privilegiert hat, indem er Dich zum Anführer der Stämme Israels und zum gesalbten König des Volk Gottes gemacht hat? Doch Saul war nicht zufrieden mit der Herrlichkeit Gottes und der Ehre, sein auserwählter König zu sein. Er wollte seine eigene Herrlichkeit und seine eigene Lobgebietung. Und der devote Pfad des Gehorsams bietet diese Art von Lob und Herrlichkeit nicht. Und daher ist er seinen eigenen Weg gegangen. 4. Ungehorsam ist wie die Sünde der Wahrsagerei Nun bewegen wir uns ausdrücklich auf textlicher Grundlage. Dies genau ist der Grund, den Samuel in Vers 23 angibt um zu erklären, warum Ungehorsam Gott nicht erfreut. (22b) Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder. (23) Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit. Für Gott fällt die Wahrsagerei in die gleiche Kategorie mit anderen schrecklichen Dingen, die er in Deutoronomium 18.10 hasst. “Es soll keiner unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier, oder Bannsprecher oder Totenbeschwörer oder Wahrsager oder der die Toten befragt. Denn ein Greuel für Jehova ist ein jeder, der diese Dinge tut.“ Warum sind Rebellion und Ungehorsam wie die Sünde der Wahrsagerei? Wahrsagerei versucht zu erkennen, was zu tun ist, und dies auf eine Weise, die das Wort und den Ratschluss Gottes ignoriert. Und genau darauf beruht der Ungehorsam. Gott sagt das eine und wir sagen, ich glaube, ich versuche es mit einer anderen Quelle der Weisheit – nämlich, womit? MIR SELBST! Ungehorsam gegenüber Gottes Wort setzt meine Weisheit an die Stelle der Weisheit Gottes und dies kränkt Gott als die einzige sichere und zuverlässige Quelle der Weisheit. 5. Ungehorsam ist Götzendienst Samuel sagt es so in der zweiten Hälfte von Vers 23: Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, und der Eigenwille wie Abgötterei und Götzendienst. Wenn Gott das eine sagt, und wir den kleinen Hexenmeister unserer eigenen Weisheit konsultieren und dann stur entscheiden, unseren eigenen Weg zu gehen, sind wir Götzendiener. Nicht nur haben wir beschlossen, uns selbst alternativ zu Gott zu konsultieren und machen uns somit der Wahrsagerei schuldigt, sondern wir gehen noch weiter und schätzen die Richtung unseres Geistes höher als die Richtung Gottes und machen uns des Götzendienstes schuldig. Und das Schlimmste ist, wir beten uns selbst an. Es leuchtet also ein, dass Gott sich über Ungehorsam ärgert, da er an jedem Punkt seine Herrlichkeit angreift. Er setzt die Angst vor Menschen an die Stelle der Angst vor Gott. Er erhebt die Freude an Dingen über die Freude an Gott. Er sucht nach einem Namen für sich selbst anstatt nach einem Namen für Gott. Er konsultiert die eigene Weisheit, anstatt sich mit dem Willen Gottes zufrieden zu geben. Und er misst den eigenen Geboten mehr Wert als den Geboten Gottes bei und versucht somit, Gott zu entthronen, indem er sich dem Idol des menschlichen Willens unterwirft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Ungehorsam, das genaue Gegenteil all dieser Dinge, setzt Gott auf den Thron und ehrt Gott. Und daher erfreut sich Gott an Gehorsam. Nun kommen wir zur zweiten Fragen, die wir am Anfang gestellt haben: Ist dies eine gute Nachricht? Ist es eine gute Nachricht zu erfahren, dass Gott sich an Gehorsam erfreut, oder ist es nur eine weitere Last? Ist es eine gute Nachricht, dass Gott sich an Gehorsam erfreut? Ich denke, das ist eine gute Nachricht. Und es gibt mindestens sechs Gründe dafür. Die Zeit reicht nur, um kurz auf sie einzugehen. 1. Es bedeutet, dass Gott rühmenswert und zuverlässig ist Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da sie bedeutet, dass Gott rühmenswert und zuverlässig ist. Würde er sich nicht an Gehorsam erfreuen, wäre er ein lebendiger Widerspruch: seine Herrlichkeit über alles lieben und doch nicht erfreut sein an den Handlungen, die seine Herrlichkeit kundtun. Er hätte zwei Gesichter und wäre doppelzüngig. Seine Schönheit verschwände und damit all unsere Freude! Und er wäre unzuverlässig, da man einem Gott nicht vertrauen kann, dessen Werte so unbeständig sind, dass er in einem Moment sich selbst verherrlicht und im nächsten Kränkungen gutheißt. 2. Es garantiert die Verbreitung von Gottes Herrlichkeit Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da sie eine Garantie für das Versprechen ist, das seines Tages die Herrlichkeit Gottes wahrlich die Erde füllen wird, wie das Wasser die Meere füllt. Wenn Gott Ungehorsam gegenüber gleichgültig wäre, gäbe es keine Sicherheit, dass wir im künftigen Zeitalter von allem Gott-entehrenden Verhalten befreit würden. Doch weil er Ungehorsam hasst und Gehorsam liebt, können wir sicher sein, dass unsere Sehnsucht nach einer Welt voll von Gottes Herrlichkeit sicher wahr werden wird. 3. Es zeigt, dass Gottes Gnade eine herrliche Macht ist Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da sie zeigt, dass Gottes Gnade eine herrliche Macht ist nicht einfach eine fadenscheinige Duldung von Sünde. Die Herrlichkeit von Gottes Gnaden zeigt sich nicht nur in der Tatsache, dass Gott über die Sünden der Gläubigen hinwegsieht, sondern auch in der Tatsache, dass sie diese Sünde nach und nach und erfolgreich ausmerzt. Würde Gott sich nicht an Gehorsam erfreuen, könnten wir die Herrlichkeit der unübertrefflichen Gnade niemals in ihrer sündenbewältigenden Macht sehen. 4. Gottes Gebote sind nicht zu schwierig Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da seine Gebote nicht zu schwierig sind. Es ist nur so schwierig, den Geboten zu gehorchen, wie es schwierig ist, seine Herrlichkeit wertzuschätzen und seinen Verspechen zu glauben. In Deuteronomium 30:11 heißt es: &amp;quot;Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und ist nicht fern.&amp;quot; Und in 1 Johann 5:3 heißt es, &amp;quot;Denn dies ist die Liebe Gottes, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer!“ 5. Alles, was Gott befiehlt, ist für unser Heil Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da alles, was Gott uns befiehl, zu unserem Heil ist. Wenn Gott sich als an unserem Gehorsam erfreut, erfreut er sich in Wahrheit an unserer tiefen und anhaltenden Freude. In Deutoronomium 10:12–13 heißt ist: “Und nun, Israel, was fordert Jehova, dein Gott, von dir, als nur, Jehova, deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihn zu lieben, und Jehova, deinem Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, indem du die Gebote Jehovas und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, beobachtest, dir zum Guten?“ 6. Der Gehorsam, den Gott liebt, ist der Gehorsam des Glaubens Und schließlich ist Gottes Freude an Gehorsam ist eine gute Nachricht, da der Gehorsam, den er liebt, der Gehorsam des Glaubens ist. Und Glaube bedeutet, unsere Hoffnung auf die Gnade Gottes zu setzen. Und Gnade bedeutet, dass unser Gehorsam nicht perfekt zu sein braucht; er muss nur bußfertig sein. &amp;quot;Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ (1 Johann 1:9). Gott ist immer noch eine Bergquelle und kein Tränktrog. Gehorsam ist keine Eimerkette, die nach Bedarf gefüllt wird. Gehorsam ist der unbändige Drang nach “Öffentlichkeitsarbeit” derjenigen, die erfahren und gesehen haben, dass der Herr gut ist.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 18:00:51 GMT</pubDate>			<dc:creator>Mollymullery</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Die_Freude_des_Herrn_am_Gehorsam</comments>		</item>
		<item>
			<title>Ehe: Vergebung und Nachsicht</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Ehe:_Vergebung_und_Nachsicht</link>
			<description>&lt;p&gt;Mollymullery: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Marriage: Forgiving and Forbearing}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''Kolosser 3, 12-19''' &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut! 13 Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer eine Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr! 14 Zu diesem allen aber &amp;amp;lt;zieht&amp;amp;gt; die Liebe &amp;amp;lt;an&amp;amp;gt;, die das Band der Vollkommenheit ist! 15 Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib! Und seid dankbar! 16 Das Wort des Christus wohne reichlich in euch; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig! Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in Gnade! 17 Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn! 18 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt! 19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie. &amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
