Christus: der Gekreuzigte

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Es scheint töricht zu sein, zu versuchen, Paulus' Lehre über die Errettung im Rahmen eines kurzen Essays zusammen zu fassen. Aber wir müssen es versuchen.
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Der Versuch, Paulus' Lehre über die Errettung im Rahmen eines kurzen Essays zusammen zu fassen, scheint ein törichtes Unterfangen zu sein. Versuchen müssen wir es dennoch.
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Paulus' Lehre über das Evangelium folgt der Überzeugung daß Jesus von Nazareth der versprochene "Messias" und Sohn Gottes ist, den Gott in die Welt sandte, "als die Zeit erfüllt ward", um Sein Versprechen an Sein Volk  Israel zu erfüllen..(2.Korinther 1,18-22; 6,2, Galater 4,4).  Die grossartige Botschaft in Paulus' Lehre ist das "Geheimnis" des Evangeliums Jesu Christi (Kolosser 1,26); (Römer 16,26; 2. Timotheus 1,10. Obwohl dieses Geheimnis bisher verborgen blieb, wurde es ihm und den anderen Aposteln jetzt anvertraut, als "Diener und Haushalter über Gottes Geheimnisse" (1. Korinther 4,1; Epheser 3,2 ff.).
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Paulus' Lehre über das Evangelium entstammt der Überzeugung, daß Jesus von Nazareth der versprochene "Messias" und Sohn Gottes ist, den Gott in die Welt sandte, "als die Zeit erfüllt ward", um Sein Versprechen an Sein Volk  Israel zu erfüllen..(2.Korinther 1,18-22; 6,2) (;Galater 4,4.) Die grossartige Botschaft in Paulus' Lehre ist das "Geheimnis" des Evangeliums Jesu Christi. (Kolosser 1,26; Römer 16,26; 2. Timotheus 1,10). Obwohl dieses Geheimnis verborgen war, wurde es   ihm und den anderen Aposteln anvertraut, als "Diener und Haushalter über Gottes Geheimnisse". (1. Korinther 4,1; Epheser 3,2 ff;)
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Diese paulinische Überzeugung hilft [uns], die Beziehung zwischen seiner Lehre über die Errettung und Jesus Christus' Lehre in den Evangelien zu klären. So wie Christus  das Kommen des Königreichs Gottes, das uns den Segen des "kommenden Zeitalters" [schon jetzt] in unserem Zeitalter beschert, betonte, so hat auch Paulus das Kommen Christi beschrieben als denjenigen, durch den der errettende Segen Gottes nun Seinem Volk gewährt wird. Man könnte die Lehre Jesu mit einer Ouvertüre vergleichen, die das Thema des ganzen Neuen Testamentes ankündigt: Das Königreich Gottes ist "nahe".
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Diese paulinische Überzeugung hilft, die Beziehung zwischen seiner Lehre über die Errettung und Jesus Christus' Lehre in den Evangelien zu erklären. Genauso wie Christus  das Kommen des Königreichs Gottes betonte, das den Segen des "kommenden Zeitalters" in dieses Zeitalter hineinbringt, so betont Paulus das Kommen Jesu Christi, beschrieben als den Einen, durch den die erretenden Segensgaben Gottes nun Seinem Volk gewährt werden .Die Lehre Jesu in den Evangelien gleicht einer Ouvertüre, die das Thema des ganzen Neuen Testamentes ankündigt: Das Königreich Gottes ist “nahe”. Paulus’ Predigt entfaltet dieses Thema, indem er eine umfassende Erklärung des errettenden Segens des Königreiches anbietet.  
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Paulus' Lehre entfaltet dieses Themaindem er [uns] eine umfassende Erklärung des errettenden Segens des Königreiches anbietet.
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Wie aber erklärt der Apostel die Errettung, die Christus bringt? Was hat Christus mit seinem Tod und seiner Auferstehung vollbracht, daß es Erlösung für diejenigen bringt, die zu ihm gehören?
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Wie aber erklärt der Apostel die Errettung, die [uns] Christus bringt? Was hat Christus mit seinem Tod und seiner Auferstehung vollbracht, daß es  Erlösung für diejenigen bringt, die ihm gehören?
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Paulus gibt zu dieser Frage eine umfassende Antwort im 1. Korintherbrief 15, 3-4: "Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich empfangen habe: daß Christus gestorben sei für unsre Sünden nach der Schrift, und daß er begraben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift." Diese Zusammenfassung erscheint in ähnlicher Form in Paulus' anderen Briefen. (siehe 1. Korinther 2,2; Galater 6,14.) In diesen Abschnitten erklärt Paulus, daß der Schwerpunkt des von ihm gepredigten Evangeliums, auf dem Sühnetod und der Auferstehung von Jesus Christus liegt.
