Wie man mit Zorn umgeht

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English: How to Deal with Anger

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Von Henry Brandt Über Zorn
Teil der Journal of Biblical Counseling-Serie

Übersetzung von Thomas Menz

Falls ich eine Rangliste mit Sünden von der schlimmsten bis zur geringst zerstörerischen erstellen sollte, stünden Zorn und Hinterlist ganz oben....

Nicht jeder ist ein Alkoholiker; nicht jeder stiehlt, flucht oder begeht Ehebruch. Aber jeder hat mit Zorn zu kämpfen. Er ist ein universelles Problem. Ich habe es unter primitiven Kannibalen in Irian Jaya, unter ungebildeten Menschen in kleinen Dörfern im Wald von Zaire, unter meinen Spielkameraden, als ich ein Kind war, bei meinen Eltern, bei Gemeindemitgliedern, bei Pastoren, bei hoch gebildeten Leuten, bei den Reichen und bei Leuten in der Regierung beobachtet. Und, ja, natürlich auch bei mir.

Sie können sich nicht entscheiden, zornig zu sein. Sie können sorgfältige Vorkehrungen treffen, um zu verhindern, zornig zu werden. Aber früher oder später wird der Zorn unter Ihrer Oberfläche durch eine Erinnerung, durch das Verhalten eines Mitmenschen, ein Gespräch, einen Telefonanruf oder einen Brief ausgelöst. Er lässt Ihr Herz schneller schlagen, Sie schwitzen, Ihre Muskeln verkrampfen sich, Ihre Verdauung kommt durcheinander, Ihre Art zu denken ändert sich, er schreibt Ihnen vor, wie Sie zu handeln haben und feuert Worte aus Ihrem Mund.

Es scheint eine allgemeine Vereinbarung zu geben, dass Zorn gezähmt werden muss. Es existiert jedoch eine große Meinungsverschiedenheit über die Ursache und die Heilung....


Eine falsche Wahrnehmung von Zorn

Dieser Satz fasst zusammen, was beinahe jeder feststellt, der mit einem Zornproblem in die Seelsorge kommt: „Mein Zorn ist eine normale und vertretbare Reaktion auf die Weise, wie ich behandelt wurde.”

Selten fragt jemand nach der Möglichkeit, dass Zorn Sünde in ihren Herzen sein könnte. Dieses Wort ist beinahe aus ihrem Wortschatz verschwunden. Stattdessen erklären diese Leute, dass sie unglücklich, angespannt, ängstlich, besorgt, enttäuscht, missverstanden, ungeliebt und unter extremem Druck sind oder dass man ihnen misstraut. Die Schlagworte sind gestresst oder ausgebrannt....


Was die Bibel über Zorn sagt

Viele Menschen, die Seelsorge suchen, argumentieren, dass sie ein Recht darauf haben, zornig zu sein. „Kannst du mir unter meinen Umständen Vorwürfe machen?“, fragen sie in heftiger Verteidigung. Aber solange sie ihren Zorn mit Argumenten verteidigen, sehen sie keine Notwendigkeit, noch haben sie das Bedürfnis, sich zu ändern, und folglich bleiben sie dem Unglück ihres Zorns ausgeliefert.

Einer der am häufigsten zitierten Bibelverse ist folgender: “Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen“ (Epheser. 4:26). Die von mir betreuten Menschen erklären übereinstimmend, dass dieser Vers bedeutet, dass ihre Art von Zorn keine Sünde sei. Jedoch gibt es einen Teil dieses Verses, der nicht diskutabel ist: Nenne deinen Zorn gerecht, wenn du willst, aber siehe zu, dass du ihn vor Sonnenuntergang wieder los wirst.

Nur fünf Verse nach dem Vers “Seid zornig und sündigt nicht” wird deutlich klar gemacht, dass der Zorn von uns weggenommen werden kann (siehe Epheser. 4:31). Galater 5:16 sagt klar, dass Menschen, die im Geist wandeln, sich nicht mit Zorn herumschlagen müssen, was eine Handlung der sündhaften Natur ist. Es gibt kein menschliches Gegenmittel. Nur Gott kann Ihr Herz reinigen.

