Im Ehebund die Gleichförmigkeit mit Christus verfolgen

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English: Marriage: Pursuing Conformity to Christ in the Covenant

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Von John Piper Über Ehe
Teil der Marriage, Christ, and Covenant: One Flesh for the Glory of God-Serie

Übersetzung von Charlotte Boye

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Epheser 5,21-33 (ELB)

21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, 22 die Frauen den eigenen Männern als dem Herrn! 23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist, er als der Retter des Leibes. 24 Wie aber die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen den Männern in allem. 25 Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, 26 um sie zu heiligen, ⟨sie⟩ reinigend durch das Wasserbad im Wort, 27 damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen hat, sondern dass sie heilig und tadellos ist. 28 So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. 29 Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, wie auch der Christus die Gemeinde. 30 Denn wir sind Glieder seines Leibes. 31 »Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.« 32 Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde. 33 Jedenfalls auch ihr – jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber, dass sie Ehrfurcht vor dem Mann habe!

Inhaltsverzeichnis

Auf Gnade gegründet

Man kann nicht oft genug sagen, dass Ehe ein Bild für Christus und die Gemeinde ist. Das ist, was Noël ([John Pipers Ehefrau]; Einfügung des Übersetzers) sagte. Einer der Gründe, weshalb sie richtig liegt, ist, dass dadurch veranschaulicht wird, dass Ehe auf Gnade basiert ist. Christus geht seiner Braut, der Gemeinde, durch Gnade nach, erkauft sie für sich durch Gnade, erhält sie durch Gnade und vollendet sie nach Seiner Gnade. Wir verdienen nichts dergleichen. Wir verdienen Gericht. Alles ist auf Gnade gegründet.

Gnade – die Menschen besser behandeln, als sie es verdienen

Seit zwei Wochen betonen wir, dass diese Gnade Ehemänner und -frauen dazu ermächtigt, durch Vergebung und Nachsicht ihren Bund zu erhalten. In dieser Betonung liegt das Herz dessen, was Gnade ist: Menschen besser behandeln, als sie es verdienen. Das ist eines der Kernstücke christlicher Ethik:

27 Aber euch, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; 28 segnet, die euch fluchen; betet für die, die euch beleidigen! 29 Dem, der dich auf die Backe schlägt, biete auch die andere dar; und dem, der dir den Mantel nimmt, verweigere auch das Untergewand nicht! … 35 Doch liebt eure Feinde, und tut Gutes, und leiht, ohne etwas wieder zu erhoffen! Und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! (Lukas 6,27-29.35-36)

Diese Befehle hören nicht auf, Jesu Befehle zu sein, wenn wir heiraten. Wenn wir Böses mit Gutem vergelten sollen, wie viel mehr gilt dies in der Ehe.

Gnade – die Kraft, Sünde zu lassen

Das ist, was wir bisher verdeutlichten, indem wir sagten, dass Ehe auf Gottes Gnade für uns gegründet ist. Aber jetzt möchte ich eine andere Wahrheit über Gnade hervorheben. Sie gibt nicht nur Kraft, es zu ertragen, wenn jemand an dir sündigt, sondern auch, mit dem Sündigen aufzuhören. Im Hinblick auf die Unterstreichung der Wichtigkeit des Vergebens und Nachsehens, könntest du den Eindruck bekommen, dass sich keine unserer sündigen Charakterzüge oder störenden Eigenheiten jemals verändern könnten – oder sollten. Deswegen sei alles, was wir tun könnten, zu verzeihen oder Nachsicht walten zu lassen. Aber was ich heute versuche, in der Schrift zu zeigen, ist, dass Gott nicht nur Gnade gibt, zu vergeben und nachzusehen, sondern auch Veränderungen zu bewirken, sodass weniger Vergebung und Nachsicht von Nöten sind. Das ist auch eine Gnadengabe. Gnade vermag nicht nur Böses mit Gutem zu vergelten, sondern auch, weniger Böses zu tun. Sogar, weniger störend zu sein. Gnade bewirkt in dir, dich zur Ehre Christi und für die Freude deines Ehepartners verändern zu wollen. Und Gnade ist die Kraft, dies zu tun.

Der Weg des Evangeliums zur Konfrontation

Aber du könntest sagen, dass wir auf einem umständlichen Weg zu jener Erkenntnis gelangt sind. Die Betonung von Vergebung und Nachsicht kam zuerst, weil sie das grundlegende und felsenfeste Fundament für Veränderung darstellt. Mit anderen Worten: Widerstandsfähige eheliche Hingabe, die auf Gnade gründet, gibt Sicherheit und Hoffnung dort, wo der Ruf nach Veränderung gehört werden kann, ohne wie ein Drohwort zu klingen. Nur wenn eine Ehefrau oder ein Ehemann fühlt, dass der andere sich ganz hingibt – sogar wenn er oder sie sich nicht ändert – nur dann kann sich der Ruf nach Veränderung weniger nach einem Befehl und eher als Gnade anfühlen.

