Das Größte was du heute tun kannst

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Version vom 8. Mai 2017, 21:55 Uhr von Kathyyee (Diskussion | Beiträge)
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Von Francis Chan Über Leben der Hingabe mal

Übersetzung von Mario Klassen

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Stell dir vor du gehst hinauf auf einen Berg, allein. Aber es ist kein gewöhnlicher Berg. Der Boden unter dir erzittert und der gesamte Berg ist in Rauch umhüllt. Auf dem Gipfel ist eine dicke Wolke mit Blitzen und Donner. Genau das hat Mose erlebt, in 2.Mose 19.

Jetzt vergleiche dieses Erlebnis mit deiner letzten Zeit im Gebet.

Abgelenkt, zwanghaft, durchschnittlich – Ich zweifle daran, dass eins dieser Wörter Mose in den Kopf kamen, als er den Berg hinaufstieg. Doch dreitausend Jahr später staunen wir nur selten über einen Gott welcher es uns unvollkommenen Menschen gewährt, in seine Gegenwart zu kommen.

Wie kann etwas so spannendes plötzlich so gewöhnlich werden? Ist es überhaupt möglich, dass unsere Erlebnisse mit Gott so faszinierend sein können?

Den Berg hinaufsteigen

Einer meiner Mentoren lebt in Indien. Letztes Jahr rief er mich weinend an, bestürzt über den Zustand der amerikanischen Kirche. „Es scheint als gäben sich die Menschen in Amerika sich damit zufrieden, ein Selfie mit Mose zu machen. Sehen Sie denn nicht, dass sie den Berg selbst hinaufgehen können? Warum wollen sie nicht auf den Berg hinaufgehen?“

Wann war das letzte Mal, als du die wertvolle Zeit mit Gott genossen hast? Eine so schöne Zeit, du wolltest gar nicht gehen. Nur du, Gottes Wort lesend, in seiner heiligen Gegenwart.

Ich war fünfzehn Jahre alt, als mein Jugendpastor mir beibrachte, wie man in der Stille betet und die Bibel liest. Heute, über dreißig Jahre später, kann ich immer noch keinen besseren Weg finden, meinen Tag zu starten. Ich kann mir nicht vorstellen, wie mein Leben aussähe, wenn ich mich nicht täglich neu konzentriere, indem ich den Berg hinaufsteige.

Allein vor Gott entleere ich mich von Stolz, Lügen und Stress.

Professionelle Veranstalter

Wir investieren häufig eine Menge Zeit und Mühe Gläubige zusammen zu bringen. Wir sind Experten darin geworden, Christen, umgeben von Bands, guten Rednern und Veranstaltungen, zu versammeln. Worin wir versagt haben ist, Gläubigen beizubringen allein mit Gott zu sein. Wann war das letzte Mal, als du jemanden schwärmen hörtest von seiner Zeit allein mit Gott, in seinem Wort? Gläubige zu versammeln, welche keine Zeit allein mit Gott verbringen kann eine gefährliche Sache sein.

Dietrich Bonhoeffer schreibt in Gemeinsames Leben:

Wer auch immer nicht allein sein kann sollte sich der Gemeinschaft bewusst sein. Solche Menschen werden sich selbst nur schaden und der Gemeinschaft. Allein standest du vor Gott als er dich rief. Allein hast du seiner Stimme geantwortet. Allein hattest du dein Kreuz auf dich zu nehmen, zu kämpfen, zu beten, und allein wirst du sterben und Rechenschaft vor Gott ablegen. Du kannst dich selbst nicht vermeiden, denn es ist gerade Gott der dich herausrief. Wenn du nicht allein sein willst, lehnst du Gottes Ruf an dich ab und du kannst keine Gemeinschaft haben mit denen, die berufen sind.

