Die Passion Jesu Christi/Um seinen himmlischen Vater zu erfreuen

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English: Fifty Reasons Why Jesus Came to Die/To Please His Heavenly Father

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Von John Piper Über Der Tod Christi
Kapitel 2 des Buches Die Passion Jesu Christi

Übersetzung von Desiring God


Christus litt und starb …
Um seinen himmlischen Vater zu erfreuen

Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen.
JESAJA 53,10

… wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Opfergabe und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!
EPHESER 5,2

JESUS HAT NICHT MIT EINEM ZORNIGEN GOTT AUF DEM BODEN DES HIMMELS GERUNGEN UND IHM DIE PEITSCHE AUS DER HAND GERISSEN. ER HAT IHN NICHT GEZWUNGEN, MIT DER MENSCHHEIT BARMHERZIG ZU SEIN. SEIN TOD WAR AUCH NICHT EINE WIDERWILLIGE ZUSTIMMUNG GOTTES, DEM SÜNDER GEGENÜBER NACHSICHTIG ZU SEIN. NEIN, WAS JESUS TAT, ALS ER LITT UND STARB, WAR DIE IDEE DES VATERS. ES WAR EINE ATEMBERAUBENDE STRATEGIE, DIE SOGAR NOCH VOR ERSCHAFFUNG DER WELT ERDACHT WORDEN WAR, NÄMLICH ALS GOTT DIE GESCHICHTE DER WELT SAH UND PLANTE. DARUM SPRICHT DIE BIBEL VON GOTTES »VORSATZ UND GNADE, DIE UNS IN CHRISTUS JESUS VOR EWIGEN ZEITEN GEGEBEN« (2. TIMOTHEUS 1,2) WURDE.

Schon in den jüdischen Schriften wurde dieser Plan enthüllt. Der Prophet Jesaja sagte die Leiden des Messias, der den Platz der Sünder einnehmen würde, voraus. Er sagte, dass der Christus, stellvertretend für uns, »von Gott geschlagen« werde.

Jedoch unsere Leiden – er hat sie getragen, und unsere Schmer-zen – er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen … Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld (Jesaja 53,4-6).

Am erstaunlichsten an Christi Stellvertretung für uns Sünder ist jedoch, dass es Gottes Idee war. Christus hat sich nicht einfach in Gottes Plan, Sünder zu bestrafen, »eingemischt«. Gott plante Golgatha ein. Ein Prophet aus dem Alten Testament sagte: »Doch dem Herrn gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen« (Jesaja 53,10).

Das erklärt den Kontrast des Neuen Testaments. Einerseits leidet Christus, weil Gott seinen Zorn über ihn ausgegossen hat, andererseits ist Christi Leiden eine wunderbare Tat der Unterwerfung und des Gehorsams gegenüber Gottes Willen. So schrie Christus am Kreuz: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« (Matthäus 27,46). Und trotzdem sagt die Bibel, dass das Leiden Christi ein Wohlgeruch für Gott war. »Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus euch geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Gabe und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch« (Epheser 5,2).

O, dass wir doch das unglaubliche Wunder der Liebe Gottes anbeten! Das alles ist nicht sentimental. Es ist auch nicht einfach. Für uns hat Gott das Unmögliche getan: Er goss seinen Zorn über seinen eigenen Sohn aus – den Einen, der so unterwürfig war, dass er als Einziger diesen Zorn absolut nicht verdiente. Doch die hohe Bereitschaft des Sohnes, den Zorn anzunehmen, war vor Gott etwas Kostbares. Der Träger des Zorns wurde unendlich geliebt.