Beachten Sie, welcher andere biblische Ratschlag über die Handhabung des Zorns besteht:

Es ist für mich klar, dass die Bibel uns sagt, dass Gott von uns erwartet, dass wir die Probleme um uns herum mit seiner Liebe in unseren Herzen angehen. Lesen Sie weiter:

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn” (Romans 8:35,38-39).

Die Antwort Jesu an die Übeltäter, als er zwischen zwei Verbrechern gekreuzigt wurde, war: “Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun” (Lukas 23:34).

Aber das schwierige Problem ist, wie kann ein Mensch, der von Natur aus zornig auf die Lebensumstände reagiert, seine zornige Reaktion in eine liebende Reaktion verändern? Menschlich gesprochen müssen wir zugeben, dass dieser biblische Ratschlag unmöglich umzusetzen ist. Wir alle wissen, dass es keine Lösung ist, den Zorn zu unterdrücken oder herunterzuschlucken. Unterdrückter Zorn kann Ihre Gesundheit zerstören und Ihr Denken verdrehen. Sie könnten zu einer wandelnden Zeitbombe werden, darauf eingestellt, bei irgendeiner äußerlichen Provokation zu explodieren.

Die Bibel bietet eine radikale Lösung an: „Lege es ab. Höre damit auf.“ Dies ist menschlich unmöglich. Ja, es braucht ein Wunder. Sie benötigen übernatürliche Hilfe.


Die Schritte der Veränderung

Schritt 1: Erkennen Sie den Zorn als Sünde

Das biblische Rezept, mit zerstörerischem Zorn umzugehen, ist präzise und überzeugend. Streit, Bosheit, Hass, Zorn, Wutausbrüche, Zwistigkeiten und Zankereien sind Werke des Fleisches – der sündhaften Natur (siehe Galater 5:19-1; Kolosser 3:8). Sie sind Sünde, und das ist die gute Nachricht, denn es gibt eine göttliche Lösung für die Sünde. Gott verheißt, Ihnen zu helfen. Der Umgang mit Sünde ist seine Spezialität. „Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden“ (Apostelgeschichte 4:12, NIV).

Ein einfacher Schritt, der Ihnen eine Quelle der Stärke erschließt, um die zornigen Reaktionen zu stoppen ist, Jesus einzuladen, in Ihr Leben zu kommen. Sogar für viele kompetente, fähige Menschen ist die Tatsache, übernatürliche Hilfe zu benötigen, schwer zu akzeptieren.

“Ich komme mit meinem Zorn allein klar. Ist das nicht gut genug?“ Es schlägt zweifellos das Explodieren. Jedoch kann Ihnen nur Gott helfen, es zu stoppen. Weil Zorn eine Sünde ist, benötigen sie einen Erlöser, der Sie von Ihren Sünden reinigt: „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit“ (1. Johannes 1:9).

Schritt 2: Ersetzen Sie den Zorn durch göttliche Gefühle

Wenn Sie ein vergebenes, gereinigtes Herz haben, können Sie Gott um die Kraft des Heiligen Geistes bitten, um die Früchte des Geistes in Ihre Leben zu produzieren (siehe Galater 5:22-23):

Sie werden immer noch Probleme haben, Ungerechtigkeiten begegnen und schwierige Menschen treffen – so wie jeder Mensch. Sie benötigen auch weiterhin die Kraft, die Wachsamkeit und die Motivation, das zu korrigieren, was korrigiert werden muss. Aber ein Christ weiß, dass ein Mensch, der durch den Heiligen Geist mit Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Keuschheit gestärkt wurde, die Kraft besitzt, die bitteren, sarkastischen Worte, die Angst, die körperliche Anspannung und das gewalttätige Verhalten, das ihn zuvor gekennzeichnet hat, zu überwinden.

Der Apostel Paulus drückt es so am besten aus: “Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen (Galater 5:16, NIV)....


Der Geist Gottes in Uganda

In Uganda tobte ein blutiger Bürgerkrieg. Es gab Knappheiten bei Lebensmitteln, Wasser, Fahrzeugen, Treibstoff und Kleidung. Wohin wir auch schauten, standen hässliche Kriegsmaschinen: Panzer, LKW’s, Artillerie. Wir mussten wiederholt Kontrollpunkte passieren, die mit jugendlichen bewaffneten Soldaten besetzt waren. Auf unserer 40 Kilometer langen Fahrt vom Flughafen Entebbe zur Hauptstadt Kampala wurden wir zwölf Mal angehalten. An jedem Kontrollpunkt mussten wir unsere Taschen für eine Kontrolle öffnen.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Goma, wo ich an einem Treffen teilnehmen sollte. Sam, mein Fahrer, hatte vergeblich in der ganzen Stadt versucht, etwas Benzin für unser Fahrzeug aufzutreiben. Wir waren 3 Stunden zu spät, als Sam schließlich kam und mir sagte, dass er etwas Benzin für $30 pro Gallone (3,78 Liter) gefunden habe. Wir benötigten fünfzehn Gallonen (56 Liter) für $450.