Vielleicht erinnerst du dich, dass meine Frau Noel sagte: &amp;quot;Man kann nicht oft genug sagen, dass die Ehe ein Abbild von Christus und der Gemeinde ist&amp;quot; (siehe Epheser 5, 31-32). Ich sagte, dass ich denke, dass sie aus drei Gründen damit recht hat. Ich werde zwei davon nennen. Zum einen hebt diese Aussage die Ehe vom niedrigen Niveau einer Sitcom nach oben in den Himmel, in die hell strahlende Herrlichkeit Gottes, wo ihr [eigentlicher] (Einfügung des Übersetzers) Bestimmungsort ist. Zum anderen wird die Ehe durch den Vergleich mit Christus und der Gemeinde auf die feste Grundlage der Gnade gestellt, denn Christus wählte sich die Gemeinde aus Gnade allein zur Braut. Und so hält er auch die Beziehung zu seiner Gemeinde aufrecht—allein durch Gnade. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ehe: Gott handelt und gibt sich zu erkennen''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Aussagen sollten den ersten Grund untermauern. Ich versuchte aufzuzeigen, dass Gott in der Ehe handelt und sich zu erkennen gibt. Das ist die Herrlichkeit Gottes - sie ist von Ihm, durch Ihn und weist auf Ihn. Das Ziel einer Ehe zwischen zwei Menschen beschränkt sich auf das Diesseits. Doch die Ehe weist auf etwas Ewiges hin, nämlich Christus und die Gemeinde. Und nach dem Ende dieser Welt, wird es an ihrer Stelle diese überragende Realität geben, auf die die Ehe heute hinweist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte in Matthäus 22,30: &amp;quot;Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel.&amp;quot; Deshalb wird mein Vater Bill Piper bei der Auferstehung kein Bigamist sein. Sowohl meine Mutter als auch meine Stiefmutter sind gestorben. Mein Vater war 36 Jahre lang mit meiner Mutter verheiratet und nach ihrem Tod führte er eine 25 Jahre dauernde Ehe mit meiner Stiefmutter. Doch bei der Auferstehung weicht der Schatten der Realität. Die Ehe weist auf die Herrlichkeit Christi und die Gemeinde hin. Doch bei der Auferstehung verschwindet sie in der Vollkommenheit dieser Herrlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ehe: Fest auf Gnade gegründet''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zielgedanke der letzten Woche war, dass Ehe auf Gnade gegründet ist: Vertikal ([von Gott zu den Menschen]; Einfügung des Übersetzers) durch den Tod Christi am Kreuz, und als Folge daraus auch horizontal in der Beziehung zwischen Mann und Frau in der Ehe. Wir haben diese allgemeine Struktur einer christlichen Ehe ( und der Ehe, in der nur einer der Partner Christ ist) anhand von Kolosser 2, 13-14 und 3, 13 herausgearbeitet. In Kolosser 2, 13b-14 lesen wir, wie Gott die Grundlage zur Vergebung der Sünden gelegt hat: “. . . indem er uns alle Vergehungen vergeben hat. Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, &amp;amp;lt;den&amp;amp;gt; in Satzungen &amp;amp;lt;bestehenden&amp;amp;gt;, der gegen uns war, und ihn aus &amp;amp;lt;unserer&amp;amp;gt; Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte.&amp;quot;# Alle Schuld die wir durch die Sünde auf uns geladen haben, hat Gott am Kreuz weggenommen. Natürlich geschieht das nicht durch die Nägel und das Kreuz an sich - die Sünde wird durch die durchbohrten Hände und Füße des Sohnes Gottes weggenommen (siehe Jesaja 53, 5-6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gnade, die sich nach außen zeigt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem uns Paulus die Grundlage für Gottes Vergebung am Kreuz aufgezeigt hat, sagt er in Kolosser 3,13b: &amp;quot;Wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr!&amp;quot; Anders ausgedrückt: &amp;quot;Nimm die Gnade, die Vergebung und die Rechtfertigung, die du vertikal durch den Tod Christi am Kreuz selbst empfangen hast und gib sie horizontal an andere Menschen weiter. Im Besonderen als Ehemann an deine Frau und als Ehefrau an deinen Mann.“ Am Schluss stellte ich die Frage: &amp;quot;Warum liegt hier die Betonung auf Vergebung und Nachsicht anstatt beispielsweise auf Romantik und der Freude aneinander?“ Ich habe hierauf drei Antworten gegeben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Da aufgrund der Sünde Konflikte entstehen werden, müssen wir Sünden vergeben und Nachsicht gegenüber Fremdartigem üben. Manchmal werden wir die beiden Dinge noch nicht einmal voneinander unterscheiden können. &lt;br /&gt;
#Die harte und schwere Arbeit der Vergebung und Nachsicht macht es möglich, dass Gefühle, die bereits erloschen schienen, wieder neu aufleben können. &lt;br /&gt;
#Wenn zwei sehr verschiedene und unvollkommene Menschen ihr Leben auch in Bedrängnis in Treue vor Gott und im Vertrauen auf Ihn zusammen führen, geben sie Gott damit die Ehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erlösende Trennung und das Danach''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute möchte ich näher auf Nachsicht und Vergebung eingehen. Erlaube mir zu Beginn die Bemerkung, dass ich mir - schmerzlich - bewusst bin, dass es Sünde in Partnerschaften gibt, bei der aus Nachsicht und Vergebung eine Förderung der Sünde wird und einer erlösenden Trennung bedarf - Ich wähle diese Worte sehr sorgfältig: eine erlösende Trennung. Ich denke dabei an Dinge wie Körperverletzung, Ehebruch, Kindesmissbrauch, Zornausbrüche unter Alkoholeinfluss, Spielsucht, Diebstahl oder Lügen, die die Familie ruinieren. Das ist jedoch heute nicht unser Thema - wir werden uns später damit befassen, wenn es um die Themen Trennung, Scheidung und Wiederheirat geht. Heute möchte ich dir ein biblisches Muster von Nachsicht und Vergebung zeigen, das dir dabei helfen kann, erst gar nicht an den Punkt einer Trennung zu kommen. Vielleicht hilft es auch manchen unter uns, die am Abgrund stehen, wieder zurückzukehren - vielleicht können dadurch auch Ehen, die von der Welt bereits als &amp;quot;geschieden&amp;quot; bezeichnet werden, gerettet werden. Und ich bete auch dafür, dass dadurch auch in die Kinder und die Singles, die eines Tages vielleicht heiraten werden, eine Saat hineingelegt wird, damit ihre Ehen auf dem stabilen Fundament der Gnade aufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Fundament: Die Person Christi und sein Werk''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Paulus zu Kolosser 3,12 kommt, hat er bereits ein stabiles Fundament in der Person Christi und seinem Werk am Kreuz gelegt. Das ist die Basis einer Ehe und des Lebens überhaupt. Die wichtigsten Kämpfe im Leben und in der Ehe werden um den Glauben an diese Person und an sein Werk ausgefochten. Mit &amp;quot;glauben&amp;quot; meine ich vertrauen, ihn annehmen, wertschätzen, die Beziehung zu ihm pflegen, sich auf ihn verlassen, in sich aufnehmen und das eigene Leben danach formen. Wenn Paulus also zu Kolosser 3,12 kommt, ermahnt er uns mit gewaltigen Worten, die unsere Gefühle für eine Realität wecken sollen, die auf Christus und sein Heilswerk aufgebaut sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Auserwählt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn beschreibt er uns Gläubige in dreierlei Weise und ermahnt uns. &amp;quot;Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte. . . .&amp;quot; Hier sagt er uns, was für ein Herz und welche Einstellung wir haben sollen - wir sollen sie anlegen wie Kleider. Doch zuerst nennt er uns Auserwählte, Heilige, Geliebte. Wir sind Gottes Auserwählte. Noch bevor Er die Erde schuf, wurden wir von Gott Auserwählte in Christus. Man hört den Wert, den Paulus dieser Sache zuschreibt in seinen Worten in Römer 8,33: &amp;quot;Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben?&amp;quot;# Die Antwort auf diese Frage ist: Absolut niemand! Paulus möchte, dass wir das Wunder spüren, Auserwählte zu sein, dass wir mit unerschütterlicher Liebe geliebt sind. Wenn du dich der Wahrheit widersetzt, dass du erwählt wurdest, widersetzt du dich auch geliebt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Heilig''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann nennt er uns ''heilig'' - das bedeutet: abgesondert für Gott. Er hat uns mit einem bestimmten Ziel auserwählt - wir sollen sein heiliges Volk sein. Um aus der Welt herauszukommen und nicht mehr &amp;quot;gewöhnlich&amp;quot; oder unrein zu sein. Epheser 1,4: &amp;quot;Wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien (in Liebe).&amp;quot;# 1. Petrus 2,9: &amp;quot;Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht. . . eine heilige Nation.”# Das ist zuerst einmal eine Stellung und eine Bestimmung, bevor es zu einem Verhaltensmuster wird. Deshalb sagt er uns, dass wir diese Art des Verhaltens &amp;quot;anziehen&amp;quot; sollen. Er weiß, dass wir noch nicht an diesem Ziel angelangt sind. Er ruft dazu auf, heilig zu werden, weil wir in Christus heilig sind. Zieh dich so an, dass es zu deinem Wesen passt. Kleide dich in Heiligkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geliebt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann nennt er uns ''geliebt''. “Gottes ''Auserwählte'', ''Heilige'' und ''Geliebte''.” Gott, der Schöpfer der Erde hat dich auserwählt, dich für sich ausgesondert und er liebt dich. Er ist für dich - nicht gegen dich. &amp;quot;Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist&amp;quot; (Römer 5,8) Das ist die Grundlage für Nachsicht und Vergebung in der Ehe. Sie sind hin und weg davon. Ihr Männer, gebt euch selbst hin, um das zu sehen und zu genießen. Ihr Frauen, gebt euch selbst hin, um das zu sehen und zu genießen. Zieht Kraft für euer Leben daraus. Zieht eure Freude daraus. Zieht eure Hoffnung daraus—ihr seid auserwählt, herausgerufen, und von Gott geliebt. Fleht darüber zum Herrn, dass dies zu dem wird, wofür euer Herz schlägt - in eurem Leben und in eurer Ehe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eine innere Haltung, die sich im Verhalten nach außen zeigt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Grundlage - diese tief verwurzelte auf Gott zentrierte Identität - aufgrund derer Paulus uns sagt, was wir &amp;quot;anziehen&amp;quot; sollen. Welche &amp;quot;Kleidung&amp;quot; zieht ein auserwähltes, geliebtes und heiliges Kind Gottes an? Es geht hier darum, welche innere Haltung und welches Verhalten zu den Eigenschaften &amp;quot;auserwählt&amp;quot;, &amp;quot;herausgerufen&amp;quot; und &amp;quot;durch Christus von Gott geliebt&amp;quot; passen, beziehungsweise sich daraus ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, Paulus beschreibt hier drei Arten innerer Haltung, die zu einem bestimmten Verhalten nach außen führen. &amp;quot;Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut! Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Von den &amp;quot;Eingeweiden der Barmherzigkeit&amp;quot; zur Güte''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Eigenschaften bilden jeweils ein Paar. Vers 12: &amp;quot;Herzliches Erbarmen, Güte&amp;quot; Wörtlich übersetzt: &amp;quot;Eingeweide der Barmherzigkeit und Güte&amp;quot; Die &amp;quot;Eingeweide der Barmherzigkeit&amp;quot; beschreiben den inneren Zustand, die &amp;quot;Güte&amp;quot; das Verhalten nach außen. Wenn du in deinem Innersten barmherzig bist, kann auf diesem Boden Güte gedeihen. Ihr Männer: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit in euch wachsen kann. Ihr Frauen: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit in euch wachsen kann. Und behandelt euch aus dieser zärtlichen Barmherzigkeit gegenseitig mit Güte. Wir kämpfen dabei mit unserem unbarmherzigen Inneren. Kämpft diesen Kampf im Glauben, durch das Evangelium und im Gebet. Sei fassungslos und gebrochen und lass dich wieder aufbauen, werde fröhlich und barmherzig, denn du bist auserwählt, heilig und geliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Von Demut zu Milde''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Paar besteht aus &amp;quot;Demut&amp;quot; und &amp;quot;Milde&amp;quot; Vers 12: “Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Güte, ''Demut'', ''Milde''. . . .&amp;quot; Wörtlich übersetzt: &amp;quot;Niedrigkeit, Sanftmut&amp;quot; &amp;quot;Demut&amp;quot; beschreibt den inneren Zustand, die &amp;quot;Milde&amp;quot; das Verhalten nach außen. Jemand, der kein stolzes sondern ein demütiges Herz besitzt, wird andere mit mehr Sanftmut behandeln. Sanftmut schätzt den Anderen höher als sich selbst und dient ihm. Das geschieht, wenn das Herz demütig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Männer: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Demut in euch wachsen kann. Ihr Frauen: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Demut in euch wachsen kann. Und behandelt euch aus dieser Demut heraus gegenseitig mit Milde. Wir kämpfen dabei mit unserem stolzen, ichbezogenen Inneren. Kämpft diesen Kampf im Glauben, durch das Evangelium und im Gebet. Sei fassungslos und gebrochen und lass dich wieder aufbauen, werde fröhlich und demütig, denn du bist auserwählt, heilig und geliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Von Langmut zu Nachsicht und Vergebung''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Paar ist gar kein Paar. Es handelt sich um einen inneren Zustand, aus dem Nachsicht und Vergebung hervorgeht. Vers 12: &amp;quot;Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut! Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat.&amp;quot; &amp;quot;Geduld&amp;quot; ist hier der innere Zustand, die sich nach außen durch Nachsicht und Vergebung zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wörtlich übersetzt bedeutet Geduld &amp;quot;Langmut&amp;quot; (makrothumia). Werde zu einem Menschen mit langem Geduldsfaden. Einem sehr langen. Werde ein Mensch mit Geduld, langsam zum Zorn, schnell zum Hören, langsam zum Reden (Jakobus 1,19). Diese drei genannten Zustände sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. &amp;quot;Eingeweide der Barmherzigkeit&amp;quot; (ein barmherziges Herz) und &amp;quot;Bescheidenheit&amp;quot; (Demut) bringen &amp;quot;Langmut&amp;quot; (Geduld) hervor. Wenn du schnell aufbrausend wirst anstatt geduldig zu sein, liegt das möglicherweise an fehlender Barmherzigkeit und Demut. Anders ausgedrückt hat die Tatsache, dass du auserwählt, heilig und geliebt bist, dein Herz nicht gebrochen und dich von Ich-Bezogenheit und Stolz abgebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Männer: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit und Demut in euch wachsen können und ihr so geduldiger werdet. Ihr Frauen: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit und Demut in euch wachsen könnnen und ihr so geduldiger werdet. Und dann behandelt einander mit . . . was? Die anderen Dinge waren jeweils paarweise angeordnet: Herzen voller Barmherzigkeit, die zu Güte führen, Demut, die zu Sanftmut führt. Zu was aber führt Geduld (oder Langmut)? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zwei Dinge: Nachsicht und Vergebung''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Dinge, nicht nur eines: Zuerst: &amp;quot;Einander ertragen&amp;quot; und dann als zweites: &amp;quot;Vergebt einander, wenn einer Klage gegen den anderen hat.&amp;quot; Nachsicht und Vergebung Was heißt das und wie sieht das konkret in einer Ehe aus? Vorab noch eine Bemerkung zu den beiden Wörtern. &amp;quot;aushalten&amp;quot; oder &amp;quot;verzichten&amp;quot; Wörtlich übersetzt heißt es an dieser Stelle &amp;quot;ertragen&amp;quot; - einander ertragen. Jesus benutzt dieses Wort in Lukas 9,41: &amp;quot;Ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, bis wann soll ich bei euch sein und euch ertragen?&amp;quot; Auch Paulus benutzt dieses Wort in 1. Korinther 4,12: &amp;quot;Verfolgt, dulden wir&amp;quot; Werdet zu geduldigen Menschen und haltet einander aus. Ertragt einander. &amp;quot;Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe vergeht niemals.&amp;quot; (1. Korinther 13,7-8) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das andere Wort ist &amp;quot;vergeben&amp;quot;. Im Neuen Testament gibt es mindestens zwei Worte für &amp;quot;vergeben&amp;quot;. Hier steht das Wort &amp;quot;charizomenoi&amp;quot;. Es bedeutet: freizügig oder großzügig geben Es geht hier nicht um eine ausgeglichene Bezahlung. Es geht darum, jemanden besser zu behandeln als er es verdient hätte. In diesem Sinne bedeutet es: Wenn dir jemand etwas angetan hat und deswegen in deiner Schuld steht, dann besagt die pure Gerechtigkeit, dass du das Recht hast, den anderen als Kompensation für dein Leiden selbst leiden zu lassen. Du aber verzichtest nicht nur auf diese Heimzahlung, sondern tust dem Anderen &amp;quot;großzügig&amp;quot; Gutes anstatt Böses. Das ist die Bedeutung des Wortes charizomai. Dein Verhalten ist Vergebung - du vergiltst nicht Böses mit Bösem, sondern du segnest (1. Korinther 4,12; 1. Thessalonicher 5,15; Matthäus 5,44; Lukas 6,27). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Unsere Hoffnung im Evangelium''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich hier sehr hilfreich finde, ist, dass Paulus sowohl Vergebung als auch Nachsicht als unabdingbar für das gelingende Zusammenleben ansieht - sowohl in der Gemeinde als auch in der Ehe. Vergebung heißt: Ich werde dich nicht schlecht behandeln wegen deiner Verfehlungen mir gegenüber oder wegen störender Verhaltensweisen. Nachsicht gesteht (sich selbst) diese Verfehlungen und störenden Verhaltensweisen ein. Sie stören wirklich. Gäbe es nichts an der anderen Person, das uns stören würde, hätten die Worte &amp;quot;ertragt einander&amp;quot; keinen Sinn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du jemanden heiratest, weißt du nicht, wie er in 30 Jahren sein wird. Unsere Vorfahren haben ihre Eheversprechen nicht blindlings mit dem Kopf im Sand formuliert. Ihre Augen waren weit offen für die Realität - &amp;quot;Ich verspreche von diesem Tag an, in guten und in schlechten Zeiten, in Reichtum und Armut, Krankheit und Gesundheit dich in Treue zu lieben, zu achten und zu ehren, bis dass der Tod uns scheidet. Du weißt nicht, wie diese Person in Zukunft sein wird: Es kann sein, dass es besser wird als du es dir je erträumt hast, es kann aber auch schlechter werden. Unsere Hoffnung beruht auf der Tatsache: Wir sind erwählt, heilig und geliebt. Gott ist für uns und denen die ihn lieben werden alle Dinge zum Besten dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Komposthaufen''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hat es mit dem Komposthaufen auf sich? Stell dir deine Ehe als Wiese vor. Du betrittst sie am Anfang voller Hoffnung und Freude. Du schaust in die Zukunft und siehst wunderschöne Blumen, Bäume und sanfte Hügel. Diese Schönheit, die du siehst, ist die, die du im Anderen findest. Eure Beziehung ist die Wiese mit den Blumen und den sanften Hügeln. Doch schon nach kurzer Zeit trittst du in Kuhfladen. Zu manchen Zeiten in deiner Ehe scheinen sie überall zu sein. Besonders spät in der Nacht treten sie gehäuft auf. Es handelt sich hier um Sünden, Makel, Eigenheiten, Schwächen und störenden Verhaltensweisen bei dir und deinem Partner. Du versuchst, sie zu vergeben und sie mit Nachsicht zu ertragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber irgendwie dominieren sie eure Beziehung. Vielleicht stimmt dieses Gefühl nicht, aber es sieht so aus, als gäbe es nur diese Kuhfladen. Ich denke, dass die Verbindung aus Nachsicht und Vergebung zum Anlegen eines Komposthaufens führt. Und hier beginnt ihr, die Kuhfladen wegzuschaufeln. Ihr seht einander an und stellt lediglich fest, dass hier wirklich eine ganze Menge Kuhfladen herumliegen. Aber ihr sagt zueinander: Wir wissen, dass es in dieser Beziehung mehr gibt als nur Kuhfladen. Aber wir haben unseren Blick dafür verloren, weil wir uns immer nur auf diese Kuhfladen konzentrieren. Lass sie uns auf den Komposthaufen werfen. Und wenn notwendig gehen wir dorthin, riechen die schlechte Luft, fühlen uns schlecht und gehen damit um so gut wir können. Und dann gehen wir wieder weg und konzentrieren uns auf den Rest der Wiese. Wir suchen uns unsere Lieblingspfade und Lieblingshügel von denen wir wissen, dass dort keine Kuhfladen sind. Und wir sind dankbar für diese schönen Teile der Wiese. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Hände sind vielleicht dreckig und vielleicht tut uns auch der Rücken vom vielen Schaufeln weh. Aber wir wissen eines: Wir schlagen unser Zelt nicht am Komposthaufen auf. Wir gehen dort nur hin, wenn wir wirklich müssen. Das ist das Geschenk der Gnade, das wir uns immer wieder gegenseitig machen - denn wir sind erwählt, heilig und geliebt.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 16:39:27 GMT</pubDate>			<dc:creator>Mollymullery</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Ehe:_Vergebung_und_Nachsicht</comments>		</item>
		<item>
			<title>Ehe: Vergebung und Nachsicht</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Ehe:_Vergebung_und_Nachsicht</link>