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Paulus gibt zu dieser Frage eine umfassende Antwort im 1. Korintherbrief 15, 3-4: "Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich empfangen habe: daß Christus gestorben sei für unsre Sünden nach der Schrift, und daß er begraben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift." Diese Zusammenfassung erscheint in ähnlicher Form in Paulus' anderen Briefen. (siehe 1. Korinther 2,2; Galater 6,14) In diesen Abschnitten sagt Paulus aus, daß der Schwerpunkt des Evangeliums, das er verkündet, auf dem Sühnetod und der Auferstehung von Jesus Christus liegt.
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In Paulus' Briefen werden verschiedene biblische Themen benutzt, um die unterschiedlichen  Aspekte der Errettung darzulegen, die Christus für die Gläubigen erworben hat.Um das Sühneopfer Christi zu beschreiben, gebraucht Paulus diese Hauptthemen: Erstens, das "Opfer" oder die “Sühne für die Sündenschuld der Menschen. Zweitens, "Versöhnung" von Gottes heiligem Zorn gegen seine sündhaften Geschöpfe. Drittens, "Aussöhnung" oder Friede mit Gott; Viertens, "Erlösung" von dem Fluch und der Verdammnis des Gesetzes; und Fünftens, "Sieg" über Sünde, Tod und alle Mächte, die sich  dem Reich Gottes entgegensetzen.
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In Paulus' Briefen werden verschiedene biblische Themen benutzt, um die diversen, aber distinkten Aspekte der Errettung darzulegen, die Christus für die Gläubigen erworben hat. Die Hauptthemen die Paulus benutzt, um Christi Sühneopfer zu beschreiben beinhalten: Erstens, "Opfer" für oder Entsühnung der Schuld der Sünde der Menschen; Zweitens, "Versöhnung" von Gottes heiligem Zorn gegen seine sündhaften Kreaturen; Drittens, "Aussöhnung" oder Friede mit Gott; Viertens, "Erlösung" von dem Fluch und der Verdammnis des Gesetzes; und Fünftens, "Sieg" über Sünde, Tod und alle Mächte, die sich  Gottes Reich entgegensetzen.
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Es ist unbestreitbar, daß Paulus Christus' Tod als ''Opfer'' versteht. Im 1. Korintherbrief 15,3 erklärt Paulus, daß Christus "für unsere Sünden" gestorben ist. An anderer Stelle sagt er, daß Gott seinen eigenen Sohn  " in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben"  sandte. (Römer 8,3) Paulus lehrt auch, daß Christus' Tod die Versöhnung von Gottes Zorn war.
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Es ist unbestreitbar, daß Paulus Christus' Tod als Sündenopfer versteht. Im 1. Korintherbrief 15,3 sagt Paulus aus, daß Christus "für unsere Sünden" gestorben ist. An anderer Stelle sagt er, daß Gott seinen eigenen Sohn  " in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben"  sandte. (Römer 8,3) Paulus lehrt auch, daß Christus' Tod  Gottes  Zorn abwandte. Gott in seiner Heiligkeit kann Sünde nur verabscheuen. Doch das Wunder des Evangeliums besteht darin, daß Gott [selbst] in seiner Liebe seinen Zorn durch den Tod seines eigenen Sohnes beschwichtigt hat. . (Römer 3,25; 5, 9-10; 1. Korinther 5,21). Christis Sühnetod ist auch ein Werk der Versöhnung. Durch Seinen Tod hat Christus jedes  Hindernis, das dem Sünder im Wege steht, um mit Gott Frieden zu haben, weggeräumt.
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Gott in seiner Heiligkeit kann Sünde nur verabscheuen. Doch das Wunder des Evangeliums besteht darin, daß Gott in seiner Liebe seinen Zorn durch den Tod seines eigenen Sohnes versöhnt hat. (Römer 3,25; 5, 9-10; 1. Korinther 5,21). Christis Sühnewerk ist auch ein Werk der ''Versöhnung''. Durch Seinen Tod hat Christus jedes  Hindernis weggeräumt, das zwischen dem Sünder und seinem Frieden mit Gott steht.
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Dieses Werk der Versöhnung beinhaltet einen Gott-orientierten und Mensch-orientierten Aspekt. Sie schafft nicht nur das Hindernis von Gottes Zorn aus dem Weg (Römer 5, 9-10), sondern ruft auch den Sünder auf, sich mit Gott " versöhnen zu lassen " (2. Korinther 5,20).
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Dieses Werk der Versöhnung beinhaltet einen Gott-orientierten und Mensch-orientierten Aspekt. Es schafft nicht nur das Hindernis von Gottes Zorn aus dem Weg (Römer 5, 9-10), sondern ruft auch den Sünder auf, sich mit Gott " versöhnen zu lassen " (2. Korinther 5,20).
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Das Thema der ''Erlösung'' ist auch ein wichtiger Bestandteil in Paulus' Verständnis des Sühneopfers Christi. Das  biblische Verständnis der Erlösung betont die Bezahlung eines Preises, der die Befreiung des  Sünders von der Knechtschaft  sicherstellt.(1. Timotheus 2, 5-6). In einer der klarsten Stellen über das Sühneopfer Christi als ein Werk der Erlösung erklärt der Apostel Paulus: "Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns.” (Gal. 3,13) .Schlussendlich ist eine oft übersehende Eigenschaft des Sühneopfers Christi der Sieg, der über die Macht der Sünde, des Todes und in der Tat über jede Form der Opposition gegen Gottes königliche Herrschaft (1. Korinther 15, 54-57) errungen wurde.  Durch Seinen Tod und Seine Auferstehung hat Christus  alle Mächte entwaffnet, die sich Gottes Reich entgegenstellen. (Kolosser 2, 13-15).