Ich stellte unsere Weiterfahrt in Frage. Wer würde auf einen ausländischen Redner warten, der drei Stunden zu spät kam? Sam überzeugte mich, weiterzufahren. Es war eine langsame, holprige Fahrt mit noch mehr Straßenblockaden, die von unfreundlichen Soldaten bewacht wurden. Wir erreichten den Treffpunkt, der mit Menschen überfüllt war. Es war so heiß und feucht, dass die Luft im Raum beinahe unerträglich war.

Ich saß auf der Bühne und schaute mir die Zuhörer an. Ich wusste, dass die meisten von ihnen hungrig waren. Sie waren schäbig gekleidet. Ich wusste, dass niemand aus dieser Zuhörerschaft jemals vor einem Wandschrank gestanden hatte, der mit Kleidung vollgepackt war, um sich zu fragen, was er anziehen sollte. Was konnte ich diesen Menschen sagen, wenn ich mir niemals die Frage gestellt hatte, was ich essen oder anziehen sollte? Ich wusste, dass viele von ihnen den Tod eines Familienmitgliedes zu beklagen hatten. Viele ihrer Familien waren zerstreut, einige waren in den Wald geflohen, um nicht vom feindlichen Maschinengewehrfeuer niedergemäht zu werden. Ich betete leise: „Herr, ich weiß nicht, was ich diesen Menschen sagen soll. Gott, du musst mir helfen.”

Der einzige Gedanke, der mir kam, war: “Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht“ (Galater 5:22-23). Ich sagte ihnen, dass ich glaubte, dass jeder von ihnen alles, was sie wollten, als freies Geschenk haben könnten. Das Geschenk war die Frucht des Geistes. Es war frei verfügbar für alle Menschen.


Eine wichtige Botschaft

Nach der Versammlung kam ein abgerissen gekleideter Mann auf mich zu. Er sagte, es schien, als wäre ich mir meiner Botschaft nicht sicher gewesen. Er versicherte mir, dass die Frucht des Geistes in Uganda verfügbar sei, aber ich hätte eine wichtige Bedingung bei meiner Botschaft ausgelassen. Er fragte mich, ob ich mir die Zeit nehmen würde, ihn nach Hause zu begleiten. Er würde mir gern seine Geschichte erzählen.

Als wir die staubige Straße in dieser intensiven Hitze hinunter gingen, zeigte er auf ein großes Haus mit vielleicht fünf oder sechs Schlafzimmern die Hügel hinauf. „Das war mein Haus“, sagte er, „aber Idi Amin’s Soldaten kamen eines Tages und beschlagnahmten es als Hauptquartier für seine Armee. Meine Familie musste fliehen, und heute lebt sie im Wald. An der Vorderseite meines Bekleidungsgeschäftes hatte ich einen Mercedes Benz geparkt. Eines Tages kamen die Soldaten und nahmen meinen Wagen. Dann nahmen sie mein Geschäft.”

Wir gingen weiter auf dieser staubigen Straße, die von Lehmhütten mit Strohdächern gesäumt war. Wir kamen zu einer bestimmten Stelle, und er sagte mir, dass dies die Hütte sei, in der er lebte. Wir gingen hinein: ein dunkler Raum, ein schmutziger Fußboden und eine Kiste auf dem Fußboden. Er forderte mich auf, auf der Kiste Platz zu nehmen. Er setzte sich auf das andere Ende davon und fuhr mit seiner Geschichte fort.