Das Wort Gemeinschaft wird viel umher geworfen in christlichen Kreisen heutzutage. Aber unsere Versammlungen können giftig sein, wenn wir keine Zeit allein mit Gott verbringen. Ich bin in vielen Gruppen gewesen, wo Menschen ihre Erkenntnisse teilten. Das Problem ist nicht nur dass unsere Erkenntnisse nicht so tiefgründig sind wie wir denken, sondern dass wir begierig sind unsere Gedanken zu teilen welche unserem Verstand entspringen, wenn wir einen Gott haben welcher sagt,

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR.
Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde,
so sind meine Wege höher als eure Wege
und meine Gedanken als eure Gedanken. (Jesaja 55,8-9)

Ich will die Gedanken Gottes kennen. Ich will mich mit Menschen treffen, die Gottes Wort gelesen haben, Menschen die gebetet und einen Umgang mit ihm gepflegt haben. Ich möchte Gemeinschaft mit denen haben, die Gemeinschaft mit Gott haben. Es könnte mich nicht weniger kümmern, ob du ein Doktorat in Theologie oder sechzig Jahre Lebenserfahrung hast. Lieber würde ich mit einem fünfzehn-Jährigen reden, welcher in der Gegenwart Gottes war.

Kannst du Predigten zu sehr mögen?

Es gibt so viele Diskussionen um Bücher, Predigten und Konferenzen. Ich bin nicht dagegen. Immerhin habe ich einen Großteil meines Lebens damit zugebracht zu predigen, Bücher zu schreiben und auf Konferenzen zu gehen. Allerdings frage ich mich manchmal, ob es nicht Zeit ist unseren Fokus zu ändern.

Wir müssen auf die Fakten schauen. Amerikanische Christen konsumieren mehr Predigten und Bücher als irgendeine Gruppe in der Menschheitsgeschichte, doch schau auf den Zustand der Kirche. Hat das Wachstum an Hilfsmitteln zu größerer Heiligkeit geführt? Größere Intimität mit Jesus?

Ja wir könnten argumentieren, dass der Zustand der Kirche sogar noch schlimmer wäre ohne diese Hilfsmittel. Vielleicht ist das der Fall. Oder könnte es sein, dass diese Hilfsmittel (oder sogar dieser Artikel) das Potential hat Menschen von der Quelle selbst abzulenken? Vielleicht haben uns all diese Bücher und Predigten über Jesus tatsächlich davon abgehalten mit ihm direkt zu kommunizieren. Es mag blasphemisch klingen vorzuschlagen, dass unserer Gebetsleben geschwächt werden könnte, durch den Konsum von all den christlichen Hilfsmitteln. Nichtsdestotrotz möchte ich genau das sagen.

Wir leben in einer Zeit, in welcher die meisten Menschen es schwer haben sich auf irgendetwas zu konzentrieren. Wir schauen ständig nach der schnellen Lösung. So kann der Gedanke daran, in der Stille über Gottes Wort nachzudenken und zu beten eifrig ersetzt werden durch das Hören einer Predigt auf dem Weg zur Arbeit. Auch wenn es definitiv besser ist als nichts, der Sinn dieses Artikels ist klarzustellen, dass es keinen Ersatz gibt für die Zeit allein mit Gott.

Wir müssen lernen, wieder still zu werden.

Etwas muss gehen

Es war einfach für Paulus. Er liebte es allein mit Jesus zu sein. „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ (Philipper 1,21)

Christus zu kennen hat ihn tief beschäftigt (Philipper 3,8). Es gibt keinen Ersatz für die Zeit allein mit Gott. Wenn du keine Zeit hast, musst du etwas anderes liegen lassen und Zeit schaffen. Überspringe eine Mahlzeit. Sag ein Treffen ab. Beende ein regelmäßiges Engagement. Es gibt nichts was wichtiger ist, das du heute tun könntest.

Gott entscheidet ob du einen nächsten Atemzug holst oder nicht. „[…] auch wird er nicht von Menschenhänden bedient, als wenn er noch etwas nötig hätte, da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt.“ (Apostelgeschichte 17,25). Könnte es irgendetwas von höherer Wichtigkeit geben, als den zu treffen, welcher entscheidet, ob du diesen Tag durchlebst? Könnte es irgendetwas Besseres geben? Wie können wir keine Zeit schaffen, um mit dem Macher der Zeit zu sein?

Welche Pläne hast du heute die so wichtig sind, dass du denkst du hetzt dich, vorbei an deinem Schöpfer, nur um diese zu erreichen?