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Das Thema der Erlösung ist auch ein wichtiger Bestandteil in Paulus' Verständnis des Sühneopfers Christi. Das  biblische Verständnis der Erlösung betont die Bezahlung eines Preises, der die Befreiung des Sünders von der Knechtschaft sicherstellt.(1. Timotheus 2, 5-6). An einer Stelle hat Paulus ganz besonders klargelegt, wie das Sühneopfer Christi als Werk der Erlösung zu verstehen ist; er schreibt, "Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!"). Schließlich gehört zu Christi Sühneopfer auch der Sieg, was oft übersehen wird, der über die Macht der Sünde, den Tod und in der Tat jede Form der Opposition  gegenüber Gottes königlichen Zepters (1. Korinther 15, 54-57). errungen wurde. Durch Seinen Tod und Seine Auferstehung hat Christus  alle Mächte, die Gottes Reich widerstehen, entwaffnet (Kolosser 2, 13-15).
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Ohne Zweifel ist die zentrale Botschaft in Paulus’ Predigt, daß Gott in der Person Seines Sohnes Jesus Christus, in die Weltgeschichte eindrangdessen Sühnetod und Auferstehung die Errettung brachte. Allerdings beinhaltet das Evangelium, wie von Paulus dargelegt, auch die Anwendung der Errettung in Christus für die Gläubigen, die durch das Wirken Seines Geistes mit Christus verbunden sind. Obwohl Paulus nicht explizit eine "Reihenfolge der Errettung" ''(ordo salutis)'' formuliert, so sind doch die Ansätze einer solchen Reihenfolge in seinen Briefen ersichtlich (siehe Römer 8, 30; 1. Korinther 1, 30; 6,11).
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Das Kernstück in Paulus' Lehren besteht ohne Zweifel darin, daß Gott in die Geschichte durch die Person Seines Sohnes, Jesus Christus, eingriff, dessen Sühnetod und Auferstehung  [die] Errettung brachte. Allerdings ist mit dem Evangelium, wie es Paulus darlegt, auch die Anwendung der Errettung in Christus für Gläubige enthalten, indem sie durch das Wirken Seines Geistes mit Ihm verbunden sind. Obwohl Paulus nicht streng genommen, eine "Reihenfolge der Errettung" (ordo salutis) postuliert, so sind doch in seinen Briefen  die Ansätze einer solchen Reihenfolge ersichtlich (siehe Römer 8, 30; 1. Korinther 1, 30; 6,11).
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In umfassendster Weise beschreibt Paulus die Anwendung der Errettung durch den Ausdruck, daß der Gläubige ''mit Christus verbunden'' ist. Wenn Gläubige durch das Wirken Seines Geistes mit Ihm verbunden sind, dann haben sie in vollem Maße Anteil an allen Vorteilen Seines Sühneopfers, das an ihrer Stelle stattfand. (Römer 8,2,11; 1. Korinther 6,11; Epheser 4,30).  
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Die Anwendung der Errettung hat Paulus in umfassendster Weise darin beschrieben, daß der Gläubige mit Christus verbunden ist. Wenn Gläubige durch das Wirken Seines Geistes mit Ihm verbunden sind, dann genießen sie in vollem Maße alle Vorteile Seines Sühneopfers, das an ihrer Stelle stattfand. (Römer 8,2,11; 1. Korinther 6,11; Epheser 4,30).  
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Für den Zweck unseres kurzen Abrisses seien drei Vorzüge der Verbundenheit mit Christus erwähnt, die für Paulus' Verständnis der Anwendung der Erlösung von besonderer Bedeutung sind: Freie Rechtfertigung, Geist-bewirkte Heiligung und Verherrlichung.  
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Für den Zweck unseres kurzen Abrisses seien drei Vorzüge der Verbundenheit mit Christus , die für Paulus' Verständnis der Anwendung der Erlösung von besonderer Bedeutung sind, erwähnt: Freie Rechtfertigung, Geist-bewirkte Heiligung und Verherrlichung.  
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Freie ''Rechtfertigung.'' Wir haben in unserer Einleitung hervorgehoben, daß es in einigen Kreisen populär geworden ist, Paulus’ Betonung der Verbundenheit mit Christus gegen seine Lehre der juristischen Rechtfertigung zu stellen. Dies ist jedoch ein schwerer Fehler. Die Reformation hatte sicher Recht in ihrer Bestätigung, daß ein Hauptmerkmal von Paulus’ Lehre die Rechtfertigung allein aus Gnade durch den Glauben war.  Darüber hinaus und entgegen den neueren Behauptungen der Autoren, die die “Neue Perspektive” über Paulus vertreten, sieht Paulus ganz klar die Rechtfertigung als ein “soteriologisches” Motiv.  Die Rechtfertigung beantwortet nicht einfach die Frage, ob sowohl die Heidenvölker als auch die Juden  zum Bund Gottes gehören, wie es viele Autoren der “neuen Perspektive” behaupten. Sie beantwortet in erster Linie die Frage, ob jeder Sünder, - ob Jude oder Heide - trotz seiner Sünde und Schuld von Gott angenommen wird.
