Die Passion Jesu Christi/Um Gewalten und Mächte zu entwaffnen

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English: Fifty Reasons Why Jesus Came to Die/To Disarm the Rulers and Authorities

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Von John Piper Über Der Tod Christi
Kapitel 42 des Buches Die Passion Jesu Christi

Übersetzung von Desiring God


Christus litt und starb …
Um Gewalten und Mächte zu entwaffnen

Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, den in Satzungen bestehenden, der gegen uns war, und ihn auch aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte; er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten.
KOLOSSER 2,14-15

Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an. Hierzu ist der Sohn Gottes geoffenbart worden, damit er die Werke des Teufels vernichte.
1. JOHANNES 3,8

DIE IN DER BIBEL OFT ERWÄHNTEN »GEWALTEN UND MÄCHTE« KÖNNEN SICH AUF WELTLICHE REGIERUNGEN BEZIEHEN. ABER WENN WIR LESEN, DASS CHRISTUS AM KREUZ DIE »GEWALTEN UND MÄCHTE ENTWAFFNET« UND »SIE ÖFFENTLICH ZUR SCHAU GESTELLT« UND »ÜBER SIE EINEN TRIUMPH GEHALTEN« HAT, DANN SOLLTEN WIR AN DÄMONISCHE MÄCHTE DENKEN, DIE DIE WELT BEHERRSCHEN. EINE DER STÄRKSTEN AUSSAGEN ÜBER DIESE DÄMONISCHEN MÄCHTE STEHT IN EPHESER 6,12: »UNSER KAMPF IST NICHT GEGEN FLEISCH UND BLUT, SONDERN GEGEN DIE Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die Geister der Bosheit in der Himmelswelt.« 

Satan wird drei Mal der »Fürst dieser Welt« genannt. In der letzten Stunde seines Lebens sagte Jesus: »Jetzt ist das Gericht dieser Welt, jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden« (Johannes 12,31). Jesu Tod war die entscheidende Niederlage für den »Fürst dieser Welt« – den Teufel. Und wenn Satan besiegt ist, sind auch seine gefallenen Engel bezwungen.

Sie alle erlitten den Todesstoß, als Jesus am Kreuz starb. Das heißt nicht, dass sie nicht mehr existieren. Wir kämpfen auch heute noch gegen sie. Aber sie sind besiegte Feinde. Wir wissen, dass wir den entscheidenden Sieg davongetragen haben. Es ist fast so, als hätte man einem großen Drachen seinen Kopf abgeschlagen und er schlägt immer noch wütend um sich, bis er verblutet ist. Die Schlacht ist gewonnen. Aber wir müssen uns immer noch vor dem Schaden, den er anrichten kann, hüten.

Mit Jesu Tod hat Gott »unseren Schuldbrief, der gegen uns war, ausgetilgt … aus der Mitte weggenommen, indem er ihn ans Kreuz nagelte« (Kolosser 2,14; siehe Kapitel 7). So hat er »die Gewalten und Mächte völlig entwaffnet und öffentlich bloßgestellt«. Mit anderen Worten: Wenn Gottes Gesetz uns nicht länger verurteilt, weil Christus unsere Schuld ausgetilgt hat, dann kann Satan uns nicht mehr verklagen.

Schon vor Christus war es Satans großes Werk, Gottes Volk anzuklagen. Das Wort Satan bedeutet »Widersacher oder Verkläger«. Aber lesen wir, was geschah, als Christus starb. Der Apostel Johannes schreibt: »Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder« (Offenbarung 12,10). Das ist die Entwaffnung und der Sieg über die Gewalten und Mächte.

In Christus kann jetzt gegen Gottes Auserwählte keine Klage mehr bestehen. »Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt« (Römer 8,33). Weder Mensch noch Satan kann eine Klage vorbringen. Der Fall ist geschlossen. Christus ist unsere Gerechtigkeit. Unser Verleumder ist entwaffnet. Beim Versuch, uns vor dem himmlischen Gericht anzuklagen, wird er zutiefst beschämt werden. Jetzt sollten wir in dieser Welt unerschrocken und frei Christus dienen und Menschen lieben! Niemand, der auf Christus vertraut, wird verurteilt. So sollten wir uns nun abwenden von den Versuchungen des Teufels. Seine Versprechen sind Lügen und seine Macht ist zerstört.