So bemerke ich heute nachdrücklich, dass die Ehe nicht statisch – keine Veränderung, nur Ausdauer – sein sollte und, so Gott will, nicht sein muss. [Aber] (Einfügung des Übersetzers) selbst das ist in Gottes Augen besser als Scheidung, und hat eine Ehre für sich. Jedoch ist das nicht das beste Bild für Christus und die Gemeinde. Ja, Ausdauer sagt die Wahrheit über Christus und die Gemeinde. Aber der Unwille, sich zu verändern, nicht.

Epheser 5,21-27: Jenseits von Vergebung und Langmut

Das bringt uns zu unserem Text: nur drei Verse aus Epheser 5. Betrachte die Implikationen von Epheser 5,21-27 über die Ehe als ‚,Das Streben nach Gleichförmigkeit mit Christus im Ehebund‘‘. Höre, wie uns diese Verse jenseits von Vergebung und Langmut bringen. Höre, in welcher Weise Ehemänner ihre Frauen zu lieben haben:

25 Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, 26 um sie zu heiligen, ⟨sie⟩ reinigend durch das Wasserbad im Wort, 27 damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen hat, sondern dass sie heilig und tadellos ist.

Ehemänner verändern ihre Frauen

In Christi Beziehung zur Gemeinde trachtet Er klar nach der Umwandlung Seiner Braut, sodass sie moralisch und geistlich schön wird. Und er trachtet danach auf Kosten Seines Lebens. Lasst uns einen Moment über die Andeutungen dieser Passage nachdenken, wie ein Ehemann mit der Perspektive, seine Frau zu verändern, denkt und handelt. Wir werden zur Sehnsucht der Ehefrau, ihren Mann zu ändern, in ein paar Minuten kommen.

Die erste Implikation ist, dass der Ehemann, der Christus liebt, eine einzigartige Verantwortung für das moralische und geistliche Wachstum seiner Frau trägt – was bedeutet, dass es nach Gottes Willen nach einiger Zeit Veränderung geben wird.

Auf gefährlichem Terrain wandeln

Ich realisiere an diesem Punkt – unwichtig, wie ich dazu komme – , dass ich mich auf gefährlichem Terrain befinde. Ich könnte direkt in die Hände eines selbstsüchtigen, engstirnigen, kontrollierenden Ehemanns spielen, der keinen Sinn für bereichernde Unterschiede zwischen ihm und seiner Frau und geistliche Schwachstellen oder Mängel, die verändert werden sollten, hat. Jener Mann würde wahrscheinlich das, was ich sage, zur Vollmacht verdrehen, jeden Aspekt des Verhaltens seiner Frau zu kontrollieren, und der Maßstab dessen, nach dem er trachtet, würde an seinen eigenen selbstsüchtigen Wünschen – in geistliche Sprache verhüllt – gemessen werden.

Jedoch leitet uns ein ehrlicher Blick auf den Text nicht dahin. Er leitet uns zu einer sehr anderen Haltung. Beachte diese drei Beobachtungen:

1) Der Ehemann ist wie Christus, nicht Christus

Der Ehemann ist wie Christus, was heißt, dass er nicht Christus ist. Vers 23: ,,Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist, er als der Retter des Leibes.‘‘ Das Wort wie heißt nicht, dass der Mann Christus in jeder Facette ähnelt. Der Ehemann ist begrenzt in seiner Stärke, nicht allmächtig wie Christus. Der Ehemann ist begrenzt und fehlbar in seiner Weisheit, nicht allweise wie Christus. Der Ehemann ist sündhaft, nicht vollkommen wie Christus. Deswegen wagen wir Ehemänner es nicht, anzunehmen, wir wären unfehlbar. Wir können uns darin irren, was wir gerne in unseren Ehefrauen verändert sehen wollen. Das ist die erste Beobachtung.

2) Gleichförmigkeit mit Christus, nicht mit dem Ehemann

Das Ziel der Sehnsucht des gottesfürchtigen Ehemanns nach Veränderung in seiner Frau ist Gleichförmigkeit mit Christus, nicht mit sich selbst. Beachte die Schlüsselwörter in den Versen 26 und 27. Vers 26: um sie zu ,,heiligen‘‘. Vers 27: damit er die Gemeinde sich selbst ,,verherrlicht‘‘ darstellte. Vers 27 noch einmal: dass sie ,,heilig und tadellos‘‘ ist. Diese Wörter implizieren, dass unsere Wünsche für unsere Ehefrauen an Gottes Maßstab für Heiligkeit gemessen werden, nicht an der Richtlinie unserer bloßen persönlichen Vorlieben.