			<description>&lt;p&gt;Mollymullery: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Marriage: Forgiving and Forbearing}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Kolosser 3, 12-19'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut! 13 Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer eine Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr! 14 Zu diesem allen aber &amp;amp;lt;zieht&amp;amp;gt; die Liebe &amp;amp;lt;an&amp;amp;gt;, die das Band der Vollkommenheit ist! 15 Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib! Und seid dankbar! 16 Das Wort des Christus wohne reichlich in euch; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig! Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in Gnade! 17 Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn! 18 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt! 19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vielleicht erinnerst du dich, dass meine Frau Noel sagte: &amp;quot;Man kann nicht oft genug sagen, dass die Ehe ein Abbild von Christus und der Gemeinde ist&amp;quot; (siehe Epheser 5, 31-32). Ich sagte, dass ich denke, dass sie aus drei Gründen damit recht hat. Ich werde zwei davon nennen. Zum einen hebt diese Aussage die Ehe vom niedrigen Niveau einer Sitcom nach oben in den Himmel, in die hell strahlende Herrlichkeit Gottes, wo ihr [eigentlicher] (Einfügung des Übersetzers) Bestimmungsort ist. Zum anderen wird die Ehe durch den Vergleich mit Christus und der Gemeinde auf die feste Grundlage der Gnade gestellt, denn Christus wählte sich die Gemeinde aus Gnade allein zur Braut. Und so hält er auch die Beziehung zu seiner Gemeinde aufrecht—allein durch Gnade. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ehe: Gott handelt und gibt sich zu erkennen''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Aussagen sollten den ersten Grund untermauern. Ich versuchte aufzuzeigen, dass Gott in der Ehe handelt und sich zu erkennen gibt. Das ist die Herrlichkeit Gottes - sie ist von Ihm, durch Ihn und weist auf Ihn. Das Ziel einer Ehe zwischen zwei Menschen beschränkt sich auf das Diesseits. Doch die Ehe weist auf etwas Ewiges hin, nämlich Christus und die Gemeinde. Und nach dem Ende dieser Welt, wird es an ihrer Stelle diese überragende Realität geben, auf die die Ehe heute hinweist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte in Matthäus 22,30: &amp;quot;Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel.&amp;quot; Deshalb wird mein Vater Bill Piper bei der Auferstehung kein Bigamist sein. Sowohl meine Mutter als auch meine Stiefmutter sind gestorben. Mein Vater war 36 Jahre lang mit meiner Mutter verheiratet und nach ihrem Tod führte er eine 25 Jahre dauernde Ehe mit meiner Stiefmutter. Doch bei der Auferstehung weicht der Schatten der Realität. Die Ehe weist auf die Herrlichkeit Christi und die Gemeinde hin. Doch bei der Auferstehung verschwindet sie in der Vollkommenheit dieser Herrlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ehe: Fest auf Gnade gegründet''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zielgedanke der letzten Woche war, dass Ehe auf Gnade gegründet ist: Vertikal ([von Gott zu den Menschen]; Einfügung des Übersetzers) durch den Tod Christi am Kreuz, und als Folge daraus auch horizontal in der Beziehung zwischen Mann und Frau in der Ehe. Wir haben diese allgemeine Struktur einer christlichen Ehe ( und der Ehe, in der nur einer der Partner Christ ist) anhand von Kolosser 2, 13-14 und 3, 13 herausgearbeitet. In Kolosser 2, 13b-14 lesen wir, wie Gott die Grundlage zur Vergebung der Sünden gelegt hat: “. . . indem er uns alle Vergehungen vergeben hat. Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, &amp;amp;lt;den&amp;amp;gt; in Satzungen &amp;amp;lt;bestehenden&amp;amp;gt;, der gegen uns war, und ihn aus &amp;amp;lt;unserer&amp;amp;gt; Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte.&amp;quot;# Alle Schuld die wir durch die Sünde auf uns geladen haben, hat Gott am Kreuz weggenommen. Natürlich geschieht das nicht durch die Nägel und das Kreuz an sich - die Sünde wird durch die durchbohrten Hände und Füße des Sohnes Gottes weggenommen (siehe Jesaja 53, 5-6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gnade, die sich nach außen zeigt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem uns Paulus die Grundlage für Gottes Vergebung am Kreuz aufgezeigt hat, sagt er in Kolosser 3,13b: &amp;quot;Wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr!&amp;quot; Anders ausgedrückt: &amp;quot;Nimm die Gnade, die Vergebung und die Rechtfertigung, die du vertikal durch den Tod Christi am Kreuz selbst empfangen hast und gib sie horizontal an andere Menschen weiter. Im Besonderen als Ehemann an deine Frau und als Ehefrau an deinen Mann.“ Am Schluss stellte ich die Frage: &amp;quot;Warum liegt hier die Betonung auf Vergebung und Nachsicht anstatt beispielsweise auf Romantik und der Freude aneinander?“ Ich habe hierauf drei Antworten gegeben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Da aufgrund der Sünde Konflikte entstehen werden, müssen wir Sünden vergeben und Nachsicht gegenüber Fremdartigem üben. Manchmal werden wir die beiden Dinge noch nicht einmal voneinander unterscheiden können. &lt;br /&gt;
#Die harte und schwere Arbeit der Vergebung und Nachsicht macht es möglich, dass Gefühle, die bereits erloschen schienen, wieder neu aufleben können. &lt;br /&gt;
#Wenn zwei sehr verschiedene und unvollkommene Menschen ihr Leben auch in Bedrängnis in Treue vor Gott und im Vertrauen auf Ihn zusammen führen, geben sie Gott damit die Ehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erlösende Trennung und das Danach''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute möchte ich näher auf Nachsicht und Vergebung eingehen. Erlaube mir zu Beginn die Bemerkung, dass ich mir - schmerzlich - bewusst bin, dass es Sünde in Partnerschaften gibt, bei der aus Nachsicht und Vergebung eine Förderung der Sünde wird und einer erlösenden Trennung bedarf - Ich wähle diese Worte sehr sorgfältig: eine erlösende Trennung. Ich denke dabei an Dinge wie Körperverletzung, Ehebruch, Kindesmissbrauch, Zornausbrüche unter Alkoholeinfluss, Spielsucht, Diebstahl oder Lügen, die die Familie ruinieren. Das ist jedoch heute nicht unser Thema - wir werden uns später damit befassen, wenn es um die Themen Trennung, Scheidung und Wiederheirat geht. Heute möchte ich dir ein biblisches Muster von Nachsicht und Vergebung zeigen, das dir dabei helfen kann, erst gar nicht an den Punkt einer Trennung zu kommen. Vielleicht hilft es auch manchen unter uns, die am Abgrund stehen, wieder zurückzukehren - vielleicht können dadurch auch Ehen, die von der Welt bereits als &amp;quot;geschieden&amp;quot; bezeichnet werden, gerettet werden. Und ich bete auch dafür, dass dadurch auch in die Kinder und die Singles, die eines Tages vielleicht heiraten werden, eine Saat hineingelegt wird, damit ihre Ehen auf dem stabilen Fundament der Gnade aufgebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Das Fundament: Die Person Christi und sein Werk''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Paulus zu Kolosser 3,12 kommt, hat er bereits ein stabiles Fundament in der Person Christi und seinem Werk am Kreuz gelegt. Das ist die Basis einer Ehe und des Lebens überhaupt. Die wichtigsten Kämpfe im Leben und in der Ehe werden um den Glauben an diese Person und an sein Werk ausgefochten. Mit &amp;quot;glauben&amp;quot; meine ich vertrauen, ihn annehmen, wertschätzen, die Beziehung zu ihm pflegen, sich auf ihn verlassen, in sich aufnehmen und das eigene Leben danach formen. Wenn Paulus also zu Kolosser 3,12 kommt, ermahnt er uns mit gewaltigen Worten, die unsere Gefühle für eine Realität wecken sollen, die auf Christus und sein Heilswerk aufgebaut sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Auserwählt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn beschreibt er uns Gläubige in dreierlei Weise und ermahnt uns. &amp;quot;Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte. . . .&amp;quot; Hier sagt er uns, was für ein Herz und welche Einstellung wir haben sollen - wir sollen sie anlegen wie Kleider. Doch zuerst nennt er uns Auserwählte, Heilige, Geliebte. Wir sind Gottes Auserwählte. Noch bevor Er die Erde schuf, wurden wir von Gott Auserwählte in Christus. Man hört den Wert, den Paulus dieser Sache zuschreibt in seinen Worten in Römer 8,33: &amp;quot;Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben?&amp;quot;# Die Antwort auf diese Frage ist: Absolut niemand! Paulus möchte, dass wir das Wunder spüren, Auserwählte zu sein, dass wir mit unerschütterlicher Liebe geliebt sind. Wenn du dich der Wahrheit widersetzt, dass du erwählt wurdest, widersetzt du dich auch geliebt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Heilig''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann nennt er uns ''heilig'' - das bedeutet: abgesondert für Gott. Er hat uns mit einem bestimmten Ziel auserwählt - wir sollen sein heiliges Volk sein. Um aus der Welt herauszukommen und nicht mehr &amp;quot;gewöhnlich&amp;quot; oder unrein zu sein. Epheser 1,4: &amp;quot;Wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien (in Liebe).&amp;quot;# 1. Petrus 2,9: &amp;quot;Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht. . . eine heilige Nation.”