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Nach Paulus' Verständnis ist die Rechtfertigung ein Gnadenakt Gottes, durch den Er die Sünden der Gläubigen vergibt ,und sie auf der Grundlage gerecht erklärt, daß ihnen die Gerechtigkeit Christi zugerechnet wird.  (Römer 4, 1-5); 5,15-17; 10,3;  2. Korinther 5, 21; Philipper 3, 9). Obwohl alle gesündigt haben, wurde Christus wegen der Sünden Seines Volkes getötet  und für ihre Rechtfertigung  [von den Toten] auferweckt  (Römer 4, 25). Losgelöst von irgendwelchen Werken, die aus Gehorsam zum Gesetz vollbracht wurden, rechtfertigt Gott  diejenigen, die Christus im Glauben empfangen (Römer 3,28; Galater 2, 16).
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Dieser Nutzen der Rechtfertigung ist ein uneingeschränkter eschatologischer Segen der Errettung, der erklärt: " So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind. " (Römer 8,1).  
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Freie Rechtfertigung. Wir haben in unserer Einleitung hervorgehoben, daß es in einigen Kreisen populär geworden ist, sich Paulus' Lehre zu widersetzen, die den Schwerpunkt auf die Verbundenheit mit Christus und "forensiche" Rechtfertigung legt. Darin liegt  aber ein großer Irrtum. Die Reformation hatte sicher Recht, in seiner Bestätigung, daß im Mittelpunkt von Paulus' Lehren die Rechtfertigung allein aus Gnaden und dem Glauben stand. Darüber hinaus betrachtet Paulus ganz klar die Rechtfertigung als "soteriologisch" (erlösend), im Gegensatz zu neueren Postulationen einiger Autoren , die eine "neue Perspektive"  Paulus gegenüber vertreten. Die Rechtfertigung beantwortet nicht einfach die Frage, ob sowohl die Heidenvölker als auch die Juden  zum Bund Gottes gehören, wie es viele Autoren der 'neuen Perspektive' behaupten. Sie beantwortet vielmehr die Frage, ob jeder Sünder, ob Jude oder Heide, trotz seiner Sünde und Schuld, von Gott angenommen wird.
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''Geist-bewirkte Heiligung.'' In allen, die in Christus sind, wohnt der lebendigmachende Geist (Römer 8, 4-11). Nicht nur werden die Gläubigen durch die freie Rechtfertigung als gerecht erklärt, sondern sie werden auch gemäß dem Ebenbild Christi erneuert (2. Korinther 3, 17-18). Die Macht und die Herrschaft der Sünde sind gebrochen. Durch ihre Einheit mit Christus in  Seinem Tod und Seiner Auferstehung, betrachten sich die Gläubigen  als tot für die Sünde, und lebendig für die Gerechtigkeit (Römer 6, 12-14). Dieser neue Zustand , an dem sich die Gläubigen erfreuen, (Rechtfertigung), wird immer durch ein neues Leben im Gehorsam begleitet, das in den Gläubigen durch den Geist Christi bewirkt wird.( Heiligung)
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Nach Paulus' Verständnis ist die Rechtfertigung ein Gnadenakt Gottes, indem Er die Sünden der Gläubigen vergibt , sie als gerecht ansieht, auf der Grundlage, daß ihnen die Gerechtigkeit Christi zugerechnet wird (Römer 4, 1-5); 5,15-17;10,3; 2. Korinther 5, 21; Philipper 3, 9). Obwohl alle gesündigt haben, starb Christus für die Seinen und wurde für ihre Rechtfertigung [von den Toten] auferweckt (Römer 4, 25). Abgesehen von "Werken", die aus Gehorsam zum Gesetz vollbracht wurden, rechtfertigt Gott alle diejenigen, die Christus im Glauben empfangen (Römer 3,28; Galater 2, 16).
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''Verherrlichung''. Obwohl es üblich ist, Verherrlichung als zukünftige Erfüllung der Errettung des Gläubigen zu betrachten, spricht Paulus von der Verherrlichung als gegenwärtige und zukünftige Wirklichkeit. (Römer 8, 18 ff., 8, 30). Durch die innige Einheit der Gläubigen  mit Christus ist  die Verherrlichung Christi in Seiner Auferstehung und Himmelfahrt auch die Verherrlichung der Gläubigen. Schon jetzt haben die Gläubigen einen Platz in den Himmeln mit Christus. (Epheser 2, 6). Doch verbleibt noch die Erwartung der zukünftigen Verherrlichung der Gläubigen  (2. Thessalonischer 1, 10). Solange sie noch auf dieser Welt leben, warten die Gläubigen mit Sehnsucht  auf den Tag an dem "ihre nichtigen Leiber"  umgewandelt werden, um dem herrlichen Leib Christi zu gleichen.  (Philipper 3,21).
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Dieser Vorzug der Rechtfertigung ist in eschatologischer Sicht ein tiefer Segen der Errettung, der erklärt, " So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, " (Römer 8,1).  