3) Für die Ehefrau sterben

Die dritte Beobachtung ist die Wichtigste: Worauf Paulus die Aufmerksamkeit setzt, ist erstaunlicherweise die Art, wie Christus der Umwandlung seiner Braut nachgeht: Er stirbt für sie. Verse 25-26: ,,Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen, ⟨sie⟩ reinigend durch das Wasserbad im Wort,‘‘. Das ist das Radikalste, das jemals zu einem Ehemann gesagt wurde oder werden konnte, und zwar, wie er seine Frau zur Gleichförmigkeit mit Christus im Ehebund führt. Männer, trachten wir nach ihrer Gleichförmigkeit mit Christus, indem wir sie herumkommandieren oder indem wir für sie sterben? Sind wir selbsterhöhend oder selbstverneinend, wenn wir sie leiten? Zeigt sich Geringachtung oder Barmherzigkeit?

Ist ein Mann in allen diesen Wegen liebend und weise wie Christus, wird sich das Verlangen nach der Umwandelung seiner Frau – für eine demütige Frau – so anfühlen, als wenn er ihr dient und sie nicht demütigt. Christus trachtet zweifellos nach dem Wachstum seiner Braut in Heiligkeit. Aber er starb, um dies zu herbeizuführen. Brüder, regiert dementsprechend eure Sehnsucht nach der Veränderung euer Frau durch den selbstlosen Tod Christi. Möge Gott uns die Demut und den Mut geben, unsere Methoden an dem Leiden Christi zu messen. (Siehe Titus 2,14; Offenbarung 19,7.)

Ehefrauen, die ihrer Männer verändern

Wenden wir uns nun dem Wunsch der Frauen zu, ihre Ehemänner zu verändern. Dies ist keine Botschaft über Leitung und Unterordnung. Aber um die Aussagen zu treffen, die ich mache, möchte ich anreißen, was Führung und Unterordnung nicht sind. Ich habe bereits erwähnt, dass die Leitung des Ehemannes nicht identisch mit Christi Führung ist. Sie ist wie Seine. Gleicherweise ist deshalb die Unterordnung der Ehefrau unter ihren Mann nicht gleichzusetzen mit der unter Christus. Sie ist wie die Unterordnung unter Christus. In Vers 22 (SLT): ,,Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn;‘‘, das Wort als bedeutet nicht, dass der Ehemann und Christus dieselben sind. Christus ist der Höchste, der Ehemann nicht. Ihre Treue gilt zuallererst Christus, nicht uneingeschränkt dem Mann. Dann wird sie sich in einer Position befinden, in der es kein Verrat oder Götzendienst ist, sich dem Mann unterzuordnen.

Dies impliziert unter anderem, dass die Frau die Notwendigkeit der Veränderung ihres Ehemanns sehen wird. Und sie kann und sollte nach der Umwandlung ihrer Mannes trachten, sogar derweilen sie ihn als ihr Haupt respektiert – als ihren Leiter, Beschützer und Versorger. Es gibt einige weitere Gründe, weshalb ich dies sage.

1) Gebet: Eine Anfrage auf Veränderung

Einer ist die Funktion des Gebets in der Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde. Eine Frau steht in Beziehung zu Christus wie es die Gemeinde tun sollte. Die Gemeinde betet zu Christus – oder zu Gott, dem Vater, durch Christus. Wenn die Gemeinde zu ihrem Ehemann ([Jesus]; Einfügung des Übersetzers) betet, bittet sie ihn, Dinge in einer bestimmten Weise zu tun. Wenn wir krank sind, bitten wir Ihn um Heilung. Sind wir hungrig, bitten wir für unser täglich Brot. Sind wir verloren, bitten wir um Führung. Und so weiter. Da wir an Christi absolute Souveränität, alle Dinge zu regieren, glauben, schauen wir auf die gegenwärtige, von Gott bestimmte Situation, und bitten Ihn um Veränderung.

Ich schaffe hier nur eine Analogie, keinen exakten Vergleich. Die Gemeinde ,,konfrontiert‘‘ Jesus nie mit seiner Unvollkommenheit. Er besitzt keine Unvollkommenheiten. Dennoch erstreben wir von Ihm Veränderungen in der Situation, die Er herbeigeführt hat. Das ist Bittgebet. Derhalben werden Frauen auf dieser Analogie ihre Männer bitten, dass einige Dinge, die sie tun, verändert werden.