# Das ist zuerst einmal eine Stellung und eine Bestimmung, bevor es zu einem Verhaltensmuster wird. Deshalb sagt er uns, dass wir diese Art des Verhaltens &amp;quot;anziehen&amp;quot; sollen. Er weiß, dass wir noch nicht an diesem Ziel angelangt sind. Er ruft dazu auf, heilig zu werden, weil wir in Christus heilig sind. Zieh dich so an, dass es zu deinem Wesen passt. Kleide dich in Heiligkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geliebt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann nennt er uns ''geliebt''. “Gottes ''Auserwählte'', ''Heilige'' und ''Geliebte''.” Gott, der Schöpfer der Erde hat dich auserwählt, dich für sich ausgesondert und er liebt dich. Er ist für dich - nicht gegen dich. &amp;quot;Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist&amp;quot; (Römer 5,8) Das ist die Grundlage für Nachsicht und Vergebung in der Ehe. Sie sind hin und weg davon. Ihr Männer, gebt euch selbst hin, um das zu sehen und zu genießen. Ihr Frauen, gebt euch selbst hin, um das zu sehen und zu genießen. Zieht Kraft für euer Leben daraus. Zieht eure Freude daraus. Zieht eure Hoffnung daraus—ihr seid auserwählt, herausgerufen, und von Gott geliebt. Fleht darüber zum Herrn, dass dies zu dem wird, wofür euer Herz schlägt - in eurem Leben und in eurer Ehe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eine innere Haltung, die sich im Verhalten nach außen zeigt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Grundlage - diese tief verwurzelte auf Gott zentrierte Identität - aufgrund derer Paulus uns sagt, was wir &amp;quot;anziehen&amp;quot; sollen. Welche &amp;quot;Kleidung&amp;quot; zieht ein auserwähltes, geliebtes und heiliges Kind Gottes an? Es geht hier darum, welche innere Haltung und welches Verhalten zu den Eigenschaften &amp;quot;auserwählt&amp;quot;, &amp;quot;herausgerufen&amp;quot; und &amp;quot;durch Christus von Gott geliebt&amp;quot; passen, beziehungsweise sich daraus ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, Paulus beschreibt hier drei Arten innerer Haltung, die zu einem bestimmten Verhalten nach außen führen. &amp;quot;Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut! Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Von den &amp;quot;Eingeweiden der Barmherzigkeit&amp;quot; zur Güte''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Eigenschaften bilden jeweils ein Paar. Vers 12: &amp;quot;Herzliches Erbarmen, Güte&amp;quot; Wörtlich übersetzt: &amp;quot;Eingeweide der Barmherzigkeit und Güte&amp;quot; Die &amp;quot;Eingeweide der Barmherzigkeit&amp;quot; beschreiben den inneren Zustand, die &amp;quot;Güte&amp;quot; das Verhalten nach außen. Wenn du in deinem Innersten barmherzig bist, kann auf diesem Boden Güte gedeihen. Ihr Männer: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit in euch wachsen kann. Ihr Frauen: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit in euch wachsen kann. Und behandelt euch aus dieser zärtlichen Barmherzigkeit gegenseitig mit Güte. Wir kämpfen dabei mit unserem unbarmherzigen Inneren. Kämpft diesen Kampf im Glauben, durch das Evangelium und im Gebet. Sei fassungslos und gebrochen und lass dich wieder aufbauen, werde fröhlich und barmherzig, denn du bist auserwählt, heilig und geliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Von Demut zu Milde''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Paar besteht aus &amp;quot;Demut&amp;quot; und &amp;quot;Milde&amp;quot; Vers 12: “Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Güte, ''Demut'', ''Milde''. . . .&amp;quot; Wörtlich übersetzt: &amp;quot;Niedrigkeit, Sanftmut&amp;quot; &amp;quot;Demut&amp;quot; beschreibt den inneren Zustand, die &amp;quot;Milde&amp;quot; das Verhalten nach außen. Jemand, der kein stolzes sondern ein demütiges Herz besitzt, wird andere mit mehr Sanftmut behandeln. Sanftmut schätzt den Anderen höher als sich selbst und dient ihm. Das geschieht, wenn das Herz demütig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Männer: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Demut in euch wachsen kann. Ihr Frauen: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Demut in euch wachsen kann. Und behandelt euch aus dieser Demut heraus gegenseitig mit Milde. Wir kämpfen dabei mit unserem stolzen, ichbezogenen Inneren. Kämpft diesen Kampf im Glauben, durch das Evangelium und im Gebet. Sei fassungslos und gebrochen und lass dich wieder aufbauen, werde fröhlich und demütig, denn du bist auserwählt, heilig und geliebt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Von Langmut zu Nachsicht und Vergebung''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste Paar ist gar kein Paar. Es handelt sich um einen inneren Zustand, aus dem Nachsicht und Vergebung hervorgeht. Vers 12: &amp;quot;Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut! Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat.&amp;quot; &amp;quot;Geduld&amp;quot; ist hier der innere Zustand, die sich nach außen durch Nachsicht und Vergebung zeigt. Wörtlich übersetzt bedeutet Geduld &amp;quot;Langmut&amp;quot; (makrothumia). Werde zu einem Menschen mit langem Geduldsfaden. Einem sehr langen. Werde ein Mensch mit Geduld, langsam zum Zorn, schnell zum Hören, langsam zum Reden (Jakobus 1,19). Diese drei genannten Zustände sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. &amp;quot;Eingeweide der Barmherzigkeit&amp;quot; (ein barmherziges Herz) und &amp;quot;Bescheidenheit&amp;quot; (Demut) bringen &amp;quot;Langmut&amp;quot; (Geduld) hervor. Wenn du schnell aufbrausend wirst anstatt geduldig zu sein, liegt das möglicherweise an fehlender Barmherzigkeit und Demut. Anders ausgedrückt hat die Tatsache, dass du auserwählt, heilig und geliebt bist, dein Herz nicht gebrochen und dich von Ich-Bezogenheit und Stolz abgebracht. Ihr Männer: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit und Demut in euch wachsen können und ihr so geduldiger werdet. Ihr Frauen: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit und Demut in euch wachsen könnnen und ihr so geduldiger werdet. Und dann behandelt einander mit . . . was? Die anderen Dinge waren jeweils paarweise angeordnet: Herzen voller Barmherzigkeit, die zu Güte führen, Demut, die zu Sanftmut führt. Zu was aber führt Geduld (oder Langmut)? Zwei Dinge: Nachsicht und Vergebung Zwei Dinge, nicht nur eines: Zuerst: &amp;quot;Einander ertragen&amp;quot; und dann als zweites: &amp;quot;Vergebt einander, wenn einer Klage gegen den anderen hat.&amp;quot; Nachsicht und Vergebung Was heißt das und wie sieht das konkret in einer Ehe aus? Vorab noch eine Bemerkung zu den beiden Wörtern. &amp;quot;aushalten&amp;quot; oder &amp;quot;verzichten&amp;quot; Wörtlich übersetzt heißt es an dieser Stelle &amp;quot;ertragen&amp;quot; - einander ertragen. Jesus benutzt dieses Wort in Lukas 9,41: &amp;quot;Ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, bis wann soll ich bei euch sein und euch ertragen?&amp;quot; Auch Paulus benutzt dieses Wort in 1. Korinther 4,12: &amp;quot;Verfolgt, dulden wir&amp;quot; Werdet zu geduldigen Menschen und haltet einander aus. Ertragt einander. &amp;quot;Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe vergeht niemals.&amp;quot; (1. Korinther 13,7-8) Das andere Wort ist &amp;quot;vergeben&amp;quot;. Im Neuen Testament gibt es mindestens zwei Worte für &amp;quot;vergeben&amp;quot;. Hier steht das Wort &amp;quot;charizomenoi&amp;quot;. Es bedeutet: freizügig oder großzügig geben Es geht hier nicht um eine ausgeglichene Bezahlung. Es geht darum, jemanden besser zu behandeln als er es verdient hätte. In diesem Sinne bedeutet es: Wenn dir jemand etwas angetan hat und deswegen in deiner Schuld steht, dann besagt die pure Gerechtigkeit, dass du das Recht hast, den anderen als Kompensation für dein Leiden selbst leiden zu lassen. Du aber verzichtest nicht nur auf diese Heimzahlung, sondern tust dem Anderen &amp;quot;großzügig&amp;quot; Gutes anstatt Böses. Das ist die Bedeutung des Wortes charizomai. Dein Verhalten ist Vergebung - du vergiltst nicht Böses mit Bösem, sondern du segnest (1. Korinther 4,12; 1. Thessalonicher 5,15; Matthäus 5,44; Lukas 6,27). Unsere Hoffnung im Evangelium Was ich hier sehr hilfreich finde, ist, dass Paulus sowohl Vergebung als auch Nachsicht als unabdingbar für das gelingende Zusammenleben ansieht - sowohl in der Gemeinde als auch in der Ehe. Vergebung heißt: Ich werde dich nicht schlecht behandeln wegen deiner Verfehlungen mir gegenüber oder wegen störender Verhaltensweisen. Nachsicht gesteht (sich selbst) diese Verfehlungen und störenden Verhaltensweisen ein. Sie stören wirklich. Gäbe es nichts an der anderen Person, das uns stören würde, hätten die Worte &amp;quot;ertragt einander&amp;quot; keinen Sinn. Wenn du jemanden heiratest, weißt du nicht, wie er in 30 Jahren sein wird. Unsere Vorfahren haben ihre Eheversprechen nicht blindlings mit dem Kopf im Sand formuliert. Ihre Augen waren weit offen für die Realität - &amp;quot;Ich verspreche von diesem Tag an, in guten und in schlechten Zeiten, in Reichtum und Armut, Krankheit und Gesundheit dich in Treue zu lieben, zu achten und zu ehren, bis dass der Tod uns scheidet. Du weißt nicht, wie diese Person in Zukunft sein wird: Es kann sein, dass es besser wird als du es dir je erträumt hast, es kann aber auch schlechter werden. Unsere Hoffnung beruht auf der Tatsache: Wir sind erwählt, heilig und geliebt. Gott ist für uns und denen die ihn lieben werden alle Dinge zum Besten dienen. Der Komposthaufen Was hat es mit dem Komposthaufen auf sich? Stell dir deine Ehe als Wiese vor. Du betrittst sie am Anfang voller Hoffnung und Freude. Du schaust in die Zukunft und siehst wunderschöne Blumen, Bäume und sanfte Hügel. Diese Schönheit, die du siehst, ist die, die du im Anderen findest. Eure Beziehung ist die Wiese mit den Blumen und den sanften Hügeln. Doch schon nach kurzer Zeit trittst du in Kuhfladen. Zu manchen Zeiten in deiner Ehe scheinen sie überall zu sein. Besonders spät in der Nacht treten sie gehäuft auf. Es handelt sich hier um Sünden, Makel, Eigenheiten, Schwächen und störenden Verhaltensweisen bei dir und deinem Partner. Du versuchst, sie zu vergeben und sie mit Nachsicht zu ertragen. Aber irgendwie dominieren sie eure Beziehung. Vielleicht stimmt dieses Gefühl nicht, aber es sieht so aus, als gäbe es nur diese Kuhfladen. Ich denke, dass die Verbindung aus Nachsicht und Vergebung zum Anlegen eines Komposthaufens führt. Und hier beginnt ihr, die Kuhfladen wegzuschaufeln. Ihr seht einander an und stellt lediglich fest, dass hier wirklich eine ganze Menge Kuhfladen herumliegen. Aber ihr sagt zueinander: Wir wissen, dass es in dieser Beziehung mehr gibt als nur Kuhfladen. Aber wir haben unseren Blick dafür verloren, weil wir uns immer nur auf diese Kuhfladen konzentrieren. Lass sie uns auf den Komposthaufen werfen. Und wenn notwendig gehen wir dorthin, riechen die schlechte Luft, fühlen uns schlecht und gehen damit um so gut wir können. Und dann gehen wir wieder weg und konzentrieren uns auf den Rest der Wiese. Wir suchen uns unsere Lieblingspfade und Lieblingshügel von denen wir wissen, dass dort keine Kuhfladen sind. Und wir sind dankbar für diese schönen Teile der Wiese. Unsere Hände sind vielleicht dreckig und vielleicht tut uns auch der Rücken vom vielen Schaufeln weh. Aber wir wissen eines: Wir schlagen unser Zelt nicht am Komposthaufen auf. Wir gehen dort nur hin, wenn wir wirklich müssen. Das ist das Geschenk der Gnade, das wir uns immer wieder gegenseitig machen - denn wir sind erwählt, heilig und geliebt.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 16:33:38 GMT</pubDate>			<dc:creator>Mollymullery</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Ehe:_Vergebung_und_Nachsicht</comments>		</item>