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Wir können das Evangelium nach Paulus  als die herrliche Botschaft zusammenfassen: Gott erfüllte alle Seine Versprechen bezüglich der Erlösung Seines Volkes in Christus. Das Kernstück in allen Predigten Paulus’ ist die Errettung durch den gekreuzigten und auferstandenen Christus. Christus hat ein Sühneopfer für die Sünden Seines Volkes gebracht , das jede Seite ihres sündigen Zustands bedeckt. Durch die Glaubenseinheit mit Christus erfreuen sich die Gläubigen aller Vorzüge dieses Sühneopfers. In den bemerkenswerten Worten aus 2. Korinther 5, 17: “Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!" Die in Christus sind, genießen eine neue Stellung als frei-von-Gott-angenommen, obwohl sie als Sünder unwürdig sind. Sie erfahren die Gnade ,ein neues Leben im Gehorsam gegenüber dem “Gesetz Christi” zu leben - durch das Wirken des Heiligen Geistes.  Und sie kennen die Gnade der gegenwärtigen und zukünftigen Verherrlichung, wenn die “Erstlingsgaben” der Errettung in Christus in die Vollendung der Ernte hineinfließen, in der sie vollkommen an dem Sieg der Auferstehung Christi teilhaben werden.
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Geist-bewirkte Heiligung. In allen, die in Christus sind, wohnt der lebendigmachende Geist (Römer 8, 4-11). Nicht nur werden die Gläubigen  durch die freie Rechtfertigung als  gerecht erklärt, sondern werden auch nach dem Ebenbild Christi erneuert (2. Korinther 3, 17-18). Die Macht und die Herrschaft der Sünde sind gebrochen. In ihrer Verbundenheit  mit Christus, Seinem Tod und Seiner Auferstehung, erachten  sich die Gläubigen  als tot für die Sünde, aber lebendig für die Gerechtigkeit (Römer 6, 12-14). Dieser neue Zustand , an dem sich die Gläubigen erfreuen, (Rechtfertigung), ist immer durch ein neues Leben im Gehorsam , das bei Gläubigen durch den Geist Christi bewirkt wird, gekennzeichnet (Heiligung)
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''Tabletalk ist eine amerikanische Zeitschrift mit Artikeln zu theologischen Themen, herausgegeben von Ligonier Ministries, siehe http://www.ligonier.org/''
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Verherrlichung. Obwohl es üblich ist, Verherrlichung als zukünftige Erfüllung im Heilsplan eines Gläubigen zu betrachten, spricht Paulus dagegen von der Realität der Verherrlichung  hier und in der Zukunft (Römer 8, 18 ff., 30). Durch die innige Verbundenheit der Gläubigen  mit Christus  ist  die Verherrlichung Christi in Seiner Auferstehung und Himmelfahrt auch die Verherrlichung der Gläubigen. Schon jetzt  haben die Gläubigen einen Platz in den Himmeln mit Christus. (Epheser 2, 6). Doch verbleibt noch die Erwartung der zukünftigen Verherrlichung der Gläubigen  (2. Thessalonischer 1, 10).
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Solange sie noch auf dieser Welt leben, erwarten die Gläubigen mit Sehnsucht den Tag an dem "ihre nichtigen Leiber"  ähnlich Seinem [Christi] verklärten Leib umgewandelt werden (Philipper 3,21).
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So können wir das Evangelium nach Paulus zusammenfassen: Die herrliche Botschaft, daß Gott alle Seine Versprechen bezüglich der Erlösung Seines Volkes in Christus erfüllt hat. Das Kernstück in Paulus' Lehren ist die Errettung durch den gekreuzigten und auferstandenen Christus.  Christus hat das Sühneopfer für die Sünden der Seinigen gebracht , was die Sünde in all ihren Formen  tilgt.  In der Verbundenheit im Glauben mit Christus erfreuen sich die Gläubigen aller Vorzüge dieses Sühneopfers. Wie es so bemerkenswert im 2. Korintherbrief 5, 17 beschrieben wird: " Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!"
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Die in Christus leben, erfreuen sich ihrer Stellung als von Gott frei  Angenommene , obwohl sie als Sünder unwürdig sind. Sie erfahren die Gnade , in ihrem neuen Leben durch das Wirken des Heiligen Geistes  gehorsam nach "Christi Gesetz" zu leben . Sie kennen auch die Gnade der Verherrlichung schon hier und in der Zukunft, wenn die "Erstlingsgabe" der Errettung in Christus in der Ernte der Endzeit mit hineinfliesst, um vollhaftig an dem Auferstehungssieg Christi teilzunehmen.
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''Tabletalk ist eine amerikanische Zeitschrift mit Artikeln zu theologischen Themenm herausgegeben von Ligonier Ministries, siehe [http://www.ligonier.org/ www.ligonier.org]''
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Aktuelle Version vom 7. Januar 2010, 22:53 Uhr