“Ich saß auf meinem Stuhl und beschäftigte mich wie besessen mit den Soldaten, die mein Auto, mein Geschäft und mein Haus genommen und meine Familie zerstreut hatten. Ich wurde von Hass, Zorn und Bitterkeit verzehrt. Als ich gezwungen wurde, mein Haus zu verlassen, nahm ich einen Stuhl mit. Ich besaß ebenfalls eine Kuh, die etwas Insektenspray benötigte. Ich verkaufte meinen Stuhl für das Insektenspray, aber meine Kuh starb. Ich besaß auch eine Ziege, die ich für ein wenig Samen verkaufte, den ich im Garten pflanzen wollte. Aber es fiel kein Regen, und so scheiterte die Idee mit meinem Garten. Nun habe ich kein Auto, kein Geschäft, kein Haus, keine Familie, keinen Stuhl, keine Kuh, keine Ziege, kein Garten.

Eines Tages, als ich auf dieser Kiste saß und im Stillen all dies aufzählte, hätte ich vor lauter Hass und Feindseligkeit platzen können. Mitten in dieser Situation kam Aman an meine Tür. Er sagte, er sei ein Missionar und er sei gekommen, um mir zu sagen, dass Gott mich liebt. Das war alles, was ich hörte. Gott liebt mich? Ich explodierte. Weißt du, was mit mir passierte?

In Rage packte ich den Mann und warf ihn aus meinem Haus. Gott liebt mich! Ich war derart wütend, dass ich mich kaum beherrschen konnte. Zu meiner Überraschung stand der Mann auf und kam wieder herein. Ich war überrascht von seiner Unerschrockenheit. Er sagte, er sei gekommen, um mir von Jesus zu erzählen und wollte fortfahren. Er sagte mir: „Gott liebt dich so sehr, dass er seinen eigenen Sohn gab, der für dich starb. Wenn du ihn bittest, kommt er in dein Leben und verändert dein Herz.

Ich war zornig! Doch plötzlich gab mir das, was der Mann sagte, einige Hoffnung. Ich brauchte etwas, also bat ich Jesus, jetzt in mein Leben zu kommen. Und er tat es.

Nun komme ich zu dem Teil meiner Geschichte, die etwas mit deiner Botschaft zu tun hat. Ich sagte dir, dass etwas fehlte.

Als ich Jesus bat, in mein Leben zu kommen, sah ich immer noch mein Haus, das von Soldaten besetzt war, meinen Mercedes Benz, der von Soldaten gefahren wurde, mein ruiniertes Geschäft, meine zerstreute Familie, ohne Garten, und ich fragte mich, wie ich überleben könnte. Mein Herz war immer noch voller Feindseligkeit gegen diese Soldaten. Mein neuer Freund las mir einen Bibelvers vor, der für die Kinder Gottes gedacht war: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben“ (Matthäus 6:14-15).

Ein Lichtstrahl in kompletter Dunkelheit. Ich musste diesen Soldaten vergeben. Ich musste sie lieben. Plötzlich wollte ich sie lieben. Ich öffnete mein Herz und ließ all den Hass und Zorn und Bitterkeit heraus fließen, den ich aufgespeichert hatte. Alles, was ich wollte, war die Frucht des Geistes in meinem Herzen.

„Du hast Recht“, sagte er. „Wir können alles, was wir wollen, umsonst haben. Aber die musst Gottes Bedingungen erfüllen. Du musst den Menschen ihre Verfehlungen vergeben.”

Mein neuer Freund sagte, er war einst der reichste Mann Ugandas. Er wurde von der unerträglichen Last der Sünde befreit (Hass, Zorn, Bitterkeit), und jetzt genießt er den unbegrenzten Reichtum des Geistes, den nur Gott geben kann. Als wir uns trennten, versprach ich ihm, dass ich seine Geschichte anderen Menschen weitererzählen würde....

Ein Plan für Buße

... Buße von Zorn als Sünde ist selten. Jesus erklärte warum: „Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden“ (Johannes 3:19-20).

Unbußfertige, intelligente Menschen glauben, ihren Zorn rechtfertigen zu können, weil Gott zornig wird. Deswegen durchkämmen sie das Evangelium nach jedem Fünkchen eines Beweises, dass Jesus zornig wurde. Der Ausdruck „gerechte Empörung“ verwischt das Problem.

Vielleicht 95 Prozent eines jeden Zorns ist einfache, altmodische Sünde, und wir alle wissen es. Zorn plagt jeden. Wir sollten ihm einfach die Stirn bieten und auf das Angebot Jesu eingehen: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäus 11:28).