2) Alle Ehemänner benötigen Veränderung

Aber der Hauptgrund, weshalb wir sagen können, dass Frauen nach der Transformation ihrer Männer streben können und sollen, ist, dass Männer Christus in der Beziehung zu ihren Frauen nur ähnlich sind. Wir sind nicht Christus. Und einer der Hauptunterschiede ist, dass wir Ehemänner uns verändern müssen, Christus nicht. Wir sind wie Christus in der Beziehung, aber wir sind nicht Christus. Anders als Christus sind wir sündhaft und begrenzt und fehlbar. Wir müssen uns verändern. Das ist eindeutige und universelle neutestamentliche Lehre. Alle Männer und Frauen müssen sich wandeln.

3) Ehefrauen sind liebevolle Schwestern in Christus

Ein anderer zu berücksichtigender Faktor ist, dass Ehefrauen nicht nur Ehefrauen, sondern – in Christus – auch liebevolle Schwestern sind. Es gibt eine einzigartige Weise für eine gehorsame Ehefrau, eine fürsorgliche Schwester für ihren unvollkommenen Bruder-Ehemann zu sein. Sie wird in seinem Fall z.B. von Zeit zu Zeit Galater 6,1 folgen: ,,Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. […]‘‘. Sie wird das für ihn tun.

Und nicht nur Galater 6,1, sondern genauso auch andere Passagen. Zum Beispiel werden beide – der geistliche Ehemann und die geistliche Ehefrau - , wenn es nötig ist, Matthäus 18,15 gehorchen; sie werden dies in einem einzigartigen Auftreten, das von Führung und Unterordnung geprägt ist, erfüllen: ,,Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! […]‘‘

Die Gefahr des Nörgelns

All diese Dinge müssen ausbalanciert ablaufen, da die Gefahr des Nörgelns besteht. Es ist traurig, wenn sich eine Frau von ihrem Mann ersehnt, dass er hervortritt und die Verantwortung der geistlichen Führung der Familie auf sich nimmt, und er dies nicht tut. Wir werden weiter darüber nächste Woche reden. Ab das Wort nörgeln bzw. meckern existiert im Deutschen, um uns davor zu warnen, dass es so etwas wie übermäßige Ermahnung gibt. Der Apostel Paulus warnt davor mit eindringlichen Worten in 1. Petrus 3,1. Er sagt: ,,Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel der Frauen gewonnen werden,‘‘. Der Auszug handelt zwar von ungläubigen Ehemännern, aber das Prinzip lässt sich breiter anwenden.

Ich glaube nicht, dass das bedeutet, dass eine Ehefrau nicht zu ihrem Ehemann sprechen kann. Aber sicherlich bedeutet es, dass es eine Art von Sprechen gibt, die kontraproduktiv ist. ,,[O]hne Wort‘‘ heißt, belästige ihn nicht. Nörgele nicht an ihm. Sei so schlau wie eine Schlange und so unschuldig wie eine Taube: Prüfe, ob irgendein Wort gehört werden würde. Hauptsächlich sagt Petrus, ihn durch dein respektvolles und reines Verhalten zu gewinnen (1. Petrus 3,2).

Christus starb, um Wandel zu ermöglichen

Das lässt uns zu unserem Text, was Paulus zu den Ehemännern sagte, zurückkommen. Verse 25-26: ,,Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen, […]‘‘. Nicht nur die Frauen streben danach, ihren Männer durch ihr Verhalten zu gewinnen. Das ist das grundlegende Mittel, wie Christus die Gemeinde gewann. Er starb für sie. Dementsprechend gewinnen Ehefrauen ihre Männer hauptsächlich durch ein Leben in aufopfernder Liebe, und Ehemänner gewinnen ihre Frauen vor allem durch ein Leben in aufopfernder Liebe.

Vergebung und Nachsicht bewirken Veränderung

Wenn du anhältst und darüber nachdenkst, bedeutet es, dass sich alles, was ich in den beiden letzten Wochen über vergeben und nachsehen geredet habe, nicht als bloßes Ertragen dessen, was sich nicht ändern wird, erweist, sondern als Verändern mithilfe aufopfernder, liebevoller Ausdauer. Weniges hat einen größeren verändernden Einfluss auf einen Ehemann oder eine Ehefrau, als langmütige, vergebende Opfer der Liebe für den Ehepartner. Es gibt Raum für Konfrontation. Es gibt Raum für das Streben nach Ebenbildlichkeit mit Christus im Bund der Ehe. Leben besteht nicht nur aus Vergebung und Nachsicht. Wirkliche Veränderung kann geschehen. Wirkliche Veränderung sollte geschehen. Christus starb, um es zu ermöglichen. Und er ruft uns, Ehemänner und Ehefrauen, so zu lieben.