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Von Cornelis P. Venema Über Evangelium
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Der Versuch, Paulus' Lehre über die Errettung im Rahmen eines kurzen Essays zusammen zu fassen, scheint ein törichtes Unterfangen zu sein. Versuchen müssen wir es dennoch.

Paulus' Lehre über das Evangelium entstammt der Überzeugung, daß Jesus von Nazareth der versprochene "Messias" und Sohn Gottes ist, den Gott in die Welt sandte, "als die Zeit erfüllt ward", um Sein Versprechen an Sein Volk Israel zu erfüllen..(2.Korinther 1,18-22; 6,2) (;Galater 4,4.) Die grossartige Botschaft in Paulus' Lehre ist das "Geheimnis" des Evangeliums Jesu Christi. (Kolosser 1,26; Römer 16,26; 2. Timotheus 1,10). Obwohl dieses Geheimnis verborgen war, wurde es ihm und den anderen Aposteln anvertraut, als "Diener und Haushalter über Gottes Geheimnisse". (1. Korinther 4,1; Epheser 3,2 ff;)

Diese paulinische Überzeugung hilft, die Beziehung zwischen seiner Lehre über die Errettung und Jesus Christus' Lehre in den Evangelien zu erklären. Genauso wie Christus das Kommen des Königreichs Gottes betonte, das den Segen des "kommenden Zeitalters" in dieses Zeitalter hineinbringt, so betont Paulus das Kommen Jesu Christi, beschrieben als den Einen, durch den die erretenden Segensgaben Gottes nun Seinem Volk gewährt werden .Die Lehre Jesu in den Evangelien gleicht einer Ouvertüre, die das Thema des ganzen Neuen Testamentes ankündigt: Das Königreich Gottes ist “nahe”. Paulus’ Predigt entfaltet dieses Thema, indem er eine umfassende Erklärung des errettenden Segens des Königreiches anbietet.

Wie aber erklärt der Apostel die Errettung, die Christus bringt? Was hat Christus mit seinem Tod und seiner Auferstehung vollbracht, daß es Erlösung für diejenigen bringt, die zu ihm gehören?

Paulus gibt zu dieser Frage eine umfassende Antwort im 1. Korintherbrief 15, 3-4: "Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich empfangen habe: daß Christus gestorben sei für unsre Sünden nach der Schrift, und daß er begraben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift." Diese Zusammenfassung erscheint in ähnlicher Form in Paulus' anderen Briefen. (siehe 1. Korinther 2,2; Galater 6,14.) In diesen Abschnitten erklärt Paulus, daß der Schwerpunkt des von ihm gepredigten Evangeliums, auf dem Sühnetod und der Auferstehung von Jesus Christus liegt.