		<item>
			<title>Ehe: Vergebung und Nachsicht</title>
			<link>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Ehe:_Vergebung_und_Nachsicht</link>
			<description>&lt;p&gt;Mollymullery: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Marriage: Forgiving and Forbearing}}  &amp;lt;blockquote&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt; Kolosser 3, 12-19   Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erba…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Marriage: Forgiving and Forbearing}} &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; Kolosser 3, 12-19 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut! 13 Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer eine Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr! 14 Zu diesem allen aber &amp;amp;lt;zieht&amp;amp;gt; die Liebe &amp;amp;lt;an&amp;amp;gt;, die das Band der Vollkommenheit ist! 15 Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib! Und seid dankbar! 16 Das Wort des Christus wohne reichlich in euch; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig! Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in Gnade! 17 Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn! 18 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt! 19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vielleicht erinnerst du dich, dass meine Frau Noel sagte: &amp;quot;Man kann nicht oft genug sagen, dass die Ehe ein Abbild von Christus und der Gemeinde ist&amp;quot; (siehe Epheser 5, 31-32). Ich sagte, dass ich denke, dass sie aus drei Gründen damit recht hat. Ich werde zwei davon nennen. Zum einen hebt diese Aussage die Ehe vom niedrigen Niveau einer Sitcom nach oben in den Himmel, in die hell strahlende Herrlichkeit Gottes, wo ihr [eigentlicher] (Einfügung des Übersetzers) Bestimmungsort ist. Zum anderen wird die Ehe durch den Vergleich mit Christus und der Gemeinde auf die feste Grundlage der Gnade gestellt, denn Christus wählte sich die Gemeinde aus Gnade allein zur Braut. Und so hält er auch die Beziehung zu seiner Gemeinde aufrecht—allein durch Gnade. Ehe: Gott handelt und gibt sich zu erkennen Die ersten beiden Aussagen sollten den ersten Grund untermauern. Ich versuchte aufzuzeigen, dass Gott in der Ehe handelt und sich zu erkennen gibt. Das ist die Herrlichkeit Gottes - sie ist von Ihm, durch Ihn und weist auf Ihn. Das Ziel einer Ehe zwischen zwei Menschen beschränkt sich auf das Diesseits. Doch die Ehe weist auf etwas Ewiges hin, nämlich Christus und die Gemeinde. Und nach dem Ende dieser Welt, wird es an ihrer Stelle diese überragende Realität geben, auf die die Ehe heute hinweist. Jesus sagte in Matthäus 22,30: &amp;quot;Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel.&amp;quot; Deshalb wird mein Vater Bill Piper bei der Auferstehung kein Bigamist sein. Sowohl meine Mutter als auch meine Stiefmutter sind gestorben. Mein Vater war 36 Jahre lang mit meiner Mutter verheiratet und nach ihrem Tod führte er eine 25 Jahre dauernde Ehe mit meiner Stiefmutter. Doch bei der Auferstehung weicht der Schatten der Realität. Die Ehe weist auf die Herrlichkeit Christi und die Gemeinde hin. Doch bei der Auferstehung verschwindet sie in der Vollkommenheit dieser Herrlichkeit. Ehe: Fest auf Gnade gegründet Der Zielgedanke der letzten Woche war, dass Ehe auf Gnade gegründet ist: Vertikal ([von Gott zu den Menschen]; Einfügung des Übersetzers) durch den Tod Christi am Kreuz, und als Folge daraus auch horizontal in der Beziehung zwischen Mann und Frau in der Ehe. Wir haben diese allgemeine Struktur einer christlichen Ehe ( und der Ehe, in der nur einer der Partner Christ ist) anhand von Kolosser 2, 13-14 und 3, 13 herausgearbeitet. In Kolosser 2, 13b-14 lesen wir, wie Gott die Grundlage zur Vergebung der Sünden gelegt hat: “. . . indem er uns alle Vergehungen vergeben hat. Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, &amp;amp;lt;den&amp;amp;gt; in Satzungen &amp;amp;lt;bestehenden&amp;amp;gt;, der gegen uns war, und ihn aus &amp;amp;lt;unserer&amp;amp;gt; Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte.&amp;quot; Alle Schuld die wir durch die Sünde auf uns geladen haben, hat Gott am Kreuz weggenommen. Natürlich geschieht das nicht durch die Nägel und das Kreuz an sich - die Sünde wird durch die durchbohrten Hände und Füße des Sohnes Gottes weggenommen (siehe Jesaja 53, 5-6) Gnade, die sich nach außen zeigt Nachdem uns Paulus die Grundlage für Gottes Vergebung am Kreuz aufgezeigt hat, sagt er in Kolosser 3,13b: &amp;quot;Wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr!&amp;quot; Anders ausgedrückt: &amp;quot;Nimm die Gnade, die Vergebung und die Rechtfertigung, die du vertikal durch den Tod Christi am Kreuz selbst empfangen hast und gib sie horizontal an andere Menschen weiter. Im Besonderen als Ehemann an deine Frau und als Ehefrau an deinen Mann.“ Am Schluss stellte ich die Frage: &amp;quot;Warum liegt hier die Betonung auf Vergebung und Nachsicht anstatt beispielsweise auf Romantik und der Freude aneinander?“ Ich habe hierauf drei Antworten gegeben: 1. Da aufgrund der Sünde Konflikte entstehen werden, müssen wir Sünden vergeben und Nachsicht gegenüber Fremdartigem üben. Manchmal werden wir die beiden Dinge noch nicht einmal voneinander unterscheiden können. 2. Die harte und schwere Arbeit der Vergebung und Nachsicht macht es möglich, dass Gefühle, die bereits erloschen schienen, wieder neu aufleben können. 3. Wenn zwei sehr verschiedene und unvollkommene Menschen ihr Leben auch in Bedrängnis in Treue vor Gott und im Vertrauen auf Ihn zusammen führen, geben sie Gott damit die Ehre. Erlösende Trennung und das Danach Heute möchte ich näher auf Nachsicht und Vergebung eingehen. Erlaube mir zu Beginn die Bemerkung, dass ich mir - schmerzlich - bewusst bin, dass es Sünde in Partnerschaften gibt, bei der aus Nachsicht und Vergebung eine Förderung der Sünde wird und einer erlösenden Trennung bedarf - Ich wähle diese Worte sehr sorgfältig: eine erlösende Trennung. Ich denke dabei an Dinge wie Körperverletzung, Ehebruch, Kindesmissbrauch, Zornausbrüche unter Alkoholeinfluss, Spielsucht, Diebstahl oder Lügen, die die Familie ruinieren. Das ist jedoch heute nicht unser Thema - wir werden uns später damit befassen, wenn es um die Themen Trennung, Scheidung und Wiederheirat geht. Heute möchte ich dir ein biblisches Muster von Nachsicht und Vergebung zeigen, das dir dabei helfen kann, erst gar nicht an den Punkt einer Trennung zu kommen. Vielleicht hilft es auch manchen unter uns, die am Abgrund stehen, wieder zurückzukehren - vielleicht können dadurch auch Ehen, die von der Welt bereits als &amp;quot;geschieden&amp;quot; bezeichnet werden, gerettet werden. Und ich bete auch dafür, dass dadurch auch in die Kinder und die Singles, die eines Tages vielleicht heiraten werden, eine Saat hineingelegt wird, damit ihre Ehen auf dem stabilen Fundament der Gnade aufgebaut werden. Das Fundament: Die Person Christi und sein Werk Als Paulus zu Kolosser 3,12 kommt, hat er bereits ein stabiles Fundament in der Person Christi und seinem Werk am Kreuz gelegt. Das ist die Basis einer Ehe und des Lebens überhaupt. Die wichtigsten Kämpfe im Leben und in der Ehe werden um den Glauben an diese Person und an sein Werk ausgefochten. Mit &amp;quot;glauben&amp;quot; meine ich vertrauen, ihn annehmen, wertschätzen, die Beziehung zu ihm pflegen, sich auf ihn verlassen, in sich aufnehmen und das eigene Leben danach formen. Wenn Paulus also zu Kolosser 3,12 kommt, ermahnt er uns mit gewaltigen Worten, die unsere Gefühle für eine Realität wecken sollen, die auf Christus und sein Heilswerk aufgebaut sind. Auserwählt Zu Beginn beschreibt er uns Gläubige in dreierlei Weise und ermahnt uns. &amp;quot;Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte. . . .&amp;quot; Hier sagt er uns, was für ein Herz und welche Einstellung wir haben sollen - wir sollen sie anlegen wie Kleider. Doch zuerst nennt er uns Auserwählte, Heilige, Geliebte. Wir sind Gottes Auserwählte. Noch bevor Er die Erde schuf, wurden wir von Gott Auserwählte in Christus. Man hört den Wert, den Paulus dieser Sache zuschreibt in seinen Worten in Römer 8,33: &amp;quot;Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben?&amp;quot; Die Antwort auf diese Frage ist: Absolut niemand! Paulus möchte, dass wir das Wunder spüren, Auserwählte zu sein, dass wir mit unerschütterlicher Liebe geliebt sind. Wenn du dich der Wahrheit widersetzt, dass du erwählt wurdest, widersetzt du dich auch geliebt zu werden. Heilig Dann nennt er uns heilig - das bedeutet: abgesondert für Gott. Er hat uns mit einem bestimmten Ziel auserwählt - wir sollen sein heiliges Volk sein. Um aus der Welt herauszukommen und nicht mehr &amp;quot;gewöhnlich&amp;quot; oder unrein zu sein. Epheser 1,4: &amp;quot;Wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien (in Liebe).