In Paulus' Briefen werden verschiedene biblische Themen benutzt, um die unterschiedlichen Aspekte der Errettung darzulegen, die Christus für die Gläubigen erworben hat.Um das Sühneopfer Christi zu beschreiben, gebraucht Paulus diese Hauptthemen: Erstens, das "Opfer" oder die “Sühne für die Sündenschuld der Menschen. Zweitens, "Versöhnung" von Gottes heiligem Zorn gegen seine sündhaften Geschöpfe. Drittens, "Aussöhnung" oder Friede mit Gott; Viertens, "Erlösung" von dem Fluch und der Verdammnis des Gesetzes; und Fünftens, "Sieg" über Sünde, Tod und alle Mächte, die sich dem Reich Gottes entgegensetzen.

Es ist unbestreitbar, daß Paulus Christus' Tod als Opfer versteht. Im 1. Korintherbrief 15,3 erklärt Paulus, daß Christus "für unsere Sünden" gestorben ist. An anderer Stelle sagt er, daß Gott seinen eigenen Sohn " in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben" sandte. (Römer 8,3) Paulus lehrt auch, daß Christus' Tod die Versöhnung von Gottes Zorn war.

Gott in seiner Heiligkeit kann Sünde nur verabscheuen. Doch das Wunder des Evangeliums besteht darin, daß Gott in seiner Liebe seinen Zorn durch den Tod seines eigenen Sohnes versöhnt hat. (Römer 3,25; 5, 9-10; 1. Korinther 5,21). Christis Sühnewerk ist auch ein Werk der Versöhnung. Durch Seinen Tod hat Christus jedes Hindernis weggeräumt, das zwischen dem Sünder und seinem Frieden mit Gott steht.

Dieses Werk der Versöhnung beinhaltet einen Gott-orientierten und Mensch-orientierten Aspekt. Es schafft nicht nur das Hindernis von Gottes Zorn aus dem Weg (Römer 5, 9-10), sondern ruft auch den Sünder auf, sich mit Gott " versöhnen zu lassen " (2. Korinther 5,20). Das Thema der Erlösung ist auch ein wichtiger Bestandteil in Paulus' Verständnis des Sühneopfers Christi. Das biblische Verständnis der Erlösung betont die Bezahlung eines Preises, der die Befreiung des Sünders von der Knechtschaft sicherstellt.(1. Timotheus 2, 5-6). In einer der klarsten Stellen über das Sühneopfer Christi als ein Werk der Erlösung erklärt der Apostel Paulus: "Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns.” (Gal. 3,13) .Schlussendlich ist eine oft übersehende Eigenschaft des Sühneopfers Christi der Sieg, der über die Macht der Sünde, des Todes und in der Tat über jede Form der Opposition gegen Gottes königliche Herrschaft (1. Korinther 15, 54-57) errungen wurde. Durch Seinen Tod und Seine Auferstehung hat Christus alle Mächte entwaffnet, die sich Gottes Reich entgegenstellen. (Kolosser 2, 13-15).

Ohne Zweifel ist die zentrale Botschaft in Paulus’ Predigt, daß Gott in der Person Seines Sohnes Jesus Christus, in die Weltgeschichte eindrang, dessen Sühnetod und Auferstehung die Errettung brachte. Allerdings beinhaltet das Evangelium, wie von Paulus dargelegt, auch die Anwendung der Errettung in Christus für die Gläubigen, die durch das Wirken Seines Geistes mit Christus verbunden sind. Obwohl Paulus nicht explizit eine "Reihenfolge der Errettung" (ordo salutis) formuliert, so sind doch die Ansätze einer solchen Reihenfolge in seinen Briefen ersichtlich (siehe Römer 8, 30; 1. Korinther 1, 30; 6,11).

In umfassendster Weise beschreibt Paulus die Anwendung der Errettung durch den Ausdruck, daß der Gläubige mit Christus verbunden ist. Wenn Gläubige durch das Wirken Seines Geistes mit Ihm verbunden sind, dann haben sie in vollem Maße Anteil an allen Vorteilen Seines Sühneopfers, das an ihrer Stelle stattfand. (Römer 8,2,11; 1. Korinther 6,11; Epheser 4,30).

Für den Zweck unseres kurzen Abrisses seien drei Vorzüge der Verbundenheit mit Christus erwähnt, die für Paulus' Verständnis der Anwendung der Erlösung von besonderer Bedeutung sind: Freie Rechtfertigung, Geist-bewirkte Heiligung und Verherrlichung.

Freie Rechtfertigung. Wir haben in unserer Einleitung hervorgehoben, daß es in einigen Kreisen populär geworden ist, Paulus’ Betonung der Verbundenheit mit Christus gegen seine Lehre der juristischen Rechtfertigung zu stellen. Dies ist jedoch ein schwerer Fehler. Die Reformation hatte sicher Recht in ihrer Bestätigung, daß ein Hauptmerkmal von Paulus’ Lehre die Rechtfertigung allein aus Gnade durch den Glauben war. Darüber hinaus und entgegen den neueren Behauptungen der Autoren, die die “Neue Perspektive” über Paulus vertreten, sieht Paulus ganz klar die Rechtfertigung als ein “soteriologisches” Motiv. Die Rechtfertigung beantwortet nicht einfach die Frage, ob sowohl die Heidenvölker als auch die Juden zum Bund Gottes gehören, wie es viele Autoren der “neuen Perspektive” behaupten. Sie beantwortet in erster Linie die Frage, ob jeder Sünder, - ob Jude oder Heide - trotz seiner Sünde und Schuld von Gott angenommen wird. Nach Paulus' Verständnis ist die Rechtfertigung ein Gnadenakt Gottes, durch den Er die Sünden der Gläubigen vergibt ,und sie auf der Grundlage gerecht erklärt, daß ihnen die Gerechtigkeit Christi zugerechnet wird. (Römer 4, 1-5); 5,15-17; 10,3; 2. Korinther 5, 21; Philipper 3, 9). Obwohl alle gesündigt haben, wurde Christus wegen der Sünden Seines Volkes getötet und für ihre Rechtfertigung [von den Toten] auferweckt (Römer 4, 25). Losgelöst von irgendwelchen Werken, die aus Gehorsam zum Gesetz vollbracht wurden, rechtfertigt Gott diejenigen, die Christus im Glauben empfangen (Römer 3,28; Galater 2, 16). Dieser Nutzen der Rechtfertigung ist ein uneingeschränkter eschatologischer Segen der Errettung, der erklärt: " So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind. " (Römer 8,1).

Geist-bewirkte Heiligung. In allen, die in Christus sind, wohnt der lebendigmachende Geist (Römer 8, 4-11). Nicht nur werden die Gläubigen durch die freie Rechtfertigung als gerecht erklärt, sondern sie werden auch gemäß dem Ebenbild Christi erneuert (2. Korinther 3, 17-18). Die Macht und die Herrschaft der Sünde sind gebrochen. Durch ihre Einheit mit Christus in Seinem Tod und Seiner Auferstehung, betrachten sich die Gläubigen als tot für die Sünde, und lebendig für die Gerechtigkeit (Römer 6, 12-14). Dieser neue Zustand , an dem sich die Gläubigen erfreuen, (Rechtfertigung), wird immer durch ein neues Leben im Gehorsam begleitet, das in den Gläubigen durch den Geist Christi bewirkt wird.( Heiligung)

Verherrlichung. Obwohl es üblich ist, Verherrlichung als zukünftige Erfüllung der Errettung des Gläubigen zu betrachten, spricht Paulus von der Verherrlichung als gegenwärtige und zukünftige Wirklichkeit. (Römer 8, 18 ff., 8, 30). Durch die innige Einheit der Gläubigen mit Christus ist die Verherrlichung Christi in Seiner Auferstehung und Himmelfahrt auch die Verherrlichung der Gläubigen. Schon jetzt haben die Gläubigen einen Platz in den Himmeln mit Christus. (Epheser 2, 6). Doch verbleibt noch die Erwartung der zukünftigen Verherrlichung der Gläubigen (2. Thessalonischer 1, 10). Solange sie noch auf dieser Welt leben, warten die Gläubigen mit Sehnsucht auf den Tag an dem "ihre nichtigen Leiber" umgewandelt werden, um dem herrlichen Leib Christi zu gleichen. (Philipper 3,21).

Wir können das Evangelium nach Paulus als die herrliche Botschaft zusammenfassen: Gott erfüllte alle Seine Versprechen bezüglich der Erlösung Seines Volkes in Christus. Das Kernstück in allen Predigten Paulus’ ist die Errettung durch den gekreuzigten und auferstandenen Christus. Christus hat ein Sühneopfer für die Sünden Seines Volkes gebracht , das jede Seite ihres sündigen Zustands bedeckt. Durch die Glaubenseinheit mit Christus erfreuen sich die Gläubigen aller Vorzüge dieses Sühneopfers. In den bemerkenswerten Worten aus 2. Korinther 5, 17: “Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!" Die in Christus sind, genießen eine neue Stellung als frei-von-Gott-angenommen, obwohl sie als Sünder unwürdig sind. Sie erfahren die Gnade ,ein neues Leben im Gehorsam gegenüber dem “Gesetz Christi” zu leben - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Und sie kennen die Gnade der gegenwärtigen und zukünftigen Verherrlichung, wenn die “Erstlingsgaben” der Errettung in Christus in die Vollendung der Ernte hineinfließen, in der sie vollkommen an dem Sieg der Auferstehung Christi teilhaben werden.

Tabletalk ist eine amerikanische Zeitschrift mit Artikeln zu theologischen Themen, herausgegeben von Ligonier Ministries, siehe http://www.ligonier.org/