&amp;quot; 1. Petrus 2,9: &amp;quot;Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht. . . eine heilige Nation.” Das ist zuerst einmal eine Stellung und eine Bestimmung, bevor es zu einem Verhaltensmuster wird. Deshalb sagt er uns, dass wir diese Art des Verhaltens &amp;quot;anziehen&amp;quot; sollen. Er weiß, dass wir noch nicht an diesem Ziel angelangt sind. Er ruft dazu auf, heilig zu werden, weil wir in Christus heilig sind. Zieh dich so an, dass es zu deinem Wesen passt. Kleide dich in Heiligkeit. Geliebt Dann nennt er uns geliebt. “Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte.” Gott, der Schöpfer der Erde hat dich auserwählt, dich für sich ausgesondert und er liebt dich. Er ist für dich - nicht gegen dich. &amp;quot;Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist&amp;quot; (Römer 5,8) Das ist die Grundlage für Nachsicht und Vergebung in der Ehe. Sie sind hin und weg davon. Ihr Männer, gebt euch selbst hin, um das zu sehen und zu genießen. Ihr Frauen, gebt euch selbst hin, um das zu sehen und zu genießen. Zieht Kraft für euer Leben daraus. Zieht eure Freude daraus. Zieht eure Hoffnung daraus—ihr seid auserwählt, herausgerufen, und von Gott geliebt. Fleht darüber zum Herrn, dass dies zu dem wird, wofür euer Herz schlägt - in eurem Leben und in eurer Ehe. Eine innere Haltung, die sich im Verhalten nach außen zeigt Das ist die Grundlage - diese tief verwurzelte auf Gott zentrierte Identität - aufgrund derer Paulus uns sagt, was wir &amp;quot;anziehen&amp;quot; sollen. Welche &amp;quot;Kleidung&amp;quot; zieht ein auserwähltes, geliebtes und heiliges Kind Gottes an? Es geht hier darum, welche innere Haltung und welches Verhalten zu den Eigenschaften &amp;quot;auserwählt&amp;quot;, &amp;quot;herausgerufen&amp;quot; und &amp;quot;durch Christus von Gott geliebt&amp;quot; passen, beziehungsweise sich daraus ergeben. Ich denke, Paulus beschreibt hier drei Arten innerer Haltung, die zu einem bestimmten Verhalten nach außen führen. &amp;quot;Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut! Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat.&amp;quot; Von den &amp;quot;Eingeweiden der Barmherzigkeit&amp;quot; zur Güte Zwei Eigenschaften bilden jeweils ein Paar. Vers 12: &amp;quot;Herzliches Erbarmen, Güte&amp;quot; Wörtlich übersetzt: &amp;quot;Eingeweide der Barmherzigkeit und Güte&amp;quot; Die &amp;quot;Eingeweide der Barmherzigkeit&amp;quot; beschreiben den inneren Zustand, die &amp;quot;Güte&amp;quot; das Verhalten nach außen. Wenn du in deinem Innersten barmherzig bist, kann auf diesem Boden Güte gedeihen. Ihr Männer: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit in euch wachsen kann. Ihr Frauen: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit in euch wachsen kann. Und behandelt euch aus dieser zärtlichen Barmherzigkeit gegenseitig mit Güte. Wir kämpfen dabei mit unserem unbarmherzigen Inneren. Kämpft diesen Kampf im Glauben, durch das Evangelium und im Gebet. Sei fassungslos und gebrochen und lass dich wieder aufbauen, werde fröhlich und barmherzig, denn du bist auserwählt, heilig und geliebt. Von Demut zu Milde Das nächste Paar besteht aus &amp;quot;Demut&amp;quot; und &amp;quot;Milde&amp;quot; Vers 12: “Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde. . . .&amp;quot; Wörtlich übersetzt: &amp;quot;Niedrigkeit, Sanftmut&amp;quot; &amp;quot;Demut&amp;quot; beschreibt den inneren Zustand, die &amp;quot;Milde&amp;quot; das Verhalten nach außen. Jemand, der kein stolzes sondern ein demütiges Herz besitzt, wird andere mit mehr Sanftmut behandeln. Sanftmut schätzt den Anderen höher als sich selbst und dient ihm. Das geschieht, wenn das Herz demütig ist. Ihr Männer: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Demut in euch wachsen kann. Ihr Frauen: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Demut in euch wachsen kann. Und behandelt euch aus dieser Demut heraus gegenseitig mit Milde. Wir kämpfen dabei mit unserem stolzen, ichbezogenen Inneren. Kämpft diesen Kampf im Glauben, durch das Evangelium und im Gebet. Sei fassungslos und gebrochen und lass dich wieder aufbauen, werde fröhlich und demütig, denn du bist auserwählt, heilig und geliebt. Von Langmut zu Nachsicht und Vergebung Das nächste Paar ist gar kein Paar. Es handelt sich um einen inneren Zustand, aus dem Nachsicht und Vergebung hervorgeht. Vers 12: &amp;quot;Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut! Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat.&amp;quot; &amp;quot;Geduld&amp;quot; ist hier der innere Zustand, die sich nach außen durch Nachsicht und Vergebung zeigt. Wörtlich übersetzt bedeutet Geduld &amp;quot;Langmut&amp;quot; (makrothumia). Werde zu einem Menschen mit langem Geduldsfaden. Einem sehr langen. Werde ein Mensch mit Geduld, langsam zum Zorn, schnell zum Hören, langsam zum Reden (Jakobus 1,19). Diese drei genannten Zustände sind miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. &amp;quot;Eingeweide der Barmherzigkeit&amp;quot; (ein barmherziges Herz) und &amp;quot;Bescheidenheit&amp;quot; (Demut) bringen &amp;quot;Langmut&amp;quot; (Geduld) hervor. Wenn du schnell aufbrausend wirst anstatt geduldig zu sein, liegt das möglicherweise an fehlender Barmherzigkeit und Demut. Anders ausgedrückt hat die Tatsache, dass du auserwählt, heilig und geliebt bist, dein Herz nicht gebrochen und dich von Ich-Bezogenheit und Stolz abgebracht. Ihr Männer: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit und Demut in euch wachsen können und ihr so geduldiger werdet. Ihr Frauen: Verwurzelt euren Glauben durch das Evangelium in Christus, damit Barmherzigkeit und Demut in euch wachsen könnnen und ihr so geduldiger werdet. Und dann behandelt einander mit . . . was? Die anderen Dinge waren jeweils paarweise angeordnet: Herzen voller Barmherzigkeit, die zu Güte führen, Demut, die zu Sanftmut führt. Zu was aber führt Geduld (oder Langmut)? Zwei Dinge: Nachsicht und Vergebung Zwei Dinge, nicht nur eines: Zuerst: &amp;quot;Einander ertragen&amp;quot; und dann als zweites: &amp;quot;Vergebt einander, wenn einer Klage gegen den anderen hat.&amp;quot; Nachsicht und Vergebung Was heißt das und wie sieht das konkret in einer Ehe aus? Vorab noch eine Bemerkung zu den beiden Wörtern. &amp;quot;aushalten&amp;quot; oder &amp;quot;verzichten&amp;quot; Wörtlich übersetzt heißt es an dieser Stelle &amp;quot;ertragen&amp;quot; - einander ertragen. Jesus benutzt dieses Wort in Lukas 9,41: &amp;quot;Ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, bis wann soll ich bei euch sein und euch ertragen?&amp;quot; Auch Paulus benutzt dieses Wort in 1. Korinther 4,12: &amp;quot;Verfolgt, dulden wir&amp;quot; Werdet zu geduldigen Menschen und haltet einander aus. Ertragt einander. &amp;quot;Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe vergeht niemals.&amp;quot; (1. Korinther 13,7-8) Das andere Wort ist &amp;quot;vergeben&amp;quot;. Im Neuen Testament gibt es mindestens zwei Worte für &amp;quot;vergeben&amp;quot;. Hier steht das Wort &amp;quot;charizomenoi&amp;quot;. Es bedeutet: freizügig oder großzügig geben Es geht hier nicht um eine ausgeglichene Bezahlung. Es geht darum, jemanden besser zu behandeln als er es verdient hätte. In diesem Sinne bedeutet es: Wenn dir jemand etwas angetan hat und deswegen in deiner Schuld steht, dann besagt die pure Gerechtigkeit, dass du das Recht hast, den anderen als Kompensation für dein Leiden selbst leiden zu lassen. Du aber verzichtest nicht nur auf diese Heimzahlung, sondern tust dem Anderen &amp;quot;großzügig&amp;quot; Gutes anstatt Böses. Das ist die Bedeutung des Wortes charizomai. Dein Verhalten ist Vergebung - du vergiltst nicht Böses mit Bösem, sondern du segnest (1. Korinther 4,12; 1. Thessalonicher 5,15; Matthäus 5,44; Lukas 6,27). Unsere Hoffnung im Evangelium Was ich hier sehr hilfreich finde, ist, dass Paulus sowohl Vergebung als auch Nachsicht als unabdingbar für das gelingende Zusammenleben ansieht - sowohl in der Gemeinde als auch in der Ehe. Vergebung heißt: Ich werde dich nicht schlecht behandeln wegen deiner Verfehlungen mir gegenüber oder wegen störender Verhaltensweisen. Nachsicht gesteht (sich selbst) diese Verfehlungen und störenden Verhaltensweisen ein. Sie stören wirklich. Gäbe es nichts an der anderen Person, das uns stören würde, hätten die Worte &amp;quot;ertragt einander&amp;quot; keinen Sinn. Wenn du jemanden heiratest, weißt du nicht, wie er in 30 Jahren sein wird. Unsere Vorfahren haben ihre Eheversprechen nicht blindlings mit dem Kopf im Sand formuliert. Ihre Augen waren weit offen für die Realität - &amp;quot;Ich verspreche von diesem Tag an, in guten und in schlechten Zeiten, in Reichtum und Armut, Krankheit und Gesundheit dich in Treue zu lieben, zu achten und zu ehren, bis dass der Tod uns scheidet. Du weißt nicht, wie diese Person in Zukunft sein wird: Es kann sein, dass es besser wird als du es dir je erträumt hast, es kann aber auch schlechter werden. Unsere Hoffnung beruht auf der Tatsache: Wir sind erwählt, heilig und geliebt. Gott ist für uns und denen die ihn lieben werden alle Dinge zum Besten dienen. Der Komposthaufen Was hat es mit dem Komposthaufen auf sich? Stell dir deine Ehe als Wiese vor. Du betrittst sie am Anfang voller Hoffnung und Freude. Du schaust in die Zukunft und siehst wunderschöne Blumen, Bäume und sanfte Hügel. Diese Schönheit, die du siehst, ist die, die du im Anderen findest. Eure Beziehung ist die Wiese mit den Blumen und den sanften Hügeln. Doch schon nach kurzer Zeit trittst du in Kuhfladen. Zu manchen Zeiten in deiner Ehe scheinen sie überall zu sein. Besonders spät in der Nacht treten sie gehäuft auf. Es handelt sich hier um Sünden, Makel, Eigenheiten, Schwächen und störenden Verhaltensweisen bei dir und deinem Partner. Du versuchst, sie zu vergeben und sie mit Nachsicht zu ertragen. Aber irgendwie dominieren sie eure Beziehung. Vielleicht stimmt dieses Gefühl nicht, aber es sieht so aus, als gäbe es nur diese Kuhfladen. Ich denke, dass die Verbindung aus Nachsicht und Vergebung zum Anlegen eines Komposthaufens führt. Und hier beginnt ihr, die Kuhfladen wegzuschaufeln. Ihr seht einander an und stellt lediglich fest, dass hier wirklich eine ganze Menge Kuhfladen herumliegen. Aber ihr sagt zueinander: Wir wissen, dass es in dieser Beziehung mehr gibt als nur Kuhfladen. Aber wir haben unseren Blick dafür verloren, weil wir uns immer nur auf diese Kuhfladen konzentrieren. Lass sie uns auf den Komposthaufen werfen. Und wenn notwendig gehen wir dorthin, riechen die schlechte Luft, fühlen uns schlecht und gehen damit um so gut wir können. Und dann gehen wir wieder weg und konzentrieren uns auf den Rest der Wiese. Wir suchen uns unsere Lieblingspfade und Lieblingshügel von denen wir wissen, dass dort keine Kuhfladen sind. Und wir sind dankbar für diese schönen Teile der Wiese. Unsere Hände sind vielleicht dreckig und vielleicht tut uns auch der Rücken vom vielen Schaufeln weh. Aber wir wissen eines: Wir schlagen unser Zelt nicht am Komposthaufen auf. Wir gehen dort nur hin, wenn wir wirklich müssen. Das ist das Geschenk der Gnade, das wir uns immer wieder gegenseitig machen - denn wir sind erwählt, heilig und geliebt.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 20:55:07 GMT</pubDate>			<dc:creator>Mollymullery</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Ehe:_Vergebung_und_Nachsicht</comments>		</item>
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			<title>Unser Vater</title>
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			<description>&lt;p&gt;Mollymullery: Die Seite wurde neu angelegt: „{{info|Our Father}}&amp;lt;br&amp;gt; Meine erste Klasse in der Freie Universitaet von Amsterdam hat meine akademische Selbstzufriedenheit zerruettert. Es war ein kultureller S…“&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{info|Our Father}}&amp;lt;br&amp;gt; Meine erste Klasse in der Freie Universitaet von Amsterdam hat meine akademische Selbstzufriedenheit zerruettert. Es war ein kultureller Schock, eine Uebung in Gegensatz. Es hat dem Moment angefangen als Professor G.C. Berkouwer in die Klasse getreten war. In seiner Gegenwart, jeder Student war aufmerksam biss er auf dem Podium stand, sein Notizbuch aufschlaegte, leise sein Kopf genickt hat fuer die Studenten sich hin zusetzten. Er hat dann angefangen seinen Vortrag zu halten, und die Studenten, in einer heiligen pflichtbewussten Stille, haben fuer eine Stundte Notizen geschrieben. Niemand hat sich gewagt den Meister zu unterbrechen oder Ihn abzulenken mit der Annahme den Arm zu heben. Der Vortrag war beherrscht bei einer einzigen Stimme – die Stimme die wir alle bezahlt haben zu hoeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Vortrag fertig war hat der Professor sein Notizbuch geschlossen, ist von der Podium Treppe runter gelaufen, und hat eilig die Klasse verlassen, aber nicht bevor die Studenten noch einmal in seiner Ehre aufgestanden sind. Da war kein Dialog, keine Studenten Termine, kein quatschen Fest. Kein Student hat jemals mit dem Professor geredet – ausser waehrend der privat zeitlich geplanten Mundpruefung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine erster geplante Mundpruefung war eine Ausuebung in panischer Angst. Ich ging zum Professors Haus und befuerchtete eine Qual. Aber als rigoros die Pruefung war, es war keine Qual. Dr. Berkouwer war herzlich und freundlich. In onkelhafter Art und Weise, fragte er nach meiner Familie. Er zeigte grosse Interesse fuer mein Wohlsinn und hat mich eingeladen Fragen zustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Richtung, diese Erfahrung war ein Geschenk vom Himmel. Professor Berkouwert war selbstverstaendlich auch nur ein Mensch. Aber er war ein Mann eines gigantisch intellekts und eines enzyklopaedisches Wissens. Ich war nicht in seinem Haus um ihm zu lehren oder mit ihm zu debattieren – Ich war der Student und er der Meister. Da war nicht viel im Bereich der Theologie die er von mir lernen koennte. Und doch hoerte er auf mich als ob er doch was von mir lernen koennte. Er nahm meine Antworten zu seinen durchdringenden Fragen ernst. Es war als ob ich ein Sohn war der von seinem fuersorglichen Vater gefragt wurde. Dieser Fall ist die beste menschliche Analogie die ich aufbringen konnte zu der historischen Fragen, ,,wenn Gott souveraen ist, warum beten wir dann?” Jedoch muss ich erkennen dass diese Analogie schwach ist. Obwohl Berkouwert ueber mich in Gelehrheit turmhoch ueberlegen war, war sein Wissen begrenzt und beschraenkt. Er war auf keinen Fall allwissend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz, wenn ich mich mit dem Gott unterhalte, spreche ich nicht bloss mit einem grossen Meister im Himmel. Ich sprechen mit ihm der alles weiss, wer wirklich nichts von mir lernen kann dass er nicht bereit schon weiss. Er weiss alles wass man wissen soll, einschliesslich was in meinem Gedanken sind. Er weiss was ich ihm sagen will, bevor ich es ihm sage. Er weiss was er macht bevor er is macht. Sein Wissen ist souveraen, da er souveraen ist. Sein Kenntniss ist perfekt, verstaendlich so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dass das die Bibel von Menschen geschrieben worden ist, ist es schwer die Idea zu erkennen dass der Gott seine Plaene aendert, nachgibt, oder bereut. Die Bible erinnert es uns anderwohin, dass es menschliche Aussdruecke sind, und dass Gott kein Mensch ist der etwas bereut. In ihm ist kein Schatten der Bereuung. Sein Ratschlag ist fuer ewig. Er hat keinen Plan B. Plan Bs sind fuer “unvorhergesehene Plaene” obwohl Gott all Moeglichkeiten kennt, weiss er selbst nichts unvorhergesehenes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen fragen, ,,Aendert beten dem Gott seine Meinung?” Solch eine Frage zu stellen ist die zu beantworten. Was fuer ein Gott koennte durch meine Gebete beeinflusst werden? Was wuerde meine Gebete tun, um seine Plaene zu aendern? Koennte ich wirklich dem Gott irgendwelche Informationen geben, die er nicht bereits schon hat? Oder koennte ich ihn ueberzeugen seine Meinung zu aendern weil ich eine hoeheres Kenntniss habe? Selbstverstaendlich nicht. Ich bin vollstandig unqualifiziert dem Gott sein Mentor oder Ratgeber zu sein. So die einfache Antwort ist dass das Gebet nicht dem Gott die Meinung aendert. Aber jetzt nehmen wir an dass die Frage zwischen dem Gottes Souveraenitaet und unsere Gebete ein bischen anders gefragt wird: ,,Tut beten Sachen aendern?” Jetzt ist die Antwort ein nachdrueckliches ,,ja!” Die Heilige Schrift sagt uns ,,denn das Gebet eines Menschen, der nach Gottes Willen lebt, hat grosse Kraft” (Jakobus 5:16). Dieser Text erklaert dass das Gebet wirksam ist. Es ist keine fromme Uebung in Zwecklosigkeit. Der wer scheitert ist nutzlos. Gebete, jedoch nuetzt viel. Der wer sie nuetzt scheitert nie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was nuetzen die Gebete? Was aendern sie? An erster Stelle aendern meine Gebete mich. Der Zweck des Gebetes ist nicht den Gott zu aendern. Er aendert sich nicht weil er sich nicht aendern braucht. Aber ich muss. Wie Dr. Berkouwers Frage nicht zu seinem Nutzen war, so meine Zeit mit Gott ist fuer meine Erbauung und nicht Gottes. Gebete ist einer der groessten Vorrechte die wir haben zusammen mit unserer Rechtfertigung. Eine Konsequenz der Rechfertigung ist dass das wir Zugang zum Gott haben. Er hat uns in seine Familie adoptiert und hat uns das Recht gegeben ihn als Vater anzuspechen. Wir sind ermutigt in seine Anwesenheit mit Kuehnheit zu kommen. (Natuerlich gibt es da ein Unterschied zwischen Kuehnheit und Arroganz). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Gebete aendern auch Sachen. Praktisch gesehen sagen wir das beten wirkt. Das was wirksam ist, ist dass die Effekte verursacht oder produziert. In der Theologie, wir underscheiden zwischen primaer und sekundaer Kausalitaet. Primaer Kausalitaet ist die Energiequelle aller Ursachen. Die Bibel schreibt:,, denn in ihm leben, weben und sind wir’” (Apostelgeschichte 17:28), zeigt es an, dass abgesehen von Gottes unterstueztender Vorsehen, sind wir machtlos zu leben, weben oder einfach sein. Jede Macht die wir haben ist in zweiter Stelle. Es haengt immer nach Gott fuer seine entscheidendeWirksamkeit ab. Jedoch ist es wahr. Gebete ist einer des Gottes Wege die Ende hervorzubringen die er ordiniert. Dass heist, Gott ordiniert nicht nur das Ende, aber auch den Weg den er braucht um zu dem Ende zu kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott benoetigt nicht unser Predigen um seine Menschen zu retten. Dennoch hat er sich beschlossen durch unser Predigen zu arbeiten. Er bevollmaechtigt unser menschliches Predigen mit seiner eigenen Macht. Auf aehnlicher Art und Weise hat er beschlossen durch unsere Gebete zu arbeiten. Er bevollmaechtigt unsere Gebete damit wir nach dem beten zuruecktreten koennen und sehen wie seine Macht sich entvesselt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beten erwartungsvoll und mit Sicherheit, nicht trotz der Hoheit des Gottes aber wegen dem. Was fuer eine Verschwendung fuer Zeit und Atem es waer wuerden wir zu einem Gott beten der nicht souveraen ist.&lt;/div&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 16:38:46 GMT</pubDate>			<dc:creator>Mollymullery</dc:creator>			<comments>http://de.gospeltranslations.org/wiki/Diskussion:Unser_Vater</comments>		</item>
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